Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM‑Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun
Besitzer eines modernen, sportlichen Fahrzeuges, das Ihnen bei angemessener Pflege lange Freude bereiten wird.
Wir wünschen Ihnen allzeit gute und sichere Fahrt!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrzeugidentifikationsnummer (S. 14)Händlerstempel
Motornummer (S. 14)
Schlüsselnummer (alle EU‑Modelle) (S. 14)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine
Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung der Motorräder ergeben, sind jedoch nie ganz
auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM Sportmotorcycle GmbH behält sich insbesondere das
Recht vor, technische Angaben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und Ähnliches ohne vorherige Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw.
ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung eines bestimmten Modells
ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen
von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum
Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
Nachdruck, auch auszugsweise sowie Vervielfältigungen jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
ISO 9001(12 100 6061)
Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu höchstmöglicher Produktqualität führen.
Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM Sportmotorcycle GmbH
Stallhofnerstraße 3
5230 Mattighofen, Österreich
Dieses Dokument ist gültig für folgende Modelle:
450 EXC‑F EU (F8403U9)
450 EXC‑F Six Days EU (F8403U2)
500 EXC‑F EU (F8503U9)
500 EXC‑F Six Days EU (F8503U2)
500 XCF-W US (F8575U1)
INDEX ............................................................. 176
5
Page 8
1DARSTELLUNGSMITTEL
1.1Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung bestimmter Symbole erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis. Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer
autorisierten KTM-Fachwerkstatt durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten
Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal betreut.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen).
Kennzeichnet eine Angabe mit weiterführenden Informationen oder Tipps.
Kennzeichnet das Ergebnis aus einem Prüfschritt.
Kennzeichnet eine Spannungsmessung.
Kennzeichnet eine Strommessung.
Kennzeichnet das Ende einer Tätigkeit inklusive eventueller Nacharbeiten.
1.2Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
EigennameKennzeichnet einen Eigennamen.
®
Name
Marke™Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Unterstrichene BegriffeVerweisen auf technische Details des Fahrzeuges oder kennzeichnen Fach-
Dieses Fahrzeug ist so konzipiert und konstruiert, dass es gängigen Beanspruchungen bei regulärem Renneinsatz standhält. Dieses Fahrzeug entspricht den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten
internationalen Motorsportverbände.
Info
Dieses Fahrzeug ist nur in der homologierten (gedrosselten) Version für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
In der entdrosselten Version darf dieses Fahrzeug nur auf abgesperrten Strecken, außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs, betrieben werden.
Dieses Fahrzeug ist für den Geländesport-Ausdauerwettbewerb konzipiert und nicht für den überwiegenden Motocross-Einsatz.
(XCF‑W)
Dieses Fahrzeug ist so konzipiert und konstruiert, dass es gängigen Beanspruchungen bei
Freizeit‑Offroad‑Einsatz standhält.
Info
Dieses Fahrzeug ist nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen.
Dieses Fahrzeug entspricht den kalifornischen und EPA‑Emissionsvorgaben für Offroad‑Motorräder.
Dieses Fahrzeug ist nicht für den Renneinsatz auf abgesperrten Strecken oder für Motocross-Einsatz
konzipiert.
2.2Fehlgebrauch
Setzen Sie das Fahrzeug nur bestimmungsgemäß ein.
Bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz können Gefahren für Personen, Material und die Umwelt entstehen.
Jegliche Verwendung des Fahrzeuges, die über den bestimmungsgemäßen Gebrauch und die Einsatzdefinition
hinausgeht, stellt Fehlgebrauch dar.
Fehlgebrauch umfasst darüber hinaus die Verwendung von Betriebs- und Hilfsstoffen, die die geforderten Spezifikationen für den jeweiligen Einsatz nicht erfüllen.
2.3Sicherheitshinweise
Für einen sicheren Umgang mit dem beschriebenen Produkt sind einige Sicherheitshinweise zu beachten. Lesen
Sie deshalb diese Anleitung und alle weiteren Anleitungen im Lieferumfang aufmerksam durch. Die Sicherheitshinweise sind im Text optisch hervorgehoben und an den relevanten Stellen verlinkt.
Info
An gut sichtbaren Stellen des beschriebenen Produktes sind verschiedene Hinweis- und Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis- oder Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie
oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
7
Page 10
2SICHERHEITSHINWEISE
2.4Gefahrengrade und Symbole
Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht
die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Vorsicht
Hinweis auf eine Gefahr, die möglicherweise zu leichten Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen
getroffen werden.
2.5Warnung vor Manipulationen
Es ist verboten, Änderungen an Bauteilen der Geräuschdämpfung vorzunehmen. Folgende Maßnahmen oder das
Herstellen der entsprechenden Zustände sind gesetzlich verboten:
1 Entfernen oder Außerkraftsetzen jeglicher der Geräuschdämpfung dienender Einrichtungen oder Bauteile
eines Neufahrzeugs vor dessen Verkauf oder Auslieferung an den Endkunden oder während der Nutzungsdauer des Fahrzeugs zu anderen Zwecken als zum Service, zur Reparatur oder zum Austausch sowie
2 Nutzung des Fahrzeugs, nachdem eine derartige Einrichtung oder ein derartiges Bauteil entfernt oder außer
Kraft gesetzt wurde.
Beispiele für gesetzwidrige Manipulation:
1 Entfernen oder Durchbohren von Endschalldämpfern, Prallblechen, Krümmern oder anderen Bauteilen, die
Abgase leiten.
2 Entfernen oder Durchbohren von Teilen des Einlasssystems.
3 Verwendung in nicht ordnungsgemäßem Wartungszustand.
4 Ersetzen beweglicher Teile des Fahrzeugs oder von Teilen der Auspuffanlage oder des Einlasssystems durch
vom Hersteller nicht zugelassene Teile.
(XCF‑W)
Ein Zubehörteil oder modifiziertes Teil muss die geltenden ARB‑Standards zur Begrenzung der Verdunstungs-
emissionen einhalten. Verstöße gegen diese Vorschrift können zivil‑ und/oder strafrechtlich geahndet werden.
8
Page 11
SICHERHEITSHINWEISE2
2.6Sicherer Betrieb
Gefahr
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der Lage
sind.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
– Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung.
– Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen Raum
starten oder laufen lassen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor die
Fahrzeugteile abgekühlt sind.
– Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Das Fahrzeug nur in einem technisch einwandfreien Zustand, bestimmungsgemäß, sicherheits- und umweltbewusst betreiben.
Im Straßenverkehr ist eine entsprechende Fahrerlaubnis notwendig.
Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen, umgehend in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt beseitigen
lassen.
Am Fahrzeug angebrachte Hinweis- und Warnhinweisaufkleber beachten.
2.7Schutzkleidung
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
– Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vorga-
ben entspricht.
Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit empfiehlt KTM das Betreiben des Fahrzeuges nur mit geeigneter Schutzkleidung.
2.8Arbeitsregeln
Sofern nicht anders vermerkt, muss bei jeder Arbeit die Zündung ausgeschaltet sein (Modelle mit Zündschloss,
Modelle mit Funkschlüssel) bzw. der Motor stillstehen (Modelle ohne Zündschloss oder Funkschlüssel).
Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber
unter der angegebenen Nummer in Klammern bestellt werden. Beispiel: Lagerauszieher (15112017000)
Teile, die nicht wiederverwendet werden können (z. B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dehnschrauben,
Dichtungen, Dichtringe, O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche), beim Zusammenbau durch neue Teile ersetzen.
Für einige Schraubfälle ist eine Schraubensicherung (z. B. Loctite®) erforderlich. Spezifische Hinweise des Herstellers bei der Verwendung beachten.
Wenn auf einem Neuteil bereits eine Schraubensicherung (z. B. Precote®) aufgetragen ist, kein zusätzliches
Schraubensicherungsmittel auftragen.
9
Page 12
2SICHERHEITSHINWEISE
Teile, die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, reinigen und auf Beschädigung und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte oder verschlissene Teile wechseln.
Nach Abschluss einer Reparatur oder eines Service die Betriebssicherheit des Fahrzeuges sicherstellen.
2.9Umwelt
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ihrem Motorrad sorgt dafür, dass keine Probleme und Konflikte auftauchen
müssen. Um die Zukunft des Motorradfahrens zu sichern, versichern Sie sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen
der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Beachten Sie bei der Entsorgung von Altöl, anderen Betriebs- und Hilfsstoffen und Altteilen die jeweiligen
Gesetze und Richtlinien des jeweiligen Landes.
Da Motorräder nicht der EU-Richtlinie für die Entsorgung von Altfahrzeugen unterliegen, gibt es keine gesetzliche
Regelung zur Entsorgung eines Altmotorrads. Ihr autorisierter KTM‑Händler hilft Ihnen gerne.
2.10Bedienungsanleitung
Lesen Sie unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Die Bedienungsanleitung enthält viele Informationen und Tipps, die Ihnen Bedienung, Handhabung und
Service erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Fahrzeug am besten für sich abstimmen und wie Sie
sich vor Verletzungen schützen können.
Bewahren Sie die Bedienungsanleitung an einem gut zugänglichen Ort auf, damit Sie bei Bedarf jederzeit nachschlagen können.
Falls Sie mehr über das Fahrzeug wissen wollen oder Unklarheiten beim Lesen auftreten, wenden Sie sich an
einen autorisierten KTM‑Händler.
Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrzeuges und muss beim Verkauf an den neuen
Eigentümer übergeben werden.
Die Bedienungsanleitung steht außerdem zum Download bei Ihrem autorisierten KTM‑Händler und auf der
KTM‑Website zur Verfügung.
Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com
10
Page 13
WICHTIGE HINWEISE3
3.1Herstellergarantie, Gewährleistung
Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt
durchgeführt und im KTM Dealer.net bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei
Schäden und Folgeschäden, die durch Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann
keine Herstellergarantie gewährt werden.
3.2Betriebsmittel, Hilfsstoffe
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
Betriebsmittel und Hilfsstoffe laut Bedienungsanleitung und Spezifikation verwenden.
3.3Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben
und/oder empfohlen sind und lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt montieren. Für andere
Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung.
Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr
autorisierter KTM‑Händler berät Sie gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM‑Website.
Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com
3.4Service
Die Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß ist die Einhaltung
der in der Bedienungsanleitung genannten Service, Pflege- und Einstellarbeiten von Motor und Fahrwerk. Eine
falsche Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser oder schlammiger
Strecke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Komponenten wie Antriebsstrang, Bremsanlagen oder
Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon vor Erreichen
des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein.
Beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten und Serviceintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt
wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Bei Laufleistungs- und Zeitintervallen ist das zuerst eintretende Intervall ausschlaggebend.
3.5Abbildungen
Die in der Anleitung dargestellten Abbildungen enthalten zum Teil Sonderausstattungen.
Zur besseren Darstellung und Erklärung können einige Teile ausgebaut oder nicht abgebildet sein. Ein Ausbau für
die jeweilige Beschreibung ist nicht immer zwingend notwendig. Beachten Sie die textlichen Angaben.
3.6Kundendienst
Für Fragen zu Ihrem Fahrzeug und zu KTM steht Ihnen Ihr autorisierter KTM‑Händler gerne zur Verfügung.
Die Liste der autorisierten KTM‑Händler finden Sie auf der KTM‑Website.
Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com
Die Fahrzeugidentifikationsnummer1ist auf dem Steuerkopf
rechts eingeprägt.
401945-10
(alle EU‑Modelle)
Das Typenschild Europa1ist auf dem Steuerkopf vorn angebracht.
Das Typenschild Australien2ist auf dem Brustrohr vorn
angebracht.
V01808-10
5.3Schlüsselnummer (alle EU‑Modelle)
Die Schlüsselnummer1für das Lenkschloss ist am Schlüsselverbinder eingeprägt.
402247-10
5.4Motornummer
Die Motornummer1ist an der linken Motorseite hinter dem
Schalthebel eingeprägt.
14
H00940-10
Page 17
5.5Gabelartikelnummer
401947-10
5.6Federbein‑Artikelnummer
SERIENNUMMERN5
Die Gabelartikelnummer1ist auf der Innenseite der Gabelfaust
eingeprägt.
Die Federbein‑Artikelnummer1ist am Federbein‑Oberteil über
dem Einstellring zur Motorseite hin eingeprägt.
H02222-10
15
Page 18
6BEDIENELEMENTE
6.1Kupplungshebel
6.2Handbremshebel
Der Kupplungshebel1ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch
nach.
E00817-10
Der Handbremshebel1ist am Lenker rechts angebracht.
Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.
6.3Gasdrehgriff
6.4Ausschalttaste
E01205-10
Der Gasdrehgriff1ist am Lenker rechts angebracht.
E01206-10
(alle EU‑Modelle)
Die Ausschalttaste1ist am Lenker links angebracht.
16
S01302-10
Page 19
E00821-10
6.5Hupentaste (alle EU‑Modelle)
BEDIENELEMENTE6
(XCF‑W)
Die Ausschalttaste1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Ausschalttastein der Grundstellung – in dieser Stellung
ist der Zündstromkreis geschlossen, der Motor kann gestartet
werden.
• Ausschalttastegedrückt – in dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der
stehende Motor springt nicht an.
Die Hupentaste1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Hupentastein der Grundstellung
• Hupentastegedrückt – in dieser Stellung wird die Hupe
betätigt.
S01303-10
6.6Lichtschalter (alle EU‑Modelle)
S01307-10
6.7Lichtschalter (XCF‑W)
Der Lichtschalter1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Abblendlicht ein – Lichtschalter ist in der Mittelstellung. In dieser Stellung sind das Abblendlicht und
Rücklicht eingeschaltet.
Fernlicht ein – Lichtschalter ist gegen den Uhrzeigersinn gedreht. In dieser Stellung sind das Fernlicht
und Rücklicht eingeschaltet.
Der Lichtschalter1befindet sich links neben dem Kombiinstrument.
Mögliche Zustände
• Licht aus – Lichtschalter ist bis zum Anschlag
hineingedrückt. In dieser Stellung ist das Licht ausgeschaltet.
• Licht ein – Lichtschalter ist bis zum Anschlag gezogen. In
dieser Stellung sind Abblendlicht und Rücklicht eingeschaltet.
V01748-10
17
Page 20
6BEDIENELEMENTE
6.8Blinkerschalter (alle EU‑Modelle)
6.9Not-Aus-Schalter
Der Blinkerschalter1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Blinker aus – Blinkerschalter ist in der Mittelstellung.
Blinker links ein – Blinkerschalter ist nach links
geschwenkt.
Blinker rechts ein – Blinkerschalter ist nach rechts
geschwenkt.
S01304-10
(alle EU‑Modelle)
Der Not-Aus-Schalter1ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
Zündung aus – in dieser Stellung ist der Zündstromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der
stehende Motor springt nicht an.
Zündung ein – in dieser Stellung ist der Zündstromkreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
V01749-10
6.10Starttaste
(alle EU‑Modelle)
Die Starttaste1ist am Lenker rechts angebracht.
V01749-11
(XCF‑W)
Die Starttaste1ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• Starttastein der Grundstellung
• Starttastegedrückt – in dieser Stellung wird der Startermotor betätigt.
V01750-10
18
Page 21
6.11Kombischalter (EXC‑F Six Days EU, XCF‑W)
Der Kombischalter ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
1STANDARD – Bei leuchtender LED 1 ist das STAN-
DARD Mapping aktiviert.
1 TCSTANDARD mit TC – Bei leuchtender LED 1 und TC
ist das STANDARD Mapping mit der Traktionskontrolle aktiviert.
2ADVANCED – Bei leuchtender LED 2 ist das ADVAN-
CED Mapping aktiviert.
2 TCADVANCED mit TC – Bei leuchtender LED 2 und TC
ist das ADVANCED Mapping mit der Traktionskontrolle aktiviert.
Warnung
Erlöschen der Straßenzulassung und des Versicherungsschutzes Wenn der Kombischalter montiert ist, erlischt eine
ggf. vorhandene Straßenzulassung des Fahrzeuges.
H02887-01
– Betreiben Sie das Fahrzeug ausschließlich auf abge-
sperrten Strecken außerhalb des öffentlichen Straßenverkehrs, wenn der Kombischalter montiert ist.
BEDIENELEMENTE6
6.12Kontrollleuchtenübersicht
V01752-10
Mit der Taste MAP am Kombischalter kann die Motorcharakteristik
verändert werden.
Zusätzlich kann über den Kombischalter die Traktionskontrolle
aktiviert werden.
Mögliche Zustände
Fernlicht‑Kontrollleuchte leuchtet blau – Fernlicht ist
eingeschaltet.
Fehlfunktion‑Kontrollleuchte leuchtet/blinkt gelb
– Die OBD hat einen Fehler in der Fahrzeugelektronik
erkannt. Verkehrsgerecht anhalten und eine autorisierte KTM-Fachwerkstatt kontaktieren.
Kraftstoffstand-Warnleuchte leuchtet gelb – Kraftstoffstand hat die Reservemarke erreicht.
Blinkerkontrollleuchte blinkt grün – Blinker ist eingeschaltet.
19
Page 22
6BEDIENELEMENTE
6.13Kontrollleuchtenübersicht (XCF‑W)
6.14Kraftstofftankverschluss öffnen
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
– Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
– Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Mögliche Zustände
Fehlfunktion‑Kontrollleuchte leuchtet/blinkt gelb
– Die OBD hat einen Fehler in der Fahrzeugelektronik
erkannt. Anhalten und eine autorisierte
KTM-Fachwerkstatt kontaktieren.
Kraftstoffstand-Warnleuchte leuchtet gelb – Kraftstoffstand hat die Reservemarke erreicht.
V01751-10
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
– Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
– Bewahren Sie Kraftstoff in einem geeigneten Kanister ordnungsgemäß und außerhalb der Reichweite
von Kindern auf.
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
–
Entriegelungsknopf1drücken, Kraftstofftankverschluss
gegen den Uhrzeigersinn drehen und nach oben abnehmen.
20
K01334-10
Page 23
6.15Kraftstofftankverschluss schließen
– Kraftstofftankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn dre-
K01334-11
6.16Kaltstartknopf
Der Kaltstartknopf1ist am Drosselklappenkörper unten angebracht.
Bei kaltem Motor und geringer Umgebungstemperatur verlängert
die elektronische Kraftstoffeinspritzung die Einspritzzeit. Um die
erhöhte Kraftstoffmenge zu verbrennen, wird dem Motor zusätzlich
Sauerstoff zugeführt, indem der Kaltstartknopf gedrückt wird.
Wenn kurz Gas gegeben und der Gasdrehgriff losgelassen wird,
oder der Gasdrehgriff nach vorn gedreht wird, springt der Kaltstartknopf in die Ausgangsposition zurück.
BEDIENELEMENTE6
hen, bis der Entriegelungsknopf1einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung2knickfrei verlegen.
H02253-10
Info
Kontrollieren, ob der Kaltstartknopf in die Grundstellung
zurückgekehrt ist.
Mögliche Zustände
• Kaltstartknopf aktiviert – Kaltstartknopf ist bis zum Anschlag
hineingedrückt.
• Kaltstartknopf deaktiviert – Kaltstartknopf ist in Grundstellung.
21
Page 24
6BEDIENELEMENTE
6.17Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube
Die Leerlaufeinstellung am Drosselklappenkörper wirkt sich stark
auf das Startverhalten, eine stabile Leerlaufdrehzahl und das
Ansprechverhalten beim Gasgeben aus.
Ein Motor mit korrekt eingestellter Leerlaufdrehzahl lässt sich
leichter starten als ein Motor mit falsch eingestellter Leerlaufdrehzahl.
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der LeerlaufdrehzahlRegulierschraube1eingestellt.
Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube im Uhrzeigersinn
erhöht die Leerlaufdrehzahl.
Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube gegen den Uhrzeigersinn senkt die Leerlaufdrehzahl.
6.18Schalthebel
H02254-10
Der Schalthebel1ist am Motor links montiert.
401950-10
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1.
und 2. Gang.
401950-11
22
Page 25
6.19Fußbremshebel
6.20Seitenständer
BEDIENELEMENTE6
Der Fußbremshebel1befindet sich vor der rechten Fußraste.
Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
401956-10
Der Seitenständer1ist an der linken Fahrzeugseite angebracht.
401943-10
401944-10
6.21Lenkschloss (alle EU‑Modelle)
S01311-10
Der Seitenständer dient zum Abstellen des Motorrades.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer1hochgeklappt und mit dem Haltegummi2gesichert sein.
Das Lenkschloss1ist am Steuerkopf links angebracht.
Durch das Lenkschloss kann die Lenkung gesperrt werden. Ein
Lenken und damit Fahren ist nicht mehr möglich.
23
Page 26
6BEDIENELEMENTE
6.22Lenkung absperren (alle EU‑Modelle)
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
400732-01
– Fahrzeug abstellen.
– Den Lenker ganz nach rechts einschlagen.
– Lenkschloss regelmäßig schmieren.
Universal‑Ölspray (S. 171)
– Schlüssel für Lenkschloss in das Lenkschloss (S. 23) ste-
cken, nach links drehen, eindrücken und nach rechts drehen.
Schlüssel für Lenkschloss abziehen.
Eine Lenkbewegung ist nicht mehr möglich.
Info
Schlüssel für Lenkschloss nie im Lenkschloss stecken
lassen.
6.23Lenkung entsperren (alle EU‑Modelle)
– Schlüssel für Lenkschloss in das Lenkschloss (S. 23) ste-
cken, nach links drehen, herausziehen und nach rechts drehen. Schlüssel für Lenkschloss abziehen.
400731-01
Eine Lenkbewegung ist wieder möglich.
Info
Schlüssel für Lenkschloss nie im Lenkschloss stecken
lassen.
24
Page 27
7.1Kombiinstrument‑Übersicht
V00799-01
7.2Aktivierung und Test
KOMBIINSTRUMENT7
– Mit der Tastewerden verschiedene Funktionen gesteuert.
– Mit der Tastewerden verschiedene Funktionen gesteuert.
Info
Im Auslieferungszustand ist nur der Anzeigemodus SPEED/H
und SPEED/ODO aktiviert.
Kombiinstrument aktivieren
Das Kombiinstrument wird aktiviert, wenn eine der Tasten
gedrückt wird oder vom Raddrehzahlsensor ein Impuls kommt.
Display-Test
Zur Funktionskontrolle des Displays leuchten kurz alle Anzeigesegmente auf.
400313-01
WS (wheel size)
Nach der Funktionskontrolle des Displays wird kurz der Radumfang WS (wheel size) eingeblendet.
Info
Die Zahl 2205 entspricht dem Umfang des 21" Vorderrades mit Serienreifen.
Danach wechselt die Anzeige in den zuletzt gewählten Modus.
400314-01
7.3Kilometer oder Meilen einstellen
Info
Wenn man die Einheit wechselt, bleibt der Wert ODO erhalten und wird entsprechend umgerechnet.
Die Werte TR1, TR2, A1, A2 und S1 werden beim Umstellen gelöscht.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
Das Setup-Menü wird angezeigt und die aktivierten Funktionen werden eingeblendet.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige Km/h / Mph blinkt.
Km/h einstellen
– Tastedrücken.
400329-01
Mph einstellen
– Tastedrücken.
25
Page 28
7KOMBIINSTRUMENT
7.4Kombiinstrument einstellen
Info
Im Auslieferungszustand ist nur der Anzeigemodus SPEED/H und SPEED/ODO aktiviert.
– 3 - 5 Sekunden warten.
Die Einstellungen werden gespeichert.
Info
Wird 10-12 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein
Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die
Einstellungen automatisch gespeichert und das SetupMenü geschlossen.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
Das Setup-Menü wird angezeigt und die aktivierten Funktionen werden eingeblendet.
400318-01
Info
Wenn 10-12 Sekunden keine Taste gedrückt wird, werden die Einstellungen automatisch gespeichert.
Wird 20 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein
Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die
Einstellungen automatisch gespeichert und das
Setup-Menü geschlossen.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die gewünschte Funktion
blinkt.
Die gewählte Funktion blinkt.
Funktion aktivieren
– Tastedrücken.
Symbol bleibt im Display erhalten und Anzeige wechselt zur nächsten Funktion.
Funktion deaktivieren
– Tastedrücken.
Symbol im Display erlischt und Anzeige wechselt zur
nächsten Funktion.
26
Page 29
7.5Uhrzeit einstellen
400330-01
KOMBIINSTRUMENT7
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
im Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
Stundenanzeige blinkt.
– Stundenanzeige mit der Tastebzw. Tasteeinstellen.
– 3 - 5 Sekunden warten.
Das nächste Segment der Anzeige blinkt und kann eingestellt werden.
– Durch Drücken der Tasteund der Tastekönnen die fol-
genden Segmente, analog der Stundenanzeige, eingestellt werden.
Info
Die Sekunden können nur auf Null gesetzt werden.
Wird 15-20 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein
Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die
Einstellungen automatisch gespeichert und das SetupMenü geschlossen.
7.6Rundenzeit abfragen
Info
Diese Funktion kann nur dann aufgerufen werden, wenn Rundenzeiten gestoppt wurden.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
– Tastekurz drücken.
Auf der linken Seite des Display wird LAP 1 angezeigt.
– Die Runden 1-10 können mit der Tasteabgerufen werden.
– Die Taste3-5 Sekunden gedrückt halten.
Die Rundenzeiten werden gelöscht.
400321-01
– Tastekurz drücken.
nächster Anzeigemodus
Info
Kommt ein Impuls vom Raddrehzahlsensor, wechselt
die linke Seite des Displays in den SPEED-Modus
zurück.
27
Page 30
7KOMBIINSTRUMENT
7.7Anzeigemodus SPEED (Geschwindigkeit)
7.8Anzeigemodus SPEED/H (Betriebsstunden)
400317-02
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige SPEED links im
Display erscheint.
Im Anzeigemodus SPEED wird die aktuelle Geschwindigkeit angezeigt.
Die aktuelle Geschwindigkeit kann in Km/h oder in Mph angezeigt
werden.
Info
Länderspezifische Einstellung vornehmen.
Sobald ein Impuls vom Vorderrad kommt, wechselt die
linke Seite des Displays in den Modus SPEED und aktuelle
Geschwindigkeit wird eingeblendet.
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
Im Anzeigemodus H werden die Betriebsstunden des Motors angezeigt.
Der Betriebsstundenzähler speichert die Gesamtfahrzeit.
400316-01
Info
Der Betriebsstundenzähler ist für die Einhaltung der Servicearbeiten notwendig.
Ist das Kombiinstrument beim Anfahren im Anzeigemodus
H, wechselt es automatisch in den Anzeigemodus ODO.
Der Anzeigemodus H wird während der Fahrt unterdrückt.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Funktionen.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
28
Page 31
7.9Setup-Menü
400344-01
KOMBIINSTRUMENT7
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
Das Setup-Menü zeigt die aktivierten Funktionen an.
Info
Die Tasteso oft kurz drücken, bis die gewünschte Funktion erreicht wird.
Wenn 20 Sekunden keine Taste gedrückt wird, werden die
Einstellungen automatisch gespeichert.
7.10Maßeinheit einstellen
400329-01
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
3 - 5 Sekunden warten.
10 - 12
Sekunden
warten.
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige Km/h / Mph blinkt.
Im Maßeinheiten Modus kann die Maßeinheit umgeschaltet werden.
aktiviert die blinkende Anzeige und wechselt
zur nächsten Anzeige
keine Funktion
deaktiviert die blinkende Anzeige und wechselt
zur nächsten Anzeige
keine Funktion
wechselt zur nächsten Anzeige ohne Veränderung
Setup-Menü startet, speichert die Einstellungen und wechselt zu H oder ODO.
Info
Wenn 5 Sekunden keine Taste gedrückt wird, werden automatisch die Einstellungen gespeichert.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Einstieg in die Auswahl, aktiviert Km/h Anzeige
keine Funktion
29
Page 32
7KOMBIINSTRUMENT
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
3 - 5 Sekunden warten.
10 - 12
Sekunden
warten.
7.11Anzeigemodus SPEED/CLK (Uhrzeit)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
Im Anzeigemodus CLK wird die Uhrzeit angezeigt.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
400319-01
drücken.
Taste2 -
3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
aktiviert Mph Anzeige
keine Funktion
wechselt zur nächsten Anzeige, wechselt von
der Auswahl in das Setup-Menü
speichert und schließt das Setup-Menü
im Display erscheint.
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Uhr.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
7.12Uhrzeit einstellen
400319-01
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
im Display erscheint.
– Taste2 - 3 Sekunden drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
3 - 5 Sekunden warten.
10 - 12
Sekunden
warten.
erhöht den Wert
erhöht den Wert
verringert den Wert
verringert den Wert
wechselt zum nächsten Wert
Verlassen von SETUP Menü
30
Page 33
7.13Anzeigemodus SPEED/LAP (Rundenzeit)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
Im Anzeigemodus LAP können mit der Stoppuhr bis zu 10 Rundenzeiten gestoppt werden.
Info
Wenn die Rundenzeit nach dem Drücken der Tasteweiter läuft, sind 9 Speicherplätze belegt.
400320-01
Die Runde 10 muss mit der Tastegestoppt werden.
KOMBIINSTRUMENT7
7.14Rundenzeit abfragen
400321-01
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
– Tastekurz drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Die Stoppuhr und die Rundenzeit werden
zurückgesetzt.
nächster Anzeigemodus
Stoppt die Uhr.
Startet die Uhr, oder stoppt die laufende Rundenzeit, speichert diese und die Stoppuhr startet die nächste Runde.
Die Stoppuhr und die Rundenzeit werden
zurückgesetzt.
Runden von 1-10 auswählen
keine Funktion
nächste Rundenzeit abrufen.
31
Page 34
7KOMBIINSTRUMENT
7.15Anzeigemodus SPEED/ODO (Odometer)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige ODO rechts unten
im Display erscheint.
Im Anzeigemodus ODO wird die gefahrene Gesamtwegstrecke angezeigt.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
400317-01
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
7.16Anzeigemodus SPEED/TR1 (Tripmaster 1)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige TR1 rechts oben
im Display erscheint.
Der TR1 (Tripmaster 1) läuft immer mit und zählt bis 999,9.
Mit ihm kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz
zwischen zwei Tankstopps gemessen werden.
TR1 ist mit A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1) und S1 (Stoppuhr
1) gekoppelt.
400323-01
Info
Wird 999,9 überschritten, werden die Werte TR1, A1 und
S1 automatisch auf 0,0 zurückgesetzt.
keine Funktion
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0
gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
32
Page 35
7.17Anzeigemodus SPEED/TR2 (Tripmaster 2)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige TR2 rechts oben
im Display erscheint.
Der TR2 (Tripmaster 2) läuft immer mit und zählt bis 999,9.
KOMBIINSTRUMENT7
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
400324-01
drücken.
Taste2 -
3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
7.18Einstellen von TR2 (Tripmaster 2)
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige TR2 rechts oben
– Taste2 - 3 Sekunden drücken, bis TR2 blinkt.
Der angezeigte Wert kann manuell mit der Tasteund der
Tasteeingestellt werden. Eine sehr praktische Funktion bei
Fahrten nach dem Roadbook.
400324-01
Löscht Werte TR2 und A2.
nächster Anzeigemodus
Verringert Wert TR2.
Verringert Wert TR2.
im Display erscheint.
Info
Der TR2 Wert kann auch während der Fahrt manuell mit der
Tasteund der Tastekorrigiert werden.
Wird 999,9 überschritten, wird der Wert TR2 automatisch
auf 0,0 zurückgesetzt.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige A1 rechts oben im
Display erscheint.
A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1) zeigt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Berechnungsbasis von TR1 (Tripmaster 1) und
S1 (Stoppuhr 1) an.
Die Berechnung dieses Wertes wird mit dem ersten Impuls des
Raddrehzahlsensors aktiviert und endet 3 Sekunden nach dem
letzten Impuls.
400325-01
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0
gesetzt.
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige A2 rechts oben im
Display erscheint.
A2 (Durchschnittsgeschwindigkeit 2) zeigt die Durchschnittsgeschwindigkeit auf Basis der aktuellen Geschwindigkeit, wenn die
Stoppuhr S2 (Stoppuhr 2) läuft.
Info
Der angezeigte Wert kann von der tatsächlichen Durch-
400326-01
schnittsgeschwindigkeit abweichen, wenn S2 nach der
Fahrt nicht gestoppt wurde.
34
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
keine Funktion
Page 37
7.21Anzeigemodus SPEED/S1 (Stoppuhr 1)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige S1 rechts oben im
Display erscheint.
S1 (Stoppuhr 1) zeigt die Fahrzeit auf Basis von TR1 an und läuft
weiter, sobald vom Raddrehzahlsensor ein Impuls kommt.
Die Berechnung dieses Wertes startet mit dem ersten Impuls des
Raddrehzahlsensors und endet 3 Sekunden nach dem letzten
Impuls.
KOMBIINSTRUMENT7
Taste2 -
400327-01
3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
7.22Anzeigemodus SPEED/S2 (Stoppuhr 2)
– Tasteso oft kurz drücken, bis die Anzeige S2 rechts oben im
Display erscheint.
S2 (Stoppuhr 2) ist eine manuelle Stoppuhr.
Wenn S2 im Hintergrund läuft, blinkt die Anzeige S2 im Display.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
400328-01
Tastekurz
drücken.
Taste2 3 Sekunden
drücken.
Tastekurz
drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0
gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
Anzeigen von S2 und A2 werden auf 0,0
gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
Startet oder stoppt S2.
7.23Funktionsübersicht
AnzeigeTaste2 -
3 Sekunden
drücken.
Anzeigemodus SPEED/H
(Betriebsstunden)
Anzeige
wechselt
in das
Setup-Menü
der
Funktionen.
Tastekurz
drücken.
nächster
Anzeigemodus
Taste2 3 Sekunden
drücken.
keine Funktion
Tastekurz
drücken.
keine Funktion
3 - 5 Sekunden warten.
10 - 12
Sekunden
warten.
35
Page 38
7KOMBIINSTRUMENT
AnzeigeTaste2 -
3 Sekunden
drücken.
Setup-Menükeine Funk-
tion
Maßeinheit einstellen
Anzeigemodus SPEED/CLK
(Uhrzeit)
Uhrzeit einstellen
Anzeigemodus SPEED/LAP
(Rundenzeit)
Rundenzeit
abfragen
Anzeigemodus SPEED/ODO
(Odometer)
Anzeigemodus SPEED/TR1
(Tripmaster 1)
Anzeigemodus SPEED/TR2
(Tripmaster 2)
keine Funktion
Anzeige
wechselt
in das
Setup-Menü
der Uhr.
erhöht den
Wert
Die Stoppuhr
und die Rundenzeit werden zurückgesetzt.
Die Stoppuhr
und die Rundenzeit werden zurückgesetzt.
keine Funktion
Anzeigen
von TR1, A1
und S1 werden auf 0,0
gesetzt.
Löscht Werte
TR2 und A2.
Tastekurz
drücken.
aktiviert die
blinkende
Anzeige und
wechselt zur
nächsten
Anzeige
Einstieg in
die Auswahl,
aktiviert Km/h
Anzeige
nächster
Anzeigemodus
erhöht den
Wert
nächster
Anzeigemodus
Runden von
1-10 auswählen
nächster
Anzeigemodus
nächster
Anzeigemodus
nächster
Anzeigemodus
Taste2 3 Sekunden
drücken.
keine Funktion
keine Funktion
keine Funktion
verringert
den Wert
Stoppt die
Uhr.
keine Funktion
keine Funktion
keine Funktion
Verringert
Wert TR2.
Tastekurz
drücken.
deaktiviert
die blinkende
Anzeige und
wechselt zur
nächsten
Anzeige
aktiviert Mph
Anzeige
keine Funktion
verringert
den Wert
Startet die
Uhr, oder
stoppt die
laufende
Rundenzeit,
speichert
diese und
die Stoppuhr startet
die nächste
Runde.
nächste Rundenzeit abrufen.
keine Funktion
keine Funktion
Verringert
Wert TR2.
3 - 5 Sekunden warten.
wechselt zur
nächsten
Anzeige ohne
Veränderung
wechselt
zur nächsten Anzeige,
wechselt von
der Auswahl
in das SetupMenü
wechselt zum
nächsten
Wert
10 - 12
Sekunden
warten.
Setup-Menü
startet, speichert die Einstellungen
und wechselt
zu H oder
ODO.
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der Lage
sind.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
– Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vorga-
ben entspricht.
Warnung
Sturzgefahr Unterschiedliche Reifenprofile an Vorder‑ und Hinterrad beeinträchtigen das Fahrverhalten.
Unterschiedliche Reifenprofile können die Kontrolle über das Fahrzeug erheblich erschweren.
– Stellen Sie sicher, dass Vorder- und Hinterrad nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift
sind.
Warnung
Unfallgefahr Eine unangepasste Fahrweise beeinträchtigt das Fahrverhalten.
– Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und Ihrem Fahrkönnen an.
Warnung
Unfallgefahr Das Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Sozius ausgelegt.
– Nehmen Sie keinen Sozius mit.
Warnung
Unfallgefahr Die Bremsanlage fällt bei Überhitzung aus.
Wenn der Fußbremshebel nicht freigegeben wird, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen.
– Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Gesamtgewicht und Achslasten beeinflussen das Fahrverhalten.
– Überschreiten Sie weder das höchstzulässige Gesamtgewicht noch die Achslasten.
Warnung
Entwendungsgefahr Unbefugt handelnde Personen gefährden sich und andere.
– Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft.
– Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm
belästigt fühlen.
– Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Vorverkaufskontrolle von einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt
durchgeführt wurden.
38
Page 41
INBETRIEBNAHME8
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde bei der Fahrzeugübergabe.
– Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
– Machen Sie sich mit den Bedienelementen vertraut.
– Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. (S. 96)(alle EU‑Modelle)
– Leerweg des Handbremshebels einstellen. (S. 100)
(XCF‑W)
– Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (S. 101)
– Grundstellung des Fußbremshebels einstellen.(S. 109)
– Grundstellung des Schalthebels einstellen.(S. 145)
– Gewöhnen Sie sich auf einer geeigneten Fläche an das Fahrverhalten des Motorrades, bevor Sie eine
anspruchsvollere Fahrt unternehmen.
Info
Im Gelände ist es empfehlenswert, mit einer weiteren Person auf einem zweiten Fahrzeug unterwegs
zu sein, um sich gegenseitig zu helfen.
–
Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu
bekommen.
– Machen Sie keine Geländefahrten, die Ihre Fähigkeiten und Erfahrung überfordern.
– Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten.
– Wenn Sie Gepäck mitnehmen, achten Sie auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte
und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad.
Info
Motorräder reagieren empfindlich auf Veränderung der Gewichtsverteilung.
– Höchstzulässiges Gesamtgewicht und höchstzulässige Achslasten einhalten.
Vorgabe
Höchstzulässiges Gesamtgewicht335 kg
Höchstzulässige Achslast vorn145 kg
Höchstzulässige Achslast hinten190 kg
– Speichenspannung kontrollieren. (S. 120)
Info
Die Speichenspannung muss nach einer halben Betriebsstunde kontrolliert werden.
– Motor einfahren. (S. 39)
8.2Motor einfahren
– Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motordrehzahl
während der ersten Betriebsstunde7.000 1/min
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden≤ 75 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
39
Page 42
8INBETRIEBNAHME
8.3Startleistung von Lithium‑Ionen‑Batterien bei niedrigen Temperaturen
8.4Fahrzeug auf erschwerte Einsatzbedingungen vorbereiten
Info
Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser oder schlammiger Strecke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Komponenten wie Antriebsstrang, Bremsanlagen
oder Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon vor
Erreichen des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein.
402555-01
Lithium-Ionen-Batterien sind wesentlich leichter als Bleibatterien, haben eine geringe Selbstentladung und bei Temperaturen über 15 °C (60 °F) mehr Startleistung. Die Startleistung von
Lithium‑Ionen‑Batterien verringert sich jedoch bei niedrigen Temperaturen mehr als bei Bleibatterien.
Es können mehrere Startversuche nötig sein. Dazu 5 Sekunden
die Starttaste drücken und zwischendurch 30 Sekunden warten.
Die Pausen sind notwendig, damit sich die entstandene Wärme in
der Lithium-Ionen-Batterie verteilen kann und die Lithium-IonenBatterie nicht beschädigt wird.
Wenn die geladene Lithium-Ionen-Batterie bei Temperaturen unter
15 °C (60 °F) den Starter nicht oder nur schwach durchzieht, ist
sie nicht defekt, sondern muss innerlich erwärmt werden, um die
Startleistung (Stromabgabe) zu steigern.
Die Startleistung steigt mit der Erwärmung.
– Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen.(S. 82)
Info
Luftfilter ca. alle 30 Minuten kontrollieren.
– Stecker auf Feuchtigkeit, Korrosion und festen Sitz kontrollieren.
» Wenn Feuchtigkeit, Korrosion oder Beschädigung vorhanden ist:
– Stecker reinigen und trocknen, ggf. wechseln.
Erschwerte Einsatzbedingungen sind:
– Fahrten in trockenem Sand. (S. 40)
– Fahrten in nassem Sand. (S. 41)
– Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke. (S. 42)
– Fahrten bei hohen Temperaturen oder langsame Fahrt. (S. 42)
– Fahrten bei niedrigen Temperaturen oder bei Schnee. (S. 43)
8.5Fahrzeug für Fahrten in trockenem Sand vorbereiten
8.7Fahrzeug für Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke vorbereiten
M01459-01
(alle 450‑Modelle)
– Kupplungsfeder wechseln.
Kupplungsfeder hart (78932005000)
–
Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (79006921000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
102137-01
–
Stahlkettenrad montieren.
– Motorrad reinigen. (S. 151)
– Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
600868-01
(alle 450‑Modelle)
– Kupplungsfeder wechseln.
Kupplungsfeder hart (78932005000)
M01459-01
8.8Fahrzeug für hohe Temperaturen oder langsame Fahrt vorbereiten
42
600868-01
– Sekundärübersetzung an die Strecke anpassen.
Info
Das Motoröl wird schnell heiß, wenn die Kupplung
wegen einer zu langen Sekundärübersetzung oft betätigt werden muss.
– Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel (S. 170)
– Kühlerlamellen reinigen.
Page 45
– Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
– Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 135)
8.9Fahrzeug für niedrige Temperaturen oder Schnee vorbereiten
– Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (79006921000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
102137-01
INBETRIEBNAHME8
43
Page 46
9FAHRANLEITUNG
9.1Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme
Info
Vor jeder Fahrt den Zustand des Fahrzeugs und die Betriebssicherheit kontrollieren.
Das Fahrzeug muss beim Betrieb in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
H02217-01
– Motorölstand kontrollieren. (S. 147)
– Elektrische Anlage kontrollieren.
–
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren.
(S. 102)
– Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren.
(S. 110)
– Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 104)
– Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 111)
– Funktion der Bremsanlage kontrollieren.
– Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 135)
– Kettenverschmutzung kontrollieren. (S. 90)
– Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren.
(S. 92)
– Kettenspannung kontrollieren. (S. 91)
– Reifenzustand kontrollieren. (S. 119)
– Reifendruck kontrollieren. (S. 119)
– Speichenspannung kontrollieren. (S. 120)
Info
Die Speichenspannung muss regelmäßig kontrolliert
werden, da bei falscher Speichenspannung die Fahrsicherheit stark beeinträchtigt wird.
– Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (S. 65)
– Gabelbeine entlüften. (S. 64)
– Luftfilter kontrollieren.
– Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrol-
lieren.
– Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf
festen Sitz kontrollieren.
– Kraftstoffvorrat kontrollieren.
9.2Fahrzeug starten
Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
– Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung.
– Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen Raum
starten oder laufen lassen.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Fahren Sie den Motor immer mit niedriger Drehzahl warm.
44
Page 47
401944-10
400733-01
FAHRANLEITUNG9
–
Motorrad vom Seitenständer1nehmen und den Seitenständer mit dem Haltegummi2sichern.
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
– Not-Aus-Schalter in die Stellungdrücken.
Bedingung
Umgebungstemperatur: < 20 °C
– Kaltstartknopf bis zum Anschlag hineindrücken.
–
Starttaste drücken.
Info
Starttaste maximal 5 Sekunden drücken. Bis zum
nächsten Startversuch 30 Sekunden warten.
Bei Temperaturen unter 15 °C (60 °F) können mehrere
Startversuche nötig sein, um die Lithium‑Ionen‑Batterie
zu erwärmen und dadurch die Startleistung zu steigern.
Während des Startvorganges leuchtet die Fehlfunktion‑Kontrollleuchte.
9.3Traktionskontrolle aktivieren (EXC‑F Six Days EU, XCF‑W)
Warnung
Erlöschen der Straßenzulassung und des Versicherungsschutzes Wenn der Kombischalter montiert ist,
erlischt eine ggf. vorhandene Straßenzulassung des Fahrzeuges.
– Betreiben Sie das Fahrzeug ausschließlich auf abgesperrten Strecken außerhalb des öffentlichen
Straßenverkehrs, wenn der Kombischalter montiert ist.
Info
Die Traktionskontrolle reduziert übermäßigen Schlupf am Hinterrad zugunsten von mehr Kontrolle und
Vortrieb vor allem bei nassen Verhältnissen.
Bei ausgeschalteter Traktionskontrolle kann das Hinterrad bei starker Beschleunigung oder auf Oberflächen mit geringer Haftung stärker durchdrehen.
Die Traktionskontrolle kann auch während der Fahrt ein‑ oder ausgeschaltet werden.
Die zuletzt gewählte Einstellung ist nach erneutem Starten wieder aktiv.
– Taste TC drücken, um die Traktionskontrolle ein‑ oder auszu-
schalten.
Vorgabe
Motordrehzahl≤ 4.000 1/min
Die TC LED leuchtet, wenn die Traktionskontrolle aktiviert
ist.
H02885-01
45
Page 48
9FAHRANLEITUNG
9.4Anfahren
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Haltegummi gesichert sein.
– Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas
geben.
9.5Schalten, Fahren
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl blockiert das Hinterrad und überdreht den Motor.
– Schalten Sie bei hoher Motordrehzahl nicht in einen kleineren Gang zurück.
Info
Wenn beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auftreten, sofort anhalten, Motor abstellen und eine
autorisierte KTM-Fachwerkstatt kontaktieren.
Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
– Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, können Sie in höhere Gänge schalten. Dazu
Gas wegnehmen, gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben
und Gas geben.
– Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas
zurückdrehen. Die Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
– Geben Sie immer nur so viel Gas, wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdreh-
griffes erhöht den Verbrauch.
– Zum Zurückschalten bremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen.
– Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben
bzw. nochmals schalten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb mit Leerlaufdrehzahl oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 2 min
– Häufiges und längeres Schleifen der Kupplung vermeiden. Dadurch erhitzt sich das Motoröl, der Motor und
das Kühlsystem.
– Fahren Sie mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung.
9.6Abbremsen
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen blockiert die Räder.
– Passen Sie die Bremsweise der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen an.
Warnung
Unfallgefahr Ein schwammiger Druckpunkt der Vorder- oder Hinterradbremse verringert die Bremswir-
kung.
– Kontrollieren Sie die Bremsanlage und fahren Sie nicht weiter, bevor das Problem behoben ist. (Ihre
autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
46
Page 49
FAHRANLEITUNG9
Warnung
Unfallgefahr Nässe und Schmutz beeinträchtigen die Bremsanlage.
– Bremsen Sie mehrmals vorsichtig ab, um die Bremsbeläge und Bremsscheiben zu trocknen und von
Schmutz zu befreien.
– Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt wer-
den.
– Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindig-
keit entsprechend, in einen kleineren Gang.
– Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge
zurück, überdrehen Sie jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die
Bremsanlage wird nicht überhitzt.
9.7Anhalten, Parken
Warnung
Entwendungsgefahr Unbefugt handelnde Personen gefährden sich und andere.
– Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft.
– Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor die
Fahrzeugteile abgekühlt sind.
– Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
– Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab.
– Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
Hinweis
Materialschaden Falsches Vorgehen beim Parken beschädigt das Fahrzeug.
Wenn das Fahrzeug wegrollt oder umfällt, können erhebliche Schäden entstehen.
Die Bauteile zum Abstellen des Fahrzeuges sind nur für das Fahrzeuggewicht ausgelegt.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
– Stellen Sie sicher, dass sich niemand auf das Fahrzeug setzt, wenn das Fahrzeug auf einem Ständer geparkt
ist.
– Motorrad abbremsen.
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
– Ausschalttastebei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht.
– Motorrad auf festem Untergrund abstellen.
47
Page 50
9FAHRANLEITUNG
9.8Transportieren
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
– Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab.
– Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
– Motor abstellen.
– Motorrad mit Spanngurten oder anderen geeigneten Befesti-
gungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
401475-01
9.9Kraftstoff tanken
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
– Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
– Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
– Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
Hinweis
Materialschaden Unzureichende Kraftstoffqualität setzt den Kraftstofffilter vorzeitig zu.
In einigen Ländern und Regionen ist die verfügbare Kraftstoffqualität und ‑sauberkeit unter Umständen nicht
ausreichend. Probleme im Kraftstoffsystem sind die Folge.
– Tanken Sie nur sauberen Kraftstoff, der der angegebenen Norm entspricht. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
48
Page 51
FAHRANLEITUNG9
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
– Motor abstellen.
– Kraftstofftankverschluss öffnen. (S. 20)
–
Kraftstofftank bis maximal an das MaßAmit Kraftstoff auffüllen.
Vorgabe
Maß
A
35 mm
401226-10
Kraftstofftankinhalt
gesamt ca.
(alle EU‑Modelle)
Kraftstofftankinhalt
gesamt ca. (XCF‑W)
– Kraftstofftankverschluss schließen. (S. 21)
9 lSuperkraftstoff
bleifrei (ROZ 95)
(S. 169)
8,5 lSuperkraftstoff
bleifrei (ROZ 95)
(S. 169)
49
Page 52
10SERVICEPLAN
10.1Zusätzliche Informationen
Alle weiterführenden Arbeiten, die sich aus den Pflichtarbeiten bzw. aus den empfohlenen Arbeiten ergeben, sind
gesondert zu beauftragen und werden gesondert verrechnet.
In Abhängigkeit von lokalen Einsatzbedingungen können in Ihrem Land abweichende Serviceintervalle gelten.
Im Zuge technischer Weiterentwicklungen können sich einzelne Serviceintervalle und Umfänge ändern. Der letztgültige Serviceplan ist immer im KTM Dealer.net hinterlegt. Ihr autorisierter KTM‑Händler berät Sie gern.
10.2Pflichtarbeiten
Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool auslesen.○●●●●
Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren.○●●●●
12-V-Batterie kontrollieren und laden.●●●●
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 104)●●●●
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 111)●●●●
Bremsscheiben kontrollieren. (S. 101)●●●●
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.●●●●
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (S. 110)●●●●
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (S. 108)●●●●
Rahmen kontrollieren.(S. 95)●●●●
Schwinge kontrollieren.(S. 95)●●●●
Schwingenlager auf Spiel kontrollieren.●
Federbein‑Schwenklager auf Spiel kontrollieren.●●●
Reifenzustand kontrollieren. (S. 119)○●●●●
Reifendruck kontrollieren. (S. 119)○●●●●
Radlager auf Spiel kontrollieren.●●●●
Radnaben kontrollieren.●●●●
Felgenschlag kontrollieren.○●●●
Speichenspannung kontrollieren. (S. 120)○●●●●
Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren. (S. 92)●●●●
Kettenspannung kontrollieren. (S. 91)○●●●●
Alle beweglichen Teile (z. B. Seitenständer, Handhebel, Kette, ...) schmieren und auf
Leichtgängigkeit kontrollieren.
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen. (S. 97)●●●●
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (S. 102)●●●●
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (S. 100)●●●●
Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. (S. 73)○●●●
Ventilspiel kontrollieren.○●
Kupplung kontrollieren.●●
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen.(S. 147)○●●●●
Alle Schläuche (z. B. Kraftstoff, Kühl, Entlüftungs, Drainageschläuche, ...) und
Manschetten auf Risse, Dichtheit und korrekte Verlegung kontrollieren.
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (S. 134)○●●●●
alle 10 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
alle 45 Betriebsstunden
alle 30 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
●●●●
○●●●●
50
Page 53
SERVICEPLAN10
alle 10 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
alle 45 Betriebsstunden
alle 30 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.●●●●
Bowdenzüge auf Beschädigung, knickfreie Verlegung und Einstellung kontrollieren.○●●●●
Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen.(S. 82)●●●●
Glasfasergarnfüllung des Endschalldämpfers wechseln.(S. 85)●●
Gabelservice durchführen.●
Federbeinservice durchführen.●
Leicht zugängliche, sicherheitsrelevante Schrauben und Muttern auf festen Sitz kontrol-
lieren.
Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (S. 131)○●●●●
Kraftstoffsieb wechseln.(S. 146)○●●●●
Kraftstoffdruck kontrollieren.●●●●
Leerlaufdrehzahl kontrollieren.○●●●●
Funktion des Kühlerlüfters kontrollieren.○●●●
Einlassmembran kontrollieren.●
Endkontrolle: Fahrzeug auf Verkehrssicherheit kontrollieren und Probefahrt durchfüh-
ren.
Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool nach der Probefahrt auslesen.○●●●●
Serviceeintrag im KTM Dealer.net durchführen.○●●●●
○●●●●
○●●●●
○ einmaliges Intervall
● periodisches Intervall
10.3Empfohlene Arbeiten
alle 135 Betriebsstunden
alle 70 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
nach 20 Betriebsstunden
nach 10 Betriebsstunden
alle 48 Monate
alle 12 Monate
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln.●●
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln.●●
Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln.(S. 98)●●
Steuerkopflager schmieren.(S. 75)●●
Spark-Arrestor reinigen.●●
Gabelservice durchführen.○
Federbeinservice durchführen.○
Kraftstofffilter wechseln.●
Kühlflüssigkeit wechseln. (S. 138)●
51
Page 54
10SERVICEPLAN
Motorservice durchführen, inklusive Motor Aus- und Einbau. (Zündkerze und
Zündkerzenstecker wechseln. Kolben wechseln. Zylinder kontrollieren/vermessen.
Zylinderkopf kontrollieren. Ventile, Ventilfedern und Ventilfederauflagen wechseln.
Nockenwelle, Kipphebel und Kipphebelachsen kontrollieren. Pleuel, Pleuellager
und Hubzapfen wechseln. Radial-Wellendichtring der Wasserpumpe wechseln.
Getriebe und Schaltung kontrollieren. Öldruck-Regelventil kontrollieren. Saugpumpe
wechseln. Druckpumpe und Schmiersystem kontrollieren. Steuertrieb kontrollieren.
Steuerkette wechseln. Alle Motorlager wechseln. Freilauf wechseln.)
○ einmaliges Intervall
● periodisches Intervall
alle 135 Betriebsstunden
alle 70 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
nach 20 Betriebsstunden
nach 10 Betriebsstunden
alle 48 Monate
alle 12 Monate
●●
52
Page 55
FAHRWERK ABSTIMMEN11
11.1Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht kontrollieren
Info
Bei der Fahrwerksgrundeinstellung zuerst das Federbein und danach die Gabel einstellen.
– Um optimale Fahreigenschaften des Motorrades zu erzielen
und um Beschädigungen an Gabel, Federbein, Schwinge und
Rahmen zu vermeiden, muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten zum Fahrergewicht passen.
– KTM Offroad-Motorräder sind im Auslieferungszustand auf ein
Standard Fahrergewicht (mit kompletter Schutzkleidung) eingestellt.
Vorgabe
Standard Fahrergewicht75 … 85 kg
– Wenn das Fahrergewicht außerhalb dieses Bereiches liegt,
muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten entsprechend angepasst werden.
– Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der
Federvorspannung ausgeglichen werden, bei größeren Abweichungen müssen entsprechende Federn montiert werden.
401030-01
11.2Druckstufendämpfung Federbein
Die Druckstufendämpfung des Federbeines ist in zwei Bereiche aufgeteilt, Highspeed und Lowspeed.
High- und Lowspeed bezieht sich auf die Einfedergeschwindigkeit des Hinterrades und nicht auf die Fahrgeschwindigkeit.
Die Highspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Landung nach einem Sprung aus, das Hinterrad
federt dabei schnell ein.
Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Fahrt über lange Bodenwellen aus, das Hinterrad
federt dabei langsam ein.
Diese zwei Bereiche sind getrennt einstellbar, der Übergang zwischen High- und Lowspeed ist jedoch fließend.
Demzufolge wirken sich Änderungen im Highspeed‑Bereich der Druckstufe auch im Lowspeed‑Bereich aus und
umgekehrt.
11.3Druckstufendämpfung Lowspeed des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des
Federbeins.
53
Page 56
11FAHRWERK ABSTIMMEN
K01335-10
–
Einstellschraube1mit einem Schraubendreher bis zum letzten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung2nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung Lowspeed
Komfort18 Klicks
Standard15 Klicks
Sport12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen
gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung.
11.4Druckstufendämpfung Highspeed des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Highspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
–
Einstellschraube1mit einem Gabelschlüssel bis zum
Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung2nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen
11.7Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren
–
MaßAHinterrad entlastet ermitteln. (S. 55)
– Das Motorrad mithilfe eines Helfers senkrecht halten.
– Erneut mit der Durchhanglehre den Abstand zwischen Hinter-
radachse und der Markierung SAG am hinteren Kotflügel messen.
–
Wert als MaßBnotieren.
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße
undB.
– Statischen Durchhang kontrollieren.
Statischer Durchhang37 mm
» Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das
angegebene Maß ist:
– Federvorspannung des Federbeins einstellen.
(S. 57)
A
402416-10
11.8Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren
–
MaßAHinterrad entlastet ermitteln. (S. 55)
– Mithilfe einer Person, die das Motorrad hält, setzt sich der
Fahrer mit kompletter Schutzkleidung in normaler Sitzposition
(Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad und wippt einige
Male auf und nieder.
Die Hinterradaufhängung pendelt sich ein.
– Eine weitere Person misst nun erneut mit der Durchhanglehre
den Abstand zwischen Hinterradachse und der Markierung SAG
am hinteren Kotflügel.
–
Wert als MaßCnotieren.
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße
undC.
– Fahrtdurchhang kontrollieren.
Fahrtdurchhang110 mm
402417-10
» Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß
abweicht:
– Fahrtdurchhang einstellen.(S. 58)
A
56
Page 59
FAHRWERK ABSTIMMEN11
11.9Federvorspannung des Federbeins einstellen
Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird.
Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Bevor Sie die Federvorspannung ändern, sollten Sie sich die aktuelle Einstellung notieren - z. B. Federlänge messen.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Federbein ausbauen.(S. 78)
– Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
Hauptarbeit
–
Schraube1lösen.
–
Einstellring2drehen, bis die Feder vollständig entspannt ist.
402659-10
Hakenschlüssel (90129051000)
Info
Wenn die Feder nicht ganz entspannt werden kann,
muss zur genauen Messung der Federlänge die Feder
ausgebaut werden.
– Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen.
–
Feder durch Drehen des Einstellrings2auf das vorgegebene
MaßAspannen.
Vorgabe
Federvorspannung8 mm
Info
In Abhängigkeit vom statischen Durchhang bzw. Fahrtdurchhang kann eine höhere oder niedrigere Federvorspannung notwendig sein.
–
Schraube1festziehen.
Vorgabe
Schraube Einstellring
Federbein
Nacharbeit
– Federbein einbauen.(S. 78)
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
M55 Nm
57
Page 60
11FAHRWERK ABSTIMMEN
11.10Fahrtdurchhang einstellen
B00292-10
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Federbein ausbauen.(S. 78)
– Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
Hauptarbeit
– Eine entsprechende Feder auswählen und montieren.
Vorgabe
Federrate
Gewicht Fahrer: 65 …
75 kg
Gewicht Fahrer: 75 …
85 kg
Gewicht Fahrer: 85 …
95 kg
60 … 66 N/mm
63 … 69 N/mm
66 … 72 N/mm
Info
Die Federrate ist an der Federaußenseite angeführt.
Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern
der Federvorspannung ausgeglichen werden.
Nacharbeit
– Federbein einbauen.(S. 78)
–
Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
– Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren. (S. 56)
– Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren. (S. 56)
– Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen. (S. 55)
11.11Grundeinstellung der Gabel kontrollieren
Info
Bei der Gabel kann aus verschiedenen Gründen kein exakter Fahrtdurchhang festgelegt werden.
– Kleinere Abweichungen des Fahrergewichtes können wie beim
Federbein durch die Federvorspannung ausgeglichen werden.
– Wenn die Gabel öfter durchschlägt (harter Endanschlag beim
Einfedern), müssen härtere Gabelfedern montiert werden, um
Beschädigungen an Gabel und Rahmen zu vermeiden.
– Wenn sich die Gabel nach längerem Betrieb ungewöhnlich hart
anfühlt, müssen die Gabelbeine entlüftet werden.
401000-01
58
Page 61
FAHRWERK ABSTIMMEN11
11.12Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
–
Weißes Einstellelement1bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Das Einstellelement1befindet sich am oberen Ende
des linken Gabelbeines.
Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken
Gabelbein COM (weißes Einstellelement). Die
S03471-10
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rotes Einstellelement).
Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Druckstufendämpfung
Komfort18 Klicks
Standard15 Klicks
Sport12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen
gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim
Einfedern.
11.13Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
–
Rotes Einstellelement1bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn
drehen.
Info
Das Einstellelement1befindet sich am oberen Ende
des rechten Gabelbeines.
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die
V01753-10
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Druckstufendämpfung befindet sich im linken
Gabelbein COM (weißes Einstellelement).
Uhrzeigersinn drehen.
59
Page 62
11FAHRWERK ABSTIMMEN
11.14Federvorspannung der Gabel einstellen
Vorgabe
Zugstufendämpfung
Komfort18 Klicks
Standard15 Klicks
Sport12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen
gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim
Ausfedern.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
–
Die T-Handgriffe1bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen.
Die Markierung +0 fluchtet mit dem rechten Flügel.
V01755-10
Info
Die Einstellung nur per Hand vornehmen. Kein Werkzeug verwenden.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig
vornehmen.
– Die T-Handgriffe im Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Federvorspannung - Preload‑Adjuster
Komfort+0
Standard+0
Sport+3
Die T-Handgriffe rasten auf den Zahlenwerten fühlbar ein.
Info
Die Federvorspannung nur auf die Zahlenwerte einstellen, da zwischen den Zahlenwerten die Vorspannung
nicht einrastet.
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Federvorspannung,
Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Federvorspannung.
Das Einstellen der Federvorspannung hat keinen Einfluss auf die Dämpfungseinstellung der Zugstufe.
Grundsätzlich sollte jedoch bei mehr Federvorspannung
auch eine höhere Zugstufendämpfung eingestellt werden.
60
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
Page 63
11.15Lenkerposition
FAHRWERK ABSTIMMEN11
(EXC‑F EU, XCF‑W)
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im
AbstandAzueinander.
M00993-10
Bohrungsabstand
A
Die Bohrungen an den Lenkeraufnahmen sind im Abstand
aus der Mitte platziert.
Bohrungsabstand
B
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen
montiert werden.
(EXC‑F Six Days EU)
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im
AbstandAzueinander.
Bohrungsabstand
A
Die Bohrungen an den Lenkeraufnahmen sind im Abstand
aus der Mitte platziert.
15 mm
3,5 mm
15 mm
B
B
M00987-10
Bohrungsabstand
B
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen
montiert werden.
3,5 mm
11.16Lenkerposition einstellen
Warnung
Unfallgefahr Ein reparierter Lenker stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
Wenn der Lenker gebogen oder gerichtet wird, ermüdet das Material. Als Folge ist ein Lenkerbruch möglich.
– Wechseln Sie den Lenker, wenn der Lenker beschädigt oder verbogen ist.
61
Page 64
11FAHRWERK ABSTIMMEN
M00993-11
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen
schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
Schrauben2entfernen. Lenkeraufnahmen abnehmen.
– Lenkeraufnahmen in die gewünschte Position bringen.
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme
M1040 Nm
Loctite®243™
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig
positionieren.
– Lenker positionieren.
Info
Auf die korrekte Verlegung der Kabel und Leitungen
achten.
–
Lenkerklemmbrücken positionieren. Schrauben1montieren und gleichmäßig festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkerklemmbrücke
M820 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
62
Page 65
M00987-11
FAHRWERK ABSTIMMEN11
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben1entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen
schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
Schrauben2entfernen. Lenkeraufnahmen abnehmen.
– Lenkeraufnahmen in die gewünschte Position bringen.
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkeraufnahme
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig
positionieren.
– Lenker positionieren.
M1040 Nm
Loctite®243™
Info
Auf die korrekte Verlegung der Kabel und Leitungen
achten.
–
Lenkerklemmbrücken positionieren. Schrauben1montieren und gleichmäßig festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenkerklemmbrücke
M820 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
63
Page 66
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.1Motorrad mit Hubständer aufheben
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen
oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Unter-
grund ab.
– Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufheben.
401942-01
Hubständer (78129955100)
Beide Räder haben keinen Bodenkontakt.
– Motorrad gegen Umfallen sichern.
12.2Motorrad vom Hubständer nehmen
Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
– Motorrad vom Hubständer nehmen.
– Hubständer entfernen.
–
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer1mit dem
Fuß bis zum Boden ausklappen und mit dem Motorrad belasten.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochge-
401943-10
klappt und mit dem Haltegummi gesichert sein.
12.3Gabelbeine entlüften
402556-10
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
–
Entlüftungsschrauben1lösen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren
entweicht.
– Entlüftungsschrauben festziehen.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
64
Page 67
12.4Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Gabelschutz ausbauen. (S. 65)
Hauptarbeit
–
Staubmanschetten1an beiden Gabelbeinen nach unten
schieben.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben
Schmutz von den Gabelinnenrohren abstreifen. Mit
der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten
K00070-10
gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können
die dahinter liegenden Öldichtringe undicht werden.
Warnung
Unfallgefahr Öl oder Fett auf den Bremsscheiben ver-
ringert die Bremswirkung.
– Halten Sie die Bremsscheiben stets öl- und fett-
– Reinigen Sie die Bremsscheiben bei Bedarf mit
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
frei.
Bremsenreiniger.
12.5Gabelschutz ausbauen
V00332-10
– Staubmanschetten und Gabelinnenrohre an beiden Gabelbei-
nen reinigen und einölen.
Universal‑Ölspray (S. 171)
– Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken.
– Überflüssiges Öl entfernen.
Nacharbeit
– Gabelschutz einbauen. (S. 66)
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
–
Schrauben1entfernen und Klemme abnehmen.
–
Schrauben2am linken Gabelbein entfernen und linken
Gabelschutz abnehmen.
–
Schrauben3am rechten Gabelbein entfernen und rechten
Gabelschutz abnehmen.
65
Page 68
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.6Gabelschutz einbauen
V00332-11
12.7Gabelbeine ausbauen
– Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren.
Schrauben1montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben
Fahrwerk
– Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
ben2montieren und festziehen.
– Gabelschutz am rechten Gabelbein positionieren. Schrau-
ben3montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben
Fahrwerk
Vorarbeit
– Ausschalttastebei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (S. 128)
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Vorderrad ausbauen.(S. 115)
Hauptarbeit
–
Schrauben1entfernen und Klemme abnehmen.
– Kabelbinder entfernen.
–
Schrauben2entfernen und Bremssattel abnehmen.
– Bremssattel mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
M610 Nm
M610 Nm
K00545-10
V01756-10
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben3lösen. Gabelbein links entfernen.
–
Schrauben4lösen. Gabelbein rechts entfernen.
66
Page 69
12.8Gabelbeine einbauen
V01784-10
402556-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben3lösen. Gabelbein links entfernen.
–
Schrauben4lösen. Gabelbein rechts entfernen.
Hauptarbeit
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben1sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rote Einstellschraube). Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COMP (weiße Einstellschraube).
Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten
eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben)
muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke
abschließen.
V01756-11
402556-10
–
Schrauben2festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben
–
Schrauben3festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten
(EXC‑F Six Days EU)
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben1sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rote Einstellschraube). Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COM (weiße Einstellschraube).
Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten
eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben)
muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke
abschließen.
M820 Nm
M815 Nm
67
Page 70
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01784-11
K00546-10
–
Schrauben2festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben
–
Schrauben3festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten
–
Bremssattel positionieren, Schrauben4montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube
Bremssattel
vorn
– Kabelbinder montieren.
– Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
ben5montieren und festziehen.
Nacharbeit
– Vorderrad einbauen.(S. 116)
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (S. 129)
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (S. 131)
M817 Nm
M815 Nm
M825 Nm
Loctite®243™
12.9Untere Gabelbrücke ausbauen(EXC‑F EU, XCF‑W)
Vorarbeit
– Ausschalttastebei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (S. 128)
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Vorderrad ausbauen.(S. 115)
– Gabelbeine ausbauen.(S. 66)
– Kotflügel vorn ausbauen. (S. 76)
– Lenkerpolster abnehmen.
Hauptarbeit
– Kabelhalter vor dem linken Kühler öffnen und Kabelstrang
lösen.
–
Schraube1lösen.
–
Schraube2entfernen.
– Obere Gabelbrücke mit Lenker abnehmen und zur Seite hän-
gen.
V01785-10
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
68
Page 71
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
–
O-Ring3und Schutzring4entfernen.
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr abnehmen.
– Oberes Steuerkopflager entfernen.
V01757-10
12.10Untere Gabelbrücke ausbauen(EXC‑F Six Days EU)
Vorarbeit
– Ausschalttastebei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (S. 128)
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Vorderrad ausbauen.(S. 115)
– Gabelbeine ausbauen.(S. 66)
– Kotflügel vorn ausbauen. (S. 76)
– Lenkerpolster abnehmen.
Hauptarbeit
– Kabelhalter vor dem linken Kühler öffnen und Kabelstrang
lösen.
–
Schraube1entfernen.
–
Schraube2entfernen.
– Obere Gabelbrücke mit Lenker abnehmen und zur Seite hän-
gen.
V01787-10
V01788-10
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
O-Ring3und Schutzring4entfernen.
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr abnehmen.
– Oberes Steuerkopflager entfernen.
69
Page 72
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.11Untere Gabelbrücke einbauen(EXC‑F EU, XCF‑W)
Hauptarbeit
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kon-
trollieren und fetten.
Hochviskoses Schmierfett (S. 170)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr einsetzen. Oberes
Steuerkopflager montieren.
–
Kontrollieren, ob die Steuerkopfdichtung oben1richtig positioniert ist.
–
Schutzring2und O-Ring3aufschieben.
B01605-10
V01785-11
V01791-10
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren.
–
Schraube4montieren, aber noch nicht festziehen.
– Kabelstrang und Kupplungsleitung mit Kabelhalter fixieren.
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben5sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die
Druckstufendämpfung befindet sich im linken
Gabelbein COMP (weißes Einstellelement).
Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten
eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss
mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
–
Schrauben6festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben
M820 Nm
70
V01790-10
Page 73
V01789-10
V01790-11
–
Schraube4festziehen.
Vorgabe
Schraube Steuerkopf
oben
–
Schraube7festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelschaftrohr oben
–
Schrauben8festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
M20x1,512 Nm
M820 Nm
M820 Nm
V01792-10
–
Bremssattel positionieren, Schrauben9montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube
Bremssattel
vorn
– Kabelbinder montieren.
– Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
benbkmontieren und festziehen.
Nacharbeit
– Lenkerpolster montieren.
– Kotflügel vorn einbauen. (S. 77)
– Vorderrad einbauen.(S. 116)
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (S. 129)
– Kabelstrang, Bowdenzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf
Freigängigkeit und Verlegung kontrollieren.
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. (S. 73)
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (S. 131)
M825 Nm
Loctite®243™
71
Page 74
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.12Untere Gabelbrücke einbauen(EXC‑F Six Days EU)
Hauptarbeit
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kon-
trollieren und fetten.
Hochviskoses Schmierfett (S. 170)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr positionieren. Oberes
Steuerkopflager montieren.
–
Kontrollieren, ob die Steuerkopfdichtung oben1richtig positioniert ist.
–
Schutzring2und O-Ring3montieren.
B01604-10
V01787-11
V01791-10
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren.
–
Schraube4montieren, aber noch nicht festziehen.
– Kabelstrang und Kupplungsleitung mit Kabelhalter fixieren.
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben5sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten
Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die
Druckstufendämpfung befindet sich im linken
Gabelbein COM (weißes Einstellelement).
Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten
eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss
mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
–
Schrauben6festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke unten
M815 Nm
72
V01793-10
Page 75
V01794-10
V01793-11
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
–
Schraube4festziehen.
Vorgabe
Schraube Steuerkopf
oben
–
Schraube7montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelschaftrohr oben
–
Schrauben8festziehen.
Vorgabe
Schraube Gabelbrücke oben
M20x1,512 Nm
M817 Nm
M817 Nm
Loctite®243™
–
– Kabelbinder montieren.
– Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
V01792-10
Nacharbeit
– Lenkerpolster montieren.
– Kotflügel vorn einbauen. (S. 77)
– Vorderrad einbauen.(S. 116)
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (S. 129)
– Kabelstrang, Bowdenzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. (S. 73)
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (S. 131)
12.13Steuerkopflager-Spiel kontrollieren
Bremssattel positionieren, Schrauben9montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube
Bremssattel
vorn
benbkmontieren und festziehen.
Freigängigkeit und Verlegung kontrollieren.
M825 Nm
Loctite®243™
Warnung
Unfallgefahr Falsches Steuerkopflager-Spiel beeinträchtigt das Fahrverhalten und beschädigt Bauteile.
– Korrigieren Sie falsches Steuerkopflager-Spiel unverzüglich. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft
Ihnen gerne.)
73
Page 76
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer
Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
H01167-01
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
– Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrich-
tung hin und her bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
» Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen.(S. 74)
(EXC‑F Six Days EU)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen.(S. 75)
– Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich
bewegen lassen. Es dürfen keine Raststellungen spürbar
sein.
» Wenn Raststellungen spürbar sind:
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen.(S. 74)
(EXC‑F Six Days EU)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen.(S. 75)
– Steuerkopflager kontrollieren und ggf. erneuern.
– Ausschalttastebei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. (S. 128)
Hauptarbeit
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen.
–
Schrauben2entfernen. Kotflügel vorn abnehmen.
V00341-10
K00576-10
S01321-10
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben1entfernen.
–
Schrauben2entfernen. Kotflügel vorn abnehmen.
76
Page 79
12.18Kotflügel vorn einbauen
V00340-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
Hauptarbeit
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Kotflügel vorn positionieren. Schrauben1montieren und
festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
–
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
M610 Nm
M610 Nm
V00341-10
K00576-10
S01321-10
(EXC‑F Six Days EU)
–
Kotflügel vorn positionieren. Schrauben1montieren und
festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau-
M610 Nm
ben Fahrwerk
–
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau-
M610 Nm
ben Fahrwerk
Nacharbeit
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. (S. 129)
– Scheinwerfereinstellung kontrollieren. (S. 131)
77
Page 80
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.19Federbein ausbauen
K01337-10
12.20Federbein einbauen
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
–
Schraube1entfernen und das Hinterrad mit der Schwinge
so weit absenken, dass sich das Hinterrad noch drehen lässt.
Hinterrad in dieser Position fixieren.
–
Schraube2entfernen, Spritzschutz3zur Seite drücken
und Federbein entfernen.
Hauptarbeit
–
Spritzschutz1zur Seite drücken und Federbein positionieren. Schraube2montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein oben
M1280 Nm
Loctite®2701™
12.21Sitzbank abnehmen
K01337-11
–
Schraube3montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Federbein unten
M1280 Nm
Info
Das Schwenklager für das Federbein an der Schwinge
ist teflonbeschichtet. Es darf weder mit Fett noch mit
anderen Schmierstoffen geschmiert werden. Schmierstoffe lösen die Teflonbeschichtung auf, wodurch die
Lebensdauer drastisch verkürzt wird.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
–
Schraube1auf der linken Seite entfernen.
Loctite®2701™
78
S03480-10
Page 81
12.22Sitzbank montieren
H02218-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
– Sitzbank hinten anheben, zurückziehen und nach oben abneh-
men.
–
Sitzbank vorn an den Bundbuchsen des Kraftstofftanks einhängen, hinten absenken und nach vorn schieben.
– Sicherstellen, dass die Sitzbank richtig eingerastet ist.
H02218-11
–
S03480-10
12.23Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen
Bedingung
Schraube1montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben
Fahrwerk
Luftfilterkasten‑Deckel gesichert.
– Sitzbank abnehmen. (S. 78)
–
Schraube1entfernen.
M610 Nm
V01759-10
79
Page 82
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01759-11
V01760-10
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAseitlich abziehen und
nach vorn abnehmen.
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel nicht gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAseitlich abziehen
und nach vorn abnehmen.
12.24Luftfilterkasten‑Deckel einbauen
V01759-12
V01759-10
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAeinhängen und im
BereichBeinrasten.
–
Schraube1montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Luftfilterkasten‑Deckel
®
EJOT PT
K60x20-Z
3 Nm
– Sitzbank montieren. (S. 79)
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel nicht gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAeinhängen und im
BereichBeinrasten.
80
V01760-11
Page 83
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
12.25Luftfilter ausbauen
Hinweis
Motorschaden Ungefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
Ohne Luftfilter gelangen Staub und Schmutz in den Motor.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb.
Gesundheitsgefahr Rußpartikel reizen Augen und Schleimhäute.
– Tragen Sie einen geeigneten Atem- und Augenschutz, wenn Sie den Endschalldämpfer und das
Kohlesieb reinigen.
–
Endschalldämpfer-Hülle4und Sieb5des Spark-Arrestor mit Druckluft reinigen.
–
Neuen O-Ring3auf der Endkappe2montieren.
–
Endkappe2positionieren. Schrauben1montieren und festziehen.
84
V01736-10
Page 87
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
Vorgabe
Schrauben am EndschalldämpferM57 Nm
Nacharbeit
– Endschalldämpfer einbauen. (S. 83)
12.32Glasfasergarnfüllung des Endschalldämpfers wechseln
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Lassen Sie die Auspuffanlage abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Info
Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Glasfasergarns ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus.
Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
Vorarbeit
– Endschalldämpfer ausbauen. (S. 83)
Hauptarbeit
(alle EU‑Modelle)
–
Schrauben1entfernen.
–
Endkappe2mit O-Ring3abnehmen.
– Alte Glasfasergarnfüllung entfernen.
– Teile, die wieder verbaut werden, reinigen und auf Beschä-
digungen kontrollieren.
–
Neue Glasfasergarnfüllung4im Endschalldämpfer montieren.
– O-Ring auf der Endkappe montieren.
– Endkappe positionieren.
– Alle Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schrauben am Endschalldämpfer
M57 Nm
V01734-10
85
Page 88
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01735-10
(XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen.
–
Endkappe2mit O-Ring3abnehmen.
– Alte Glasfasergarnfüllung entfernen.
– Teile, die wieder verbaut werden, reinigen und auf Beschä-
digungen kontrollieren.
–
Neue Glasfasergarnfüllung4im Endschalldämpfer montieren.
– O-Ring auf der Endkappe montieren.
– Endkappe positionieren.
– Alle Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schrauben am Endschalldämpfer
M57 Nm
Nacharbeit
– Endschalldämpfer einbauen. (S. 83)
12.33Kraftstofftank ausbauen
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
– Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
– Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
– Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
– Bewahren Sie Kraftstoff in einem geeigneten Kanister ordnungsgemäß und außerhalb der Reichweite
von Kindern auf.
86
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (S. 78)
Page 89
V01762-10
V01763-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
Hauptarbeit
–
Stecker1der Kraftstoffpumpe abstecken.
–
Schnellverschlusskupplung2gründlich mit Druckluft reinigen.
Info
Es darf keinesfalls Schmutz in die Kraftstoffleitung
gelangen. Eingedrungener Schmutz verstopft das Einspritzventil!
– Schnellverschlusskupplung trennen.
Info
Aus der Kraftstoffleitung kann ein Rest Kraftstoff auslaufen.
–
Waschkappenset3montieren.
Waschkappenset (81212016100)
V01764-10
V01765-10
(alle EU‑Modelle)
–
Schrauben4entfernen.
– Hupe mit Hupenhalter zur Seite hängen.
(XCF‑W)
–
Schrauben4entfernen.
–
Schraube5mit Gummibuchse entfernen.
– Schlauch der Kraftstofftankentlüftung abziehen.
V01766-10
87
Page 90
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01767-10
12.34Kraftstofftank einbauen
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken.
– Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf.
– Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
– Beide Spoiler seitlich vom Kühler ziehen und Kraftstofftank
nach oben abnehmen.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde.
– Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
Hauptarbeit
– Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren. (S. 95)
– Kraftstofftank positionieren und beide Spoiler seitlich vor dem
Kühler einhängen.
– Sicherstellen, dass keine Kabel oder Bowdenzüge eingeklemmt
oder beschädigt werden.
V01767-11
88
Page 91
V01766-11
V01764-11
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
– Schlauch der Kraftstofftankentlüftung aufstecken.
–
Schraube1mit Gummibuchse montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben
Fahrwerk
(alle EU‑Modelle)
– Hupe mit Hupenhalter positionieren.
–
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
M610 Nm
M610 Nm
V01765-11
V01762-11
(XCF‑W)
–
Schrauben2montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau-
M610 Nm
ben Fahrwerk
–
Stecker3der Kraftstoffpumpe anstecken.
– Waschkappenset entfernen.
– Schnellverschlusskupplung gründlich mit Druckluft reinigen.
Info
Es darf keinesfalls Schmutz in die Kraftstoffleitung
gelangen. Eingedrungener Schmutz verstopft das Einspritzventil!
– Silikonspray auf ein fusselfreies Tuch sprühen und O-Ring der
Schnellverschlusskupplung leicht schmieren.
Silikonspray (S. 171)
–
Schnellverschlusskupplung4zusammenstecken.
Info
Kabel und Kraftstoffleitung in sicherem Abstand zur
Auspuffanlage verlegen.
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. (S. 79)
89
Page 92
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.35Kettenverschmutzung kontrollieren
400678-01
12.36Kette reinigen
Warnung
Unfallgefahr Schmierstoff auf den Reifen verringert die Bodenhaftung.
– Entfernen Sie Schmierstoffe mit einem geeigneten Reinigungsmittel von den Reifen.
Warnung
Unfallgefahr Öl oder Fett auf den Bremsscheiben verringert die Bremswirkung.
– Halten Sie die Bremsscheiben stets öl- und fettfrei.
– Reinigen Sie die Bremsscheiben bei Bedarf mit Bremsenreiniger.
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
– Groben Schmutz mit weichem Wasserstrahl abspülen.
– Verbrauchte Schmierreste mit Kettenreinigungsmittel entfer-
nen.
Kettenreinigungsmittel (S. 170)
– Nach dem Trocknen Kettenspray auftragen.
Kettenspray Offroad (S. 170)
400725-01
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
90
Page 93
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
12.37Kettenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Eine falsche Kettenspannung beschädigt Bauteile und führt zu Unfällen.
Wenn die Kette zu stark gespannt ist, verschleißen die Kette, das Kettenritzel, das Kettenrad sowie die
Getriebe- und Hinterradlager schneller. Einige Bauteile können bei Überlastung reißen oder brechen.
Wenn die Kette zu locker ist, kann die Kette vom Kettenritzel oder vom Kettenrad fallen. Als Folge blockiert das Hinterrad oder der Motor wird beschädigt.
– Kontrollieren Sie die Kettenspannung regelmäßig.
– Stellen Sie die Kettenspannung nach Vorgabe ein.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
– Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben ziehen und
die KettenspannungAermitteln.
Info
Der untere Teil der Kette1muss dabei gespannt
sein.
Bei montiertem Kettenschutz muss sich die Kette mindestens bis zum Anschlag am KettenschutzBnach
oben ziehen lassen.
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die
Messung an verschiedenen Stellen der Kette wiederholen.
Kettenspannung55 … 58 mm
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe überein-
stimmt:
– Kettenspannung einstellen. (S. 91)
V00354-10
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
12.38Kettenspannung einstellen
Warnung
Unfallgefahr Eine falsche Kettenspannung beschädigt Bauteile und führt zu Unfällen.
Wenn die Kette zu stark gespannt ist, verschleißen die Kette, das Kettenritzel, das Kettenrad sowie die
Getriebe- und Hinterradlager schneller. Einige Bauteile können bei Überlastung reißen oder brechen.
Wenn die Kette zu locker ist, kann die Kette vom Kettenritzel oder vom Kettenrad fallen. Als Folge blockiert das Hinterrad oder der Motor wird beschädigt.
– Kontrollieren Sie die Kettenspannung regelmäßig.
– Stellen Sie die Kettenspannung nach Vorgabe ein.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
– Kettenspannung kontrollieren. (S. 91)
91
Page 94
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
E00330-10
Hauptarbeit
–
Mutter1lösen.
–
Muttern2lösen.
–
Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben3links
und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung55 … 58 mm
Einstellschrauben3links und rechts so drehen, dass die
Markierungen am linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den ReferenzmarkenAstehen. Damit
ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
–
Muttern2festziehen.
–
Sicherstellen, dass die Kettenspanner4an den Einstellschrauben3anliegen.
–
Mutter1festziehen.
Vorgabe
Mutter Steckachse
hinten
M20x1,580 Nm
Info
Durch den großen Einstellbereich der Kettenspanner
(32 mm) können verschiedene Sekundärübersetzungen
bei gleicher Kettenlänge gefahren werden.
Die Kettenspanner4können um 180° gedreht werden.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
12.39Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. (S. 64)
Hauptarbeit
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten.
– Kettenrad und Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn Kettenrad bzw. Kettenritzel eingelaufen sind:
– Antriebssatz wechseln.
Info
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur
400227-01
zusammen gewechselt werden.
92
Page 95
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
–
Am oberen Teil der Kette mit dem angegebenen Gewicht
ziehen.
Vorgabe
Gewicht Kettenverschleißmessung
–
Den AbstandBvon 18 Kettenrollen am unteren Teil der
Kette messen.
Info
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die
Messung an verschiedenen Stellen der Kette wiederholen.
10 … 15 kg
A
400987-10
Maximaler AbstandBvon
18 Kettenrollen an der
längsten Stelle der Kette
»
Wenn der AbstandBgrößer ist als das angegebene Maß:
– Antriebssatz wechseln.
272 mm
Info
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten
auch das Kettenrad und Kettenritzel gewechselt
werden.
Neue Ketten nutzen sich auf einem alten, eingelaufenen Kettenrad bzw. Kettenritzel schneller ab.
– Kettengleitschutz auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn sich die Bolzenunterkante der Kette auf Höhe oder
unter dem Kettengleitschutz befindet:
– Kettengleitschutz wechseln.
– Kettengleitschutz auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn der Kettengleitschutz locker ist:
– Schrauben des Kettengleitschutzes festziehen.
Vorgabe
Schraube Kettengleitschutz
M610 Nm
Loctite®243™
E00805-10
93
Page 96
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
E00806-10
– Kettengleitstück auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn sich die Bolzenunterkante der Kette auf Höhe oder
unter dem Kettengleitstück befindet:
– Kettengleitstück wechseln.
– Kettengleitstück auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn das Kettengleitstück locker ist:
– Schraube des Kettengleitstücks festziehen.
Vorgabe
Schraube Kettengleitstück
M815 Nm
401760-01
E00333-01
– Kettenführung auf Verschleiß kontrollieren.
Info
Der Verschleiß ist an der Vorderseite der Kettenführung
zu erkennen.
» Wenn der helle Teil der Kettenführung abgenutzt ist:
– Kettenführung wechseln.
– Kettenführung auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn die Kettenführung locker ist:
– Schrauben der Kettenführung festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
Restliche Muttern
Fahrwerk
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. (S. 64)
M610 Nm
M610 Nm
94
Page 97
12.40Rahmen kontrollieren
S01316-10
12.41Schwinge kontrollieren
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
– Rahmen auf Rissbildung und Verformung kontrollieren.
» Wenn der Rahmen durch eine mechanische Krafteinwir-
kung Risse oder Verformungen aufweist:
– Rahmen wechseln.
Info
Einen Rahmen, der durch eine mechanische
Krafteinwirkung beschädigt wurde, immer wechseln. Eine Reparatur am Rahmen ist seitens
KTM nicht zugelassen.
– Schwinge auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung kon-
trollieren.
» Wenn die Schwinge Beschädigungen, Risse oder Verfor-
mungen aufweist:
– Schwinge wechseln.
S01317-10
12.42Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. (S. 78)
– Kraftstofftank ausbauen.(S. 86)
Hauptarbeit
– Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren.
Beide Gasbowdenzüge müssen nebeneinander an der Hinterseite des Lenkers, oberhalb des Kraftstofftanklagers, zum
Drosselklappenkörper verlegt sein. Beide Gasbowdenzüge
müssen hinter dem Haltegummi der Kraftstofftank‑Auflage
gesichert sein.
» Wenn die Gasbowdenzug‑Verlegung nicht der Vorgabe ent-
spricht:
– Gasbowdenzug‑Verlegung korrigieren.
Info
Eine beschädigte Schwinge immer wechseln.
Eine Reparatur an der Schwinge ist seitens
KTM nicht zugelassen.
H01695-10
95
Page 98
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.43Griffgummi kontrollieren
401197-01
Nacharbeit
– Kraftstofftank einbauen.(S. 88)
– Sitzbank montieren. (S. 79)
– Griffgummis am Lenker auf Beschädigung, Verschleiß und fes-
ten Sitz kontrollieren.
Info
Die Griffgummis sind links auf eine Hülse und rechts
auf das Griffrohr des Gasdrehgriffes vulkanisiert. Die
linke Hülse ist am Lenker festgeklemmt.
Der Griffgummi kann nur mit der Hülse bzw. dem Gasrohr getauscht werden.
» Wenn ein Griffgummi beschädigt, verschlissen oder locker
ist:
– Griffgummi wechseln.
(alle EU‑Modelle)
–
Schraube1auf festen Sitz kontrollieren.
Vorgabe
Schraube Festgriff
M45 Nm
Loctite®243™
Die RauteAmuss wie in der Abbildung ersichtlich
positioniert sein.
K01340-10
(XCF‑W)
–
Schraube1auf festen Sitz kontrollieren.
Vorgabe
Schraube Festgriff
Die RauteAmuss wie in der Abbildung ersichtlich
positioniert sein.
V01768-10
12.44Grundstellung des Kupplungshebels einstellen
– Grundstellung des Kupplungshebels mit der
Einstellschraube1an die Handgröße anpassen.
M45 Nm
Loctite®243™
96
E00842-10
Page 99
SERVICEARBEITEN FAHRWERK12
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn gedreht
wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn
gedreht wird, nähert sich der Kupplungshebel dem Lenker.
Der Einstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und
wenden Sie keine Gewalt an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
12.45Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen
– Bewahren Sie Bremsflüssigkeit außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
– Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
– Lassen Sie Bremsflüssigkeit nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Bremsflüssigkeit verschluckt wurde.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen sofort gründlich mit Wasser und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Bremsflüssig-
keit in die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Bremsflüssigkeit auf die Kleidung gelangt ist.
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden. Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Kupplungsleitungen sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung bringen, da Bremsflüssigkeit Lack angreift.
Nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen
Kupplung in waagrechte Position bringen.
–
Schrauben1entfernen.
–
Deckel2mit Membran3abnehmen.
– Flüssigkeitsstand kontrollieren.
V00456-10
Flüssigkeitsstand unter
Behälteroberkante
» Wenn der Flüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe überein-
stimmt:
– Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichti-
gen.
4 mm
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (S. 168)
97
Page 100
12SERVICEARBEITEN FAHRWERK
12.46Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln
– Bewahren Sie Bremsflüssigkeit außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
– Lassen Sie Bremsflüssigkeit nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen.
– Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Bremsflüssigkeit verschluckt wurde.
– Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle mit viel Wasser ab.
– Spülen Sie die Augen sofort gründlich mit Wasser und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Bremsflüssig-
keit in die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Bremsflüssigkeit auf die Kleidung gelangt ist.
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und
festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit
sofort mit Wasser abwaschen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden. Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Kupplungsleitungen sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung bringen, da Bremsflüssigkeit Lack angreift.
Nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen
Kupplung in waagrechte Position bringen.
–
Schrauben1entfernen.
–
Deckel2mit Membran3abnehmen.
V00456-10
–
Entlüftungsspritze4mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Spritze (50329050000)
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 (S. 168)
98
K01342-10
– Am Kupplungsnehmerzylinder die Schutzkappe entfernen, Ent-
lüftungsschraube5entfernen und Entlüftungsspritze
montieren.
4
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