Ktm 50 SX, 50 SX MINI User Manual [de]

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BEDIENUNGSANLEITUNG 2010
50 SX
50 SX Mini
Art.-Nr. 3211477de
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LIEBER KTM KUNDE 1
LIEBERKTM KUNDE
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen sportlichen Motorrades, das Ihnen und Ihrem Kind bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrgestellnummer ( S. 9) Händlerstempel
Motornummer ( S. 9)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Anga­ben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und ähnliches ohne vorheri­ger Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglich­keiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
© 2009 by KTM-Sportmotorcycle AG, Mattighofen Österreich Alle Rechte vorbehalten Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
ISO 9001(12 100 6061) Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu höchstmöglicher Produktqualität führen. Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG 5230 Mattighofen, Österreich
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INHALTSVERZEICHNIS 2
INHALTSVERZEICHNIS
DARSTELLUNGSMITTEL ..................................................... 4
WICHTIGE HINWEISE.......................................................... 5
FAHRZEUGANSICHT ........................................................... 7
Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung) ................ 7
Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)............. 8
LAGE DER SERIENNUMMERN............................................. 9
Fahrgestellnummer.......................................................... 9
Motornummer ................................................................. 9
Federbeinartikelnummer .................................................. 9
BEDIENUNGSELEMENTE.................................................. 10
Gasdrehgriff.................................................................. 10
Handbremshebel ........................................................... 10
Kurzschlusstaster .......................................................... 10
Kraftstoffhahn............................................................... 10
Tankverschluss öffnen.................................................... 10
Tankverschluss schließen............................................... 11
Öltankverschluss öffnen (50 SX Mini).............................. 11
Öltankverschluss schließen (50 SX Mini) ......................... 11
Choke (50 SX)............................................................... 11
Choke (50 SX Mini) ....................................................... 12
Kickstarter.................................................................... 12
Fußbremshebel ............................................................. 12
Plug-in-Ständer............................................................. 12
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR
INBETRIEBNAHME ........................................................... 13
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme................................ 13
Motor einfahren............................................................. 14
FAHRANLEITUNG ............................................................. 15
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme......................... 15
Startvorgang.................................................................. 15
Anfahren ...................................................................... 16
Schalten, Fahren........................................................... 16
Abbremsen ................................................................... 16
Anhalten, Parken........................................................... 16
Kraftstoff tanken ........................................................... 17
Öl tanken (50 SX Mini) .................................................. 17
SERVICEPLAN .................................................................. 19
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen ........... 19
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen (als
Zusatzauftrag)............................................................... 19
Durchführung von dringenden Kontroll- und
Pflegearbeiten durch die aufsichtsführende Person........... 20
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR...... 21
Motorrad aufbocken....................................................... 21
Motorrad vom Montageständer nehmen............................ 21
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen ................. 21
Maß Hinterrad entlastet ermitteln ................................... 21
Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren .......... 22
Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren ................... 22
Federvorspannung des Federbeins einstellen x............... 22
Fahrtdurchhang einstellen x......................................... 23
Federbein ausbauen x.................................................. 23
Federbein einbauen x.................................................. 24
Fahrzeugniveau ............................................................. 24
Gabelüberstand einstellen x......................................... 24
Sitzhöhe einstellen x ................................................... 25
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen...................... 25
Steuerkopflagerspiel kontrollieren ................................... 26
Steuerkopflagerspiel einstellen x................................... 26
Gabelbeine ausbauen x................................................ 27
Gabelbeine einbauen x ................................................ 28
Untere Gabelbrücke ausbauen x ................................... 29
Untere Gabelbrücke einbauen x.................................... 30
Steuerkopflager schmieren x ........................................ 31
Kotflügel vorne ausbauen ............................................... 31
Kotflügel vorne einbauen................................................ 32
Startnummerntafel ausbauen.......................................... 32
Startnummerntafel einbauen .......................................... 32
Lenkerposition .............................................................. 33
Lenkerposition einstellen x........................................... 33
Gasbowdenzugspiel kontrollieren..................................... 33
Gasbowdenzugspiel einstellen x.................................... 34
Kettenverschmutzung kontrollieren.................................. 34
Kette reinigen ............................................................... 34
Kettenspannung kontrollieren ......................................... 35
Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau....... 35
Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren............ 35
Kettenspannung einstellen ............................................. 36
Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle ..................... 36
Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau........... 36
Kettenführung einstellen x........................................... 37
Bremsscheiben kontrollieren........................................... 37
Spiel des Handbremshebel kontrollieren.......................... 37
Spiel des Handbremshebels einstellen............................. 38
Grundstellung des Handbremshebels einstellen................ 38
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse
kontrollieren.................................................................. 38
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x........ 39
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren................ 40
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x............... 40
Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x ............... 41
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x ............... 41
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren ........................ 42
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x ............. 42
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse
kontrollieren.................................................................. 43
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x ........ 43
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren................ 44
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x............... 44
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x................ 45
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x................ 45
Vorderrad ausbauen x.................................................. 46
Vorderrad einbauen x................................................... 47
Hinterrad ausbauen x .................................................. 47
Hinterrad einbauen x................................................... 47
Reifenzustand kontrollieren ............................................ 48
Reifenluftdruck kontrollieren .......................................... 48
Speichenspannung kontrollieren ..................................... 49
Sitzbank abnehmen....................................................... 49
Sitzbank montieren........................................................ 49
Kühlsystem................................................................... 50
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren .......... 50
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren.................................. 51
Kühlflüssigkeit ablassen x............................................ 51
Kühlflüssigkeit einfüllen x............................................ 52
Enddämpfer ausbauen ................................................... 52
Enddämpfer einbauen.................................................... 53
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ............................ 53
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x......... 53
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x ......... 54
Luftfilter ausbauen x ................................................... 54
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INHALTSVERZEICHNIS 3
Luftfilter einbauen x.................................................... 54
Luftfilter reinigen x ..................................................... 54
Vergaser - Leerlauf (50 SX)............................................. 55
Vergaser - Leerlauf (50 SX Mini) ..................................... 55
Vergaser - Leerlauf einstellen x (50 SX)......................... 55
Vergaser - Leerlauf einstellen x (50 SX Mini).................. 56
Ölstand kontrollieren (50 SX Mini) .................................. 57
Ölpumpe entlüften x (50 SX Mini) ................................ 57
Getriebeölstand kontrollieren .......................................... 58
Getriebeöl wechseln x.................................................. 58
Getriebeöl ablassen x................................................... 59
Getriebeöl einfüllen x .................................................. 59
Getriebeöl nachfüllen x................................................ 60
Einkuppeldrehzahl kontrollieren x................................. 60
Einkuppeldrehzahl einstellen x..................................... 61
Fliehkraftkupplung ausbauen x..................................... 61
Fliehkraftkupplung einbauen x ..................................... 62
Kupplung kontrollieren/vermessen x.............................. 63
Fliehkraftkupplung zerlegen x....................................... 63
Fliehkraftkupplung zusammenbauen x........................... 63
FEHLERSUCHE................................................................. 65
REINIGUNG...................................................................... 67
Motorrad reinigen .......................................................... 67
LAGERUNG ...................................................................... 68
Lagerung ...................................................................... 68
Inbetriebnahme nach der Lagerung ................................. 68
TECHNISCHE DATEN - MOTOR.......................................... 69
Füllmenge - Getriebeöl................................................... 69
Füllmenge - Kühlflüssigkeit............................................ 69
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR.... 70
TECHNISCHE DATEN - VERGASER..................................... 71
50 SX........................................................................... 71
50 SX Mini ................................................................... 71
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL............................... 72
Reifen .......................................................................... 72
Füllmenge - Kraftstoff.................................................... 73
TECHNISCHE DATEN - GABEL........................................... 74
50 SX........................................................................... 74
50 SX Mini ................................................................... 74
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN ................................... 75
50 SX........................................................................... 75
50 SX Mini ................................................................... 75
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE
FAHRGESTELL ................................................................. 76
BETRIEBSSTOFFE ............................................................ 77
HILFSSTOFFE................................................................... 79
NORMEN.......................................................................... 81
INDEXVERZEICHNIS ......................................................... 82
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DARSTELLUNGSMITTEL 4

Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständ­nis. Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname Kennzeichnet einen Eigennamen.
®
Name
Marke™ Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
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WICHTIGE HINWEISE 5

Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Wettbewerbseinsatz standhalten. Die Motorräder entsprechen den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen Motorsportverbände.
Info
Das Motorrad ist nur auf abgesperrten Strecken, außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs, zu betreiben.
Wartung
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungs­anleitung genannten Wartungs-, Pflege-, und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen. Die Benutzung der Motorräder bei erschwerten Einsatzbedingungen, z.B. Sand, stark schlammiges und feuchtes Gelände, kann zu überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann eine Wartung bzw. der Austausch von Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Serviceplan notwendig sein. Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungsintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im Serviceheft bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch Manipula­tionen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Garantie gewährt werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind und lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung. Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr KTM-Händler berät Sie gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM Website. Internationale KTM Website: http://www.ktm.com
Arbeitsregeln
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebe­nen Nummer in Klammern bestellt werden. Bsp.: Lagerauszieher (15112017000) Beim Zusammenbau müssen nicht wiederverwendbare Teile (z.B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dichtungen, Dichtringe, O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche) durch neue Teile ersetzt werden. Wird bei Schraubverbindungen ein Schraubensicherungsmittel (z.B. Loctite®) verwendet, sind die spezifischen Hinweise des Herstel­lers zu dessen Verwendung einzuhalten. Teile die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, sind zu reinigen und auf Beschädigung bzw. Verschleiß zu kontrollieren. Beschädigte bzw. verschlissene Teile wechseln. Nach Abschluss der Reparatur bzw. Wartung ist die Verkehrssicherheit des Fahrzeuges sicherzustellen.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
– Motor abstellen.
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WICHTIGE HINWEISE 6
– Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
Umwelt
Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie und Ihr Kind ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Motorrad sorgt aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu sichern, versichern Sie sich, dass Ihr Kind das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzt, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Hinweise/Warnhinweise
Beachten Sie unbedingt die angegebenen Hinweise/Warnhinweise.
Info
Am Fahrzeug sind verschiedene Hinweis-/Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis­/Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
Gefahrengrade
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Bedienungsanleitung
– Lesen Sie zusammen mit Ihrem Kind unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie Ihr Kind das erste
Mal mit dem Motorrad fahren lassen. Sie enthält viele Informationen und Tipps, die Ihrem Kind die Bedienung und Handhabung des Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Motorrad am Besten auf Ihr Kind abstimmen und wie Sie Ihr Kind vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
– Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer
übergeben werden.
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FAHRZEUGANSICHT 7

3.1Fahrzeugansicht vorne links (Symboldarstellung)

1 Handbremshebel 2 Tankverschluss 3 Kraftstoffhahn 4 Schnellverschluss zur Sitzbankverriegelung 5 Federbein Druckstufeneinstellung 6 Kettenführung 7 Plug-in-Ständer
B00068-10
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FAHRZEUGANSICHT 8

3.2Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)

1 Kurzschlusstaster 2 Fahrgestellnummer 3 Gasdrehgriff 4 Schauglas Bremsflüssigkeit hinten 5 Fußbremshebel 6 Kickstarter
B00069-10
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LAGE DER SERIENNUMMERN 9

4.1Fahrgestellnummer

Die Fahrgestellnummer ist auf dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
700460-01

4.2Motornummer

Die Motornummer ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels einge­prägt.

4.3Federbeinartikelnummer

700461-01
Die Federbeinartikelnummer ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zum Heck hin eingeprägt.
700469-01
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BEDIENUNGSELEMENTE 10

5.1Gasdrehgriff

Der Gasdrehgriff ist am Lenker rechts angebracht.
700470-01

5.2Handbremshebel

Der Handbremshebel ist am Lenker rechts angebracht. Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.

5.3Kurzschlusstaster

5.4Kraftstoffhahn

700471-01
Der Kurzschlusstaster ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Kurzschlusstaste in der Grundstellung – In dieser Stellung ist der Zündstrom­kreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
• Kurzschlusstaster gedrückt – In dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbro­chen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
700462-01
Der Kraftstoffhahn befindet sich an der linken Kraftstofftankseite.
Mögliche Zustände
• Kraftstoffhahn geschlossen – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag im Uhrzei­gensinn gedreht. Es kann kein Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.
• Kraftstoffhahn geöffnet – Die Rändelschraube ist bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigensinn gedreht. Es kann Kraftstoff aus dem Kraftstofftank fließen.

5.5Tankverschluss öffnen

700463-01
– Tankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen und nach oben abnehmen.
700465-10
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BEDIENUNGSELEMENTE 11

5.6Tankverschluss schließen

– Tankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung knickfrei verlegen.
700465-11

5.7Öltankverschluss öffnen (50 SX Mini)

– Öltankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen und nach oben abnehmen.
700517-01

5.8Öltankverschluss schließen (50 SX Mini)

700517-10

5.9Choke (50 SX)

700464-01
– Öltankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Schlauch der Öltankentlüftung knickfrei verlegen.
Der Chokeknopf ist am Vergaser links angebracht. Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres Kraftstoff­Luftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.
Mögliche Zustände
• Chokefunktion aktiviert – Chokeknopf ist in der oberen Position. Der O-Ring ist sichtbar.
• Chokefunktion deaktiviert – Chokeknopf ist in der unteren Position. Es ist kein O­Ring sichtbar.
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BEDIENUNGSELEMENTE 12

5.10Choke (50 SX Mini)

Der Chokehebel ist am Vergaser rechts angebracht. Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres Kraftstoff­Luftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.

5.11Kickstarter

5.12Fußbremshebel

700519-01
700472-01
Mögliche Zustände
• Chokefunktion aktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag hinaufgedrückt.
• Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag herabgedrückt.
Der Kickstarter ist am Motor rechts angebracht. Der Kickstarter ist schwenkbar.
Info
Vor der Fahrt den Kickstarter zum Motor schwenken.
Der Fußbremshebel befindet sich vor der rechten Fußraste. Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.

5.13Plug-in-Ständer

700473-01
700474-01
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Zum Abstellen des Motorrades den Plug-in-Ständer in die Aufnahme für den Plug­in-Ständer auf der linken Seite des Fahrzeuges einsetzen.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 13

6.1Hinweise zur ersten Inbetriebnahme

Warnung
Unfallgefahr Physische und psychische Eignung des Kindes.
– Ihr Kind muss bereits mit einem Fahrrad fahren können und das Fahrzeug nach einem Sturz wieder selbstständig aufstel-
len können. Des weiteren muss Ihr Kind verstehen, dass Vorschriften und Anweisungen von Ihnen oder einer anderen Auf­sichtsperson zu befolgen sind. Überfordern Sie Ihr Kind nicht, erst wenn Kondition, Fahrtechnik und Motivation stimmen, sollte die Teilnahme an einem Rennen überlegt werden. Kinder unterschätzen oder erkennen Gefahren oft nicht, machen Sie Ihrem Kind verständlich das es unter keinen Umständen ohne Aufsichtsperson das Fahrzeug führen darf und das Ihr Kind nur so schnell fahren darf, wie es das Fahrkönnen und die Verhältnisse erlauben.
– Lassen Sie Ihr Kind nur mit dem Fahrzeug fahren, wenn es sowohl physisch als auch psychisch zum Führen des Fahrzeu-
ges geeignet ist.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzbekleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen. Verwenden Sie
und Ihr Kind immer Schutzbekleidung, die sich in einwandfreiem Zustand befindet und den gesetzlichen Anforderungen entspricht. Wenn Sie Motorrad fahren Seien Sie Ihrem Kind ein Vorbild und tragen auch Sie geeignete Schutzkleidung.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
– Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Fahrzeug unkon-
trollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Kritisches Fahrverhalten durch nicht angepasste Fahrweise.
– Achten Sie darauf das Ihr Kind die Fahrtgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und seinem Fahrkönnen anpasst.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch Mitnahme eines Beifahrers.
– Ihr Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Beifahrers ausgelegt. Nehmen Sie keinen Beifahrer mit.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch
Überhitzung ausfallen. Achten Sie darauf das Ihr Kind den Fuß vom Fußbremshebel nimmt wenn es nicht bremsen will.
Warnung
Unfallgefahr Zerstörung Fahrwerkskomponenten.
– Höchstzulässiges Fahrergewicht nicht überschreiten.
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
– Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
– Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt
wurden. Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
– Lesen Sie vor der ersten Fahrt zusammen mit Ihrem Kind die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
Info
Gehen Sie insbesondere auf die Gefahrenhinweise und die Verletzungsgefahr ein. Erklären Sie Ihrem Kind Fahr- und Sturztechnik, z.B. wie sich Gewichtsverlagerung auf das Fahrverhalten auswirkt.
– Machen Sie Ihr Kind mit den Bedienungselementen vertraut. – Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( S. 38)
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 14
–
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. x ( S. 42)
– Kontrollieren Sie vor der ersten Inbetriebnahme, ob die Grundeinstellung des Fahrwerks für das Gewicht Ihres Kindes geeignet ist. – Gewöhnen Sie Ihr Kind auf einem geeigneten Gelände, am besten auf einer großen freien Wiese an das Handling des Motorrades.
Info
Damit Ihr Kind ein Gefühl für die Betätigung der Bremse bekommt sollten Sie Ihr Kind erstmal schieben. Erst wenn Ihr Kind die Handbremse dosieren kann sollte der Motor gestartet werden. Lassen Sie Ihr Kind anfänglich zu einer anderen Person fahren, welche Ihrem Kind beim Anhalten und Wenden hilft.
– Stellen Sie Hindernisse auf, welche Ihr Kind umfahren soll um sich an das Handling des Fahrzeuges zu gewöhnen. – Ihr Kind sollte auch versuchen möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen. – Lassen Sie Ihr Kind keine Geländefahrten machen, welche die Fähigkeiten und Erfahrung Ihres Kindes überfordern. – Ihr Kind sollte während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest halten und die Füße auf den Fußrasten lassen. – Das höchstzulässige Fahrergewicht ist einzuhalten.
Vorgabe
maximales Fahrergewicht < 35 kg maximale Fahrergröße < 130 cm
– Speichenspannung kontrollieren. ( S. 49)
Info
Die Speichenspannung muss nach einer halben Betriebsstunde kontrolliert werden.
– Motor einfahren. ( S. 14)

6.2Motor einfahren

– Während der Einlaufphase die angegebene Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden < 70 % während der ersten 5 Betriebsstunden < 100 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
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FAHRANLEITUNG 15

7.1Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme

Info
Beim Betrieb muss das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand sein.
Info
Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie es sich und Ihrem Kind zur Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetrieb­nahme eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen. Halten Sie Ihr Kind dazu an die allgemeine Überprüfung selbst durchzuführen.
– Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 58)
(50 SX Mini)
– Ölstand kontrollieren. ( S. 57) – Kettenspannung kontrollieren. ( S. 35) – Kettenverschmutzung kontrollieren. ( S. 34) – Reifenzustand kontrollieren. ( S. 48) – Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 48) – Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) – Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) – Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) – Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) – Funktion der Bremsanlage kontrollieren. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51) – Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren. – Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.

7.2Startvorgang

Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder
laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
Info
Wenn das Motorrad schlecht anspringt, kann alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer die Ursache sein. Die leicht entflamm­baren Anteile der Kraftstoffe verflüchtigen sich bei längerer Standzeit. Wenn die Schwimmerkammer mit frischem, zündfähigem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen.
– Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Es kann Kraftstoff vom Kraftstofftank zum Vergaser fließen.
– Motorrad vom Ständer nehmen.
Motor kalt
(50 SX)
– Chokeknopf bis zum Anschlag hinaufziehen und um max. eine ¼ Umdrehung verdrehen.
(50 SX Mini)
– Chokehebel bis zum Anschlag hinaufdrücken.
– Kickstarter über den vollen Weg kraftvoll nach vorn durchtreten.
Info
Kein Gas geben.
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FAHRANLEITUNG 16

7.3Anfahren

Info
Vor Fahrtantritt muss der Plug-In Ständer entfernt sein.
– Vorsichtig Gas geben.

7.4Schalten, Fahren

Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte KTM­Fachwerkstätte zu kontaktieren.
– Wurde die Chokefunktion aktiviert, ist diese nach dem Erwärmen des Motors zu deaktivieren. – Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas zurückdrehen. Die
Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück. – Ihr Kind soll immer nur soviel Gas geben wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht
den Verbrauch. – Ihr Kind sollte den Motor abstellen, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 2 min

7.5Abbremsen

Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
– Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
– Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
– Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden. – Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein.

7.6Anhalten, Parken

Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
– Fahrzeug nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Fahrzeug ist vor dem Zugriff Unbefugter zu
sichern.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Heiße Teile wie z.B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an die-
sen Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Fahrzeug nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen. Keine Gegenstände über das
betriebswarme Fahrzeug legen. Fahrzeug immer erst abkühlen lassen.
Page 19
FAHRANLEITUNG 17
00
0
AA
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch übermäßige Belastung.
– Der Plug-in-Ständer ist nur für das Gewicht des Motorrades ausgelegt. Setzen Sie sich bzw. Ihr Kind nicht auf das Motorrad, wenn
es auf dem Plug-in-Ständer steht. Der Plug-in-Ständer bzw. der Rahmen können beschädigt werden und das Motorrad kann umfal-
len.
– Motorrad abbremsen. – Kurzschlusstaster bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht. – Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen. – Motorrad auf festem Untergrund abstellen.

7.7Kraftstoff tanken

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Fahrzeug nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Fahrzeugs verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
– Motor abstellen. – Tankverschluss öffnen. ( S. 10) – Kraftstofftank bis maximal an das Maß mit Kraftstoff auffüllen.
Vorgabe
Maß 35 mm
Kraftstofftank­inhalt ca. (50 SX Mini)
Kraftstofftankin­halt ca. (50 SX)
400214-10
– Tankverschluss schließen. ( S. 11)

7.8Öl tanken (50 SX Mini)

2,0 l Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
( S. 78)
2,3 l Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt
Motoröl gemischt (1:60) ( S. 78)
Warnung
Motorschaden Wenn kein 2-Taktöl im Öltank ist und das Fahrzeug betrieben wird, ist ein Motorschaden die Folge.
– Der Öltank muss für eine Kraftstofftankfüllung immer bis zur MIN Markierung gefüllt sein.
– Motor abstellen. – Öltankverschluss öffnen. ( S. 11)
Page 20
FAHRANLEITUNG 18
– Öltank mindestens bis an die MIN Markierung auffüllen.
Vorgabe
MIN Markierung ausreichend für eine Tankfüllung
Öltankinhalt ca. 0,2 l Motoröl 2-Takt ( S. 77)
– Öltankverschluss schließen. ( S. 11)
700518-01
Page 21

SERVICEPLAN 19

8.1Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen

S20A S40A
Motor
Getriebeöl wechseln. x ( S. 58) Zündkerze kontrollieren ggf. erneuern. x Zündkerzenstecker reinigen und auf festen Sitz kontrollieren. x
• •
• •
Motorbefestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • •
Einkuppeldrehzahl kontrollieren. x ( S. 60)
• •
Vergaser Ansaugflansch und Vergasermanschette auf Risse und Dichtheit kontrollieren. •
Leerlauf kontrollieren. • • Entlüftungsschläuche auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren. •
Anbauteile Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren. •
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 50) • Auspuffanlage auf Dichtheit und korrekte Aufhängung kontrollieren. • • Bowdenzüge auf Beschädigung, Leichtgängigkeit und knickfreie Verlegung kontrollieren. •
Luftfilter reinigen. x ( S. 54)
• •
Bremsen Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) •
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) • Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) • • Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) • • Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren. • Spiel des Handbremshebel kontrollieren. ( S. 37) • • Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( S. 42) • • Funktion der Bremsanlage kontrollieren. • • Schrauben und Führungsbolzen der Bremsanlage auf festen Sitz kontrollieren. • •
Fahrwerk
Federbein und Gabel auf Dichtheit und Funktion kontrollieren. x
• • Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 25) • • Schwingarmlagerung kontrollieren. • Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26) • Alle Fahrwerksschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • •
Räder Speichenspannung kontrollieren. ( S. 49) • •
Felgenschlag kontrollieren. • • Reifenzustand kontrollieren. ( S. 48) • • Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 48) • • Kettenverschleiß kontrollieren. • • Kettenspannung kontrollieren. ( S. 35) • • Kette reinigen. ( S. 34) • • Radlager auf Spiel kontrollieren. • • Einstellschrauben der Kettenspanner reinigen und fetten. • •
•
S20A: alle 20 Betriebsstunden S40A: alle 40 Betriebsstunden
8.2Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen (als
Zusatzauftrag)
S20A S40A S80A J1A
Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. (50 SX Mini) x Vergaserbauteile kontrollieren/einstellen. (50 SX) x Membrangehäuse, Membran und Ansaugflansch kontrollieren. x Kupplung kontrollieren/vermessen. x ( S. 63) Verschleiß Kupplungstrommel kontrollieren. x Kolben/Zylinder - Einbauspiel ermitteln. x
• • •
• • •
• • •
• • •
•
•
Page 22
SERVICEPLAN 20
S20A S40A S80A J1A
Lagerung Kolbenbolzen kontrollieren. x Hauptlager Kurbelwelle kontrollieren. x Radialspiel Pleuellager kontrollieren. x Kurbelwellen und Pleuellager wechseln. x Gabelservice durchführen. x Federbeinservice durchführen. x Schwingarmlagerung reinigen und schmieren. x Steuerkopflager schmieren. x ( S. 31) Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln. x Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. x Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. x
S20A: alle 20 Betriebsstunden S40A: alle 40 Betriebsstunden S80A: alle 80 Betriebsstunden J1A: jährlich

8.3Durchführung von dringenden Kontroll- und Pflegearbeiten durch die aufsichtsführende Person.

Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 58) • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 38) • Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 43) • Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 40) • Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 44) • Bowdenzüge kontrollieren und einstellen. • Gabelbeine entlüften. • Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 25) • Kette reinigen. ( S. 34) • Kettenspannung kontrollieren. ( S. 35) • Kettenverschleiß kontrollieren. • Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren. ( S. 35) •
Luftfilter reinigen. x ( S. 54)
Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 48) • Reifenzustand kontrollieren. ( S. 48) • Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51) • Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren. • Bremswirkung kontrollieren. • Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren. •
• • •
• • •
• • •
• •
• •
•
•
•
• • •
•
•
NB1A
•
NB1A: In Abhängigkeit der Einsatzbedingungen nach Bedarf.
Page 23

WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 21

00AA

9.1Motorrad aufbocken

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufbocken.
Montageständer (54829055000)
– Motorrad gegen Umfallen sichern.
700475-01

9.2Motorrad vom Montageständer nehmen

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann Wegrollen bzw. Umfallen.
– Das Fahrzeug immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. – Montageständer entfernen.

9.3Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen

Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
– Einstellschraube bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen. – Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen. Vorgabe
Zugstufendämpfung (50 SX)
Standard 10 Klicks
Zugstufendämpfung (50 SX Mini)
Standard 12 Klicks
700476-01
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzei­gersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.

9.4Maß Hinterrad entlastet ermitteln

– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Messen Sie möglichst senkrecht die Entfernung zwischen der Hinterradachse und
einem Fixpunkt - z.B. eine Markierung an der Seitenverkleidung.
– Notieren Sie den Wert als Maß . – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
400220-10
Page 24
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 22
000BB
0
0
AA
CC
0
0
AA

9.5Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren

– Maß Hinterrad entlastet ermitteln. ( S. 21) – Bitten Sie einen Helfer das Motorrad senkrecht zu halten. – Messen Sie erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fixpunkt. – Notieren Sie den Wert als Maß .
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße und .
– Kontrollieren Sie den statischen Durchhang.
Statischer Durchhang (50 SX) 20 mm
Statischer Durchhang (50 SX Mini) 15 mm
» Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das angegebene Maß ist:
–
Federvorspannung des Federbeins einstellen. x ( S. 22)
400221-10

9.6Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren

– Maß Hinterrad entlastet ermitteln. ( S. 21) – Halten Sie das Motorrad senkrecht und setzen Sie den Fahrer mit kompletter
Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad. Der Fahrer soll einige Male auf und nieder wippen, damit sich die Hinterradaufhängung einpegelt.
– Messen Sie nun erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fix-
punkt.
– Notieren Sie den Wert als Maß .
– Kontrollieren Sie den Fahrtdurchhang.
Fahrtdurchhang (50 SX) 45… 55 mm
Fahrtdurchhang (50 SX Mini) 40… 50 mm
» Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß abweicht:
400222-10
9.7Federvorspannung des Federbeins einstellen x
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße und .
–
Fahrtdurchhang einstellen. x ( S. 23)
Gefahr
Unfallgefahr Das Zerlegen von druckbeaufschlagten Teilen kann Verletzungen verursachen.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt. Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
–
Federbein ausbauen. x ( S. 23)
– Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
Page 25
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 23
– Gesamte Federlänge im gespannten Zustand messen und den Wert notieren. – Konterring lösen. – Einstellring drehen bis die Feder vollständig entspannt ist.
Hakenschlüssel (T106S)
– Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen. – Feder durch Drehen des Einstellrings auf das vorgegebene Maß spannen.
Vorgabe
700506-01
Federvorspannung (50 SX)
Standard 3 mm
Federvorspannung (50 SX Mini)
Standard 5 mm
Info
Das Maß ist die Differenz zwischen der entspannten Federlänge und der gespannten Federlänge. In Abhängigkeit vom statischen Durchhang bzw. Fahrtdurchhang kann eine höhere oder niedrigere Federvorspannung notwendig sein.
– Konterring festziehen.
–
Federbein einbauen. x ( S. 24)
9.8Fahrtdurchhang einstellen x
–
Federbein ausbauen. x ( S. 23)
– Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen. – Eine entsprechende Feder auswählen und montieren.
Vorgabe
Federrate (50 SX)
Gewicht Fahrer: < 25 kg 30 N/mm Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 35 N/mm Gewicht Fahrer: > 40 kg 40 N/mm
Federrate (50 SX Mini)
Gewicht Fahrer: < 25 kg 65 N/mm Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 75 N/mm Gewicht Fahrer: > 35 kg 85 N/mm
Info
Die Federrate ist an der Feder-Außenseite angeführt. Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der Federvorspannung ausgeglichen werden.
–
Federbein einbauen. x ( S. 24)
– Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren. ( S. 22) – Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren. ( S. 22) – Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen. ( S. 21)
9.9Federbein ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schraube entfernen und das Hinterrad mit dem Schwingarm so weit absenken,
dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
– Schraube entfernen, Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein entneh-
men.
700477-01
Page 26
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 24
9.10Federbein einbauen x
– Spritzschutz zur Seite drücken und Federbein, abhängig von der gewünschten
Sitzhöhe, positionieren. Schraube montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Federbein oben M10 45 Nm
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein unten M10 45 Nm

9.11Fahrzeugniveau

301060-10
700523-10
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeu-
ges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen
zu können.
Das Fahrzeugniveau kann vorne über die Klemmung der Gabelbeine und hinten über die Positionierung des Federbeins verstellt werden.
Der Gabelüberstand kann individuell an die Körpergröße des Kindes angepasst werden. In der niedrigen Position (Standard) ist die Gabel maximal durchgesteckt. In der hohen Position ist der Konus bündig zur oberen Gabelbrücke.
Gabelüberstand über der obere Gabelbrücke
Die Sitzhöhe kann individuell an die Körpergröße des Kindes angepasst werden. Das Federbein kann an zwei verschiedenen Bohrungen im Rahmen montiert werden.
10… 17 mm
Differenz niedrige (Stan-
25 mm dard) und hohe Sitzposi­tion
700521-11
9.12Gabelüberstand einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
– Schrauben an der unteren Gabelbrücke lösen. – Schraube an der oberen Gabelbrücke lösen.
Info
Die Schrauben sind soweit zu lösen, dass sich die Gabelbeine ohne Beschä­digung verschieben lassen. Die Einstellarbeiten sind erst an einem Gabelbein, dann am anderen Gabel­bein durchzuführen.
700524-01
– Gabelüberstand über der oberen Gabelbrücke einstellen.
Vorgabe
10… 17 mm
Page 27
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 25
– Schraube festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten M6 10 Nm
– Einstellarbeit am anderen Gabelbein wiederholen.
Info
Die Einstellung des Fahrzeugniveaus über die Gabelbeine muss an beiden Gabelbeinen identisch ausgeführt werden.
9.13Sitzhöhe einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Änderungen am Fahrwerk können das Fahrverhalten des Fahrzeuges stark verändern.
– Nach Änderungen zuerst langsam fahren, um das Fahrverhalten abschätzen zu können.
–
Federbein ausbauen. x ( S. 23)
– Federbein abhängig von der gewünschten Sitzhöhe positionieren.
Vorgabe
niedrige Sitzposition (Standard) hohe Sitzposition
–
700521-01

9.14Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen

– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Staubmanschetten an beiden Gabelbeinen nach oben schieben.
700478-11
– Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
Federbein einbauen. x ( S. 24)
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz von den Gabel­holmen abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegen­den Öldichtringe undicht werden.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Brems-
scheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Brem-
senreiniger behandeln.
Universal Ölspray ( S. 80)
– Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken. – Überflüssiges Öl entfernen. – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
Page 28
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 26

9.15Steuerkopflagerspiel kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Unsicheres Fahrverhalten durch nicht korrektes Steuerkopflagerspiel.
– Steuerkopflagerspiel unverzüglich einstellen. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrichtung hin und her
bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
» Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x ( S. 26)
– Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es
400387-10
dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
» Wenn Raststellungen spürbar sind:
–
Steuerkopflagerspiel einstellen. x ( S. 26)
– Steuerkopflager kontrollieren ggf. erneuern.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
9.16Steuerkopflagerspiel einstellen x
300736-10
300737-10
– Motorrad aufbocken. ( S. 21)
–
Gabelbeine ausbauen. x ( S. 27)
– Kraftstofftankentlüftung entfernen. – Schrauben entfernen. – Lenkerklemmbrücken entfernen. – Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
– Schrauben entfernen. – Lenkeraufnahme abnehmen.
– Mutter entfernen. – Obere Gabelbrücke abnehmen.
300738-11
Page 29
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 27
– Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steuerkopf M20x1,5 10 Nm
300739-10
– Obere Gabelbrücke positionieren. – Mutter montieren, aber noch nicht festziehen.
Vorgabe
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
–
Gabelbeine einbauen. x ( S. 28)
– Mutter festziehen.
Vorgabe
300738-11
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
– Lenkeraufnahme positionieren. – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Loctite®243™
9.17Gabelbeine ausbauen x
300742-11
300743-11
– Lenker mit Lenkerklemmbrücken positionieren. – Schrauben montieren und festziehen. – Kraftstofftankentlüftung positionieren. – Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26) – Kabelstrang, Bowdenzüge und Bremsleitung auf Freigängigkeit und Verlegung kon-
trollieren.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)
–
Vorderrad ausbauen. x ( S. 46)
– Startnummerntafel ausbauen. ( S. 32) – Schrauben entfernen und Klemme abnehmen.
300731-10
Page 30
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 28
– Schrauben mit Scheiben entfernen und Bremszange abnehmen. – Bremszange mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
300732-10
– Schraube lösen. Gabelbein links entnehmen. – Schraube lösen. Gabelbein rechts entnehmen.
300733-10
9.18Gabelbeine einbauen x
– Gabelbeine positionieren. – Gabelüberstand einstellen.
Vorgabe
Gabelüberstand 10… 17 mm
300734-10
300733-11
300732-11
– Schraube festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten M6 10 Nm
– Bremszange positionieren, Schrauben mit Scheiben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Bremszange
M8 20 Nm Loctite®243™
vorne
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schrauben montieren und fest-
ziehen.
– Startnummerntafel einbauen. ( S. 32)
–
Vorderrad einbauen. x ( S. 47)
300731-11
Page 31
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 29
9.19Untere Gabelbrücke ausbauen x
–
Gabelbeine ausbauen. x ( S. 27)
– Kotflügel vorne ausbauen. ( S. 31) – Kraftstofftankentlüftung entfernen. – Schrauben entfernen. – Lenkerklemmbrücken entfernen. – Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
300736-10
– Schrauben entfernen. – Lenkeraufnahme abnehmen.
300737-10
300738-11
300739-10
– Mutter entfernen. – Obere Gabelbrücke abnehmen.
– Mutter entfernen.
– Schutzring entfernen. – Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr entnehmen. – Oberes Steuerkopflager entnehmen.
300740-10
Page 32
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 30
9.20Untere Gabelbrücke einbauen x
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kontrollieren und fetten.
Langzeitfett ( S. 79)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr einsetzen. Oberes Steuerkopflager montie-
ren.
Info
Kontrollieren, ob die O-Ringe zur Steuerkopfabdichtungen richtig positio­niert sind.
400563-01
– Schutzring aufschieben. – Mutter montieren und festziehen.
Vorgabe
Mutter Steuerkopf M20x1,5 10 Nm
300739-11
– Obere Gabelbrücke positionieren. – Mutter montieren, aber noch nicht festziehen.
Vorgabe
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
300738-10
300741-10
– Gabelbein positionieren. – Gabelüberstand einstellen.
Vorgabe
Gabelüberstand 10… 17 mm
– Schraube festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm
– Schrauben festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten M6 10 Nm
– Arbeitsschritte auf der gegenüberliegenden Seite wiederholen. – Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm
– Lenkeraufnahme positionieren. – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Loctite®243™
300742-10
Page 33
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 31
– Lenker mit Lenkerklemmbrücken positionieren. – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm
– Kraftstofftankentlüftung positionieren.
300743-10
– Bremszange positionieren, Schrauben mit Scheiben montieren und festziehen.
Vorgabe
300732-12
300731-12
Schraube Bremszange vorne
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schrauben  montieren und fest-
ziehen.
– Kotflügel vorne einbauen. ( S. 32) – Startnummerntafel einbauen. ( S. 32)
–
Vorderrad einbauen. x ( S. 47)
– Kabelstrang, Bowdenzüge und Bremsleitung auf Freigängigkeit und Verlegung kon-
trollieren.
– Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( S. 26)
M8 20 Nm Loctite®243™
9.21Steuerkopflager schmieren x

9.22Kotflügel vorne ausbauen

400563-01
700479-10
–
Untere Gabelbrücke ausbauen. x ( S. 29)
–
Untere Gabelbrücke einbauen. x ( S. 30)
– Schrauben entfernen. Kotflügel vorne abnehmen.
Page 34
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 32

9.23Kotflügel vorne einbauen

– Kotflügel mit den Haltenasen in den Bohrungen an der Startnummerntafel posi-
tionieren.
700480-01
– Kotflügel vorne positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700479-11

9.24Startnummerntafel ausbauen

9.25Startnummerntafel einbauen

– Schraube entfernen und Klemme abnehmen. – Schraube entfernen. Startnummerntafel abnehmen.
700466-01
– Startnummerntafel mit den Bohrungen auf den Haltenasen am Kotflügels posi-
tionieren.
700467-01
– Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700468-01
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schraube montieren und festzie-
hen.
Page 35
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 33
000BB
0
0
AA
0011
0
0
22

9.26Lenkerposition

An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im Abstand zueinander.
Bohrungsabstand 15 mm
Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme sind im Abstand aus der Mitte platziert.
Bohrungsabstand 3,5 mm
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen montiert werden.
400565-10
9.27Lenkerposition einstellen x
Warnung
Unfallgefahr Bruch des Lenkers.
– Wird der Lenker gebogen oder ausgerichtet, ermüdet das Material und der Lenker kann brechen. Lenker immer wechseln.
– Die vier Schrauben entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker abneh-
men und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
400564-10

9.28Gasbowdenzugspiel kontrollieren

– Die zwei Schrauben entfernen. Lenkeraufnahme abnehmen. – Lenkeraufnahme in die gewünschte Position bringen. Die zwei Schrauben mon-
tieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Loctite®243™
– Lenker positionieren.
Info
Auf die richtige Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
– Lenkerklemmbrücken positionieren. Die vier Schrauben montieren und gleich-
mäßig festziehen. Vorgabe
Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
– Lenker in Geradeausstellung bringen. – Manschette zurückschieben. – Die Gasbowdenzughülle zurückziehen, bis ein Widerstand spürbar ist. – Jetzt das Gasbowdenzugspiel kontrollieren.
700481-10
Gasbowdenzugspiel 3… 5 mm
» Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Gasbowdenzugspiel einstellen. x ( S. 34)
– Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
Page 36
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 34
9.29Gasbowdenzugspiel einstellen x
– Lenker in Geradeausstellung bringen. – Manschette zurückschieben. – Mutter lösen. Einstellschraube ganz eindrehen. – Einstellschraube so drehen, dass an der Gasbowdenzughülle das Gasbowdenzug-
spiel vorhanden ist. Vorgabe
Gasbowdenzugspiel 3… 5 mm
700481-11

9.30Kettenverschmutzung kontrollieren

– Mutter festziehen. – Manschetten aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
– Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
» Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
– Kette reinigen. ( S. 34)
400678-01

9.31Kette reinigen

Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
– Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
– Kette regelmäßig reinigen und anschließend mit Kettenspray behandeln.
Kettenreinigungsmittel ( S. 79) Kettenspray Offroad ( S. 79)
400725-01
Page 37
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 35

9.32Kettenspannung kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Kettenspannung 5… 8 mm
700483-01
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle. ( S. 36)
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)

9.33Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Sicherstellen, dass die Kettenspannerstützbleche an den Einstellschrauben anlie-
gen.
– Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700483-01

9.34Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren

Kettenspannung 5… 8 mm
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau. ( S. 36)
– Kettenrad/Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn Kettenrad/Kettenritzel eingelaufen sind:
– Kettenrad/Kettenritzel erneuern.
400227-01
Info
Beim Montieren des Kettenschlosses muss die geschlossene Seite der Sicherung immer in Laufrichtung weisen. Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen erneuert werden.
– Kettenführung auf festen Sitz und Verschleiß kontrollieren.
Page 38
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 36

9.35Kettenspannung einstellen

Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten, ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspan-
nung ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil muss dabei gespannt sein. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
700483-01
– Mutter lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
– Sicherstellen, dass die Kettenspannerstützbleche an den Einstellschrauben
anliegen.
700484-11
– Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)

9.36Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle

– Mutter lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren Sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
– Sicherstellen, dass die Kettenspannerstützbleche an den Einstellschrauben
anliegen.
700484-10
– Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm

9.37Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau

– Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 5… 8 mm Einstellschrauben links und rechts gleichmäßig verdrehen. Kontrollieren sie
ob das Hinterrad mit dem Vorderrad in Flucht steht und korrekt ausgerichtet ist.
700484-12
Page 39
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 37
A
A
9.38Kettenführung einstellen x
Info
Abhängig von der Zähnezahl variiert die Größe des Kettenrades. Bei einem kleineren Kettenrad kann die Kettenführung ange­passt werden.
– Schraube lösen. – Kettenführung positionieren. – Schraube festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700485-01

9.39Bremsscheiben kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheibe(n).
– Abgenutzte Bremsscheibe(n) unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
400257-10

9.40Spiel des Handbremshebel kontrollieren

– Bremsscheibenstärke vorne und hinten, an mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf
das Maß kontrollieren.
Info
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der Anlagefläche der Bremsbeläge.
Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne 2,2 mm hinten 2,2 mm
» Wenn die Bremsscheibenstärke unter dem Vorgabewert liegt:
– Bremsscheibe wechseln.
– Bremsscheiben vorne und hinten auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung
kontrollieren. » Wenn die Bremsscheibe Beschädigungen, Risse oder Verformungen aufweist:
– Bremsscheibe wechseln.
– Handbremshebel nach vorne drücken und Spiel kontrollieren.
Spiel am Handbremshebel 3… 5 mm
» Wenn das Spiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Spiel des Handbremshebels einstellen. ( S. 38)
700486-01
Page 40
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 38

9.41Spiel des Handbremshebels einstellen

– Spiel des Handbremshebel kontrollieren. ( S. 37) – Spiel des Handbremshebels mit der Einstellschraube anpassen.
Vorgabe
Spiel am Handbremshebel 3… 5 mm
700487-01

9.42Grundstellung des Handbremshebels einstellen

– Spiel des Handbremshebel kontrollieren. ( S. 37) – Grundstellung des Handbremshebels mit der Einstellschraube an die Handgröße
des Fahrers anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Handbremshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Handbremshebel dem Lenker.
700528-01
Der Verstellbereich ist begrenzt.

9.43Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autori­sierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 41
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 39
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremsflüssigkeitsstand kontrollieren.
301061-10
Bremsflüssigkeitsstand unter Behäl­teroberkante
» Wenn der Bremsflüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen. x ( S. 39)
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
5 mm
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
9.44Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die angegebene Markierung bzw. den angegebenen Wert, deutet dies auf Undicht-
heit im Bremssystem bzw. total abgenutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autori­sierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremsflüssigkeitstand berichtigen.
Vorgabe
301061-10
Bremsflüssigkeitstand unter Behältero­berkante
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 77)
5 mm
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Page 42
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 40
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.

9.45Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
– Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
– Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke kontrollieren.
Mindestbelagstärke ≥ 1 mm
» Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. x ( S. 41)
– Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
» Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. x ( S. 41)
700498-01
9.46Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihnen gerne.)
–
Vorderrad ausbauen. x ( S. 46)
– Sicherungsscheibe entfernen. – Schraube entfernen.
700499-01
– Bremsbeläge entfernen. – Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
700500-01
Page 43
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 41
9.47Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
– Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) – Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert sind.
700500-01
– Schraube montieren. – Sicherungsscheibe montieren.
–
Vorderrad einbauen. x ( S. 47)
700501-01
9.48Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 44
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 42
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen. x ( S. 40)
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagerechte Position brin-
gen.
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Membran abnehmen. – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen. x ( S. 41)
– Bremsflüssigkeitsstand berichtigen.
301061-10

9.49Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren

Vorgabe
Bremsflüssigkeitsstand unter Behäl-
5 mm
teroberkante
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 77)
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder aushängen. – Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben
hin und her bewegen und Leerweg kontrollieren. Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel 3… 5 mm
» Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–
Leerweg des Fußbremshebels einstellen. x
700488-01
9.50Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x
– Feder einhängen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder aushängen. – Mutter lösen. – Druckstange zurückdrehen bis der maximale Leerweg vorhanden ist. – Zur individuellen Anpassung der Grundstellung des Fußbremshebels die
Schraube lösen und den exzentrischen Bremshebelanschlag entsprechend verdrehen.
– Schraube festziehen.
Vorgabe
700489-01
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
– Druckstange entsprechend drehen bis der Leerweg vorhanden ist.
Vorgabe
Leerweg am Fußbremshebel 3… 5 mm
Page 45
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 43
– Druckstange gegenhalten und Mutter festziehen. – Feder einhängen. – Kontrollieren, ob die Grundstellung des Fußbremshebels für den Fahrer geeignet
ist.

9.51Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
– Fahrzeug senkrecht stellen. – Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas kontrollieren.
» Wenn im Schauglas eine Luftblase sichtbar ist:
–
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen. x ( S. 43)
700490-01
9.52Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total abge-
nutzte Bremsbeläge hin. Bremssystem kontrollieren, nicht weiterfahren. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
Page 46
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 44
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Schrauben entfernen. – Deckel mit Scheibe und Membran abnehmen.
201175-10
– Bremsflüssigkeitsstand berichtigen bis zum Maß .
Vorgabe
Maß (Bremsflüssigkeitsstand unter Behälteroberkante)
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 77)
– Membran und Deckel mit Scheibe positionieren. Schrauben montieren und festzie-
hen.
10 mm
201170-10
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.

9.53Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsbeläge.
– Abgenutzte Bremsbeläge unverzüglich wechseln. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
– Bremsbeläge auf ihre Mindestbelagstärke kontrollieren.
Mindestbelagstärke ≥ 1 mm
» Ist die Mindestbelagstärke unterschritten:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x ( S. 45)
– Bremsbeläge auf Beschädigung und Rissbildung kontrollieren.
» Sind Beschädigungen oder Risse zu erkennen:
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. x ( S. 45)
700491-01
9.54Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen müssen fachgerecht durchgeführt werden. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft
Ihnen gerne.)
700492-01
–
Hinterrad ausbauen. x ( S. 47)
– Sicherungsscheibe entfernen. – Schraube entfernen.
Page 47
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 45
– Bremsbeläge entfernen. – Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
700493-01
9.55Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Fahrzeugen geprüft und
zugelassen. Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Fahrzeug entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
– Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 37) – Bremsbeläge einsetzen.
Info
Sicherstellen, dass die Bremsbeläge richtig in der Haltefeder positioniert sind.
700493-10
– Schraube montieren. – Sicherungsscheibe montieren.
–
Hinterrad einbauen. x ( S. 47)
700494-01
9.56Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorder und Hinterradbremse entsprechend dem Serviceplan wechseln. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Page 48
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 46
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Brems­schläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen. x ( S. 44)
– Schrauben entfernen. – Deckel mit Scheibe und Membran abnehmen. – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Bremsflüssigkeitsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen. x ( S. 45)
9.57Vorderrad ausbauen x
201175-10
201170-10
– Bremsflüssigkeitsstand berichtigen bis zum Maß .
Vorgabe
Maß (Bremsflüssigkeitsstand unter
10 mm
Behälteroberkante)
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 77)
– Membran und Deckel mit Scheibe positionieren. Schrauben montieren und festzie-
hen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwa­schen.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Mutter mit Scheibe entfernen.
700502-01
700503-01
– Vorderrad halten und Steckachse mit Scheibe herausziehen. Vorderrad aus
der Gabel nehmen.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen. Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
Page 49
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 47
9.58Vorderrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
– Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett ( S. 79)
– Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse mit Scheibe ein-
setzen.
700503-10
– Scheibe positionieren. – Mutter montieren und festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse vorne M12x1 40 Nm
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21) – Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen.
700502-10
9.59Hinterrad ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Mutter entfernen. – Scheibe entfernen. – Steckachse mit Scheibe herausziehen. – Kette vom Kettenrad nehmen. – Hinterrad aus dem Schwingarm nehmen.
Info
Fußbremshebel bei ausgebautem Hinterrad nicht betätigen.
700495-01
9.60Hinterrad einbauen x
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
700496-01
– Steckachse reinigen und fetten.
Langzeitfett ( S. 79)
– Hinterrad in den Schwingarm heben und Kette auf das Kettenrad legen. – Steckachse mit Scheibe einsetzen. – Scheibe positionieren. Mutter montieren, aber noch nicht festziehen. – Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau. ( S. 35) – Sicherstellen, dass die Kettenspannerstützbleche an den Einstellschrauben anlie-
gen.
Page 50
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 48
– Mutter festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm
– Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21)

9.61Reifenzustand kontrollieren

Info
Nur von KTM freigegebene und/oder empfohlene Reifen montieren. Andere Reifen können sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken. Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades. Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein. Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
– Vorder- und Hinterreifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere
Beschädigungen kontrollieren. » Wenn der Reifen Schnitte, eingefahrene Gegenstände oder andere Beschädi-
gungen aufweist:
– Reifen wechseln.
– Profiltiefe kontrollieren.
Info
400602-10
– Reifenalter kontrollieren.
Beachten Sie die gesetzliche landesspezifische Mindestprofiltiefe.
Mindestprofiltiefe ≥ 2 mm
» Wenn die Mindestprofiltiefe unterschritten ist:
– Reifen wechseln.
Info
Das Herstellungsdatum der Reifen ist üblicherweise in der Reifenbeschrif­tung enthalten und wird mit den letzten vier Ziffern der DOT Bezeichnung gekennzeichnet. Die ersten beiden Ziffern weisen auf die Herstellungswoche und die letzten beiden Ziffern auf das Herstellungsjahr hin. KTM empfiehlt einen Wechsel der Reifen, unabhängig vom tatsächlichen Verschleiß, spätestens nach 5 Jahren.
» Wenn der Reifen älter als 5 Jahre ist:
– Reifen wechseln.

9.62Reifenluftdruck kontrollieren

Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalem Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens. Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
400695-01
– Staubkappe entfernen. – Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Gelände
vorne 1,0 bar hinten 1,0 bar
» Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Reifenluftdruck berichtigen.
– Staubkappe montieren.
Page 51
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 49

9.63Speichenspannung kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch eine falsche Speichenspannung.
– Achten Sie auf eine korrekte Speichenspannung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstätte hilft Ihnen gerne.)
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen. Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen. Kontrollieren Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
– Mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz anschlagen.
Info
Die Tonfrequenz ist abhängig von der Speichenlänge und vom Speichen­durchmesser. Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen gleichlan­gen und gleichdicken Speichen, deutet das auf eine unterschiedliche Spei­chenspannung hin.

9.64Sitzbank abnehmen

9.65Sitzbank montieren

400694-01
300611-10
Es muss ein heller Ton erklingen.
» Wenn die Speichenspannung unterschiedlich ist:
–
Speichenspannung korrigieren. x
– Speichendrehmoment kontrollieren.
Vorgabe
Speichennippel M3,5 3 Nm
Drehmomentschlüssel mit diversen Aufsätzen im Set (58429094000)
– Schnellverschluss öffnen und die Sitzbank hinten anheben. – Sitzbank zurückziehen und abnehmen.
– Die Sitzbank an der Schraube einhängen, hinten absenken und gleichzeitig nach
vorne schieben.
Nase hängt am Tank ein.
300612-10
Page 52
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 50
– Schnellverschluss schließen.
300611-11

9.66Kühlsystem

Durch die Wasserpumpe im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gege­ben. Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühler­verschluss geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur zuläs­sig, ohne dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
120 °C
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind. Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
700509-01
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.

9.67Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren

Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
−25… −45 °C
» Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
700510-01
400243-10
– Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
» Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit ( S. 77)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 77)
Page 53
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 51
– Kühlerverschluss montieren.

9.68Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren

Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand über den Küh-
10 mm
lerlamellen
» Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
400243-10
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit ( S. 77)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 77)
– Kühlerverschluss montieren.
9.69Kühlflüssigkeit ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlflüssigkeit wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmem Motor öffnen. Motor und Kühl-
system abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
Page 54
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 52
00AA00
BB
– Motorrad senkrecht stellen. – Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen. – Schraube entfernen. Kühlerverschluss abnehmen. – Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen. – Schraube mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Wasserpumpendeckel M6 10 Nm
300617-10
9.70Kühlflüssigkeit einfüllen x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
– Sicherstellen, dass die Schraube festgezogen ist. – Motorrad senkrecht stellen. – Kühlflüssigkeit bis zum Maß einfüllen.
Vorgabe
Maß über den Kühlerlamellen 10 mm
Kühlflüssigkeit 0,5 l Kühlflüssigkeit ( S. 77)
700511-01
– Fahrzeug in die abgebildete Lage bringen und gegen Wegrollen sichern. Der Höhen-
unterschied muss erreicht werden. Vorgabe
Höhenunterschied 100 cm
Info
Damit die gesamte Luft aus dem Kühlsystem entweichen kann, muss das Fahrzeug vorne angehoben werden. Ein schlecht entlüftetes Kühlsystem hat
400677-11
– Fahrzeug wieder auf waagrechte Fläche stellen. – Kühlflüssigkeit bis zum Maß auffüllen. – Kühlerverschluss montieren. – Kurze Probefahrt durchführen. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51)

9.71Enddämpfer ausbauen

eine verminderte Kühlleistung, der Motor kann dadurch überhitzen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 77)
700512-01
– Schraube entfernen. – Schraube entfernen.
Page 55
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 53
– Enddämpfer an der Gummimuffe vom Krümmer abziehen.
700513-10

9.72Enddämpfer einbauen

– Enddämpfer positionieren. – Enddämpfer mit der Gummimuffe montieren. – Schwingelement mit der Schraube montieren.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700513-01
– Bundbuchsen positionieren. – Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
700512-10

9.73Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers

Der Enddämpfer ist mit Glasfasergarn gefüllt. Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Dämmstoffes ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus. Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
9.74Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
– Enddämpfer ausbauen. ( S. 52) – Schrauben der Verschlusskappe entfernen. Verschlusskappe und Außen-
rohr abnehmen.
– Glasfasergarnfüllung vom Innenrohr ziehen. – Teile die wieder verbaut werden, reinigen.
700514-01
Page 56
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 54
9.75Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x
– Glasfasergarnfüllung über das Innenrohr schieben. – Außenrohr über die Glasfasergarnfüllung schieben. – Verschlusskappe in das Außenrohr stecken. Schrauben mit Zahnscheiben
montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrgestell M6 10 Nm
– Enddämpfer einbauen. ( S. 53)
700514-10
9.76Luftfilter ausbauen x
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß füh-
ren.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
9.77Luftfilter einbauen x
– Sitzbank abnehmen. ( S. 49) – Hintere Haltenase leicht zusammendrücken und Luftfilterdeckel nach oben
schwenken. Vordere Haltenase ausfädeln und Luftfilterdeckel abnehmen.
– Luftfilter abnehmen.
700504-01
– Sauberen Luftfilter positionieren. – Hintere Haltenase positionieren. Luftfilterdeckel absenken und vordere Halten-
ase einrasten lassen.
Info
Wenn der Luftfilter nicht korrekt montiert ist, kann Staub und Schmutz in den Motor gelangen und Schäden verursachen.
– Sitzbank montieren. ( S. 49)
700505-01
9.78Luftfilter reinigen x
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
–
Luftfilter ausbauen. x ( S. 54)
Page 57
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 55
– Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut trocknen lassen.
Luftfilter-Reinigungsmittel ( S. 79)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
– Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter ( S. 79)
– Luftfilterkasten reinigen. – Vergasermanschette auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren.
–
Luftfilter einbauen. x ( S. 54)

9.79Vergaser - Leerlauf (50 SX)

Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen sta­bilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegen durch Motorvibration erhöhtem Ver­schleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
700520-01

9.80Vergaser - Leerlauf (50 SX Mini)

700522-01
9.81Vergaser - Leerlauf einstellen x (50 SX)
700520-01
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Leerlaufstellschraube eingestellt. Das Leerlaufgemisch wird mit der Leerlaufgemisch-Regulierschraube eingestellt.
Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen sta­bilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegen durch Motorvibration erhöhtem Ver­schleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Stellschraube eingestellt. Das Leerlaufgemisch wird mit der Leerlaufluftmengen-Regulierschraube eingestellt.
– Leerlaufgemisch-Regulierschraube bis zum Anschlag eindrehen und auf die vor-
gegebene Grundeinstellung drehen. Vorgabe
Leerlaufgemisch-Regulierschraube
offen 3 Umdrehungen
– Motor warmfahren.
Vorgabe
Warmfahrzeit ≥ 5 min
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Mit der Stellschraube die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Page 58
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 56
Vorgabe
Chokefunktion deaktiviert – Chokeknopf ist in der unteren Position. Es ist kein O-Ring sichtbar. ( S. 11)
Leerlaufdrehzahl 1.400… 1.500 1/min
– Leerlaufgemisch-Regulierschraube langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die
Leerlaufdrehzahl zu sinken beginnt.
– Stellung merken und die Leerlaufgemisch-Regulierschraube nun langsam gegen
den Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
– Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leerlauf­drehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen Arbeits­schritte nochmals durchführen. Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem befrie­digendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die Ursa­che dafür sein. Sollte die Leerlaufgemisch-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlauf­düse eingesetzt werden. Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu begin­nen. Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.
9.82Vergaser - Leerlauf einstellen x (50 SX Mini)
– Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eindrehen und auf die vorgege-
bene Grundeinstellung drehen. Vorgabe
– Motor warmfahren.
Vorgabe
700522-01
– Mit der Stellschraube die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Vorgabe
Leerlaufluft-Regulierschraube
offen 1 Umdrehung
Warmfahrzeit ≥ 5 min
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
Chokefunktion deaktiviert – Chokehebel ist bis zum Anschlag herabgedrückt.
( S. 12)
Leerlaufdrehzahl 1.400… 1.500 1/min
– Leerlaufluft-Regulierschraube langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die Leer-
laufdrehzahl zu sinken beginnt.
– Stellung merken und die Leerlaufluft-Regulierschraube nun langsam gegen den
Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
– Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Page 59
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 57
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leerlauf­drehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen Arbeits­schritte nochmals durchführen. Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem befrie­digendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die Ursa­che dafür sein. Sollte die Leerlaufluft-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlaufdüse eingesetzt werden. Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu begin­nen. Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.

9.83Ölstand kontrollieren (50 SX Mini)

– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen. – Ölstand im Öltank kontrollieren.
Für eine Kraftstofftankfüllung muss der Öltank mindestens bis an die MIN Mar­kierung aufgefüllt sein.
» Wenn der Ölstand nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Öl tanken. ( S. 17)
700518-01
9.84Ölpumpe entlüften x (50 SX Mini)
300650-10
Bedingung
Kraftstofftank ausgebaut.
– Ölleitung abziehen.
– Ölleitung mit einer Spritze füllen.
Motoröl 2-Takt ( S. 77)
300652-10
300650-10
– Ölleitung anschließen.
Page 60
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 58
– Schrauben entfernen. – Ölpumpe abnehmen. – Ölleitung am Vergaser abziehen.
300651-10
– Ölpumpenrad gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis Öl blasenfrei aus der Öllei-
tung austritt.
300653-10
– Ölleitung anschließen. – Ölpumpe positionieren. – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Ölpumpe M5 6 Nm
300651-10

9.85Getriebeölstand kontrollieren

Info
Der Getriebeölstand muss bei kaltem Motor kontrolliert werden.
– Motorrad auf einer waagrechten Fläche senkrecht stellen.
Bedingung
Motor ist kalt.
– Schraube Getriebeölstandskontrolle entfernen. Motorrad senkrecht stellen. – Getriebeölstand kontrollieren.
» Wenn kein Getriebeöl herausläuft:
700525-01
9.86Getriebeöl wechseln x
– Schraube Getriebeölstandskontrolle montieren und festziehen.
Vorgabe
–
Getriebeöl ablassen. x ( S. 59)
Eine geringe Menge Getriebeöl muss herauslaufen.
–
Getriebeöl nachfüllen. x ( S. 60)
Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 10 Nm
400721-01
Page 61
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 59
–
Getriebeöl einfüllen. x ( S. 59)
400722-01
9.87Getriebeöl ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl bzw. Getriebeöl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter lauwarmes Wasser hal-
ten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Das Getriebeöl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
– Motorrad auf waagrechter Fläche am Seitenständer abstellen. – Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen. – Ölablassschraube mit Magnet entfernen. – Getriebeöl vollständig ablaufen lassen. – Ölablassschraube mit Magnet gründlich reinigen. – Dichtfläche am Motor reinigen. – Ölablassschraube mit Magnet mit Dichtring montieren und festziehen.
Vorgabe
700515-01
9.88Getriebeöl einfüllen x
Ölablassschraube mit Magnet M12x1,5 20 Nm
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
– Verschraubung entfernen und Getriebeöl einfüllen.
Getriebeöl 0,20 l Getriebeöl (ATF Dexron 3) ( S. 77)
– Verschraubung montieren und festziehen.
700516-01
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren. – Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 58)
Page 62
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 60
9.89Getriebeöl nachfüllen x
Info
Zu wenig Getriebeöl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Getriebes.
– Schraube Getriebeölstandskontrolle entfernen.
700525-01
– Verschraubung entfernen. Motorrad senkrecht stellen. – Getriebeöl einfüllen, bis es aus der Bohrung der Getriebeölstandsschraube austritt.
Getriebeöl (ATF Dexron 3) ( S. 77)
– Schraube Getriebeölstandskontrolle montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 10 Nm
300660-11
9.90Einkuppeldrehzahl kontrollieren x
300658-10
– Verschraubung montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren.
– Spezialwerkzeug anschließen.
Drehzahlmesser (45129075000)
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
und/oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen ohne eine geeignete Absauganlage.
– Motorrad starten. – Langsam Gasgeben bis die Kupplung beginnt einzugreifen. – Drehzahl ablesen.
Einkuppeldrehzahl 7.200… 7.500 1/min
» Wird der angegebene Wert nicht erreicht:
–
Einkuppeldrehzahl einstellen. x ( S. 61)
Page 63
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 61
11
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11
22
33
9.91Einkuppeldrehzahl einstellen x
Info
Pro Fahrzeug müssen alle Kupplungsfedern die gleiche Farbmarkierung aufweisen.
–
Einkuppeldrehzahl kontrollieren. x ( S. 60)
–
Fliehkraftkupplung ausbauen. x ( S. 61)
–
Fliehkraftkupplung zerlegen. x ( S. 63)
Kupplungsfeder mit grüner Farbmarkierung
– Scheibe entsprechend dem gemessenem Wert korrigieren.
Vorgabe
300666-01
eine Scheibe von 0,2 mm verändert die Einkuppeldrehzahl um ca.:
Info
Die Distanzscheibe von 1,2 mm muss immer verbaut sein. Durch Beilegen der Scheibe wird die Einkuppeldrehzahl erhöht. Durch Entfernen der Scheibe wird die Einkuppeldrehzahl gesenkt.
Kupplungsfeder mit gelber Farbmarkierung
– Scheibe entsprechend dem gemessenem Wert korrigieren.
Vorgabe
eine Scheibe von 0,2 mm verändert die Einkuppeldrehzahl um ca.:
100 1/min
100 1/min
301870-01
9.92Fliehkraftkupplung ausbauen x
300654-10
Info
Die Distanzscheibe von 1,7 mm und die Distanzscheibe von 0,5 mm müssen immer verbaut sein. Durch Beilegen der Scheibe wird die Einkuppeldrehzahl erhöht. Durch Entfernen der Scheibe wird die Einkuppeldrehzahl gesenkt.
–
Fliehkraftkupplung zusammenbauen. x ( S. 63)
–
Fliehkraftkupplung einbauen. x ( S. 62)
–
Einkuppeldrehzahl kontrollieren. x ( S. 60)
– Mutter entfernen. – Feder aushängen. – Fußbremshebel abnehmen.
– Motorrad seitlich legen. – Schrauben entfernen. – Kupplungsdeckel abnehmen.
300655-10
Page 64
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 62
– Kupplungstrommel mit Spezialwerkzeug gegenhalten.
Halteschlüssel (54629012100)
– Schraube entfernen. – Kupplungstrommel entfernen.
300656-10
– Fliehkraftkupplung abnehmen.
300657-10
9.93Fliehkraftkupplung einbauen x
– Fliehkraftkupplung positionieren.
300657-11
300656-11
300655-11
– Kupplungstrommel positionieren. – Kupplungstrommel mit Spezialwerkzeug gegenhalten. – Schraube montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Kupplungstrom-
M8 30 Nm Loctite®243™
mel
– Kupplungsdeckel mit Dichtung positionieren. – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Kupplungsdeckel M6 10 Nm
– Fußbremshebel positionieren. – Mutter montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Muttern Fahrgestell M8 30 Nm
300654-11
– Feder montieren. – Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 58)
–
Einkuppeldrehzahl kontrollieren. x ( S. 60)
Page 65
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 63
9.94Kupplung kontrollieren/vermessen x
Bedingung
Fliehkraftkupplung ausgebaut. – Kupplung messen.
Vorgabe
Kupplungsbackenhöhe ≥ 98,00 mm
» Wird der angegebene Wert nicht erreicht:
– Kupplungsbacken wechseln.
–
Fliehkraftkupplung zerlegen. x ( S. 63)
– Kupplungsbacken auf Beschädigungen kontrollieren.
300610-10
9.95Fliehkraftkupplung zerlegen x
» Wenn die Kupplungsbacken beschädigt sind:
– Kupplungsbacken wechseln.
–
Fliehkraftkupplung zusammenbauen. x ( S. 63)
Bedingung
Fliehkraftkupplung ausgebaut. – Schrauben mit Spezialwerkzeug lösen.
Zapfenschlüssel (45229021000)
300513-10
300514-10
301866-10
9.96Fliehkraftkupplung zusammenbauen x
Kupplungsfeder mit grüner Farbmarkierung
– Schraube mit Distanzscheibe und Feder entfernen.
Info
Scheibe dient zur Einstellung der Einkuppeldrehzahl und muss nicht verbaut sein. Alle Kupplungsfedern müssen die gleiche Farbmarkierung aufweisen.
– Kupplungsbacke abnehmen. – Arbeitsschritte an den anderen Kupplungsbacken wiederholen.
Kupplungsfeder mit gelber Farbmarkierung
– Schraube mit Distanzscheiben und Feder entfernen.
Info
Scheibe dient zur Einstellung der Einkuppeldrehzahl und muss nicht verbaut sein. Alle Kupplungsfedern müssen die gleiche Farbmarkierung aufweisen.
– Kupplungsbacke abnehmen. – Arbeitsschritte an den anderen Kupplungsbacken wiederholen.
Bedingung
Fliehkraftkupplung ausgebaut.
Page 66
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 64
Kupplungsfeder mit grüner Farbmarkierung
– Kupplungsbacke positionieren. – Schraube mit Distanzscheibe und Feder montieren.
Info
Scheibe dient zur Einstellung der Einkuppeldrehzahl und muss in Abhängigkeit der Einkuppeldrehzahl an alle Kupplungsbacken gleich­mäßig verbaut werden. Alle Kupplungsfedern müssen die gleiche Farbmarkierung aufweisen.
300514-11
301866-11
– Arbeitsschritte an den anderen Kupplungsbacken wiederholen.
Kupplungsfeder mit gelber Farbmarkierung
– Kupplungsbacke positionieren. – Schraube mit Distanzscheiben und Feder montieren.
Info
Scheibe dient zur Einstellung der Einkuppeldrehzahl und muss in Abhängigkeit der Einkuppeldrehzahl an alle Kupplungsbacken gleich­mäßig verbaut werden. Alle Kupplungsfedern müssen die gleiche Farbmarkierung aufweisen.
– Arbeitsschritte an den anderen Kupplungsbacken wiederholen.
– Schrauben mit Spezialwerkzeug festziehen.
Vorgabe
Schraube Kupplungsfeder M6 7 Nm
300513-11
Zapfenschlüssel (45229021000)
Page 67

FEHLERSUCHE 65

Fehler Mögliche Ursache Maßnahme
Motor dreht durch, springt aber nichtanBedienungsfehler – Arbeitsschritte zum Startvorgang durchführen.
( S. 15)
Motorrad war längere Zeit nicht in Betrieb, daher alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer
Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Kraftstofftankentlüftung kontrollieren.
Motor abgesoffen – Zündkerze reinigen und trocknen ggf. wech-
Zündkerze verrußt oder nass – Zündkerze reinigen und trocknen ggf. wech-
Elektrodenabstand der Zündkerze zu groß
Defekt im Zündsystem – Kurzschlusskabel im Kabelstrang auf-
gescheuert, Kurzschlusstaster defekt Steckerverbinder oder Zündspule
locker oder oxydiert Wasser im Vergaser bzw. Düsen ver-
stopft
Motor hat keinen Leerlauf Leerlaufdüse verstopft
Einstellschrauben am Vergaser ver­dreht
Zündkerze defekt – Zündkerze wechseln. Zündanlage defekt –
Motor dreht nicht hoch Vergaser läuft über, weil Schwimmer-
nadel verschmutzt oder abgenutzt ist
lockere Vergaserdüsen
– Schwimmerkammer des Vergasers
entleeren. x
– Kraftstoffhahn reinigen.
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
seln.
seln.
– Elektrodenabstand einstellen.
Vorgabe Elektrodenabstand Zündkerze 0,60 mm
Zündsystem kontrollieren. x
–
Kurzschlusstaster kontrollieren. x
– Steckerverbindung reinigen und mit Kontakt-
spray behandeln.
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX Mini)
–
Vergaser - Leerlauf einstellen. x
( S. 56)
(50 SX)
–
Vergaser - Leerlauf einstellen. x
( S. 55)
Zündspule kontrollieren. x
–
Zündkerzenstecker kontrollieren. x
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
Page 68
FEHLERSUCHE 66
Fehler Mögliche Ursache Maßnahme
Motor dreht nicht hoch Defekt im Zündsystem – Motor hat zu wenig Leistung Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Kraftstofftankentlüftung kontrollieren.
Luftfilter stark verschmutzt – Auspuffanlage undicht, deformiert
oder zu wenig Glasfasergarnfüllung im Enddämpfer
Zündanlage defekt –
Membran oder Membrangehäuse beschädigt
Verschleißerscheinung – Motor überholen. Eingriffsdrehzahl zu niedrig oder zu
hoch
Motor setzt aus oder patscht in den Vergaser
Motor wird übermäßig heiß zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsys-
Weiße Rauchentwicklung (Dampf im Abgas)
Getriebeöl tritt am Entlüftungsschlauch aus
Wasser im Getriebeöl Wellendichtring oder Wasserpumpe
Kraftstoffmangel – Rändelschraube am Kraftstoffhahn bis zum
Motor saugt Falschluft an – Ansaugflansch und Vergaser auf festen Sitz
Steckerverbinder oder Zündspule locker oder oxydiert
tem
zu wenig Fahrtwind – Motor im Stand abstellen. Kühlerlamellen stark verschmutzt – Kühlerlamellen reinigen. Schaumbildung im Kühlsystem –
Zylinderkopf oder Zylinderkopfdich­tung beschädigt
geknickter Kühlerschlauch – Zylinderkopf oder Zylinderkopfdich-
tung beschädigt zu viel Getriebeöl eingefüllt – Getriebeölstand kontrollieren. ( S. 58)
beschädigt
Zündsystem kontrollieren. x
– Kraftstoffhahn reinigen.
(50 SX Mini)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
(50 SX)
– Vergaserbauteile kontrollie-
ren/einstellen. x
Luftfilter reinigen. x ( S. 54)
– Auspuffanlage auf Beschädigungen kontrollie-
ren.
– Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wech-
seln. x Zündspule kontrollieren. x
–
Zündkerzenstecker kontrollieren. x
– Membran und Membrangehäuse kontrollieren.
–
Einkuppeldrehzahl kontrollieren. x ( S. 60)
Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
– Kraftstoff tanken. ( S. 17)
kontrollieren.
– Steckerverbindung reinigen und mit Kontakt-
spray behandeln.
– Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 51)
Kühlflüssigkeit ablassen. x ( S. 51)
–
Kühlflüssigkeit einfüllen. x ( S. 52)
– Zylinderkopf oder Zylinderkopfdichtung kontrol-
lieren.
Kühlerschlauch wechseln. x
– Zylinderkopf oder Zylinderkopfdichtung kontrol-
lieren.
– Wellendichtring und Wasserpumpe kontrollie-
ren.
Page 69

REINIGUNG 67

11.1Motorrad reinigen

Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch Hochdruckreiniger.
– Reinigen Sie das Fahrzeug nie mit einem Hochdruckreiniger oder einem starken Wasserstrahl. Der zu hohe Druck kann in elektri-
sche Bauteile, Steckverbinder, Bowdenzüge, Lager usw. eindringen und Störungen verursachen bzw. zur Zerstörung dieser Teile führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften entsor-
gen.
Info
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
– Vor jeder Reinigung muss die Auspuffanlage verschlossen werden um das Eindringen von Wasser zu verhindern. – Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen. – Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger ( S. 79)
Info
Verwenden Sie warmes Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm.
– Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es gut trocknen.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
– Lassen Sie Ihr Kind nach der Reinigung ein kurzes Stück fahren, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und die Brem-
sen trocken gebremst sind.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
– Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann. – Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten. – Kette reinigen. ( S. 34) – Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit Korrosionsschutzmittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff ( S. 79)
– Alle Kunststoffteile und pulverbeschichteten Teile mit einem milden Reinigungs- und Pflegemittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff ( S. 79)
– Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behandeln.
Kontaktspray ( S. 79)
Page 70

LAGERUNG 68

12.1Lagerung

Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsge­mäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen las­sen. Prüfen Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden. So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
– Motorrad reinigen. ( S. 67)
–
Getriebeöl wechseln. x ( S. 58)
– Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 50) – Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen. – Reifenluftdruck kontrollieren. ( S. 48) – Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen.
Info
KTM empfiehlt das Motorrad aufzubocken.
– Motorrad aufbocken. ( S. 21) – Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten kei-
nesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Info
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend warm wird, kondensiert der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff zum Ros­ten.

12.2Inbetriebnahme nach der Lagerung

– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( S. 21) – Kraftstoff tanken. ( S. 17) – Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme. ( S. 15) – Probefahrt durchführen.
Page 71

TECHNISCHE DATEN - MOTOR 69

Bauart 1-Zylinder 2-Takt Otto-Motor, flüssigkeitsgekühlt, mit Membran-
einlass Hubraum 49,0 cm³ Hub 40 mm Bohrung 39,5 mm Kurbelwellenlagerung 2 Rillenkugellager Pleuellager Nadellager Kolbenbolzenlager Nadellager Kolben Alu gegossen Kolbenringe 1 Rechteckring Motorschmierung (50 SX) Gemischölschmierung Motorschmierung (50 SX Mini) Getrenntschmierung Primärübersetzung 61:33 gerade verzahnter Stirnradtrieb Kupplung 3-Backen-Automatikkupplung auf der Antriebswelle / Fliehkraft Getriebe starres 1-stufiges Untersetzungsgetriebe Getriebeübersetzung 19:42 Zündanlage SELETTRA 2p D36 Zündkerze NGK LR 8 B Elektrodenabstand Zündkerze 0,60 mm Kühlung Flüssigkeitskühlung Starthilfe Kickstarter

13.1Füllmenge - Getriebeöl

Getriebeöl 0,20 l Getriebeöl (ATF Dexron 3) ( S. 77)

13.2Füllmenge - Kühlflüssigkeit

Kühlflüssigkeit 0,5 l Kühlflüssigkeit ( S. 77)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( S. 77)
Page 72

TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR 70

Schraube Kickstarter M5 6 Nm Schraube Lagersicherung M5 5 Nm – Schraube Ölpumpe (50 SX Mini) M5 6 Nm – Schraube Statorbefestigung M5 6 Nm – Schraube Wasserpumpenrad M5 5 Nm Entlüftungsstutzen Motorgehäuse M6 4 Nm Schraube Ansaugflansch M6 5 Nm Schraube Auspuffflansch M6 10 Nm – Schraube Generatordeckel M6 6 Nm – Schraube Getriebeölstandskontrolle M6 10 Nm – Schraube Kettenritzelabdeckung M6 10 Nm – Schraube Kupplungsdeckel M6 10 Nm – Schraube Kupplungsfeder M6 7 Nm – Schraube Motorgehäuse M6 10 Nm – Schraube Wasserpumpendeckel M6 10 Nm – Schraube Zündspule M6 5 Nm – Schraube Zylinderkopf M7 18 Nm – Muttern Zylinderfuß M8 20 Nm – Schraube Kupplungstrommel M8 30 Nm Stiftschraube Zylinderfuß M8 10 Nm – Zündkerze M10x1 10… 12 Nm – Mutter Primärrad M10x1,25 40 Nm Mutter Rotor M10x1,25 15 Nm – Ölablassschraube mit Magnet M12x1,5 20 Nm –
Loctite®243™
Loctite®243™ Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Page 73

TECHNISCHE DATEN - VERGASER 71

15.150 SX

Vergasertyp Dell`Orto PHBG 19BS Nadelposition 3. Position von oben Leerlaufgemisch-Regulierschraube
offen 3 Umdrehungen Hauptdüse 85 Düsennadel W9 Leerlaufdüse 58 Nadeldüse 260AU Gasschieber 60 Kaltstartdüse 60

15.250 SX Mini

Vergasertyp Dell`Orto PHVA 12XS Nadelposition 4. Position von oben Leerlaufluft-Regulierschraube
offen 1 Umdrehung Hauptdüse 60 Düsennadel A10 Leerlaufdüse 35 Nadeldüse 211FA Gasschieber 40 Kaltstartdüse 60
Page 74

TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL 72

Rahmen Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren, pulverbe-
schichtet
Gabel Marzocchi Federbein WP Suspension 3614 BAEM Federweg (50 SX)
vorne 185 mm
hinten 185 mm Federweg (50 SX Mini)
vorne 110 mm
hinten 171 mm Gabelversatz 14 mm Bremsanlage
vorne Scheibenbremse, Bremszange fest gelagert
hinten Scheibenbremse, Bremszange fest gelagert Bremsscheiben - Durchmesser
vorne 160 mm
hinten 140 mm Bremsscheiben - Verschleißgrenze
vorne 2,2 mm
hinten 2,2 mm Reifenluftdruck Gelände
vorne 1,0 bar
hinten 1,0 bar Sekundärübersetzung (50 SX) 11:40 Sekundärübersetzung (50 SX Mini) 10:42 Kette 1/2 x 3/16” Lieferbare Kettenräder 38, 39, 40, 41, 42 Steuerkopfwinkel (50 SX) 66° Steuerkopfwinkel (50 SX Mini) 67,4° Radstand (50 SX) 1.032 mm Radstand (50 SX Mini) 914 mm Sitzhöhe unbelastet (50 SX) 684 mm Sitzhöhe unbelastet (50 SX Mini) 558 mm Bodenfreiheit unbelastet (50 SX) 252 mm Bodenfreiheit unbelastet (50 SX Mini) 184 mm Gewicht ohne Kraftstoff ca. (50 SX) 39,8 kg Gewicht ohne Kraftstoff ca. (50 SX Mini) 39,0 kg

16.1Reifen

Gültigkeit Bereifung vorne Bereifung hinten
(50 SX) 60/100 - 12 36M TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
(50 SX Mini) 2,50 - 10 33J TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
Weitere Informationen finden Sie im Bereich Service unter: http://www.ktm.com
2,75 - 10 37J TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
2,75 - 10 37J TT
Pirelli SCORPION MX Mid Soft 32 NHS
Page 75
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL 73

16.2Füllmenge - Kraftstoff

Kraftstofftankinhalt ca. (50 SX)
Kraftstofftankinhalt ca. (50 SX Mini)
2,3 l Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt Motoröl gemischt (1:60)
( S. 78)
2,0 l Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95) ( S. 78)
Page 76

TECHNISCHE DATEN - GABEL 74

17.150 SX

Gabelartikelnummer 45101000644 Gabel Marzocchi Federrate
Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 2 N/mm Luftkammerlänge 100±2,5 mm Gabellänge 692 mm
Gabelöl 210 ml Gabelöl (SAE 7.5) ( S. 77)

17.250 SX Mini

Gabelartikelnummer 45201000233 Gabel Marzocchi Federrate
Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 2 N/mm Luftkammerlänge 100±2,5 mm Gabellänge 578 mm
Gabelöl 210 ml Gabelöl (SAE 7.5) ( S. 77)
Page 77

TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN 75

18.150 SX

Federbeinartikelnummer 03.18.9E.02 Federbein WP Suspension 3614 BAEM Zugstufendämpfung
Standard 10 Klicks Federvorspannung
Standard 3 mm Federrate
Gewicht Fahrer: < 25 kg 30 N/mm
Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 35 N/mm
Gewicht Fahrer: > 40 kg 40 N/mm Federlänge 130 mm Gasdruck 10 bar Statischer Durchhang 20 mm Fahrtdurchhang 45… 55 mm Einbaulänge 275 mm
Stoßdämpferöl Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1) ( S. 78)

18.250 SX Mini

Federbeinartikelnummer 03.18.9E.04 Federbein WP Suspension 3614 BAEM Zugstufendämpfung
Standard 12 Klicks Federvorspannung
Standard 5 mm Federrate
Gewicht Fahrer: < 25 kg 65 N/mm
Gewicht Fahrer: 25… 35 kg 75 N/mm
Gewicht Fahrer: > 35 kg 85 N/mm Federlänge 120 mm Gasdruck 10 bar Statischer Durchhang 15 mm Fahrtdurchhang 40… 50 mm Einbaulänge 245 mm
Stoßdämpferöl Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1) ( S. 78)
Page 78

TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL 76

Speichennippel M3,5 3 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M6 15 Nm – Schraube Bremsscheibe hinten M6 15 Nm Schraube Bremsscheibe vorne M6 15 Nm Schraube Bremszange hinten M6 10 Nm Schraube Gabelbrücke unten M6 10 Nm – Schraube Kugelgelenk Druckstange am
Fußbremszylinder Schraube Kettenrad M7 15 Nm Motortragschraube M8 25 Nm – Mutter Reifenhalter M8 10 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M8 30 Nm – Restliche Schrauben Fahrgestell M8 25 Nm – Schraube Bremszange vorne M8 20 Nm Schraube Gabelbrücke oben M8 25 Nm – Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm – Mutter Schwingarmbolzen M10 45 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M10 50 Nm – Restliche Schrauben Fahrgestell M10 45 Nm – Schraube Federbein oben M10 45 Nm – Schraube Federbein unten M10 45 Nm – Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Mutter Steckachse hinten M12x1 40 Nm – Mutter Steckachse vorne M12x1 40 Nm – Mutter Gabelschaftrohr M20x1,5 10 Nm – Mutter Steuerkopf M20x1,5 10 Nm –
M6 10 Nm –
Loctite®243™ Loctite®243™ Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Loctite®243™
Page 79

BETRIEBSSTOFFE 77

Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1
nach
– DOT
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Bremsflüssigkeit welche der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entspre-
chenden Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Castrol und Motorex®Produkte.
Lieferant Castrol – RESPONSE BRAKE FLUID SUPER DOT 4
®
Motorex – Brake Fluid DOT 5.1
Gabelöl (SAE 7.5)
nach
– SAE ( S. 81) (SAE 7.5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Racing Fork Oil
Getriebeöl (ATF Dexron 3)
nach
– Dexron III (ATF Dexron 3)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur ATF-Getriebeöle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die ent-
sprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – ATF Dexron 3
Kühlflüssigkeit
Vorgabe
– Nur geeignete Kühlflüssigkeit verwenden (auch in Ländern mit hohen Temperaturen). Bei minderwertigen Frostschutzmitteln kann
es zu Korrosion und Schaumbildung kommen. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Mischungsverhältnis
Gefrierschutz: −25… −45 °C 50 % Korrosions-/Frostschutzmittel
50 % destilliertes Wasser
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt)
Gefrierschutz −40 °C
Lieferant
®
Motorex – Anti Freeze
Motoröl 2-Takt
nach
– JASO FC ( S. 81)
Vorgabe
–
Verwenden Sie nur hochwertiges 2-Takt Motoröl bekannter Marken. KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
vollsynthetisch
Lieferant
®
Motorex – Cross Power 2T
Page 80
BETRIEBSSTOFFE 78
Stoßdämpferöl (SAE 2,5) (50180342S1)
nach
– SAE ( S. 81) (SAE 2,5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen.
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
nach
– DIN EN 228 (ROZ 95)
Superkraftstoff bleifrei mit 2-Takt Motoröl gemischt (1:60)
nach
– DIN EN 228 – JASO FC ( S. 81) (1:60)
Mischungsverhältnis
1:60 Motoröl 2-Takt ( S. 77)
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95) ( S. 78)
Page 81

HILFSSTOFFE 79

Kettenreinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Chain Clean 611
Kettenspray Offroad
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Chain Lube 622
Kontaktspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Accu Contact
Langzeitfett
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Fett 2000
Luftfilter-Reinigungsmittel
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Twin Air Dirt Bio Remover
Motorradreiniger
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Moto Clean 900
Öl für Schaumstoff-Luftfilter
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Twin Air Liquid Bio Power
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Protect & Shine 645
Page 82
HILFSSTOFFE 80
Universal Ölspray
Vorgabe
–
KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
®
Motorex – Joker 440 Universal
Page 83

NORMEN 81

SAE
Die SAE-Viskositätsklassen wurden von der Society of Automotive Engineers festgelegt und dienen der Einteilung der Öle nach ihrer Viskosität. Die Viskosität beschreibt nur eine Eigenschaft eines Öls und enthält keinerlei Aussage zur Qualität.
JASO FC
JASO FC ist eine Klassifizierung für ein 2-Takt Motorenöl, welches speziell für die extremen Anforderungen im Rennsport entwickelt wurde. Dank den erstklassigen synthetischen Estern und den speziell darauf abgestimmten Additiven wird auch unter extremen Bedin­gungen eine einwandfreie Verbrennung erreicht.
Page 84
INDEXVERZEICHNIS 82

INDEXVERZEICHNIS

A
Arbeitsregeln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
B
Bedienungsanleitung
Grundsätzliches . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Betriebsmittel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Bremsbeläge
der Hinterradbremse ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
der Hinterradbremse einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 44
der Hinterradbremse wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
der Vorderradbremse ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
der Vorderradbremse einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 40
der Vorderradbremse wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Bremsflüssigkeit
der Hinterradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
der Vorderradbremse nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Bremsflüssigkeitsstand
der Hinterradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 43
der Vorderradbremse kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Bremsscheiben
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
C
Choke . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .11-12
E
Einsatzdefinition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Enddämpfer
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Glasfasergarnfüllung ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Glasfasergarnfüllung einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Ersatzteile, Zubehör . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
F
Fahrgestellnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Fahrtdurchhang
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Fahrzeugansicht
hinten rechts . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 8
vorne links . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
Fahrzeugniveau . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Federbein
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Fahrtdurchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
statischen Durchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . 22
Federbeinartikelnummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Federvorspannung
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Fehlersuche . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65-66
Fliehkraftkupplung
Einkuppeldrehzahl einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Einkuppeldrehzahl kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Fliehkraftkupplung ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Fliehkraftkupplung einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Frostschutz
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Fußbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
G
Gabelbeine
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Gabelüberstand
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Garantie . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Gasbowdenzugspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Gasdrehgriff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Getriebeöl
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Getriebeölstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
H
Handbremshebel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Spiel einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38
Spiel kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Hinterrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
I
Inbetriebnahme
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . 13
nach der Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . 15
K
Kette
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Kettenführung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
Kettenrad/Kettenritzel
auf Verschleiß kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Kettenspannung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Kickstarter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
Kotflügel vorne
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Kraftstoffhahn . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Kühlflüssigkeit
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Page 85
INDEXVERZEICHNIS 83
Kühlflüssigkeitsstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50-51
Kühlsystem . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
Kurzschlusstaster . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
L
Lagerung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
Lenkerposition . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Luftfilter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
M
Motor
einfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
Motor - Arbeiten an den einzelnen Teilen
Fliehkraftkupplung zerlegen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Fliehkraftkupplung zusammenbauen . . . . . . . . . . . . . . 63
Kupplung kontrollieren/vermessen . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Motornummer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
Motorrad
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
O
Ölpumpe
entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Ölstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Öltankverschluss
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
P
Plug-in-Ständer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 12
R
Reifenluftdruck
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Reifenzustand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Reinigung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
S
Serviceplan . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19-20
Sitzbank
abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Sitzhöhe
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Speichenspannung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
Startnummerntafel
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Startvorgang . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 15
Staubmanschetten
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Steuerkopflager
schmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Steuerkopflagerspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
T
Tanken
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Öl . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 17
Tankverschluss
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
Technische Daten
Anzugsdrehmomente Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
Anzugsdrehmomente Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
Fahrgestell . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .72-73
Federbein . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
Gabel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 74
Motor . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 69
Vergaser . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
Transport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
U
Umwelt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6
Untere Gabelbrücke
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
V
Vergaser
Leerlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Leerlauf einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .55-56
Vorderrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
W
Wartung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
Z
Zugstufendämpfung
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
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KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen/Österreich
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04/2009
Foto: Mitterbauer
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