herzlich willkommen im Kreis der YAMAHA-Fahrer. Wir hoffen, daß Sie stets sicher unterwegs sein werden und
gesund Ihr Ziel erreichen – denn Sicherheit hat Vorfahrt.
Sie besitzen nun eine XT600, die mit jahrzehntelanger Erfahrung sowie neuester YAMAHA-Technologie entwickelt und gebaut wurde. Daraus resultiert ein hohes Maß an Qualität und die sprichwörtliche YAMAHAZuverlässigkeit.
Damit Sie alle Vorzüge dieses Motorrades nutzen können, lesen Sie bitte diese Bedienungsanleitung sorgfältig
durch, auch wenn dies Ihre wertvolle Zeit in Anspruch nimmt. Denn Sie erfahren nicht nur, wie Sie die XT600
am besten bedienen, inspizieren und warten, sondern auch wie Sie sich und ggf. Ihren Beifahrer vor Unfällen
schützen.
Wenn Sie die vielen Tips der Bedienungsanleitung nutzen, garantieren wir den bestmöglichen Werterhalt dieses
Motorrades. Sollten Sie darüber hinaus noch weitere Fragen haben, wenden Sie sich an den nächsten
YAMAHA-Händler Ihres Vertrauens.
Allzeit gute Fahrt wünscht Ihnen das YAMAHA-Team!
Kennzeichnung wichtiger Hinweise
Besonders wichtige Informationen sind in der Anleitung folgendermaßen gekennzeichnet.
GAU00005
Q
W
dD
HINWEIS:
HINWEIS:
Das Ausrufezeichen bedeutet „GEFAHR! Achten Sie auf Ihre Sicherheit!“
Ein Mißachten dieser Warnhinweise bringt Fahrer, Mechaniker und andere Personen in
Verletzungs- oder Lebensgefahr.
Hierunter sind Vorsichtsmaßnahmen zum Schutz des Fahrzeugs vor Schäden aufgeführt.
Ein HINWEIS gibt Zusatzinformationen und Tips, um bestimmte Vorgänge oder Arbeiten zu vereinfachen.
8 Die Anleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrzeugs und sollte daher beim eventuellen Weiter-
verkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
8 Die Angaben dieser Anleitung befinden sich zum Zeitpunkt der Drucklegung auf dem neuesten Stand.
Aufgrund der kontinuierlichen Bemühungen von YAMAHA um technischen Fortschritt und Qualitätssteigerung können einige Angaben jedoch für Ihr Modell nicht mehr zutreffen. Richten Sie Fragen zu
dieser Anleitung bitte an Ihren YAMAHA-Händler.
Kennzeichnung wichtiger Hinweise
W
Diese Anleitung unbedingt vor der Inbetriebnahme vollständig durchlesen!
3 Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
4 Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
5 Wichtige Fahr- und Bedienungshinweise
6 Regelmäßige Wartung und kleinere Reparaturen
7 Pflege und Stillegung
8 Technische Daten
9 Fahrzeug-Identifizierung
Index
1
2
3
4
5
6
7
8
9
Q Sicherheit hat Vorfahrt
Sicherheit hat Vorfahrt ..................................................................................... 1-1
1
GAU00021
GW000015
Q
Sicherheit hat Vorfahrt
Sicherheit
Das Motorrad ist ein faszinierendes Fahrzeug. Es vermittelt ein unvergleichliches Gefühl von Freiheit und Stärke.
Allerdings zeigt es seinem Benutzer auch Grenzen auf, die akzeptiert werden müssen. Selbst das beste Motorrad kann die physikalischen Gesetze nicht außer Kraft setzen.
1
Für guten Werterhalt und einwandfreie Funktion des Fahrzeugs sind regelmäßige Pflege und Wartung unerläßlich. Und was für das Fahrzeug gilt, trifft auch für den Fahrer zu: Nur gesund, ausgeschlafen und absolut fit sind
wir in der Lage, unser Fahrzeug zu beherrschen. Medikamente, Aufputschmittel und Alkohol sind selbstverständlich tabu. Beim Zweirad kommt es – noch mehr als beim Auto – darauf an, daß der Fahrer jederzeit in absoluter
Höchstform ist. Durch Alkohol steigt die Risikobereitschaft stark an. Deshalb ist er auch bereits in kleinen
Mengen gefährlich.
Optimale Schutzkleidung gehört zweifellos zum Motorradfahren wie der Sicherheitsgurt zum Autofahren. Ein vollständiger Schutzanzug (Lederkombi oder zerreißfester Textilanzug mit Protektoren), robuste Stiefel, spezielle
Motorradhandschuhe und ein geprüfter, perfekt sitzender Helm sind obligatorisch. Aber Vorsicht: Häufig verführt
sehr gute Schutzkleidung zu leichtsinnigen Fahrmanövern. Insbesondere durch den Vollvisierhelm und einen
starken Lederanzug entsteht ein trügerisches Schutz- und Sicherheitsgefühl. Man glaubt, unverletzlich zu sein.
Vergessen Sie aber nicht: Der Motorradfahrer hat keine Knautschzone. Wer seine Gefühle nicht selbstkritisch
kontrolliert, läuft Gefahr, risikoreicher und vor allem schneller zu fahren als gesund ist. Dies gilt insbesondere bei
Regenwetter. Der gute Motorradfahrer fährt vorausschauend, souverän und defensiv! Er verhindert Unfälle, auch
wenn andere Verkehrsteilnehmer Fehler begehen.
Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-System ................................. 3-12
3
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
ON
OFF
LOCK
.
12
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
3
GAU00027
GW000016
W
Den Schlüssel niemals auf „OFF“ oder
„LOCK“ drehen, während das Fahr-
zeug in Bewegung ist. Das dadurch
bewirkte Ausschalten der Stromkreise
könnte zu einem Verlust der Fahrzeugkontrolle und möglicherweise zu
einem Unfall führen.
GAU00029
Zünd-/Lenkschloß
Zünd-/Lenkschloß
Das Zünd-/Lenkschloß verriegelt und
entriegelt den Lenker und schaltet die
Zündung sowie die Stromversorgung der
anderen elektrischen Systeme ein und
aus. Die einzelnen Schlüsselstellungen
sind nachfolgend beschrieben.
GAU00036
ON
Die Zündung ist eingeschaltet, der Motor
kann angelassen werden, und alle elektrischen Systeme sind betriebsbereit. Der
Schlüssel läßt sich in dieser Position nicht
abziehen.
GAU00038
OFF
Alle elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der Schlüssel kann in dieser
Position abgezogen werden.
1. Drücken.
2. Drehen.
GAU00040
LOCK
Der Lenker ist verriegelt, und alle Stromkreise sind ausgeschaltet. Der Schlüssel
kann in dieser Position abgezogen werden.
Lenker verriegeln
1. Den Lenker bis zum Anschlag nach
links drehen.
2. Den Zündschlüssel in Position „OFF“
hineindrücken und auf „LOCK“ drehen.
3. Den Schlüssel abziehen.
Lenker entriegeln
Den Zündschlüssel in Position „LOCK“
hineindrücken und auf „OFF“ drehen.
3-1
.
(Parken)
GAU01590
Zuerst den Lenker verriegeln und dann
den Zündschlüssel auf „
.
“ drehen.
Der Lenker ist verriegelt, und die Parkbeleuchtung, bestehend aus Standlicht
vorn und Rücklicht, ist eingeschaltet. Die
anderen elektrischen Systeme sind ausgeschaltet. Der Schlüssel läßt sich in dieser Position abziehen.
GCA00043
dD
Bei einer langen Standzeit in dieser
Zündschloßstellung kann die eingeschaltete Parkbeleuchtung die Batterie
entladen.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
12
3
&
5
N
1
2
4
3
GAU00057
Blinker-Kontrolleuchte „5“
Blinker-Kontrolleuchte
Die Kontrolleuchte blinkt, wenn der
Blinkerschalter betätigt wird.
3
1. Fernlicht-Kontrolleuchte „&“
2. Leerlauf-Kontrolleuchte „N“
3. Blinker-Kontrolleuchte „5“
Kontrolleuchten
Kontrolleuchten
Fernlicht-Kontrolleuchte „&“
Fernlicht-Kontrolleuchte
Die Kontrolleuchte brennt bei eingeschaltetem Fernlicht.
Leerlauf-Kontrolleuchte „N“
Leerlauf-Kontrolleuchte
Die Kontrolleuchte brennt, wenn das
Getriebe sich in der Leerlaufstellung
befindet.
GAU00056
GAU00063
GAU00061
3-2
1. Tachometer
2. Kilometerzähler
3. Tageskilometerzähler
4. Rückstellknopf
GAU00095
Tachometer
Tachometer
Zum Geschwindigkeitsmesser weist der
Tachometer auch einen Kilometer- und
einen Tageskilometerzähler auf. Der
Tageskilometerzähler kann mit dem
Rückstellknopf auf Null zurückgesetzt
werden. Mit dem Tageskilometerzähler
kann z. B. die durchschnittliche Reichweite einer Tankfüllung ermittelt werden,
was die Planung von Tankintervallen
erlaubt.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
1
5
&
N
a
4
5
12
3
*
3
1. Drehzahlmesser
a. Rotor Bereich
GAU00102
Drehzahlmesser
Drehzahlmesser
Der Drehzahlmesser ermöglicht die Überwachung der Motordrehzahl, um sie im
optimalen Leistungsbereich zu halten.
GC000003
dD
Nicht in den roten Bereich drehen!
Roter Bereich: ab 7.000 U/min
1. Lichtschalter „9/'/:“
2. Lichthupenschalter „&“
3. Abblendschalter „%/&“
4. Blinkerschalter „4/6“
5. Hupenschalter „*“
GAU00118
Lenkerarmaturen
Lenkerarmaturen
Lichtschalter „9/'/:“
Lichtschalter
GAU03898
In der Position „:“ sind der Scheinwerfer, die Instrumentenbeleuchtung und das
Rücklicht eingeschaltet. In der Position
'“ sind lediglich das Standlicht vorn,
„
die Instrumentenbeleuchtung und das
Rücklicht eingeschaltet. Den Schalter auf
9“ stellen, um sämtliche Lichter auszu-
„
schalten.
GAU00119
Lichthupenschalter „&“
Lichthupenschalter
Um die Lichthupe zu betätigen, den
Lichthupenschalter drücken.
3-3
GAU03888
Abblendschalter „%/&“
Abblendschalter
Zum Einschalten des Fernlichts auf „&“,
zum Einschalten des Abblendlichts auf
„%“ stellen.
GAU03889
Blinkerschalter „4/6“
Blinkerschalter
Vor dem Rechtsabbiegen den Schalter
nach „6“ drücken; vor dem Linksabbiegen den Schalter nach „4“ drücken.
Sobald der Schalter losgelassen wird,
kehrt er in seine Mittelstellung zurück. Um
die Blinker auszuschalten, den Schalter
hineindrücken, nachdem dieser in seine
Mittelstellung zurückgebracht wurde.
GAU00129
Hupenschalter „*“
Hupenschalter
Dieser Schalter löst die Hupe aus.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
1
2
,
1
1. Motorstoppschalter „$/#“
2. Starterschalter „,“
GAU03890
Motorstoppschalter „$/#“
Motorstoppschalter
Der Motorstoppschalter ist eine Sicherheitseinrichtung, die das Abschalten des
Motors in Notsituationen erlaubt, ohne die
Hände vom Lenker nehmen zu müssen
(z. B. bei überdrehendem Motor, klemendem Gaszug oder Umfallen des Motorrads). Der Motor kann nur in Schalterstellung „#“ laufen. Den Schalter nur in
Notsituationen auf „$“ stellen.
GAU00143
Starterschalter „,“
Starterschalter
Zum Anlassen des Motors diesen Schalter betätigen.
GC000005
dD
Vor dem Starten die Anweisungen zum
Anlassen des Motors lesen; siehe
dazu Seite 5-1.
1. Kupplungshebel
GAU00152
Kupplungshebel
Kupplungshebel
Der Kupplungshebel befindet sich auf der
linken Seite des Lenkers. Zum Auskuppeln den Kupplungshebel zügig ziehen,
beim Einkuppeln gefühlvoll loslassen, um
ein weiches Einrücken der Kupplung zu
gewährleisten.
Der Kupplungshebel beherbergt einen
Anlaßsperrschalter. Für nähere Angaben
zur Funktionsweise des Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-Systems
siehe Seite 3-12.
3
3-4
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
1
1
1
3
1. Fußschalthebel
GAU00157
Fußschalthebel
Fußschalthebel
Die Gänge dieses 5-Gang-Getriebes werden über den Fußschalthebel linksseitig
des Motors bei ausgerückter Kupplung
geschaltet.
1. Handbremshebel
GAU00158
Handbremshebel
Handbremshebel
Der Handbremshebel zur Betätigung der
Vorderradbremse befindet sich auf der
rechten Seite des Lenkers.
3-5
1. Fußbremshebel
GAU00162
Fußbremshebel
Fußbremshebel
Der Fußbremshebel zur Betätigung der
Hinterradbremse befindet sich an der
rechten Fußraste.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
b
a
2
1
HINWEIS:
Der Tankverschluß kann nur mit einge-
stecktem Schlüssel geschlossen und verriegelt werden. Der Schlüssel läßt sich
nur in der Verriegelungsstellung abziehen.
a. Aufschließen.
b. Öffnen.
GAU00177
Tankverschluß
Kraftstofftank-Verschluß
Tankverschluß öffnen
1. Den Schlüssel in das Schloß stek-
ken und 1/4 Drehung im Gegenuhrzeigersinn drehen.
2. Den Tankverschluß 1/3 Drehung im
Gegenuhrzeigersinn aufdrehen und
dann abnehmen.
Tankverschluß schließen
1. Den Tankverschluß mit eingesteck-
tem Schlüssel aufsetzen und dann
1/3 Drehung im Uhrzeigersinn
zudrehen.
2. Den Schlüssel 1/4 Drehung im
Uhrzeigersinn drehen und dann
abziehen.
GW000023
W
Vor Fahrtantritt sicherstellen, daß der
Tankverschluß korrekt verschlossen
ist.
3-6
1. Einfüllstutzen
2. Kraftstoffstand
GAU03753
Kraftstoff
Kraftstoff
Vor Fahrtantritt sicherstellen, daß genü-
gend Kraftstoff vorhanden ist. Den Tank,
wie in der Abbildung gezeigt, nur bis zur
Unterkante des Einfüllstutzens auffüllen.
GW000130
W
8 Den Tank niemals überfüllen,
anderenfalls kann durch Wärmeausdehnung Kraftstoff am Tankverschluß austreten.
8 Unter keinen Umständen Kraft-
stoff auf den heißen Motor verschütten.
3
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
dD
Kraftstoff greift Lack und Kunststoff
an. Deshalb verschütteten Kraftstoff
sofort mit einem trockenen, sauberen
weichen Lappen abwischen.
3
GAU00185
GAU04284
Empfohlener Kraftstoff
Bleifreies Normalbenzin
Tankinhalt
Gesamtmenge
15,0 L
Davon Reserve
ca. 2,0 L
GCA00104
dD
Ausschließlich bleifreien Kraftstoff
tanken. Der Gebrauch verbleiten
Kraftstoffs verursacht schwerwiegende Schäden an Teilen des Motors
(Ventile, Kolbenringe usw.) und der
Auspuffanlage.
Nur bleifreies Normalbenzin mit einer
Mindestoktanzahl von 91 (ROZ) tanken.
Tritt bei hoher Last (Vollgas) Motorklingeln (oder -klopfen) auf, Markenkraftstoff
eines renommierten Anbieters oder
Benzin mit einer höheren Oktanzahl verwenden.
3-7
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
RES
ON
FUEL
OFF
1
OFF
ON
FUEL
RES
1
RES
ON
FUEL
RES
OFF
1
ON
RES: ReserveON: NormalbetriebOFF: Geschlossen
3
1. Pfeilmarkierung auf „OFF“
Kraftstoffhahn
Kraftstoffhahn
Der Kraftstoffhahn leitet den Kraftstoff
vom Tank zum Vergaser und filtert ihn
gleichzeitig.
Die einzelnen Kraftstoffhahnstellungen
(vgl. Abb.) sind nachfolgend beschrieben.
OFF
Der Kraftstoffhahn ist geschlossen und
die Kraftstoffzufuhr unterbrochen. Der
Kraftstoffhahn sollte nach Abstellen des
Motors auf „OFF“ gestellt werden.
GAU03050
1. Pfeilmarkierung auf „ON“
ON
Diese Stellung ist für den Normalbetrieb.
Der Motor kann gestartet werden, und der
laufende Motor wird mit Kraftstoff versorgt. Den Kraftstoffhahn vor Fahrtantritt
auf „ON“ stellen.
3-8
1. Pfeilmarkierung auf „RES“
RES
Geht während der Fahrt der Kraftstoff
aus, den Kraftstoffhahn rasch von „ON“
auf „RES“ (Reserve) stellen, um den
Motor mit dem Reservekraftstoff zu versorgen. Nach dem Umschalten auf „RES“
so bald wie möglich auftanken. Nach dem
Tanken sollte der Kraftstoffhahn wieder
auf „ON“ gestellt werden.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
1
b
a
1
2
1
3
1. Chokehebel „1“
Chokehebel „1“
Chokehebel
Ein kalter Motor benötigt zum Starten ein
fetteres Luft-Kraftstoff-Gemisch, das eine
spezielle Kaltstarteinrichtung, der sog.
Choke, liefert.
Zum Aktivieren des Chokes (Kaltstartanreicherung des Gemischs) den Chokehebel bis zum Anschlag nach a schieben. Während des Warmfahrens kann
der Chokehebel allmählich zurückgestellt
werden.
Zum Abschalten des Chokemechanismus
(normaler Fahrbetrieb mit warmem Motor)
den Hebel bis zum Anschlag nach b
schieben.
GAU04038
1. Schraube (×2)
Sitzbank
Sitzbank
Sitzbank abnehmen
Die Sitzbank losschrauben und dann
abziehen.
3-9
GAU00240
1. Zunge (×2)
2. Sitzhalterung (×2)
Sitzbank montieren
1. Die Zungen an der Vorderseite der
Sitzbank, wie in der Abbildung
gezeigt, in die entsprechenden
Sitzhalterungen stecken.
2. Die Sitzbank in die ursprüngliche
Lage bringen und dann festschrauben.
HINWEIS:
Sicherstellen, daß die Sitzbank richtig
montiert ist.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
1
a
a
b
1
2
A
3
1. Helmhalter
a. Öffnen.
GAU00260
Helmhalter
Helmhalter
Zum Öffnen den Schlüssel in das Schloß
stecken und dann, wie in der Abbildung
gezeigt, drehen.
Zum Abschließen den Helmhalter in die
Ausgangsstellung (Verriegelungsstellung)
bringen und dann den Schlüssel abziehen.
GW000030
W
Niemals mit einem am Helmhalter
angehängten Helm fahren, denn der
Helm kann sich an Hindernissen verfangen oder irgendwo anschlagen und
auf diese Weise einen Sturz oder
Unfall verursachen.
1. Kontermutter
2. Einstellmutter
GAU03591
Federbein einstellen
Federbein einstellen<IXE>
Am Hinterradfederbein kann die Federvorspannung folgendermaßen eingestellt
werden.
GC000015
dD
Den Einstellmechanismus unter keinen Umständen über die Minimal- oder
Maximaleinstellung hinaus verdrehen.
1. Die Kontermutter lockern.
3-10
2. Zum Erhöhen der Federvorspan-
nung (Federung härter) die Einstellmutter nach a drehen. Zum Verringern der Federvorspannung (Federung weicher) die Einstellmutter
nach b drehen.
HINWEIS:
Die Einstellung wird durch Messen des in
der Abbildung gezeigten Abstands A
bestimmt. Verkürzen des Abstands verringert die Federvorspannung; Verlängern
des Abstands erhöht die Federvorspannung.
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
Federvorspannung
Minimal (weich)
Abstand A = 1 mm
Normal
Abstand A = 5,5 mm
Maximal (hart)
Abstand A = 12 mm
3
3. Die Kontermutter vorschriftsmäßig
festziehen.
Anzugsmoment
Kontermutter
42 Nm (4,2 m0kgf)
dD
Die Kontermutter stets mit dem vorgeschriebenen Anzugsmoment gegen
die Einstellmutter festziehen.
GC000018
GAU00315
W
Der Stoßdämpfer enthält Stickstoff
unter hohem Druck. Vor Arbeiten am
Stoßdämpfer die folgenden Erläuterungen sorgfältig durchlesen und die
gegebenen Vorsichtsmaßnahmen
befolgen. Der Hersteller übernimmt
keinerlei Haftung für Unfälle, Verletzungen oder Schäden, die auf
unsachgemäße Behandlung des
Stoßdämpfers zurückzuführen sind.
8 Den Stoßdämpfer unter keinen
Umständen öffnen oder manipulieren.
8 Den Stoßdämpfer vor Hitze und
offenen Flammen schützen. Der
hitzebedingte Druckanstieg kann
eine Explosion des Stoßdämpfers
bewirken.
8 Den Gaszylinder vor Verformung
und Beschädigung schützen. Ein
deformierter Gaszylinder vermindert die Dämpfwirkung.
8 Arbeiten am Stoßdämpfer sollten
ausschließlich vom YAMAHAHändler ausgeführt werden.
GAU00330
Seitenständer
Seitenständer
Der Seitenständer befindet sich auf der
linken Seite und wird bei aufrecht gehaltenem Motorrad mit dem Fuß betätigt.
HINWEIS:
Der Seitenständerschalter ist ein wesentlicher Bestandteil des Zündunterbrechungs- und Anlaßsperrschalter-Systems, dessen Funktionsweise am Ende
dieses Kapitels beschrieben wird.
3-11
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
GW000044
W
Niemals mit ausgeklapptem Seitenständer fahren. Ein nicht völlig hochgeklappter Seitenständer kann besonders in Linkskurven durch Bodenberührung schwere Stürze verursachen. Aus diesem Grund hat YAMAHA
den Seitenständer mit einem Zündunterbrechungsschalter versehen, der
ein Starten und Anfahren mit ausgeklapptem Seitenständer verhindert. Die
Prüfung des Zündunterbre-chungsund Anlaßsperrschalter-Systems ist
nachfolgend erläutert. Falls Störungen
an diesem System festgestellt werden,
das Fahrzeug umgehend von einem
YAMAHA-Händler überprüfen und ggf.
instand setzen lassen.
GAU03720
Zündunterbrechungs- und
Anlaßsperrschalter-System
Zündunterbrechungs- u. Anlaßsperrschalter-System
Das Zündunterbrechungs- und Anlaß-
sperrschalter-System umfaßt die Seitenständer-, Kupplungs- sowie Leerlaufschalter und erfüllt folgende Zwecke:
8 Es erlaubt kein Anlassen des Motors
bei eingelegtem Gang und hochgeklapptem Seitenständer, solange der
Kupplungshebel nicht gezogen wird.
8 Es erlaubt kein Anlassen des Motors
bei eingelegtem Gang und gezogenem Kupplungshebel, solange der
Seitenständer nicht hochgeklappt
wird.
8 Es schaltet die Zündung aus, falls
der Seitenständer bei laufendem
Motor ausgeklappt wird.
Die Funktion des Systems sollte regelmäßig auf nachfolgende Weise geprüft
werden.
GW000045
W
Falls irgend etwas nicht in Ordnung
scheint, das Fahrzeug umgehend von
einem YAMAHA-Händler überprüfen
lassen.
3
3-12
Armaturen, Bedienungselemente und deren Funktion
Bei abgestelltem Motor:
1. Den Seitenständer ausklappen.
2. Sicherstellen, daß der Motorstoppschalter auf „
Diese Kontrolle sollten am besten bei
warmem Motor vorgenommen werden.
JA
JANEIN
Das System ist in Ordnung. Das Motorrad kann gefahren werden.
JANEIN
HINWEIS:
3. Den Zündschlüssel auf “ON” drehen.
4. Das Getriebe in die Leerlaufstellung schalten.
5. Den Starterknopf drücken.
Springt der Motor an?
#“ steht.
3
NEIN
Bei laufendem Motor:
6. Den Seitenständer hochklappen.
7. Den Kupplungshebel gezogen halten.
8. Einen Gang einlegen.
9. Den Seitenständer ausklappen.
Stirbt der Motor ab?
Bei abgestorbenem Motor:
10. Den Seitenständer hochklappen.
11. Den Kupplungshebel gezogen halten.
12. Den Starterknopf drücken.
Springt der Motor an?
Der Leerlaufschalter könnte defekt sein.
Vor der Fahrt das Motorrad vom YAMAHAHändler prüfen lassen.
Der Seitenständerschalter könnte defekt sein.
Vor der Fahrt das Motorrad vom YAMAHAHändler prüfen lassen.
Der Kupplungsschalter könnte defekt sein.
Vor der Fahrt das Motorrad vom YAMAHAHändler prüfen lassen.
3-13
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn ..................................................................... 4-1
4
GAU01114
BezeichnungAusführungSeitenangabe
Kraftstoff
• Kraftstoffstand im Tank prüfen.
• Gegebenenfalls tanken.
• Kraftstoffleitung auf Undichtigkeit prüfen.
3-6–3-7
Motoröl
•Ölstand im Kurbelgehäuse prüfen.
• Gegebenenfalls Öl der empfohlenen Sorte bis zum vorgeschriebenen Stand nachfüllen.
• Motor auf Undichtigkeit prüfen.
6-10–6-13
Vorderradbremse
• Funktion prüfen.
• Bei schwammiger Hebelbetätigung die hydraulische Anlage vom YAMAHA-Händler entlüften lassen.
• Hebelspiel prüfen.
• Gegebenenfalls einstellen.
• Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter prüfen.
• Gegebenenfalls Bremsflüssigkeit der empfohlenen Sorte bis zum vor-geschriebenen Stand nachfüllen.
• Hydraulische Anlage auf Undichtigkeit prüfen.
3-5, 6-21–6-24
Hinterradbremse
• Funktion prüfen.
• Bei schwammiger Hebelbetätigung die hydraulische Anlage vom YAMAHA-Händler entlüften lassen.
• Flüssigkeitsstand im Vorratsbehälter prüfen.
• Gegebenenfalls Bremsflüssigkeit der empfohlenen Sorte bis zum vor-geschriebenen Stand nachfüllen.
• Hydraulische Anlage auf Undichtigkeit prüfen.
3-5, 6-21–6-24
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
Gemäß der Straßenverkehrsordnung ist jeder Fahrer für den Zustand seines Fahrzeuges selbst verantwortlich. Schon nach kurzer
Standzeit können sich – z. B. durch äußere Einflüsse – wesentliche Eigenschaften Ihres Motorrades verändern. Beschädigungen,
plötzliche Undichtigkeiten oder ein Druckverlust in den Reifen stellen unter Umständen eine große Gefahr dar. Deshalb ist es notwendig, vor Fahrtbeginn neben einer gewissenhaften Sichtkontrolle folgende Punkte zu prüfen.
GAU03439
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
4
4-1
Kupplung
• Funktion prüfen.
• Gegebenenfalls Seilzug schmieren.
• Hebelspiel prüfen.
• Gegebenenfalls einstellen.
3-4, 6-20
Gasdrehgriff
• Auf Schwergängigkeit prüfen.
• Hebelspiel prüfen.
• Gegebenenfalls vom YAMAHA-Händler einstellen oder schmieren lassen.
6-16, 6-27
Seilzüge
• Auf Schwergängigkeit prüfen.
• Gegebenenfalls schmieren.
6-27
Antriebskette
• Durchhang prüfen.
• Gegebenenfalls einstellen.
• Zustand prüfen.
• Gegebenenfalls schmieren.
6-25–6-26
Räder und Reifen
• Auf Beschädigung prüfen.
• Profiltiefe kontrollieren.
• Reifenluftdruck prüfen.
• Gegebenenfalls korrigieren.
6-16–6-19
Fußbrems- und -schalthebel
• Auf Schwergängigkeit prüfen.
• Gegebenenfalls Drehpunkte schmieren.
6-28
Handbrems- und Kupplungshebel
• Auf Schwergängigkeit prüfen.
• Gegebenenfalls Drehpunkte schmieren.
6-28
Seitenständer
• Auf Schwergängigkeit prüfen.
• Gegebenenfalls Klappmechanismus schmieren.
6-28
BezeichnungAusführungSeitenangabe
Routinekontrolle vor Fahrtbeginn
4
4-2
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