Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen
sportlichen Motorrades, das Ihnen und Ihrem Kind bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrgestellnummer (S. 9)Händlerstempel
Motornummer (S. 9)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die
sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Angaben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und ähnliches ohne vorheriger Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie
die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum
Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
ISO 9001(12 100 6061)
Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die
zu höchstmöglicher Produktqualität führen.
Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen, Österreich
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches
Verständnis. Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse der Sicherheit Ihres Kindes, in einer autorisierten
KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem
erforderlichen Spezialwerkzeug optimal gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
EigennameKennzeichnet einen Eigennamen.
®
Name
Marke™Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
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WICHTIGE HINWEISE5
Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Wettbewerbseinsatz
standhalten. Die Motorräder entsprechen den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen
Motorsportverbände.
Info
Das Motorrad ist nur auf abgesperrten Strecken, außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs, zu betreiben.
Wartung
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungsanleitung genannten Wartungs-, Pflege-, und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann
Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z.B. stark schlammiges und feuchtes Gelände, kann zu überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann eine Wartung bzw. der
Austausch von Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Serviceplan notwendig sein.
Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungsintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt
wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im
Serviceheft bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Garantie gewährt werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind
und lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden
übernimmt KTM keine Haftung.
Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr KTM-Händler berät Sie
gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM Website.
Internationale KTM Website: http://www.ktm.com
Arbeitsregeln
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebenen Nummer in Klammern bestellt werden. Bsp.: Ventilfederheber (59029019000)
Beim Zusammenbau müssen nicht wiederverwendbare Teile (z.B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dichtungen, Dichtringe,
O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche) durch neue Teile ersetzt werden.
Wird bei Schraubverbindungen ein Schraubensicherungsmittel (z.B. Loctite®) verwendet, sind die spezifischen Hinweise des Herstellers zu dessen Verwendung einzuhalten.
Teile die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, sind zu reinigen und auf Beschädigung bzw. Verschleiß zu kontrollieren.
Beschädigte bzw. verschlissene Teile wechseln.
Nach Abschluss der Reparatur bzw. Wartung ist die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
–Motor abstellen.
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WICHTIGE HINWEISE6
–Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Umwelt
Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie und Ihr Kind ihn in vollen Zügen genießen können.
Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller
Umgang mit dem Motorrad sorgt aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft
des Motorradsports zu sichern, versichern Sie sich, dass Ihr Kind das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzt, zeigen Sie
Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Hinweise/Warnhinweise
Beachten Sie unbedingt die angegebenen Hinweise/Warnhinweise.
Info
Am Fahrzeug sind verschiedene Hinweis-/Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis/Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb
verletzen.
Gefahrengrade
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn
nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden
Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen
getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Bedienungsanleitung
–Lesen Sie zusammen mit Ihrem Kind unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie Ihr Kind das erste
Mal mit dem Motorrad fahren lassen. Sie enthält viele Informationen und Tipps, die Ihrem Kind die Bedienung und Handhabung
des Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Motorrad am Besten auf Ihr Kind abstimmen und wie Sie Ihr
Kind vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung
des Motorrades.
–Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer
Die Fahrgestellnummer ist auf dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
700390-01
4.2Motornummer
Die Motornummer ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels eingeprägt.
4.3Federbeinartikelnummer
700391-01
Die Federbeinartikelnummer ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zur
Motorseite hin eingeprägt.
700392-01
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BEDIENUNGSELEMENTE10
5.1Gasdrehgriff
Der Gasdrehgriff ist am Lenker rechts angebracht.
700408-01
5.2Kupplungshebel
Der Kupplungshebel ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
5.3Handbremshebel
5.4Kurzschlusstaster
700393-10
Der Handbremshebel ist am Lenker rechts angebracht.
Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
700394-01
Der Kurzschlusstaster ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
•Kurzschlusstastein der Grundstellung – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
•Kurzschlusstastergedrückt – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
5.5Kraftstoffhahn
700395-01
Der Kraftstoffhahn befindet sich an der linken Kraftstofftankseite.
Mögliche Zustände
•Kraftstoffhahn geschlossen – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag im Uhrzeigensinn gedreht. Es kann kein Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.
•Kraftstoffhahn geöffnet – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag gegen den
Uhrzeigensinn gedreht. Es kann Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.
700407-01
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BEDIENUNGSELEMENTE11
5.6Tankverschluss öffnen
–Entriegelungsknopf drücken, Tankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen
und nach oben abnehmen.
700396-01
5.7Tankverschluss schließen
–Tankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen, bis der Entriegelungs-
knopf einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung knickfrei verlegen.
5.8Choke
5.9Schalthebel
700397-01
700402-01
Der Chokehebel ist am Vergaser links angebracht.
Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der
Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres KraftstoffLuftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.
Mögliche Zustände
•Chokefunktion aktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag herabgedrückt.
•Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag hinaufgedrückt.
Der Schalthebel ist am Motor links montiert.
700398-01
700399-01
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
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BEDIENUNGSELEMENTE12
5.10Kickstarter
Der Kickstarter ist am Motor rechts angebracht.
Der Kickstarter ist schwenkbar.
Info
Vor der Fahrt den Kickstarter zum Motor schwenken.
700403-01
5.11Fußbremshebel
Der Fußbremshebel befindet sich vor der rechten Fußraste.
Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
5.12Seitenständer (XC)
700400-01
700401-01
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige
Belastung.
–Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie
sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Seitenständer steht. Der Seitenständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer mit dem Fuß bis zum Boden ausklappen und mit dem Motorrad belasten.
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Gummiband gesichert sein.
5.13Plug-in-Ständer (SX)
700404-01
700406-01
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Zum Abstellen des Motorrades den Plug-in-Ständer in die Aufnahme für den Plugin-Ständer auf der linken Seite des Fahrzeuges einsetzen.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME13
6.1Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
Warnung
Unfallgefahr Physische und psychische Eignung des Kindes.
–Ihr Kind muss bereits mit einem Fahrrad fahren können und das Fahrzeug nach einem Sturz wieder selbstständig aufstel-
len können. Des weiteren muss Ihr Kind verstehen, dass Vorschriften und Anweisungen von Ihnen oder einer anderen Aufsichtsperson zu befolgen sind. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, erst wenn Kondition, Fahrtechnik und Motivation stimmen,
sollte die Teilnahme an einem Rennen überlegt werden. Kinder unterschätzen oder erkennen Gefahren oft nicht, machen
Sie Ihrem Kind verständlich das es unter keinen Umständen ohne Aufsichtsperson das Fahrzeug führen darf und das Ihr
Kind nur so schnell fahren darf, wie es das Fahrkönnen und die Verhältnisse erlauben.
–Lassen Sie Ihr Kind nur mit dem Fahrzeug fahren, wenn es sowohl physisch als auch psychisch zum Führen des Fahrzeu-
ges geeignet ist.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzbekleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
–Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen. Verwenden Sie
und Ihr Kind immer Schutzbekleidung, die sich in einwandfreiem Zustand befindet und den gesetzlichen Anforderungen
entspricht. Wenn Sie Motorrad fahren Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und tragen auch Sie geeignete Schutzkleidung.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkon-
trollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Kritisches Fahrverhalten durch nicht angepasste Fahrweise.
–Achten Sie darauf das Ihr Kind die Fahrtgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und seinem Fahrkönnen anpasst.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch Mitnahme eines Beifahrers.
–Ihr Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Beifahrers ausgelegt. Nehmen Sie keinen Beifahrer mit.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch
Überhitzung ausfallen. Achten Sie darauf das Ihr Kind den Fuß vom Fußbremshebel nimmt wenn es nicht bremsen will.
Warnung
Unfallgefahr Zerstörung Fahrwerkskomponenten.
–Höchstzulässiges Fahrergewicht nicht überschreiten.
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
–Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
–Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt
wurden.
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
–Lesen Sie vor der ersten Fahrt zusammen mit Ihrem Kind die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
Info
Gehen Sie insbesondere auf die Gefahrenhinweise und die Verletzungsgefahr ein.
Erklären Sie Ihrem Kind Fahr- und Sturztechnik, z.B. wie sich Gewichtsverlagerung auf das Fahrverhalten auswirkt.
–Machen Sie Ihr Kind mit den Bedienungselementen vertraut.
–Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. (S. 36)
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME14
–Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (S. 38)
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. x (S. 43)
–Kontrollieren Sie vor der ersten Inbetriebnahme, ob die Grundeinstellung des Fahrwerks für das Gewicht Ihres Kindes geeignet ist.
–Gewöhnen Sie Ihr Kind auf einem geeigneten Gelände, am besten auf einer großen freien Wiese an das Handling des Motorrades.
Info
Damit Ihr Kind ein Gefühl für die Betätigung der Bremse bekommt sollten Sie Ihr Kind erstmal schieben. Erst wenn Ihr
Kind die Handbremse dosieren kann sollte der Motor gestartet werden.
Lassen Sie Ihr Kind anfänglich zu einer anderen Person fahren, welche Ihrem Kind beim Anhalten und Wenden hilft.
–Stellen Sie Hindernisse auf, welche Ihr Kind umfahren soll um sich an das Handling des Fahrzeuges zu gewöhnen.
–Ihr Kind sollte auch versuchen möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
–Lassen Sie Ihr Kind keine Geländefahrten machen, welche die Fähigkeiten und Erfahrung Ihres Kindes überfordern.
–Ihr Kind sollte während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest halten und die Füße auf den Fußrasten lassen.
–Das höchstzulässige Fahrergewicht ist einzuhalten.
Vorgabe
maximales Fahrergewicht< 50 kg
–Speichenspannung kontrollieren. (S. 50)
Info
Die Speichenspannung muss nach einer halben Betriebsstunde kontrolliert werden.
–Motor einfahren. (S. 14)
6.2Motor einfahren
–Während der Einlaufphase die angegebene Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden< 70 %
während der ersten 5 Betriebsstunden< 100 %
–Vollgasfahrten vermeiden!
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FAHRANLEITUNG15
7.1Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme
Info
Beim Betrieb muss das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand sein.
Info
Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie es sich und Ihrem Kind zur Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetriebnahme eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen.
Halten Sie Ihr Kind dazu an die allgemeine Überprüfung selbst durchzuführen.
–Getriebeölstand kontrollieren. (S. 57)
–Kettenspannung kontrollieren. (S. 34)
–Kettenverschmutzung kontrollieren. (S. 33)
–Reifenzustand kontrollieren. (S. 49)
–Reifenluftdruck kontrollieren. (S. 49)
–Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 38)
–Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 43)
–Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 40)
–Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 44)
–Funktion der Bremsanlage kontrollieren.
–Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 52)
–Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren.
–Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.
7.2Startvorgang
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und/oder zum Tode führen.
–Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder
laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
Info
Wenn das Motorrad schlecht anspringt, kann alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer die Ursache sein. Die leicht entflammbaren Anteile der Kraftstoffe verflüchtigen sich bei längerer Standzeit.
Wenn die Schwimmerkammer mit frischem, zündfähigem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen.
Stillstand des Motorrades von mehr als 1 Woche
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x (S. 57)
–Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Es kann Kraftstoff vom Kraftstofftank zum Vergaser fließen.
–Motorrad vom Ständer nehmen.
–Getriebe in Leerlauf schalten.
Motor kalt
–Chokehebel bis zum Anschlag herabdrücken.
–Kickstarter über den vollen Weg kraftvoll durchtreten.
Info
Kein Gas geben.
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FAHRANLEITUNG16
7.3Anfahren
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Gummiband gesichert sein bzw. der Plug-In Ständer
entfernt werden.
–Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.
7.4Schalten, Fahren
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
–Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann
blockieren.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte KTMFachwerkstätte zu kontaktieren.
Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
–Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, kann Ihr Kind in höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen,
gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
–Wurde die Chokefunktion aktiviert, ist diese nach dem Erwärmen des Motors zu deaktivieren.
–Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdrehen. Die
Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
–Ihr Kind soll immer nur soviel Gas geben wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht
den Verbrauch.
–Zum Zurückschalten Motorrad abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen.
–Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben bzw. nochmals schal-
ten.
–Ihr Kind sollte den Motor abstellen, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 2 min
–Ihr Kind sollte oftmaliges und längeres Schleifen der Kupplung vermeiden. Dieses erhitzt das Motoröl und damit den Motor und
das Kühlsystem.
–Halten Sie Ihr Kind dazu an, besser mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung zu fahren.
7.5Abbremsen
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
–Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
–Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
–Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden.
–Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Ihr Kind sollte dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang schalten.
–Halten Sie Ihr Kind dazu an bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors zu Nutzen. Dazu einen oder zwei Gänge zurück-
schalten, jedoch den Motor nicht überdrehen. So braucht Ihr Kind wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht
überhitzt.
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FAHRANLEITUNG17
7.6Anhalten, Parken
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
–Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–Heiße Teile wie z.B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an die-
sen Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
–Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
–Der Seitenständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie sich nicht auf das Motorrad, wenn es auf dem Sei-
tenständer steht. Der Seitenständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfallen.
–Motorrad abbremsen.
–Getriebe in Leerlauf schalten.
–Kurzschlusstasterbei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht.
–Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
–Motorrad auf festem Untergrund abstellen.
7.7Kraftstoff tanken
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff
sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde
Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
–Motor abstellen.
–Tankverschluss öffnen. (S. 11)
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FAHRANLEITUNG18
00
0
AA
–Kraftstofftank bis maximal an das Maß mit Kraftstoff auffüllen.
Vorgabe
Maß 35 mm
400214-10
Kraftstofftankinhalt ca.
–Tankverschluss schließen. (S. 11)
3,5 lSuperkraftstoff bleifrei mit 2-Takt
Motoröl gemischt (S. 72)
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SERVICEPLAN19
8.1Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen.
S20AS40A
Motor
VergaserAnsaugflansch und Vergasermanschetten auf Risse und Dichtheit kontrollieren.•
AnbauteileKühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.•
BremsenBremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 40)•
Fahrwerk
RäderSpeichenspannung kontrollieren. (S. 50)••
Getriebeöl wechseln. x (S. 58)
Zündkerze kontrollieren ggf. erneuern. x
Zündkerzenstecker reinigen und auf festen Sitz kontrollieren. x
Motorbefestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren.••
Leerlauf kontrollieren.••
Entlüftungsschläuche auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.•
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 51)•
Auspuffanlage auf Dichtheit und korrekte Aufhängung kontrollieren.••
Bowdenzüge auf Beschädigung, Leichtgängigkeit und knickfreie Verlegung kontrollieren.•
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren. (S. 36)••
Luftfilter reinigen. x (S. 55)
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 44)•
Bremsscheiben kontrollieren. (S. 37)•
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 38)••
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 43)••
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.•
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (S. 38)••
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (S. 42)••
Funktion der Bremsanlage kontrollieren.••
Schrauben und Führungsbolzen der Bremsanlage auf festen Sitz kontrollieren.••
Federbein und Gabel auf Dichtheit und Funktion kontrollieren. x
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (S. 26)••
Gabelbeine entlüften. (S. 25)••
Schwingarmlagerung kontrollieren.•
Steuerkopflagerspiel kontrollieren. (S. 26)•
Alle Fahrwerksschrauben auf festen Sitz kontrollieren.••
Felgenschlag kontrollieren.••
Reifenzustand kontrollieren. (S. 49)••
Reifenluftdruck kontrollieren. (S. 49)••
Kettenverschleiß kontrollieren.••
Kettenspannung kontrollieren. (S. 34)••
Kette reinigen. (S. 33)••
Radlager auf Spiel kontrollieren.••
Einstellschrauben der Kettenspanner reinigen und fetten.••
••
••
••
••
•
S20A: alle 20 Betriebsstunden
S40A: alle 40 Betriebsstunden
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SERVICEPLAN20
8.2Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)
S20AS40AJ1A
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. x
Verschleiß Einlassmembran kontrollieren. x
Verschleiß Kupplungsbelaglamellen kontrollieren. x
Länge Kupplungsfedern kontrollieren. x
Verschleiß Zylinder und Kolben kontrollieren. x
Auslasssteuerung auf Funktion und Leichtgängigkeit kontrollieren, reinigen. x
Feder der Auslasssteuerung wechseln. x
Lagerung Kolbenbolzen kontrollieren. x
Hauptlager Kurbelwelle kontrollieren. x
Radialspiel Pleuellager kontrollieren. x
Kurbelwellen und Pleuellager wechseln. x
Getriebe komplett kontrollieren. x
Gabel vollständig warten. x
Federbein vollständig warten. x
Schwingarmlagerung reinigen und schmieren. x
Steuerkopflager schmieren. x (S. 30)
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln. x
Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln. x (S. 37)
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. x
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. x
••
••
••
••
••
•
••
••
••
•
•
••
•
•
•
•
•
•
•
•
S20A: alle 20 Betriebsstunden
S40A: alle 40 Betriebsstunden
J1A: jährlich
8.3Durchführung von dringenden Kontroll- und Pflegearbeiten durch die aufsichtsführende Person.
Getriebeölstand kontrollieren. (S. 57)•
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 38)•
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 43)•
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 40)•
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 44)•
Bowdenzüge kontrollieren und einstellen.•
Gabelbeine entlüften. (S. 25)•
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (S. 26)•
Kette reinigen. (S. 33)•
Kettenspannung kontrollieren. (S. 34)•
Kettenverschleiß kontrollieren.•
Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren. (S. 34)•
Luftfilter reinigen. x (S. 55)
Reifenluftdruck kontrollieren. (S. 49)•
Reifenzustand kontrollieren. (S. 49)•
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 52)•
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x (S. 57)
Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren.•
Bremswirkung kontrollieren.•
Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren.•
NB1A
•
•
NB1A: In Abhängigkeit der Einsatzbedingungen nach Bedarf.
Page 23
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR21
9.1Motorrad aufbocken
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufbocken.
Montageständer (54829055000)
–Motorrad gegen Umfallen sichern.
700405-01
9.2Motorrad vom Montageständer nehmen
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
–Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen.
–Montageständer entfernen.
9.3Druckstufendämpfung des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
–Einstellknopf bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
–Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks im Uhrzeigersinn zurückdre-
hen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung
Komfort10 Klicks
Standard9 Klicks
Sport3 Klicks
700409-01
Info
Drehen gegen den Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen im Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung.
9.4Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
700410-01
–Einstellschraube bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen.
–Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgabe
Zugstufendämpfung
Komfort10 Klicks
Standard9 Klicks
Sport6 Klicks
Page 24
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR22
00AA
000BB
0
0
AA
CC
0
0
AA
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
9.5Maß Hinterrad entlastet ermitteln
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Messen Sie möglichst senkrecht die Entfernung zwischen der Hinterradachse und
einem Fixpunkt - z.B. eine Markierung an der Seitenverkleidung.
–Notieren Sie den Wert als Maß .
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
400220-10
9.6Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren
–Maß Hinterrad entlastet ermitteln. (S. 22)
–Bitten Sie einen Helfer das Motorrad senkrecht zu halten.
–Messen Sie erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fixpunkt.
–Notieren Sie den Wert als Maß .
–Kontrollieren Sie den statischen Durchhang.
400221-10
9.7Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren
–Maß Hinterrad entlastet ermitteln. (S. 22)
–Halten Sie das Motorrad senkrecht und setzen Sie den Fahrer mit kompletter
–Messen Sie nun erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fix-
–Notieren Sie den Wert als Maß .
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße und .
Statischer Durchhang12 mm
»Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das angegebene Maß ist:
–
Federvorspannung des Federbeins einstellen. x (S. 23)
Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das
Motorrad. Der Fahrer soll einige Male auf und nieder wippen, damit sich die
Hinterradaufhängung einpegelt.
punkt.
400222-10
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße und .
–Kontrollieren Sie den Fahrtdurchhang.
Fahrtdurchhang90 mm
»Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß abweicht:
–
Fahrtdurchhang einstellen. x
Page 25
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR23
9.8Federvorspannung des Federbeins einstellen x
Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
–
Federbein ausbauen. x (S. 23)
–Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
–Gesamte Federlänge im gespannten Zustand messen und den Wert notieren.
–Konterring lösen.
–Einstellring drehen bis die Feder vollständig entspannt ist.
–Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen.
–Feder durch Drehen des Einstellrings auf das vorgegebene Maß spannen.
700449-01
Vorgabe
Federvorspannung
Komfort7 mm
Standard7 mm
Sport7 mm
9.9Federbein ausbauen x
9.10Federbein einbauen x
700416-10
Info
Die Federvorspannung ist die Differenz zwischen der entspannten Federlänge und der gespannten Federlänge.
In Abhängigkeit vom statischen Durchhang bzw. Fahrtdurchhang kann eine
höhere oder niedrigere Federvorspannung notwendig sein.
–Konterring festziehen.
–
Federbein einbauen. x (S. 23)
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Schraube entfernen und das Hinterrad mit dem Schwingarm so weit absenken,
dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
–Schraube entfernen, Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein entneh-
men.
–Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein positionieren. Schraube mon-
tieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein obenM1045 Nm
700416-11
–Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein untenM1045 Nm
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
Page 26
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR24
9.11Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
–Einstellschraube bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschraube befindet sich am oberen Ende des linken Gabelbeines und ist mit einem C gekennzeichnet.
–Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen.
Vorgabe
700450-01
Druckstufendämpfung
Standard10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.
9.12Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
–Einstellschraube bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschraube befindet sich am oberen Ende des rechten Gabelbeines und ist mit einem R gekennzeichnet.
–Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen.
Vorgabe
700451-01
Zugstufendämpfung
Standard10 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
9.13Fahrzeugniveau
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeu-
ges stark verändern.
–Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen
zu können.
700533-01
Das Fahrzeugniveau kann vorne über die Klemmung der Gabelbeine verstellt werden.
Der Gabelüberstand kann individuell an die Körpergröße des Kindes angepasst werden.
Die Gabel darf maximal bis zur Position durchgesteckt werden. Die Position entspricht dem Standard.
obere Gabelbrücke bündig
zur oberen Position
obere Gabelbrücke bündig
Standard
zum 1. Ring
obere Gabelbrücke bündig
zum 2. Ring
Page 27
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR25
obere Gabelbrücke bündig
zum 3. Ring
9.14Gabelüberstand einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
–Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
–Schrauben an der unteren Gabelbrücke lösen.
–Schraube an der oberen Gabelbrücke lösen.
Info
Die Schrauben sind soweit zu lösen, dass sich das Gabelbein ohne Beschädigung verschieben lässt.
Die Einstellarbeiten sind erst an einem Gabelbein, dann am anderen Gabelbein durchzuführen.
700534-01
–Gabelüberstand einstellen.
Vorgabe
obere Gabelbrücke bündig mit
Abschluss Außenrohr
obere Gabelbrücke bündig zum 1. Ring Standard
obere Gabelbrücke bündig zum 2. Ring
obere Gabelbrücke bündig zum 3. Ring
9.15Gabelbeine entlüften
700533-01
–Schraube festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke obenM825 Nm
–Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke untenM825 Nm
–Einstellarbeit am anderen Gabelbein wiederholen.
Info
Die Einstellung des Fahrzeugniveaus über die Gabelbeine muss an beiden
Gabelbeinen identisch ausgeführt werden.
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Entlüftungsschrauben kurz entfernen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
–Entlüftungsschrauben montieren und festziehen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
700417-01
Page 28
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR26
9.16Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Staubmanschetten an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz von den Gabelholmen abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten
gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegenden Öldichtringe undicht werden.
Warnung
700448-01
–Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
–Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken.
–Überflüssiges Öl entfernen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Brems-
scheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Brem-
senreiniger behandeln.
Universal Ölspray (S. 74)
9.17Steuerkopflagerspiel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Unsicheres Fahrverhalten durch nicht korrektes Steuerkopflagerspiel.
–Steuerkopflagerspiel unverzüglich einstellen. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im
Rahmen beschädigt.
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrichtung hin und her
bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
»Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x (S. 27)
–Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es
400387-10
dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
»Wenn Raststellungen spürbar sind:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x (S. 27)
–Steuerkopflager kontrollieren ggf. erneuern.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
Page 29
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR27
9.18Steuerkopflagerspiel einstellen x
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Schrauben lösen.
–Schraube lösen und wieder festziehen.
Vorgabe
Mutter GabelschaftrohrM20x1,510 Nm
–Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke klopfen, um Ver-
spannungen zu vermeiden.
–Schrauben festziehen.
700418-01
9.19Gabelbeine ausbauen x
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke obenM825 Nm
–Steuerkopflagerspiel kontrollieren. (S. 26)
–
Vorderrad ausbauen. x (S. 47)
–Schrauben entfernen und Klemme abnehmen.
–Schrauben entfernen und Bremszange abnehmen.
–Bremszange mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
–Startnummerntafel mit den Bohrungen auf den Haltenasen am Kotflügels posi-
tionieren.
700413-01
Page 34
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR32
00BB
0
0
AA
002
0
11
–Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben FahrgestellM610 Nm
–Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schraube montieren und festzie-
hen.
700411-10
9.30Lenkerposition
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im Abstand zueinander.
Bohrungsabstand 15 mm
Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme sind im Abstand aus der Mitte platziert.
Bohrungsabstand 3,5 mm
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen montiert werden.
400271-11
9.31Lenkerposition einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Bruch des Lenkers.
–Wird der Lenker gebogen oder ausgerichtet, ermüdet das Material und der Lenker kann brechen. Lenker immer wechseln.
–Die vier Schrauben entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker abneh-
men und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
–Die zwei Schrauben entfernen. Lenkeraufnahme abnehmen.
–Lenkeraufnahme in die gewünschte Position bringen. Die zwei Schrauben mon-
400271-10
tieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme M1040 NmLoctite®243™
–Lenker positionieren.
Info
Auf die richtige Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
–Lenkerklemmbrücken positionieren. Die vier Schrauben montieren und gleich-
mäßig festziehen.
Vorgabe
Schraube LenkerklemmbrückeM820 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
Page 35
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR33
9.32Gasbowdenzugspiel kontrollieren
–Lenker in Geradeausstellung bringen.
–Manschette zurückschieben.
–Die Gasbowdenzughülle muss sich um das Maß von der Einstellschraube abhe-
ben lassen, ohne das eine Widerstand spürbar ist.
Gasbowdenzugspiel3… 5 mm
»Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen. x (S. 33)
700453-10
9.33Gasbowdenzugspiel einstellen x
–Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
–Lenker in Geradeausstellung bringen.
–Manschette zurückschieben.
–Mutter lösen. Einstellschraube ganz eindrehen.
–Einstellschraube so drehen, dass an der Gasbowdenzughülle das Gasbowdenzug-
spiel vorhanden ist.
Vorgabe
Gasbowdenzugspiel3… 5 mm
700453-01
9.34Kettenverschmutzung kontrollieren
–Mutter festziehen.
–Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
–Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
»Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
–Kette reinigen. (S. 33)
400678-01
9.35Kette reinigen
Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
–Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
–Kette regelmäßig reinigen und anschließend mit Kettenspray behandeln.
Kettenreinigungsmittel (S. 73)
Kettenspray Offroad (S. 73)
Page 36
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR34
9.36Kettenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Kettenspannung5… 8 mm
700537-01
»Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle. (S. 35)
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
9.37Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen.
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700537-01
9.38Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren
Kettenspannung5… 8 mm
»Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau. (S. 36)
–Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
»Wenn Kettenrad/Kettenritzel eingelaufen sind:
–Kettenrad/Kettenritzel erneuern.
400227-01
Info
Beim Montieren des Kettenschlosses muss die geschlossene Seite
der Sicherung immer in Laufrichtung weisen.
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen erneuert
werden.
–Kettenführung auf festen Sitz und Verschleiß kontrollieren.
Page 37
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR35
9.39Kettenspannung einstellen
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700537-01
–Mutter lösen.
–Muttern lösen.
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung5… 8 mm
Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
700452-01
–Muttern festziehen.
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen.
–Mutter festziehen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
9.40Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle
–Mutter lösen.
–Muttern lösen.
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
700452-10
–Muttern festziehen.
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen.
–Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hintenM12x140 Nm
Vorgabe
Kettenspannung5… 8 mm
Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
Vorgabe
Mutter Steckachse hintenM12x140 Nm
Page 38
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR36
9.41Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau
–Muttern lösen.
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung5… 8 mm
Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
–Muttern festziehen.
700452-11
9.42Kettenführung einstellen x
Info
Abhängig von der Zähnezahl variiert die Größe des Kettenrades. Bei einem kleineren Kettenrad kann die Kettenführung angepasst werden.
–Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube an die Handgröße
Ihres Kindes anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der
Kupplungshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert
sich der Kupplungshebel dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
700393-11
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine
Gewalt an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
9.44Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waag-
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waag-
rechte Position bringen.
–Schrauben entfernen.
–Deckel mit Membran abnehmen.
9.46Bremsscheiben kontrollieren
300669-10
300670-10
300671-10
–Entlüftungsspritze mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Entlüftungsspritze (50329050000)
Hydrauliköl (15) (S. 71)
–Am Nehmerzylinder die Entlüftungsschraube entfernen und Entlüftungsspritze
montieren.
–Nun so lange die Flüssigkeit in das System drücken, bis sie an der Bohrung des
Geberzylinders blasenfrei austritt.
–Zwischendurch Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter des Geberzylinders absaugen,
um ein Überlaufen zu verhindern.
–Entlüftungsspritze entfernen. Entlüftungsschraube montieren und festziehen.
–Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Vorgabe
Flüssigkeitsstand unter Behälterober-
4 mm
kante
–Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
–Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
–Bremsscheibenstärke vorne und hinten, an mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf
das Maß kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der
Anlagefläche der Bremsbeläge.
400257-10
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne2,5 mm
hinten2,5 mm
Page 40
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR38
»Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt:
–Bremsscheibe wechseln.
–Bremsscheiben vorne und hinten auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung
kontrollieren.
»Wenn die Bremsscheibe Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweist:
–Bremsscheibe wechseln.
9.47Leerweg am Handbremshebel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Handbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Vorderradbremse auf. Die
Vorderradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Handbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Handbremshebel nach vorne drücken und Leerweg kontrollieren.
Leerweg am Handbremshebel≥ 3 mm
»Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (S. 38)
700394-10
9.48Grundstellung des Handbremshebels einstellen
–Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (S. 38)
–Grundstellung des Handbremshebels mit der Einstellschraube an die Handgröße
Ihres Kindes anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der
Handbremshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert
sich der Handbremshebel dem Lenker.
700394-11
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine
Gewalt an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
9.49Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
»Wenn der Bremsflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen. x (S. 39)
–Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
5 mm
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
9.50Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 42
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR40
–Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
–Bremsbeläge entfernen.
–Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
Page 43
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR41
9.53Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
–Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original
KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht
gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem
Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
–Bremsscheiben kontrollieren. (S. 37)
–Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert
sind.
700426-01
–Schraube montieren und festziehen.
–Sicherungsscheibe montieren.
–
Vorderrad einbauen. x (S. 47)
700427-01
9.54Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 44
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR42
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen. x (S. 40)
–Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
–Schrauben entfernen.
–Deckel mit Membran abnehmen.
–Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen. x (S. 41)
–Bremsflüssigkeitsstand berichtigen.
700420-10
9.55Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren
Vorgabe
Bremsflüssigkeitsstand unter Behäl-
5 mm
teroberkante
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (S. 71)
–Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Feder aushängen.
–Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben
hin und her bewegen und Leerweg kontrollieren.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel3… 5 mm
»Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg des Fußbremshebels einstellen. x (S. 42)
700455-01
9.56Leerweg des Fußbremshebels einstellen x
–Feder einhängen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Feder aushängen.
–Mutter lösen.
–Druckstange entsprechend drehen bis der Leerweg vorhanden ist.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel3… 5 mm
700535-01
–Druckstange gegenhalten und Mutter festziehen.
–Feder einhängen.
–Kontrollieren, ob die Grundstellung des Fußbremshebels für den Fahrer geeignet
ist.
»Wenn die Grundstellung des Fußbremshebel angepasst werden muss:
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. x (S. 43)
Page 45
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR43
9.57Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Feder aushängen.
–Mutter lösen.
–Druckstange zurückdrehen.
–Mutter lösen.
–Zur individuellen Anpassung der Grundstellung des Fußbremshebels Schraube
entsprechend drehen.
Info
700535-10
–Schraube gegenhalten und Mutter festziehen.
–Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (S. 42)
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Vorgabe
Restliche Muttern FahrgestellM830 Nm
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel3… 5 mm
»Wenn der Leerweg am Fußbremshebel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg des Fußbremshebels einstellen. x (S. 42)
–Feder einhängen.
9.58Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren
gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
–Fahrzeug senkrecht stellen.
–Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas kontrollieren.
»Wenn im Schauglas eine Luftblase sichtbar ist:
–
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen. x (S. 44)
700421-01
Page 46
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR44
9.59Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren
gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Schrauben entfernen.
–Deckel mit O-Ring und Membran abnehmen.
–Bremsflüssigkeit bis zur Oberkante des Schauglases auffüllen.
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (S. 71)
–Deckel mit O-Ring und Membran positionieren.
700422-01
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
–Schrauben montieren und festziehen.
9.60Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
–Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
700424-01
–Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke kontrollieren.
Mindestbelagstärke ≥ 1 mm
»Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x (S. 46)
–Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
»Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x (S. 46)
Page 47
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR45
9.61Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
–Bremsbeläge entfernen.
–Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
700430-01
9.62Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
–Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original
KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht
gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem
Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
–Bremsscheiben kontrollieren. (S. 37)
–Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert
sind.
–Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
700429-01
9.63Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen. x (S. 45)
–Fahrzeug senkrecht stellen.
–Schrauben entfernen.
–Deckel mit O-Ring und Membran abnehmen.
–Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen. x (S. 45)
–Bremsflüssigkeit bis zur Oberkante des Schauglases auffüllen.
700422-01
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (S. 71)
–Deckel mit O-Ring und Membran positionieren.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
–Schrauben montieren und festziehen.
Page 49
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR47
9.64Vorderrad ausbauen x
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Schraube entfernen.
700436-01
–Schrauben lösen.
–Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Vorderrad aus der Gabel neh-
men.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen.
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
700437-01
9.65Vorderrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
–Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett (S. 73)
–Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse einsetzen.
–Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube GabelfaustM610 Nm
700438-01
–Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Steckachse vorneM1040 Nm
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
700436-10
700536-01
–Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen.
–Schrauben lösen.
–Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die
Gabelbeine ausrichten.
–Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube GabelfaustM610 Nm
Page 50
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR48
9.66Hinterrad ausbauen x
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Mutter entfernen.
–Scheibe und Kettenspanner abnehmen.
700439-01
–Steckachse nur so weit herausziehen, dass sich das Hinterrad nach vorne schie-
ben lässt.
–Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben. Kette vom Kettenrad nehmen.
–Hinterrad halten und Steckachse herausziehen. Hinterrad aus dem Schwingarm
nehmen.
Info
Fußbremshebel bei ausgebautem Hinterrad nicht betätigen.
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
700440-10
9.67Hinterrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
–Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett (S. 73)
–Hinterrad in den Schwingarm heben, soweit als möglich nach vorne positionieren
und Kette auf das Kettenrad legen.
–Steckachse mit Scheibe und Kettenspanner einsetzen.
700440-11
–Kettenspanner und Scheibe positionieren. Mutter montieren, aber noch
nicht festziehen.
–Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau. (S. 34)
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen.
–Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hintenM12x140 Nm
700439-10
–Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
Page 51
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR49
9.68Reifenzustand kontrollieren
Info
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen montieren.
Andere Reifen können sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken.
Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades.
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein.
Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
–Vorder- und Hinterreifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere
Beschädigungen kontrollieren.
»Wenn der Reifen Schnitte, eingefahrene Gegenstände oder andere Beschädi-
gungen aufweist:
–Reifen wechseln.
–Profiltiefe kontrollieren.
Info
400602-10
–Reifenalter kontrollieren.
Beachten Sie die gesetzliche landesspezifische Mindestprofiltiefe.
Mindestprofiltiefe≥ 2 mm
»Wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist:
–Reifen wechseln.
Info
Das Herstellungsdatum der Reifen ist üblicherweise in der Reifenbeschriftung enthalten und wird mit den letzten vier Ziffern der DOT Bezeichnung
gekennzeichnet. Die ersten beiden Ziffern weisen auf die Herstellungswoche
und die letzten beiden Ziffern auf das Herstellungsjahr hin.
KTM empfiehlt einen Wechsel der Reifen, unabhängig vom tatsächlichen
Verschleiß, spätestens nach 5 Jahren.
»Wenn der Reifen älter als 5 Jahre ist:
–Reifen wechseln.
9.69Reifenluftdruck kontrollieren
Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalem Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens.
Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
–Staubkappe entfernen.
–Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Gelände
vorne1,0 bar
hinten1,0 bar
»Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Reifenluftdruck berichtigen.
700434-01
–Staubkappe montieren.
Page 52
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR50
9.70Speichenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch eine falsche Speichenspannung.
–Achten Sie auf eine korrekte Speichenspannung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihren gerne.)
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen.
Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen.
Kontrollieren Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
–Mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz anschlagen.
Info
Die Tonfrequenz ist abhängig von der Speichenlänge und vom Speichendurchmesser.
Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen gleichlangen und gleichdicken Speichen, deutet das auf eine unterschiedliche Speichenspannung hin.
9.71Sitzbank abnehmen
9.72Sitzbank montieren
700435-01
300633-10
Es muss ein heller Ton erklingen.
»Wenn die Speichenspannung unterschiedlich ist:
–
Speichenspannung korrigieren. x
–Speichendrehmoment kontrollieren.
Vorgabe
SpeichennippelM3,53 Nm
Drehmomentschlüssel mit diversen Aufsätzen im Set (58429094000)
–Schnellverschluss öffnen und die Sitzbank hinten anheben.
–Sitzbank zurückziehen und abnehmen.
–Die Sitzbank an der Schraube einhängen, hinten absenken und gleichzeitig nach
vorne schieben.
Nase hängt am Kraftstofftank ein.
300634-10
Page 53
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR51
–Schnellverschluss schließen.
300633-11
9.73Kühlsystem
Durch die Wasserpumpe im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gegeben.
Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühlerverschluss geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur zulässig, ohne dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
120 °C
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind.
Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
700445-01
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.
9.74Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
–Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen.
–Kühlerverschluss abnehmen.
–Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
»Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
700446-01
400243-10
–Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
»Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (S. 71)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (S. 71)
Page 54
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR52
–Kühlerverschluss montieren.
9.75Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
–Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen.
–Kühlerverschluss abnehmen.
–Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
»Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
400243-10
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (S. 71)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (S. 71)
–Kühlerverschluss montieren.
9.76Kühlflüssigkeit ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
Page 55
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR53
–Motorrad senkrecht stellen.
–Geeignetes Gefäß unter dem Wasserpumpendeckel bereitstellen.
–Schraube entfernen. Kühlerverschluss abnehmen.
–Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–Schraube mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Ablassschraube WasserpumpendeckelM66 Nm
300632-10
9.77Kühlflüssigkeit einfüllen x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
–Sicherstellen, dass die Schraube festgezogen ist.
–Motorrad senkrecht stellen.
–Kühlflüssigkeit bis zum Maß einfüllen.
Vorgabe
Maß über den Kühlerlamellen10 mm
Kühlflüssigkeit0,55 lKühlflüssigkeit (S. 71)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig
700447-01
gemischt) (S. 71)
–Kühlerverschluss montieren.
–Kurze Probefahrt durchführen.
–Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 52)
9.78Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers
Der Enddämpfer ist mit Glasfasergarn gefüllt.
Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Dämmstoffes ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus.
Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
9.79Enddämpfer ausbauen
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
–Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
–Schraube entfernen.
–Enddämpfer an der Gummimuffe vom Krümmer abziehen.
700442-01
Page 56
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR54
9.80Enddämpfer einbauen
–Enddämpfer mit der Gummimuffe montieren.
–Die breite Bundbüchse und die schmale Bundbüchse positionieren.
700444-01
–Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben FahrgestellM610 Nm
700442-10
9.81Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
–Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
–Enddämpfer ausbauen. (S. 53)
–Schrauben der Verschlusskappe entfernen. Verschlusskappe und Außen-
rohr abnehmen.
–Glasfasergarnfüllung vom Innenrohr ziehen.
–Teile die wieder verbaut werden, reinigen.
700443-01
9.82Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x
–Glasfasergarnfüllung über das Innenrohr schieben.
–Außenrohr über die Glasfasergarnfüllung schieben.
–Verschlusskappe in das Außenrohr stecken. Schrauben mit Zahnscheiben
montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben FahrgestellM610 Nm
700443-10
–Enddämpfer einbauen. (S. 54)
Page 57
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR55
9.83Luftfilter ausbauen x
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß füh-
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
–
Luftfilter ausbauen. x (S. 55)
–Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut trocknen lassen.
Luftfilter-Reinigungsmittel (S. 73)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
–Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter (S. 73)
–Luftfilterkasten reinigen.
–Vergasermanschette auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren.
–
Luftfilter einbauen. x (S. 55)
Page 58
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR56
9.86Vergaser - Leerlauf
Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen stabilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor
mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch
eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegen durch Motorvibration erhöhtem Verschleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
700457-01
9.87Vergaser - Leerlauf einstellen x
700457-01
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Stellschraube eingestellt.
Das Leerlaufgemisch wird mit der Leerlaufluftmengen-Regulierschraube eingestellt.
–Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eindrehen und auf die vorgege-
bene Grundeinstellung drehen.
Vorgabe
Leerlaufluft-Regulierschraube
offen3,5 Umdrehungen
–Motor warmfahren.
Vorgabe
Warmfahrzeit≥ 5 min
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne
eine geeignete Absauganlage.
–Mit der Stellschraube die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Vorgabe
Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag hinaufgedrückt.
(S. 11)
Leerlaufdrehzahl1.400… 1.500 1/min
–Leerlaufluft-Regulierschraube langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die Leer-
laufdrehzahl zu sinken beginnt.
–Stellung merken und die Leerlaufluft-Regulierschraube nun langsam gegen den
Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
–Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leerlaufdrehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen Arbeitsschritte nochmals durchführen.
Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem befriedigendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die Ursache dafür sein.
Sollte die Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein
und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlaufdüse
eingesetzt werden.
Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu beginnen.
Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen
Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.
Page 59
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR57
9.88Schwimmerkammer des Vergasers entleeren x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff
sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde
Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
Wasser in der Schwimmerkammer führt zu Funktionsstörungen.
–Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
–Ein Tuch unter den Vergaser legen, damit der auslaufende Kraftstoff aufgefangen
Das Getriebeöl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
–Motorrad auf waagrechter Fläche am Seitenständer abstellen.
–Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
–Getriebeölablassschraube mit Magnet entfernen.
–Getriebeöl vollständig ablaufen lassen.
–Getriebeölablassschraube mit Magnet gründlich reinigen.
–Dichtfläche am Motor reinigen.
–Getriebeölablassschraube mit Magnet mit Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
300659-10
Ölablassschraube mit MagnetM12x1,520 Nm
9.92Getriebeöl einfüllen x
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
–Verschraubung entfernen und Getriebeöl einfüllen.
Getriebeöl0,50 lMotoröl (15W/50) (S. 71)
–Verschraubung montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
300660-10
–Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren.
–Getriebeölstand kontrollieren. (S. 57)
–Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne
eine geeignete Absauganlage.
Page 61
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR59
9.93Getriebeöl nachfüllen x
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
–Schraube Getriebeölstandskontrolle entfernen.
300661-10
–Verschraubung entfernen. Motorrad senkrecht stellen.
–Getriebeöl einfüllen, bis es aus der Bohrung der Getriebeölstandsschraube austritt.
Motoröl (15W/50) (S. 71)
–Schraube Getriebeölstandskontrolle montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube GetriebeölstandskontrolleM66 Nm
300660-11
–Verschraubung montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
–Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne
eine geeignete Absauganlage.
–Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren.
Page 62
FEHLERSUCHE60
FehlerMögliche UrsacheMaßnahme
Motor dreht durch, springt aber nichtanBedienungsfehler–Arbeitsschritte zum Startvorgang durchführen.
(S. 15)
Motorrad war längere Zeit nicht in
Betrieb, daher alter Kraftstoff in der
Schwimmerkammer
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten.
Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
–Vor jeder Reinigung muss die Auspuffanlage verschlossen werden um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
–Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen.
–Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger (S. 73)
Info
Verwenden Sie warmes Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm.
–Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es gut trocknen.
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x (S. 57)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
–Lassen Sie Ihr Kind nach der Reinigung ein kurzes Stück fahren, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und die Brem-
sen trocken gebremst sind.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
–Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann.
–Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten.
–Kette reinigen. (S. 33)
–Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit Korrosionsschutzmittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff (S. 74)
–Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke (S. 73)
–Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behandeln.
Kontaktspray (S. 73)
Page 65
LAGERUNG63
12.1Lagerung
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde
Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen.
Prüfen Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen oder
Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden.
So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
–Motorrad reinigen. (S. 62)
–
Getriebeöl wechseln. x (S. 58)
–Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 51)
–Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen.
–
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. x (S. 57)
–Reifenluftdruck kontrollieren. (S. 49)
–Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen.
Info
KTM empfiehlt das Motorrad aufzubocken.
–Motorrad aufbocken. (S. 21)
–Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten kei-
nesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Info
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend
warm wird, kondensiert der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff zum Rosten.
12.2Inbetriebnahme nach der Lagerung
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (S. 21)
–Kraftstoff tanken. (S. 17)
–Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme. (S. 15)
–Probefahrt durchführen.
Page 66
TECHNISCHE DATEN - MOTOR64
Bauart1-Zylinder 2-Takt Otto-Motor, flüssigkeitsgekühlt, mit Membran-
einlass und Auslasssteuerung
Hubraum64,85 cm³
Hub40,8 mm
Bohrung45 mm
SteuerungAuslasssteuerung PCEV
Kurbelwellenlagerung2 Rillenkugellager
PleuellagerNadellager
KolbenbolzenlagerNadellager
KolbenAlu gegossen
Kolbenringe1 Rechteckring
MotorschmierungGemischölschmierung
Primärübersetzung23:75 gerade verzahnter Stirnradtrieb
KupplungMehrscheibenkupplung im Ölbad / hydraulisch betätigt
Getriebe6-Gang klauengeschaltet
Getriebeübersetzung
1. Gang13:37
2. Gang16:34
3. Gang18:31
4. Gang21:30
5. Gang23:28
6. Gang24:26
ZündanlageAET digital
ZündkerzeNGK LR 8 B
Elektrodenabstand Zündkerze0,60 mm
KühlungFlüssigkeitskühlung
StarthilfeKickstarter
13.1Füllmenge - Getriebeöl
Getriebeöl0,50 lMotoröl (15W/50) (S. 71)
13.2Füllmenge - Kühlflüssigkeit
Kühlflüssigkeit0,55 lKühlflüssigkeit (S. 71)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (S. 71)
Page 67
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR65
Lagersicherung AntriebswellenM5
Mutter Membran der AuslasssteuerungM53 Nm–
Schraube Halteblech für Rückholfeder
der Schaltwelle
Schraube Halter KupplungsleitungM55 Nm
Schraube Membrandeckel der Auslass-
hinten1,0 bar
Sekundärübersetzung14:50
Kette1/2 x 1/4” O‑Ring
Lieferbare Kettenräder46, 48, 50
Steuerkopfwinkel64,5°
Radstand1.137 mm
Sitzhöhe unbelastet750 mm
Bodenfreiheit unbelastet280 mm
Gewicht ohne Kraftstoff ca.55,4 kg
maximales Fahrergewicht< 50 kg
–Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen.
Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt Motoröl gemischt
nach
–DIN EN 228
–JASO FC (S. 75)
Mischungsverhältnis
1:60Motoröl 2-Takt
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
Page 75
HILFSSTOFFE73
Hochglanz-Politur für Lacke
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Moto Polish
Kettenreinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Chain Clean 611
Kettenspray Offroad
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Chain Lube 622
Kontaktspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Accu Contact
Langzeitfett
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Fett 2000
Luftfilter-Reinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Twin Air Dirt Bio Remover
Motorradreiniger
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Moto Clean 900
Öl für Schaumstoff-Luftfilter
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Twin Air Liquid Bio Power
Page 76
HILFSSTOFFE74
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Protect & Shine 645
Universal Ölspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex
–Joker 440 Universal
Page 77
NORMEN75
SAE
Die SAE-Viskositätsklassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt und dienen der Einteilung der Öle nach ihrer
Viskosität. Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität.
JASO T903 MA
Unterschiedliche technische Entwicklungsrichtungen erforderten eine eigene Spezifikation für 4-Takt Motorräder - die JASO T903
MA Norm. Früher wurden für 4-Takt Motorräder Motoröle aus dem PKW Bereich eingesetzt, weil es keine eigene Motorradspezifikation gab. Werden bei PKW Motoren lange Wartungsintervalle gefordert, so stehen bei Motorrad Motoren hohe Leistungsausbeute bei
hohen Drehzahlen im Vordergrund. Bei den meisten Motorrad Motoren wird auch das Getriebe und die Kupplung mit dem gleichen Öl
geschmiert. Die JASO MA Norm geht auf diese speziellen Anforderungen ein.
JASO FC
JASO FC ist eine Klassifizierung für ein 2-Takt Motorenöl, welches speziell für die extremen Anforderungen im Rennsport entwickelt
wurde. Dank den erstklassigen synthetischen Estern und den speziell darauf abgestimmten Additiven wird auch unter extremen Bedingungen eine einwandfreie Verbrennung erreicht.