Neotecha Inline Sampling Sapro (bottles) IOM, Neotecha-DE Manuals & Guides [de]

NEOTECHA SAPRO® - PROBENAHMEVENTILE SV FÜR PROBENAHME IN FLASCHEN
Einbau- und bEtriEbsanlEitung
Nachfolgende Anleitungen und Hinweise müssen vor Einbau der Armatur vollständig gelesen und verstanden worden sein
1 ALLGEMEINES ZUR MONTAGE- UND BETRIEBSANLEITUNG
Diese Betriebsanleitung beinhaltet die Anweisungen, die Armatur sicher, in der vorgeschriebenen Weise, einbauen und betreiben zu können. Sollten dabei Schwierigkeiten auftreten, die nicht mit Hilfe der Betriebsanleitung gelöst werden können, so sind weitere Informationen beim Lieferanten/Hersteller zu erfragen. Diese Betriebsanleitung entspricht den relevanten gültigen EN-Sicherheitsnormen. Bei Einsatz der Armatur hat der Betreiber beziehungsweise der für die Auslegung der Anlage Verantwortliche dafür zu sorgen, daß gültige nationale Regelwerke eingehalten werden. Der Hersteller behält sich alle Rechte der technischen Änderungen und Verbesserungen jederzeit vor. Der Gebrauch dieser Betriebsanleitung setzt die Qualifikation des Benutzers durch ‘Qualifiziertes Personal’ voraus. Das Bedienungspersonal ist entsprechend der Betriebsanleitung zu unterweisen.
1.1 Gültigkeit dieser Montage- und Betriebsanleitung
Diese Montage- und Betriebsanleitung ist gültig für alle SAPRO-Probenahmeventile für Probenahme in Flaschen, die nach dem 28.
November 2001 von der Firma Neotecha AG hergestellt wurden. Die Gültigkeit ist nur bis zur nächsten Revisionsänderung gewährleistet.
2 SICHERHEIT
Lesen Sie bitte diese Hinweise sorgfältig durch.
a. Nichtbeachtung der Anweisung b. Bestimmungswidrige Verwendung c. Ungenügend qualifiziertes Personal
2.2 Bestimmungsgemässe Verwendung
2.2.1 Anwendungsbereich
SAPRO-Probenahmeventile sind Armaturen, die eine genau dosierte Probenahme von hochkorrosiven, heißen Flüssigkeiten und Gasen ermöglichen. Ein besonderes Merkmal des SV ist die austauschbare Weichsitzdichtung, die je nach verwendetem Medium aus TFM oder Perfluorelastomer geliefert werden kann, sowie die verschiedenen Gehäuse-, Adapter- und Betätigungsvarianten. Das SV ist für den vertikalen und, mit gewissen Einschränkungen, auch für den horizontalen Einbau geeignet. Bei horizontalem Einbau muss unbedingt darauf geachtet werden, dass die Leitung mit genügend Medium gefüllt ist, damit eine repräsentative Probe entnommen werden kann, zudem muss bei horizontalem Einbau unbedingt ein Winkeladapter verwendet werden. Alle produktberührten Teile sind in den Werkstoffen PFA/PTFE/TFM oder rostfreiem Edelstahl ausgeführt. Die drucktragenden Teile aus den Werkstoffen
1.4581, 1.0425, 1.4435, 1.4541. Je nach Medium können auch andere Werkstoffe, z.B. verschiedene Hastelloy-Typen verwendet werden.
2.2.2 Arbeitsweise
Die Ventilspindel dichtet gegen den Probenahmeadapter im Weichsitz ab. Durch Anheben der Spindel mittels Totmannhebel oder Pneumatikantrieb gibt die Spindel den Durchlass frei und das Medium fließt in den Probenahmebehälter. Die Luft im Behälter wird durch eine Entlüftungsbohrung ausgestoßen, die je nach Gefährlichkeit des Mediums in die Atmosphäre oder auch kontrolliert in einen anderen Behälter ausgelassen werden kann.
Bei geschlossener Ventilspindel verhält sich das SAPRO-Probenahmeventil durch die angepasste Gehäuseform fast wie ein durchgehendes Rohrstück, es sind nur wenig Reibungsverluste und Verwirbelungen durch die Ventilspindel zu erwarten.
Emerson.com/FinalControl
© 2017 Emerson. All Rights Reserved.
VCIOM-01977-DE 18/09
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Einbau- und bEtriEbsanlEitung
DRUCK-TEMPERATURE DIAGRAMM (VENTIL)
Druck [bar]
20 Pa
Vakuum
Version mit Code: SV*****1**A2M** nur über -5°C
2.2.4 Einschränkung der Verwendung
Die produktberührten Teile müssen mit dem durchgeführten Produkt auf Beständigkeit abgeklärt sein. Dazu stehen einschlägige Literatur oder der Hersteller bzw. Vertreiber zur Verfügung.
2.2.5 Veränderungsverbot
Es ist unzulässig die Armaturen mechanisch zu verändern oder Bauteile anderer Hersteller zu Reparaturzwecken zu verwenden. Die Sicherheit ist bei Missachtung nicht gewährleistet. Reparaturen sind ausschließlich durch das Fachpersonal des Herstellers durchzuführen.
2.2.6 Warnung vor vorhersehbarem Missbrauch
Armaturen und ihre Zubehörteile sind nicht als Steighilfen zu missbrauchen.
2.2.7 Verpflichtung die Angaben zu Betrieb, Wartung und Instandhaltung zu beachten
Diese Anleitung ist Bestandteil der Lieferung und muss den Benutzern sicher vor Verschmutzung zugänglich sein.
Sapro Bellow PN25
Sapro Bellow PN16
Über 200°C nur version mit Code: SV*****1**A2M**
Sapro SS/PFA PN16
Temperatur [°C]
Alternative: verwenden Sie Armaturen mit elektrisch leitender Innenauskleidung. Wenden Sie sich an den Lieferanten!
2.3.3 Thermisch
Durch die Einsatztemperaturen von -20°C bis zu +200°C können Oberflächentemperaturen von -20°C bis +200°C an den Armaturengehäusen vorkommen. Bei der Installation sind deshalb Vorkehrungen zum Schutz vor Erfrierungen und Verbrennungen zu treffen. Beim Einsatz sind Wärmeschutzhandschuhe zu benutzen. Bei Bränden ist die mechanische Festigkeit der PFA-Auskleidungen ab 250°C nicht mehr gewährleistet.
2.3.4 Schutz gegen versehentliches Öffnen des Probenahmeventils
Um ein unbeabsichtigtes Öffnen des Probenahmeventils zu verhindern, kann der Sicherheitsbolzen (Pos. 3) eingesetzt werden, der zusätzlich mit einem Vorhängeschloss (Pos. 10) gegen mutwilliges Öffnen gesichert werden kann.
2.2.3 Leistungsdaten
Druckbereich: 20 Pa Vakuum bis 16bar Temperaturbereich: Siehe Diagramm Nennweiten: DN15-100 Nennweiten: ANSI Class150 ½” - 4” Prüfdruck: 1,5 x PN = 24bar
2.3 Gefahrenquellen
2.3.1 Chemisch äußerlich
Die Gehäuse der Armaturen DN65-100 aus Stahl/PFA bestehen aus mechanisch bearbeitetem Stahl beschichtet mit einem Zweikomponenten-Polyesterlack. Durch starken äußeren Lösungsmittel-Einfluss kann die Beschichtung angegriffen werden und zu Korrosion der Gehäuse führen. Bei Erscheinungen dieser Art, sind die Umgebungseinflüsse zu überprüfen und die Lackschäden auszubessern.
2.3.2 Elektrisch
Wenn statische Aufladungen zu Explosionen führen können, muss die Armatur mit dem Erdungszubehör geerdet werden
2.4 Qualifiziertes Personal
Das sind Personen, die mit Aufstellung, Montage, Inbetriebnahme, Betrieb und Wartung des Produktes vertraut sind und über die ihrer Tätigkeiten und Funktionen entsprechenden Qualifikationen verfügen, wie z.B. :
•UnterweisungundVerpflichtungzur
Einhaltung aller einsatzbedingten, regionalen und innerbetrieblichen Vorschriften und Erfordernissen.
•AusbildungoderUnterweisunggemäß
den Standards der Sicherheitstechnik in Pflege und Gebrauch angemessener Sicherheits- und Arbeitsschutzausrüstung, wie z.B. die persönliche Schutzausrüstung (z.B. Wärmeschutzhandschuhe) die den
Betriebsbedingungen angepasst sind. Im weiteren müssen diese Personen diese Anleitung gelesen und verstanden haben.
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3 TRANSPORT/LAGERUNG
Die Armatur wird mit Schutzdeckel geliefert. Diese Schutzdeckel sind erst unmittelbar vor dem Einbau zu entfernen. Sie schützen die PFA-Oberflächen vor Schmutz und mechanischen Beeinträchtigungen.
3.1 Transport
- Transporttemperatur -20°C bis +65°C.
- Gegen äußere Gewalt (Stoß, Schlag, Vibration) schützen.
- Lackierung nicht beschädigen.
4 MERKMALE
4.1 Allgemeine Merkmale
Flanschbohrungen DIN2501-1PN16 ANSI B16.5class150 Andere Bohrbilder (PN25/40, ANSI cl. 300) sind auf Wunsch erhältlich Gehäusevarianten Kurzbauform Geflanscht nach DIN Geflanscht nach ANSI Verschraubung Schraubenqualität A2 für alle druckbelasteten Schrauben Adaptervarianten Flaschenadapter für Glasgewinde nach ISO GL32/45, kundenspezifische
Gewinde
Flaschenkorb für erhöhte Sicherheit bei Probenahme (Bruch der
Glasflasche)
Kanülenadapter mit Nadeln für Probenahme mit Flaschen, die eine
Septum-Membrane haben Auslaufadapter in verschiedenen Ausführungen Flaschenhalter mit Druckfeder für verschiedene Flaschengrössen Spezialadapter für aseptische Probenahme Bajonettadapter für Probenahme mit Kolbenspritze (siehe NEOJV-0021/
VCIOM-01978) Kundenspezifische Lösungen sind möglich Betätigungsvarianten Totmannhebel für Handbetätigung Pneumatikantrieb für voll- oder teilautomatisierte Betätigung Kolbenspritze (Anheben der Spindel durch den Stößel der Kolbenspritze,
siehe NEOJV-0021/VCIOM-01978) Gewichte Die folgende Gewichtstabelle stellt nur einen ungefähren Wert dar,
da die effektiven Gewichte aufgrund verschiedenster Adapter- und Betätigungsvarianten zusätzlich variieren können.
3.2 Lagerung
- Lagertemperatur -20°C bis +65°C, trocken und schmutzfrei.
- In feuchten Räumen ist Trockenmittel, beziehungsweise eine Heizung gegen Kondenswasserbildung erforderlich.
3.3 Handling vor der Montage
- Die Schutzkappen erst direkt vor dem Einbau entfernen!
- Vor Witterungseinflüssen wie z.B. Nässe schützen (sonst Trockenmittel benutzen).
- Sachgemäßes Behandeln schützt vor Beschädigungen.
GEWICHT
DN NPS Gewichte Kurzbauform Gewichte geflanschte Baulänge
25 1 4.0 6.5 40 5.1 8.7 50 2 6.1 10.6 65 8.7 16.0 80 3 10.0 18.0 100 4 13.7 20.0
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4.1.1 Probenahmeventil für Probenahme in Flaschen
1a. SAPRO-Probenahmeventil Kurzbaulänge (DIN/ANSI). 1b. SAPRO-Probenahmeventil Geflanschte Baulänge (DIN oder ANSI).
2. Totmannhebel.
3. Sicherungsbolzen.
4. Gewindestift zur Durchflussregelung.
5. Kontermutter zum Fixieren des Gewindestiftes.
6. Flaschenadapter, Standardgewinde nach ISO GL32 oder GL45, Kundenspezifische Gewinde sind möglich.
7. Klaue, zum Fixieren des Flaschenadapters.
8. Entlüftungsgewinde des Flaschenadapters, Standard G ¼”.
9. Probenahmeflasche, Borosilikatglas oder PFA.
10. Vorhängeschloss*, um unbefugtes Öffnen des Ventils zu verhindern.
* Vorhängeschloss ist nicht im Lieferumfang inbegriffen
4.1.2 Flaschenadapter und Probeflasche
- Der PTFE-Flaschenadapter (Pos. 6) ist in den Ventilkörper geschraubt und dichtet direkt am
Ventilsitz mit einem Perfluor O-Ring.
- Die Klaue (Pos. 7) sichert den Flaschenadapter gegen Verdrehe
- Die Probeflasche (Pos. 9) besteht meistens aus Borosilikatglas mit einem Rundgewinde
ISOGL45 oder ISO GL32 (DIN168), es sind auch Flaschen aus PFA erhältlich. Flaschengrössen : 50- 1000 ml.
4.2 Einbaulage
4.2.1 Einbau Probenahmeventil für Probenahme in Flaschen
Das Probenahmeventil für die Probenahme in Flaschen kann nur so eingesetzt werden, dass die Flasche senkrecht steht. Für den Einbau in einer senkrecht verlaufenden Leitung muss ein Winkeladapter eingesetzt werden (Als Zubehör erhältlich).
4.3 Dichtheit
Die Dichtheit des Probenahmeventils wird Flaschenadapterseitig durch die Weichsitzdichtung gewährleistet, auf der Betätigungsseite (Totmannhebel) kommt eine PTFE-Dichthülse oder ein Metallfaltenbalg zum Einsatz. Die Weichsitzdichtung kann mit einem Spezialwerkzeug ausgebaut und ersetzt werden (Leitung muss drucklos und entleert sein!), falls die PTFE-Dichthülse oder der Faltenbalg undicht werden sollte, muss das Ventil ausgebaut und an den Hersteller eingeschickt werden. Die Kontrolle der Dichtheit der Dichthülse oder des Faltenbalges ist über die Leckageprüfbohrung am oberen Hals des Ventils gewährleistet, es wird deshalb empfohlen, die für den Versand eingeschraubten gelben Kunststoff-Verschlussschrauben zu entfernen und stattdessen falls möglich einen Sensor einzuschrauben. Auf keinen Fall die Gewindebohrung mit einer Stahl-Verschlussschraube verschließen!
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5 KENNZEICHNUNG
CE-Kennzeichnung auf der Armatur, nur falls das Produkt unter die DGRL 97/23/EG fällt.
6 INSTALLATION
6.1 Einbau
6.1.1 Einbauvorbereitung
Die Abmessungen der Armaturen sind so gewählt, daß die Probenahmeventile zwischen alle gängigen DIN- und ANSI Flansche geklemmt werden können, wobei zu beachten ist, dass Probenahmeventile, die für eine bestimmte Flanschnorm ausgeführt sind, für andere Flansche nicht mehr passen. Hauptabmessungen der Armaturen: Daten sind dem Katalogblatt zu entnehmen. Die Flansche müssen folgende Anforderungen erfüllen:
- Gereinigte und unbeschädigte
Anschlußoberfläche.
- Das Gegenstück in der Rohrleitung, muss
dieselbe Anschlussnorm aufweisen wie die einzubauende Armatur.
- Die den verschiedenen Flanschnormen und
Nennweiten entsprechenden Lochbilder der Flansche ermöglichen das Zentrieren der Armatur durch Hindurchführung der Flanschschrauben durch die Bohrungen in den Flanschen.
- Die Flanschschrauben müssen mittig durch
die Bohrungen in den Flanschen der Armatur ausgerichtet sein.
6.1.2 Einbaulage
Das Probenahmeventil kann gemäss Punkt
4.2.1 dieser Montage- und Betriebsanleitung mit
gewissen Einschränkungen (bei horizontalem Einsatz ist ein Winkeladapter nötig) sowohl vertikal als auch horizontal eingebaut werden.
6.2 Einbau in die Rohrleitung
Bei den Probenahmeventilen ist die Durchflußrichtung nicht relevant, jedoch muss vor dem Einbau geklärt werden, ob spezielle Flanschdichtungen notwendig sind, weitere Informationen siehe Punkt 6.2.3.
Flansche mit eingebauter Armatur führt aufgrund der hohen Temperatur zu schweren Schäden am Anschlussflansch.
Benutzen Sie immer alle Flanschbolzen, auch bei Niederdruck-Systemen. Die Armatur sollte nie unter Druck gesetzt werden, wenn einer der vier Flanschbolzen fehlt.
6.2.1 Einbau Schritt für Schritt
1. Kunststoffschutzkappen entfernen.
2. Überprüfen der Anschlussflansche (Pos. 11 und 12) auf Beschädigung und Verschmutzung.
3. Kontrollieren, ob der Flanschabstand mit der Einbaulänge des Kugelrückschlagventils übereinstimmt. Vor dem Einbau der Armatur (Pos. 1a und 1b) Flansche mit geeignetem Werkzeug genügend spreizen.
4. Die Armatur zwischen die gespreizten Flansche schieben, gleichzeitig die Dichtungen (D, falls notwendig, siehe Punkt 6.2.4) zwischen die Dichtflächen einschieben.
5. Jetzt die Flanschschrauben durch die Justierbohrungen stecken.
6. Während die Flanschspreizer allmählich entfernt werden, Flanschschrauben handfest anziehen. Es muß darauf geachtet werden, daß die Flansche ordentlich ausgerichtet bleiben.
7. Alle Flanschschrauben über Kreuz festziehen. Anzugsmomente siehe Punkt
6.2.2.
8. Die Flaschenadapter Entlüftungsbohrung muss an eine Entlüftungsleitung angeschlossen werden (8). Die Entlüftungsleitung muss sicherstellen, dass die Entlüftungsmedien für Mensch und Umwelt sicher abgeleitet werden.
Ventiltyp gemäss Auftrag
Hersteller
Seriennummer
Herstelljahr
CE-Zeichen mit 4-stelliger Notified body Nummer
Herstellland
(nur nötig bei DN40-100)
Ein SV ist kein Brecheisen! Verwenden Sie es bitte nicht zum Spreizen der Flansche, da dies zur Beschädigung der PFA-Schicht und des Sitzes führen würde. Um eine Beschädigung der PFA-Schicht zu vermeiden, sollten Sie die Schutzdeckel erst kurz vor dem Einbau entfernen.
WARNUNG
Es wird davon abgeraten, die Armaturen zum Positionieren von Rohrleitungen bei neuen Systemen zu verwenden. Funken, die beim Punktschweißen entstehen, könnten die PFA­Beschichtung beschädigen. Verwenden Sie statt dessen Paßstücke. Ein Fertigschweißen der
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6.2.2 Empf. Anzugsmomente [Nm] von Schraubverbindungen für den Einbau von SAPRO-Ventilen
RICHTWERTE FÜR VERZINKTE STAHLSCHRAUBEN (8.8); LEICHT GEÖLT
DN NPS Drehmoment Edelstahl Drehmoment PFA
25 1 35 22 40 60 35 50 2 100 55 65 130 70 80 3 90 50 100 4 105 60
6.2.3 Abschließende Kontrolle
Vor der Erstinbetriebnahme des Probenahmeventils sollte die Rohrleitung ausgespült werden, um mögliche Festpartikel auszuschwemmen, die den Weichsitz des Ventils beschädigen könnten. Gleichzeitig sollte auch der Flaschenadapter durchgespült werden, Dazu zuerst das Vorhängeschloss (Pos. 10, falls montiert, nicht im Lieferumfang) entfernen und den Sicherungsbolzen (Pos. 3) herausziehen. Das Ventil kann nun durch Betätigen des Totmannhebels (Pos. 2) kurz geöffnet und durch Loslassen des Hebels wieder geschlossen werden.
6.2.4 Dichtungen
Die SAPRO-Ventile werden wie andere Armaturen (Kugelhähne, Klappen, etc.) montiert und gedichtet. Zuerst Werksnorm berücksichtigen und Standard-Dichtungen verwenden. Je nach Rohrleitungsart empfehlen wir folgende Dichtungen:
SAPRO Ventil Rohrleitungsart Dichtungsart Dichtungswerkstoff
Edelstahl Kurzbauform oder Geflanschte Baulänge
PFA-ausgekleidet Kurzbauform oder Geflanschte Baulänge
Stahl- oder Edelstahlrohre mit glatten Flanschen Gestanzte Flachdichtung Asbestfreie Platte
Umhüllte Flachdichtung PTFE-Hülle mit AFM-Einlage GORE-TEX Flachdichtung Gerecktes PTFE
Stahlrohre emailliert Umhüllte Flachdichtung PTFE-Hülle mit Stahlwellring und
AFM-Auflage Stahl PTFE ausgekleidet Keine Dichtung PVDF-Rohr Gestanzte Flachdichtung EPDM, IIR Stahlrohre gummiert Umhüllte Flachdichtung PTFE-Hülle mit AFM-Einlage Glasrohre mit Planschliff GORE-TEX Flachdichtung Gerecktes PTFE
7 INBETRIEBNAHME
7.1 Allgemeine Inbetriebnahme
Vor Inbetriebnahme sind die Angaben zu Werkstoff, Druck, und Temperatur mit dem Anlagenplan des Rohrleitungssystems zu überprüfen. Rückstände in den Rohrleitungen und Armaturen (Schmutz, Schweißperlen, etc.) führen zwangsläufig zu Undichtigkeiten.
WARNUNG
Vor jeder Inbetriebnahme einer Neuanlage beziehungsweise Wiederinbetriebnahme einer Anlage nach Reparaturen beziehungsweise Umbauten ist sicherzustellen :
- Der ordnungsgemäße Abschluß aller Einbau-/ Montagearbeiten!
- Inbetriebnahme nur durch 'Qualifiziertes Personal'.
- Die richtige Funktionsstellung der Armatur.
- Anbringen beziehungsweise Instandsetzen vorhandener Schutzvorrichtungen.
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7.2 Einstellen der Durchflussmenge
Probnahmeflasche (Pos. 9) in den Flaschenadapter (Pos. 6) einschrauben. Die Kontermutter (Pos. 5) lösen. Die Durchflussmenge kann nun durch Drehen des Gewindestiftes (Pos. 4) in die gewünschte Richtung und anschließendes Kontern mit der Kontermutter Benutzerspezifisch eingestellt werden.
8 HINWEISE AUF GEFAHREN BEI DER MONTAGE, BEDIENUNG UND WARTUNG
Der sichere Betrieb der Armatur ist nur gewährleistet, wenn sie von qualifiziertem Personal (siehe ‘Qualifiziertes Personal’) sachgemäß unter Beachtung der Warnhinweise dieser Betriebsanleitung installiert, in Betrieb genommen und gewartet wird. Außerdem ist die Einhaltung der allgemeinen Einrichtungs- und Sicherheitsvorschriften für den Rohrleitungs- beziehungsweise Anlagenbau sowie der fachgerechte Einsatz von Werkzeugen und Schutzausrüstungen zu gewährleisten.
WARNUNG
Bei allen Arbeiten an der Armatur beziehungsweise im Umgang mit der Armatur ist die Betriebsanleitung der Armatur unbedingt zu beachten. Bei Nichtbeachtung können Verletzungen oder Sachschäden die Folge sein.
9 BEDIENUNG
Repräsentative Probenahme:
1. Probeflasche (Pos. 9) in den Flaschenadapter einschrauben.
2. Vorhängeschloss (Pos. 10) öffnen und Sicherheitsbolzen entfernen.
3. Totmannhebel (Pos. 2) im Gegenuhrzeigersinn bis zum voreingestellten Anschlag drehen (Hubeinstellung siehe Punkt 7.2), die Ventilspindel wird dadurch angehoben und das Medium fließt durch den Flaschenadapter in die Probeflasche.
4. Probeflasche beim Befüllen ständig beobachten.
10 INSTANDHALTUNG UND REINIGUNG
Routinemäßige Wartung oder Schmierung ist nicht erforderlich. Für Systeme mit hohen Temperaturen sollte jedoch kurz nach dem Einbau eine Überprüfung auf Flanschleckage durchgeführt werden. Aufgrund der großen Unterschiede in der temperaturbedingten Ausdehnung von PFA und Metallen kann es zu Kaltfluß kommen. Ein erneutes Anziehen der Schrauben beseitigt dieses Problem. Unter Umständen muß dieses Verfahren mehrfach durchgeführt werden.
WARNUNG
Vor jeder Demontage oder Wartung muss das Medium in der (drucklosen!) Leitung abgelassen werden und die Leitung gespült werden, damit keine Gefährdung mehr für den Bediener/ Monteur besteht.
Bei Probenahme von reinen, flüssigen Produkten ist eine Reinigung normalerweise nicht notwendig. Sollte der Flaschenadapter oder die Sitzpartie des Ventils trotzdem verschmutzt sein (auskristallisierende Medien), kann der Flaschenadapter folgendermassen demontiert und gereinigt werden:
1. Lösen der Schraube (Pos. 7) und Entfernen der Klaue (Pos. 7a).
2. Der Flaschenadapter (Pos. 6) kann nun ausgeschraubt werden.
3.
Reinigen des Adapters/Sitzpartie (Pos.1) und Kontrolle des O-Rings auf der Oberseite, bei Defekt muss dieser ausgetauscht werden.
4. Einschrauben des Adapters ins SAPRO­Gehäuse und Sichern mit Klaue (Pos. 7, 7a).
Reinigungsmittel
Zur Reinigung sind die innerbetrieblich empfohlenen Mittel zu verwenden, Materialverträglichkeiten sind vor der Reinigung abzuklären.
Inbusschlüssel Grösse 6
WARNUNG
Probeflasche darf nicht überfüllt werden!
5. Nach Erreichen der gewünschten Füllmenge den Totmannhebel loslassen. Nach dem Loslassen fährt dieser automatisch wieder in die Grundstellung zurück.
6. Probeflasche ausschrauben und Probe zur Prüfstation geben.
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11 URSACHE UND ABHILFE BEI BETRIEBSSTÖRUNGEN
Bei Störungen der Funktion beziehungsweise des Betriebsverhaltens ist zu prüfen, ob die Montage- und Einstellarbeiten gemäß dieser Betriebsanleitung durchgeführt und abgeschlossen wurden. Es sind die Angaben zu Werkstoff, Druck, Temperatur und Strömungsrichtung mit dem Anlagenplan des Rohrleitungssystemes zu vergleichen. Weiterhin ist zu prüfen ob die Einsatzbedingungen den im Datenblatt beziehungsweise auf dem Typenschild angegebenen technischen Daten entsprechen.
WARNUNG
Bei der Fehlersuche sind die Sicherheitsvorschriften unbedingt zu beachten.
12 AUSSERBETRIEBNAHME
Der Ausbau der Armatur, im Reparatur oder Servicefall, wird oft nachlässig vorgenommen, da das Probenahmeventil repariert oder ersetzt werden muß. Es empfiehlt sich jedoch, diese vorsichtig auszubauen, ohne die PFA­Beschichtung zu beschädigen, so daß nach dem Ausbau die allfällige Schadensursache erkannt werden kann.
13 ENTSORGUNG
Die Armatur fachgerecht gereinigt in die Altstoffverwertung geben.
WARNUNG
• Schlecht gereinigte Probenehmer können
schwere Verätzungen an Händen und anderen Körperteilen hervorrufen.
• Bei Weitergabe der Probenehmer an Dritte,
übernimmt der Hersteller keine Garantie für die Sicherheit der Geräte.
ACHTUNG
Prüfen, ob Leitung drucklos geschaltet und entleert ist. Bei ätzenden, brennbaren, aggressiven oder toxischen Medien Rohrleitungssystem spülen und belüften.
1. Montagearbeiten nur von qualifiziertem Personal (siehe Punkt 2.4) durchführen lassen.
2. Alle Flanschschrauben lösen und herausziehen, bis die Armatur ausgebaut werden kann.
3. Flansche mit geeignetem Werkzeug spreizen und die Armatur herausziehen.
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