Abbildung 1. Fisher Ventil in Nennweite NPS 12 mit
Kolbenantrieb und digitalem Stellungsregler
FIELDVUE™ DVC6200
X0237-1
Einführung
Umfang des Handbuchs
Diese Betriebsanleitung enthält Informationen über Installation, Wartung und Ersatzteile für Fisher ET/EWT- und ED/EWD-Ventile
in den Nennweiten NPS 12 bis 30 und Druckstufen bis Class 600.
Informationen über Antrieb und Zubehör sind in separaten Betriebsanleitungen enthalten.
ET/EWT- oder ED/EWD-Ventile dürfen nur von Personen installiert, betrieben oder gewartet werden, die in Bezug
auf die Installation, Bedienung und Wartung von Ventilen, Antrieben und Zubehör umfassend geschult wurden und
darin qualifiziert sind. Um Personen- oder Sachschäden zu vermeiden, sollte diese Betriebsanleitung einschließlichaller Sicherheits- und Warnhinweise komplett gelesen und befolgt werden. Bei Fragen zu Anweisungen in dieser
Anleitung Kontakt mit dem zuständigen Emerson Vertriebsbüro
www.Fisher.com
aufnehmen.
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Februar 2022
Betriebsanleitung
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Schulungsprogramme
Wenden Sie sich bitte zwecks Informationen über angebotene Kurse zu großen Fisher ET/EWT- und ED/EWD-Ventilen sowie zu
einer Vielzahl anderer Produkte an:
Fisher ET/EWT- und ED/EWD-Stellventile in Nennweite NPS 12 bis NPS 30 und Gehäusedruckstufe Class 150 bis Class 600 können
zur kontinuierlichen oder zur Auf-/Zu-Regelung einer Vielzahl verschiedener flüssiger und gasförmiger Medien verwendet werden.
ET/EWT-Stellventile haben einen hängenden Käfig, bei dem der Sitzring in den Käfig eingeschraubt ist. Diese Ventile verfügen über
zwei federbelastete Dichtringe, und zwar zwischen Ventilkegel und Käfig sowie zwischen Sitzring und Ventilgehäuse, die eine
Dichtheit des Abschlusses nach Klasse V bieten. Sie sind für den Einsatz bei niedrigen bis mittleren Temperaturen zwischen
-46 _C und 232 _C (-50 _F und 450 _F) geeignet. Die maximal zulässige Temperatur beträgt 316 _C (600 _F) bei nichtoxidierend
wirkenden Medien und 260 _C (500 _F) bei oxidierend wirkenden Medien durch Verwendung der hochtemperaturbeständigen
Dichtung (HTS1).
Mit den speziellen Ausführungen ET-C und EWT-C können die Ventile der ET/EWT-Serie bei kryogenen Temperaturen bis zu
-198 _C (-325 _F) verwendet werden. Die speziellen Ventile verfügen über eine einzigartige Innengarnitur, Dichtungen und ein
längeres verlängertes Oberteil, um der extremen Kälte standzuhalten.
Die Ventile der ED/EWD-Serie haben einen hängenden Käfig, jedoch einen in das Ventilgehäuse eingeschraubten Sitzring. Diese
Ventile verfügen über zwei Graphit-Kolbenringe zwischen Käfig und Ventilkegel, die eine standardmäßige Dichtheit des
Abschlusses nach Klasse IV bieten. Sie sind für den Einsatz bei hohen Temperaturen zwischen 316 _C und 593 _C (600 _F und
1100 _F) geeignet. Die Dichtheit des Abschlusses kann durch Verwendung der Bore-Seal-Dichtung auf Klasse V verbessert werden.
Es stehen eine Reihe von Innengarnituren für anspruchsvolle Anwendungen zur Verfügung, die Lärmschutz oder
Kavitationskontrolle bieten. Um den aerodynamischen Geräuschpegel bei der Regelung von Gasen zu reduzieren, sind
Innengarnituren zur Lärmminderung lieferbar, die über Whisper-Trim-III- und WhisperFlo-Käfige verfügen. Mithilfe von
Innengarnituren zur Kavitationskontrolle können Kavitationsschäden bei der Regelung von Flüssigkeiten vermieden werden. Sie
sind mit einem Cavitrol-III-Käfig (für kavitierende Medien ohne Feststoffanteil) ausgestattet. Für kavitierende Medien mit
Feststoffanteil empfiehlt sich der Einsatz einer DST-Innengarnitur (Dirty Service Trim, Innengarnitur für verschmutzte Medien).
Technische Daten
Die typischen technischen Daten für diese Ventile sind in Tabelle 1 aufgeführt.
2
Betriebsanleitung
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Tabelle 1. Technische Daten
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Nennweiten
ED, ET und ET-C: J NPS 12, J 14, J 16, J 18, J 20 und
J 30
(2)
EWD, EWT und EWT-C
: J NPS 16 x 12, J 20 x 16,
Durchflusskennlinien
Standardkäfige: J Linear oder J Gleichprozentig
Whisper-Trim-III- und WhisperFlo-Käfige: Linear
Cavitrol-III-Käfige: Linear
J 24 x 16 und J 24 x 20
Weitere Eigenschaften sind auf Anfrage bei Ihrem Emerson
Anschlüsse
Vertriebsbüro erhältlich.
Flanschanschlüsse: Class 150, 300 und 600 Flansche mit
glatter Dichtleiste (RF) oder Nut (RTJ) nach ASME B16.5.
Ventile in Nennweite NPS 30 verfügen über Flansche der
Serie A oder B nach ASME B16.47
Anschweißenden: Alle erhältlichen Rohrklassen nach
ASME B16.25 bis Schedule 120, die mit der
Gehäusedruckstufe nach ASME B16.34 kompatibel sind.
Durchflussrichtung
Standardkäfige: Abwärts
Whisper-Trim-III- und WhisperFlo-Käfige: Aufwärts
Cavitrol-III-Käfige: Abwärts
Weitere Informationen zu anderen Anschlussarten erhalten
Sie von Ihrem Emerson Vertriebsbüro
Maximaler Eingangsdruck
(1)
Flanschanschlüsse: In Übereinstimmung mit den
Druck-/Temperaturgrenzen gemäß Class 150, 300 und 600
nach ASME B16.34
Anschweißenden: In Übereinstimmung mit den
Druck-/Temperaturwerten der Gehäusedruckstufe
.
Durchmesser der Antriebsaufnahme und Spindel
J Antriebsaufnahme 127 mm (5H-Zoll), jeweils mit
31,8 mm (1,25 Zoll) Ventilspindel-Durchmesser mit
Ausnahme von NPS 30
J Antriebsaufnahme 179 mm (7 Zoll) Durchmesser mit
50,8 mm (2 Zoll) Ventilspindel-Durchmesser für Ventile in
Nennweite NPS 30
Class 600 nach ASME B16.34
Dichtheit des Abschlusses nach ANSI/FCI 70-2 und
IEC 60534-4
ET, ET-C, EWT und EWT-C:
Oberteilausführung
ED, EWD, ET und EWT: Verlängerung Typ 1
ET-C und EWT-C: Verlängerung Typ 3
Standard: Klasse V
Optional (für alle Käfige außer Cavitrol III): Klasse IV
ED und EWD:
Standard: Klasse IV
Optional: Klasse V
1. Die in dieser Betriebsanleitung oder auf dem Typenschild angegebenen Grenzwerte für Drücke und Temperaturen dürfen nicht überschritten werden. Alle gültigen Standards und
gesetzlichen Vorschriften müssen eingehalten werden.
2. Größenangaben entsprechen der Anschlussgröße x der Nennweite der Innengarnitur.
Ungefähres Gewicht
Siehe Tabelle 2
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Tabelle 2. Ungefähres Gewicht
NENNWEITE,
NPS
12
14
16 x 12
16
18
20 x 16
24 x 16
20
24 x 20
30
1. Wenden Sie sich bzgl. dieser Gewichte an Ihr Emerson Vertriebsbüro.
Zur Vermeidung von Personenschäden bei Einbauarbeiten stets Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Augenschutz
tragen.
Personen- oder Sachschäden können durch plötzliche Freisetzung von Druck verursacht werden, wenn das Ventil an einem
Ort installiert wird, an dem die in Tabelle 1 oder auf dem entsprechenden Typenschild angegebenen Einsatzbedingungen
überschritten werden können. Zur Vermeidung derartiger Personen- oder Sachschäden ist gemäß den gesetzlichen oder
Industrie-Vorschriften und guter Ingenieurspraxis ein Entlastungsventil für den Überdruckschutz vorzusehen.
Mit dem Verfahrens- oder Sicherheitsingenieur abklären, ob weitere Maßnahmen zum Schutz gegen das Prozessmedium
zu ergreifen sind.
Bei Einbau in eine vorhandene Anlage auch die WARNUNG am Anfang des Wartungsabschnitts in dieser Betriebsanleitung
beachten.
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Betriebsanleitung
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VORSICHT
Bei der Bestellung wurden die Ventilkonfiguration und die Konstruktionswerkstoffe für einen bestimmten Druck und
Differenzdruck, eine bestimmte Temperatur sowie für das zu regelnde Medium ausgewählt. Die Verantwortung für die
Sicherheit der Prozessmedien und die Eignung der Ventilwerkstoffe für die Prozessmedien liegt allein beim Käufer und
Endanwender. Da einige Kombinationen aus Ventil- und Innengarniturwerkstoffen hinsichtlich Temperatur und
Differenzdruck eingeschränkt sind, das Ventil nicht unter anderen als den ursprünglich festgelegten Bedingungen
einsetzen, ohne vorher mit dem zuständigen Emerson Vertriebsbüro
Vor der Installation das Ventil und die Rohrleitungen auf Beschädigungen und Fremdkörper untersuchen.
1. Vor der Installation das Ventil und die zugehörigen Teile auf Beschädigungen und Fremdkörper untersuchen.
2. Darauf achten, dass der Innenraum des Ventilgehäuses sauber ist, dass die Rohrleitungen frei von Fremdkörpern sind und dass
der Durchfluss in Richtung des Pfeils an der Seite des Gehäuses erfolgt.
3. Das Stellventil kann in beliebiger Lage installiert werden, vorausgesetzt, es liegen keine Einschränkungen durch seismische
Kriterien vor. Normalerweise wird das Ventil jedoch so installiert, dass sich der Antrieb senkrecht über dem Ventil befindet.
Andere Einbaulagen können zu ungleichmäßigem Verschleiß an Kegel und Käfig sowie zu unzuverlässiger Funktion führen. Den
Antrieb abstützen, wenn er nicht vertikal angeordnet ist. Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Emerson Vertriebsbüro.
4. Bei der Installation des Ventils in die Rohrleitung die üblichen Methoden des Rohrleitungsbaus und anerkannte
Schweißverfahren anwenden. Bei geflanschten Ventilgehäusen geeignete Dichtungen zwischen den Ventil- und
Rohrleitungsflanschen verwenden.
Kontakt aufzunehmen.
VORSICHT
Je nach verwendetem Ventilgehäusewerkstoff kann nach dem Einschweißen eine Wärmenachbehandlung erforderlich
sein. Hierdurch können Teile aus Elastomer oder Kunststoff beschädigt werden, ebenso metallische Innenteile. Im
Allgemeinen sollten vor einer durchzuführenden Wärmenachbehandlung alle Teile der Innengarnitur entfernt werden.
Weitere Informationen erhalten Sie von Ihrem Emerson Vertriebsbüro.
5. Bei einem Oberteil mit Leckanschluss die Rohrstopfen (Pos. 46) entfernen, um die Leckageleitung anschließen zu können. Um
während einer Inspektion oder Wartung den Betrieb nicht zu unterbrechen, einen 3-Ventil-Bypass um das Regelventil herum
installieren.
6. Bei getrenntem Versand von Antrieb und Ventil siehe die Montageanleitung für den Antrieb in der Betriebsanleitung des Antriebs.
WARNUNG
Bei Leckage der Packung besteht Gefahr von Personenschäden. Die Packung wurde vor dem Versand festgezogen, jedoch
muss sie möglicherweise den Einsatzbedingungen entsprechend nachgezogen werden. Mit dem Verfahrens- oder
Sicherheitsingenieur abklären, ob weitere Maßnahmen zum Schutz gegen das Prozessmedium zu ergreifen sind.
Ventile mit vorgespannter ENVIRO-SEALt Stopfbuchsenpackung oder vorgespannter HIGH-SEAL-ULF-Stopfbuchsenpackung
erfordern diese Nachjustierung zu Betriebsbeginn nicht. Siehe auch Fisher Betriebsanleitung für das
ENVIRO-SEAL-Packungssystem für Hubventile (D101642X012
(D101453X012
die in der Stückliste aufgeführten Nachrüstsätze.
). Falls der Wunsch besteht, die vorhandene Stopfbuchsenpackung in eine ENVIRO-SEAL-Packung zu ändern, siehe
) bzw. für das vorgespannte HIGH-SEAL-Packungssystem
Wartung
Die Positionsnummern sind, sofern nicht anders angegeben, in den folgenden Abbildungen zu finden: Abbildung 5:
ED/EWD-Ventile, Abbildung 6: ET/EWT-Ventile, Abbildung 7: ET/EWT-Ventile mit Dichtungen HTS1 oder Abbildung: 8:
ET-C/EWT-C-Ventile.
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Große ET- und ED-Ventile
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Die Bauteile des Ventils unterliegen normalem Verschleiß und müssen falls erforderlich überprüft und ausgetauscht werden. Die
Häufigkeit der Überprüfung und Wartung hängt von den Einsatzbedingungen ab. Dieser Abschnitt enthält Anweisungen zur
Schmierung der Stopfbuchsenpackung und zur Wartung von Packung und Innengarnitur. Alle Wartungsarbeiten können bei in der
Rohrleitung eingebautem Ventil vorgenommen werden.
Betriebsanleitung
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WARNUNG
Personen- und Sachschäden durch plötzliches Freisetzen von Prozessdruck oder durch berstende Teile vermeiden. Vor der
Durchführung jeglicher Wartungsarbeiten:
D Den Antrieb nicht vom Ventil trennen, während das Ventil noch mit Druck beaufschlagt ist.
D Zur Vermeidung von Personenschäden bei Wartungsarbeiten stets Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und
Augenschutz tragen.
D Alle Leitungen für Druckluft, elektrische Energie und Stellsignal vom Antrieb trennen. Sicherstellen, dass der Antrieb das
Ventil nicht plötzlich öffnen oder schließen kann.
D Bypassventile verwenden oder den Prozess vollständig abstellen, um das Ventil vom Prozessdruck zu trennen. Den
Prozessdruck an beiden Seiten des Ventils entlasten. Das Prozessmedium auf beiden Seiten des Ventils ablassen.
D Den pneumatischen Stelldruck des Antriebs entlasten und vorgespannte Antriebsfeder(n) entspannen.
D Mithilfe geeigneter Sicherungsmethoden dafür sorgen, dass die oben getroffenen Maßnahmen während der Arbeit an
dem Gerät wirksam bleiben.
D Im Bereich der Ventilpackung befindet sich möglicherweise unter Druck stehende Prozessflüssigkeit, selbst wenn das
Ventil aus der Rohrleitung ausgebaut wurde. Beim Entfernen von Teilen der Packung oder der Packungsringe bzw. beim
Lösen des Rohrstopfens am Gehäuse der Packung kann unter Druck stehende Prozessflüssigkeit herausspritzen.
D Mit dem Verfahrens- oder Sicherheitsingenieur abklären, ob weitere Maßnahmen zum Schutz gegen das
Prozessmedium zu ergreifen sind.
Hinweis
Wurden abgedichtete Teile demontiert oder gegeneinander verschoben, muss beim Zusammenbau eine neue Dichtung
verwendet werden. Dies ist erforderlich, um die Dichtheit zu gewährleisten, da gebrauchte Dichtungen möglicherweise nicht
mehr richtig abdichten.
Schmierung der Packung
Hinweis
ENVIRO-SEAL- und HIGH-SEAL-Packungen erfordern keine Schmierung.
WARNUNG
Zur Vermeidung von Personen- oder Sachschäden aufgrund von Bränden oder Explosionen die Packung nicht schmieren,
wenn sie für Sauerstoffeinsatz verwendet wird oder die Prozesstemperaturen über 260 _C (500 _F) liegen.
Bei Verwendung eines optionalen Schmier- oder Schmier-/Absperrventils an PTFE-/Kunststoffpackungen oder anderen Packungen
wird dieses anstelle des Rohrstopfens (Pos. 46) installiert. Ein hochwertiges Schmiermittel auf Silikonbasis verwenden. Zum
Schmieren mithilfe des Schmierventils einfach die Schraube im Uhrzeigersinn drehen, wodurch das Schmiermittel in das
Packungsgehäuse gepresst wird. Das Schmier-/Absperrventil funktioniert in derselben Weise mit der Ausnahme, dass vor dem
Drehen der Schraube das Absperrventil geöffnet und nach dem Schmiervorgang das Ventil wieder geschlossen wird.
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Betriebsanleitung
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Wartung der Packung
Hinweis
Zu Anweisungen hinsichtlich der Packung bei Ventilen mit ENVIRO-SEAL-Packung siehe die Fisher Betriebsanleitung zum
ENVIRO-SEAL-Packungssystem für Hubventile, Dokument-Nr. D101642X012
Zu Anweisungen hinsichtlich der Packung bei Ventilen mit HIGH-SEAL-Packung siehe die Fisher Betriebsanleitung zum
vorgespannten HIGH-SEAL-ULF-Packungssystem, Dokument-Nr. D101453X012
Bei einer federbelasteten einfachen PTFE-V-Ring-Packung übt die Feder (Pos. 8, Abbildung 2) eine Abdichtkraft auf die Packung
aus. Wird um die Packungsmanschette (Pos. 13, Abbildung 2) herum eine Leckage festgestellt, überprüfen, ob der Ansatz an der
Packungsmanschette das Oberteil (Pos. 35) berührt. Berührt der Ansatz das Oberteil nicht, die Muttern der Stopfbuchsenbrille
(Pos. 5) festziehen, bis der Ansatz am Oberteil anliegt. Falls die Leckage dadurch nicht beseitigt werden kann, muss die Packung
anhand des Verfahrens unter „Austausch der Packung“ ausgetauscht werden.
Tritt bei nicht federbelasteten Packungen eine unerwünschte Leckage auf, zuerst versuchen, durch Festziehen der Muttern der
Stopfbuchsenbrille die Leckage zu begrenzen und eine Abdichtung an der Spindel zu erreichen.
Ist die Packung relativ neu, sitzt stramm auf der Ventilspindel (Pos. 2B) und das Festziehen der Muttern der Stopfbuchsenbrille
stoppt die Leckage nicht, ist die Ventilspindel möglicherweise verschlissen oder weist Einkerbungen auf, sodass sie nicht
abgedichtet werden kann. Der Oberflächenzustand einer Ventilspindel ist ausschlaggebend für eine gute Abdichtung der Packung.
Tritt die Leckage am Außenumfang der Packung auf, wird die Leckage möglicherweise durch Einkerbungen oder Kratzer an der
Wand der Stopfbuchse verursacht. Bei den folgenden Arbeiten die Ventilspindel und die Wand der Stopfbuchse auf Einkerbungen
und Kratzer überprüfen.
.
.
Austausch der Packung
1. Das Stellventil vom Druck in der Rohrleitung trennen, den Druck auf beiden Seiten des Ventils entlasten und das Prozessmedium
auf beiden Seiten des Ventils ablassen. Bei Verwendung eines Stellantriebs alle Druckleitungen zum Stellantrieb absperren und
den Druck am Antrieb entlasten. Verriegelungsverfahren verwenden, um Personenschäden bei Arbeiten am Gerät zu vermeiden.
2. Den Stellantrieb vom Ventilgehäuse gemäß des entsprechenden Arbeitsablaufes unter „Trennen des Antriebs“ in der
Betriebsanleitung trennen.
3. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille (Pos. 5) lockern, sodass die Packung nicht stramm auf der Ventilspindel (Pos. 2B) sitzt. Alle
Teile der Hubanzeige und die Muttern der Spindel vom Gewinde der Ventilspindel entfernen.
WARNUNG
Zur Vermeidung von Personen- oder Sachschäden durch unkontrollierte Bewegungen des Oberteils das Oberteil gemäß
den im nächsten Schritt folgenden Anweisungen lockern. Ein klemmendes Oberteil darf nicht durch Ziehen mit einem
Hilfsmittel entfernt werden, das sich dehnen oder in irgendeiner Form Energie speichern kann. Das plötzliche Freisetzen
der gespeicherten Energie kann zu einer unkontrollierten Bewegung des Oberteils führen.
VORSICHT
Darauf achten, dass Ventilkegel und -spindel nicht aus dem angehobenen Oberteil herausrutschen und die Sitze
beschädigen. Beim Herausheben des Oberteils vorübergehend eine Kontermutter auf die Ventilspindel drehen. Diese
Kontermutter verhindert, dass Ventilkegel und -spindel (Pos. 2) aus dem Oberteil herausrutschen.
Falls der Käfig (Pos. 3) zusammen mit dem Oberteil angehoben wird, mit einem Kunststoffhammer oder einem anderen
weichen Gegenstand auf den Käfig klopfen, sodass er im Ventilkörper verbleibt.
Hinweis
Der folgende Schritt bietet eine zusätzliche Sicherheit dafür, dass der Druck des Prozessmediums im Ventil vollständig abgebaut ist.
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4. Das Oberteil (Pos. 35) ist mit Sechskantmuttern (Pos. 16) am Ventilgehäuse befestigt. Diese Muttern oder Kopfschrauben etwa
3 mm (1/8 Zoll) lockern. Dann die Dichtungsverbindung zwischen Ventilkörper und -oberteil lockern; hierzu entweder das
Oberteil hin- und herkippen oder mit einem zwischen Oberteil und Ventilkörper eingeführten Hebelwerkzeug loshebeln. Das
Hebelwerkzeug rund um das Oberteil herum an mehreren Stellen ansetzen, bis sich das Oberteil lockert. Wenn an der
Verbindung kein Prozessmedium austritt, die Muttern vollständig entfernen, und das Oberteil vorsichtig abheben.
5. Die Kontermutter der Ventilspindel entfernen und Ventilkegel und -spindel vom Oberteil trennen. Die Teile auf einer
schützenden Oberfläche ablegen, um Beschädigungen der Dichtungs- oder Sitzflächen zu vermeiden.
6. Die Oberteildichtung (Pos. 11) entfernen und die Öffnung im Ventil abdecken, um die Dichtfläche zu schützen und zu
verhindern, dass Fremdkörper in das Innere des Ventilkörpers gelangen.
Betriebsanleitung
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VORSICHT
Beim folgenden Verfahren die Öffnung im Ventilkörper abdecken, um zu verhindern, dass Fremdkörper in das Innere des
Ventilkörpers gelangen und das Ventil dadurch beschädigt wird.
7. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille (Pos. 5), die Stopfbuchsenbrille (Pos. 37), den oberen Abstreifring (Pos. 12, Abbildung 2),
und die Packungsmanschette (Pos. 13, Abbildung 2) entfernen. Die verbliebenen Packungsteile mit einem abgerundeten Stab
oder einem anderen Werkzeug, das keine Kratzer an der Wand der Stopfbuchse verursacht, vorsichtig von der Ventilseite des
Oberteils aus herausdrücken. Die Stopfbuchse und die Metallteile der Packung reinigen.
8. Das Gewinde der Ventilspindel und die Oberfläche der Stopfbuchse auf scharfe Kanten untersuchen, die die Packung
beschädigen können. Kratzer oder Grate können zur Leckage der Stopfbuchse führen oder die neue Packung beschädigen.
Wenn der Oberflächenzustand durch leichtes Schmirgeln nicht verbessert werden kann, die beschädigten Teile entsprechend
den Schritten im Abschnitt „Wartung der Innengarnitur“ austauschen.
9. Die Schutzabdeckung vom Hohlraum des Ventilkörpers entfernen.
10. Eine neue Oberteildichtung (Pos. 11) einlegen und darauf achten, dass die Auflageflächen für Dichtungen sauber und glatt sind.
Den Ventilkegel mit Spindel in den Ventilkörper einsetzen und darauf achten, dass der Kegel zentrisch zum Sitzring (Pos. 9)
angeordnet ist. Ebenfalls darauf achten, dass die Dichtungsteile des Ventilkegels (Pos. 2A) gleichmäßig in die Anfasung oben
am Innenumfang des Käfigs (Pos. 3) hineingleiten, um eine Beschädigung der Teile zu vermeiden. Anschließend das Oberteil
über die Ventilspindel (Pos. 2B) und auf die Stehbolzen (Pos. 15) setzen.
Hinweis
Durch die korrekte Vorgehensweise beim Festziehen der Schrauben in Schritt 11 werden die Oberteil- und Käfigdichtung (Pos. 11)
so weit zusammengedrückt, dass die Verbindung zwischen Gehäuse und Oberteil abdichtet.
Zum korrekten Festziehen der Muttern bzw. Schrauben in Schritt 11 gehört unter anderem, darauf zu achten, dass die Gewinde
sauber sind und dass die Sechskantmuttern über Kreuz auf den Stehbolzen festgezogen werden. Das Anziehen einer Mutter kann
zum Lockern einer benachbarten Mutter führen. Die Muttern mehrere Male über Kreuz festziehen, bis jede Mutter fest sitzt und
die Verbindung zwischen Ventilkörper und Oberteil zuverlässig abgedichtet ist.
Bolzen und Sechskantmuttern sollten so montiert werden, dass das Markenzeichen des Herstellers und die Kennzeichnung der
Werkstoffgüte sichtbar sind, um einen einfachen Vergleich zwischen den ausgewählten und den in der Serienkarte von
Emerson/Fisher dokumentierten Werkstoffen für dieses Produkt zu ermöglichen.
WARNUNG
Personen- oder Sachschäden sind möglich, wenn die falschen Werkstoffe für Bolzen und Muttern bzw. falsche Teile
verwendet werden. Dieses Produkt nicht mit Bolzen oder Muttern betreiben oder zusammenbauen, die nicht von
Emerson/Fisher Engineering zugelassen und/oder nicht auf der dem Produkt beiliegenden Serienkarte aufgeführt sind. Die
Verwendung nicht zugelassener Werkstoffe und Teile kann zu einer Materialbeanspruchung führen, die die Auslegungsoder gesetzlich vorgeschriebenen Grenzwerte für diesen bestimmten Einsatz übersteigt. Die Bolzen so montieren, dass die
Werkstoffgüte und die Herstellerkennzeichnung sichtbar sind. Wenden Sie sich an Ihr Emerson Vertriebsbüro
Diskrepanz zwischen eigentlichen und zugelassenen Teilen angenommen wird.
8
, wenn eine
Betriebsanleitung
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11. Die Stehbolzen (Pos. 15) mit Schmiermittel versehen und die Verschraubung der Sechskantmuttern (Pos. 16) unter
Anwendung der für das Festziehen üblichen Verfahren so vornehmen, dass die Verbindung zwischen Ventilkörper und Oberteil
den Prüfdrücken und den Betriebsbedingungen standhält. Als Richtlinie dienen die Drehmomente in Tabelle 4.
12. Die neue Packung und die Metallteile des Stopfbuchse entsprechend der zutreffenden Anordnung in Abbildung 2 einbauen. Ein
Rohr mit abgerundeten Kanten über die Spindel stülpen und die weichen Packungsteile einzeln, eines nach dem anderen,
vorsichtig in die Stopfbuchse hineinklopfen. Dabei darauf achten, dass zwischen benachbarten weichen Teilen keine Luft
eingeschlossen wird.
13. Die Packungsmanschette (Pos. 13, Abbildung 2), den oberen Abstreifer (Pos. 12, Abbildung 2) und die Stopfbuchsenbrille
(Pos. 37) einbauen. Die Stehbolzen der Stopfbuchsenbrille (Pos. 4) und die Kontaktflächen der Muttern der Stopfbuchsenbrille
(Pos. 5) mit Schmiermittel versehen. Die Muttern der Stopfbuchsenbrille auf die Stehbolzen schrauben.
14. Federbelastete PTFE V-Ring-Packung: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille so weit festziehen, bis der Ansatz an der
Packungsmanschette (Pos. 13, Abbildung 2) das Oberteil berührt.
Graphitpackung: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille mit dem in Tabelle 3 empfohlenen maximalen Drehmoment festziehen. Dann
die Muttern lockern und mit dem in Tabelle 3 empfohlenen Mindest-Drehmoment festziehen.
Andere Packungsarten: Die Muttern der Stopfbuchsenbrille abwechselnd in kleinen Schritten anziehen, bis eine der Muttern das in
Tabelle 3 empfohlene Mindest-Drehmoment erreicht hat. Dann die andere Mutter anziehen, bis die Stopfbuchsenbrille (Pos. 3,
Abbildung 2) sich in einem Winkel von 90 Grad zur Ventilspindel befindet.
15. Den Antrieb auf das Ventil montieren und den Antrieb sowie die Ventilspindel gemäß der Betriebsanleitung für den jeweiligen
Antrieb wieder anschließen.
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Wartung der Innengarnitur
WARNUNG
Die WARNUNG am Beginn des Wartungsabschnitts in dieser Betriebsanleitung beachten.
Zerlegung
1. Antrieb, Oberteil, Ventilkegel und -spindel gemäß den Schritten 1 bis 5 des Abschnitts „Austausch der Packung“ abbauen. Die
Oberteildichtung (Pos. 11) entfernen.
WARNUNG
Jegliche Beschädigung der Auflageflächen für Dichtungen kann zu einer Leckage am Ventil führen. Der Oberflächenzustand
der Ventilspindel (Pos. 2B) ist ausschlaggebend für eine gute Abdichtung der Packung. Die Innenseite des Käfigs (Pos. 3) ist
ausschlaggebend für die gleichmäßige Bewegung des Ventilkegels. Die Sitzflächen des Ventilkegels (Pos. 2A) und des
Sitzrings (Pos. 9) sind ausschlaggebend für den dichten Abschluss des Ventils. Sofern die Untersuchung nichts anderes
ergibt, ist anzunehmen, dass sich alle diese Teile in gutem Zustand befinden, sodass sie entsprechend vor Beschädigung
geschützt werden müssen.
2. Packungsteile können, falls gewünscht, entfernt werden. Diese Teile wie unter „Austausch der Packung“ beschrieben
austauschen.
3. Ringschrauben mit einem 3/8–16 Zoll UNC-2A-Gewinde und einer minimalen Gewindelänge von 13 mm (0,5 Zoll) in die
Gewindebohrungen in der Oberseite des Käfigs (Pos. 3) einschrauben und den Käfig vorsichtig aus dem Ventilgehäuse heben.
Bei ET/EWT-Ventilen wird der Sitzring (Pos. 9) mit dem Käfig als Einheit entfernt, da der Sitzring an der Unterseite des Käfigs
festgeschraubt und mit Heftschweißungen gesichert ist. Falls der Käfig im Ventil klemmt, den überstehenden Teil des Käfigs an
mehreren Punkten des Käfigumfangs mit einem Gummihammer lösen. Die Teile auf einer schützenden Oberfläche ablegen, um
Beschädigungen der Dichtungs- oder Sitzflächen zu vermeiden.
Tabelle 4. Drehmoment für die Bolzen der Gehäuse-/Oberteilverbindung
SCHRAUBENGRÖSSE, ZOLLGEWINDEGÄNGE PRO ZOLL
1–1/48990730
1–1/281 7501 290
1–3/482 8062 070
284 2443 130
1. Die aufgeführten Drehmomente gelten für die folgenden Bolzen und Muttern, die mit Lubriplate MAG-1 geschmiert wurden.
• Bolzen SA-193-B7 mit Muttern SA-194-2H
• Bolzen SA-193-B7M mit Muttern SA-194-2HM
• Bolzen SA-193-B16 mit Muttern SA-194-7
• Bolzen SA-193-B8M Klasse 2 mit Muttern SA-194-8M
• Bolzen SA-193-B8M2 Klasse 2B mit Muttern SA-194-8M
• Bolzen N07718 HT mit chrombeschichteten Muttern N07718 HT
• Bolzen SA-453 Gr 660A mit Muttern SA-453 Gr 660A
• Chrombeschichtete Bolzen SA479 S20910 mit Muttern SA479 S20910
NmLbf-ft
DREHMOMENT
(1)
18,4
24,3
Bei ET/EWT-Ventilen das folgende Verfahren zum Ausbauen des Sitzrings aus dem Käfig verwenden:
a. Die zwei Punktschweißungen, die das Abschrauben des Sitzrings vom Käfig verhindern, durch Abschleifen oder Abfeilen
entfernen.
b. Schrauben mit einem 3/8–16 Zoll UNC-2A-Gewinde oder Kopfschrauben in die zwei Bohrungen mit gleichem Abstand auf
der Unterseite des Sitzrings einschrauben. Diese Schrauben oder Kopfschrauben müssen über eine Einschraubtiefe von
mindestens 1,27 cm (0,5 Zoll) verfügen. Die Länge ist vom Durchmesser der Stange abhängig, die in diesem Schritt
verwendet wird.
c. Eine Stange gegen die Kopfschrauben drücken und den Sitzring gegen den Uhrzeigersinn aus dem Käfig drehen.
11
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d. Den Sitzring auf einer schützenden Oberfläche ablegen, um eine Beschädigung des Sitzring-Dichtrings (Pos. 223) zu
vermeiden.
Bei ED/EWD- und ET-C/EWT-C-Ventilen das folgende Verfahren zum Ausbauen des Sitzrings aus dem Ventilkörper verwenden:
a. Die Kopfschrauben des Sitzrings (Pos. 49) lösen.
b. Ringschrauben mit einem 3/8–16 Zoll UNC-2A-Gewinde und einer Einschraubtiefe von mindestens 1,27 cm (0,5 Zoll) in die
zwei Bohrungen mit gleichem Abstand auf der Oberseite des Sitzrings (Pos. 9) einschrauben.
c. Den Sitzring vorsichtig mithilfe der Ringschrauben als Hebepunkte aus dem Ventilgehäuse heben.
d. Den Sitzring auf einer schützenden Oberfläche ablegen.
e. Die Sitzringdichtung (Pos. 13) aus dem Ventilkörper ausbauen.
6. Die Öffnung im Ventil abdecken, um die Dichtfläche zu schützen und um zu verhindern, dass Fremdkörper in das Innere des
Ventilgehäuses gelangen. Die Teile auf Verschleiß und Beschädigungen prüfen, welche eine ordnungsgemäße Funktion des
Ventils verhindern könnten. Falls der Käfig ersetzt werden muss, ist zu beachten, dass für ET/EWT-Ventile ein Ersatzteil einzeln
zur Verfügung steht (nur Pos. 3) oder als Baugruppe mit Käfig und Sitzring (Pos. 3 und 9). Der Ventilkegel und der Sitzring mit
den dazugehörige Dichtungen werden im Abschnitt „Wartung des Ventilkegels und Sitzrings“ näher beschrieben.
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Wartung des Ventilkegels
Nachdem Ventilkegel und -spindel (Pos. 2) gemäß den Anweisungen unter „Zerlegung“ ausgebaut wurden, je nach Ausführung wie
folgt vorgehen:
VORSICHT
Dabei vorsichtig vorgehen, um Kratzer auf den Oberflächen der Dichtringnuten im Ventilkegel (Pos. 2A) oder auf den
Oberflächen der anderen Ersatzteile zu vermeiden.
Bei ET/EWT-Ventilen
1. Den Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28) vorsichtig aus der Nut im Ventilkegel (Pos. 2A) heraushebeln oder herausschneiden. Den
alten Ventilkegel-Dichtring entsorgen.
2. Ventilkegel (Pos. 2A) und -spindel (Pos. 2B) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die
ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen einer der beiden Teile erforderlich, müssen
sowohl Ventilkegel als auch -spindel (Pos. 2) ersetzt werden.
VORSICHT
Den Dichtring beim folgenden Verfahren langsam und vorsichtig dehnen, um eine Beschädigung zu vermeiden. Daher
nicht ruckartig am Ring ziehen.
3. Den Ersatz-Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28) je nach Durchflussrichtung mit der offenen Seite zur Ober- oder Unterseite des
Ventilkegels zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei Ausführungen mit Durchflussrichtung aufwärts nach
oben (zum Antrieb) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung abwärts nach unten zeigen.
Den Dichtring vor der Montage auf dem Ventilkegel mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis schmieren. Den
Dichtring dann vorsichtig dehnen und über die Oberkante des Ventilkegels schieben. Das PTFE-Material im Dichtring muss
während des Dehnens im kalten Zustand fließen können; daher den Ring nicht ruckartig bewegen. Durch das Dehnen des
Dichtrings über den Ventilkegel scheint der Ring übermäßig locker in der Nut zu liegen; der Ring zieht sich jedoch nach dem
Einsetzen in den Käfig auf seine Originalgröße zusammen.
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Betriebsanleitung
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Bei ET/EWT-Ventilen mit Dichtungen HTS1
1. Den Ventilkegel-Haltering (Pos. 27) vorsichtig aus der Nut im Ventilkegel (Pos. 2A) heraushebeln. Dann den
Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28), Stützring (Pos. 29) und Anti-Extrusionsring (Pos. 63) entfernen. Haltering und Stützring auf
Beschädigungen überprüfen und falls erforderlich ersetzen. Den alten Ventilkegel-Dichtring und Anti-Extrusionsring entsorgen.
2. Ventilkegel (Pos. 2A) und -spindel (Pos. 2B) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die
ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen einer der beiden Teile erforderlich, müssen
sowohl Ventilkegel als auch -spindel (Pos. 2) ersetzt werden.
3. Den Ersatz-Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28) und den Anti-Extrusionsring (Pos. 63) je nach Durchflussrichtung mit der offenen
Seite des Dichtrings zur Ober- oder Unterseite des Ventilkegels zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei
Ausführungen mit Durchflussrichtung aufwärts nach oben (zum Antrieb) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung abwärts
nach unten zeigen. Darauf achten, dass der Anti-Extrusionsring an die geschlossene Seite des Dichtrings angrenzt. Danach
Ventilkegel-Stützring (Pos. 29) und -Haltering (Pos. 27) einbauen.
Vor der Montage der Teile auf dem Ventilkegel jedes Teil mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis schmieren. Dann
die Teile vorsichtig über die Oberkante des Ventilkegels schieben.
Bei ET-C/EWT-C-Ventilen
1. Den Ventilkegel-Haltering (Pos. 27) vorsichtig aus der Nut im Ventilkegel (Pos. 2A) heraushebeln. Danach Ventilkegel-Dichtring
(Pos. 28) und -Stützring (Pos. 29) entfernen. Haltering und Stützring auf Beschädigungen überprüfen und falls erforderlich
ersetzen. Den alten Ventilkegel-Dichtring entsorgen.
2. Ventilkegel (Pos. 2A) und -spindel (Pos. 2B) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die
ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen einer der beiden Teile erforderlich, müssen
sowohl Ventilkegel als auch -spindel (Pos. 2) ersetzt werden.
3. Den Ersatz-Ventilkegel-Dichtring (Pos. 28) je nach Durchflussrichtung mit der offenen Seite des Dichtrings zur Ober- oder
Unterseite des Ventilkegels zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei Ausführungen mit Durchflussrichtung
aufwärts nach oben (zum Antrieb) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung abwärts nach unten zeigen. Danach
Ventilkegel-Stützring (Pos. 29) und -Haltering (Pos. 27) einbauen.
Vor der Montage der Teile auf dem Ventilkegel jedes Teil mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis schmieren. Dann
die Teile vorsichtig über die Oberkante des Ventilkegels schieben.
Bei ED/EWD-Ventilen
1. Kolbenringe (Pos. 6) entfernen und entsorgen. Die Ringe können leicht entfernt werden, da sie aus zwei Teilen bestehen.
2. Ventilkegel (Pos. 2A) und -spindel (Pos. 2B) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die
ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen einer der beiden Teile erforderlich, müssen
sowohl Ventilkegel als auch -spindel (Pos. 2) ersetzt werden.
3. Ein neuer Kolbenring (Pos. 6) wird als Ring aus einem Stück geliefert und muss in zwei ungefähr gleich große Teile gebrochen
werden. Hierzu den Ring an die Kante einer glatten, harten Oberfläche legen und mit einem Hammer auf den überstehenden
Teil schlagen.
4. Den Ersatz-Kolbenring in die Nut im Ventilkegel (Pos. 2A) einbauen. Beim Einsetzen der Ringteile in die Nut(en) darauf achten,
dass die gebrochenen Enden zueinander passen.
Bei ED/EWD-Ventilen mit Bore-Seal-Dichtung
1. Kolbenring (Pos. 6) entfernen und entsorgen. Der Ring kann leicht entfernt werden, da er aus zwei Teilen besteht.
Bore-Seal-Dichtung (Pos. 64) und Halter (Pos. 2C) ebenfalls auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen
überprüfen, welche die ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen der Bore-Seal-Dichtung
erforderlich, Schritte 2 bis 12 befolgen; ansonsten direkt zu Schritt 13 übergehen.
2. Das verkörnte Gewinde oben auf dem Ventilkegel (Pos. 2A) in Abbildung 3 suchen. Mit dieser Verkörnung ist der Halter (Pos. 2C)
gesichert. Den verkörnten Bereich des Gewindes mit einem 3-mm-Bohrer ausbohren. Zur Beseitigung der Verkörnung etwa
3 mm in das Metall bohren.
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3. Nach dem Entfernen des Kolbenrings die 1/4-Zoll-Bohrung in der Nut in Abbildung 3 suchen.
4. Die Spitze eines geeigneten Werkzeugs wie z. B. eines Durchschlags in die Bohrung einführen, wobei das Werkzeug tangential
zum Außendurchmesser des Halters gehalten wird. Mit einem Hammer auf das Werkzeug schlagen, um den Halter mit einer
Drehbewegung vom Ventilkegel zu lösen. Den Halter vom Ventilkegel abschrauben.
5. Die Bore-Seal-Kegeldichtung (Pos. 64) mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Schraubendreher mit flacher Klinge
vom Ventilkegel herunterhebeln. Dabei vorsichtig vorgehen, um Kratzer oder andere Beschädigungen an den Sitzflächen, an
denen die Bore-Seal-Dichtung mit dem Ventilkegel (siehe Abbildung 3) in Berührung kommt, zu vermeiden.
Abbildung 3. Fisher ED/EWD-Ventil mit Bore-Seal-Dichtung
1/4 Zoll DURCHMESSER BOHRUNG
(HINTER DEM KOLBENRING)
KOLBENRING
KÄFIG
SITZBEREICH
BORE-SEAL-DICHTUNG
POSITION DER
VERKÖRNTEN
GEWINDE
VENTILKEGEL
1/4 Zoll DURCHMESSER BOHRUNG
(HINTER DEM KOLBENRING)
SITZRINGHALTER
KOLBENRING
DURCHFLUSSRICHTUNG ABWÄRTS
KÄFIG
SITZBEREICH
BORE-SEAL-DICHTUNG
POSITION DER
VERKÖRNTEN
GEWINDE
VENTILKEGEL
SITZRINGHALTER
DURCHFLUSSRICHTUNG AUFWÄRTS
6. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel am Innenumfang der Bore-Seal-Dichtung aufbringen. Außerdem
den Ventilkegel am Außenumfang dort mit Schmiermittel versehen, wo die Bore-Seal-Dichtung in die richtige Sitzposition
(siehe Abbildung 3) gedrückt werden muss.
7. Um eine zuverlässige Abdichtung zu erreichen, die Bore-Seal-Dichtung entsprechend der Durchflussrichtung durch das Ventil
wie in Abbildung 3 dargestellt ausrichten.
D Die offene Innenseite der Bore-Seal-Dichtung muss bei einem Ventil mit aufwärts gerichtetem Durchfluss nach oben zeigen.
D Die offene Innenseite der Bore-Seal-Dichtung muss bei einem Ventil mit abwärts gerichtetem Durchfluss nach unten zeigen.
8. Die Bore-Seal-Dichtung oben auf den Ventilkegel setzen. Der Halter unterstützt das Aufdrücken der Bore-Seal-Dichtung auf den
Ventilkegel. Die Bore-Seal-Dichtung nicht mit übermäßiger Kraft auf den Ventilkegel drücken. Bei Ventilen mit abwärts
gerichtetem Durchfluss mit Schritt 10 fortfahren.
9. In die Bore-Seal-Dichtung muss ein Einbauwerkzeug (siehe Abbildung 4 und Tabelle 5) eingelegt werden, bevor sie mit dem
Halter auf den Ventilkegel gedrückt wird.
10. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel auf das Gewinde des Ventilkegels aufbringen. Dann den Halter auf
den Ventilkegel schrauben und mit einem geeigneten Werkzeug, wie z. B. einem Bandschlüssel, festziehen. Bei Ventilen mit
abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 12 fortfahren.
11. Den Halter und dann das Einbauwerkzeug entfernen. Den Halter wieder auf den Ventilkegel schrauben und mit einem
geeigneten Werkzeug, wie z. B. einem Bandschlüssel, festziehen.
12. Das Gewinde mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Körner oben am Ventilkegel an einer Stelle verkörnen, um den
Halter (siehe Abbildung 3) gegen Losdrehen zu sichern.
13. Ventilkegel (Pos. 2A) und -spindel (Pos. 2B) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die
ordnungsgemäße Funktion des Ventils verhindern können. Ist ein Austauschen einer der beiden Teile erforderlich, müssen
sowohl Ventilkegel als auch -spindel (Pos. 2) ersetzt werden.
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Betriebsanleitung
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14. Ein neuer Kolbenring (Pos. 6) wird als Ring aus einem Stück geliefert und muss in zwei ungefähr gleich große Teile gebrochen
werden. Hierzu den Ring an die Kante einer glatten, harten Oberfläche legen und mit einem Hammer auf den überstehenden
Teil schlagen.
15. Den Kolbenring in die Nut im Halter (Pos. 2C) einbauen. Beim Einsetzen der Ringteile in die Nut darauf achten, dass die
gebrochenen Enden zueinander passen.
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VORSICHT
Zur Vermeidung übermäßiger Leckage und Erosion des Sitzes muss der Ventilkegel zu Anfang mit ausreichender Kraft in
den Sitz gedrückt werden, um den Widerstand der Bore-Seal-Dichtung zu überwinden und den Kontakt zum Sitzring
herzustellen. Hierzu kann die bei der Antriebsauslegung errechnete maximale Schließkraft angewendet werden. Wenn
kein Differenzdruck am Ventil ansteht, reicht diese Kraft aus, um den Kegel in den Sitz zu pressen und der
Bore-Seal-Dichtung eine dauerhafte Passung zu verleihen.
Bei angelegter voller Antriebskraft und auf den Sitz gepresstem Ventilkegel die Hubanzeigeskala des Antriebs auf den
untersten Punkt des Ventilhubs einstellen. Informationen über diesen Arbeitsablauf sind in der Betriebsanleitung des
betreffenden Antriebs zu finden.
Wartung des Sitzrings
Nachdem der Sitzring (Pos. 9) gemäß den Anweisungen unter „Zerlegung“ ausgebaut wurde, je nach Ventiltyp wie folgt vorgehen:
VORSICHT
Dabei vorsichtig vorgehen, um Kratzer auf den Oberflächen der Sitzfläche oder der Nut im Sitzring bzw. auf den
Oberflächen der Ersatzteile zu vermeiden.
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Abbildung 4. Einbauwerkzeug für Bore-Seal-Dichtung
Betriebsanleitung
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GE22109-A
F
G
H
E
A
B
C
D
Tabelle 5. Abmessungen des Einbauwerkzeugs für die Bore-Seal-Dichtung
1. Wenden Sie sich bzgl. dieses Tools und der Abmessungen an Ihr Emerson Vertriebsbüro.
ABCDEFGH
Abmessungen, Zoll (siehe Abbildung 4)
(1)(1)
Werkzeug-
Teilenummer
Bei ET/EWT-Ventilen
1. Den Sitzring-Dichtring (Pos. 223) vorsichtig aus der Nut im Sitzring (Pos. 9) heraushebeln oder herausschneiden. Den alten
Sitzring-Dichtring entsorgen.
2. Dann den Sitzring (Pos. 9) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die ordnungsgemäße
Funktion des Ventils verhindern können. Den Sitzring falls notwendig ersetzen. Ein Ersatz-Sitzring ist entweder einzeln
(nur Pos. 9) oder als Baugruppe mit Käfig und Sitzring (Pos. 9 und 3) erhältlich. Wenn die Teile einzeln ausgetauscht werden, mit
Schritt 3 fortfahren; andernfalls direkt zu Schritt 7 springen.
3. Darauf achten, dass die Schrauben oder Kopfschrauben, die während der Zerlegung im Sitzring eingeschraubt wurden, immer
noch eingeschraubt sind.
4. Käfig (Pos. 3) und Sitzring ausrichten, sodass die jeweiligen Bohrungen zum Zusammenbauen einander gegenüberliegen. Die
Unterseite des Käfigs sollte zur Oberseite des Sitzrings zeigen.
5. Eine Stange gegen die Schrauben oder Kopfschrauben drücken und den Sitzring im Uhrzeigersinn in den Käfig drehen, bis er fest
sitzt. Danach die beiden Schrauben oder Kopfschrauben entfernen.
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6. Den Sitzring unter Verwendung einer Heftschweißung mit minimaler Wärme am Käfig anschweißen. Es sind zwei
Heftschweißungen von 6 mm (1/4 Zoll) Länge im Abstand von 180 Grad erforderlich.
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VORSICHT
Den Dichtring beim folgenden Verfahren langsam und vorsichtig dehnen, um eine Beschädigung zu vermeiden. Daher
nicht ruckartig am Ring ziehen.
7. Den Ersatz-Sitzring-Dichtring (Pos. 223) je nach Durchflussrichtung mit der offenen Seite zur Ober- oder Unterseite des Sitzrings
zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei Ausführungen mit Durchflussrichtung aufwärts nach unten
(zur Unterseite des Ventilkörpers) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung abwärts nach oben zeigen.
Den Dichtring vor der Montage auf dem Sitzring mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis schmieren. Den Dichtring
dann vorsichtig dehnen und über die Unterseite des Sitzrings schieben. Das PTFE-Material im Dichtring muss während des
Dehnens im kalten Zustand fließen können; daher den Ring nicht ruckartig bewegen. Durch das Dehnen des Dichtrings über
den Sitzring scheint der Ring übermäßig locker in der Nut zu liegen; der Ring zieht sich jedoch nach dem Einsetzen in den
Ventilkörper auf seine Originalgröße zusammen.
Bei ET/EWT-Ventilen mit Dichtungen HTS1
1. Den Sitzring-Haltering (Pos. 221) vorsichtig aus der Nut im Sitzring (Pos. 9) heraushebeln. Dann den Sitzring-Dichtring (Pos. 223),
Stützring (Pos. 220) und Anti-Extrusionsring (Pos. 219) entfernen. Haltering und Stützring auf Beschädigungen überprüfen und
falls erforderlich ersetzen. Den alten Sitzring-Dichtring und Anti-Extrusionsring entsorgen.
2. Dann den Sitzring (Pos. 9) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die ordnungsgemäße
Funktion des Ventils verhindern können. Den Sitzring falls notwendig ersetzen. Ein Ersatz-Sitzring ist entweder einzeln
(nur Pos. 9) oder als Baugruppe mit Käfig und Sitzring (Pos. 9 und 3) erhältlich. Wenn die Teile einzeln ausgetauscht werden,
mit Schritt 3 fortfahren; andernfalls direkt zu Schritt 7 springen.
3. Darauf achten, dass die Schrauben oder Kopfschrauben, die während der Zerlegung im Sitzring eingeschraubt wurden, immer
noch eingeschraubt sind.
4. Käfig und Sitzring ausrichten, sodass die jeweiligen Bohrungen zum Zusammenbauen einander gegenüberliegen. Die
Unterseite des Käfigs sollte zur Oberseite des Sitzrings zeigen.
5. Eine Stange gegen die Schrauben oder Kopfschrauben drücken und den Sitzring im Uhrzeigersinn in den Käfig drehen, bis er fest
sitzt. Danach die beiden Schrauben oder Kopfschrauben entfernen.
6. Den Sitzring unter Verwendung einer Heftschweißung mit minimaler Wärme am Käfig anschweißen. Es sind zwei
Heftschweißungen von 6 mm (1/4 Zoll) Länge im Abstand von 180 Grad erforderlich.
7. Den Ersatz-Sitzring-Dichtring (Pos. 223) und den Anti-Extrusionsring (Pos. 219) je nach Durchflussrichtung mit der offenen Seite
des Dichtrings zur Ober- oder Unterseite des Sitzrings zeigend einbauen. Die offene Seite des Dichtrings muss bei Ausführungen
mit Durchflussrichtung aufwärts nach unten (zur Unterseite des Ventilkörpers) und bei Ausführungen mit Durchflussrichtung
abwärts nach oben zeigen. Darauf achten, dass der Anti-Extrusionsring an die geschlossene Seite des Dichtrings angrenzt.
Danach den Sitzring-Stützring (Pos. 220) und Haltering (Pos. 221) einbauen.
Vor der Montage der Teile auf dem Sitzring jedes Teil mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis schmieren. Dann die
Teile vorsichtig über die Unterseite des Sitzrings schieben.
Bei ET/EWT-Ventilen mit Gittersitzring
1. Für Methoden zum Anheben des Gittersitzrings während des Sitzring-/Käfigeinheitprozesses wenden Sie sich an Ihr
Emerson Vertriebsbüro
Gittersitzrings sind mit den Prozessen bei Standardsitzringen identisch.
oder entnehmen Sie sie FGS12A38. Alle anderen Prozesse mit Ausnahme des Anhebens des
Bei ED/EWD- und ET-C/EWT-C-Ventilen
1. Den Sitzring (Pos. 9) auf Einkerbungen und Kratzer oder andere Beschädigungen überprüfen, welche die ordnungsgemäße
Funktion des Ventils verhindern können. Ggf. ersetzen.
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Betriebsanleitung
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Bore-Seal-Nachrüstung
Hinweis
Bei einem Ventil mit Bore-Seal-Dichtung wird mehr Schubkraft des Antriebs benötigt. Vor dem Einbau einer Bore-Seal-Dichtung in
ein vorhandenes Ventil Kontakt mit dem zuständigen Emerson Vertriebsbüro
des Antriebs berechnen zu lassen.
Für die Bore-Seal-Nachrüstung sind ein neuer Ventilkegel mit Spindel (Pos. 2), eine neue Bore-Seal-Dichtung (Pos. 64) und ein
neuer Kolbenring (Pos. 6) erforderlich. Die folgenden Schritte unterstützen Sie bei der Montage dieser Teile. Der endgültige Einbau
in den Ventilkörper erfolgt gemäß den Anweisungen unter „Zusammenbau“.
aufnehmen, um die neue erforderliche Schubkraft
VORSICHT
Zur Vermeidung von Leckage bei der Wiederinbetriebnahme des Ventils alle Dichtflächen der neuen Teile der
Innengarnitur beim Zusammenbau der Einzelteile und beim Einbau in den Ventilkörper mithilfe geeigneter Maßnahmen
und Materialien vor Beschädigung schützen.
1. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel am Innenumfang der Bore-Seal-Dichtung aufbringen. Außerdem
den Ventilkegel am Außenumfang dort mit Schmiermittel versehen, wo die Bore-Seal-Dichtung in die richtige Sitzposition
(siehe Abbildung 3) gedrückt werden muss.
2. Um eine zuverlässige Abdichtung zu erreichen, die Bore-Seal-Dichtung entsprechend der Durchflussrichtung durch das Ventil
wie in Abbildung 3 dargestellt ausrichten.
D Die offene Innenseite der Bore-Seal-Dichtung muss bei einem Ventil mit aufwärts gerichtetem Durchfluss nach oben zeigen.
D Die offene Innenseite der Bore-Seal-Dichtung muss bei einem Ventil mit abwärts gerichtetem Durchfluss nach unten zeigen.
3. Die Bore-Seal-Dichtung oben auf den Ventilkegel setzen. Der Halter unterstützt das Aufdrücken der Bore-Seal-Dichtung auf den
Kegel. Die Bore-Seal-Dichtung nicht mit übermäßiger Kraft auf den Kegel drücken. Bei Ventilen mit abwärts gerichtetem
Durchfluss mit Schritt 5 fortfahren.
4. In die Bore-Seal-Dichtung muss ein Einbauwerkzeug (siehe Abbildung 4 und Tabelle 5) eingelegt werden, bevor sie mit dem
Halter auf den Ventilkegel gedrückt wird.
5. Ein geeignetes hochtemperaturbeständiges Schmiermittel auf das Gewinde des Ventilkegels aufbringen. Dann den Halter auf
den Ventilkegel schrauben und mit einem geeigneten Werkzeug, wie z. B. einem Bandschlüssel, festziehen. Bei Ventilen mit
abwärts gerichtetem Durchfluss mit Schritt 7 fortfahren.
6. Den Halter und dann das Einbauwerkzeug entfernen. Den Halter wieder auf den Ventilkegel schrauben und mit einem
geeigneten Werkzeug, wie z. B. einem Bandschlüssel, festziehen.
7. Das Gewinde mit einem geeigneten Werkzeug wie z. B. einem Körner oben am Ventilkegel an einer Stelle verkörnen, um den
Halter (siehe Abbildung 3) gegen Losdrehen zu sichern.
8. Ein neuer Kolbenring (Pos. 6) wird als Ring aus einem Stück geliefert und muss in zwei ungefähr gleich große Teile gebrochen
werden. Hierzu den Ring an die Kante einer glatten, harten Oberfläche legen und mit einem Hammer auf den überstehenden
Teil schlagen.
9. Den Kolbenring in die Nut im Halter (Pos. 2C) einbauen. Beim Einsetzen der Ringteile in die Nut darauf achten, dass die
gebrochenen Enden zueinander passen.
VORSICHT
Zur Vermeidung übermäßiger Leckage und Erosion des Sitzes muss der Ventilkegel zu Anfang mit ausreichender Kraft in
den Sitz gedrückt werden, um den Widerstand der Bore-Seal-Dichtung zu überwinden und den Kontakt zum Sitzring
herzustellen. Hierzu kann die bei der Antriebsauslegung errechnete maximale Schließkraft angewendet werden. Wenn
kein Differenzdruck am Ventil ansteht, reicht diese Kraft aus, um den Kegel in den Sitz zu pressen und der
Bore-Seal-Dichtung eine dauerhafte Passung zu verleihen.
Bei angelegter voller Antriebskraft und auf den Sitz gepresstem Ventilkegel die Hubanzeigeskala des Antriebs auf den
untersten Punkt des Ventilhubs einstellen. Informationen über diesen Arbeitsablauf sind in der Betriebsanleitung des
betreffenden Antriebs zu finden.
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Betriebsanleitung
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Zusammenbau
Nach Abschluss der Wartung der Packung und/oder Wartung der Innengarnitur unterstützen Sie die folgenden Schritte beim
Zusammenbauen des Ventils.
Nur bei ED/EWD- und ET-C/EWT-C-Ventilen
1. Die Schutzabdeckung vom Hohlraum des Ventilkörpers entfernen.
2. Eine neue Sitzringdichtung (Pos. 13) in den Ventilkörper einlegen. Darauf achten, dass die Ringschrauben, die während der
Zerlegung in den Sitzring (Pos. 9) eingeschraubt wurden, immer noch eingeschraubt sind. Den Sitzring vorsichtig mithilfe der
Ringschrauben als Hebepunkte in das Ventilgehäuse absenken. Darauf achten, dass die Öffnungen für die Kopfschrauben im
Sitzring nach den Öffnungen im Ventilkörper ausgerichtet sind. Die beiden Ringschrauben aus dem Sitzring entfernen.
VORSICHT
Ungleichmäßiges Festziehen der Kopfschrauben (Pos. 49) hat zur Folge, dass die Sitzflächen von Sitzring und Ventilkegel
schief aufeinanderliegen, wodurch das Ventil die Dichtigkeit des Abschlusses gemäß der entsprechenden Klasse nicht
erreicht. Dies ist besonders für ED/EWD-Ventile mit Bore-Seal-Dichtung ausschlaggebend. Wenn nach der Montage
die nominale Dichtklasse nicht erreicht wird, können Sie sich an das Emerson Vertriebsbüro
Unterstützung zu erhalten.
wenden, um weitere
3. Den Sitzring mit den Kopfschrauben (Pos. 49) am Ventilkörper befestigen. Die Kopfschrauben über Kreuz in vier gleich großen
Schritten bis zum endgültigen Drehmoment (siehe Tabelle 6) festziehen.
4. Eine neue Käfigdichtung (Pos. 11) in den Ventilkörper legen.
5. Darauf achten, dass die Ringschrauben, die während der Zerlegung in den Käfig (Pos. 3) bzw. in die Käfigeinheit eingeschraubt
wurden, immer noch eingeschraubt sind. Den Käfig vorsichtig mithilfe der Ringschrauben als Hebepunkte in das Ventilgehäuse
absenken. Es ist keine bestimmte Ausrichtung des Käfigs in Bezug auf den Ventilkörper erforderlich.
6. Den Zusammenbau entsprechend der Schritte 10 bis 15 im Abschnitt „Austausch der Packung“ abschließen.
Tabelle 6. Drehmoment der Kopfschrauben des Sitzrings
NENNWEITE, NPS
12, 14 und 16 x 129,75719,51429,25213928
16, 18, 20 x 16, 24 x 16, 20, 24 x 20 und 302317463469519268
ERSTER SCHRITTZWEITER SCHRITTDRITTER SCHRITT
NmLbf-ftNmLbf-ftNmLbf-ftNmLbf-ft
VIERTER SCHRITT −
ENDGÜLTIGES
DREHMOMENT
Nur für ET/EWT-Ventile
1. Die Schutzabdeckung vom Hohlraum des Ventilkörpers entfernen.
2. Die neue Käfigdichtung (Pos. 11) in den Ventilkörper legen.
3. Darauf achten, dass die Ringschrauben, die während der Zerlegung in den Käfig (Pos. 3) bzw. in die Käfigeinheit eingeschraubt
wurden, immer noch eingeschraubt sind. Den Käfig vorsichtig mithilfe der Ringschrauben als Hebepunkte in das Ventilgehäuse
absenken. Es ist keine bestimmte Ausrichtung des Käfigs in Bezug auf den Ventilkörper erforderlich. Vorsichtig vorgehen,
um bei der Handhabung der schweren Teile eine Beschädigung des Sitzring-Dichtrings (Pos. 223) zu vermeiden. Den
Sitzring-Dichtring am Außenumfang mit einem Mehrzweck-Schmiermittel auf Silikonbasis versehen, um das Einführen der
Käfigeinheit in das Ventil zu erleichtern.
4. Den Zusammenbau entsprechend der Schritte 10 bis 15 im Abschnitt „Austausch der Packung“ abschließen.
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Betriebsanleitung
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Bestellung von Ersatzteilen
Jede aus Ventilkörper und Oberteil bestehende Baugruppe weist eine Seriennummer auf, die am Ventil zu finden ist. Die gleiche
Nummer steht auch auf dem Typenschild des Antriebs, wenn das Ventil vom Werk als komplettes Stellventil versandt wurde. Diese
Seriennummer bei Kontaktaufnahme mit dem Emerson Vertriebsbüro
bezüglich technischer Unterstützung angeben.
WARNUNG
Nur Original-Fisher-Ersatzteile verwenden. Nicht von Emerson Automation Solutions gelieferte Bauteile dürfen unter
keinen Umständen in Fisher-Ventilen verwendet werden, weil dadurch möglicherweise jeglicher Gewährleistungsanspruch
erlischt, das Betriebsverhalten des Ventils beeinträchtigt werden kann sowie Personen- und Sachschäden entstehen
können.
Ersatzteilsätze
Dichtring- und Kolbenringsätze
Reparatursätze enthalten Teile zum Austauschen der Dichtringe und Kolbenringe für Ventilkegel und Sitzring.
16, 18, 20x16, 24x16CL150-600less than 378 (14.88)RGASKETXE72RGASKETXF12
20x16CL150-600378 (14.88)RGASKETXE82RGASKETXF22
20, 24x20CL150-600
24x20CL150-600429 (16.88)RGASKETXF52RGASKETXF72
30
CL150-300
CL600RGASKETXH12
Valve Travel,
mm (Inch)
203 (8.00), 276 (10.88),
378 (14.88)
AllConsult factory
ED/EWD and ET-C/EWT-C
Valves
(includes keys 11 and 13)
RGASKETXF42RGASKETXF62
ET-C/EWT-C
(includes key 28)
ET/EWT Valves
(includes key 11)
RGASKETXF32
Standard-Packungssätze (nicht vorgespannt)
Stem Diameter, mm (Inches)
Yoke Boss Diameter, mm (Inches)
Single PTFE (Contains keys 6, 8, 10, 11, and 12)RPACKX00352Consult factory
Double PTFE (Contains keys 6, 8, 11, and 12)RPACKX00372Consult factory
Single Graphite Ribbon/Filament (Contains keys 7
[ribbon ring], 7 [filament ring], and 11)
20
31.8 (1-1/4)
127 (5H)
RPACKX00542RPACKX00552
50.8 (2)
178 (7)
Betriebsanleitung
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ENVIRO-SEAL-Packungssätze
Die Reparatursätze bestehen aus Teilen zum Austausch der „weichen“ Packungsmaterialien bei Ventilen, in denen bereits
ENVIRO-SEAL-Packungen eingebaut sind, oder bei Ventilen, bei denen mithilfe der ENVIRO-SEAL-Nachrüstsätze ein Umbau
vorgenommen wurde. Bezüglich der Teilenummern einzelner Teile siehe die Betriebsanleitung zum ENVIRO-SEAL-Packungssystem
für Hubventile, Dokument-Nr. D101642X012. Die PTFE-Reparatursätze bestehen aus den Positionsnummern 214, 215 und 218.
Die Graphit-ULF-Reparatursätze bestehen aus den Positionsnummern 207, 208, 209, 210 und 214. Die DuplexpackungsReparatursätze bestehen aus den Positionsnummern 207, 209, 214 und 215.
Nachrüstsätze umfassen Teile zum Umbau von Ventilen in die Bauweise mit ENVIRO-SEAL-Packungsgehäuse. Bezüglich der
Teilenummern einzelner Teile siehe die Betriebsanleitung zum ENVIRO-SEAL-Packungssystem für Hubventile, Dokument-Nr.
D101642X012. PTFE-Sätze bestehen aus den Positionen 200, 201, 211, 212, 214, 215, 217, 218, einer Kennzeichnung und einem
Kabelbinder. ULF-Graphitsätze bestehen aus den Positionen 200, 201, 207, 208, 209, 210, 211, 212, 214, 216, 217, einer
Kennzeichnung und einem Kabelbinder. Duplexsätze bestehen aus den Positionen 200, 201, 207, 209, 211, 212, 214, 215, 216,
217, einer Kennzeichnung und einem Kabelbinder.
Bestellinformationen für Ersatzteile erhalten Sie von Ihrem
Emerson Vertriebsbüro
Ventilkörper (Abbildungen 5 bis 8)
Pos.Beschreibung
1Valve Body
2*Valve Plug and Stem Assembly
2AValve Plug
2BValve Stem
2CRetainer
3*Cage
4Packing Flange Stud
5Packing Flange Nut
6*Piston Ringsee parts kit
9*Seat Ring
11*Cage or Bonnet Gasketsee parts kit
13*Seat Ring Gasketsee parts kit
15Stud
16Hex Nut
17Drain Plug
18Flow Arrow
19Drive Screw
25Actuator to Bonnet Cap Screw
26Actuator to Bonnet Nut
27*Plug Retaining Ring
28*Plug Seal Ringsee parts kit
29*Plug Backup Ring
31Lubricator or Lubricator/Isolating Valve
35Bonnet
37Packing Flange
46Pipe Plug
49Cap Screw
53Nameplate
55Lubricant
63*Plug Anti-Extrusion Ringsee parts kit
64*Bore Seal
223* Seat Ring Seal Ringsee parts kit
220* Seat Ring Back-up Ring
219* Seat Ring Anti-Extrusion Ringsee parts kit
221* Seat Ring Retaining Ring
.
Packung (Abbildung 2)
PTFE V-Ring Single Packing
6*Packing Setsee parts kit
8Spring
10Special Washer
11*Packing Box Ringsee parts kit
12*Upper Wipersee parts kit
13Packing Follower
PTFE V-Ring Double Packing
6*Packing Setsee parts kit
8Lantern Ring
11*Packing Box Ringsee parts kit
12*Upper Wipersee parts kit
13Packing Follower
PTFE/Composition Packing
7*Packing Set
8Lantern Ring
11*Packing Box Ring
12*Upper Wiper
13Packing Follower
Graphite Ribbon/Filament Single or Double Packing
7*Packing Ring, Graphite Ribbonsee parts kit
7*Packing Ring, Graphite Filamentsee parts kit
8Lantern Ring
11*Packing Box Ringsee parts kit
13Packing Follower
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