KTM 500 XCF-W (2021) Owners guide [de]

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BEDIENUNGSANLEITUNG 2021
450 EXC‑F
450 EXC‑F Six Days
500 EXC‑F
500 EXC‑F Six Days
500 XCF‑W
Art.-Nr. 3214226de
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LIEBER KTM‑KUNDE
LIEBERKTM‑KUNDE
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM‑Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen, sportlichen Fahrzeuges, das Ihnen bei angemessener Pflege lange Freude bereiten wird.
Wir wünschen Ihnen allzeit gute und sichere Fahrt!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrzeugidentifikationsnummer ( S. 14) Händlerstempel
Motornummer ( S. 14)
Schlüsselnummer (alle EU‑Modelle) ( S. 14)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung der Motorräder ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM Sportmotorcycle GmbH behält sich insbesondere das Recht vor, technische Angaben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruk­tionen, Ausstattungen und Ähnliches ohne vorherige Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
© 2020 KTM Sportmotorcycle GmbH, Mattighofen Österreich Alle Rechte vorbehalten
Nachdruck, auch auszugsweise sowie Vervielfältigungen jeder Art nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhe­bers.
ISO 9001(12 100 6061) Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagementnorm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssiche­rungsprozesse an, die zu höchstmöglicher Produktqualität führen. Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM Sportmotorcycle GmbH Stallhofnerstraße 3 5230 Mattighofen, Österreich
Dieses Dokument ist gültig für folgende Modelle: 450 EXC‑F EU (F8403U9) 450 EXC‑F Six Days EU (F8403U2) 500 EXC‑F EU (F8503U9) 500 EXC‑F Six Days EU (F8503U2) 500 XCF-W US (F8575U1)
*3214226de*
3214226de
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INHALTSVERZEICHNIS
INHALTSVERZEICHNIS
1 DARSTELLUNGSMITTEL ............................... 6
1.1 Verwendete Symbole .......................... 6
1.2 Benutzte Formatierungen.................... 6
2 SICHERHEITSHINWEISE............................... 7
2.1 Einsatzdefinition -
bestimmungsgemäßer Gebrauch.......... 7
2.2 Fehlgebrauch..................................... 7
2.3 Sicherheitshinweise ........................... 7
2.4 Gefahrengrade und Symbole ............... 8
2.5 Warnung vor Manipulationen............... 8
2.6 Sicherer Betrieb................................. 9
2.7 Schutzkleidung.................................. 9
2.8 Arbeitsregeln ..................................... 9
2.9 Umwelt........................................... 10
2.10 Bedienungsanleitung........................ 10
3 WICHTIGE HINWEISE ................................. 11
3.1 Herstellergarantie, Gewährleistung..... 11
3.2 Betriebsmittel, Hilfsstoffe................. 11
3.3 Ersatzteile, Zubehör ......................... 11
3.4 Service ........................................... 11
3.5 Abbildungen.................................... 11
3.6 Kundendienst.................................. 11
4 FAHRZEUGANSICHT................................... 12
4.1 Fahrzeugansicht vorn links
(Symboldarstellung) ......................... 12
4.2 Fahrzeugansicht hinten rechts
(Symboldarstellung) ......................... 13
5 SERIENNUMMERN..................................... 14
5.1 Fahrzeugidentifikationsnummer......... 14
5.2 Typenschild..................................... 14
5.3 Schlüsselnummer
(alle EU‑Modelle)............................. 14
5.4 Motornummer.................................. 14
5.5 Gabelartikelnummer......................... 15
5.6 Federbein‑Artikelnummer ................. 15
6 BEDIENELEMENTE..................................... 16
6.1 Kupplungshebel............................... 16
6.2 Handbremshebel.............................. 16
6.3 Gasdrehgriff .................................... 16
6.4 Ausschalttaste ................................. 16
6.5 Hupentaste (alle EU‑Modelle) ........... 17
6.6 Lichtschalter (alle EU‑Modelle) ......... 17
6.7 Lichtschalter (XCF‑W)....................... 17
6.8 Blinkerschalter (alle EU‑Modelle) ...... 18
6.9 Not-Aus-Schalter ............................. 18
6.10 Starttaste ........................................ 18
6.11 Kombischalter (EXC‑F Six Days EU,
XCF‑W) ........................................... 19
6.12 Kontrollleuchtenübersicht................. 19
6.13 Kontrollleuchtenübersicht (XCF‑W) .... 20
6.14 Kraftstofftankverschluss öffnen ......... 20
6.15 Kraftstofftankverschluss schließen..... 21
6.16 Kaltstartknopf.................................. 21
6.17 Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube .... 22
6.18 Schalthebel..................................... 22
6.19 Fußbremshebel................................ 23
6.20 Seitenständer .................................. 23
6.21 Lenkschloss (alle EU‑Modelle) .......... 23
6.22 Lenkung absperren
(alle EU‑Modelle)............................. 24
6.23 Lenkung entsperren
(alle EU‑Modelle)............................. 24
7 KOMBIINSTRUMENT .................................. 25
7.1 Kombiinstrument‑Übersicht .............. 25
7.2 Aktivierung und Test ........................ 25
7.3 Kilometer oder Meilen einstellen ....... 25
7.4 Kombiinstrument einstellen .............. 26
7.5 Uhrzeit einstellen............................. 27
7.6 Rundenzeit abfragen ........................ 27
7.7 Anzeigemodus SPEED
(Geschwindigkeit) ............................ 28
7.8 Anzeigemodus SPEED/H
(Betriebsstunden) ............................ 28
7.9 Setup-Menü .................................... 29
7.10 Maßeinheit einstellen ....................... 29
7.11 Anzeigemodus SPEED/CLK
(Uhrzeit) ......................................... 30
7.12 Uhrzeit einstellen............................. 30
7.13 Anzeigemodus SPEED/LAP
(Rundenzeit) ................................... 31
7.14 Rundenzeit abfragen ........................ 31
7.15 Anzeigemodus SPEED/ODO
(Odometer)...................................... 32
7.16 Anzeigemodus SPEED/TR1
(Tripmaster 1) ................................. 32
7.17 Anzeigemodus SPEED/TR2
(Tripmaster 2) ................................. 33
7.18 Einstellen von TR2 (Tripmaster 2) ..... 33
7.19 Anzeigemodus SPEED/A1
(Durchschnittsgeschwindigkeit 1)...... 34
7.20 Anzeigemodus SPEED/A2
(Durchschnittsgeschwindigkeit 2)...... 34
7.21 Anzeigemodus SPEED/S1
(Stoppuhr 1).................................... 35
7.22 Anzeigemodus SPEED/S2
(Stoppuhr 2).................................... 35
7.23 Funktionsübersicht........................... 35
7.24 Übersicht Bedingungen und
Aktivierbarkeit ................................. 37
8 INBETRIEBNAHME..................................... 38
8.1 Hinweise zur ersten
Inbetriebnahme ............................... 38
8.2 Motor einfahren ............................... 39
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INHALTSVERZEICHNIS
8.3 Startleistung von Lithium‑Ionen‑Batterien bei
niedrigen Temperaturen.................... 40
8.4 Fahrzeug auf erschwerte
Einsatzbedingungen vorbereiten ........ 40
8.5 Fahrzeug für Fahrten in trockenem
Sand vorbereiten.............................. 40
8.6 Fahrzeug für Fahrten in nassem
Sand vorbereiten.............................. 41
8.7 Fahrzeug für Fahrten bei nasser und
schlammiger Strecke vorbereiten....... 42
8.8 Fahrzeug für hohe Temperaturen
oder langsame Fahrt vorbereiten........ 42
8.9 Fahrzeug für niedrige Temperaturen
oder Schnee vorbereiten ................... 43
9 FAHRANLEITUNG....................................... 44
9.1 Kontroll- und Pflegearbeiten vor
jeder Inbetriebnahme ....................... 44
9.2 Fahrzeug starten .............................. 44
9.3 Traktionskontrolle aktivieren (EXC‑F
Six Days EU, XCF‑W)........................ 45
9.4 Anfahren......................................... 46
9.5 Schalten, Fahren ............................. 46
9.6 Abbremsen...................................... 46
9.7 Anhalten, Parken ............................. 47
9.8 Transportieren ................................. 48
9.9 Kraftstoff tanken.............................. 48
10 SERVICEPLAN............................................ 50
10.1 Zusätzliche Informationen................. 50
10.2 Pflichtarbeiten................................. 50
10.3 Empfohlene Arbeiten........................ 51
11 FAHRWERK ABSTIMMEN............................ 53
11.1 Fahrwerksgrundeinstellung zum
Fahrergewicht kontrollieren............... 53
11.2 Druckstufendämpfung Federbein....... 53
11.3 Druckstufendämpfung Lowspeed des
Federbeins einstellen ....................... 53
11.4 Druckstufendämpfung Highspeed
des Federbeins einstellen ................. 54
11.5 Zugstufendämpfung des Federbeins
einstellen ........................................ 55
11.6 Maß Hinterrad entlastet ermitteln...... 55
11.7 Statischen Durchhang des
Federbeins kontrollieren ................... 56
11.8 Fahrtdurchhang des Federbeins
kontrollieren.................................... 56
11.9 Federvorspannung des Federbeins
einstellen .................................... 57
11.10 Fahrtdurchhang einstellen ............. 58
11.11 Grundeinstellung der Gabel
kontrollieren.................................... 58
11.12 Druckstufendämpfung der Gabel
einstellen ........................................ 59
11.13 Zugstufendämpfung der Gabel
einstellen ........................................ 59
11.14 Federvorspannung der Gabel
einstellen ........................................ 60
11.15 Lenkerposition ................................. 61
11.16 Lenkerposition einstellen .............. 61
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK.................. 64
12.1 Motorrad mit Hubständer aufheben ... 64
12.2 Motorrad vom Hubständer nehmen .... 64
12.3 Gabelbeine entlüften........................ 64
12.4 Staubmanschetten der Gabelbeine
reinigen .......................................... 65
12.5 Gabelschutz ausbauen...................... 65
12.6 Gabelschutz einbauen ...................... 66
12.7 Gabelbeine ausbauen .................... 66
12.8 Gabelbeine einbauen .................... 67
12.9 Untere Gabelbrücke ausbauen
(EXC‑F EU, XCF‑W) .......................... 68
12.10 Untere Gabelbrücke ausbauen
(EXC‑F Six Days EU) ........................ 69
12.11 Untere Gabelbrücke einbauen
(EXC‑F EU, XCF‑W) .......................... 70
12.12 Untere Gabelbrücke einbauen
(EXC‑F Six Days EU) ........................ 72
12.13 Steuerkopflager-Spiel kontrollieren .... 73
12.14 Steuerkopflager-Spiel einstellen
(EXC‑F EU, XCF‑W) .......................... 74
12.15 Steuerkopflager-Spiel einstellen
(EXC‑F Six Days EU) ........................ 75
12.16 Steuerkopflager schmieren ............ 75
12.17 Kotflügel vorn ausbauen ................... 76
12.18 Kotflügel vorn einbauen.................... 77
12.19 Federbein ausbauen ..................... 78
12.20 Federbein einbauen ...................... 78
12.21 Sitzbank abnehmen.......................... 78
12.22 Sitzbank montieren .......................... 79
12.23 Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen....... 79
12.24 Luftfilterkasten‑Deckel einbauen ....... 80
12.25 Luftfilter ausbauen ....................... 81
12.26 Luftfilter einbauen ........................ 81
12.27 Luftfilter und Luftfilterkasten
reinigen ....................................... 82
12.28 Luftfilterkasten‑Deckel zur
Sicherung vorbereiten ................... 82
12.29 Endschalldämpfer ausbauen ............. 83
12.30 Endschalldämpfer einbauen.............. 83
12.31 Spark-Arrestor reinigen (XCF‑W)..... 84
12.32 Glasfasergarnfüllung des
Endschalldämpfers wechseln ......... 85
12.33 Kraftstofftank ausbauen ................ 86
12.34 Kraftstofftank einbauen ................ 88
12.35 Kettenverschmutzung kontrollieren .... 90
12.36 Kette reinigen.................................. 90
12.37 Kettenspannung kontrollieren............ 91
3
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INHALTSVERZEICHNIS
12.38 Kettenspannung einstellen................ 91
12.39 Kette, Kettenrad, Kettenritzel und
Kettenführung kontrollieren .............. 92
12.40 Rahmen kontrollieren .................... 95
12.41 Schwinge kontrollieren .................. 95
12.42 Gasbowdenzug‑Verlegung
kontrollieren.................................... 95
12.43 Griffgummi kontrollieren................... 96
12.44 Grundstellung des Kupplungshebels
einstellen ........................................ 96
12.45 Flüssigkeitsstand der hydraulischen
Kupplung kontrollieren/berichtigen .... 97
12.46 Flüssigkeit der hydraulischen
Kupplung wechseln ...................... 98
12.47 Motorschutz ausbauen (EXC‑F
Six Days EU, XCF‑W)........................ 99
12.48 Motorschutz einbauen (EXC‑F
Six Days EU, XCF‑W)........................ 99
13 BREMSANLAGE........................................ 100
13.1 Leerweg am Handbremshebel
kontrollieren.................................. 100
13.2 Leerweg des Handbremshebels
einstellen (alle EU‑Modelle)............ 100
13.3 Grundstellung des Handbremshebels einstellen
(XCF‑W) ........................................ 101
13.4 Bremsscheiben kontrollieren ........... 101
13.5 Bremsflüssigkeitsstand der
Vorderradbremse kontrollieren......... 102
13.6 Bremsflüssigkeit der
Vorderradbremse nachfüllen ........ 102
13.7 Bremsbeläge der Vorderradbremse
kontrollieren.................................. 104
13.8 Bremsbeläge der Vorderradbremse
wechseln ................................... 104
13.9 Leerweg am Fußbremshebel
kontrollieren.................................. 108
13.10 Grundstellung des Fußbremshebels
einstellen .................................. 109
13.11 Bremsflüssigkeitsstand der
Hinterradbremse kontrollieren ......... 110
13.12 Bremsflüssigkeit der
Hinterradbremse nachfüllen ........ 110
13.13 Bremsbeläge der Hinterradbremse
kontrollieren.................................. 111
13.14 Bremsbeläge der Hinterradbremse
wechseln ................................... 112
14 RÄDER, REIFEN ....................................... 115
14.1 Vorderrad ausbauen .................... 115
14.2 Vorderrad einbauen .................... 116
14.3 Hinterrad ausbauen .................... 116
14.4 Hinterrad einbauen ..................... 118
14.5 Reifenzustand kontrollieren............. 119
14.6 Reifendruck kontrollieren................ 119
14.7 Speichenspannung kontrollieren...... 120
15 ELEKTRIK................................................ 122
15.1 12-V-Batterie ausbauen .............. 122
15.2 12-V-Batterie einbauen ............... 123
15.3 12-V-Batterie laden .................... 124
15.4 Hauptsicherung wechseln ............... 126
15.5 Sicherungen der einzelnen
Stromverbraucher wechseln ............ 127
15.6 Scheinwerfermaske mit
Scheinwerfer ausbauen................... 128
15.7 Scheinwerfermaske mit
Scheinwerfer einbauen ................... 129
15.8 Scheinwerferlampe wechseln .......... 130
15.9 Scheinwerfereinstellung
kontrollieren.................................. 131
15.10 Leuchtweite des Scheinwerfers
einstellen ...................................... 131
15.11 Blinkerlampe wechseln
(alle EU‑Modelle)........................... 132
15.12 Kombiinstrumentbatterie
wechseln....................................... 132
15.13 Diagnosestecker............................. 133
16 KÜHLSYSTEM .......................................... 134
16.1 Kühlsystem ................................... 134
16.2 Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand
kontrollieren.................................. 134
16.3 Kühlflüssigkeitsstand
kontrollieren.................................. 135
16.4 Kühlflüssigkeit ablassen .............. 136
16.5 Kühlflüssigkeit einfüllen ............. 137
16.6 Kühlflüssigkeit wechseln ................ 138
17 MOTOR ABSTIMMEN ................................ 140
17.1 Gasbowdenzug-Spiel kontrollieren ... 140
17.2 Gasbowdenzug-Spiel einstellen .... 140
17.3 Charakteristik der Gasannahme
einstellen .................................. 141
17.4 Mapping ändern (EXC‑F
Six Days EU, XCF‑W)...................... 142
17.5 Leerlaufdrehzahl einstellen .......... 143
17.6 Drosselklappenstellung anlernen ..... 144
17.7 Grundstellung des Schalthebels
kontrollieren.................................. 144
17.8 Grundstellung des Schalthebels
einstellen .................................. 145
18 SERVICEARBEITEN MOTOR ...................... 146
18.1 Kraftstoffsieb wechseln ............... 146
18.2 Motorölstand kontrollieren .............. 147
18.3 Motoröl und Ölfilter wechseln,
Ölsiebe reinigen ......................... 147
18.4 Motoröl nachfüllen ......................... 150
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19 REINIGUNG, PFLEGE................................ 151
19.1 Motorrad reinigen........................... 151
19.2 Kontroll- und Pflegearbeiten für
den Winterbetrieb .......................... 152
20 LAGERUNG .............................................. 153
20.1 Lagerung....................................... 153
20.2 Inbetriebnahme nach der
Lagerung....................................... 154
21 FEHLERSUCHE ........................................ 155
22 BLINKCODE ............................................. 158
23 TECHNISCHE DATEN................................ 160
23.1 Motor............................................ 160
23.2 Anzugsdrehmomente Motor............. 161
23.3 Füllmengen ................................... 162
23.3.1 Motoröl..................................... 162
23.3.2 Kühlflüssigkeit .......................... 162
23.3.3 Kraftstoff .................................. 163
23.4 Fahrwerk....................................... 163
23.5 Elektrik ......................................... 164
23.6 Reifen........................................... 164
23.7 Gabel............................................ 164
23.8 Federbein...................................... 165
23.9 Anzugsdrehmomente Fahrwerk ........ 166
INHALTSVERZEICHNIS
24 BETRIEBSSTOFFE .................................... 168
25 HILFSSTOFFE .......................................... 170
26 NORMEN ................................................. 172
27 FACHWORTVERZEICHNIS ......................... 173
28 ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS..................... 174
29 SYMBOLVERZEICHNIS.............................. 175
29.1 Gelbe und orange Symbole ............. 175
29.2 Grüne und blaue Symbole............... 175
INDEX ............................................................. 176
5
Page 8

1 DARSTELLUNGSMITTEL

1.1 Verwendete Symbole

Nachfolgend wird die Verwendung bestimmter Symbole erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z. B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion).
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und tech­nisches Verständnis. Lassen Sie diese Arbeiten, im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt durchführen! Dort wird Ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal betreut.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nach­zulesen).
Kennzeichnet eine Angabe mit weiterführenden Informationen oder Tipps.
Kennzeichnet das Ergebnis aus einem Prüfschritt.
Kennzeichnet eine Spannungsmessung.
Kennzeichnet eine Strommessung.
Kennzeichnet das Ende einer Tätigkeit inklusive eventueller Nacharbeiten.

1.2 Benutzte Formatierungen

Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
Eigenname Kennzeichnet einen Eigennamen.
®
Name
Marke™ Kennzeichnet eine Marke im Warenverkehr.
Unterstrichene Begriffe Verweisen auf technische Details des Fahrzeuges oder kennzeichnen Fach-
Kennzeichnet einen geschützten Namen.
wörter, die im Fachwortverzeichnis erklärt sind.
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SICHERHEITSHINWEISE 2

2.1 Einsatzdefinition - bestimmungsgemäßer Gebrauch

(alle EU‑Modelle)
Dieses Fahrzeug ist so konzipiert und konstruiert, dass es gängigen Beanspruchungen bei regulärem Renn­einsatz standhält. Dieses Fahrzeug entspricht den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen Motorsportverbände.
Info
Dieses Fahrzeug ist nur in der homologierten (gedrosselten) Version für den öffentlichen Straßenver­kehr zugelassen. In der entdrosselten Version darf dieses Fahrzeug nur auf abgesperrten Strecken, außerhalb des öffent­lichen Straßenverkehrs, betrieben werden. Dieses Fahrzeug ist für den Geländesport-Ausdauerwettbewerb konzipiert und nicht für den überwie­genden Motocross-Einsatz.
(XCF‑W)
Dieses Fahrzeug ist so konzipiert und konstruiert, dass es gängigen Beanspruchungen bei Freizeit‑Offroad‑Einsatz standhält.
Info
Dieses Fahrzeug ist nicht für den öffentlichen Straßenverkehr zugelassen. Dieses Fahrzeug entspricht den kalifornischen und EPA‑Emissionsvorgaben für Offroad‑Motorräder. Dieses Fahrzeug ist nicht für den Renneinsatz auf abgesperrten Strecken oder für Motocross-Einsatz konzipiert.

2.2 Fehlgebrauch

Setzen Sie das Fahrzeug nur bestimmungsgemäß ein. Bei nicht bestimmungsgemäßem Einsatz können Gefahren für Personen, Material und die Umwelt entstehen. Jegliche Verwendung des Fahrzeuges, die über den bestimmungsgemäßen Gebrauch und die Einsatzdefinition hinausgeht, stellt Fehlgebrauch dar. Fehlgebrauch umfasst darüber hinaus die Verwendung von Betriebs- und Hilfsstoffen, die die geforderten Spezifi­kationen für den jeweiligen Einsatz nicht erfüllen.

2.3 Sicherheitshinweise

Für einen sicheren Umgang mit dem beschriebenen Produkt sind einige Sicherheitshinweise zu beachten. Lesen Sie deshalb diese Anleitung und alle weiteren Anleitungen im Lieferumfang aufmerksam durch. Die Sicherheits­hinweise sind im Text optisch hervorgehoben und an den relevanten Stellen verlinkt.
Info
An gut sichtbaren Stellen des beschriebenen Produktes sind verschiedene Hinweis- und Warnhinweisauf­kleber angebracht. Entfernen Sie keine Hinweis- oder Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
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2 SICHERHEITSHINWEISE

2.4 Gefahrengrade und Symbole

Gefahr
Hinweis auf eine Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zum Tod oder zu schweren bleibenden Ver­letzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Warnung
Hinweis auf eine Gefahr, die wahrscheinlich zum Tod oder zu schweren Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.
Vorsicht
Hinweis auf eine Gefahr, die möglicherweise zu leichten Verletzungen führt, wenn nicht die entsprechen­den Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu erheblichen Maschinen- oder Materialschäden führt, wenn nicht die entsprechen­den Vorkehrungen getroffen werden.
Hinweis
Hinweis auf eine Gefahr, die zu Umweltschäden führt, wenn nicht die entsprechenden Vorkehrungen getroffen werden.

2.5 Warnung vor Manipulationen

Es ist verboten, Änderungen an Bauteilen der Geräuschdämpfung vorzunehmen. Folgende Maßnahmen oder das Herstellen der entsprechenden Zustände sind gesetzlich verboten:
1 Entfernen oder Außerkraftsetzen jeglicher der Geräuschdämpfung dienender Einrichtungen oder Bauteile
eines Neufahrzeugs vor dessen Verkauf oder Auslieferung an den Endkunden oder während der Nutzungs­dauer des Fahrzeugs zu anderen Zwecken als zum Service, zur Reparatur oder zum Austausch sowie
2 Nutzung des Fahrzeugs, nachdem eine derartige Einrichtung oder ein derartiges Bauteil entfernt oder außer
Kraft gesetzt wurde.
Beispiele für gesetzwidrige Manipulation:
1 Entfernen oder Durchbohren von Endschalldämpfern, Prallblechen, Krümmern oder anderen Bauteilen, die
Abgase leiten. 2 Entfernen oder Durchbohren von Teilen des Einlasssystems. 3 Verwendung in nicht ordnungsgemäßem Wartungszustand. 4 Ersetzen beweglicher Teile des Fahrzeugs oder von Teilen der Auspuffanlage oder des Einlasssystems durch
vom Hersteller nicht zugelassene Teile.
(XCF‑W)
Ein Zubehörteil oder modifiziertes Teil muss die geltenden ARB‑Standards zur Begrenzung der Verdunstungs-
emissionen einhalten. Verstöße gegen diese Vorschrift können zivil‑ und/oder strafrechtlich geahndet werden.
8
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SICHERHEITSHINWEISE 2

2.6 Sicherer Betrieb

Gefahr
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der Lage
sind.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
– Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung. – Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen Raum
starten oder laufen lassen.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor die
Fahrzeugteile abgekühlt sind.
– Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Das Fahrzeug nur in einem technisch einwandfreien Zustand, bestimmungsgemäß, sicherheits- und umweltbe­wusst betreiben. Im Straßenverkehr ist eine entsprechende Fahrerlaubnis notwendig. Störungen, die die Sicherheit beeinträchtigen, umgehend in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt beseitigen lassen. Am Fahrzeug angebrachte Hinweis- und Warnhinweisaufkleber beachten.

2.7 Schutzkleidung

Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
– Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vorga-
ben entspricht.
Im Interesse Ihrer eigenen Sicherheit empfiehlt KTM das Betreiben des Fahrzeuges nur mit geeigneter Schutz­kleidung.

2.8 Arbeitsregeln

Sofern nicht anders vermerkt, muss bei jeder Arbeit die Zündung ausgeschaltet sein (Modelle mit Zündschloss, Modelle mit Funkschlüssel) bzw. der Motor stillstehen (Modelle ohne Zündschloss oder Funkschlüssel). Für einige Arbeiten sind Spezialwerkzeuge notwendig. Diese sind nicht Bestandteil des Fahrzeuges, können aber unter der angegebenen Nummer in Klammern bestellt werden. Beispiel: Lagerauszieher (15112017000) Teile, die nicht wiederverwendet werden können (z. B. selbstsichernde Schrauben und Muttern, Dehnschrauben, Dichtungen, Dichtringe, O-Ringe, Splinte, Sicherungsbleche), beim Zusammenbau durch neue Teile ersetzen. Für einige Schraubfälle ist eine Schraubensicherung (z. B. Loctite®) erforderlich. Spezifische Hinweise des Her­stellers bei der Verwendung beachten. Wenn auf einem Neuteil bereits eine Schraubensicherung (z. B. Precote®) aufgetragen ist, kein zusätzliches Schraubensicherungsmittel auftragen.
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2 SICHERHEITSHINWEISE
Teile, die nach dem Zerlegen wiederverwendet werden sollen, reinigen und auf Beschädigung und Verschleiß kon­trollieren. Beschädigte oder verschlissene Teile wechseln. Nach Abschluss einer Reparatur oder eines Service die Betriebssicherheit des Fahrzeuges sicherstellen.

2.9 Umwelt

Ein verantwortungsvoller Umgang mit Ihrem Motorrad sorgt dafür, dass keine Probleme und Konflikte auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradfahrens zu sichern, versichern Sie sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer. Beachten Sie bei der Entsorgung von Altöl, anderen Betriebs- und Hilfsstoffen und Altteilen die jeweiligen Gesetze und Richtlinien des jeweiligen Landes. Da Motorräder nicht der EU-Richtlinie für die Entsorgung von Altfahrzeugen unterliegen, gibt es keine gesetzliche Regelung zur Entsorgung eines Altmotorrads. Ihr autorisierter KTM‑Händler hilft Ihnen gerne.

2.10 Bedienungsanleitung

Lesen Sie unbedingt diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unterneh­men. Die Bedienungsanleitung enthält viele Informationen und Tipps, die Ihnen Bedienung, Handhabung und Service erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Fahrzeug am besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können. Bewahren Sie die Bedienungsanleitung an einem gut zugänglichen Ort auf, damit Sie bei Bedarf jederzeit nach­schlagen können. Falls Sie mehr über das Fahrzeug wissen wollen oder Unklarheiten beim Lesen auftreten, wenden Sie sich an einen autorisierten KTM‑Händler. Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Fahrzeuges und muss beim Verkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
Die Bedienungsanleitung steht außerdem zum Download bei Ihrem autorisierten KTM‑Händler und auf der KTM‑Website zur Verfügung. Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com
10
Page 13

WICHTIGE HINWEISE 3

3.1 Herstellergarantie, Gewährleistung

Die im Serviceplan vorgeschriebenen Arbeiten müssen ausschließlich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt durchgeführt und im KTM Dealer.net bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch Manipulationen und/oder Umbauten am Fahrzeug verursacht wurden, kann keine Herstellergarantie gewährt werden.

3.2 Betriebsmittel, Hilfsstoffe

Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
Betriebsmittel und Hilfsstoffe laut Bedienungsanleitung und Spezifikation verwenden.

3.3 Ersatzteile, Zubehör

Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben und/oder empfohlen sind und lassen Sie diese in einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt montieren. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung. Einige Ersatzteile und Zubehörprodukte sind bei den jeweiligen Beschreibungen in Klammern angegeben. Ihr autorisierter KTM‑Händler berät Sie gerne.
Die aktuellen KTM PowerParts für Ihr Fahrzeug finden Sie auf der KTM‑Website. Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com

3.4 Service

Die Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß ist die Einhaltung der in der Bedienungsanleitung genannten Service, Pflege- und Einstellarbeiten von Motor und Fahrwerk. Eine falsche Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen. Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser oder schlammiger Strecke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Komponenten wie Antriebsstrang, Bremsanlagen oder Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon vor Erreichen des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein. Beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten und Serviceintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei. Bei Laufleistungs- und Zeitintervallen ist das zuerst eintretende Intervall ausschlaggebend.

3.5 Abbildungen

Die in der Anleitung dargestellten Abbildungen enthalten zum Teil Sonderausstattungen. Zur besseren Darstellung und Erklärung können einige Teile ausgebaut oder nicht abgebildet sein. Ein Ausbau für die jeweilige Beschreibung ist nicht immer zwingend notwendig. Beachten Sie die textlichen Angaben.

3.6 Kundendienst

Für Fragen zu Ihrem Fahrzeug und zu KTM steht Ihnen Ihr autorisierter KTM‑Händler gerne zur Verfügung.
Die Liste der autorisierten KTM‑Händler finden Sie auf der KTM‑Website. Internationale KTM‑Website: http://www.ktm.com
11
Page 14

4 FAHRZEUGANSICHT

4.1 Fahrzeugansicht vorn links (Symboldarstellung)

Kupplungshebel ( S. 16)
1
Kraftstofftankverschluss
2
Luftfilterkasten-Deckel
3
Seitenständer ( S. 23)
4
Motornummer ( S. 14)
5
Schalthebel ( S. 22)
6
V01746-10
12
Page 15

4.2 Fahrzeugansicht hinten rechts (Symboldarstellung)

FAHRZEUGANSICHT 4
Ausschalttaste ( S. 16)
1
Hupentaste ( S. 17) (alle EU‑Modelle)
1
Lichtschalter ( S. 17) (alle EU‑Modelle)
1
Blinkerschalter ( S. 18) (alle EU‑Modelle)
1
Starttaste ( S. 18)
2
Not-Aus-Schalter ( S. 18)
3
Gasdrehgriff ( S. 16)
4
Handbremshebel ( S. 16)
5
Gabelartikelnummer ( S. 15)
6
Fußbremshebel ( S. 23)
7
Schauglas Bremsflüssigkeit hinten
8
V01747-10
13
Page 16

5 SERIENNUMMERN

5.1 Fahrzeugidentifikationsnummer

5.2 Typenschild

Die Fahrzeugidentifikationsnummer1ist auf dem Steuerkopf rechts eingeprägt.
401945-10
(alle EU‑Modelle)
Das Typenschild Europa1ist auf dem Steuerkopf vorn ange­bracht. Das Typenschild Australien2ist auf dem Brustrohr vorn angebracht.
V01808-10

5.3 Schlüsselnummer (alle EU‑Modelle)

Die Schlüsselnummer1für das Lenkschloss ist am Schlüssel­verbinder eingeprägt.
402247-10

5.4 Motornummer

Die Motornummer1ist an der linken Motorseite hinter dem Schalthebel eingeprägt.
14
H00940-10
Page 17

5.5 Gabelartikelnummer

401947-10

5.6 Federbein‑Artikelnummer

SERIENNUMMERN 5
Die Gabelartikelnummer1ist auf der Innenseite der Gabelfaust eingeprägt.
Die Federbein‑Artikelnummer1ist am Federbein‑Oberteil über dem Einstellring zur Motorseite hin eingeprägt.
H02222-10
15
Page 18

6 BEDIENELEMENTE

6.1 Kupplungshebel

6.2 Handbremshebel

Der Kupplungshebel1ist am Lenker links angebracht. Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
E00817-10
Der Handbremshebel1ist am Lenker rechts angebracht. Mit dem Handbremshebel wird die Vorderradbremse betätigt.

6.3 Gasdrehgriff

6.4 Ausschalttaste

E01205-10
Der Gasdrehgriff1ist am Lenker rechts angebracht.
E01206-10
(alle EU‑Modelle)
Die Ausschalttaste1ist am Lenker links angebracht.
16
S01302-10
Page 19
E00821-10

6.5 Hupentaste (alle EU‑Modelle)

BEDIENELEMENTE 6
(XCF‑W)
Die Ausschalttaste1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Ausschalttaste in der Grundstellung – in dieser Stellung ist der Zündstromkreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
• Ausschalttaste gedrückt – in dieser Stellung ist der Zünd­stromkreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
Die Hupentaste1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
• Hupentaste in der Grundstellung
• Hupentaste gedrückt – in dieser Stellung wird die Hupe betätigt.
S01303-10

6.6 Lichtschalter (alle EU‑Modelle)

S01307-10

6.7 Lichtschalter (XCF‑W)

Der Lichtschalter1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Abblendlicht ein – Lichtschalter ist in der Mittelstel­lung. In dieser Stellung sind das Abblendlicht und Rücklicht eingeschaltet.
Fernlicht ein – Lichtschalter ist gegen den Uhrzei­gersinn gedreht. In dieser Stellung sind das Fernlicht und Rücklicht eingeschaltet.
Der Lichtschalter1befindet sich links neben dem Kombiinstru­ment.
Mögliche Zustände
• Licht aus – Lichtschalter ist bis zum Anschlag hineingedrückt. In dieser Stellung ist das Licht ausgeschaltet.
• Licht ein – Lichtschalter ist bis zum Anschlag gezogen. In dieser Stellung sind Abblendlicht und Rücklicht eingeschal­tet.
V01748-10
17
Page 20
6 BEDIENELEMENTE

6.8 Blinkerschalter (alle EU‑Modelle)

6.9 Not-Aus-Schalter

Der Blinkerschalter1ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
Blinker aus – Blinkerschalter ist in der Mittelstellung. Blinker links ein – Blinkerschalter ist nach links
geschwenkt.
Blinker rechts ein – Blinkerschalter ist nach rechts geschwenkt.
S01304-10
(alle EU‑Modelle)
Der Not-Aus-Schalter1ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
Zündung aus – in dieser Stellung ist der Zündstrom­kreis unterbrochen, der laufende Motor geht aus, der stehende Motor springt nicht an.
Zündung ein – in dieser Stellung ist der Zündstrom­kreis geschlossen, der Motor kann gestartet werden.
V01749-10

6.10 Starttaste

(alle EU‑Modelle)
Die Starttaste1ist am Lenker rechts angebracht.
V01749-11
(XCF‑W)
Die Starttaste1ist am Lenker rechts angebracht.
Mögliche Zustände
• Starttaste in der Grundstellung
• Starttaste gedrückt – in dieser Stellung wird der Startermo­tor betätigt.
V01750-10
18
Page 21

6.11 Kombischalter (EXC‑F Six Days EU, XCF‑W)

Der Kombischalter ist am Lenker links angebracht.
Mögliche Zustände
1 STANDARD – Bei leuchtender LED 1 ist das STAN-
DARD Mapping aktiviert.
1 TC STANDARD mit TC – Bei leuchtender LED 1 und TC
ist das STANDARD Mapping mit der Traktionskon­trolle aktiviert.
2 ADVANCED – Bei leuchtender LED 2 ist das ADVAN-
CED Mapping aktiviert.
2 TC ADVANCED mit TC – Bei leuchtender LED 2 und TC
ist das ADVANCED Mapping mit der Traktionskon­trolle aktiviert.
Warnung
Erlöschen der Straßenzulassung und des Versicherungsschut­zes Wenn der Kombischalter montiert ist, erlischt eine
ggf. vorhandene Straßenzulassung des Fahrzeuges.
H02887-01
– Betreiben Sie das Fahrzeug ausschließlich auf abge-
sperrten Strecken außerhalb des öffentlichen Straßen­verkehrs, wenn der Kombischalter montiert ist.
BEDIENELEMENTE 6

6.12 Kontrollleuchtenübersicht

V01752-10
Mit der Taste MAP am Kombischalter kann die Motorcharakteristik verändert werden. Zusätzlich kann über den Kombischalter die Traktionskontrolle aktiviert werden.
Mögliche Zustände
Fernlicht‑Kontrollleuchte leuchtet blau – Fernlicht ist eingeschaltet.
Fehlfunktion‑Kontrollleuchte leuchtet/blinkt gelb – Die OBD hat einen Fehler in der Fahrzeugelektronik erkannt. Verkehrsgerecht anhalten und eine autori­sierte KTM-Fachwerkstatt kontaktieren.
Kraftstoffstand-Warnleuchte leuchtet gelb – Kraft­stoffstand hat die Reservemarke erreicht.
Blinkerkontrollleuchte blinkt grün – Blinker ist einge­schaltet.
19
Page 22
6 BEDIENELEMENTE

6.13 Kontrollleuchtenübersicht (XCF‑W)

6.14 Kraftstofftankverschluss öffnen

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten. – Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken. – Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf. – Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Mögliche Zustände
Fehlfunktion‑Kontrollleuchte leuchtet/blinkt gelb – Die OBD hat einen Fehler in der Fahrzeugelektronik
erkannt. Anhalten und eine autorisierte KTM-Fachwerkstatt kontaktieren.
Kraftstoffstand-Warnleuchte leuchtet gelb – Kraft­stoffstand hat die Reservemarke erreicht.
V01751-10
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde. – Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist. – Bewahren Sie Kraftstoff in einem geeigneten Kanister ordnungsgemäß und außerhalb der Reichweite
von Kindern auf.
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
–
Entriegelungsknopf1drücken, Kraftstofftankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen und nach oben abnehmen.
20
K01334-10
Page 23

6.15 Kraftstofftankverschluss schließen

– Kraftstofftankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn dre-
K01334-11

6.16 Kaltstartknopf

Der Kaltstartknopf1ist am Drosselklappenkörper unten ange­bracht. Bei kaltem Motor und geringer Umgebungstemperatur verlängert die elektronische Kraftstoffeinspritzung die Einspritzzeit. Um die erhöhte Kraftstoffmenge zu verbrennen, wird dem Motor zusätzlich Sauerstoff zugeführt, indem der Kaltstartknopf gedrückt wird. Wenn kurz Gas gegeben und der Gasdrehgriff losgelassen wird, oder der Gasdrehgriff nach vorn gedreht wird, springt der Kaltstart­knopf in die Ausgangsposition zurück.
BEDIENELEMENTE 6
hen, bis der Entriegelungsknopf1einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung2knickfrei ver­legen.
H02253-10
Info
Kontrollieren, ob der Kaltstartknopf in die Grundstellung zurückgekehrt ist.
Mögliche Zustände
• Kaltstartknopf aktiviert – Kaltstartknopf ist bis zum Anschlag hineingedrückt.
• Kaltstartknopf deaktiviert – Kaltstartknopf ist in Grundstel­lung.
21
Page 24
6 BEDIENELEMENTE

6.17 Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube

Die Leerlaufeinstellung am Drosselklappenkörper wirkt sich stark auf das Startverhalten, eine stabile Leerlaufdrehzahl und das Ansprechverhalten beim Gasgeben aus. Ein Motor mit korrekt eingestellter Leerlaufdrehzahl lässt sich leichter starten als ein Motor mit falsch eingestellter Leerlaufdreh­zahl. Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Leerlaufdrehzahl­Regulierschraube1eingestellt. Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube im Uhrzeigersinn erhöht die Leerlaufdrehzahl. Drehen der Leerlaufdrehzahl-Regulierschraube gegen den Uhrzei­gersinn senkt die Leerlaufdrehzahl.

6.18 Schalthebel

H02254-10
Der Schalthebel1ist am Motor links montiert.
401950-10
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich. Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
401950-11
22
Page 25

6.19 Fußbremshebel

6.20 Seitenständer

BEDIENELEMENTE 6
Der Fußbremshebel1befindet sich vor der rechten Fußraste. Mit dem Fußbremshebel wird die Hinterradbremse betätigt.
401956-10
Der Seitenständer1ist an der linken Fahrzeugseite angebracht.
401943-10
401944-10

6.21 Lenkschloss (alle EU‑Modelle)

S01311-10
Der Seitenständer dient zum Abstellen des Motorrades.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer1hochge­klappt und mit dem Haltegummi2gesichert sein.
Das Lenkschloss1ist am Steuerkopf links angebracht. Durch das Lenkschloss kann die Lenkung gesperrt werden. Ein Lenken und damit Fahren ist nicht mehr möglich.
23
Page 26
6 BEDIENELEMENTE

6.22 Lenkung absperren (alle EU‑Modelle)

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
400732-01
– Fahrzeug abstellen. – Den Lenker ganz nach rechts einschlagen. – Lenkschloss regelmäßig schmieren.
Universal‑Ölspray ( S. 171)
– Schlüssel für Lenkschloss in das Lenkschloss ( S. 23) ste-
cken, nach links drehen, eindrücken und nach rechts drehen. Schlüssel für Lenkschloss abziehen.
Eine Lenkbewegung ist nicht mehr möglich.
Info
Schlüssel für Lenkschloss nie im Lenkschloss stecken lassen.

6.23 Lenkung entsperren (alle EU‑Modelle)

– Schlüssel für Lenkschloss in das Lenkschloss ( S. 23) ste-
cken, nach links drehen, herausziehen und nach rechts dre­hen. Schlüssel für Lenkschloss abziehen.
400731-01
Eine Lenkbewegung ist wieder möglich.
Info
Schlüssel für Lenkschloss nie im Lenkschloss stecken lassen.
24
Page 27

7.1 Kombiinstrument‑Übersicht

V00799-01

7.2 Aktivierung und Test

KOMBIINSTRUMENT 7

– Mit der Taste werden verschiedene Funktionen gesteuert. – Mit der Taste werden verschiedene Funktionen gesteuert.
Info
Im Auslieferungszustand ist nur der Anzeigemodus SPEED/H und SPEED/ODO aktiviert.
Kombiinstrument aktivieren
Das Kombiinstrument wird aktiviert, wenn eine der Tasten gedrückt wird oder vom Raddrehzahlsensor ein Impuls kommt.
Display-Test
Zur Funktionskontrolle des Displays leuchten kurz alle Anzeigeseg­mente auf.
400313-01
WS (wheel size)
Nach der Funktionskontrolle des Displays wird kurz der Radum­fang WS (wheel size) eingeblendet.
Info
Die Zahl 2205 entspricht dem Umfang des 21" Vorderra­des mit Serienreifen.
Danach wechselt die Anzeige in den zuletzt gewählten Modus.
400314-01

7.3 Kilometer oder Meilen einstellen

Info
Wenn man die Einheit wechselt, bleibt der Wert ODO erhalten und wird entsprechend umgerechnet. Die Werte TR1, TR2, A1, A2 und S1 werden beim Umstellen gelöscht.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken.
Das Setup-Menü wird angezeigt und die aktivierten Funk­tionen werden eingeblendet.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige Km/h / Mph blinkt. Km/h einstellen
– Taste drücken.
400329-01
Mph einstellen
– Taste drücken.
25
Page 28
7 KOMBIINSTRUMENT

7.4 Kombiinstrument einstellen

Info
Im Auslieferungszustand ist nur der Anzeigemodus SPEED/H und SPEED/ODO aktiviert.
– 3 - 5 Sekunden warten.
Die Einstellungen werden gespeichert.
Info
Wird 10-12 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die Einstellungen automatisch gespeichert und das Setup­Menü geschlossen.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken.
Das Setup-Menü wird angezeigt und die aktivierten Funk­tionen werden eingeblendet.
400318-01
Info
Wenn 10-12 Sekunden keine Taste gedrückt wird, wer­den die Einstellungen automatisch gespeichert. Wird 20 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die Einstellungen automatisch gespeichert und das Setup-Menü geschlossen.
– Taste so oft kurz drücken, bis die gewünschte Funktion
blinkt.
Die gewählte Funktion blinkt.
Funktion aktivieren
– Taste drücken.
Symbol bleibt im Display erhalten und Anzeige wech­selt zur nächsten Funktion.
Funktion deaktivieren
– Taste drücken.
Symbol im Display erlischt und Anzeige wechselt zur nächsten Funktion.
26
Page 29

7.5 Uhrzeit einstellen

400330-01
KOMBIINSTRUMENT 7
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
im Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken.
Stundenanzeige blinkt.
– Stundenanzeige mit der Taste bzw. Taste einstellen. – 3 - 5 Sekunden warten.
Das nächste Segment der Anzeige blinkt und kann einge­stellt werden.
– Durch Drücken der Taste und der Taste können die fol-
genden Segmente, analog der Stundenanzeige, eingestellt wer­den.
Info
Die Sekunden können nur auf Null gesetzt werden. Wird 15-20 Sekunden keine Taste gedrückt oder ein Impuls vom Raddrehzahlsensor kommt, werden die Einstellungen automatisch gespeichert und das Setup­Menü geschlossen.

7.6 Rundenzeit abfragen

Info
Diese Funktion kann nur dann aufgerufen werden, wenn Rundenzeiten gestoppt wurden.
Bedingung
Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
– Taste kurz drücken.
Auf der linken Seite des Display wird LAP 1 angezeigt.
– Die Runden 1-10 können mit der Taste abgerufen werden. – Die Taste 3-5 Sekunden gedrückt halten.
Die Rundenzeiten werden gelöscht.
400321-01
– Taste kurz drücken.
nächster Anzeigemodus
Info
Kommt ein Impuls vom Raddrehzahlsensor, wechselt die linke Seite des Displays in den SPEED-Modus zurück.
27
Page 30
7 KOMBIINSTRUMENT

7.7 Anzeigemodus SPEED (Geschwindigkeit)

7.8 Anzeigemodus SPEED/H (Betriebsstunden)

400317-02
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige SPEED links im
Display erscheint.
Im Anzeigemodus SPEED wird die aktuelle Geschwindigkeit ange­zeigt. Die aktuelle Geschwindigkeit kann in Km/h oder in Mph angezeigt werden.
Info
Länderspezifische Einstellung vornehmen. Sobald ein Impuls vom Vorderrad kommt, wechselt die linke Seite des Displays in den Modus SPEED und aktuelle Geschwindigkeit wird eingeblendet.
Bedingung
• Das Motorrad steht. – Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
Im Anzeigemodus H werden die Betriebsstunden des Motors ange­zeigt. Der Betriebsstundenzähler speichert die Gesamtfahrzeit.
400316-01
Info
Der Betriebsstundenzähler ist für die Einhaltung der Ser­vicearbeiten notwendig. Ist das Kombiinstrument beim Anfahren im Anzeigemodus H, wechselt es automatisch in den Anzeigemodus ODO. Der Anzeigemodus H wird während der Fahrt unterdrückt.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Funk­tionen.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
28
Page 31

7.9 Setup-Menü

400344-01
KOMBIINSTRUMENT 7
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken. Das Setup-Menü zeigt die aktivierten Funktionen an.
Info
Die Taste so oft kurz drücken, bis die gewünschte Funk­tion erreicht wird. Wenn 20 Sekunden keine Taste gedrückt wird, werden die Einstellungen automatisch gespeichert.

7.10 Maßeinheit einstellen

400329-01
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
3 - 5 Sekun­den warten.
10 - 12 Sekunden warten.
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige H rechts unten im
Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken. – Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige Km/h / Mph blinkt.
Im Maßeinheiten Modus kann die Maßeinheit umgeschaltet wer­den.
aktiviert die blinkende Anzeige und wechselt zur nächsten Anzeige
keine Funktion
deaktiviert die blinkende Anzeige und wechselt zur nächsten Anzeige
keine Funktion
wechselt zur nächsten Anzeige ohne Verände­rung
Setup-Menü startet, speichert die Einstellun­gen und wechselt zu H oder ODO.
Info
Wenn 5 Sekunden keine Taste gedrückt wird, werden auto­matisch die Einstellungen gespeichert.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Einstieg in die Auswahl, aktiviert Km/h Anzeige
keine Funktion
29
Page 32
7 KOMBIINSTRUMENT
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
3 - 5 Sekun­den warten.
10 - 12 Sekunden warten.

7.11 Anzeigemodus SPEED/CLK (Uhrzeit)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
Im Anzeigemodus CLK wird die Uhrzeit angezeigt.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz
400319-01
drücken. Taste 2 -
3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
aktiviert Mph Anzeige
keine Funktion
wechselt zur nächsten Anzeige, wechselt von der Auswahl in das Setup-Menü
speichert und schließt das Setup-Menü
im Display erscheint.
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Uhr.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion

7.12 Uhrzeit einstellen

400319-01
Bedingung
• Das Motorrad steht. – Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige CLK rechts unten
im Display erscheint.
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
3 - 5 Sekun­den warten.
10 - 12 Sekunden warten.
erhöht den Wert
erhöht den Wert
verringert den Wert
verringert den Wert
wechselt zum nächsten Wert
Verlassen von SETUP Menü
30
Page 33

7.13 Anzeigemodus SPEED/LAP (Rundenzeit)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
Im Anzeigemodus LAP können mit der Stoppuhr bis zu 10 Run­denzeiten gestoppt werden.
Info
Wenn die Rundenzeit nach dem Drücken der Taste wei­ter läuft, sind 9 Speicherplätze belegt.
400320-01
Die Runde 10 muss mit der Taste gestoppt werden.
KOMBIINSTRUMENT 7

7.14 Rundenzeit abfragen

400321-01
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige LAP rechts unten
im Display erscheint.
– Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Die Stoppuhr und die Rundenzeit werden zurückgesetzt.
nächster Anzeigemodus
Stoppt die Uhr.
Startet die Uhr, oder stoppt die laufende Run­denzeit, speichert diese und die Stoppuhr star­tet die nächste Runde.
Die Stoppuhr und die Rundenzeit werden zurückgesetzt.
Runden von 1-10 auswählen
keine Funktion
nächste Rundenzeit abrufen.
31
Page 34
7 KOMBIINSTRUMENT

7.15 Anzeigemodus SPEED/ODO (Odometer)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige ODO rechts unten
im Display erscheint.
Im Anzeigemodus ODO wird die gefahrene Gesamtwegstrecke ange­zeigt.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
400317-01
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.

7.16 Anzeigemodus SPEED/TR1 (Tripmaster 1)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige TR1 rechts oben
im Display erscheint.
Der TR1 (Tripmaster 1) läuft immer mit und zählt bis 999,9. Mit ihm kann die Streckenlänge bei Ausfahrten oder die Distanz zwischen zwei Tankstopps gemessen werden. TR1 ist mit A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1) und S1 (Stoppuhr
1) gekoppelt.
400323-01
Info
Wird 999,9 überschritten, werden die Werte TR1, A1 und S1 automatisch auf 0,0 zurückgesetzt.
keine Funktion
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0 gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
32
Page 35

7.17 Anzeigemodus SPEED/TR2 (Tripmaster 2)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige TR2 rechts oben
im Display erscheint.
Der TR2 (Tripmaster 2) läuft immer mit und zählt bis 999,9.
KOMBIINSTRUMENT 7
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz
400324-01
drücken. Taste 2 -
3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.

7.18 Einstellen von TR2 (Tripmaster 2)

Bedingung
• Das Motorrad steht.
– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige TR2 rechts oben
– Taste 2 - 3 Sekunden drücken, bis TR2 blinkt.
Der angezeigte Wert kann manuell mit der Taste und der Taste eingestellt werden. Eine sehr praktische Funktion bei Fahrten nach dem Roadbook.
400324-01
Löscht Werte TR2 und A2.
nächster Anzeigemodus
Verringert Wert TR2.
Verringert Wert TR2.
im Display erscheint.
Info
Der TR2 Wert kann auch während der Fahrt manuell mit der Taste und der Taste korrigiert werden. Wird 999,9 überschritten, wird der Wert TR2 automatisch auf 0,0 zurückgesetzt.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
10 - 12 Sekunden warten.
Erhöht Wert TR2.
Erhöht Wert TR2.
Verringert Wert TR2.
Verringert Wert TR2.
Speichert und schließt das Setup-Menü.
33
Page 36
7 KOMBIINSTRUMENT

7.19 Anzeigemodus SPEED/A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige A1 rechts oben im
Display erscheint.
A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1) zeigt die Durchschnittsge­schwindigkeit auf Berechnungsbasis von TR1 (Tripmaster 1) und S1 (Stoppuhr 1) an. Die Berechnung dieses Wertes wird mit dem ersten Impuls des Raddrehzahlsensors aktiviert und endet 3 Sekunden nach dem letzten Impuls.
400325-01
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0 gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion

7.20 Anzeigemodus SPEED/A2 (Durchschnittsgeschwindigkeit 2)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige A2 rechts oben im
Display erscheint.
A2 (Durchschnittsgeschwindigkeit 2) zeigt die Durchschnittsge­schwindigkeit auf Basis der aktuellen Geschwindigkeit, wenn die Stoppuhr S2 (Stoppuhr 2) läuft.
Info
Der angezeigte Wert kann von der tatsächlichen Durch-
400326-01
schnittsgeschwindigkeit abweichen, wenn S2 nach der Fahrt nicht gestoppt wurde.
34
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
keine Funktion
Page 37

7.21 Anzeigemodus SPEED/S1 (Stoppuhr 1)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige S1 rechts oben im
Display erscheint.
S1 (Stoppuhr 1) zeigt die Fahrzeit auf Basis von TR1 an und läuft weiter, sobald vom Raddrehzahlsensor ein Impuls kommt. Die Berechnung dieses Wertes startet mit dem ersten Impuls des Raddrehzahlsensors und endet 3 Sekunden nach dem letzten Impuls.
KOMBIINSTRUMENT 7
Taste 2 -
400327-01
3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.

7.22 Anzeigemodus SPEED/S2 (Stoppuhr 2)

– Taste so oft kurz drücken, bis die Anzeige S2 rechts oben im
Display erscheint.
S2 (Stoppuhr 2) ist eine manuelle Stoppuhr. Wenn S2 im Hintergrund läuft, blinkt die Anzeige S2 im Display.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
400328-01
Taste kurz drücken.
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Taste kurz drücken.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 werden auf 0,0 gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
keine Funktion
Anzeigen von S2 und A2 werden auf 0,0 gesetzt.
nächster Anzeigemodus
keine Funktion
Startet oder stoppt S2.

7.23 Funktionsübersicht

Anzeige Taste 2 -
3 Sekunden drücken.
Anzeigemo­dus SPEED/H (Betriebsstun­den)
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Funktionen.
Taste kurz drücken.
nächster Anzeigemo­dus
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
keine Funk­tion
Taste kurz drücken.
keine Funk­tion
3 - 5 Sekun­den warten.
10 - 12 Sekunden warten.
35
Page 38
7 KOMBIINSTRUMENT
Anzeige Taste 2 -
3 Sekunden drücken.
Setup-Menü keine Funk-
tion
Maßeinheit ein­stellen
Anzeigemo­dus SPEED/CLK (Uhrzeit)
Uhrzeit einstel­len
Anzeigemo­dus SPEED/LAP (Rundenzeit)
Rundenzeit abfragen
Anzeigemo­dus SPEED/ODO (Odometer)
Anzeigemo­dus SPEED/TR1 (Tripmaster 1)
Anzeigemo­dus SPEED/TR2 (Tripmaster 2)
keine Funk­tion
Anzeige wechselt in das Setup-Menü der Uhr.
erhöht den Wert
Die Stoppuhr und die Run­denzeit wer­den zurück­gesetzt.
Die Stoppuhr und die Run­denzeit wer­den zurück­gesetzt.
keine Funk­tion
Anzeigen von TR1, A1 und S1 wer­den auf 0,0 gesetzt.
Löscht Werte
TR2 und A2.
Taste kurz drücken.
aktiviert die blinkende Anzeige und wechselt zur nächsten Anzeige
Einstieg in die Auswahl, aktiviert Km/h Anzeige
nächster Anzeigemo­dus
erhöht den Wert
nächster Anzeigemo­dus
Runden von 1-10 aus­wählen
nächster Anzeigemo­dus
nächster Anzeigemo­dus
nächster Anzeigemo­dus
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
keine Funk­tion
keine Funk­tion
keine Funk­tion
verringert den Wert
Stoppt die Uhr.
keine Funk­tion
keine Funk­tion
keine Funk­tion
Verringert Wert TR2.
Taste kurz drücken.
deaktiviert die blinkende Anzeige und wechselt zur nächsten Anzeige
aktiviert Mph Anzeige
keine Funk­tion
verringert den Wert
Startet die Uhr, oder stoppt die laufende Rundenzeit, speichert diese und die Stopp­uhr startet die nächste Runde.
nächste Run­denzeit abru­fen.
keine Funk­tion
keine Funk­tion
Verringert Wert TR2.
3 - 5 Sekun­den warten.
wechselt zur nächsten Anzeige ohne Veränderung
wechselt zur nächs­ten Anzeige, wechselt von der Auswahl in das Setup­Menü
wechselt zum nächsten Wert
10 - 12 Sekunden warten.
Setup-Menü startet, spei­chert die Ein­stellungen und wechselt zu H oder ODO.
speichert und schließt das Setup­Menü
Verlassen von SETUP Menü
36
Page 39
KOMBIINSTRUMENT 7
Anzeige Taste 2 -
3 Sekunden drücken.
Einstellen von TR2 (Tripmas­ter 2)
Anzeigemo­dus SPEED/A1 (Durchschnitts­geschwindig­keit 1)
Anzeigemo­dus SPEED/A2 (Durchschnitts­geschwindig­keit 2)
Anzeigemo­dus SPEED/S1 (Stoppuhr 1)
Anzeigemo­dus SPEED/S2 (Stoppuhr 2)
Erhöht Wert TR2.
Anzeigen von TR1, A1 und S1 wer­den auf 0,0 gesetzt.
keine Funk­tion
Anzeigen von TR1, A1 und S1 wer­den auf 0,0 gesetzt.
Anzeigen von S2 und A2 werden auf 0,0 gesetzt.
Taste kurz drücken.
Erhöht Wert TR2.
nächster Anzeigemo­dus
nächster Anzeigemo­dus
nächster Anzeigemo­dus
nächster Anzeigemo­dus
Taste 2 ­3 Sekunden drücken.
Verringert Wert TR2.
keine Funk­tion
keine Funk­tion
keine Funk­tion
keine Funk­tion
Taste kurz drücken.
Verringert Wert TR2.
keine Funk­tion
keine Funk­tion
keine Funk­tion
Startet oder stoppt S2.
3 - 5 Sekun­den warten.
10 - 12 Sekunden warten.
Speichert und schließt das Setup­Menü.

7.24 Übersicht Bedingungen und Aktivierbarkeit

Anzeige Das Motorrad steht. Menü aktivierbar
Anzeigemodus SPEED/H (Betriebsstunden) • Setup-Menü • Maßeinheit einstellen • Uhrzeit einstellen • Anzeigemodus SPEED/LAP (Rundenzeit) • Rundenzeit abfragen • Anzeigemodus SPEED/TR1 (Tripmaster 1) • Anzeigemodus SPEED/TR2 (Tripmaster 2) • Einstellen von TR2 (Tripmaster 2) • Anzeigemodus SPEED/A1 (Durchschnittsgeschwindigkeit 1) • Anzeigemodus SPEED/A2 (Durchschnittsgeschwindigkeit 2) • Anzeigemodus SPEED/S1 (Stoppuhr 1) • Anzeigemodus SPEED/S2 (Stoppuhr 2) •
37
Page 40

8 INBETRIEBNAHME

8.1 Hinweise zur ersten Inbetriebnahme

Gefahr
Unfallgefahr Ein verkehrsuntüchtiger Fahrer gefährdet sich und andere.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie durch Alkohol, Drogen oder Medikamente ver-
kehrsuntüchtig sind.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nicht in Betrieb, wenn Sie dazu physisch oder psychisch nicht in der Lage
sind.
Warnung
Verletzungsgefahr Fehlende oder mangelhafte Schutzkleidung stellt ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.
– Tragen Sie bei allen Fahrten geeignete Schutzkleidung wie Helm, Stiefel, Handschuhe sowie Hose
und Jacke mit Protektoren.
– Verwenden Sie immer Schutzkleidung, die in einwandfreiem Zustand ist und den gesetzlichen Vorga-
ben entspricht.
Warnung
Sturzgefahr Unterschiedliche Reifenprofile an Vorder‑ und Hinterrad beeinträchtigen das Fahrverhalten.
Unterschiedliche Reifenprofile können die Kontrolle über das Fahrzeug erheblich erschweren.
– Stellen Sie sicher, dass Vorder- und Hinterrad nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift
sind.
Warnung
Unfallgefahr Eine unangepasste Fahrweise beeinträchtigt das Fahrverhalten.
– Passen Sie die Fahrgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und Ihrem Fahrkönnen an.
Warnung
Unfallgefahr Das Fahrzeug ist nicht für die Mitnahme eines Sozius ausgelegt.
– Nehmen Sie keinen Sozius mit.
Warnung
Unfallgefahr Die Bremsanlage fällt bei Überhitzung aus.
Wenn der Fußbremshebel nicht freigegeben wird, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen.
– Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel, wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Gesamtgewicht und Achslasten beeinflussen das Fahrverhalten.
– Überschreiten Sie weder das höchstzulässige Gesamtgewicht noch die Achslasten.
Warnung
Entwendungsgefahr Unbefugt handelnde Personen gefährden sich und andere.
– Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft. – Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
– Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Vorverkaufskontrolle von einer autorisierten KTM-Fachwerkstatt
durchgeführt wurden.
38
Page 41
INBETRIEBNAHME 8
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde bei der Fahrzeugübergabe.
– Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch. – Machen Sie sich mit den Bedienelementen vertraut. – Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. ( S. 96) (alle EU‑Modelle)
– Leerweg des Handbremshebels einstellen. ( S. 100)
(XCF‑W)
– Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( S. 101) – Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. ( S. 109) – Grundstellung des Schalthebels einstellen. ( S. 145) – Gewöhnen Sie sich auf einer geeigneten Fläche an das Fahrverhalten des Motorrades, bevor Sie eine
anspruchsvollere Fahrt unternehmen.
Info
Im Gelände ist es empfehlenswert, mit einer weiteren Person auf einem zweiten Fahrzeug unterwegs zu sein, um sich gegenseitig zu helfen.
–
Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu
bekommen.
– Machen Sie keine Geländefahrten, die Ihre Fähigkeiten und Erfahrung überfordern. – Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten. – Wenn Sie Gepäck mitnehmen, achten Sie auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte
und eine gleichmäßige Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad.
Info
Motorräder reagieren empfindlich auf Veränderung der Gewichtsverteilung.
– Höchstzulässiges Gesamtgewicht und höchstzulässige Achslasten einhalten.
Vorgabe
Höchstzulässiges Gesamtgewicht 335 kg Höchstzulässige Achslast vorn 145 kg Höchstzulässige Achslast hinten 190 kg
– Speichenspannung kontrollieren. ( S. 120)
Info
Die Speichenspannung muss nach einer halben Betriebsstunde kontrolliert werden.
– Motor einfahren. ( S. 39)

8.2 Motor einfahren

– Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgabe
maximale Motordrehzahl
während der ersten Betriebsstunde 7.000 1/min
maximale Motorleistung
während der ersten 3 Betriebsstunden ≤ 75 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
39
Page 42
8 INBETRIEBNAHME

8.3 Startleistung von Lithium‑Ionen‑Batterien bei niedrigen Temperaturen

8.4 Fahrzeug auf erschwerte Einsatzbedingungen vorbereiten

Info
Der Einsatz des Fahrzeuges unter erschwerten Bedingungen, z. B. Sand, nasser oder schlammiger Stre­cke/Gelände, kann zu deutlich erhöhtem Verschleiß an Komponenten wie Antriebsstrang, Bremsanlagen oder Federungskomponenten führen. Darum kann eine Kontrolle oder der Austausch von Teilen schon vor Erreichen des nächsten Serviceintervalls erforderlich sein.
402555-01
Lithium-Ionen-Batterien sind wesentlich leichter als Bleibatte­rien, haben eine geringe Selbstentladung und bei Temperatu­ren über 15 °C (60 °F) mehr Startleistung. Die Startleistung von Lithium‑Ionen‑Batterien verringert sich jedoch bei niedrigen Tem­peraturen mehr als bei Bleibatterien. Es können mehrere Startversuche nötig sein. Dazu 5 Sekunden die Starttaste drücken und zwischendurch 30 Sekunden warten. Die Pausen sind notwendig, damit sich die entstandene Wärme in der Lithium-Ionen-Batterie verteilen kann und die Lithium-Ionen­Batterie nicht beschädigt wird. Wenn die geladene Lithium-Ionen-Batterie bei Temperaturen unter 15 °C (60 °F) den Starter nicht oder nur schwach durchzieht, ist sie nicht defekt, sondern muss innerlich erwärmt werden, um die Startleistung (Stromabgabe) zu steigern. Die Startleistung steigt mit der Erwärmung.
– Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen. ( S. 82)
Info
Luftfilter ca. alle 30 Minuten kontrollieren.
– Stecker auf Feuchtigkeit, Korrosion und festen Sitz kontrollieren.
» Wenn Feuchtigkeit, Korrosion oder Beschädigung vorhanden ist:
– Stecker reinigen und trocknen, ggf. wechseln.
Erschwerte Einsatzbedingungen sind:
– Fahrten in trockenem Sand. ( S. 40) – Fahrten in nassem Sand. ( S. 41) – Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke. ( S. 42) – Fahrten bei hohen Temperaturen oder langsame Fahrt. ( S. 42) – Fahrten bei niedrigen Temperaturen oder bei Schnee. ( S. 43)

8.5 Fahrzeug für Fahrten in trockenem Sand vorbereiten

– Luftfilter-Staubschutz montieren.
Luftfilter-Staubschutz (79006920000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
40
102136-01
Page 43
102138-01
600868-01
INBETRIEBNAHME 8
– Luftfilter-Sandschutz montieren.
Luftfilter-Sandschutz (79006922000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
–
Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 170)
– Stahlkettenrad montieren. – Kette schmieren.
Universal‑Ölspray ( S. 171)
– Kühlerlamellen reinigen. – Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
(alle 450‑Modelle)
– Kupplungsfeder wechseln.
Kupplungsfeder hart (78932005000)
M01459-01

8.6 Fahrzeug für Fahrten in nassem Sand vorbereiten

– Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (79006921000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
102137-01
– Kette reinigen.
600868-01
Kettenreinigungsmittel ( S. 170)
– Stahlkettenrad montieren. – Kette schmieren.
Universal‑Ölspray ( S. 171)
– Kühlerlamellen reinigen. – Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
41
Page 44
8 INBETRIEBNAHME

8.7 Fahrzeug für Fahrten bei nasser und schlammiger Strecke vorbereiten

M01459-01
(alle 450‑Modelle)
– Kupplungsfeder wechseln.
Kupplungsfeder hart (78932005000)
–
Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (79006921000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
102137-01
–
Stahlkettenrad montieren.
– Motorrad reinigen. ( S. 151) – Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten.
600868-01
(alle 450‑Modelle)
– Kupplungsfeder wechseln.
Kupplungsfeder hart (78932005000)
M01459-01

8.8 Fahrzeug für hohe Temperaturen oder langsame Fahrt vorbereiten

42
600868-01
– Sekundärübersetzung an die Strecke anpassen.
Info
Das Motoröl wird schnell heiß, wenn die Kupplung wegen einer zu langen Sekundärübersetzung oft betä­tigt werden muss.
– Kette reinigen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 170)
– Kühlerlamellen reinigen.
Page 45
– Verbogene Kühlerlamellen vorsichtig ausrichten. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 135)

8.9 Fahrzeug für niedrige Temperaturen oder Schnee vorbereiten

– Luftfilter-Wasserschutz montieren.
Luftfilter-Wasserschutz (79006921000)
Info
Montageanleitung für KTM PowerParts beachten.
102137-01
INBETRIEBNAHME 8
43
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9 FAHRANLEITUNG

9.1 Kontroll- und Pflegearbeiten vor jeder Inbetriebnahme

Info
Vor jeder Fahrt den Zustand des Fahrzeugs und die Betriebssicherheit kontrollieren. Das Fahrzeug muss beim Betrieb in einem technisch einwandfreien Zustand sein.
H02217-01
– Motorölstand kontrollieren. ( S. 147) – Elektrische Anlage kontrollieren.
–
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 102)
– Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren.
( S. 110)
– Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 104) – Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 111) – Funktion der Bremsanlage kontrollieren. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 135) – Kettenverschmutzung kontrollieren. ( S. 90) – Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren.
( S. 92)
– Kettenspannung kontrollieren. ( S. 91) – Reifenzustand kontrollieren. ( S. 119) – Reifendruck kontrollieren. ( S. 119) – Speichenspannung kontrollieren. ( S. 120)
Info
Die Speichenspannung muss regelmäßig kontrolliert werden, da bei falscher Speichenspannung die Fahrsi­cherheit stark beeinträchtigt wird.
– Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( S. 65) – Gabelbeine entlüften. ( S. 64) – Luftfilter kontrollieren. – Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrol-
lieren.
– Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf
festen Sitz kontrollieren.
– Kraftstoffvorrat kontrollieren.

9.2 Fahrzeug starten

Gefahr
Vergiftungsgefahr Abgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit und zum Tode führen.
– Sorgen Sie beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung. – Verwenden Sie eine geeignete Abgasabsaugung, wenn Sie den Motor in einem geschlossenen Raum
starten oder laufen lassen.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Fahren Sie den Motor immer mit niedriger Drehzahl warm.
44
Page 47
401944-10
400733-01
FAHRANLEITUNG 9
–
Motorrad vom Seitenständer1nehmen und den Seitenstän­der mit dem Haltegummi2sichern.
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten. – Not-Aus-Schalter in die Stellung drücken.
Bedingung
Umgebungstemperatur: < 20 °C
– Kaltstartknopf bis zum Anschlag hineindrücken.
–
Starttaste drücken.
Info
Starttaste maximal 5 Sekunden drücken. Bis zum nächsten Startversuch 30 Sekunden warten. Bei Temperaturen unter 15 °C (60 °F) können mehrere Startversuche nötig sein, um die Lithium‑Ionen‑Batterie zu erwärmen und dadurch die Startleistung zu steigern. Während des Startvorganges leuchtet die Fehlfunk­tion‑Kontrollleuchte.

9.3 Traktionskontrolle aktivieren (EXC‑F Six Days EU, XCF‑W)

Warnung
Erlöschen der Straßenzulassung und des Versicherungsschutzes Wenn der Kombischalter montiert ist,
erlischt eine ggf. vorhandene Straßenzulassung des Fahrzeuges. – Betreiben Sie das Fahrzeug ausschließlich auf abgesperrten Strecken außerhalb des öffentlichen
Straßenverkehrs, wenn der Kombischalter montiert ist.
Info
Die Traktionskontrolle reduziert übermäßigen Schlupf am Hinterrad zugunsten von mehr Kontrolle und Vortrieb vor allem bei nassen Verhältnissen. Bei ausgeschalteter Traktionskontrolle kann das Hinterrad bei starker Beschleunigung oder auf Oberflä­chen mit geringer Haftung stärker durchdrehen. Die Traktionskontrolle kann auch während der Fahrt ein‑ oder ausgeschaltet werden. Die zuletzt gewählte Einstellung ist nach erneutem Starten wieder aktiv.
– Taste TC drücken, um die Traktionskontrolle ein‑ oder auszu-
schalten. Vorgabe
Motordrehzahl ≤ 4.000 1/min
Die TC LED leuchtet, wenn die Traktionskontrolle aktiviert ist.
H02885-01
45
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9 FAHRANLEITUNG

9.4 Anfahren

Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochgeklappt und mit dem Haltegummi gesichert sein.
– Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas
geben.

9.5 Schalten, Fahren

Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl blockiert das Hinterrad und überdreht den Motor.
– Schalten Sie bei hoher Motordrehzahl nicht in einen kleineren Gang zurück.
Info
Wenn beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auftreten, sofort anhalten, Motor abstellen und eine autorisierte KTM-Fachwerkstatt kontaktieren. Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
– Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, können Sie in höhere Gänge schalten. Dazu
Gas wegnehmen, gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
– Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf ¾ Gas
zurückdrehen. Die Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
– Geben Sie immer nur so viel Gas, wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdreh-
griffes erhöht den Verbrauch.
– Zum Zurückschalten bremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen. – Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben
bzw. nochmals schalten.
– Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb mit Leerlaufdrehzahl oder im Stand bevorsteht.
Vorgabe
≥ 2 min
– Häufiges und längeres Schleifen der Kupplung vermeiden. Dadurch erhitzt sich das Motoröl, der Motor und
das Kühlsystem.
– Fahren Sie mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung.

9.6 Abbremsen

Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen blockiert die Räder.
– Passen Sie die Bremsweise der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen an.
Warnung
Unfallgefahr Ein schwammiger Druckpunkt der Vorder- oder Hinterradbremse verringert die Bremswir-
kung. – Kontrollieren Sie die Bremsanlage und fahren Sie nicht weiter, bevor das Problem behoben ist. (Ihre
autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
46
Page 49
FAHRANLEITUNG 9
Warnung
Unfallgefahr Nässe und Schmutz beeinträchtigen die Bremsanlage.
– Bremsen Sie mehrmals vorsichtig ab, um die Bremsbeläge und Bremsscheiben zu trocknen und von
Schmutz zu befreien.
– Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt wer-
den. – Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindig-
keit entsprechend, in einen kleineren Gang. – Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge
zurück, überdrehen Sie jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die
Bremsanlage wird nicht überhitzt.

9.7 Anhalten, Parken

Warnung
Entwendungsgefahr Unbefugt handelnde Personen gefährden sich und andere.
– Lassen Sie das Fahrzeug nie unbeaufsichtigt, wenn der Motor läuft. – Sichern Sie das Fahrzeug vor dem Zugriff Unbefugter.
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Fahrzeugteile werden beim Betrieb des Fahrzeuges sehr heiß.
– Berühren Sie keine Teile wie Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer oder Bremsanlage, bevor die
Fahrzeugteile abgekühlt sind.
– Lassen Sie die Fahrzeugteile abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
– Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab. – Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
Hinweis
Materialschaden Falsches Vorgehen beim Parken beschädigt das Fahrzeug.
Wenn das Fahrzeug wegrollt oder umfällt, können erhebliche Schäden entstehen. Die Bauteile zum Abstellen des Fahrzeuges sind nur für das Fahrzeuggewicht ausgelegt.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab. – Stellen Sie sicher, dass sich niemand auf das Fahrzeug setzt, wenn das Fahrzeug auf einem Ständer geparkt
ist.
– Motorrad abbremsen. – Getriebe in Leerlaufstellung schalten. – Ausschalttaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis der Motor stillsteht. – Motorrad auf festem Untergrund abstellen.
47
Page 50
9 FAHRANLEITUNG

9.8 Transportieren

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
Hinweis
Brandgefahr Heiße Fahrzeugteile stellen eine Brand- und Explosionsgefahr dar.
– Stellen Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe leicht brennbarer oder explosionsfähiger Materialien ab. – Lassen Sie das Fahrzeug abkühlen, bevor Sie das Fahrzeug abdecken.
– Motor abstellen. – Motorrad mit Spanngurten oder anderen geeigneten Befesti-
gungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
401475-01

9.9 Kraftstoff tanken

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten. – Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken. – Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf. – Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde. – Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
Hinweis
Materialschaden Unzureichende Kraftstoffqualität setzt den Kraftstofffilter vorzeitig zu.
In einigen Ländern und Regionen ist die verfügbare Kraftstoffqualität und ‑sauberkeit unter Umständen nicht ausreichend. Probleme im Kraftstoffsystem sind die Folge.
– Tanken Sie nur sauberen Kraftstoff, der der angegebenen Norm entspricht. (Ihre autorisierte
KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
48
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FAHRANLEITUNG 9
Hinweis
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht in das Grundwasser, den Boden oder die Kanalisation gelangen.
– Motor abstellen. – Kraftstofftankverschluss öffnen. ( S. 20)
–
Kraftstofftank bis maximal an das MaßAmit Kraftstoff auf­füllen.
Vorgabe
Maß
A
35 mm
401226-10
Kraftstofftankinhalt gesamt ca. (alle EU‑Modelle)
Kraftstofftankinhalt gesamt ca. (XCF‑W)
– Kraftstofftankverschluss schließen. ( S. 21)
9 l Superkraftstoff
bleifrei (ROZ 95) ( S. 169)
8,5 l Superkraftstoff
bleifrei (ROZ 95) ( S. 169)
49
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10 SERVICEPLAN

10.1 Zusätzliche Informationen

Alle weiterführenden Arbeiten, die sich aus den Pflichtarbeiten bzw. aus den empfohlenen Arbeiten ergeben, sind gesondert zu beauftragen und werden gesondert verrechnet. In Abhängigkeit von lokalen Einsatzbedingungen können in Ihrem Land abweichende Serviceintervalle gelten. Im Zuge technischer Weiterentwicklungen können sich einzelne Serviceintervalle und Umfänge ändern. Der letzt­gültige Serviceplan ist immer im KTM Dealer.net hinterlegt. Ihr autorisierter KTM‑Händler berät Sie gern.

10.2 Pflichtarbeiten

Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool auslesen. ○ ● ● ● ● Funktion der elektrischen Anlage kontrollieren. ○ ● ● ● ● 12-V-Batterie kontrollieren und laden. ● ● ● ● Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 104) ● ● ● ● Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 111) ● ● ● ● Bremsscheiben kontrollieren. ( S. 101) ● ● ● ● Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren. ● ● ● ● Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( S. 110) ● ● ● ● Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( S. 108) ● ● ● ● Rahmen kontrollieren. ( S. 95) ● ● ● ● Schwinge kontrollieren. ( S. 95) ● ● ● ● Schwingenlager auf Spiel kontrollieren. ● Federbein‑Schwenklager auf Spiel kontrollieren. ● ● ● Reifenzustand kontrollieren. ( S. 119) ○ ● ● ● ● Reifendruck kontrollieren. ( S. 119) ○ ● ● ● ● Radlager auf Spiel kontrollieren. ● ● ● ● Radnaben kontrollieren. ● ● ● ● Felgenschlag kontrollieren. ○ ● ● ● Speichenspannung kontrollieren. ( S. 120) ○ ● ● ● ● Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren. ( S. 92) ● ● ● ● Kettenspannung kontrollieren. ( S. 91) ○ ● ● ● ● Alle beweglichen Teile (z. B. Seitenständer, Handhebel, Kette, ...) schmieren und auf
Leichtgängigkeit kontrollieren. Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen. ( S. 97) ● ● ● ● Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( S. 102) ● ● ● ● Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( S. 100) ● ● ● ● Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 73) ○ ● ● ● Ventilspiel kontrollieren. ○ ● Kupplung kontrollieren. ● ● Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsiebe reinigen. ( S. 147) ○ ● ● ● ● Alle Schläuche (z. B. Kraftstoff, Kühl, Entlüftungs, Drainageschläuche, ...) und
Manschetten auf Risse, Dichtheit und korrekte Verlegung kontrollieren. Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( S. 134) ○ ● ● ● ●
alle 10 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
alle 45 Betriebsstunden
alle 30 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
● ● ● ●
○ ● ● ● ●
50
Page 53
SERVICEPLAN 10
alle 10 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
alle 45 Betriebsstunden
alle 30 Betriebsstunden
alle 15 Betriebsstunden
nach 1 Betriebsstunde
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren. ● ● ● ● Bowdenzüge auf Beschädigung, knickfreie Verlegung und Einstellung kontrollieren. ○ ● ● ● ● Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen. ( S. 82) ● ● ● ● Glasfasergarnfüllung des Endschalldämpfers wechseln. ( S. 85) ● ● Gabelservice durchführen. ● Federbeinservice durchführen. ● Leicht zugängliche, sicherheitsrelevante Schrauben und Muttern auf festen Sitz kontrol-
lieren. Scheinwerfereinstellung kontrollieren. ( S. 131) ○ ● ● ● ● Kraftstoffsieb wechseln. ( S. 146) ○ ● ● ● ● Kraftstoffdruck kontrollieren. ● ● ● ● Leerlaufdrehzahl kontrollieren. ○ ● ● ● ● Funktion des Kühlerlüfters kontrollieren. ○ ● ● ● Einlassmembran kontrollieren. ● Endkontrolle: Fahrzeug auf Verkehrssicherheit kontrollieren und Probefahrt durchfüh-
ren. Fehlerspeicher mit KTM-Diagnosetool nach der Probefahrt auslesen. ○ ● ● ● ● Serviceeintrag im KTM Dealer.net durchführen. ○ ● ● ● ●
○ ● ● ● ●
○ ● ● ● ●
○ einmaliges Intervall
● periodisches Intervall

10.3 Empfohlene Arbeiten

alle 135 Betriebsstunden
alle 70 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
nach 20 Betriebsstunden
nach 10 Betriebsstunden
alle 48 Monate
alle 12 Monate
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse wechseln. ● ● Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse wechseln. ● ● Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln. ( S. 98) ● ● Steuerkopflager schmieren. ( S. 75) ● ● Spark-Arrestor reinigen. ● ● Gabelservice durchführen. ○ Federbeinservice durchführen. ○ Kraftstofffilter wechseln. ● Kühlflüssigkeit wechseln. ( S. 138) ●
51
Page 54
10 SERVICEPLAN
Motorservice durchführen, inklusive Motor Aus- und Einbau. (Zündkerze und Zündkerzenstecker wechseln. Kolben wechseln. Zylinder kontrollieren/vermessen. Zylinderkopf kontrollieren. Ventile, Ventilfedern und Ventilfederauflagen wechseln. Nockenwelle, Kipphebel und Kipphebelachsen kontrollieren. Pleuel, Pleuellager und Hubzapfen wechseln. Radial-Wellendichtring der Wasserpumpe wechseln. Getriebe und Schaltung kontrollieren. Öldruck-Regelventil kontrollieren. Saugpumpe wechseln. Druckpumpe und Schmiersystem kontrollieren. Steuertrieb kontrollieren. Steuerkette wechseln. Alle Motorlager wechseln. Freilauf wechseln.)
○ einmaliges Intervall
● periodisches Intervall
alle 135 Betriebsstunden
alle 70 Betriebsstunden bei Sporteinsatz
nach 20 Betriebsstunden
nach 10 Betriebsstunden
alle 48 Monate
alle 12 Monate
● ●
52
Page 55

FAHRWERK ABSTIMMEN 11

11.1 Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht kontrollieren

Info
Bei der Fahrwerksgrundeinstellung zuerst das Federbein und danach die Gabel einstellen.
– Um optimale Fahreigenschaften des Motorrades zu erzielen
und um Beschädigungen an Gabel, Federbein, Schwinge und Rahmen zu vermeiden, muss die Grundeinstellung der Fede­rungskomponenten zum Fahrergewicht passen.
– KTM Offroad-Motorräder sind im Auslieferungszustand auf ein
Standard Fahrergewicht (mit kompletter Schutzkleidung) ein­gestellt.
Vorgabe
Standard Fahrergewicht 75 … 85 kg
– Wenn das Fahrergewicht außerhalb dieses Bereiches liegt,
muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten ent­sprechend angepasst werden.
– Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der
Federvorspannung ausgeglichen werden, bei größeren Abwei­chungen müssen entsprechende Federn montiert werden.
401030-01

11.2 Druckstufendämpfung Federbein

Die Druckstufendämpfung des Federbeines ist in zwei Bereiche aufgeteilt, Highspeed und Lowspeed. High- und Lowspeed bezieht sich auf die Einfedergeschwindigkeit des Hinterrades und nicht auf die Fahrge­schwindigkeit. Die Highspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Landung nach einem Sprung aus, das Hinterrad federt dabei schnell ein. Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung wirkt sich z. B. bei der Fahrt über lange Bodenwellen aus, das Hinterrad federt dabei langsam ein. Diese zwei Bereiche sind getrennt einstellbar, der Übergang zwischen High- und Lowspeed ist jedoch fließend. Demzufolge wirken sich Änderungen im Highspeed‑Bereich der Druckstufe auch im Lowspeed‑Bereich aus und umgekehrt.

11.3 Druckstufendämpfung Lowspeed des Federbeins einstellen

Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird. Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Lowspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des Federbeins.
53
Page 56
11 FAHRWERK ABSTIMMEN
K01335-10
–
Einstellschraube1mit einem Schraubendreher bis zum letz­ten spürbaren Klick im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung2nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Uhrzeigersinn drehen. Vorgabe
Druckstufendämpfung Lowspeed
Komfort 18 Klicks Standard 15 Klicks Sport 12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung.

11.4 Druckstufendämpfung Highspeed des Federbeins einstellen

Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird. Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Die Highspeed-Druckstufeneinstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
–
Einstellschraube1mit einem Gabelschlüssel bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung2nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen
gegen den Uhrzeigersinn drehen.
K01341-10
Vorgabe
Druckstufendämpfung Highspeed
Komfort 2,5 Umdrehungen Standard 2 Umdrehungen Sport 1 Umdrehung
54
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.
Page 57
FAHRWERK ABSTIMMEN 11

11.5 Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen

Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird. Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
–
Einstellschraube1bis zum letzten spürbaren Klick im Uhr­zeigersinn drehen.
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Uhrzeigersinn drehen. Vorgabe
Zugstufendämpfung
Komfort 18 Klicks
V00331-10
Standard 15 Klicks Sport 12 Klicks

11.6 Maß Hinterrad entlastet ermitteln

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
– Durchhanglehre in der Hinterradachse positionieren und
–
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
Abstand zur Markierung SAG am hinteren Kotflügel messen.
Durchhanglehre (00029090100) Durchhanglehre-Pin (00029990010)
Wert als MaßAnotieren.
402415-10
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
55
Page 58
11 FAHRWERK ABSTIMMEN

11.7 Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren

–
MaßAHinterrad entlastet ermitteln. ( S. 55)
– Das Motorrad mithilfe eines Helfers senkrecht halten. – Erneut mit der Durchhanglehre den Abstand zwischen Hinter-
radachse und der Markierung SAG am hinteren Kotflügel mes­sen.
–
Wert als MaßBnotieren.
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße undB.
– Statischen Durchhang kontrollieren.
Statischer Durchhang 37 mm
» Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das
angegebene Maß ist: – Federvorspannung des Federbeins einstellen.
( S. 57)
A
402416-10

11.8 Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren

–
MaßAHinterrad entlastet ermitteln. ( S. 55)
– Mithilfe einer Person, die das Motorrad hält, setzt sich der
Fahrer mit kompletter Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad und wippt einige Male auf und nieder.
Die Hinterradaufhängung pendelt sich ein.
– Eine weitere Person misst nun erneut mit der Durchhanglehre
den Abstand zwischen Hinterradachse und der Markierung SAG am hinteren Kotflügel.
–
Wert als MaßCnotieren.
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße undC.
– Fahrtdurchhang kontrollieren.
Fahrtdurchhang 110 mm
402417-10
» Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß
abweicht: – Fahrtdurchhang einstellen. ( S. 58)
A
56
Page 59
FAHRWERK ABSTIMMEN 11

11.9 Federvorspannung des Federbeins einstellen

Vorsicht
Verletzungsgefahr Teile des Federbeins werden umhergeschleudert, wenn das Federbein unsachgemäß
zerlegt wird. Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt.
– Beachten Sie die angegebene Beschreibung. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft Ihnen gerne.)
Info
Bevor Sie die Federvorspannung ändern, sollten Sie sich die aktuelle Einstellung notieren - z. B. Feder­länge messen.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Federbein ausbauen. ( S. 78) – Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
Hauptarbeit
–
Schraube1lösen.
–
Einstellring2drehen, bis die Feder vollständig entspannt ist.
402659-10
Hakenschlüssel (90129051000)
Info
Wenn die Feder nicht ganz entspannt werden kann, muss zur genauen Messung der Federlänge die Feder ausgebaut werden.
– Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen.
–
Feder durch Drehen des Einstellrings2auf das vorgegebene MaßAspannen.
Vorgabe
Federvorspannung 8 mm
Info
In Abhängigkeit vom statischen Durchhang bzw. Fahrt­durchhang kann eine höhere oder niedrigere Federvor­spannung notwendig sein.
–
Schraube1festziehen. Vorgabe
Schraube Einstellring Federbein
Nacharbeit
– Federbein einbauen. ( S. 78) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
M5 5 Nm
57
Page 60
11 FAHRWERK ABSTIMMEN

11.10 Fahrtdurchhang einstellen

B00292-10
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Federbein ausbauen. ( S. 78) – Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen.
Hauptarbeit
– Eine entsprechende Feder auswählen und montieren.
Vorgabe
Federrate
Gewicht Fahrer: 65 … 75 kg
Gewicht Fahrer: 75 … 85 kg
Gewicht Fahrer: 85 … 95 kg
60 … 66 N/mm
63 … 69 N/mm
66 … 72 N/mm
Info
Die Federrate ist an der Federaußenseite angeführt. Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der Federvorspannung ausgeglichen werden.
Nacharbeit
– Federbein einbauen. ( S. 78)
–
Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
– Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren. ( S. 56) – Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren. ( S. 56) – Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen. ( S. 55)

11.11 Grundeinstellung der Gabel kontrollieren

Info
Bei der Gabel kann aus verschiedenen Gründen kein exakter Fahrtdurchhang festgelegt werden.
– Kleinere Abweichungen des Fahrergewichtes können wie beim
Federbein durch die Federvorspannung ausgeglichen werden.
– Wenn die Gabel öfter durchschlägt (harter Endanschlag beim
Einfedern), müssen härtere Gabelfedern montiert werden, um Beschädigungen an Gabel und Rahmen zu vermeiden.
– Wenn sich die Gabel nach längerem Betrieb ungewöhnlich hart
anfühlt, müssen die Gabelbeine entlüftet werden.
401000-01
58
Page 61
FAHRWERK ABSTIMMEN 11

11.12 Druckstufendämpfung der Gabel einstellen

Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
–
Weißes Einstellelement1bis zum Anschlag im Uhrzeiger­sinn drehen.
Info
Das Einstellelement1befindet sich am oberen Ende des linken Gabelbeines. Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COM (weißes Einstellelement). Die
S03471-10
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rotes Einstellelement).
Uhrzeigersinn drehen. Vorgabe
Druckstufendämpfung
Komfort 18 Klicks Standard 15 Klicks Sport 12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.

11.13 Zugstufendämpfung der Gabel einstellen

Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
–
Rotes Einstellelement1bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Das Einstellelement1befindet sich am oberen Ende des rechten Gabelbeines. Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die
V01753-10
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den
Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COM (weißes Einstellelement).
Uhrzeigersinn drehen.
59
Page 62
11 FAHRWERK ABSTIMMEN

11.14 Federvorspannung der Gabel einstellen

Vorgabe
Zugstufendämpfung
Komfort 18 Klicks Standard 15 Klicks Sport 12 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
–
Die T-Handgriffe1bis zum Anschlag gegen den Uhrzeiger­sinn drehen.
Die Markierung +0 fluchtet mit dem rechten Flügel.
V01755-10
Info
Die Einstellung nur per Hand vornehmen. Kein Werk­zeug verwenden. Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
– Die T-Handgriffe im Uhrzeigersinn drehen.
Vorgabe
Federvorspannung - Preload‑Adjuster
Komfort +0 Standard +0 Sport +3
Die T-Handgriffe rasten auf den Zahlenwerten fühlbar ein.
Info
Die Federvorspannung nur auf die Zahlenwerte einstel­len, da zwischen den Zahlenwerten die Vorspannung nicht einrastet. Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Federvorspannung, Drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Feder­vorspannung. Das Einstellen der Federvorspannung hat keinen Ein­fluss auf die Dämpfungseinstellung der Zugstufe. Grundsätzlich sollte jedoch bei mehr Federvorspannung auch eine höhere Zugstufendämpfung eingestellt wer­den.
60
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
Page 63

11.15 Lenkerposition

FAHRWERK ABSTIMMEN 11
(EXC‑F EU, XCF‑W)
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im AbstandAzueinander.
M00993-10
Bohrungsab­stand
A
Die Bohrungen an den Lenkeraufnahmen sind im Abstand aus der Mitte platziert.
Bohrungsab­stand
B
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen montiert werden.
(EXC‑F Six Days EU)
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im AbstandAzueinander.
Bohrungsab­stand
A
Die Bohrungen an den Lenkeraufnahmen sind im Abstand aus der Mitte platziert.
15 mm
3,5 mm
15 mm
B
B
M00987-10
Bohrungsab­stand
B
Die Lenkeraufnahmen können in 4 verschiedenen Positionen montiert werden.
3,5 mm

11.16 Lenkerposition einstellen

Warnung
Unfallgefahr Ein reparierter Lenker stellt ein Sicherheitsrisiko dar.
Wenn der Lenker gebogen oder gerichtet wird, ermüdet das Material. Als Folge ist ein Lenkerbruch mög­lich.
– Wechseln Sie den Lenker, wenn der Lenker beschädigt oder verbogen ist.
61
Page 64
11 FAHRWERK ABSTIMMEN
M00993-11
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen. Lenkerklemmbrücken abneh­men. Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
Schrauben2entfernen. Lenkeraufnahmen abnehmen.
– Lenkeraufnahmen in die gewünschte Position bringen.
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Len­keraufnahme
M10 40 Nm
Loctite®243™
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig positionieren.
– Lenker positionieren.
Info
Auf die korrekte Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
–
Lenkerklemmbrücken positionieren. Schrauben1mon­tieren und gleichmäßig festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenker­klemmbrücke
M8 20 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
62
Page 65
M00987-11
FAHRWERK ABSTIMMEN 11
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben1entfernen. Lenkerklemmbrücken abneh­men. Lenker abnehmen und zur Seite legen.
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
Schrauben2entfernen. Lenkeraufnahmen abnehmen.
– Lenkeraufnahmen in die gewünschte Position bringen.
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Len­keraufnahme
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig positionieren.
– Lenker positionieren.
M10 40 Nm
Loctite®243™
Info
Auf die korrekte Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
–
Lenkerklemmbrücken positionieren. Schrauben1mon­tieren und gleichmäßig festziehen.
Vorgabe
Schraube Lenker­klemmbrücke
M8 20 Nm
Info
Auf gleichmäßige Spaltmaße achten.
63
Page 66

12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.1 Motorrad mit Hubständer aufheben

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen
oder umfallen. – Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Unter-
grund ab.
– Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufheben.
401942-01
Hubständer (78129955100)
Beide Räder haben keinen Bodenkontakt.
– Motorrad gegen Umfallen sichern.

12.2 Motorrad vom Hubständer nehmen

Hinweis
Beschädigungsgefahr Das abgestellte Fahrzeug kann wegrollen oder umfallen.
– Stellen Sie das Fahrzeug auf festem und ebenem Untergrund ab.
– Motorrad vom Hubständer nehmen. – Hubständer entfernen.
–
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer1mit dem Fuß bis zum Boden ausklappen und mit dem Motorrad belas­ten.
Info
Während der Fahrt muss der Seitenständer hochge-
401943-10
klappt und mit dem Haltegummi gesichert sein.

12.3 Gabelbeine entlüften

402556-10
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
–
Entlüftungsschrauben1lösen.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
– Entlüftungsschrauben festziehen.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
64
Page 67

12.4 Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Gabelschutz ausbauen. ( S. 65)
Hauptarbeit
–
Staubmanschetten1an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz von den Gabelinnenrohren abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten
K00070-10
gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegenden Öldichtringe undicht werden.
Warnung
Unfallgefahr Öl oder Fett auf den Bremsscheiben ver-
ringert die Bremswirkung.
– Halten Sie die Bremsscheiben stets öl- und fett-
– Reinigen Sie die Bremsscheiben bei Bedarf mit
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
frei.
Bremsenreiniger.

12.5 Gabelschutz ausbauen

V00332-10
– Staubmanschetten und Gabelinnenrohre an beiden Gabelbei-
nen reinigen und einölen.
Universal‑Ölspray ( S. 171)
– Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken. – Überflüssiges Öl entfernen.
Nacharbeit
– Gabelschutz einbauen. ( S. 66) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
–
Schrauben1entfernen und Klemme abnehmen.
–
Schrauben2am linken Gabelbein entfernen und linken Gabelschutz abnehmen.
–
Schrauben3am rechten Gabelbein entfernen und rechten Gabelschutz abnehmen.
65
Page 68
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.6 Gabelschutz einbauen

V00332-11

12.7 Gabelbeine ausbauen

– Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren.
Schrauben1montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
– Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
ben2montieren und festziehen.
– Gabelschutz am rechten Gabelbein positionieren. Schrau-
ben3montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
Vorarbeit
– Ausschalttaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. ( S. 128) – Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Vorderrad ausbauen. ( S. 115)
Hauptarbeit
–
Schrauben1entfernen und Klemme abnehmen.
– Kabelbinder entfernen.
–
Schrauben2entfernen und Bremssattel abnehmen.
– Bremssattel mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
M6 10 Nm
M6 10 Nm
K00545-10
V01756-10
(EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben3lösen. Gabelbein links entfernen.
–
Schrauben4lösen. Gabelbein rechts entfernen.
66
Page 69

12.8 Gabelbeine einbauen

V01784-10
402556-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben3lösen. Gabelbein links entfernen.
–
Schrauben4lösen. Gabelbein rechts entfernen.
Hauptarbeit (EXC‑F EU, XCF‑W)
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben1sind nach vorn positio­niert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rote Einstellschraube). Die Druck­stufendämpfung befindet sich im linken Gabel­bein COMP (weiße Einstellschraube). Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
V01756-11
402556-10
–
Schrauben2festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
–
Schrauben3festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke unten
(EXC‑F Six Days EU)
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben1sind nach vorn positio­niert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rote Einstellschraube). Die Druck­stufendämpfung befindet sich im linken Gabel­bein COM (weiße Einstellschraube). Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
M8 20 Nm
M8 15 Nm
67
Page 70
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01784-11
K00546-10
–
Schrauben2festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
–
Schrauben3festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke unten
–
Bremssattel positionieren, Schrauben4montieren und fest­ziehen.
Vorgabe
Schraube Bremssattel vorn
– Kabelbinder montieren. – Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
ben5montieren und festziehen.
Nacharbeit
– Vorderrad einbauen. ( S. 116) – Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. ( S. 129) – Scheinwerfereinstellung kontrollieren. ( S. 131)
M8 17 Nm
M8 15 Nm
M8 25 Nm
Loctite®243™

12.9 Untere Gabelbrücke ausbauen (EXC‑F EU, XCF‑W)

Vorarbeit
– Ausschalttaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. ( S. 128) – Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Vorderrad ausbauen. ( S. 115) – Gabelbeine ausbauen. ( S. 66) – Kotflügel vorn ausbauen. ( S. 76) – Lenkerpolster abnehmen.
Hauptarbeit
– Kabelhalter vor dem linken Kühler öffnen und Kabelstrang
lösen.
–
Schraube1lösen.
–
Schraube2entfernen.
– Obere Gabelbrücke mit Lenker abnehmen und zur Seite hän-
gen.
V01785-10
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schüt­zen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
68
Page 71
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
–
O-Ring3und Schutzring4entfernen.
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr abnehmen. – Oberes Steuerkopflager entfernen.
V01757-10

12.10 Untere Gabelbrücke ausbauen (EXC‑F Six Days EU)

Vorarbeit
– Ausschalttaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. ( S. 128) – Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Vorderrad ausbauen. ( S. 115) – Gabelbeine ausbauen. ( S. 66) – Kotflügel vorn ausbauen. ( S. 76) – Lenkerpolster abnehmen.
Hauptarbeit
– Kabelhalter vor dem linken Kühler öffnen und Kabelstrang
lösen.
–
Schraube1entfernen.
–
Schraube2entfernen.
– Obere Gabelbrücke mit Lenker abnehmen und zur Seite hän-
gen.
V01787-10
V01788-10
Info
Bauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schüt­zen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
–
O-Ring3und Schutzring4entfernen.
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr abnehmen. – Oberes Steuerkopflager entfernen.
69
Page 72
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.11 Untere Gabelbrücke einbauen (EXC‑F EU, XCF‑W)

Hauptarbeit
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kon-
trollieren und fetten.
Hochviskoses Schmierfett ( S. 170)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr einsetzen. Oberes
Steuerkopflager montieren.
–
Kontrollieren, ob die Steuerkopfdichtung oben1richtig posi­tioniert ist.
–
Schutzring2und O-Ring3aufschieben.
B01605-10
V01785-11
V01791-10
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren.
–
Schraube4montieren, aber noch nicht festziehen.
– Kabelstrang und Kupplungsleitung mit Kabelhalter fixieren.
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben5sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COMP (weißes Einstellelement). Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
–
Schrauben6festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
M8 20 Nm
70
V01790-10
Page 73
V01789-10
V01790-11
–
Schraube4festziehen. Vorgabe
Schraube Steuerkopf oben
–
Schraube7festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­schaftrohr oben
–
Schrauben8festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
M20x1,5 12 Nm
M8 20 Nm
M8 20 Nm
V01792-10
–
Bremssattel positionieren, Schrauben9montieren und fest­ziehen.
Vorgabe
Schraube Bremssattel vorn
– Kabelbinder montieren. – Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
benbkmontieren und festziehen.
Nacharbeit
– Lenkerpolster montieren. – Kotflügel vorn einbauen. ( S. 77) – Vorderrad einbauen. ( S. 116) – Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. ( S. 129) – Kabelstrang, Bowdenzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf
Freigängigkeit und Verlegung kontrollieren.
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 73) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64) – Scheinwerfereinstellung kontrollieren. ( S. 131)
M8 25 Nm
Loctite®243™
71
Page 74
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.12 Untere Gabelbrücke einbauen (EXC‑F Six Days EU)

Hauptarbeit
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kon-
trollieren und fetten.
Hochviskoses Schmierfett ( S. 170)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr positionieren. Oberes
Steuerkopflager montieren.
–
Kontrollieren, ob die Steuerkopfdichtung oben1richtig posi­tioniert ist.
–
Schutzring2und O-Ring3montieren.
B01604-10
V01787-11
V01791-10
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren.
–
Schraube4montieren, aber noch nicht festziehen.
– Kabelstrang und Kupplungsleitung mit Kabelhalter fixieren.
– Gabelbeine positionieren.
Die Entlüftungsschrauben5sind nach vorn positioniert.
Info
Die Zugstufendämpfung befindet sich im rechten Gabelbein REB (rotes Einstellelement). Die Druckstufendämpfung befindet sich im linken Gabelbein COM (weißes Einstellelement). Am oberen Ende der Gabelbeine sind seitlich Nuten eingefräst. Die zweite eingefräste Nut (von oben) muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen.
–
Schrauben6festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke unten
M8 15 Nm
72
V01793-10
Page 75
V01794-10
V01793-11
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
–
Schraube4festziehen. Vorgabe
Schraube Steuerkopf oben
–
Schraube7montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­schaftrohr oben
–
Schrauben8festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
M20x1,5 12 Nm
M8 17 Nm
M8 17 Nm
Loctite®243™
–
– Kabelbinder montieren. – Bremsleitung, Kabelstrang und Klemme positionieren. Schrau-
V01792-10
Nacharbeit
– Lenkerpolster montieren. – Kotflügel vorn einbauen. ( S. 77) – Vorderrad einbauen. ( S. 116) – Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. ( S. 129) – Kabelstrang, Bowdenzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 73) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64) – Scheinwerfereinstellung kontrollieren. ( S. 131)

12.13 Steuerkopflager-Spiel kontrollieren

Bremssattel positionieren, Schrauben9montieren und fest­ziehen.
Vorgabe
Schraube Bremssattel vorn
benbkmontieren und festziehen.
Freigängigkeit und Verlegung kontrollieren.
M8 25 Nm
Loctite®243™
Warnung
Unfallgefahr Falsches Steuerkopflager-Spiel beeinträchtigt das Fahrverhalten und beschädigt Bauteile.
– Korrigieren Sie falsches Steuerkopflager-Spiel unverzüglich. (Ihre autorisierte KTM-Fachwerkstatt hilft
Ihnen gerne.)
73
Page 76
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel in der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
H01167-01
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
– Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrich-
tung hin und her bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
» Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen. ( S. 74)
(EXC‑F Six Days EU)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen. ( S. 75)
– Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
» Wenn Raststellungen spürbar sind:
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen. ( S. 74)
(EXC‑F Six Days EU)
– Steuerkopflager-Spiel einstellen. ( S. 75)
– Steuerkopflager kontrollieren und ggf. erneuern.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)

12.14 Steuerkopflager-Spiel einstellen (EXC‑F EU, XCF‑W)

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
–
Schrauben1und2lösen.
–
Schraube3lösen und wieder festziehen. Vorgabe
Schraube Steuerkopf oben
– Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke
K01336-10
klopfen, um Verspannungen zu vermeiden.
–
Schrauben1festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
M20x1,5 12 Nm
M8 20 Nm
74
–
Schraube2festziehen.
Page 77
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
Vorgabe
Schraube Gabel­schaftrohr oben
Nacharbeit
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 73) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)

12.15 Steuerkopflager-Spiel einstellen (EXC‑F Six Days EU)

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
–
Schrauben1lösen.
–
Schraube2entfernen.
–
Schraube3lösen und wieder festziehen. Vorgabe
Schraube Steuerkopf oben
M8 20 Nm
M20x1,5 12 Nm
V01795-10

12.16 Steuerkopflager schmieren

– Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke
klopfen, um Verspannungen zu vermeiden.
–
Schrauben1festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­brücke oben
–
Schraube2montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Gabel­schaftrohr oben
Nacharbeit
– Steuerkopflager-Spiel kontrollieren. ( S. 73) – Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
(EXC‑F EU, XCF‑W)
– Untere Gabelbrücke ausbauen. ( S. 68) – Untere Gabelbrücke einbauen. ( S. 70)
(EXC‑F Six Days EU)
– Untere Gabelbrücke ausbauen. ( S. 69) – Untere Gabelbrücke einbauen. ( S. 72)
M8 17 Nm
M8 17 Nm
Loctite®243™
H02387-01
75
Page 78
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.17 Kotflügel vorn ausbauen

V00340-10
Vorarbeit
– Ausschalttaste bei Leerlaufdrehzahl des Motors drücken, bis
der Motor stillsteht.
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer ausbauen. ( S. 128)
Hauptarbeit (EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen.
–
Schrauben2entfernen. Kotflügel vorn abnehmen.
V00341-10
K00576-10
S01321-10
(EXC‑F Six Days EU)
–
Schrauben1entfernen.
–
Schrauben2entfernen. Kotflügel vorn abnehmen.
76
Page 79

12.18 Kotflügel vorn einbauen

V00340-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
Hauptarbeit (EXC‑F EU, XCF‑W)
–
Kotflügel vorn positionieren. Schrauben1montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau­ben Fahrwerk
–
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrau­ben Fahrwerk
M6 10 Nm
M6 10 Nm
V00341-10
K00576-10
S01321-10
(EXC‑F Six Days EU)
–
Kotflügel vorn positionieren. Schrauben1montieren und festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau-
M6 10 Nm
ben Fahrwerk
–
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrau-
M6 10 Nm
ben Fahrwerk
Nacharbeit
– Scheinwerfermaske mit Scheinwerfer einbauen. ( S. 129) – Scheinwerfereinstellung kontrollieren. ( S. 131)
77
Page 80
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.19 Federbein ausbauen

K01337-10

12.20 Federbein einbauen

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
–
Schraube1entfernen und das Hinterrad mit der Schwinge so weit absenken, dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
–
Schraube2entfernen, Spritzschutz3zur Seite drücken und Federbein entfernen.
Hauptarbeit
–
Spritzschutz1zur Seite drücken und Federbein positionie­ren. Schraube2montieren und festziehen.
Vorgabe
Schraube Feder­bein oben
M12 80 Nm
Loctite®2701™

12.21 Sitzbank abnehmen

K01337-11
–
Schraube3montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Feder­bein unten
M12 80 Nm
Info
Das Schwenklager für das Federbein an der Schwinge ist teflonbeschichtet. Es darf weder mit Fett noch mit anderen Schmierstoffen geschmiert werden. Schmier­stoffe lösen die Teflonbeschichtung auf, wodurch die Lebensdauer drastisch verkürzt wird.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
–
Schraube1auf der linken Seite entfernen.
Loctite®2701™
78
S03480-10
Page 81

12.22 Sitzbank montieren

H02218-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
– Sitzbank hinten anheben, zurückziehen und nach oben abneh-
men.
–
Sitzbank vorn an den Bundbuchsen des Kraftstofftanks ein­hängen, hinten absenken und nach vorn schieben.
– Sicherstellen, dass die Sitzbank richtig eingerastet ist.
H02218-11
–
S03480-10

12.23 Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen

Bedingung
Schraube1montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
Luftfilterkasten‑Deckel gesichert.
– Sitzbank abnehmen. ( S. 78)
–
Schraube1entfernen.
M6 10 Nm
V01759-10
79
Page 82
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01759-11
V01760-10
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAseitlich abziehen und nach vorn abnehmen.
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel nicht gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAseitlich abziehen und nach vorn abnehmen.

12.24 Luftfilterkasten‑Deckel einbauen

V01759-12
V01759-10
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAeinhängen und im BereichBeinrasten.
–
Schraube1montieren und festziehen. Vorgabe
Schraube Luftfilter­kasten‑Deckel
®
EJOT PT
K60x20-Z
3 Nm
– Sitzbank montieren. ( S. 79)
Bedingung
Luftfilterkasten‑Deckel nicht gesichert.
–
Luftfilterkasten‑Deckel im BereichAeinhängen und im BereichBeinrasten.
80
V01760-11
Page 83
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12

12.25 Luftfilter ausbauen

Hinweis
Motorschaden Ungefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
Ohne Luftfilter gelangen Staub und Schmutz in den Motor.
– Nehmen Sie das Fahrzeug nie ohne Luftfilter in Betrieb.
Hinweis
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Entsorgen Sie Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß
und laut geltenden Vorschriften.
Vorarbeit
– Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen. ( S. 79)
Hauptarbeit
–
Haltelasche1aushängen. Luftfilter mit Luftfilterträger ent­fernen.
– Luftfilter vom Luftfilterträger entfernen.

12.26 Luftfilter einbauen

K01338-10
H02459-01
V01761-10
Hauptarbeit
– Sauberen Luftfilter auf den Luftfilterträger montieren.
–
Luftfilter im BereichAeinfetten.
Langzeitfett ( S. 170)
–
Luftfilter einsetzen und Haltezapfen1in BuchseBpositio­nieren.
Der Luftfilter ist korrekt positioniert.
–
Unteren Haltezapfen mit Haltelasche2fixieren.
Info
Wenn der Luftfilter nicht korrekt montiert ist, können Staub und Schmutz in den Motor gelangen und Schä­den verursachen.
Nacharbeit
– Luftfilterkasten‑Deckel einbauen. ( S. 80)
81
Page 84
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.27 Luftfilter und Luftfilterkasten reinigen

Hinweis
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Entsorgen Sie Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß
und laut geltenden Vorschriften.
Info
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
Vorarbeit
– Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen. ( S. 79) – Luftfilter ausbauen. ( S. 81)
Hauptarbeit
– Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswa-
schen und gut trocknen lassen.
Luftfilter-Reinigungsmittel ( S. 170)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
–
F01027-01
Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Luftfilteröl ein­ölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter ( S. 170)
– Luftfilterkasten reinigen. – Ansaugstutzen auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren.
Nacharbeit
– Luftfilter einbauen. ( S. 81) – Luftfilterkasten‑Deckel einbauen. ( S. 80)

12.28 Luftfilterkasten‑Deckel zur Sicherung vorbereiten

Vorarbeit
– Luftfilterkasten‑Deckel ausbauen. ( S. 79)
Hauptarbeit
–
An der MarkierungAein Loch bohren. Vorgabe
Durchmesser 6 mm
82
S03499-10
Nacharbeit
– Luftfilterkasten‑Deckel einbauen. ( S. 80)
Page 85
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12

12.29 Endschalldämpfer ausbauen

Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Lassen Sie die Auspuffanlage abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
(alle EU‑Modelle)
–
Feder1aushängen.
Federhaken (50305017000C1)
–
Schrauben2entfernen und Endschalldämpfer mit Kata­lysator abnehmen.
(XCF‑W)
–
Feder1aushängen.
K01339-10

12.30 Endschalldämpfer einbauen

S02101-10
K01339-11
Federhaken (50305017000C1)
–
Schrauben2entfernen und Endschalldämpfer abneh­men.
(alle EU‑Modelle)
– Katalysator im Endschalldämpfer positionieren.
–
Endschalldämpfer positionieren. Schrauben1montieren, aber noch nicht festziehen.
–
Feder2einhängen.
Federhaken (50305017000C1)
–
Schrauben1festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
M6 10 Nm
83
Page 86
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.31 Spark-Arrestor reinigen (XCF‑W)

Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Lassen Sie die Auspuffanlage abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Info
Im Laufe der Zeit lagern sich am Sieb des Spark-Arrestor Rußpartikel ab. Dadurch verändert sich die Leistungscharakteristik.
Vorarbeit
– Endschalldämpfer ausbauen. ( S. 83)
Hauptarbeit
–
Schrauben1entfernen, Endkappe2mit O-Ring3abnehmen.
Info
Glasfasergarn‑Füllung nicht entfernen.
Vorsicht
Gesundheitsgefahr Rußpartikel reizen Augen und Schleimhäute.
– Tragen Sie einen geeigneten Atem- und Augenschutz, wenn Sie den Endschalldämpfer und das
Kohlesieb reinigen.
–
Endschalldämpfer-Hülle4und Sieb5des Spark-Arrestor mit Druckluft reinigen.
–
Neuen O-Ring3auf der Endkappe2montieren.
–
Endkappe2positionieren. Schrauben1montieren und festziehen.
84
V01736-10
Page 87
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
Vorgabe
Schrauben am Endschalldämpfer M5 7 Nm
Nacharbeit
– Endschalldämpfer einbauen. ( S. 83)

12.32 Glasfasergarnfüllung des Endschalldämpfers wechseln

Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Fahrzeugs sehr heiß.
– Lassen Sie die Auspuffanlage abkühlen, bevor Sie Arbeiten durchführen.
Info
Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Glasfasergarns ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus. Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
Vorarbeit
– Endschalldämpfer ausbauen. ( S. 83)
Hauptarbeit (alle EU‑Modelle)
–
Schrauben1entfernen.
–
Endkappe2mit O-Ring3abnehmen.
– Alte Glasfasergarnfüllung entfernen. – Teile, die wieder verbaut werden, reinigen und auf Beschä-
digungen kontrollieren.
–
Neue Glasfasergarnfüllung4im Endschalldämpfer mon­tieren.
– O-Ring auf der Endkappe montieren. – Endkappe positionieren. – Alle Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schrauben am End­schalldämpfer
M5 7 Nm
V01734-10
85
Page 88
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01735-10
(XCF‑W)
–
Schrauben1entfernen.
–
Endkappe2mit O-Ring3abnehmen.
– Alte Glasfasergarnfüllung entfernen. – Teile, die wieder verbaut werden, reinigen und auf Beschä-
digungen kontrollieren.
–
Neue Glasfasergarnfüllung4im Endschalldämpfer mon­tieren.
– O-Ring auf der Endkappe montieren. – Endkappe positionieren. – Alle Schrauben montieren und festziehen.
Vorgabe
Schrauben am End­schalldämpfer
M5 7 Nm
Nacharbeit
– Endschalldämpfer einbauen. ( S. 83)

12.33 Kraftstofftank ausbauen

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten. – Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken. – Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf. – Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde. – Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist. – Bewahren Sie Kraftstoff in einem geeigneten Kanister ordnungsgemäß und außerhalb der Reichweite
von Kindern auf.
86
Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. ( S. 78)
Page 89
V01762-10
V01763-10
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
Hauptarbeit
–
Stecker1der Kraftstoffpumpe abstecken.
–
Schnellverschlusskupplung2gründlich mit Druckluft reini­gen.
Info
Es darf keinesfalls Schmutz in die Kraftstoffleitung gelangen. Eingedrungener Schmutz verstopft das Ein­spritzventil!
– Schnellverschlusskupplung trennen.
Info
Aus der Kraftstoffleitung kann ein Rest Kraftstoff aus­laufen.
–
Waschkappenset3montieren.
Waschkappenset (81212016100)
V01764-10
V01765-10
(alle EU‑Modelle)
–
Schrauben4entfernen.
– Hupe mit Hupenhalter zur Seite hängen.
(XCF‑W)
–
Schrauben4entfernen.
–
Schraube5mit Gummibuchse entfernen.
– Schlauch der Kraftstofftankentlüftung abziehen.
V01766-10
87
Page 90
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
V01767-10

12.34 Kraftstofftank einbauen

Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
Der Kraftstoff im Kraftstofftank dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten.
– Betanken Sie das Fahrzeug nicht in der Nähe offener Flammen oder brennender Zigaretten. – Stellen Sie den Motor ab, wenn Sie Kraftstoff tanken. – Stellen Sie sicher, dass kein Kraftstoff verschüttet wird, insbesondere nicht auf heiße Teile des Fahr-
zeuges.
– Wischen Sie dennoch verschütteten Kraftstoff sofort auf. – Beachten Sie die Angaben zum Tanken von Kraftstoff.
– Beide Spoiler seitlich vom Kühler ziehen und Kraftstofftank
nach oben abnehmen.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Lassen Sie Kraftstoff nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff verschluckt wurde. – Atmen Sie Kraftstoffdämpfe nicht ein. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle sofort mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen gründlich mit Wasser und suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Kraftstoff in
die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Kraftstoff auf die Kleidung gelangt ist.
Hauptarbeit
– Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren. ( S. 95)
– Kraftstofftank positionieren und beide Spoiler seitlich vor dem
Kühler einhängen.
– Sicherstellen, dass keine Kabel oder Bowdenzüge eingeklemmt
oder beschädigt werden.
V01767-11
88
Page 91
V01766-11
V01764-11
SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
– Schlauch der Kraftstofftankentlüftung aufstecken.
–
Schraube1mit Gummibuchse montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrauben Fahrwerk
(alle EU‑Modelle)
– Hupe mit Hupenhalter positionieren.
–
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrau­ben Fahrwerk
M6 10 Nm
M6 10 Nm
V01765-11
V01762-11
(XCF‑W)
–
Schrauben2montieren und festziehen. Vorgabe
Restliche Schrau-
M6 10 Nm
ben Fahrwerk
–
Stecker3der Kraftstoffpumpe anstecken.
– Waschkappenset entfernen. – Schnellverschlusskupplung gründlich mit Druckluft reinigen.
Info
Es darf keinesfalls Schmutz in die Kraftstoffleitung gelangen. Eingedrungener Schmutz verstopft das Ein­spritzventil!
– Silikonspray auf ein fusselfreies Tuch sprühen und O-Ring der
Schnellverschlusskupplung leicht schmieren.
Silikonspray ( S. 171)
–
Schnellverschlusskupplung4zusammenstecken.
Info
Kabel und Kraftstoffleitung in sicherem Abstand zur Auspuffanlage verlegen.
Nacharbeit
– Sitzbank montieren. ( S. 79)
89
Page 92
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.35 Kettenverschmutzung kontrollieren

400678-01

12.36 Kette reinigen

Warnung
Unfallgefahr Schmierstoff auf den Reifen verringert die Bodenhaftung.
– Entfernen Sie Schmierstoffe mit einem geeigneten Reinigungsmittel von den Reifen.
Warnung
Unfallgefahr Öl oder Fett auf den Bremsscheiben verringert die Bremswirkung.
– Halten Sie die Bremsscheiben stets öl- und fettfrei. – Reinigen Sie die Bremsscheiben bei Bedarf mit Bremsenreiniger.
– Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
» Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
– Kette reinigen. ( S. 90)
Hinweis
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Entsorgen Sie Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß
und laut geltenden Vorschriften.
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
– Groben Schmutz mit weichem Wasserstrahl abspülen. – Verbrauchte Schmierreste mit Kettenreinigungsmittel entfer-
nen.
Kettenreinigungsmittel ( S. 170)
– Nach dem Trocknen Kettenspray auftragen.
Kettenspray Offroad ( S. 170)
400725-01
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
90
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SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12

12.37 Kettenspannung kontrollieren

Warnung
Unfallgefahr Eine falsche Kettenspannung beschädigt Bauteile und führt zu Unfällen.
Wenn die Kette zu stark gespannt ist, verschleißen die Kette, das Kettenritzel, das Kettenrad sowie die Getriebe- und Hinterradlager schneller. Einige Bauteile können bei Überlastung reißen oder brechen. Wenn die Kette zu locker ist, kann die Kette vom Kettenritzel oder vom Kettenrad fallen. Als Folge blo­ckiert das Hinterrad oder der Motor wird beschädigt.
– Kontrollieren Sie die Kettenspannung regelmäßig. – Stellen Sie die Kettenspannung nach Vorgabe ein.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
– Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben ziehen und
die KettenspannungAermitteln.
Info
Der untere Teil der Kette1muss dabei gespannt sein. Bei montiertem Kettenschutz muss sich die Kette min­destens bis zum Anschlag am KettenschutzBnach oben ziehen lassen. Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die Messung an verschiedenen Stellen der Kette wiederho­len.
Kettenspannung 55 … 58 mm
» Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe überein-
stimmt: – Kettenspannung einstellen. ( S. 91)
V00354-10
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)

12.38 Kettenspannung einstellen

Warnung
Unfallgefahr Eine falsche Kettenspannung beschädigt Bauteile und führt zu Unfällen.
Wenn die Kette zu stark gespannt ist, verschleißen die Kette, das Kettenritzel, das Kettenrad sowie die Getriebe- und Hinterradlager schneller. Einige Bauteile können bei Überlastung reißen oder brechen. Wenn die Kette zu locker ist, kann die Kette vom Kettenritzel oder vom Kettenrad fallen. Als Folge blo­ckiert das Hinterrad oder der Motor wird beschädigt.
– Kontrollieren Sie die Kettenspannung regelmäßig. – Stellen Sie die Kettenspannung nach Vorgabe ein.
Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64) – Kettenspannung kontrollieren. ( S. 91)
91
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12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
E00330-10
Hauptarbeit
–
Mutter1lösen.
–
Muttern2lösen.
–
Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben3links und rechts einstellen.
Vorgabe
Kettenspannung 55 … 58 mm
Einstellschrauben3links und rechts so drehen, dass die Markierungen am linken und rechten Kettenspanner in der­selben Position zu den ReferenzmarkenAstehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
–
Muttern2festziehen.
–
Sicherstellen, dass die Kettenspanner4an den Einstell­schrauben3anliegen.
–
Mutter1festziehen. Vorgabe
Mutter Steckachse hinten
M20x1,5 80 Nm
Info
Durch den großen Einstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können verschiedene Sekundärübersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren werden. Die Kettenspanner4können um 180° gedreht wer­den.
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)

12.39 Kette, Kettenrad, Kettenritzel und Kettenführung kontrollieren

Vorarbeit
– Motorrad mit Hubständer aufheben. ( S. 64)
Hauptarbeit
– Getriebe in Leerlaufstellung schalten. – Kettenrad und Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn Kettenrad bzw. Kettenritzel eingelaufen sind:
– Antriebssatz wechseln.
Info
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur
400227-01
zusammen gewechselt werden.
92
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SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
–
Am oberen Teil der Kette mit dem angegebenen Gewicht ziehen.
Vorgabe
Gewicht Kettenverschleiß­messung
–
Den AbstandBvon 18 Kettenrollen am unteren Teil der Kette messen.
Info
Ketten nutzen sich nicht immer gleichmäßig ab, die Messung an verschiedenen Stellen der Kette wiederho­len.
10 … 15 kg
A
400987-10
Maximaler AbstandBvon 18 Kettenrollen an der längsten Stelle der Kette
»
Wenn der AbstandBgrößer ist als das angegebene Maß: – Antriebssatz wechseln.
272 mm
Info
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch das Kettenrad und Kettenritzel gewechselt werden. Neue Ketten nutzen sich auf einem alten, ein­gelaufenen Kettenrad bzw. Kettenritzel schnel­ler ab.
– Kettengleitschutz auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn sich die Bolzenunterkante der Kette auf Höhe oder
unter dem Kettengleitschutz befindet:
– Kettengleitschutz wechseln.
– Kettengleitschutz auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn der Kettengleitschutz locker ist:
– Schrauben des Kettengleitschutzes festziehen.
Vorgabe
Schraube Ket­tengleitschutz
M6 10 Nm
Loctite®243™
E00805-10
93
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12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK
E00806-10
– Kettengleitstück auf Verschleiß kontrollieren.
» Wenn sich die Bolzenunterkante der Kette auf Höhe oder
unter dem Kettengleitstück befindet:
– Kettengleitstück wechseln.
– Kettengleitstück auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn das Kettengleitstück locker ist:
– Schraube des Kettengleitstücks festziehen.
Vorgabe
Schraube Ket­tengleitstück
M8 15 Nm
401760-01
E00333-01
– Kettenführung auf Verschleiß kontrollieren.
Info
Der Verschleiß ist an der Vorderseite der Kettenführung zu erkennen.
» Wenn der helle Teil der Kettenführung abgenutzt ist:
– Kettenführung wechseln.
– Kettenführung auf festen Sitz kontrollieren.
» Wenn die Kettenführung locker ist:
– Schrauben der Kettenführung festziehen.
Vorgabe
Restliche Schrau­ben Fahrwerk
Restliche Muttern Fahrwerk
Nacharbeit
– Motorrad vom Hubständer nehmen. ( S. 64)
M6 10 Nm
M6 10 Nm
94
Page 97

12.40 Rahmen kontrollieren

S01316-10

12.41 Schwinge kontrollieren

SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
– Rahmen auf Rissbildung und Verformung kontrollieren.
» Wenn der Rahmen durch eine mechanische Krafteinwir-
kung Risse oder Verformungen aufweist: – Rahmen wechseln.
Info
Einen Rahmen, der durch eine mechanische Krafteinwirkung beschädigt wurde, immer wech­seln. Eine Reparatur am Rahmen ist seitens KTM nicht zugelassen.
– Schwinge auf Beschädigung, Rissbildung und Verformung kon-
trollieren. » Wenn die Schwinge Beschädigungen, Risse oder Verfor-
mungen aufweist: – Schwinge wechseln.
S01317-10

12.42 Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren

Vorarbeit
– Sitzbank abnehmen. ( S. 78) – Kraftstofftank ausbauen. ( S. 86)
Hauptarbeit
– Gasbowdenzug‑Verlegung kontrollieren.
Beide Gasbowdenzüge müssen nebeneinander an der Hin­terseite des Lenkers, oberhalb des Kraftstofftanklagers, zum Drosselklappenkörper verlegt sein. Beide Gasbowdenzüge müssen hinter dem Haltegummi der Kraftstofftank‑Auflage gesichert sein.
» Wenn die Gasbowdenzug‑Verlegung nicht der Vorgabe ent-
spricht: – Gasbowdenzug‑Verlegung korrigieren.
Info
Eine beschädigte Schwinge immer wechseln. Eine Reparatur an der Schwinge ist seitens KTM nicht zugelassen.
H01695-10
95
Page 98
12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.43 Griffgummi kontrollieren

401197-01
Nacharbeit
– Kraftstofftank einbauen. ( S. 88) – Sitzbank montieren. ( S. 79)
– Griffgummis am Lenker auf Beschädigung, Verschleiß und fes-
ten Sitz kontrollieren.
Info
Die Griffgummis sind links auf eine Hülse und rechts auf das Griffrohr des Gasdrehgriffes vulkanisiert. Die linke Hülse ist am Lenker festgeklemmt. Der Griffgummi kann nur mit der Hülse bzw. dem Gas­rohr getauscht werden.
» Wenn ein Griffgummi beschädigt, verschlissen oder locker
ist: – Griffgummi wechseln.
(alle EU‑Modelle)
–
Schraube1auf festen Sitz kontrollieren. Vorgabe
Schraube Fest­griff
M4 5 Nm
Loctite®243™
Die RauteAmuss wie in der Abbildung ersichtlich positioniert sein.
K01340-10
(XCF‑W)
–
Schraube1auf festen Sitz kontrollieren. Vorgabe
Schraube Fest­griff
Die RauteAmuss wie in der Abbildung ersichtlich positioniert sein.
V01768-10

12.44 Grundstellung des Kupplungshebels einstellen

– Grundstellung des Kupplungshebels mit der
Einstellschraube1an die Handgröße anpassen.
M4 5 Nm
Loctite®243™
96
E00842-10
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SERVICEARBEITEN FAHRWERK 12
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn gedreht wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, nähert sich der Kupplungshebel dem Len­ker. Der Einstellbereich ist begrenzt. Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt an. Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.

12.45 Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren/berichtigen

Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit verursacht Hautreizungen.
– Bewahren Sie Bremsflüssigkeit außerhalb der Reichweite von Kindern auf. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Lassen Sie Bremsflüssigkeit nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Bremsflüssigkeit verschluckt wurde. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen sofort gründlich mit Wasser und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Bremsflüssig-
keit in die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Bremsflüssigkeit auf die Kleidung gelangt ist.
Hinweis
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Entsorgen Sie Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß
und laut geltenden Vorschriften.
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen. Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden. Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dich­tungen und Kupplungsleitungen sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung bringen, da Bremsflüssigkeit Lack angreift. Nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen
Kupplung in waagrechte Position bringen.
–
Schrauben1entfernen.
–
Deckel2mit Membran3abnehmen.
– Flüssigkeitsstand kontrollieren.
V00456-10
Flüssigkeitsstand unter Behälteroberkante
» Wenn der Flüssigkeitsstand nicht mit der Vorgabe überein-
stimmt: – Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichti-
gen.
4 mm
Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 168)
97
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12 SERVICEARBEITEN FAHRWERK

12.46 Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln

Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit verursacht Hautreizungen.
– Bewahren Sie Bremsflüssigkeit außerhalb der Reichweite von Kindern auf.
–
Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
– Lassen Sie Bremsflüssigkeit nicht auf die Haut, in die Augen oder auf die Kleidung gelangen. – Suchen Sie sofort einen Arzt auf, wenn Bremsflüssigkeit verschluckt wurde. – Spülen Sie bei Hautkontakt die betreffende Stelle mit viel Wasser ab. – Spülen Sie die Augen sofort gründlich mit Wasser und suchen Sie einen Arzt auf, wenn Bremsflüssig-
keit in die Augen gelangt ist.
– Wechseln Sie die Kleidung, wenn Bremsflüssigkeit auf die Kleidung gelangt ist.
– Deckel mit Membran positionieren. Schrauben montieren und
festziehen.
Info
Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
Hinweis
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Entsorgen Sie Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit usw. ordnungsgemäß
und laut geltenden Vorschriften.
Info
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden. Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dich­tungen und Kupplungsleitungen sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung bringen, da Bremsflüssigkeit Lack angreift. Nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenen Behälter verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen
Kupplung in waagrechte Position bringen.
–
Schrauben1entfernen.
–
Deckel2mit Membran3abnehmen.
V00456-10
–
Entlüftungsspritze4mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Spritze (50329050000) Bremsflüssigkeit DOT 4 / DOT 5.1 ( S. 168)
98
K01342-10
– Am Kupplungsnehmerzylinder die Schutzkappe entfernen, Ent-
lüftungsschraube5entfernen und Entlüftungsspritze montieren.
4
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