Fxpansion BFD User Manual [de]

WILLKOMMEN ZU BFD
Vielen Dank, dass Sie sich für BFD von FXpansion entschieden haben! Wir hoffen, dass unsere akribischen Bemühungen erfolgreich waren und BFD zu der realistischsten und vielseitigsten akustischen Drummaschine machen, die derzeit erhältlich ist.
CREDITS
Programmierung: SKoT McDonald Audiotechnik: Drum-Techniker: Zusätzliche Programmierung: Interface und Produktdesign: Webseite: Zusätzliche Grafiken: Projekt-Management: Handbuch: Groove-Design: MIDI Session Drumming:
Vielen Dank an:
Das gesamte Betatester-Team: Andy Simper, Diana Bankston, Tara Surry, Matt Hooper, Swedish Moose, John Bradshaw, Tom Santamera, Bat, Simon Allen, Monkey, Shane Champers, Nicolas Lacoumette, Gareth Green, Charlie Norton, The Bean und natürlich die “Long Suffering Significant Others”.
Aufgenommen in den Eldorado Recording-Studios, Burbank CA, USA
www.eldoradorecording.com
Handbuch Version 1.5
Copyright 2005 FXpansion Audio UK Ltd. Alle Warenzeichen anerkannt. Mac ist ein Waren­zeichen der Apple Computer Inc. Die ‘Built for Mac OSX’-Grafik ist ein Warenzeichen der Ap­ple Computer Inc., das unter Lizenz verwendet wird. RTAS ist ein Warenzeichen von Digide­sign. ReWire ist ein Warenzeichen von Propellerhead Software. VST ist ein Warenzeichen der Steinberg Media Technologies AG. Windows XP ist ein Warenzeichen der Microsoft Corporation. Andere erwähnte Warenzeichen gehören Ihren entsprechenden Eigentümern.
www.fxpansion.com
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BFD Referenzhandbuch - Inhalt
1 1 EINFÜHRUNG
1 1:1 Das BFD-Konzept 3 1:2 Verwendungsmöglichkeiten von BF 3 1:3 Dokumentatio 4 1:4 Technischer Support und Update
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5 2 INSTALLATION
5 2:1 Systemvoraussetzungen 6 2:2 Installatio
6 Windows-Installatio 7 MacOSX-Installatio 8 ReWire-Installatio
8 2:3 Au 8 2:4 Installations- und Autorisierungsproble 8 2:5 Registrierung und Suppor 8 2:6
torisierung
Erste Schritte
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n n
n
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9 3 ÜBERBLICK: Die BFD-Bedienoberfläche
11 4 KITS UND KIT
11 Auswahlfenster 11 Sticky-Schaltfläch
11 4:1 Kit
11 12 12 Schaltfläch 12 Progra 12 Kit-Namen und Programm-Name 13 Default-Kit lad
13 4:2 Kit
13 Kit-Element-Auswahlfenste 14 Kit 14 Optio 15
15 4:3 Schlagtypen und Kit-Element-Slot
16 Kit-Element-Slots in BF
s laden
Kit-Auswahlfenster Schaltflächen ‘Load Kit’ und ‘Save Kit’
-Elemente laden
Kit-Elemente auswählen
-ELEMENTE LADEN
e
e ‘Rest Kit’
mme laden und speichern
en
r
-Elemente anhören nen ‘View’ und ‘Sort’
D
ii
n
s
19 5 IN BFD MISCHEN
19 5:1 Mixer-Seiten 20 5:2 Tastaturbefehle und
20 20 MIDI-Fernsteuerung der Mixer
21 5:3 Mixe
21 BFD-Audioarchitektu 21 Mixer-Bereic 23 Mixer 24 Mixe
25 5:4 Mixer-Preset
25 Default 26 Schaltfläche ‘Reset Mixer’
Tastaturbefehle
r-Steuerelemente
-Bereich ‘Direct’
r-Bereich ‘Bus’
s
s speichern
Fernsteuerung
-Steuerelemente
r
h ‘Kit Piece’
26 6 KITS OPTIMIEREN: Der Kit-Element-Editor
26 6:1 Verschiedene Methoden der Kit-Bearbeitung 27 6:2
27 Schaltfläch 27 Info-Anzeigen und 28 Dämpfung 29 Kit 29 Stereofeld umkehre
Kit-Element-Editor (‘Kit-Piece Inspector’)
en ‘Next/Prev/Clear Kit-Piece’
Vorhör-Funktionen
s-Regler
-Elemente verlinken n
30 7 BFD EINRICHTEN: Das Fenster ‘Hit-Options’
30 7:1 Überblick 31 7:2
31 32 Hihat-Einstellunge 34 Becken choke 34 34 35 Schlagtypen tri
35 7:3 36 7:4 Registerkarte ‘Advanced’
36 ‘Cut/Copy/Paste 37 37 37 Notenzuweisungs-Edito
39 7:5
40 ‘MIDI Lear 40 Mixer-MIDI-CC-Zuweisunge 40 Default-MIDI CC
41 7:6 ‘Hit Options’-Preset
41 Default 41 Schaltfläch
Registerkarte ‘Page 1’
Notenzuweisungen einstellen
n
n Schlagtypen vorhören Schlagtypen entfernen
mmen
Registerkarte ‘Page 2’
’ für Einstellungen Funktion ‘MIDI Learn’ Funktion ‘MIDI Log’
r
Registerkarte ‘MIDI CCs’
n’-Funktionen
n
s
s
s speichern
e ‘Reset Key assignments’
iii
42 8 DER GROOVE-LIBRARIAN
42 Überblick: Die Funktionen des Groove-Librarian
43 8:1 Grundlegende Konzepte des Groove-Libraria 45 8:2 Fenster ‘Play Option 45 8:3 Groove 45 8:4 Auto-Begleitung im Host-Sequenze 45 8:5 46 8:6 Kit-Element-Notenfilter / Schaltfläch 47 8:7 Funktion ‘Auto Repeat Groove’ 48 8:8 Funktionen ‘MIDI-Out’ und ‘Drag&Drop-Export/Impor 49 8:9 Eigene Grooves und Fill
49 Tipps zum Erstellen eigener Groove 49 Grooves in BF 50 Fenster ‘Groove Impor
51 8:10 Quantisierungs-Funktione
51 Fenster ‘Quantizatio 52 Fenster ‘Humaniz
Bundles über MIDI-Noten spielen
s anhören
s’
r
e ‘Half-time’
s erstellen und importieren
D importieren
t’
n (Humanization)
n’
e’
n
t’
s
54 9 BFD ANPASSEN: Die Fenster ‘Options’ und ‘Play Options’
54 9:1 Fenster ‘Options’
54 Interface-Optione 55 Choke-Ausklang-Optione 56 59 Daten-Optio
59 9:2 Fenster ‘Play Option
Soundsystem-Optionen
n
n
nen
s’
63 10 BFD UND MEHRFACHAUSGÄNGE
63 10:1 BFD-Audioarchitektur
63 Mikrofon-Kanäl 64 Mikrofon-Buss 64 Primäre direkte und Übersprechungs-Kanäl
65 10:2 Konfiguration der BFD-Plugin-Ausgäng
65 BFD Stere 65 BFD Group 66 BFD Al 67 BFD Ultr
68 10:3 Fenster ‘Output Option
68 Ausgangs-Matri 70 70 ‘Output Options’-Preset 70 Default 70
Einstellung der Übersprechungs-Signale
Schaltfläche ‘Reset output options’
l
s speichern
e
e
e
o
s
a
s’
x
s
iv
e
71 11 SONSTIGE STEUERELEMENTE UND ANZEIGEN
71 11:1 Verschiedene Funktionen der Bedienoberfläche
71 Hilfe-Schaltfläch 71 Kontext-Info-Anzeig 71 Funktion ‘Mixer MIDI Lear 71 ‘Bounc 72 72 Tempoanzeig 72 Taktraster-Anzeig 72 ‘Beat’-LE 72 MIDI-Aktivitäts und Audiostream-LED 72 CPU- und Festplatt
Schaltfläche ‘Panic’
e’-Schalter
en
e
n’
e
e
D
s
enkapazitäten
73 12 SONSTIGE INFORMATIONEN
73 12:1 Preset-Dateien in BFD 74 12:2 Sonstige Dateitypen in BF 74 12:3 BFD Audiomateria 76 12:4 BFD MIDI-Materia 77 12:5 Lizenzvereinbarun
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1 EINFÜHRUNG
BDF ist ein hochwertiges akustisches Drum-Modul. Es basiert auf exzellenten, in mehr­eren Anschlagstärken aufgenommenen akustischen Drumkits, die sich in Qualität und Authentizität von konventionellen Sample-Cds mit akustischen Drum-Loops und/oder individuellen Samples deutlich abheben.
1:1 Das BFD-Konzept
• Flexibles Mischen mehrerer verschiedener Mikrofonpositionen: 17 Mikrofone insgesamt, jeder Teil eines Kits wurde mit 11 Mikrofonen aufgenommen.
• Ultra-detailgetreue Drumkits: mit bis zu 46 Anschlagstärke-Layern und einer großen Auswahl an Schlagvariationen
• Einfaches Zusammenstellen neuer Kits ohne zeitaufwendiges Editieren, Konvertieren oder Kombinieren von Sample-Programmen
• Integrierter ‘Groove Librarian’, ein flexibler, automatisierter Drummer mit
umfangreichem Groove-Repertoir
• Unendliche Sound- und ‘Feel‘-Variationen
All dies und viel mehr ist in einer intuitiv zu bedienenden Bedienoberfläche integriert, die problemlos mit Ihrem Sequencer bzw. Host über die VSTi-, DXi-, RTAS-, AudioUnit- oder ReWire-Schnittstelle zusammenarbeitet. Eine Standalone-Version, die das ASIO- bzw. CoreAudio-Protokoll unterstützt, ist ebenfalls vorhanden.
BFD unterstützt Windows- und MacOSX-Betriebssysteme. BFD funktioniert auch in Windows 98SE und ME-Umgebungen, offiziell empfehlen und unterstützen wir aber die Verwendung unter Windows 2000 oder XP. MacOSX-User benötigen eine Version ab
10.2.8.
Bei der Entwicklung von BFD haben wir versucht, ein Produkt zu schaffen, das in erster Linie einfach zu bedienen ist - für Leute, die lieber Musik machen, als sich stundenlang mit der Funktionsweise eines Plugins zu beschäftigen. Trotzdem bietet BFD auch ein hohes Maß an Kontrolle und Flexibilität für diejenigen, die Klangcharakter und Ansprech­verhalten Ihres Drumkits genau einstellen möchten.
Mehrfache Mikrofonpositionen
Jedes einzelne Drum- bzw. Kit-Element (Kit-Piece) in BFD wurde simultan aus mehreren verschiedenen Mikrofonpositionen aufgenommen:
Direkt: ein cleanes, nah am Mikrofon aufgenommenes Signal, wofür u.a. folgende Mikro­fone zum Einsatz kamen: Sennheiser MD421, Neumann KM81 und M49, ElectroVoice Re20, AKG 451 und Shure SM57. Alle Mikrofone wurden mit modifizierten API-Preamps vorverstärkt.
Overhead: aufgenommen mit einem großartigem Set Overhead-Mikrofonen - den AKG C-12’s (von denen jedes etwa $15,000 kostet) über Summit MPC-100A Röhrenvorver-
stärker.
1
Kapitel 1: Einführung
Room: das Raumanteilsignal (‘room ambience’), aufgenommen mit zwei Neumann U87 und Vorverstärkern von Avalon.
PZM: aufgenommen mit auf Bodenhöhe plazierten PZM-Mikrofonen von Crown, die durch API-Preamps geschickt und zusätzlich komprimiert wurden (mit Empirical Labs Distressor bei einer Ratio von 3:1), um fülliger und druckvoller zu klingen.
Diese Signale können nach Wunsch zusammengemischt werden. Dadurch lässt sich die gewünschte Stärke und Art des Raumanteils genau einstellen, ohne CPU-hungrige Hall-Plugins benutzen zu müssen. Der Raumschall in BFD klingt sehr natürlich und ist das Ergebnis penibler Aufnahmen mit dem bestmöglichen Equipment in professionellen Aufnahmeräumen. BDF liefert Ihnen „echte Räume“, während Hall-Prozessoren ledig­lich versuchen, solche Räume zu simulieren. Bei jedem Mikrofonset können zudem Entfernung und Stereoweite eingestellt werden.
Der Sendlevel des Raumanteils kann für jedes Kit-Element (Kick, Snare, Tom, Hihats und Becken) separat eingestellt werden, was Ihnen eine außerordentlich vielseitige Kontrolle über den endgültigen Drumsound gibt. Der Mixer besitzt sogar Regler, um die Mikrofonsignale inner- und außerhalb der Kickdrum sowie ober- und überhalb der Snare zu mischen. Zusätzlich kann jeder individuelle Mikrofon-Bus und jedes direkte Mikrofonsignal einem einzelnen Ausgang zugewiesen, in den Host-Sequenzer geroutet und dort weiterbearbeitet werden.
Jedes Element der BFD-Kits wurde mit 11 Mikrofonen aufgenommen, inklusive der Ambience- und Übersprechungs-Signale (‘ambient‘ & ‘bleed channels‘). Bitte lesen Sie Abschnitt 10:1 dieses Handbuchs, wenn Sie mehr über die Audioarchitektur von BFD erfahren möchten.
Ultra-realistische Drumkits
Neben der flexiblen Umsetzung mehrfacher Mikrofonpositionen wird BFD mit einer hochwertigen Drumsample-Bibliothek ausgeliefert, deren Soundqualität den realistischen Klangeindruck zusätzlich hervorhebt. Jedes Drumelement in jedem Kit liegt in einer Anzahl verschiedener Schlagvariationen vor: zum Beispiel Snares als Flams, Drags, Rims und Sidesticks sowie Hihats mit geschlossenem, halboffenem, offenem und Pedal­Anschlag.
Jeder dieser Schläge wurde mit bis zu 46 Anschlagstärkestufen aufgenommen, wodurch Sie Drumparts mit unvergleichlicher Detailgenauigkeit und Ausdruckstärke erhalten.
Mit den Erweiterungssets BFD XFL und 8 Bit Kit sowie weiteren freien Download-Packs stehen Ihnen noch mehr Schlagtypen und Anschlagstärke-Layer zur Verfügung.
Einfache Zusammenstellung neuer Kits
Haben Sie jemals versucht einzelne Elemente einer großen Sample-Library zu editieren und kombinieren? Dann wissen Sie, dass es selten der produktivste Teil Ihrer kreativen Zeit im Studio ist. Um Ihnen diesen zeitaufwendigen Prozess zu ersparen, ermöglicht es BFD, die verschiedenen mitgelieferten Kicks, Snares, Toms, Hihats und Becken einfach und schnell in benutzerdefinierte Kits zusammenzustellen. Alles innerhalb von Sekunden mit ein paar Mausklicks! Damit Ihr kreativer Flow nicht durch zahllose Datei- und Sample­management-Operationen verloren geht, können Sie alle Veränderungen am Kit in Echt-
2
Kapitel 1: Einführung
zeit vorhören, so können Sie sich ganz auf den Sound konzentrieren. Neu erstellte Kits lassen sich einfach in einer kleinen Preset-Datei abspeichern, so
können Sie sich eine eigene Drumkit-Bibliothek nach Ihren Vorstellungen zusammen­stellen. Aufgrund der geringen Größe der Preset-Dateien können Sie Ihre Drumkit­Einstellungen auch problemlos mit andern BFD-Usern tauschen.
Flexible Abspielmodi: Einführung des Groove Librarian
Zusätzlich zu seiner Funktion als Single-Hit-Modul, das über die MIDI-Engine des Sequenzers getriggert werden kann, beinhaltet BFD auch eine umfangreiche MIDI­Groove-Bibliothek mit einer großen Anzahl an Rhythmen in verschiedenen Stilen und Taktarten. Zusätzlich ist ein Archiv nur mit Fills vorhanden. Die Vielseitigkeit von BDF erhöht sich noch dadurch, dass diese Grooves als Standard-MIDI-Dateien vorliegen. So können Sie auch eigene MIDI-Dateien erstellen oder kommerzielle importieren können, wie z.B. die Produkte von Kenton oder Twiddly Bits. BFD erfüllt den General-MIDI- Standard (GM), wodurch jede Standard-MIDI-Drumspur problemlos als Groove importiert werden kann.
Unendliche Soundvariationen
BFD bietet zahlreiche Kontrollmöglichkeiten, mit denen Sie den Sound und das An­sprechverhalten der Drumkits individuell einstellen können. Eine virtuelle Dämpfungs­kontrolle und verschiedene Regler für Choke-Levels und Anschlagstärken helfen Ihnen, Ihre Drumspuren noch realistischer klingen zu lassen. Künstlich klingende Rolls gehören Dank dem ‘Anti-Maschinengewehr’-Modus der Vergangenheit an. Zusätzlich ermöglichen einige experimentellere Steuerelemente die Modulation der Dämpfung und die Feinabstimmung der Anschlagstärke.
BFD verfügt außerdem über eine intelligente ‘Humanize‘-Funktion, die Ihre Drumparts noch lebendiger und natürlicher klingen lässt. Die mitgelieferten MIDI-Grooves liegen in einer Reihe verschiedener ‘Feels‘ vor und der integrierte Swingparameter ermöglicht es, die Quantisierung der Grooves „relaxter“ oder „tighter“ zu gestalten. Zu all dem kann der Sound zusätzlich noch in Anschlagstärke und Timing optimiert werden.
1:2 Verwendungsmöglichkeiten von BFD
BFD steht den verschiedensten Einsatzmöglichkeiten offen. Es eignet sich hervorragend als universelles Arbeitswerkzeug für Komponisten, die „fertige“ aber trotzdem flexible Drumbegleitungen benötigen, um den kreativen Flow beim Songwriting zu unterstützen. Produzenten, die keinen Möglichkeit haben auf echte Drums und High-End-Recording­Equipment zurückzugreifen, ermöglicht BFD den Zugriff auf gesampelte Drumsounds in allerhöchster Qualität.
Die Sounds und Grooves in BFD eignen sich gleichermaßen perfekt für alle Musikstile, in denen ein echtes Dumkit benötigt wird, ob Rock, Jazz, Funk, Hip-Hop, Blues oder Drum&Bass. Es lässt sich flexibel für alle Arbeitsbereiche einsetzen: Auto-Begleitungen, traditionelles Songwriting, Studioproduktionen oder moderne Kreativ-Techniken (z.B. bei HipHop- und Drum&Bass-Produktionen).
3
Kapitel 1: Einführung
1:3 Dokumentation
Wir haben versucht BFD so intuitiv wie möglich zu gestalten, bis hin zu dem Punkt, dass Sie es innerhalb von Sekunden starten und spielen können. Wir empfehlen Ihnen trotzdem, dieses Handbuch vollständig durchzuarbeiten, damit Sie alle Funktionen kennenlernen und sicher anwenden können.
Bitte beachten Sie auch das Zusatzhandbuch, das als PDF-Datei automatisch mit BFD installiert wird. Dort erfahren Sie u.a., wie Sie BFD in Ihren Host bzw. Sequenzer inte­grieren können sowie weitere Performance- und Problemlösungs-Tipps.
Bitte besuchen Sie auch unsere Webseite, wo sie zusätzliche Tutorial-Videos, aktuelle FAQs und weitere Informationen finden. Sie ist unter folgender Adresse zu erreichen:
http://www.fxpansion.com
1:4 Technischer Support und Updates
Bevor Sie unseren Support-Service kontaktieren, lesen Sie bitte dieses Referenzhand­buch sorgfältig durch und besonders das Zusatzhandbuch, in dem die Problemlösungen behandelt werden.
Wir bitten Sie nach dem Kauf von BFD zunächst, die Software auf unserer Webseite zu registrieren. Daraufhin erhalten Sie Zugang zur aktuellsten BFD-Version. Wir entwickeln unsere Software kontinuierlich weiter und fügen regelmäßig neuen Funktionen und Performanceverbesserungen hinzu. Sollten Probleme auftauchen, bitten wir Sie daher zuerst auf die neueste Version upzudaten.
Wenn Sie sich registrieren, erhalten Sie als besonderen Bonus zusätzliches Sample­material: etwa Bell-Samples für zwei der BFD-Rides und eine Hihat mit einer extra halboffenen Tip-Position.
Bei offenen Fragen ist es oft auch sehr hilfreich in die BFD-FAQ zu schauen:
http://www.fxpansion.com/product-bfd-userFAQ.php
Wenn Sie ein Problem trotzdem nicht lösen können, ist Ihnen unser Support-Service gerne behilflich.
Möchten Sie Näheres über die Registrierung, das Downloaden von Updates oder den technischen Support erfahren, besuchen Sie bitte unsere Supportseite:
http://www.fxpansion.com/support
Vielen Dank,
Ihr FXpansion-Team.
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2 INSTALLATION
2:1 Systemvoraussetzungen
BFD stellt gewisse Anforderungen an die Computerleistung. Nachfolgend die empfoh­lenen Mindestvoraussetzungen:
• 1 GHz Pentium III oder Athlon (für Windows)
• Apple PowerMac G4 733 MHz (für MacOSX)
• 512 MB RAM (besser 768 MB oder mehr)
• DVD-Laufwerk (für die Installation)
• Windows 2000 oder XP, oder MacOSX ab 10.2.8
• 9 GB freier Festplattenspeicher
• 800x600 Auflösung mit 16-Bit Farbtiefe
BFD funktioniert nicht auf Macs mit OS9 oder früheren Versionen. Um optimal mit BFD arbeiten zu können, empfehlen wir ein System, welches folgenden
oder höheren Anforderungen entspricht:
• 1.5 GHz Pentium 4, Pentium M, oder Athlon (für Windows)
• Apple PowerMac G5 (für MacOSX)
• 1 GB of RAM (je mehr desto besser)
• DVD Laufwerk (für die Installation)
• Windows 2000 oder XP, MacOSX 10.3.x oder 10.4.x
• 9 GB freier Festplattenspeicher auf einer schnellen Systemfestplatte
• 1024x768 Auflösung mit 16-Bit Farbtiefe
Viele der verbesserten Funktionen in BFD 1.5 kommen besonders bei den Erweiterungs­sets wie BFD XFL und 8 Bit Kit zum Tragen. Diese profitieren von zusätzlichen Details wie den HiHat-Reglern oder den 18 Kit-Element-Slots und nutzen die Vielseitigkeit des erweiterten BFD-Systems voll aus.
BFD streamt alle Samples direkt von der Festplatte. Um Dropouts und Störungen während der Wiedergabe zu vermeiden, befolgen Sie bitte folgende Anweisungen:
• Installieren Sie die BFD-Audiodaten auf einer fehlerfreien, defragmentierten Festplatte.
• Wenn möglich, installieren Sie BFD auf einer dedizierten Systemfestplatte,
auf der sich weder das Betriebssystem noch Audiodaten des Sequenzers befinden.
• Bei Notebooks oder Laptops empfehlen wir, eine externe Firewire- oder USB
2.0-Festplatte für die Audiodaten zu verwenden. Normale Laptop-Festplatten (mit ca. 4200 rpm) sind für die Diskstreaming-Technologie häufig noch zu langsam.
5
Kapitel 2: Installation
2:2 Installation
BFD wird auf 2 DVDs ausgeliefert. DVD1 enthält das Standalone-Programm, die Plugins und einige Drumkits. DVD2 enthält die restlichen Drumkits.
Überprüfen Sie bitte vor der Installation immer, ob eine neuere BFD-Version auf unserer Homepage erhältlich ist. Besuchen Sie dazu die folgende Webseite, auch wenn Sie mehr Details über Updates erfahren möchten oder falls es während der Installation zu Problemen kommt:
http://www.fxpansion.com/support
• Bitte beachten Sie, dass das Datenverzeichnis auf einer schnellen Festplatte mit etwa 9 GB freiem Speicher installiert werden muss. Idealerweise sollte dieses Laufwerk nicht für Ihr Betriebssystem oder zum Streamen anderer Audiodaten benutzt werden.
Wenn Sie einen Host verwenden, der keine Plugins mit Mehrfachausgängen unterstützt, sollten Sie die ReWire-Version installieren. Im Kapitel „ReWire-Installation” weiter unten erhalten Sie Hilfe zu den Rewire-Einstellungsoptionen.
Windows-Installation
1. Legen Sie die DVD1 ein und starten Sie die Datei BFD Windows Setup.exe (oder
installieren Sie ein heruntergeladenens Update). Im folgenden Dialog müssen Sie die Komponenten auswählen, die Sie installieren möchten – jede Plugin-Version, die Kit­Daten, Presets und andere Daten können hier selektiert oder deselektiert werden.
• Bitte beachten Sie, dass die VST-Version immer
mitinstalliert werden muss, unabhängig davon, welche Version Sie benutzen.
Die Kit-Daten müssen nicht erneut installiert
werden, wenn sie sich bereits auf der Festplatte befinden. Falls dies der Fall ist, deselektieren Sie
die Checkboxen für diese Kits (und die Extras).
• Auch wenn Sie die Daten bereits früher installiert
haben, empfehlen wir Ihnen die Option Auxiliary data aktiviert zu lassen. Vorher sollten Sie aber Ihre eigenen Kits, Programme und anderen Presets sichern.
2. Wenn Sie auf Next klicken, werden sie - abhängig von den ausgewählten
Komponenten - aufgefordert, die Verzeichnissepfade anzugeben für die:
• BFD Daten (Installieren Sie die Daten auf eine schnelle, dedizierte Festplatte).
• VST-Plugin-Dateien
• DXi-Plugin-Dateien
• Standalone-Anwendungs-Dateien
• RTAS-Plugin-Dateien
• ReWire-Dateien
3. Nachdem Sie die Verzeichnisse angegeben haben, star-
ten Sie die Installation. Klicken Sie dazu auf Next. Bitte seien Sie geduldig, da es eine Zeit lang dauert, bis alle Kit-Daten installiert sind!
6
Kapitel 2: Installation
MacOSX-Installation
Software-Installation (Standalone-CoreAudio und alle Plugin-Versionen)
Legen Sie die BFD DVD1 ein oder mounten Sie das Disk-Image, wenn Sie ein heruntergeladenes Update installieren möchten. Öffnen Sie den Finder.
1. Doppelklicken Sie auf BFD Setup.mpkg um die BFD-Standalone-Version (CoreAudio) und die Plugin-Dateien zu installieren. BFD
DVD1 Data Setup.mpkg und BFD DVD2 Data Setup.mpkg installieren die BFD Daten
(mehr dazu später).
2. Nachdem Sie die Lizenzvereinbarungen akzeptiert haben, wählen Sie das OS Drive für das Zielverzeichnis aus. BFD-Standalone und die Plugin-Dateien müssen auf dem OS Drive installiert werden.
3. Nun können Sie entweder die Option ‘Easy install’ (alle Komponenten) über Install oder ‘Custom install’ (ausgewählte Komponenten) über Customize auswählen. Wenn Sie die erste Variante wählen, können Sie den nächsten Schritt überspringen.
4. Wenn Sie ‘Custom install’ gewählt haben, lassen Sie den Arial font installer am besten selektiert, falls Sie nicht sicher sind, ob er bereits installiert ist. Die VST- und AU-Versions müssen mitinstalliert werden. Klicken Sie auf Install, um fortzufahren.
Daten-Installation
Die Daten müssen nicht neu installiert werden, wenn Sie sich von einer früheren Installation bereits auf der Festplatte befinden.
1. Nachdem Sie die Standalone- und die Plugin-Versionen installiert haben, starten Sie die Datei BFD DVD1 Data Setup.mkpg, um die Kit-Daten und andere benötigte Daten wie Grooves, Presets etc. zu installieren. Die Installationsprozedur ist ähnlich der vorherigen, abgesehen davon, dass Sie die Daten auf jede beliebige - möglichst schnelle und dedizierte - Systemfestplatte transferieren können.
2. Legen Sie danach die DVD2 ein und starten Sie die Anwendung BFD DVD2 DataSetup.mkpg, um die restlichen Kit-Daten von der DVD zu installieren. Folgen
Sie den weiteren Installations-Anweisungen auf dem Bildschirm. Bitte seien Sie hier geduldig, da die Installation einige Zeit andauern kann!
7
Kapitel 2: Installation
ReWire-Installation
Wenn Sie die Version BFD ReWire installieren, werden sie aufgefordert, die Rewire­Optionen einzustellen. Die Rewire-Version wird manchmal benötigt, wenn man die Einzelausgänge von BFD nutzen möchte. Wählen Sie dazu entweder ‘All outputs’ (Alle Ausgänge) oder ‘Group outputs’ (Gruppenausgänge). Die ReWire-Funktionalität ist standardmäßig ausgeschaltet; aktivieren Sie die Checkbox im angezeigten Dialog oder benutzen Sie das BFD ReWire Applet, womit sie die Optionen jederzeit einstellen können.
Die ReWire-Version muss nicht installiert werden, wenn Ihr Host bzw. Sequenzer Plugins mit Mehrfachausgängen unterstützt.
2:3 Autorisierung
Wenn Sie BFD zum ersten Mal starten, müssen Sie die Software mit ihrer Seriennummer (Lizenznummer) autorisieren. Geben Sie diese Nummer genau wie angegeben ein, mit FXBFD- beginnend und mit allen Bindestrichen. Am einfachsten und schnellsten geht die Autorisierung mit der Standalone-Version (BFD CoreAudio auf dem Mac).
2:4 Installations- und Autorisierungsprobleme
Falls ein Problem auftritt, schauen Sie bitte zunächst im Zusatzhandbuch nach, das als PDF-Datei mit BFD installiert wird. Oft hilfreich ist auch ein Blick in die BFD-FAQ:
http://www.fxpansion.com/product-bfd-userFAQ.php
Registrieren Sie sich und laden Sie die neueste BFD-Version herunter. Falls Sie das Problem trotzdem nicht lösen können, ist Ihnen unser Support-Service gerne behilflich.
2:5 Registrierung und Support
Besuchen Sie bitte unsere Supportseite, um Unterstützung für ein nicht gelöstes Problem zu erhalten:
http://www.fxpansion.com/support
Sie müssen sich zuerst registrieren, um Zugang zu Support und Updates zu erhalten. Wir fügen unserer Software ständig neue Funktionen und Performanceverbesserungen hinzu. Bei Problemen empfehlen wir, die Software zuerst immer upzudaten.
Wenn Sie sich registrieren, erhalten Sie als Bonusdownload zusätzliche Samples: etwa Bell-Samples für zwei der BFD-Rides, eine Hihat mit einer extra halboffenen Tip-Position sowie weitere Downloads, die regelmäßig erweitert werden.
2:6 Erste Schritte
Wenn Sie zum ersten Mal mit BFD arbeiten, empfiehlt sich zunächst einen Bick in das Zusatzhandbuch zu werfen. Es enthält einen Leitfaden und viele nützliche Informationen für Erstnutzer.
Bitte schauen Sie auch auf unserer Webseite, wo sie Video-Tutorials und zusätzliches Supportmaterial herunterladen können.
8
3 ÜBERBLICK: Die BFD-Bedienoberfläche
Hilfe-Schaltflächen
Ein Klick auf eine der Hilfe-Schaltflächen (BFD-Interface) oder (Fenster) in den verschiedenen Bereichen der Bedienoberfläche ruft eine HTML-Hilfe-Datei auf.
Kontext-Infodisplay
Das Kontext-Infodisplay zeigt hilfreiche Informationen wie Bezeichnungen von Steuer­elementen und Parameterwerten in Abhängigkeit der momentanen Mausposition an.
Bedienung der Steuerelemente
Die Steuerelemente werden bedient, indem sie mit der Maus angeklickt und vertikal nach oben und unten gezogen werden. Alternativ kann auch das Skrollrad verwendet werden, wenn sich die Maus genau über einem Element befindet.
Textboxen werden editiert, indem man sie doppelt anklickt, einen neuen Wert eingibt und anschließend [ENTER] drückt.
Numerische Werte und MIDI-Notenwerte in Textboxen können über Klicken und Ziehen (nach oben und unten) verändert werden, alternativ auch mit dem Skrollrad, sofern sich die Maus genau über der Textbox befindet.
Beachten Sie auch die Skrollbalken in vielen Fenstern – zum Beispiel in den Re­gisterkarten Hit Options Advanced und MIDI CCs sowie in den Kit- und Kit-Piece- Auswahlfenstern. Dort können Sie das Mausrad zum Skrollen in den Listen verwenden.
Im BFD-Interface gibt es eine Reihe von Dropdown-Menüs. Wenn die Anzahl der Objekte die Größe eines Menüs übersteigt, können Sie durch die Liste skrollen, indem Sie die Menüränder anklicken und die Maus hoch- oder runterziehen. Diese Funktion ist durch kleine rote Pfeile markiert.
Im Verlauf dieses Handbuchs werden weitere besondere Bedienungstechniken und zusätzliche Tastaturbefehle dort erwähnt, wo es notwendig oder angebracht erscheint.
Alle Notennamen (wie C3, D4 etc.) in diesem Handbuch basieren auf dem 2-Oktaven­Nummerierungssystem (siehe Abschnitt 9:1).
9
Kapitel 3: Überblick: Das BFD-Interface
1. Kit-Auswahl
2. Kit Laden/Speichern/Reset
3. Kit-Name
7. Kontext-Info-Anzeige
6. Mixer MIDI Learn-Funktion
9. Mixer-Bereich
4. Kit-Element-Auswahl
5. CPU- & Festplatten-Anzeige
12. Groove Librarian Titelleiste
13. Drum Room Display: öffnet Kit-Piece Inspector
14. Programmname
15. Programm laden/speichern
16. Auto Repeat Groove Schaltflächen
17. Panik-Schaltfläche
18. Fenster Options
19. Fenster Play Options
20. Fenster Hit Options
21. Fenster Output Option
22. Fenster Quantization
23. Fenster Humanize Velocity
24. Fenster Humanize Timing
25. Temposteuerung
11. Mixer-Hilfe
10. Mixer-Reset
8. Bounce-Schaltfläche
1, 2, 3, 4, 14, 15: Kit und Kit-Element-Management – siehe Kapitel 4 9, 10, 11: Mixersteuerung – siehe Kapitel 5 13: Das Drum Room Display enthält grafische Anzeigen für Hihat-Pedal-
Positionen, Ambient-Mikrofon-Entfernung und Stereoweite sowie die Kick In/ Out- und Snare Bottom/Top-Regler (siehe Kapitel 7 und 5). Ein Klick auf das Display öffnet den Kit-Piece Inspector (siehe Kapitel 6)
20: Über das Fenster Hit Options können Controller- und Notenzuweisungen
konfiguriert werden – siehe Kapitel 7
12, 16, 22, 24: Steuerung des Groove Librarian – siehe Kapitel 8 24: Fenster Humanize Velocity– siehe Abschnitt 8:10 18, 19: Optionen zur Anpassung von BFD – siehe Abschnitt 9 21: Über das Fenster Output Options können Audiokanäle auf die Ausgänge des
Plugins geroutet werden – siehe Kapitel 10
5, 6, 7, 8, 17, 26: Sonstige Interface-Funktionen – siehe Kapitel 11
10
4 KITS UND KIT-ELEMENTE LADEN
Über die Kit und Kit-Piece-Auswahlfenster laden Sie die Sounds. Nachdem Sie BFD gestartet haben, sehen Sie die erste Mixerseite (Mixer Page 1): diese wird für das Basis­Drumkit verwendet und besitzt Slots für Kick, Snare, Hihat, Tomset und drei Becken.
Wenn Sie auf die Schaltfläche klicken, erscheint die zweite Mixerseite (Mixer Page
2) mit Slots für eine zweite Kick und Snare, ein Percussion-Element, ein zweites Tomset und weitere 3 Becken. Klicken Sie auf um zur Mixer Page 1 zurückzukehren.
Auswahlfenster (Selector panels)
Über die Kit-Elemente-Auswahlfenster werden die Sounds in die Slots geladen, in denen sie zuvor gespeichert wurden.
Sie schließen ein Fenster, indem Sie erneut auf seine Schaltfläche oder auf das Symbol
in der oberen rechten Ecke klicken. Alternativ können Sie auch direkt ein neues Fen-
ster öffnen, indem Sie auf einen andere Fenster-Schaltfläche klicken.
Sticky-Schaltfläche
Wenn Sie die Sticky-Schaltfläche des Kit- oder Kit-Piece-Auswahlfensters anklicken, können Sie Kits oder Kit-Elemente in BFD laden, ohne das Auswahlfenster zu schließen. Dies ist nützlich, um verschiedene Kit-Elemente bei laufendem MIDI-Sequenzer bzw. spielendem Groove vorzuhören.
4:1 Kits laden
Kit-Auswahlfenster
Skrollbalken
Kit-Auswahl-Schaltfläche Ansichtsoptionen
Sortierungsoptionen Sticky-Schaltfläche
Fenster schließen
HTML-Hilfe
verfügbare Kits
Kit-Informationen
momentan markiertes Kit
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Ein Klick auf das Symbol Kit Selector öffnet das Kit-Auswahlfenster. Dort können Sie eines der installierten Drumkits laden. Wenn Sie die Maus über ein Kit bewegen, werden auf der rechten Seite des Fensters Informationen über das Kit eingeblendet. Mit den Pfeiltasten [Bild auf] und [Bild ab], dem Skrollbalken oder dem Mausrad können Sie innerhalb der aufgelisteten Kits navigieren.
Klicken Sie auf ein Kit, um es zu laden und schließen Sie das Fenster (es wird weiterhin angezeigt, solange die Sticky-Schaltfläche aktiviert ist). Daraufhin werden alle Kit-Elemente des gewählten Drumkits in die Slots geladen, in denen sie zuvor abgespeichert wurden. Alle in den Slots befindlichen Elemente werden dabei ersetzt.
Schaltflächen ‘Load Kit’ und ‘Save Kit’
Mit den Schaltflächen Load Kit und Save Kit am unteren Rand des Drum Room Displays können Sie Kits laden und speichern. Die Kits werden im Verzeichnis BFD/Kits/User gespeichert.
Schaltfläche ‘Reset Kit’
Ein Klick auf diese Schaltfläche leert alle Kit-Piece-Slots.
Kit
Reset
Kit
speichern
Kit
laden
Programme laden und speichern
Eine Programm-Datei enthält ein vollständiges BFD-Setup bestehend aus den Einstel­lungen von: Kit, Mixer, Kit-Piece Inspector, Hit Options, Play Options und Groove Librarian. Das Programm ist der einzige Preset-Typ in BFD, das die Trim und Unload­Einstellungen des Fensters Hit Options speichert. Die gleichen Informationen werden auch mit einem Song gespeichert, wenn BFD als Plugin in einem Host läuft.
Die Schaltflächen in der oberen rechten Ecke des Interfaces laden und speichern die Programme in das Verzeichnis BFD/Programs.
Zusammenfassung:
• Ein Kit besteht aus mehreren Kit-Elementen: keine weiteren Informationen werden in ihm gespeichert. Es enthält weder
Save
Program
Load
Program
Notenzuweisungen, Mixer- oder Dämpfungseinstellungen, etc.
• Ein Programm speichert alle Einstellungen in BFD: das
Kit, die Mixer- und Kit­Piece Inspector-Einstellungen, Noten, MIDI CCs und Ausgangszuordnungen, Play Options, Trim und Unload-Einstellungen sowie den Status des Groove Librarian.
Kit-Namen und Programm-Namen
Diese Textfelder befinden sich am oberen Rand des Drum Room Displays und können mit einem Doppelklick auf den Namen editiert werden.
Kit-Name
Programm-Name
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Default-Kit laden
Um eines der mitgelieferten oder selbst zusammengestelltes Kit automatisch mit dem Start von BFD zu laden, rufen Sie das BFD-Fenster Options auf. Geben Sie dort die gewünschte Kit-Datei an und aktivieren Sie die Option Load default kit when BFD starts. Siehe Abschnitt 9:1 für weitere Details.
4:2 Kit-Elemente laden
Kit-Element-Auswahlfenster
Die Kit-Piece Selector-Schaltflächen in der linken Spalte öffnen die jeweiligen Auswahlfenster, über die Sie die Kit-Elemente in beliebige Slots laden können.
BFD besitzt zwei Mixerseiten. Page 1 zeigt die Basis-Slots an und Page 2 die Extra-Slots. Die Auswahl-Schaltflächen verändern sich, je nachdem welche Mixerseite sichtbar ist.
Beachten Sie dabei, dass jede Auswahl­Schaltfläche zu einem der Kit-Element-Slots im Mixer gehört. Über die Type-Dropdown- Menüs eines Auswahlfensters kann jedes Kit­Element in jeden Slot geladen werden (siehe auch weiter unten).
Lesen Sie bitte besonders die folgenden Abschnitte 4:3 und 5:1 aufmerksam durch, damit Sie die verschiedenen Möglichkeiten Kits in BFD zusammenzustellen, verstehen lernen.
Kick 1 Selector
Snare 1 Selector
Hihat Selector
Tom set Selector
Becken 1 Selector
Becken 2 Selector
Becken 3 Selector
• Mixer Page 1 Kit-Element-Auswahl
Kick 2 Selector
Snare 2 Selector
Percussion Selector
Tom set 2 Selector
Becken 4 Selector
Becken 5 Selector
Becken 6 Selector
• Mixer Page 2 Kit-Element-Auswahl
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Scrollbalken
Kit-Elemente anhören
Sie können jeden Schlagtyp eines Kit-Elements in verschiedenen Anschlagstärken anhören, indem Sie bei gedrückter [SHIFT]-Taste auf sein Symbol klicken. Durch Variieren der vertikalen Klick-Position ändern Sie den Schlagtyp und durch horizontales Variieren die Anschlagstärke.
Ansichtsoptionen Sortierungsoptionen Sticky-Schaltfläche Fenster schließen
HTML-Hilfe
momentan markiertes Kit-Element
verfügbare Kit-Elemente
Kit-Element-Informationen
Schlag­Typ
Anschlagstärke (Velocity)
Die Kontext-Infoanzeige zeigt Ihnen den momentan zu hörenden Schlagtyp und die aktuelle Anschlagstärke an.
Optionen ‘View’ und ‘Sort’
Die Größe der Kit-Element-Symbole kann in den Auswahlfenstern im Dropdown-Menü View verändert werden. Verschiedene Symbol-Größen oder Nur-Text stehen zur Auswahl.
Sie können Kit-Elemente über das Dropdown-Menü Sort innerhalb der Liste sortieren: nach Verzeichnis, Hersteller, Datum, Typ und Größe (jeweils aufsteigend oder absteigend).
Diese Einstellungen können Sie auch im Kit­Auswahlfenster vornehmen. Die Einstellungen für die
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Optionen View und Sort gelten global für alle Fenster.
Kit-Elemente auswählen
Über das Dropdown-Menü Type können Sie die Auswahlfenster wechseln und jedes beliebige Kit-Element anwählen. So können Sie z.B. eine Floor-Tom in einen Kick-Slot laden, indem Sie das Kick-Auswahlfenster öffnen und über das Type-Menü die Toms auswählen.
Die Auswahlfenster Tomset und Tomset 2 besitzen ein extra Dropdown-Menü, mit dem ein anderes Kit-Element in jeden Tom-Slot (Floor, Mid and High) geladen werden kann. Dieses Slot-Menü erscheint, wenn Sie mit dem Type­Menü etwas anderes als ein Tomset auswählen. Damit legen Sie den Tom-Slot fest, in den das ausgewählte Kit-Element geladen wird.
• Im oberen Screenshot sind die Toms individuell aufge­listet, anstatt in der ursprünglichen Konfiguration.
4:3 Schlagtypen und Kit-Element-Slots
Bevor Sie einzelne Kit-Elemente laden, sollten Sie verstehen, wie BFD mit Schlagtypen umgeht. Eine Snaredrum, zum Beispiel, besitzt mehrere Schlagtypen: normaler Schlag, Sidestick, Rim-Hit (Rim und Skin-Hit gleichzeitig), Flam und Drag. Hihats besitzen meistens noch mehr: Pedal, geschlossen (closed), 1/2-offen und vollständig offen bei Spitzen(Tip)- und Schaft(Shank)-Schläge. Die Erweiterungssets BFD XFL und 8 Bit Kit verfügen zusätzlich noch über 1/4-offene und 3/4-offene Positionen.
Registrierte BFD-User können sich eine Zildjian-Hihat mit einer zusätzlichen 1/4-offenen Tip-Position downloaden. Außerdem erhalten sie noch Ridebell-Hit-Samples für zwei der BFD-Rides.
Beachten Sie, dass das Wort ‘Hit’ auch für die primären Schlagtypen von Kicks, Snares, Toms und Becken benutzt wird.
Da jeder Typ eines Kit-Elements verschiedene Schlagtypen besitzt, sind die Kit­Element-Slots spezialisiert. Die beiden Mixerseiten in BFD geben Ihnen die Freiheit selbst extravagante Kits zu erstellen: so können Sie zum Beispiel ohne Probleme zwei Kicks und Snares mit jeweils vollständigen Hits zusammen mit 6 Toms und 6 Becken kombinieren.
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Über das Dropdown-Menü Type in den Auswahlfenstern können Sie jedes Kit-Element in einen Slot laden. Die Kapazität jedes Slots ist jedoch begrenzt. Sie können ein Kit­Element zudem nicht vollständig nutzen, wenn Sie es in einen Slot laden, für den es nicht vorgesehen ist.
In der Praxis kann dies jedoch nur zu Problemen führen, wenn Sie eine zweite Hihat oder eine dritte Snare benutzen möchten. Diese Kit-Elemente benötigen mehr RAM und mehr MIDI-Noten, weswegen ihre Slot-Anzahl eingeschränkt ist.
Falls Sie eine Hihat in einen Slot laden, der nur zwei Schlagtypen aufnehmen kann, werden nur die geschlossenen und die halboffenen Tips verwendet. Ähnlich ist es bei einer Snare, wo nur die Hit- und Sidestick-Varianten zur Verfügung stehen.
Sie können sich jederzeit im Fenster Hit Options (in den Registerkarten Page 1 und Page 2) vergewissern, über welche Kapazitäten jeder Kit-Element-Slot in BFD verfügt.
Nicht alle Kit-Elemente besitzen alle möglichen Schlagvarationen. Dies liegt daran, dass bei manchen Drums einige Schlagtypen zu uninteressant klingen, um den zusätzlichen Bedarf an begrenztem RAM und Festplattenplatz zu rechtfertigen.
Kit-Element-Slots in BFD
Nachfolgend eine Liste der Kit-Element-Slots in BFD, zusammen mit einer Auflistung der dazugehörigen Schlagtypen und deren standardmässig zugewiesenen MIDI-Noten.
Die Notenbezeichnungen hier, im gesamten Handbuch und in allen anderen Referenz­Materialien basieren auf dem 2-Oktaven-Nummerierungs-System, das im Fenster Options eingestellt werden kann (siehe Abschnitt 9:1 für weitere Details).
Die Slots für Kick 2, Snare 2, Percussion, Tomset 2, und Becken 4-6 befinden sich auf der Mixer Page 2.
Kick 1
Hit C1 keine Snare B0
Snare 1
Hit D1 Drag D#1 Flam F1 Rim E1 Sidestick C#1
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Hihat
Die 1/4-offenen und 3/4-offenen Positionen sind nur in den Erweiterungssets BFD XFL and 8 Bit Kit verfügbar. Allerdings ist eine zusätzliche 1/4-geöffnete Hihat zum freien Download erhältlich, nachdem Sie sich registriert haben.
Offener Tip A#1 3
/
-offener Tip
4
3
/
-offener Shank
4
1
/2-offener Tip D2
1
/2-offener Shank E2
1
/4-offener Tip G0
1
/
-offener Shank F#0
4
Geschlossener Tip F#1 Geschlossener Shank C2 Pedal G#1
Tom-Set (Floor Tom, Mid Tom, High Tom)
Die Tom-Slots unterscheiden sich von den anderen, da ein Auswahlfenster für drei Kit­Element-Slots verwendet wird. Sie können beliebige Toms (oder jedes andere Kit-Ele­ment) über die Dropdown-Menüs Type und Slot im Tom-Auswahlfenster in jeden Tom- Slot laden.
Floor Tom (Hit) G1 Mid Tom (Hit) A1 High Tom (Hit) B1
A0 G#0
Becken 1, 2, 3
BFD wird ohne Ridebell-Samples installiert. Sie können Bell-Samples für zwei der mit­gelieferten Rides (PearlB und Slingerland) auf unserer Webseite frei downloaden, nach­dem Sie sich registriert haben.
Der Choke-Hit ist kein Sound, sondern bezeichnet den Stopmechanismus für Becken, dessen natürlicher Ausklang abgeschnitten wird. Er kann mit polyphonen Aftertouch­meldungen kontrolliert werden (siehe Abschnitt 7:2).
Becken 1 (Hit) C#2 Becken 1 (Bell) Becken 1 (Choke) A2
Becken 2 (Hit) G2 Becken 2 (Bell) Becken 2 (Choke) A#2
Becken 3 (Hit) D#2 Becken 3 (Bell) Becken 3 (Choke) B2
F#2
G#2
F2
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Kapitel 4: Kits und Kit-Elemente laden
Kick 2
Hit B-1 keine Snare C0
Snare 2
Hit D0 Drag D#0 Flam F0 Rim E0 Sidestick C#0
Percussion
Dies ist ein Universal-Slot, welcher Platz für zwei beliebige Schlagtypen hat. In BFD gibt es keine Percussion-Kit-Elemente, nur in den Erweiterungssets.
Hit Alt
Tom Set 2 (Toms 4,5, und 6)
Im Gegensatz zu den Tom-Slots auf Mixer Page 1 besitzt das Tom-Set 2 einen zusätzlichen Schlagtyp pro Slot. Dadurch können andere Kit-Elemente geladen werden, wie Becken oder solche der Erweiterungssets.
Tom 4 (Hit) Tom 4 (Alt)
C-2 C#-2
D-2 D#-2
Tom 5 (Hit) Tom 5 (Alt)
Tom 6 (Hit) Tom 6 (Alt)
Becken 4,5,6 Diese Slots funktionieren genauso wie die Becken 1, 2, 3 auf Mixer Page 1.
Becken 4 (Hit) G#-2 Becken 4 (Bell) Becken 4 (Choke) D-1
Becken 5 (Hit) A#-2 Becken 5 (Bell) Becken 5 (Choke) D#-1
Becken 6 (Hit) E-1 Becken 6 (Bell) Becken 6 (Choke) B2
E-2 F-2
F#-2 G-2
A-2
B-2
C#-1
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5 IN BFD MISCHEN
Page 1 & 2-Schaltflächen Kit-Piece Mixer
Mixer-Presets
Bus Mixer
Mixer MIDI Learn Direct Mixer
HTML-Hilfe
Mixer-Reset
5:1 Mixerseiten
Der BFD-Mixer besitzt zwei Mixer-Seiten, die über die Schaltflächen und oben-links im Mixerbereich aufgerufen werden können.
Page 1 beinhaltet das ‘Basis-Kit’, mit Slots für eine Kick, Snare, Hihat, drei Toms und drei Becken.
Page 2 enthält neun zusätzliche Slots: für je eine zweite Kick und Snare, Percussion, drei Extra-Toms und drei Extra-Becken. Die Slots für die zweite Kick und Snare (Kick 2 und Snare 2) verhalten sich genauso wie die Slots der Page 1. Die anderen sieben Slots können, trotz ihrer Namen, auch für andere Kit-Element verwendet werden, allerdings nur für jeweils zwei Schlagtypen.
Bitte lesen Sie Abschnitt 4:3 im vorherigen Kapitel, um mehr über Schlagtypen und Kit­Element-Slots zu erfahren.
• Mixer Page 2
Der Bus-Mixer auf beiden Seiten identisch. Nur die Kit-Piece- und Direct-Mixer-Bereiche sind verändert (sowie die Kit-Piece-Auswahlfenster­Schaltflächen – siehe Abschnitt 4:2).
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