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Gebrauchsanweisung
Van Gieson-Lösung
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Van Gieson-Trichromfärbung
Die feindisperse Pikrinsäure dringt schnell in alle Strukturen der Gewebeprobe ein und färbt sie gelb. Das grobdisperse Säurefuchsin kann während der kurzen Einwirkzeit nur die grobstrukturierten Fasern des kollagenen Bindegewebes durchdringen. Dort wird die Pikrinsäure rot überfärbt. Verlängert man die Einwirkzeit, besteht die Gefahr, dass auch andere Gewebe überfärbt werden (Prinzip der progressiven Färbung). Nach der Färbung muss man die Pikrinsäure möglichst vollständig aus dem kollagenen Bindegewebe ausspülen, da mit Säurefuchsin gefärbtes Gewebe empfindlich gegenüber Säuren und Alkalien reagiert und sonst leicht verblasst. Der Vorgang erfordert etwas Fingerspitzengefühl, da die Spülung abgebrochen werden muss, bevor die Pikrinsäure auch aus den übrigen Gewebebereichen gelöst wird (Schnitt wird dann rotstichig).
Die Kernfärbung erfolgt mit Eisenhämatoxylinlösung nach Weigert. Die Lösung ist säurefest und daher beständig gegenüber Pikrinsäure.
Weitere benötigte Chemikalien:
Eisenhämatoxylinlösung nach Weigert
(Lösung A, Best.-Nr. X906, Lösung B, Best.-Nr. X907)
Ethanol vergällt: 99,8% (Best.-Nr. K928), 96% (T171), 70% (T913)  HCl-Alkohol 3 % (Best.-Nr. 6477) – Gebrauchslösung 0,5 %
Intermedium - zur Auswahl: ROTI®Histol (Best.-Nr. 6640)
ROTICLEAR® (Best.-Nr. A538)
Passendes Eindeckmedium: ROTI®Histokitt (Best.-Nr. 6638), kompatibel mit ROTI®Histol
Durchführung*:
1. Schnitte entparaffinieren und rehydrieren (absteigende Alkoholreihe mit Abschluss Ethanol 70%).
2. Färben mit Eisenhämatoxylinlösung (Lsg. A + Lsg. B im Verhältnis 1:1 mischen, ca. 8 Tage stabil bei Raumtemperatur). 5-10 min
3. Spülen mit Aqua dest. zur Vermeidung von Hämatein-Niederschlägen.
4. Mikroskopkontrolle: Zellkerne grau-blau, Zytoplasma farblos bis max. leicht grau. Bei stärkerer Färbung Zytoplasma differenzieren mit HCl-Alkohol 0,5%. 2-3 sec
5. Spülen mit Leitungswasser zur Unterbrechung der Differenzierung.
6. Bläuen unter fließendem Leitungswasser. 10 min
* Nach Romeis, Mikroskopische Technik, 18. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag (2010)
Xylol p.a. (Best.-Nr. 4436)
ROTI®Mount (Best.-Nr. HP68), kompatibel mit ROTICLEAR® ROTI®Histokitt II (Best.-Nr.T160), kompatibel mit Xylol
7. Färben mit van Gieson-Lösung. 1-3-min
8. Kurzes Spülen mit Ethanol 70% und Ethanol 96%.
Vorsicht, Pikrinsäure ist besonders in verdünntem Ethanol gut löslich!
9. Entwässern und Spülen mit Ethanol 96%, zum Schluss 2 x Ethanol 100%.
10. Zwischenschritt mit Intermedium.
11. Eindecken mit passendem Eindeckmedium.
Hinweis zu Schritt 9:
Moderat spülen mit hochprozentigem Ethanol, um Pikrinsäure aus kollagenem Bindegewebe auszuwaschen (s. auch Einleitung oben)
Ergebnis:
Zellkerne: schwarzblau/schwarzbraun  Kollagenes Bindegewebe: rot
SDB-Version: 15.10.2021
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Zytoplasma: gelb
SDB-Version: 15.10.2021
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Elastika van Gieson Färbung
Die van Gieson-Trichromfärbung lässt sich gut mit der Elastika-Färbung nach Weigert kombinieren. Man erhält so einen guten Überblick über die verschiedenen Gewebestrukturen, speziell das Bindegewebe und die elastischen Fasern lassen sich differenziert darstellen.
Weitere benötigte Chemikalien:
Eisenhämatoxylinlösung nach Weigert
(Lösung A, Best.-Nr. X906, Lösung B, Best.-Nr. X907)
Ethanol vergällt: 99,8% (Best.-Nr. K928), 96% (T171), 70% (T913)  Resorcin-Fuchsin-Lösung nach Weigert (Best.-Nr. X877)
Intermedium - zur Auswahl: ROTI®Histol (Best.-Nr. 6640)
ROTICLEAR® (Best.-Nr. A538)
Passendes Eindeckmedium: ROTI®Histokitt (Best.-Nr. 6638), kompatibel mit ROTI®Histol
Durchführung*:
1. Schnitte entparaffinieren und rehydrieren (absteigende Alkoholreihe mit Abschluss Ethanol 80%).
2. Färben mit Resorcin-Fuchsin-Lösung. 20-30 min
3. Spülen unter fließendem Leitungswasser, bis keine Farbe mehr abgeht.
4. Spülen mit Aqua dest. 12. Kurzes Spülen mit Ethanol 70% und Ethanol 96%.
5. Differenzieren mit Ethanol 80%. 13. Entwässern und Spülen mit Ethanol 96%,
6. Kurzes Spülen mit Aqua dest. zur Unterbrechung der Differenzierung.
7. Mikroskopkontrolle: Elastische Fasern dunkelviolett auf hellrosa Grund.
8. Färben mit Eisenhämatoxylinlösung (Lsg. A + Lsg. B im Verhältnis 1:1 mischen, ca. 8 Tage stabil bei Raumtemperatur). 2-3 min
*Nach Romeis, Mikroskopische Technik, 18. Auflage, Spektrum Akademischer Verlag (2010)
Ergebnis:
Elastische Fasern: schwarzviolett  Zellkerne: schwarzblau/schwarzbraun  Kollagene Fasern: rot  Muskulatur, Zytoplasma: gelb
Man beachte:
Die Farbintensität ist abhängig von der Vorbehandlung und Beschaffenheit der zu färbenden Probe. Es kann also ggf. erforderlich sein, die Methode zunächst an die jeweiligen Bedingungen anzupassen.
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Die Firm a ist ei ne Kommanditgesell schaft mit Sitz in Karlsr uhe, Reg. Geric ht Mannheim HRA 100055. Persönlich haft ende Gesellschaft erin ist die Rot h Chemie GmbH mit Sitz in Karlsruhe, Reg. Gericht Mannheim HRB 100428.
SDB-Version: 15.10.2021
Geschäft sführer: A ndré Houdelet
Xylol p.a. (Best.-Nr. 4436)
ROTI®Mount (Best.-Nr. HP68), kompatibel mit ROTICLEAR® ROTI®Histokitt II (Best.-Nr.T160), kompatibel mit Xylol
9. Spülen mit Aqua dest. zur Vermeidung von Hämatein-Niederschlägen.
10. Bläuen mit fließendem Leitungswasser. 10 min
11. Färben mit van Gieson-Lösung. 1-3-min
Vorsicht, Pikrinsäure ist besonders in verdünntem Ethanol gut löslich!
zum Schluss 2 x Ethanol 100%.
14. Zwischenschritt mit Intermedium
15. Eindecken mit passendem Eindeckmedium
Hinweis zu Schritt 13: Moderat spülen mit hoch­prozentigem Ethanol, um Pikrinsäure aus kollagenem Bindegewebe auszuwaschen. Verhindert schnelles Verblassen der Färbung. Achtung: Zu intensives Spülen führt zu rotstichigen Schnitten!
Van Gieson-Lösung
3925.1 500ml
3925.2 1l
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