EMO SYSTEMS EMO EN-65K Datasheet [de]

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EMOSAFE EN-65
Produktdatenblatt
Einbaunetzwerkisolatoren mit Kabel
EN-65S mit Z-4-SF-EXT, EN-65S mit Z-3-SF-INT, EN-65K

1 FUNKTIONEN UND VORTEILE

Alternativ mit Keystone- oder SnapFit-Schnittstelle SnapFit-Einbaurahmen für den Geräteeinbau als Zubehör 5 kV AC Spannungsfestigkeit 8,5 kV DC Spannungsfestigkeit Geeignet für Geräte- oder Rack-Einbau Geeignet zur Verwendung in medizinischen Versorgungseinheiten Konstruiert und geprüft gemäß IEC 60601-1 UL Recognized Component High Performance Gigabit Ethernet ISO 11801 Class D Ethernet Performance im Permanent Link erreichbar Äußerst geringe Einfügedämpfung, dadurch 100m Gesamtkabelstrecke erreichbar 100% Prüfung in der Qualitätsendkontrolle Verfügbar in unterschiedlichen Kabellängen ESD-Schutz: Unterdrückung transienter Überspannungen auf den Signalleitungen Geeignet für Geräte mit einer Versorgungsspannung bis zu 400 V AC RoHS-konform

2 ALLGEMEINE BESCHREIBUNG

Netzwerkisolatoren vom Typ EMOSAFE EN-65 unterbrechen jegliche galvanisch leitende Verbindung (Adern und Schirm) zwischen Geräten, die über eine kupfergeführte Ethernet-Verkabelung miteinander verbunden sind. Sie unterbinden Potenzialausgleichsströme und schützen angeschlossene Geräte und de-
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ren Nutzer vor transienten Überspannungen, die aufgrund von Installationsfehlern, Blitzen, Schaltvorgän­gen, elektrostatischen Entladungen etc. direkt oder induktiv in die Netzwerkleitung eingekoppelt worden sind.
Verbunden mit einem medizinischen Endgerät bietet der Netzwerkisolator EMOSAFE EN-65 in Bezug auf die Netzwerkanbindung die Voraussetzung für den sicheren Betrieb dieses Gerätes in der Patientenumge­bung. Der EN-65 erfüllt alle konstruktiven Voraussetzungen der IEC 60601-1, um innerhalb der Netzwerk­schnittstelle zwei Schutzmaßnahmen zum Patientenschutz (2 MOPP) auszubilden und das Risiko eines elektrischen Schlages aufgrund einer Fremdspannung am Netzwerkanschluss für Patient und Bediener na­hezu zu eliminieren. Durch seine UL-Zertifizierung ist der Netzwerkisolator EN-65 auch für den kanadi­schen und US-amerikanischen Markt zugelassen.
Die Ausstattung des EN-65 wird durch eine TVS-Diodenschaltung ergänzt. Während konventionelle Netz-
werkisolatoren nur Spannungsspitzen aufhalten können, die auf allen Signaladern in gleicher Höhe auftre­ten, z.B. aufgrund von Potenzialunterschieden, beschneidet die TVS-Diodenschaltung auch differentielle Signalpegel auf einem Adernpaar, die ohne diese Schaltung den Übertrager ungehindert passieren könn­ten und Patienten, Benutzer und Geräte gefährden. Solche differentiellen Spannungsspitzen können durch Fehlfunktionen angeschlossener Geräte oder auch durch elektrostatische Entladungen beim Steckvorgang entstehen.
Der EMOSAFE EN-65 ist ein leistungsfähiger und kompakter Gigabit-Netzwerkisolator der sich durch her­vorragende Ethernet-Performance und eine sehr hohe Spannungsfestigkeit auszeichnet. Als Keystone­Modul kann er in jede Auslassblende, jedes Patchpanel und jeden Gehäusedurchbruch eingesetzt werden, der den Keystone-Spezifikationen entspricht. Sein rückseitiges Anschlusskabel verleiht ihm den Charakter einer Verlängerung.
Niederfrequente Signalanteile werden durch den EN-65 stark bedämpft, so dass angeschlossene Geräte vor Brummschleifen geschützt werden.
Der Netzwerkisolator EMOSAFE EN-65 überträgt hochfrequente Wechselspannungen nach dem Prinzip der elektromagnetischen Induktion in dem für die Datenübertragung genutzten Frequenzbereich. Auf­grund dieses Übertragungsprinzips benötigt der EN-65 keine eigene Stromversorgung. Eine Installation
von Treibern ist nicht erforderlich.

3 ANWENDUNGEN

3.1 PATIENTENSCHUTZ

Galvanische Trennung der Ethernet-Schnittstellen von medizinisch elektrischen Geräten oder Systemen, bei denen Patienten vor gefährdenden Ableitströmen normgerecht geschützt werden müssen.

3.2 GERÄTESCHUTZ

Schutz von insbesondere wertvollen Geräten vor Brumm- und Überspannungen aus der Netzwerkperiphe­rie.

3.3 MESSTECHNIK

Schutz von elektrischen Mess- und Überwachungseinrichtungen vor Fremd- und Störspannungen aus der Ethernet-Verkabelung.
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EN-65
Einbaunetzwerk­isolatoren mit Kabel
Bezeichnung
Art.Nr.
Besonderheiten
Spannungsfestigkeit
AC in kV
TVS-Dioden
10/100/1000 Mbit/s
Return Loss
(typisch)
@ 100MHz in dB
Insertion Loss
(typisch)
@ 100MHz in dB
Konfiguration
SnapFit
EN-65S
A10069
High-Performance Typ mit mechani­scher Schnittstelle zur Verwendung von EMOSAFE SnapFit-Einbau­rahmen (Zubehör)
5,0
20
0,5
Keystone
EN-65K
A10068
High-Performance Typ zur Verwen­dung in Keystone­kompatiblen Aus­lässen
5,0
20
0,5

3.4 POTENZIALUNTERSCHIEDE (GEBÄUDETECHNIK)

Verhinderung von Potenzialausgleichsströmen bei Rechnersystemen, welche durch eine Ethernet-Verka­belung über größere Entfernungen galvanisch miteinander verbunden sind.

3.5 AUDIO

Reduzierung von niederfrequenten Wechselspannungen (Netzbrummen), welche von der Netzwerkver­bindung verursacht werden, auf ein nicht mehr wahrnehmbares Maß.

4 VARIANTENÜBERSICHT

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5 ZEICHNUNGEN

Alle Maßangaben in Millimetern.

5.1 EN-65S

*) Standardkabellänge, abweichende Kabellängen von 30 mm bis 10 m auf Anfrage erhältlich.

5.2 EN-65K

*) Standardkabellänge, abweichende Kabellängen von 30 mm bis 10 m auf Anfrage erhältlich.
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SnapFit
Einbaurahmen für SnapFit-Varianten
Bezeich-
nung
Art.Nr.
Besonderheiten
Konfiguration
Z-3-SF-INT
A10057
Flächenbündige Gehäusemontage Zwei Steckpositionen Material Polyamid, schwarz Messing-Gewindebuchsen M2,5
Z-4-SF-EXT
A10058
Aufsetzende Gehäusemontage Zwei Steckpositionen Material Polyamid, schwarz

6 ZUBEHÖR

6.1 ÜBERSICHT

6.2 Z-3-SF-INT

* Das Maß 1.5 wird empfohlen, wenn eine flächenbündige Montage des EN-65S gewünscht wird. Davon abweichende Blechdicken sind aber möglich.
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6.3 Z-4-SF-EXT

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Fig. 2

7 MONTAGEHINWEISE

Die Verbindung des Netzwerkisolators zum Ethernet darf nur über Netzwerkkomponenten erfolgen, die den Normen IEC 60950 (Information technology equipment) oder IEC 60601-1 entsprechen.

7.1 EN-65K

Der Netzwerkisolator EN-65K kann in jeden Gehäusedurchbruch einge­rastet werden, welcher den in Fig. 1 beschriebenen Keystone-Maßan­forderungen entspricht. Er ist damit kompatibel zu vielen Wandauslass­blenden und Rack-Systemen unterschiedlicher Hersteller und eignet sich damit insbesondere für die Verwendung in Kabelkanälen und me­dizinischen Versorgungseinheiten.
Fig. 1
Die nebenstehende Fig. 2 zeigt eine typische Einbausituation in einem Kabelkanal (10). Der Netzwerkisolator EN-65K (1) ist in eine auf die Ka­nalabdeckung (11) aufgesetzte, Keystone-kompatible Anschlussdose eingesetzt, die üblicherweise aus einem Tragrahmen (5) und einer Aus­lassblende (4) besteht. In das mit einem RJ45-Buchsenmodul (7) termi­nierte Ende des festverlegten Datenkabels (8) wird der RJ45-Stecker (3) des Netzwerkisolators eingesteckt. Bei einer Nachrüstung einer beste­henden Datenleitung mit einem Netzwerkisolator EN-65K, kann das be­reits vorhandene RJ45-Buchsenmodul aus der Anschlussdose in den Ka­belkanal (10) zurückgesetzt und für den Anschluss des Netzwerkisola­tors genutzt werden.
Die Schnittstelle zwischen Festverkabelung und Netzwerkisolator am RJ45-Buchsenmodul (7) muss zugänglich erhalten werden, wenn regel­mäßige sicherheitstechnische Kontrollen durchgeführt werden sollen oder eine Möglichkeit zur nachträgli­chen Überprüfung der Festverkabelung benötigt wird. Wenn dies nicht bereits durch eine abnehmbare Kanalabdeckung (11) gegeben ist, empfehlen wir den Einbau einer Revisionsklappe (6).
Der Netzwerkisolator EN-65K unterbricht auch die Schirmverbindung. Soll der Kabelschirm des festverleg­ten Datenkabels (8) mit dem Raum- oder Gerätepotenzial verbunden werden, muss dies an dem zurückge­setzten RJ45-Buchsenmodul (7) geschehen, z.B. mit Hilfe eines Erdungskabels (9).
Eine dauerhaft wirkende Zugbelastung auf das Anschlusskabel (2) ist unzulässig.
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Wenn Sie beabsichtigen zwei EN-65K in einem Mehrfachmodulträger nebeneinander zu installieren ist der
Montageabstand „D“ in Fig. 1 zu beachten. Ausschlaggebend für diese Abstände ist die Kriechstrecke über die Distanz „X“ zwischen den Schirmblechen der eingesteckten RJ45-Stecker in Fig. 1. Die resultierende
Kriechstrecke sollte in Umgebungen mit bis zu 250 V Versorgungsspannung 8 mm und mit bis zu 400 V Versorgungsspannung 12 mm nicht unterschreiten. Der Mittenabstand „D“ kann jedoch verringert wer-
den, wenn die Kriechstrecke über die Distanz „X“ z.B. über Zwischenstege entsprechend verlängert wird.
Die Kombination eines Netzwerkisolators EN-65K mit nicht galvanisch getrennten Keystone-Modulen in einem Mehrfachmodulträger wird nicht empfohlen.

7.2 EN-65S

Der Netzwerkisolator EN-65S ist für den Geräteeinbau vorgesehen und besitzt eine SnapFit-Schnittstelle. Eine Beispielkonfiguration ist in Fig. 3 gezeigt.
Fig. 3
Passende SnapFit-Einbaurahmen sind als Zubehör erhältlich und dienen der sicheren und spielfreien Be­festigung des EN-65S an Gehäusewänden. Die quadratische Schnittstelle lässt vier unterschiedliche Auf­steckpositionen zu. Die Herstellung kundenspezifischer SnapFit-Rahmen ist auf Anfrage möglich.
ACHTUNG: SnapFit-Einbaurahmen sind nach dem Aufstecken und Einschnappen nicht mehr lösbar. Ach­ten Sie daher beim Aufstecken unbedingt auf die richtige Steckposition!

7.3 FREQUENZBEREICH

Netzwerkisolatoren des Typs EN-65 sind für die Datenübertragung im Frequenzbereich von 0,3 bis 100 MHz ausgelegt. Tiefere Frequenzen werden stark bedämpft. Aus diesem Grund ist es in der Regel nicht möglich, Signale von Schwesternrufsystemen, TK-Anlagen oder analoge Audio- oder Videosignale verlustarm über einen Netzwerkisolator zu übertragen.

7.4 POWER OVER ETHERNET

Netzwerkisolatoren des Typs EN-65 können in einem PoE-Netzwerk ohne Einschränkung verwendet wer­den, jedoch können PoE-Endgeräte nach der galvanischen Trennung nicht mit Spannung versorgt werden.

7.5 QUALITÄTSANFORDERUNGEN AN DIE VERKABELUNG

Wenn ein EN-65 Teil einer fest verlegten Verkabelungsstrecke (Permanent Link) wird und diese insgesamt den Anforderungen an ein Permanent Link der Kategorie Class D oder Cat.5e entsprechen soll, muss der Permanent Link ohne eingesetzten Netzwerkisolator eine Performance-Reserve bereitstellen. Folgende
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Abstände zu den Class D bzw. Cat.5e Grenzkurven müssen bei der Vermessung der Verkabelungsstrecke ohne Netzwerkisolator eingehalten werden:
NEXT: 4,0 dB Return Loss: 4,0 dB Insertion Loss: 1,5 dB + 0,27 dB/m
Der Insertion-Loss-Wert muss abhängig von der Kabellänge des ausgewählten EN-65 Netzwerkisolators berechnet werden. Beispiel: ein EN-65 mit 3 m Kabellänge benötigt eine IL-Reserve von 1,5 dB + 3 m × 0,27 dB/m = 2,31 dB.

8 SICHERHEITSHINWEISE

8.1 MONTAGE

Bei der Montage ist ggf. darauf zu achten, dass die von der IEC 60601-1 geforderten Luft- und Kriechstre­cken eingehalten werden. Die Isolationswirkung des Netzwerkisolators darf nicht durch benachbarte leit­fähige Bauteile beeinträchtigt werden. Ist der Einbau des Netzwerkisolators z.B. in einer Metallblende vor­gesehen, so ist diese mit dem Raumpotenzial (Schutzleiter) zu verbinden.
Der Netzwerkisolator EN-65 sollte grundsätzlich in größtmöglicher Nähe zu dem zu schützenden Gerät montiert werden, da die Schutzeigenschaften des Netzwerkisolators herstellerseitig nur unmittelbar an seinem eigenen RJ45-Ausgang sichergestellt sind.

8.2 GEHÄUSE UND STECKERUMGEBUNG

Der Netzwerkisolator EN-65 bietet eine hervorragende Isolationswirkung zwischen Eingang und Ausgang, jedoch liefert das Kunststoffgehäuse des Netzwerkisolators nur eine Basisisolierung. Außerdem sind me­tallisch leitende Teile der RJ45-Buchsen, sowie der angeschlossenen Stecker für den menschlichen Benut­zer frei zugänglich und bieten daher keinen Schutz. Wenn der Risikomanagementprozess der zuständigen Organisation inakzeptable Risiken zeigt, dass Bediener oder Patienten das Gehäuse oder exponierte lei­tende Teile berühren können, während die Ethernet-Verkabelung an eine potentiell gefährliche Spannung angeschlossen ist, müssen der Netzwerkisolator und die freiliegenden leitenden Flächen mit einem geeig­neten Gehäuse umgeben sein, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen für die Anwendung zu gewähr­leisten.

8.3 VERSCHMUTZUNG ODER BESCHÄDIGUNG

Beschädigte Netzwerkisolatoren oder stark mit Staub oder Flüssigkeiten verschmutzte Netzwerkisolatoren müssen ersetzt werden.

9 FUNKTIONS- UND SICHERHEITSPRÜFUNGEN

9.1 FUNKTIONS- UND NACHWEISPRÜFUNGEN

Eine mit dem Netzwerkisolator EN-65 ausgerüstete Kabelstrecke kann in Bezug auf ihre Übertragungsei­genschaften mit Kabelzertifizierungsgeräten geprüft werden, welche für die Prüfung einer galvanisch ge­trennten Kabelstrecke geeignet sind. Voraussetzung für die Prüfung ist, dass das Prüfgerät in einen Prüf­modus versetzt werden kann, welcher auf eine galvanische Verbindung verzichtet (Modus „AC Wiremap“). Mit dem eingesetzten Netzwerkisolator kann die Kabelstrecke nach EIA/TIA 568 Cat.5e oder ISO
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11801 Class D abgenommen werden. Eine Prüfung der Schirmung und des Leitungswiderstands ist in die­ser Betriebsart nicht möglich. Ist dies dennoch erforderlich und/oder soll die Qualität der Verkabelungs­strecke ohne Einfluss des Netzwerksisolators geprüft werden, so kann diese Prüfung unter Umgehung des Netzwerkisolators an dem zurückgesetzten RJ45-Buchsenmodul (7) durchgeführt werden.

9.2 SICHERHEITSPRÜFUNGEN

Für Netzwerkisolatoren im medizinischen Einsatz sind regelmäßige Sicherheitsprüfungen und Prüfungen nach Instandsetzung nicht vorgeschrieben, da Netzwerkisolatoren für sich genommen keine ME-Geräte sind. Netzwerkisolatoren bilden jedoch gemeinsam mit einem angeschlossenen Medizingerät ein medizi­nisch elektrisches System (ME-System), das insgesamt der Prüfungspflicht unterliegen kann. Die im Rah­men von Wiederholungsprüfungen und Prüfungen nach Instandsetzungen zu erfüllenden Anforderungen und das Prüfintervall werden dann für das Gesamtsystem von der verantwortlichen Organisation auf der Basis der anwendbaren Normen für dieses ME-System festgelegt.
Um die Durchführung zu vereinfachen, können aber einzelne Teile des ME-Systems - in diesem Fall der Netzwerkisolator - separat geprüft werden. Auch hierfür gibt die verantwortliche Organisation die Prüfpa­rameter und das Prüfintervall vor. Eine solche Prüfung kann je nach Anforderungsprofil die folgenden Ein­zelprüfungen umfassen.

9.2.1 SICHTKONTROLLE

Prüfung auf äußerlich sichtbare Beschädigungen und auf eingedrungene Substanzen, wie z.B. Staub oder Flüssigkeiten.

9.2.2 LECKSTROMPRÜFUNG

Es wird geprüft, ob der gemessene Leckstrom noch innerhalb der zugelassenen Grenzen liegt. Hierzu kön­nen Prüfgeräte verwendet werden, welche eine Messung des Geräteableitstroms gemäß IEC 62353 erlau­ben. Für die Leckstromprüfung werden alle Adern der Eingangsseite untereinander kurzgeschlossen und an die von der verantwortlichen Organisation festgelegte Prüfwechselspannung angelegt. Alle Adern der Ausgangsseite werden ebenfalls untereinander kurzgeschlossen und mit dem Prüfkontakt verbunden. Ein­und Ausgangsseite sind gegeneinander austauschbar. Die erreichbaren Werte können dem Abschnitt 11
SPEZIFIKATIONEN entnommen werden.

9.2.3 HOCHSPANNUNGSPRÜFUNG

Um den Prüfling nicht zu schädigen wird empfohlen, eine DC-Spannungsquelle zu verwenden und den 1,5fachen Wert der geforderten AC-Prüfspannung einzustellen. Prüfaufbau prinzipiell wie bei der Lecks­tromprüfung. Die erreichbaren Werte können dem Abschnitt 11 SPEZIFIKATIONEN entnommen werden.

9.2.4 FUNKTIONSPRÜFUNG

Nach Durchführung der vorangegangenen Prüfungen und Wiederanschluss des Netzwerkisolators ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Signalübertragung noch funktioniert. Eine solche Funktionskontrolle kann bei­spielsweise mit einem geeigneten Kabelzertifizierungsgerät durchgeführt werden. Siehe auch 9.1 FUNKTI-
ONS- UND NACHWEISPRÜFUNGEN.
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10 AUSFÜHRUNGEN UND BESTELLHINWEISE

10.1 ANMERKUNGEN

Die Länge des flexiblen Anschlusskabels (2) des Netzwerkisolators EN-65 kann zwischen 30 mm und 10 m frei gewählt werden. Es wird empfohlen, diese Länge möglichst kurz zu halten, da das flexible Kabel ge­genüber einem starren, festverlegten Kabel in z.B. Cat6a-Qualität anfälliger gegenüber Übersprechen ist und eine leicht erhöhte Dämpfung aufweist. Siehe auch Abschnitt 7.5 QUALITÄTSANFORDERUNGEN AN DIE VER-
KABELUNG.
Bei Kabellängen zwischen 30 mm und 500 mm kann darüber hinaus die Steckerorientierung vorgegeben werden um ggf. die Montage zu erleichtern und eine unzulässige Torsionsbelastung des Kabels zu vermei­den. Die Fertigungstoleranz für die Steckerorientierung beträgt ±20°.

10.2 EN-65S (A10069)

Alle Maßangaben in Millimetern.
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Längen
Schritt
Längentoleranz
Length Code
30, 40, … 100 mm
10 mm
± 5 mm
00030 … 00100
120, 140, … 300 mm
20 mm
± 7 mm
00120 … 00300
350, 400, … 1000 mm
50 mm
± 15 mm
00350 … 01000
1100, 1200, … 3000 mm
100 mm
± 30 mm
01100 … 03000
3500, 4000, … 10000 mm
500 mm
± 50 mm
03500 … 10000
A10068
- 0 0 4 0 0 - 1 8
0
Artikelnr.
Length Code
Angle Code

10.3 EN-65K (A10068)

Alle Maßangaben in Millimetern.

10.4 VERFÜGBARE KABELLÄNGEN

10.5 BESTELLNUMMER

Bitte geben Sie bei der Bestellung die exakte Bestellnummer an. Diese setzt sich aus der Artikelnummer, der gewünschten Kabellänge (Length Code) und der Steckerorientierung (Angle Code) zusammen. Ist das Anschlusskabel länger als 500 mm ist die Steckerorientierung immer 0°. Die Angabe der Steckerorientie­rung kann daher bei diesen Kabeln entfallen. Das nachfolgende Beispiel codiert einen EN-65K mit 400 mm Kabellänge und einer Steckerorientierung von 180°:
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Kategorie
Erläuterung
Eigenschaft
Bezeichnungen
EMOSAFE EN-65K, EMOSAFE EN-65S
Gehäusefarbe
Weiß
Gehäusematerial Kunststoff
Bauart
EN-65K: Keystone-Modul mit Kabel
EN-65S: SnapFit-Modul mit Kabel
Kabellänge
Flexibler Kabelabschnitt zw.
Stecker und Gehäuse
Längen zwischen 30 mm und 10 m
verfügbar
Minimaler Biegeradius des Kabels
25 mm
Maximale kurzzeitige Zugbelastung des Kabels
70 N für < 10 s
Schnittstelle Eingang
RJ45-Buchse gerade
Schnittstelle Ausgang
RJ45-Stecker an Kabel
Gewicht
Netto, ca.
26 g (Kabellänge 200 mm)
Schutzart
Gemäß EN 60529
IP40
Steckzyklen
RJ45-Stecker in RJ45-Buchse
> 1000
Fehlsteckungen max.
mit RJ11- / RJ12- / RJ25-Steckern
100
MTTF (25°C)
SN 29500 Standard,
Temperatur 25°C,
Arbeitszyklus 100 %
(7 Tage, 24 Std)
3.240 Jahre
MTTF (40°C)
SN 29500 Standard,
Temperatur 40°C,
Arbeitszyklus 100 %
(7 Tage, 24 Std)
3.070 Jahre

11 SPEZIFIKATIONEN

11.1 ALLGEMEIN

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Kategorie
Norm o. Prüfkriterium
Eigenschaft
Übertragungsraten und unterstützte Netzwerkprotokolle
10 Mbit/s
10Base-T (IEEE802.3 Cl.14)
100 Mbit/s
100Base-Tx (IEEE802.3 Cl.25)
1000 Mbit/s
1000Base-T (IEEE802.3 Cl.25)
1
Performancekategorie
ISO 11801
Permanent Link (PL), Class
D
Einfügedämpfung absolut (Insertion Loss)
Typisch
0,5 dB 1 @ 100 MHz
Maximal
0,8 dB 1 @ 100 MHz
Rückflussdämpfung absolut (Return Loss)
Typisch
20,0 dB @ 100 MHz
Minimal
14,0 dB @ 100 MHz
Kategorie
Erläuterung
Eigenschaft
Spannungsfestigkeit AC
@50 Hz für 60 s
5 kV
Spannungsfestigkeit DC
Für 60 s
8,5 kV
Verstärkte Isolation
Gemäß IEC 60601-1
Koppelkapazität / Kanal
37,5 pF ±25%
Koppelkapazität gesamt
150 pF ±25%
Leckstrom gesamt
275 V
AC
/ 50 Hz
Typisch
12,0 µA
Maximal
16,0 µA
TVS-Diodenschaltung
Unterdrückung transienter
Überspannungen auf den Signaladern

11.2 ETHERNET PERFORMANCE

1
Gilt für 200 mm Kabellänge, für abweichende Kabellängen gilt als Maximalwert 0,7 dB + (0,27 dB/m × Kabellänge).

11.3 ELEKTRISCH

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Kategorie
Erläuterungen
Eigenschaft
Verschmutzungsgrad
Gemäß IEC 61010
2 1
Überspannungskategorie
Gemäß IEC 60664-1
III
Max. Betriebsspannung 2
Höchste Netzanschlussspannungen der ver-
bundenen Geräte gem. IEC 60601-1
400 V AC 450 V DC
Betriebstemperatur
Min.:
-10°C
Max.:
+60°C
Luftfeuchte
nicht kondensierend
Min.:
10%
Max.:
90%
Luftdruck
Min.:
700 hPa
Max.:
1.060 hPa
Höhe über Meeresspiegel
Max.:
3.200 m
Kategorie
Erläuterungen
Eigenschaft
Temperatur
Min.:
-40°C
Max.:
+70°C
Luftfeuchte
nicht kondensierend
Min.:
10%
Max.:
90%
Luftdruck
Min.:
500 hPa
Max.:
1.060 hPa

11.4 BETRIEBSBEDINGUNGEN UND EINSATZBEREICH

1
Verschmutzungen nur durch nichtleitende Materialien. Gelegentliche, durch Kondensation verursachte Leitfähigkeit ist zu erwarten
2
Diesem Spannungsniveau kann der Netzwerkisolator dauerhaft ausgesetzt werden.

11.5 UMGEBUNGSBEDINGUNGEN LAGERUNG UND TRANSPORT

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Kategorie
Eigenschaft
UL Recognized Component
UL File No.
E362969
IEC 60601-1
IEC 60601-1-2
ANSI/AAMI ES 60601-1
CAN/CSA-C22.2 No. 60601-1
Niederspannungsrichtlinie
EMV-Richtlinie
RoHS
Bleifrei

11.6 NORMEN UND ZERTIFIKATE

Die jeweils aktuellen Ausgabestände der angeführten Normen und Richtlinien sind in unserer Konformi­tätserklärung und im UL-Zertifikat auf unserer Webseite unter „Normkonformität und Zertifikate“ zu fin- den.
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Tabelle zum Isolationsdiagramm EN-65
Bereich
Anzahl und Typ der
Schutzmaßnahmen:
MOOP, MOPP
Isolierstoff-
gruppe
gem.
EN 50124
Max. Betriebs-
spannung
Erforderliche
Kriechstrecke
(mm)
Erforderliche
Luftstrecke
(mm)
Gemessene
Kriechstrecke
(mm)
Gemessene
Luftstrecke
(mm)
V AC
V
Spitze
A
2 MOPP 1
IIIb 2
400
565
12,0
7,0
12,0
9,0
A
Ethernet
Input/Output
Ethernet
Input/Output
Kunststoffgehäuse

11.7 ISOLATIONSDIAGRAMM

1
MOPP = Means of Patient Protection
2
Materialien der Isolierstoffgruppe IIIb besitzen einen CTI Wert zwischen 100 und 175
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11.8 FREQUENZGANG

Typische Frequenzgänge für die Einfügedämpfung (Insertion Loss) und die Rückflussdämpfung (Return Loss) eines Netzwerkisolators EN-65 mit 200 mm Kabellänge.

12 SCHALTBILD

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Die Konformität des Produktes mit allen anwendbaren EU Richtlinien wird durch dieses Zeichen bestätigt.
Kennzeichnet das Produkt als UL „Recognized Component“; File No. E362969
Das Produkt darf nicht über den Hausmüll entsorgt werden.
Dieses Produkt enthält keine bleihaltigen Substanzen und wurde mit blei­freiem Lot hergestellt.
Dieses Produkt erfüllt die Anforderungen der aktuellen EU-Richtlinie zur Be­schränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten.

13 VERPACKUNG

Packungsinhalt:
EN-65K bzw. EN-65S Installationsanweisung
Auf der Verpackung ist ein Label aufgebracht. Dieses enthält folgende Informationen:
Artikelbezeichnung Stückzahl Kabellänge (bei kundenspezifischer Fertigung) Steckerorientierung (bei kundenspezifischer Fertigung) Partnummer (PN) (bzw. Bestellnummer (OC) bei kundenspezifischer Fertigung) Herstellungsdatum Seriennummer Die Seriennummer ist als 1D-(Code 128) und 2D-Barcode (Datamatrix) aufgedruckt.

14 PRODUKTKENNZEICHNUNGEN

15 WARTUNG

EMOSAFE Netzwerkisolatoren sind bei bestimmungsgemäßem Gebrauch wartungsfrei.

16 QUALITÄT

EMO Systems unterhält ein zertifiziertes Qualitätsmanagementsystem für Entwicklung und Fertigung nach ISO 9001 und ISO 13485. Jeder Netzwerkisolator wird vor der Auslieferung einer umfangreichen Qualitäts­prüfung unterzogen. Dabei wird unter anderem geprüft, ob die erreichten Werte für Leckstrom, Span­nungsfestigkeit, Insertion Loss, Return Loss und NEXT den Vorgaben entsprechen.
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17 KONTAKT UND SUPPORT

Bitte entnehmen Sie die aktuellen Kontaktdaten unserem Internetauftritt unter der Adresse
http://www.emosystems.de/kontakt
oder senden Sie eine E-Mail an die folgende Adresse:

18 RECHTLICHE HINWEISE

Die vorstehenden Informationen in diesem Datenblatt wurden nach bestem Wissen und mit aller Sorgfalt zusammengetragen. Dennoch können wir nicht garantieren, dass diese vollständig fehlerfrei sind.
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