Dieses Gerät wurde in Übereinstimmung mit obiger Direktive entwickelt.
Bestmögliche Leistung und Übereinstimmung mit obiger Direktive wird nur
durch fachgerechte Installation erreicht. Die Einhaltung folgender Standards
wird unbedingt empfohlen:
SMALL CRAFT - ELECTRICAL SYSTEMS:
a) ISO 10133 - Extra Low-Voltage DC Installations
b) ISO 13297 - Alternating Current Installations
ISO - International Standards Organisation
Wir von nordwest - funk heißen Sie in der Welt unserer zuverlässigen Wetterdekoder willkommen!
Ihr neuer Dekoder ist einfach in der Handhabung und hilft
Ihnen, die Zeit an Bord zu genießen. Der Marine Radio Decoder
wur de konstruiert, um Wetterberichte so exakt wie möglich zu
em pfangen, jedoch haben wir von nordwest - funk keinerlei
Einfl uss auf die Genauigkeit der Berichte an sich.
Sicherheit Es liegt in der Verantwortung des Steuermanns, die
si chere Navigation und ständige Kontrolle über das
Schiff zu gewährleisten.
Ihr System Der Marine Radio Decoder MRD besteht aus folgenden Kom-
ponenten:
• Bediengerät
• Anschlusskabel
• NMEA Kabel
• Aufbau Montagesatz
Zusätzlich ist optional folgendes Zubehör verfügbar:
• Externer Lautsprecher
• Antenne / Achterstaganpassung
• Montagebügel
• Einbaurahmen
• Anschlußkabel PC
Diese Optionen können dem System zu jeder Zeit hinzugefügt
werden. Ihr Fachhändler freut sich darauf, Sie über die neuesten
Entwicklungen zu informieren.
Alle Informationen in diesem Handbuch sind nach bestem Wissen gemacht
worden, jedoch kann nordwest - funk keine Verantwortung für direkt oder
in direkt entstandene Schäden aus dem Gebrauch dieser Informationen übernehmen. nordwest - funk behält sich das Recht vor, Änderungen an Geräten oder
Dokumentation ohne vorherige Bekanntgabe zu machen.
Schalten Sie Ihren Wetterdekoder durch kurzen Druck auf die
Taste POWER ein. Drücken und Halten der Taste für drei Se kun-
den schaltet den Wetterdekoder aus.
1.2 Numerische Tastatur
Der MRD verfügt über einen Tastaturblock mit 12 Tasten. Damit
werden Texteingaben gemacht, genauso kann hiermit im Menü
navigiert werden.
1.3 Cursortasten
Die Cursortasten dienen sowohl der einfachen Navigation in den
einzelnen Menüs als auch der Änderung von Werten.
Mit den Cursortasten Oben und Unten bewegt man sich vertikal
in einem Menü. Die Cursortaste Rechts wechselt eine Menüebene tiefer, entsprechend wechselt die Cursortaste links eine
Ebene höher.
1.4 ENTER Taste
Mit der ENTER Taste werden Eingaben, die über die numerische
Tastatur gemacht wurden, bestätigt und gespeichert.
Gleichzeitig dient die ENTER Taste der Navigation im Menü;
durch drücken von ENTER wechseln Sie im Menü auf eine tiefere Ebene.
Mit der CLEAR Taste werden Eingaben, die über die numerische
Tastatur gemacht wurden, gelöscht. Jeder Druck auf CLEAR
löscht ein Zeichen.
Gleichzeitig dient die CLEAR Taste der Navigation im Menü;
durch drücken von CLEAR wechseln Sie im Menü auf eine niedrigere Ebene.
1.6 READ Taste
Im Stand-by Betrieb können Sie empfangene Nachrichten direkt
auf rufen, ohne über das Hauptmenü zu gehen. Drücken Sie
dazu die Taste READ, es erscheint folgende Anzeige:
Lesen
1. Navtex
2. Wetter
>> Enter StdBy
Durch Auswahl von 1. Navtex oder 2. Wetter gelangen Sie nun
direkt zur Anzeige der empfangenen Nachrichten.
1.7 Softkeys
Ihr MRD verfügt über drei sogenannte Softkeys, welche direkt
unter dem Display angeordnet sind. Die Funktion der Soft keys
wechselt in Abhängigkeit des gewählten Menüs. Die (englischen) Bezeichnungen sind im Glossar erläutert.
In der Betriebsart Stand-by ist nur der rechte Softkey aktiv
(Menu). Drücken Sie Menu, um in das Hauptmenü zu gelangen.
Bei der Entwicklung der Software Ihres Wetterdekoders wurde
besonderen Wert auf einfache und intuitive Bedienung gelegt.
Die Idee ist, mit dem Druck möglichst weniger Tasten zum Ziel
zu gelangen.
Folgerichtig können Sie eine Aktion oftmals auf mehrere Arten
durchführen, indem Sie ein und denselben Befehl sowohl über
die numerische Tastatur, die Softkeys, den Cursor oder auch über
CLEAR und ENTER eingeben können.
Am Beispiel des Auslesens einer Navtex Nachricht soll diese Art
der Bedienung veranschaulicht werden.
Der MRD ist im Stand-by:
11.01.01 19:44
STBY! 1026,6
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
-24h 0 h
Menu
Drücken Sie den Softkey Menu, um in das Hauptmenü zu gelangen:
Sie bewegen sich im Menü mit den Softkey >>, oder mit der
Cursortaste Oben / Unten.
Page 13
Automatisch wird der erste Eintrag invers dargestellt (hier: 1.
Navtex). Sie haben nun vier Möglichkeiten, den gewünschten
Menüeintrag auszuwählen:
• Drücken Sie die Taste ENTER oder
• Drücken Sie den Softkey Enter oder
• Drücken Sie die Taste 1 oder
• Drücken Sie die Cursortaste Rechts.
Alle Möglichkeiten führen zum selben Resultat. Beachten Sie
jedoch, dass Sie durch Druck der zugehörigen Ziffer des Menüein trages einen Tastendruck sparen.
Sie sehen nun das Navtex Menü, zur einfacheren Navigation ist
es analog zum Menüpunkt mit 1 numeriert.
Navtex 1
1. Lesen
2. Stationen
3. Meldungen
4. Frequenz
5. Einstellungen
>> Enter Menu
Entsprechend dem Menü hat die Funktion der drei Softkeys
gewechselt. Der „neue“ Softkey Menu führt Sie direkt zurück
ins Haupt menü. Die Taste CLEAR und die Cursortaste Links
führen Sie eine Ebene zurück, womit Sie in diesem Fall auch
wieder im Hauptmenü landen.
Sie bewegen sich im Menü mit dem Softkey >>, oder mit der
Cursortaste Oben / Unten. Um nun Navtex Meldungen zu lesen,
gibt es auch wieder vier Möglichkeiten:
Im Display erscheinen alle empfangenen Navtex Meldungen,
dabei wird die jüngste Meldung als erstes dargestellt.
Navtex Lesen 11
GA 16 01030643
GA 13 01030445
GA 37 01030320
JA 65 01022020
JA 58 01021845
PgDn
Func
Exit
Func PgDn Exit
Mit den Cursortasten oder über die numerische Tastatur wählen
Sie eine Meldung aus. Befi nden sich mehr Meldungen im Speicher, als auf eine Seite passen, können Sie mit dem Softkey
PgDn (Seite blättern) die weiteren Meldungen ansehen.
Drücken Sie den Softkey Func, um zu den Funktionen zu
ge langen:
Funktion 111
1. Lesen
2. Drucken
3. COM-Port
>> Enter Exit
Wählen Sie 2. Drucken zum direkten Drucken der Meldung.
Die Taste CLEAR, der Softkey Exit und die Cursortaste Links
führen Sie eine Ebene zurück (Navtex Menü).
In unserem Beispiel wollen wir eine Navtex Meldung lesen (hier:
GA16). Wählen sie dazu die Funktion Lesen. Es erscheint die
folgende Anzeige:
GA 16 01030643
WZ 1276 SOUTHERN
NORTH SEA, BACTON,
EASTvARDS, CURRENT
METER LIGHTBUOY
ESTABLISHED 52-
Seite 1/2
Print
Next Print Exit
„Blättern“ Sie in der Nachricht mit der Cursortaste Oben oder
Unten, mit dem Softkey Print drucken Sie die Nachricht.
Next
Exit
Mit Next oder mit der Cursortaste Rechts rufen Sie die nächste
Nach richt auf.
Mit der Taste CLEAR oder mit der Cursortaste Links kehren Sie
in das Menü Navtex Lesen zurück.
Der Softkey Exit führt Sie eine Ebene zurück.
Das gesamte Menü Ihres MRD ist analog zu diesem Beispiel
auf gebaut. Immer gibt es mehrere Wege, um zu einem Ziel zu
ge langen. In diesem Handbuch ist der Weg über die Softkeys
be schrieben, da man sich so die Bedienung des MRD am leichtesten verinnerlichen kann.
Sicher können Sie es kaum erwarten, von Ihrem neuen MRD den
ersten Wetterbericht zu erhalten. Dieses Kapitel wendet sich an
alle Ungeduldigen:
Im ersten Abschnitt werden alle Grundeinstellungen beschrieben, die zum Betrieb Ihres MRD notwendig sind.
Der zweite Abschnitt erläutert kurz und bündig den Weg zu der
ersten Navtex Nachricht und dem ersten Wetterbericht.
Versäumen Sie es nicht, Kapitel 3 zu lesen, hier ist jede einzelne
Funktion Ihres MRD erklärt.
2.1 Grundeinstellungen
Ihr MRD muss einmalig mit einigen wenigen Grunddaten versorgt werden. Dazu gehören die Auswahl der Sprache des Menüs, Datum und Uhrzeit, sowie der Name von Schiff und Eigner.
Schalten Sie das Gerät durch kurzen Druck der Taste POWER
ein.
Nach dem Einschalten sehen Sie kurz die Softwareversion Ihres
MRD, danach wechselt der MRD automatisch in die Betriebsart
Stand-by. In der Betriebsart Stand-by ist nur der rechte Softkey
aktiv (Menu). Drücken Sie Menu, um in das Hauptmenü zu
ge langen. Sie sehen folgende Anzeige:
Wählen Sie den Menüpunkt Einstellungen. Sie können dies mit
dem Softkey >> gefolgt vom Softkey Enter, der Cursortaste
Page 18
2 - Erste Schritte
marine radio decoder MRD80
Unten oder der Taste 5 machen, immer erscheint in der Anzeige
folgendes:
Einstellungen 5
1. Zeit
2. Name
3. Standby
4. Sprache
5. COM-Port
Save
>> Enter Menu
Sprache
Wählen Sie nun den Menüeintrag 5. Sprache aus, im Display
sehen Sie:
Sprache 54
1. Deutsch
2. Norsk
3. Svenska
4. Espanol
5. Italiano
6. English
>> Save Exit
In dieser Softwareversion können Sie nur zwischen den angegebenen Sprachen wählen, weitere Sprachmodule folgen in Kürze.
Wählen Sie eine Sprache und drücken Sie Save.
Uhrzeit
Nach Auswahl der Sprache springt der MRD automatisch zurück
in das Menü Einstellungen. Wählen Sie hier den Punkt 1. Zeit,
um Datum und Uhrzeit einzustellen:
Sie können bei der Uhrzeit jede beliebige lokale Uhrzeit
eingeben. Wir empfehlen jedoch, mit der Normalzeit
(UTC) zu arbeiten, da auch alle Angaben zu Sendezeiten
von Wetterberichten in UTC gemacht werden. Sie erhalten die UTC, indem Sie von der Mitteleuropäischen Sommerzeit zwei Stunden subtrahieren (im Winter nur eine
Page 19
Stunde). Zeigt Ihre Armbanduhr also 12:15 Uhr, stellen
Sie 10:15 beim MRD ein.
Uhrzeit/Datum 51
UTC: hh:mm
Datum: tt.mm.jjjj
>>
Save
>> Save Exit
Geben Sie die Uhrzeit (Stunde : Minute) über die numerische
Tastatur ein. Nach Eingabe der Stunde drücken Sie den Softkey
>>, Sie gelangen zu den Minuten. Mit dem Softkey >> gelangen Sie in das Feld Datum. Wenn dieses bereits stimmt, können
Sie mit dem Softkey Save speichern und zum mit Exit
vorherigen Menü zurückkehren.
Geben Sie das Datum (Tag : Monat : Jahr) über die numerische
Tastatur ein. Drücken Sie zum Abschluss Save. Sollten Sie sich
einmal vertippt haben, können Sie mit der Taste CLEAR den
jeweils letzten Eintrag löschen.
Name
Zur Festlegung des Namens von Schiff und Eigner wählen Sie
den Menüeintrag 2. Name:
Der Cursor springt auf das erste Zeichen im Feld Schiffsname.
Wie bei Ihrem Mobiltelefon ist die numerische Tastatur mit Buchstaben belegt. Wollen Sie beispielsweise ein „S“ eingeben, drük-
Page 20
2 - Erste Schritte
marine radio decoder MRD80
ken Sie viermal schnell die Taste 7. Nach ca. zwei Sekunden
springt der Cursor zum nächsten Zeichen. In Anhang C fi nden
Sie die vollständige Belegung der Tastatur. Haben Sie sich vertippt, können Sie mit der Taste CLEAR das letzte Zeichen löschen. Die Tasten 0 und 1 fügen ein Leerzeichen ein, wollen Sie
diese Zahlen eingeben, drücken sie die Taste zweimal kurz hintereinander.
>>
Save
Ist der Name des Schiffes eingegeben, folgt in gleicher Weise
der Eignername. Zum Wechsel in das Feld „Eigner“ drücken Sie
den Softkey >>. Sind beide Namen eingegeben, drücken Sie
zum Abschluss den Softkey Save.
Damit sind die Grundeinstellungen abgeschlossen.
2.2 Die erste Navtex Meldung
Wählen Sie im Hauptmenü den Eintrag 1. Navtex, im Display
erscheint das Navtex Menü:
Navtex 1
1. Lesen
2. Stationen
3. Meldungen
4. Frequenz
5. Einstellungen
>> Enter Menu
Der Navtex Dekoder Ihres MRD ist ständig empfangsbereit, solange Sie nicht manuell einen anderen Kanal eingestellt haben
oder ein Timer zur Aufzeichnung eines Wetterberichtes aktiv ist.
Stationen
Die Sendestationen befi nden sich in Küstennähe, Ihre Reichweite beträgt je nach Sender und geographischen Ge ge ben heiten 150 bis 550 Seemeilen.
Werkseitig ist Ihr MRD so eingestellt, dass alle Navtex Stationen
empfangen werden. In dicht befahrenen Gebieten, wo mehrere
Navtex Stationen senden, kann dies störend sein. Daher können
Sie im Menü 2. Stationen den oder die jeweiligen Sender für
Wählen Sie die gewünschte Station mit der Cursortaste. Ist der
Buchstabe der jeweiligen Station großgeschrieben, wird dieser
Sender empfangen; ist er kleingeschrieben, werden die Sendung en der Station unterdrückt.
Mit den Cursortasten Oben / Unten ändern Sie die Auswahl. Der
Softkey Save speichert die Änderungen, Exit kehrt in das
Navtex Menü zurück. Print druckt die Stationsauswahl zur
Ablage in Ihrem Logbuch.
Meldungen
Im Navtexdienst sind die Meldungen nach ihrem Inhalt kategorisiert. Anhang B listet den Inhalt der jeweiligen Meldung auf.
Genau wie bei den Stationen steht ein großer Buchstabe für das
Speichern der Meldung, bei einem kleinen Buchstaben wird die
Page 22
2 - Erste Schritte
Save Print
marine radio decoder MRD80
Meldung unterdrückt. Die Meldungen A, B und D sollten aus
Sicherheitsgründen nicht unterdrückt werden. Wählen Sie die
gewünschten Meldungen mit der Cursortaste.
Mit den Cursortasten Oben / Unten ändern Sie die Auswahl. Der
Softkey Save speichert die Änderungen und kehrt in das
Navtex Menü zurück. Print druckt die Auswahl der Meldung-
en zur Ablage in Ihrem Logbuch.
Frequenz
Hier kann die Navtex Frequenz geändert werden. Bis auf wenige
Ausnahmen senden alle Stationen auf 518 kHz, diese ist werkseitig voreingestellt. Mit dieser Frequenz werden Sie auch Ihre erste
Nachricht empfangen, weitere Informationen fi nden Sie in Kapitel 3.1.4.
Einstellungen
Dieser Menüpunkt behandelt grundlegende Einstellungen für
den Empfang von Navtex Meldungen. Alle drei Einträge sind
werk seitig voreingestellt, für den Empfang der ersten Meldungen sind sie ohne Belang. Das Menü Einstellungen ist in Kapitel
3.1.5 beschrieben.
Nun können die ersten Navtex Meldungen empfangen werden.
Sie müssen nur Geduld haben, da in der Regel vier Stunden und
mehr zwischen den einzelnen Sendungen liegen (vergleiche
Anhang A). In der Praxis hat sich bewährt, das Gerät ständig
ein geschaltet zu lassen, dann wird auch keine Sendung versäumt.
Nach einiger Zeit haben sich mehrere Navtex Meldungen angesammelt. Diese können nun am Display gelesen oder ausgedruckt werden. Wie das funktioniert, soll an dieser Stelle nicht
wiederholt werden, da Sie es ja bereits in unserem Beispiel in
Kapitel 1.8 gelesen haben.
Ihr MRD verfügt über außerordentlich viele Möglichkeiten, den
Empfang von Wetterberichten zu automatisieren und für Sie so
bequem wie möglich zu machen.
Wir von NWF haben uns große Mühe gegeben, Ihnen so viel
Arbeit wie möglich abzunehmen. So wurde Ihr MRD 80 bereits
im Werk mit vielen Frequenzen vorbelegt, auch wurden diese
Kanäle bereits zu Gruppen zusammengefasst (vergleiche Anhang F). Diese können natürlich jederzeit von Ihnen ergänzt,
geändert oder gelöscht werden, näheres dazu fi nden Sie in
Kapitel 3.2.
Wählen Sie im Hauptmenü den Eintrag 2. Wetter, im Display
erscheint das Wetter Menü:
Wetter 2
1. Lesen
2. Kanäle
3. Gruppen
4. Timer
5. Empfänger
>> Enter Menu
Wenn Sie Ihr Gerät neu in Händen halten, befi nden sich noch
keine Berichte im Speicher. Für den Einstieg nehmen wir den
direkten Empfang eines Berichtes als Beispiel. Wählen Sie dazu
über Tastatur, Softkey oder Cursortaste den Menüpunkt 2. Kanäle:
Für unser Beispiel wählen wir einen Sender, der rund um die Uhr
sendet. Hier ist dies der Sender Pinneberg mit seinem 1. Programm. Ist Ihr Standort in Nordeuropa, wählen Sie den Kanal
01, in Südeuropa den Kanal 02 oder 03. Auch wenn gerade kein
Wet terbericht gesendet wird, strahlt der Sender eine Folge von
RYRYRYRY gefolgt von den Sendefrequenzen aus. Nach einiger
Zeit wird dann ein Wetterbericht folgen.
Die Sendezeiten von Wetterberichten sind Änderungen unterworfen. Aktuelle Sendezeiten fi nden Sie z. B. im Yachtfunkdienst
oder in der Admirality List of Radiosignals. Einige See wet terämter veröffentlichen ihre Sendezeiten auch im Internet, so zum
Beispiel der Deutsche Wetterdienst unter http://www.dwd.de.
Wählen Sie im Menü Empfangen dazu über Tastatur, Softkey
oder Cursortaste den Kanal 04, und drücken Sie ENTER:
01 DDH47 Pinne
KATTEGAT: SUEDO
T ZUNEHMEND 6
S
BI
S 7, SUEDDREHEND
, ETWAS ZUNEHMEN
D, GEWITTERBOEEN
, SPAETER
__
Func Save Exit
In der Anzeige oben befi nden wir uns gerade mitten in einem
Wetterbericht. Wollen Sie den Bericht später noch einmal in
Ruhe ansehen, speichern Sie ihn einfach mit dem Softkey Save.
Nun wird das dekodierte Signal im Speicher abgelegt, bis Sie
den Softkey Exit gedrückt haben.
Sie fi nden den gespeicherten Bericht im Wettermenü wieder,
wenn Sie den Menüpunkt Lesen wählen. Dort ist der Bericht
unter Datum und Uhrzeit abgelegt.
Natürlich können Sie den empfangenen Bericht auch Drucken
lassen, ohne dass er zunächst gespeichert sein muss. Wählen
Sie den Softkey Func, Sie sehen folgende Anzeige:
Page 25
Funktionen 2211
1. Nächster
2. Abstimmung
3. Drucken
4. Feldstärke
Exit
Func
>> Enter Exit
Wählen Sie nun über Tastatur, Softkey oder Cursortaste den
Me nü punkt 3. Drucken, ab diesem Moment wird der Wet terbericht gedruckt. Wollen Sie den Druck unterbrechen, drücken
Sie einfach Exit.
Sofern Sie einen Lautsprecher angeschlossen haben, können Sie
alternativ auch eine Radiosendung hören. Suchen sie sich im
Anhang F einfach einen Audiokanal und stellen Sie diesen ein.
Im Wettermenü wählen Sie wieder 2. Kanäle, dann wählen Sie
Func:
Funktionen 221
1. Empfangen
2. Finden
3. Bearbeiten
4. Hinzufügen
5. Löschen
6. Liste Drucken
>> Enter Exit
Wählen Sie 2. Finden:
Finden 2212
[Suche nach ...]
Kanal: 70
Name:
[Ergebnis]
Kanal: 70
Name: DT.-WELLE
Geben Sie im Feld Nummer den Kanal 70 ein. Drücken Sie den
Softkey Enter oder die gleichnamige Taste, der Kanal 70 wird
in der Liste der Kanäle angesprungen. Nun brauchen Sie nur
noch die Taste ENTER drücken, schon beginnt das Programm
der Deutschen Welle zu spielen.
Wie Sie bereits erfahren haben, verfügt Ihr MRD über umfangreiche Möglichkeiten des vollautomatischen Empfangs. Damit
Sie gleich von Anfang an in den Genuss dieses Vorzugs kommen, haben wir von NWF bereits vier Wetterberichte für Sie
programmiert (siehe Anhang G). Genießen Sie nach der In stallation einfach den Abend - am nächsten Morgen hält Ihr MRD
vier Wetterberichte für Sie bereit: Programmiert sind jeweils ein
Bericht für Nord-/Ostsee und Mittelmeer in deutscher und englischer Sprache.
Mit dem Wissen dieses Kapitels beherrschen Sie die grundlegenden Funktionen Ihres neuen Gerätes. Die Feinheiten der Bedienung und alle weiterführenden Eigenschaften erlernen Sie in
Kapitel 3.
Dieses Kapitel beschreibt detailliert alle Funktionen Ihres De koders. Analog zum Hauptmenü werden die Bereiche Navtex, Wetter, Baroskop, Logbuch, Einstellungen und Extras erläutert. Die
Anhänge ergänzen die Beschreibungen, bei Bedarf wird darauf
verwiesen.
3.1 Navtex Meldungen
Der Navtexdienst ist integraler Bestandteil des GMDSS (Global
Maritime Distress and Safety System). Alle Informationen, die
für die Schiffahrt von Belang sind, werden über diesen Dienst
ausgestrahlt (vergleiche Anhang B).
Der Navtex Dekoder Ihres MRD ist ständig empfangsbereit, solange Sie nicht manuell einen anderen Kanal eingestellt haben oder ein Timer zur Aufzeichnung eines
Wetterberichtes aktiv ist. In diesem Fall werden keine
Navtex Meldungen empfangen.
Wird gerade eine Navtex Meldung empfangen, zeigt Ihr MRD
unterhalb des Datums den Namen der Meldung (im Beispiel
unten DE78) an, solange der Empfang dauert:
Navtex Meldung DE78
wird empfangen
11.01.01 19:44
DE78 1026,6
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
-24h 0 h
Menu
Die Navtex Stationen sind einem von weltweit 16 Küsten gebieten (NAVAREA) zugeordnet und zur Kennung mit einem Buch
staben des Alphabets versehen (J = Stockholm, D = Istanbul;
Ver gleiche Anhang A). Am Navtex Empfänger werden die gewün schten Stationen programmiert, um (für den jetzigen Stand
ort uninteressante) Meldungen aus anderen Seegebieten zu
unterdrücken.
Die Reichweite der Sender beträgt 150 bis 550 Seemeilen. Navtex Meldungen werden zu festgelegten Zeitpunkten gesendet,
Überschneidungen von benachbarten Navtex Stationen sind
damit ausgeschlossen.
Navtex Meldungen sind nach Art der Nachricht unterteilt (s.
An hang B) und mit einem Buchstaben versehen. Am MRD werden die gewünschten Meldungstypen programmiert, um nicht
gewünschte Nachrichten zu unterdrücken. Die Meldungen A,
B und D sollten nicht abgeschaltet werden. Grundsätzlich sind
Navtex Meldungen in Englisch abgefasst. Für die Zukunft ist eine
Ausstrahlung in Landessprache über 490 kHz geplant; da es
keine deutschen Navtex Sender gibt, wird es allerdings auch
keine deutschen Navtex Meldungen geben.
In Navtex Meldungen wird die Windstärke in Meter pro Sekunde
(m/s) angegeben. In Anhang G fi nden Sie die Beaufort Skala,
mit welcher Sie von m/s in Knoten oder Beaufort (bft) umrechnen können.
3.1.1 Lesen
Aus dem Hauptmenü wählen Sie den Punkt 1. Navtex, das Display hat die Anzeige:
Zur Anzeige einer einzelnen Navtex Meldung wählen Sie den
Menüpunkt 1. Lesen:
Page 29
Navtex Lesen 11
GA 37 01030643
GA 13 01030445
GA 37 01030320
JA 65 01022020
JA 58 01021845
PgDn
Func
Func PgDn Exit
Im Display erscheinen alle empfangenen Navtex Meldungen,
dabei wird die jüngste Meldung als Erstes dargestellt.
Der „Name“ der Meldung setzt sich immer aus zwei Buchstaben
und zwei Zahlen zusammen. Der erste Buchstabe bezeichnet die
Station, von welcher empfangen wurde (in Navarea 1 steht G
für Cullercoats, UK). Der zweite Buchstabe bezeichnet die Meldung (A für Navigationswarnung). Die Ziffern sind eine fortlaufende Numerierung der sendenden Station.
Mit den Cursortasten oder über die numerische Tastatur wählen
Sie eine Meldung aus. Befi nden sich mehr Meldungen im Speicher, als auf eine Seite passen, können Sie mit dem Softkey
PgDn (Seite blättern) die weiteren Meldungen ansehen. Mit
der Taste ENTER können Sie die gewählte Meldung direkt aufrufen.
Drücken Sie den Softkey Func, um zu den Funktionen zu gelangen:
Die Funktion 2. Drucken druckt die Meldung ohne weitere Nachfrage. Wählen Sie die Funktion 1. Lesen zur Anzeige der Navtex
Meldung GA 37:
Page 30
3 - Bedienung / Navtex
GA 37 0103 643
WZ 1276 SOUTHERN
NORTH SEA, BACTON,
EASTvARDS, CURRENT
METER LIGHTBUOY
ESTABLISHED 52-
Next
Next Print Exit
„Blättern“ Sie in der Nachricht mit der Cursortaste Oben oder
Unten, mit dem Softkey Print drucken Sie die Nachricht. Mit Next rufen Sie die nächste Nachricht auf, ohne dass Sie über
das Navtex Menü gehen müssen. Die ausgedruckte Nachricht
hat in etwa folgendes Aussehen:
Navtex GA37
WZ 1276 SOUTHERN NORTH SEA, BACTON,
EASTvARDS, CURRENT METER LIGHTBUOY
ESTABLISHED 52-50.8N 002-47.0E
NNN
navtex 518 khz * 05-08-00 * 01:00 UTC
SHIP: OWNER:
marine radio decoder MRD80
Seite 1/2
Navtex Meldungen werden in der Übertragungsart SITOR ausgestrahlt, diese ist fehlererkennend. Wird ein Zeichen nicht mit
Sicherheit empfangen, ist dieses durch einen kleinen Buchstaben gekennzeichnet (wie oben das „v“ in EASTvARDS). Fehler
werden dadurch kenntlich gemacht, ohne dass der Sinn verloren
geht.
Sie können eine gespeicherte Navtex Meldung auch über die
integrierte RS 232 Schnittstelle des MRD an einen PC senden.
Wählen Sie dazu im Menü Funktionen den Eintrag 3. COM-Port.
Der MRD überträgt nun die gespeicherte Meldung im ASCII
Format an die serielle Schnittstelle des PC‘s. Weitere Informationen finden Sie in den Kapiteln 3.1.5 Navtex Einstellungen, 3.5.5 COM-Port und 4.7 serielle Schnittstelle.
Sie können den oben beschriebenen Weg zum Lesen,
Drucken oder Senden über RS 232 (COM-Port) einer Navtex Meldung auch abkürzen: In der Betriebsart Stand-By
drücken Sie die Taste 1 (READ). Wählen sie dann den
Eintrag 1. Navtex, schon sehen Sie alle empfangenen
Meldungen (siehe auch Kapitel 1.6). Wählen Sie mit den
Cursortasten Oben / Unten eine Meldung, drücken Sie
ENTER, und schon wird der Bericht angezeigt. Oder Sie
wählen den Softkey Func und gelangen zu dem auf
Seite 29 gezeigten Menü Funktionen.
3.1.2 Stationen
Werkseitig ist Ihr MRD so eingestellt, dass alle Navtex Stationen
empfangen werden. In dicht befahrenen Gebieten, wo mehrere
Navtex Stationen senden, kann dies störend sein. Daher können
Sie im Menü 2. Stationen den oder die jeweiligen Sender für
Ihr Fahrtgebiet auswählen. Im Anhang A fi nden Sie eine Aufstellung aller Stationen weltweit.
Wählen Sie im Navtex Menü den Eintrag 2. Stationen:
Wählen Sie die gewünschte Station mit der Cursortaste. Ist der
Buchstabe der jeweiligen Station großgeschrieben, wird dieser
Sender empfangen; ist er kleingeschrieben, werden die Sen dungen der Station unterdrückt.
Mit den Cursortasten Oben / Unten ändern Sie die Auswahl. Der
Softkey Save speichert die Änderungen, Exit kehrt in das
Nav tex Menü zurück.
Print druckt die Stationsauswahl zur Ablage in Ihrem Logbuch.
Page 32
3 - Bedienung / Navtex
3.1.3 Meldungen
Im Navtexdienst sind die Meldungen nach ihrem Inhalt kategorisiert. Anhang B listet den Inhalt der jeweiligen Meldung auf.
Genau wie bei den Stationen steht ein großer Buchstabe für das
Speichern der Meldung, bei einem kleinen Buchstaben wird die
Meldung unterdrückt. Die Meldungen A, B und D sollten aus
Sicherheitsgründen nicht unterdrückt werden. Wählen Sie die
gewünschte Meldung mit der Cursortaste.
Mit den Cursortasten Oben / Unten ändern Sie die Auswahl.
marine radio decoder MRD80
Der Softkey Save speichert die Änderungen, Exit kehrt in
das Navtex Menü zurück. Print druckt die Auswahl der Mel-
dun gen zur Ablage in Ihrem Logbuch.
3.1.4 Frequenz
Weltweit wird Navtex als Teil des GMDSS (Global Maritime
Distress and Safety System) auf einer Frequenz von 518 kHz in
englischer Sprache ausgestrahlt. In Zukunft sollen lokale Navtex
Meldungen auch in Landessprache gesendet werden, dafür ist
die Frequenz 490 kHz vorgesehen. Derzeit ist diese Frequenz in
Frank reich, England, Island, Japan, Korea und Vietnam in Betrieb. Stationen in Norwegen und weiteren Ländern sollen bald
in Betrieb gehen. In Gegen den mit besonderen geographischen
Eigenschaften soll Navtex auch auf der hohen Frequenz von
4.209,5 kHz gesendet werden, zurzeit ist dies nur in Ägypten
der Fall.
Die aktive Navtex Frequenz wird unterlegt dargestellt, werkseitig
sind 518 kHz eingestellt. Der Softkey Save speichert die Än de-
run gen, Exit kehrt in das Navtex Menü zurück.
3.1.5 Einstellungen
Dieser Menüpunkt behandelt grundlegende Einstellungen für
den Empfang von Navtex Meldungen. Wählen Sie im Navtex
Menü den Eintrag 5. Einstellungen:
Einstellungen 15
Drucken N
Wiederholen N
Alarm N
COM-Port N
>> Save Exit
Mit den Cursortasten Oben / Unten ändern Sie die jeweilige
Navtex Einstellung von N = Nein auf J = Ja. Mit dem Softkey
Save speichern Sie die Änderungen. Der Softkey Exit führt
zurück in das Navtex Menü.
Wählen Sie mit den Cursortasten im Feld Drucken „Ja“, wird
jede eingehende Navtex Meldung sofort nach Empfang gedruckt. Bei Auswahl von „Nein“ werden die Mel dun gen im Speicher abgelegt. Von dort können Sie jederzeit aufgerufen und
gedruckt werden. Ist der Speicher voll, werden die ältesten Meldungen zuerst gelöscht.
Navtex Meldungen werden von den Stationen mehrfach ausgesendet, damit die Sicherheit des fehlerfreien Empfangs erhöht
wird. Ihr MRD erkennt, ob er eine bestimmte Meldung bereits
empfangen hat. Wählen Sie im Feld Wiederholen „Ja“, so wird
jede eingehende Navtex Meldung gespeichert oder sofort nach
Empfang gedruckt. Bei Auswahl von „Nein“ unterdrückt der
MRD das Druc ken und Spei chern bereits vorhandener Meldungen.
Bei Eingang von Meldungen des Typs A, B oder D kann ein akustischer Alarm ausgegeben werden. Wählen Sie im Feld Alarm
„Ja“, ist der Alarm aktiv. Bei Auswahl von „Nein“ wird der Alarm
unterdrückt.
Ihr MRD kann Navtex Meldungen direkt nach dem Empfang
über die RS 232 Schnittstelle an einen PC weiterleiten. Dort
können die Daten gespeichert oder weiter verabeitet werden.
Diverse Hersteller bieten Seekarten Software an, die in der Lage
ist, Navtex Meldungen direkt auf der Karte darzustellen, Ihr MRD
liefert die dazu notwendigen Daten. Ihr Fachhändler berät Sie
gerne.
Wählen Sie im Feld COM-Port „Ja“, damit der Bericht direkt
nach der Auf zeichnung an das an der RS 232 Schnittstelle angeschlossene Ge rät (PC) gesandt wird. Bei Auswahl von „Nein“
wird die Nach richt nicht automatisch übertragen, dies kann
jedoch später über die Funktionen (siehe Kapitel 3.1.1) nachgeholt werden.
Ihr MRD kann Wetter- und Warnnachrichten für die Schiffahrt
em pfangen und dekodieren. Die dekodierte Nachricht wird im
Klar text am Display angezeigt oder ausgedruckt. Es werden
Sig nale in den Codierungen MORSE, RTTY und SITOR verarbeitet.
Zusätzlich können Sendungen in der Codierung FAX empfangen
werden. Dabei handelt es sich um die Übertragung von Wet terkarten, die vom MRD nicht direkt verarbeitet werden. Das Signal
wird an der RS 232 Schnittstelle des MRD ausgegeben, so dass
es von einer Software auf einem PC weiter verarbeitet werden
kann. Der MRD arbeitet hierbei als reiner Empfänger, die De kodie rung erfolgt von der Software des PC.
3.2.1 Lesen
Aus dem Hauptmenü wählen Sie den Punkt 2. Wetter, das Display hat die Anzeige:
Wetter 2
1. Lesen
2. Kanäle
3. Gruppen
4. Timer
5. Empfänger
Enter
>> Enter Menu
Wählen Sie den Eintrag 1. Lesen, um die gespeicherten Berichte
anzuzeigen:
Wetter Lesen 21
280930 Gothenbu
280905 Gdynia
280836 DDK 2 Pi
280705 Gothenbu
280505 DDK 2 Pi
Automatisch wird der jüngste Wetterbericht zuerst angezeigt.
Die Darstellung folgt dem Format Tag, Uhrzeit (UTC) und Station
(tthhhh nnnnnnnnn). Der Name der Station wird nach dem
neunten Zeichen abgeschnitten.
Im obigen Beispiel ist der erste Eintrag der Wetterbericht der
Sta tion Göteborg, der um 09:30 Uhr UTC am 28. des Monats
em pfangen wurde. Mit den Cursortasten Oben / Unten können
Sie nun einen anderen Wetterbericht auswählen:
Wetter Lesen 21
280930 Gothenbu
280905 Gdynia
280836 DDK 2 Pi
280705 Gothenbu
280505 DDK 2 Pi
marine radio decoder MRD80
Exit
Func
Func PgDn Exit
Mit der Taste ENTER können Sie den unterlegt dargestellten
Bericht direkt zur Anzeige bringen. Wurden mehr als sechs Berichte empfangen, blättert der Softkey PgDn auf die näch ste(n)
Seite(n). Mit dem Softkey Exit kehren Sie in das Wetter menü
zurück.
Mit Next rufen Sie die nächste (ältere) Nachricht auf, ohne
dass Sie über das Wetter Menü gehen müssen. „Blättern“ Sie
in der Nachricht mit der Cursortaste Oben oder Unten, mit dem
Softkey Print drucken Sie die Nachricht ab der ersten im
Display angezeigten Zeile.
Sie können die Nachricht auch drucken, ohne sie vorher anzeigen zu lassen. Wählen Sie dazu im Menü Funktionen den Eintrag
2. Drucken. Die ausgedruckte Nachricht hat in etwa folgendes
Aussehen:
280836 PINNE DDK 47
ZCZ 936
FQEN 280300
SEEWETTERBERICHT FUER NORD- UND OSTSEE
HERAUSGEGEBEN VOM SEEWETTERDIENST
HAMBURG 28.06.2001, 03 UTC
WETTERLAGE: TIEF 1005 FINNLAND ETWAS VER
TIEFEND, LANGSAM OSTZIEHEND.
TROG 1020 WESTAUSGANG SKAGERAK ETWAS
ABSCHWAECHEN D, FESTLIEGEND.
HOCH 1026 OESTLICH SCHOTTLAND LANGSAM
SUEDOSTWANDERND, KEIL 1020 SUEDPOLEN
ETWAS OSTAUSWEITEND.
TIEF 999 WESTLICH DER BISKAYA SUEDVER
LAGERND.
VORHERSAGEN BIS HEUTE ABEND:
ENGL. KANAL WESTTEIL:
OST 6, ZUNEHMEND 7, SEE 3 METER
...
Page 38
3 - Bedienung / Wetter
Hier folgen die Vorhersagen der einzelnen Gebiete, der Bericht
in obigem Beispiel ist gekürzt. In Wetterberichten wird die Windstärke in Beaufort (bft) angegeben. In Anhang G fi nden Sie die
Beaufort Skala, mit welcher Sie von Meter pro Sekunde (m/s) in
Exit
Hinweis
Func
Knoten oder Beaufort umrechnen können. Mit dem Softkey
Exit kehren Sie zum vorherigen Menü zurück.
Sie können einen gespeicherten Wetterbericht auch über die
integrierte RS 232 Schnittstelle des MRD an einen PC senden.
Wählen Sie dazu im Menü Funktionen den Eintrag 3. COM-Port.
Der MRD überträgt nun den gespeicherten Bericht im ASCII
Format an die serielle Schnittstelle des PC‘s. Weitere Informationen fi nden Sie in den Kapiteln 3.2.4 Timer, 3.5.5 COMPort und 4.7 serielle Schnittstelle.
Sie können den oben beschriebenen Weg zum Lesen,
Drucken oder Senden über RS 232 (COM-Port) eines Wetterberichtes auch abkürzen: In der Betriebsart Stand-By
drücken Sie die Taste 1 (READ). Wählen sie dann den
Eintrag 2. Wetter, schon sehen Sie alle empfangenen
Wetterberichte (siehe auch Kapitel 1.6). Wählen Sie mit
den Cursortasten Oben / Unten einen Wetterbericht,
drücken Sie ENTER, und schon wird der Bericht angezeigt. Oder Sie wählen den Softkey Func und gelangen
Ihr MRD verfügt über 99 Kanäle, mit welchen er Frequenzen
zwischen 100 kHz und 30 MHz empfangen kann. In einem Kanal
sind diverse Informationen für den Empfang einer Sendung
gespeichert:
1. Nummer (Num.): Ordnet dem Kanal eine eindeutige Zahl
zwischen 01 und 99 zu.
2. Name: Bezeichnet den Kanal mit einem Begriff, beispielsweise dem Namen des Senders. Doppelte Namen sind nicht
erlaubt. Sendet eine Station auf mehreren Frequenzen, helfen Sie sich zum Beispiel mit ROMA 1, ROMA 2 etc.
3. Frequenz (Freq): Gibt die Sendefrequenz der Station in Kilohertz (kHz) an. Der Empfangsbereich liegt zwischen 100 kHz
und 30 MHz (= 30.000 kHz).
4. Übertragungsart (Mode): Legt fest, auf welche Art das Signal
auf die Frequenz moduliert wurde. Vom MRD werden die
Übertragungsarten AM, USB, LSB, CW, CW-NB, FSK und FSKNB verarbeitet.
5. Codierung (Code): Der MRD kann Sendungen in MORSE,
RTTY, SITOR und FAX dekodieren. Die jeweilige Codierung
wird vom Sender bestimmt.
6. Geschwindigkeit (Baud): Gibt die Geschwindigkeit der Übertragung in Zeichen pro Sekunde (Baud) an.
7. Polarität: Gibt an, ob die Zeichen Normal (N) oder Invers (I)
gesendet werden.
8. Trommelgeschwindigkeit (RPM): Zum Senden einer Wetterkarte wird diese auf eine rotierende Trommel gespannt. RPM
gibt die Geschwindigkeit der Trommel an (120 oder 240
Umdrehungen). Das Feld ist nur in der Betriebsart FAX aktiv.
9. Rotation (Rot.): Die Wetterkarte auf der Trommel wird in
bestimmten Intervallen gelesen. Die gelesene Information
wird dann als Weiß oder Schwarz gesendet. Rotation gibt
das Intervall an, üblich sind 288 oder 576. Dieser Wert ist
nur in der Codierung FAX von Bedeutung.
Wenn Sie Ihren MRD das erste Mal einschalten, fi nden Sie einen
Teil der 99 Kanäle bereits belegt (siehe Anhang F). Damit soll
Ihnen Arbeit erspart bleiben - und Sie können nach der Instal lation gleich beginnen. Natürlich können Sie jederzeit Kanäle
hin zufügen, bearbeiten oder löschen.
Mit den Cursortaste Unten (aufsteigend) oder Oben (absteigend) blättern Sie durch die Kanäle. Mit der Taste ENTER rufen
Sie den unterlegt dargestellten Kanal direkt auf, der MRD dekodiert das empfangene Signal.
Mit dem Softkey PgDn blättern Sie eine Seite weiter, mit Exit
kehren Sie ins Hauptmenü zurück.
Der Softkey Func ruft weitere Funktionen auf:
Funktionen 221
1. Empfangen
2. Finden
3. Bearbeiten
4. Hinzufügen
5. Löschen
6. Liste Drucken
>> Enter Exit
Zum Empfangen des ausgewählten Kanals wählen Sie 1. Empfangen:
marine radio decoder MRD80
04 DDK 2 Pinne
ELBE ESTUARY: SOUTH
WEST TO WEST INCRE
ASING 6 TO 7, IN
THE EVENING SHIFTING
WEST, GOOD__
Der Dekoder wechselt sofort zur eingegebenen Frequenz. Entsprechend den Einstellungen des Kanals beginnt der MRD zu
dekodieren, Sie können den dekodierten Bericht mitlesen bzw.
das Audioprogramm hören.
Mit dem Softkey Save wird der Bericht im Speicher abgelegt. Exit wechselt zurück in das Menü Funktion.
Der Softkey Func (Funktion) blendet ein Menü mit weiteren
Optionen ein:
Funktionen 2211
1. Nächster
2. Abstimmung
3. Drucken
4. Feldstärke
>> Enter Exit
Mit dem Menüpunkt 1. Nächster wechseln Sie zum nächsten
Kanal der Gruppe (siehe Kapitel 3.2.3, Seite 48), ohne dass Sie
über das Menü Empfangen gehen müssen.
Mit 2. Abstimmung können Sie eine eventuell notwendige Feinabstimmung über die Cursortaste Oben / Unten durchführen
(wichtig bei Audioprogrammen):
Mit dem Softkey Save wird die geänderte Frequenz des emp-
fangenen Kanals gespeichert, Exit wechselt zurück in die
Empfangsansicht, ohne die Frequenz zu speichern.
Page 42
3 - Bedienung / Wetter
Der Menüpunkt 3. Drucken druckt die dekodierte Nachricht ab
Exit
der ersten im Display angezeigten Zeile. Solange gedruckt wird,
kann mit Exit (oder mit der Taste CLEAR) der Druck abgebro-
chen werden.
Der Eintrag 4. Feldstärke ruft eine Anzeige auf, die Aufschluss
über die Feldstärke des empfangenen Signals gibt. Bitte beachten Sie, dass nur die Quantität, nicht jedoch die Qualität gemessen werden kann:
04 DDK 2 Pinne
ELBE ESTUARY: SOUTH
WEST TO WEST INCRE
ASING 6 TO 7, IN
THE EVENING SHIFTING
WEST, GOOD__
Feldstärke
Func Save Exit
Je mehr Pfeile in den eckigen Klammern dargestellt werden,
desto stärker ist das empfangene Signal. Beim nächsten Aufrufen des Menüpunktes 4 wird die Feldstärkenanzeige wieder
gelöscht.
marine radio decoder MRD80
[>>>>>> ]
Sobald einer der Menüpunkte gewählt wurde, wechselt das
Display wieder zur Anzeige der dekodierten Nachricht.
Ähnlich dem Telefonbuch Ihres Mobiltelefons können Sie einen
Kanal auch nach Name oder Nummer suchen. Wählen Sie dazu
den Eintrag 2 Finden:
Wollen Sie beispielsweise den Kanal 12 einstellen und Ihnen
dauert die Auswahl über die Cursortasten zu lange, können Sie
die Suchmaske (2. Finden) des MRD benutzen:
Finden 2212
[Suche nach ... ]
Kanal: 1
Name:
[Ergebnis]
Kanal: 01
Name: DDH47 Pinne
>>
>> Enter Exit
Das Feld Nummer ist für die Eingabe geöffnet. Sofern Sie die
Num mer (den Speicherplatz) des Kanals kennen, geben Sie diese
hier ein und drücken Sie Enter. Haben Sie die Nummer des Kanals gerade nicht parat, können Sie mit dem Softkey >> in das
Feld Name wechseln.
Der Cursor steht auf dem ersten Zeichen, geben Sie den ersten
Buchstaben des Namens ein. Automatisch vervollständigt der
MRD den Namen in alphabetischer Ordnung. Der Cursor springt
zum zweiten Buchstaben.
Sind mehrere Kanäle mit gleichen Anfangsbuchstaben angelegt,
können Sie nun den zweiten Buchstaben eingeben. Beispiel: Sie
wollen den Sender GOTHENBURG empfangen. Im Feld Name
geben Sie den Buchstaben „G“ (Taste 4 einmal) ein, der MRD
vervollständigt automatisch mit „GDYNIA“. Der Cursor springt
auf den zweiten Buchstaben. Geben Sie nun „O“ (Taste 6 dreimal drücken) ein, der MRD vervollständigt mit „GOTHENBURG“:
Nach dem Aufruf springt der Cursor in das Feld Nummer. Wenn
Sie die Nummer des Kanals ändern, wirkt dies wie eine Ko pierfunktion, alle Informationen werden auf den eingegebenen
Ka nal kopiert. Ist der gewählte Kanal belegt, erscheint eine Sicher heitsabfrage. Mit Yes werden die gespeicherten In-
formationen überschrieben, mit No kehren Sie zurück in das
Menü Bearbeiten.
Mit dem Softkey >> springen Sie in das nächste Feld. Sie kön-
nen den Namen über die alphanumerische Tastatur ändern.
Ebenso verfahren Sie mit allen anderen Feldern.
Besonderheiten: Die Felder Mode, Code, Baud, Rot., RPM und
Pol. werden mit den Cursortasten Oben / Unten verändert. Sie
stehen nur dann zur Verfügung, wenn es sinnvoll ist (bei AM
fi nden Sie z. B. keine Codierung). Haben Sie alle Informationen
eingegeben, springt der Cursor zurück in das Feld Num.
Page 46
3 - Bedienung / Wetter
marine radio decoder MRD80
Save
Mit dem Softkey Save speichern Sie die Änderungen, mit
Exit verlassen Sie die Funktion Bearbeiten und kehren zurück
in das Menü Funktionen:
Funktionen 221
1. Empfangen
2. Finden
3. Bearbeiten
4. Hinzufügen
5. Löschen
6. Liste Drucken
>> Enter Exit
Mit der Funktion 4. Hinzufügen können Sie weitere Kanäle hinzufügen. Die Vorgehensweise und die Belegung der Softkeys ist
genau wie beim Bearbeiten von Kanälen (3), mit dem Unterschied, dass die Felder noch keine Informationen enthalten.
Mit dem Menüpunkt 5. werden die unter dieser Nummer gespeicherten Daten nach einer Sicherheitsabfrage endgültig gelöscht:
Sobald Sie den Softkey Yes drücken, sind die gespeicherten
Daten gelöscht. Drücken Sie No, um zurück zum Menü Funktionen zu gelangen.
Beachten Sie, dass nach dem Löschen die Informationen
zu diesem Kanal unwiederbringlich verloren sind. Natür lich können Sie diese oder andere Daten jederzeit
über 4. Hinzufügen wieder eingeben.
Page 47
Func
Print
Als Gedächtnisstütze können Sie sich die gespeicherten Kanäle
seitenweise oder insgesamt ausdrucken lassen. Wählen Sie dazu
den Softkey Func und dann die Funktion 6. Liste Drucken:
Funktionen 221
1. Empfangen
2. Finden
3. Bearbeiten
4. Hinzufügen
5. Löschen
6. Liste Drucken
>> Enter Exit
Mit dem Softkey Print können Sie alle belegten Kanäle druk-
ken:
Sie können in den Feldern „von“ und „bis“ auch die Speicherplatz nummern angeben, die gedruckt werden sollen. Das ist
ganz hilfreich, wenn Sie bereits eine Liste mit 65 Kanälen haben
und soeben die Kanäle 66 - 70 hinzugefügt haben.
Mit Exit gelangen Sie zurück in das Menü Funktionen.
Page 48
3 - Bedienung / Wetter
3.2.3 Gruppen
Manche Seewetterämter und Radiostationen strahlen Ihre Wetter berichte (ihr Programm) auf mehreren Frequenzen gleichzeitig aus.
So sendet Pinneberg seine beiden (unterschiedlichen) Pro gramme auf jeweils drei Frequenzen, so dass der MRD nahezu unabhängig von der Entfernung zum Sender ständig ein Signal empfängt.
Mit Ihrem MRD können Sie bis zu fünf Kanäle zu einer Gruppe
zusammenfassen. Dabei kann eine Gruppe beispielsweise aus
den verschiedenen Frequenzen eines Senders bestehen oder
auch unterschiedliche Radioprogramme (Deutschlandfunk, BBC,
...) zusammenfassen. Insgesamt können zehn Gruppen (Gruppe
0 bis 9) gebildet werden.
Aus dem Wettermenü wählen Sie den Punkt 3. Gruppen, das
Display hat die Anzeige:
Gruppen 23
DT Pinneber
ENGL Pinneb
Roma
Dt.-Welle
BBC UK
Func PgDn Exit
Wählen Sie mit dem Cursor Oben/ Unten eine Gruppe, drücken
Sie dann den Softkey Func:
marine radio decoder MRD80
Wenn Sie an dieser
Stel le ENTER drükken, sucht der MRD
au tomatisch den Kanal mit der höch sten
Feld stärke innerhalb
der Gruppe und beginnt zu dekodieren.
Der Softkey >> wählt einen Eintrag aus, mit Enter wird die
Funktion für die gewählte Gruppe geöffnet.
Mit dem Aufruf von 1. Empfangen sucht der MRD automatisch
nach dem Kanal mit der höchsten Feldstärke in der Gruppe. Der
gefundene Kanal wird eingestellt und entsprechend den gespeicherten Parametern dekodiert (vgl. Seite 45).
Mit der Funktion 2. Bearbeiten können Sie Einträge in einer
Gruppe bearbeiten. Im folgenden Beispiel wird die Gruppe 1
„PINNEBERG 2“ bearbeitet:
CLEAR können Sie den vorgegebenen Namen
zei chenweise löschen.
Kan4: 0
Kan5: 0
>>
>> Save Exit
Der Cursor springt automatisch an die erste Stelle des Gruppennamens. Wie bei Ihrem Mobiltelefon ist die numerische Tasta tur mit Buchstaben belegt. Wollen Sie beispielsweise ein „S“
eingeben, drücken Sie viermal schnell die Taste 7. Nach ca. zwei
Sekunden springt der Cursor zum nächsten Zeichen. In Anhang
C fi nden Sie die vollständige Belegung der Tastatur inklusive aller
Sonderzeichen. Haben Sie sich vertippt, können Sie mit der Taste
CLEAR das letzte Zeichen löschen. Die Tasten 0 und 1 fügen
ein Leerzeichen ein, wollen Sie diese Zahlen eingeben, drücken
sie die Taste zweimal kurz hintereinander.
Der Softkey >> schließt die Eingabe in dieser Zeile ab, der Cursor
springt in das nächste Feld.
In den fünf folgenden Zeilen werden die Kanäle dieser Gruppe
festgelegt. Geben Sie dazu nur die Nummer des Kanals an. Die
Eingabe von 00 löscht den Kanal aus dieser Gruppe. Ein Kanal
kann nur in jeweils einer Gruppe vorhanden sein.
Mit dem Softkey Save speichern Sie die Änderungen in der
Gruppe und kehren zurück zum Menü Funktionen.
Page 50
3 - Bedienung / Wetter
Gruppen 231
1. Empfangen
2. Bearbeiten
3. Hinzufügen
4. Löschen
5. Drucken
marine radio decoder MRD80
>> Enter Exit
Die Funktion 3. Hinzufügen ist der oben beschriebenen Funktion
2. Bearbeiten sehr ähnlich, die Eingabe von Gruppenname und
Kanälen erfolgt analog. Im Gegensatz zum Bearbeiten sind beim
Hinzufügen jedoch alle Felder leer.
Die Funktion 4. Löschen entfernt alle gespeicherten Einträge aus
einer Gruppe:
Gruppe löschen
Diese Gruppe
löschen?
Yes No
Sobald Sie den Softkey Yes drücken, sind die gespeicherten
Daten unwiderrufl ich gelöscht. Drücken Sie No, um zurück zum
Menü Gruppen zu gelangen.
Die Funktion 5. Drucken fertigt einen Ausdruck aller gespeicherten Gruppen mit den zugehörigen Kanälen.
Die 25 Timer Ihres MRD bieten eine komfortable Möglichkeit,
einen Wetterbericht auch in Abwesenheit zu empfangen. Auch
werden Sie einen gesprochenen Wetterbericht nicht mehr versäumen, nur weil gerade der Empfänger nicht eingeschaltet war.
Ähnlich wie bei Ihrem Videorecorder legen Sie bei einem Timer
die Ein- und Ausschaltzeit sowie den Kanal fest. Zudem wird
beim Timer gespeichert, ob der Bericht gespeichert und / oder
gedruckt werden soll.
Aus dem Wettermenü wählen Sie den Punkt 4. Timer, das Display hat die Anzeige:
Timer 24
*0504 - 0516 04
*0717 - 0728 01
1604 - 1616 01
*2047 - 2058 04
PgDn
Func
Func PgDn Exit
Sind mehr als fünf Timer eingegeben, können Sie mit dem Softkey PgDn auf die nächste Seite blättern. Mit Exit gelangen
Sie zurück in das Wettermenü.
Wählen Sie mit den Cursortasten einen Timer, drücken Sie dann
den Softkey Func:
Die Funktion 1. Bearbeiten öffnet den ausgewählten Timer, um
einzelne oder alle Werte zu verändern:
Timer bearb. (2)
Zeit: 0
Modus: Kanal
Kanal: 1 DDH47 P
Speichern: J
Aktiv: J Ton: N
Druck: N COM: J
>>
>>
>> Save Exit
Der Cursor springt automatisch an die erste Stelle im Feld „Ein“.
Über die numerische Tastatur geben Sie an, um welche Uhrzeit
(UTC!) das Programm starten soll. Näheres zu den Sendezeiten
erfahren Sie z. B. in der Admirality List of Radio Signals, Vol. 3,
dem Yachtfunkdienst oder unseren Internetseiten. Mit dem Softkey >> springt der Cursor jeweils ein Feld weiter. Die Uhrzeit
im Feld „Aus“ gibt an, wann das Programm ausgeschaltet werden soll.
Die Übertragungsdauer eines Wetterberichtes ist variabel, so
sind Sturmwarnungen kürzer und damit schneller übertragen
als ein mittelfristiger Wetterbericht mit Fünf-Tage-Vorhersage.
Ein praxisnaher Richtwert liegt zwischen 10 und 25 Minuten.
Im Feld „Modus“ legen Sie fest, ob der Timer einen einzelnen
Kanal oder eine Gruppe von Kanälen aufruft:
marine radio decoder MRD80
717 - 0728
Timer bearb. (2)
Zeit: 0717 - 0728
Modus: Gruppe
Gruppe
1 DT PINN
Speichern: J
Aktiv: J Ton: N
Druck: N COM: J
Sendet eine Station, wie zum Beispiel Pinneberg, sein Programm
auf mehreren Frequenzen, sucht der MRD im Modus „Gruppe“
Page 53
automatisch nach der Frequenz mit der höchsten Feldstärke und
wählt den zugehörigen Kanal für die Aufzeichnung mit diesen
Timereinstellungen aus (vgl. Kapitel 3.2.3).
>>
>>
Save
Im Feld „Kanal“ geben Sie den aufzuzeichnenden Kanal, haben
Sie als Modus „Gruppe“ gewählt, geben Sie die Gruppe an. (vgl.
Kapitel 3.2.3). Die folgenden Felder sind in den Modi „Kanal“
und „Gruppe“ identisch.
Im nächsten Feld legen Sie fest, ob der Bericht gespeichert werden soll. Wechseln Sie zwischen J (Ja) und N (Nein) mit den
Cursortasten. Bei Audioprogrammen (Deutschlandfunk, BBC, ...)
ist dieses Feld ohne Funktion. „Aktiv“ legt fest, ob der Timer
arbeiten soll (J) oder nicht (N). Damit kann der Nord see wet terbericht, der auf dem diesjährigen Mittelmeertörn nicht von Inter esse ist, vorübergehend abgeschaltet werden, ohne dass der
Timer gelöscht werden muss. Im Feld Ton legen Sie fest, ob der
Audioaus gang des MRD während der Aufzeichnung aktiv ist (J).
Um den Bericht gleichzeitig mit der Timer - Auf zeichnung zu
drucken, geben Sie im Feld „Druck“ (J) ein. Wählen Sie (J) im
Feld „COM“, damit der Bericht direkt nach der Auf zeichnung
an das an der RS 232 Schnittstelle angeschlossene Gerät (PC)
gesandt wird.
Mit dem Softkey Save beenden Sie die Eingabe und kehren
in das Menü Timer zurück.
Die Funktion 2. Hinzufügen ist der oben beschriebenen Funktion
1. Bearbeiten sehr ähnlich, die Eingabe des Timers erfolgt analog. Im Gegensatz zum Bearbeiten sind beim Hinzufügen jedoch
alle Felder leer.
Die Funktion 3. Löschen entfernt alle gespeicherten Einträge
eines Timers:
In der Liste sind aktive Timer durch ein Sternchen (*) gekennzeichnet; ist der Timer nicht aktiv, fehlt das Sternchen (vgl. Ab bildung Seite 51).
Bitte beachten Sie, dass Sendezeiten gelegentlich geändert werden. Solcherlei Änderungen erfahren Sie über amtliche Mit teilungs blätter, im Internet oder über einen „Sende zeitenbericht“
selbst. Der Sender Pinneberg gibt Änderungen zur Zeit um 11:10
Uhr auf dem 1. Programm (englisch) und um 10:10 Uhr auf dem
2. Programm (deutsch) bekannt.
Page 55
3.2.5 Empfänger
Durch dieses Menü wird Ihr MRD zum vollwertigen Marine Empfänger. Hier können Sie eine Frequenz inklusive der entsprechenden Übertragungsart und Dekodierung (siehe auch Seite
39) einstellen, ohne dass Sie dazu einen Kanal anlegen müssen.
Diese Funktion ist vor allem dann sehr hilfreich, wenn Sie einen
neuen Audiokanal akustisch auf die beste Frequenz abstimmen
möchten.
Aus dem Wettermenü wählen Sie den Punkt 5. Empfänger, das
Dis play hat die Anzeige:
Empfänger 25
Freq: _.0 kHz
Mode: AM
>>
>> Save Exit
Geben Sie die zu empfangende Frequenz über die numerische
Tastatur ein. Gleichzeitig mit Eingabe der Ziffern wird der MRD
auf die zu empfangende Frequenz eingestellt, was Sie bei eingeschaltetem Lautsprecher auch hören können. Mit den Cur sortasten Oben / Unten können Sie die eingegebene Frequenz ver-
ändern.
Zur Eingabe der Nachkommastelle drücken Sie den Softkey >>:
Mit den Cursortasten kann nun die Frequenz in Schritten von
0,1 kHz geändert werden. Wollen Sie auch die Übertragungsart
>>
ändern, drücken Sie den Softkey >>, um in das Feld Mode zu
gelangen:
Empfänger 25
WEATHER AND SEA
BULLETIN FOR _
Freq: 10100.8 kHz
Mode: FSK
Code: RTTY
Pol: N Baud: 50
>> Save Exit
Stellen Sie mit den Cursortasten Oben / Unten eine Betriebsart
ein. Wenn Ihr MRD das empfangene Signal dekodieren kann,
sehen Sie das Resultat in der zweiten und dritten Displayzeile.
Die Felder Mode, Code, Baud, Rot., RPM und Pol. werden mit
den Cursortasten Oben / Unten verändert. Sie stehen nur dann
zur Verfügung, wenn es sinnvoll ist (bei AM fi nden Sie z. B. keine
Codierung).
marine radio decoder MRD80
Natürlich können Sie die so ermittelte Frequenz auch als Kanal
abspeichern:
Über den Softkey
Save werden die
ein gestellten Werte
in die Maske Speichern übernommen,
und das Feld Nummer wird angesprungen. Den weiteren Ab lauf beim
Spei chern eines Ka-
nals ken nen Sie bereits, es entspricht der Funktion Bearbeiten
und ist auf Seite 45 erläutert.
Beachten Sie, dass der MRD nach der unter Einstellungen ->
Stand-By eingestellten Zeit (vgl. Seite 70) wieder in die Betriebsart Stand-By zurückkehrt.
Neben den astronomischen Bahnen von Sonne und Erde ist die
Atmosphäre hauptsächlich verantwortlich für Wetter und Klima.
Die richtige Interpretation des atmosphärischen Luft druckverlaufs ist eine wichtige Grundlage der Wetterkunde, sie sorgt
für das Verständnis verschiedener Wetterer schei nun gen. Druckschwankungen sind mit der Wetterlage sehr eng verknüpft.
Für Meteorologen sind sowohl der Luftdruck als auch seine
Schwankungen wichtig, denn der absolute Luftdruck sagt nichts
über das Wetter aus. Bei beispielsweise 1025 hPa (Hektopascal)
kann die Sonne scheinen, kann es regnen oder gewittern, kann
es stürmen oder Flaute sein. Einzig wichtig ist der Verlauf des
Luftdrucks, also die Kurvenform. Es gibt lediglich eine größere
Wahrscheinlichkeit, dass es bei hohem Luftdruck weniger regnet, als bei niedrigem.
Kennt man die Lage und Bewegungsrichtung der Hoch- und
Tiefdruckgebiete durch den aktuellen Wetterbericht und interpretiert den Luftdruckverlauf vor Ort, kann man eigene Wet tervorhersagen für die folgende 4-8 Stunden treffen.
Beim optionalen Baroskopmodul wurde viel Wert auf hohe Genau igkeit gelegt. Es wird alle drei Minuten ein neuer Mess wert
aufgenommen und gespeichert. Dabei kann der Luft druck verlauf der letzten vier Tage angezeigt werden. Solange Ihr MRD
im Stand-by Betrieb ist, wird ständig der Luftdruck über der Zeit
angezeigt, sofern das Baroskop Modul installiert ist.
11.01.01 19:44
Luftdruck
in hPa
STBY! 1026,6
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
Skala
Luftdruckkurve
. . . . . . . . . . .
. . . . . . . . . . .
-24h 0 h
Menu
Um die Lesbarkeit der Luftdruckkurve zu verbessern, wurde eine
Skala hinterlegt. In der vertikalen beträgt der Abstand zwischen
zwei Punkten 4 hPa. Bei einem angezeigten Zeitraum (vgl. Ka-
pitel 3.2.2) von 24 Stunden beträgt der Abstand zwischen zwei
Punkten 2 Stunden, Bei 96 Stunden entspricht der Abstand 8
Stunden.
Zur Einstellung des Baroskops oder zum Ausdruck der Luft druckkurve wählen Sie den Menüpunkt 3 Baroskop im Hauptmenü:
Baroskop 3
1. Drucken
2. Zeitraum
3. Eichwert
4. Alarm
marine radio decoder MRD80
Enter
>> Enter Menu
3.3.1 Drucken
Die Funktion 1. Drucken fertigt einen Ausdruck der Luft druckkurve über den in Kapitel 3.3.2 gewählten Zeitraum. Der MRD
kehrt nach Beendigung automatisch in das Hauptmenü zurück.
Je nach ausgewähltem Zeitraum (vgl. Absatz 3.3.2) wird der
Verlauf des Luftdrucks über die vergangenen 24 oder 96 Stunden gedruckt. Bei 24 Stunden wird ein Wert pro Stunde gedruckt, bei einem Zeitraum von 96 Stundenwird für jeweils 4
Stunden ein Wert gedruckt.
In der letzten Zeile der linken Spalte steht der zur letzten vollen
Stunde gemessene Wert, in unserem Beispiel vom 11. Januar
um 19:00 Uhr mit 1026,3 hPa. Darüber steht der Wert von 18:00
Uhr mit 1026,1 hPa. In der ersten Zeile steht der Wert vom 10.
Januar um 20:00 Uhr. Rechts vom Wert ist dieser durch ein „o“
gekennzeichnet. Verbindet man die „o“ auf dem Ausdruck gedanklich oder mit einem Stift, erhält man eine genaue Vor stellung vom Verlauf des Luftdrucks.
Zum Ausdrucken der Luftdruckkurve wählen Sie den Menüpunkt
-------------- Baroskop ----------------- [ -24h ]
1024,3 o
1022,2 o
1021,1 o
1019,5 o
1017,2 o
1015,3 o
1014,0 o
1013,5 o
1012,1 o
1012,0 o
1010,4 o
1010,7 o
1011,6 o
1013,8 o
1015,2 o
1017,1 o
1019,4 o
1021,1 o
1022,9 o
1024,5 o
1025,1 o
1025,3 o
1026,1 o
1026,3 o
[ 0h ]
MRD 80 11.01.01 19:44 UTC
Ship: xxxxxxx Owner: yyyyyyyyyyy
Sie können den Papierstreifen nun abreissen und um 90° gegen
den Uhrzeigersinn drehen, halten Sie ihn unter das Display und
Sie sehen den gleichen Kurvenverlauf.
Technische Anmerkung: Der vertikale Abstand zwischen zwei Punkten beträgt 4 hPa. Alle 3 Minuten (24 Stunden) bzw. 12 Minuten (96 Stunden) wird
ein Messwert aufgenommen. Das Mittel aus 4 Messwerten wird als Punkt auf
dem Display (Pixel) dargestellt. Ein Pixel ist also ein Mittelwert aus 4 Messwerten.
Bei einer Breite von 128 Pixeln ergibt sich demnach ein neues Pixel alle 12 (24
h) bzw. 48 Minuten (96 h). Bei großen Luftdruckschwankungen wird nicht die
gesamte Kurve auf dem Display dargestellt. Vielmehr wird die Kurve so verschoben, dass die letzten Werte sichtbar sind (das sind die Interessanten).
Beim Drucken wird der Speicher des Display ausgelesen und alle Messwerte auf
24 Zeilen verteilt. Bei 4 Messwerten und 128 Pixeln ergeben sich insgesamt 512
Messwerte pro Periode, daraus folgt ein Mittelwert von 21 Messwerten pro
gedruckter Zeile. Der Ausdruck erfolgt dabei so, dass immer der minimale und
maximale Luftdruck der gewählten Periode sichtbar ist.
3.3.2 Zeitraum
Mit dem Menüpunkt 2. Zeitraum legen Sie fest, über welchen
Zeitraum der Luftdruck gemessen werden soll. Die Einstellung
24 Stunden bietet eine hohe Aufl ösung und ist für eine Prognose der Wetterentwicklung in den nächsten Stunden hilfreich.
Die Einstellung 96 Stunden ist für die mittelfristige Wet ter entwicklung dienlich. Unabhängig von der gewählten Einstellung
werden die Werte immer über 96 Stunden gespeichert.
Zeitraum 32
Darstellung über
24
marine radio decoder MRD80
24 96 Exit
Der eingestellte Zeitraum wird unterlegt dargestellt. Mit den
Softkeys 24 oder 96 ändern Sie die Einstellung, Exit führt
zurück in das Menü Baroskop.
3.3.3 Eichwert
Über den Eichwert legen Sie den fremdermittelten Wert für den
Luftdruck fest. Eine solche Art der Kalibrierung ist in der Regel
einmalig. Genaue Daten für den an Ihrem Standort momentanen Luftdruck erhalten Sie von einem geeichten Barographen,
dem örtlichen Wetteramt und oft auch vom Hafenmeister. Beach ten Sie, dass für die örtliche Wetterentwicklung die Änderung des Luftdrucks über der Zeit wichtiger ist als der absolute
Wert des Luftdrucks.
Bei Aufruf des Menüpunktes 3. Eichwert wird der momentan
gemessene Luftdruck angezeigt:
Der Eichwert ist zur Bearbeitung geöffnet, mit >> wechseln Sie
zur Dezimalstelle, mit Save speichern Sie die Änderungen und
über Exit kehren Sie zum Menü Baroskop zurück.
3.3.4 Alarm
In Meyer’s großem Handlexikon ist Wind als „durch horizontales
Luftdruckgefälle entstehende Ausgleichsluftbewegung vom hohen zum tiefen Luftdruck“ defi niert. Je schneller der Luftdruck
sich ändert, desto mehr Wind wird es geben.
An Ihrem MRD können Sie einen Grenzwert einstellen, ab welcher Luftdruckänderung Sie gewarnt werden wollen. Als Richtwert für Starkwind gilt eine Änderung des Drucks von 5 hPa pro
Stunde. Nach Aufruf des Menüpunktes 4. Grenzwert erhalten
Sie folgende Anzeige:
Alarm 34
Alarm: No
>> Save Exit
Ändern Sie die Ein stel lung Alarm mit den Cur sortasten auf Yes,
Sie erhalten die An zeige:
Alarm 34
Alarm: Yes
Grenze: 5 hPa/h
>>
>> Save Exit
Save
Ta s tatur einen neuen Grenz wert ein. Mit Save speichern Sie
die Änderungen und über Exit kehren Sie zum Menü Ba ros-
kop zurück.
Wechseln Sie mit dem
Softkey >> in das Feld
Grenze. Ge ben Sie
über die numerische
Page 62
3 - Bedienung / Logbuch
3.4 Logbuch
Mit dem Logbuch verfügt der MRD über ein leistungsstarkes
Werkzeug, um die relevanten Daten eines Törns zu protokollieren. Voraussetzung dafür ist, dass die Daten vom GPS-Navigator
und vom Instrumentensystem mit dem NMEA 0183 Protokoll
übertragen werden. Die technischen Einzelheiten fi nden Sie im
Kapitel 4 Installation. In diesem Kapitel wird davon ausgegangen, dass alle Verbindungen ordnungsgemäß durchgeführt
wur den und Navigator sowie Instrumentensystem die notwendigen Daten bereitstellen.
Wählen Sie aus dem Hauptmenü den Eintrag 4. Logbuch:
Logbuch 4
1. Anzeigen
2. Drucken
3. Intervall
4. Rohdaten
5. Datensätze
6. Filter
>> Enter Menu
Der Softkey >> wählt einen Menüpunk, Enter ruft den jewei-
ligen Menüpunkt und über Menu kehren Sie zum Haupt menü
zurück.
marine radio decoder MRD80
3.4.1 Anzeige
Der Menüpunkt 1. Anzeigen ruft eine Liste der Logbucheinträge
auf:
Die Einträge sind chronologisch nach Datum und Uhrzeit geordnet, die jüngste Aufzeichnung steht als erste in der Liste. Der
Eintrag „200900 12:00“ gibt demnach die Aufzeichnung vom
20. September 2000 um 12:00 Uhr an (lokale Zeit, vom GPS
empfangen).
Der Softkey >> wählt einen Eintrag, Enter ruft den gewähl-
ten Eintrag auf, und über Exit kehren Sie zum Menü Logbuch
zurück.
Mit Enter öffnen Sie den Logbucheintrag zur Ansicht:
210900 12:00
Lat 54°30.74 N
Lon 9°32.95 E
COG 304°
SOG 7.2 kn
Page
2
>> Page 2 Exit
Mit dem Softkey Page 2 wählen Sie die zweite Seite dieses
Logbucheintrages:
210900 12:00
Head 301°
Speed 7.4 kn
WindAng 114°
WindSpd 17.2 kn
Der Softkey >> wählt den nächst älteren Eintrag im Logbuch,
mit dem Softkey Page 1 wählen Sie die erste Seite dieses
Logbucheintrages, über Exit kehren Sie zum Menü Logbuch
zurück.
Page 64
3 - Bedienung / Logbuch
Folgende Abkürzungen werden für die Logbucheinträge benutzt:
• Lat: Geographische Breite in Grad, Minuten und Hundertstel
Minuten, Nord oder Süd
• Lon: Geographische Länge in Grad, Minuten und Hundertstel
Minuten, Ost (E) oder West
• COG: Kurs über Grund
• SOG: Geschwindigkeit über Grund.
• Head: Kurs durchs Wasser
• Speed: Geschwindigkeit durchs Wasser.
• WindAng: Windeinfallswinkel (scheinbar)
• WindSpd: Windgeschwindigkeit (scheinbar)
3.4.2 Drucken
Sie können die Logbucheinträge zur Archivierung auch Ausdrucken lassen. Wählen Sie dazu im Logbuchmenü den Eintrag
Der Softkey >> wählt einen Eintrag, Enter druckt den gewählten Eintrag auf und über Exit kehren Sie zum Menü
Logbuch zurück.
„1 - 10 Drucken“ druckt die jüngsten 10 Logbucheinträge aus,
„1 - 20 Drucken“ die jüngsten 20 Einträge. Ihr MRD speichert
bis zu 50 Logbucheinträge, mit „Alle Drucken“ erhalten Sie einen Ausdruck des gesamten Logbuchspeichers. Gedruckt werden nur die Datensätze, die gültige Werte enthalten.
Auf der nächsten Seite fi nden Sie einen (gekürzten) Bei spielausdruck.
Page 65
---------- Logbuch ---------------------------
--- 210900 12:04 --Lat 54°30.74 N Lon 9°32.95 E
COG 304° SOG 7.2 kn
Head 301° Speed 7.4 kn
WindAng 114° WindSpd 17.2 kn
--- 210900 11:04 --Lat 54°28.33 N Lon 9°37.84 E
Head 311° Speed 7.7 kn
COG 314° SOG 7.5 kn
WindAng 118° WindSpd 16.3 kn
--- 210900 10:04 ---
Lat ....
3.4.3 Intervall
Hier legen Sie das Aufnahmeintervall für die Logbucheinträge
in Minuten fest. Wählen Sie dazu im Logbuchmenü den Eintrag
Das derzeit gewählte Intervall erscheint unterlegt im Display. Der
Eintrag „Aus“ schaltet die Logbuchaufzeichnung ab.
Der Softkey >> wählt einen Eintrag, Save ruft den gewählten
Eintrag auf und über Exit kehren Sie zum Menü Logbuch
zurück.
Die Aufzeichnung beginnt ab dem Moment, wo der Softkey
Save gedrückt wird.
Page 66
3 - Bedienung / Logbuch
3.4.4 Rohdaten
Mit dieser Funktion können die eingehenden NMEA 0183 Daten
auf dem Display angezeigt und ausgedruckt werden. Dies ist
im praktischen Bordbetrieb ohne Belang, bietet jedoch bei der
Vernetzung mit anderen Geräten an Bord eine große Hilfe. Wählen Sie im Logbuchmenü den Eintrag 4. Rohdaten:
Der Softkey Stop friert die Anzeige ein, Print druckt alle
Daten, bis Stop gedrückt wird, und über Exit kehren Sie
zum Menü Logbuch zurück. Wenn der Softkey Stop gedrückt
wurde, wechselt er seine Funktion zu Start.
3.4.5 Datensätze
marine radio decoder MRD80
Hier legen Sie fest, welche NMEA 0183 vom MRD angezeigt und
ausgedruckt werden sollen. Befi ndet sich unter Ihren In stru menten beispielsweise kein Windmesser, können Sie hier die Anzeige beziehungsweise den Ausdruck der dann leeren Felder Windgeschwindigkeit und Windwinkel unterdrücken. Wählen Sie im
Logbuchmenü den Eintrag 5. Datensätze:
Der Softkey >> wählt einen Eintrag, mit den Cursortasten ändern Sie die Werte Yes (wird aufgezeichnet) und No (wird nicht
aufgezeichnet). Mit Save speichern sie die gewählten Einträge, über Exit kehren Sie zum Menü Logbuch zurück.
3.4.6 Filter
Ihr MRD verfügt über einen Filter, der einen Log buch ein trag
unterdrücken kann, wenn das Schiff sich nicht in Fahrt befi ndet.
Dabei wird der Inhalt des Feldes SOG (Geschwindigkeit über
Grund) ausgewertet. Ist die Geschwindigkeit 10 Minuten vor
dem Logbucheintrag gleichbleibend kleiner 1 Knoten, geht der
MRD davon aus, dass sich das Schiff nicht in Fahrt befi ndet, es
fi ndet kein Logbucheintrag statt.
Wählen Sie Yes, wird die Logbuchaufzeichnung bei stehendem
Schiff unterdrückt. Bei Auswahl von No wird das Logbuch
unabhängig von der Bewegung des Schiffes aufgezeichnet.
Mit drücken der Softkeys Yes oder No ändern und speichern
Sie die jeweilige Einstellung für den Filter. Der Softkey Exit
führt zurück in das Menü und übernimmt die geänderten Einstellungen.
Page 68
3 - Bedienung / Einstellungen
3.5 Einstellungen
Dieses Kapitel beschreibt die Grundeinstellungen Ihres MRD.
Rufen Sie aus dem Hauptmenü den Punkt 5. Einstellungen auf:
Einstellungen 5
1. Zeit
2. Name
3. Standby
4. Sprache
5. COM - Port
marine radio decoder MRD80
>> Enter Menu
Der Softkey >> wählt einen Menüpunk, Enter ruft den gewählten Menüpunkt auf, über Menu kehren Sie zum Haupt-
menü zurück.
3.5.1 Zeit
Sie können bei der Uhrzeit jede beliebige lokale Uhrzeit eingeben. Wir empfehlen jedoch, mit der Normalzeit (UTC) zu arbeiten, da auch alle Angaben zu Sendezeiten von Wetterberichten
in UTC gemacht werden. Sie erhalten die UTC, indem Sie von
der Mitteleuropäischen Sommerzeit zwei Stunden subtrahieren
(im Winter nur eine Stunde). Zeigt Ihre Armbanduhr also 12:15
Uhr, stellen Sie 10:15 beim MRD ein.
Zum Einstellen der Uhrzeit wählen Sie den Menüpunkt 1. Zeit:
Geben Sie die Uhrzeit (Stunde : Minute) über die numerische
Tastatur ein. Springen Sie mit dem Softkey >> von Feld zu Feld.
Wenn das Datum bereits stimmt, können Sie mit dem Softkey
Save speichern und mit Exit zum vorherigen Menü zurück-
kehren.
Geben Sie das Datum (Tag : Monat : Jahr) über die numerische
Tastatur ein. Drücken Sie zum Abschluss Save. Sollten Sie sich
einmal vertippt haben, können Sie mit der Taste CLEAR den
jeweils letzten Eintrag löschen.
3.5.2 Name
Zur Festlegung des Namens von Schiff und Eigner wählen Sie
den Menüeintrag 2. Name:
Der Cursor springt auf das erste Zeichen im Feld Schiffsname.
Wie bei Ihrem Mobiltelefon ist die numerische Tastatur mit Buchstaben belegt. Wollen Sie beispielsweise ein „S“ eingeben, drükken Sie viermal schnell die Taste 7. Nach ca. zwei Sekunden
springt der Cursor zum nächsten Zeichen. In Anhang C fi nden
Sie die vollständige Belegung der Tastatur inklusive aller Sonderzeichen. Haben Sie sich vertippt, können Sie mit der Taste
CLEAR das letzte Zeichen löschen. Die Tasten „0“ und „1“ fügen
ein Leerzeichen ein, wollen Sie diese Zahlen eingeben, drücken
sie die Taste zweimal kurz hintereinander.
Ist der Name des Schiffes eingegeben, folgt in gleicher Weise
der Eignername. Zum Wechsel in das Feld „Eigner“ drücken Sie
den Softkey >>. Sind beide Namen eingegeben, drücken Sie
zum Abschluss den Softkey Save.
Page 70
3 - Bedienung / Einstellungen
3.5.3 Stand-by
Der Navtex Dekoder Ihres MRD ist ständig empfangsbereit, solange Sie nicht manuell einen anderen Kanal eingestellt haben
oder ein Timer zur Aufzeichnung eines Wetterberichtes aktiv ist.
Auch, wenn Sie Einstellungen in einem beliebigen Menü vornehmen, kann der MRD keine Navtex Meldungen empfangen. Damit nicht unbeabsichtigt wichtige Meldungen versäumt werden,
schaltet das Gerät nach einer bestimmten Zeit ohne Bedienung
in den Stand-by Betrieb zurück.
Wählen Sie den Eintrag 3. Stand-by, um festzulegen, nach wieviel Minuten (1 - 9) nach dem letzten Tastendruck der MRD
automatisch in den Stand-by Betrieb zurückkehren soll:
Geben Sie die Minuten über die numerische Tastatur ein. Save
bestätigt die Eingabe, und über Exit kehren Sie zum Menü
Einstellungen zurück, ohne den eingegebenen Wert zu Speichern.
Page 71
3.5.4 Sprache
Wählen Sie den Menüeintrag 4. Sprache aus, im Display sehen
Sie:
Sprache 54
1. Deutsch
2. Norsk
3. Svenska
4. Espanol
5. Italiano
6. English
>> Save Exit
In dieser Softwareversion können Sie nur zwischen Deutsch,
Norwegisch, Spanisch, Schwedisch, Italienisch und Englisch
wählen, weitere Sprachmodule werden folgen.
Der Softkey >> wählt die Sprache aus, Save speichert die
Eingabe, und über Exit kehren Sie zum vorherigen Menü
zurück.
Über die integrierte RS 232 Schnittstelle ist Ihr MRD in der Lage,
Navtex Meldungen und Wetterberichte im ASCII Format an einen PC zur weiteren Verarbeitung zu übermitteln. Dabei ist das
Übertragungsformat fest vor gegeben: Es werden 8 Datenbits
ohne Parität bei einem Stopp bit gesendet. Die Geschwindigkeit
der Übertragung können Sie Ihren Anforderungen entsprechend
anpassen.
Wählen Sie dazu den Menüeintrag 5. COM-Port aus, im Display
sehen Sie:
Der Softkey >> wählt einen Menüpunkt, Save speichert die
gewählte Übertragungsgeschwindigkeit; über Exit kehren Sie
zum Menü Einstellungen zurück.
Page 73
3.6 Extras
Dieses Kapitel beschreibt das Menü Extras Ihres MRD. Rufen Sie
aus dem Hauptmenü den Punkt 6. Extras auf:
Extras 6
1. Sleep Timer
2. Neues Papier
3. Kommunikation
4. Werkseinstg.
5. Zurücksetzen
>> Enter Menu
Der Softkey >> wählt einen Menüpunkt, Enter ruft den
gewählten Menüpunkt auf; über Menu kehren Sie zum Haupt-
menü zurück.
3.6.1 Sleep Timer
Mit der Sleep Funktion wird der MRD für 1 bis zu 30 Tage ausgeschaltet (minimaler Stromverbrauch). Nach xx Tagen schaltet
sich der MRD um Mitternacht wieder in Stand-by und empfängt
die Meldungen gemäß den Timereinstellungen. Damit ist gewährleistet, dass Sie auch nach dreiwöchiger Abwesenheit sofort den aktuellen Wetterbericht in Händen halten.
Soll das Gerät vor Ende des „Winterschlafes“ wieder in Betrieb
genommen werden, muss der MRD einmal Aus und wieder Ein
geschaltet werden. Zur Einstellung und Aktivierung des Sleep
Timers wählen Sie den Menüpunkt 1:
Der Softkey >> erhöht die Anzahl der Tage um 1 (Sie können
die Tage auch über die numerische Tastatur eingeben), Enter
versetzt den MRD in den „Winterschlaf“ und über Exit kehren
Sie zum Menü Einstellungen zurück.
3.6.2 Neues Papier
Ihr MRD unterstützt Sie beim Einlegen einer neuen Papierrolle.
Legen Sie die neue Rolle wie in Kapitel 4.9 beschrieben ein.
Wählen Sie dann den Menüpunkt 2. Neues Papier aus:
Neues Papier 62
Feed = 10 Zeilen
Line = 1 Zeile
marine radio decoder MRD80
Feed
Line
Feed Line Exit
Drücken Sie den Softkey Feed zweimal, um einen Pa pier vorschub von jeweils 10 Zeilen zu veranlassen.
Drücken Sie dann Line, bis das Papier aus dem Schacht herauskommt. Zum Abschluss drücken Sie Exit.
3.6.3 Kommunikation
Dieser Menüpunkt ist dem Servicetechniker vorbehalten. Mittels
einer speziellen Software kann hier der Kanalspeicher ausgelesen und (zum Beispiel nach einer Reparatur) wieder in den MRD
geschrieben werden.
Ihr MRD verfügt über zwei Speicherbereiche. In einem sind die
Werkseinstellungen gespeichert, auf diesen haben Sie keinen
Zugriff. Im anderen Speicherbereich werden neben den dekodierten Nachrichten auch Ihre Änderungen oder Ergänzungen
an den Kanälen abgelegt. Ist die Datenbank der Kanäle z. B.
nach einem Reset (siehe 3.6.5) gelöscht worden, können mit
dieser Funktion die ursprünglichen Einstellungen der Kanäle
wieder hergestellt werden. Wählen Sie den Menüpunkt 4.:
Werkseinstg. 64
Sind Sie sicher?
Yes No Exit
3.6.5 Zurücksetzen (Reset)
Die Reset Funktion löscht alle Speicherinhalte unwiderruflich. Das betrifft auch die gespeicherten Kanäle, Gruppen,
Timer, Navtex Nachrichten und Wetterberichte. Lassen Sie also
alle Einstellungen, die eventuell nochmals verwendet werden
sollen, vor dem Reset ausdrucken. Wählen Sie den Menüpunkt
Wählen Sie den Softkey Yes, und alle Speicherinhalte sind
endgültig gelöscht.
Page 76
marine radio decoder MRD80
3.7 Beleuchtung
Im Stand-by Betrieb ist die Beleuchtung von Tastatur und Display
des MRD aus. Ein Druck einer beliebigen Taste (ausser POWER)
schaltet die Be leuchtung ein. Die Beleuchtung verlöscht automatisch nach verstreichen der unter Stand-by (vgl. Kapitel 3.5.3)
eingestellten Zeit.
Solange Sie sich in einem Menü bewegen, ist auch die Beleuchtung an. Dies gilt auch beim manuellen Empfang eines
Kanals. Im Timerbetrieb ist die Beleuchtung nicht an. Wollen Sie
den Bericht schon beim Empfang mitlesen, drücken Sie einfach
eine der Cursortasten.
3.8 Software
Dieses Handbuch wurde für die Software Version Rev. 0110xx
geschrieben. Gegenüber der Vorgängerversion Rev 010829 verfügt diese Ausgabe über folgende wesentliche Eigenschaften:
• Die RS 232 Schnittstelle ist nun in der Lage, Navtex Meldungen und Wetterberichte an einen PC zu senden.
• Das Menü Receiver wurde zum Menüpunkt Wetter hinzugefügt (siehe Ka pitel 3.2.5).
• Nunmehr ist auch der Gruppenempfang möglich (siehe Kapitel 3.2.3).
Beim Einschalten Ihres MRD sehen Sie für ca. 2 Sekunden folgende Anzeige.
MRD 80 - V 1.0
Software Version
Rev 010829
Oct 19 2001
14:35:07
Seriennummer
SN 12344321
Die dritte Zeile im Display nennt die Software Version (hier:
19.10.01, ergibt die Rev 011019). Ihr Fachhändler gibt Ihnen
• 1065-31020 Externer Lautsprecher (mit Kabel und Stecker)
• 1065-31030 Marine Antenne 2,7 Meter, passiv
• 1065-31040 Aktive Antenne (Versorgung über MRD)
• 1065-31050 Balun Antennenkoppler zur Montage am (Achter-)Stag
• 1065-31060 Montagebügel
• 1065-31065 Einbaurahmen
• 1065-31070 Audio Kabel mit Stecker für MRD
• 1065-31080 RS232 Kabel mit 9poligem Sub-D Stecker für den PC COM Port
• 1065-31090 Ersatzpapier (3 Rollen)
4.1.3 Technische Daten
Allgemeine Daten
Display: Graphik LCD mit 8 Zeilen / 16 Zeichen
(128 x 64 dots)
Speicher: 100 KByte
Drucker: Industrie Thermo Drucker, 46 Zeichen pro Zeile
Papier: Breite 80 mm, Länge 25 m
Tastatur: Funktionstasten und Alphanumerisches Tastenfeld
(Hintergrundbeleuchtet)
Montage: Aufbau-, Einbau- oder Bügelmontage
Isolierter BNC Anschluss 50 Ω mit integrierter Spannungsversorgung 12 Volt für
Aktivantennen, alternativ Passivantenne oder Antenne für ein isoliertes Achterstag
(mit Balun)
NMEA Eingang
1 x NMEA 0183 für GPS und/oder Instrumentensystem (Navigationslog)
Erkannte NMEA Datensätze: GGA, GLL, HDG, HDT, MWV, RMC, VHW, VTG, ZDA
marine radio decoder MRD80
Serielle Schnittstelle
Eingang: RS 232 zur Programmierung neuer Software
Ausgang: RS 232 mit ASCII Zeichensatz, 4800, 9600 oder 19200 Baud, 8
Datenbits, 1 Stopbit, keine Parität
NF Ausgang
3 Vpp als “Line out” für einen externen Lautsprecher (Option) mit integriertem
Verstärker und Lautstärkeregler (nur bei MRD 80)
Physikalische Daten
Spannungsversorgung: 12 Volt DC
Stromaufnahme (@ 13,5 Volt): < 5 mA (Schlaf Modus),
270 mA (Standby),
550 mA (Drucker)
Maße: 170 x 225 x 95 mm
Gehäuse: ABS Kunststoff
Gewicht: 1350 Gramm
Die Montage Ihres MRD erfolgt typischerweise unter Deck, da das Gerät durch den
Papierauslass nicht spritzwassergeschützt ist. Wählen Sie als Einbauort also einen
trockenen Platz in der Navigationsecke, wo Sie sowohl den MRD bedienen als auch
das Display lesen können.
4.2.2 Schottmontage
Die typische Montageart ist das Einlassen des MRD in ein Schott. Im Lieferumfang
fi nden Sie dazu 4 Messing Gewindebolzen, 4 Rändelmuttern, 4 Distanzstücke und
eine Einbauschablone.
Beachten Sie bei der Auswahl des
Ein bauortes, das - gemessen von der
Ge häuse rückseite - noch ca. 4 cm
Platz für die Kabel benötigt werden.
Sägen Sie mit Hilfe der Einbauschablone zunächst einen Ausschnitt am gewählten
Montageort in das Schott. Bohren Sie dann die 4 Löcher für die Stehbolzen.
Stecken Sie das Gerät von vorne in das Schott. Schrauben Sie die Bolzen und Rän delmuttern von hinten fest. Da sich die Rändelmutter direkt am Gehäuse nicht drehen
lässt, empfehlen wir gerade bei Schotts mit Stärken zwischen 5 und 20 mm den
Ein satz der Distanzhülse.
Der optional erhältliche Montagebügel wird zusammen mit 3 Befesti gungsschrauben, 2 Rändelschrauben und 4 Zahnscheiben aus Kunststoff geliefert. Die
Zahnscheiben verhindern ein unerwünschtes verdrehen des Gerätes im Bügel.
Zur Befestigung des Bügels bohren Sie drei 4 mm
Löcher. Benutzen Sie dabei den Bügel selbst als Scha-
blo ne. Befestigen Sie den Bügel mit den drei Schrauben.
Die vier Zahnscheiben verfügen über jeweils zwei Zapfen, so
dass sie jeweils nur in einer Stellung passen. Setzen Sie zwei
Zahn scheiben in das Gerät und zwei in den Bügel ein.
Schrauben Sie nun die Rändelschrauben mit jeweils ca. 2 Gewindegängen in das
Gerät. Setzen Sie das Gerät in den Bügel ein und fi xieren Sie die Rändelschrauben.
Fahren Sie nun mit dem elektrischen Anschluß fort.
marine radio decoder MRD80
Die Montage des Bügels kann auf einem
Tisch, an einem Schott oder unter der
Decke erfolgen. Beachten Sie bei der Auswahl des Montageortes, dass zusätzlich
zur Gehäusetiefe noch ca. 4 cm für die Ka-
bel benötigt werden.
4.3 Elektrischer Anschluss
Sämtliche Anschlüsse
auf der Rückseite des
MRD sind so gehalten,
dass sie nicht ver tauscht
werden können, zudem
sind sie mit klaren Bezeich nungen versehen.
Alle Stecker werden mit
ei nem Bajonettverschluss befestigt, dazu
ist kein Werkzeug notwen dig. Die nebenstehende Abbildung zeigt
die Anschlüsse auf der
Rückseite des MRD:
Die 12 Volt Spannungsversorgung erfolgt über den Anschluß
„POWER“. Am Span nungs versorgungskabel ist Braun Plus
und Weiß Minus. Das Netzteil des MRD ist mit einer 2 Ampere Sicherung (träge) abgesichert. Sollte die Sicherung einmal getauscht werden müssen, verwenden Sie unbedingt
nur eine des gleichen Typs und keinesfalls eine stärkere Si cherung. Prüfen Sie vor dem Austausch die Ursache des Fehlers!
(1) + Batterie
(3) Minus
4.5 Antennenanschluss
Eine gute Antenne ist unabdingbare Voraussetzung für einen guten Empfang.
Ebenso wichtig ist eine fachgerechte Installation der Antennenanlage. Wir empfehlen die Beratung durch den Fachhandel.
Der MRD verfügt über einen Antenneneingang für eine passive oder eine
aktive Antenne. Der Anschluß ist als BNC-Typ ausgeführt, ein passender
Stecker befi ndet sich im Lieferumfang.
Wenn Sie eine aktive Antenne anschließen, kann diese vom MRD mit 12 Volt versorgt werden. Setzen Sie dazu die im Lieferumfang befi ndliche 100 mA Sicherung
in die mit „FUSE ANT“ bezeichnete Halterung ein, die Versorgung der Antenne
erfolgt dann über die Koaxleitung.
Verwenden Sie eine passive Antenne, oder einen Achterstagkoppler (Balun), entnehmen Sie die Sicherung bitte aus der Halterung.
4.6 Datenverbindung über NMEA
Der MRD verfügt über einen Dateneingang nach NMEA 0183. Es werden die Datensätze GGA, GLL, HDM, HDT, MWV, RMC, VHW, VTG und ZDA verarbeitet.
Das NMEA Kabel befi ndet sich im Lieferumfang. Die braune
(1) NMEA Rx +
Leitung ist Rx +, die weiße Leitung ist Rx -. Zum Empfang
von NMEA Daten verbinden Sie Rx + mit Data Out Plus und
RX - mit Data Out Minus (manchmal auch „Common“ ge-
(2) NMEA Rx -
nannt) Ihres Navigators oder Instrumentensystems.
(5) Return
4.7 Serielle Schnittstelle
Der MRD verfügt über eine serielle Schnittstelle gemäß RS
232. Um den MRD mit einem PC verbinden zu können, benötigen Sie das optionale Kabel 1065-31080. Mittels eines Ter-
mi nalprogramms können die dekodierten Daten von der Schnitt stelle ausgelesen
werden. Weitere Angaben fi nden Sie in Kapitel 3.5.5. Das Kabel ist fertig konfektioniert und verfügt PC-seitig über einen 9 Sub-D Stecker.
4.8 Audio Anschluss
Der Audio Ausgang des MRD 80 ist aktiv. Die Laut stärkeregelung erfolgt über den optionalen Lautsprecher.
(1) + 12 Volt
Natürlich können auch Lautsprecher anderer Hersteller, ein
Autoradio mit Line-In Anschluss oder ein PC mit Soundkarte angeschlossen werden. Die braune Leitung ist + 12
(2) LS Audio
(3) Minus
Volt , die weiße ist Lautsprecher plus, die Abschirmung ist Minus.
4.9 Papierwechsel
Öffnen Sie das Papierfach und nehmen Sie den
Deckel ganz ab. Nehmen Sie den Rollenhalter aus
dem Papierfach. Entfernen Sie den Klebestreifen
voll ständig von der neuen Papierrolle. Schneiden
Sie die Papierecken ungefähr im 45° Winkel an.
Schieben Sie den Rollenhalter in die Papierrolle
und führen Sie beides Richtung Papierfach des
MRD.
Beim letzten Schritt ist Ihnen Ihr MRD behilfl ich. Wählen Sie unter Einstellungen
den Menüpunkt neues Papier (vergleiche Kapitel 3.5.6). Führen Sie das Papierende
Papierrolle Papierauslass Drucker
in die Papierführung ein. Wählen
Sie nun solange Papiervorschub,
bis das Papier aus dem Auslass
her auskommt. Setzen Sie die Rolle nun ganz in das Papierfach,
und bringen Sie abschließend
den Deckel wieder an.
Tipp: Achten Sie darauf, immer
einen ausreichenden Vorrat Papier rollen an Bord aufzubewahren. Lagern Sie das Papier kühl,
dunkel und trocken.
Die Positionsangabe bezieht sich auf den Standort des Senders. Die Ziffer hinter
dem Sender gibt die Reichweite der Station in Seemeilen an. Stand: Juli 2001.
East Atlantic (North of 48°27 N), North Sea, Baltic
(NAV/MET Area I):
Svalbard, Greenland 450 A 0000 plus every 4 h
78 04 N - 13 38 E
Bodoe, Norway 450 B 0010 plus every 4 h
67 16 N - 14 32 E
Murmansk, Russia 140 C 0120 plus every 4 h
68 58 N - 33 05 E
Grimeton, Sweden 300 D 0030 plus every 4 h
57 06 N - 12 23 E
Arkhangelsk, Russia 300 F 0200 plus every 4 h
64 33 N - 40 32 E
Cullercoats, UK, 518 kHz 270 G 0100 plus every 4 h
55 04 N - 01 28 W
Bjuröklubb, Sweden 300 H 0110 plus every 4 h
64 28 N - 21 36 E
Gislövshammar, Sweden 300 J 0130 plus every 4 h
55 29 N - 14 19 E
Niton, France 270 K 0140 plus every 4 h
50 35 N - 01 18 W
Rogaland, Norway 450 L 0150 plus every 4 h
58 48 N - 05 34 E
Oostende , Belgium 150 M 0200 plus every 4 h
51 11 N - 02 48 E
Orlandet, Norway 450 N 0210 plus every 4 h
63 40 N - 09 33 E
Portpatrik, UK 270 O 0220 plus every 4 h
54 51 N - 05 07 W
Ijmuiden, Netherlands 110 P 0230 plus every 4 h
52 06 N - 04 15 E
Malin Head, Ireland 400 Q 0240 plus every 4 h
55 22 N - 07 21 W
Reykjavik, Island 550 R 0318 plus every 4 h
64 05 N - 21 51 W (additional reports on 490 kHz in Icelandic)
Folgende Nachrichtenarten wurden international defi niert:
A =Navigationswarnungen
B =Meteorologische Warnungen
C =Eis Report
D =Such- und Rettungsinformationen
E =Meteorologische Vorhersagen
F =Pilot Service Nachrichten
G =DECCA Nachrichten
H =LORAN Nachrichten
I =OMEGA Nachrichten
J =SATNAV Nachrichten
K =Nachrichten über andere elektronische Navigationshilfen
L =zusätzliche Navigationswarnungen
V - Y = Spezielle Services, Versuche
Z =keine Nachrichten anstehend
Die Nachrichten der Art A , B und D sollten nicht unterdrückt
In der Literatur (Yachtfunkdienst, Admirality List of Radio Signals, ...) wird die
Übertragungsart oft mit einem Kürzel angegeben. Die folgende Tabelle gibt einen
Überblick der im maritimen Bereich üblichen Kürzel und der zugehörigen Einstellung
von Empfänger (Mode) und Dekoder (Code), siehe auch Kapitel 3.2.2 Kanäle.
Übertragungsart Empfänger Dekoder
A 1 A Morse Telegrafi e mit ungedämpften Träger
hier z.B. Sender Göteborg, Roma IAR, usw. CW MORSE
A 2 A Morse Telegrafi e im Zweiseitenband Verfahren CW MORSE
A 3 E Sprechfunk im Zweiseitenband Verfahren,
z.B. Sender DLF, BBC, usw. AM nein
F 1 B Fernschreib Telegrafi e im Frequenzmodulations-
verfahren, Telex Signal von Pinneberg FSK RTTY
F 1 B Fernschreib Telegrafi e im FM-Verfahren hier
speziell NAVTEX (MSI-Frequenzen) FSK SITOR
F 1 C Faksimile ( Fax ) im FM-Verfahren z.B.
Pinneberg, Bracknell, usw. FSK FAX
F 3 E Sprechfunk im Frequenzmodulationsverfahren
UKW von 88 - 108 MHz nicht einstellbar nein
H 3 E Sprechfunk im AM Verfahren Einseitenband
mit Träger z.B. Murmansk USB nein
J 3 E Sprechfunk im SSB Verfahren (wie H3E,
jedoch ohne Träger) z.B. Norddeich USB nein
R 3 E wie H3E jedoch mit reduziertem Träger,
z.B. Niton USB nein
Wenn Sie Ihren MRD das erste Mal einschalten, fi nden Sie einen Teil der 99 Kanäle
bereits belegt. Damit soll Ihnen Arbeit erspart bleiben - und Sie können nach der
Installation gleich beginnen. Natürlich können Sie jederzeit Kanäle hinzufügen,
bearbeiten oder löschen.
Auf den folgenden Seiten fi nden Sie die werkseitige Kanalbelegung.
67 Dakar 416 A2A MORSE
68
69
70 Dt-Welle 1 6075 A3E AM 5
71 Dt-Welle 2 9545 A3E AM 5
72 BBC 4 198 A3E AM
73 RTE Ireland 567 A3E AM
74 BRTN Belgien 927 A3E AM
75 Danmark Radio 243 A3E AM
76 Sveriges Radio 1179 A3E AM
77 Radio Norway 216 A3E AM
78 Radio France 11700 A3E AM
79 Radiodue Italia 846 A3E AM
80 Hellenic Radio 729 A3E AM
81 Bracknell 1 2618,5 F1C FAX 120 N
82 Bracknell 2 4610 F1C FAX 120 N
83 Bracknell 3 8040 F1C FAX 120 N
84 Bracknell 4 14436 F1C FAX 120 N
85 Bracknell 5 18261 F1C FAX 120 N
86 OffenbDDH3 3855 F1C FAX 120 N
87 OffenbDDK3 7880 F1C FAX 120 N
88 OffenbDDK6 13882,5 F1C FAX 120 N
89 Roma IMB51 4777,5 F1C FAX 120 N
90 Roma IMB55 8146,6 F1C FAX 120 N
91 Roma IMB56 13587,4 F1C FAX 120 N
92 Athens 1 4481 F1C FAX 120 N
93 Athens 2 8105 F1C FAX 120 N
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97
98
99
03:05 - 03:17 Gruppe 2 (englisch)
Seewetterbericht Nord- und Ostsee
04:15 - 04:39 Gruppe 2 (englisch)
Seewetterbericht Mittelmeer (5 Tage)
05:05 - 05:18 Gruppe 1 (deutsch)
Seewetterbericht Nord- und Ostsee
05:35 - 05:55 Gruppe 1 (deutsch)
Seewetterbericht Mittelmeer (5 Tage)
Der zeitliche Abstand zwischen zwei Timern muss mindestens
1 Minute betragen. Endet ein Bericht beispielsweise um 03:17
Hinweis
Uhr, darf der folgende Timer erst um 03:18 beginnen, da der
MRD sonst nicht erkennt, dass es sich um zwei Berichte handelt.
Die maximale Länge eines Timers beträgt 30 Minuten. Wird bei
den Timereinstellungen eine längere Dauer programmiert, speichert der MRD automatisch nach 30 Minuten und beginnt eine
neue Aufzeichnung.