Im vorliegenden Handbuch werden folgende Abkürzungen verwendet: R&S®TS-PSM2 wird abgekürzt mit R&S TS-PSM2, R&S®TSPRIO mit R&S TS-PRIO.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Lesen und beachten Sie unbedingt die nachfolgenden Anweisungen und Sicherheitshinweise!
Alle Werke und Standorte der Rohde & Schwarz Firmengruppe sind ständig bemüht, den
Sicherheitsstandard unserer Produkte auf dem aktuellsten Stand zu halten und unseren Kunden ein
höchstmögliches Maß an Sicherheit zu bieten. Unsere Produkte und die dafür erforderlichen Zusatzgeräte
werden entsprechend der jeweils gültigen Sicherheitsvorschriften gebaut und geprüft. Die Einhaltung
dieser Bestimmungen wird durch unser Qualitätssicherungssystem laufend überwacht. Das vorliegende
Produkt ist gemäß beiliegender EU-Konformitätsbescheinigung gebaut und geprüft und hat das Werk in
sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen
gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Benutzer alle Hinweise, Warnhinweise und Warnvermerke
beachten. Bei allen Fragen bezüglich vorliegender Sicherheitshinweise steht Ihnen die Rohde & Schwarz
Firmengruppe jederzeit gerne zur Verfügung.
Darüber hinaus liegt es in der Verantwortung des Benutzers, das Produkt in geeigneter Weise zu
verwenden. Das Produkt ist ausschließlich für den Betrieb in Industrie und Labor bzw., wenn ausdrücklich
zugelassen, auch für den Feldeinsatz bestimmt und darf in keiner Weise so verwendet werden, dass einer
Person/Sache Schaden zugefügt werden kann. Die Benutzung des Produkts außerhalb des
bestimmungsgemäßen Gebrauchs oder unter Missachtung der Anweisungen des Herstellers liegt in der
Verantwortung des Benutzers. Der Hersteller übernimmt keine Verantwortung für die Zweckentfremdung
des Produkts.
Die bestimmungsgemäße Verwendung des Produkts wird angenommen, wenn das Produkt nach den
Vorgaben der zugehörigen Produktdokumentation innerhalb seiner Leistungsgrenzen verwendet wird
(siehe Datenblatt, Dokumentation, nachfolgende Sicherheitshinweise). Die Benutzung des Produkts
erfordert Fachkenntnisse und zum Teil englische Sprachkenntnisse. Es ist daher zu beachten, dass das
Produkt ausschließlich von Fachkräften oder sorgfältig eingewiesenen Personen mit entsprechenden
Fähigkeiten bedient werden darf. Sollte für die Verwendung von Rohde & Schwarz-Produkten persönliche
Schutzausrüstung erforderlich sein, wird in der Produktdokumentation an entsprechender Stelle darauf
hingewiesen. Bewahren Sie die grundlegenden Sicherheitshinweise und die Produktdokumentation gut
auf und geben Sie diese an weitere Benutzer des Produkts weiter.
Die Einhaltung der Sicherheitshinweise dient dazu, Verletzungen oder Schäden durch Gefahren aller Art
auszuschließen. Hierzu ist es erforderlich, dass die nachstehenden Sicherheitshinweise vor der
Benutzung des Produkts sorgfältig gelesen und verstanden sowie bei der Benutzung des Produkts
beachtet werden. Sämtliche weitere Sicherheitshinweise wie z.B. zum Personenschutz, die an
entsprechender Stelle der Produktdokumentation stehen, sind ebenfalls unbedingt zu beachten. In den
vorliegenden Sicherheitshinweisen sind sämtliche von der Rohde & Schwarz Firmengruppe vertriebenen
Waren unter dem Begriff „Produkt“ zusammengefasst, hierzu zählen u. a. Geräte, Anlagen sowie
sämtliches Zubehör.
Vorsicht beim Umgang mit Geräten mit hohem
Gewicht
Stand-by-Anzeige
Gefahr vor elektrischem Schlag
Gleichstrom (DC)
Warnung vor heißer Oberfläche
Wechselstrom (AC)
Schutzleiteranschluss
Gleichstrom/Wechselstrom (DC/AC)
Erdungsanschluss
Gerät entspricht den Sicherheitsanforderungen an die Schutzklasse II
(Gerät durchgehend durch doppelte /
verstärkte Isolierung geschützt.
Masseanschluss des Gestells oder Gehäuses
EU - Kennzeichnung für Batterien und
Akkumulatoren.
Das Gerät enthält eine Batterie bzw. einen
Akkumulator. Diese dürfen nicht über
unsortierten Siedlungsabfall entsorgt werden,
sondern sollten getrennt gesammelt werden.
Weitere Informationen siehe Seite 7.
Achtung beim Umgang mit elektrostatisch
gefährdeten Bauelementen
EU - Kennzeichnung für die getrennte
Sammlung von Elektro- und
Elektronikgeräten.
Elektroaltgeräte dürfen nicht über unsortierten
Siedlungsabfall entsorgt werden, sondern
müssen getrennt gesammelt werden.
Weitere Informationen siehe Seite 7.
Warnung vor Laserstrahl
Produkte mit Laser sind je nach ihrer Laser-
Klasse mit genormten Warnhinweisen
versehen.
Laser können aufgrund der Eigenschaften
ihrer Strahlung und aufgrund ihrer extrem
konzentrierten elektromagnetischen Leistung
biologische Schäden verursachen.
Für zusätzliche Informationen siehe Kapitel
„Betrieb“ Punkt 7.
Symbole und Sicherheitskennzeichnungen
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Grundlegende Sicherheitshinweise
kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder
schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder
(schwere) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden
wird.
kennzeichnet eine Gefährdung mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere
Körperverletzungen zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
weist auf die Möglichkeit einer Fehlbedienung hin, bei der das Produkt
Schaden nehmen kann.
Signalworte und ihre Bedeutung
Die folgenden Signalworte werden in der Produktdokumentation verwendet, um vor Risiken und Gefahren
zu warnen.
Diese Signalworte entsprechen der im europäischen Wirtschaftsraum üblichen Definition für zivile
Anwendungen. Neben dieser Definition können in anderen Wirtschaftsräumen oder bei militärischen
Anwendungen abweichende Definitionen existieren. Es ist daher darauf zu achten, dass die hier
beschriebenen Signalworte stets nur in Verbindung mit der zugehörigen Produktdokumentation und nur in
Verbindung mit dem zugehörigen Produkt verwendet werden. Die Verwendung von Signalworten in
Zusammenhang mit nicht zugehörigen Produkten oder nicht zugehörigen Dokumentationen kann zu
Fehlinterpretationen führen und damit zu Personen- oder Sachschäden führen.
Betriebszustände und Betriebslagen
Das Produkt darf nur in den vom Hersteller angegebenen Betriebszuständen und Betriebslagen ohne
Behinderung der Belüftung betrieben werden. Werden die Herstellerangaben nicht eingehalten, kann dies
elektrischen Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit
Todesfolge, verursachen. Bei allen Arbeiten sind die örtlichen bzw. landesspezifischen Sicherheits- und
Unfallverhütungsvorschriften zu beachten.
1. Sofern nicht anders vereinbart, gilt für R&S-Produkte folgendes:
als vorgeschriebene Betriebslage grundsätzlich Gehäuseboden unten, IP-Schutzart 2X,
Verschmutzungsgrad 2, Überspannungskategorie 2, nur in Innenräumen verwenden, Betrieb bis
2000 m ü. NN, Transport bis 4500 m ü. NN, für die Nennspannung gilt eine Toleranz von ±10%, für
die Nennfrequenz eine Toleranz von ±5%.
2. Stellen Sie das Produkt nicht auf Oberflächen, Fahrzeuge, Ablagen oder Tische, die aus Gewichtsoder Stabilitätsgründen nicht dafür geeignet sind. Folgen Sie bei Aufbau und Befestigung des
Produkts an Gegenständen oder Strukturen (z.B. Wände und Regale) immer den Installationshinweisen des Herstellers. Bei Installation abweichend von der Produktdokumentation können
Personen verletzt, unter Umständen sogar getötet werden.
3. Stellen Sie das Produkt nicht auf hitzeerzeugende Gerätschaften (z.B. Radiatoren und Heizlüfter). Die
Umgebungstemperatur darf nicht die in der Produktdokumentation oder im Datenblatt spezifizierte
Maximaltemperatur überschreiten. Eine Überhitzung des Produkts kann elektrischen Schlag, Brand
und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge, verursachen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
Elektrische Sicherheit
Werden die Hinweise zur elektrischen Sicherheit nicht oder unzureichend beachtet, kann dies elektrischen
Schlag, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen.
1. Vor jedem Einschalten des Produkts ist sicherzustellen, dass die am Produkt eingestellte
Nennspannung und die Netznennspannung des Versorgungsnetzes übereinstimmen. Ist es
erforderlich, die Spannungseinstellung zu ändern, so muss ggf. auch die dazu gehörige
Netzsicherung des Produkts geändert werden.
2. Bei Produkten der Schutzklasse I mit beweglicher Netzzuleitung und Gerätesteckvorrichtung ist der
Betrieb nur an Steckdosen mit Schutzkontakt und angeschlossenem Schutzleiter zulässig.
3. Jegliche absichtliche Unterbrechung des Schutzleiters, sowohl in der Zuleitung als auch am Produkt
selbst, ist unzulässig. Es kann dazu führen, dass von dem Produkt die Gefahr eines elektrischen
Schlags ausgeht. Bei Verwendung von Verlängerungsleitungen oder Steckdosenleisten ist sicherzustellen, dass diese regelmäßig auf ihren sicherheitstechnischen Zustand überprüft werden.
4. Sofern das Produkt nicht mit einem Netzschalter zur Netztrennung ausgerüstet ist, beziehungsweise
der vorhandene Netzschalter zu Netztrennung nicht geeignet ist, so ist der Stecker des
Anschlusskabels als Trennvorrichtung anzusehen.
Die Trennvorrichtung muss jederzeit leicht erreichbar und gut zugänglich sein. Ist z.B. der Netzstecker
die Trennvorrichtung, darf die Länge des Anschlusskabels 3 m nicht überschreiten.
Funktionsschalter oder elektronische Schalter sind zur Netztrennung nicht geeignet. Werden Produkte
ohne Netzschalter in Gestelle oder Anlagen integriert, so ist die Trennvorrichtung auf Anlagenebene
zu verlagern.
5. Benutzen Sie das Produkt niemals, wenn das Netzkabel beschädigt ist. Überprüfen Sie regelmäßig
den einwandfreien Zustand der Netzkabel. Stellen Sie durch geeignete Schutzmaßnahmen und
Verlegearten sicher, dass das Netzkabel nicht beschädigt werden kann und niemand z.B. durch
Stolperfallen oder elektrischen Schlag zu Schaden kommen kann.
6. Der Betrieb ist nur an TN/TT Versorgungsnetzen gestattet, die mit höchstens 16 A abgesichert sind
(höhere Absicherung nur nach Rücksprache mit der Rohde & Schwarz Firmengruppe).
7. Stecken Sie den Stecker nicht in verstaubte oder verschmutzte Steckdosen/-buchsen. Stecken Sie die
Steckverbindung/-vorrichtung fest und vollständig in die dafür vorgesehenen Steckdosen/-buchsen.
Missachtung dieser Maßnahmen kann zu Funken, Feuer und/oder Verletzungen führen.
8. Überlasten Sie keine Steckdosen, Verlängerungskabel oder Steckdosenleisten, dies kann Feuer oder
elektrische Schläge verursachen.
9. Bei Messungen in Stromkreisen mit Spannungen U
> 30 V ist mit geeigneten Maßnahmen Vorsorge
eff
zu treffen, dass jegliche Gefährdung ausgeschlossen wird (z.B. geeignete Messmittel, Absicherung,
Strombegrenzung, Schutztrennung, Isolierung usw.).
10. Bei Verbindungen mit informationstechnischen Geräten, z.B. PC oder Industrierechner, ist darauf zu
achten, dass diese der jeweils gültigen IEC 60950-1 / EN 60950-1 oder IEC 61010-1 / EN 61010-1
entsprechen.
11. Sofern nicht ausdrücklich erlaubt, darf der Deckel oder ein Teil des Gehäuses niemals entfernt
werden, wenn das Produkt betrieben wird. Dies macht elektrische Leitungen und Komponenten
zugänglich und kann zu Verletzungen, Feuer oder Schaden am Produkt führen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
12. Wird ein Produkt ortsfest angeschlossen, ist die Verbindung zwischen dem Schutzleiteranschluss vor
Ort und dem Geräteschutzleiter vor jeglicher anderer Verbindung herzustellen. Aufstellung und
Anschluss darf nur durch eine Elektrofachkraft erfolgen.
13. Bei ortsfesten Geräten ohne eingebaute Sicherung, Selbstschalter oder ähnliche Schutzeinrichtung
muss der Versorgungskreis so abgesichert sein, dass alle Personen, die Zugang zum Produkt haben,
sowie das Produkt selbst ausreichend vor Schäden geschützt sind.
14. Jedes Produkt muss durch geeigneten Überspannungsschutz vor Überspannung (z.B. durch
Blitzschlag) geschützt werden. Andernfalls ist das bedienende Personal durch elektrischen Schlag
gefährdet.
15. Gegenstände, die nicht dafür vorgesehen sind, dürfen nicht in die Öffnungen des Gehäuses
eingebracht werden. Dies kann Kurzschlüsse im Produkt und/oder elektrische Schläge, Feuer oder
Verletzungen verursachen.
16. Sofern nicht anders spezifiziert, sind Produkte nicht gegen das Eindringen von Flüssigkeiten
geschützt, siehe auch Abschnitt "Betriebszustände und Betriebslagen", Punkt 1. Daher müssen die
Geräte vor Eindringen von Flüssigkeiten geschützt werden. Wird dies nicht beachtet, besteht Gefahr
durch elektrischen Schlag für den Benutzer oder Beschädigung des Produkts, was ebenfalls zur
Gefährdung von Personen führen kann.
17. Benutzen Sie das Produkt nicht unter Bedingungen, bei denen Kondensation in oder am Produkt
stattfinden könnte oder ggf. bereits stattgefunden hat, z.B. wenn das Produkt von kalter in warme
Umgebung bewegt wurde. Das Eindringen von Wasser erhöht das Risiko eines elektrischen
Schlages.
18. Trennen Sie das Produkt vor der Reinigung komplett von der Energieversorgung (z.B. speisendes
Netz oder Batterie). Nehmen Sie bei Geräten die Reinigung mit einem weichen, nicht fasernden
Staublappen vor. Verwenden Sie keinesfalls chemische Reinigungsmittel wie z.B. Alkohol, Aceton,
Nitroverdünnung.
Betrieb
1. Die Benutzung des Produkts erfordert spezielle Einweisung und hohe Konzentration während der
Benutzung. Es muss sichergestellt sein, dass Personen, die das Produkt bedienen, bezüglich ihrer
körperlichen, geistigen und seelischen Verfassung den Anforderungen gewachsen sind, da
andernfalls Verletzungen oder Sachschäden nicht auszuschließen sind. Es liegt in der Verantwortung
des Arbeitsgebers/Betreibers, geeignetes Personal für die Benutzung des Produkts auszuwählen.
2. Bevor Sie das Produkt bewegen oder transportieren, lesen und beachten Sie den Abschnitt
"Transport".
3. Wie bei allen industriell gefertigten Gütern kann die Verwendung von Stoffen, die Allergien
hervorrufen - so genannte Allergene (z.B. Nickel) - nicht generell ausgeschlossen werden. Sollten
beim Umgang mit R&S-Produkten allergische Reaktionen, z.B. Hautausschlag, häufiges Niesen,
Bindehautrötung oder Atembeschwerden auftreten, ist umgehend ein Arzt aufzusuchen, um die
Ursachen zu klären und Gesundheitsschäden bzw. -belastungen zu vermeiden.
4. Vor der mechanischen und/oder thermischen Bearbeitung oder Zerlegung des Produkts beachten Sie
unbedingt Abschnitt "Entsorgung", Punkt 1.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
5. Bei bestimmten Produkten, z.B. HF-Funkanlagen, können funktionsbedingt erhöhte elektromagnetische Strahlungen auftreten. Unter Berücksichtigung der erhöhten Schutzwürdigkeit des ungeborenen Lebens müssen Schwangere durch geeignete Maßnahmen geschützt werden. Auch Träger
von Herzschrittmachern können durch elektromagnetische Strahlungen gefährdet sein. Der
Arbeitgeber/Betreiber ist verpflichtet, Arbeitsstätten, bei denen ein besonderes Risiko einer Strahlenexposition besteht, zu beurteilen und zu kennzeichnen und mögliche Gefahren abzuwenden.
6. Im Falle eines Brandes entweichen ggf. giftige Stoffe (Gase, Flüssigkeiten etc.) aus dem Produkt, die
Gesundheitsschäden verursachen können. Daher sind im Brandfall geeignete Maßnahmen wie z.B.
Atemschutzmasken und Schutzkleidung zu verwenden.
7. Falls ein Laser-Produkt in ein R&S-Produkt integriert ist (z.B. CD/DVD-Laufwerk), dürfen keine
anderen Einstellungen oder Funktionen verwendet werden, als in der Produktdokumentation beschrieben, um Personenschäden zu vermeiden (z.B. durch Laserstrahl).
8. EMV Klassen (nach EN 55011 / CISPR 11; sinngemäß EN 55022 / CISPR 22, EN 55032 / CISPR 32)
Gerät der Klasse A:
Ein Gerät, das sich für den Gebrauch in allen anderen Bereichen außer dem Wohnbereich und
solchen Bereichen eignet, die direkt an ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind,
das Wohngebäude versorgt.
Hinweis: Diese Einrichtung kann wegen möglicher auftretender leitungsgebundener als auch
gestrahlten Störgrößen im Wohnbereich Funkstörungen verursachen. In diesem Fall kann vom
Betreiber verlangt werden, angemessene Maßnahmen durchzuführen.
Gerät der Klasse B:
Ein Gerät, das sich für den Betrieb im Wohnbereich sowie in solchen Bereichen eignet, die direkt an
ein Niederspannungs-Versorgungsnetz angeschlossen sind, das Wohngebäude versorgt.
Reparatur und Service
1. Das Produkt darf nur von dafür autorisiertem Fachpersonal geöffnet werden. Vor Arbeiten am Produkt
oder Öffnen des Produkts ist dieses von der Versorgungsspannung zu trennen, sonst besteht das
Risiko eines elektrischen Schlages.
2. Abgleich, Auswechseln von Teilen, Wartung und Reparatur darf nur von R&S-autorisierten
Elektrofachkräften ausgeführt werden. Werden sicherheitsrelevante Teile (z.B. Netzschalter,
Netztrafos oder Sicherungen) ausgewechselt, so dürfen diese nur durch Originalteile ersetzt werden.
Nach jedem Austausch von sicherheitsrelevanten Teilen ist eine Sicherheitsprüfung durchzuführen
(Sichtprüfung, Schutzleitertest, Isolationswiderstand-, Ableitstrommessung, Funktionstest). Damit wird
sichergestellt, dass die Sicherheit des Produkts erhalten bleibt.
Batterien und Akkumulatoren/Zellen
Werden die Hinweise zu Batterien und Akkumulatoren/Zellen nicht oder unzureichend beachtet, kann dies
Explosion, Brand und/oder schwere Verletzungen von Personen, unter Umständen mit Todesfolge,
verursachen. Die Handhabung von Batterien und Akkumulatoren mit alkalischen Elektrolyten (z.B.
Lithiumzellen) muss der EN 62133 entsprechen.
1. Zellen dürfen nicht zerlegt, geöffnet oder zerkleinert werden.
2. Zellen oder Batterien dürfen weder Hitze noch Feuer ausgesetzt werden. Die Lagerung im direkten
Sonnenlicht ist zu vermeiden. Zellen und Batterien sauber und trocken halten. Verschmutzte
Anschlüsse mit einem trockenen, sauberen Tuch reinigen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
3. Zellen oder Batterien dürfen nicht kurzgeschlossen werden. Zellen oder Batterien dürfen nicht
gefahrbringend in einer Schachtel oder in einem Schubfach gelagert werden, wo sie sich gegenseitig
kurzschließen oder durch andere leitende Werkstoffe kurzgeschlossen werden können. Eine Zelle
oder Batterie darf erst aus ihrer Originalverpackung entnommen werden, wenn sie verwendet werden
soll.
4. Zellen oder Batterien dürfen keinen unzulässig starken, mechanischen Stößen ausgesetzt werden.
5. Bei Undichtheit einer Zelle darf die Flüssigkeit nicht mit der Haut in Berührung kommen oder in die
Augen gelangen. Falls es zu einer Berührung gekommen ist, den betroffenen Bereich mit reichlich
Wasser waschen und ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
6. Werden Zellen oder Batterien, die alkalische Elektrolyte enthalten (z.B. Lithiumzellen), unsachgemäß
ausgewechselt oder geladen, besteht Explosionsgefahr. Zellen oder Batterien nur durch den entsprechenden R&S-Typ ersetzen (siehe Ersatzteilliste), um die Sicherheit des Produkts zu erhalten.
7. Zellen oder Batterien müssen wiederverwertet werden und dürfen nicht in den Restmüll gelangen.
Akkumulatoren oder Batterien, die Blei, Quecksilber oder Cadmium enthalten, sind Sonderabfall.
Beachten Sie hierzu die landesspezifischen Entsorgungs- und Recycling-Bestimmungen.
Transport
1. Das Produkt kann ein hohes Gewicht aufweisen. Daher muss es vorsichtig und ggf. unter
Verwendung eines geeigneten Hebemittels (z.B. Hubwagen) bewegt bzw. transportiert werden, um
Rückenschäden oder Verletzungen zu vermeiden.
2. Griffe an den Produkten sind eine Handhabungshilfe, die ausschließlich für den Transport des
Produkts durch Personen vorgesehen ist. Es ist daher nicht zulässig, Griffe zur Befestigung an bzw.
auf Transportmitteln, z.B. Kränen, Gabelstaplern, Karren etc. zu verwenden. Es liegt in Ihrer
Verantwortung, die Produkte sicher an bzw. auf geeigneten Transport- oder Hebemitteln zu
befestigen. Beachten Sie die Sicherheitsvorschriften des jeweiligen Herstellers eingesetzter
Transport- oder Hebemittel, um Personenschäden und Schäden am Produkt zu vermeiden.
3. Falls Sie das Produkt in einem Fahrzeug benutzen, liegt es in der alleinigen Verantwortung des
Fahrers, das Fahrzeug in sicherer und angemessener Weise zu führen. Der Hersteller übernimmt
keine Verantwortung für Unfälle oder Kollisionen. Verwenden Sie das Produkt niemals in einem sich
bewegenden Fahrzeug, sofern dies den Fahrzeugführer ablenken könnte. Sichern Sie das Produkt im
Fahrzeug ausreichend ab, um im Falle eines Unfalls Verletzungen oder Schäden anderer Art zu
verhindern.
Entsorgung
1. Batterien bzw. Akkumulatoren, die nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden dürfen, darf nach Ende
der Lebensdauer nur über eine geeignete Sammelstelle oder eine Rohde & SchwarzKundendienststelle entsorgt werden.
2. Am Ende der Lebensdauer des Produktes darf dieses Produkt nicht über den normalen Hausmüll
entsorgt werden, sondern muss getrennt gesammelt werden.
Rohde & Schwarz GmbH & Co.KG ein Entsorgungskonzept entwickelt und übernimmt die Pflichten
der Rücknahme- und Entsorgung für Hersteller innerhalb der EU in vollem Umfang. Wenden Sie sich
bitte an Ihre Rohde & Schwarz-Kundendienststelle, um das Produkt umweltgerecht zu entsorgen.
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Grundlegende Sicherheitshinweise
3. Werden Produkte oder ihre Bestandteile über den bestimmungsgemäßen Betrieb hinaus mechanisch
und/oder thermisch bearbeitet, können ggf. gefährliche Stoffe (schwermetallhaltiger Staub wie z.B.
Blei, Beryllium, Nickel) freigesetzt werden. Die Zerlegung des Produkts darf daher nur von speziell
geschultem Fachpersonal erfolgen. Unsachgemäßes Zerlegen kann Gesundheitsschäden
hervorrufen. Die nationalen Vorschriften zur Entsorgung sind zu beachten.
4. Falls beim Umgang mit dem Produkt Gefahren- oder Betriebsstoffe entstehen, die speziell zu
entsorgen sind, z.B. regelmäßig zu wechselnde Kühlmittel oder Motorenöle, sind die
Sicherheitshinweise des Herstellers dieser Gefahren- oder Betriebsstoffe und die regional gültigen
Entsorgungsvorschriften einzuhalten. Beachten Sie ggf. auch die zugehörigen speziellen
Sicherheitshinweise in der Produktdokumentation. Die unsachgemäße Entsorgung von Gefahrenoder Betriebsstoffen kann zu Gesundheitsschäden von Personen und Umweltschäden führen.
Weitere Informationen zu Umweltschutz finden Sie auf der Rohde & Schwarz Home Page.
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Quality management
Certied Quality System
ISO 9001
and environmental
management
Sehr geehrter Kunde,
Sie haben sich für den Kauf
eines Rohde & Schwarz Produktes entschieden. Sie erhalten
damit ein nach modernsten Fertigungsmethoden hergestelltes
Produkt. Es wurde nach den
Regeln unserer Qualitäts- und
Umweltmanagementsysteme
entwickelt, gefertigt und geprüft.
Rohde & Schwarz ist unter anderem nach den Managementsystemen ISO 9001 und ISO 14001
zertifiziert.
Der Umwelt verpflichtet
❙ Energie-efziente,
RoHS-konforme Produkte
❙ Kontinuierliche
Weiterentwicklung nachhaltiger
Umweltkonzepte
❙ ISO 14001-zertiziertes
Umweltmanagementsystem
Dear customer,
You have decided to buy a
Rohde & Schwarz product. This
product has been manufactured
using the most advanced methods. It was developed, manufactured and tested in compliance
with our quality management
and environmental management systems. Rohde & Schwarz
has been certified, for example, according to the ISO 9001
and ISO 14001 management
systems.
Environmental commitment
❙ Energy-efcient products❙ Continuous improvement in
environmental sustainability
❙ ISO 14001-certied
environmental management
system
Certied Environmental System
ISO 14001
Cher client,
Vous avez choisi d’acheter un
produit Rohde & Schwarz. Vous
disposez donc d’un produit
fabriqué d’après les méthodes
les plus avancées. Le développement, la fabrication et les
tests de ce produit ont été effectués selon nos systèmes de
management de qualité et de
management environnemental.
La société Rohde & Schwarz a
été homologuée, entre autres,
conformément aux systèmes
de management ISO 9001 et
ISO 14001.
Engagement écologique
❙ Produits à efcience
énergétique
❙ Amélioration continue de la
durabilité environnementale
❙ Système de management
environnemental certié selon
ISO 14001
1171.0200.11 V 05.01
1171020011
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Customer Support
Technischer Support – wo und wann Sie ihn brauchen
Unser Customer Support Center bietet Ihnen schnelle, fachmännische Hilfe für die gesamte Produktpalette
von Rohde & Schwarz an. Ein Team von hochqualifizierten Ingenieuren unterstützt Sie telefonisch und
arbeitet mit Ihnen eine Lösung für Ihre Anfrage aus - egal, um welchen Aspekt der Bedienung,
Programmierung oder Anwendung eines Rohde & Schwarz Produktes es sich handelt.
Aktuelle Informationen und Upgrades
Um Ihr Gerät auf dem aktuellsten Stand zu halten sowie Informationen über Applikationsschriften zu Ihrem
Gerät zu erhalten, senden Sie bitte eine E-Mail an das Customer Support Center. Geben Sie hierbei den
Gerätenamen und Ihr Anliegen an. Wir stellen dann sicher, dass Sie die gewünschten Informationen
erhalten.
Das ROHDE & SCHWARZ Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 ist für die Verschaltung oder Verteilung von Signalen mittlerer Leistung bis 125 VDC bzw. Strömen bis
2 ADC vorgesehen. Über den R&S Analogbus können Spannungen und Ströme an
allen Schaltungsknoten gemessen und überwacht werden. Diese Funktionen sind
besonders wichtig, wenn einerseits der Strombedarf des Prüflings im Normalbetrieb,
andererseits im Standby-Betrieb gemessen werden muss. Über die Funktionalität
eines reinen Leistungsschaltmoduls hinaus können Kleinsignale im unteren MHzBereich mit hoher Qualität verschaltet werden.
Das R&S TS-PSM2 kann im R&S CompactTSVP und im R&S PowerTSVP eingesetzt
werden (TSVP = Test System Versatile Platform).
Der 96-polige Steckverbinder schließt mit dem TSVP-Gehäuse bündig ab und wird zur
Kontaktierung von Prüflingen verwendet. Gegebenenfalls kann zusätzlich ein Adapterrahmen benutzt werden.
Die Ansteuerung des R&S TS-PSM2erfolgt über den im R&S CompactTSVP und R&S
PowerTSVP vorhandenen CAN-Bus. Der Side-Steckverbinder und der System-Steckverbinder ermöglichen projektspezifische Erweiterungen.
Im Rear-I/O-Bereich kann zur R&S TS-PSM2 ein Rear Transmission Modul R&S TSPRIO verwendet werden. Dies ermöglicht das Ausleiten des lokalen Analogbus zur
Geräterückseite des R&S CompactTSVP oder R&S PowerTSVP.
1.2Sicherheitshinweise
Um bei der Verwendung berührgefährlicher Spannungen eine Gefährdung des Anwenders zu vermeiden, dürfen die Produktionstestplattform R&S CompactTSVP TS-PCA3
und R&S PowerTSVP TS-PWA3 niemals mit geöffnetem Gehäuse oder mit geöffneten
Front- bzw. Rückblenden betrieben werden. Die allgemeinen Sicherheitsvorschriften
sind zu beachten.
Bei Verschaltung von Signalen mit berührgefährlichen Spannungen über den Analogbus müssen alle beteiligten Module für diese Spannung spezifiziert sein.
3Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
Anwendung
Eigenschaften
Weitere Details zum Betrieb mit berührgefährlichen Spannungen siehe Kapitel 6.3,
"Hinweise zum Betrieb mit berührungsgefährlichen Spannungen", auf Seite 21.
1.3Eigenschaften
Tabelle 1-1: Eigenschaften R&S TS-PSM2
Eigenschaften R&S TS-PSM2
Schaltmodul für Versorgungen und Lasten bei mittlerer Leistung
Schalten von Spannungen bis 125 V
Schalten von Strömen bis 2 A
8 Relaisgruppen mit je:
1 Multiplexer 4:1, zweipolig, DPST
oder
1 Wechselkontakt, einpolig, SPDT mit Shunt-Widerstand
3 Schließkontakte, einpolig, SPST mit Shunt-Widerstand
1 Wechselkontakt, zweipolig, DPDT zum lokalen Powerbus/Side- Steckverbinder
Indirekte Strommessung über Shunt-Widerstände
Direkte Strommessung über R&S-Analogbus und Einsteckmodul R&S TS-PSAM (<1 A)
Selbsttest aller Relais über Analogbus und Einsteckmodul R&S TS-PSAM
Steuerbus: CAN
Einsatz im R&S CompactTSVP und R&S PowerTSVP
Tabelle 1-2: Eigenschaften R&S TS-PRIO
Eigenschaften R&S TS-PRIO
Direkte Ausleitung des lokalen Analogbus LABxy der R&S TS-PSM2 zum Steckverbinder an der Rückwand
Verschaltung des lokalen Analogbus LABxy der R&S TS-PSM2 über Relais zum Steckverbinder an der
Rückwand
Automatische Erkennung über SPI
4Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
2Ansicht
Ansicht
Bild 2-1 zeigt die Ansicht des Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2.
Bild 2-1: Ansicht des R&S TS-PSM2
Bild 2-2 zeigt die Ansicht des Rear Transmission Moduls R&S TS-PRIO.
Bild 3-1 und Bild 3-2 zeigen das Funktionsblockschaltbild und das Blockschaltbild des
Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2.
Bild 3-1: Funktionsblockschaltbild R&S TS-PSM2
6Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
ExtensionConnectorX20
Front Connector X10
Analog Bus
X30
Microcontroller
SPI
PXI Trigger Logic
Side Connector X40
System Connector X50
cPCI Connector X1
Local Analog Bus
Extension Connector X20
Blockschaltbild
Bild 3-2: Blockschaltbild R&S TS-PSM2
7Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
COM
PWR
X10
X30
X20
X1
X4
X50
X5
1
2
1
1
1
32
X40
7
8
1
7
4Aufbau
Aufbau
R&S TS-PSM2
4.1R&S TS-PSM2
4.1.1Mechanischer Aufbau
Das R&S TS-PSM2 ist als lange Einsteckkarte für den frontseitigen Einbau in das
TSVP-Gehäuse ausgeführt. Die Einbautiefe beträgt 300 mm, die Frontblende hat 4
Höheneinheiten.
Über die Steckverbinder X1/X20 werden die Verbindungen zur cPCIBackplane des
R&S CompactTSVP bzw. X20 zur Steuerbackplane des R&S PowerTSVP hergestellt.
Der Steckverbinder X30 verbindet das R&S TS-PSM2 mit der Analogbus-Backplane im
TSVP-Gehäuse. Der Prüfling und Peripherie werden über den frontseitigen Steckverbinder X10 angeschlossen. Der Side Connector X40 und der System Connector X50
können projektspezifisch genutzt werden. Die Steckverbinder X4 und X5 sind für
interne Zwecke.
Bild 4-1: Anordnung der Steckverbinder und LEDs R&S TS-PSM2
Tabelle 4-1: Steckverbinder am R&S TS-PSM2
KurzzeichenVerwendung
X1cPCI Connector
X4Clock Configuration
X5RS232 Interface
X10Front Connector
8Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
Aufbau
R&S TS-PRIO
KurzzeichenVerwendung
X20PXI/Extension Connector
X30Analog Bus Connector
X40Side Connector
X50System Connector
4.1.2Anzeigeelemente
Auf der Frontseite des R&S TS-PSM2 sind drei Leuchtdioden (LED) mit folgenden
Funktionen angeordnet:
Tabelle 4-2: Anzeigeelemente am R&S TS-PSM2
LEDBeschreibung
ERR
(rot)
COM
(gelb)
PWR
(grün)
Fehler:
Leuchtet, wenn nach dem Einschalten der Versorgungsspannung ein Fehler beim Einschalttest auf dem R&S TS-PSM2 entdeckt wird.
Kommunikation:
Leuchtet kurz auf, wenn ein Zugriff über das Interface auf das R&S TS-PSM2 erfolgt.
Versorgungsspannung:
Leuchtet, wenn alle Versorgungsspannungen vorhanden sind.
LED-Test:
Nach dem Einschalten der Spannung leuchten alle drei LEDs für ca. 1 Sekunde auf.
Damit wird sichergestellt, dass die 5-V-Versorgung vorhanden ist, die LEDs und der
Einschalttest funktionieren.
4.2R&S TS-PRIO
4.2.1Mechanischer Aufbau
Bild 4-2 zeigt die Anordnung der Steckverbinder des Rear Transmission Modul R&S
TS-PRIO.
9Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 20
R&S®TS-PSM2
X20
X401
X201
X202
X203
X204
X205
X206
X207
1
1
1
1
1
1
1
1
X402
X301
X302
X303
X304
1
111
X101
1
X102
1
X103
1
X104
1
K1
K2
K3
K4
K5
K6
K7
K8
Rear Connector X34
Aufbau
R&S TS-PRIO
Bild 4-2: Anordnung der Steckverbinder R&S TS-PRIO
4.2.2Anzeigeelemente
Auf der Rückwand des Moduls R&S TS-PRIO sind 4 Leuchtdioden (LED) angeordnet.
Die LEDs sind an die Steckverbinder X301 bis X304 geführt und können über Steckbrücken mit Signalen verbunden werden.
In der Auslieferungskonfiguration der Steckbrücken leuchtet die zugehörige LED, wenn
an R_AUXn Spannung anliegt. Die Helligkeit ist spannungsabhängig.
Tabelle 4-3: Anzeigeelemente R&S TS-PRIO
LEDleuchtet, wenn
H1an R_AUX1 eine Spannung > 3V anliegt
H2an R_AUX2 eine Spannung > 3V anliegt
H3an R_AUX3 eine Spannung > 3V anliegt
H4an R_AUX4 eine Spannung > 3V anliegt
10Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 21
R&S®TS-PSM2
5Funktionsbeschreibung
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PSM2
5.1R&S TS-PSM2
(siehe Kapitel 3, "Blockschaltbild", auf Seite 6)
5.1.1Signalkonzept
Durch die Konstruktion des Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 ist eine gute Führung von Last- und Messpfaden garantiert. Dabei werden sowohl „Force“-Kanäle mit
hohen Strömen als auch „Sense“-Kanäle von Spannungs-/Stromquellen oder Lasten
über das R&S TS-PSM2 an den Prüfling geführt. In umgekehrter Richtung können
Prüflinge mit ein- oder mehrpoligen Lasten verschaltet werden. Acht zweipolige 4zu-1-Multiplexer ermöglichen die Auswahl von je vier Messsignalen. Diese können
über die Local Power Busse (LPBA und LPBB) zu größeren Multiplexern konfiguriert
oder auf GND gelegt werden.
Durch den Zugang zum R&S Analogbus können alle Eingangskanäle mit Mess- und
Stimulimodulen des R&S CompactTSVP verbunden werden, ohne dass eine externe
Zusatzverdrahtung notwendig ist.
Um auch hohe Ströme ohne störende Spannungsabfälle messen zu können, sind in
jedem Kanal niederohmige Shunt-Widerstände (22 mΩ) eingefügt. Über diese ShuntWiderstände kann der aktuelle Strom indirekt als Spannungswert gemessen werden.
Alle Kanäle sind niederohmig und geschirmt ausgeführt. Dadurch werden Spannungsabfälle und Übersprechen gering gehalten.
5.1.2Systemfunktionen
Die Systemfunktionen werden über einen lokalen Prozessor mit internem Flash realisiert. Zusätzlich ist ein externes SRAM vorhanden.
Die Kommunikation mit dem Systemcontroller im CompactTSVP erfolgt über den CANBus.
Die Funktionen des R&S TS-PSM2 lassen sich wie folgt zusammenfassen:
●
Analoger Funktionstest
●
Verschaltung von Spannungs-/Stromquellen
●
Verschaltung von Prüflingslasten
(Originallasten, simulierte/elektronische Lasten)
●
Schaltersimulation
●
Power-Multiplexer
11Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 22
R&S®TS-PSM2
Front Connector X10
CHx_HI2
CHx_LO2
CHx_LO1
CHx_HI1
CHx_HI3
CHx_LO3
CHx_HI4
CHx_LO4
CHx_HI
CHx_LO
Local Analog Bus
Side Connector
LABx1
LABx2
CHx_HI1
CHx_LO1
CHx_HI
CHx_LO
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PSM2
5.1.3Flexibilität
Der Aufbau des R&S TS-PSM2 sowie der weite Spannungs- und Strombereich,
zusammen mit der Nutzbarkeit bis in den unteren MHz- Bereich, garantieren ein hohes
Maß an Flexibilität und einen weiten Einsatzbereich. Selbst komplexe und dennoch flexible Lastsysteme mit Originallasten und/oder elektronische Lasten können durch
modulinternes Mehrfachverbinden realisiert werden.
Bild 5-1 zeigt das Grundprinzip mit einer Schaltgruppe mit vier Schaltelementen. Die
Detail-Realisierung mit zwei Umschaltkontakten bringt Vorteile bei gesensten Strommessungen, weil der Kontaktwiderstand des Relais nicht als Fehler eingeht. Dieses
muss aber bei der Funktion nicht betrachtet werden.
Bild 5-1: Schaltgruppe
Diese Schaltgruppe existiert acht mal auf dem R&S TS-PSM2-Modul. Je vier Eingangskanäle können zweipolig auf einen eigenen Mux-Bus verschaltet werden. Jeder
Bus kann zusätzlich auf den lokalen Analogbus LABxx (max. 1 A), den lokalen Powerbus LPBx oder den Side- Steckverbinder geschaltet werden.
Über den R&S Analogbus können die Eingangskanäle mit der R&S CompactTSVPMesstechnik und PXI-Messtechnik verbunden werden. Der lokale Analogbus ist auch
an den Steckverbinder X20 geführt. Hier können von der Geräterückseite des R&S
CompactTSVP, über entsprechende Rear-I/O-Module, Signale angeschlossen werden.
Die lokalen Powerbus-Leitungen sind am Side-Steckverbinder X40 abgreifbar. Hier
können Standard-PXI-Module, die üblicherweise keinen Relaismultiplexer besitzen,
seitlich über Flachbandkabel Zugang zu den Multiplexern bzw. zum R&S Analogbus
12Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 23
R&S®TS-PSM2
CHx_HI2...4
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PSM2
erhalten. Eine andere Anwendung sind die Integration von projektspezifische Ergänzungen über den Side- und System-Steckverbinder X50 (z.B. passive Lasten,
Abschlusswiderstände, Spannungsteiler usw.).
5.1.4Kompaktheit
Der äußerst Platz sparende Aufbau des R&S TS-PSM2 (ein Slot) mit 112 Relais
ermöglicht den Aufbau von sehr leistungsfähigen und kompakten Mess- und Lastsystemen mit bis zu 12 Modulen im R&S CompactTSVP und 16 Modulen im R&S PowerTSVP. Diese Mess- und Lastsysteme können direkt in Fertigungszellen und damit
sehr kosteneffizient integriert werden.
5.1.5Störsicherheit
Ein optimales Verhalten bezüglich elektrischen Störgrößen oder Temperaturerhöhungen wird durch die Steuerung über den seriellen, differenziellen CAN-Bus (Controller
Area Network) erreicht.
5.1.6.3Strommessung - Indirekt, über Shunt-Widerstand
Der Stromkreis wird über das Relais geschlossen bzw. geöffnet. Der Spannungsabfall
am Shunt-Widerstand wird über den R&S Analogbus mit einem Voltmeter gemessen.
Aus der Spannung und dem Wert des Shunts kann der Strom berechnet werden. Der
zweite Relaiskontakt wird dazu verwendet, den Messfehler durch den Widerstand des
Schaltkontakts zu eleminieren.
Bild 5-4: Strommessung - Indirekt, über Shunt-Widerstand
5.1.6.4Strommessung - Direkt, bis 1 A
Der Strom wird mit einem Strommessgerät direkt über den Analog Bus gemessen.
Bild 5-5: Strommessung - Direkt, bis 1 A
5.1.6.5Multiplexer - Prüflingssignale
Es können bis zu vier Prüflingssignale auf einen gemeinsamen, lokalen Bus gemultiplext werden. Bei Bedarf kann der lokale Bus bis zu drei weitern lokalen Bussen oder
mit dem globalen R&S Analogbus verbunden werden.
14Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 25
R&S®TS-PSM2
CH1_HI1
CH1_LO1
CH1_HI2
CH1_LO2
CH1_HI3
CH1_LO3
CH1_HI4
CH1_LO4
CH1_HI
Local Analog Bus/
Analog Bus
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PSM2
Bild 5-6: Multiplexer - Prüflingssignale
5.1.6.6Multiplexer - CompactPCI/PXI-Instrumente
Über den Side-Steckverbinder und einen zweipoligen Wechselkontakt können die Signale benachbarter CompactPCI/PXI-Module auf den lokalen Multiplexer-Bus gebracht
werden. Zusätzlich ist ein Routen auf den globalen R&S Analogbus möglich.
Über den lokalen R&S Analogbus und ein optionales, projektspezifisches Rear-I/OModul können die Signale externer Komponenten auf den lokalen Multiplexer-Bus
gebracht werden. Zusätzlich ist ein Routen auf den globalen R&S Analogbus möglich.
16Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 27
R&S®TS-PSM2
CH1_HI1
CH1_LO1
CH1_HI2
CH1_LO2
CH1_HI3
CH1_LO3
CH1_HI
Local Analog Bus
External
Instrument
Cable
RIO
Connector
Backplane
Connector
RIO
Module
CH1_HI4
CH1_LO4
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PRIO
Bild 5-8: Multiplexer - Externe Komponenten, bis 1 A
5.2R&S TS-PRIO
5.2.1Verschaltung Analogbus
Das Modul R&S TS-PRIO enthält acht Mal die nachfolgende Verschaltung (hier
exemplarisch für Kanal 1 gezeigt).
17Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 28
R&S®TS-PSM2
7
8
5
6
SW control bit 0
CH1A_COM_X20
CH1B_COM_X20
2
1
3
CH1A_NO
½ K1
CH1A_COM
CH1_CTRL_X20
CH1B_NO
½ K1
CH1B_COM
4
X34
X201
X20
VC
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PRIO
Bild 5-9: Schaltbild Kanal 1 R&S TS-PRIO
X201 bis X207 sind 10 polige Steckverbinder, von denen nur 8 Kontakte für einen
Kanal verwendet werden. Dadurch ist X201.9 (CH2B_NO) der erste Kontakt für Kanal
2, X202.7 für Kanal 3 usw. Dadurch gilt obige Kontaktbelegung NUR für Kanal 1. Alle
weiteren Kanäle verschieben sich um 2 Kontakte gegenüber den vorigen Kanal.
Auch die Steckbrücken sind auf den Kanälen unterschiedlich gesteckt!
Die lokalen Analogbusleitungen der R&S TS-PSM2 kommen an den CHxA_COM_X20
- Leitungen an. Es gilt folgende Kontakttabelle.
Tabelle 5-1: Verschaltung des lokalen Analogbus auf R&S TS-PRIO
Lokaler AnalogbusR&S TS-PRIO Signal
LABA1CH1A_COM_X20
LABB1CH2A_COM_X20
18Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 29
R&S®TS-PSM2
Funktionsbeschreibung
R&S TS-PRIO
Lokaler AnalogbusR&S TS-PRIO Signal
LABA2CH3A_COM_X20
LABB2CH4A_COM_X20
LABC1CH5A_COM_X20
LABD1CH6A_COM_X20
LABC2CH7A_COM_X20
LABD2CH8A_COM_X20
Die R&S TS-PSM2 Software kann über die folgende Funktion das Relais in obigem
Schaltbild schalten. Dann wird zusätzlich das am Analogbus bzw. CHxA_COM_X20
anliegende Signal zum Pin CHxA_NO geführt.
Es gilt folgende Übersetzungstabelle zwischen den Namen in der Software und dem
Pinnamen:
Tabelle 5-2: Abbildung der SW-Namen auf R&S TS-PRIO Signale
Name in SWR&S TS-PRIO Signal
ILa1CH1A_NO
ILb1CH2A_NO
ILa2CH3A_NO
ILb2CH4A_NO
ILc1CH5A_NO
ILd1CH6A_NO
ILc2CH7A_NO
ILd2CH8A_NO
5.2.2Verschaltung AUX-Leitungen
Die AUX - Leitungen AUX1_X20 und AUX2_X20 können durch Setzen einer Steckbrücke an den Rückwand-Steckverbinder X34 geschaltet werden.
Tabelle 5-3: Verschaltung der AUX-Leitungen
Signal an X20SteckbrückeSignal an X34
AUX1_X20X301. 5-6R_AUX1
AUX2_X20X302. 5-6R_AUX2
Die Signal R_AUX3 und R_AUX4 sind für zukünftige Erweiterungen reserviert.
19Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 30
R&S®TS-PSM2
6Inbetriebnahme
Inbetriebnahme
Installation R&S TS-PRIO
6.1Installation R&S TS-PSM2
Zur Installation des Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 ist wie folgt vorzugehen:
●
Herunterfahren und Ausschalten des TSVP.
●
Auswahl eines geeigneten frontseitigen Steckplatzes. Siehe hierzu Bedienhandbuch „CompactTSVP R&S TS-PCA3“ bzw. „PowerTSVP R&S TS-PWA3“ jeweils
Kapitel „Erlaubte Modulkonfigurationen“.
●
Entfernen der entsprechenden Teilfrontplatte an der Rückseite des TSVP-Gehäuse
durch Lösen der Schrauben.
Beschädigung der Backplane durch verbogene Pins
Durch verbogene Pins kann die Backplane dauerhaft beschädigt werden.
Die Backplane-Steckverbinder sind auf verbogene Pins zu überprüfen.
Verbogene Pins müssen ausgerichtet werden.
Beim Einschieben des Einsteckmoduls ist dieses mit beiden Händen zu führen und
vorsichtig in die Backplane-Steckverbinder einzudrücken.
●
Einschieben des Einsteckmoduls mit mäßigem Druck
●
Der obere Fangstift des Einsteckmoduls muss in die rechte Bohrung, der untere in
die linke Bohrung am TSVP-Gehäuse geführt werden
●
Das Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 ist richtig eingeschoben, wenn ein
deutlicher Anschlag zu spüren ist.
●
Die Schrauben oben und unten an der Frontplatte des Multiplex/Schalt-Modul R&S
TS-PSM2 festschrauben.
6.2Installation R&S TS-PRIO
Zur Installation des Moduls R&S TS-PRIO ist wie folgt vorzugehen:
●
Voraussetzung ist die Installation des Moduls R&S TS-PSM2.
●
Entsprechenden Rear-I/O-Slot zum Modul R&S TS-PSM2 auswählen.
●
Entfernen der entsprechenden Teilfrontplatte an der Rückseite des TSVP-Gehäuse
durch Lösen der Schrauben.
20Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 31
R&S®TS-PSM2
Inbetriebnahme
Hinweise zum Betrieb mit berührungsgefährlichen Spannungen
Beschädigung der Backplane durch verbogene Pins
Durch verbogene Pins kann die Backplane dauerhaft beschädigt werden.
Die Backplane-Steckverbinder sind auf verbogene Pins zu überprüfen.
Verbogene Pins müssen ausgerichtet werden.
Beim Einschieben des Einsteckmoduls ist dieses mit beiden Händen zu führen und
vorsichtig in die Backplane-Steckverbinder einzudrücken.
●
Das Modul R&S TS-PRIO mit mäßigem Druck einschieben.
●
Das Modul R&S TS-PRIO muss besonders vorsichtig eingeschoben werden, damit
der Stecker korrekt in die Führung des Steckerbinders in der Backplane eingeführt
wird. Der Stecker darf nicht versetzt eingeführt werden. Die kurzen Leiterplattenführungen allein gewährleisten keine absolut sichere Führung.
●
Das Modul R&S TS-PRIO ist richtig eingeschoben, wenn ein deutlicher Anschlag
zu spüren ist.
●
Die beiden Befestigungsschrauben an der Frontplatte des Moduls R&S TS-PRIO
festschrauben.
6.3Hinweise zum Betrieb mit berührungsgefährlichen
Spannungen
Die folgenden Spannungs-Grenzwerte gelten nach der EN 61010-1 als „gefährlich
aktiv“.
●
70 V DC
●
33 V AC eff
●
46.7 V AC peak
Bei Betrieb des Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 oberhalb dieser SpannungsGrenzwerte sind die Vorschriften der EN 61010-1 zu beachten.
Das Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 und die Test System Versatile Platform
R&S CompactTSVP sind für eine maximale Spannung von 125 V zwischen erdfreien
Messgeräten, Analogbussen und GND ausgelegt. Es muss darauf geachtet werden,
dass diese Grenze auch bei Summation von Spannungen zu keiner Zeit, also auch
nicht durch Wechselsignale, überschritten wird.
Bild 6-1 zeigt einige typische zulässige Spannungskonfigurationen zwischen Analog-
bussen und Masse.
21Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 32
R&S®TS-PSM2
0...125 V
0...125 V
0...125 V
125 V max!!
5 V
120 V
125 V max!!
-
125 V
125 V
125 V max!!
125 V
125 V max!!
floating
Analog
bus
125 V max
signals
125 V max
125 V max
Inbetriebnahme
Hinweise zum Betrieb mit berührungsgefährlichen Spannungen
Bild 6-1: Zulässige Spannungen an Analogbusleitungen
Aus Brandschutzgründen wird nach EN 61010-1 empfohlen, bei DC-Quellen Strom
bzw. die Leistung auf 150 VA zu begrenzen.
22Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 33
R&S®TS-PSM2
7Software
Software
Software R&S TS-PSM2
7.1Software R&S TS-PSM2
7.1.1Treibersoftware
Für die Ansteuerung des Multiplex/Schalt-Modul R&S TS-PSM2 steht ein LabWindows
IVI Treiber zur Verfügung, der die Klasse IVI SWTCH unterstützt. Alle Zusatzfunktionen der Hardware werden über spezifische Erweiterungen des Treibers bedient. Der
Treiber ist Bestandteil der ROHDE & SCHWARZ GTSL-Software. Alle Funktionen des
Treibers sind in der Online-Hilfe und in den LabWindows/CVI Function-Panels ausführlich dokumentiert.
Bei der Treiberinstallation werden die folgenden Softwaremodule installiert:
Tabelle 7-1: Treiberinstallation R&S TS-PSM2
ModulPfadAnmerkung
rspsm2.dll<GTSL Verzeichnis>\
Bin
rspsm2.hlp
/
rspsm2.chm
rspsm2.fp<GTSL Verzeichnis>\
<GTSL Verzeichnis>\
Bin
Bin
Treiber
Hilfedatei
LabWindows CVI-Function-Panel-File, Function-Panels für
CVI-Entwicklungsumgebung
rspsm2.sub<GTSL Verzeichnis>\
rspsm2.lib<GTSL Verzeichnis>\
rspsm2.h<GTSL Verzeichnis>\
Zum Betrieb des Treibers sind die IVI- und VISA-Bibliotheken von National Instruments
notwendig.
7.1.2Softpanel
Dem Software-Paket des R&S TS-PSM2 ist ein sogenanntes Softpanel beigefügt. Dieses setzt auf dem IVI-Treiber auf und ermöglicht dem Anwender die interaktive Bedienung des Moduls.
Bin
Bin
Include
LabWindows CVI-Attribute-Datei. Diese Datei wird von
einigen „Function Panels“ benötigt.
Import-Bibliothek
Header-Datei zum Treiber
23Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 34
R&S®TS-PSM2
Software
Software R&S TS-PSM2
Bild 7-1: Softpanel R&S TS-PSM2
7.1.3Programmierbeispiel
7.1.3.1Programmierung mit GTSL Bibliotheken
/*
This example connects TS-PSM2 channel 1 to different internal
and external switch channels.
Error handling is not considered in this sample in order to
keep it easy to read. The return status should be checked for
"errorOccured" after each library call.
The following configuration files are used in this example:
24Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 35
R&S®TS-PSM2
Software
Software R&S TS-PSM2
physical.ini
------------
[device->psm2_7]
Description = "TS-PSM2, Slot 7"
Type = PSM2
ResourceDesc = CAN0::0::2::7
DriverDll = rspsm2.dll
DriverPrefix = rspsm2
DriverOption = "Simulate=0,RangeCheck=1"
; the analog bus pseudo device is used by the switch manager
[device->abus]
Type = AB
Psm2Application.ini
-------------------
[bench->switch]
; configure the TS-PSM2 as switch device
SwitchDevice1 = device->psm2_7
AnalogBus = device->abus
AppChannelTable = io_channel->switch
; configure the switch channels
[io_channel->switch]
; TS-PSM2 channels
CH1 = psm2_7!CH1
CH1_1 = psm2_7!CH1_1
CH1_HI = psm2_7!CH1_HI
CH1_LO = psm2_7!CH1_LO
; TS-PSM2 local power bus
LPBA = psm2_7!LPBA
; TS-PSM2 local analog bus
LABa1 = psm2_7!LABa1
LABa2 = psm2_7!LABa2
; TSVP system wide analog bus
ABa1 = abus!ABa1
ABa2 = abus!ABa2
*/
#include "resmgr.h"
#include "swmgr.h"
25Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 36
R&S®TS-PSM2
Software
Software R&S TS-PSM2
int main (int argc, char *argv[])
{
long residSwmgr; /* resource ID for switch manager library */
short errorOccurred = 0;
long errorCode = 0;
char errorMessage [GTSL_ERROR_BUFFER_SIZE] = "";
/* load the physical and application configuration files */
Error handling is not considered in this sample in order to
keep it easy to read. The return status should be checked for
VI_SUCCESS after each driver call.
*/
#include "rspsm2.h"
int main (int argc, char *argv[])
{
ViSession vi;
ViStatus status;
/*
open a session to the device driver. The resource descriptor
depends on the slot number of the module and must be adapted
to the target system.
*/
status = rspsm2_InitWithOptions ("CAN0::0::2::7::INSTR",
VI_TRUE,
VI_TRUE,
"Simulate=0,RangeCheck=1",
&vi);
/* connect channel 1 to Local Power Bus A */
status = rspsm2_Connect (vi, "CH1", "LPBA");
/* connect channel 1 to front connector */
status = rspsm2_Connect (vi, "CH1", "CH1_1");
/* connect channel 1 HI to local analog bus line */
status = rspsm2_Connect (vi, "CH1_HI", "LABa1");
/* connect channel 1 LO to local analog bus line */
status = rspsm2_Connect (vi, "CH1_LO", "LABa2");
27Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 38
R&S®TS-PSM2
Software
Software R&S TS-PRIO
/* connect local analog bus line to analog bus line on back plane */
status = rspsm2_Connect (vi, "ABa1", "LABa1");
/* connect local analog bus line to analog bus line on back plane */
status = rspsm2_Connect (vi, "ABa2", "LABa2");
/* wait until relays have settled; timeout 500 ms */
status = rspsm2_WaitForDebounce (vi, 500.0);
/* disconnect channel 1 from front connector */
status = rspsm2_Disconnect (vi, "CH1", "CH1_1");
/* wait until relay has settled; timeout 500 ms */
status = rspsm2_WaitForDebounce (vi, 500.0);
/* disconnect the rest */
status = rspsm2_DisconnectAll(vi);
/* close the driver session */
status = rspsm2_close (vi);
return 0;
}
7.2Software R&S TS-PRIO
Für die einfache Ausleitung der LABxy-Pins einer R&S TS-PSM2 ist keine Software
erforderlich. Sollen aber die Relais auf der R&S TS-PRIO verwendet werden, so muss
die Software für R&S TS-PSM2 korrekt installiert sein.
Unterstützung für R&S TS-PRIO ist ab den folgenden Versionen der R&S TS-PSM2 Software vorhanden :
Firmware: psm2.h86 ab Version 1.05 (GTSL Version 2.81)
Drivers:rspsm2.dll ab Version 1.11 (GTSL Version 2.81)
Die Firmware kann mit dem Werkzeug "Firmware Update" aktualisiert werden. Starten
des Werzeuges über
Das R&S TS-PSM2 besitzt integrierte Selbsttestfähigkeit. Folgende Tests sind implementiert:
●
LED-Test
●
Einschalttest
●
TSVP-Selbsttest
8.1.1LED-Test
Nach dem Einschalten leuchten alle drei LEDs für ca. drei Sekunden auf. Dies signalisiert, dass die dafür benötigten Versorgungsspannungen anliegen und alle LEDs in
Ordnung sind. Folgende Aussagen können über die verschiedenen Anzeigezustände
gemacht werden:
Tabelle 8-1: Aussagen zum LED-Test
LEDBeschreibung
eine einzelne LED
leuchtet nicht
alle LEDs leuchten
nicht
Hardwareproblem auf dem Modul
LED defekt
+5 V-Versorgungsspannung fehlt
8.1.2Einschaltest
Parallel zum LED-Test verläuft der Einschalttest. Folgende Aussagen können über die
verschiedenen Anzeigezustände der LEDs gemacht werden.
Tabelle 8-2: Aussagen zum Einschalttest
LEDBeschreibung
PWR LED (grün) anVersorgungsspannung vorhanden
PWR LED (grün) ausVersorgungsspannung fehlt
ERR LED (rot) auses liegt kein Fehler vor
ERR LED (rot) an oder blinktHardwarefehler liegt vor (Prozessor startet nicht,
SPI Fehler)
29Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
Page 40
R&S®TS-PSM2
Selbsttest
Selbsttest R&S TS-PRIO
8.1.3TSVP-Selbsttest
Im Rahmen des TSVP-Selbsttests wird ein tiefgehender Test des Moduls R&S TSPSM2 durchgeführt und ein ausführliches Protokoll generiert. Dies geschieht über die
„Selbsttest Support Library“.
Das Analoge Stimulus- und Messmodul R&S TS-PSAM wird als Messeinheit im TSVPSelbsttest verwendet. Durch Messungen über den Analogbus wird die Funktion der
Module im System sichergestellt.
Dabei werden zunächst der Analogbus und der lokale Powerbus auf unzulässige
Spannungen geprüft. Diese Spannungen könnten eventuell von außen kommen, z.B.
durch rückseitig angeschlossene Quellen. Nach einer Isolationsmessung zwischen den
Bussen werden alle Relais (Coupling-, Matrix-, Local Powerbus-, Multiplexer-, SenseRelais) und die Shunt-Widerstände geprüft.
Informationen zum Starten des Selbsttests und zur Reihenfolge der notwendigen
Arbeitsschritte sowie eine detaillierte Beschreibung der geprüften Parameter und
Abläufe befindet sich im Service Manual R&S CompactTSVP / R&S PowerTSVP.
8.2Selbsttest R&S TS-PRIO
Das Modul R&S TS-PRIO kann vom vorne eingesteckten Modul R&S TS-PSM2 automatisch erkannt werden.
Im TSVP-Selbsttest taucht das Modul daher als prüfbares Modul auf. Beim Ausführen
des Selbsttest wird die Modulkennung eingelesen und das Ergebnis in den Report
geschrieben.
Tabelle 9-3: Belegung X10 (Die fett gedruckten Signale sind High Power)
PinABC
1CH1_HI1CH1_LO1CH1_THRU
2CH1_HI2CH1_LO2CH1_HI3
3CH1_LO3CH1_HI4CH1_LO4
4CH1_HICH1_LOCH2_HI1
5CH2_LO1CH2_THRUCH2_HI2
6CH2_LO2CH2_HI3CH2_LO3
7CH2_HI4CH2_LO4CH2_HI
8CH2_LOCH3_HI1CH3_LO1
9CH3_THRUCH3_HI2CH3_LO2
10CH3_HI3CH3_LO3CH3_HI4
11CH3_LO4CH3_HICH3_LO
12CH4_HI1CH4_LO1CH4_THRU
13CH4_HI2CH4_LO2CH4_HI3
14CH4_LO3CH4_HI4CH4_LO4
15CH4_HICH4_LOCH5_HI1
16CH5_LO1CH5_THRUCH5_HI2
33Bedienhandbuch 1178.2773.03 ─ 01
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R&S®TS-PSM2
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Schnittstellenbeschreibung
R&S TS-PSM2
PinABC
17CH5_LO2CH5_HI3CH5_LO3
18CH5_HI4CH5_LO4CH5_HI
19CH5_LOCH6_HI1CH6_LO1
20CH6_THRUCH6_HI2CH6_LO2
21CH6_HI3CH6_LO3CH6_HI4
22CH6_LO4CH6_HICH6_LO
23CH7_HI1CH7_LO1CH7_THRU
24CH7_HI2CH7_LO2CH7_HI3
25CH7_LO3CH7_HI4CH7_LO4
26CH7_HICH7_LOCH8_HI1
27CH8_LO1CH8_THRUCH8_HI2
28CH8_LO2CH8_HI3CH8_LO3
29CH8_HI4CH8_LO4CH8_HI
30CH8_LOGNDGND
31GNDGNDGND
32GNDGNDCHA-GND
Das Signal CHA_GND ist mit der Frontplatte der Baugruppe und über zwei 10 nF Kondensatoren mit GND verbunden. Die Frontplatte selbst hat keine direkte Verbindung zu
GND. Bei Anschluss eines Prüflings soll Prüflings-GND an GND angeschlossen werden. GND und CHA_GND zur Vermeidung von Brummschleifen nicht verbinden.