WAGNER SuperFinish 17ex Operating Manual

Originalbetriebsanleitung
Hochdruck Spritzgerät
High-pressure spraying unit
Appareil de pulvérisation à haute pression
Equipo de pulverización a alta presión
Betriebsanleitung 2
Operating manual 33
Mode d'emploi 62
Manual de instrucciones 92
SuperFinish 17ex
II 2G c IIC T6 X
Warnung!
Achtung, Verletzungsgefahr durch Injektion!
Airless-Geräte entwickeln extrem hohe Spritzdrücke.
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Niemals Finger, Hände oder andere Körperteile mit dem Spritzstrahl in Berührung bringen!
Nie die Spritzpistole auf sich, Personen und Tiere richten.
Nie die Spritzpistole ohne Spritzstrahl-Berührungsschutz benutzen.
Behandeln Sie eine Spritzverletzung nicht als harmlose Schnittverletzung. Bei einer Hautver-
letzung durch Beschichtungssto oder Lösemittel sofort einen Arzt aufsuchen zur schnellen,
fachkundigen Behandlung. Informieren Sie den Arzt über den verwendeten Beschichtungs-
sto oder das Lösemittel.
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Vor jeder Inbetriebnahme sind gemäß Betriebsanleitung folgende
Punkte zu beachten:
1. Fehlerhafte Geräte dürfen nicht benutzt werden.
2. Wagner-Spritzpistole sichern mit Sicherungshebel am Abzugsbügel.
3. Erdung sicherstellen.
4. Zulässigen Betriebsdruck vom Hochdruckschlauch und Spritzpistole überprüfen.
5. Alle Verbindungsteile auf Dichtheit prüfen.
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Anweisungen zur regelmäßigen Reinigung und Wartung des Gerätes
sind streng einzuhalten.
Vor allen Arbeiten am Gerät und bei jeder Arbeitspause folgende Regeln beachten:
1. Spritzpistole und Hochdruckschlauch druckentlasten.
2. Wagner-Spritzpistole sichern mit Sicherungshebel am Abzugsbügel.
3. Gerät ausschalten.
Achte auf Sicherheit!
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INH ALT SVERZ EI CH NIS
Inhaltsverzeichnis
1 SICHERHEITSVORSCHRIFTEN ________________ 4
1.1 Explosionsschutz ______________________________4
1.2 Explosions- und Brandgefahr beim Spritzen durch Zünd-
quellen ______________________________________4
1.3 Verletzungsgefahr durch den Spritzstrahl __________4
1.4 Spritzpistole sichern gegen unbeabsichtigte Betätigung ___________________________________4
1.5 Rückstoß der Spritzpistole ______________________4
1.6 Atemschutz zum Schutz vor Lösemitteldämpfen ____4
1.7 Vermeiden von Berufskrankheiten ________________4
1.8 Max. Betriebsdruck ____________________________5
1.9 Hochdruckschlauch ___________________________5
1.10 Elektrostatische Auadung (Funken- oder Flammenbildung) _________________5
1.11 Lüftung bei Spritzarbeiten in Räumen _____________5
1.12 Absaugeinrichtungen __________________________5
1.13 Erdung des Spritzobjekts _______________________5
1.14 Gerätereinigung mit Lösemittel __________________5
1.15 Gerätereinigung ______________________________5
1.16 Aufstellung in unebenem Gelände _______________5
2 ANWENDUNGSÜBERSICHT __________________ 6
2.1 Einsatzgebiete ________________________________6
2.2 Beschichtungssto ____________________________6
2.2.1 Beschichtungsstoe mit scharfkantigen Zusatzstoen _________________________________6
2.2.2 Filterung ____________________________________6
3 GERÄTEBESCHREIBUNG _____________________ 7
3.1 Airless Verfahren ______________________________7
3.2 Funktion des Gerätes __________________________7
3.3 Erklärungsbilder ______________________________8
3.4 Technische Daten _____________________________9
4 INBETRIEBNAHME _________________________ 10
4.1 Gerät mit Ansaugsystem______________________ 10
4.2 Gerät mit Oberbehälter (5 liter) ________________ 10
4.3
Hochdruckschlauch und Spritzpistole (Airless) ____ 11
4.4 Doppelschlauch und Spritzpistole (AirCoat) ______ 11
4.5 Luftanschluss und Erdung ____________________ 12
4.6 Bei Erstinbetriebnahme Reinigung von Konservierungsmittel ___________ 12
4.7 Gerät mit Beschichtungssto in Betrieb nehmen __ 12
5 SPRITZTECHNIK ___________________________ 13
6 HANDHABUNG DES HOCHDRUCKSCHLAUCHES 13
7 ARBEITSUNTERBRECHUNG _________________ 13
8 GERÄTEREINIGUNG ________________________ 14
8.1 Gerätereinigung von außen ___________________ 15
8.2 Ansauglter _______________________________ 15
8.3 Hochdrucklter (Zubehör) ____________________ 15
8.4 Reinigung der Spritzpistole ___________________ 16
9 WARTUNG ________________________________ 16
9.1 Allgemeine Wartung _________________________ 16
9.2 Hochdruckschlauch _________________________ 16
10 REPARATUREN AM GERÄT __________________ 17
10.1 Einlassventildrücker _________________________ 17
10.2 Einlassventil ________________________________ 17
10.3 Auslassventil _______________________________ 18
10.4 Druckregelventil ____________________________ 18
10.5 Typische Verschleißteile ______________________ 18
10.6 Hilfe bei Störungen __________________________
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11 ERSATZEILE UND ZUBEHÖR _________________ 22
11.1 Zubehör für Super Finish 17 EX ________________ 22
11.2 Ersatzteilliste Super Finish 17 EX _______________ 26
11.3 Ersatzteilliste Hochdrucklter (Zubehör) _________ 28
11.4 Ersatzteilliste Ansaugsystem __________________ 28
11.5 Ersatzteilliste Oberbehälter ___________________ 29
Servicenetz in Deutschland _________________________ 30 Prüfung des Gerätes _______________________________ 31 Wichtiger Hinweis zur Produkthaftung ________________ 31 Entsorgungshinweis _______________________________ 31 Garantieerklärung ________________________________ 31 CE - Konformitätserklärung ________________________ 122 Europa-Servicenetz ______________________________ 124
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1.7 VERMEIDEN VON BERUFSKRANKHEITEN
Zum Schutz der Haut sind Schutzkleidung, Handschuhe und eventuell Hautschutzcreme erforderlich.
Vorschriften der Hersteller zu den Beschichtungsstoen, Löse­und Reinigungsmitteln bei Aufbereitung, Verarbeitung und Ge­rätereinigung beachten. Das Tragen eines Gehörschutzes wird empfohlen.
1 SICHERHEITSVORSCHRIFTEN
Alle gültigen lokalen Sicherheitsanforderungen sind zu be­achten. Die sicherheitstechnischen Anforderungen sind unter anderem geregelt in: a) Europäische Norm „Spritz- und Sprühgeräte für Beschich-
tungsstoe – Sicherheitsvorschriften“ (EN 1953).
b) Berufsgenossenschaftliche Regeln für Sicherheit und Ge-
sundheit bei der Arbeit „Betreiben von Arbeitsmitteln“ DGUV Regel 100-500.
Zum sicheren Umgang mit Hochdruck-Spritzgeräten sind fol­gende Sicherheitsvorschriften zu beachten.
1.1 EXPLOSIONSSCHUTZ
Das Gerät ist für den Einsatz in explosionsge­fährdeten Bereichen (Zone 1 ) geeignet. Führen Sie keine eigenmächtigen Verände­rungen oder Umbauten am Gerät durch. Ver­wenden Sie nur vom Hersteller zugelassene Ersatzteile und Zubehöre. Geräteteile nicht mit Elektrostatik bestrahlen.
1.2 EXPLOSIONS UND BRANDGEFAHR BEIM
SPRITZEN DURCH ZÜNDQUELLEN
Es dürfen keine Zündquellen in der Umge­bung vorhanden sein, wie z.B. oenes Feuer, Rauchen von Zigaretten, Zigarren und Ta­bakpfeifen, Funken, glühende Drähte, heiße Oberächen usw.
1.3 VERLETZUNGSGEFAHR DURCH DEN
SPRITZSTRAHL
Achtung Verletzungsgefahr durch Injektion! Nie die Spritzpistole auf sich, Personen und Tiere richten. Nie die Spritzpistole ohne Spritzstrahl-Berüh­rungsschutz benutzen. Spritzstrahl darf mit keinem Körperteil in Berüh­rung kommen. Bei Airless-Spritzpistolen auftretende hohe Spritzdrücke können sehr gefährliche Ver­letzungen verursachen. Bei Kontakt mit dem Spritzstrahl kann Beschichtungssto in die Haut injiziert werden. Behandeln Sie eine Spritzverletzung nicht als harmlose Schnitt­verletzung. Bei einer Hautverletzung durch Be­schichtungssto oder Lösemittel sofort einen Arzt aufsuchen zur schnellen, fachkundigen Behandlung. Informieren Sie den Arzt über den verwendeten Beschichtungssto oder das Lösemittel.
1.4 SPRITZPISTOLE SICHERN GEGEN
UNBEABSICHTIGTE BETÄTIGUNG
Spritzpistole bei Montage oder Demontage der Düse und bei Arbeitsunterbrechung immer sichern.
1.5 RÜCKSTOSS DER SPRITZPISTOLE
Bei hohem Betriebsdruck bewirkt das Ziehen des Abzugsbügels eine Rückstoßkraft bis 15 N. Sollten Sie nicht darauf vorbereitet sein, kann die Hand zurückgestoßen oder das Gleichge­wicht verloren werden. Dies kann zu Verlet­zungen führen.
1.6 ATEMSCHUTZ ZUM SCHUTZ VOR
LÖSEMITTELDÄMPFEN
Bei Spritzarbeiten Atemschutz tragen. Dem Benutzer ist eine Atemschutzmaske zur Verfügung zu stellen (Berufs­Genossenschaftliche Regeln „Regeln für den Einsatz von Atemschutzgeräten“DGUV Regel 112-190).
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1.8 MAX. BETRIEBSDRUCK
Der zulässige Betriebsdruck für die Spritzpistole, Spritzpistolen­zubehör, Gerätezubehör und Hochdruckschlauch darf nicht un­ter dem am Gerät angegebenen maximalen Betriebsdruck von 23 MPa (230 bar) liegen.
1.9 HOCHDRUCKSCHLAUCH
Achtung Verletzungsgefahr durch Injektion! Durch Verschleiß, Knicken und nicht zweckent­sprechende Verwendung können sich Leckstel­len im Hochdruckschlauch bilden. Durch eine Leckstelle kann Flüssigkeit in die Haut injiziert werden.
y Hochdruckschlauch vor jeder Benutzung gründlich über-
prüfen.
y Beschädigten Hochdruckschlauch sofort ersetzen. y Niemals defekten Hochdruckschlauch selbst reparieren! y Scharfes Biegen oder Knicken vermeiden, kleinster Biegera-
dius etwa 20 cm.
y Hochdruckschlauch nicht überfahren, sowie vor scharfen
Gegenständen und Kanten schützen.
y Niemals am Hochdruckschlauch ziehen, um das Gerät zu
bewegen.
y Hochdruckschlauch nicht verdrehen. y Hochdruckschlauch nicht in Lösemittel einlegen. Außensei-
te nur mit einem getränkten Tuch abwischen.
y Hochdruckschlauch so verlegen, dass keine Stolpergefahr
besteht.
Aus Gründen der Funktion, Sicherheit und Lebensdauer nur WAGNER Original-Hochdruck­schläuche verwenden.
1.10 ELEKTROSTATISCHE AUFLADUNG FUNKEN
ODER FLAMMENBILDUNG
Bedingt durch die Strömungsgeschwindigkeit des Beschichtungsstos beim Spritzen kann es unter Umständen am Gerät zu elektrosta­tischen Auadungen kommen. Diese können bei Entladung Funken- oder Flammenbildung nach sich ziehen. Deshalb ist es notwendig, dass das Gerät immer über das Erdungskabel geerdet ist.
Eine elektrostatische Auadung von Spritzpistole und Hoch­druckschlauch wird über den Hochdruckschlauch abgeleitet. Deshalb muss der elektrische Widerstand zwischen den An­schlüssen des Hochdruckschlauchs gleich oder kleiner ein Me­gaohm betragen. Tragen Sie entsprechende leitfähige Schutzkleidung (Hand­schuhe, Schuhe,...).
1.11 LÜFTUNG BEI SPRITZARBEITEN IN RÄUMEN
Es ist eine ausreichende Lüftung zur Abführung der Lösemit­teldämpfe zu gewährleisten.
1.12 ABSAUGEINRICHTUNGEN
Diese sind entsprechend lokaler Vorschriften vom Geräte-Be­nutzer zu erstellen.
1.13 ERDUNG DES SPRITZOBJEKTS
Das zu beschichtende Spritzobjekt muss geerdet sein (Gebäudewände sind in der Regel auf natürliche Weise geer­det).
1.14 GERÄTEREINIGUNG MIT LÖSEMITTEL
Bei Gerätereinigung mit Lösemittel darf nicht in einen Behälter mit kleiner Önung (Spundloch) gespritzt oder gepumpt werden. Gefahr durch Bildung eines explosionsfä­higen Gas/Luftgemisches. Der Behälter muss geerdet sein.
1.15 GERÄTEREINIGUNG
Gerät niemals mit Hochdruck- oder Dampf­hochdruckreiniger abspritzen. Gerät nur mit feuchtem Tuch reinigen. Ablagerungen auf den Oberächen entfer­nen, um Leitfähigkeit zu erhalten.
1.16 AUFSTELLUNG IN UNEBENEM GELÄNDE
Die Vorderseite muss nach unten zeigen, um ein Wegrutschen zu vermeiden. Auf schrägen Untergründen ist das Gerät nicht zu betreiben, da es durch Vibrationen zum Wandern neigt.
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2 ANWENDUNGSÜBERSICHT
2.1 EINSATZGEBIETE
SuperFinish 17ex ist ein pneumatisch betriebenes Gerät zur luftlosen (Airless) Zerstäubung verschiedener Beschichtungs-
stoe. Mit dem als Zubehör erhältlichen AirCoat Regler kann die SF 17ex auch zur luftunterstützten Zerstäubung (AirCoat) verwendet werden. Durch die besonders feine Zerstäubung eignet sich das AirCoat Verfahren besonders für hochwertige Lackierarbeiten. Die SF 17ex ist nach der Richtlinie 2014/34/EU für den Einsatz im explosionsgefährdeten Bereichen (Zone 1) geeignet.
2.2 BESCHICHTUNGSSTOFF
Verarbeitbare Beschichtungsstoe
Wasserverdünnbare und lösemittelhaltige Lacke und Lackfar­ben, Zweikomponenten Beschichtungsstoe, Dispersionen, Latexfarben. Die Verarbeitung anderer Beschichtungsstoe sollte nur nach Rückfrage bei der Firma Wagner erfolgen, da die Haltbarkeit und auch die Sicherheit des Gerätes dadurch beeinträchtigt werden können.
Achten Sie auf Airless - Qualität bei den zu verarbeitenden Beschichtungsstoen.
Das Gerät ist in der Lage Beschichtungsstoe mit einer Vis­kosität bis zu 15.000 mPas zu verarbeiten. Lässt die Spritzlei­stung bei hochviskosen Beschichtungsstoen zu stark nach, so ist nach Herstellerangabe zu verdünnen.
Beschichtungssto vor Arbeitsbeginn gut umrühren.
Achtung! Beim Aufrühren der Beschichtungs­stoe, insbesondere mit motorgetriebenen Rührwerken, darauf achten, dass keine Luft­blasen eingerührt werden. Luftblasen stören beim Spritzen, können so­gar zur Betriebsunterbrechung führen.
2.2.2 FILTERUNG
Für einen störungsfreien Betrieb ist eine ausreichende Filterung erforderlich. Dazu ist das Gerät mit einem Ansauglter (Pos. 1), und einem Einstecklter in der Spritzpistole (Pos. 2) aufgestat­tet. Eine regelmäßige Kontrolle dieser Filter auf Beschädigung oder Verschmutzung ist dringend zu empfehlen. Ein im Zubehör erhältlicher Hochdrucklter (Pos. 3) vergrößert die Filteräche und macht das Arbeiten mit dem Gerät leichter.
2.2.1 BESCHICHTUNGSSTOFFE MIT
SCHARFKANTIGEN ZUSATZSTOFFEN
Diese Partikel üben auf Ventile und Düse, aber auch auf die Spritzpistole eine stark verschleißende Wirkung aus. Die Lebens­dauer dieser Verschleißteile wird dadurch erheblich beeinträch­tigt.
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3 GERÄTEBESCHREIBUNG
3.1 SPRITZVERFAHREN
AirCoat
Beim AirCoat-Verfahren wird das Material mit relativ niedrigem Druck durch die Düse gepresst und dort durch die Zuführung
von Luft praktisch wie mit einem Mantel umhüllt. Dieses Verfahren eignet sich durch die feine Zerstäubung be­sonders für hochwertige Lackierarbeiten.
Airless
Die Bezeichnung AIRLESS-Verfahren (luftlos) begründet sich auf den Verzicht von Luft bei der Zerstäubung. Diese Art zu spritzen hat den Vorteil bei feinster Zerstäubung und trotzdem nebelarmer Betriebsweise (abhängig von der kor-
rekten Geräteeinstellung) eine glatte, blasenfreie Oberäche zu erzielen. Neben diesen Aspekten sind auch die hohe Arbeitsge­schwindigkeit und die große Handlichkeit zu nennen. Hauptan­wendungsgebiete sind dickere Schichten von höherviskosem Beschichtungssto.
3.2 FUNKTION DES GERÄTES
Zum besseren Verständnis der Funktion kurz der technischen Aufbau: SuperFinish 17ex ist ein pneumatisch betriebenes Hochdruck­Farbspritzgerät. Die Druckluft treibt über eine Kupplung (1) die Hydraulikpumpe an. Ein Kolben (2) wird auf und ab be­wegt und so Hydrauliköl unter die Membran (3) gefördert, die sich daraufhin bewegt. Im Detail: Durch die Abwärtsbewegung der Membran önet das Teller-Einlassventil (4) selbsttätig und Beschichtungssto wird angesaugt. Bei der Aufwärtsbewegung der Membran wird der Beschichtungssto verdrängt und das Kugel-Auslass­ventil önet dabei, während das Einlassventil geschlossen ist. Der Beschichtungssto strömt unter hohem Druck durch den Hochdruckschlauch zur Spritzpistole und wird beim Austritt an der Düse zerstäubt. Das Druckregelventil begrenzt den Druck des Beschichtungs­stoes. Eine Druckveränderung bei Verwendung der gleichen Düse führt auch zur Veränderung der zerstäubten Farbmenge.
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3.3 ERKLÄRUNGSBILDER
1 a Spritzpistole (Airless)*
b Spritzpistole AirCoat*
2 a Hochdruckschlauch (Airless)*
b Doppelschlauch (AirCoat)* 3 Oberbehälter* 4 Ansaugsystem* 5 Rücklaufschlauch* 6 Einlassventildrücker 7 Druckregelventil 8 Manometer 9 Materialschlauchanschluss 10 Materialeingang 11 Auslassventil 12 Materialrücklauf 13 Multifunktionsschalter
Symbole (angezeigt in der Aussparung am Schalter):
0 AUS
EIN / Zirkulation
EIN / Spritzen 14 Lufteingang 15 AirCoat Regler* 16 Erdungskabel 17 Werkzeugset:
Schraubenschlüssel 17/19, Schraubenschlüssel 19/22, Schraubenschlüssel 22/41, Schraubendreher
*Zubehör. Der tatsächliche Lieferumfang ist abhängig von der Spray Pack Konguration.
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3.4 TECHNISCHE DATEN
Lufteingangsdruck: min (empfohlen) max
0,6 MPa (6 bar) 0,8 MPa (8 bar)
Max. Betriebsdruck : 23 MPa (230 bar) Luftmotorleistung
bei 5 bar und 750 1/min: 0,228 kW Max. Volumenstrom :
Wasser Luft
1,6 l/min 800 nl
Volumenstrom bei 8 MPa (80 bar) und Lufteingangsdruck 0,6 MPa (6 bar) Wasser : Luft:
1,0 l/min 550 nl/min
Umgebungstemperatur: 5 °C - 40 °C
Luftfeuchtigkeit 20-95% Max. zul. Temperatur des
Beschichtungsstos : 43 °C Anschluss Lufteingang NW 7,2 Materialschlauchanschluss 1/4”-18 NPSM Luftschlauchanschluss (AirCoat) G 1/4” Max. Viskosität : 15.000 mPas
Max. Düsengröße : 0,017“
Hydraulikölmenge: 0,57 Liter
Leergewicht 15,4 kg
Max. Vibration an der Spritzpistole : kleiner 2,5 m/s²
Max. Schalldruckpegel : 75 dB (A)*
*Messort: Abstand 1m seitlich vom Gerät und 1,60m über dem Boden, 12 MPa (120bar) Betriebsdruck, schallharter Boden
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4 INBETRIEBNAHME
4.1 GERÄT MIT ANSAUGSYSTEM
1. Abdeckkappe vom Beschichtungssto-Eingang (4) entfer-
nen.
2. Auf saubere Dichtächen an den Anschlüssen achten. Da-
rauf achten, dass der rote Einlauf (1) in den Beschichtungs-
sto-Eingang (4) eingesetzt ist.
3. Überwurfmutter (2) am Ansaugrohr (3) auf den Be-
schichtungssto-Eingang (4) mit beiliegendem Schlüssel (41mm) schrauben und handfest anziehen.
4. Überwurfmutter (5) am Rücklaufschlauch (6) auf den An-
schluss (7) schrauben (Schlüsselweite 22mm).
4.2 GERÄT MIT OBERBEHÄLTER (5 LITER)
1. Abdeckkappe vom Beschichtungssto-Eingang (4) entfer­nen.
2. Auf saubere Dichtächen an den Anschlüssen achten. Da-
rauf achten, dass der rote Einlauf (1) in den Beschichtungs-
sto-Eingang (4) eingesetzt ist.
3. Überwurfmutter (5) am Rücklaufschlauch (6) auf den An­schluss (7) schrauben .
4. Oberbehälter (8) auf Beschichtungssto-Eingang (4) schrauben und handfest anziehen.
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4.3 HOCHDRUCKSCHLAUCH UND SPRITZPISTOLE
(AIRLESS)
1. Hochdruckschlauch (9) am Schlauchanschluss anschrau­ben.
2. Spritzpistole (10) am Hochdruckschlauch anschrauben.
3. Alle Überwurfmuttern am Hochdruckschlauch fest anzie-
hen, damit kein Beschichtungssto austritt.
Beim Anschrauben des Hochdruckschlauches am Schlauchanschluss mit Schlüssel 19 mm gegenhalten.
4. Den Düsenhalter mit der ausgewä
hlten Düse auf die Spritz­pistole schrauben, ausrichten und fest anziehen. (siehe auch Anleitung der Spritzpistole)
4.4 DOPPELSCHLAUCH UND SPRITZPISTOLE
(AIRCOAT)
1. AirCoat Regler (11) an der SF 17ex montieren.
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Achten Sie darauf, die Anschlüsse von Mate­rial- und Luftschlauch an Pistole und Gerät nicht zu verwechseln.
2. Luftschlauch (12) des Doppelschlauches am AirCoat Reg­ler (11) montieren.
3. Anderes Ende des Luftschlauchs (12) am Lufteingang der Pistole anschrauben.
4. Materialschlauch (13) des Doppelschlauches am Material­schlauchanschluss (14) anschrauben.
5. Anderes Ende des Materialschlauchs (13) am Materialein­gang der Pistole anschrauben.
6. Alle Überwurfmuttern an den Schläuchen fest anziehen.
Beim Anschrauben des Hochdruckschlauches am Schlauchanschluss mit Schlüssel 19 mm gegenhalten.
7. Gewünschte Düse montieren. (siehe auch Anleitung der Spritzpistole)
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4.6 BEI ERSTINBETRIEBNAHME
REINIGUNG VON KONSERVIERUNGSMITTEL
Gerät mit Ansaugsystem
1. Ansaugsystem in einen mit geeignetem Reinigungsmittel
gefüllten Behälter eintauchen. (Empfehlung: Wasser)
Gerät mit Oberbehälter
2. Geeignetes Reinigungsmittel in den Oberbehälter einfül­len. (Empfehlung: Wasser)
3. Multifunktionsschalter (Pos. 1) auf
(EIN -Zirkulation)
stellen, das Gerät läuft an.
4. Druckregulierknopf (2) bis zum Anschlag nach rechts dre­hen.
5. Abwarten bis am Rücklaufschlauch Reinigungsmittel aus­tritt.
6. Druckregulierknopf (2) ca. eine Umdrehung zurückdre­hen.
Bei AirCoat-Betrieb den AirCoat Regler (5) auf 0 stellen.
7. Multifunktionsschalter (1) auf
(Spritzen) stellen.
Druck wird im Hochdruckschlauch aufgebaut (sichtbar am
Manometer (3)).
8. Düse der Spritzpistole in einen oenen Sammelbehälter
richten und Abzugsbügel der Spritzpistole ziehen.
9. Durch Drehen des Druckregulierknopfes (2) nach rechts, wird der Druck erhöht. Stellen Sie ca. 10 MPa (100 bar) am Manometer ein.
10. Reinigungsmittel aus dem Gerät für ca. 1-2 min (~1,5 Liter) in den oenen Sammelbehälter spritzen.
4.7 GERÄT MIT BESCHICHTUNGSSTOFF IN BETRIEB
NEHMEN
Gerät mit Ansaugsystem
1. Ansaugsystem in mit Beschichtungssto gefüllten Behälter eintauchen.
Gerät mit Oberbehälter
2. Beschichtungssto in den Oberbehälter einfüllen.
Verschließen Sie den Oberbehälter während des Betriebes mit dem Deckel, um ein Heraussprit­zen des Beschichtungsstoes zu vermeiden.
3. Einlassventildrücker (4) mehrmals drücken, um ein eventu­ell verklebtes Einlassventil zu lösen.
4. Multifunktionsschalter (1) auf (EIN – Zirkulation) stellen, das Gerät läuft an.
5. Druckregulierknopf (2) bis zum Anschlag nach rechts dre­hen.
Wenn das Geräusch der Ventile sich verändert, so ist das Ge-
rät entlüftet und saugt Beschichtungssto an.
6. Tritt Beschichtungssto aus dem Rücklaufschlauch aus, Druckregulierknopf (2) ca. eine Umdrehung zurückdrehen.
7. Multifunktionsschalter (1) auf (Spritzen) stellen.
Druck wird im Hochdruckschlauch aufgebaut (sichtbar am
Manometer (3)).
8. Spritzpistole abziehen und in einen oenen Sammelbehäl­ter spritzen, um restliches Reinigungsmittel aus dem Gerät zu entfernen. Wenn Beschichtungssto aus der Düse aus­tritt Spritzpistole schließen.
9. Den Spritzdruck durch Drehen des Druckregulierknopfes (2) einstellen.
4.5 LUFTANSCHLUSS UND ERDUNG
Befolgen Sie die Sicherheitsmaßnahmen, die der Kompressorhersteller im Hinblick auf die elektrische und allgemeine Sicherheit gibt. Positionieren Sie den Kompressor außerhalb des unmittelbaren Spritzbereichs, um zu ver­meiden, dass die Lufteinlässe des Kompres­sors durch Farbspritzer verstopft werden.
Vor dem Anschluss der Druckluft, Druckregler bis zum Anschlag nach links drehen und Mul­tifunktionsschalter in Position 0 (AUS) stellen.
1. Verbinden Sie eine geeignete Druckluftquelle/Kompres­sor mit dem Lufteingang (6) der SF 17ex.
Betreiben Sie die SF 17ex nur mit gelterter und entwässerter Luft.
2. Erden Sie die SF 17ex mit dem Erdungskabel (7).
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5 SPRITZTECHNIK
Während des Spritzvorganges die Spritzpistole gleichmäßig führen. Bei Nichteinhaltung tritt ein unregelmäßiges Spritzbild auf. Die Bewegung mit dem Arm ausführen und nicht mit dem Handgelenk. Ein paralleler Abstand von ca. 30 cm zwischen
Düse und Spritzäche sollte immer eingehalten werden. Die seitliche Abgrenzung des Spritzstrahles soll nicht zu scharf sein, damit beim nächsten Durchgang leicht überlappt werden kann. Dabei die Spritzpistole immer im Winkel von 90° zur Spritzäche führen, so entsteht am wenigsten Farbnebel.
Beim AirCoat-Verfahren ist auch die Wahl der richtigen Luftkap­pe zu beachten. Blaue Luftkappe: Optimiert für Materialien auf Wasserbasis Rote Luftkappe: Optimiert für lösemittelhaltige Materialien Grüne Luftkappe: Für beide Materialarten geeignet
Um den Luftverbrauch zu reduzieren, sollte das Druckregelventil so eingestellt sein, dass bei geschlossener Pistole der Materialdruck um ca. 10 bis 20 bar höher liegt als beim Sprühen.
6 HANDHABUNG DES
HOCHDRUCKSCHLAUCHES
Das Gerät ist mit einem speziell für Membranpumpen geeig­neten Hochdruckschlauch ausgerüstet.
Verletzungsgefahr durch undichten Hochdruck­schlauch. Beschädigten Hochdruckschlauch so­fort ersetzen. Niemals defekten Hochdruckschlauch selbst re­parieren!
Der Hochdruckschlauch ist sorgsam zu behandeln. Scharfes Bie­gen oder Knicken vermeiden, kleinster Biegeradius etwa 20 cm. Hochdruckschlauch nicht überfahren, sowie vor scharfen Ge­genständen und Kanten schützen. Niemals am Hochdruckschlauch ziehen, um das Gerät zu bewe­gen. Darauf achten, dass der Hochdruckschlauch sich nicht verdreht. Durch Verwendung einer Wagner Spritzpistole mit Drehgelenk und einer Schlauchtrommel kann dies verhindert werden.
7 ARBEITSUNTERBRECHUNG
1. Multifunktionsschalter auf
(Druckentlastung, Zirkula-
tion), dann auf 0 (AUS) stellen.
2. Abzugsbügel der Spritzpistole ziehen, um Hochdruck­schlauch und Spritzpistole vom Druck zu entlasten.
3. Spritzpistole sichern, siehe Betriebsanleitung der Spritzpi­stole.
4. Düse entfernen und in einem kleinen Gefäß mit geeig­netem Reinigungsmittel lagern.
5. Ansaugsystem im Beschichtungssto eingetaucht lassen oder dieses in das entsprechende Reinigungsmittel ein­tauchen. Ansauglter und Gerät sollen nicht austrocknen.
6. Materialbehälter abdecken, um ein Austrocknen der Farbe zu verhindern.
Beim Einsatz von schnelltrocknenden oder
Zweikomponenten-Beschichtungsstoen, Gerät unbedingt innerhalb der Verarbei­tungszeit mit geeignetem Reinigungsmittel durchspülen, da das Gerät ansonsten nur mit erheblichen Aufwand gereinigt werden kann.
Bei AirCoat-Betrieb den gewünschten Luftdruck am Air-
Coat Regler (5) einstellen.
10. Das Gerät ist spritzbereit.
Für die Handhabung des Hochdruckschlau­ches bei der Arbeit am Gerüst hat sich als am Vorteilhaftesten erwiesen, den Schlauch stets an der Außenseite des Gerüstes zu führen.
Bei alten Hochdruckschläuchen steigt das Risiko von Beschädigungen.
Wagner empehlt den Hochdruckschlauch nach 6 Jahren auszutauschen.
Aus Gründen der Funktion, Sicherheit und Le­bensdauer nur WAGNER Original-Hochdruck­schläuche verwenden.
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SPR IT ZT ECHNI K / HANDHA BU NG D ES HOCH DR UCKSCH LA UCHS / A RB EITS UN TE RBREC HN UN G
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Vorsicht! Nicht in Behälter mit kleiner Ö­nung (Spundloch) pumpen oder spritzen! Siehe Sicherheitsvorschriften.
7. Multifunktionsschalter auf
(EIN – Zirkulation) stellen.
8. Geeignetes Reinigungsmittel einige Minuten im Kreislauf pumpen.
Die Reinigungswirkung erhöht sich, wenn die Spritzpistole im Wechsel geönet und geschlossen wird.
18. Multifunktionsschalter auf
(Spritzen) stellen.
19. Restliches Reinigungsmittel in einen oenen Behälter pumpen, bis das Gerät leer ist.
20. Gerät ausschalten.
Gerät mit Oberbehälter
1. Multifunktionsschalter auf
(EIN – Zirkulation) stellen.
2. Druckregelventil zurückdrehen um einen minimalen Spritz­druck einzustellen.
3. Multifunktionsschalter auf (Spritzen) stellen.
4. Abzugsbügel an der Spritzpistole ziehen, um restlichen Be­schichtungssto aus Oberbehälter, Hochdruckschlauch und Spritzpistole in einen oenen Behälter zu pumpen (eventu­ell Druck am Druckregelventil langsam erhöhen um eine höhere Materialförderung zu erhalten).
Bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoen muss der Behälter geerdet werden.
Vorsicht! Nicht in Behälter mit kleiner Önung (Spundloch) pumpen oder spritzen! Siehe Sicherheitsvorschriften.
5. In den Oberbehälter geeignetes Reinigungsmittel einfüllen.
6. Multifunktionsschalter auf (EIN – Zirkulation) stellen.
7. Geeignetes Reinigungsmittel einige Minuten im Kreislauf pumpen.
8. Gerät ausschalten.
8 GERÄTEREINIGUNG
Sauberkeit ist die sicherste Gewährleistung für einen stö­rungsfreien Betrieb. Nach Beendigung der Spritzarbeiten Ge­rät reinigen. Auf keinen Fall dürfen Beschichtungsstoreste im Gerät antrocknen und sich festsetzen. Das zur Reinigung verwendete Reinigungsmittel muss dem Beschichtungssto entsprechen.
Bei wasserverdünnbaren Beschichtungs­stoen verbessert warmes Wasser die Reini­gung.
Spritzpistole sichern, siehe Betriebsanleitung der Spritz-
pistole.
Düse und Düsenhalter demontieren und reinigen
Gerät mit Ansaugsystem
1. Multifunktionsschalter auf
(EIN – Zirkulation) stellen.
2. Ansaugrohr aus dem Materialbehälter nehmen. Der Rück­laufschlauch verbleibt über dem Materialbehälter, bis kaum noch Beschichtungssto austritt.
3. Ansaugsystem in ein geeignetes Reinigungsmittel eintau­chen.
4. Druckregelventil zurückdrehen um einen minimalen Spritzdruck einzustellen. Bei AirCoat-Betrieb den AirCoat Regler (5) auf 0 stellen.
5. Multifunktionsschalter auf (Spritzen) stellen.
6. Abzugsbügel an der Spritzpistole ziehen, um restlichen Beschichtungssto aus dem Hochdruckschlauch und der Spritzpistole in einen oenen Behälter zu pumpen (even­tuell Druck am Druckregelventil langsam erhöhen um eine höhere Materialförderung zu erhalten).
Bei lösemittelhaltigen Beschichtungsstoen muss der Behälter geerdet werden.
GER ÄTE RE IN IGUNG
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8.1 GERÄTEREINIGUNG VON AUSSEN
Gerät niemals mit Hochdruck- oder Dampf­hochdruckreiniger abspritzen.
Schläuche nicht in Lösemittel einlegen. Außen­seite nur mit einem getränkten Tuch abwischen.
Gerät außen mit einem in geeigneten Reinigungsmittel ge­tränktem Tuch abwischen.
8.2 ANSAUGFILTER
Saubere Filter gewährleisten stets maximale Fördermenge, konstanten Spritzdruck und einwandfreies Funktionieren des Gerätes.
Gerät mit Ansaugsystem
1. Filter (Pos. 1) vom Ansaugschlauch abschrauben.
2. Filter reinigen oder austauschen. Reinigung mit einem harten Pinsel und entsprechendem
Reinigungsmittel durchführen.
8.3 HOCHDRUCKFILTER (ZUBEHÖR)
1. Gerät ausschalten – Multifunktionsschalter auf 0 (AUS)
stellen.
2. Hochdrucklter önen und Filtereinlage reinigen, dazu:
3. Filtergehäuse (1) von Hand abschrauben.
4. Filtereinsatz (2) herausnehmen und Stützfeder (3) heraus-
ziehen.
5. Alle Teile mit entsprechendem Reinigungsmittel reinigen. Falls Druckluft vorhanden – Filtereinsatz und Stützfeder durchblasen.
6. Bei der Montage des Filters auf den korrekten Sitz der Stützscheibe (4) im Filtereinsatz achten und den O-Ring am Filtergehäuse auf Beschädigungen kontrollieren.
7. Filtergehäuse bis auf Anschlag von Hand aufschrauben (eine hohe Anzugskraft erschwert nur eine spätere De­montage).
Gerät mit Oberbehälter
1. Mit Schraubendreher Schrauben (2) lösen
2. Filterscheibe (1) mit einem Schraubendreher anheben und herausnehmen
3. Filterscheibe reinigen oder austauschen
Reinigung mit einem harten Pinsel und entsprechendem
Reinigungsmittel durchführen.
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Ansaugsystem 5l Oberbehälter
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GER ÄTE RE IN IGUNG
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8.4 REINIGUNG DER SPRITZPISTOLE
Detaillierte Informationen nden Sie auch in der Betriebsanleitung der Spritzpistole.
1. Spritzpistole bei niedrigem Betriebsdruck mit geeignetem Reinigungsmittel durchspülen.
2. Düse gründlich mit geeignetem Reinigungsmittel reini­gen, so dass keine Beschichtungsstoreste zurückbleiben.
3. Sprizpistole außen gründlich reinigen.
Demontage
1.
Schutzbügel (1) kräftig nach vorne ziehen (nur bei einer Airless-Spritzpistole).
2. Gri (2) aus dem Pistolengehäuse schrauben. Einsteckl­ter (3) herausziehen.
3. Verstopften oder defekten Einstecklter ersetzen.
Montage
1. Einstecklter (3) mit dem längeren Konus in das Pistolen­gehäuse stecken.
2. Gri (2) in das Pistolengehäuse einschrauben und anzie­hen.
3. Schutzbügel (1) einrasten (nur bei Airless-Spritzpistole).
9 WARTUNG
9.1 ALLGEMEINE WARTUNG
Aus Sicherheitsgründen ist eine jährliche In­spektion durch Fachleute dringend empfohlen. Beachten Sie hierzu auch alle gültigen nati­onalen Vorschriften. In Deutschland ist diese Überprüfung (inkl. Nachweis) von der Berufs­genossenschaft zwingend vorgeschrieben.
Die Wartung des Gerätes können Sie vom Wag­ner-Service durchführen lassen. Mit Servicever­trag und/oder Wartungspaketen können Sie günstige Konditionen vereinbaren.
Mindestprüfungen vor jeder Inbetriebnahme
1. Schläuche, Spritzpistole mit Drehgelenk und Gerätean­schlussleitung mit Stecker auf Beschädigung prüfen.
2. Ablesbarkeit des Manometers prüfen.
Prüfungen in regelmäßigen Abständen
1. Einlass- und Auslassventil auf Verschleiß prüfen, reinigen und Verschleißteile auswechseln.
2. Filtereinsätze (Spritzpistole, Ansaugsystem) reinigen gege­benenfalls ersetzen.
9.2 HOCHDRUCKSCHLAUCH
Hochdruckschlauch optisch auf eventuell vorhandene Ein­schnitte oder Ausbeulungen, insbesondere am Übergang in die Armatur, prüfen. Überwurfmuttern müssen sich frei drehen las­sen. Die Leitfähigkeit von kleiner 1 Mega Ohm muss über der gesamten Länge vorhanden sein.
Bei alten Hochdruckschläuchen steigt das Risi­ko von Beschädigungen. Wagner empehlt den Hochdruckschlauch nach 6 Jahren auszutauschen.
Airless-Spritzpistole
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AirCoat-Spritzpistole
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10 REPARATUREN AM GERÄT
Gerät ausschalten und Druck entlasten. Vor allen Reparaturen: Druckluftversorgung unterbrechen.
10.1 EINLASSVENTILDRÜCKER
1. Einlassventildrücker mit Schlüssel (17mm) herausschrau­ben.
2. Abstreifer (1) und O-Ring (2) austauschen.
10.2 EINLASSVENTIL
1. Beiliegenden Schlüssel (30mm) am Drückergehäuse (1)
ansetzen.
2. Mit leichten Hammerschlägen auf das Schlüsselende das
Drückergehäuse (1) lösen.
3. Drückergehäuse mit Einlassventil (2) aus der Farbstufe he- rausschrauben.
4. Spange (3) mit beiliegendem Schraubendreher abziehen.
5. Beiliegenden Schlüssel (30mm) am Einlassventil (2) anset-
zen. Unter Drehen Einlassventil vorsichtig herausziehen.
6. Ventilsitz (4) mit Reinigungsmittel und Pinsel reinigen (da­rauf achten, dass keine Pinselhaare zurückbleiben).
7. Dichtungen (5, 6) reinigen und auf Beschädigungen prü-
fen, eventuell austauschen.
8. Alle Ventilteile auf Beschädigung kontrollieren. Bei sicht­barem Verschleiß Einlassventil austauschen.
Montage
1. Einlassventil (2) in das Drückergehäuse (1) einsetzen und mit Spange (3) sichern. Darauf achten, dass (schwarze) Dichtung (5) im Drückergehäuse montiert ist.
2. Einheit aus Drückergehäuse und Einlassventil in die Farb­stufe einschrauben. Die gleiche (schwarze) Dichtung (6) muss in der Farbstufe montiert sein.
3. Drückergehäuse mit Schlüssel (30mm) anziehen und mit drei leichten Hammerschlägen auf das Schlüsselende fest­ziehen (entspricht ca. 90 Nm Anzugsmoment).
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REPAR ATU RE N AM GERÄT
10.5 TYPISCHE VERSCHLEISSTEILE
Trotz Verwendung hochwertiger Materialien ist durch die stark abrasive Wirkung der Farben mit Verschleiß an folgenden Teilen zu rechnen: Einlassventil (Ersatzteil Bestell-Nr: 0344700) Austausch siehe Punkt 10.2 (Ausfall bemerkbar durch Leistungsverlust und/oder schlech-
tes bzw. kein Ansaugen - eine gründliche Reinigung kann auch auch schon zu einer Verbesserung führen) Auslassventil (Ersatzteil Bestell-Nr: 0341702) Austausch siehe Punkt 10.3 (Ausfall bemerkbar durch Leistungsverlust und/oder schlech-
tes Ansaugen) Das Auslassventil hält erfahrungsgemäß deut­lich länger als das Einlassventil. Eventuell ist hier eine gründ­liche Reinigung hilfreich.
10.3 AUSLASSVENTIL
1. Auslassventil mit Schlüssel (22mm) aus der Farbstufe he­rausschrauben.
2. Vorsichtig Spange (1) mit beiliegendem Schraubendreher abziehen, Druckfeder (2) drückt Kugel (4) und Ventilsitz (5) heraus.
3. Einzelteile reinigen oder austauschen.
4. O-Ring (7) auf Beschädigung prüfen.
5. Auf Einbaulage achten bei Montage von Federstützring (3) (wird in Druckfeder (2) eingerastet), Auslass-Ventilsitz (5) und Dichtring (6), -> siehe Abbildung
10.4 DRUCKREGELVENTIL
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1. Druckregelventil (1) mit Schlüssel (17 mm) aus der Farb­stufe herausschrauben.
2. Den vorderen Teil (2) mit Schlüssel (15 mm) entfernen.
3. Stift (3) herausdrücken.
4. Alle Teile (3-6) durch die im Service Set Nadelführung (Be­stell-Nr. 2371647) enthaltenen Teile ersetzen.
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10.6 HILFE BEI STÖRUNGEN
ART DER STÖ RU NG WAS NO CH? MÖGL IC HE U RS ACHE MA SS NA HMEN ZUR B EH EBUNG DER S TÖRU NG
Gerät läuft nicht an
Druckluftversorgung ist unterbrochen
Druckluftversorgung kontrollieren
Druckregelventil ganz zu-
rückgedreht
Drehen Sie das Druckregelventil bis zum An­schlag nach rechts.
Gerät saugt nicht an
Keine Luftblasen treten am Rücklaufschlauch aus
Einlassventil verklebt Drücken Sie den Einlassventildrücker mehrmals
von Hand bis zum Anschlag
Einlass- Auslassventil ver­schmutzt/
Demontieren Sie die Ventile und reinigen Sie sie (-> siehe Pkt.10.2/10.3) / verschlissenen Teile ersetzen
Fremdkörper (z.B. Faden) eingesogen / verschlissen
Luftblasen treten aus dem
Rücklaufschlauch aus
Gerät saugt Nebenluft
Kontrollieren Sie: Ansaugsystem fest angezo­gen? Reinigungsstutzen (falls vorhanden) am starren Ansaugrohr dicht verschraubt? Einlassventildrücker undicht? -> Abstreifer und O-Ring tauschen (-> siehe Pkt.10.1) Roter Einlauf im Beschichtungsstoeingang fehlt(-> siehe Pkt.4.1)
Gerät erzeugt keinen Druck
Gerät ist auf Druck gekommen, jedoch beim Spritzen bricht der Druck auch am Manometer zusam­men
Ansauglter verstopft Kontrollieren Sie den Ansauglter / evtl. reini-
gen / ersetzen
Farbe in diesem Zustand nicht verarbeitbar, die Farbe verklebt durch ihre Eigenschaften die Ventile (Einlassventil) und die För-
derleistung ist zu gering
Farbe verdünnen
Gerät ist auf Druck gekom­men, jedoch beim Spritzen bricht der Spritzstrahl zu­sammen, Manometer zeigt dennoch hohen Druck an
verstopfte Filter lassen zu wenig Farbe durch
Hochdrucklter (wenn vorhanden), Pistolenl­ter kontrollieren / reinigen
Düse verstopft Düse reinigen
Gerät erzeugt nicht den max. möglichen Druck, am Rück­laufschlauch tritt trotz Spritz­stellung Farbe aus
Entlastungsventil defekt
Wenden Sie sich an den Wagner Kundendienst.
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