
ZF Friedrichshafen AG
Herrn Bonke
Cherrystraße
91275 Auerbach
Deutschland
Prüfbericht-Nr.:
Prüfmuster: Cherry KC 1000 Corded Keyboard
Computertastatur mit Kunststoffummantelung
Untersuchungsauftrag:
I. Prüfung der Desinfizierbarkeit der ummantelten Tastatur mit verschiedenen
Desinfektionsmitteln
Die Durchführung erfolgte in Anlehnung an den Keimträgertest des VAH (Verband
für Angewandte Hygiene e.V.) für die Prüfung von Flächendesinfektionsmitteln
ohne mechanische Einwirkung (Sprühdesinfektion).
II. Die Beständigkeit der Tastatur gegenüber den eingesetzten Desinfektionsmitteln
sollte bewertet werden.
Es erfolgte eine visuelle Bewertung nach Einwirkung der Desinfektionsmittel.
Bremen, 05/03/2015
Lagerung: Raumtemperatur, Originalverpackung
Prüfzeitraum: 26.01.2015 – 04.03.2015

I. Prüfung der Desinfizierbarkeit der ummantelten Tastatur mit verschiedenen
Desinfektionsmitteln
1. Testkeime: Für die Untersuchung wurden folgende Keime verwendet:
Pseudomonas aeruginosa ATCC 15442 (Gram negative Bakterie)
Staphylococcus aureus ATCC 6538 (Gram positive Bakterie)
Candida albicans ATCC 10231 (Hefe)
2. Verwendete Desinfektionsmittel:
- Isopropanol 70%
- Desomed Rapid AF; 100 g enthalten
42 g Ethanol
0,05 g Didecyldimethylammoniumchlorid
- Dentavon liquid; 100 g enthalten:
0,98 g Glyoxal
0,98 g Glutaral
- Sterillium; 100 g enthalten:
45,0 g 2-Propanol
30,0 g 1-Propanol
0,2 g Mecetroniumetilsulfat
- Incidin liquid; 100 g enthalten:
35 g 2-Propanol
25 g 1-Propanol
- Kohrsolin FF
Glutaral 50 mg/g; Benzyl-C12-18-alkyldimethylammoniumchlorid 30 mg/g;
Didecyldimethylammoniumchlorid 30 mg/g
Es wird eine 1,0%ige Gebrauchslösung verwendet.
- Dismozon pur
Magnesiummonoperoxyphthalat-Hexahydrat 800 mg/g
Es wird eine 0,75%ige Gebrauchslösung verwendet.

3. Durchführung:
Die im Folgenden beschriebenen Versuche wurden in Anlehnung an die praxisnahen
Flächendesinfektionsmittelversuche nach den Richtlinien des VAH durchgeführt. Für die Beprobung
von Tastaturen wurde die Durchführung angepasst. Die Wirksamkeit eines Desinfektionsmittels
wird als ausreichend angesehen, wenn eine Keimreduktion von 5 lg-Stufen bei den oben genannten
Bakterien und eine Keimreduktion von 4 lg-Stufen bei Candida albicans eintritt.
Die beschriebenen Versuche wurden mit jedem Keim und mit jedem Desinfektionsmittel einzeln
durchgeführt.
- Bestimmung der Zellzahl
Die Bestimmung der Zellzahl der verwendeten Keime erfolgte durch Vergleich mit McFarlandStandards (Biomerieux) in einem Densitometer (Biosan, DEN-1B). Die Zellzahl wurde wie folgt
eingestellt:
o Staphylococcus aureus: 1,5 bis 5,0 x 10
o Pseudomonas aeruginosa: 1,5 bis 5,0 x 10
o Candida albicans: 1,5 bis 5,0 x 10
9
cfu/Messpunkt
9
cfu/Messpunkt
8
cfu/Messpunkt
- Aufbringen der Testkeimsuspensionen
10 ml der Keimsuspensionen wurden mit 0,1 ml einer 3,0%-igen BSA-Lösung versetzt. Die BSAEndkonzentration lag somit bei 0,03%. Für die Prüfung von Desinfektionsmitteln entspricht dies
einer geringen Eiweißbelastung.
Die Kontamination erfolgte auf der Folie über einem Tastaturknopf und auf der Fläche zwischen
zwei Tastaturknöpfen. Die zu testenden Oberflächen wurden mit 50 µl der Testkeimsuspension
kontaminiert, dies entspricht einer Zellzahl von 7,5 x 108 bis 25 x 108 für die verwendeten Bakterien
und 7,5 x 107 bis 25 x 107 für Candida albicans.
- Aufbringen der Desinfektionsmittel
Nach dem Antrocknen der Testkeimsuspension wurde die zu prüfende Stelle mit einem der zu
testenden Desinfektionsmittel (0,1 ml) überschichtet. Die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels
betrug 5 Minuten.
Für die positive Kontrolle wurde eine kontaminierte Testfläche mit Wasser (anstatt mit
Desinfektionsmittel) behandelt.
- Bestimmung der Wiederfindung vermehrungsfähiger Testkeime
Nach 5 Minuten wurden die Flächen mit einem feuchten Tupfer abgerieben. Die Tupfer wurden
anschließend in 2 ml einer Lösung mit Desinfektionsmittel neutralisierenden Zusätzen (3% Tween
80 + 0,3% Lecithin + 0,1% Histidin) ausgeschüttelt. Nach einer Neutralisationszeit von 5 min wurde