Cornelius Energize Series, Energize 2, Energize 5 Dual, Energize 4, Energize 3 Operating Instructions Manual

...
Gebrauchsanweisung_Energize-range-de-en Stand 22.04.2009
C
Energize
Sprache Seite
141888249 10/80 Version C
C
Energize
2
Gebrauchsanweisung Deutsch
Diese Gebrauchsanweisung bitte sorgfältig aufbewahren.
Verehrter Kunde! Sofort nach Lieferung, ist das Gerät auf sichtbare Schäden zu überprüfen. Bei Transportschäden wenden Sie sich bitte an den Spediteur. Wir weisen darauf hin, dass Schäden, die durch unsachgemäße Behandlung oder Bedienung verursacht werden, nicht der Garantiepflicht unterliegen. Weitergehende oder andere Ansprüche entnehmen Sie bitte unseren Liefer- und Zahlungsbedingungen.
Bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen:
Lesen Sie die Gebrauchsanweisung sorgfältig durch. Machen Sie sich mit allen Bedienelementen vertraut. Das Einfüllen/ Auffüllen der Geräte darf nur durch einen autorisierten Kundendienst im Rahmen der vorgeschriebenen 3-monatigen Überprüfungen und nicht durch den Anwender selbst erfolgen. Bitten Sie den Servicebetrieb, der das Gerät installiert, seine Anschrift für eventuelle Reparaturen, Notfälle etc. hier einzutragen.
Anschrift Ihres technischen Servicebetriebes:
Name: .......................................................................
Ort: .......................................................................
Straße: .......................................................................
Telefon: .......................................................................
Ansprechpartner: .......................................................................
C
Energize
3
Inhaltsverzeichnis
Seite
1.
Einführung.......................................................................................................................................................... 4
2.
Sicherheitsvorschriften....................................................................................................................................... 4
2.1
Allgemeine Sicherheitsvorschriften.................................................................................................................... 4
2.2
Sicherheitshinweise Strom ................................................................................................................................. 4
2.3
Sicherheitshinweise CO2.................................................................................................................................... 5
3.
Bestimmungsgemäße Verwendung .................................................................................................................... 5
4.
Systemerklärung................................................................................................................................................. 5
4.1
Energiereduzierung............................................................................................................................................. 5
4.2
Diagnose............................................................................................................................................................. 5
4.3
Kommunikationsmodul ...................................................................................................................................... 6
4.4
Produkt-Verbrauchsmessung.............................................................................................................................. 6
5.
Anforderungen an den Aufstellort...................................................................................................................... 6
5.1
Aufstellräume..................................................................................................................................................... 6
5.2
Elektrische Anschlüsse....................................................................................................................................... 6
6.
Installation.......................................................................................................................................................... 6
6.1
Wasseranschluss................................................................................................................................................. 7
6.2
CO2-Anschluss ................................................................................................................................................... 7
6.3
Anschluss von Premix und Postmix am Kühler .................................................................................................7
6.4
Anschluss von Premix und Postmix ...................................................................................................................7
6.5
Anschluss von Sodawasser und Stillwasser ....................................................................................................... 7
6.6
Spannungsversorgung der Zapfhähne................................................................................................................. 7
6.7
Anschluss Stillwassersteuerung.......................................................................................................................... 8
7.
In- und Außerbetriebnahme................................................................................................................................ 8
7.1
Inbetriebnahme................................................................................................................................................... 8
7.2
Einschalten des Gerätes...................................................................................................................................... 8
7.3
Funktionsbeschreibung des Karbonatorfüllstandes ............................................................................................ 9
7.4
Betriebsende (Ende der Ausschankzeit) ............................................................................................................. 9
7.5
Tägliche Kontrolle..............................................................................................................................................9
7.6
Außerbetriebnahme ( z.B. Urlaubszeit, Saisonbetrieb ) ..................................................................................... 9
7.7
Entsorgung und Umweltschutz........................................................................................................................... 9
8.
Grundreinigungs- und Desinfektionsanweisungen........................................................................................... 10
8.1
Grundreinigungsanweisung.............................................................................................................................. 10
8.2
Reinigungs- und Desinfektionsanweisung vor der Inbetriebnahme ................................................................. 10
9.
Technische Daten ............................................................................................................................................. 13
10.
Bildliche Darstellung........................................................................................................................................ 14
10.1 Anschlüsse am Gerät ........................................................................................................................................ 15
11.
Störungen und deren Behebung........................................................................................................................ 16
12.
Meldungen Diagnose........................................................................................................................................ 17
13.
Fließschemata und Stromlaufpläne .................................................................................................................. 18
13.1 Fließschema 142387170 Energize 2................................................................................................................. 18
13.2 Fließschema 142387157 Energize 3................................................................................................................. 18
13.3 Fließschema 142387164 Energize 4................................................................................................................. 19
13.4 Fließschema 142387167 Energize 5 Einfacher Sodakreislauf.......................................................................... 19
13.5 Fließschema 142387169 Energize 5 Doppelter Sodakreislauf ......................................................................... 20
13.6 Stromlaufplan 141660171 ................................................................................................................................ 20
C
Energize
4
1. Einführung
Unser größtes Bestreben gilt der Herstellung eines Qualitätsproduktes. Die Geräte werden auf hohem Hygienestandard gefertigt und entsprechen in vollem Umfang den einschlägigen Normen. Zum Nachweis erhält jedes Gerät ein spezielles Cornelius Hygienesiegel. Dieses Siegel befindet sich neben dem Gerätetypenschild. Sollten Sie auf ein Problem stoßen, bei dem Ihnen diese Gebrauchsanweisung nicht weiterhilft, dann schreiben Sie uns oder rufen uns an. Wir werden Ihnen gerne helfen. Wenn Sie uns schreiben, geben Sie bitte das Modell und die Seriennummer des Gerätes an.
Unsere Anschrift:
IMI Cornelius Deutschland GmbH Carl-Leverkus-Straße 15 40764 Langenfeld Tel.: +49 (0)2173 / 793-0 Fax.: +49 (0)2173 / 77438
2. Sicherheitsvorschriften
2.1 Allgemeine Sicherheitsvorschriften
Dieses Gerät ist nach dem heutigen Stand der Technik konzipiert und gebaut. Wird Ihr Gerät gemäß dieser Gebrauchsanweisung benutzt und gepflegt, ist es betriebssicher. Beachten Sie bitte folgende Sicherheitshinweise, um Gefahren und Schäden zu vermeiden:
Das Gerät darf nur in einwandfreiem Zustand betrieben werden. Jegliche Änderungen, die eventuell die
Sicherheit des Gerätes beeinträchtigen, sind deshalb strengstens untersagt. Falls Sie mehr über das Thema "Sicherheit" wissen möchten, setzen Sie sich mit Ihrer Servicestelle in Verbindung.
Es dürfen keine Sicherheitseinrichtungen (z.B. Sicherheitsventile, Überlastschutzeinrichtungen usw.) demontiert,
verändert oder außer Betrieb gesetzt werden. (Verletzungs- bzw. Lebensgefahr!)
Sorgen Sie dafür, dass nur autorisierte Personen am Gerät arbeiten und das Bedienpersonal unterwiesen ist.
Stellen Sie sicher, dass keine unbefugte Person am Gerät Änderung der Einstellungen vornimmt, oder in das Gerät eingreift.
Sie sind verpflichtet, mindestens einmal täglich das Gerät auf äußerlich erkennbare Schäden und Mängel zu
prüfen. Veränderungen, die eventuell die Sicherheit und Funktion beeinträchtigen, sind sofort Ihrer nächsten Servicestelle zu melden.
Beachten Sie, dass nur CORNELIUS Original-Ersatz- und- Zubehörteile, die von uns geprüft und freigegeben
sind, eingesetzt werden dürfen.
Der Austausch von elektrischen Original-Ersatzteilen muss von autorisiertem Personal nach BGVA3 und VDE
0701/702 durchgeführt werden.
Für Schäden, die durch die Verwendung von Nicht-Originalteilen und Zubehör, oder durch unsachgemäße
Handhabung entstehen, ist jegliche Haftung der Firma IMI Cornelius Deutschland GmbH ausgeschlossen.
Dieses Gerät ist nicht dafür bestimmt, durch Personen (einschließlich Kinder) mit eingeschränkten physischen,
sensorischen oder geistigen Fähigkeiten oder mangels Erfahrung und/oder mangels Wissen benutzt zu werden. Es sei denn, sie werden durch eine für ihre Sicherheit zuständige Person beaufsichtigt oder erhielten von ihr Anweisungen, wie das Gerät zu benutzen ist. Kinder sollten beaufsichtigt werden, um sicherzustellen, dass sie nicht mit dem Gerät spielen.
2.2 Sicherheitshinweise Strom
Ein Stromschlag kann tödlich sein oder zu schweren Verletzungen führen! Ein unerlaubter Eingriff in die Elektrik ist deshalb strengstens untersagt. Wasser und Strom ergeben eine tödliche Mischung!
Es wird grundsätzlich empfohlen den Betrieb des Gerätes mittels Fehler Schutzschalter (FI) abzusichern.
C
Energize
5
Vor Reinigungsarbeiten in der Nähe des Gerätes oder am Gerät selbst, ist immer der Netzstecker zu ziehen. Das Gerät wird mit einem angegossenen Schutzkontaktstecker ausgeliefert und darf nur an einer geerdeten Schutzkontaktsteckdose angeschlossen werden.
Sollte keine entsprechende Schutzkontaktsteckdose vorhanden sein, so darf der Anschluss nur von autorisiertem Personal durchgeführt werden, wobei die am Aufstellort gültigen Vorschriften zu beachten sind.
2.3 Sicherheitshinweise CO
2
Stellen Sie die CO2-Flasche senkrecht an die Arbeitsposition und sichern diese gegen Umfallen.
Schützen Sie die Gasflasche vor Erwärmung (z.B. bei Sonneneinstrahlung). Mindestabstand 0,5 m vom
Heizkörper (TRSK).
Nur für Lebensmittel zugelassenes CO2 verwenden.
Ausströmendes CO2 ist schwerer als Luft und kann bei größeren Ansammlungen in geschlossenen Räumen zu
Erstickungsgefahr führen. Sorgen Sie für eine ausreichende Belüftung der Räume und/oder geeignete Gaswarngeräte.
Beachten Sie, dass Teile des Gerätes unter Betriebsdruck stehen.
Keine Teile lösen oder demontieren, die unter Betriebsdruck stehen.
Beachten Sie die ASI6.80/6.82 der BGN (Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten)
Eine Betriebsanweisung für den Umgang und den Wechsel der Gasbehälter muss vorhanden sein.
3. Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Energize SC-Kühler ist für das Kühlen alkoholfreier Getränke und deren Grundstoffe bestimmt. Als Fördermedium wird Lebensmittel geeignetes CO2 verwendet. Das Kühlen anderer Getränke oder Stoffe ist nicht zulässig.
Die Zulauftemperatur für Wasser darf 32°C und für den Grundstoff 40°C nicht überschreiten, da es ansonsten zu unzulässig hohen Drücken im Kältekreislauf kommen kann.
Der Energieaustausch vom Kühler zu den in den Kühlschlangen befindlichen Produktflüssigkeiten geschieht durch Wasser. Andere Trägermedien sind unzulässig.
4. Systemerklärung
4.1 Energiereduzierung
Das dauerhafte Kühlen von Flüssigkeiten benötigt z.T. erhebliche Mengen an Energie, sprich, elektrischen Strom. Um diesen Energiebedarf möglichst gering zu halten und damit Umwelt zu schonen und Kosten zu reduzieren, unterscheidet der Energize-SC Kühler zwischen Getränkeausgabe und Ruhephasen. Während der Ruhephasen, zum Beispiel über Nacht, arbeitet der Energize im Stand-By-Mode. Sämtliche mechanische Funktionen sind auf ein Minimum reduziert, d.h. die benötigte Kühlleistung ist minimal und gewährleistet ausschließlich die Beibehaltung der minimal benötigten Temperatur (Zirkulation und Temperierung der Python und des Wasserbades). Der Energize erkennt den Zeitpunkt einer Getränkeentnahme und schaltet auf maximale Leistung, um die erforderliche Eismenge abzuspülen und damit genügend Kühlleistung für die Getränkeentnahme zur Verfügung zu stellen. Nach Beendigung der Getränkeentnahme schaltet der Energize automatisch in den Stand-By-Mode zurück sobald das Wasserbecken wieder kalt genug ist. Die größte Energieeinsparung ergibt sich in Kombination des Energize mit dem Energize Tower. Durch die Installation des Energize Towers verlagert sich die Grundstoffkühlung (Sirup) vom Kühler in den Tower. Das heißt, dass die benötigten Sirupbehälter direkt an den Wärmetauscher angeschlossen werden. Dadurch werden Energieverluste in der Python reduziert.
4.2 Diagnose
Der Energize verfügt über ein On-Board Diagnose System. Während des Betriebes werden die wichtigsten Betriebsparameter erfasst und in der Hauptsteuereinheit abgelegt. Im Falle einer Betriebsstörung oder Überlastung des Systems, die das Gerät selbst oder die Produktausgabequalität gefährdet, entscheidet das Diagnosesystem, ob Warnungen ausgegeben oder eine Tower- bzw. Geräteabschaltung erfolgt. Listen aller Fehlermeldungen und Betriebsparameter sind im Anhang aufgeführt.
C
Energize
6
4.3 Kommunikationsmodul
Das Kommunikationsmodul erlaubt den Versand von Daten und Fehlermeldungen und ermöglicht so die online Abfrage der Betriebsparameter mittels IMIC Diagnose Software. Mit installiertem Kommunikationsmodul ist der Energize in der Lage, eine Warnung oder Fehlermeldung direkt auf das Mobiltelefon des zuständigen Technikers oder die online Datenbank zu schicken. Aufgrund der Fehlermeldung kann ein evtl. nötiger Serviceeinsatz besser geplant werden. Die Fehlermeldung beschreibt die Art der Störung, sodass die benötigten Ersatzteile direkt mitgeführt werden können. Eine online Abfrage der Betriebsparameter ermöglicht zudem jederzeit die Abschätzung des momentanen Betriebszustandes und kann von jedem Computer mit installiertem Browser erfolgen.
4.3.1 IMIC Diagnose Software Feldüberwachung
Die IMIC Diagnose Software ermöglicht es dem Benutzer, sich jederzeit in ein installiertes System einzuwählen und die momentanen Betriebparameter abzufragen. Die Darstellung erfolgt in übersichtlicher, tabellarischer Form. Eventuelle Warnungen werden „rot“ hervorgehoben. Die Statusmeldung aller abgefragten Maschinen erfolgt mittels „rot/grün“ Kodierung. Defekte Maschinen oder Warnmeldungen sind auf einen Blick ersichtlich. Pro Abfrage und Maschine wird ein entsprechender Datensatz hinterlegt, der in einer Datenbank erfasst wird und zwecks Auswertung zur Verfügung steht. Pro Maschine ist eine Lizenz für den Zugang zum Netzwerk erforderlich. Ist mehr als eine Maschine installiert muss eine zweite Lizenz zur Verfügung stehen.
4.3.2 IMIC Diagnose Software / Maschinenhistorie
Die gesammelten Daten aus der Feldüberwachung werden in einer Datenbank erfasst und ermöglichen spätere Auswertungen des installierten Feldes oder einer bestimmten Maschine. Dies ermöglicht Rückschlüsse auf den Gebrauch des Kühlers und dessen Komponenten. So lohnt im Vorfeld eines z.B. planmäßigen Service Checks, ein Blick in die Maschinenhistorie.
4.4 Produkt-Verbrauchsmessung
Bei angeschlossenem Kommunikationsmodul werden, neben den Betriebsparametern, auch die Durchflussmengen je Hahn erfasst und übermittelt. Das Kommunikationsmodul erkennt die Öffnungszeiten eines jeden Hahnes und errechnet daraus den Umsatz pro Hahn. Voraussetzung dafür ist, dass das jeweilige Produkt mit dem dazugehörigen Mischungsverhältnissen und Fließraten ordnungsgemäß voreingestellt sind. Diese Werte sind aus dem Protokoll der Towerinstallation zu entnehmen. Bei einem Produktwechsel sind diese Voreinstellungen anzupassen. Ein Kommunikationsmodul kann bis zu vier Tower erfassen.
5. Anforderungen an den Aufstellort
5.1 Aufstellräume
Beachten Sie die jeweils gültigen Landesvorschriften für Aufstellräume und elektrische Anschlüsse. Be- und Entlüftung der Aufstellräume müssen der Heizluftleistung des Gerätes entsprechen. Nicht ausreichende Belüftung des Gerätes führt zur Überhitzung und zur Zerstörung des Gerätes. Achten Sie immer darauf, dass Be- und Entlüftungsöffnungen nicht verdeckt werden.
5.2 Elektrische Anschlüsse
Es wird eine geerdete Schutzkontaktsteckdose mit einer Absicherung von max. 16 Ampere benötigt. Die Netzspannung muss innerhalb folgender Toleranzen liegen: 230 V~ +/- 10% / 50 Hz ( 207 - 253 V ~ ).
6. Installation
Das Gerät darf nur von einem geschulten Service-Techniker installiert werden. Achten Sie bitte darauf, dass die Steckdose für das Kühlgerät immer frei zugänglich ist. Wenn die Anschlussleitung des Gerätes beschädigt wird, muss sie durch den Hersteller oder eine ähnlich qualifizierte Person ersetzt werden, um eine Gefährdung zu vermeiden.
C
Energize
7
6.1 Wasseranschluss
Anschluss nur an Trinkwasser!
Schließen Sie das Gerät an eine Zuleitung mit 10 mm Innendurchmesser an. Wir empfehlen den Einsatz eines Wasserfilters und eines Wasserdruckreglers für den Wassereingang. Hinter dem Wasserdruckregler soll ein T-Stück montiert werden, so dass das Spülen des Filters möglich ist. Der Wasserfließdruck muss mindestens 0,05 MPa (0,5 bar)
- empfohlen 0,2 MPa (2 bar) - betragen (Kontrollmanometer auf Wasserdruckregler montieren).
6.2 CO2-Anschluss
Sie benötigen mindestens einen 2-fach Druckminderer mit 0,7 MPa (7 bar). Verbinden Sie den Druckminderer mit dem CO2-Anschluss durch eine Schlauchleitung mit mindestens 4 mm (empfohlen) Innendurchmesser. Stellen Sie den CO2-Druck auf 0,45-0,6 MPa ( 4,5-6 bar) ein. Das Gerät besitzt einen CO2-Druckschalter, welcher bei einem CO2-Druck unter 0,45 MPa (4,5 bar) die Spannungsversorgung der Hähne abschaltet. Den zweiten Anschluss der CO2-Versorgung verwenden Sie zur Förderung der Grundstoffe aus den Behältern. Werden Light-Grundstoffe verwendet, so muss ein entsprechender Zwischendruckminderer 0,05 - 0,1 MPa bzw. 0,5 – 1,0 bar angeschlossen werden.
Hinweis zur TRSK 305
Die in diesen Geräten verwendete Rückschlagsicherung für Hinterdruckgasleitungen entspricht nicht der TRSK 305 Absatz 3.1. Um den Anforderungen der TRSK 305 in vollem Umfang gerecht zu werden, ist es notwendig, eine Rückschlagsicherung entsprechend der TRSK 305 in die Hinterdruckgasleitung zum Karbonator zu setzen.
6.3 Anschluss von Premix und Postmix am Kühler
Schließen Sie je eine Schlauchleitung mit einem ID 10 mm an den jeweiligen Geräteanschluss an. Das andere Schlauchende schließen Sie an die entsprechenden Wassereingänge des Kühlerkreislaufkarbonators an.
6.4 Anschluss von Premix und Postmix
6.4.1 Anschluss von Premix und Postmix am Energize Kühler
In der Basisversion (ohne Energize Tower) werden die Grundstoffbehälter mit einem Schlauch ID 8,0 mm (Premix) oder ID 6,0 mm (Postmix) direkt mit den Sirupanschlüssen am Kühler (siehe 9.1) verbunden.
6.4.2 Anschluss von Premix und Post mix am Energize Tower
Mit angeschlossenem Energize Tower werden die Grundstoffbehälter mit einem Schlauch ID 8,0 mm (Premix) oder ID 6,0 mm (Postmix) direkt mit den Anschlüssen am Tower (siehe 13.1) verbunden.
6.5 Anschluss von Sodawasser und Stillwasser
Der Anschluss des Sodawassers erfolgt an den Vor- und Rücklauf des Sodawasserkreislaufes am Energize. Der Innendurchmesser des Schlauches sollte 13 mm betragen. Der Anschluss des Stillwassers erfolgt am Stillwasserausgang des Energize. Der Stillwasserfließdruck ist auf 3,2 bar eingestellt und kann bei Bedarf am Druckregler im Energize an die jeweiligen Erfordernisse vor Ort angepasst werden.
6.6 Spannungsversorgung der Zapfhähne
Der Energize besitzt in der Vollversion (nicht in der Basisversion) einen Transformator mit 24 Volt zur Spannungsversorgung der elektrischen Zapfhähne im Zapfaufsatz. Zur Spannungsversorgung der Zapfhähne werden diese an der Klemmleiste an der Zwischenwand im Energize gemäß Stromlaufplan angeschlossen (siehe Stromlaufplan
13.2). Steht nicht genügend CO2-Druck am Karbonatorbehälter an, wird die Spannungsversorgung der Zapfhähne abgeschaltet. Zusätzlich zeigt eine gelbe LED an der Steuereinheit den zu geringen Druck optisch an.
Ein Leerzapfen des Karbonatorbehälters wird durch rechtzeitiges Abschalten der Spannungsversorgung der Zapfhähne verhindert. Die Spannungsversorgung wird, nachdem der Karbonatorbehälter erneut befüllt wurde, automatisch eingeschaltet.
C
Energize
8
Achtung! Ein Kurzschluss in der Spannungsversorgung führt zum Abschalten des Transformators oder zur Beschädigung des Energize Reglers.
6.7 Anschluss Stillwassersteuerung
Für Stillwasser muss je ein Schaltkabel 1x 0,75 mm² pro Stillwasserhahn vom Kühlerkreislaufkarbonator zum Stillwasserhahn verlegt werden. Über dieses Kabel wird die Steuerelektronik angesteuert. Zusätzlich zu diesem Kabel muss noch ein weiteres Kabel von einem Stillwasserhahn zur Steuerung gelegt werden, um den Stromkreis zu schließen. Alternativ kann bei einigen Geräten die Ansteuerung über einen Druckschalter erfolgen (nur bei entsprechenden Modellen). Der Stillwasserfließdruck sollte dann bei 3,2 bar und der Schaltwert am Druckschalter bei mindestens 4,2 bar liegen. Werden andere Fließdrücke benötigt, ist der Druckschalter entsprechend anzupassen. Den Anschluss entnehmen Sie bitte dem entsprechenden Stromlaufplan. Die Fließmenge des Stillwassers sollte bei 300 ml in 4 Sekunden liegen.
7. In- und Außerbetriebnahme
7.1 Inbetriebnahme
Vor jedem Betriebsbeginn sind die gesetzlichen Reinigungsvorschriften zu beachten. Reinigen Sie vor jedem Aufstecken die Kupplungen der Getränke-/Grundstoffbehälter. Stecken Sie die Kupplung auf Getränke-/Grundstoffbehälter. Beachten Sie die Farbcodierung der Anschlüsse für CO2 (grau) und Getränk bzw. Grundstoff (schwarz) Prüfen Sie den CO2-Druck am Druckminderer. Öffnen Sie das Flaschenabsperrventil an der CO2-Flasche und das Absperrventil am Druckminderer. Er sollte innerhalb folgender Richtwerte liegen:
Grundstoffe: 3,5 - 4,2 bar CO2 - Karbonisierungsdruck: 5,2 - 6,2 bar Light - Grundstoff: 0,5 - 1,0 bar Tafelwasser: 4,0 - 4,5 bar
Einstellen des CO2-Druckes geschieht durch Drehen der Regelschraube am Druckminderer.
Druck mindern gegen den Uhrzeigersinn
Druck erhöhen im Uhrzeigersinn
Prüfen Sie danach die Dichtigkeit der CO2-Leitungen durch Schließen des Flaschenventils. Die Vordruckanzeige am Druckminderer darf nicht abfallen, sonst sofort Servicetechniker rufen! Vergessen Sie nicht das CO2-Absperrventil danach wieder zu öffnen.
Öffnen Sie die Wasserzuleitung und prüfen Sie den Staudruck in der Wasserzuleitung (empfohlen: 2,0 - 3,0 bar). Das Einstellen geschieht durch die Regelschraube am Wassereingangsdruckregler (nicht im Lieferumfang enthalten). Achten Sie darauf, dass der Wassereingangsdruck stets niedriger ist als der CO2-Eingangsdruck, da sonst eine vollständige Karbonisierung nicht gewährleistet werden kann.
Prüfen Sie die Dichtigkeit der Getränke-/Grundstoffleitungen. Dies ist nur optisch möglich. Bei Austritt von Flüssigkeit sollten Sie einen Servicetechniker rufen.
7.2 Einschalten des Gerätes
Das Wasserbecken muss mit Leitungswasser bis zum Überlauf aufgefüllt werden. Die Füllmenge entnehmen Sie den technischen Daten. Um Algenbildung im Wasser zu vermeiden kann das Desinfektionsmittel Mollco (Bestellnummer 14-9670-000) zugesetzt werden. 150 ml Desinfektionsmittel ist ausreichend für 30 Liter Wasser.
Stecken Sie den Netzstecker des Kühlers in eine geerdete Schutzkontaktsteckdose. Eisbankgesteuerte Geräte starten automatisch ( nach 3 Minuten Einschaltverzögerung ), wenn das Gerät mit Wasser befüllt wurde und schalten den Kompressor automatisch nach Erreichen der vorgesehenen Eisbankgröße ab.
C
Energize
9
Die Steuerung dieser Geräte beinhalten im Eisbankbetrieb Mindestlauf- und -pausenzeiten für den Kältekreislauf. Nach Einschalten des Kältekreislaufes beträgt die Laufzeit mindestens 5 Minuten, auch wenn zuvor ein Signal zum Ausschalten erfolgt. Nach Ausschalten des Kältekreislaufs beträgt die Pausenzeit mindestens 3 Minuten, auch wenn zuvor ein Signal zum Einschalten erfolgt. Die Pausenzeit von 3 Minuten gilt auch für die Inbetriebnahme oder nach Netzausfall. Diese Geräte besitzen einen Eisbankfühler mit drei Elektroden.
Die Karbonatompumpe schaltet sich bei ausreichendem Staudruck automatisch ein und füllt den Karbonatorbehälter. Die Karbonatompumpe schaltet ab, wenn das Elektrodenmaximum im Karbonatorbehälter erreicht ist, spätestens jedoch nach 20 Minuten. Längere Laufzeiten weisen auf Undichtigkeiten oder einer zu großen Entnahme hin. Ein Wiedereinschalten der Pumpe ist dann nur durch einen Netz Reset (kurzzeitiges ziehen ( ca. 10 Sekunden ) des Netzsteckers) möglich.
Achtung! Beim Energize 4 (bzw. Energize 5) erfolgt die Freischaltung der zweiten Karbonatorpumpe erst nachdem der Karbonatorbehälter einmal bis zum Elektrodenmaximum befüllt wurde. Entlüften Sie den Karbonatorbehälter durch Ziehen des Sicherheitsventils ca. 2 bis 4 Sekunden. Die Umwälzpumpe muss beim Energize durch den Schalter auf dem Energize Regler eingeschaltet werden. Bei unzureichendem Wassereingangsdruck läuft die Umwälzpumpe weiter und kann über den EIN - AUS Schalter geschaltet werden.
Achtung! Die Umwälzpumpe darf nicht trocken Laufen, da dies zum Ausfall führen kann.
7.3 Funktionsbeschreibung des Karbonatorfüllstandes
Sollte während des Betriebes der Füllstand im Karbonatorbehälter so weit unter den Mindestfüllstand fallen, dass die Leerelektrode unterschritten wird, werden die elektrischen Zapfhähne am Zapfaufsatz abgeschaltet oder beim Energize 4 (bzw. Energize 5) die zweite Karbonatorpumpe zugeschaltet. Dadurch wird vermieden, dass CO2 in den Sodawasserkreislauf gelangt und zu Problemen bei der Ausgabe der Getränke führt.
Die elektrischen Zapfhähne werden erst wieder freigegeben, bzw. die zweite Karbonatorpumpe ausgeschaltet, wenn der Karbonatorbehälter wieder bis zum maximalen Elektrodenstand gefüllt und so die Versorgung mit Sodawasser sichergestellt ist. Achtung! Diese Funktion ist nur dann aktiv, wenn der werkseitig montierte Transformator zur Spannungsversorgung der Zapfventile im Zapfaufsatz, wie im Stromlaufplan gezeigt, verwendet wird.
7.4 Betriebsende (Ende der Ausschankzeit)
Nach jedem Betriebsende unbedingt CO2-Flasche und Wasserzuleitung zudrehen! Vergewissern Sie sich, dass die Leitungen bei Inbetriebnahme wieder geöffnet sind.
7.5 Tägliche Kontrolle
Prüfen Sie ob CO2- und Wasserzuleitung geöffnet sind.
Prüfen Sie die Dichtigkeit der Grundstoff-/Getränkeleitungen und der Grundstoffbehälter. Bei Austritt von
Flüssigkeiten sollten Sie einen Servicetechniker rufen.
Prüfen Sie die Dichtigkeit der CO2-Leitungen durch Schließen des CO2-Flaschenventils. Die Vordruckanzeige
am Druckminderer darf nicht abfallen, sonst sofort Servicetechniker rufen! Vergessen Sie nicht das CO2-Flaschenventil danach wieder zu öffnen.
7.6 Außerbetriebnahme ( z.B. Urlaubszeit, Saisonbetrieb )
Bei längeren Stillstandzeiten sind folgende Arbeiten durchzuführen:
Schließen Sie die CO2-Flasche, die CO2-Absperrhähne an dem Druckminderer und die Wasserzuleitung.
Ziehen Sie den Netzstecker aus Schutzkontaktsteckdose.
Lösen Sie die Kupplungen von Getränkebehältern.
Lassen Sie das Gerät sowie die Python entleeren und reinigen.
Dies darf nur von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden.
7.7 Entsorgung und Umweltschutz
Seit vielen Jahren arbeiten die Konstrukteure von IMI Cornelius gemeinsam mit den Kunden daran, Geräte herzustellen, die keine gefährlichen Stoffe beinhalten und so konstruiert sind, dass über 95% der verwendeten Materialien leicht trennbar recycelt werden können.
C
Energize
10
Alle Geräte von IMI Cornelius entsprechen damit den EG-Richtlinien 2002/95EG, 2002/96/EG und den Anforderungen des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) von März 2005. Bitte entsorgen Sie dieses Gerät über Recycling Unternehmen in Ihrer Nähe. Achtung! Nicht in die Container der öffentlichen Sammelstellen für private Geräte entsorgen. Bei Bedarf geben Sie Ihr Gerät kostenlos an Ihren Lieferanten zurück oder an allen Servicestationen der IMI Cornelius in Langenfeld.
8. Grundreinigungs- und Desinfektionsanweisungen
8.1 Grundreinigungsanweisung
Beachten Sie die jeweils am Aufstellort gültigen Landesvorschriften für das Reinigen von Schankanlagen.
Vor jedem Anschluss und Wechsel der Getränkeart sind Anschlussteile und Zapfarmaturen zu reinigen. Teile, die mit Luft und Getränk in Berührung kommen, sind täglich zu reinigen z.B. Zapfhahnausläufe.
Beachten Sie die Anweisungen des Reinigungsmittelherstellers. Beim Umgang mit Reinigungsflüssigkeiten besteht die Gefahr schwerer Verätzungen. Bei Reinigungsarbeiten immer eine Schutzbrille und entsprechende Kleidung tragen. Je nach Verschmutzungsgrad des Aufstellortes müssen die Verflüssigerlamellen regelmäßig gereinigt werden (ca. alle drei Monate). Dies geschieht am besten mittels Pinsel und Staubsauger. Die Wasserbadfüllung muss regelmäßig kontrolliert und mindestens einmal jährlich ausgetauscht werden. Aufkommende Algenschleimbildung kann durch den Zusatz von Desinfektionsmitteln (Bestellnummer 14-9670-000) reduziert werden. 150 ml Desinfektionsmittel ist ausreichend für 30 Liter Wasser.
Das Reinigen des Gerätes darf nur von geschultem Fachpersonal nach folgender Empfehlung durchgeführt werden: von geschultem Fachpersonal zu reinigen
CO2-
Leitungen
Getränke­Leitungen
Grundstoff-
Leitungen
Sodawasser-
Leitungen
Vor der ersten Inbetriebnahme X X X Vor jedem Wechsel der Getränkeart X X Vor und nach einer Unterbrechung von mehr als 1 Woche
X X
alle 2 Wochen X alle 3 Monate X X alle 12 Monate X
8.2 Reinigungs- und Desinfektionsanweisung vor der Inbetriebnahme
Um die hygienische Qualität der Anlage zu gewährleisten, müssen die Produkt- und Wasserleitungen vor der Inbetriebnahme und in regelmäßigen Intervallen (siehe DIN 6650-6) gereinigt und desinfiziert werden. Diese Anweisung gilt für Postmixanlagen. Für Premix Schankanlagen bitte nur die Abschnitte Grundstoffseite ausführen.
Achtung ! : Reinigungsmittel sind aggressiv und können Verätzungen hervorrufen !
Bei Reinigungsarbeiten ist mit entsprechender Schutzkleidung (Handschuhe, Schutzbrille) zu arbeiten. Besondere Vorsicht ist an den Zapfhähnen beim Ausspülen des Reinigungsmittels zu halten. Die Anlage ist während der Reinigung / Desinfektion mit einem Hinweisschild gegen Benutzung zu sichern !
Sorgen Sie während der Reinigung für eine ausreichende Eigenhygiene. Die Anlage muss immer mit allen Verbindungsteilen ab Netzwasser/Eckventil gereinigt werden.
C
Energize
11
Bei einer Stillstandzeit der Anlage von länger als 10 Tagen muss die Reinigung und Desinfektion vor erneuter Inbetriebnahme wiederholt werden. Sollte es nach einer erfolgten Desinfektion der Anlage notwendig sein Verbindungen im Wasserzulauf / Wasserkreislauf zu öffnen (z.B. Einsetzen eines neuen Wasserfilters), müssen diese Verbindungen vor dem erneuten Anschließen mit einem geeigneten Desinfektionsspray eingesprüht werden.
8.2.1 Einbringung des Reinigungsmittels grundstoffseitig (z.B. P3 Ansep CIP von Ecolab)
Die mit Sirup / Grundstoff gefüllten Leitungen sind zunächst mit Wasser über die Zapfhähne zu spülen. Hier
kann z.B. ein externer Wasserverteiler zur Hilfe genommen werden, um mehrere Sirupleitungen gleichzeitig zu spülen. Der Zapfhahn sollte hierbei nur sirupseitig betätigt werden (manuell).
Achtung! Gasbetriebene Siruppumpen dürfen grundstoffseitig nicht mit einem Eingangsdruck beaufschlagt werden!
Den Wasserverteiler anschließend an CO2-Gas anschließen und das Wasser aus den Sirupleitungen mit Hilfe
des Gasdruckes ausbringen. Anschließend Gaszufuhr schließen und das System über die Zapfhähne drucklos machen.
Reinigungsbehälter mit Reinigungsmittel ansetzen. Konzentration : nach Angaben des Herstellers (z.B. bei P3
= 50ml auf 1 Liter Wasser = 5%ige P3 Lösung) Um eine gute Vermischung zu gewährleisten, wird empfohlen das Konzentrat als erstes in den Tank zu füllen und anschließend mit Wasser aufzufüllen.
Sirupleitungen an Reinigungsbehälter anschließen und Leitungen komplett über die Hähne füllen bis an allen
Hähnen erkennbar Reinigungsmittel austritt.
Hinweis -> Wasserfilter : Bei Anlagen mit Wasserfilter ist vor der Reinigung + Desinfektion die Filterpatrone zu entfernen und durch einen Blindstopfen zu ersetzen. Benutzen Sie nie Filter-Leerpatronen zum Einspülen des Reinigungsmittels, da hierdurch nicht gewährleistet wird, dass eine gleichbleibende und gleichmäßige Konzentration des Reinigungsmittels in die Anlage eingebracht wird. Zudem besteht die Gefahr der Beschädigung von Komponenten der Anlage durch das Konzentrat.
Hinweis -> Stillwasserleitungen Bei vorhandener Stillwassersteuerung ist darauf zu achten, dass die Stillwasserleitung ebenfalls mit dem Reinigungsmittel befüllt wird. Bei nichtbenutzter Stillwasserleitung montieren Sie bitte am Anschluss des Stillwasserausgangs (Anschlussplatte ist am Gerät bezeichnet) zusätzlich einen Absperrhahn und reinigen und spülen Sie diese Leitung manuell. Bei nicht benutzten Stillwassereinbauten empfiehlt es sich zur Vermeidung von Totsträngen, diese möglichst nahe am Wasserkreislauf stillzulegen.
Hinweis -> Elektrische POM-Hähne, die sich nicht manuell öffnen lassen Die Hähne müssen dann elektrisch betätigt werden. Hierbei ist zu beachten, dass je nach Anlagentyp sich die elektrischen POM Hähne evtl. bei Erreichen der Empty-Elektrode im Karbonatorbehälter abschalten. Hier müssen alle 4 Kontakte vom Stecker der Niveauelektrode abgezogen und mittels einer Kabelbrücke überbrückt werden, um die 24V Versorgung zu den POM Hähnen aufrecht zu erhalten.
Hinweis -> CO2- oder Wasserdruckschalter im System Je nach Anlagentyp befinden sich evtl. CO2- oder Wasserdruckschalter im System, welche im Fall von Gasmangel die 24V Stromversorgung zu den POM Hähnen unterbrechen bzw. im Fall von Wassermangel die Karbonatorpumpe abschalten. Um die Anlage trotzdem betreiben zu können, müssen evtl. vorhandene Druckschalter bei Bedarf kurzgeschlossen werden.
Hinweis -> POM-Hahnblöcke Es wird empfohlen die Hahnanschlussblöcke separat zu reinigen und desinfizieren. Besonders die Lancer Anschlussblöcke mit Absperrventil sind hier zu erwähnen, da sich in den Spalträumen des Absperrhahnes Keime festsetzen können, die mit der standardmäßigen Desinfektion nicht ausreichend sauber werden.
C
Energize
12
8.2.2 Einbringung des Reinigungsmittels wasserseitig (z.B. P3 Ansep CIP von Ecolab)
Wasser- und CO2-Gaszufuhr zum Gerät schließen und Anlage über die Zapfhähne drucklos machen.
Karbonatorpumpe von der Stromversorgung trennen um ein Trockenlaufen der Pumpe zu verhindern (z.B.
Stecker ziehen). Wasserzufuhr zum Gerät demontieren.
Die Wasserzuleitung mit Gasdruck beaufschlagen und die gesamte Anlage entleeren. Dies gewährleistet, dass
das anschließend eingebrachte Reinigungsmittel im Karbonatorbehälter nicht übermäßig verdünnt wird. Dabei sicherstellen, dass Reinigungsmittel über alle Hähne gezapft wird! Anschließend Gaszufuhr absperren und Anlage drucklos machen.
Reinigungstank mit Reinigungsmittel an Wasserzufuhr anschließen und Reinigungsbehälter mit ca. 3 bar
CO2-Druck beaufschlagen (Achtung ! Filter vorher entfernen). Ablassventil am Karbonatorbehälter vorsichtig ziehen, bis etwas Reinigungsmittel aus dem Ventil austritt. Der Behälter wird dadurch komplett geflutet.
ACHTUNG ! Es darf dabei nicht unnötig viel Reinigungsmittel in das Wasserbad gelangen (Korrosionsgefahr). Gegebenenfalls ist später das Wasser im Wasserbad auszutauschen. Dabei sicherstellen, dass Reinigungsmittel über alle Hähne gezapft wird!
Einwirkzeit des Reinigungsmittels (Wasser- + Sirupseitig) = mind. 20 Min. !!
Entnehmen Sie zwischenzeitlich die Auslauftülle und den Sirupverteiler aus dem Hahn und legen Sie die Teile ebenfalls für 20 Minuten in die Desinfektionslösung. Bei stärkerer Verschmutzung des Hahnes reinigen Sie diesen auch mechanisch mittels einer sauberen Bürste.
8.2.3 Ausbringung des Reinigungsmittels grundstoffseitig
Reinigungstank abkuppeln und das Reinigungsmittel aus den Sirupleitungen zunächst über CO2 Gasdruck
ausbringen. Anschließend Gaszufuhr schließen und System über die Zapfhähne drucklos machen.
Wasserverteiler anschließen und ausreichend Wasser über die Sirupseite jedes Zapfhahnes auslaufen lassen.
(hierbei nur Sirupseite des Zapfhahnes betätigen). Falls ein Hygienewasserfilter vorhanden ist, wird empfohlen das Wasser zum Ausspülen über diesen Filter laufen zu lassen.
ACHTUNG ! Es muss gewährleistet werden, dass kein Reinigungsmittel in der Anlage verblieben ist
(Verätzungsgefahr) ! Das Nichtvorhandensein von Reinigungsmittel ist mittels eines Teststreifens / Indikatorpapiers nachzuweisen und zu dokumentieren.
Sirupbehälter wieder an die Sirupleitungen anschließen und die Zapfhähne Sirupseitig öffnen bis sich wieder
ein konstanter Sirupfluss einstellt.
8.2.4 Ausbringung des Reinigungsmittels wasserseitig
Die Wasserzuleitung vom Kühler mit Gasdruck beaufschlagen und die gesamte Anlage über alle Zapfhähne
entleeren. Dies gewährleistet, dass das Reinigungsmittel weitestgehend ausgebracht wird.
Gaszufuhr schließen und Anlage über die Zapfhähne drucklos machen.
Neuen Wassereingangsfilter einsetzen und Anlage an die ursprüngliche Wasserzuleitung anschließen (evtl.
gemäss Herstellerangabe Wasserfilter vorspülen). Beim Einsatz von Hygienefiltern muss gewährleistet werden, dass der Filter vor dem Einspülen mit Wasser montiert wird. Dies stellt sicher, dass die soeben desinfizierte Anlage nicht durch evtl. verkeimtes Zulaufwasser neu verkeimt wird. Sprühen Sie den Filterkopf mit einem für Kunststoff geeigneten Desinfektionsspray ein, bevor Sie die neue Patrone einsetzen.
Wasserzulauf öffnen. Ablassventil am Karbonatorbehälter ziehen, bis nur noch Wasser aus dem Ventil austritt.
Das im Karbonatorkopf vorhandene Reinigungsmittel wird somit ausgebracht.
Gasversorgung zum Karbonatorbehälter wieder öffnen und Stromversorgung zur Karbonatorpumpe
wiederherstellen.
Loading...
+ 27 hidden pages