Wir freuen uns, dass Sie sich für
ein Motorrad von BMW entschieden haben und begrüßen Sie im
Kreis der BMW Fahrerinnen und
Fahrer.
Machen Sie sich vertraut mit
Ihrem neuen Motorrad, damit Sie
sich sicher im Straßenverkehr bewegen.
Lesen Sie bitte diese Betriebsanleitung, bevor Sie Ihre neue
BMW starten. Sie finden hier
wichtige Hinweise zur Fahrzeugbedienung, die es Ihnen ermöglichen, die technischen Vorzüge
Ihrer BMW voll zu nutzen.
Darüber hinaus erhalten Sie Informationen zur Wartung und
Pflege, die der Betriebs- und
Verkehrssicherheit sowie einer
bestmöglichen Werterhaltung Ihres Fahrzeugs dienen.
Bei allen Fragen rund um Ihr
Motorrad steht Ihnen Ihr BMW
Motorrad Partner jederzeit gerne
mit Rat und Tat zur Seite.
Viel Freude mit Ihrer BMW sowie eine gute und sichere Fahrt
wünscht Ihnen
BMW Motorrad.
Page 4
Inhaltsverzeichnis
Nutzen Sie auch das Stichwortverzeichnis am Ende dieser Betriebsanleitung, um ein bestimmtes Thema zu finden.
leitung finden Sie einen ersten
Überblick über Ihr Motorrad. In
Kapitel 11 werden alle durchgeführten Wartungs- und Reparaturarbeiten dokumentiert. Der
Nachweis der durchgeführten
Wartungsarbeiten ist Voraussetzung für Kulanzleistungen.
Sollten Sie Ihre BMW eines Tages verkaufen wollen, denken Sie
bitte daran, auch die Betriebsanleitung zu übergeben; sie ist
wichtiger Bestandteil Ihres Motorrads.
z
Allgemeine Hinweise
Abkürzungen und
Symbole
Kennzeichnet Warnhin-
weise, die Sie unbedingt
beachten sollten - aus Gründen
Ihrer Sicherheit, der Sicherheit
anderer und um Ihr Fahrzeug vor
Schäden zu bewahren.
Besondere Hinweise zur
besseren Handhabung bei
Bedien-, Kontroll- und Einstellvorgängen sowie Pflegearbeiten.
Kennzeichnet das Ende
eines Hinweises.
Tätigkeitsanweisung.
Ergebnis einer Tätigkeit.
Verweis auf eine Seite
mit weiterführenden Informationen.
Kennzeichnet das Ende
einer zubehör- bzw. ausstattungsabhängigen Information.
Anziehdrehmoment.
Technisches Datum.
SASonderausstattung
BMW Sonderausstattungen werden bereits bei
der Produktion der Fahrzeuge berücksichtigt.
SZSonderzubehör
BMW Sonderzubehör
kann über Ihren BMW
Motorrad Partner bezogen und nachgerüstet
werden.
Antiblockiersystem.
ABS
Ausstattung
Beim Kauf Ihres BMW Motorrads
haben Sie sich für ein Modell
mit einer individuellen Ausstattung entschieden. Diese Betriebsanleitung beschreibt von
BMW angebotene Sonderausstattungen (SA) und ausgewähltes Sonderzubehör (SZ). Haben
Sie bitte Verständnis dafür, dass
auch Ausstattungsvarianten be-
Page 9
schrieben sind, die Sie möglicherweise nicht gewählt haben.
Ebenso sind länderspezifische
Abweichungen zum abgebildeten
Motorrad möglich.
Sollte Ihre BMW Ausstattungen
enthalten, die nicht in dieser Betriebsanleitung beschrieben sind,
so sind diese Umfänge in einer
gesonderten Betriebsanleitung
beschrieben.
Technische Daten
Alle Maß-, Gewichts- und Leistungsangaben in der Betriebsanleitung beziehen sich auf das
Deutsche Institut für Normung
e. V. (DIN) und halten dessen
Toleranzvorschriften ein. Abweichungen sind bei Ausführungen
für einzelne Länder möglich.
Aktualität
Das hohe Sicherheits- und Qualitätsniveau von BMW Motorrädern
wird durch eine ständige Weiterentwicklung in der Konstruktion,
der Ausstattung und des Zubehörs gewährleistet. Daraus können sich eventuelle Abweichungen zwischen dieser Betriebsanleitung und Ihrem Motorrad ergeben. Auch Irrtümer kann BMW
Motorrad nicht ausschließen.
Haben Sie deshalb Verständnis
dafür, dass aus den Angaben,
Abbildungen und Beschreibungen keine Ansprüche hergeleitet
werden können.
kilometerzähler und gefahrene Kilometer nach Erreichen der Reservemenge
4Kennzeichnung der Dreh-
zahlgrenze
5Drehzahlanzeige
6Uhr
7Symbol für Uhreinstellung
(29)
8Gesamtfahrstrecke
Page 23
Warn- und
Kontrollleuchten
1Blinker-Kontrollleuchte
2Warnleuchte für Kraft-
stoffreserve (24)
3Leerlauf-Kontrollleuchte
4mit BMW Motorrad
5Kühlmittel-Warnleuchte
6Fernlicht-Kontrollleuchte
SA
ABS
ABS-Warnleuchte (24)
(24)
3
21
z
Anzeigen
Page 24
Gefahrene Kilometer
3
nach Erreichen der
Reservemenge
22
Nach Erreichen der KraftstoffReservemenge werden die seit
diesem Zeitpunkt gefahrenen
Kilometer angezeigt. Dieser Kilometerzähler wird zurückgesetzt
und nicht mehr angezeigt, wenn
beim Tanken die sich ergebende
Gesamtfüllmenge größer ist als
z
Anzeigen
die Reservemenge.
Die Tageskilometerzähler und die
Uhreinstellung können weiterhin
aufgerufen werden.
Warnanzeigen
Darstellung
Warnungen werden über die entsprechende Warnleuchte angezeigt.
Eine Übersicht über die möglichen Warnungen finden Sie auf
der folgenden Seite.
Verbrennungsaussetzern
und zum unerwarteten Ausgehen des Motors führen. Verbrennungsaussetzer können den Katalysator schädigen, unerwartetes
Ausgehen des Motors kann zu
Unfällen führen.
Kraftstoffbehälter nicht
leerfahren.
Mögliche Ursache:
Im Kraftstoffbehälter befindet
sich maximal noch die Kraftstoffreserve.
Kraftstoffreservemenge
ca. 4 l
Tanken (50).
Kühlmitteltemperatur zu
hoch
Warnleuchte für Kühlmitteltemperatur leuchtet.
Weiterfahren bei überhitz-
tem Motor kann zu Motorschäden führen.
Unbedingt unten aufgeführte
Maßnahmen beachten.
Mögliche Ursache:
Kühlmittelstand zu niedrig.
Kühlmittelstand prüfen (72).
Bei zu niedrigem Kühlmittelstand:
Kühlmittel nachfüllen (72).
Mögliche Ursache:
Kühlerlüfter defekt.
Sollte der Kühlerlüfter bei eingeschalteter Warnleuchte für Kühlmitteltemperatur nicht laufen:
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
Mögliche Ursache:
Kühlung ungenügend.
Wenn möglich, zur Abkühlung
des Motors im Teillastbereich
fahren.
Im Stau Motor ausschalten,
jedoch Zündung eingeschaltet
lassen, damit der Kühlerlüfter in
Betrieb bleibt.
Sollte die Kühlmitteltemperatur häufiger zu hoch sein, den
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
ABS-Eigendiagnose nicht
beendet
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Warnleuchte blinkt.
SA
Page 27
Mögliche Ursache:
Die ABS-Funktion ist nicht ver-
fügbar, weil die Eigendiagnose
nicht beendet wurde. Zur Überprüfung der Radsensoren muss
das Motorrad einige Meter fahren.
Langsam losfahren. Es ist zu
beachten, dass bis zum Abschluss der Eigendiagnose die
ABS-Funktion nicht zur Verfügung steht.
ABS ausgeschaltet
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Warnleuchte leuchtet.
Mögliche Ursache:
Das ABS-System wurde durch
den Fahrer abgeschaltet.
ABS-Funktion einschalten.
SA
ABS-Fehler
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Warnleuchte leuchtet.
Mögliche Ursache:
Das ABS-Steuergerät hat einen
Fehler erkannt. Die ABS-Funktion steht nicht zur Verfügung.
Weiterfahrt möglich. Es ist zu
beachten, dass die ABS-Funktion nicht zur Verfügung steht.
Weiterführende Informationen
über Situation beachten, die
zu einem ABS-Fehler führen
können (55).
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
Sie erhalten zwei Hauptschlüssel
und einen Reserveschlüssel.
Zündlenkschloss, Tankverschluss
sowie Sitzbankschloss werden
mit dem gleichen Schlüssel betätigt.
mit Variokoffer
mit Topcase
Auf Wunsch lassen sich auch die
z
Bedienung
Koffer und das Topcase mit dem
gleichen Schlüssel betätigen.
Wenden Sie sich dafür an eine
Fachwerkstatt, am besten an
einen BMW Motorrad Partner.
SZ
SZ
Zündung einschalten
Schlüssel in Position 1 drehen.
Standlicht, Abblendlicht und
alle Funktionskreise eingeschaltet.
Motor kann gestartet werden.
Pre-Ride-Check wird durchgeführt. (46)
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Eigendiagnose wird
durchgeführt. (46)
SA
Zündung ausschalten
Schlüssel in Position 2 drehen.
Licht ausgeschaltet.
Lenkschloss ungesichert.
Schlüssel kann abgezogen
werden.
Lenkschloss sichern mit
Parklicht
Steht das Motorrad auf der
Seitenstütze, ist es von der
Beschaffenheit des Untergrunds
abhängig, ob der Lenker nach
links oder rechts eingeschlagen
wird. Das Motorrad steht jedoch
auf ebenem Untergrund mit nach
Page 31
links eingeschlagenem Lenker
stabiler als mit nach rechts eingeschlagenem Lenker.
Auf ebenem Untergrund den
Lenker zum Verriegeln des
Lenkschlosses immer nach links
einschlagen.
Lenker nach links oder rechts
einschlagen.
Schlüssel in Position 3 drehen,
dabei den Lenker etwas bewegen.
Parklicht eingeschaltet.
Lenkschloss gesichert.
Schlüssel kann abgezogen
werden.
Lenkschloss sichern ohne
Parklicht
Lenkschloss sichern mit Parklicht (28).
Schlüssel weiterdrehen in Position 4.
Parklicht ausgeschaltet.
Lenkschloss gesichert.
Schlüssel kann abgezogen
werden.
Uhr
Uhr einstellen
Das Einstellen der Uhr wäh-
rend der Fahrt kann zu Unfällen führen.
Uhr nur bei stehendem Motorrad
einstellen.
Zündung einschalten.
Taste 1 so oft betätigen, bis
SET 2 angezeigt wird.
Taste betätigt halten, bis die
Stundenanzeige blinkt.
4
29
z
Bedienung
Page 32
Taste so oft betätigen, bis die
gewünschten Stunden ange-
4
zeigt werden.
30
Taste betätigt halten, bis die
Minutenanzeige blinkt.
Taste so oft betätigen, bis die
gewünschten Minuten angezeigt werden.
Taste betätigt halten, bis die
Minuten nicht mehr blinken.
Einstellung abgeschlossen.
Anzeige
z
Bedienung
Anzeige auswählen
Zündung einschalten.
Taste 1 betätigen, um die An-
zeige im Display auszuwählen.
Die folgenden Werte können angezeigt werden:
Tageskilometer 1 (Trip 1)
Tageskilometer 2 (Trip 2)
gefahrene Kilometer nach
Erreichen der Reserve-
menge
Uhreinstellung (SET)
Tageskilometerzähler
zurücksetzen
Zündung einschalten.
Gewünschten Tageskilometerzähler auswählen.
Taste 1 betätigt halten, bis der
Tageskilometerzähler zurückgesetzt wurde.
Licht
Standlicht
Das Standlicht schaltet sich nach
Einschalten der Zündung automatisch ein.
Das Standlicht belastet die
Batterie. Schalten Sie die
Zündung nur für einen begrenzten Zeitraum ein.
Page 33
Abblendlicht
Das Abblendlicht schaltet sich
nach Einschalten der Zündung
automatisch ein.
Das Abblendlicht belastet
die Batterie. Schalten Sie
die Zündung nur für einen begrenzten Zeitraum ein.
Lichthupe
4
31
Fernlicht
Schalter 1 nach oben schieben, um das Fernlicht einzuschalten.
Schalter 1 nach unten schieben, um das Fernlicht auszuschalten.
Taste 1 betätigen.
Für die Dauer der Betätigung
wird das Fernlicht eingeschaltet.
Blinker
Blinker bedienen
Zündung einschalten.
Taste 1 nach links drücken, um
die Blinker links einzuschalten.
Taste 1 nach rechts drücken,
um die Blinker rechts einzuschalten.
Taste 1 in Mittelstellung betätigen, um die Blinker auszuschalten.
Warnblinkanlage
Warnblinkanlage bedienen
Zündung einschalten.
Die Warnblinkanlage belas-
tet die Batterie. Warnblinkanlage nur für einen begrenzten
Zeitraum einschalten.
z
Bedienung
Page 34
4
32
Not-Aus-Schalter
Schalter für Warnblinkanlage 1
unten betätigen, um die Warnblinkanlage einzuschalten.
z
Bedienung
Zündung kann ausgeschaltet
werden.
Schalter für Warnblinkanlage 1
oben betätigen, um die Warnblinkanlage auszuschalten..
1Not-Aus-Schalter
Betätigung des Not-Aus-
Schalters während der
Fahrt kann zum Blockieren des
Hinterrads und damit zum Sturz
führen.
Not-Aus-Schalter nicht während
der Fahrt betätigen.
Mit Hilfe des Not-Aus-Schalters kann der Motor auf einfache Weise schnell ausgeschaltet
werden.
-Schalter unbetätigt: Be-
triebsstellung
-Schalter betätigt: Motor
ausgeschaltet
Der Motor lässt sich nur in
Betriebsstellung starten.
Griffheizung
mit Heizgriffe
SA
Page 35
4
33
1Griffheizungsschalter
Die Lenkergriffe können in
zwei Stufen beheizt werden.
Die zweite Stufe dient zum
schnellen Aufheizen der Griffe,
anschließend sollte auf die erste
Stufe zurückgeschaltet werden.
Die Griffheizung belas-
tet die Batterie. Griffheizung nur bei laufendem Motor
einschalten.
Schalter oben betätigen:
50% Heizleistung.
-Schalter in mittlerer Posi-
tion: Heizfunktion aus.
Schalter unten betätigen:
100% Heizleistung.
BMW Motorrad ABS
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Funktion
ausschalten
Motorrad anhalten bzw. bei
stehendem Motorrad Zündung
einschalten.
SA
Taste 1 betätigt halten, bis die
ABS-Warnleuchte ihr Anzeigeverhalten ändert.
ABS-Warnleuchte beginnt
zu leuchten.
Taste 1 innerhalb von zwei Sekunden loslassen.
ABS-Warnleuchte leuchtet
weiter.
ABS-Funktion ausgeschaltet.
z
Bedienung
Page 36
ABS-Funktion einschalten
4
34
Taste 1 betätigt halten, bis die
ABS-Warnleuchte ihr Anzeige-
z
Bedienung
verhalten ändert.
ABS-Warnleuchte erlischt,
bei nicht abgeschlossener
Eigendiagnose beginnt sie zu
blinken.
Taste 1 innerhalb von zwei Sekunden loslassen.
ABS-Warnleuchte bleibt
aus bzw. blinkt weiter.
ABS-Funktion eingeschaltet.
Alternativ kann auch die Zündung aus- und wieder eingeschaltet werden.
Leuchtet die ABS-Lampe
nach Aus- und Einschalten der Zündung weiter, liegt ein
ABS-Fehler vor.
Kupplung
Kupplungshebel einstellen
Das Einstellen des Kupp-
lungshebels während der
Fahrt kann zu Unfällen führen.
Kupplungshebel nur bei stehendem Motorrad einstellen.
Einstellschraube 1 in die gewünschte Position drehen.
Die Einstellschraube lässt
sich leichter drehen, wenn
Sie dabei den Kupplungshebel
nach vorn drücken.
Einstellmöglichkeiten:
von Position 1: kleinster Abstand zwischen Lenkergriff und
Kupplungshebel
bis Position 3: größter Abstand zwischen Lenkergriff und
Kupplungshebel
Page 37
Spiegel
Spiegel einstellen
Das Einstellen des Spiegels
während der Fahrt kann zu
Unfällen führen.
Spiegel nur bei stehendem
Motorrad einstellen.
Spiegel durch Verdrehen in die
gewünschte Position bringen.
Spiegelarm einstellen
Schutzkappe 1 über der Verschraubung am Spiegelarm
hochschieben.
Mutter 2 lösen.
Spiegelarm in die gewünschte
Position drehen.
Mutter mit Drehmoment festziehen, dabei Spiegelarm festhalten.
Kontermutter (Spiegel)
an Klemmstück
20 Nm
Schutzkappe über die Verschraubung schieben.
Federvorspannung
Einstellung am Hinterrad
Die Federvorspannung am Hinterrad muss der Beladung des
Motorrads angepasst werden.
Eine Erhöhung der Zuladung erfordert eine Erhöhung der Federvorspannung, weniger Gewicht
eine entsprechend geringere Federvorspannung.
Federvorspannung am
Hinterrad einstellen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
4
35
z
Bedienung
Page 38
4
36
Nicht abgestimmte Einstellungen von Federvorspan-
nung und Dämpfung verschlech-
z
Bedienung
tern das Fahrverhalten Ihres Motorrads.
Dämpfung der Federvorspannung
anpassen.
Das Verstellen der Feder-
vorspannung während der
Fahrt kann zu Unfällen führen.
Federvorspannung nur bei stehendem Motorrad einstellen.
Zur Erhöhung der Federvorspannung, Handrad 1 in Pfeilrichtung HARD drehen.
Zur Verringerung der Federvorspannung, Handrad 1 in Pfeilrichtung SOFT drehen.
Grundeinstellung der Federvorspannung hinten
Einstellrad ganz nach links
drehen, dann 15 Klicks zurück (vollgetankt, mit Fahrer
85 kg)
Dämpfung
Einstellung am Hinterrad
Die Dämpfung muss der Federvorspannung und der Fahrbahnbeschaffenheit angepasst werden.
Eine Erhöhung der Federvorspannung erfordert eine härtere
Dämpfung, eine Verringerung der
Federvorspannung eine weichere
Dämpfung.
Je härter die Dämpfung, desto
stärker wird die Ausgleichsbewegung des Federbeins bei Fahr-
bahnunebenheiten gedämpft. Bei
weich eingestellter Dämpfung
reagiert das Federbein entsprechend schneller auf Fahrbahnunebenheiten.
Dämpfung am Hinterrad
einstellen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Dämpfung mit Bordwerkzeug
über die Einstellschraube 1
einstellen.
Page 39
Zur Erhöhung der Dämpfung,
Einstellschraube 1 in Pfeilrichtung H drehen.
Zur Verringerung der Dämpfung, Einstellschraube 1 in
Pfeilrichtung S drehen.
Zugstufen-Grundeinstellung hinten
untere Einstellschraube bis
zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen, dann 0,75
Umdrehungen zurück (vollgetankt, mit Fahrer 85 kg)
Reifen
Reifenfülldruck prüfen
Unkorrekter Reifenfülldruck
verschlechtert die Fahreigenschaften des Motorrads und
reduziert die Lebensdauer der
Reifen.
Korrekten Reifenfülldruck
sicherstellen.
Senkrecht verbaute Venti-
leinsätze neigen bei hohen
Geschwindigkeiten durch Zentrifugalkräfte zum selbsttätigen
Öffnen.
Um einen plötzlichen Verlust des
Reifenfülldrucks zu vermeiden,
bei senkrecht zur Felge verbauten Ventilen Ventilkappen mit
Gummidichtring verwenden und
gut festschrauben.
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Reifenfülldruck anhand der
nachfolgenden Daten prüfen.
Reifenfülldruck vorn
2,2 bar (bei kaltem Reifen)
Reifenfülldruck hinten
2,5 bar (Solobetrieb, bei kaltem Reifen)
2,9 bar (mit Sozius und Beladung, bei kaltem Reifen)
Bei ungenügendem Reifenfülldruck:
Reifenfülldruck korrigieren.
Scheinwerfer
Leuchtweite und
Federvorspannung
Die Leuchtweite bleibt in der Regel durch die Anpassung der
Federvorspannung an den Beladungszustand konstant.
4
37
z
Bedienung
Page 40
Nur bei sehr hoher Zuladung
kann die Anpassung der Feder-
4
vorspannung nicht ausreichend
38
sein. In diesem Fall muss die
Leuchtweite an das Gewicht angepasst werden.
Haben Sie Zweifel an der
korrekten Leuchtweiteneinstellung, wenden Sie sich an eine
Fachwerkstatt, am besten an
einen BMW Motorrad Partner.
z
Bedienung
Leuchtweite einstellen
Schrauben 1 links und rechts
lösen.
Scheinwerfer durch leichtes
Kippen einstellen.
Schrauben 1 links und rechts
festziehen.
Sitzbank
Sitzbank ausbauen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Staufachschloss 1 mit Fahrzeugschlüssel nach rechts drehen.
Abdeckung 2 abnehmen.
Entriegelungshebel 3 nach
oben ziehen, dabei die Sitzbank hinten unterstützend nach
unten drücken.
Sitzbank hinten anheben und
Entriegelungshebel loslassen.
Sitzbank abnehmen und auf
der Bezugsseite auf einer sauberen Fläche ablegen.
Page 41
Sitzbank einbauen
Aufnahmen 4 der Sitzbank in
die Halterungen 5 links und
rechts einsetzen.
Sitzbank auflegen und bis zum
Anschlag nach vorn schieben.
Sitzbank hinten kräftig nach
unten drücken.
Sitzbank rastet hörbar ein.
Abdeckung 2 einsetzen.
Staufachschloss 1 mit Fahrzeugschlüssel verriegeln.
Keine Fahrt ohne die richtige Bekleidung! Tragen Sie immer
Helm
Anzug
Handschuhe
Stiefel
Dies gilt auch für die Kurzstre-
z
Fahren
cke und zu jeder Jahreszeit. Ihr
BMW Motorrad Partner berät Sie
gerne und hat für jeden Einsatzzweck die richtige Bekleidung.
Eingeschränkte
Schräglagenfreiheit
mit Tieferlegung
Motorräder mit einem tiefergelegten Fahrwerk verfügen über
geringere Schräglagen- und Bodenfreiheit als Motorräder mit
Standardfahrwerk (siehe Kapitel
"Technische Daten").
SA
Unfallgefahr durch unerwar-
tet frühes Aufsetzen des
Motorrades.
Eingeschränkte Schräglagen- und
Bodenfreiheit von tiefergelegten
Motorrädern beachten.
Testen Sie die Schräglagenfreiheit Ihres Motorrades in ungefährlichen Situationen. Bedenken Sie beim Überfahren von
Bordsteinkanten und ähnlichen
Hindernissen die eingeschränkte
Bodenfreiheit Ihres Fahrzeugs.
Durch die Tieferlegung des Motorrads wird der Federweg kürzer.
Eine mögliche Einschränkung
des gewohnten Fahrkomforts
kann die Folge sein. Speziell im
Soziusbetrieb sollte die Federvorspannung entsprechend angepasst werden.
Richtig beladen
Überladung und ungleich-
mäßige Beladung können
die Fahrstabilität des Motorrads
beeinträchtigen.
Zulässiges Gesamtgewicht nicht
überschreiten und Beladungshinweise beachten.
Einstellung von Federvorspannung, Dämpfung und Reifenfülldruck dem Gesamtgewicht
anpassen.
mit Variokoffer
Auf gleichmäßiges Koffervolumen links und rechts achten.
Auf gleichmäßige Gewichtsverteilung links und rechts achten.
Schwere Gepäckstücke nach
unten und innen packen.
Maximale Zuladung und
Höchstgeschwindigkeit laut
Hinweisschild im Koffer
beachten.
SZ
Page 45
mit Topcase
Maximale Zuladung und
Höchstgeschwindigkeit laut
Hinweisschild im Topcase
beachten.
mit Tankrucksack
Maximale Zuladung des Tank-
rucksacks beachten und entsprechende Höchstgeschwindigkeit beachten.
≤5 kg
≤130 km/h
SZ
SZ
Zuladung des Tankrucksacks
Tempolimit für Fahrten
mit Tankrucksack
Geschwindigkeit
Bei Fahrten mit hoher Geschwindigkeit können verschiedene
Randbedingungen das Fahrver-
halten des Motorrads negativ beeinflussen:
Einstellung des Feder- und
Dämpfersystems
ungleich verteilte Ladung
lockere Bekleidung
zu geringer Reifenluftdruck
schlechtes Reifenprofil
etc.
Vergiftungsgefahr
Abgase enthalten das farb- und
geruchlose, aber giftige Kohlenmonoxid.
Das Einatmen von Abgasen
ist gesundheitsschädlich
und kann zu Bewusstlosigkeit
oder Tod führen.
Abgase nicht einatmen. Motor
nicht in geschlossenen Räumen
laufen lassen.
Verbrennungsgefahr
Im Fahrbetrieb erhitzen sich
Motor und Abgasanlage
sehr stark. Es besteht Verbrennungsgefahr durch Berührung,
insbesondere am Schalldämpfer.
Nach Abstellen des Motorrades
darauf achten, dass niemand mit
Motor und Abgasanlage in Berührung kommt.
Katalysator
Wird durch Zündaussetzer dem
Katalysator unverbrannter Kraftstoff zugeführt, besteht die Gefahr der Überhitzung und Beschädigung.
Deshalb folgende Punkte beachten:
Kraftstoffbehälter nicht leer fahren
Motor nicht mit abgezogenem
Zündkerzenstecker laufen lassen
5
43
z
Fahren
Page 46
bei Motoraussetzern den Motor
sofort abstellen
5
nur unverbleiten Kraftstoff tan-
44
ken
vorgesehene Wartungsintervalle
unbedingt einhalten.
Unverbrannter Kraftstoff
zerstört den Katalysator.
Die aufgeführten Punkte
zum Schutz des Katalysators
z
Fahren
beachten.
Überhitzungsgefahr
Läuft der Motor längere
Zeit im Stand, ist die Kühlung nicht ausreichend und es
kann zur Überhitzung kommen.
In Extremfällen ist Fahrzeugbrand
möglich.
Motor nicht unnötig im Stand
laufen lassen. Nach dem Starten
sofort losfahren.
Manipulationen
Manipulationen am Motor-
rad (z. B. Motorsteuergerät,
Drosselklappen, Kupplung) können zu Schäden an betroffenen
Bauteilen und zum Ausfall von
sicherheitsrelevanten Funktionen
führen. Für darauf zurückzuführende Schäden erlischt die Gewährleistung.
Keine Manipulationen
durchführen.
Checkliste
Nutzen Sie die nachfolgende
Checkliste, um vor jeder Fahrt
wichtige Funktionen, Einstellungen und Verschleißgrenzen zu
prüfen:
Bremsfunktion
Bremsflüssigkeitsstände vorn
und hinten
Kupplungsfunktion
Dämpfereinstellung und Federvorspannung
Profiltiefe und Reifenluftdruck
sicherer Halt der Koffer und
des Gepäcks
In regelmäßigen Abständen:
Motorölstand (bei jedem Tankstopp)
Bremsbelagverschleiß (bei jedem dritten Tankstopp)
Spannung und Schmierung der
Antriebskette
Starten
Seitenstütze
Bei ausgeklappter Seitenstütze
und eingelegtem Gang lässt
sich das Motorrad nicht starten.
Wurde das Motorrad im Leerlauf
gestartet und wird anschließend
bei ausgeklappter Seitenstütze
ein Gang eingelegt, geht der Motor aus.
Page 47
Motor starten
Not-Aus-Schalter 1 in Betriebsstellung.
mit Diebstahlwarnanlage
Ggf. DWA ausschalten.
Die Getriebeschmierung ist
nur bei laufendem Motor
sichergestellt. Unzureichende
Schmierung kann zu Getriebeschäden führen.
Motorrad bei ausgeschaltetem
Motor nicht über einen längeren
Zeitraum rollen lassen oder über
längere Strecken schieben.
SA
Zündung einschalten.
Pre-Ride-Check wird durchgeführt. (46)
mit BMW Motorrad ABS
ABS-Eigendiagnose wird
durchgeführt. (46)
mit Diebstahlwarnanlage
Leuchtet die DWA-Kontroll-LED,
ist die Wegfahrsperre aktiv. Der
Motor lässt sich nicht starten.
Wegfahrsperre mit der Fernbedienung ausschalten.
Warten bis die Warnleuchte
Kühlmitteltemperatur nicht
mehr blinkt.
Nach Einschalten der Zün-
dung wird der Leerlaufsteller positioniert. Dauert die Positionierung länger als der PreRide-Check, wird dies durch Blinken der Warnleuchte Kühlmitteltemperatur signalisiert. Dieser
Vorgang sollte abgewartet werden, um Probleme im Fahrbetrieb
zu vermeiden.
SA
SA
Leerlauf einlegen oder bei eingelegtem Gang Kupplung ziehen.
Bei Kaltstart und niedrigen
Temperaturen: Kupplung ziehen und Gasgriff etwas betätigen.
Startertaste 2 betätigen.
Springt der Motor nicht an,
obwohl der Starter dreht,
kann unzureichende Batteriespannung der Grund sein. Vor
weiteren Startversuchen die Batterie laden oder Starthilfe geben
lassen.
5
45
z
Fahren
Page 48
Motor springt an.
Sollte der Motor nicht ansprin-
5
gen, kann die Störungstabelle
46
weiterhelfen. (104)
Pre-Ride-Check
Nach dem Einschalten der Zündung führt die Instrumentenkombination einen Test der Warnund Kontrollleuchten sowie des
Displays durch, den "Pre-Ride-
z
Fahren
Check".
Phase 1
Die Warn- und Kontrollleuchten
sowie alle Segmente des Multifunktionsdisplays werden eingeschaltet.
Phase 2
Der Zeiger der Geschwindigkeitsanzeige wird bis zum Endanschlag und wieder zurück gefahren.
Phase 3
Alle Lampen und Segmente werden ausgeschaltet.
Die Instrumentenkombination
geht in den Normalbetrieb.
Wurde der Zeiger nicht bewegt,
eine der Warn- und Kontrollleuchten nicht eingeschaltet oder
waren nicht alle Segmente des
Multifunktionsdisplays sichtbar:
Konnte eine der Warn-
leuchten nicht eingeschaltet
werden, können mögliche Funktionsstörungen nicht angezeigt
werden.
Auf die Anzeige aller Warn- und
Kontrollleuchten achten.
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
ABS-Eigendiagnose
mit BMW Motorrad ABS
Die Funktionsbereitschaft des
BMW Motorrad ABS wird durch
die Eigendiagnose überprüft. Die
Eigendiagnose erfolgt automatisch nach Einschalten der Zündung. Zur Überprüfung der Radsensoren muss das Motorrad
einige Meter fahren.
Phase 1
Überprüfung der diagnostizierbaren Systemkomponenten im
Stand.
ABS-Warnleuchte blinkt.
Phase 2
Überprüfung der Radsensoren
beim Anfahren.
ABS-Warnleuchte blinkt.
SA
Page 49
ABS-Eigendiagnose
abgeschlossen
Die ABS-Warnleuchte erlischt.
Wird nach Abschluss der ABSEigendiagnose ein ABS-Fehler
angezeigt:
Weiterfahrt möglich. Es ist zu
beachten, dass die ABS-Funktion nicht zur Verfügung steht.
Fehler möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
Einfahren
Die ersten 1000 km
Während der Einfahrzeit in häufig wechselnden Last- und
Drehzahlbereichen fahren, längere Fahrten mit konstanter
Drehzahl vermeiden.
Kurvenreiche und leicht hügelige Fahrstrecken wählen,
möglichst keine Autobahnen.
Einfahrdrehzahlen beachten.
Einfahrdrehzahl
max 5000 min-1(auf den
ersten 1000 km)
Nach 500 - 1200 km die erste
Inspektion durchführen lassen.
Bremsbeläge
Neue Bremsbeläge müssen eingefahren werden, bevor sie ihre
optimale Reibkraft erreichen. Die
verminderte Bremswirkung kann
durch stärkeren Druck auf die
Bremshebel ausgeglichen werden.
Neue Bremsbeläge können
den Bremsweg erheblich
verlängern.
Frühzeitig bremsen.
Reifen
Neue Reifen haben eine glatte
Oberfläche. Sie müssen daher bei verhaltener Fahrweise
durch Einfahren in wechselnden
Schräglagen aufgeraut werden.
Erst durch das Einfahren wird die
volle Haftfähigkeit der Lauffläche
erreicht.
Neue Reifen haben noch
nicht die volle Haftung, in
extremen Schräglagen besteht
Unfallgefahr.
Extreme Schräglagen
vermeiden.
5
47
z
Fahren
Page 50
Drehzahl
5
Drehzahlwarnung
48
z
Fahren
Die Drehzahlwarnung 1 signalisiert dem Fahrer das Erreichen
des roten Drehzahlbereichs 2.
Das Signal bleibt erhalten, bis
hochgeschaltet oder die Drehzahl
reduziert wird.
Geländeeinsatz
Nach Fahrten im Gelände
BMW Motorrad empfiehlt, nach
Fahrten im Gelände die folgenden Punkte zu beachten:
Reifenfülldruck
Ein für Fahrten im Gelände
abgesenkter Reifenfülldruck
verschlechtert die Fahreigenschaften des Motorrads auf befestigten Wegen und kann zu
Unfällen führen.
Korrekten Reifenfülldruck
sicherstellen.
Bremsen
Bei Fahrten auf unbefes-
tigten oder verschmutzten
Straßen kann die Bremswirkung
wegen verschmutzter Bremsscheiben und Bremsbeläge verzögert einsetzen.
Frühzeitig bremsen, bis die
Bremsen saubergebremst sind.
Fahrten auf unbefestig-
ten oder verschmutzten
Straßen führen zu erhöhtem
Bremsbelagverschleiß.
Bremsbelagstärke häufiger prü-
fen und Bremsbeläge frühzeitig
ersetzen.
Federvorspannung und
Dämpfung
Die für Fahrten im Gelände
veränderten Werte für Federvorspannung und Dämpfung
verschlechtern die Fahreigenschaften des Motorrads auf befestigten Wegen.
Vor Verlassen des Geländes korrekte Federvorspannung und korrekte Dämpfung einstellen.
Felgen
BMW Motorrad empfiehlt, nach
Fahrten im Gelände die Felgen
auf mögliche Schäden zu überprüfen.
Luftfiltereinsatz
Motorschaden durch ver-
schmutzten Luftfiltereinsatz.
Bei Fahrten in staubigem Gelände Luftfiltereinsatz in kurzen
Page 51
Zeitabständen auf Verschmutzung prüfen, ggf. reinigen bzw.
ersetzen.
Der Einsatz unter sehr staubigen
Bedingungen (Wüsten, Steppen
o.ä.) erfordert die Verwendung
von speziell für derartige Einsätze
entwickelten Luftfiltereinsätzen.
Bremsen
Wie erreicht man den
kürzesten Bremsweg?
Bei einem Bremsvorgang verändert sich die Lastverteilung dynamisch zwischen Vorder- und
Hinterrad. Je stärker die Bremsung, desto mehr Last liegt auf
dem Vorderrad. Je größer die
Radlast, desto mehr Bremskraft
kann übertragen werden.
Um den kürzesten Bremsweg zu
erreichen, muss die Vorderradbremse zügig und immer stärker werdend betätigt werden.
Dadurch wird die dynamische
Lasterhöhung am Vorderrad optimal ausgenutzt. Gleichzeitig
sollte auch die Kupplung betätigt
werden. Bei den oft trainierten
"Gewaltbremsungen", bei denen
der Bremsdruck schnellstmöglich
und mit aller Kraft erzeugt wird,
kann die dynamische Lastverteilung dem Verzögerungsanstieg
nicht folgen und die Bremskraft
nicht vollständig auf die Fahrbahn
übertragen werden. Es kann zum
Blockieren des Vorderrades kommen.
Das Blockieren des Vorderrades
wird durch das BMW Motorrad
ABS verhindert.
Passabfahrten
Wird bei Passabfahrten
ausschließlich mit der Hinterradbremse gebremst, besteht
die Gefahr von Bremswirkungsverlust. Unter Extrembedingungen kann es zur Zerstörung der
Bremsen durch Überhitzung
kommen.
Vorder- und Hinterradbremse
einsetzen und Motorbremse
nutzen.
Nasse und verschmutzte
Bremsen
Nässe und Schmutz auf den
Bremsscheiben und den Bremsbelägen führen zu einer Verschlechterung der Bremswirkung.
In folgenden Situationen muss
mit verzögerter oder schlechterer
Bremswirkung gerechnet werden:
Bei Fahrten im Regen und
durch Pfützen.
Nach einer Fahrzeugwäsche.
Bei Fahrten auf salzgestreuten
Straßen.
Nach Arbeiten an den Bremsen
durch Rückstände von Öl oder
Fett.
Bei Fahrten auf verschmutzten
Fahrbahnen bzw. im Gelände.
5
49
z
Fahren
Page 52
Schlechte Bremswirkung
5
50
durch Nässe und Schmutz.
Bremsen trocken- bzw. sauberbremsen, ggf. reinigen.
Frühzeitig Bremsen, bis wieder
die volle Bremswirkung erreicht
ist.
Motorrad abstellen
Seitenstütze
z
Fahren
Motor ausschalten.
Bei schlechten Bodenver-
hältnissen ist ein sicherer
Stand nicht gewährleistet.
Im Ständerbereich auf ebenen
und festen Untergrund achten.
Seitenstütze ausklappen und
Motorrad abstellen.
Die Seitenstütze ist nur für
das Gewicht des Motorrads
ausgelegt.
Bei ausgeklappter Seitenstütze
nicht auf dem Motorrad sitzen.
Wenn es die Straßenneigung
zulässt, den Lenker nach links
einschlagen.
Bei Straßengefälle das Motorrad in Richtung „bergauf“ stellen und 1. Gang einlegen.
Kippständer
mit Kippständer
Motor ausschalten.
Bei schlechten Bodenver-
hältnissen ist ein sicherer
Stand nicht gewährleistet.
Im Ständerbereich auf ebenen
und festen Untergrund achten.
Der Kippständer kann durch
zu starke Bewegungen einklappen und dadurch das Fahrzeug umfallen.
Bei ausgeklapptem Kippständer
nicht auf dem Motorrad sitzen.
Kippständer ausklappen und
Motorrad aufbocken.
SA
Tanken
Kraftstoff ist leicht entzünd-
lich. Feuer am Kraftstoffbehälter kann zu Brand und Explosion führen.
Nicht Rauchen und kein offenes
Feuer bei allen Tätigkeiten am
Kraftstoffbehälter.
Kraftstoff dehnt sich un-
ter Wärmeeinwirkung aus.
Bei überfülltem Kraftstoffbehälter
kann Kraftstoff austreten und auf
die Fahrbahn gelangen. Dadurch
besteht Sturzgefahr.
Kraftstoffbehälter nicht
überfüllen.
Kraftstoff greift Kunststoff-
oberflächen an, diese werden matt oder unansehnlich.
Bei Kontakt von Kunststoffteilen mit Kraftstoff diese sofort
abwischen.
Page 53
Bleihaltiger Kraftstoff zerstört den Katalysator!
Nur bleifreien Kraftstoff tanken.
Motorrad auf die Seitenstütze
stellen, dabei auf ebenen und
festen Untergrund achten.
Nur auf der Seitenstütze
stehend kann das zur Verfügung stehende Tankvolumen
optimal genutzt werden.
Schutzklappe aufklappen.
Verschluss 1 des Kraftstoffbehälters mit Fahrzeugschlüssel
entriegeln und aufklappen.
Kraftstoff der unten aufgeführten Qualität bis maximal zur
Unterkante des Einfüllstutzens
tanken.
Wird nach Unterschreiten
der Reservemenge getankt,
muss die sich ergebende Gesamtfüllmenge größer sein als die
Reservemenge, damit der neue
Füllstand erkannt wird. Ansonsten können weder Füllstandsnoch Reichweitenanzeige aktualisiert werden.
empfohlene Kraftstoffqualität
Normal bleifrei
91 ROZ/RON
87 AKI
nutzbare Kraftstofffüllmenge
ca. 14 l
Kraftstoffreservemenge
ca. 4 l
Verschluss des Kraftstoffbehälters mit kräftigem Druck
schließen.
Schlüssel abziehen und
Schutzklappe zuklappen.
Motorrad für Transport
befestigen
Alle Bauteile gegen Verkratzen
schützen, an denen Spann-
5
51
z
Fahren
Page 54
gurte entlanggeführt werden.
Z. B. Klebeband oder weiche
5
Lappen verwenden.
52
z
Fahren
Das Motorrad kann seitlich
wegkippen und umfallen.
Motorrad gegen seitliches Wegkippen sichern.
Motorrad auf die Transportfläche schieben, nicht auf die Seitenstütze oder den Kippständer
stellen.
Bauteile können beschädigt
werden.
Keine Bauteile wie z. B. Bremsleitungen oder Kabelstränge
einklemmen.
Spanngurte vorn beidseitig an
der unteren Gabelbrücke befestigen.
Spanngurte hinten beidseitig
an den Soziusfußrasten befestigen und spannen.
Alle Spanngurte gleichmäßig
spannen, das Fahrzeug sollte
möglichst stark eingefedert
werden.
Die maximal auf die Fahrbahn
übertragbare Bremskraft ist unter
anderem abhängig vom Reibwert
der Fahrbahnoberfläche. Schotter, Eis und Schnee sowie nasse
Fahrbahnen bieten einen wesentlich schlechteren Reibwert als
eine trockene und saubere Asphaltdecke. Je schlechter der
Reibwert der Fahrbahn, desto
länger wird der Bremsweg.
Wird bei einer Erhöhung des
z
Technik im Detail
Bremsdrucks durch den Fahrer die maximal übertragbare
Bremskraft überschritten, beginnen die Räder zu blockieren und
die Fahrstabilität geht verloren; es
droht ein Sturz. Bevor diese Situation eintritt, greift das ABS ein
und passt den Bremsdruck an
die maximal übertragbare Bremskraft an, so dass die Räder wei-
terdrehen und die Fahrstabilität
unabhängig von der Fahrbahnbeschaffenheit erhalten bleibt.
Was passiert bei
Fahrbahnunebenheiten?
Durch Bodenwellen oder Fahrbahnunebenheiten kann es kurzfristig zum Kontaktverlust zwischen Reifen und Fahrbahnoberfläche kommen und die übertragbare Bremskraft bis auf Null
zurückgehen. Wird in dieser Situation gebremst, muss das ABS
den Bremsdruck reduzieren, um
die Fahrstabilität bei Wiederherstellung des Fahrbahnkontakts
sicherzustellen. Zu diesem Zeitpunkt muss das BMW Motorrad
ABS von extrem niedrigen Reibwerten ausgehen (Schotter, Eis,
Schnee), damit die Laufräder sich
in jedem denkbaren Fall drehen
und damit die Fahrstabilität sichergestellt ist. Nach Erkennen
der tatsächlichen Umstände re-
gelt das System den optimalen
Bremsdruck ein.
Abheben des Hinterrads
Bei hoher Haftung zwischen Reifen und Straße kommt es selbst
bei starkem Bremsen erst sehr
spät oder gar nicht zu einem Blockieren des Vorderrads. Entsprechend muss auch die ABS-Regelung erst sehr spät oder gar nicht
eingreifen. In diesem Fall kann
es zum Abheben des Hinterrads
kommen, was zu einem Überschlagen des Motorrads führen
kann.
Starkes Bremsen kann zum
Abheben des Hinterrads
führen.
Beim Bremsen beachten, dass
die ABS-Regelung nicht in jedem Fall vor dem Abheben des
Hinterrads schützen kann.
Page 57
Wie ist das BMW
Motorrad ABS ausgelegt?
Das BMW Motorrad ABS stellt
im Rahmen der Fahrphysik die
Fahrstabilität auf jedem Untergrund sicher. Für Spezialanforderungen, die sich unter extremen Wettbewerbsbedingungen
im Gelände oder auf der Rennstrecke ergeben, ist das System
nicht optimiert.
Besondere Situationen
Zur Erkennung der Blockierneigung der Räder werden unter
anderem die Drehzahlen von
Vorder- und Hinterrad verglichen. Werden über einen längeren Zeitraum unplausible Werte
erkannt, wird aus Sicherheitsgründen die ABS-Funktion abgeschaltet und ein ABS-Fehler
angezeigt. Voraussetzung für
eine Fehlermeldung ist die abgeschlossene Eigendiagnose.
Neben Problemen am BMW
Motorrad ABS können auch ungewöhnliche Fahrzustände zu
einer Fehlermeldung führen.
Ungewöhnliche
Fahrzustände:
Fahren auf dem Hinterrad
(Wheely) über einen längeren
Zeitraum.
Auf der Stelle drehendes Hinterrad bei gezogener Vorderradbremse (Burn Out).
Warmlaufen auf Kipp- oder
Hilfsständer im Leerlauf oder
mit eingelegtem Gang.
Über längeren Zeitraum blockierendes Hinterrad, z. B. bei
Abfahrten im Gelände.
Sollte es aufgrund eines oben
beschriebenen Fahrzustands zu
einer Fehlermeldung kommen,
kann die ABS-Funktion durch
Aus- und Einschalten der Zündung wieder aktiviert werden.
Welche Rolle spielt
regelmäßige Wartung?
Jedes technische System
ist immer nur so gut wie
sein Wartungszustand.
Um sicherzustellen, dass sich das
BMW Motorrad ABS in einem
optimalen Wartungszustand befindet, müssen die vorgeschriebenen Inspektionsintervalle unbedingt eingehalten werden.
Reserven für die
Sicherheit
Das BMW Motorrad ABS darf
nicht im Vertrauen auf kürzere
Bremswege zu einer leichtfertigen Fahrweise verleiten. Es ist
in erster Linie eine Sicherheitsreserve für Notsituationen.
Vorsicht in Kurven! Das Bremsen
in Kurven unterliegt besonderen
fahrphysikalischen Gesetzen, die
auch das BMW Motorrad ABS
nicht aufheben kann.
BMW Motorrad empfiehlt, Teile
und Zubehörprodukte für Ihr
58
Motorrad zu verwenden, die von
BMW für diesen Zweck freigegeben sind.
Ihr BMW Motorrad Partner ist
der richtige Ansprechpartner für
Original BMW Teile und Zubehör,
sonstige von BMW freigegebene
Produkte sowie die dazugehörige
z
Zubehör
qualifizierte Beratung.
Diese Teile und Produkte wurden von BMW auf ihre Sicherheit, Funktion und Tauglichkeit
geprüft. BMW übernimmt für sie
die Produktverantwortung.
Andererseits kann BMW für nicht
freigegebene Teile oder Zubehörprodukte jeglicher Art keine
Haftung übernehmen.
Beachten Sie die Hinweise zur
Bedeutung der Radgrößen auf
Fahrwerksregelsysteme (76).
BMW Motorrad kann nicht
für jedes Fremdprodukt beurteilen, ob es bei BMW Motorrädern ohne Sicherheitsrisiko eingesetzt werden kann. Diese Gewähr ist auch dann nicht gegeben, wenn eine länderspezifische
behördliche Genehmigung erteilt
wurde. Solche Prüfungen können
nicht immer alle Einsatzbedingungen für BMW Motorräder berücksichtigen und sind deswegen
teilweise nicht ausreichend.
Verwenden Sie nur Teile und Zubehörprodukte, die von BMW für
Ihr Motorrad freigegeben sind.
Beachten Sie bei allen Veränderungen die gesetzlichen Bestimmungen. Orientieren Sie sich an
der Straßenverkehrs-ZulassungsOrdnung (StVZO) Ihres Landes.
Steckdosen
Hinweise zur Nutzung von Steckdosen:
Belastbarkeit
Die Belastung von Steckdosen
darf den in den technischen Daten angegebenen Wert nicht
überschreiten.
Betrieb von Zusatzgeräten
Der Betrieb von Zusatzgeräten belastet die Batterie. Es
muss darauf geachtet werden,
die Startfähigkeit der Batterie zu
erhalten.
Kabelverlegung
Die Kabel von Steckdosen zu
Zusatzgeräten müssen so verlegt
werden, dass sie
den Fahrer nicht behindern
den Lenkeinschlag und die
Fahreigenschaften nicht einschränken
Page 61
nicht eingeklemmt werden können
Koffer
mit Variokoffer
Koffer öffnen
SZ
7
59
Schlüssel 1 im Kofferschloss
quer zur Fahrtrichtung drehen.
Gelbe Verriegelung 2 gedrückt
halten und Tragegriff 3 hochklappen.
Gelbe Taste 4 nach unten
drücken, gleichzeitig Kofferdeckel nach außen ziehen.
Koffer schließen
Schlüssel im Kofferschloss
quer zur Fahrtrichtung drehen.
Kofferdeckel schließen.
Der Deckel rastet hörbar ein
Wird der Tragegriff zuge-
klappt, wenn das Kofferschloss längs zur Fahrtrichtung
steht, kann die Verriegelungslasche beschädigt werden.
Vor dem Zuklappen des Tragegriffs darauf achten, dass das
Kofferschloss quer zur Fahrtrichtung steht.
Tragegriff 3 nach unten zuklappen.
Schlüssel im Kofferschloss in
Fahrtrichtung drehen und abziehen.
z
Zubehör
Page 62
Koffervolumen verstellen
7
Koffer öffnen und vollständig
entleeren.
60
z
Zubehör
Die Verriegelungshebel 1 links
und rechts aus der Verrastung
lösen und aufklappen.
Kofferaußenhülle je nach gewünschten Koffervolumen bis
zum Anschlag nach innen oder
nach außen schieben.
Die Verriegelungshebel
lassen sich nur schließen,
wenn sich die Kofferaußenhülle
an einem der beiden Anschläge
befindet.
Verriegelungshebel 1 links und
rechts schließen und verrasten.
Koffer schließen.
Koffer abnehmen
Schlüssel 1 im Kofferschloss
quer zur Fahrtrichtung drehen.
Gelbe Verriegelung 2 gedrückt
halten und Tragegriff 3 hochklappen.
Roten Entriegelungshebel 4
nach oben ziehen.
Verriegelungsklappe 5 springt
auf.
Verriegelungsklappe vollständig
aufklappen.
Koffer am Tragegriff aus der
Halterung nehmen.
Page 63
Koffer anbauen
7
61
Verriegelungsklappe 5 vollständig aufklappen, dazu ggf. roten Entriegelungshebel 4 nach
oben ziehen.
Koffer in den Kofferträger 6
einhängen.
Koffer zum Fahrzeug drehen,
dabei die Aufnahme am Koffer bis zum Anschlag auf den
Befestigungspilz 7 schieben.
Verriegelungsklappe 5 bis zum
Anschlag nach unten drücken
und halten.
Roten Entriegelungshebel 4
nach unten drücken.
Verriegelungsklappe rastet ein.
Tragegriff zuklappen.
Schlüssel in Fahrtrichtung drehen und abziehen.
Topcase
mit Topcase
SZ
z
Zubehör
Page 64
Topcase öffnen
7
62
Topcase schließen
Topcase abnehmen
Ggf. Topcaseschloss 1 entrie-
z
Zubehör
geln.
Verriegelungshebel 2 nach
oben ziehen und Topcasedeckel öffnen.
Topcasedeckel schließen und
halten.
Verriegelungshebel 2 ganz
nach unten drücken
Ggf. Topcaseschloss 1 verriegeln.
Ggf. Topcaseschloss 1 entriegeln.
Verriegelungshebel 2 nach unten drücken.
Topcase nach hinten von der
Gepäckbrücke ziehen.
Page 65
Topcase anbauen
achten, dass der Hebel an Position 4 in die Adapterplatte
greift.
Verriegelungshebel rastet hörbar ein.
Ggf. Topcaseschloss 1 verriegeln.
7
63
Topcase mit den Führungen 3
bis zum Anschlag auf die Adapterplatte schieben.
Verriegelungshebel 2 nach
oben drücken, dabei darauf
Im Kapitel "Wartung" werden Arbeiten zum Prüfen und Ersetzen
66
von Verschleißteilen beschrieben,
die mit geringem Aufwand durchzuführen sind.
Sind beim Einbau spezielle Anziehdrehmomente zu berücksichtigen, sind diese aufgeführt. Eine
Übersicht aller benötigten Anziehdrehmomente finden Sie im
z
Wartung
Kapitel "Technische Daten".
Informationen zu weitergehenden
Wartungs- und Reparaturarbeiten
finden Sie in der zu Ihrem Fahrzeug passenden Reparaturanleitung auf DVD, die Sie bei Ihrem
BMW Motorrad Partner erhalten.
Zur Durchführung einiger der beschriebenen Arbeiten sind spezielle Werkzeuge und ein fundiertes Fachwissen notwendig. Im
Zweifel wenden Sie sich an eine
Fachwerkstatt, am besten an Ihren BMW Motorrad Partner.
Greifklammer
Minisicherungen 4 A,
7,5 A, 10 A und 15 A
Motoröl
Motorölstand prüfen
Zu wenig Motoröl kann zum
Blockieren des Motors und
damit zu Unfällen führen.
Auf korrekten Motorölstand
achten.
Bereich der Öleinfüllöffnung
reinigen.
Betriebswarmes Motorrad
senkrecht halten, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
mit Kippständer
Betriebswarmes Motorrad auf
Kippständer stellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
SA
Page 69
Motor im Leerlauf laufen lassen, bis der Lüfter anläuft, anschließend noch drei Minuten
weiterlaufen lassen.
Motor ausschalten.
8
67
Ölstandsmessstab 1 ausbauen.
Messbereich 2 des
Ölstandsmessstabs mit einem
trockenen Tuch reinigen
Ölstandsmessstab auf die
Öleinfüllöffnung aufsetzen,
jedoch nicht einschrauben.
Ölstandsmessstab abnehmen
und Ölstand ablesen.
Motoröl-Sollstand
zwischen MIN- und MAXMarkierung
Bei Ölstand unterhalb der MINMarkierung:
Motoröl nachfüllen (68).
Bei Ölstand oberhalb der MAXMarkierung:
Ölstand von einer Fachwerkstatt korrigieren lassen, am
besten von einem BMW
Motorrad Partner.
z
Wartung
Page 70
Motoröl nachfüllen
8
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
68
achten.
Bereich der Einfüllöffnung reinigen.
z
Wartung
Ölstandsmessstab 1 ausbauen.
Zu wenig aber auch zu viel
Motoröl kann zu Motorschäden führen.
Auf korrekten Motorölstand
achten.
Motoröl bis zum Sollstand
nachfüllen.
Motorölstand prüfen (66).
Ölstandsmessstab einbauen.
Bremsanlage
Bremsfunktion prüfen
Handbremshebel betätigen.
Es muss ein eindeutiger Druckpunkt spürbar sein.
Fußbremshebel betätigen.
Es muss ein eindeutiger Druck-
punkt spürbar sein.
Sind keine eindeutigen Druckpunkte spürbar:
Unsachgemäße Arbeiten
gefährden die Betriebssicherheit der Bremsanlage.
Alle Arbeiten an der Bremsanlage von Fachleuten durchführen
lassen.
Bremsen von einer Fachwerkstatt prüfen lassen, am besten von einem BMW Motorrad
Partner.
Bremsbelagstärke vorn
prüfen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Bremsbelagstärke durch Sichtkontrolle prüfen. Blickrichtung:
Zwischen Rad und Vorderradführung hindurch auf die
Bremsbeläge.
Page 71
Bremsbelagsverschleißgrenze vorn
min 1,0 mm (nur Reibbelag
ohne Trägerplatte. Die Verschleißmarkierungen (Nuten)
müssen deutlich sichtbar
sein.)
Sind die Verschleißmarkierungen
nicht mehr deutlich sichtbar:
Unterschreiten der Belag-
mindeststärke führt zu verminderter Bremsleistung und unter Umständen zu Schäden an
der Bremse.
Um die Betriebssicherheit der
Bremsanlage zu gewährleisten,
die Belagmindeststärke nicht
unterschreiten.
Bremsbeläge durch eine Fachwerkstatt erneuern lassen,
am besten durch einen BMW
Motorrad Partner.
Bremsbelagstärke hinten
prüfen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Bremsbelagstärke durch Sichtkontrolle prüfen. Blickrichtung:
von hinten auf den Bremssattel 1.
Bremsbelagsverschleißgrenze hinten
min 1,0 mm (nur Reibbelag
ohne Trägerplatte.)
Ist die Verschleißmarkierung nicht
mehr sichtbar:
Unterschreiten der Belag-
mindeststärke führt zu verminderter Bremsleistung und unter Umständen zu Schäden an
der Bremse.
Um die Betriebssicherheit der
8
69
z
Wartung
Page 72
Bremsanlage zu gewährleisten,
die Belagmindeststärke nicht
8
unterschreiten.
70
Bremsbeläge durch eine Fachwerkstatt erneuern lassen,
am besten durch einen BMW
Motorrad Partner.
Bremsflüssigkeitsstand
vorn prüfen
z
Wartung
Bei zu wenig Bremsflüssig-
keit im Bremsflüssigkeitsbehälter kann Luft ins Bremssystem
gelangen. Das führt zu erheblich
reduzierter Bremsleistung.
Bremsflüssigkeitsstand regelmäßig prüfen.
Motorrad senkrecht halten, dabei auf ebenen und festen Untergrund achten.
mit Kippständer
Motorrad auf Kippständer stellen, dabei auf ebenen und festen Untergrund achten.
SA
Bremsflüssigkeitsstand am
Bremsflüssigkeitsbehälter
vorn 1 ablesen.
Durch den Verschleiß
der Bremsbeläge sinkt
der Bremsflüssigkeitsstand im
Bremsflüssigkeitsbehälter.
Bremsflüssigkeitsstand
vorn
Bremsflüssigkeit DOT4
Der Bremsflüssigkeitsstand
darf die MIN-Markierung
nicht unterschreiten.
(Bremsflüssigkeitsbehälter
waagerecht)
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand
unter das erlaubte Niveau:
Defekt möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
Page 73
Bremsflüssigkeitsstand
hinten prüfen
Bei zu wenig Bremsflüssig-
keit im Bremsflüssigkeitsbehälter kann Luft ins Bremssystem
gelangen. Das führt zu erheblich
reduzierter Bremsleistung.
Bremsflüssigkeitsstand regelmäßig prüfen.
Motorrad senkrecht halten, dabei auf ebenen und festen Untergrund achten.
mit Kippständer
Motorrad auf Kippständer stellen, dabei auf ebenen und festen Untergrund achten.
SA
Bremsflüssigkeitsstand am
Bremsflüssigkeitsbehälter hinten 1 ablesen.
Durch den Verschleiß
der Bremsbeläge sinkt
der Bremsflüssigkeitsstand im
Bremsflüssigkeitsbehälter.
Bremsflüssigkeitsstand
hinten
Bremsflüssigkeit DOT4
Der Bremsflüssigkeitsstand
darf die MIN-Markierung
nicht unterschreiten.
(Bremsflüssigkeitsbehälter
waagerecht)
Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand
unter das erlaubte Niveau:
Defekt möglichst schnell von
einer Fachwerkstatt beheben
lassen, am besten von einem
BMW Motorrad Partner.
8
71
z
Wartung
Page 74
Kühlmittel
8
Kühlmittelstand prüfen
72
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
z
Wartung
Verbrennungsgefahr am
heißen Motor.
Abstand vom heißen Motor halten.
Heißen Motor nicht berühren.
Kühlmittelstand durch den ausgesparten GS-Schriftzug am
Ausgleichsbehälter 1 ablesen.
Kühlmittel Sollstand
zwischen MIN- und MAXMarkierung am Ausgleichsbehälter
Sinkt der Kühlmittelstand unter
das erlaubte Niveau:
Kühlmittel nachfüllen.
Kühlmittel nachfüllen
Verkleidungsseitenteil links ausbauen (97).
Verschluss 1 des KühlmittelAusgleichsbehälters öffnen und
Kühlmittel bis zum Sollstand
nachfüllen.
Kühlmittelstand prüfen (72).
Verschluss des Kühlmittel-Ausgleichsbehälters schließen.
Verkleidungsseitenteil links einbauen (98).
Page 75
Kupplung
Kupplungshebelspiel
prüfen
Kupplungshebel ziehen, bis
Widerstand spürbar ist.
Kupplungshebelspiel A messen.
Kupplungshandhebelspiel
1,0...2,0 mm
Liegt das Kupplungshebelspiel
außerhalb der Toleranz:
Kupplungshebelspiel einstellen
(73).
Kupplungshebelspiel
einstellen
Faltenbalg 1 zurückschieben.
Mutter 2 lösen.
Um das Kupplungsspiel zu vergrößern: Einstellschraube 3 im
Uhrzeigersinn drehen.
Um das Kupplungsspiel zu verringern: Einstellschraube 3 gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Kupplungshebelspiel prüfen
(73).
Arbeitsschritte wiederholen,
bis das Kupplungsspiel korrekt
eingestellt ist.
Mutter 2 festziehen.
Faltenbalg 1 über die Einstellschraube ziehen.
Felgen und Reifen
Felgen prüfen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Felgen durch Sichtkontrolle auf
defekte Stellen prüfen.
Beschädigte Felgen von eine
Fachwerkstatt prüfen und ggf.
erneuern lassen, am besten
von einem BMW Motorrad
Partner.
Reifenprofiltiefe prüfen
Das Fahrverhalten Ihres
Motorrads kann sich bereits
vor Erreichen der gesetzlich vorgeschriebenen Mindestprofiltiefe
negativ verändern.
Reifen schon vor Erreichen
der Mindestprofiltiefe erneuern
lassen.
8
73
z
Wartung
Page 76
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
8
achten.
74
Reifenprofiltiefe in den Hauptprofilrillen mit Verschleißmarkierungen messen.
Auf jedem Reifen finden
Sie Verschleißmarkierungen, die in die Hauptprofilrillen
integriert sind. Ist das Reifenprofil
auf das Niveau der Markierungen
z
Wartung
heruntergefahren, ist der Reifen
vollständig verschlissen. Die Positionen der Markierungen sind
am Reifenrand gekennzeichnet,
z. B. durch die Buchstaben TI,
TWI oder durch einen Pfeil.
Ist die Mindestprofiltiefe erreicht:
Betroffenen Reifen ersetzen.
Kette
Kette schmieren
Durch Schmutz, Staub und
unzureichende Schmierung
wird die Lebensdauer der Antriebskette stark verkürzt.
Antriebskette regelmäßig reinigen
und schmieren.
Antriebskette mindestens alle
1000 km schmieren. Nach
Fahrten durch Nässe oder
durch Staub und Schmutz
Schmierung entsprechend früher durchführen.
Zündung ausschalten und
Leerlauf einlegen.
Antriebskette mit geeignetem
Reinigungsmittel reinigen, abtrocknen und Kettenschmiermittel auftragen.
Überschüssiges Schmiermittel
abwischen.
Kettendurchhang prüfen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Hinterrad so lange drehen, bis
die Stelle mit dem geringsten
Kettendurchhang erreicht ist.
Kette mit Hilfe eines Schraubendrehers nach oben und unten drücken und Differenz A
messen.
Page 77
Kettendurchhang
35...45 mm (Fahrzeug unbelastet auf Kippständer)
Liegt der gemessene Wert
außerhalb der erlaubten Toleranz:
Kettendurchhang einstellen
(75).
Kettendurchhang
einstellen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Steckachsmutter 1 lösen, ggf.
auf der linken Seite gegenhalten.
Mit Einstellschrauben 2 links
und rechts Kettendurchhang
einstellen.
Kettendurchhang prüfen
(74).
Darauf achten, dass links und
rechts der gleiche Skalenwert 3 eingestellt wird.
Steckachsmutter 1 mit Drehmoment festziehen, ggf. auf
der linken Seite gegenhalten.
Mutter auf Steckachse
(Hinterrad)
100 Nm
Kettenverschleiß prüfen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Erhöhter Verschleiß.
Wird Verschleiß an einem
Bauteil des Kettenradsatzes festgestellt, muss der gesamte Satz
ersetzt werden.
8
75
z
Wartung
Page 78
Kette an der hintersten Stelle
des Kettenrads nach hinten
8
ziehen.
76
Die Zahnspitzen müssen sich
noch innerhalb der Kettenglie-
der befinden.
Lässt sich die Kette über die
Zahnspitzen hinaus abziehen:
Wenden Sie sich an eine Fach-
werkstatt, am besten an einen
BMW Motorrad Partner.
z
Wartung
Räder
Reifenempfehlung
Für jede Reifengröße sind
bestimmte Reifenfabrikate von
BMW Motorrad getestet und
als verkehrssicher eingestuft
worden. Für andere Reifen kann
BMW Motorrad die Eignung
nicht beurteilen und daher für die
Fahrsicherheit nicht einstehen.
BMW Motorrad empfiehlt, nur
Reifen zu verwenden, die von
BMW Motorrad getestet wurden.
Ausführliche Informationen erhalten Sie bei Ihrem BMW Motorrad
Partner oder im Internet unter
„www.bmw-motorrad.com“.
Einfluss der
Radgrößen auf
Fahrwerksregelsysteme
Die Radgrößen spielen beim
ABS-System eine wesentliche
Rolle. Insbesondere der Durchmesser und die Breite der Räder
sind als Basis für alle notwendigen Berechnungen im Steuergerät hinterlegt. Eine Änderung
dieser Größen durch die Umrüstung auf andere als die serienmäßig verbauten Räder kann zu
gravierenden Auswirkungen im
Regelkomfort des Systems führen.
Auch die zur Raddrehzahlerkennung notwendigen Sensorräder
müssen zum verbauten System
passen und dürfen nicht ausgetauscht werden.
Wollen Sie Ihr Motorrad auf andere Räder umrüsten, sprechen
Sie vorher mit einer Fachwerkstatt darüber, am besten mit
einem BMW Motorrad Partner.
In einigen Fällen können die im
Steuergerät hinterlegten Daten
an die neuen Radgrößen angepasst werden.
Vorderrad ausbauen
Motorrad auf einen geeigneten
Hilfsständer stellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
mit Kippständer
Motorrad auf den Kippständer
stellen, dabei auf ebenen und
festen Untergrund achten.
SA
Page 79
mit BMW Motorrad ABS
SA
8
77
Schraube 1 ausbauen und
ABS-Sensor aus der Bohrung
nehmen. Darauf achten, ob
eine Scheibe untergelegt ist.
Motorrad vorn anheben, bis
sich das Vorderrad frei dreht.
Zum Anheben des Motorrades
empfiehlt BMW Motorrad den
BMW Motorrad Vorderradständer.
Vorderradständer anbauen
(82).
Achsklemmschraube 2 lösen.
Achse 3 ausbauen; dabei das
Rad unterstützen.
Fett an der Achse nicht entfernen.
mit BMW Motorrad ABS
Beim Herausrollen des Vor-
derrads darauf achten, ABSSensor und ABS-Leitung nicht
zu beschädigen.
Vorderrad nach vorn herausrollen.
SA
Distanzbuchsen 4 und 5 aus
der Radnabe nehmen.
Vorderrad einbauen
Mit falschem Drehmoment
angezogene Schraubverbindungen können sich lösen oder
zu Schäden an der Schraubverbindung führen.
Anziehdrehmomente unbedingt
durch eine Fachwerkstatt überprüfen lassen, am besten durch
einen BMW Motorrad Partner.
z
Wartung
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8
78
scheibe zwischen die Bremsbeläge führen.
Klemmung Steckachse
vorn
19 Nm
Distanzbuchsen 5 und 4 auf
die Radnabe stecken.
z
Wartung
mit BMW Motorrad ABS
Beim Einbau des Vorderrads
darauf achten, ABS-Sensor
und ABS-Leitung nicht zu
beschädigen.
Das Vorderrad muss in
Laufrichtung eingebaut
werden.
Auf die Laufrichtungspfeile auf
dem Reifen oder auf der Felge
achten.
Vorderrad in die Vorderradführung rollen, dabei die Brems-
mit BMW Motorrad ABS
SA
Vorderrad anheben und
Achse 3 mit Drehmoment
einbauen.
Steckachse in Teleskopgabel
45 Nm
Vorderradständer entfernen.
Handbremse betätigen und
Federgabel mehrmals kräftig
einfedern
Achsklemmschraube 2 mit
Drehmoment festziehen.
ABS-Sensor in die Bohrung
einsetzen und Schraube 1 einbauen. Falls vorhanden, Unterlegscheibe einsetzen.
ohne Kippständer
Hilfsständer entfernen.
SA
SA
Page 81
Hinterrad ausbauen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
8
79
Zwei Schrauben 1 ausbauen.
Schrauben 2 und 3 ausbauen
und Hinterradabdeckung abnehmen.
Motorrad auf einen geeigneten
Hilfsständer stellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
mit Kippständer
Motorrad auf den Kippständer
stellen, dabei auf ebenen und
festen Untergrund achten.
SA
Schraube 1 ausbauen und
Raddrehzahlsensor aus der
Halterung nehmen.
Mutter 2 ausbauen, ggf. auf
der linken Seite gegenhalten.
z
Wartung
Page 82
Einstellschrauben 3 links und
rechts durch Drehen gegen
8
den Uhrzeigersinn lösen.
80
z
Wartung
Hinterrad soweit wie möglich
nach vorn schieben und Kette
vom Kettenrad 4 nehmen.
Steckachse 5 ausbauen, dabei
das Hinterrad unterstützen.
Hinterrad nach hinten aus der
Schwinge rollen, dabei den
Bremssattel auf der linken
Seite festhalten.
Das Kettenrad und die Ab-
standshülsen links und
rechts stecken locker im Rad.
Beim Ausbau darauf achten,
diese Teile nicht zu beschädigen
oder zu verlieren.
Hinterrad einbauen
Mit falschem Drehmoment
angezogene Schraubverbindungen können sich lösen oder
zu Schäden an der Schraubverbindung führen.
Anziehdrehmomente unbedingt
durch eine Fachwerkstatt überprüfen lassen, am besten durch
einen BMW Motorrad Partner.
Sicherstellen, dass der Bremssattel in der Führung 6 läuft.
Hinterrad in die Schwinge rollen, dabei Bremsscheibe zwischen die Bremsbeläge führen.
Page 83
8
81
Hinterrad anheben und
Steckachse 5 durch die
Schwinge, den Bremssattel
und das Hinterrad führen.
Hinterrad soweit wie möglich
nach vorn rollen und Kette auf
Kettenrad 4 auflegen.
Achsmutter 2 einbauen, jedoch
noch nicht festziehen.
Raddrehzahlsensor in die
Halterung einsetzen und
Schraube 1 einbauen.
Kettendurchhang einstellen
(75).
ohne Kippständer
Hilfsständer entfernen.
SA
z
Wartung
Page 84
8
82
Hinterradabdeckung ansetzen
und Schrauben 2 und 3 ein-
z
Wartung
bauen.
Zwei Schrauben 1 einbauen.
BMW Motorrad
Vorderradständer
Vorderradständer
anbauen
Der BMW Motorrad Vorder-
radständer ist nicht dafür
ausgelegt, Motorräder ohne Hilfsständer zu halten. Ein nur auf
dem Vorderradständer und dem
Hinterrad stehendes Fahrzeug
kann umfallen.
Motorrad vor dem Anheben mit
dem BMW Motorrad Vorderradständer auf einen Hilfsständer
stellen.
Motorrad auf einen geeigneten
Hilfsständer stellen.
mit Kippständer
Motorrad auf den Kippständer
stellen, dabei auf ebenen und
festen Untergrund achten.
Grundständer mit der Werkzeugnummer (83 30 0 402
241) mit der Vorderradauf-
SA
nahme (83 30 0 402 242) verwenden.
Justierschrauben 1 lösen.
Die beiden Aufnahmen 2 soweit nach außen schieben,
dass die Vorderradführung dazwischen passt. Die Auflagebolzen passend zur Vorderradführung einstellen.
Gewünschte Höhe des Vorderradständers mit Hilfe der
Fixierstifte 3 einstellen.
Vorderradständer mittig zum
Vorderrad ausrichten und an
die Vorderachse schieben.
Page 85
Die Gummipuffer 4 links und
rechts in der oberen Position
einbauen.
Die beiden Aufnahmen 2 so
ausrichten, dass die Vorderradführung sicher aufliegt.
Justierschrauben 1 festziehen.
Vorderradständer gleichmäßig
nach unten drücken, um das
Motorrad anzuheben.
mit Kippständer
Wird das Motorrad vorn
zu weit angehoben, hebt
der Kippständer vom Boden ab
und das Motorrad kann zur Seite
kippen.
Beim Anheben darauf achten,
dass der Kippständer auf dem
Boden bleibt. Ggf. die Höhe des
Vorderradständers anpassen.
SA
Auf sicheren Stand des Motorrads achten.
Sicherungen
Sicherung ausbauen
Bei der Überbrückung von
defekten Sicherungen besteht Brandgefahr.
Defekte Sicherungen durch neue
Sicherungen ersetzen.
Zündung ausschalten.
Sitzbank ausbauen (38).
Verriegelungshebel 1 zusammendrücken und Sicherungsdeckel abnehmen.
8
83
z
Wartung
Page 86
Defekte Sicherung mit Bordwerkzeug nach oben aus dem
8
Sicherungskasten ziehen.
84
Bei häufigem Defekt der
Sicherungen die elektrische
Anlage von einer Fachwerkstatt,
am besten einem BMW Motorrad
Partner, überprüfen lassen.
Sicherung einbauen
z
Wartung
Defekte Sicherung durch eine
Sicherung mit der erforderlichen Stromstärke ersetzen.
Eine Übersicht über die
Sicherungsbelegung
und die erforderlichen
Stromstärken finden Sie im
Kapitel "Technische Daten". Die
Zahlen in der Grafik entsprechen
den Sicherungsnummern.
Sicherungsdeckel schließen.
Verriegelung rastet hörbar ein.
Sitzbank einbauen (39).
Lampen
Hinweise
Ein Lampenausfall am
Motorrad ist ein Sicherheitsrisiko, weil das Fahrzeug von
anderen Verkehrsteilnehmern
leichter übersehen wird.
Defekte Lampen möglichst
schnell ersetzen, am besten
immer entsprechende
Reservelampen mitnehmen.
Die Glühlampe steht unter
Druck, bei Beschädigung
sind Verletzungen möglich.
Beim Lampenwechsel Augenund Handschutz tragen.
Eine Übersicht über die in
Ihrem Motorrad verbauten
Glühlampentypen finden Sie im
Kapitel "Technische Daten".
Das Glas von neuen
Glühlampen nicht mit
bloßen Fingern berühren. Für
den Einbau ein sauberes,
trockenes Tuch verwenden.
Schmutzablagerungen,
besonders Öle und Fette, beeinträchtigen die Wärmeabstrahlung.
Überhitzung und somit geringe
Lebensdauer der Glühlampen
sind die Folge.
Abblendlicht- und
Fernlichtlampe ersetzen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Page 87
8
85
Schraube 1 ausbauen und Instrumentenkombination nach
oben aus den Halterungen ziehen.
Instrumentenkombination seitlich ablegen.
Zündung ausschalten.
Stecker 1 abziehen, dabei an
der unter der Gummikappe befindlichen Glühlampe gegenhalten.
Gummikappe 2 ausbauen.
Federbügel 3 aus den Arretierungen lösen und hochklappen.
Glühlampe 4 ausbauen.
Defekte Glühlampe ersetzen.
Leuchtmittel für Fahrund Fernlicht
H4 / 12 V / 55 W / 60 W
z
Wartung
Page 88
8
86
Glühlampe 4 einbauen, dabei
auf die korrekte Position der
z
Wartung
Nase 5 achten.
Federbügel 3 einsetzen.
Gummikappe 2 aufsetzen.
Steckverbindung 1 schließen.
Instrumentenkombination in die
Halterungen 2 einsetzen.
Schraube 1 einbauen.
Standlichtlampe ersetzen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Zündung ausschalten.
Page 89
Defekte Glühlampe ersetzen.
Leuchtmittel für Standlicht
W5W / 12 V / 5 W
8
87
Glühlampenfassung 1 aus dem
Scheinwerfergehäuse ziehen.
Glühlampe 2 aus der Fassung
ziehen.
Glühlampe in die Fassung einsetzen.
Glühlampenfassung 1 in das
Scheinwerfergehäuse einsetzen.
Blinkerlampen vorn und
hinten ersetzen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Zündung ausschalten.
z
Wartung
Page 90
8
88
Schraube 1 ausbauen.
z
Wartung
Streuscheibe an der Verschraubungsseite aus dem Spiegelgehäuse ziehen.
Glühlampe 2 durch Drehen
gegen den Uhrzeigersinn aus
Lampengehäuse ausbauen.
Defekte Glühlampe ersetzen.
Leuchtmittel für Blinkleuchten vorn
RY10W / 12 V / 10 W
Leuchtmittel für Blinkleuchten hinten
RY10W / 12 V / 10 W
Glühlampe 2 durch Drehen im
Uhrzeigersinn ins Lampengehäuse einbauen.
Streuscheibe fahrzeugseitig in
das Lampengehäuse einsetzen
und schließen.
Page 91
gen den Uhrzeigersinn ausbauen.
Defekte Glühlampe ersetzen.
Leuchtmittel für Heck-/
Bremsleuchte
P25-2 / 12 V / 5 W / 21 W
8
89
Schraube 1 einbauen.
Rück- und
Bremslichtlampe ersetzen
Bei den folgenden Arbeiten
kann ein unsicher aufgestelltes Motorrad umfallen.
Darauf achten, dass das Motorrad sicher steht.
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Zündung ausschalten.
Zwei Schrauben 1 ausbauen
und Heckleuchtenglas abnehmen.
Glühlampe 2 in die Fassung
drücken und durch Drehen ge-
Glühlampe 2 in die Fassung
drücken und durch Drehen im
Uhrzeigersinn einbauen.
z
Wartung
Page 92
8
90
Heckleuchtenglas ansetzen
und zwei Schrauben 1 ein-
z
Wartung
bauen.
Luftfilter
Luftfiltereinsatz ersetzen
Verkleidungsseitenteil rechts
ausbauen (96).
Zwei Schrauben 1 ausbauen.
Verbindungsflansch 2 herausziehen.
Ansaugschnorchel 3 vom Luftfiltergehäuse abziehen, aus der
Aufnahme 4 herausnehmen
und zur Seite drehen.
Steckverbindung 5 trennen.
Luftfiltereinsatz 6 entnehmen.
Page 93
Luftfiltereinsatzes nicht zu verknicken.
8
91
Gereinigten oder neuen Luftfiltereinsatz 6 einsetzen.
Steckverbindung 5 schließen.
Ansaugschnorchel in die Aufnahme 4 einsetzen.
Ansaugschnorchel in die Führungen 7 des Luftfiltergehäuses einsetzen. Darauf achten, die Gummidichtungen des
Verbindungsflansch 2 einsetzen.
Zwei Schrauben 1 einbauen.
Verkleidungsseitenteil rechts
einbauen (97).
Fremdstarthilfe
Die Belastbarkeit der
elektrischen Leitungen
zur Bordsteckdose ist nicht
für einen Fremdstart des
Motorrads ausgelegt. Ein zu
hoher Strom kann zu Kabelbrand
z
Wartung
Page 94
oder zu Schäden in der
Fahrzeugelektronik führen.
8
Zum Fremdstarten des Motor-
92
rads nicht die Bordsteckdose
verwenden.
Durch versehentlichen Kon-
takt zwischen den Polzangen der Starthilfekabel und dem
Fahrzeug kann es zu Kurzschlüssen kommen.
Nur Starthilfekabel mit volliso-
z
Wartung
lierten Polzangen verwenden.
Das Fremdstarten mit einer
Spannung größer als 12 V
kann zu Schäden an der Fahrzeugelektronik führen.
Die Batterie des stromspendenden Fahrzeugs muss eine Spannung von 12 V aufweisen.
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Sitzbank ausbauen (38).
Abdeckung 1 vom Batteriestützpunkt abnehmen.
Mit dem roten Starthilfekabel
zunächst den Batteriestützpunkt des eigenen Fahrzeugs
mit dem Pluspol der Batterie
des zweiten Fahrzeugs verbinden.
Mit dem schwarzen Starthilfekabel einen geeigneten Massepunkt am eigenen Fahrzeug
(z. B. Schraube 2) mit einem
geeigneten Massepunkt oder
dem Minuspols der Batterie
des zweiten Fahrzeugs verbinden.
Motor des stromspendenden
Fahrzeugs während des Starthilfevorgangs laufen lassen.
Motor des Fahrzeugs mit entleerter Batterie wie gewohnt
starten, bei Misslingen Startversuch zum Schutz des Anlassers und der Spenderbatterie
erst nach einigen Minuten wiederholen.
Beide Motoren vor dem Abklemmen der Starthilfekabel
einige Minuten laufen lassen.
Starthilfekabel zuerst vom Minuspol bzw. vom Massestützpunkt, dann vom Pluspol bzw.
vom Batteriestützpunkt abklemmen.
Zum Starten des Motors
keine Starthilfesprays oder
ähnliche Hilfsmittel verwenden.
Sitzbank einbauen (39).
Page 95
Batterie
Wartungshinweise
Sachgemäße Pflege, Ladung und
Lagerung erhöht die Lebensdauer der Batterie und ist Voraussetzung für eventuelle Gewährleistungsansprüche.
Um eine lange Lebensdauer der
Batterie zu erreichen, sollten Sie
folgende Punkte beachten:
Batterieoberfläche sauber und
trocken halten
zum Laden der Batterie die Ladehinweise auf den folgenden
Seiten beachten
Batterie nicht auf den Kopf
stellen
Bei angeklemmter Batte-
rie entlädt die Bordelektronik (Uhr, usw.) die Batterie. Dies
kann zu einer Tiefentladung der
Batterie führen. In diesem Fall
sind Gewährleistungsansprüche
ausgeschlossen.
Bei Fahrpausen von mehr als
vier Wochen sollte ein Ladeerhaltungsgerät an die Batterie angeschlossen werden.
Angeklemmte Batterie
laden
Das Laden der angeklemm-
ten Batterie direkt an den
Batteriepolen kann zu Schäden
an der Fahrzeugelektronik führen.
Zum Laden der Batterie über
die Batteriepole: Batterie vorher
abklemmen.
Bleiben bei eingeschalteter
Zündung die Kontrolllampen und das Multifunktionsdisplay aus, ist die Batterie vollständig entladen (Batteriespannung
kleiner als 9 V). Das Laden einer vollständig entladenen Batterie über die Steckdose kann zu
Schäden an der Fahrzeugelektronik führen.
Eine vollständig entladene Batte-
rie immer direkt an den Polen der
abgeklemmten Batterie laden.
Angeklemmte Batterie nur über
die Steckdose laden.
Bedienungsanleitung des Ladegeräts beachten.
Abgeklemmte Batterie
laden
Batterie mit einem geeigneten
Ladegerät aufladen.
Bedienungsanleitung des Ladegeräts beachten.
Nach Beendigung der Ladung
Polklemmen des Ladegeräts
von den Batteriepolen lösen.
Bei längeren Fahrpausen
muss die Batterie regelmäßig nachgeladen werden.
Beachten Sie dazu die Behandlungsvorschrift zu Ihrer Batterie.
Vor Inbetriebnahme muss die
Batterie wieder voll aufgeladen
werden.
8
93
z
Wartung
Page 96
Batterie ausbauen
8
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
94
achten.
mit Diebstahlwarnanlage
Ggf. Diebstahlwarnanlage
ausschalten.
erhöht das Kurzschlussrisiko.
Reihenfolge unbedingt
SA
einhalten.
Zuerst Minuskabel 2 ausbauen.
Danach Pluskabel 3 ausbauen.
Batteriehalteband 4 und Entlüftungsschlauch 5 lösen.
Batterie nach oben herausnehmen, bei Schwergängigkeit mit
Kippbewegungen unterstützen.
Batterie einbauen
Batterie einsetzen, dabei Entlüftungsschlauch 5 anbauen.
Batteriehalteband 4 einsetzen.
Zuerst Pluskabel 3 einbauen.
Danach Minuskabel 2 einbauen.
Abdeckung 1 über den Batteriepluspol schieben.
Verkleidungsmittelteil einbauen
(96).
Uhr einstellen (29).
Batteriesäurestand prüfen
Säurestand ungefähr alle drei
Monate überprüfen.
Batterie ausbauen (94).
Page 97
Verkleidungsteile
Verkleidungsmittelteil
ausbauen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Sitzbank ausbauen (38).
8
95
Säurestand an der Markierung 1 ablesen.
Sollstand Batteriesäure
zwischen MIN- und MAXMarkierung
Befindet sich der Säurestand unterhalb der MIN-Markierung:
Destilliertes Wasser bis zum
Sollstand nachfüllen.
Schrauben 1 links und rechts
ausbauen.
Ölstandsmessstab 2 ausbauen
und Verkleidungsmittelteil abnehmen.
Ölstandsmessstab einbauen.
z
Wartung
Page 98
Verkleidungsmittelteil
8
einbauen
96
z
Wartung
Ölstandsmessstab 2 ausbauen.
Schrauben 1 links und rechts
einbauen, dabei mit den mittleren Schrauben beginnen.
Sitzbank einbauen (39).
Verkleidungsseitenteil
rechts ausbauen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Verkleidungsmittelteil ausbauen
(95).
Schraube 3 ausbauen.
Seitenverkleidung im Bereich 4
aus der Aufnahme ziehen und
abnehmen.
Verkleidungsmittelteil ansetzen und Ölstandsmessstab 2
einbauen.
Schrauben 1 und 2 ausbauen.
Page 99
Verkleidungsseitenteil
rechts einbauen
8
97
Verkleidungsseitenteil in die
Aufnahme 4 einsetzen
Schraube 3 einbauen.
Schrauben 1 und 2 einbauen.
Verkleidungsmittelteil einbauen
(96).
Verkleidungsseitenteil
links ausbauen
Motorrad abstellen, dabei auf
ebenen und festen Untergrund
achten.
Verkleidungsmittelteil ausbauen
(95).
Schrauben 1 und 2 ausbauen.
Schraube 3 ausbauen.
Seitenverkleidung im Bereich 4
aus der Aufnahme ziehen und
abnehmen.
z
Wartung
Page 100
Verkleidungsseitenteil
8
links einbauen
98
z
Wartung
Verkleidungsseitenteil hinter
das Verkleidungsoberteil 5
schieben, anschließend in die
Aufnahme 4 einsetzen.
Schraube 3 einbauen.
Schrauben 1 und 2 einbauen.
Verkleidungsmittelteil einbauen
(96).
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