Diese Betriebsanleitung muß immer in unmittelbarer Nähe
*
des Aufstellungsortes bzw. am Gerät aufbewahrt werden!
Inhalt Seite
Störungsbeseitigung 10
Technische Daten 11
Gerätedarstellung AMT 60-E 12
Ersatzteilliste AMT 60-E 13
Gerätedarstellung AMT 90-E 14
Ersatzteilliste AMT 90-E 15
Elektrisches Anschlußschema AMT 60-E 16
Elektrisches Anschlußschema AMT 90-E 17
Wartungs- und Pflegeprotokoll 18
AMT 90-E
*
3
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Luftentfeuchtung
Die bei der Entfeuchtung von Luft ablaufenden Zusammenhänge beruhen auf physikalischen Gesetzmäßigkeiten. Diese sollen hier in vereinfachter Form dargestellt werden, um Ihnen einen kleinen Überblick über
das Prinzip der Luftentfeuchtung zu verschaffen.
Der Einsatz von REMKO-Luftentfeuchtern
◊ Fenster und Türen können noch so gut isoliert sein,
Nässe und Feuchtigkeit dringen selbst durch dicke
Betonwände.
◊ Die bei der Herstellung von Beton, Mörtel, Verputz
etc. zum Abbinden benötigten Wassermengen sind
unter Umständen erst nach 1-2 Monaten ausdiffundiert.
◊ Selbst die nach Hochwasser oder Überschwem-
mung in das Mauerwerk eingedrungene Feuchtigkeit
wird nur sehr langsam wieder freigegeben.
◊ Dies trifft z. B. auch für die in eingelagerten Materia-
lien enthaltene Feuchtigkeit zu.
Die aus den Gebäudeteilen oder Materialien austretende Feuchtigkeit (Wasserdampf) wird von der umgebenden Luft aufgenommen. Dadurch steigt deren Feuchtegehalt an und führt letztendlich zu Korrosion, Schimmel,
Fäulnis, Ablösen von Farbschichten und anderen unerwünschten Feuchtigkeitsschäden.
Das untenstehende Diagramm veranschaulicht beispielhaft die Korrosionsgeschwindigkeit z.B. für Metall
bei unterschiedlichen Luftfeuchtigkeiten.
Das Trocknen von Gebäuden kann auf unterschiedlichen Wegen erfolgen:
1. Durch Erwärmung und Luftaustausch:
Die Raumluft wird erwärmt um Feuchtigkeit aufzunehmen und um dann ins Freie abgeleitet zu werden. Die gesamte eingebrachte Energie geht mit der
abgeleiteten, feuchten Luft verloren.
2. Durch Luftentfeuchtung:
Die im geschlossenen Raum vorhandene, feuchte
Luft wird nach dem Kondensationsprinzip kontinuierlich entfeuchtet.
Bezogen auf den Energieverbrauch hat die Luftentfeuchtung einen entscheidenden Vorteil:
Der Energieaufwand beschränkt sich ausschließlich auf
das vorhandene Raumvolumen. Die durch den Entfeuchtungsprozeß freiwerdende mechanische Wärme
wird dem Raum wieder zugeführt.
Bei ordnungsgemäßer Anwendung verbraucht der
entfeuchter
nur ca. 25% der Energie, die beim Prinzip
Luft-
„Heizen und Lüften” aufgebracht werden muß.
Die relative Luftfeuchtigkeit
Unsere Umgebungsluft ist ein Gasgemisch und enthält
immer eine gewisse Menge Wasser in Form von Wasserdampf. Diese Wassermenge wird in g pro kg trockene Luft (absoluter Wassergehalt) angegeben.
1m³ Luft wiegt ca. 1,2 kg bei 20 °C.
Temperaturabhängig kann jedes kg Luft nur eine be-
stimmte Menge Wasserdampf aufnehmen. Ist diese Aufnahmefähigkeit erreicht, spricht man von „gesättigter” Luft;
diese hat eine relative Feuchtigkeit (r. F.) von 100 %.
Es wird ersichtlich, daß die Korrosionsgeschwindigkeit
unter 5 0 % rel ativer Luftfeuchte (r. F.) unbedeutend und
unter 40 % r. F. zu vernachlässigen ist. Ab 60 % r. F.
steigt die Korrosionsgeschwindigkeit stark an.
Diese Grenze für Feuchtigkeitsschäden gilt auch für
viele andere Materialien z.B. pulverförmige Stoffe, Verpackungen, Holz oder elektronische Geräte.
4
Unter der relativen Luftfeuchte versteht man also das
Verhältnis zwischen der zur Zeit in der Luft enthaltenen
Wasserdampfmenge und der maximal möglichen Wasserdampfmenge bei gleicher Temperatur.
Die Fähigkeit der Luft Wasserdampf aufzunehmen erhöht sich mit steigender Temperatur. Das bedeutet,
daß der maximal mögliche ( = absolute) Wassergehalt
mit steigender Temperatur größer wird.
Temp. Wasserdampfgehalt in g/m³ bei einer Luftfeuchte von
°C 40% 60% 80% 100%
Da bei Erwärmung der Luft die Aufnahmefähigkeit
der maximal möglichen Wasserdampfmenge größer
wird, die enthaltene Wasserdampfmenge jedoch
gleich bleibt, führt dies zur Senkung der relativen Luftfeuchte.
Dagegen wird bei Abkühlung der Luft die Aufnahmefähigkeit der maximal möglichen Wasserdampfmenge
kleiner, die in der Luft enthaltene Wasserdampfmenge
bleibt gleich und die relative Luftfeuchte steigt an.
Sinkt die Temperatur weiter, wird die Aufnahmefähigkeit der maximal möglichen Wasserdampfmenge soweit reduziert, bis sie gleich der enthaltenen Wasserdampfmenge ist. Diese Temperatur nennt man Taupunkttemperatur.
Wird die Luft unter die Taupunkttemperatur abgekühlt,
ist die enthaltenen Wasserdampfmenge größer als die
maximal mögliche Wasserdampfmenge.
Wasserdampf wird ausgeschieden.
Dieser kondensiert zu Wasser, der Luft wird Feuchtig-
keit entzogen.
Beispiele für das Kondensieren sind beschlagene Fensterscheiben im Winter oder
das Beschlagen einer kalten Getränkeflasche.
Je höher die relative Feuchte der Luft ist,
desto höher liegt auch die Taupunkttemperatur, die umso leichter unterschritten werden kann.
Das Austrocknen von Materialien
Baumaterial bzw. Baukörper können beachtliche Mengen an Wasser aufnehmen; z.B. Ziegel 90-190 l/m³,
Schwerbeton 140-190 l/m³, Kalksandstein 180-270 l/m³,
Das Austrocknen von feuchten Materialien wie zum Beispiel Mauerwerk geht folgendermaßen vor sich:
◊ Die enthaltene Feuchtigkeit bewegt sich
vom Materialinneren zu dessen Oberfläche.
◊ An der Oberfläche findet eine Verduns-
tung statt = Übergang als Wasserdampf in die Umgebungsluft.
◊ Die mit Wasserdampf angereicherte Luft zirkuliert
ständig durch den REMKO Luftentfeuchter. Sie wird
entfeuchtet und verläßt leicht erwärmt wieder das
Gerät um erneut Wasserdampf aufzunehmen.
◊ Die im Material enthaltene Feuchtigkeit wird auf die-
se Weise nach und nach reduziert;
Das Material wird trocken.
Das anfallende Kondensat wird im Gerät gesammelt und abgeführt.
Der Luftstrom wird auf seinem Weg durch bzw. über
den Verdampfer bis unter den Taupunkt abgekühlt. Der
Wasserdampf kondensiert und wird in einer Kondensatfalle gesammelt und abgeführt
°C
%r.F.
30
100
90
25
20
15
80
70
60
50
40
30
20
10
Verdampfer Kondensator
+
-
+
Lufttemperatur
Luftrichtung
Luftfeuchte
Verlauf
Die Kondensationswärme
Die vom Kondensator an die Luft übertragene Energie
setzt sich zusammen aus:
1. der zuvor im Verdampfer entzogenen Wärmemenge
2. der elektrischen Antriebsenergie
3. der durch Verflüssigung des Wasserdampfes
freigewordenen Kondensationswärme
Bei der Änderung vom flüssigen in den gasförmigen
Zustand muß Energie zugeführt werden. Diese Energie
wird als Verdampfungswärme bezeichnet. Sie bewirkt
keine Temperaturerhöhung sondern ist nur für die Umwandlung von flüssig in gasförmig erforderlich. Umgekehrt wird bei der Verflüssigung von Gas Energie frei,
die als Kondensationswärme bezeichnet wird.
Der Energiebetrag von Verdampfungs- und Kondensationswärme ist gleich.
Er ist für Wasser 2250 kJ / kg ( 4,18 kJ = 1kcal )
Hieraus wird ersichtlich, daß durch die Kondensation
des Wasserdampfes eine relativ große Menge Energie
frei wird.
Falls die Feuchtigkeit, die man kondensieren will nicht
durch Verdunstung im Raum selber, sondern von außen eingebracht wird z.B. durch Lüftung, trägt die dabei freiwerdende Kondensationswärme zur Beheizung
des Raumes bei.
Bei Austrocknungsaufgaben findet also ein Kreislauf
der Wärmeenergie statt, die bei der Verdampfung verbraucht unfür die Austrocknung d bei der Kondensation
frei wird. Bei der Entfeuchtung zugeführter Luft wird ein
größerer Beitrag an Wärmeenergie geschaffen, der als
Temperaturerhöhung zum Ausdruck kommt.
Die erforderliche Zeit ist in der Regel nicht ausschließlich von der Geräteleistung abhängig, sondern sie wird
vielmehr bestimmt durch die Geschwindigkeit, mit der
das Material oder die Gebäudeteile ihre Feuchtigkeit
abgeben.
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Page 6
Sicherheitshinweise
Dieses Gerät wurde vor seiner Auslieferung umfangreichen Material-, Funktions- und Qualitätsprüfungen unterzogen.
Trotzdem können von diesem Gerät Gefahren ausgehen,
wenn es von nicht eingewiesenen Personen unsachgemäß oder nicht bestimmungsgemäß eingesetzt wird!
Beachten Sie die folgenden Hinweise.
◊ Das Gerät darf nicht in explosionsgefährdeten Räu-
men aufgestellt und betrieben werden.
◊ Das Gerät darf nicht in öl-, schwefel-, chlor-, oder
salzhaltiger Atmosphäre aufgestellt und betrieben
werden.
◊ Das Gerät muß aufrecht und standsicher aufgestellt
werden.
◊ Das Gerät darf keinem direkten Wasserstrahl ausge-
setzt werden.
◊ Freier Luftansaug und Luftausblas müssen immer
gewährleistet sein.
◊ Die Ansaugseite muß immer frei von Schmutz und
losen Gegenständen sein.
◊ Nie fremde Gegenstände in das Gerät stecken.
◊ Das Gerät darf während des Betriebes nicht abge-
deckt werden.
◊ Das Gerät darf während des Betriebes nicht trans-
portiert werden.
◊ Alle Elektrokabel außerhalb des Gerätes sind vor
Beschädigungen (z. B. durch Tiere) zu schützen.
◊ Verlängerungen des Anschlußkabels müssen in Ab-
hängigkeit von Geräte-Anschlußleistung, Kabellänge, und Verwendungszweck ausgewählt werden.
◊ Das Gerät darf nur aufrecht transportiert werden.
◊ Der Kondensatbehälter muß vor jedem Ortswechsel
entleert werden.
◊ Ein anderer Betrieb oder eine andere Bedienung als
in dieser Anleitung aufgeführt ist unzulässig.
Bei Nichtbeachtung erlischt jegliche Haftung und der
Anspruch auf Gewährleistung.
Arbeiten an der Kälteanlage und an der elektrischen Ausrüstung dürfen nur durch einen hierfür
*
autorisierten Fachbetrieb durchgeführt werden!
Wichtige Hinweise zum Recycling.
◊ Die Geräte werden mit umweltfreundlichen und
ozonneutralen Kältemittel R407C betrieben.
◊ Gemäß den gesetzlichen bzw. örtlich geltenden Vor-
schriften muß das im Gerät befindliche Gemisch aus
Kältemittel und Öl sachgerecht entsorgt werden.
Gerätebeschreibung
Die Geräte sind für eine automatische, universelle und
problemlose Luftentfeuchtung konzipiert. Sie lassen
sich dank ihrer kompakten Abmessungen bequem
transportieren und aufstellen.
Die Geräte arbeiten nach dem Kondensationsprinzip
und sind mit einer hermetisch geschlossenen Kälteanlage, geräusch- und wartungsarmen Ventilator sowie einem
Anschlußkabel mit Stecker ausgerü stet.
Vollautomatische elektronische Steuerung, Kondensatbehälter mit integrierter Überlaufsicherung sowie
Anschlußstutzen für direkte Kondensatableitung garantieren einen störungsfreien Dauereinsatz.
Die Geräte entsprechen den grundlegenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen der einschlägigen EU-Bestimmungen. Sie sind einfach zu bedienen
und betriebssicher.
Arbeitsweise
Durch Einschalten des Gerätes wird die elektronische
Steuerung und Überwachung in Betrieb gesetzt.
Die grüne Kontrollampe leuchtet.
Kompressor und Ventilator schalten zeitverzögert ein.
Ventilator
Kondensator
Verdampfer
Raumluft
entfeuchtete
Raumluft
Kompressor
Schematische Darstellung der Arbeitsweise
Der Ventilator saugt die Raumluft über den Staubfilter,
Verdampfer und den dahinter liegenden Kondensator an.
Am kalten Verdampfer wird der Raumluft Wärme entzogen und sie wird bis unter den Taupunkt abkühlt. Der in
der Raumluft enthaltene Wasserdampf schlägt sich als
Kondensat bzw. Reif auf den Verdampferlamellen nieder.
Der Verdampfer wird bei Bedarf (Vereisung) vollautomatisch durch Heißgas abgetaut.
Am Kondensator (Wärmetauscher) wird die entfeuchtete, abgekühlte Luft wieder leicht erwärmt und über das
Ausblasgitter in den Raum zurückgeblasen.
Die so aufbereitete, trockenere Luft vermischt sich wieder mit der Raumluft. Durch die ständige Zirkulation der
Raumluft durch das Gerät wird die relative Luftfeuchtigkeit im Aufstellungsraum allmählich bis auf den gewünschten Feuchtewert (% r. F.) reduziert.
Kondensatfalle
Kondensatbehälter
Abb. AMT 60-E
6
Page 7
Aufstellung
Beachten Sie für einen optimalen, ökonomischen und
sicheren Gerätebetrieb unbedingt die folgenden Hinweise.
◊ Das Gerät ist standsicher und waagerecht aufzustel-
len, damit ein ungehinderter Abfluß des Kondensates sichergestellt ist.
◊ Stellen Sie das Gerät möglichst in der Raummitte auf,
damit eine optimale Luftzirkulation gewährleistet ist.
◊ Stellen Sie sicher, daß die Luft an der Gerätevorder-
seite ungehindert angesaugt und an der Geräterückseite ungehindert ausgeblasen werden kann.
◊ Halten Sie unbedingt 50 cm Mindestabstand zu
Wänden ein.
◊ Stellen Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe
von Heizkörpern oder anderen Wärmequellen auf.
◊ Halten Sie den zu trocknenden oder zu entfeuchten-
den Raum gegenüber der umgebenden Atmosphäre
geschlossen.
◊ Vermeiden Sie offene Fenster, Türen usw. sowie
das häufige Betreten und Verlassen des Raumes.
Inbetriebnahme
Vor jeder Inbetriebnahme oder entsprechend den örtlichen
Erfordernissen müssen die Ansaug- und Ausblasgitter
auf Verschmutzung kontrolliert werden.
Verschmutzte Gitter bzw. Filter sind umgehend zu
reinigen, (Siehe Kapitel „Pflege und Wartung“).
*
1. Stecken Sie den Gerätestecker in ei ne
ordnungsgemäß abgesicherte Netzsteckdose ein.
230V / 1~ / 50 Hz.
2. Schalten Sie den Betriebsschalter in
Stellung „I”.
Die grüne Kontrollampe "Betrieb"
leuchtet.
3. Beachten Sie: Das Gerät schaltet
zeitverzögert ein und arbeitet dann
im Dauerbetrieb weiter.
Wichtige Hinweise zur Inbetriebnahme
◊ Kabelverlängerungen wie z. B. Kabeltrommeln müs-
sen über einen ausreichenden Leitungsquerschnitt
verfügen und dürfen nur vollständig aus- bzw. abgerollt verwendet werden!
◊ Falls das Gerät automatisch, durch den Hygrostaten
oder durch den Schwimmer im Kondensatbehälter
abgeschaltet wird, erfolgt ein erneuter Gerätestart
erst nach ca. 1 Minute (Wiedereinschaltsperre).
Diese Sicherheitsmaßnahme ist erforderlich, um
Kompressorschäden zu vermeiden.
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◊ Wird das Gerät in staubhaltiger Umgebung sowie in
Ställen mit ammoniakhaltiger Atmosphäre eingesetzt, sind den jeweiligen Bedingungen entsprechende Pflege- und Wartungsmaßnahmen vorzunehmen. Siehe Kapitel „Pflege und Wartung“.
◊ Sie erreichen eine bessere Luftzirkulation, wenn Sie
das Gerät ca. 1 m erhöht aufstellen.
◊ Der Elektroanschluß des Gerätes muß nach DIN
VDE 0100, Teil 704 an Speisepunkte mit Fehler-
stromschutzeinrichtung erfolgen.
◊ Bei der Aufstellung des Gerätes in nassen Bereichen
wie Waschküchen, Duschen oder ähnlich, ist das
Gerät bauseits über einen den Vorschriften entsprechenden Fehlerstrom-Schutzschalter abzu sichern.
◊ Die Geräteleistung ist ausschließlich abhängig von
der räumlichen Beschaffenheit, Raumtemperatur,
relativen Luftfeuchte und Beachtung der Aufstellanweisungen.
Betrieb mit einem Hygrostat
Der REMKO-Hygrostat (Zubehör) wird mit einem speziellen Zwischenstecker geliefert. Die Inbetriebnahme
des Gerätes in Verbindung mit einem Hygrostaten und
seine Bedienung erfolgt folgendermaßen:
1. Stecken Sie den Zwischenstecker in eine ordnungsgemäß abgesicherte Netzsteckdose.
2. Plazieren Sie den Hygrostaten an einer geeigneten
Stelle im zu entfeuchtenden Raum, aber nicht in unmittelbarer Nähe des Gerätes.
3. Stecken Sie den Gerätestecker
(bzw. Verlängerungskabel) in den
Zwischenstecker ein.
4. Schalten Sie den Betriebsschalter
am Gerät in Stellung „I“.
5. Stellen Sie die gewünschte Luftfeuchte am Hygrostaten ein.
Das Gerät schaltet sich automatisch ein, wenn die vorhandene Luftfeuchtigkeit höher ist als der am Hygrostat
vorgewählte Einstellwert. Das Gerät arbeitet jetzt vollautomatisch, bis die gewünschte relative Luftfeuchtigkeit (% r. F.) erreicht ist oder (nur beim AMT 60-E) eine
Regelabschaltung durch den Schwimmer im Kondensatbehälter vorgenommen wird. In diesem Fall leuchtet
die gelbe Kontrollampe „Behälter voll“ auf.
7
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Gerätebetrieb
Die Geräte sind mit einem temperaturgesteuerten Heiß-
gasabtausystem ausgerüstet. Dieses System hat einen
zwischen den Verdampferlamellen montierten Fühler.
Bei zunehmender Reifbildung am Verdampfer wird dessen Wärmeaufnahme durch die isolierende Eigenschaft
des Reifes verringert. Hierdurch sinkt die Verdampferoberflächentemperatur.
Sobald die Temperatur hier unter einen bestimmten Minimalwert gesunken ist, wird der Kältekreislauf auf Abtauung umgesteuert. Der Entfeuchtungsbetrieb wird dabei nur kurzzeitig unterbrochen.
Sobald der Reif (Eis) abgetaut ist und die Temperatur
am Fühler wieder steigt, wird auf den normalen Entfeuchtungsbetrieb zurückgeschaltet.
Bei einer ausreichend hohen Raumtemperatur wird die
Lamellenoberfläche nie so kalt, daß es zur Reifbildung
kommt und somit ein Abtauen erforderlich wird.
REMKO Luftentfeuchter arbeiten besonders wirtschaftlich. In Abhängigkeit von der Raumtemperatur und der
Luftfeuchtigkeit werden entsprechend der Gerätekühlleistung nur ca. 30 - 40 % elektrische Energie benötigt.
Kondensat
Abhängig von der Lufttemperatur und der relativen Luftfeuchtigkeit tropft das kondensierte Wasser stetig oder
nur während der Abtauphasen in die Kondensatfalle.
Über einen Anschlußstutzen wird das Kondensat in den
darunter befindlichen Kondensatbehälter (nur AMT 60-E)
geleitet oder mittels Schlauch zu einen tiefergelegenen
Abfluß.
Nur AMT 60-E:
Im Kondensatbehälter befindet sich ein Schwimmer, der
bei max. gefülltem Behälter den Entfeuchtungsbetrieb über
einen Mikroschalter unterbricht.
Das Gerät schaltet ab und die gelbe Kontrollampe auf
der Bedienkonsole leuchtet auf.
Schwimmer
Achten Sie auf nachtropfendes Kondensat. Nach
Abschalten des Gerätes kann der Verdampfer unter Einfluß der Umgebungstemperatur noch weiter
*
abtauen.
Zum Entleeren des Kondensatbehälters gehen Sie folgendermaßen vor:
1. Entnehmen Sie den gefüllten
Kondensatbehälter.
2. Heben Sie dazu den Behälter etwas an und ziehen Sie
ihn dann vorsichtig nach vorne heraus.
3. Gießen Sie das Kondensat
in einen Ausguß o.ä.
Einsetzen des Kondensatbehälters beim AMT 60-E
Wir empfehlen den Behälter nach seiner Entleerung mit
einem sauberen Tuch zu reinigen.
Den gesäuberten Behälter setzen Sie danach vorsichtig
wieder in das Gerät ein.
Bügel des
Schwimmers
Wichtige Punkte zum Einsetzen des Behälters
◊ Achten Sie unbedingt darauf, daß sich der Behälter
in der korrekten Position befindet.
◊ Beachten Sie, daß der Bügel des Schwimmers zum
Geräteinneren zeigen muß.
Aufkleber beachten.
◊ Beschädigen Sie auf keinen Fall den Mikroschalter.
Gerätebetrieb des AMT 60-E mit Schlauchanschluß
Die Kondensatfalle ist mit einem Anschlußstutzen versehen. An diesen kann, nach Herausnehmen des Kondensatbehälters, ein handelsüblicher Wasserschlauch
(nicht im werkseitigen Lieferumfang enthalten) angeschlossen werden.
◊ Das Kondensat ist im unbeaufsichtigten Dauerbe-
trieb vorzugsweise in einen tieferliegenden Abfluß
abzuleiten.
◊ Bei Verwendung eines Auffanggefäß (Wanne, Eimer
etc.) ist das Gerät entsprechend erhöht aufzustellen.
Achten Sie darauf, daß der Ablaufschlauch mit Gefälle verlegt wird, damit das Kondensat ungehin-
*
dert aus der Kondensatfalle ablaufen kann.
Kondensatfalle
Anschlußstutzen
Microschalter
Ablaufschlauch
8
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Kondensatablauf AMT 90-E
Das Gerät AMT 90-E verfügt über einen fest montierten
Ablaufschlauch.
Zur Ableitung des anfallenden Kondensats bieten sich
folgende Varianten an:
Variante A:
Das Kondensat wird in einem
bauseits zu beschaffenden und
ausreichend groß dimensionierten Behälter aufgefangen.
Der Behälter muß regelmäßig
kontrolliert und bei Bedarf ausgeleert werden.
Gerätetransport
Das Gerät ist zum bequemen Transport mit 2 Rädern und
einem leicht zu demontierenden Transportgriff verseh en.
Führen Sie einen Gerätetransport folgendermaßen durch:
1. Schalten Sie vor jedem Ortswechsel das Gerät aus
und ziehen Sie den Netzstecker aus der Steckdose.
2. Entleeren Sie anschließend den Kondensatbehälter.
3. Transportieren bzw. lagern Sie das Gerät nur in aufrechter Position, solange sich noch Feuchtigkeit am
Verdampfer bzw. im Kondensatbehälter befindet.
Benutzen Sie das Netzkabel niemals als Zugschnur oder Befestigungsmittel.
*
Variante B:
Das Kondensat wird über eine
Schlauchverlängerung in einen
tieferliegenden Abfluß geleitet.
Diese Variante ermöglicht einen
unbeaufsichtigten Dauerbetrieb.
Variante C:
Das Kondensat wird zunächst
in einem Behälter aufgefangen
und mittels einer kleinen Tauchpumpe zu einem höherliegenden Ablauf oder ins Freie gefördert.
Variante für Aufstellungsorte
ohne ausreichendes Gefälle bzw.
ohne Abfluß.
Außerbetriebnahme
Pflege und Wartung
Die regelmäßige Pflege und Beachtung einiger Grundvoraussetzungen gewährleisten einen störungsfreien
Betrieb und eine lange Lebensdauer des Gerätes.
Alle beweglichen Teile haben eine wartungs arme Dauerschmierung. Die gesamte Kälteanlage ist ein wartungsfreies, hermetisch geschlossenes System und darf nur
von hierfür speziell autorisierten Fachbetrieben instandgesetzt werden.
Das Gerät sollte nach jedem Einsatz, jedoch mindestens
jährlich einmal, geprüft und gründlich gereinigt werden.
◊ Halten Sie das Gerät innen und außen frei von
Staub und sonstigen Ablagerungen.
◊ Reinigen Sie das Gerät nur trocken oder mit einem
angefeuchteten Tuch.
Keinen Wasserstrahl einsetzen.
◊ Verwenden Sie keine scharfen Reinigungsmittel o-
der lösungsmittelhaltige Reiniger.
◊ Verwenden Sie auch bei extremer Verschmutzung
nur geeignete Reinigungsmittel.
◊ Kontrollieren Sie den Staubfilter und das Ausblasgitter
regelmäßig auf Verschmutzung und reinigen Sie diese
falls erforderlich.
Schalten Sie den Betriebsschalter
in Stellung „0”.
Vor längeren Betriebspausen:
◊ Ziehen Sie den Netzstecker aus der Netzsteckdose
bzw. aus dem Zwischenstecker des Hygrostaten.
◊ Entleeren Sie den Kondensatbehälter und trocknen
Sie ihn mit einem sauberen Tuch.
◊ Beachten Sie auch später nachtropfendes Kondensat.
◊ Reinigen Sie den Staubfilter gemäß Anweisung.
◊ Schützen Sie das Gerät evtl. mit einer Kunststoff-
hülle und bewahren Sie es in aufrechter Position an
einem geschützten Ort auf.
Reinigung des Staubfilters
◊ Schieben Sie das Schutzgitter leicht nach oben, zie-
hen Sie es dann nach vorne und unten weg und
nehmen Sie den Staubfilter heraus.
◊ Reinigen Sie den Staubfilter bei leichteren Ver-
schmutzungen durch vorsichtiges Ausblasen oder
Absaugen.
◊ Spülen Sie den Staubfilter bei stärkeren Verschmut zun-
gen in einer lauwarmen (max. 40 °C) Seifenlösung und
spülen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.
◊ Achten Sie darauf, daß der Staubfilter vor dem Wie-
dereinsetzen völlig trocken und unbeschädigt ist.
◊ Tauschen Sie den Staubfilter bei extremen Ver-
schmutzungen aus.
◊ Betreiben Sie das Gerät nie ohne eingesetzten Filter.
9
Page 10
Reinigen des Gerätes
Zum Reinigen des Geräteinneren sowie zum Zugang
der elektrischen Bauteile, ist es erforderlich das Gerätegehäuse zu öffnen.
Vor allen Arbeiten am Gerät muß der Netzstecker
aus der Netzsteckdose entfernt sein.
*
Gehen Sie bei der Reinigung des Gerätes folgendermaßen vor:
1. Demontieren Sie die 2 Befestigungsschrauben A
und ziehen Sie den Transportbügel heraus.
2. Demontieren Sie die 4 Befestigungsschrauben B
und ziehen Sie das Gerätegehäuse nach oben ab.
A
Störungsbeseitigung
Das Gerät wurde mit modernsten Fertigungsmethoden
hergestellt und mehrfach auf seine einwandfreie Funk tion
geprüft. Sollten dennoch Funktionsstörungen auftreten,
prüfen Sie das Gerät nach untenstehender Auflistung.
Das Gerät läuft nicht an:
◊ Prüfen Sie den Betriebsschalter.
Die grüne Kontrollampe muß leuchten.
◊ Prüfen Sie den Netzanschluß und die bauseitige
Netzabsicherung.
230V / 1~ / 50 Hz und 10A bzw. 16A.
◊ Prüfen Sie den Netzstecker.
◊ Kontrollieren Sie (nur beim AMT 60-E) den Konden-
satbehälter auf Füllstand bzw. korrekten Sitz.
◊ Prüfen Sie (nur beim AMT 60-E) den Microschalter
auf korrekte Funktion.
◊ Prüfen Sie die Einstellung des H ygrostaten (Z ubehör).
Die Einstellung muß niedriger sein als die relative
Luftfeuchte im Aufstellraum.
◊ Kontrollieren Sie den Zwischenstecker des
Hygrostaten auf Beschädigung bzw. richtigen Sitz.
B B
3. Reinigen Sie die Lamellen des Kondensators entweder
durch ausblasen, absaugen oder mit einer weichen
Bürste bzw. einem weichen Pinsel.
4. Lassen Sie beim Reinigen des Kondensators besondere Vorsicht walten, die feinen Aluminiumlamellen
verbiegen sehr leicht.
Es besteht Verletzungsgefahr durch die scharfkantigen Lamellen.
*
5. Reinigen Sie die Verdampferlamellen z. B. mit einer
lauwarmer Seifenlösung oder ähnlichen Mitteln.
6. Setzen Sie keinen Wasserstrahl ein. Hochdruckreiniger usw.
7. Spülen Sie mit sauberem Wasser nach, um anhaftende Seifenreste zu entfernen.
8. Reinigen Sie die Innenflächen des Gerätes und den
Ventilatorflügel.
9. Reinigen Sie die Kondensatfalle und den Anschluß
stutzen.
10. Nach den Reinigungsarbeiten ist das Geräteinnere
ebenfalls zu Reinigen und zu Trocknen.
Achten Sie besonders auf die elektrischen Bauteile.
11. Montieren Sie ordnungsgemäß alle demontierten
Teile in umgekehrter Reihenfolge.
12. Führen Sie eine Funktionskontrolle und eine elektrische Sicherheitsüberprüfung durch.
Die rote Kontrollampe (Störung) leuchtet:
◊ Der Kältekreislauf ist überlastet bzw. überhitzt.
◊ Ermitteln Sie vor einer erneuten Inbetriebnahme die
Störungsursache.
◊ Beachten Sie, daß der Wiederanlauf nach erfolgter
Abkühlung automatisch erfolgt.
Das Gerät läuft, es bildet sich aber kein Kondensat:
◊ Kontrollieren Sie die Raumtemperatur.
Der Arbeitsbereich des Gerätes liegt zwischen 3 °C
und 32 °C.
◊ Kontrollieren Sie die Luftfeuchtigkeit.
Mindestens 40% r. F.
◊ Prüfen Sie die Einstellung des Hygrostaten und stellen
Sie ggf. einen niedrigeren Wert ein.
◊ Prüfen Sie den Staubfilter auf Verschmutzung und
reinigen Sie ihn bei Bedarf.
◊ Prüfen Sie die Lamellen von Verdampfer und Konden-
sator auf Verschmutzung, ggf. reinigen Sie diese.
◊ Prüfen Sie den Verdampfer auf starke Vereisung.
Ist dies der Fall, kon trollieren Sie die Funktion der Abtauautomatik bzw. die Rau mtemperatur.
◊ Prüfen Sie, ob die Verdampfertemperatur unter der
Raumtemperatur liegt. Ist dies der Fall, kontrollieren
Sie die Abtauautomatik bzw. den Kompressor.
◊ Benachrichtigen Sie bitte einen autorisierten Fach-
betrieb, falls das Gerät trotz der durchgeführten
Überprüfungen nicht einwandfrei arbeitet.
Arbeiten am Kältekreislauf und an der elektrischen
Anlage dürfen nur durch autorisierte Fachbetriebe
*
durchgeführt werden.
10
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Technische Daten
Baureihe AMT 60-E AMT 90-E
Einsatztemperaturbereich °C 3 - 32 3 - 32
Einsatzfeuchtigkeitsbereich % r.F. 40 - 100 40 - 100
Entfeuchterleistung, max. l/Tag 64 93
Entfeuchterleistung bei 30°C / 80% r.F
Entfeuchterleistung bei 20°C / 70% r.F.
Entfeuchterleistung bei 10°C / 60% r.F.
Füllmenge des Kondensatbehälters Liter 7,5 ohne
Kühlleistung bei 5°C tv / 45°C tk
Luftleistung m³/h 765 1050
Kältemittel (FCKW -frei) R 407c R 407c
Kältemittelmenge g 575 1600
Elektroanschluß 1~ V 230 230
Frequenz Hz 50 50
Nennstrom, max. A 4,1 6,9
Leistungsaufnahme, max. kW 0,94 1,56
Leistungsaufnahme bei 20°C / 70% r.F. kW 0,691 0,978
Absicherung bauseits A 10 16
l/Tag (DER) 54,2 (2.51)
l/Tag (DER)
l/Tag (DER)
kW 2,86 4,36
34,9 (2.10) 43,1 (1.84)
11,3 (0.83) 16,3 (0.85)
79,8 (2.26)
Schalldruckpegel L
Abmessungen Tiefe ges. mm 720 (635) 700 (630)
Breite ges. mm 590 740
Höhe ges. mm 880 (720) 970 (855)
Gewicht kg 48 63
1) Geräuschmessung DIN 45635 - 13 - KL 3
(635) Maße ohne Transportgriff
(DER) = Entfeuchtungs-Leistungszahl nach DIN EN 810
Ein anderer Betrieb/Bedienung als in dieser Anleitung aufgeführt ist unzulässig!
Bei Nichtbeachtung erlischt jegliche Haftung und der Anspruch auf Gewährleistung.
Voraussetzung für eventuelle Gewährleistungsansprüche ist, daß der Besteller oder sein Abnehmer im
zeitlichen Zusammenhang mit Verkauf und Inbetriebnahme die jedem REMKO - Gerät beigefügte
„Gewährleistungsurkunde” vollständig ausgefüllt an die REMKO GmbH & Co. KG zurückgesandt hat.
pA 1m
1)
dB (A) 60 68
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Gerätedarstellung AMT 60-E
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Maß- und Konstruktionsänderungen, die dem technischen Fortschritt dienen bleiben uns vorbehalten.