Siemens SIMATIC PCIe DIO4 Compact Operating Instructions

SIMATIC Industrie PC SIMATIC Rack PC 547B
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SIMATIC
Industrial PC SIMATIC PCIe DIO4
Kompaktbetriebsanleitung
Compact Operating Instructions
11/2011
A5E03493449-01
SIMATIC IPC227D Compact Operating Instructions, 11/2011, A5E03493449-01
SIMATIC PCIe DIO4
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SIMATIC
Industrie-PC SIMATIC PCIe DIO4
Kompaktbetriebsanleitung
11/2011
A5E03493449-01
Überblick
1
DIO-Baugruppe einbauen und anschließen
2
Technische Angaben
3
Beispiele und Registerbelegungen
4
Rechtliche Hinweise
Rechtliche Hinweise Warnhinweiskonzept
Dieses Handbuch enthält Hinweise, die Sie zu Ihrer persönlichen Sicherheit sowie zur Vermeidung von Sachschäden beachten müssen. Die Hinweise zu Ihrer persönlichen Sicherheit sind durch ein Warndreieck hervorgehoben, Hinweise zu alleinigen Sachschäden stehen ohne Warndreieck. Je nach Gefährdungsstufe werden die Warnhinweise in abnehmender Reihenfolge wie folgt dargestellt.
GEFAHR
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten wird, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
WARNUNG
bedeutet, dass Tod oder schwere Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT
mit Warndreieck bedeutet, dass eine leichte Körperverletzung eintreten kann, wenn die entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
VORSICHT ohne Warndreieck bedeutet, dass Sachschaden eintreten kann, wenn die entsprechenden
Vorsichtsmaßnahmen nicht getroffen werden.
ACHTUNG bedeutet, dass ein unerwünschtes Ergebnis oder Zustand eintreten kann, wenn der entsprechende Hinweis
nicht beachtet wird.
Beim Auftreten mehrerer Gefährdungsstufen wird immer der Warnhinweis zur jeweils höchsten Stufe verwendet. Wenn in einem Warnhinweis mit dem Warndreieck vor Personenschäden gewarnt wird, dann kann im selben Warnhinweis zusätzlich eine Warnung vor Sachschäden angefügt sein.
Qualifiziertes Personal
Das zu dieser Dokumentation zugehörige Produkt/System darf nur von für die jeweilige Aufgabenstellung qualifiziertem Personal gehandhabt werden unter Beachtung der für die jeweilige Aufgabenstellung zugehörigen Dokumentation, insbesondere der darin enthaltenen Sicherheits- und Warnhinweise. Qualifiziertes Personal ist auf Grund seiner Ausbildung und Erfahrung befähigt, im Umgang mit diesen Produkten/Systemen Risiken zu erkennen und mögliche Gefährdungen zu vermeiden.
Bestimmungsgemäßer Gebrauch von Siemens-Produkten
Beachten Sie Folgendes:
WARNUNG
Siemens-Produkte dürfen nur für die im Katalog und in der zugehörigen technischen Dokumentation vorgesehenen Einsatzfälle verwendet werden. Falls Fremdprodukte und -komponenten zum Einsatz kommen, müssen diese von Siemens empfohlen bzw. zugelassen sein. Der einwandfreie und sichere Betrieb der Produkte setzt sachgemäßen Transport, sachgemäße Lagerung, Aufstellung, Montage, Installation, Inbetriebnahme, Bedienung und Instandhaltung voraus. Die zulässigen Umgebungsbedingungen müssen eingehalten werden. Hinweise in den zugehörigen Dokumentationen müssen beachtet werden.
Marken
Alle mit dem Schutzrechtsvermerk ® gekennzeichneten Bezeichnungen sind eingetragene Marken der Siemens AG. Die übrigen Bezeichnungen in dieser Schrift können Marken sein, deren Benutzung durch Dritte für deren Zwecke die Rechte der Inhaber verletzen kann.
Haftungsausschluss
Wir haben den Inhalt der Druckschrift auf Übereinstimmung mit der beschriebenen Hard- und Software geprüft. Dennoch können Abweichungen nicht ausgeschlossen werden, so dass wir für die vollständige Übereinstimmung keine Gewähr übernehmen. Die Angaben in dieser Druckschrift werden regelmäßig überprüft, notwendige Korrekturen sind in den nachfolgenden Auflagen enthalten.
Siemens AG
Industry Sector Postfach 48 48 90026 NÜRNBERG DEUTSCHLAND
A5E03493449-01 Ⓟ 12/2011 Änderungen vorbehalten
Copyright © Siemens AG 2011. Alle Rechte vorbehalten
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
3
Inhaltsverzeichnis
1 Überblick.................................................................................................................................................... 5
1.1
Gültigkeit ........................................................................................................................................5
1.2
Produktbeschreibung .....................................................................................................................5
1.3
Aufbau der DIO-Baugruppe ...........................................................................................................6
1.3.1 Input
...............................................................................................................................................7
1.3.2
Output ............................................................................................................................................8
1.3.3
Counter ..........................................................................................................................................9
2
DIO-Baugruppe einbauen und anschließen............................................................................................. 11
2.1
Wichtiger Einbauhinweis..............................................................................................................11
2.2
Stromversorgung für die Ausgänge anschließen.........................................................................11
3
Technische Angaben............................................................................................................................... 13
3.1
Anschlussbelegung......................................................................................................................13
3.2
Technische Daten ........................................................................................................................14
4
Beispiele und Registerbelegungen .......................................................................................................... 17
4.1
DIO initialisieren und freigeben....................................................................................................17
4.2
Beispiele.......................................................................................................................................18
4.3
Register........................................................................................................................................20
Inhaltsverzeichnis
SIMATIC PCIe DIO4
4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
5
Überblick
1
1.1 Gültigkeit
Diese Kurzbeschreibung gilt für die PCIe-DIO4-Baugruppe für den SIMATIC IPC227D, im Folgenden "DIO-Baugruppe" genannt.
Diese Produktinformation enthält wichtige Hinweise. Die Hinweise ergänzen die Betriebsanleitung des Geräts und sind den Aussagen in der Betriebsanleitung, in den Release Notes und in der Online-Hilfe in der Verbindlichkeit übergeordnet.
1.2 Produktbeschreibung
Die DIO-Baugruppe ist eine PCIe x1-Baugruppe und stellt vier digitale 24 V-Eingänge und vier digitale 24 V-Ausgänge zur Verfügung. Darüber hinaus bietet die DIO-Baugruppe acht hardwarebasierte Zähler (62,5 MHz Basistakt), die für Funktionen wie PWM, Frequenzmessung und Pulsbreitenmessung konfiguriert werden können.
Alle Funktionseinheiten (Eingänge, Ausgänge, Zähler) können Interrupts generieren (steigende/fallende Flanken, Zählerüberläufe, Nulldurchgang, etc.).
Überblick
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
SIMATIC PCIe DIO4
6 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
Typische Anwendungsbereiche
● Lesen/Schreiben von digitalen Ein-/Ausgängen
● Interruptgesteuert auf Eingänge reagieren
● PWM Ausgangs-Signal erzeugen
● Frequenzen und Pulslängen messen
● Ereignisse zählen und interruptgesteuert auf Zählerzustände reagieren, z. B. Nulldurchgang, Überlauf
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
Die DIO-Baugruppe besteht aus drei Hauptteilen:
● Input
● Output
● Counter
,QSXW
,13,) ,13,)) ,13,)5
,QYHUVLRQ ,QSXWILOWHU
(GJH GHWHFWLRQ
,QSXW LQWHUUXSW UHJLVWHUV
,QSXW UHJLVWHU
,13
,13[&
,QSXW FRQILJXUDWLRQ UHJLVWHU
2XWSXW
LQWHUUXSW
UHJLVWHUV
2XWSXW
UHJLVWHU
2873
2873[&
2XWSXW
FRQILJXUDWLRQ
UHJLVWHU
2XWSXW
(GJH GHWHFWLRQ
6RXUFH VHOHFWLRQ ,QYHUVLRQ PRGH
2873,)
2873,))
2873,)5
&RXQWHU 7LPHUEORFN
&[&5&[65&[95&[75 &[&205&[5(/5&[&$35
,13[&,19
,13[&(1)
,13[&)7+5(6
,13[&)65$7(
,13[&(15(, ,13[&(1)(,
2873[&(15(,
2873[&(1)(,
2873[&66(/ 2873[&202'( 2873[&'02'( 2873[&,19
Überblick
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
7
1.3.1 Input
Der Eingangsteil jedes Eingangs besteht aus einem Filterblock und der Flankenerkennung. Zusätzlich kann das Eingangssignal invertiert werden: INPxC.INV.
Eingangsfilter
Der optional einschaltbare Filter INPxC.ENF besitzt folgende Eigenschaften:
● Eine Sample-Frequenz mit einer Sample-Periode von 65,5 μs bis 4 ms in Schritten von
65,5 μs, einstellbar über INPxC.FSRATE.
● Einen Sample-Threshold von 1, 3, 5 oder 7 Samples, einstellbar über INPxC.FTHRES.
Die Sample-Frequenz bestimmt, in welchem Abstand der Eingang abgetastet wird. Der Sample-Threshold bestimmt, wie viele Samples den gleichen Wert haben müssen, bis das Eingangssignal eindeutig ist und durchgereicht wird. Für die Sample-Frequenz gilt: f
s
=
62,5 MHz / (INPxC.FSRATE << 12).
Beispiel:
● Sample-Periode von 1 ms: INPxC.FSRATE = 0xF
● Sample-Threshold von 5: INPxC.FTHRES = 0x02
Das Eingangssignal muss für mindestens 5 ms den gleichen Pegel haben, bis das Eingangssignal durchgereicht wird.
Eingangsinterrupts
Für jeden Eingang lassen sich Interrupts bei steigender, fallender oder bei beiden Flanken des Eingangssignals konfigurieren:
● INPxC.ENREI aktiviert einen Interrupt bei steigender Flanke.
● INPxC.ENFEI aktiviert einen Interrupt bei fallender Flanke.
Wenn einer oder beide Interrupts aktiviert sind und eine Flanke detektiert wird, geschieht Folgendes:
● Die entsprechenden Bits in INPIF, INPIFR und INPIFF werden gesetzt.
● Das Input-Interrupt-Flag in GSR.IIF wird aktiviert.
Wenn folgende Bedingungen erfüllt sind, löst die DIO dann einen Interrupt aus:
● Die Eingangsinterrupts GCR.IIEN sind aktiviert.
● Die Interrupts GCR.IEN sind freigegeben.
Die Software kann dann die Quelle INPIF, INPIFR, INPIFF feststellen und muss die entsprechenden Interrupts durch Schreiben der Bits in INPIF, INPIFR oder INPIFF löschen.
Überblick
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
SIMATIC PCIe DIO4
8 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
1.3.2 Output
Der Ausgangsteil besteht aus folgenden Komponenten:
● Dem Selektor für die Quelle des Ausgangssignals OUTPxC.SSEL.
● Modus-Filtern OUTPxC.DMODE und OUTPxC.OMODE
● Der Flankenerkennung für Interrupts.
Ausgangsquelle
Im Defaultmodus oder nach einem Reset steht die Quelle jedes Ausgangs auf das entsprechende Bit im Ausgangs-Register OUTP. Durch das Setzen oder Löschen der Bits in OUTP lassen sich die Ausgänge direkt steuern. Durch die Wahl einer anderen Quelle lassen sich andere Funktionen implementieren z. B. PWM.
Ausgangsinterrupts
Für jeden Ausgang lassen sich Interrupts bei steigender, fallender oder bei beiden Flanken des Ausgangssignals konfigurieren:
● OUTPxC.ENREI aktiviert einen Interrupt bei steigender Flanke.
● OUTPxC.ENFEI aktiviert einen Interrupt bei fallender Flanke.
Wenn einer oder beide Interrupts aktiviert sind und eine Flanke detektiert wird, geschieht Folgendes:
● Die entsprechenden Bits in OUTPIF, OUTPIFR und OUTPIFF werden gesetzt.
● Das Output-Interrupt-Flag in GSR.OIF wird aktiviert.
Wenn folgende Bedingungen erfüllt sind, löst die DIO dann einen Interrupt aus:
● Die Ausgangsinterrupts GCR.OIEN sind aktiviert.
● Die Interrupts GCR.IEN sind freigegeben.
Die Software kann dann die Quelle OUTPIF, OUTPIFR, OUTPIFF feststellen und muss die entsprechenden Interrupts durch Schreiben der Bits in OUTPIF, OUTPIFR oder OUTPIFF löschen.
Überblick
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
9
1.3.3 Counter
Jeder Zähler (engl. Counter) lässt sich universell durch die Programmierung von Steuer­Ereignissen (engl. Events) einsetzen. Jeder Counter besitzt folgende Hauptbestandteile:
● Counter: CxVR enthält den aktuellen Counterwert, steuerbar durch die Events "Up"
(CxTR0), "Down" (CxTR1), "Clear" (CxTR2), "Reload" (CxTR3).
● Reload: CxRELR enthält den Reload-Wert.
● Capture: CxCAPR enthält den Capture-Wert, steuerbar durch den Event "Capture"
(CxTR4).
● Compare: CxCOMR enthält den Compare-Wert.
&[&5&6(/
&RPSDUH VHOHFWLRQ
&[&205
&RPSDUH UHJLVWHU
$
%
$ %
&RPSDUDWRU
$!%
$%
&[65&(
&[65&*
&[65&6
&[652,)
&DSWXUH
UHJLVWHU
&[&$35
&DSWXUH&[75
&RXQWHU
UHJLVWHU
2YHUIORZ
&[95
8S 'RZQ &OHDU 5HORDG
5HORDG UHJLVWHU
&55
&[75 &[75 &[75 &[75
Counter
Der Counter ist ein 36-Bit-Zähler, der mit einem Takt von 62,5 MHz betrieben wird. Bei andauerndem Hochzählen läuft der Counter nach ca. 1099,5 s über. Der Überlauf wird durch das Setzen von CxSR.OIF signalisiert.
Der aktuelle Wert des Counter- oder Capture-Registers, auswählbar über CxSR.CSEL, wird mit dem Compare-Register verglichen. Das Ergebnis gleich, größer oder kleiner wird über CxSR.CE, CxSR.CG oder CxSR.CS abgebildet.
Der Counter kann Interrupts bei Counter-Overflow und Compare-Events auslösen.
Überblick
1.3 Aufbau der DIO-Baugruppe
SIMATIC PCIe DIO4
10 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
Events
Durch die konfigurierbaren Steuer-Ereignisse (Events) lässt sich der Counter in verschiedenen Modi betreiben. Jede Eventkette besteht dabei aus folgenden Teilen:
● Quellenauswahl CxTRx.SSEL
● Detektierungsmodus CxTRx.DMODE
● Teiler CxTR0.PEN/CxTRx.PRE
● Ausgangs-Modus CxTRx.OMODE
6RXUFH VHOHFWLRQ
/HYHO KLJK
/HYHO ORZ
(GJH ULVLQJ
(GJH IDOOLQJ
%RWK HGJHV
,QSXW
Q
7RJ J OH PRGH
1RUPDO PRGH
,Q 2XW
(YHQW
RXWSXW
(YHQW VRXUFHV
'HWHFWPRGH
3UHVFDOHU 2XWSXWPRGH
Event-Wirkung
● Event "Up" (CxTR0): Der Counter wird inkrementiert.
● Event "Down" (CxTR1): Der Counter wird dekrementiert.
● Event "Clear" (CxTR2): Der Counter wird gelöscht (0).
● Event "Reload" (CxTR3): Der Wert aus dem Reload-Register CxRELR wird in das Counter-Register CxVR geladen.
● Event "Capture" (CxTR4): Der aktuelle Counterwert aus CxVR wird im Capture-Register CxCAPR gespeichert.
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11
DIO-Baugruppe einbauen und anschließen
2
2.1 Wichtiger Einbauhinweis
VORSICHT
Beschädigung der DIO-Baugruppe beim Einbau
Die 24 V-Versorgungsspannung der DIO-Baugruppe besitzt keinen Verpolschutz. Beim Verpolen wird intern eine Sicherung ausgelöst, welche die Baugruppe außer Betrieb setzt.
Achten Sie beim Einbau darauf, dass die DIO-Baugruppe korrekt gesteckt ist (digitale Ein­und Ausgänge außen). Falls Sie doch die DIO-Baugruppe verkehrt stecken und versehentlich in Betrieb nehmen: ziehen Sie die Baugruppe ab und senden Sie sie zur Reparatur ein.
2.2 Stromversorgung für die Ausgänge anschließen
Für die +24 V-Stromversorgungsleitung benötigen Sie den mitgelieferten Klapp-Ferrit der Firma Würth, Bestellnummer 742711112.
ACHTUNG
Gehäuse des Klapp-Ferrit nicht schließen
Wenn das Gehäuse des Klapp-Ferrit einmal geschlossen ist, dann kann es nicht mehr geöffnet werden.
Lassen Sie das Gehäuse des Klapp-Ferrit zunächst geöffnet.
DIO-Baugruppe einbauen und anschließen
2.2 Stromversorgung für die Ausgänge anschließen
SIMATIC PCIe DIO4
12 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
Vorgehensweise
1. Verbinden Sie den +24V-Anschluss der Stromversorgung für die Ausgänge mit Pin 10 "P24V_EXT".
3LQ
0B287
3LQ
39B(;7
2. Verbinden Sie den Masseanschluss der Stromversorgung für die Ausgänge mit Pin 9 "M_OUT".
3. Führen Sie die +24 V-Stromversorgungsleitung für die Ausgänge durch das geöffnete Gehäuse des mitgelieferten Klapp-Ferrit.
4. Führen Sie die +24 V-Stromversorgungsleitung einmal um das Gehäuse des Klapp-Ferrit herum.
5. Schließen Sie das Gehäuse des Klapp-Ferrit.
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Technische Angaben
3
3.1 Anschlussbelegung
+/('B287
+/('B287
+/('B287
+/('B287
+/('B,1
+/('B,1
+/('B,1
+/(' B,1
3LQ
287
3LQ
0B287
3LQ
287
3LQ
0B287
3LQ
287
3LQ
0B287
3LQ
287
3LQ
0B287
3LQ
39B(;7
3LQ
0B287
3LQ
,1
3LQ
0B,1
3LQ
,1
3LQ
0B,1
3LQ
,1
3LQ
0B,1
3LQ
,1
3LQ
0B,1
0B,1 SRWHQ]LDOJHWUHQQWHV0*1' 0B287 0*1'GHU$XVJ¦QJH 39B(;7 9(LQVSHLVXQJI¾UGLH$XVJ¦QJH
Technische Angaben
3.2 Technische Daten
SIMATIC PCIe DIO4
14 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
3.2 Technische Daten
Allgemeine technische Daten
Abmessungen B x H x T 101 x 120 x 24 mm Gewicht ca. 60 g Versorgungsspannung P24V_EXT Zulässiger Spannungsbereich
DC 24 V, NEC class 2
19,2 ... 28,8 V Stromversorgung/Eingang/Eingangsstrom Aus Lastspannung L+ (ohne Last) max. 40 mA Stomaufnahme, Verlustleistung, Potenziale, Isolationsprüfung Stromaufnahme aus PCIe x1: 3,3 V/12 V 240 mA Verlustleistung, typisch 3,5 W Isolation geprüft mit DC 500 V Elektromagnetische Verträglichkeit Die Gerätevariante G-IO erfüllt folgende Anforderungen: Einsatzbereich Industriebereich Störaussendung EN 61000-6-4:2007
Die Anforderungen der Norm EN 61000-
6-3:2007, Fachgrundnormen-
Störaussendung für Wohnbereich,
Geschäfts- und Gewerbebereiche sowie
Kleinbetriebe werden nicht erfüllt. Störfestigkeit: EN 61000-6-2:2005 Komponenten für den Überspannungsschutz Lfd. Nr. Leitung für Komponente
1)
Artikel-Nr. 1 Versorgung UN = DC 24 V BLITZDUCTOR® VT, BVT AD 24 918 402 2 Eingänge von digitalen Baugruppen
UN = DC 24 V
DEHNconnect RK, DCO RK ME 24 (IL = 0,5 A)
919 921
3 Ausgänge von digitalen Baugruppen
UN = DC 24 V
DEHNconnect RK, DCO RK D 5 24 (IL = 10,0 A)
919 986
Status, Alarme, Diagnosen Statusanzeige Orange LED pro Kanal Alarme Nein Diagnosefunktionen Ja; Meldungen bei Spannungsausfall,
Überlast, Temperaturüberschreitung der Ausgänge
1)
Komponenten der Baureihe BLITZDUCTOR® XT sind mit entsprechendem Zubehör fernüberwachbar. Weitere Informationen unter http://www.dehn.de. Direktbezug der Bauteile über: DEHN+SÖHNE GMBH+CO.KG., Hans-Dehn-Str. 1, D-92318 Neumarkt, Tel. +49 (0)9181-906-730
Technische Angaben
3.2 Technische Daten
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
15
Digitaleingänge
Anzahl der Eingänge 4, gleichzeitig ansteuerbar Eingangsfrequenz maximal 1 kHz Erforderlicher Stecker 8-polig, Weidmueller B2L 3.50/08/180
SN BK BX; Bestellnr.: 1727650000 Querschnitt der Anschlussleitungen am Stecker 0,08 mm2...1,3 mm2 Eingänge Interruptfähig Ja; auf steigende Flanke, fallende
Flanke oder beide Flanken Potenzialtrennung zwischen den Kanälen Nein Eingangsspannung
Nennwert Für Signal "0" Für Signal "1"
DC 24 V
-3...+5 V
+15...30 V
Eingangsstrom für Signal "1", typisch 7 mA Eingangsverzögerung bei Eingangsspannung Nennwert
Einstellbare Filterzeiten pro Eingang Einstellbare Hysterese pro Eingang
65,5 μs ... 4 ms, Schrittweite 65,5 μs
1, 3, 5 oder 7 Samples
Statusanzeige orange LED pro Kanal
Ansteuerung über Logik; nicht direkt am
Eingangssignal angeschlossen
Digitalausgänge
Anzahl der Ausgänge 4 Erforderlicher Stecker 10-polig, Weidmueller B2L 3.50/10/180
SN BK BX; Betsllnr: 1727660000 Querschnitt der Anschlussleitungen am Stecker 0,08 mm2...1,3 mm2 Ausgänge Interruptfähig Ja; auf steigende Flanke, fallende
Flanke oder beide Flanken Integrierte Sicherung Ja; 3,15 A Potenzialtrennung zwischen den Kanälen Nein Kurzschlussschutz
Ansprechschwelle, typisch
Ja; elektronisch
0,6 A
Begrenzung der induktiven Abschaltspannung auf L+ (-53 V) Lampenlast nicht zulässig Ansteuern eines Digitaleingangs Hinweis: Da der Ausgang nicht "0" treibt, kann der
Wechsel von "1" auf "0" bei hochohmigen Eingängen sehr lange dauern.
Ja
An jedem Ausgang ist auf der
Baugruppe ein 100 K-Pulldown-
Widerstand angeschlossen. Ausgangsstrom
Für Signal "1", Nennwert Für Signal "1", Mindestlaststrom Für Signal "0", Reststrom
0,5 A
5 mA
0,5 mA
Summenstrom der Ausgänge bis 50 °C max. 2 A
Technische Angaben
3.2 Technische Daten
SIMATIC PCIe DIO4
16 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
Ausgangsverzögerung bei ohmscher Last
"0" nach "1" "1" nach "0"
max. 100 μs max. 500 μs
Parallelschalten von 2 Ausgängen
Zur Leistungserhöhung Zur redundanten Ansteuerung einer Last
Nein Ja; nur Ausgänge der gleichen Gruppe
Schaltfrequenz
Bei ohmscher Last Bei induktiver Last
max. 100 Hz max. 0,5 Hz
Lastwiderstandsbereich 48 Ω ... 4 kΩ Ausgänge haben einen definierten Zustand
Nach einem Reset: Ausgänge sind
NULL (Low).
Bei System-Stillstand/Absturz:
Ausgänge bleiben im letzten
eingestellten Zustand und können
über Geräte-Watchdog rückgesetzt
werden.
Zähler
Anzahl der Zähler 8 Auflösung 36 Bit, 16 ns Verknüpfung der Eingänge mit Zähler Beliebig Verknüpfung der Ausgänge mit Zähler Beliebig Zählerfunktionen PWM, Pulsbreiten-/Frequenzmessung, Zähler
aufwärts, abwärts, löschen, laden, ... Anzahl Vergleicher pro Zähler 1 Interruptfähigkeit pro Zähler Überlauf, Vergleich kleiner/größer/gleich
SIMATIC PCIe DIO4 Kompaktbetriebsanleitung, 11/2011, A5E03493449-01
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Beispiele und Registerbelegungen
4
4.1 DIO initialisieren und freigeben
DIO aktivieren
Um die DigitalIO-Baugruppe, kurz DIO, zu aktivieren, gehen Sie wie folgt vor:
1. Mappen Sie den MMIO-Speicherbereich aus BAR0, im Folgenden BASE genannt.
2. Überprüfen Sie die Version und der Eigenschaften der DIO aus dem Register VER: BASE + 0x0000:
– Version = VER & 0xFF
– Revision = (VER >> 8) & 0xFF
– NumberOfInputs = (VER >> 16) & 0x1F
– NumberOfOutputs = (VER >> 21) & 0x1F
– NumberOfTimers = (VER >> 26) & 0x1F
3. Akquirieren Sie das INUSE-Flags: InUse = (GSR & 1)
Das INUSE-Flag verhindert, dass mehrere Software-Kompenenten gleichzeitig auf die DIO zugreifen. Bevor eine Software auf die DIO zugreift, muss die Software über das INUSE-Flag prüfen, ob die Baugruppe bereits in Verwendung ist. Beim ersten Lesen des Global Status-Registers GSR muss das INUSE-Bit "0" ergeben. Alle weiteren Lese­Zugriffe ergeben "1". Die DIO ist in Verwendung.
4. Setzen Sie GCR.EN. Die DIO wird aktiviert und die 24 V-Ausgänge eingeschaltet.
Wenn Sie GCR.EN löschen (0), werden alle internen Register zurückgesetzt.
Die Software nutzt nun die DIO für ihren Programmablauf.
DIO deaktivieren
Löschen Sie GCR.EN. Die internen Register werden zurückgesetzt und die 24 V-Ausgänge abgeschaltet.
DIO freigeben
Schreiben Sie das INUSE-Flag GSR.INUSE. Dadurch wird das INUSE-Flag zurückgesetzt.
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