Siemens SIPROTEC 7SJ46 User Manual

s
SIPROTEC easy Digitaler Überstromzeitschutz
Numerical Overcurrent Protection
7SJ46
Handbuch
Manual
C53000-K1174-C002-4
SIPROTEC
7SJ4
-
123456
ON
60 Hz 50 HzFREQ. IE
I>>
MODE
M INV V INV
E INV
ANSI 51
DT O/C
50/51
123456123456123456
ON
123456
ONONON
8 4 2 1
0.5
0.25
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
TI>
MIN 0 MAX 6.3
D
MIN 0.5 MAX 15
[s]
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
I>
MIN 0.5 MAX 6.2/
Ip
MIN 0.5 MAX 4/
[I/I ]
N
0.8
0.4
0.2
0.1
0.05
0.025
TI>>
MIN 0 MAX 1.575
[s]
0.8
0.4
0.2
0.1
0.05
0.025
TI>>
MIN 0 MAX 1.575
16 8 4 2 1
0.5
I>>
MIN 2 MAX 20/
[I/I ]
N
16 8 4 2 1
0.5
I>>
MIN 2 MAX 20/
NOT STORED STOREDLED´S
TRIP L1 L3 L2
N
ENTER
RUN/ERROR
LED
RESET
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Handbuch 7SJ46 Manual 7SJ46
C53000-K1174-C002-4 2
Inhalt
Contents
1 Betriebsanleitung............................................... 4
1.1 Konformität .......................................................... 4
1.2 Allgemeine Hinweise ........................................... 4
1.2.1 Qualifiziertes Personal.......................................... 5
1.2.2 Bestimmungsgemäßer Gebrauch......................... 6
1.2.3 Marken.................................................................. 6
1.2.4 Copyright............................................................... 6
1.2.5 Haftungsausschluss.............................................. 6
1.3 Aus- und Einpacken des Gerätes ....................... 7
1.4 Lagerung ............................................................. 7
1.5 Anwendung ......................................................... 7
1.6 Aufbau ................................................................. 8
1.7 Einstellungen ..................................................... 11
1.7.1 Grundeinstellungsblock....................................... 11
1.7.2 Parametereinstellungen ...................................... 13
1.8 Gerätekonfiguration über Steckbrücke ............. 16
1.9 Montage und Inbetriebsetzung ......................... 18
1.9.1 Schalttafeleinbau ................................................ 18
1.9.2 Hutschienenmontage.......................................... 19
1.9.3 Anschluss............................................................ 21
1.9.4 Inbetriebsetzung ................................................. 22
1.10 Wartung ............................................................ 25
1.11 Technische Daten ............................................. 26
2 Operating Instructions .................................... 41
2.1 Conformity ......................................................... 41
2.2 General Information .......................................... 41
2.2.1 Qualified personnel............................................. 42
2.2.2 Use as prescribed ............................................... 43
2.2.3 Registered trademarks........................................ 43
2.2.4 Copyright............................................................. 43
2.2.5 Disclaimer of liability ........................................... 43
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Handbuch 7SJ46 Manual 7SJ46
C53000-K1174-C002-4 3
2.3 Unpacking and packing ..................................... 44
2.4 Storage ............................................................. 44
2.5 Applications ....................................................... 44
2.6 Construction ...................................................... 45
2.7 Settings ............................................................. 48
2.7.1 Basic Settings Block............................................ 48
2.7.2 Parameter settings.............................................. 50
2.8 Configuration by jumpers .................................. 53
2.9 Installation and commissioning ......................... 55
2.9.1 Panel flush mounting........................................... 55
2.9.2 Standard rail mounting........................................ 56
2.9.3 Connection.......................................................... 58
2.9.4 Commissioning.................................................... 59
2.10 Maintenance ...................................................... 62
2.11 Technical Data .................................................. 63
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7SJ46 Handbuch Konformität
C53000-K1174-C002-4 4
1 Betriebsanleitung
1.1 Konformität
DasProduktentspricht den Bestimmungender Richtlinie desRa­tes der Europäischen Gemeinschaften zur Angleichung der Rechtsvorschriftender Mitgliedstaaten über die elektromagneti­sche Verträglichkeit (EMV–Richtlinie 89/336/EWG) und betref­fend elektrische Betriebsmittel zur Verwendung innerhalb be­stimmter Spannungsgrenzen (Niederspannungsrichtlinie 73/23/ EWG).
Diese Konformität ist das Ergebnis einer Prüfung, die durch die SiemensAGgemäßArtikel10der RichtlinieinÜbereinstimmung mit den Fachgrundnormen EN 50 081 und EN 50 082 für die EMV–Richtlinie und der Norm EN 60 255–6 für die Niederspan­nungsrichtliniedurchgeführt worden ist.
DasErzeugnisstehtimEinklangmitderinternationalenNormder Reihe IEC 60 255 und der nationalen Norm DIN 57 435/Teil 303 (entspr. VDE 0435/Teil303).
Das Produkt ist im Rahmen der Technischen Daten UL-zugelassen:
1.2 Allgemeine Hinweise
Diese Betriebsanleitungenthältdieerforderlichen Informationen für den bestimmungsgemäßen Gebrauch der darin beschriebe­nen Produkte. Sie wendet sich an technisch qualifiziertes Perso­nal, welches speziell ausgebildet ist oder einschlägiges Wissen auf dem Gebiet der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik, im folgenden Automatisierungstechnik genannt, besitzt.
Die Kenntnis und das technisch einwandfreie Umsetzen der in dieser Anleitung enthaltenen Sicherheitshinweise und Warnun­gen sind Voraussetzungfürgefahrlose InstallationundInbetrieb­nahme, sowie für Sicherheitbei Betrieb und Instandhaltung des beschriebenen Produkts. Nur qualifiziertes Personal im Sinne der nachfolgenden Erläuterung verfügt über das erforderliche Fachwissen,umdieindieser UnterlageinallgemeingültigerWei­se gegebenen Sicherheitshinweise und Warnungen im konkre­ten Einzelfall richtig zu interpretieren und in die Tat umzusetzen.
IND. CONT. EQ.
TYPE 1
69CA
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7SJ46 Handbuch Allgemeine Hinweise
C53000-K1174-C002-4 5
DieseBetriebsanleitungist festerBestandteildesLieferumfangs. Sie kann jedoch nicht sämtliche Details zu allen Ausführungen des beschriebenen Produkts und auch nicht jeden denkbaren Fall der Aufstellung, des Betriebes oder der Instandhaltung be­rücksichtigen.
SolltenweitereInformationengewünschtwerden oder sollten be­sondere Probleme auftreten, die in dieser Unterlage nicht aus­führlich genug behandelt werden, dann erhalten Sie zusätzliche Auskünfte von der Hotline:
Außerdem weisen wir darauf hin, dass der Inhalt dieser Produkt­Dokumentation nicht Teil einer früheren oder bestehenden Ver­einbarung, Zusage oder eines Rechtsverhältnisses ist oder die­ses abändernsoll.Sämtliche VerpflichtungenvonSiemens erge­ben sich aus dem jeweiligen Kaufvertrag, der auch die vollstän­dige und allein gültige Gewährleistungsregelung enthält. Diese vertraglichen Gewährleistungsbestimmungen werden auch durchdieAusführungenindieserUnterlageweder erweitertnoch beschränkt.
1.2.1 Qualifiziertes Personal
sind Personen, die mit Aufstellung, Montage, Inbetriebsetzung undBetriebdesProduktes vertrautsindund über entsprechende Qualifikationenverfügen, wie z.B.:
Ausbildung oder Unterweisung bzw. Berechtigung Geräte/ Systeme gemäß den Standards der Sicherheitstechnik ein­und auszuschalten, zu erden und zu kennzeichnen.
Ausbildung oder UnterweisunggemäßdenStandards der Si­cherheitstechnikin Pflege und G ebrauch angemessener Si­cherheitsausrüstung.
Schulung in erster Hilfe
mail: Services@ptd.siemens.de Tel: +49 (1805) 247000 Fax: +49 (1805) 242471
WARNUNG!
Beim Betrieb elektrischer G e rät e stehen zwangsläufig bestimmte Teile dieser Geräte unter gefährlicher Spannung. Bei Nichtbeachtung der Warnhinweise können deshalb schwere Körperverletzungen oder Sachschäden auftreten. Nur entsprechend qualifiziertes Per sonal darf an diesem Gerät arbei­ten. Der einwandfreie und sichere Betrieb dieses Gerätes setzt sachge­mäßen Transport, fachgerechte Lagerung, Aufstellung und Montage, sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
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7SJ46 Handbuch Allgemeine Hinweise
C53000-K1174-C002-4 6
1.2.2 Bestimmungsgemäßer Gebrauch
Beachten Sie bitte folgendes:
1.2.3 Marken
SIPROTEC ist eingetragene Marke der SIEMENS AG. Die übri­gen Bezeichnungen in diesem Handbuch können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen können.
1.2.4 Copyright
Copyright © Siemens AG 2001. All rights reserved. Weitergabe und Vervielfältigung dieser Unterlage, Verwertung
und Mitteilung ihres Inhalts ist nicht gestattet, soweit nicht aus­drücklich zugestanden. Zuwiderhandlungen verpflichten zu Schadenersatz.Alle Rechte vorbehalten, insbesondere für den Fall der Patenterteilung oder GM–Eintragung.
1.2.5 Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit derbeschriebenenHard-und Softwaregeprüft.Dennochkönnen Abweichungennichtausgeschlossen werden,sodass wir fürdie vollständige Übereinstimmungkeine Gewähr übernehmen.
DieAngabeni n diesem Handbuchwerdenregelmäßig überprüft, undnotwendigeKorrekturensind indennachfolgendenAuflagen enthalten. Für Verbesserungsvorschläge sind wir dankbar.
Technische Änderungen bleiben, auch ohne Ankündigung,vor­behalten.
WARNUNG!
Das Gerät darf nur für die im Katalog und in der technischen Beschrei­bung vorgesehenen Fälle und nur in Verbindung mit von Siemens emp­fohlenen bzw. zugelassenen Fremdgeräten und -komponenten ver­wendet werden. Der einwandfreie und sichere Betrieb des Produktes setzt sac hgemä­ßen Transport,sachgemäßeLagerung,Aufstellung und Montage sowie sorgfältige Bedienung und Instandhaltung voraus.
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7SJ46 Handbuch Aus- und Einpacken des Gerätes
C53000-K1174-C002-4 7
1.3 Aus- und Einpacken des Gerätes
Die Geräte werden im Werk so verpackt, dass sie die Anforde­rungen nach IEC 60255–21 erfüllen.
Das Aus- und Einpacken ist mit der üblichen Sorgfalt ohne Ge­waltanwendung und nur unter Verwendung von geeignetem Werkzeug vorzunehmen. Die Geräte sind durch Sichtkontrolle auf einwandfreien mechanischen Zustand zu überprüfen.
Die Transportverpackung kann bei Weiterversand in gleicher Weise wiederverwendet werden. Die Lagerverpackung der Ein­zelgeräte ist nicht für Transport ausreichend. Bei Verwendung anderer Verpackung muss das Einhaltender Transportanforde­rungen entsprechend IEC 60255–21–1 Klasse 2 und IEC 60255–21–2 Klasse 1 sichergestellt werden.
Bevor das Gerät erstmalig in Betrieb genommen wird, soll es mindestens 2 Stunden im Betriebsraum gelegen haben, um ei­nen Temperaturausgleich zu schaffen und Feuchtigkeitund Be­tauung zu vermeiden.
1.4 Lagerung
Wenn das Gerät nicht sofort zum Einsatz kommen soll, kann es nach Prüfung gelagert werden. Bitte beachten Sie dabei:
SIPROTEC
®
easy–Geräte sollen in trockenen und sauberen Räumen gelagert werden. Für die Lagerung des Gerätes oder zugehöriger Ersatzbaugruppen gilt der Temperaturbereich von
-25 °C bis +55 °C (siehe auch Kapitel 1.11).
Es wird empfohlen,bei der Lagerung einen eingeschränkten Temperaturbereich zwischen +10 °C und +35 °C einzuhalten, um einervorzeitigen Alterung dereingesetzten Elektrolytkonden­satoren vorzubeugen.
Bei der nicht betauungsfestenAusführung des Gerätes darf die relativeFeuchteweder zurKondenswasser- noch zurEisbildung führen.
Außerdemempfiehltes sich bei langer Lagerungszeit, das Gerät etwa alle 2 Jahre für 1 bis 2 Tage in Betrieb zu nehmen, um die eingesetztenElektrolytkondensatoren zu formieren. Ebenso soll vor einem geplantenEinsatzdesGerätes verfahren werden. Bei extremen klimatischenVerhältnissen(Tropen)wird damit gleich­zeitig ein „Vorheizen“ erreicht und Betauung vermieden.
1.5 Anwendung
Das Schutzgerät SIPROTEC
®
easy 7SJ46 ist ein digitaler Über-
stromzeitschutz zur Anwendung
als selektiver Kurzschlussschutz in elektrischen Versor­gungsnetzen mit einseitiger Einspeisung.
als Reserveschutz bei Vergleichsschutzeinrichtungen.
Als Leitungsschutz ist das Gerät in Netzen mit geerdeter, nieder­ohmig geerdeter, isolierter oder kompensierter Sternpunktaus­führung einsetzbar.
Das GerätistalsReserveschutzbeiTransformatoreneinsetzbar.
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7SJ46 Handbuch Aufbau
C53000-K1174-C002-4 8
Der digitaleÜberstromzeitschutzSIPROTEC®easy 7SJ46bietet folgende Funktionen:
Überstromzeitschutz
2-stufiger Überstromzeitschutz. Eine Normalstufe für Pha­senströme (UMZ oder AMZ) ist immer vorhanden. Bei der zweiten Stufe kann zwischen Hochstromstufe für Phasen­ströme (UMZ) oder Normalstufe für berechnete Erdströme (UMZ oder AMZ) gewählt werden.
AMZ–Schutz mit integrierendem Messverfahren (disk emula­tion), Kennlinien nach IEC oder ANSI.
Unverzögerte Auslösung bei Zuschalten auf einen Kurz­schluss mit beliebiger Stufe möglich.
Unempfindlich gegen Gleichstromglieder,Einschalt-und La­deströme sowie gegen höherfrequente Ausgleichsvorgänge.
Befehlsausgabe
Ein Aus-Kommando bleibt für mindestens 500 ms anstehen. BeieinerAuslösung bleibtdasAus-Kommandoanstehen,bis die Anregung zurückfällt.
Überwachungsfunktionen
Überwachung der Hardware und Software, dadurch erhöhte Zuverlässigkeit.Die Überwachung steuert den Live-Kontakt und die LED “RUN/ERROR”.
1.6 Aufbau
Das Schutzgerät 7SJ46 enthält in kompakter Bauform alle Kom­ponenten:
Messwerterfassung und Auswertung
Meldungs- und Befehlsausgabe
Bedienung und Anzeige
Weitbereichsnetzteil für AC- und DC-Hilfsspannungen
Gehäuse
Das Gerät ist lieferbar für:
Schalttafeleinbau und
Hutschienenmontage
Die Gehäuse sind so bemessen, dass die 7SJ46-Geräte in der Regel in bestehende Schalttafelausschnitte passen. In der betauungsfesten Ausführung ist die Baugruppe des Gerä­tes mit Schutzlack versiegelt. Das Gerät ist dann selbst in raues­ten Umgebungsbedingungen mit extremer Feuchte einsetzbar.
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7SJ46 Handbuch Aufbau
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Frontansicht
Bild 1-1 Gerätefront Bedien- und Anzeigeelemente des 7SJ46
AufderGerätefront (Bild1-1)befinden sichfolgende Bedien-und Anzeigeelemente:
1. Leuchtdioden (LED) zur Anzeige von Prozess- oder Geräte­informationen und Betriebszustands-Anzeigen
L1...L3 phasenspezifischeAnregung N Anregung Erdstufe TRIP Auslösung RUN/ERROR Betriebszustanddes Gerätes:
- Im Betriebszustand“Run” leuchtet die LED grün.
- Im Betriebszustand “Error” leuchtet die LED rot.
2. ENTER Taste zum Aktivieren von Geräteeinstellungen, wenn Verän­derungen an den DIP-Schaltern vorgenommen wurden.
3. LED-RESET Taste zum Rücksetzen der Anrege-LED und Test der LEDs.
4. DIP-Schalter Zur Parametrierung des Gerätes stehen fünf 6-polige DIP­SchalterzurVerfügung.DiemöglichenEinstellungen werden im Kapitel Parametereinstellungen beschrieben.
SIPROTEC
7SJ4
-
123456
ON
60 Hz 50 HzFREQ. IE
I>>
MODE
M INV V INV E INV
ANSI 51
DT O/C
50/51
123456123456123456
ON
123456
ONONON
8 4 2 1
0.5
0.25
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
TI>
MIN 0 MAX 6.3
D
MIN 0.5 MAX 15
[s]
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
3.2
1.6
0.8
0.4
0.2
0.1
I>
MIN 0.5 MAX 6.2/
Ip
MIN 0.5 MAX 4/
[I/I ]
N
0.8
0.4
0.2
0.1
0.05
0.025
TI>>
MIN 0 MAX 1.575
[s]
0.8
0.4
0.2
0.1
0.05
0.025
TI>>
MIN 0 MAX 1.575
16 8 4 2 1
0.5
I>>
MIN 2 MAX 20/
[I/I ]
N
16 8 4 2 1
0.5
I>>
MIN 2 MAX 20/
NOT STORED STOREDLED´S
TRIP L1 L3 L2
N
ENTER
RUN/ERROR
LED
RESET
1 2
3
SW1
SW2
SW3
SW4
SW5
4
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7SJ46 Handbuch Aufbau
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Bild 1-2 Gerätefronten der verfügbaren Gerätetypen
Auf der Geräterückseite (Bild 1-3) befinden sich die Anschluss­leisten mit den Schraubklemmen:
Rückansicht
Bild 1-3 Geräterückseite Anschlüsse 7SJ46
Das Leistungsschildmit den für das Gerät wichtigen Daten befin­det sich seitlich am Gehäuse.
ANSI
IEC
Phase
Erdstrom
Phase
Erdstrom
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7SJ46 Handbuch Einstellungen
C53000-K1174-C002-4 11
1.7 Einstellungen
Alle fürdieParametrierung erforderlichenEinstellelementebefin­den sich auf der Frontplatte. Die Wahl von Grundeinstellungen wie z.B. Wahl der Auslösekennlinie erfolgt über Schalter nach dem Auswahlverfahren(sieheKapitel 1.7.1). Die Einstellungder Ansprechwerte und Zeitfaktoren erfolgt nach dem Additionsver­fahren ebenfalls über Schalter. Hierbei sind die den einzelnen Schalterstellungen zugeordneten Einzelwerte jeweils zum Ge­samtwert zu addieren.
In der Lieferversion ist die Frontplatte für die Nutzung der Hoch­stromstufe bedruckt (siehe Kapitel 1.7.1). In dieser Parametrie­rung ist die Auswertung des berechneten Erdstromes nicht vor­gesehen. Die Kennlinienart (IEC oder ANSI) ist mit der Bestel­lung festgelegt und entsprechend aufgedruckt.
Bei Lieferung sind alleDIP-SchalteraufderFrontinSchalterstel­lung “off ” (bei Blick auf die Front Schalter nach rechts gescho­ben). Durch Ändern der Schalterstellung der einzelnen DIP­Schalter wird das Gerät parametriert. Führen Sie dazu einen dünnen Gegenstand (Stift) in die Kerbe ein und bewegen den Schalter in die gewünschte Position.
Bild 1-4 Schalterbelegung DIP-Schalter
1.7.1 Grundeinstellungsblock
MitdemGrundeinstellungsblock(Bild1-5)legenSie dieFunktion des Gerätes fest.
Bild 1-5 Grundeinstellungsblock, Beispiel IEC-Gerät
LEDs STORED / NOT STORED
Mit diesem Schalter wählen Sie zwischen gespeicherter und nicht gespeicherter Anzeige der Anrege LEDs.
FREQ. 50 Hz / 60 Hz
Mit diesem Schalter wird das Gerät an die vorhandene Netzfre­quenz angepasst.
MODE I>> / IE
Mit diesem SchalterlegenSiefest,welche Parameter ausgewer­tet werden. Hochstromstufe (I>>) aktiv oder Auswertung der be­rechneten Erdströme (IE).
offon
NOT STORED 60 Hz IE
LEDsSTORED
FREQ. MODE
NINV VINV EINV
IEC 51
DT O/C
50/51
50 Hz
I>>
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7SJ46 Handbuch Einstellungen
C53000-K1174-C002-4 12
Auswahl der Betriebsart
Mit den verbleibenden 3 Schaltern legen Sie die Betriebsart des Schutzgerätes fest. Soll das Gerät als unabhängiger Überstromzeitschutz (DT O/C 50/51) arbeiten, so bringen Sie die Schalter 1 bis 3 am Grundeinstellun gsblock i n Schalter stellung “off” (siehe Tabelle 1-1 auf Seite 13).
Ist die Betriebsart “DT O/C 50/51” gewählt, gilt für die Parame­tereinstellungen die schwarze Beschriftung!
Soll das Gerät als abhängiger Überstromzeitschutz (nach IEC 51 bzw. ANSI 51) arbeiten, so wählen Sie die gewünschte Kennlinie aus, indem Sie einen der Schalter 1 bis 3 in die Schal­terstellung “on” bringen (siehe Tabelle 1-1 auf Seite 13).
Achtung! Es darf nur ein Schalter in Schalterstellung “on” sein!
Werdenzweiodermehr Schalter auf “on” gestellt,blinktdie LED “RUN/ERROR” rot. In diesem Zustand sind alle Schutzstufen deaktiviert. Wählen Sie nur eine Überstromzeitschutz-Kennlinie aus.Umdie korrigierteEinstellung zuübernehmen,betätigenSie die Taste “ENTER”. Die LED “RUN/ERROR” hört nun auf zu blin­ken (siehe Kapitel 1.9.4).
Folgende Typen von abhängigen Überstromzeitschutz­Kennlinien können ausgewählt werden:
Die Überstromzeitschutzkennlinienfinden SieimAbschnittTech­nische Daten (siehe Bild 1-11 bis Bild 1-20).
Ist die Betriebsart IEC 51 bzw. ANSI 51 gewählt, gilt für die Pa­rametereinstellungen die weiße Beschriftung!
WARNUNG!
Mit Umschaltung auf IE am Grundeinstellungsblock ändert sich d ie Bedeutung einiger Parameter. Die Frontplattenbedruckung muss durch das beiliegende Klebeschild mit den aktuellen Parametern überdeckt werden! Achtung! Klebeschild lässt sich nach dem Aufkleben nicht wieder ent­fernen!
Kennlinien nach IEC Kennlinien nach ANSI
N INV Normal abhängig M INV Moderately inverse V INV Stark abhängig V INV Very inverse E INV Extrem abhängig E INV Extremely inverse
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7SJ46 Handbuch Einstellungen
C53000-K1174-C002-4 13
1.7.2 Parametereinstellungen
DieamGrundeinstellungsblockausgewählteEinstellungdesGe­rätesbestimmt diemöglichenEinstellwerte. DiefolgendeTabelle zeigtdieParameterzuordnunginAbhängigkeitvonder Bestellva­rianteundderam GrundeinstellungsblockgewähltenBetriebsart:
Tabelle 1-1 Beispielefür Einstellung am Grundeinstellungs-
block
Hier gewählt: LEDs nicht gespeichert Gerät eingestellt für Netzfre­quenz 50 Hz Auswertung IE berechnet Betriebsart: unabhängiger Überstromzeitschutz
Hier gewählt: LEDs nicht gespeichert Gerät eingestellt für Netzfre­quenz 50 Hz Hochstromstufe aktiv Betriebsart: abhängiger Über­stromzeitschutz, Kennlinien­art: Very inverse
NOT STORED 60 Hz IE
LEDs STORED FREQ.
MODE
NINV VINV EINV
IEC 51
DT O/C
50/51
50 Hz
I>>
NOT STORED 60 Hz IE
LEDs STORED FREQ.
MODE
NINV VINV EINV
IEC 51
DT O/C
50/51
50 Hz
I>>
Tabelle 1-2 Parameterzuordnung DIP-Schalter 2 bis 5 (siehe
Bild 1-1 auf Seite 9)
SW 1 MODE I>>
Hochstromstufe vorhanden
MODE IE Hochstromstufe nicht vor­handen Auswertung IE berechnet
DT O/C 50/51 IEC 51 ANSI 51 DT O/C 50/51 IEC 51 ANSI 51 schwarze
Beschriftung gültig!
weiße Beschriftung gültig!
schwarze Beschriftung gültig!
weiße Beschriftung
gültig! SW 2 I>> I>> I>> IE> IEp IEp SW 3 TI>> TI>> TI>> TIE> TIEp DE SW4I>IpIpI>IpIp SW 5 TI> TIp D TI> TIp D
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7SJ46 Handbuch Einstellungen
C53000-K1174-C002-4 14
Ermittlung der Einstellwerte
Die Hochstromstufe I>> dient der von einem Staffelplan unab­hängigen schnellen Auslösung und wird in der Regel an großen Impedanzen (Transformatoren, Längsdrosseln)verwendet. Sie wird so eingestellt, dass sie nur bei einem Kurzschluss vor oder innerhalb dieser Impedanz anspricht. Dabei ist zu beachten, dass Transformatoren, Drosseln und Motoren beim Einschalten einenerhöhtenMagnetisierungsstrom(Rush-Strom) aufnehmen können. Bei Maschinen kann hier eine kurze Verzögerungszeit zur Überbrückung des Einschaltstroms nötig sein. Daher ist die I>>-Stufe verzögerbar.
Der EinsatzderErdstromstufeIE>istin wirksam oder halbstarr geerdetenNetzen sinnvoll.DieseStufe wird etwasunterhalbdes kleinstenzuerwartendenErdkurzschlussstromeseingestellt.Die Zeiteinstellung kann nach einem getrennten Staffelplan für Erd­fehler erfolgen.
Für die Einstellungder Überstromstufe I> ist vor allem der ma­ximale Betriebsstrom maßgebend. Eine Anregung durch Über­last muss ausgeschlossen werden, wenn das Gerät als Kurz­schlussschutzarbeitet.IndiesemFallsolltedaherbeiLeitungen etwa20%,bei Transformatorenund Motorenetwa50% oberhalb des maximal zu erwartenden (Über-)Laststromseingestelltwer­den. Dabei ist besonders bei einem Einsatz hinter geregelten oder parallel betriebenen Transformatoren darauf zu achten, dass der Einstellwert unterhalb des für den geplanten Schutzbe­reich zu erwartenden kleinsten Kurzschlussstromes liegt. Die Einstellzeiten sind dem für das Netz aufgestellten Staffelplan zu entnehmen.
In der Betriebsart als abhängiger Überstromzeitschutz ist zu be­achten, dass die eingestellenKennlinien zweier benachbarter RelaismindestenseinenAbstand von einerStaffelzeit(ca. 0,3 s) haben. Diese Kennlinien werden über den Maßstabsfaktor TIp oder D eingestellt (siehe Bild 1-10 bis Bild 1-21). Da das Gerät 7SJ46 mit disk emulation arbeitet, sind insbesondere bei Staffe­lung die Rückfallkennlinien zu berücksichtigen.
DerabhängigeÜberstromzeitschutzdes7SJ46 arbeitetmiteiner disk emulation. Dabei wird das Verhalten der Scheibe elektro­mechanischerRelais digital nachgebildet. Bei mehreren aufein­ander folgenden Fehlern wird so gewährleistet, dass die “Vorge­schichte” infolge der Trägheit der Scheibe mitberücksichtigt und dasZeitablaufverhaltenangepasstwird.Der 7SJ46teiltdazuden Wirkungsbereich der disk emulation in eine Aufintegrationszone (1,1 bis 20
I/I
P
) und in eine Abintegrationszone (< 0,9 I/IP). Da-
zwischen liegt der Bereich der Nichtintegrationszone. In diesem Bereich ruht die virtuelle Scheibe.
Durch Betätigen der Taste “ENTER” oder durch Trennen des 7SJ46 von der Hilfsspannung wird die virtuelle Scheibe zurück­gesetzt.
Diediskemulation bringtVorteile,wennderStaffelplan desÜber­stromzeitschutzes mit anderen im Netz befindlichenGeräten auf elektromechanischer Basis koordiniert werden muss.
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7SJ46 Handbuch Einstellungen
C53000-K1174-C002-4 15
Am Gerät werden auf den Nennstrom des Gerätes bezogene Stromschwellwerteeingestellt, z.B.
Die Einstellung sämtlicher Parameter erfolgt nach dem Additi­onsverfahren. Bei einigen Parametern sind feste Ober- und Un­tergrenzen vorhanden.
WirdeinWert unterhalbdes minimalenEinstellwerteseingestellt, so gilt der minimal einstellbare Wert.
WirdeinWert oberhalbdesmaximalenEinstellwerteseingestellt, so gilt der maximal einstellbare Wert. Die mit
gekennzeichnetenParameter bieten dieMöglichkeit,
dass die zugehörigeSchutzstufe unwirksam geschaltet werden kann.Dazusind alle SchalterinSchalterstellung“on”zubringen.
Stromwandler INP/I
NS
100 A / 1 A
Nennstrom des Gerätes I
N
1A maximaler Betriebstrom 120 A Sicherheitsfaktor (angenommen) 1,25
Ip
120A 100A
--------------
I
NS
I
N
------- -
1 25, 15 I
N
,==
Einstellwert
Schalterwerte
å
=
Tabelle 1-3 Beispiele Parametereinstellung mit DIP-Schaltern
Para­meter
Schalterstel­lung
Bedeutung Einstellbereich
I>> Einstellung Anrege-
schwelle Hochstrom­stufe nach dem Additi­onsverfahren, z.B. 7,5 I
N
2IN... 20 IN; Schrittweite: 0,5 I
N
T I>> Auslösezeit Hoch-
stromstufe, Einstel­lung nach dem Additi­onsverfahren, z.B. 0,275 s = 275 ms
0 ms ... 1575 ms Schrittweite: 25 ms
16
8 4 2 1
0,5
0,8 0,4 0,2 0,1
0,05
0,025
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7SJ46 Handbuch Gerätekonfiguration über Steckbrücke
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Die Einstellbereiche für die Parameter entnehmen Sie den TechnischenDaten(Kapitel 1.11) oder den Angaben auf der Ge­rätefront.
Eine Änderung der Einstellungen während des Betriebes wird nichtsofortübernommen,sonderndurchgrünesBlinken derLED „RUN/ERROR“ angezeigt. Das Blinken stoppt bei Wiederherstellen der ursprünglichenEin­stellungen. Bei Änderung der Parameter bleibt die vorher eingestellte Funk­tionalität solange erhalten, bis durch Betätigen der Taste “ENTER” oder durch einen Geräteneuanlaufdie neuen Parame­ter übernommen werden. Die LED „RUN/ERROR“ leuchtet grün.
1.8 Gerätekonfiguration über Steckbrücke
Mit Hilfe von Steckbrückenauf der Flachbaugruppe können einige Grundeinstellungen am Gerät verändert werden (siehe Bild 1-6).
Durch Umschalten der SteckbrückeX25 kann das Relais, Klem­me X1_6 und X1_7, entweder als Auslöserelais (Stellung 2-3) oder als Melderelais für Generalanregungverwendetwerden. Die Stellung 1-2 der Steckbrücke X25 ist die werkseitige Vorein­stellung.
WARNUNG!
Bei Durchführung der Änderungsm aßnahmen vor Ort sind unbedingt die Handhabungshinweise für den Umgang mit elektrostatisch ge­fährdeten Baugruppen und Bauelementen zu beachten (EGB).
GEFAHR!
Die Sekundäranschlüsse der Stromwandler müssen kurzgeschlos­sen sein, bevor die Stromzuleitungen zum Gerät unterbrochen wer­den!
Tabelle 1-4 Brückenumschaltung Relaisfunktion (Bild 1-6)
X25 Funktion
1-2 Anregung 2-3 Auslösung
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Der Nenneingangsstrom der Messeingänge der Geräte kann zwischen 1 A und 5 A umgestellt werden.
Zum Umstecken der Steckbrücken müssen folgende Arbeits­schritte durchgeführt werden:
Schalten Sie die Hilfsspannung allpolig ab.
Stromwandler kurzschließen!
Rückwand vom Gehäuse abnehmen. Dazu mit einem
Schraubendreherdie 4 Befestigungsschraubenin den Ecken des Gehäuses entfernen. An den Schraubanschlussblöcken anfassen und vorsichtig die Rückwand mit der daran befes­tigten Baugruppe vollständig aus dem Gehäuse ziehen.
KurzschlusssteckerX25, X61,X62,X63 umsetzen.Bild 1-6ver­anschaulicht die Lage der Steckbrücken auf der Baugruppe.
Nach der Umkonfigurierung wird das Gerät in umgekehrter Reihenfolge zusammengebaut.
Bild 1-6 Lage der Brücken auf der Baugruppe
Tabelle 1-5 Brückenumschaltung Wandlernennstrom
X61; X62; X63 I
N
1-2 1 A 2-3 5 A
Vorsicht!
Änderung von Leiterplattenelementen, die die Nenndaten des Gerä­tes betreffen, haben zur Folge, dass die Bestellbezeichnung (MLFB) und die auf dem Typenschild angegebenen Nennwerte nicht mehr mit dem Gerät übereinstimmen.Solltein Ausnahmefällen eine solche Änderung notwendig sein, ist es unerlässlich, dies deutlich und auf­fallend auf dem Gerät zu kennzeichnen.
H1 H2 H3
S6S7
S1S2S3
S4
S5
T3
T2
T1
X61
312
X62
312
X63
312
X25
312
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1.9 Montage und Inbetriebsetzung 1.9.1 Schalttafeleinbau
Bild 1-7 Maßzeichnungen
WARNUNG!
Beim Betrieb elektrischer Geräte stehen zwangsläufig bestimmte Tei­le dieser Geräte unter gefährlicher Spannung. Bei Nichtbeachtung der Bedienungshinweise können des halb schwere Körper­verletzungen oder Sachschäden auftreten. Insbesondere müssen alle Warnhinweise unbedingt beachtet werden. Das Schutzgerät 7SJ46 ist als Einbaugerät in einen Schaltschrank einzubauen oder für Schalttafelaufbau auf einer Hutschiene zu mon­tieren. Nach dem Einbau muss der gesamte Klemmenbereich ausrei­chend gegen unzulässiges B e rühren spannungsführender Teile ge­schützt sein.
167,3 150,238,5 17,1
65,5
75
78,5
147
Schalttafelausschnitt 72×144 DIN 43700/IEC61554
68
+0,1
138
+1
135,7
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Führen Sie die folgenden Montageschritte durch:
Gerät von vorne in die Schalttafel e inschieben.
An der Ober- und Unterseite des Tubus befinden sich Befes-
tigungskegel zum Einclipsen der Gewindestangen. Die Gewindespitze muss in Richtung Gerätefront zeigen.
Gerät von hinten mit Gewindestangen sichern.
Erdungsschraubedes Gerätesmit SchutzerdederSchalttafel
oder des Schrankes verbinden.
Elektrischen Anschluss über die Schraubanschlüsse nach Anschlussplan herstellen (siehe Kapitel 1.9.3).
1.9.2 Hutschienenmontage
Bild 1-8 Hutschienenmontage
Hinweis!
Das Ende derGewindestangeistmit einer Hülse versehen, in welche ein Schraubendreher eingesteckt werden kann!
44,5 32,5
173,3 156,2
47
137
135,7
147
65,5
75
78,5
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Das Gerät lässt sich auf eine Tragschiene 35 mm (nach DIN EN 50022) montieren. Führen Sie die folgenden Montage­schritte durch:
DievierM2-Schrauben in denEckenaufderGeräterückseite entfernen.
Hutschienenadapter nach beiliegender Komplettierungsan­leitung zusammenfügen.
Hutschienenadapter aufsetzen und mit den beiliegenden Schrauben M2×12 plus beiliegenden Unterlegscheiben be­festigen.
GerätmitHutschienenadapteraufHutschiene aufschnappen und mit Justierschrauben ausrichten.
WARNUNG!
Bevor das Schutzgerät auf einer Hutschiene montiert wird, m üssen die elektrischen Anschlüsse hergestellt werden. Nach der Montage des Gerätes auf der Hut schiene sind die Schraubanschlussblöcke nicht mehr zugänglich.
Vorsicht!
Der Hutschienenadapter ist nur für Vor-Ort-Montage zugelassen!
Hinweis!
Es wird empfohlen das Gerät nach der Montage auf beiden Seiten durch Endwinkelbzw.Endhalter für Tragschienen gegenVerrutschen zu sichern. Achtung! Die Endhalter bzw. Endwinkel gehören nicht zum Liefer um­fang!
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1.9.3 Anschluss
Bevor das Gerät erstmalig in Betrieb genommen wird, sollte es mindestens zwei Stunden im Betriebsraum gelegen haben, um
einen Temperaturausgleich zu schaffen und Feuchtigkeit und Betauung zu vermeiden.
Das Gerät wird einbaufertig geliefert, d.h. die Klemmschrauben sind gelöst.
Die Klemmschrauben sind als Kreuzschlitzschrauben für die Be­tätigung mittels Schraubendreher 2 x 0,5 ausgeführt.
Anschlüsse
Direktanschluss:Massivleiter oder Litzenleiter mit Adernendhül­se fürLeitungsquerschnittebis3,3 mm
2
, entsprechendAWG 12.
Nur Kupferleiter verwenden! Die Anschlussdrähte sind um 8 mm abzuisolieren, in die
Schraubklemmeeinzuführenund so zu sichern, dass sie beim Festschrauben nicht wieder herausgeschoben werden. Nach dem Anschrauben(Anzugsdrehmomentmax.1 Nm) sinddieAn­schlüsse auf festen Sitz hin zu überprüfen.
Das Schutzgerät 7SJ46 ist entsprechenddem Anschlussschalt­plan anzuschließen (Bild 1-9).
WARNUNG!
Der einwandfreie und sichere Betrieb des Gerätes setzt sachgemä­ßen Transport, fachgerechte Lagerung, Aufstellung und Montage un­ter Beachtung der Warnungen und Hinweise des Gerätehandbuches voraus. Insbesondere sind die Allgemeinen Errichtungs- und Sicherheitsvor­schriften für das Arbeiten an Starkstromanlagen (z.B. DIN, VDE, EN, IEC oder andere nationale und internationale Vorschriften) zu beach­ten. Nichtbeachtung können Tod, Körperverletzung oder erheblichen Sachschaden zur Folge haben.
WARNUNG!
Vor Beginn jeglicher Arbeiten ist das Gerät vom Netz zu trennen und zu erden.
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Bild 1-9 Anschlussschaltplan 7SJ46
1.9.4 Inbetriebsetzung
=
+~
-
~
X2_6 X2_5
X2_4 X2_3
X2_2 X2_1
X1_3 X1_2
X1_1
X1_9 X1_8
X1_5 X1_4
X1_7 X1_6
L3
L2
L1
DC 24V -250V AC 115V, 230V
AUS
AUS oder
Live-Kontakt
Anregung
WARNUNG!
Beim Betrieb elektrischer Geräte stehen zwangsläufig bestimmte Tei­le dieser Geräte unter gefä hrlicher Spannung. Es können deshalb schwere Körperverletzung oder Sachschaden auftreten, wenn nicht fachgerecht gehandelt wird. Nur qualifiziertes Personal soll an diesem Gerät arbeiten. Dieses muss gründlich mit den einschlägigen Sicherheitsvorschriften und Vorsichtsmaßnahmen sowie denWarnhinweisen dieses Handbuches vertraut sein. Vor allem ist zu beachten:
Vor Anschluss irgendwelcher Verbindungen ist das Gerät am Schutzleiteranschluss zu erden.
Gefährliche Spannungen k önnen in allen mit der Spannungsversorgung und mit den Mess- bzw. Prüfgrößen verbundenen Schaltungsteilen anstehen.
Auch nach Abtrennen der Anschlussleitungen können gefährliche Spannungen im Gerät vorhanden sein (Kondensatorspeicher).
Die unter Technische Daten (siehe Kapitel 1.11) genannten Grenzwerte dürfen nicht übe rschritten werden, auch nicht bei Prüfung und Inbetriebsetzung.
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Standardprüfung
Die LED „RUN/ERROR“ muss im Normalbetrieb grün leuchten. Leuchtetdie LEDrot,dannwurdevonder Selbstüberwachungim Relais ein Fehler erkannt.
Grünes Blinken weist darauf hin, dass eine vorgenommene Ein­stellung nochnichtübernommenwurde.Betätigen Sie die Taste “ENTER” um die Einstellungen zu übernehmen Rotes Blinken der LED weist auf eine inkonsistenteEinstellung des Grundeinstellungsblockeshin. Bitte korrigieren Sie die Ein­stellung.
Falls keine LED leuchtet, überprüfen Sie die Hilfsspannungsver­sorgung des Gerätes. Der Live-Kontakt des Gerätes muss nach demAnlegender Hilfsspannungöffnenund beimAbschalten der Hilfsspannungwieder schließen.
Auslöseprüfung
Bei dieser Prüfung wird die gesamte Gerätefunktion einschließ­lich der Auslösekreise getestet. Verbinden Sie das Gerät mit ei­ner Sekundärprüfeinrichtung für Schutzgeräte unter Beachtung der Sicherheitshinweise.
Bei der Überprüfungdes Gerätes mit einer Sekundärprüfeinrich­tung ist darauf zu achten, dass keine anderen Messgrößen auf­geschaltetsind.Die Auslöseprüfungsolltemit angeschlossenem Leistungsschalter undmitdenfür den Betriebvorgegebenen Ein­stellwerten durchgeführt werden.
ÜberprüfenSie, ob die Anrege-LEDsgespeicherte Anregung an­zeigen. Gegebenenfalls löschen Sie diese durch Betätigen der Taste “LED-RESET”.
Speisen Sie mit der Prüfeinrichtung einen Prüfstrom unterhalb der eingestellten Auslöseschwelle ein. Das Gerät darf nicht aus­lösen. Speisen Sie nun einen Prüfstrom oberhalb der eingestell-
GEFAHR!
Die Sekundäranschlüsse der Stromwandler müssen an diesen kurzgeschlossen sein, bevor die Stromzuleitungen zum Gerät unterbrochen werden!
Ist ein Prüfschalter vorhanden, welcher die Stromwandlersekundär­leitungen automatisch kurzschließt, reicht es aus, diesen in Stellung „Prüfen“ zu bringen, sof e rn die Kurzschließer vorher über prüft wor­den sind.
Vorsicht!
Bei dieser Prüfung wird der Leistungsschalter ausgelöst. Prüfungen mit Strömen über 4mal Gerätenennstrom führen zur Über-
lastung der Eingangskreise und dürfen nur kurzzeitig durchgeführt werden(sieheKapitel 1.11).Danach isteineAbkühlpause einzulegen!
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ten Auslöseschwelle ein. Der Auslöser bzw. der Leistungsschal­ter müssen betätigt werden.
Die Erdstufenwerdenmit einem einphasigenStrom, die Phasen­anregungen mit einem dreiphasigen Strom getestet.
Die Anrege-LEDs müssen das korrekte Anregebild anzeigen. Wenn nicht:
G Prüfen Sie die LEDs durch Drücken der LED-RESET-Taste.
Während des Drückens müssen alle LEDs leuchten.
G Überprüfen Sie alle Anschlüsse.
Bereitschalten des Gerätes
VerbindenSiedas Gerät wiedermitdenPrimärwandlern undent­fernen Sie die Kurzschlussbrücken aus dem Wandlerkreis.Über­prüfenSiedenkorrekten Wandleranschlussz.B.mit einer Strom­zange.
Die Schrauben sind fest anzuziehen. Alle Klemmenschrauben – auch nicht benutzte - müssen fest angezogen werden.
Überprüfen Sie nochmals die Einstellwertedes Gerätes. Insbe­sondere kontrollieren Sie die richtige Einstellung des Grundein­stellungsblocks. Eine erfolgte Änderung der Einstellungen des Gerätes wird nicht sofort übernommen, sondern nur durch ein Blinken der LED “RUN” angezeigt. Durch Betätigen der Taste „ENTER“ oder durch einen Geräteneuanlauf werden geänderte Einstellungen aktiviert. Die Anzeigen auf der Frontplatte werden durch Betätigen der Taste „LED-RESET“ gelöscht.
Die LED „RUN/ERROR“ muss grün leuchten. Falls die LED „RUN/ERROR“ rot leuchtet oder blinkt, gehen Sie nach den im Abschnitt Standardprüfung (Seite 23) beschriebenen Korrektur­möglichkeiten vor.
Falls ein Prüfschalter vorhanden ist, muss dieser in Betriebsstel­lung geschaltet sein.
Das Gerät ist nun betriebsbereit.
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