Ktm 65 XC User Manual [de]

Page 1
BEDIENUNGSANLEITUNG 2009
65 SX 65 XC
ART. NR. 3211345de
Page 2
Page 3
LIEBER KTM KUNDE 1
LIEBERKTM KUNDE
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen sportlichen Motorrades, das Ihnen und Ihrem Kind bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Fahrgestellnummer ( S. 9) Händlerstempel
Motornummer ( S. 9)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Anga­ben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und ähnliches ohne vorheri­ger Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglich­keiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
© 2009 by KTM-Sportmotorcycle AG, Mattighofen Österreich Alle Rechte vorbehalten Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
ISO 9001(12 100 6061) Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu höchstmöglicher Produktqualität führen. Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG 5230 Mattighofen, Österreich
Page 4
INHALTSVERZEICHNIS 2
INHALTSVERZEICHNIS
DARSTELLUNGSMITTEL ..................................................... 4
WICHTIGE HINWEISE.......................................................... 5
FAHRZEUGANSICHT ........................................................... 7
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung) ................ 7
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)............. 8
LAGE DER SERIENNUMMERN............................................. 9
Fahrgestellnummer.......................................................... 9
Motornummer ................................................................. 9
Federbeinartikelnummer .................................................. 9
BEDIENUNGSELEMENTE.................................................. 10
Gasdrehgriff.................................................................. 10
Kupplungshebel ............................................................ 10
Handbremshebel ........................................................... 10
Kurzschlusstaster .......................................................... 10
Kraftstoffhahn............................................................... 10
Tankverschluss öffnen.................................................... 11
Tankverschluss schließen............................................... 11
Choke........................................................................... 11
Schalthebel .................................................................. 11
Kickstarter.................................................................... 12
Fußbremshebel ............................................................. 12
Seitenständer (XC)......................................................... 12
Plug-in-Ständer (SX)...................................................... 12
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR
INBETRIEBNAHME ........................................................... 13
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme................................ 13
Motor einfahren............................................................. 14
FAHRANLEITUNG ............................................................. 15
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme......................... 15
Startvorgang.................................................................. 15
Anfahren ...................................................................... 16
Schalten, Fahren........................................................... 16
Abbremsen ................................................................... 16
Anhalten, Parken........................................................... 17
Kraftstoff tanken ........................................................... 17
SERVICEPLAN .................................................................. 19
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. .......... 19
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)............................................................... 20
Durchführung von dringenden Kontroll- und
Pflegearbeiten durch die aufsichtsführende Person........... 20
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR...... 21
Motorrad aufbocken....................................................... 21
Motorrad vom Montageständer nehmen............................ 21
Druckstufendämpfung des Federbeins einstellen .............. 21
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen ................. 21
Maß Hinterrad entlastet ermitteln ................................... 22
Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren .......... 22
Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren ................... 22
Federvorspannung des Federbeins einstellen x............... 23
Federbein ausbauen x.................................................. 23
Federbein einbauen x.................................................. 23
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen...................... 24
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen ......................... 24
Fahrzeugniveau ............................................................. 24
Gabelüberstand einstellen x......................................... 25
Gabelbeine entlüften ..................................................... 25
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen...................... 26
Steuerkopflagerspiel kontrollieren ................................... 26
Steuerkopflagerspiel einstellen x................................... 27
Gabelbeine ausbauen x................................................ 27
Gabelbeine einbauen x ................................................ 27
Gabelschutz ausbauen x .............................................. 28
Gabelschutz einbauen x............................................... 29
Untere Gabelbrücke ausbauen x ................................... 29
Untere Gabelbrücke einbauen x.................................... 30
Steuerkopflager schmieren x ........................................ 30
Kotflügel vorne ausbauen ............................................... 31
Kotflügel vorne einbauen................................................ 31
Startnummerntafel ausbauen.......................................... 31
Startnummerntafel einbauen .......................................... 31
Lenkerposition .............................................................. 32
Lenkerposition einstellen x........................................... 32
Gasbowdenzugspiel kontrollieren..................................... 33
Gasbowdenzugspiel einstellen x.................................... 33
Kettenverschmutzung kontrollieren.................................. 33
Kette reinigen ............................................................... 33
Kettenspannung kontrollieren ......................................... 34
Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau....... 34
Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren............ 34
Kettenspannung einstellen ............................................. 35
Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle ..................... 35
Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau........... 36
Kettenführung einstellen x........................................... 36
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen................. 36
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung
kontrollieren.................................................................. 36
Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln x........ 37
Bremsscheiben kontrollieren........................................... 37
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren ...................... 38
Grundstellung des Handbremshebels einstellen................ 38
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse
kontrollieren.................................................................. 38
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x........ 39
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren................ 40
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x............... 40
Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x ............... 41
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x ............... 41
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren ........................ 42
Leerweg des Fußbremshebels einstellen x...................... 42
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x ............. 43
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse
kontrollieren.................................................................. 43
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x ........ 44
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren................ 44
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x............... 45
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x................ 45
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x................ 46
Vorderrad ausbauen x.................................................. 47
Vorderrad einbauen x................................................... 47
Hinterrad ausbauen x .................................................. 48
Hinterrad einbauen x................................................... 48
Reifenzustand kontrollieren ............................................ 49
Reifenluftdruck kontrollieren .......................................... 49
Speichenspannung kontrollieren ..................................... 50
Sitzbank abnehmen....................................................... 50
Sitzbank montieren........................................................ 50
Kühlsystem................................................................... 51
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren .......... 51
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren.................................. 52
Kühlflüssigkeit ablassen x............................................ 52
Page 5
INHALTSVERZEICHNIS 3
Kühlflüssigkeit einfüllen x............................................ 53
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ............................ 53
Enddämpfer ausbauen ................................................... 53
Enddämpfer einbauen.................................................... 54
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x......... 54
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x ......... 54
Luftfilter ausbauen x ................................................... 55
Luftfilter einbauen x.................................................... 55
Luftfilter reinigen x ..................................................... 55
Vergaser - Leerlauf......................................................... 56
Vergaser - Leerlauf einstellen x..................................... 56
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren x................ 57
Getriebeölstand kontrollieren .......................................... 57
Getriebeöl wechseln x.................................................. 58
Getriebeöl ablassen x................................................... 58
Getriebeöl einfüllen x .................................................. 58
Getriebeöl nachfüllen x................................................ 59
FEHLERSUCHE................................................................. 60
REINIGUNG...................................................................... 62
Motorrad reinigen .......................................................... 62
LAGERUNG ...................................................................... 63
Lagerung ...................................................................... 63
Inbetriebnahme nach der Lagerung ................................. 63
TECHNISCHE DATEN - MOTOR.......................................... 64
Füllmenge - Getriebeöl................................................... 64
Füllmenge - Kühlflüssigkeit............................................ 64
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR.... 65
TECHNISCHE DATEN - VERGASER..................................... 66
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL............................... 67
Reifen .......................................................................... 67
Füllmenge - Kraftstoff.................................................... 67
TECHNISCHE DATEN - GABEL........................................... 68
SX................................................................................ 68
XC................................................................................ 68
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN ................................... 69
SX................................................................................ 69
XC................................................................................ 69
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE
FAHRGESTELL ................................................................. 70
BETRIEBSSTOFFE ............................................................ 71
HILFSSTOFFE................................................................... 73
NORMEN.......................................................................... 75
INDEXVERZEICHNIS ......................................................... 76
Page 6

DARSTELLUNGSMITTEL 4

Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis. Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse der Sicherheit Ihres Kindes, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname Kennzeichnet einen Eigennamen.
®
Name
Marke™ Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
Page 7

WICHTIGE HINWEISE 5

Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Wettbewerbseinsatz standhalten. Die Motorräder entsprechen den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen Motorsportverbände.
Info
Das Motorrad ist nur auf abgesperrten Strecken, außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs, zu betreiben.
Wartung
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungs­anleitung genannten Wartungs-, Pflege-, und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen. Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z.B. stark schlammiges und feuchtes Gelände, kann zu überdurch­schnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann eine Wartung bzw. der Austausch von Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Serviceplan notwendig sein. Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungsintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im Serviceheft bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch Manipula­tionen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Garantie gewährt werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind und lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung. Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr KTM-Händler berät Sie gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM Website. Internationale KTM Website: http://www.ktm.com
Arbeitsregeln
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebe­nen Nummer in Klammern bestellt werden. Bsp.: Ventilfederheber (59029019000) Beim Zusammenbau müssen nicht wiederverwendbare Teile (z.B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dichtungen, Dichtringe, O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche) durch neue Teile ersetzt werden. Wird bei Schraubverbindungen ein Schraubensicherungsmittel (z.B. Loctite®) verwendet, sind die spezifischen Hinweise des Herstel­lers zu dessen Verwendung einzuhalten. Teile die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, sind zu reinigen und auf Beschädigung bzw. Verschleiß zu kontrollieren. Beschädigte bzw. verschlissene Teile wechseln. Nach Abschluss der Reparatur bzw. Wartung ist die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
– Motor abstellen.
Page 8
WICHTIGE HINWEISE 6
– Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Umwelt
Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie und Ihr Kind ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Motorrad sorgt aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu sichern, versichern Sie sich, dass Ihr Kind das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzt, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Hinweise/Warnhinweise
Beachten Sie unbedingt die angegebenen Hinweise/Warnhinweise.
Info
Am Fahrzeug sind verschiedene Hinweis-/Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis­/Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
Gefahrengrade
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Bedienungsanleitung
– Lesen Sie zusammen mit Ihrem Kind unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie Ihr Kind das erste
Mal mit dem Motorrad fahren lassen. Sie enthält viele Informationen und Tipps, die Ihrem Kind die Bedienung und Handhabung des Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Motorrad am Besten auf Ihr Kind abstimmen und wie Sie Ihr Kind vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
– Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer
übergeben werden.
Page 9

FAHRZEUGANSICHT 7

3.1Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung)

1 Kupplungshebel 2 Tankverschluss 3 Schalthebel 4 Kettenführung 5 Chokehebel 6 Kraftstoffhahn 7 Schnellverschluss zur Sitzbankverriegelung
300673-10
Page 10
FAHRZEUGANSICHT 8

3.2Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)

1 Kickstarter 2 Federbein Druckstufeneinstellung 3 Federbein Zugstufeneinstellung 4 Schauglas Bremsflüssigkeit hinten 5 Fußbremshebel 6 Gabelschutz 7 Fahrgestellnummer 8 Handbremshebel 9 Gasdrehgriff 10 Kurzschlusstaster
300672-10
Page 11

LAGE DER SERIENNUMMERN 9

4.1Fahrgestellnummer

Die Fahrgestellnummer ist auf dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
700390-01

4.2Motornummer

Die Motornummer ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels einge­prägt.

4.3Federbeinartikelnummer

700391-01
Die Federbeinartikelnummer ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zur Motorseite hin eingeprägt.
700392-01
Page 12

BEDIENUNGSELEMENTE 10

5.1Gasdrehgriff

Der Gasdrehgriff ist am Lenker rechts angebracht.
700408-01

5.2Kupplungshebel

Der Kupplungshebel ist am Lenker links angebracht. Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.

5.3Handbremshebel

5.4Kurzschlusstaster

700393-10
Der Handbremshebel ist am Lenker rechts angebracht. Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
700394-01
Der Kurzschlusstaster ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Kurzschlusstaste in der Grundstellung – In dieser Stellung ist der Zündstrom­kreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
• Kurzschlusstaster gedrückt – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbro­chen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.

5.5Kraftstoffhahn

700395-01
Der Kraftstoffhahn befindet sich an der linken Kraftstofftankseite.
Mögliche Zustände
• Kraftstoffhahn geschlossen – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag im Uhrzei­gensinn gedreht. Es kann kein Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.
• Kraftstoffhahn geöffnet – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigensinn gedreht. Es kann Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.
700407-01
Page 13
BEDIENUNGSELEMENTE 11

5.6Tankverschluss öffnen

– Entriegelungsknopf drücken, Tankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen
und nach oben abnehmen.
700396-01

5.7Tankverschluss schließen

– Tankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen, bis der Entriegelungs-
knopf einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung knickfrei verlegen.

5.8Choke

5.9Schalthebel

700397-01
700402-01
Der Chokehebel ist am Vergaser links angebracht. Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres Kraftstoff­Luftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.
Mögliche Zustände
• Chokefunktion aktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag herabgedrückt.
• Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag hinaufgedrückt.
Der Schalthebel ist am Motor links montiert.
700398-01
700399-01
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich. Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
Page 14
BEDIENUNGSELEMENTE 12

5.10Kickstarter

Der Kickstarter ist am Motor rechts angebracht. Der Kickstarter ist schwenkbar.
Info
Vor der Fahrt den Kickstarter zum Motor schwenken.
700403-01

5.11Fußbremshebel

Der Fußbremshebel befindet sich vor der rechten Fußraste. Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.

5.12Seitenständer (XC)

700400-01
700401-01
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige
Belastung.
– Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie
sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Seitenständer steht. Der Seitenstän­der bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer mit dem Fuß bis zum Boden aus­klappen und mit dem Motorrad belasten.
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Gummi­band gesichert sein.

5.13Plug-in-Ständer (SX)

700404-01
700406-01
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Zum Abstellen des Motorrades den Plug-in-Ständer in die Aufnahme für den Plug­in-Ständer auf der linken Seite des Fahrzeuges einsetzen.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
Page 15

ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 13

6.1Hinweise zur ersten Inbetriebnahme

Warnung
Unfallgefahr Physische und psychische Eignung des Kindes.
– Ihr Kind muss bereits mit einem Fahrrad fahren können und das Fahrzeug nach einem Sturz wieder selbstständig aufstel-
len können. Des weiteren muss Ihr Kind verstehen, dass Vorschriften und Anweisungen von Ihnen oder einer anderen Auf­sichtsperson zu befolgen sind. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, erst wenn Kondition, Fahrtechnik und Motivation stimmen, sollte die Teilnahme an einem Rennen überlegt werden. Kinder unterschätzen oder erkennen Gefahren oft nicht, machen Sie Ihrem Kind verständlich das es unter keinen Umständen ohne Aufsichtsperson das Fahrzeug führen darf und das Ihr Kind nur so schnell fahren darf, wie es das Fahrkönnen und die Verhältnisse erlauben.
– Lassen Sie Ihr Kind nur mit dem Fahrzeug fahren, wenn es sowohl physisch als auch psychisch zum Führen des Fahrzeu-
ges geeignet ist.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzbekleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen. Verwenden Sie
und Ihr Kind immer Schutzbekleidung, die sich in einwandfreiem Zustand befindet und den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wenn Sie Motorrad fahren Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und tragen auch Sie geeignete Schutzkleidung.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
– Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkon-
trollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Kritisches Fahrverhalten durch nicht angepasste Fahrweise.
– Achten Sie darauf das Ihr Kind die Fahrtgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und seinem Fahrkönnen anpasst.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch Mitnahme eines Beifahrers.
– Ihr Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Beifahrers ausgelegt. Nehmen Sie keinen Beifahrer mit.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch
Überhitzung ausfallen. Achten Sie darauf das Ihr Kind den Fuß vom Fußbremshebel nimmt wenn es nicht bremsen will.
Warnung
Unfallgefahr Zerstörung Fahrwerkskomponenten.
– Höchstzulässiges Fahrergewicht nicht überschreiten.
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
– Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
– Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt
wurden. Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
– Lesen Sie vor der ersten Fahrt zusammen mit Ihrem Kind die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
Info
Gehen Sie insbesondere auf die Gefahrenhinweise und die Verletzungsgefahr ein. Erklären Sie Ihrem Kind Fahr- und Sturztechnik, z.B. wie sich Gewichtsverlagerung auf das Fahrverhalten auswirkt.
– Machen Sie Ihr Kind mit den Bedienungselementen vertraut. – Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. ( S. 36)
Page 16
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 14
– Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( S. 38)
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. x ( S. 43)
– Kontrollieren Sie vor der ersten Inbetriebnahme, ob die Grundeinstellung des Fahrwerks für das Gewicht Ihres Kindes geeignet ist. – Gewöhnen Sie Ihr Kind auf einem geeigneten Gelände, am besten auf einer großen freien Wiese an das Handling des Motorrades.
Info
Damit Ihr Kind ein Gefühl für die Betätigung der Bremse bekommt sollten Sie Ihr Kind erstmal schieben. Erst wenn Ihr Kind die Handbremse dosieren kann sollte der Motor gestartet werden. Lassen Sie Ihr Kind anfänglich zu einer anderen Person fahren, welche Ihrem Kind beim Anhalten und Wenden hilft.
– Stellen Sie Hindernisse auf, welche Ihr Kind umfahren soll um sich an das Handling des Fahrzeuges zu gewöhnen. – Ihr Kind sollte auch versuchen möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen. – Lassen Sie Ihr Kind keine Geländefahrten machen, welche die Fähigkeiten und Erfahrung Ihres Kindes überfordern. – Ihr Kind sollte während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest halten und die Füße auf den Fußrasten lassen. – Das höchstzulässige Fahrergewicht ist einzuhalten.
Vorgabe
maximales Fahrergewicht < 50 kg
– Speichenspannung kontrollieren. ( S. 50)
Info
Die Speichenspannung muss nach einer halben Betriebsstunde kontrolliert werden.
– Motor einfahren. ( S. 14)

6.2Motor einfahren

– Während der Einlaufphase die angegebene Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden < 70 % während der ersten 5 Betriebsstunden < 100 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
Page 17

FAHRANLEITUNG 15

7.1Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme

Info
Beim Betrieb muss das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand sein.
Info
Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie es sich und Ihrem Kind zur Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetrieb­nahme eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen. Halten Sie Ihr Kind dazu an die allgemeine Überprüfung selbst durchzuführen.
– Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 57) – Kettenspannung kontrollieren. ( S. 34) – Kettenverschmutzung kontrollieren. ( S. 33) – Reifenzustand kontrollieren. ( S. 49) – Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 49) – Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) – Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) – Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) – Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) – Funktion der Bremsanlage kontrollieren. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 52) – Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren. – Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.

7.2Startvorgang

Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder
laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
Info
Wenn das Motorrad schlecht anspringt, kann alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer die Ursache sein. Die leicht entflamm­baren Anteile der Kraftstoffe verflüchtigen sich bei längerer Standzeit. Wenn die Schwimmerkammer mit frischem, zündfähigem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen.
Stillstand des Motorrades von mehr als 1 Woche
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x ( S. 57)
– Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Es kann Kraftstoff vom Kraftstofftank zum Vergaser fließen.
– Motorrad vom Ständer nehmen. – Getriebe in Leerlauf schalten.
Motor kalt
– Chokehebel bis zum Anschlag herabdrücken.
– Kickstarter über den vollen Weg kraftvoll durchtreten.
Info
Kein Gas geben.
Page 18
FAHRANLEITUNG 16

7.3Anfahren

Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Gummiband gesichert sein bzw. der Plug-In Ständer entfernt werden.
– Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.

7.4Schalten, Fahren

Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
– Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann
blockieren.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte KTM­Fachwerkstätte zu kontaktieren. Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
– Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, kann Ihr Kind in höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen,
gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
– Wurde die Chokefunktion aktiviert, ist diese nach dem Erwärmen des Motors zu deaktivieren. – Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdrehen. Die
Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
– Ihr Kind soll immer nur soviel Gas geben wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht
den Verbrauch.
– Zum Zurückschalten Motorrad abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen. – Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben bzw. nochmals schal-
ten.
– Ihr Kind sollte den Motor abstellen, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 2 min
– Ihr Kind sollte oftmaliges und längeres Schleifen der Kupplung vermeiden. Dieses erhitzt das Motoröl und damit den Motor und
das Kühlsystem.
– Halten Sie Ihr Kind dazu an, besser mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung zu fahren.

7.5Abbremsen

Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
– Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
– Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
– Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden. – Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Ihr Kind sollte dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang schalten.
– Halten Sie Ihr Kind dazu an bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors zu Nutzen. Dazu einen oder zwei Gänge zurück-
schalten, jedoch den Motor nicht überdrehen. So braucht Ihr Kind wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
Page 19
FAHRANLEITUNG 17

7.6Anhalten, Parken

Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
– Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Heiße Teile wie z.B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an die-
sen Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
– Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Sei-
tenständer steht. Der Seitenständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
– Motorrad abbremsen. – Getriebe in Leerlauf schalten. – Kurzschlusstaster bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht. – Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen. – Motorrad auf festem Untergrund abstellen.

7.7Kraftstoff tanken

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
– Motor abstellen. – Tankverschluss öffnen. ( S. 11)
Page 20
FAHRANLEITUNG 18
00
0
AA
– Kraftstofftank bis maximal an das Maß mit Kraftstoff auffüllen.
Vorgabe
Maß 35 mm
400214-10
Kraftstofftankin­halt ca.
– Tankverschluss schließen. ( S. 11)
3,5 l Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt
Motoröl gemischt ( S. 72)
Page 21

SERVICEPLAN 19

8.1Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen.

S20A S40A
Motor
Vergaser Ansaugflansch und Vergasermanschetten auf Risse und Dichtheit kontrollieren. •
Anbauteile Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren. •
Bremsen Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) •
Fahrwerk
Räder Speichenspannung kontrollieren. ( S. 50) • •
Getriebeöl wechseln. x ( S. 58) Zündkerze kontrollieren ggf. erneuern. x Zündkerzenstecker reinigen und auf festen Sitz kontrollieren. x
Motorbefestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • •
Leerlauf kontrollieren. • • Entlüftungsschläuche auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren. •
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51) • Auspuffanlage auf Dichtheit und korrekte Aufhängung kontrollieren. • • Bowdenzüge auf Beschädigung, Leichtgängigkeit und knickfreie Verlegung kontrollieren. • Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren. ( S. 36) • •
Luftfilter reinigen. x ( S. 55)
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) • Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) • • Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) • • Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren. • Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( S. 38) • • Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( S. 42) • • Funktion der Bremsanlage kontrollieren. • • Schrauben und Führungsbolzen der Bremsanlage auf festen Sitz kontrollieren. • •
Federbein und Gabel auf Dichtheit und Funktion kontrollieren. x
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 26) • • Gabelbeine entlüften. ( S. 25) • • Schwingarmlagerung kontrollieren. • Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26) • Alle Fahrwerksschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • •
Felgenschlag kontrollieren. • • Reifenzustand kontrollieren. ( S. 49) • • Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 49) • • Kettenverschleiß kontrollieren. • • Kettenspannung kontrollieren. ( S. 34) • • Kette reinigen. ( S. 33) • • Radlager auf Spiel kontrollieren. • • Einstellschrauben der Kettenspanner reinigen und fetten. • •
• •
• •
• •
• •
•
S20A: alle 20 Betriebsstunden S40A: alle 40 Betriebsstunden
Page 22
SERVICEPLAN 20
8.2Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)
S20A S40A J1A
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x Verschleiß Einlassmembran kontrollieren. x Verschleiß Kupplungsbelaglamellen kontrollieren. x Länge Kupplungsfedern kontrollieren. x Verschleiß Zylinder und Kolben kontrollieren. x Auslasssteuerung auf Funktion und Leichtgängigkeit kontrollieren, reinigen. x Feder der Auslasssteuerung wechseln. x Lagerung Kolbenbolzen kontrollieren. x Hauptlager Kurbelwelle kontrollieren. x Radialspiel Pleuellager kontrollieren. x Kurbelwellen und Pleuellager wechseln. x Getriebe komplett kontrollieren. x Gabel vollständig warten. x Federbein vollständig warten. x Schwingarmlagerung reinigen und schmieren. x Steuerkopflager schmieren. x ( S. 30) Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln. x Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln. x ( S. 37) Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. x Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. x
• •
• •
• •
• •
• •
•
• •
• •
• •
•
•
• •
•
•
•
•
•
•
•
•
S20A: alle 20 Betriebsstunden S40A: alle 40 Betriebsstunden J1A: jährlich

8.3Durchführung von dringenden Kontroll- und Pflegearbeiten durch die aufsichtsführende Person.

Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 57) • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) • Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) • Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) • Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) • Bowdenzüge kontrollieren und einstellen. • Gabelbeine entlüften. ( S. 25) • Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 26) • Kette reinigen. ( S. 33) • Kettenspannung kontrollieren. ( S. 34) • Kettenverschleiß kontrollieren. • Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren. ( S. 34) •
Luftfilter reinigen. x ( S. 55)
Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 49) • Reifenzustand kontrollieren. ( S. 49) • Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 52) •
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x ( S. 57)
Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren. • Bremswirkung kontrollieren. • Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren. •
NB1A
•
•
NB1A: In Abhängigkeit der Einsatzbedingungen nach Bedarf.
Page 23

WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 21

9.1Motorrad aufbocken

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufbocken.
Montageständer (54829055000)
– Motorrad gegen Umfallen sichern.
700405-01

9.2Motorrad vom Montageständer nehmen

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. – Montageständer entfernen.

9.3Druckstufendämpfung des Federbeins einstellen

Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
– Einstellknopf bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen. – Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks im Uhrzeigersinn zurückdre-
hen. Vorgabe
Druckstufendämpfung
Komfort 10 Klicks Standard 9 Klicks Sport 3 Klicks
700409-01
Info
Drehen gegen den Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen im Uhrzei­gersinn verringert die Dämpfung.

9.4Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen

Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
700410-01
– Einstellschraube bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen. – Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen. Vorgabe
Zugstufendämpfung
Komfort 10 Klicks Standard 9 Klicks Sport 6 Klicks
Page 24
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 22
00AA
000BB
0
0
AA
CC
0
0
AA
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzei­gersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.

9.5Maß Hinterrad entlastet ermitteln

– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Messen Sie möglichst senkrecht die Entfernung zwischen der Hinterradachse und
einem Fixpunkt - z.B. eine Markierung an der Seitenverkleidung.
– Notieren Sie den Wert als Maß . – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
400220-10

9.6Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren

– Maß Hinterrad entlastet ermitteln. ( S. 22) – Bitten Sie einen Helfer das Motorrad senkrecht zu halten. – Messen Sie erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fixpunkt. – Notieren Sie den Wert als Maß .
– Kontrollieren Sie den statischen Durchhang.
400221-10

9.7Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren

– Maß Hinterrad entlastet ermitteln. ( S. 22) – Halten Sie das Motorrad senkrecht und setzen Sie den Fahrer mit kompletter
– Messen Sie nun erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fix-
– Notieren Sie den Wert als Maß .
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße und .
Statischer Durchhang 12 mm
» Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das angegebene Maß ist:
–
Federvorspannung des Federbeins einstellen. x ( S. 23)
Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad. Der Fahrer soll einige Male auf und nieder wippen, damit sich die Hinterradaufhängung einpegelt.
punkt.
400222-10
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße und .
– Kontrollieren Sie den Fahrtdurchhang.
Fahrtdurchhang 90 mm
» Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß abweicht:
–
Fahrtdurchhang einstellen. x
Page 25
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 23
9.8Federvorspannung des Federbeins einstellen x
Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
–
Federbein ausbauen. x ( S. 23)
– Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen. – Gesamte Federlänge im gespannten Zustand messen und den Wert notieren. – Konterring lösen. – Einstellring drehen bis die Feder vollständig entspannt ist.
Kombischlüssel (50329080000) Hakenschlüssel (T106S)
– Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen. – Feder durch Drehen des Einstellrings auf das vorgegebene Maß spannen.
700449-01
Vorgabe
Federvorspannung
Komfort 7 mm Standard 7 mm Sport 7 mm
9.9Federbein ausbauen x
9.10Federbein einbauen x
700416-10
Info
Die Federvorspannung ist die Differenz zwischen der entspannten Feder­länge und der gespannten Federlänge. In Abhängigkeit vom statischen Durchhang bzw. Fahrtdurchhang kann eine höhere oder niedrigere Federvorspannung notwendig sein.
– Konterring festziehen.
–
Federbein einbauen. x ( S. 23)
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schraube entfernen und das Hinterrad mit dem Schwingarm so weit absenken,
dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
– Schraube entfernen, Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein entneh-
men.
– Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein positionieren. Schraube mon-
tieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Federbein oben M10 45 Nm
700416-11
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein unten M10 45 Nm
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Page 26
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 24

9.11Druckstufendämpfung der Gabel einstellen

Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
– Einstellschraube bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschraube befindet sich am oberen Ende des linken Gabelbei­nes und ist mit einem C gekennzeichnet.
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen. Vorgabe
700450-01
Druckstufendämpfung
Standard 10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzei­gersinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.

9.12Zugstufendämpfung der Gabel einstellen

Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
– Einstellschraube bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschraube befindet sich am oberen Ende des rechten Gabel­beines und ist mit einem R gekennzeichnet.
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen. Vorgabe
700451-01
Zugstufendämpfung
Standard 10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzei­gersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.

9.13Fahrzeugniveau

Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeu-
ges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen
zu können.
700533-01
Das Fahrzeugniveau kann vorne über die Klemmung der Gabelbeine verstellt werden. Der Gabelüberstand kann individuell an die Körpergröße des Kindes angepasst werden. Die Gabel darf maximal bis zur Position durchgesteckt werden. Die Position ent­spricht dem Standard.
obere Gabelbrücke bündig
zur oberen Position obere Gabelbrücke bündig
Standard
zum 1. Ring obere Gabelbrücke bündig
zum 2. Ring
Page 27
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 25
obere Gabelbrücke bündig
zum 3. Ring
9.14Gabelüberstand einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
– Schrauben an der unteren Gabelbrücke lösen. – Schraube an der oberen Gabelbrücke lösen.
Info
Die Schrauben sind soweit zu lösen, dass sich das Gabelbein ohne Beschä­digung verschieben lässt. Die Einstellarbeiten sind erst an einem Gabelbein, dann am anderen Gabel­bein durchzuführen.
700534-01
– Gabelüberstand einstellen.
Vorgabe
obere Gabelbrücke bündig mit Abschluss Außenrohr
obere Gabelbrücke bündig zum 1. Ring Standard obere Gabelbrücke bündig zum 2. Ring obere Gabelbrücke bündig zum 3. Ring

9.15Gabelbeine entlüften

700533-01
– Schraube festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten M8 25 Nm
– Einstellarbeit am anderen Gabelbein wiederholen.
Info
Die Einstellung des Fahrzeugniveaus über die Gabelbeine muss an beiden Gabelbeinen identisch ausgeführt werden.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Entlüftungsschrauben kurz entfernen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
– Entlüftungsschrauben montieren und festziehen. – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
700417-01
Page 28
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 26

9.16Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen

– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Staubmanschetten an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz von den Gabel­holmen abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegen­den Öldichtringe undicht werden.
Warnung
700448-01
– Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
– Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken. – Überflüssiges Öl entfernen. – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Brems- scheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Brem-
senreiniger behandeln.
Universal Ölspray ( S. 74)

9.17Steuerkopflagerspiel kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Unsicheres Fahrverhalten durch nicht korrektes Steuerkopflagerspiel.
– Steuerkopflagerspiel unverzüglich einstellen. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrichtung hin und her
bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
» Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x ( S. 27)
– Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es
400387-10
dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
» Wenn Raststellungen spürbar sind:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x ( S. 27)
– Steuerkopflager kontrollieren ggf. erneuern.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Page 29
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 27
9.18Steuerkopflagerspiel einstellen x
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schrauben lösen. – Schraube lösen und wieder festziehen.
Vorgabe
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
– Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke klopfen, um Ver-
spannungen zu vermeiden.
– Schrauben festziehen.
700418-01
9.19Gabelbeine ausbauen x
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26)
–
Vorderrad ausbauen. x ( S. 47)
– Schrauben entfernen und Klemme abnehmen. – Schrauben entfernen und Bremszange abnehmen. – Bremszange mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
300663-10
– Schrauben lösen. Gabelbein links entnehmen. – Schrauben lösen. Gabelbein rechts entnehmen.
300664-10
9.20Gabelbeine einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
– Gabelbeine positionieren.
Info
Die Entlüftungsschrauben nach vorne positionieren.
300665-10
Page 30
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 28
– Gabelüberstand einstellen.
Vorgabe
obere Gabelbrücke bündig mit Abschluss Außenrohr
obere Gabelbrücke bündig zum 1. Ring Standard obere Gabelbrücke bündig zum 2. Ring obere Gabelbrücke bündig zum 3. Ring
700533-01
300664-11
300663-11
Info
Die Einstellung des Fahrzeugniveaus über die Gabelbeine muss an beiden Gabelbeinen identisch ausgeführt werden.
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten M8 25 Nm
– Bremszange positionieren, Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Bremszange M8 20 Nm Loctite®243™
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schrauben montieren.
–
Vorderrad einbauen. x ( S. 47)
9.21Gabelschutz ausbauen x
– Schrauben entfernen. Klemme abnehmen. – Schrauben am linken Gabelbein entfernen. Gabelschutz abnehmen.
700431-01
– Schrauben am rechten Gabelbein entfernen. Gabelschutz abnehmen.
700432-01
Page 31
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 29
9.22Gabelschutz einbauen x
– Gabelschutz am rechten Gabelbein positionieren. Schrauben montieren und
festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700432-10
– Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren. Schrauben montieren und fest-
ziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen. – Schrauben montieren.
700433-01
9.23Untere Gabelbrücke ausbauen x
300666-10
300667-10
–
Gabelbeine ausbauen. x ( S. 27)
– Startnummerntafel ausbauen. ( S. 31) – Kotflügel vorne ausbauen. ( S. 31) – Kraftstofftankentlüftung entfernen. – Schraube entfernen. Schraube entfernen, obere Gabelbrücke mit Lenker
abnehmen und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
– Schutzring entfernen. – Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr entnehmen. – Oberes Steuerkopflager entnehmen.
Page 32
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 30
0011
0022
9.24Untere Gabelbrücke einbauen x
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kontrollieren und fetten.
Langzeitfett ( S. 73)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr einsetzen. Oberes Steuerkopflager montie-
ren.
Info
Kontrollieren, ob die Steuerkopfabdichtung oben richtig positioniert ist.
– Schutzring aufschieben.
300668-01
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren. – Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
9.25Steuerkopflager schmieren x
300666-11
300668-10
300669-01
– Kraftstofftankentlüftung positionieren. – Kotflügel vorne einbauen. ( S. 31) – Startnummerntafel einbauen. ( S. 31)
–
Gabelbeine einbauen. x ( S. 27)
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Kabelstrang, Bowdenzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf Freigängigkeit und
Verlegung kontrollieren.
– Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26)
–
Untere Gabelbrücke ausbauen. x ( S. 29)
–
Untere Gabelbrücke einbauen. x ( S. 30)
Page 33
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 31

9.26Kotflügel vorne ausbauen

– Schrauben entfernen. Kotflügel vorne abnehmen.
700414-10

9.27Kotflügel vorne einbauen

– Kotflügel mit den Haltenasen in den Bohrungen an der Startnummerntafel posi-
tionieren.

9.28Startnummerntafel ausbauen

700415-01
– Kotflügel vorne positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700414-11
– Schraube entfernen und Klemme abnehmen. – Schraube entfernen. Startnummerntafel abnehmen.
700412-10

9.29Startnummerntafel einbauen

– Startnummerntafel mit den Bohrungen auf den Haltenasen am Kotflügels posi-
tionieren.
700413-01
Page 34
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 32
00BB
0
0
AA
002
0
11
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schraube montieren und festzie-
hen.
700411-10

9.30Lenkerposition

An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im Abstand zueinander.
Bohrungsabstand 15 mm
Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme sind im Abstand aus der Mitte platziert.
Bohrungsabstand 3,5 mm
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen montiert werden.
400271-11
9.31Lenkerposition einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Bruch des Lenkers.
– Wird der Lenker gebogen oder ausgerichtet, ermüdet das Material und der Lenker kann brechen. Lenker immer wechseln.
– Die vier Schrauben entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker abneh-
men und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
– Die zwei Schrauben entfernen. Lenkeraufnahme abnehmen. – Lenkeraufnahme in die gewünschte Position bringen. Die zwei Schrauben mon-
400271-10
tieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Loctite®243™
– Lenker positionieren.
Info
Auf die richtige Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
– Lenkerklemmbrücken positionieren. Die vier Schrauben montieren und gleich-
mäßig festziehen. Vorgabe
Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
Page 35
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 33

9.32Gasbowdenzugspiel kontrollieren

– Lenker in Geradeausstellung bringen. – Manschette zurückschieben. – Die Gasbowdenzughülle muss sich um das Maß von der Einstellschraube abhe-
ben lassen, ohne das eine Widerstand spürbar ist.
Gasbowdenzugspiel 3… 5 mm
» Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen. x ( S. 33)
700453-10
9.33Gasbowdenzugspiel einstellen x
– Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
– Lenker in Geradeausstellung bringen. – Manschette zurückschieben. – Mutter lösen. Einstellschraube ganz eindrehen. – Einstellschraube so drehen, dass an der Gasbowdenzughülle das Gasbowdenzug-
spiel vorhanden ist. Vorgabe
Gasbowdenzugspiel 3… 5 mm
700453-01

9.34Kettenverschmutzung kontrollieren

– Mutter festziehen. – Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
– Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
» Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
– Kette reinigen. ( S. 33)
400678-01

9.35Kette reinigen

Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
– Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
– Kette regelmäßig reinigen und anschließend mit Kettenspray behandeln.
Kettenreinigungsmittel ( S. 73) Kettenspray Offroad ( S. 73)
Page 36
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 34

9.36Kettenspannung kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Kettenspannung 5… 8 mm
700537-01
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle. ( S. 35)
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)

9.37Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen. – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700537-01

9.38Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren

Kettenspannung 5… 8 mm
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau. ( S. 36)
– Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn Kettenrad/Kettenritzel eingelaufen sind:
– Kettenrad/Kettenritzel erneuern.
400227-01
Info
Beim Montieren des Kettenschlosses muss die geschlossene Seite der Sicherung immer in Laufrichtung weisen. Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen erneuert werden.
– Kettenführung auf festen Sitz und Verschleiß kontrollieren.
Page 37
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 35

9.39Kettenspannung einstellen

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700537-01
– Mutter lösen. – Muttern lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
700452-01
– Muttern festziehen. – Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen. – Mutter festziehen.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)

9.40Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle

– Mutter lösen. – Muttern lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
700452-10
– Muttern festziehen. – Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen. – Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm
Page 38
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 36

9.41Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau

– Muttern lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
– Muttern festziehen.
700452-11
9.42Kettenführung einstellen x
Info
Abhängig von der Zähnezahl variiert die Größe des Kettenrades. Bei einem kleineren Kettenrad kann die Kettenführung ange­passt werden.
– Schrauben lösen. – Kettenführung positionieren. – Schraube festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700459-01

9.43Grundstellung des Kupplungshebels einstellen

– Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube an die Handgröße
Ihres Kindes anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Kupplungshebel dem Lenker. Der Verstellbereich ist begrenzt.
700393-11
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt an. Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.

9.44Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren

Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen. Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waag-
rechte Position bringen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Flüssigkeitsstand kontrollieren.
700419-01
Flüssigkeitsstand unter Behälterober-
4 mm
kante
» Wenn der Flüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Hydrauliköl (15) ( S. 71)
Page 39
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 37
A
A
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
9.45Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln x
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waag-
rechte Position bringen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen.

9.46Bremsscheiben kontrollieren

300669-10
300670-10
300671-10
– Entlüftungsspritze mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Entlüftungsspritze (50329050000) Hydrauliköl (15) ( S. 71)
– Am Nehmerzylinder die Entlüftungsschraube entfernen und Entlüftungsspritze
montieren.
– Nun so lange die Flüssigkeit in das System drücken, bis sie an der Bohrung des
Geberzylinders blasenfrei austritt.
– Zwischendurch Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter des Geberzylinders absaugen,
um ein Überlaufen zu verhindern.
– Entlüftungsspritze entfernen. Entlüftungsschraube montieren und festziehen. – Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Vorgabe
Flüssigkeitsstand unter Behälterober-
4 mm
kante
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
– Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
– Bremsscheibenstärke vorne und hinten, an mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf
das Maß kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der Anlagefläche der Bremsbeläge.
400257-10
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne 2,5 mm hinten 2,5 mm
Page 40
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 38
» Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt:
– Bremsscheibe wechseln.
– Bremsscheiben vorne und hinten auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung
kontrollieren. » Wenn die Bremsscheibe Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweist:
– Bremsscheibe wechseln.

9.47Leerweg am Handbremshebel kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Handbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Vorderradbremse auf. Die
Vorderradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Handbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Handbremshebel nach vorne drücken und Leerweg kontrollieren.
Leerweg am Handbremshebel ≥ 3 mm
» Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( S. 38)
700394-10

9.48Grundstellung des Handbremshebels einstellen

– Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( S. 38) – Grundstellung des Handbremshebels mit der Einstellschraube an die Handgröße
Ihres Kindes anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Handbremshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Handbremshebel dem Lenker.
700394-11
Der Verstellbereich ist begrenzt. Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt an. Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.

9.49Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autori­sierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Page 41
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 39
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremsflüssigkeitsstand kontrollieren.
700420-10
Bremsflüssigkeitsstand unter Behäl­teroberkante
» Wenn der Bremsflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen. x ( S. 39)
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
5 mm
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
9.50Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autori­sierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 42
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 40
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremsflüssigkeitstand berichtigen.
Vorgabe
Bremsflüssigkeitstand unter Behältero­berkante
700420-10
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 71)
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.

9.51Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
– Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
5 mm
– Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke kontrollieren.
Mindestbelagstärke ≥ 1 mm
» Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. x ( S. 41)
– Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
» Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. x ( S. 41)
700423-01
9.52Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihren gerne.)
–
Vorderrad ausbauen. x ( S. 47)
– Sicherungsscheibe entfernen. – Schraube entfernen.
700425-01
700426-01
– Bremsbeläge entfernen. – Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
Page 43
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 41
9.53Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
– Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) – Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert sind.
700426-01
– Schraube montieren und festziehen. – Sicherungsscheibe montieren.
–
Vorderrad einbauen. x ( S. 47)
700427-01
9.54Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 44
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 42
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen. x ( S. 40)
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen. x ( S. 41)
– Bremsflüssigkeitsstand berichtigen.
700420-10

9.55Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren

Vorgabe
Bremsflüssigkeitsstand unter Behäl-
5 mm
teroberkante
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 71)
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder aushängen. – Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben
hin und her bewegen und Leerweg kontrollieren. Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel 3… 5 mm
» Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg des Fußbremshebels einstellen. x ( S. 42)
700455-01
9.56Leerweg des Fußbremshebels einstellen x
– Feder einhängen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder aushängen. – Mutter lösen. – Druckstange entsprechend drehen bis der Leerweg vorhanden ist.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel 3… 5 mm
700535-01
– Druckstange gegenhalten und Mutter festziehen. – Feder einhängen. – Kontrollieren, ob die Grundstellung des Fußbremshebels für den Fahrer geeignet
ist. » Wenn die Grundstellung des Fußbremshebel angepasst werden muss:
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. x ( S. 43)
Page 45
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 43
9.57Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder aushängen. – Mutter lösen. – Druckstange zurückdrehen. – Mutter lösen. – Zur individuellen Anpassung der Grundstellung des Fußbremshebels Schraube
entsprechend drehen.
Info
700535-10
– Schraube gegenhalten und Mutter festziehen.
– Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( S. 42)
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Vorgabe
Restliche Muttern Fahrgestell M8 30 Nm
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel 3… 5 mm
» Wenn der Leerweg am Fußbremshebel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg des Fußbremshebels einstellen. x ( S. 42)
– Feder einhängen.

9.58Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
– Fahrzeug senkrecht stellen. – Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas kontrollieren.
» Wenn im Schauglas eine Luftblase sichtbar ist:
–
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen. x ( S. 44)
700421-01
Page 46
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 44
9.59Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schrauben entfernen. – Deckel mit O-Ring und Membran abnehmen. – Bremsflüssigkeit bis zur Oberkante des Schauglases auffüllen.
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 71)
– Deckel mit O-Ring und Membran positionieren.
700422-01
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
– Schrauben montieren und festziehen.

9.60Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
– Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
700424-01
– Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke kontrollieren.
Mindestbelagstärke ≥ 1 mm
» Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x ( S. 46)
– Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
» Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x ( S. 46)
Page 47
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 45
9.61Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihren gerne.)
–
Hinterrad ausbauen. x ( S. 48)
– Sicherungsscheibe entfernen. – Schraube entfernen.
700428-01
– Bremsbeläge entfernen. – Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
700430-01
9.62Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
– Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) – Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert sind.
700430-01
Page 48
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 46
– Schraube montieren. – Sicherungsscheibe montieren.
–
Hinterrad einbauen. x ( S. 48)
– Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
700429-01
9.63Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen. x ( S. 45)
– Fahrzeug senkrecht stellen. – Schrauben entfernen. – Deckel mit O-Ring und Membran abnehmen. – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen. x ( S. 45)
– Bremsflüssigkeit bis zur Oberkante des Schauglases auffüllen.
700422-01
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 71)
– Deckel mit O-Ring und Membran positionieren.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
– Schrauben montieren und festziehen.
Page 49
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 47
9.64Vorderrad ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schraube entfernen.
700436-01
– Schrauben lösen. – Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Vorderrad aus der Gabel neh-
men.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen. Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
700437-01
9.65Vorderrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
– Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett ( S. 73)
– Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse einsetzen. – Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelfaust M6 10 Nm
700438-01
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Steckachse vorne M10 40 Nm
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
700436-10
700536-01
– Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen.
– Schrauben lösen. – Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die
Gabelbeine ausrichten.
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelfaust M6 10 Nm
Page 50
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 48
9.66Hinterrad ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Mutter entfernen. – Scheibe und Kettenspanner abnehmen.
700439-01
– Steckachse nur so weit herausziehen, dass sich das Hinterrad nach vorne schie-
ben lässt.
– Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben. Kette vom Kettenrad nehmen. – Hinterrad halten und Steckachse herausziehen. Hinterrad aus dem Schwingarm
nehmen.
Info
Fußbremshebel bei ausgebautem Hinterrad nicht betätigen. Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
700440-10
9.67Hinterrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
– Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett ( S. 73)
– Hinterrad in den Schwingarm heben, soweit als möglich nach vorne positionieren
und Kette auf das Kettenrad legen.
– Steckachse mit Scheibe und Kettenspanner einsetzen.
700440-11
– Kettenspanner und Scheibe positionieren. Mutter montieren, aber noch
nicht festziehen.
– Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau. ( S. 34) – Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen. – Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm
700439-10
– Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Page 51
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 49

9.68Reifenzustand kontrollieren

Info
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen montieren. Andere Reifen können sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken. Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades. Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein. Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
– Vorder- und Hinterreifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere
Beschädigungen kontrollieren. » Wenn der Reifen Schnitte, eingefahrene Gegenstände oder andere Beschädi-
gungen aufweist:
– Reifen wechseln.
– Profiltiefe kontrollieren.
Info
400602-10
– Reifenalter kontrollieren.
Beachten Sie die gesetzliche landesspezifische Mindestprofiltiefe.
Mindestprofiltiefe ≥ 2 mm
» Wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist:
– Reifen wechseln.
Info
Das Herstellungsdatum der Reifen ist üblicherweise in der Reifenbeschrif­tung enthalten und wird mit den letzten vier Ziffern der DOT Bezeichnung gekennzeichnet. Die ersten beiden Ziffern weisen auf die Herstellungswoche und die letzten beiden Ziffern auf das Herstellungsjahr hin. KTM empfiehlt einen Wechsel der Reifen, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß, spätestens nach 5 Jahren.
» Wenn der Reifen älter als 5 Jahre ist:
– Reifen wechseln.

9.69Reifenluftdruck kontrollieren

Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalem Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens. Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
– Staubkappe entfernen. – Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Gelände
vorne 1,0 bar hinten 1,0 bar
» Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Reifenluftdruck berichtigen.
700434-01
– Staubkappe montieren.
Page 52
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 50

9.70Speichenspannung kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch eine falsche Speichenspannung.
– Achten Sie auf eine korrekte Speichenspannung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen. Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen. Kontrollieren Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
– Mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz anschlagen.
Info
Die Tonfrequenz ist abhängig von der Speichenlänge und vom Speichen­durchmesser. Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen gleichlan­gen und gleichdicken Speichen, deutet das auf eine unterschiedliche Spei­chenspannung hin.

9.71Sitzbank abnehmen

9.72Sitzbank montieren

700435-01
300633-10
Es muss ein heller Ton erklingen.
» Wenn die Speichenspannung unterschiedlich ist:
–
Speichenspannung korrigieren. x
– Speichendrehmoment kontrollieren.
Vorgabe
Speichennippel M3,5 3 Nm
Drehmomentschlüssel mit diversen Aufsätzen im Set (58429094000)
– Schnellverschluss öffnen und die Sitzbank hinten anheben. – Sitzbank zurückziehen und abnehmen.
– Die Sitzbank an der Schraube einhängen, hinten absenken und gleichzeitig nach
vorne schieben.
Nase hängt am Kraftstofftank ein.
300634-10
Page 53
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 51
– Schnellverschluss schließen.
300633-11

9.73Kühlsystem

Durch die Wasserpumpe im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gege­ben. Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühler­verschluss geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur zuläs­sig, ohne dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
120 °C
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind. Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
700445-01
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.

9.74Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren

Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
» Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
700446-01
400243-10
– Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
» Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit ( S. 71)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 71)
Page 54
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 52
– Kühlerverschluss montieren.

9.75Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren

Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
» Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
400243-10
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit ( S. 71)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 71)
– Kühlerverschluss montieren.
9.76Kühlflüssigkeit ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
Page 55
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 53
– Motorrad senkrecht stellen. – Geeignetes Gefäß unter dem Wasserpumpendeckel bereitstellen. – Schraube entfernen. Kühlerverschluss abnehmen. – Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen. – Schraube mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Ablassschraube Wasserpumpendeckel M6 6 Nm
300632-10
9.77Kühlflüssigkeit einfüllen x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
– Sicherstellen, dass die Schraube festgezogen ist. – Motorrad senkrecht stellen. – Kühlflüssigkeit bis zum Maß einfüllen.
Vorgabe
Maß über den Kühlerlamellen 10 mm
Kühlflüssigkeit 0,55 l Kühlflüssigkeit ( S. 71)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig
700447-01
gemischt) ( S. 71)
– Kühlerverschluss montieren. – Kurze Probefahrt durchführen. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 52)

9.78Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers

Der Enddämpfer ist mit Glasfasergarn gefüllt. Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Dämmstoffes ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus. Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.

9.79Enddämpfer ausbauen

Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
– Schraube entfernen. – Enddämpfer an der Gummimuffe vom Krümmer abziehen.
700442-01
Page 56
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 54

9.80Enddämpfer einbauen

– Enddämpfer mit der Gummimuffe montieren. – Die breite Bundbüchse und die schmale Bundbüchse positionieren.
700444-01
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700442-10
9.81Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
– Enddämpfer ausbauen. ( S. 53) – Schrauben der Verschlusskappe entfernen. Verschlusskappe und Außen-
rohr abnehmen.
– Glasfasergarnfüllung vom Innenrohr ziehen. – Teile die wieder verbaut werden, reinigen.
700443-01
9.82Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x
– Glasfasergarnfüllung über das Innenrohr schieben. – Außenrohr über die Glasfasergarnfüllung schieben. – Verschlusskappe in das Außenrohr stecken. Schrauben mit Zahnscheiben
montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700443-10
– Enddämpfer einbauen. ( S. 54)
Page 57
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 55
9.83Luftfilter ausbauen x
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß füh-
ren.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
– Sitzbank abnehmen. ( S. 50) – Luftfilterhaltebügel aushängen und zur Seite schwenken. Luftfilter mit Luftfilter-
träger abnehmen.
– Luftfilter vom Luftfilterträger abnehmen.
700441-01
9.84Luftfilter einbauen x
– Sauberen Luftfilter auf den Luftfilterträger montieren. – Beide Teile gemeinsam einsetzen, positionieren und mit Luftfilterhaltebügel
fixieren.
Info
Wenn der Luftfilter nicht korrekt montiert ist, kann Staub und Schmutz in den Motor gelangen und Schäden verursachen.
– Sitzbank montieren. ( S. 50)
700441-01
9.85Luftfilter reinigen x
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
–
Luftfilter ausbauen. x ( S. 55)
– Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut trocknen lassen.
Luftfilter-Reinigungsmittel ( S. 73)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
– Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter ( S. 73)
– Luftfilterkasten reinigen. – Vergasermanschette auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren.
–
Luftfilter einbauen. x ( S. 55)
Page 58
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 56

9.86Vergaser - Leerlauf

Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen sta­bilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegen durch Motorvibration erhöhtem Ver­schleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
700457-01
9.87Vergaser - Leerlauf einstellen x
700457-01
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Stellschraube eingestellt. Das Leerlaufgemisch wird mit der Leerlaufluftmengen-Regulierschraube eingestellt.
– Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eindrehen und auf die vorgege-
bene Grundeinstellung drehen. Vorgabe
Leerlaufluft-Regulierschraube
offen 3,5 Umdrehungen
– Motor warmfahren.
Vorgabe
Warmfahrzeit ≥ 5 min
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Mit der Stellschraube die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Vorgabe
Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag hinaufgedrückt.
( S. 11)
Leerlaufdrehzahl 1.400… 1.500 1/min
– Leerlaufluft-Regulierschraube langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die Leer-
laufdrehzahl zu sinken beginnt.
– Stellung merken und die Leerlaufluft-Regulierschraube nun langsam gegen den
Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
– Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leerlauf­drehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen Arbeits­schritte nochmals durchführen. Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem befrie­digendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die Ursa­che dafür sein. Sollte die Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlaufdüse eingesetzt werden. Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu begin­nen. Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.
Page 59
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 57
9.88Schwimmerkammer des Vergasers entleeren x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsge­mäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus. Wasser in der Schwimmerkammer führt zu Funktionsstörungen.
– Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
– Ein Tuch unter den Vergaser legen, damit der auslaufende Kraftstoff aufgefangen
wird.
– Verschlussschraube entfernen. – Kraftstoff vollständig ablaufen lassen. – Verschlussschraube montieren und festziehen.
700458-01

9.89Getriebeölstand kontrollieren

Info
Der Getriebeölstand muss bei kaltem Motor kontrolliert werden.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Schraube Getriebeölstandskontrolle entfernen. Motorrad senkrecht stellen. – Getriebeölstand kontrollieren.
300661-10
Eine geringe Menge Getriebeöl muss aus der Bohrung herauslaufen.
» Wenn kein Getriebeöl herausläuft:
–
Getriebeöl nachfüllen. x ( S. 59)
– Schraube Getriebeölstandskontrolle montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 6 Nm
Page 60
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 58
9.90Getriebeöl wechseln x
–
Getriebeöl ablassen. x ( S. 58)
–
Getriebeöl einfüllen. x ( S. 58)
9.91Getriebeöl ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl bzw. Getriebeöl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser hal-
ten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Das Getriebeöl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
– Motorrad auf waagrechter Fläche am Seitenständer abstellen. – Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen. – Getriebeölablassschraube mit Magnet entfernen. – Getriebeöl vollständig ablaufen lassen. – Getriebeölablassschraube mit Magnet gründlich reinigen. – Dichtfläche am Motor reinigen. – Getriebeölablassschraube mit Magnet mit Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
300659-10
Ölablassschraube mit Magnet M12x1,5 20 Nm
9.92Getriebeöl einfüllen x
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
– Verschraubung entfernen und Getriebeöl einfüllen.
Getriebeöl 0,50 l Motoröl (15W/50) ( S. 71)
– Verschraubung montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
300660-10
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren. – Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 57)
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Page 61
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 59
9.93Getriebeöl nachfüllen x
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
– Schraube Getriebeölstandskontrolle entfernen.
300661-10
– Verschraubung entfernen. Motorrad senkrecht stellen. – Getriebeöl einfüllen, bis es aus der Bohrung der Getriebeölstandsschraube austritt.
Motoröl (15W/50) ( S. 71)
– Schraube Getriebeölstandskontrolle montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 6 Nm
300660-11
– Verschraubung montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren.
Page 62

FEHLERSUCHE 60

Fehler Mögliche Ursache Maßnahme
Motor dreht durch, springt aber nichtanBedienungsfehler – Arbeitsschritte zum Startvorgang durchführen.
( S. 15)
Motorrad war längere Zeit nicht in Betrieb, daher alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer
Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Kraftstofftankentlüftung kontrollieren.
Motor abgesoffen – Zündkerze reinigen und trocknen ggf. wech-
Zündkerze verrußt oder nass – Zündkerze reinigen und trocknen ggf. wech-
Elektrodenabstand der Zündkerze zu groß
Defekt im Zündsystem –
Kurzschlusskabel im Kabelstrang auf­gescheuert, Kurzschlusstaster defekt
Steckerverbinder oder Zündspule locker oder oxydiert
Wasser im Vergaser bzw. Düsen ver­stopft
Motor hat keinen Leerlauf Leerlaufdüse verstopft –
Einstellschrauben am Vergaser ver­dreht
Zündkerze defekt – Zündkerze wechseln. Zündanlage defekt –
Motor dreht nicht hoch Vergaser läuft über, weil Schwimmer-
nadel verschmutzt oder abgenutzt ist lockere Vergaserdüsen – Defekt im Zündsystem –
Motor hat zu wenig Leistung Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Kraftstofftankentlüftung kontrollieren.
Luftfilter stark verschmutzt – Auspuffanlage undicht, deformiert
oder zu wenig Glasfasergarnfüllung im Enddämpfer
Defekt im Zündsystem –
Membran oder Membrangehäuse beschädigt
Verschleißerscheinung – Motor überholen.
Motor setzt aus oder patscht in den Vergaser
Kraftstoffmangel – Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum
Motor saugt Falschluft an – Ansaugflansch und Vergaser auf festen Sitz
Steckerverbinder oder Zündspule locker oder oxydiert
– Schwimmerkammer des Vergasers
entleeren. x ( S. 57)
– Kraftstoffhahn reinigen.
–
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x
seln.
seln.
– Elektrodenabstand einstellen.
Vorgabe Elektrodenabstand Zündkerze 0,60 mm
Zündsystem kontrollieren. x
–
Zündung einstellen. x
–
Kurzschlusstaster kontrollieren. x
– Steckerverbindung reinigen und mit Kontakt-
spray behandeln.
–
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x
–
Vergaser - Leerlauf einstellen. x ( S. 56)
Zündspule kontrollieren. x
–
Zündkerzenstecker kontrollieren. x
–
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x
Zündsystem kontrollieren. x
–
Zündung einstellen. x
– Kraftstoffhahn reinigen.
–
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x Luftfilter reinigen. x ( S. 55)
– Auspuffanlage auf Beschädigungen kontrollie-
ren.
– Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wech-
seln. x Zündsystem kontrollieren. x
–
Zündung einstellen. x
– Membran und Membrangehäuse kontrollieren.
Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
– Kraftstoff tanken. ( S. 17)
kontrollieren.
– Steckerverbindung reinigen und mit Kontakt-
spray behandeln.
Page 63
FEHLERSUCHE 61
Fehler Mögliche Ursache Maßnahme
Motor wird übermäßig heiß zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsys-
tem
zu wenig Fahrtwind – Motor im Stand abstellen. Kühlerlamellen stark verschmutzt – Kühlerlamellen reinigen. Schaumbildung im Kühlsystem –
Zylinderkopf oder Zylinderkopfdich­tung beschädigt
geknickter Kühlerschlauch – falscher Zündzeitpunkt durch locke-
ren Stator
Weiße Rauchentwicklung (Dampf im Abgas)
Getriebeöl tritt am Entlüftungsschlauch aus
Wasser im Getriebeöl Wellendichtring oder Wasserpumpe
Zylinderkopf oder Zylinderkopfdich­tung beschädigt
zu viel Getriebeöl eingefüllt – Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 57)
beschädigt
– Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 52)
Kühlflüssigkeit ablassen. x ( S. 52)
–
Kühlflüssigkeit einfüllen. x ( S. 53)
– Zylinderkopf oder Zylinderkopfdichtung kontrol-
lieren.
Kühlerschlauch wechseln. x
–
Zündung einstellen. x
– Zylinderkopf oder Zylinderkopfdichtung kontrol-
lieren.
– Wellendichtring und Wasserpumpe kontrollie-
ren.
Page 64

REINIGUNG 62

11.1Motorrad reinigen

Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch Hochdruckreiniger.
– Reinigen Sie das Fahrzeug nie mit einem Hochdruckreiniger oder einem starken Wasserstrahl. Der zu hohe Druck kann in elektri-
sche Bauteile, Steckverbinder, Bowdenzüge, Lager usw. eindringen und Störungen verursachen bzw. zur Zerstörung dieser Teile führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
– Vor jeder Reinigung muss die Auspuffanlage verschlossen werden um das Eindringen von Wasser zu verhindern. – Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen. – Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger ( S. 73)
Info
Verwenden Sie warmes Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm.
– Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es gut trocknen.
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x ( S. 57)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
– Lassen Sie Ihr Kind nach der Reinigung ein kurzes Stück fahren, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und die Brem-
sen trocken gebremst sind.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
– Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann. – Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten. – Kette reinigen. ( S. 33) – Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit Korrosionsschutzmittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff ( S. 74)
– Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke ( S. 73)
– Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behandeln.
Kontaktspray ( S. 73)
Page 65

LAGERUNG 63

12.1Lagerung

Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsge­mäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen las­sen. Prüfen Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden. So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
– Motorrad reinigen. ( S. 62)
–
Getriebeöl wechseln. x ( S. 58)
– Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51) – Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen.
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x ( S. 57)
– Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 49) – Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen.
Info
KTM empfiehlt das Motorrad aufzubocken.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten kei-
nesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Info
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend warm wird, kondensiert der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff zum Ros­ten.

12.2Inbetriebnahme nach der Lagerung

– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21) – Kraftstoff tanken. ( S. 17) – Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme. ( S. 15) – Probefahrt durchführen.
Page 66

TECHNISCHE DATEN - MOTOR 64

Bauart 1-Zylinder 2-Takt Otto-Motor, flüssigkeitsgekühlt, mit Membran-
einlass und Auslasssteuerung Hubraum 64,85 cm³ Hub 40,8 mm Bohrung 45 mm Steuerung Auslasssteuerung PCEV Kurbelwellenlagerung 2 Rillenkugellager Pleuellager Nadellager Kolbenbolzenlager Nadellager Kolben Alu gegossen Kolbenringe 1 Rechteckring Motorschmierung Gemischölschmierung Primärübersetzung 23:75 gerade verzahnter Stirnradtrieb Kupplung Mehrscheibenkupplung im Ölbad / hydraulisch betätigt Getriebe 6-Gang klauengeschaltet Getriebeübersetzung
1. Gang 13:37
2. Gang 16:34
3. Gang 18:31
4. Gang 21:30
5. Gang 23:28
6. Gang 24:26 Zündanlage AET digital Zündkerze NGK LR 8 B Elektrodenabstand Zündkerze 0,60 mm Kühlung Flüssigkeitskühlung Starthilfe Kickstarter

13.1Füllmenge - Getriebeöl

Getriebeöl 0,50 l Motoröl (15W/50) ( S. 71)

13.2Füllmenge - Kühlflüssigkeit

Kühlflüssigkeit 0,55 l Kühlflüssigkeit ( S. 71)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 71)
Page 67

TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR 65

Lagersicherung Antriebswellen M5 Mutter Membran der Auslasssteuerung M5 3 Nm – Schraube Halteblech für Rückholfeder
der Schaltwelle Schraube Halter Kupplungsleitung M5 5 Nm Schraube Membrandeckel der Auslass-
steuerung Schraube Membrangehäuse der Aus-
lasssteuerung Schraube Schaltarretierung M5 6 Nm Schraube Wasserpumpenrad M5 5 Nm Schraube Zündanlage/Stator M5 5 Nm Ablassschraube Wasserpumpendeckel M6 6 Nm – Auslasssteuerung Steuerschieberunter-
teil Lagersicherung Schaltwalze M6 8 Nm Schraube Ansaug-
flansch/Membrangehäuse Schraube Anschlagstück Kickstarter M6 10 Nm Schraube Auspuffflansch M6 10 Nm Schraube Generatordeckel M6 8 Nm – Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 6 Nm – Schraube Kettenritzelabdeckung M6 10 Nm – Schraube Kupplungsaußendeckel M6 10 Nm – Schraube Kupplungsfedern M6 10 Nm – Schraube Kupplungsnehmerzylinder M6 10 Nm Schraube Kupplungszwischendeckel M6 10 Nm – Schraube Membrangehäuse der Aus-
lasssteuerung Schraube Motorgehäuse M6 10 Nm – Schraube Schaltarretierung M6 10 Nm Schraube Schalthebel M6 14 Nm Schraube Wasserpumpendeckel M6 8 Nm – Unterdruckan-
schluss/Entlüftungsanschluss Schraube Zylinderkopf M7 18 Nm – Muttern Zylinderfuß M8 20 Nm – Schraube Kickstarter M8 25 Nm Stiftschraube Zylinderfuß (linke Motor-
gehäusehälfte)
Stiftschraube Zylinderfuß (linke Motor­gehäusehälfte)
Schraube Kupplungsmitnehmer M10 60 Nm Zündkerze M10x1 10… 12 Nm – Mutter Rotor M10x1,25 50 Nm – Ölablassschraube mit Magnet M12x1,5 20 Nm – Mutter Primärrad M14x1,25 40 Nm
M5 6 Nm
M5 4 Nm –
M5 5 Nm –
M6
M6 10 Nm –
M6 10 Nm –
M6 5 Nm
M8 Anzugsreihenfolge:
einschrauben bis 27 mm Überstand
M8 Anzugsreihenfolge:
einschrauben bis 29 mm Überstand
Loctite®648™
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™ Loctite®222
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Page 68

TECHNISCHE DATEN - VERGASER 66

Vergasertyp MIKUNI TM 24 Nadelposition 2. Position von oben Leerlaufluft-Regulierschraube
offen 3,5 Umdrehungen Hauptdüse 210 Düsennadel 51 PL 43-2 Leerlaufdüse 20 Nadeldüse Q-O (454) Gasschieber 2,5
Page 69

TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL 67

Rahmen Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren, pulverbe-
schichtet
Gabel Marzocchi Up Side Down Federbein WP Suspension 3614 BAVP Federweg
vorne 220 mm
hinten 270 mm Gabelversatz 18 mm Bremsanlage
vorne Scheibenbremse, Bremszange fest gelagert
hinten Scheibenbremse, Bremszange fest gelagert Bremsscheiben - Durchmesser
vorne 198 mm
hinten 160 mm Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne 2,5 mm
hinten 2,5 mm Reifenluftdruck Gelände
vorne 1,0 bar
hinten 1,0 bar Sekundärübersetzung 14:50 Kette 1/2 x 1/4” O‑Ring Lieferbare Kettenräder 46, 48, 50 Steuerkopfwinkel 64,5° Radstand 1.137 mm Sitzhöhe unbelastet 750 mm Bodenfreiheit unbelastet 280 mm Gewicht ohne Kraftstoff ca. 55,4 kg maximales Fahrergewicht < 50 kg

16.1Reifen

Bereifung vorne Bereifung hinten 60/100 - 14 29M TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
80/100 - 12 50M TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
Weitere Informationen finden Sie im Bereich Service unter: http://www.ktm.com

16.2Füllmenge - Kraftstoff

Kraftstofftankinhalt ca. 3,5 l Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt Motoröl gemischt ( S. 72)
Page 70

TECHNISCHE DATEN - GABEL 68

17.1SX
Gabelartikelnummer 46201000033 Gabel Marzocchi Up Side Down Druckstufendämpfung
Standard 10 Klicks Zugstufendämpfung
Standard 10 Klicks Federrate
Gewicht Fahrer: 35… 45 kg 3,4 N/mm Luftkammerlänge 100±2,5 mm Gabellänge 735 mm
Gabelöl Gabelöl (SAE 5) ( S. 71)
17.2XC
Gabelartikelnummer 46201000133 Gabel Marzocchi Up Side Down Druckstufendämpfung
Standard 10 Klicks Zugstufendämpfung
Standard 10 Klicks Federrate
Gewicht Fahrer: 35… 45 kg 3,4 N/mm Luftkammerlänge 100±2,5 mm Gabellänge 735 mm
Gabelöl Gabelöl (SAE 5) ( S. 71)
Page 71

TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN 69

18.1SX
Federbeinartikelnummer 03.18.7E.03 Federbein WP Suspension 3614 BAVP Druckstufendämpfung
Komfort 10 Klicks
Standard 9 Klicks
Sport 3 Klicks Zugstufendämpfung
Komfort 10 Klicks
Standard 9 Klicks
Sport 6 Klicks Federvorspannung
Komfort 7 mm
Standard 7 mm
Sport 7 mm Federrate
Gewicht Fahrer: < 35 kg 35 N/mm
Gewicht Fahrer: 35… 45 kg 40 N/mm
Gewicht Fahrer: > 45 kg 45 N/mm Federlänge 220 mm Gasdruck 10 bar Statischer Durchhang 12 mm Fahrtdurchhang 90 mm Einbaulänge 347 mm
Stoßdämpferöl Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1) ( S. 72)
18.2XC
Federbeinartikelnummer 03.18.7E.05 Federbein WP Suspension 3614 BAVP Druckstufendämpfung
Komfort 10 Klicks
Standard 9 Klicks
Sport 3 Klicks Zugstufendämpfung
Komfort 10 Klicks
Standard 9 Klicks
Sport 6 Klicks Federvorspannung
Komfort 7 mm
Standard 7 mm
Sport 7 mm Federrate
Gewicht Fahrer: < 35 kg 35 N/mm
Gewicht Fahrer: 35… 45 kg 40 N/mm
Gewicht Fahrer: > 45 kg 45 N/mm Federlänge 220 mm Gasdruck 10 bar Statischer Durchhang 12 mm Fahrtdurchhang 90 mm Einbaulänge 347 mm
Stoßdämpferöl Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1) ( S. 72)
Page 72

TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL 70

Speichennippel M3,5 3 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M6 15 Nm – Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm – Schraube Bremsscheibe hinten M6 14 Nm Schraube Bremsscheibe vorne M6 14 Nm – Schraube Fußbremszylinder M6 10 Nm Schraube Gabelfaust M6 10 Nm – Schraube Gasdrehgriff M6 4,5 Nm – Schraube Kugelgelenk Druckstange am
Fußbremszylinder Motortragschraube M8 30 Nm – Mutter Reifenhalter M8 10 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M8 30 Nm – Restliche Schrauben Fahrgestell M8 25 Nm – Schraube Bremszange M8 20 Nm Schraube Fußbremshebel M8 25 Nm – Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm – Schraube Gabelbrücke unten M8 25 Nm – Schraube Heckausleger M8 35 Nm Schraube Kettenrad M8 25 Nm Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm – Schraube Seitenständerbefestigung M8 40 Nm Restliche Muttern Fahrgestell M10 50 Nm – Restliche Schrauben Fahrgestell M10 45 Nm – Schraube Federbein oben M10 45 Nm – Schraube Federbein unten M10 45 Nm – Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Schraube Steckachse vorne M10 40 Nm – Mutter Schwingarmbolzen M12x1 40 Nm – Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm – Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm –
M6 10 Nm –
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Page 73

BETRIEBSSTOFFE 71

Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1
nach
– DOT
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Bremsflüssigkeit welche der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entspre-
chenden Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Castrol und Motorex®Produkte.
Lieferant Castrol – RESPONSE BRAKE FLUID SUPER DOT 4
®
Motorex – Brake Fluid DOT 5.1
Gabelöl (SAE 5)
nach
– SAE ( S. 75) (SAE 5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Racing Fork Oil
Hydrauliköl (15)
nach
– ISO VG (15)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Hydrauliköl welches der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechen-
den Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Hydraulic Fluid 75
Kühlflüssigkeit
Vorgabe
– Nur geeignete Kühlflüssigkeit verwenden (auch in Ländern mit hohen Temperaturen). Bei minderwertigen Frostschutzmitteln kann
es zu Korrosion und Schaumbildung kommen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Mischungsverhältnis
Gefrierschutz: −25… −45 °C 50 % Korrosions-/Frostschutzmittel
50 % destilliertes Wasser
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt)
Gefrierschutz −40 °C
Lieferant
®
Motorex – Anti Freeze
Motoröl (15W/50)
nach
– JASO T903 MA ( S. 75) – SAE ( S. 75) (15W/50)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entspre-
chenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Top Speed 4T
Page 74
BETRIEBSSTOFFE 72
Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1)
nach
– SAE ( S. 75) (SAE 2,5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen.
Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt Motoröl gemischt
nach
– DIN EN 228 – JASO FC ( S. 75)
Mischungsverhältnis
1:60 Motoröl 2-Takt
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
Page 75

HILFSSTOFFE 73

Hochglanz-Politur für Lacke
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Moto Polish
Kettenreinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Chain Clean 611
Kettenspray Offroad
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Chain Lube 622
Kontaktspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Accu Contact
Langzeitfett
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Fett 2000
Luftfilter-Reinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Twin Air Dirt Bio Remover
Motorradreiniger
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Moto Clean 900
Öl für Schaumstoff-Luftfilter
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Twin Air Liquid Bio Power
Page 76
HILFSSTOFFE 74
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Protect & Shine 645
Universal Ölspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Joker 440 Universal
Page 77

NORMEN 75

SAE
Die SAE-Viskositätsklassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt und dienen der Einteilung der Öle nach ihrer Viskosität. Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität.
JASO T903 MA
Unterschiedliche technische Entwicklungsrichtungen erforderten eine eigene Spezifikation für 4-Takt Motorräder - die JASO T903 MA Norm. Früher wurden für 4-Takt Motorräder Motoröle aus dem PKW Bereich eingesetzt, weil es keine eigene Motorradspezifika­tion gab. Werden bei PKW Motoren lange Wartungsintervalle gefordert, so stehen bei Motorrad Motoren hohe Leistungsausbeute bei hohen Drehzahlen im Vordergrund. Bei den meisten Motorrad Motoren wird auch das Getriebe und die Kupplung mit dem gleichen Öl geschmiert. Die JASO MA Norm geht auf diese speziellen Anforderungen ein.
JASO FC
JASO FC ist eine Klassifizierung für ein 2-Takt Motorenöl, welches speziell für die extremen Anforderungen im Rennsport entwickelt wurde. Dank den erstklassigen synthetischen Estern und den speziell darauf abgestimmten Additiven wird auch unter extremen Bedin­gungen eine einwandfreie Verbrennung erreicht.
Page 78
INDEXVERZEICHNIS 76

INDEXVERZEICHNIS

A
Arbeitsregeln
B
Bedienungsanleitung
Grundsätzliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Betriebsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Bremsbeläge
der Hinterradbremse ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
der Hinterradbremse einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 44
der Hinterradbremse wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
der Vorderradbremse ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
der Vorderradbremse einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 40
der Vorderradbremse wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Bremsflüssigkeit
der Hinterradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
der Vorderradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Bremsflüssigkeitsstand
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 43
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Bremsscheiben
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
C
Choke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
D
Druckstufendämpfung
der Gabel einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
E
Einsatzdefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Enddämpfer
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Glasfasergarnfüllung ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Glasfasergarnfüllung einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Ersatzteile, Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
F
Fahrgestellnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Fahrzeugansicht
hinten rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
vorne links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Fahrzeugniveau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Federbein
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Fahrtdurchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
statischen Durchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . 22
Federbeinartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Federvorspannung
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60-61
Frostschutz
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Leerweg einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
G
Gabelbeine
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Staubmanschetten reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Gabelschutz
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
Gabelüberstand
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Gasbowdenzugspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Gasdrehgriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Getriebeöl
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Getriebeölstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
H
Handbremshebel
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Hinterrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
I
Inbetriebnahme
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . 13
nach der Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . 15
K
Kette
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Kettenführung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kettenrad/Kettenritzel
auf Verschleiß kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Kettenspannung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Kickstarter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Kotflügel vorne
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Kraftstoffhahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Page 79
INDEXVERZEICHNIS 77
Kühlflüssigkeit
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Kühlflüssigkeitsstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51-52
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Kupplung
Flüssigkeit wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Flüssigkeitsstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kupplungshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kurzschlusstaster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
L
Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Lenkerposition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Luftfilter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
M
Motor
einfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Motornummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Motorrad
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
P
Plug-in-Ständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
R
Reifenluftdruck
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Reifenzustand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
S
Schalthebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Seitenständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Serviceplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-20
Sitzbank
abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Speichenspannung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Startnummerntafel
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Startvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Steuerkopflager
schmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Steuerkopflagerspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
T
Tanken
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Tankverschluss
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Technische Daten
Anzugsdrehmomente Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Anzugsdrehmomente Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
Federbein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Vergaser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
U
Umwelt Untere Gabelbrücke
V
Vergaser
Vorderrad
W
Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Z
Zugstufendämpfung
. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Leerlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Leerlauf einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Schwimmerkammer entleeren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
der Gabel einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
Page 80
*3211345de*
3211345de
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen/Österreich
http://www.ktm.com
01/2009
Foto: Mitterbauer
Loading...