WAGNER Super Finish 23i Operating Manual

Originalbetriebsanleitung
Airless – Hochdruck Spritzgerät
Airless high-pressure spraying unit
Appareil de pulvérisation à haute pression Airless
Apparecchio di verniciatura a spruzzo Airless ad alta pressione
2358664
03/ 2016
Betriebsanleitung 2
Operating manual 28
Mode d'emploi 53
Istruzioni per l‘uso 79
Super Finish 23i
Warnung!
Achtung, Verletzungsgefahr durch Injektion!
Airless-Geräte entwickeln extrem hohe Spritzdrücke.
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Niemals Finger, Hände oder andere Körperteile mit dem Spritzstrahl in Berührung bringen! Nie die Spritzpistole auf sich, Personen und Tiere richten. Nie die Spritzpistole ohne Spritzstrahl-Berührungsschutz benutzen.
Behandeln Sie eine Spritzverletzung nicht als harmlose Schnittverletzung. Bei einer Hautver­letzung durch Beschichtungssto oder Lösemittel sofort einen Arzt aufsuchen zur schnellen, fachkundigen Behandlung. Informieren Sie den Arzt über den verwendeten Beschichtungs­sto oder das Lösemittel.
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Vor jeder Inbetriebnahme sind gemäß Betriebsanleitung folgende Punkte zu beachten:
1. Fehlerhafte Geräte dürfen nicht benutzt werden.
2. Wagner-Spritzpistole sichern mit Sicherungshebel am Abzugsbügel.
3. Erdung sicherstellen.
4. Zulässigen Betriebsdruck vom Hochdruckschlauch und Spritzpistole überprüfen.
5. Alle Verbindungsteile auf Dichtheit prüfen.
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Anweisungen zur regelmäßigen Reinigung und Wartung des Gerätes sind streng einzuhalten. Vor allen Arbeiten am Gerät und bei jeder Arbeitspause folgende Regeln beachten:
1. Spritzpistole und Hochdruckschlauch druckentlasten.
2. Wagner-Spritzpistole sichern mit Sicherungshebel am Abzugsbügel.
3. Gerät ausschalten.
Achte auf Sicherheit!
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Super Finish 23i
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Inhaltsverzeichnis
1 SICHERHEITSVORSCHRIFTEN FÜR DAS AIRLESS
SPRITZEN __________________________________ 4
1.1 Flammpunkt _________________________________4
1.2 Explosionsschutz ______________________________4
1.3 Explosions- und Brandgefahr beim Spritzen durch Zündquellen _________________________________4
1.4 Verletzungsgefahr durch den Spritzstrahl __________4
1.5 Spritzpistole sichern gegen unbeabsichtigte Betätigung ___________________________________4
1.6 Rückstoß der Spritzpistole ______________________4
1.7 Atemschutz zum Schutz vor Lösemitteldämpfen ____4
1.8 Vermeiden von Berufskrankheiten ________________4
1.9 Max. Betriebsdruck ____________________________5
1.10 Hochdruckschlauch ___________________________5
1.11 Elektrostatische Auadung (Funken- oder Flammenbildung) _________________5
1.12 Gerät im Einsatz auf Baustellen und Werkstätten ____5
1.13 Lüftung bei Spritzarbeiten in Räumen _____________5
1.14 Absaugeinrichtungen __________________________5
1.15 Erdung des Spritzobjekts _______________________5
1.16 Gerätereinigung mit Lösemittel __________________5
1.17 Gerätereinigung ______________________________5
1.18 Arbeiten oder Reparaturen an der elektrischen Ausrüstung __________________________________5
1.19 Arbeiten an elektrischen Bauteilen _______________5
1.20 Aufstellung in unebenem Gelände _______________6
2 ANWENDUNGSÜBERSICHT __________________ 6
2.1 Einsatzgebiete ________________________________6
2.2 Beschichtungssto ____________________________6
2.2.1 Beschichtungsstoe mit scharfkantigen Zusatzstoen _________________________________6
2.2.2 Filterung (bei Spritzarbeiten) ____________________6
3 GERÄTEBESCHREIBUNG _____________________ 7
3.1 Funktion des Gerätes __________________________7
3.2 Erklärungsbilder ______________________________8
3.3 Technische Daten _____________________________9
4 INBETRIEBNAHME __________________________ 9
4.1 Pistole ______________________________________9
4.2 Hochdruckschlauch und Manometer ___________ 10
4.3 Oberbehälter _______________________________ 10
4.4 Anschluss an das Stromnetz ___________________ 11
4.5 Bei Erstinbetriebnahme Reinigung von Konservierungsmittel ___________ 11
4.6 Gerät (Hydrauliksystem) entlüften, wenn das Geräusch des Einlassventils nicht zu hören ist ____ 11
4.7 Gerät mit Beschichtungssto in Betrieb nehmen __ 11
5 TRANSPORT _______________________________ 12
6 HANDHABUNG DES HOCHDRUCKSCHLAUCHES 12
7 ARBEITSUNTERBRECHUNG _________________ 12
8 GERÄTEREINIGUNG ________________________ 13
8.1 Gerätereinigung von außen ___________________ 13
8.2 Ansauglter _______________________________ 13
8.3 Reinigung der Airless-Spritzpistole _____________ 14
9 WARTUNG ________________________________ 14
9.1 Allgemeine Wartung _________________________ 14
9.2 Hochdruckschlauch _________________________ 14
10 REPARATUREN AM GERÄT __________________ 15
10.1 Einlassventildrücker _________________________ 15
10.2 Einlassventil ________________________________ 15
10.3 Auslassventil _______________________________ 16
10.4 Druckregelventil ____________________________ 16
10.5 Geräteanschlussleitung austauschen ___________ 17
10.6 typische Verschleißteile ______________________ 17
10.7 Schaltplan _________________________________ 18
10.8 Hilfe bei Störungen __________________________ 19
11 ERSATZEILE UND ZUBEHÖR _________________ 20
11.1 Zubehör für Super Finish 23i __________________ 20
11.2 Ersatzteilliste Super Finish 23i _________________ 22
11.3 Ersatzteilliste Wagen _________________________ 24
11.4 Ersatzteilliste Oberbehälter ___________________ 24
Servicenetz in Deutschland _________________________ 25 Prüfung des Gerätes _______________________________ 26 Wichtiger Hinweis zur Produkthaftung ________________ 26 Entsorgungshinweis _______________________________ 26 Garantieerklärung ________________________________ 26 CE - Konformitätserklärung ________________________ 105 Europa-Servicenetz ______________________________ 108
INHALTSVERZEICHNIS
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1.8 VERMEIDEN VON BERUFSKRANKHEITEN
Zum Schutz der Haut sind Schutzkleidung, Handschuhe und eventuell Hautschutzcreme erforderlich. Vorschriften der Hersteller zu den Beschichtungsstoen, Löse­und Reinigungsmitteln bei Aufbereitung, Verarbeitung und Gerätereinigung beachten.
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1 SICHERHEITSVORSCHRIFTEN FÜR
DAS AIRLESSSPRITZEN
Alle gültigen lokalen Sicherheitsanforderungen sind zu be­achten. Die sicherheitstechnischen Anforderungen für das Airless-Spritzen sind unter anderem geregelt in: a) Europäische Norm „Spritz- und Sprühgeräte für Beschich-
tungsstoe – Sicherheitsvorschriften“ (EN 1953).
b) Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Ge-
sundheit bei der Arbeit „Betreiben von Arbeitsmitteln“ DGUV Regel 100-500.
Zum sicheren Umgang mit Airless Hochdruck-Spritzgeräten sind folgende Sicherheitsvorschriften zu beachten.
1.1 FLAMMPUNKT
Nur Beschichtungsstoe mit einem Flamm­punkt größer oder gleich 21 °C verspritzen.
Der Flammpunkt ist die niedrigste Tempera­tur, bei der sich aus dem Beschichtungssto Dämpfe entwickeln. Diese Dämpfe reichen aus, um mit der über dem Beschichtungssto stehenden Luft ein entammbares Gemisch zu bilden.
1.2 EXPLOSIONSSCHUTZ
Gerät nicht benutzen in Betriebsstätten, wel­che unter die Explosionsschutzverordnung fallen. Das Gerät ist nicht explosionsgeschützt ausgeführt. Betreiben Sie das Gerät nicht in explosions­gefährdeten Bereichen (Zone 0,1 und 2, sie­he hierzu auch DGUV Information 209-046). Explosionsgefährdete Bereiche sind z.B. der Lagerort von Lacken und die unmittelbare Umgebung des Spritzobjektes. Stellen Sie das Gerät mindestens 3 m vom Spritzobjekt ent­fernt auf.
1.3 EXPLOSIONS UND BRANDGEFAHR BEIM
SPRITZEN DURCH ZÜNDQUELLEN
Es dürfen keine Zündquellen in der Umge­bung vorhanden sein, wie z.B. oenes Feuer, Rauchen von Zigaretten, Zigarren und Ta­bakpfeifen, Funken, glühende Drähte, heiße Oberächen usw.
1.4 VERLETZUNGSGEFAHR DURCH DEN
SPRITZSTRAHL
Achtung Verletzungsgefahr durch Injektion! Nie die Spritzpistole auf sich, Personen und Tiere richten. Nie die Spritzpistole ohne Spritzstrahl-Berüh­rungsschutz benutzen. Spritzstrahl darf mit keinem Körperteil in Be­rührung kommen. Bei Airless-Spritzpistolen auftretende hohe Spritzdrücke können sehr gefährliche Ver­letzungen verursachen. Bei Kontakt mit dem Spritzstrahl kann Beschichtungssto in die Haut injiziert werden. Behandeln Sie eine Spritzverletzung nicht als harmlose Schnitt­verletzung. Bei einer Hautverletzung durch Beschichtungssto oder Lösemittel sofort einen Arzt aufsuchen zur schnellen, fachkun­digen Behandlung. Informieren Sie den Arzt über den verwendeten Beschichtungssto oder das Lösemittel.
1.5 SPRITZPISTOLE SICHERN GEGEN
UNBEABSICHTIGTE BETÄTIGUNG
Spritzpistole bei Montage oder Demontage der Düse und bei Arbeitsunterbrechung immer sichern.
1.6 RÜCKSTOSS DER SPRITZPISTOLE
Bei hohem Betriebsdruck bewirkt das Zie­hen des Abzugsbügels eine Rückstoßkraft bis 15 N. Sollten Sie nicht darauf vorbereitet sein, kann die Hand zurückgestoßen oder das Gleichge­wicht verloren werden. Dies kann zu Verlet­zungen führen.
1.7 ATEMSCHUTZ ZUM SCHUTZ VOR
LÖSEMITTELDÄMPFEN
Bei Spritzarbeiten Atemschutz tragen. Dem Benutzer ist eine Atemschutzmaske zur Verfügung zu stellen (Berufs-Genossen­schaftliche Regeln „Regeln für den Einsatz von Atemschutzge­räten“ DGUV Regel 112-190).
SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
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Super Finish 23i
1.9 MAX. BETRIEBSDRUCK
Der zulässige Betriebsdruck für die Spritzpistole, Spritzpi­stolenzubehör, Gerätezubehör und Hochdruckschlauch darf nicht unter dem am Gerät angegebenen maximalen Betriebs­druck von 25 MPa (250 bar) liegen.
1.10 HOCHDRUCKSCHLAUCH
Achtung Verletzungsgefahr durch Injektion! Durch Verschleiß, Knicken und nicht zweck­entsprechende Verwendung können sich Leckstellen im Hochdruckschlauch bilden. Durch eine Leckstelle kann Flüssigkeit in die Haut injiziert werden.
Hochdruckschlauch vor jeder Benutzung gründlich über-
prüfen.
Beschädigten Hochdruckschlauch sofort ersetzen. Niemals defekten Hochdruckschlauch selbst reparieren! Scharfes Biegen oder Knicken vermeiden, kleinster Bie-
geradius etwa 20 cm.
Hochdruckschlauch nicht überfahren, sowie vor scharfen
Gegenständen und Kanten schützen.
Niemals am Hochdruckschlauch ziehen, um das Gerät zu
bewegen.
Hochdruckschlauch nicht verdrehen. Hochdruckschlauch nicht in Lösemittel einlegen. Außen-
seite nur mit einem getränkten Tuch abwischen.
Hochdruckschlauch so verlegen, dass keine Stolpergefahr
besteht.
Aus Gründen der Funktion, Sicherheit und Lebensdauer nur WAGNER Original-Hoch­druckschläuche verwenden.
1.11 ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG FUNKEN
ODER FLAMMENBILDUNG
Bedingt durch die Strömungsgeschwindig­keit des Beschichtungsstos beim Spritzen kann es unter Umständen am Gerät zu elek­trostatischen Auadungen kommen. Diese können bei Entladung Funken- oder Flammenbildung nach sich ziehen. Deshalb ist es notwendig, dass das Gerät immer über die elektrische Installation geerdet ist. Der Anschluss muss über eine vorschriftsmäßig geerdete Schutzkontakt-Steckdose erfolgen.
Eine elektrostatische Auadung von Spritzpistole und Hoch­druckschlauch wird über den Hochdruckschlauch abgeleitet. Deshalb muss der elektrische Widerstand zwischen den An­schlüssen des Hochdruckschlauchs gleich oder kleiner ein Megaohm betragen.
1.12 GERÄT IM EINSATZ AUF BAUSTELLEN UND
WERKSTÄTTEN
Anschluss an das Stromnetz darf nur über einen besonderen Speisepunkt mit einer Fehlerstromschutzeinrichtung mit INF ≤ 30 mA erfolgen.
1.13 LÜFTUNG BEI SPRITZARBEITEN IN RÄUMEN
Es ist eine ausreichende Lüftung zur Abführung der Lösemit­teldämpfe zu gewährleisten.
1.14 ABSAUGEINRICHTUNGEN
Diese sind entsprechend lokaler Vorschriften vom Geräte-Be­nutzer zu erstellen.
1.15 ERDUNG DES SPRITZOBJEKTS
Das zu beschichtende Spritzobjekt muss geerdet sein (Gebäudewände sind in der Regel auf natürliche Weise geer­det).
1.16 GERÄTEREINIGUNG MIT LÖSEMITTEL
Bei Gerätereinigung mit Lösemittel darf nicht in einen Behälter mit kleiner Önung (Spundloch) gespritzt oder gepumpt werden. Gefahr durch Bildung eines explosionsfä­higen Gas/Luftgemisches. Der Behälter muss geerdet sein.
1.17 GERÄTEREINIGUNG
Kurzschlussgefahr durch eindringendes Was­ser! Gerät niemals mit Hochdruck- oder Dampf­hochdruckreiniger abspritzen.
1.18 ARBEITEN ODER REPARATUREN AN DER
ELEKTRISCHEN AUSRÜSTUNG
Diese nur von einer Elektrofachkraft durchführen lassen. Für unsachgemäße Installation wird keine Haftung übernom­men.
1.19 ARBEITEN AN ELEKTRISCHEN BAUTEILEN
Bei allen Arbeiten den Netzstecker aus der Steckdose ziehen.
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SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
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Super Finish 23i
1.20 AUFSTELLUNG IN UNEBENEM GELÄNDE
Die Vorderseite muss nach unten zeigen, um ein Wegrutschen zu vermeiden.
2 ANWENDUNGSÜBERSICHT
2.1 EINSATZGEBIETE
Super Finish 23i ist ein elektrisch betriebenes Gerät zur luft­losen (Airless) Zerstäubung verschiedener Beschichtungs­stoe. Außerdem ist die Super Finish 23i für die Verarbeitung von Injektionsschäumen und Injektionsharzen geeignet. Die Super Finish 23i kann sowohl in Werkstätten, als auch auf Baustellen eingesetzt werden. Die Geräteleistung der Super Finish 23i ist so konzipiert, dass die Verarbeitung von Dispersionen im Innenbereich für kleine bis mittlere Objekte möglich ist. Im Lackierbereich eignen sich das Gerät für alle üblichen Ar­beiten wie z.B.: Türen, Türzargen, Geländer, Möbel, Holzverkleidungen, Zäu­ne, Heizkörper und Stahlteile. Für Lackierarbeiten empehlt sich die Verwendung eines Oberbehälters.
2.2 BESCHICHTUNGSSTOFF
Verarbeitbare Beschichtungsstoe
Wasserverdünnbare und lösemittelhaltige Lacke und Lackfar­ben, Zweikomponenten Beschichtungsstoe, Dispersionen, Latexfarben. Injektionsschäume (Ein- und Zwei-Komponenten) Injektionsharze (Ein- und Zwei-Komponenten)
Die Verarbeitung anderer Materialien sollte nur nach Rückfrage bei der Firma Wagner erfolgen, da die Haltbarkeit und auch die Si­cherheit des Gerätes dadurch beeinträchtigt werden können.
Achten Sie auf Airless - Qualität bei den zu verarbeitenden Beschichtungsstoen.
Das Gerät ist in der Lage Beschichtungsstoe mit einer Vis­kosität bis zu 20.000 mPas zu verarbeiten. Lässt die Spritzlei­stung bei hochviskosen Beschichtungsstoen zu stark nach, so ist nach Herstellerangabe zu verdünnen.
Beschichtungssto vor Arbeitsbeginn gut umrühren.
Achtung! Beim Aufrühren der Beschichtungs­stoe, insbesondere mit motorgetriebenen Rührwerken, darauf achten, dass keine Luft­blasen eingerührt werden. Luftblasen stören beim Spritzen, können so­gar zur Betriebsunterbrechung führen.
2.2.1 BESCHICHTUNGSSTOFFE MIT
SCHARFKANTIGEN ZUSATZSTOFFEN
Diese Partikel üben auf Ventile und Düse, aber auch auf die Spritzpistole eine stark verschleißende Wirkung aus. Die Le­bensdauer dieser Verschleißteile wird dadurch erheblich be­einträchtigt.
Auf schrägen Untergründen ist das Gerät nicht zu betreiben, da es durch Vibrationen zum Wandern neigt.
2.2.2 FILTERUNG BEI SPRITZARBEITEN
Für einen störungsfreien Betrieb ist eine ausreichende Filte­rung erforderlich. Dazu ist das Gerät mit einem Ansauglter, und einem Einstecklter in der Spritzpistole aufgestattet. Eine regelmäßige Kontrolle dieser Filter auf Beschädigung oder Verschmutzung ist dringend zu empfehlen.
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ANWENDUNGSÜBERSICHT
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GERÄTEBESCHREIBUNG
3 GERÄTEBESCHREIBUNG
3.1 FUNKTION DES GERÄTES
Zum besseren Verständnis der Funktion kurz der technischen Aufbau: Super Finish 23i ist ein elektrisch betriebenes Hochdruckge­rät. Der Elektromotor (1) treibt über ein Planetengetriebe (2) die Hydraulikpumpe an. Ein Kolben (3) wird auf und ab be­wegt und so Hydrauliköl unter die Membran (4) gefördert, die sich daraufhin bewegt. Im Detail: Durch die Abwärtsbewegung der Membran önet das Teller-Einlassventil (5) selbsttätig und Beschichtungssto wird angesaugt. Bei der Aufwärtsbewegung der Membran wird der Beschichtungssto verdrängt und das Kugel-Auslass­ventil önet dabei, während das Einlassventil geschlossen ist. Der Beschichtungssto strömt unter hohem Druck durch den Hochdruckschlauch zur Pistole. Das Druckregelventil begrenzt den eingestellten Druck im Hy­draulikölkreis und somit auch den Druck des Beschichtungs­stoes. Eine Druckveränderung bei Verwendung der gleichen Düse führt auch zur Veränderung der zerstäubten Farbmenge.
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3.2 ERKLÄRUNGSBILDER
1 Schlauchpeitsche für Injektionsarbeiten (a)* Düsenhalter mit Düse für Spritzarbeiten (b)* 2 Pistole* 3 Hochdruckschlauch 4 Anschluss für Hochdruckschlauch 5 Materialkugelhahn:*
Oen: Material wird gefördert
Geschlossen: Material wird nicht gefördert
6 Druckregelventil 7 EIN/AUS Schalter: 8 Kontrollleuchte (grün zeigt vorhandene Netzspannung
an)
9 Entlastungshahn zur Regelung des Materialusses:
Oen (Entlastungshahn zeigt nach unten): Das Material wird in den Oberbehälter gefördert
Geschlossen (Entlastungshahn in 90°- Po­sition): Das Material wird zur Pistole bzw. zum Materialkugelhahn gefördert.
10 Rücklaufschlauch 11 Oberbehälter 12 Einlassventildrücker 13 Auslassventil 14 Ölmessstab 15 Manometer
* Zubehör
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3.3 TECHNISCHE DATEN
Spannung : 230 Volt ~, 50 Hz
Absicherung : 16 A träge
Geräteanschlussleitung : 6 m lang, 3x1,5 mm²
Max. Stromaufnahme: 7,4 A
Schutzart: IP 54
Aufnahmeleistung Gerät: 1,3 kW
Max. Betriebsdruck : 25 MPa (250 bar)
Max. Volumenstrom : 2,6 l/min
Volumenstrom bei 12 MPa (120 bar) mit Wasser : 2,3 l/min
Max. zul. Temperatur des Beschichtungsstos : 43 °C
Max. Viskosität : 20.000 mPas Leergewicht
Ausführung mit Wagen: Ausführung auf Gestell:
29 kg 24 kg
Hydrauliköl-Füllmenge : Hydraulikgehäuse Getriebe
1,15 Liter 0,05 Liter
Max. Vibration an der Spritzpistole : kleiner 2,5 m/s²
Max. Schalldruckpegel : 74 dB (A)*
*Messort: Abstand 1m seitlich vom Gerät und 1,60m über dem Boden, 12 MPa (120bar) Betriebsdruck, schallharter Boden
4 INBETRIEBNAHME
4.1 PISTOLE
1. Entweder die Schlauchpeitsche (1, bei Injektionsarbeiten)
oder den Düsenhalter mit Düse (2, bei Spritzarbeiten) an der Pistole festschrauben.
Entfernen Sie vor Injektionsarbeiten den in der Pistole vormontierten Filter wie unten beschrieben, damit dieser nicht verstopft.
2. Schutzbügel (3) kräftig nach vorne ziehen.
3. Gri (4) aus dem Pistolengehäuse schrauben. Einsteckl-
ter (5) herausziehen.
4. Gri (4) in das Pistolengehäuse einschrauben und anzie-
hen.
5. Schutzbügel (3) einrasten.
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4.2 HOCHDRUCKSCHLAUCH UND MANOMETER
Um überprüfen zu können, ob der Schlauch unter Druck steht, muss das beiliegende Ma­nometer am Hochdruckschlauch befestigt werden.
1. Manometer (11) am Schlauchanschluss (A) oder an der Pi­stole (B) festschrauben.
4.3 OBERBEHÄLTER
1. Auf saubere Dichtächen an den Anschlüssen achten. Darauf achten, dass der rote Einlauf (1) in den Beschich­tungssto-Eingang (4) eingesetzt ist.
2. Überwurfmutter (5) am Rücklaufschlauch (6) auf den An­schluss (7) schrauben .
3. Oberbehälter (8) auf Beschichtungssto-Eingang (4) schrauben und handfest anziehen.
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2. Hochdruckschlauch (9) am Schlauchanschluss bzw. Ma­nometer anschrauben.
3. Pistole (10) oder Materialkugelhahn am Hochdruck­schlauch anschrauben.
4. Alle Überwurfmuttern am Hochdruckschlauch fest anzie­hen, damit kein Material austritt.
Beim Abschrauben des Hochdruckschlau­ches am Schlauchanschluss mit Schlüssel 22mm gegenhalten.
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4.4 ANSCHLUSS AN DAS STROMNETZ
Der Anschluss muss immer über eine vor­schriftsmäßig geerdete Schutzkontaktsteck­dose mit Fehlerstrom-Absicherung (FI-Siche­rung) erfolgen.
Vor Anschluss an das Stromnetz darauf achten, dass die Netz­spannung übereinstimmt mit der Angabe auf dem Leistungs­schild am Gerät.
4.5 BEI ERSTINBETRIEBNAHME
REINIGUNG VON KONSERVIERUNGSMITTEL
1. Entlastungshahn (5) önen.
2. Geeignetes Reinigungsmittel in den Oberbehälter einfül­len.
3. Ein/Aus Schalter (Pos. 1) auf ON (EIN) stellen, das Gerät läuft an.
4. Druckregulierknopf (2) bis zum Anschlag nach rechts dre­hen.
5. Abwarten bis am Rücklaufschlauch Reinigungsmittel aus­tritt.
6. Druckregulierknopf (2) ca. eine Umdrehung zurückdre­hen.
7. Entlastungshahn (5) schließen.
Druck wird im Hochdruckschlauch aufgebaut (sichtbar
am Manometer (3)).
8. Pistole in einen oenen Sammelbehälter richten und Ab­zugsbügel der Pistole ziehen.
9. Durch Drehen des Druckregulierknopfes (2) nach rechts, wird der Druck erhöht. Stellen Sie ca. 10 MPa (100 bar) am Manometer ein.
10. Reinigungsmittel aus dem Gerät für ca. 1-2 min (~5 Liter) in den oenen Sammelbehälter pumpen.
4.7 GERÄT MIT BESCHICHTUNGSSTOFF IN BETRIEB
NEHMEN
1. Entlastungshahn (5) önen.
2. Beschichtungssto in den Oberbehälter einfüllen.
3. Einlassventildrücker (4) mehrmals drücken, um ein even­tuell verklebtes Einlassventil zu lösen.
4. Ein/Aus Schalter (Pos. 1) auf ON (EIN) stellen, das Gerät läuft an.
5. Druckregulierknopf (2) bis zum Anschlag nach rechts dre­hen.
Wenn das Geräusch der Ventile sich verändert, so ist das
Gerät entlüftet und saugt Beschichtungssto an.
6. Tritt Beschichtungssto aus dem Rücklaufschlauch aus, Druckregulierknopf (2) ca. eine Umdrehung zurückdre­hen.
7. Entlastungshahn (5) schließen.
Druck wird im Hochdruckschlauch aufgebaut (sichtbar
am Manometer (3)).
8. Pistole in einen oenen Sammelbehälter halten und ab­zugsbügel ziehen, um restliches Reinigungsmittel aus dem Gerät zu entfernen. Wenn Material austritt Abzugs­bügel loslassen.
9. Den Druck durch Drehen des Druckregulierknopfes (2) einstellen.
10. Das Gerät ist einsatzbereit.
4.6 GERÄT HYDRAULIKSYSTEM ENTLÜFTEN,
WENN DAS GERÄUSCH DES EINLASSVENTILS NICHT ZU HÖREN IST
1. Ein/Aus Schalter (Pos. 1) auf ON (EIN) stellen.
2. Druckregulierknopf (2) drei Umdrehungen nach links
drehen.
3. Das Hydrauliksystem entlüftet sich. Gerät zwei bis drei Mi­nuten eingeschaltet lassen.
4. Druckregulierknopf (2) bis zum Anschlag nach rechts dre­hen.
5. Ventildrücker (4) kurz betätigen.
Geräusch des Einlassventils ist hörbar
6. Wenn nicht, Punkt 2 bis 4 wiederholen.
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SPRITZTECHNIK / HANDHABUNG DES HOCHDRUCKSCHLAUCHS / ARBEITSUNTERBRECHNUNG
6 HANDHABUNG DES
HOCHDRUCKSCHLAUCHES
Das Gerät ist mit einem speziell für Membranpumpen geeig­neten Hochdruckschlauch ausgerüstet.
Verletzungsgefahr durch undichten Hoch­druckschlauch. Beschädigten Hochdruck­schlauch sofort ersetzen. Niemals defekten Hochdruckschlauch selbst reparieren!
Der Hochdruckschlauch ist sorgsam zu behandeln. Scharfes Biegen oder Knicken vermeiden, kleinster Biegeradius etwa 20 cm. Hochdruckschlauch nicht überfahren, sowie vor scharfen Gegenständen und Kanten schützen. Niemals am Hochdruckschlauch ziehen, um das Gerät zu be­wegen. Darauf achten, dass der Hochdruckschlauch sich nicht ver­dreht. Durch Verwendung einer Wagner Pistole mit Drehge­lenk und einer Schlauchtrommel kann dies verhindert wer­den.
7 ARBEITSUNTERBRECHUNG
Beim Einsatz von schnelltrocknenden oder Zweikomponenten-Beschichtungsstoen, Gerät unbedingt innerhalb der Verarbei­tungszeit mit geeignetem Reinigungsmittel durchspülen, da das Gerät ansonsten nur mit erheblichen Aufwand gereinigt werden kann. Befolgen Sie hierfür die Anweisungen im Kapitel 8.
1. Entlastungshahn önen, danach Ein/Aus Schalter auf
OFF (AUS) stellen.
2. Abzugsbügel der Pistole ziehen bzw. Materialkugelhahn önen, um den Hochdruckschlauch vom Druck zu entla­sten.
Bei Spritzarbeiten
3. Spritzpistole sichern, siehe Betriebsanleitung der Spritzpi­stole.
4. Düse aus dem Düsenhalter nehmen und in einem kleinen Gefäß mit geeignetem Reinigungsmittel lagern.
5 TRANSPORT
Hochdruckschlauch aufrollen und über die Deichsel legen. Gerät schieben oder ziehen. Klemmhülsen (1) an der Deichsel lösen ( auf). Deichsel auf Länge nach Wunsch herausziehen. Klemmhülsen wieder von Hand anziehen ( zu).
Transport im Fahrzeug
Gerät im Fahrzeug mit geeignetem Befestigungsmittel si­chern. Das Gerät kann bei Bedarf auf die Seite gelegt werden. Hier bitte darauf achten, dass keine Anbauteile beschädigt werden können. Achtung: Materialreste können aus den Anschluss­verschraubungen austreten!
Für die Handhabung des Hochdruckschlau­ches bei der Arbeit am Gerüst hat sich als am Vorteilhaftesten erwiesen, den Schlauch stets an der Außenseite des Gerüstes zu führen.
Bei alten Hochdruckschläuchen steigt das Risiko von Beschädigungen. Wagner empehlt den Hochdruckschlauch nach 6 Jahren auszutauschen.
Aus Gründen der Funktion, Sicherheit und Lebensdauer nur WAGNER Original-Hoch­druckschläuche verwenden.
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Bei wasserverdünnbaren Beschichtungs­stoen verbessert warmes Wasser die Reini­gung.
Bei Spritzarbeiten Spritzpistole sichern (siehe Betriebsanleitung der Spritzpistole). Düse und Düsenhalter demontieren und reinigen.
1. Entlastungshahn önen.
2. Ein/Aus Schalter auf ON (EIN) stellen.
3. Druckregelventil zurückdrehen um einen minimalen Druck einzustellen.
4. Entlastungshahn schließen.
5. Pistole oder Materialkugelhahn/Schlauchpeitsche in ei­nen oenen Eimer halten. Abzugsbügel an der Pistole ziehen bzw. Materialkugelhahn önen, um das restliche Material aus Oberbehälter und Hochdruckschlauch he­raus zu pumpen (eventuell Druck am Druckregelventil langsam erhöhen um eine höhere Materialförderung zu erhalten).
Bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoen muss der Behälter geerdet werden.
Vorsicht! Nicht in Behälter mit kleiner Ö­nung (Spundloch) pumpen! Siehe Sicherheitsvorschriften.
6. Abzugsbügel der Pistole loslassen bzw. Materialkugel­hahn schließen.
7. In den Oberbehälter geeignetes Reinigungsmittel einfül­len.
8. Entlastungshahn önen.
9. Oberbehälter und Filter mit einem Pinsel reinigen.
10. Geeignetes Reinigungsmittel einige Minuten im Kreislauf pumpen.
11. Entlastungshahn schließen.
12. Pistole oder Materialkugelhahn/Schlauchpeitsche in ei­nen oenen Eimer halten. Abzugsbügel an der Pistole zie­hen bzw. Materialkugelhahn önen, um das Reinigungs­mittel aus dem Oberbehälter zu pumpen. Dabei den Ab­zugsbügel der Pistole mehrmals drücken und loslassen bzw. den Materialkugelhahn önen und schließen.
8 GERÄTEREINIGUNG
Sauberkeit ist die sicherste Gewährleistung für einen stö­rungsfreien Betrieb. Nach Beendigung der Arbeit Gerät rei­nigen. Auf keinen Fall dürfen Materialreste im Gerät antrock­nen und sich festsetzen. Das zur Reinigung verwendete Rei­nigungsmittel (nur mit einem Flammpunkt über 21 °C) muss dem Beschichtungssto entsprechen.
13. Neues Reinigungsmittel in den Oberbehälter einfüllen und den oben beschriebenen Vorgang 1 bis 2 mal wieder­holen.
14. Gerät ausschalten.
15. Entlastungshahn önen.
8.1 GERÄTEREINIGUNG VON AUSSEN
Zuerst Netzstecker aus der Steckdose ziehen. Kurzschlussgefahr durch eindringendes Was­ser! Gerät niemals mit Hochdruck- oder Dampf­hochdruckreiniger abspritzen.
Hochdruckschlauch nicht in Lösemittel ein­legen. Außenseite nur mit einem getränkten Tuch abwischen.
Gerät außen mit einem in geeigneten Reinigungsmittel ge­tränktem Tuch abwischen.
8.2 ANSAUGFILTER
Saubere Filter gewährleisten stets maximale Fördermenge, konstanten Druck und ein­wandfreies Funktionieren des Gerätes.
1. Mit Schraubendreher Schrauben (2) lösen
2. Filterscheibe (1) mit einem Schraubendreher anheben und herausnehmen
3. Filterscheibe reinigen oder austauschen
Reinigung mit einem harten Pinsel und entsprechendem
Reinigungsmittel durchführen.
1
2
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GERÄTEREINIGUNG
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Super Finish 23i
8.3 REINIGUNG DER AIRLESSSPRITZPISTOLE
1. Airless-Spritzpistole bei niedrigem Betriebsdruck mit ge­eignetem Reinigungsmittel durchspülen.
2. Spritzpistole sichern, siehe Betriebsanleitung der Spritz­pistole.
Düse und Düsenhalter demontieren und reinigen
3. Düse gründlich mit geeignetem Reinigungsmittel reini­gen, so dass keine Beschichtungsstoreste zurückblei­ben.
4. Airless-Sprizpistole außen gründlich reinigen.
Demontage
1. Schutzbügel (1) kräftig nach vorne ziehen.
2. Gri (2) aus dem Pistolengehäuse schrauben. Einsteckl­ter (3) herausziehen.
3. Verstopften oder defekten Einstecklter ersetzen.
Montage
1. Einstecklter (3) mit dem längeren Konus in das Pistolen­gehäuse stecken.
2. Gri (2) in das Pistolengehäuse einschrauben und anzie­hen.
3. Schutzbügel (1) einrasten.
9 WARTUNG
9.1 ALLGEMEINE WARTUNG
Aus Sicherheitsgründen ist eine jährliche In­spektion durch Fachleute dringend empfoh­len. Beachten Sie hierzu auch alle gültigen nationalen Vorschriften. In Deutschland ist diese Überprüfung (inkl. Nachweis) von der Berufsgenossenschaft zwingend vorgeschrie­ben.
Die Wartung des Gerätes können Sie vom Wagner-Service durchführen lassen. Mit Ser­vicevertrag und/oder Wartungspaketen kön­nen Sie günstige Konditionen vereinbaren.
Mindestprüfungen vor jeder Inbetriebnahme
1. Hochdruckschlauch, Pistole mit Drehgelenk und Gerä­teanschlussleitung mit Stecker auf Beschädigung prüfen.
2. Ablesbarkeit des Manometers prüfen.
Bei der häugen Verarbeitung von 2K Mate­rialien, ist die Verwendung einer Druckmess­einheit (Art. Nr. 2353 487) empfehlenswert.
Prüfungen in regelmäßigen Abständen
1. Einlass- und Auslassventil auf Verschleiß prüfen, reinigen und Verschleißteile auswechseln.
2. Filtereinsätze (Spritzpistole, Oberbehälter) reinigen gege­benenfalls ersetzen.
9.2 HOCHDRUCKSCHLAUCH
Hochdruckschlauch optisch auf eventuell vorhandene Ein­schnitte oder Ausbeulungen, insbesondere am Übergang in die Armatur, prüfen. Überwurfmuttern müssen sich frei dre­hen lassen. Die Leitfähigkeit von kleiner 1 Mega Ohm muss über der gesamten Länge vorhanden sein.
Alle elektrischen Prüfungen vom Wagner­Service durchführen lassen.
Bei alten Hochdruckschläuchen steigt das Risiko von Beschädigungen. Wagner empehlt den Hochdruckschlauch nach 6 Jahren auszutauschen.
Einstecklter in der Airless-Spritzpistole
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3
2
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GERÄTEREINIGUNG / WARTUNG
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Super Finish 23i
REPARATUREN AM GERÄT
10 REPARATUREN AM GERÄT
Gerät ausschalten. Vor allen Reparaturen – Netzstecker aus der Steckdose ziehen.
10.1 EINLASSVENTILDRÜCKER
1. Einlassventildrücker mit Schlüssel (17mm) herausschrau­ben.
2. Abstreifer (1) und O-Ring (2) austauschen.
10.2 EINLASSVENTIL
1. Beiliegenden Schlüssel (30mm) am Drückergehäuse (1) ansetzen.
2. Mit leichten Hammerschlägen auf das Schlüsselende das Drückergehäuse (1) lösen.
3. Drückergehäuse mit Einlassventil (2) aus der Farbstufe he­rausschrauben.
4. Spange (3) mit beiliegendem Schraubendreher abziehen.
5. Beiliegenden Schlüssel (30mm) am Einlassventil (2) anset­zen. Unter Drehen Einlassventil vorsichtig herausziehen.
6. Ventilsitz (4) mit Reinigungsmittel und Pinsel reinigen (da­rauf achten, dass keine Pinselhaare zurückbleiben).
7. Dichtungen (5, 6) reinigen und auf Beschädigungen prü­fen, eventuell austauschen.
8. Alle Ventilteile auf Beschädigung kontrollieren. Bei sicht­barem Verschleiß Einlassventil austauschen.
Montage
1. Einlassventil (2) in das Drückergehäuse (1) einsetzen und mit Spange (3) sichern. Darauf achten, dass (schwarze) Dichtung (5) im Drückergehäuse montiert ist.
2. Einheit aus Drückergehäuse und Einlassventil in die Farb­stufe einschrauben. Die gleiche (schwarze) Dichtung (6) muss in der Farbstufe montiert sein.
3. Drückergehäuse mit Schlüssel (30mm) anziehen und mit drei leichten Hammerschlägen auf das Schlüsselende festziehen (entspricht ca. 90 Nm Anzugsmoment).
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Super Finish 23i
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REPARATUREN AM GERÄT
10.3 AUSLASSVENTIL
1. Auslassventil mit Schlüssel (22mm) aus der Farbstufe he­rausschrauben.
2. Vorsichtig Spange (1) mit beiliegendem Schraubendreher abziehen, Druckfeder (2) drückt Kugel (4) und Ventilsitz (5) heraus.
3. Einzelteile reinigen oder austauschen.
4. O-Ring (7) auf Beschädigung prüfen.
5. Auf Einbaulage achten bei Montage von Federstützring (3) (wird in Druckfeder (2) eingeklipst), Auslass-Ventilsitz (5) und Dichtring (6), -> siehe Abbildung
10.4 DRUCKREGELVENTIL
Druckregelventil (1) nur vom Kundendienst austauschen lassen. Der max. Betriebsdruck ist vom Kunden­dienst neu einzustellen.
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6
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Super Finish 23i
REPARATUREN AM GERÄT
10.5 GERÄTEANSCHLUSSLEITUNG AUSTAUSCHEN
Nur von einer Elektrofachkraft durchführen lassen. Für unsachgemäße Installation wird keine Haftung übernommen. Gerät ausschalten. Vor allen Reparaturen – Netzstecker aus der Steckdose ziehen.
1. Abdeckung (1) durch lösen der Schrauben entfernen.
2. Kabelverschraubung (2) lösen.
3. Litzen (3) lösen.
4. Geräteanschlussleitung austauschen. (Nur eine zugelassene Netzleitung der Bezeichnung H07-
RNF mit spritzwasserdichtem Stecker darf verwendet wer­den)
5. Grün/gelbe Litze an Anschluss PE montieren
6. Abdeckung wieder sorgfältig montieren (Achtung! kein Kabel einklemmen!).
10.6 TYPISCHE VERSCHLEISSTEILE
Einlassventil (Ersatzteil Bestell-Nr: 0344700)
Austausch siehe Punkt 10.2 (Ausfall bemerkbar durch Leistungsverlust und/oder schlech­tes bzw. kein Ansaugen - eine gründliche Reinigung kann auch schon zu einer Verbesserung führen) Auslassventil (Ersatzteil Bestell-Nr: 0341246) Austausch siehe Punkt 10.3 (Ausfall bemerkbar durch Leistungsverlust und/oder schlech­tes Ansaugen) Das Auslassventil hält erfahrungsgemäß deut­lich länger als das Einlassventil. Eventuell ist hier eine gründ­liche Reinigung hilfreich.
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3
1
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Super Finish 23i
10.7 SCHALTPLAN
Netzstecker
230V / 50Hz
Klemmleiste
blau
braun
grün
hellblau
Motor
mit Temperaturschalter
M
1~
Z2
U2
Betriebskondensator
C = 25µF
400V
schwarz
schwarz
155°C
N
L
blau
Z1
U1
rot
gelb
blau
schwarz
N
Motorschalter 8A
b
U<
P1
P2
6
3
Glimmlampe
hellblau
blau
schwarz
gelb
340380
254518
254519
b
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REPARATUREN AM GERÄT
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Super Finish 23i
10.8 HILFE BEI STÖRUNGEN
ART DER STÖRUNG WAS NOCH? MÖGLICHE URSACHE MASSNAHMEN ZUR BEHEBUNG DER STÖRUNG
Gerät läuft nicht anKontrolleuchte leuchtet nicht Keine Spannung vorhan-
den
Spannungsversorgung prüfen
Kontrolleuchte leuchtet Gerätesicherung hat an-
gesprochen
Motor abkühlen lassen
Gerät saugt nicht anKeine Luftblasen treten am
Rücklaufschlauch aus
Einlassventil verklebt Drücken Sie den Einlassventildrücker mehr-
mals von Hand bis zum Anschlag
Einlass- Auslassventil ver­schmutzt/
Demontieren Sie die Ventile und reinigen Sie sie (-> siehe Pkt.10.2/10.3) / verschlissenen Teile ersetzen
Fremdkörper (z.B. Faden) eingesogen / verschlissen
Druckregelventil ganz zu­rückgedreht
Drehen Sie das Druckregelventil bis zum An­schlag nach rechts.
Luftblasen treten aus dem Rücklaufschlauch aus
Gerät saugt Nebenluft Kontrollieren Sie:
Einlassventildrücker undicht? -> Abstreifer und O-Ring tauschen (-> siehe Pkt.10.1) Roter Einlauf im Beschichtungsstoeingang fehlt(-> siehe Pkt.4.3)
Gerät erzeugt keinen Druck
Gerät hat angesaugt Luft im Ölkreislauf Ölkreislauf im Gerät entlüften, dazu Druck-
regelventil ganz nach links drehen (bis zum Überdrehen) und ca. 2-3 min laufen lassen, danach Druckregelventil nach rechts drehen und Druck einstellen (Vorgang evtl. mehr­mals wiederholen).
Zu wenig Öl Ölstand kontrollieren
Druck bricht während der Arbeit zusammen ( auf dem Manometer erkennbar)
Ansauglter verstopft Kontrollieren Sie den Ansauglter: evtl. reini-
gen, ersetzen oder entfernen
Farbe in diesem Zustand nicht verarbeitbar, die Farbe verklebt durch ihre Eigenschaften die Ventile (Einlassventil) und die För­derleistung ist zu gering
Farbe verdünnen
Gerät ist auf Druck gekom­men, jedoch beim Spritzen bricht der Spritzstrahl zusam­men, Manometer zeigt den­noch hohen Druck an
verstopfte Filter lassen zu wenig Farbe durch
Pistolenlter kontrollieren / reinigen
Düse verstopft Düse reinigen
Gerät erzeugt nicht den max. möglichen Druck. Am Rücklaufschlauch tritt trotz geschlossenem Entlastungs­hahns Material aus
Entlastungshahn defekt Wenden Sie sich an den Wagner Kunden-
dienst.
Es wird kein Ma­terial gefördert (bei Injektionsar­beiten)
Manometer zeigt Druck an Pistolenlter wurde nicht
entfernt und ist verstopft
Pistolenlter entfernen (-> siehe Pkt. 4.1)
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ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
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Super Finish 23i
ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
11 ERSATZEILE UND ZUBEHÖR
11.1 ZUBEHÖR FÜR SUPER FINISH 23i
POS. BENENNUNG BESTELL-NR.
1 Spritzpistole AG-14
(Edelstahlausführung) Spritzpistole AG-08 (Aluminiumausführung)
0502 166
0296 388
2 Schlauchpeitsche 0097 057
3 HD Kugelhahn mit Schiebekupplung 2353 775
4 HD Kugelhahn mit Mundstück 2353 754 5 HD Kugelhahn mit Schlauchpeitsche
und Schiebekupplung
2353 789
6 HD Kugelhahn mit Schlauchpeitsche
und Mundstück
2353 788
POS. BENENNUNG BESTELL-NR.
7 Oberbehälter 5l 2357 506 8 Druckmesseinheit 400 bar 2353 487
HD-Schlauch DN-6; 15 m 9984 574 HD-Schlauch DN-6; 6 m
(für Injektionsarbeiten)
2351 983
Zubehör:
3 4
1
5
6
2
7
8
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Super Finish 23i
ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
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Super Finish 23i
ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
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11.2 ERSATZTEILLISTE SF 23i
POS. BESTELL-NR BENENNUNG
27 0261 352 Geräteanschlussleitung
H07-RNF 3x 1,5mm², 6m lang
28 2337 557 Lüfterhaube
29 9952 685 Kabelverschraubung
30 0340 256 Manometerkombination 31 9991 797 Manometer 32 9970 109 Dichtring 33 9990 571 Schutzabdeckung 34 0341 349 Ölverschlusskappe 35 9971 146 O-Ring 36 2362 313 Ölmessstab
POS. BESTELL-NR BENENNUNG
1 0340 339 Einlauf 2 0252 279 Einlassventildrückergehäuse 3 0341 336 Spange 4 9971 486 O-Ring 5 0341 316 Abstreifer 6 0341 241 Einlassventildrücker (inkl. Pos.4,5) 7 0341 331 Dichtring 8 0344 700 Einlassventil (inkl. Pos.7 (2x)) 9 0252 278 Einlassventil kpl. (Pos. 1,2,3,6,8) 10 9990 865 Staubschutzkappe 11 0344 336 Doppelstutzen NPS 1/4“ 12 2355 213 Blindstopfen 13 2356 818 Typenschild SF 23i 14 0097 410 Dichtung 15 2355 209 Gelenkstück 16 2355 211 Schraube
2355 212
Entlastungshahn kpl. (inkl. Pos. 14-16)
17 0341 347 Dichtring
18 0341 327 Auslassventilsitz 19 9941 501 Kugel 10 20 0341 326 Druckfeder 21 9971 470 O-Ring 20x2 22 0253 405 Federstützring 23 0341 328 Spange
0341 702 Auslassventil Service Set
(Pos. 17-23)
24 0341 246 Auslassventil kpl. (inkl. Pos. 17-23)
25 2358 270 Aufkleber (rechts)
2358 271 Aufkleber (links)
26 9902 225 Linsenschraube 3,5x9,5
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Super Finish 23i
ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
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Ersatzteilbild SF 23i
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29 21 20
19
18 17
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Super Finish 23i
11.3 ERSATZTEILLISTE WAGEN
POS. BESTELL-NR BENENNUNG
1 2355 034 Wagen kpl. (SF 23i)
2 9910 208 Sechskantmutter M8 3 9920 102 Scheibe A 8,4
4 9900 118 Sechskantschraube M8x30
5 2340 954 Zwischenplatte 6 2362484 Dämpfungsstück 7 9920 311 Scheibe A 6,4 8 9900 325 Sechskantschraube M6x16
Ersatzteilbild Wagen SF 23i
POS. BESTELL-NR BENENNUNG
- 2357 506 Oberbehälter 5l, kpl.
1 0340 901 Deckel
2
0037 607
0003 756
Filterscheibe, Maschenweite 0,8 mm Optional: Filterscheibe, Maschenweite 0,4 mm
3 9902 306 Kombi-Blechschraube 3,9x13 (2)
4 0340 904 Oberbehälter
5 2357 505 Rücklaufrohr
11.4 ERSATZTEILLISTE OBERBEHÄLTER
Ersatzteilbild Oberbehälter
3
2
1
4
5
1
6
5
3
2
3
4
7
8
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ERSATZTEILE UND ZUBEHÖR
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Super Finish 23i
SERVICENETZ IN DEUTSCHLAND
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SERVICENETZ IN DEUTSCHLAND
WAGNER KONTAKTNETZ DEUTSCHLAND, IM INTERNET ZU FINDEN UNTER: WWW.WAGNERGROUP.COM/PROFI
Berlin
J. Wagner GmbH Service-Stützpunkt Flottenstraße 28–42 13407 Berlin Tel. 0 30/ 41 10 93 86 Telefax 0 30 / 41 10 93 87
Hannover
J. Wagner GmbH Servicestützpunkt Kornstraße 20 31535 Neustadt T el. 0 50 32-8 00 06 23 Telefax 0 50 32-8 00 06 24
Grünstadt
J. Wagner GmbH Service-Stützpunkt Dieselstraße 1 67269 Grünstadt Tel. 0 63 59/ 87 27 55 0 Telefax 0 63 59/ 80 74 80
München
Jahnke GmbH Hochstraße 7 82024 Taufkirchen Tel. 0 89 /6 14 00 22 Telefax 0 89 / 6 14 04 33 email: info@airless.de www.airless.de
Ratingen
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Nürnberg
Grimmer GmbH Starenweg 28 91126 Schwabach Tel. 0 91 22 / 7 94 73 Telefax 0 91 22 / 7 94 75 0 email: info@grimmer-sc.de www.grimmer-sc.de
Heidersdorf in Sachsen
J. Wagner GmbH Service-Stützpunkt Olbernhauer Straße 11 09526 Heidersdorf Tel. 03 73 61 / 1 57 07 Telefax 03 73 61 / 1 57 08
Markdorf – Zentrale
J. WAGNER GmbH Otto-Lilienthal-Straße 18 88677 Markdorf Postfach 11 20 88669 Markdorf Tel. 0 75 44 / 505-0 Telefax 0 75 44 / 505-1200 www.wagner-group.com
Kundenzentrum
Tel. 0 75 44 / 505-1666 Telefax 0 75 44 / 505-1155 email: kundenzentrum@wagner-group.com
Technischer Service
Tel. 0180 5 59 24 637 (14 Cent/Minute aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunk max. 42 Cent/Min)
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Super Finish 23i
PRÜFUNG DES GERÄTES
Aus Gründen der Sicherheit empfehlen wir das Gerät bei Be­darf, jedoch mindestens alle 12 Monate, durch Sachkundige daraufhin zu prüfen, ob ein sicherer Betrieb weiterhin gewähr­leistet ist. Bei stillgelegten Geräten kann die Prüfung bis zur nächsten Inbetriebnahme hinausgeschoben werden. Zusätzlich sind auch alle (eventuell abweichende) nationalen Prüfungs- und Wartungsvorschriften zu beachten. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Kundendienststellen der Firma Wagner.
WICHTIGER HINWEIS ZUR PRODUKTHAFTUNG
Nach dem seit 01.10.1990 geltenden Produkthaftungsgesetz haftet der Hersteller für sein Produkt bei Produktfehlern un­eingeschränkt nur dann, wenn alle Teile vom Hersteller stam­men oder von diesem freigegeben wurden, die Geräte sach­gemäß montiert und betrieben werden. Bei Verwendung von fremdem Zubehör und Ersatzteilen kann die Haftung ganz oder teilweise entfallen, wenn die Verwendung des fremden Zubehörs oder der fremden Ersatzteile zu einem Produktfeh­ler führt. In extremen Fällen kann von den zuständigen Behör­den (Berufsgenossenschaft und Gewerbeaufsichtsamt) der Gebrauch des gesamten Geräts untersagt werden. Mit original WAGNER Zubehör und Ersatzteilen haben Sie die Gewähr, dass alle Sicherheitsvorschriften erfüllt sind.
ENTSORGUNGSHINWEIS
Gemäß der europäischen Richtlinie 2002/96/EG zur Entsor­gung von Elektro- Altgeräten, und deren Umsetzung in nati­onales Recht, ist dieses Produkt nicht über den Hausmüll zu entsorgen, sondern muss der umweltgerechten Wiederver­wertung zugeführt werden!
Ihr Wagner - Altgerät wird von uns, bzw. unseren Handels­vertretungen zurückgenommen und für Sie umweltgerecht entsorgt. Wenden Sie sich in diesem Fall an einen unserer Service-Stützpunkte, bzw. Handelsvertretungen oder direkt an uns.
GARANTIEERKLÄRUNG
(Stand 01.02.2009)
1. Garantieumfang
Alle Wagner Pro-Farbauftragsgeräte (im folgenden Pro­dukte genannt) werden sorgfältig geprüft, getestet und unterliegen den strengen Kontrollen der Wagner Qualitäts­sicherung. Wagner gibt daher ausschließlich dem gewerbli­chen oder beruichen Verwender, der das Produkt im auto­risierten Fachhandel erworben hat (im folgenden „Kunde“ genannt), eine erweiterte Garantie für die im Internet unter www.wagner-group.com/pro-guarantee aufgeführten Pro­dukte. Die Mängelhaftungsansprüche des Käufers aus dem Kauf­vertrag mit dem Verkäufer sowie gesetzliche Rechte werden durch diese Garantie nicht eingeschränkt. Wir leisten Garantie in der Form, dass nach unserer Entschei­dung das Produkt oder Einzelteile hiervon ausgetauscht oder repariert werden oder das Gerät gegen Erstattung des Kauf­preises zurückgenommen wird. Die Kosten für Material und Arbeitszeit werden von uns getragen. Ersetzte Produkte oder Teile gehen in unser Eigentum über.
2. Garantiezeit und Registrierung
Die Garantiezeit beträgt 36 Monate, bei industriellem Ge­brauch oder gleichzusetzender Beanspruchung wie insbeson­dere Schichtbetrieb oder bei Vermietung 12 Monate. Für Benzin und Luft betriebene Antriebe gewähren wir eben­so 12 Monate. Die Garantiezeit beginnt mit dem Tag der Lieferung durch den autorisierten Fachhandel. Maßgebend ist das Datum auf dem Original-Kaufbeleg. Für alle ab 01.02.2009 beim autorisierten Fachhandel gekauf­ten Produkte verlängert sich die Garantiezeit um 24 Monate, wenn der Käufer diese Geräte innerhalb von 4 Wochen nach dem Tag der Lieferung durch den autorisierten Fachhandel entsprechend den nachfolgenden Bestimmungen registriert. Die Registrierung erfolgt im Internet unter www.wagner-group.com/pro-guarantee. Als Bestätigung gilt das Garantiezertikat, sowie der Original­Kaufbeleg, aus dem das Datum des Kaufes hervorgeht. Eine Registrierung ist nur dann möglich, wenn der Käufer sich mit der Speicherung seiner dort einzugebenden Daten einver­standen erklärt. Durch Garantieleistungen wird die Garantiefrist für das Pro­dukt weder verlängert noch erneuert. Nach Ablauf der jeweiligen Garantiezeit können Ansprüche gegen und aus der Garantie nicht mehr geltend gemacht wer­den.
3. Abwicklung
Zeigen sich innerhalb der Garantiezeit Fehler in Material, Ver-
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PRÜFUNG DES GERÄTES / HINWEIS ZUR PRODUKTHAFTUNG / ENTSORGUNGSHINWEIS / GARANTIEERKLÄRUNG
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Super Finish 23i
arbeitung oder Leistung des Geräts, so sind Garantieansprü­che unverzüglich, spätestens jedoch in einer Frist von 2 Wo­chen geltend zu machen. Zur Entgegennahme von Garantieansprüchen ist der auto­risierte Fachhändler, welcher das Gerät ausgeliefert hat, be­rechtigt. Die Garantieansprüche können auch bei unseren, in der Bedienungsanleitung genannten, Servicedienststellen geltend gemacht werden. Das Produkt muss zusammen mit dem Original-Kaufbeleg, der die Angabe des Kaufdatums und der Produktbezeichnung enthalten muss, frei eingesandt oder vorgelegt werden. Zur Inanspruchnahme der Garantie­verlängerung muss zusätzlich das Garantiezertikat beigefügt werden. Die Kosten sowie das Risiko eines Verlustes oder einer Beschä­digung des Produkts auf dem Weg zu oder von der Stelle, wel­che die Garantieansprüche entgegennimmt oder das instand gesetzte Produkt wieder ausliefert, trägt der Kunde.
4. Ausschluss der Garantie
Garantieansprüche können nicht berücksichtigt werden
-
für Teile, die einem gebrauchsbedingten oder sonstigen, natürlichen Verschleiß unterliegen, sowie Mängel am Produkt, die auf einen gebrauchsbedingten oder sonstigen natürlichen Verschleiß zurückzuführen sind. Hierzu zählen insbesondere Kabel, Ventile, Packungen, Düsen, Zylinder, Kolben, Medium führende Gehäuseteile, Filter, Schläuche, Dichtungen, Rotoren, Statoren, etc.. Schäden durch Verschleiß werden insbesondere verursacht durch schmirgeln-de Beschichtungsstoe, wie beispielsweise Dispersionen, Putze, Spachtel, Kleber, Glasuren, Quarzgrund.
-
bei Fehlern an Geräten, die auf Nichtbeachtung von Bedienungshinweisen, ungeeignete oder unsachgemäße Verwendung, fehlerhafte Montage, bzw. Inbetriebsetzung durch den Käufer oder durch Dritte, nicht bestimmungs­gemäßen Gebrauch, anomale Umweltbedingungen, ungeeignete Beschichtungsstoffe, chemische, elektrochemische oder elektrische Einüsse, sachfremde Betriebsbedingungen, Betrieb mit falscher Netzspannung/
-Frequenz, Überlastung oder mangelnde Wartung oder Pege bzw. Reinigung zurückzuführen sind.
-
bei Fehlern am Gerät, die durch Verwendung von Zubehör-, Ergänzungs- oder Ersatzteilen verursacht wurden, die keine Wagner-Originalteile sind.
-
bei Produkten, an denen Veränderungen oder Ergänzungen vorgenommen wurden.
-
bei Produkten mit entfernter oder unlesbar gemachter Seriennummer
-
bei Produkten, an denen von nicht autorisierten Personen Reparaturversuche durchgeführt wurden.
-
bei Produkten mit geringfügigen Abweichungen von der Soll­Beschaenheit, die für Wert und Gebrauchstauglichkeit des Geräts unerheblich sind.
-
bei Produkten, die teilweise oder komplett zerlegt worden sind.
5. Ergänzende Regelungen
Obige Garantien gelten ausschließlich für Produkte, die in der EU, GUS, Australien vom autorisierten Fachhandel gekauft und innerhalb des Bezugslandes verwendet werden. Ergibt die Prüfung, dass kein Garantiefall vorliegt, so geht die Reparatur zu Lasten des Käufers. Die vorstehenden Bestimmungen regeln das Rechtsverhältnis zu uns abschließend. Weitergehende Ansprüche, insbeson­dere für Schäden und Verluste gleich welcher Art, die durch das Produkt oder dessen Gebrauch entstehen, sind außer im Anwendungsbereich des Produkthaftungsgesetzes ausge­schlossen. Mängelhaftungsansprüche gegen den Fachhändler bleiben unberührt. Für diese Garantie gilt deutsches Recht Die Vertragssprache ist deutsch. Im Fall, dass die Bedeutung des deutschen und eines ausländischen Textes dieser Garantie voneinander abweichen, ist die Bedeutung des deutschen Textes vorrangig.
J. Wagner GmbH Division Professional Finishing Otto Lilienthal Strasse 18 88677 Markdorf Bundesrepublik Deutschland
Änderungen vorbehalten · Printed in Germany
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GARANTIEERKLÄRUNG
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Super Finish 23i
Translation of the original operating instructions
GB
1
Never bring ngers, hands or other body parts into contact with the spray jet! Never point the spray gun at yourself, other persons or animals. Never use the spray gun without spray jet safety guard.
Do not treat a spray injury as a harmless cut. In case of injury to the skin by coating material or solvents, consult a doctor for quick and correct treatment. Inform the doctor about the coating material or solvent used.
2
The following points are to be observed in accordance with the operating manual before every start-up:
1. Faulty units may not be used.
2. Secure a Wagner spray gun with the securing lever at the trigger guard.
3. Ensure earthing.
4. Check the permissible operating pressure of the high-pressure hose and spray gun.
5. Check all the connecting parts for leaks.
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Instructions for regular cleaning and maintenance of the unit are to be observed strictly. Observe the following rules before any work on the unit and at every working break:
1. Relieve the pressure from the spray gun and high-pressure hose.
2. Secure a Wagner spray gun with the securing lever at the trigger guard
3. Switch the unit o.
WARNING!
Attention, danger of injury by injection!
Airless units develop extremely high spray pressures.
Ensure safety!
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Super Finish 23i
CONTENTS
Contents
1 SAFETY REGULATIONS FOR AIRLESS SPRAYING 30
1.1 Flash point _________________________________ 30
1.2 Explosion protection _________________________ 30
1.3 Danger of explosion and re from sources of
ignition during spraying work _________________ 30
1.4 Danger of injury from the spray jet _____________ 30
1.5 Secure spray gun against unintended operation __ 30
1.6 Recoil of spray gun __________________________ 30
1.7 Breathing equipment as protection against
solvent vapors ______________________________ 30
1.8 Prevention of occupational illnesses ____________ 30
1.9 Max. operating pressure ______________________ 31
1.10 High-pressure hose _________________________ 31
1.11 Electrostatic charging
(formation of sparks or ames) ________________ 31
1.12 Use of units on building sites and workshops _____ 31
1.13 Ventilation when spraying in rooms ____________ 31
1.14 Suction installations _________________________ 31
1.15 Earthing of the object ________________________ 31
1.16 Cleaning the unit with solvents ________________ 31
1.17 Cleaning the unit ___________________________ 31
1.18 Work or repairs at the electrical equipment ______ 31
1.19 Work at electrical components _________________ 32
1.20 Setup on an uneven surface ___________________ 32
2 GENERAL VIEW OF APPLICATION ____________ 32
2.1 Application ________________________________ 32
2.2 Coating material ____________________________ 32
2.2.1 Coating materials with sharp-edged additional
materials __________________________________ 32
2.2.2 Filtering (for spay work) ______________________ 32
3. DESCRIPTION OF UNIT _____________________ 33
3.1 Functioning of the unit _______________________ 33
3.2 Explanatory diagram _________________________ 34
3.3 Technical data ______________________________ 35
4 STARTUP _________________________________ 35
4.1 Gun ______________________________________ 35
4.2 High pressure hose and pressure gauge _________ 36
4.3 Hopper____________________________________ 36
4.4 Connection to the mains network ______________ 37
4.5 Cleaning preserving agent when starting-up of
operation initially ___________________________ 37
4.6 Ventilate unit (hydraulic system) if the sound of inlet valve is not audible ______________________ 37
4.7 Taking the unit into operation with coating material ____________________________ 37
5 TRANSPORTATION _________________________ 38
6 HANDLING THE HIGHPRESSURE HOSE _______ 38
7 INTERRUPTION OF WORK ___________________ 38
8 CLEANING THE UNIT _______________________ 39
8.1 Cleaning the unit from the outside _____________ 39
8.2 Suction lter _______________________________ 39
8.3 Cleaning the Airless spray gun _________________ 40
9 SERVICING ________________________________ 40
9.1 General servicing ___________________________ 40
9.2 High-pressure hose __________________________ 40
10 REPAIRS AT THE UNIT ______________________ 41
10.1 Inlet valve Pusher ___________________________ 41
10.2 Inlet valve _________________________________ 41
10.3 Outlet valve ________________________________ 42
10.4 Pressure control valve ________________________ 42
10.5 Replacing the power cable ___________________ 43
10.6 Typical wear parts ___________________________ 43
10.7 Connection diagram _________________________ 44
10.8 Remedy in case of faults ______________________ 45
11 SPARE PARTS AND ACCESSORIES ____________ 46
11.1 Super Finish 23i accessories ___________________ 46
11.2 Spare parts list Super Finish 23i ________________ 48
11.3 Spare parts List Trolley _______________________ 50
11.4 Spare parts list hopper 5l _____________________ 50
Testing of the unit ________________________________ 51 Important information on product liability_____________ 51 Note on disposal __________________________________ 51 Guarantee declaration _____________________________ 51 CE - declaration__________________________________ 105 European service network _________________________ 108
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Super Finish 23i
GB
1 SAFETY REGULATIONS FOR
AIRLESS SPRAYING
All local safety regulations in force must be observed. The following sources are just a sample of those containing safety requirements for Airless spraying.
a) The European Standard „Spray equipment for coating ma-
terials – safety regulations „ (EN 1953).
The following safety regulations are to be observed in order to ensure safe handling of the Airless high-pressure spraying unit.
1.1 FLASH POINT
Only spray coating materials with a ash point of 21 °C or higher. The ash point is the lowest temperature at which vapors develop from the coating ma­terial. These vapors are sucient to form an inammable mixture over the air above the coating material.
1.2 EXPLOSION PROTECTION
Do not use the unit in work places which are covered by the explosion protection regula­tions. The unit is not designed to be explo­sion protected. Do not operate the device in explosive areas (zone 0, 1 and 2). Explosive ar­eas are, for example, places where paints are stored and locations in direct proximity to the object being sprayed. Keep the device at least 3 m from the object you are spraying.
1.3 DANGER OF EXPLOSION AND FIRE FROM
SOURCES OF IGNITION DURING SPRAYING WORK
There must be no sources of ignition such as, for example, open res, lit cigarettes, cigars or tobacco pipes, sparks, glowing wires, hot sur­faces, etc. in the vicinity.
1.4 DANGER OF INJURY FROM THE SPRAY JET
Attention, danger of injury by injection! Never point the spray gun at yourself, other persons or animals. Never use the spray gun without spray jet safety guard. The spray jet must not come into contact with any part of the body. In working with Airless spray guns, the high spray pressures arising can cause very dan­gerous injuries. If contact is made with the spray jet, coating material can be injected into the skin. Do not treat a spray injury as a harmless cut. In case of injury to the skin by coating material or solvents, consult a doctor for quick and correct treatment. Inform the doctor about the coating material or solvent used.
1.5 SECURE SPRAY GUN AGAINST UNINTENDED
OPERATION
Always secure the spray gun when mounting or dismounting the tip and in case of interruption to work.
1.6 RECOIL OF SPRAY GUN
When using a high operating pressure, pull­ing the trigger guard can eect a recoil force up to 15 N. If you are not prepared for this, your hand can be thrust backwards or your balance lost. This can lead to injury.
1.7 BREATHING EQUIPMENT AS PROTECTION
AGAINST SOLVENT VAPORS
Wear breathing equipment during spraying work. A breathing mask is to be made available to the user.
1.8 PREVENTION OF OCCUPATIONAL ILLNESSES
Protective clothing, gloves and possibly skin protection cream are necessary for the protection of the skin.
Observe the regulations of the manufacturer concerning coat­ing materials, solvents and cleaning agents in preparation, processing and cleaning units.
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