Die vorliegende Reparaturanleitung trägt zur fachgerechten Durchführung aller wesentlichen Wartungsund Instandsetzungsarbeiten bei. Sie ergänzt, bei laufender Anwendung durch das Werkstattpersonal, das
im Trainingszentrum vermittelte praktische und theoretische Wissen. Sie steigert damit die Fähigkeit zu einer besseren Service-Qualität.
Bei notwendig werdenden Änderungen bzw. Erweiterungen (Nachträgen) erfolgt eine Neuauflage.
Alle Bild- und Textaussagen beziehen sich auf serienmäßige bzw. mit Original BMW Zubehör ausgerüstete
und nicht in sonstiger Weise umgebaute Motorräder.
Die Reparaturanleitung ist entsprechend der logischen Abfolge der durchzuführenden Arbeiten aufge-
Der gesamte Inhalt ist in einzelne Kapitel gegliedert, die den Konstruktionsgruppen entsprechen.
•
11 . 10
Kapitelfortlaufende Seite der Kapitel
Um auf ein anderes Kapitel zu verweisen, steht ein Verweispfeil mit der Kapitelnummer,
z.B. Ób ................................. Siehe Baugruppe 46
Die bei einer Inspektion durchzuführenden Arbeiten sind in der Gruppe „00“ beschrieben. Die verschie-
•
denen Inspektionen sind mit I, II, III, und IV bezeichnet. Diese Bezeichnungen finden sich auch bei den
anschließenden Arbeitsbeschreibungen wieder, so dass ein kontinuierlicher Arbeitsablauf gewährleistet
ist.
Die Anwendung des benötigten BMW-Spezialwerkzeuges wird in den Arbeitsbeschreibungen erläutert.
•
Im Bedarfsfall werden die Reparaturhinweise auch durch Service-Informationen bekanntgegeben. Diese
fließen selbstverständlich in die nächste Auflage der Reparaturanleitung ein. Außerdem empfehlen wir als
zusätzliche Informationsquelle den anschaulich bebilderten Elektronischen Teile Katalog (ETK).
Wenn sich Tätigkeitsschritte nur auf eine bestimmte Aussattungsvariante beziehen, so wird dies zu Beginn
der Zeile in eckiger Klammer angegeben, z.B. [Mit Heizgriffen].
Beachten Sie die folgende Seiten mit den Erklärungen der verwendeteten Zeichen und der Handhabung.
BMW AG, Sparte Motorrad
After Sales
HerausgeberBMW AG Sparte Motorrad
After Sales
UX-VS-2
80788 München
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Übersetzung oder Vervielfältigung, auch auszugsweise, nur mit
schriftlicher Genehmigung.
Technische Änderung und Irrtum vorbehalten.
Produced in Germany
Page 3
Handhabung
Jedes Kapitel beginnt mit dem Inhaltsverzeichnis.
Nach dem Inhaltsverzeichnis finden Sie die Tabelle Technische Daten.
In Kapitel 00 Wartung und allgemeine Hinweise sind die Übergabedurchsicht, alle Anziehdrehmomente sowie die Betriebsmittel aufgeführt.
Zeichenerklärung
In der vorliegenden Reparaturanleitung für das Modell F 650 GS werden folgende Zeichen verwendet; die
Bedeutung entnehmen Sie bitte der Tabelle.
Besondere Hinweise zur besseren Handhabung
L Hinweis:
Besondere Hinweise zur besseren Handhabung bei Bedien-, Kontroll- und Einstellvorgängen sowie Pflegearbeiten.
e Achtung:
Besondere Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen, die eine Beschädigung des Motorrades verhindern. Nichtbeachtung kann zum Gewährleistungsausschluß führen.
d Warnung:
Vorsichtsregeln und -maßnahmen, die den Fahrer oder andere Personen vor Verletzungen oder Lebensgefahr schützen.
Inhaltsverzeichnis
die Überschriften der in diesem Kapitel beschriebenen Arbeiten............. mit Angabe der Seitennummer
Tätigkeiten
Tätigkeiten
•
Punkt bedeutet Arbeitsschritte, welche unter einer Überschrift beschrieben werden
•
– vorausgegangene Tätigkeiten
– Strich bedeutet Arbeitsschritte, welche unter einer anderen Überschrift oder in einem anderen Kapitel
genauer beschrieben werden
Lösen bedeutet:
Eine Befestigung (z.B. Schraube) ganz herausdrehen
oder
Ein Bauteil (z.B. Einspritzleiste) so weit demontieren, dass dahinterliegende Baugruppen (z.B. Drosselklappenleiste) zugänglich werden
Lockern bedeutet:
Eine Befestigung (z.B. Schraube) nicht ganz herausdrehen
X Anziehdrehmomente:
Bei abweichenden Anzugswerten gegenüber DIN EN 24 014 bzw. DIN 912 ISO werden diese angegeben.
Page 4
BMW AG Sparte Motorrad
Wartungsplan
F 650 GS
KundeKennzeichen
Auftrags-Nr.Unterschrift Mechaniker
Fehlerspeicher mit BMW MoDiTeC auslesen
Motoröl im betriebswarmem Zustand wechseln, Ölfiltereinsatz erneuern
bei ausschließlichem Kurzstreckenbetrieb oder Außentemperaturen unter 0°C alle 3 Monate, spätestens alle 3000 km
Öl in Teleskopgabel wechseln
Kühlflüssigkeit prüfen, ggf. ergänzen *
des sofort auf Schäden prüfen, ggf. Inhalt auf
Folgeschäden prüfen.
Im Schadensfall in Deutschland
Schaden auf dem Lieferschein vermerken.
•
Merkblatt Transportschaden lesen.
•
Lieferer (z. B. Spedition oder DB ) und
•
Bavaria Wirtschaftsagentur GmbH
Abteilung ZW - 12
80788 München
Tel. 089/14327-632
Fax. 089/14327-639
unverzüglich verständigen.
Im Schadensfall in Importeursmärkten
Schaden auf dem Lieferschein vermerken.
•
Es gelten die länderspezifischen Regelungen.
•
Im Zweifelsfall rückfragen bei:
Bavaria Wirtschaftsagentur GmbH
Abteilung ZW - 12
80788 München
Tel. 089/14327-632
Fax. 089/14327-639
Lieferer (z. B. Spedition) unverzüglich verständi-
•
gen.
Motorrad auspacken
Deckel abhebeln.
•
Beipack entnehmen.
•
Querstreben mit Montiereisen abhebeln.
•
e Achtung:
Querstreben nicht herausschlagen, Beschädigung
des Motorrades möglich.
Stirnwände entfernen.
•
Seitenwände entfernen.
•
e Achtung:
Motorrad gegen Umkippen sichern.
Spanngurte vorne und hinten entfernen.
•
e Achtung:
Eventuell aus dem Verschlagboden hervorstehende
oder auf dem Boden liegende Nägel beseitigen.
3
Page 12
Die umweltgerechte Verpackungsentsorgung ist
•
nach dem Rundschreiben Nr. 23/91 - Verkauf vorzunehmen.
Inhalt von Beipack überprüfen:
•
– Vorderradkotflügel mit Schrauben und Scheiben
– Windschild
– Spiegel mit Klemmschrauben und Muttern
– Lenkergewichte mit Schrauben
– Bedienungsanleitung
– Service und Technik Heft
– Heft Service Stationen Europa
– BMW Bereitschaftsdienst Aufkleber
– Behandlungsvorschrift für Batterie
Motorrad auf Schäden prüfen
Ggf. Mängel feststellen.
•
„Eilbenachrichtigung“ an
•
BMW AG, Sparte Motorrad, UX-VS-1
Fax- Nummer 089-382-33220
Fehler beheben.
•
Bei Teilebedarf Bestellung über elektronischen
•
Teilekatalog.
Kostenabwicklung über GW-System (Stufe 4).
•
Befundnummern:
– Teile fehlen 10 01 00 00 00
– Teile beschädigt 10 02 00 00 00
– Teile falsch geliefert 10 03 00 00 00
Falls benötigte Teile nicht im elektronischen Tei-
•
lekatalog (z.B. Behördenteile),
Bestellformular an:
Fax-Nummer 030-3396-2262
X Anziehdrehmomente:
Windschild an Cockpitverkleidung ................. 2 Nm
Vorderradkotflügel, Spiegel und
Lenkergewichte anbauen
E000270
Vorderradkotflügel montieren.
•
3
2
Motorrad komplettieren
Windschild anbauen
Motorrad von Holzpalette schieben
•
.
E000260
Befestigungsschrauben Windschild festziehen.
•
1
E000310
Lenkergewichte (1) anschrauben.
•
Klemmschraube (2) an Lenkerarmatur anschrau-
•
ben.
Spiegel einsetzen und mit Mutter (3) festziehen.
•
X Anziehdrehmomente:
Vorderradkotflügel an Gabelbrücke................ 3 Nm
Klemmschraube an Lenkerarmatur .............. 21 Nm
Bei Anlieferung des Motorrades kann der Ölspiegel
im Öltank unterhalb des Schauglases liegen.
2
E000300
1
E000340
Diagnosestecker (1) hinter Cover rechts ausklip-
•
sen.
Diagnosegerät an Diagnosestecker anschließen.
•
Fehlerspeicher auslesen.
•
Ggf. angegebene Reparaturmaßnahmen durch-
•
führen.
Diagnosestecker hinter Cover rechts einclipsen.
•
Reifenluftdruck prüfen
Reifenluftdruck prüfen/korrigieren.
•
Reifenluftdruck:
Solo ...................................................vorne 1,9 bar
.........................................................hinten 2,1 bar
Ölkontrolle, falls kein Öl an Schauglas sichtbar,
•
kontrollieren ob Öl in Öltank (2) ist.
Kupplung
•
Schaltbarkeit des Getriebes prüfen.
•
Lenkung
•
Hand- und Fußbremse
•
Beleuchtung und Signalanlage prüfen:
•
Standlicht vorne und hinten
•
Instrumentenbeleuchtung
•
Fahrlicht, Fernlicht, Lichthupe
•
Bremslicht (Betätigung Bremse vorn/hinten)
•
Blinker links/rechts
•
Hupe
•
Kontrolleuchten
•
Instrumente
•
Ggf. Sonderausstattung auf Funktion prüfen:
•
ABS, Anfahrtest durchführen. Beim Fahren von
•
minderstens 10 Sekunden mit einer Geschwindigkeit über 30 km/h leuchtet bei einer Störung
ABS Warnleuchte auf.
Ggf. Probefahrt durchführen.
•
Übergabe im Service- und Technikheft bestäti-
•
gen.
Bei Mängeln siehe „Motorrad auf Schäden prü-
•
fen“.
volle Zuladung....................................vorne 2,1 bar
.........................................................hinten 2,3 bar
7
Page 16
Abschlußreinigung
Fahrzeugübergabe
Fahrzeug reinigen.
•
L Hinweis:
Kein Dampf- oder Hochdruckstrahlgerät verwenden. Der hohe Wasserdruck kann zu Schäden an
Dichtungen, dem Hydrauliksystem oder der Elektrik
führen.
L Hinweis:
Kennzeichenbefestigung besitzt keine Bohrungen,
da so die beste Positionierung jedes Kennzeichens
gewährleistet ist.
Bei der Fahrzeugübergabe sollte der Kunde mit seinem Motorrad vertraut gemacht werden, um die Zufriedenheit und Sicherheit des Kunden gewährleisten zu können.
Folgendes muß dem Kunden vorgeführt bzw. er-
•
klärt werden:
– Bordliteratur und Unterbringung
– Bordwerkzeug und Unterbringung
– Federvorspannung entsprechend Gesamtge-
wicht
– Kontrolle Bremsflüssigkeit
– Einstellung der Spiegel
– Bedienelemente
– Instrumente und Warnleuchten
– Ggf. Sonderausstattung und Sonderzubehör
Folgendes muß dem Kunden mitgeteilt werden:
•
– Einfahrhinweise und Inspektionsintervalle
– Sicherheitskontrolle
8
Page 17
Gesamtinhaltsverzeichnis
<< Zurück
Gruppe / Kapitel
00 Wartung und allgemeine Hinweise....................................................... 00.1
(Inspektion I, II, III) .............................................................................................................................18
(Inspektion I, II, III) .............................................................................................................................21
Ablaufschlauf von Ansauggeräuschdämpfer entleeren ........................................24
(Inspektion II, III) ................................................................................................................................24
(Inspektion I, II, III) .............................................................................................................................26
Spannung der Speichen prüfen, ggf. nachziehen ....................................................26
Bremsbeläge und -scheiben auf Verschleiß prüfen, ggf. erneuern ...............27
(Inspektion II, III) ................................................................................................................................27
Bremsbeläge auf Verschleiß prüfen ......................................................................................27
Kette, Kettenrad und Kettenritzel prüfen, ggf. erneuern .....................................33
(Inspektion II, III) ................................................................................................................................33
(Inspektion II, III) ................................................................................................................................35
Seitenstütze, Hauptständer und Fußbremshebel fetten ......................................37
(Inspektion II, III) ................................................................................................................................37
Nockenwellenträger10
Kettenräder an Nockenwellen60 Gewinde geölt
Kettenführung an Nockenwellenträger10 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Zylinderkopfhaube10
Zylinderschraube (Bohrung für Fixierstift)25
Zylinderkopf an Rahmen41
Zylinderkopf an Rahmen Verstellhülsespielfrei, max. 5
Zylinderkopf an Rahmen Kontermutter100
12 Motor-Elektrik
Magnetnabe180 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Geber8
Motorgehäusedeckel links/rechts10
Anlasser an Kupplungsdeckel10
Dehnschrauben Anlassergehäuse6
Kabelabdeckung an Motorgehäuse4
Zündspule und Halterung9
00.7
Page 26
ModellF 650 GS
VerbindungNm
13 Kraftstoffaufbereitung und -regelung
Ansaugstutzen an Zylinderkopf25
Kraftstofffilter an Rahmen9
Einspritzdüsenhalter an Drosselklappe5
Verbindungsflansch Luftfilterkasten an Bat-
terieträger
Ansauggeräuschdämpfer an Haltebügel9
Öltank an Ansauggeräuschdämpfer9
Drosselklappenpotentiometer an
Drosselklappenstutzen
Drosselklappenansteller an Drosselklap-
penstutzen
16 Kraftstoffbehälter und -leitungen
Kraftstoffbehälter an Heckrahmen
(Dornschraube M 8)
Tankdeckel an Kraftstoffbehälter3
Roll-Over-Ventil an Kraftstoffbehälter2
Halterung Aktivkohlefilter an Kraftstoffbehäl-
ter
Kraftstoffpumpe an Kraftstoffbehälter36
17 Kühler
5
3
5 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
21
3
Luftführung an Rahmenunterzug3
Ausgleichsbehälter an Kühler9
Kühler an Hauptrahmen9
Ablassschraube Wasserpumpe10
Motorgehäusedeckel links an Motorgehäuse10
Deckel für Wasserpumpe10
Temperaturgeber in Zylinderkopf15
Entlüfterschraube12
00.8
Page 27
ModellF 650 GS
VerbindungNm
18 Auspuffanlage
Lambdasonde an Auspuff45
Auspuffkrümmer an Zylinderkopf20
Schalldämpfer an Auspuffkrümmer (Torca-
Schelle)
Schalldämpfer an Heckrahmen21
Blende an Schalldämpfer9
Klemmschrauben Gabelbrücke oben/unten21
Scheibe für untere Gabelbrücke an Gabel-
brücke
Ölablassschraube6
Befestigungsschraube für Dämpfer20
Rändelmutter/Lagervorspannung25
Kontermutter an Gabelbrücke oben65
32 Lenkung
Lenker an Gabelbrücke21
Lenkergewicht an Lenker9
Kupplungshandarmatur an Lenker M 69
Kupplungsschalter an Handarmatur5
Lagerschraube Bremshebel6
Kontermutter für Lagerschraube Kupp-
lungshebel
33 Hinterradantrieb
Federbein an Rahmen50
9
8
Federbein an Umlenkhebel47
Einstellrad Federbeinverstellung an Halte-
rung
Halterung Federbeinverstellung an Rahmen9
Schwingenachse100
Zugstrebe an Schwinge41
Zugstrebe an Umlenkhebel71
Umlenkhebel an Rahmen50
21
00.10
Page 29
ModellF 650 GS
VerbindungNm
34 Bremsen
Entlüfterschraube an Bremssattel vorne/hinten
Bremssattel an Gleitrohr41
Bremsscheibe und Sensorring an Vorderrad9 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Bremsscheibe an Hinterrad9 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Bremsflüssigkeitsbehälter Fußbremse an
Heckrahmen
Fußbremshebel an Rahmen21
Bremsleitungen/-schläuche
Bremsschlauch an Bremssattel18
Bremsschlauch an Handarmatur18
Verbindungsstellen Bremsleitung/Brems-
schlauch
Bremsleitung an Hauptbremszylinder Hin-
terradbremse
ABS
ABS-Sensor vorne /hinten9
ABS Druckmodulator an Halterung21
Halterung für ABS Druckmodulator an Rahmenquerrohr
Bremsleitung an ABS Druckmodulator18
7
1,5
18
18
9
Sensorring an Hinterrad5 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Bremsscheibe und Sensorring an Vorderrad9 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
36 Räder und Bereifung
Klemmung Steckachse vorne21
Steckachse vorne an Gabelbein80
Steckachse hinten an Schwinge100
Kettenrad an Kettenradträger21
00.11
Page 30
ModellF 650 GS
VerbindungNm
46 Rahmen
Karosserie
Verkleidungsteile/Cover3
Verkleidungshalter an Rahmen21
Haltegriff an Heckrahmen9
Abschlussblende an Heckrahmen9
Heckblende an Heckrahmen3
Sitzbankverriegelung an Heckrahmen9
Kennzeichenträger an Hinterradkotflügel
Hinterteil
Kotflügel/Radabdeckung
Vorderradkotflügelhinterteil an Vorderradkotflügelvorderteil
Vorderradkotflügel an Gabelbrücke3 (Gewinde reinigen + Loctite 243)
Hinterradkotflügel Hinter- und Vorderteil an
Heckrahmen
Hinterradkotflügel Vorderteil an Aufnahme
für Kofferträger
Radabdeckung unten an Halterung3
Halterung Radabdeckung an Schwinge9
Rahmen
Fußrastenplatte an Hauptrahmen21
Fußrastengummi auf Fußraste Beifahrer5
Haltebügel für Ansauggeräuschdämpfer an
Hauptrahmen
Motorunterfahrschutz an Rahmenunterzug9
Heckrahmen an Hauptrahmen oben21
3
3
9
21
9
Heckrahmen an Hauptrahmen unten21 (Gewinde reinigen + Loctite 2701)
Kippständer an Hauptrahmen41
Seitenstützenunterzug an Hauptrahmen21
Motoraufhängung
Motor/Kurbelgehäuse an Hauptrahmen hinten
Motor/Zylinderkopf an Hauptrahmen oben41
Motor/Kurbelgehäuse an Motorträger vorne41
Motorträger an Hauptrahmen21
00.12
41
Page 31
ModellF 650 GS
VerbindungNm
51 Ausstattung
Zündlenkschloss an Gabelbrücke21
61 Allgemeine Fahrzeugelektrik
ABS Sensorkabel an Gleitrohr9
ABS Sensor an Bremssattelaufnahme hin-
ten
Kupplungsschalter an Kupplungshandar-
matur
Bremslichtschalter an Handarmatur3
Bremslichtschalter Fubremse an Rahmen5
Kabelbaum mit Elektronikbox an Rahmen7
Deckel Elektronikbox an Rahmen4
Plus-/Masseleitung Batterie7
Batterieträger an Halteblech9
Spannungsregler an Halterung7
Signalhorn an Gabelbrücke18
Masseverschraubung Kabelbaum am Mo-
torhehäuse rechts
62 Instrumente
Instrumentenblende an Kombiinstrument2
63 Leuchten
9
5
8
Blinkleuchte vorne mit Blende an Cockpitverkleidung
Heckleuchte an Kennzeichenträger4
3
00.13
Page 32
00.14
Page 33
Verschlüsselung der Wartungsintervalle
Die Wartungsarbeiten gliedern sich in Erstinspektion (nach den ersten 1000 km),
BMW Pflegedienst, BMW Inspektion und
BMW Jahresservice.
Inspektion 1000 km
BMW Einfahrkontrolle nach den ersten 1000 km.
BMW Pflegedienst
Nach den ersten 10 000 km und allen weiteren
20 000 km (30 000 km ... 50 000 km ... 70 000 km).
BMW Inspektion
Nach den ersten 20 000 km und allen weiteren
20 000 km (40 000 km ... 60 000 km ... 80 000 km).
BMW Jahresservice
Einige Wartungsarbeiten sind nicht nur weg-,
sondern auch zeitabhängig. Sie sind deswegen
mindestens einmal jährlich durchzuführen (z.B.
Bremsflüssigkeit wechseln).
Können diese Arbeiten nicht im Rahmen eines
Pflegedienstes oder einer Inspektion erledigt werden, ist die Durchführung eines Jahresservice erforderlich.
In der vorliegenden Reparaturanleitung sind die einzelnen Wartungsintervalle folgendermaßen verschlüsselt:
— Inspektion bei 1000 km.......................................I
— BMW Pflegedienst bei 10 000 km ......................II
— BMW Inspektion bei 20 000 km ....................... III
— BMW Jahres-Service ....................................... IV
00.15
Page 34
00 13 624 Fehlerspeicher mit
MoDiTeC auslesen
00 11 215
Motoröl und Ölfiltereinsatz
wechseln
(Inspektion I, II, III, IV)
E000050
Diagnosestecker (Pfeil) hinter Cover rechts aus-
•
clipsen.
Diagnosegerät an Diagnosestecker anschließen.
•
Fehlerspeicher auslesen.
•
Ggf. angegebene Reparaturmaßnahmen durch-
•
führen
(Inspektion I, II, III, IV)
L Hinweis:
Nach einem Motorschaden ist der Öltank und der
Zulauf mit Werkstattreinigungsmittel zu reinigen und
anschließend mit Pressluft auszublasen.
00 11 215
– Cover links ausbauen.
a ..........................................Siehe Baugruppe 46
– Unterfahrschutz ausbauen.
– Abdeckung Kettenritzel am Motor ausbauen.
00 11 215 Motoröl ablassen
Vorarbeiten
d Warnung:
Gefahrenhinweise für das Laufenlassen von Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen
beachten.
Motor warmlaufen lassen.
•
Öl-Auffangwanne bereitstellen.
•
3
212
E000110
Ablassschraube (2) am Öltank lockern.
•
Befestigungsschraube (1) lösen.
•
Klammern (3) ausbauen.
•
Öltank herausziehen, zur linken Seite kippen und
•
Ablassschraube (2) lösen.
Verschlussdeckel von Öltank mit
•
Zündkerzenschlüssel (Bordwerkzeug) öffnen.
Öl vollständig ablaufen lassen.
•
Öl-Ablassschraube am Motor lösen, Öl vollstän-
•
dig ablaufen lassen.
00.16
Page 35
00 11 215 Ölfiltereinsatz wechseln
1
00 11 215
Öl-Ablassschraube am Öltank mit neuem Dicht-
•
ring einschrauben und festziehen.
Öl-Ablassschraube am Motor mit neuem Dicht-
•
ring einschrauben und festziehen.
Öltank mit 2 l Motoröl befüllen, Verschlussdeckel
•
2
aufschrauben.
Motoröl einfüllen
3
11 7 511
E000190
Linke Befestigung (3) von Ölfilterdeckel (1) lösen.
•
Kabel des Leerlaufschalters aus Führung her-
•
ausnehmen.
Öl-Ablaufblech, BMWNr.117511, in
•
Stifte (Pfeile) am Motorgehäuse einhängen.
Öl-Auffangwanne unter Motor bereitstellen.
•
Befestigungen (2) lösen, Ölfilterdeckel ausbau-
•
en.
Filterelement herausnehmen.
•
Motoröl vollständig ablaufen lassen, Ölfilterge-
•
häuse reinigen.
e Achtung:
Altöl und Ölfilter umweltgerecht entsorgen.
Neues Filterelement auf Ölfilterdeckel stecken.
•
O-Ring des Filterelements leicht einölen.
•
O-Ring des Ölfilterdeckels prüfen und ggf. erset-
•
zen.
Ölfilterdeckel mit Filterelement einbauen.
•
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
L Hinweis:
Unterfahrschutz, Cover und Abdeckung Kettenritzel
noch nicht einbauen, wenn nachfolgend weitere
Wartungsarbeiten an dahinterliegenden Baugruppen durchgeführt werden.
d Warnung:
Gefahrenhinweise für das Laufenlassen von Verbrennungsmotoren in geschlossenen Räumen
beachten.
Motor eine halbe Minute laufen lassen.
•
0,3 lMotoröl in Öltank ergänzen.
•
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
E000010
e Achtung:
Motoröl bei betriebswarmem Motor nicht über
Öleinfüllhöhe (Pfeil) auffüllen.
Ölstand bei betriebswarmem Motor überprüfen,
•
ggf. ergänzen.
Betriebsmittel:
Marken-HD-Öl der API-Klassifikation SF, SG oder
SH; Erweiterungen mit CD oder CE sind zulässig;
oder Marken-HD-Öl der CCMC-Klassifikation G4
oder G5; Erweiterung PD2 ist zulässig.
Unterfahrschutz an Rahmen........................... 9 Nm
00.17
Page 36
Kühlflüssigkeit prüfen,
ggf. ergänzen
(Inspektion I, II, III)
L Hinweis:
Kontrolle des Kühlflüssigkeitsstands nur bei kaltem
Motor durchführen.
Kühlmittel-Ausgleichsbehälter noch nicht auffüllen,
wenn nachfolgend das Ventilspiel geprüft/eingestellt wird.
L Hinweis:
Kühlmittel im Verhältnis 50 % Frostschutzmittel,
50 % Wasser mischen.
ver links überprüfen.
Bei Kühlflüssigkeitsstand unterhalb der MIN-
•
Markierung Kühlflüssigkeit ergänzen.
Kühlflüssigkeit ergänzen
– Cover links ausbauen.
a ......................................... Siehe Baugruppe 46
A
B
E000020
e Achtung:
Frostschutz muss mindestens bis -30 °C gewährleistet sein. Nur nitritfreie Langzeit-Frost- und Korrosionsschutzmittel verwenden!
Ausgleichsbehälter nicht über MAX-Markierung (A)
auffüllen.
17 00 035
(Inspektion IV, alle 2 Jahre)
– Cover links ausbauen.
a ..........................................Siehe Baugruppe 46
– Motorrad auf Seitenständer stellen.
– Auffangwanne unter Motor bereitstellen.
Kühlflüssigkeit wechseln
1
E000210
Ablassschraube (1) der Wasserpumpe lösen.
•
Trichter unter Ablassöffnung halten, Kühlerver-
•
schluss öffnen.
Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
•
Frostschutzmittelkonzentration im Ausgleichs-
•
behälter prüfen, ggf. Frostschutzmittel ergänzen.
00.18
Page 37
2
E170030
Kühlwasserschlauch (Pfeil) links an Rahmen lö-
•
sen und Kühler entleeren.
1
E000020
Befestigung (1) lösen, Ausgleichsbehälter her-
•
ausziehen und vollständig entleeren
e Achtung:
Alte Kühlflüssigkeit umweltgerecht entsorgen.
E170090
Entlüfterschraube (2) am Zylinderkopf lockern.
•
Schlauch auf Entlüfterschraube aufstecken.
•
Kühler so weit befüllen bis an der Entlüfter-
•
schraube Kühlflüssigkeit austritt, dabei Kühlmittelschläuche kneten.
Entlüfterschraube (2) festziehen.
•
Kühler bis Oberkante Einfüllstutzen (Pfeil) auffül-
•
len.
Ausgleichsbehälter bis MAX-Markierung auffül-
•
len.
Füllmenge
Kühlsystem ......................................................1,2 l
im Ausgleichsbehälter...................................+ 0,1 l
Frostschutzmittel
Nur nitritfreie Langzeit-Frost- und Korrosionsschutzmittel verwenden!
Ansauggeräuschdämpfer mit Ansaugschnorchel ausbauen.
•
•
•
•
•
•
•
•
•
Kühler freilegen
Ventilspiel prüfen
Befestigung Ansauggeräuschdämpfer an Öltank
lösen.
Befestigungen Ansauggeräuschdämpfer an Haltebügel lösen.
Anlasserrelais aus Halterung ziehen.
Befestigung Elektronikboxdeckel lockern.
Befestigungen Batteriehalteblech lösen.
Schelle Entlüftungsschlauch lösen und von Ansauggeräuschdämpfer abziehen.
Öltank leicht nach links drücken, Ansauggeräuschdämpfer vorsichtig von Drosselklappenstutzen abziehen.
Ansauggeräuschdämpfer mit Ansaugschnorchel
und Batterieträger nach hinten herausnehmen.
Drosselklappenstutzen abdecken/verschließen.
1
2
3
4
5
7
E000030
Steckverbindung Zündspule (2) trennen.
•
Zündkerzenstecker abziehen.
•
Zündspule (1) an Zylinderkopfhaube lösen.
•
Gasseilzug aus Seilscheibe (Pfeil) aushängen.
•
Sicherungsscheibe (6) an Gasseilzughalterung
•
abziehen und Gasseilzug herausnehmen.
Abdeckung (4) aus Verankerung am Hauptrah-
•
men links/rechts aushaken und ausbauen.
Zündkerze ausbauen.
•
Schlauchschelle (5) mit Zange,
•
BMW Nr. 17 5 500, lösen, ZylinderkopfEntlüftungsleitung (7) abziehen.
6
E000150
L Hinweis:
Bei Befestigen des Ausgleichsbehälter darauf achten, daß Verschluss über Kühlmittelstand ist.
Ausgleichsbehälter Kühlmittel am Kühler lösen,
•
zur Seite herausziehen und z.B. mit Kabelbinder
am Lenker befestigen.
MoDiTeC-Stecker aus Halter ausclipsen.
•
Steckverbindung Lüfter trennen.
•
Lüfter oben/unten ausclipsen und abnehmen.
•
Innenseite Wasserkühler z.B. mit Karton abdek-
•
ken.
L Hinweis:
Lage der beiden Befestigungspunkte Zündspule (1)
an Zylinderkopfhaube notieren.
8 Befestigungen (3) lösen, Zylinderkopfhaube
•
mit Dichtung ausbauen.
Kurbelwelle in OT-Stellung bringen
Mittige Verschlussschraube im Magnetgehäuse
•
öffnen.
Kurbelwelle mit Innensechskantschlüssel nach
•
rechts in OT-Stellung drehen.
00.21
Page 40
Ventilspiel ermitteln
E000170
E000160
Mit Fühlerblattlehre (Pfeil) Ventilspiel ermitteln.
Einlassventil ....................................0,10...0,15 mm
Auslassventil ...................................0,25...0,30 mm
00 11 602
Ventilspiel einstellen
11 7 503
11 7 502
11 7 501
11 7 504
E000170
Tassenstößel so verdrehen, dass
•
Einstellplättchen (Pfeil) an der Nut im Tassenstö-
ßel ausgehebelt werden können.
11 7 503
E000040
Drücker, BMW Nr. 11 7 503, mit Schraube (Pfeil)
•
auf Welle festklemmen.
Drücker, BMW Nr. 11 7 503, auf Rand von Tas-
•
senstößel aufsetzen.
Tassenstößel niederdrücken, Welle,
•
BMW Nr. 11 7 502, mit Klemmstück,
BMW Nr. 11 7 504, fixieren.
Brücke von Ventilspiel-Einstellvorrichtung,
•
BMW Nr. 11 7 501, an Zylinderkopf montieren.
Öffnung am Zylinderkopf mit Abdeckblech (Pfeil)
•
verschließen.
Nockenwelle so drehen, dass Spitzen nach oben
•
zeigen.
L Hinweis:
Drücker zeigt zu äußeren Rand des Zylinderkopfes.
Welle, BMW Nr. 11 7 502, Drücker,
•
BMW Nr. 11 7 503, und Klemmstock,
BMW Nr. 11 7 504, einbauen.
00.22
L Hinweis:
Lässt sich das Einstellplättchen nicht oder nur
schwer lockern, liegt der Niederhalter nicht auf dem
Rand des Tassenstößels, sondern auf dem Einstellplättchen auf. In diesem Fall ist der Tassenstößel zu
entlasten und der Vorgang zu wiederholen.
Einstellplättchen z.B. mit Schraubendreher lok-
•
kern, mit Magnethalter, BMW Nr. 11 7 505, her-
ausnehmen.
Page 41
Vor dem Einbau der neuen Einstellplättchen Di-
•
cke mit Bügelmessschraube kontrollieren.
Einstellplättchen in Tassenstößel einlegen.
•
Klemmung der Welle vorsichtig lösen, Welle und
•
Niederhalter ausbauen.
Einbau Ansaugschnorchel
e Achtung:
Korrekten Sitz der Einstellplättchen im Tassenstößel
überprüfen.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Einbau Zylinderkopfhaube
Vor Einbau der Zylinderkopfhaube eingelegte
•
Dichtung ganz entfernen und entfettendem Mittel
säubern. Ebenso Nut und Dichtungsauflageflächen reinigen.
Einbau Lüfterzarge
2
1
E000180
Zungen an Lüfterzarge (2) oben/unten in La-
•
schen am Kühler (1) einhängen.
4
3
5
6
E130090
Führungen von Ansauggeräuschdämpfer (5) mit
•
Luftfiltereinsatz (6) und Ansaugschnorchel (4) in
Führung an Batterieträger (3)/Verbindungsflansch einpassen.
Ggf. Kühlmittel im Ausgleichsbehälter ergänzen.
•
Ventilspiel:
Einlassventil ....................................0,10...0,15 mm
Auslassventil...................................0,25...0,30 mm
X Anziehdrehmomente:
Zylinderkopfhaube an Zylinderkopf............... 10 Nm
Zündspule an Zylinderkopf............................. 9 Nm
Ansauggeräuschdämpfer noch nicht einbauen,
wenn nachfolgend der Kraftstofffilter ausgebaut
wird.
Auf einwandfreien Sitz des Ansaugrohres auf Drosselklappenstutzen achten.
Sicherheitsvorschriften beim Umgang mit Kraftstoff
beachten, Kraftstoffleitungen stehen unter Druck.
– Cover links ausbauen.
1
Schlauchschellen öffnen.
•
d Warnung:
Beim Abziehen der Leitungen läuft Kraftstoff aus
dem Filter aus.
Kraftstoffschläuche (3, 5, 7) von Filter abziehen.
•
Schelle (4) von Kraftstofffilter abnehmen.
•
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
e Achtung:
Einbaupositionen für Leitungen Kraftstoffzulauf (7)
und Kraftstoffrücklauf (3) beachten.
2
Sicherungen (2) und Befestigung (1) lösen, Öl-
•
tank aus Halterung ziehen.
BMS-Steuergerät aus Halterung nehmen.
•
5
3
4
6
13 3 010
7
E000110
Schlauchschellen mit Zange,
•
BMW Nr. 13 1 500, schließen.
X Anziehdrehmomente:
Kraftstofffilter an Rahmen............................... 9 Nm
Öltank an Ansauggeräuschdämpfer ............... 9 Nm
Luftfilterkasten an Rahmen............................. 9 Nm
Verbindungsflansch Luftfilterkasten
an Batterieträger ............................................ 5 Nm
E130100
Befestigung Kraftstofffilter an Rahmen (6) lösen.
•
Kraftstoffzulaufleitung (7) und Leitung zum
•
EInspritzventil (5) mit Schlauchklemmen,
BMW Nr. 13 3 010, abklemmen.
00.25
Page 44
21 00 004 Kupplungsspiel prüfen,
ggf. einstellen
Spannung der Speichen prüfen,
ggf. nachziehen
(Inspektion I, II, III)
A
1
E000240
Der Ausrückhebel (1) am Getriebe muss so auf
•
der Verzahnung sitzen, dass sich, nach Vordrükken bis zum Ausrückpunkt, das Maß „A“ ergibt.
Maß „A“................................................ 47...52 mm
2
3
B
(Inspektion II)
Klangprobe durchführen.
•
Lockere Speichen mit Nippelspanner,
•
BMW Nr. 36 3 800, nachziehen.
Höhenschlag......................................... max. 2 mm
Seitenschlag ......................................... max. 2 mm
E000200
Maß „B“ mit Stellschraube (2) am Kupplungs-
•
handhebel einstellen.
Stellschraube (2) mit Rändelmutter (3) kontern.
•
Maß „B“...............................................1,0...2,0 mm
00.26
Page 45
Bremsbeläge und -scheiben auf
Verschleiß prüfen, ggf. erneuern
Bremsbeläge erneuern
(Inspektion II, III)
Bremsbeläge auf Verschleiß prüfen
Bremsbeläge Vorderradbremse
E000060
Bremsbeläge durch Sichtkontrolle prüfen.
•
– Die Bremsbeläge müssen deutlich sichtbare
Verschleißmarkierungen (Pfeile) aufweisen.
Bremsbeläge Hinterradbremse
e Achtung:
Bremse im zerlegtem Zustand nicht betätigen.
Minimale Bremsbelagdicke nicht unterschreiten.
Beläge nur komplett wechseln.
00 34 630 Bremsbeläge Vorderradbremse
Bremssattel gegen Bremsscheibe drücken, um
•
die Kolben zurückzudrücken.
1
Sicherungssplint (3) ausbauen.
•
Sicherungsstift (2) herausschlagen.
•
Bremsbeläge ausbauen.
•
Befestigungen (1) lösen, Bremssattel abnehmen.
•
32
E340030
E000070
Belagdicke (Pfeile) messen
•
Mindestbelagdicke.......................................1 mm
4
E340010
Feder (4) auf korrekten Sitz und Einbaulage prü-
•
fen, eingravierter Pfeil zeigt in Fahrtrichtung.
Bremsbeläge einbauen.
•
Sicherungsstift und Sicherungssplint einbauen.
•
Bremssattel einbauen.
•
Bremse mehrmals betätigen bis Bremsbeläge
•
anliegen.
X Anziehdrehmoment:
Bremssattel an Gleitrohr............................... 41 Nm
00.27
Page 46
00 34 633 Bremsbeläge Hinterradbremse
Bremssattel gegen Bremsscheibe drücken, um
•
die Kolben zurückzudrücken.
Bremsflüssigkeitsstand prüfen/ggf.
ergänzen
(Inspektion II)
L Hinweis:
Das Volumen der Bremsflüssigkeit (MIN/MAX) reicht
für die Belagstärken von neu bis zur Verschleißgrenze. Ein Nachfüllen bei Belagabnützung ist normalerweise nicht erforderlich.
1
2
Stand unter MIN deutet auf andere Fehlermöglichkeiten hin.
Flüssigkeitsstand Vorderradbremse
E340020
Sicherungssplint (1) ausbauen.
•
Sicherungsstift (2) herausschlagen.
•
Bremsbeläge herausnehmen.
•
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Bremse mehrmals betätigen bis Bremsbeläge
•
anliegen.
Bremsscheiben prüfen
Bremsscheiben sorgfältig auf Rissbildung, Be-
•
schädigungen, Verformung und Riefenbildung
überprüfen.
E000080
Dicke der Bremsscheiben an mehreren Punkten
•
mit Bügelmessschraube messen.
Flüssigkeitsstand Vorderradbremse prüfen
3
E000120
Lenker so einschlagen, dass Behälterdeckel
•
waagerecht steht.
– Bremsflüssigkeitsstand muss sich zwischen
Gefahrenhinweise für den Umgang mit Bremsflüssigkeit beachten.
Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Fahrzeugteilen
in Berührung bringen, Bremsflüssigkeit zerstört den
Lack.
Bremsflüssigkeitsbehälter auffüllen.
Bremsentlüftungsgerät an Entlüfterschraube am
•
Bremssattel anschließen.
Entlüfterschraube eine halbe Umdrehung öffnen.
•
e Achtung:
Die Bremsflüssigkeit darf während des Entlüftungsvorganges nicht unter Mitte Schauglas (Pfeil) absinken, da sonst Luft in das Bremssystem gesaugt
wird. In diesem Falle muss der Entlüftungsvorgang
wiederholt werden.
Bremsflüssigkeit so lange absaugen bis sie klar
•
und frei von Blasen ist.
Entlüfterschraube festziehen.
•
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Behälterrand, Gummibalg und Deckel vor dem
•
Zusammenbau gründlich von Bremsflüssigkeit
reinigen.
e Achtung:
Die Bremsflüssigkeit darf während des Entlüftungsvorganges nicht unter die MIN-Markierung absinken, da sonst Luft in das Bremssystem gesaugt
wird. In diesem Falle muss der Entlüftungsvorgang
wiederholt werden.
BauartEinzylinder-, Viertaktmotor, DOHC-Steuerung mit
Hülsenkettenantrieb, 4 Ventile über Tassenstößel
betätigt, Ausgleichswelle, Flüssigkeitskühlung für
Zylinder und Zylinderkopf, integrierte Wasserpumpe, 5-Gang Getriebe und Trockensumpf-
11 31 530 Fliehkraft-Dekompressor zerlegen
und zusammenbauen
2
3
1
E110100
L Hinweis:
Wurde der Fliehkraft-Dekompressor zerlegt,
Feder (3) immer ersetzen.
Mit entsprechendem Durchschlag Achse (1) aus
•
Fliehgewicht (2) herausdrücken.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Nach dem Zusammenbau das Fliehgewicht auf
•
Leichtgängigkeit prüfen.
11.27
Page 86
1
3
2
E110111
11 12 116 Zylinderkopf ausbauen
Vordere Kettenschiene (1) herausziehen.
•
Schlauchschellen der Kühlmittel-Leitung mit
•
Zange, BMW Nr. 17 5 500, lösen.
Steuerkette in den Kettenschacht rutschen
•
lassen.
Anlasser abbauen.
•
a ......................................... Siehe Baugruppe 12
Bundmuttern Zylinderkopf lösen.
•
L Hinweis:
Wenn der Zylinderkopf nicht zerlegt werden soll,
Zylinderkopf nicht vom Zylinder trennen.
In diesem Fall können die nächsten sechs Arbeitsschritte übersprungen werden.
Zylinderschrauben Kettenschacht (2) lösen.
•
Bundschraube hinten (3) lösen.
•
Bundschrauben Zylinderkopf vorne lösen.
•
Bundschrauben Zylinderkopf oben lösen.
•
Zylinderkopf am Zylinder lösen.
•
Zylinderkopf abnehmen.
•
Steuerkette auf Verschleiß prüfen
A
B
F111060
Hydraulischen Kettenspanner (4) in der Führung
•
im Zylinder in Richtung Spannschiene schieben,
bis ein Widerstand spürbar ist.
Abstand (A) von Dichtfläche zum Kolben des
•
Kettenspanners messen.
4
11.28
Page 87
Ist die Verschleißgrenze, Maß „B“, überschritten
•
sind zuerst die Spannschiene und die beiden
Führungsschienen auf Laufspuren zu überprüfen
und ggf. zu erneuern.
Wurde ein Teil ausgetauscht, ist die zuvor be-
•
schriebene Messung zu wiederholen.
Ist die Verschleißgrenze überschritten, muß die
Steuerkette erneuert werden.
Maß „B“.............................................. max. 9,0 mm
11 34 020 Ventile ausbauen
Mit Gummisauger, BMW Nr. 11 3 251, Tassen-
•
stößel herausziehen.
Tassenstößel und Führungen auf einwandfreien
•
Zustand überprüfen.
Bohrung für Tassenstößel
Im Zyllinderkopf............................ max. 33,600 mm
Radialspiel Tassenstößel.............. max. 0,200 mm
Tassenstößel zuordnen und markieren, Klemmgefahr möglich.
11 5 691
11 5 692
11 0 521
11 0 522
11 0 523
E110130
L Hinweis:
Um den Ausbau der Ventilkeile zu erleichtern, Ventilfederteller mit Kunststoffhammer prellen.
Zylinderkopf auf Stützplatte, BMW Nr. 11 0 523,
•
schrauben.
Adapterplatte, BMW Nr. 11 0 521, Stützbügel,
•
BMW Nr. 11 5 691,Druckspindel,
BMW Nr. 11 5 692, Mutter, BMW Nr. 11 5 693,
und Druckplatte, BMW Nr. 11 0 522, befestigen.
Ventile mit Druckplatte herunterdrücken.
•
Mit Schraubendreher Ventilkeile auseinander-
•
drücken und herausnehmen.
Ventile nach unten herausziehen.
•
11.29
Page 88
Ventilführung auf Verschleiß prüfen
00 2 510
11 0 571
F110111
Neues Ventil vom Brennraum her in die Ventil-
•
führung einführen, bis es an der Ventilschaftabdichtung ansteht.
Mit Meßuhr, BMWNr.002510, senkrecht auf
•
die Ventilachse, quer zur Nockenwellenachse
maximales Kippspiel messen.
Kippspiel:
Max. Kippspiel ............................................0,4 mm
Innen-Ø Ventilführung .................... max. 5,080 mm
11 12 591 Ventilführung ausbauen
1
2
F110140
L Hinweis:
Zur Erleichterung des Austreibens Zylinderkopf auf
100 °C erwärmen.
Temperatur kann mit Temperatur-Meßgerät,
BMWNr.001900, überprüft werden.
Die Ventilführung mit Austreibdorn,
•
BMW Nr. 11 0 571, zum Brennraum hin austreiben.
e Achtung:
Hat die Bohrung für die Ventilführung im Zylinderkopf Materialabrieb, so ist der Zylinderkopf zu wechseln.
F110121
e Achtung:
Gleitfläche der Tassenstößel nicht beschädigen,
Klemmgefahr möglich.
Ventilschaftabdichtung (1) mit Zange,
•
BMW Nr. 11 1 250, abziehen.
Ventilfederauflage (2) aus Zylinderkopf heraus-
•
nehmen.
11.30
Page 89
11 12 591 Ventilführung einbauen
1
F110151
Ventilsitz auf Verschleiß prüfen
Ventilsitzringe mit Tuschierpaste oder ähnlichem
•
einstreichen.
Zugehöriges Ventil einsetzen und mit leichtem
•
Druck drehen.
Zylinderkopf auf 100 °C erwärmen.
•
Mit Eintreibdorn, BMW Nr. 11 0 571,
•
Ventilführung (1) in den Zylinderkopf eintreiben
bis der Überstand der Ventilführung erreicht ist.
Überstand:
Einlaß ................................................9,8...10,2 mm
Auslaß...............................................9,8...10,2 mm
L Hinweis:
Zum Schmieren der Reibahle nur Gewindeschneidöl
verwenden.
Die Reibahle nur in Schneidrichtung drehen, niemals entgegengesetzt!
Reibahle in kurzen Abständen zum Säubern herausziehen, dabei nur in Schneidrichtung drehen!
Ventilführung mit Reibahle 5H7 aufreiben.
•
A
F110160
Ventilsitzbreite „A“ und Tragbild auf Verschleiß
•
prüfen.
Verschleißmaße für Ventilsitzbreite „A“:
Einlaßventil..................................................1,6 mm
Auslaßventil.................................................2,2 mm
Ist die Verschleißgrenze der Sitzbreite erreicht
•
oder das Tragbild nicht einwandfrei, kann der
Sitz nachgearbeitet werden.
2
E110540
Ventilsitz mit Ventilsitzdrehwerkzeug (2) gegebe-
•
nenfalls nacharbeiten.
Ventilsitzbreite „B“:
Einlaßventil..................................................1,2 mm
Auslaßventil.................................................1,4 mm
11.31
Page 90
11 34 800 Ventilschaftabdichtung einbauen
Ventil auf Verschleiß prüfen
Federteller unten (1) einsetzen.
•
Mit Schlagdorn, BMW Nr. 11 6 650,
•
Ventilschaftabdichtung (2) einsetzen.
1
2
E110120
F110190
Schaftdurchmesser und Sitzbreite am Ventilteller
•
kontrollieren.
Verschleißmaße für Ventil:
Schaftdurchmesser
Einlaßventil........................................ min. 4,89 mm
Auslaßventil....................................... min. 4,89 mm
Ventil auf Schlag kontrollieren.
•
L Hinweis:
Ölkohle am Ventil entfernen, Nuten für Ventilkeile mit
Ölstein entgraten.
Verschleißmaße siehe Technische Daten.
Nuten für Ventilkeile überprüfen.
•
11.32
Page 91
11 34 020 Ventile einbauen
11 11 150
Zylinder ausbauen
Ventil mit Schrumpfschlauch einsetzen.
•
L Hinweis:
Schrumpfschlauch entfernen!
11 5 691
11 0 521
11 0 523
Ventilfeder und Ventilfederteller einsetzen.
•
Zylinderkopf auf Stützplatte, BMWNr.110523,
•
schrauben.
Adapterplatte, BMW Nr. 11 0 521, Stützbügel,
•
BMW Nr. 11 5 691,Druckspindel,
BMW Nr. 11 5 692, Mutter, BMW Nr. 11 5 693,
und Druckplatte, BMWNr.110522, befestigen.
Ventile mit Druckplatte herunterdrücken.
•
11 5 692
11 0 522
E110130
Befestigung Zylinderfuß am Motorgehäuse lö-
•
sen.
e Achtung:
Beim Zylinderabziehen darauf achten, daß der Kolben nicht gegen das Motorgehäuse schlägt.
Zylinder abziehen.
•
Zylinder prüfen
E110140
Zylinderlauffläche und Dichtflächen auf Beschä-
•
digungen prüfen, Ölkanäle für Kettenspanner
durchblasen.
L Hinweis:
Ventilkeile zur Montageerleichterung mit etwas Fett
bestreichen.
Ventilkeile einsetzen.
•
Tassenstößel auf Beschädigungen prüfen und
•
auf zugehöriges Ventil aufsetzen.
1
2
Zylinderbohrung im Abstand 55...65 mm von der
•
Oberkante mit Innenmikrometer an den drei
Punkten (1, 2, 3) messen.
Verschleißmaße Zylinderdurchmesser:
Zylinder A..................................... max. 100,03 mm
Zylinder B..................................... max. 100,04 mm
3
E110150
11.33
Page 92
11 25 050 Kolben ausbauen
Sicherungsringe für Kolbenbolzen ausbauen.
•
Kolbenbolzen mit Dorn, BMWNr.116581, her-
•
ausdrücken.
Laufspiel des Kolbens ermitteln
L Hinweis:
Auslaßseite auf Kolbenboden markieren.
11 25 671
Kolbenringe mit Kolbenringzange ausbauen.
•
Kolben sorgfältig reinigen.
•
Kolben auf Beschädigungen prüfen.
•
Kolben zerlegen
1
2
Zylinderbohrung im Abstand 55...65 mm von der
•
Oberkante mit Innenmikrometer an den drei
Punkten (1, 2, 3) messen.
Den größten Wert als Maß „A“ notieren.
•
3
E110150
H
B
E110160
Den Kolbendurchmesser Maß „B“ im Abstand
•
H=16 mm von der Unterkante, quer zur Kolbenbolzenachse messen.
L Hinweis:
Kolbenlaufspiel ermitteln:
Maß „A“ minus Maß „B“ = Kolbenlaufspiel
Kolbenlaufspiel:
Neuzustand.................................0,024...0,040 mm
Verschleißgrenze............................ max. 0,100 mm
11.34
Page 93
Stoßspiel der Kolbenringe ermitteln
12 11 070
Magnetzünder ausbauen
Kolbenring in Zylinder einsetzen und auf der
•
Höhe 60 mm von Zylinderoberkante mit Fühlerblattlehre das Stoßspiel messen.
Verschleißmaß:
Stoßspiel (für alle Kolbenringe)....................1,0 mm
Laufspiel Kolbenbolzen ermitteln
Durchmesser der Augen vom Kolbenbolzen in
•
Hubrichtung mit Innenmikrometer messen.
Kolbenbolzen an beiden Enden mit Mikrometer
•
messen.
Verschleißmaße:
Augen-Ø im Kolben, senkrecht .... max. 22,030 mm
Kolbenbolzen-Ø ............................ min. 21,980 mm
Radialspiel im Kolben..................... max. 0,050 mm
11 25 671
Kolben zusammenbauen
L Hinweis:
Aufschrift „Top“ muß zum Kolbenboden zeigen.
Kolbenringstöße um 120 ° versetzt einbauen.
Außenrotor sowie zwischen Außenrotor und Gehäuse prüfen.
Laufspiele zwischen:
Innenrotor und Außenrotor............... max. 0,25 mm
Einbauspiel radial ............................. max. 0,25 mm
Axialspiel zwischen Rotoren
und Deckel....................................... max. 0,25 mm
11.39
Page 98
Antriebsdoppelrad ausbauen
2
4
1
L Hinweis:
Fixierschraube (Pfeil) muß eingebaut sein!
Sechskantmutter (1) lösen.
•
Kettenschiene (2) an Motorgehäuse hinten
•
drücken.
Antriebsdoppelrad mit Steuerkette abziehen.
•
11 21 001
ausbauen
Kurbel- und Ausgleichswelle
3
E110290
E110320
Montagevorrichtung schwenken, Kupplungs-
•
seite oben.
Rändelmuttern (4) lösen.
•
e Achtung:
Motorgehäuse nicht verkanten, Beschädigung der
Lagerschale möglich.
Motorgehäuse links abheben, dabei abwech-
•
selnd mit leichten Prellschlägen (Kunststoffhammer) auf Haupt-, Vorgelege- und
Ausgleichswelle schlagen, damit diese auf der
Magnetseite bleiben.
Rändelmutter der Motoraufnahme mit Distanz-
•
stück aufschrauben.
5
E110310
Antriebsrad Wasserpumpe (3) mit Schrauben-
•
dreher aushebeln.
Nadelrolle herausziehen.
•
Motor in Montagevorrichtung schwenken,
•
Magnetseite oben.
Alle Verschraubungen für das Motorgehäuse
•
lösen.
Ölfilter ausbauen und am Boden zwei Verschrau-
•
bungen für das Motorgehäuse lösen.
7
Markierung (7) der Ausgleichswelle und
•
Markierung (5) der Kurbelwelle mit Markierung
am Gehäuse (6) zur Deckung bringen.
6
E110330
11.40
Page 99
L Hinweis:
Auf Distanzscheiben der Kurbelwelle achten.
Zuerst Kurbelwelle, dann Ausgleichswelle her-
•
ausheben.
Gegenrad aus- und einbauen
11 6 502
Kurbelwelle auf Verschleiß prüfen
Lagerzapfen der Kurbelwelle sowie Pleuel auf
•
Beschädigung und Verschleiß prüfen.
Lagerzapfen-Ø................................ min. 45,97 mm
Radialspiel der Hauptlager ............... max. 0,10 mm
Axialspiel Pleuel/Kurbelwangen........ max. 0,80 mm
Ø kleines Pleuelauge...................... max. 22,04 mm
11 27 020
Ausgleichsrad mit Druckstück,
•
BMW Nr. 11 0 561, auspressen.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgemde Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Ausgleichsrad ausbauen
L Hinweis:
Den Lagersitz des Spreizrades auf dem Ausgleichsrad mit Optimoly MP 3 bestreichen.
Ausgleichsrad auf 100 °C erwärmen.
•
11 6 501
11 6 503
F110450
Kurbelwelle in Schraubstock mit Schutzbacken
•
einspannen.
Mit Brücke, BMW Nr. 11 6 501, Spindel,
•
BMW Nr. 11 6 502, und Druckstück,
BMW Nr. 11 6 503, Gegenrad abziehen.
L Hinweis:
Temperatur kann mit Temperatur-Meßgerät,
BMW Nr. 00 1 900, überprüft werden.
Passenden Aufsatz, z.B. Stecknuß, auf Druckflä-
•
che des Rades aufsetzen und damit Ausgleichsrad einpressen.
A
F110460
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
Gegenrad auf 140 °C erwärmen.
•
L Hinweis:
Temperatur kann mit Temperatur-Meßgerät,
BMW Nr. 00 1 900, überprüft werden.
e Achtung:
Spannstift darf nicht aus Bohrung im Gegenrad hervorstehen, Anlage für Anlaufscheibe.
Gegenrad mit passendem Aufsatz aufschlagen.
•
Überstand „A“ des Spannstiftes .......... max. 18 mm
11.41
Page 100
11 11 205 Lager der Getriebehauptwelle
aus-/einbauen
11 11 210
Lager der Vorgelegewelle aus-
/einbauen
11 6 562
11 6 561
11 6 564
E230040
L Hinweis:
Zum Schutz der Dichtflächen am Motorgehäuse alte
Dichtung unter den Lagerauszieher legen.
Wellendichtring der Hauptwelle grundsätzlich erneuern.
Motorgehäuse links auf 80 — 100 °C erwärmen.
•
Mit Lagerauszieherplatte, BMWNr. 116561,
•
Gewindespindel, BMWNr.116562, und
Spreizhülse, BMW Nr. 11 6 564, Kugellager aus-
ziehen.
Wellendichtring der Hauptwelle von innen her-
•
ausschlagen.
Motorgehäuse rechts auf 80 - 100 °C erwärmen.
•
Kugellager mit Aufsatz, z. B. passender Steck-
•
nuß, von außen durchdrücken.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
L Hinweis:
Zum Schutz der Dichtflächen am Motorgehäuse alte
Dichtung unter den Lagerauszieher legen.
Wellendichtring der Hauptwelle grundsätzlich erneuern.
Motorgehäuse links auf 80 — 100 °C erwärmen.
•
Mit Lagerauszieherplatte, BMW Nr. 11 6 561,
•
Gewindespindel, BMW Nr. 11 6 562, und
Spreizhülse, BMW Nr. 11 6 565, Kugellager aus-
ziehen.
Motorgehäuse rechts auf 80 - 100 °C erwärmen.
•
Mit Lagerauszieherplatte, BMW Nr. 11 6 561,
•
Gewindespindel, BMW Nr. 11 6 562, und
Spreizhülse, BMW Nr. 11 6 564, Kugellager aus-
ziehen.
Der Einbau erfolgt in umgekehrter Reihenfolge,
•
dabei sind folgende Tätigkeiten besonders zu
beachten.
L Hinweis:
Die geschlossenen Käfigseiten müssen nach außen
weisen.
Zum Einbau der Kugellager die Motorgehäuse
•
auf 80 - 100 °C erwärmen und die Kugellager mit
BMW Kältespray besprühen.
Verschleißwerte der Lagersitze im Gehäuse:
Magnetseite:
Vorgelegewelle............................max. Ø 46,99 mm
Hauptwelle..................................max. Ø 62,02 mm
Kupplungsseite:
Vorgelegewelle............................max. Ø 51,99 mm
Hauptwelle..................................max. Ø 46,99 mm
L Hinweis:
Die geschlossenen Käfigseiten müssen nach außen
weisen.
Zum Einbau der Lager die Motorgehäuse auf
•
80 - 100 °C erwärmen und das Kugellager mit
BMW Kältespray besprühen.
Wellendichtring mit Schlupfhülse,
•
BMW Nr. 23 4 540, und Schlagdorn,
BMW Nr. 23 4 550, einschlagen.
11.42
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