B.Braun Infusomat Space P Bedienungsanleitung

Perfusor® Space
und Zubehör
Gebrauchsanweisung
Es wird empfohlen, dass alle Pumpen auf Ihrer Station über den gleichen Softwarestand verfügen.
DE
Gültig für Software 688F/G
IN HA LT
Überblick Perfusor® Space..........................................................................................................3
Patientensicherheit......................................................................................................................5
Menüstruktur / Überblick...........................................................................................................9
Menüstruktur / Navigation......................................................................................................10
Kapitel 1 Betrieb................................................................................................................12
Kapitel 2 Erweiterter Betrieb...........................................................................................18
Kapitel 3 Sonderfunktionen*...........................................................................................18
Kapitel 4 Optionen............................................................................................................24
Kapitel 5 Alarme................................................................................................................28
Kapitel 6 Akkubetrieb und -pflege.................................................................................33
Kapitel 7 KompatibleSpritzen........................................................................................35
Kapitel 8 Anlauf-und Trompetenkurven......................................................................37
Kapitel 9 TechnischeDaten.............................................................................................38
Kapitel 10 Garantie / STK** / Service / Schulung / Reinigung / Entsorgung..............40
Kapitel 11 Gebrauchsanweisung für Zubehör................................................................42
Kapitel 12 PCA-Zubehör ....................................................................................................45
Bestelldaten .....................................................................................................................46
1.1 Infusionsbeginn............................................................................................................................12
1.2 Eingabenmit verschiedenen Kombinationen von Rate, Volumen und Zeit ......................13
1.3 Bolusgabe......................................................................................................................................14
1.4 Spritzenwechsel und neuer Therapiestart................................................................................15
1.5 Infusionsende................................................................................................................................16
1.6 Standby..........................................................................................................................................16
2.1 Abfrage des Pumpenstatuswährend der Infusion.................................................................18
2.2 Raten-, Volumen- und ZeitänderungohneInfusionsunterbrechungund
Zurücksetzen von Statusmenü-Parametern............................................................................18
3.1 Dosiskalkulation (Überblick).......................................................................................................19
3.2 Dosiskalkulation (Anwendung)..................................................................................................19
3.3 Medikamentendatenbank...........................................................................................................20
3.4 Patientenkontrollierte Analgesie (PCA) ....................................................................................21
4.1 Abschaltdruck...............................................................................................................................24
4.2 DataLock.......................................................................................................................................24
4.3 Bolusrate........................................................................................................................................25
4.4 KVO-Modus...................................................................................................................................26
4.5 Kontrast/ Displaybeleuchtung / Tastaturbeleuchtung..........................................................26
4.6 Lautstärke......................................................................................................................................26
4.7 Datum / Zeit..................................................................................................................................26
4.8 Makro-Modus...............................................................................................................................26
4.9 Sprache..........................................................................................................................................27
5.1 Gerätealarme................................................................................................................................28
5.2 Voralarme und Betriebsalarme..................................................................................................28
5.3 Erinnerungsalarme.......................................................................................................................31
5.4 Alarmhinweise..............................................................................................................................32
* Die Verfügbarkeit der einzelnen Leistungsmerkmale ist von der Konfiguration der Pumpe abhängig. **Sicherheitstechnische Kontrolle
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ÜBERBLICK PERFUSOR® SPACE
ÜB ER BL IC K PERFUSOR® S PACE
Obere und untere Pfeiltaste
Durch Menüs scrollen, Einstellungen von 0-9ändern, Ja/Nein­Fragen beantworten.
Linke und rechte Pfeiltaste
Skalenwert wählen und zwischen Stellenbei Werteingabe wechseln. Mit derlinken Pfeiltasteeine Funktion öffnen während die Infusion läuft oder unterbrochen ist.
q
Gelbe LED: Voralarm, Erinnerungsalarm Grüne / Rote LED: Förderung / Gerätealarm, Betriebsalarm Blaue LED: Verbindung zu SpaceControl
k m
Funktionsauswahl,bestimmte Werte / Einstellungen/ Alarme bestätigen.
Pumpe mit SpaceControl verbinden und einen Barcode nachdem Scannenzuweisen.
EinzelneWerte aufNull zurücksetzenund auf letztes Display oderletzte Menüebene zurückschalten.
c
Bolusgabe einleiten.
nB
Spritzenbügel hält Spritze
Sf
Start/Stop der Infusion.
in Position.Um Spritzezu entfernen: Ziehen und nach rechts drehen.Der Antrieb fährt automatisch zurück.
Antriebskopfmit Krallenmechanis­mus zum Festhalten der Spritzenkolben­platte und Not­entriegelungsknopf.
Pumpe ein-/ ausschalten.
o
Akkufachdeckel
Vor AkkuwechselimmerVerbindung zum Patiententrennen und Pumpe ausschalten. Knopf unter Akkufachdeckel mit einem spitzen Gegenstand (z.B.Kugelschreiber) drückenund Deckel von Pumpe wegziehen.Grünen Schließmecha­nismus auf Rückseite des Akkus hochschieben und Akkufür Wechsel entnehmen.
Schnittstelle P3 für künftige Optionen
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Schnittstelle P2 für Steckernetzteil, SpaceStation, Anschlussleitung SP (12V), Kombi-Kabel und weitere Zubehörkabel (Personalruf, Service)
ÜBERBLICK PERFUSOR® SPACE
Spritzenfixierung
Spritzenbügel ziehenund nach rechts drehen, um diegrüne Achsialfixierung (siehe roter Pfeil) zu öffnen.Spritze muss senkrecht inden Schlitz links von der Achsialfixierung eingelegt werden,bevor der Spritzenbügel geschlossen wird. Sicherstellen, dass die Spritzeordnungs­gemäß gehalten wird.
Vorsicht: Kolbenbremse beim Herausfahren
aus dem Spritzenbügel nicht berühren.
Fixierung der PoleClamp (Universalklemme)
Schiene der PoleClampmit Schieneder Pumpe abgleichenund PoleClamp auf­schiebenbis Verschlussmechanismushör­bar einrastet. Zum Entfernen den Entriegelungsknopfam Rahmen betätigen, den Griff nach unten drücken und die PoleClampabziehen.
Transport
Maximal drei Pumpen (Perfusor® Space oderInfusomat® Space)und ein SpaceControlübereinanderstapeln. Mechanische Einwirkung vonaußen vermeiden.
Geräte miteinander verriegeln
Schienender Pumpen aufeinanderschieben bis Verschluss hörbarschließt und grüne Knöpfe übereinander liegen. ZumTrennen grünen Verschlussknopf der oberen Pumpe drücken und unterePumpenach vorne ziehen.
Stativbefestigung
Öffnung der PoleClampgegensenkrechtes Stativ drückenund Schraube festziehen. Schraubelösenfür Freigabe. Zur vertikalen Befestigung der PoleClampden Hebel drük­ken (sieheroterPfeil) und in eine der bei­den Richtungendrehen, bis derHebelin die Kerbe klickt.Hebeldrücken für Rotation.
Vorsicht: Nicht aufPumpeabstützen,
während diese am Stativ befestigt ist!
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w
VorInbetrieb­nahmeGe­brauchsan­weisunglesen. Betriebnur unter regel­mäßiger Kontrolle durch eingewiesenes Personal.
PATIENTENSICHERHEIT
PATIEN TENSI CHE RH EIT
Zweckbestimmung Perfusor® Space
Das Perfusor® Space Infusionspumpensystem besteht aus einer tragbaren, Infusions­spritzenpumpe,und Zubehör.Das System ist zur Anwendung bei Erwachsenen, Kindern und Neugeborenen für die intermittierende oderkontinuierliche Verabreichung von Lö­sungen durch medizinisch gebräuchliche parenterale und enterale Zugänge vorgese­hen. Diese Zugänge können intravenös, enteral oder zur Spülung erfolgen, sind aber nicht daraufbeschränkt. Das System kann auch zurVerabreichung von für die Infu­sionstherapie indizierten Medikamenten verwendetwerden. Diese können Anästhetika, Sedativa, Katecholamine, Antikoagulantienusw., Blut oder Blutkomponenten,Lösun­gen zur totalenparenteralen oder enteralen Ernährung oder Lipidesein, sind aber nicht darauf beschränkt. DasPerfusor® Space Infusionsspritzenpumpensystem ist zur An­wendungdurch eingewiesenes, medizinisches Fachpersonal in medizinisch genutzten Räumen,bei ambulantenPatienten, Heimpatienten und in Transportsituationen vorge­sehen.
Über die konkrete Anwendbarkeitentscheidet die medizinische Fachkraft aufgrund der zugesicherten Eigenschaften und technischen Daten. Weitere Beschreibungen entneh­men Sie bitte derGebrauchsanweisung.
Betrieb
Das einführende Training des Perfusor® Space muss von B. Braun Vertriebs-
mitarbeitern oder einer anderen autorisierten Person durchgeführt werden. Nach jedem Softwareupdate ist der Anwender angewiesen, sich über die neusten Geräte- und Zubehöränderungen in der Gebrauchsanweisung zu informieren.
Sicherstellen, dass das Gerät ordnungsgemäß positioniert und gesichert ist.
Pumpe nicht über Patienten anbringen.
Vor Inbetriebnahme das Gerät und insbesondere die Achsialfixierung auf
mögliche Beschädigung und fehlende Teile prüfen. Auf hör- sowie sicht­bare Alarme während des Selbsttests achten.
Patientenverbindung erst herstellen, nachdem Spritze ordnungsgemäß ein-
gelegt und Spritzenkolbenplatte von den Krallen des Antriebskopfes ord­nungsgemäß gefasst wurde. Die Verbindung während des Spritzenwechsels unterbrechen, um eine ungewollte Dosisgabe zu vermeiden.
Nur passende Spritzen/Katheter für die beabsichtigte medizinische
Verwendung benutzen.
Leitung knickfrei legen.
Empfohlener Wechsel von Einmalartikeln nach 24 Stunden (Hygiene-
vorschriften beachten).
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PATIENTENSICHERHEIT
In medizinisch genutzten Räumen wird eine den Vorschriften entsprechende
Installation vorausgesetzt (z.B. VDE 0100, VDE 0107 oder IEC-Festlegungen). Länderspezifische Vorschriften und nationale Abweichungen beachten.
Um eine Explosion zu vermeiden, darf die Pumpe nicht in Gegenwart ent-
flammbarer Anästhetika betrieben werden.
Angezeigten Werte mit eingegebenem Wert vergleichen. Infusion nur dann
starten, wenn Werte miteinander übereinstimmen.
Bei Verwendung des Personalrufs wird empfohlen, die Anlage nach dem
Anschluss der Pumpe zu prüfen.
Die Pumpe und das Steckernetzteil sind vor Feuchtigkeit zu schützen.
Die Pumpe während des Transports nicht am Antriebskopf festhalten.
Falls die Pumpe herunterfällt oder einer Krafteinwirkung ausgesetzt wird,
muss sie von der Servicewerkstatt überprüft werden.
Die angezeigten Daten müssen vom Anwender immer auf Plausibilität für
weitere medizinische Entscheidungen überprüft werden.
Bei mobiler Anwendung (Homecare, inner- und außerklinische Patienten-
transporte) ist auf eine sichere Anbringung bzw. Positionierung des Gerätes zu achten. Bei Lageveränderungen und groben Erschütterungen kann es zu geringfügigen Änderungen in der Fördercharakteristik kommen.
Bei lebenserhaltenden Medikationen muss eine zusätzliche Patienten-
überwachung (z.B. durch Monitoring) erfolgen.
Eine Krafteinwirkung auf den Antrieb ist während der Förderung zu vermei-
den, um einem Alarm vorzubeugen.
Bei der Gabe von hochwirksamen Medikamenten ist eine zweite Pumpe für
das Medikament bereit zu halten.
Unabhängig von den Softlimits müssen die eingegebenen Werte die für den
Patienten medizinisch richtigen sein.
Wenn für die Dosiskalkulation relevante Werte geändert werden (z.B.
Körpergewicht), dann ändert sich die Flussrate und die Dosisrate wird beibehalten.
Andere Komponenten
Nur druckgeprüfte Einmalartikel verwenden (min. 2 bar/1500 mmHg).
Mögliche Inkompatibilitäten von Geräten und Arzneimitteln sind den
jeweiligen Herstellerinformationen zu entnehmen.
Nur Luer Lock-Überleitsysteme und -Spritzen sowie kompatible Kombination-
en von Geräten, Zubehör, Verschleißteilen und Einmalartikeln verwenden.
Die Verwendung von nicht geprüften bzw. inkompatiblen Einmalartikeln
kann die technischen Daten beeinflussen.
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PATIENTENSICHERHEIT
Angeschlossene elektrische Komponenten müssen der IEC/EN-Spezifikation
genügen (z.B. IEC/EN 60950 für datenverarbeitende Geräte). Wer zusätzliche Geräte anschließt, ist Systemkonfigurierer und damit für die Einhaltung der Systemnorm IEC/EN 60601-1-1 verantwortlich.
Wenn mehrere Apparate/Infusionsleitungen angeschlossen sind, kann eine
gegenseitige Beeinflussung nicht ausgeschlossen werden (siehe: VDE 0753 Teil 5 "Anwendungsregeln für Parallelinfusion - Vorstellbare Anwendungs­verfahren" bzw. BBM-Anwendungshinweise zur Parallelinfusion 38910004).
Sicherheitsstandards
Der Perfusor® Space erfüllt alle Sicherheitsstandards für medizinisch elektrische Geräte in Übereinstimmung mit den Publikationen IEC/EN 60601-1 und IEC/EN 60601-2-24.
Die EMV-Grenzwerte (elektromagnetische Verträglichkeit) nach IEC/EN
60601-1-2 und IEC/EN 60601-2-24 werden eingehalten. Bei Betrieb im Umfeld von Geräten, die höhere Störaussendungen verursachen können (z.B. HF-Chirurgiegeräte, Kernspintomographen, Handys usw.), sind die zu diesen Geräten empfohlenen Schutzabstände einzuhalten.
Der Perfusor® Space erfüllt die zutreffenden Anforderungen der EN 13718,
um in der Luft, auf dem Wasser und in schwierigem Gelände verwendet werden zu können. Während des Transports muss der Perfusor® Space an einem geeigneten Befestigungssystem unter Verwendung der SpaceStation oder der Pole Clamp SP fixiert werden. Wird der Perfusor® Space in Temperaturbereichen unterhalb der definierten Betriebsbedingungen gelagert, ist er vor Inbetriebnahme für mindestens eine Stunde bei Raumtemperatur aufzubewahren.
Sicherheitshinweise
Soll eine PCA-Pumpe mit einem Patiententaster betrieben werden, so muss
sie an der untersten Position des SIS (unterster Steckplatz der untersten SpaceStation) betrieben werden.
Der Zugriff auf die Einstellungen der Pumpe kann mit dem DataLock 3 ver-
hindert werden. Der Code für den DataLock Stufe 3 sollte sich von dem Code für die Stufen 1 und 2 unterscheiden, wenn Zugriff nur durch Schmerzdienst gewünscht wird.
Ist zusätzliche Sicherheit (nur Perfusor®) gewünscht, so kann die Entnahme
der Spritze mit der Syringe Anti Removal Cap (siehe Zubehör) und der Verriegelung des Spritzenbügels verhindert werden. Die Syringe Anti Removal Cap ist für folgende Spritzen ausgelegt: B. Braun Original Perfusor Spritze 50 ml, B. Braun Omnifix 50 ml, BD Plastipak 50/60 ml, Terumo 50 ml sowie Tyco Monoject 50 ml. Die Verriegelung des Spritzenbügels befindet sich unter der Pumpe. durch eine Rechtsdrehung von 90° ist der Bügel ver­riegelt. Stellen sie sicher, dass der Spritzenbügel sicher verriegelt ist.
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PATIENTENSICHERHEIT
Werden Betäubungsmittel verabreicht und die Syringe Anti Removal Cap
wird nicht verwendet und der Spritzenbügel wird nicht verriegelt, sollte die Therapie nur unter Aufsicht erfolgen, wenn Verdacht auf unberechtigten Zugriff auf das Medikament besteht.
Wird die PCA beendet und anschließend wieder neu konfiguriert, sind die
Therapiedaten wieder auf den Voreinstellungswerten.
Bei der Verwendung des Patiententasters ist auch der Patient ein zulässiger
Anwender, da mit dem Patiententaster lediglich ein PCA-Bolus angefordert werden kann und dies durch Einstellungen in der Medikamentendatenbank und an der Pumpe auf therapeutisch sinnvolle Werte beschränkt ist.
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MENÜSTRUKTUR / ÜBERBLICK
Spritze
Akkukapazität
Version
Medikamenten-
information
Statusmenü
Total
(
Gesamtvolumen)
Total
(Gesamtmenge)
Total
(Gesamtzeit)
Z
wischen-
volumen
Zwischen-
menge
Z
wischen-
z
eit
Status
Entlüften ?
StartUp Menü
(Grundmenü)
Hauptmenü
S
pritzen-
auswahl
R
ate
Sonder-
funktionen
D
osis-
kalkulation
Volumen
Zeit
Med.datenbank
v
erwenden?
A
lteTherapie
v
erwenden?
Dosiskalkulation
verwenden ?
D
osis
G
ewicht
Konzentration
Medikamenten-
datenbank
W
echselvon
k
ontinuierlicher
I
nfusionzu PCA
Sonder-
funktionen
Optionen
Optionsmenü
Druck
B
olusrate
KVO-Modus
Display-
beleuchtung
Tasten-
beleuchtung
Alarm-
lautstärke
DataLock
Kontrast
Datum
Zeit
Makro-Modus
Sprache
Im Dosis Modus:Anzei­ge der Förder­ratein großer
Darstellung
ME NÜ ST RU KT UR / ÜB ER BL IC K
Legende
o Ein/Aus-Taste
sf Start/Stop-Taste
nb Bolus-Taste
c Clear-Taste
Menüstruktur
k OK-Taste q Bedienfeld mit Pfeil Hoch-,
Runter-, Links-, Rechts-Taste
m Verbindungs-Taste
Die Pumpe kann den Anwender­bedürfnissen angepasst werden,indem die Funktionen des Start Up­und Options­menüs sowie die Bolusfunktion überdasService­programm (de-)aktiviert werden.
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MENÜSTRUKTUR / NAVIGATION
ME NÜ ST RU KT UR / NAVIGAT IO N
Display Erläuterungen
Am oberen Displayrand wird die letzte Therapie angezeigt. Ja/Nein­Frage kann durch Drücken von u für Ja oder d für Nein beantwortet werden.
Parameter, die geändert werden können (z.B. Rate in ml/h), werden mit
l oder k geöffnet. Beim Editieren
von Parametern, Stellen/Stufen mit l
r wechseln. Weißer Hintergrund
zeigt derzeitige Stelle/Stufe an. u und d verwenden, um aktuelle Einstellung zu verändern. Hilfetext am unteren/oberen Displayrand zeigt Optionen an (z.B. Rate mit k bestäti­gen, Infusion mit sf starten oder Rate
Typische Anzeige während des Betriebs:
Netz­anschluss
Akku­status
Infundiertes Gesamtvolumen.Alternativ kann das Zwischenvolumen angezeigt werden. Verbleibende Zeit Verbleibendes Volumen
Gewählte Druckstufe und derzeitiger Druck
mit c löschen).
Therapie-Profil
Volumen- oder Zeitlimit aktiv Bewegende Pfeile zeigen Förderung an
Förderrate mit l anwählen
Einheit der Medikamentengabe
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AlleStatus Informationen sind in der un­tersten Zeile des Dislplays verfügbar. Die gewünschte Information kann durch d
u ausgewähltwerden undwird danach
dauerhaft dargestellt (z.B. Langname des Medikaments,Zeit bis Spritze leer etc.).
nb wurde während der Förderung
gedrückt. Manuellen Bolus kann mit 1200 ml/h durch Drücken von k starten (siehe oberen Displayrand) oder mit Eingabe eines Boluslimits durch
l fortfahren (siehe unteren
Displayrand).
MENÜSTRUKTUR / NAVIGATION
Display Erläuterungen
Dieser Hinweis wird angezeigt, wenn versucht wird, einen Wert unzuläs­sigerweise mit L zu editieren.
Druckstufe mit l oder r wählen und mit k bestätigen. Eingabe mit
c abbrechen.
Voralarme werden durch eine Mit­teilung auf dem Display (z.B. “Spritze fast leer"), einen Signalton und eine blinkende gelbe LED angezeigt. Den Voralarm mit k bestätigen.
Bei einem Betriebsalarm (z.B. "Spritze leer") stoppt die Infusion, ein Signalton ertönt und die rote LED blinkt. Alarm mit k bestätigen. Eine Bestätigung erzeugt keine akustische Rückmeldung.
Durch Drücken und Halten von o dehnt sich ein weißer Balken von links nach rechts und zählt 3 sec herunter. Dann schaltet sich die Pumpe aus.
So lange eine Spritze eingelegt ist, wird die Pumpe nicht ausgeschaltet, sondern „Standby“ benutzt.
11
12
BETRIEB
Kapitel 1
BE TR IE B
1.1 Infusionsbeginn
Ordnungsgemäße Installation der Pumpe sicherstellen. Wenn sich das Gerät
im Netzanschluss befindet, zeigt das Display den Akkustatus, das Symbol des Netzanschluss und die letzte Therapie an.
o drücken, um das Gerät einzuschalten. Den automatischen Selbsttest
beobachten: "Selbsttest aktiv" und die Softwareversion werden angezeigt, zwei Signaltöne erklingen und alle drei LEDs (gelb, grün/rot und blau) leuch­ten ein Mal auf. Informationen über Energieversorgung (Netz- oder Akku­betrieb), die eingestellte Druckstufe und den Spritzentyp (wenn Spritze bere­its eingelegt ist) werden angezeigt. Danach fährt der Antriebskopf zurück.
Die Pumpe bietet die Möglichkeit bis zu vier Sprachensätze in die Pumpe zu laden (je nach Umfang der sprachenspezifischen Zeichen), zwischen denen während des Pumpenbetriebs gewählt werden kann. Dafür muss der Anwender bei der Erstinbetriebnahme die gewünschten Sprachen auswählen und mit l markieren. Anschließend die Wahl am unteren Ende der Liste durch Anwählen des letzten Menüpunktes mit k bestätigen. Danach die gewünschte Sprache mit t auswählen und mit k bestätigen. Nachfolgende Frage mit d beant­worten, um die Sprache zu übernehmen.
c drücken, um mit der direkten Eingabe der Therapieparameter zu begin-
nen oder Pumpenklappe und Spritzenbügel öffnen, um mit dem Einlegen der Spritze zu beginnen.
Spritze mit den Flügeln senkrecht in den Schlitz rechts vom Gehäuse ein-
legen. Danach Spritzenbügel und Pumpenklappe schließen. Kolbenbremse fährt vor.
Vorsicht: Die Pumpe nie während des Einlegens der Spritze unbeaufsichtigt
lassen.
Spritzentyp mit k bestätigen. Angezeigter Spritzentyp muss mit ein-
gelegter Spritze übereinstimmen.
Antriebskopf fährt vorwärts und greift Kolbenplatte der Spritze.
Vorsicht: Hände vom heranfahrenden Antrieb entfernt halten.
Hinweis: Darauf achten, dass Kolbenbremse in Spritzenbügel zurückfährt.
Wenn die Entlüftungsfunktion aktiviert ist u drücken, um die Infusions-
leitung mit der im Display angezeigten Rate zu entlüften. Entlüftungs­funktion mit K abbrechen. Vorgang wiederholen bis die Leitung vollständig entlüftet ist. Dann d drücken, um fortzufahren.
Patientenverbindung herstellen.
Gegebenenfalls Fragen im Start Up Menü mit u und d beantworten, bis
die Rate im Hauptmenü erscheint.
Kapitel 1
BETRIEB
Förderrate einstellen:
l drücken und Rate mit q eingeben.
sf drücken, um Infusion zu starten. Laufende Pfeile auf dem Display
und grüne LED zeigen Förderung an.
Hinweis: Laufende Infusion kann jederzeit durch Drücken von sf unterbrochen
werden. Die Pumpe kann zu jedem Zeitpunkt ausgeschaltet werden, indem o für 3 sec gedrückt wird (Ausnahme: Data Lock Stufen 2 und 3 sowie bei ein­gelegtem Einmalartikel).
1.2 Eingaben mit verschiedenen Kombinationen von Rate, Volumen und Zeit
Der Perfusor® Space bietet die Möglichkeit außer der Förderrate ein Volumen­und ein Zeitlimit einzugeben. Wenn zwei dieser Parameter eingegeben worden sind, dann wird der dritte Parameter von der Pumpe errechnet. Wird ein Volumen und/oder eine Zeit vorgewählt, so wird vor einem dieser Parameter im Hauptmenü ein Pfeilsymbol gesetzt. Dieses wird als „Target“ bezeichnet. Während die Pumpe fördert, erscheint in diesem Fall in der Förderanzeige neben den Laufanzeigepfeilen dieses Target-Symbol. Daraus ist ersichtlich, dass die Pumpe entweder mit einem Volumen- oder einem Zeitlimit programmiert wor­den ist. Die im Hauptmenü ersichtliche Zuordnung des Target-Symbols zeigt den für die Anwendung festgeschriebenen Parameter (Volumen oder Zeit). Bei Förderratenveränderungen wird der sog. Target-Parameter grundsätzlich nicht der neuen Ratensituation angepasst, sondern der Parameter neu errechnet, vor dem sich kein Target-Symbol befindet. Nach Infusionsstart werden im Haupt­menü sowie der Förderanzeige die noch verbleibenden Werte von Volumen und Zeit angezeigt (Werte zählen zurück).
1.) Volumen und Zeit eingeben: Förderrate wird errechnet und links unten im
Display angezeigt. Target: Volumen
Volumen mit t auswählen und mit l öffnen.
Volumen mit q eingeben und mit k bestätigen.
Zeit mit t auswählen und mit l öffnen.
Zeit mit q eingeben und mit k bestätigen.
Errechnete Rate vor Start auf Plausibilität prüfen. Entsprechend in gleicher Weise fortfahren, um 2.) und 3.) zu berechnen.
2.) Infusion mit Volumenlimit
Rate und Volumen eingeben: Die Infusionszeit wird errechnet und links unten im Display angezeigt. Target: Volumen
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14
BETRIEB
Kapitel 1
3.) Infusion mit Zeitlimit
Rate und Zeit eingeben: Das Volumen wird errechnet und links unten im Display angezeigt. Target: Zeit
Änderung bereits eingegebener Werte von Volumen und Zeit (Rate, Volumen und Zeit sind zum Zeitpunkt der Änderung bereits existent):
a) Target-Symbol befindet sich vor Volumen:
Änderung Volumen => Anpassung der Zeit. Altes und neues Target:
Volumen
Änderung Zeit => Anpassung der Rate. Altes und neues Target: Volumen
b) Target-Symbol befindet sich vor Zeit:
Änderung Zeit => Anpassung des Volumens. Altes und neues Target: Zeit
Änderung Volumen => Anpassung der Zeit. Neues Target: Volumen
Hinweis: Änderung vonVolumenund Zeit nur möglich, wenn Pumpe gestoppt ist.
1.3 Bolusgabe
Es gibt drei verschiedene Möglichkeiten der Bolusgabe:
1.) Manueller Bolus: nb drücken. Danach k drücken und Taste gedrückt
halten. Flüssigkeit wird so lange gefördert wie die Taste gedrückt gehalten wird. Gefördertes Bolusvolumen wird angezeigt. Das max. Bolusvolumen beträgt 10 % der Spritzengröße oder 10 sec.
Wenn dieser Grenzwert erreicht ist, erfolgt ein akustisches Signal.
2.) Bolus mit Volumenvorwahl: nb drücken, l drücken und Boluslimit mit
q wählen. nb drücken zum Bestätigen und Starten des Bolus. Abhängig
von den Einstellungen des Serviceprogramms ertönt ein akustisches Signal nach Verabreichung des Bolusvolumens.
3.) Bolus mit Ratenberechnung: nb drücken, l drücken und Bolusdosis
mit q wählen. k drücken, um die Bolusdosis zu bestätigen. Zeit, in welcher der Bolus verabreicht werden soll, mit q wählen. Berechnete Bolusrate wird am oberen Displayrand angezeigt. nb drücken zum Bestätigen und Starten des Bolus.
Nachdem die Taste nb gedrückt wurde, kann die Boluseinheit durch d gewählt werden. Die gewählte Einheit wird gespeichert und künftig als Vorgabe verwendet. Dadurch ist auch im Dosiskalkulationsmodus die Verabreichung eines Bolus in ml möglich.
Über das Serviceprogramm können eine Default- und eine maximale Bolusrate vorgegeben werden. Das Gerät springt nach einem Neustart aber immer auf die Defaultrate zurück, auch wenn die Bolusrate vorher manuell verändert wurde.
Hinweis: Wird die Boluseingabe nach Drücken von nb nicht vorgenommen,
springt die Pumpe automatisch zurück in den Förderanzeige. Wird die Bolusein-
Kapitel 1
BETRIEB
gabe nicht vollendet, geht das Gerät in einen Erinnerungsalarm, der mit k bestätigt werden muss.
Hinweis: Bei einer Bolusgabe mit Volumenvorwahl zählt das Volumen hoch.
Die Pumpe kann jederzeit durch Drücken von nb entlüftet werden, während die Pumpe gestoppt ist. Die nachfolgende Frage mit u beantworten, um den Entlüftungsvorgang zu starten. Abbruch durch Drücken von k oder jeder anderen Taste.
Vorsicht: Nicht überdosieren! Bei einer Bolusrate von z.B. 1200 ml/h wird 1 ml
nach 3 sec erreicht. k drücken, um Bolusgabe jederzeit abzubrechen. Bei niedrigen Bolusvolumina können Unterdosierungen aufgrund der Anlaufcharak­teristik der Pumpe und Toleranzen im Infusionssystems nicht ausgeschlossen werden. Während des Entlüftens Patientenverbindung unterbrechen.
1.4 Spritzenwechsel und neuer Therapiestart
Hinweis: Immer die Patientenverbindung vor einem Spritzenwechsel unter-
brechen, um eine Fehldosierung zu vermeiden. Niemals Pumpe während des Spritzenwechsels unbeaufsichtigt lassen. Bevor eine neue Spritze eingelegt wird, ist die Achsialfixierung auf Funktionsfähigkeit zu prüfen.
sf drücken, um Förderung zu stoppen. Die grüne LED erlischt.
Patientenverbindung unterbrechen.
Spritzenbügel öffnen. Der Antrieb fährt in die Startposition zurück. Wenn
mehr als 30 sec nachdem die Pumpe gestoppt wurde der Spritzenbügel gezogen wird muss zunächst die Frage, ob ein Spritzenwechsel vorgenom­men werden soll, mit u beantwortet werden, bevor der Antrieb zurückfährt (ungeachtet der Zeit trifft dies immer bei einem Spritzenbügel-Alarm zu). Wird der Spritzenbügel nur kurz gezogen (weniger als eine Sekunde), muss die angezeigte Frage zunächst mit u beantwortet werden, um die Kolbenstange freizugeben.
Frontklappe öffnen, Spritze entnehmen und neue einlegen.
Hinweis: Wird bei einer Spritzenentnahme unvorhergesehen die Kolbenplatte
von den Krallen nicht mehr freigegeben, muss der Notentriegelungsknopf betätigt werden, um die Krallen des Antriebskopfes zu entriegeln. Der Not­entriegelungsknopf befindet sich an der Außenseite des Antriebskopfes. Er kann mit einem spitzen Gegenstand (z.B. Kugelschreiber) entriegelt werden. Danach können die Krallen per Hand geöffnet und die Spritze entnommen werden. Gerät zum Service bringen.
Spritzenbügel und Pumpenklappe schließen (Vorsicht: Kolbenbremse
muss nach vorne fahren!) und eingelegten Spritzentyp mit k bestätigen. Antrieb fährt vorwärts und greift Kolbenplatte der Spritze.
Hinweis: Heranfahrenden Antrieb nicht durch Gegenstände blockieren.
Kolbenbremse muss selbsttätig in den Spritzenbügel zurückfahren.
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