Alle Angaben in dieser Dokumentation sind nach sorgfältiger Prüfung zusammengestellt worden, gelten jedoch nicht als
Zusicherung von Produkteigenschaften. LANCOM Systems haftet ausschließlich in dem Umfang, der in den Verkaufs- und
Lieferbedingungen festgelegt ist.
Weitergabe und Vervielfältigung der zu diesem Produkt gehörenden Dokumentation und Software und die Verwendung
ihres Inhalts sind nur mit schriftlicher Erlaubnis von LANCOM Systems gestattet. Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, bleiben vorbehalten.
Windows®, Windows Vista™, Windows NT® und Microsoft® sind eingetragene Marken von Microsoft, Corp.
Das LANCOM Systems-Logo, LCOS und die Bezeichnung LANCOM sind eingetragene Marken der LANCOM Systems GmbH.
Alle übrigen verwendeten Namen und Bezeichnungen können Marken oder eingetragene Marken ihrer jeweiligen Eigentümer sein.
LANCOM Systems behält sich vor, die genannten Daten ohne Ankündigung zu ändern, und übernimmt keine Gewähr für
technische Ungenauigkeiten und/oder Auslassungen.
Produkte von LANCOM Systems enthalten Software, die vom „OpenSSL Project“ für die Verwendung im „OpenSSL Toolkit“
entwickelt wurden (http://www.openssl.org/
Produkte von LANCOM Systems enthalten kryptographische Software, die von Eric Young (eay@cryptsoft.com
wurde.
Produkte von LANCOM Systems enthalten Software, die von der NetBSD Foundation, Inc. und ihren Mitarbeitern entwickelt wurden.
Die Firmware des LANCOM VP-100 enthält Komponenten, die als Open Source Software im Quelltext verfügbar sind und
speziellen Lizenzen sowie den Copyrights verschiedener Autoren unterliegen. Im Besonderen enthält die Firmware Komponenten, die der GNU General Public License, Version 2 (GPL) unterliegen. Die Lizenzvereinbarung mit dem Text der GPL
ist auf der LANCOM CD im Produktverzeichnis als LC-VP100- License- DE.txt zu finden. Auf Anfrage können die Quelltexte
und alle Lizenzhinweise elektronisch vom FTP-Server der LANCOM Systems GmbH bezogen werden.
).
) geschrieben
LANCOM Systems GmbH
Adenauerstr. 20/B2
52146 Würselen
Deutschland
www.lancom.de
Würselen, September 2007
11
7
LANCOM 3850 UMTS
Ein Wort vorab
Ein Wort vorab
Vielen Dank für Ihr Vertrauen!
Die Verbindung aus UMTS/HSDPA, WLAN, DSL und VPN eröffnet völlig neue
Möglichkeiten der Anbindung von Unternehmen – beispielsweise für mobile
Konferenzräume, die mittels UMTS/HSDPA-Anbindung einen WLAN-Zugang
zum Internet oder – in Verbindung mit VPN – einen Zugang zum Firmennetz
bereitstellen.
Als Backupverbindung bei Standortkopplungen ist UMTS/HSDPA preiswerter
und schneller als das üblicherweise dafür genutzte ISDN. Zudem ist es deutlich ausfallsicherer, da es ohne Kabel auch nicht durch Bauarbeiten gefährdet
ist. Die Nutzung von VRRP im LANCOM 3850 UMTS bietet – auch herstellerübergreifend – höchste Verfügbarkeiten und vollkommen transparente sowie
automatisierte Medienwechsel im Backupfall.
UMTS/HSDPA ist darüber hinaus als „Last-Mile“-Zugangstechnologie für Kunden geeignet, die nicht über eine äquivalente Breitbandanbindung verfügen.
Die UMTS/HSDPA-Karte wird einfach im Cardbus-Erweiterungsslot des
LANCOM 3850 UMTS betrieben. Die Umschaltung des Internetzugangs zwischen HSDPA, UMTS und GPRS erfolgt vollautomatisch je nach Verfügbarkeit.
DE
Sicherheitseinstellungen
Für einen sicheren Umgang mit Ihrem Produkt empfehlen wir Ihnen, sämtliche
Sicherheitseinstellungen (z. B. Firewall, Verschlüsselung, Zugriffsschutz) vorzunehmen, die nicht bereits zum Zeitpunkt des Kaufs des Produkts aktiviert
waren. Der LANconfig-Assistent ’Sicherheitseinstellungen’ unterstützt Sie bei
dieser Aufgabe. Weitere Informationen zum Thema Sicherheit finden Sie auch
im Kapitel 'Sicherheits-Einstellungen'.
Zusätzlich bitten wir Sie, sich auf unserer Internet-Seite www.lancom.de
technische Weiterentwicklungen und aktuelle Hinweise zu Ihrem Produkt zu
informieren und ggf. neue Software-Versionen herunterzuladen.
Benutzerhandbuch und Referenzhandbuch
Die Dokumentation Ihres Gerätes besteht aus folgenden Teilen:
Sie lesen derzeit das Benutzerhandbuch. Es enthält alle Informationen, die zur
raschen Inbetriebnahme Ihres Gerätes notwendig sind. Außerdem finden Sie
hier alle wichtigen technischen Spezifikationen.
Das Referenzhandbuch befindet sich als Acrobat-Dokument (PDF-Datei) auf
der beiliegenden Produkt-CD. Es ergänzt das Benutzerhandbuch und geht
ausführlich auf Themen ein, die übergreifend für mehrere Modelle gelten.
Dazu zählen beispielsweise:
… haben mehrere Mitarbeiter/innen aus verschiedenen Teilen des Unternehmens mitgewirkt, um Ihnen die bestmögliche Unterstützung bei der Nutzung
Ihres
LANCOM
Sollten Sie einen Fehler finden, oder einfach nur Kritik oder Anregung zu dieser Dokumentation äußern wollen, senden Sie bitte eine E-Mail direkt an:
info@lancom.de
4
-Produktes anzubieten.
Sollten Sie zu den in diesem Handbuch besprochenen Themen noch
Fragen haben oder zusätzliche Hilfe benötigen, steht Ihnen unser
Internet-Server www.lancom.de
finden Sie im Bereich 'Support' viele Antworten auf „häufig gestellte
Fragen (’FAQs’)“. Darüber hinaus bietet Ihnen die Wissensdatenbank
einen großen Pool an Informationen. Aktuelle Treiber, Firmware, Tools
und Dokumentation stehen für Sie jederzeit zum Download bereit.
Außerdem steht Ihnen der LANCOM-Support zur Verfügung. Telefon-
rund um die Uhr zur Verfügung. Hier
LANCOM 3850 UMTS
Ein Wort vorab
nummern und Kontaktadressen des LANCOM-Supports finden Sie in
einem separaten Beileger oder auf der LANCOM Systems-Homepage.
Hinweis-Symbole
Sehr wichtiger Hinweis, dessen Nichtbeachtung zu Schäden führen kann.
Wichtiger Hinweis, der beachtet werden sollte.
Zusätzliche Informationen, deren Beachtung hilfreich sein kann aber nicht
erforderlich ist.
DE
5
LANCOM 3850 UMTS
Inhalt
DE
Inhalt
1 Einleitung10
1.1 Was ist ein Funk-LAN?10
1.1.1 Welche Hardware ist notwendig?10
1.1.2 Betriebsarten von Funk-LANs und Access Points11
1.2 Die Vorteile der UMTS/HSDPA-Lösung11
1.2.1 „Last Mile“ via UMTS/HSDPA12
1.2.2 Mobiler Konferenzraum12
1.2.3 UMTS/HSDPA Backup13
1.3 Was kann Ihr LANCOM Wireless Router?15
2 Installation19
2.1 Lieferumfang19
2.2 Systemvoraussetzungen19
2.2.1 Konfiguration der LANCOM-Geräte19
2.2.2 Betrieb der Access Points im Managed-Modus20
2.3 Statusanzeigen, Schnittstellen und Installation der Hardware20
2.3.1 Statusanzeigen20
2.4 Die Rückseite des Geräts25
2.5 Installation der Hardware27
2.6 30
2.7 Installation der Software30
2.7.1 Software-Setup starten30
2.7.2 Welche Software installieren?31
3 Grundkonfiguration32
3.1 Welche Angaben sind notwendig?32
3.1.1 TCP/IP-Einstellungen32
3.1.2 Konfigurationsschutz34
3.1.3 Einstellungen für das Funk-LAN34
3.2 Anleitung für LANconfig36
3.3 Anleitung für WEBconfig38
3.4 TCP/IP-Einstellungen an den Arbeitsplatz-PCs43
6
LANCOM 3850 UMTS
Inhalt
4 Den Internet-Zugang einrichten44
4.1 Anleitung für LANconfig45
4.2 Anleitung für WEBconfig46
5 Einrichten der UMTS-Profile47
5.1 Internetzugang47
5.2 VPN-Standort-Kopplung50
5.3 Weitere Einstellungen52
5.3.1 Auswahl des Mobilfunknetzes52
5.3.2 UMTS/GPRS-Profil aktivieren54
5.3.3 Nur UMTS/HSDPA oder automatische UMTS/HSDPA/
GPRS-Auswahl54
Die folgenden Abschnitte beschreiben allgemein die Funktionalität
von Funknetzwerken. Welche Funktionen von Ihrem Gerät unterstützt
werden, können Sie der weiter unten stehenden Tabelle 'Was kann Ihr
LANCOM' entnehmen. Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie im Referenzhandbuch.
Ein Funk-LAN verbindet einzelne Endgeräte (PCs und mobile Rechner) zu
einem lokalen Netzwerk (auch LAN – Local Area Network). Im Unterschied zu
einem herkömmlichen LAN findet die Kommunikation nicht über Netzwerkkabel, sondern über Funkverbindungen statt. Aus diesem Grund nennt man ein
Funk-LAN auch Wireless Local Area Network (WLAN).
In einem Funk-LAN stehen alle Funktionen eines kabelgebundenen Netzwerks
zur Verfügung: Zugriff auf Dateien, Server, Drucker etc. ist ebenso möglich wie
die Einbindung der einzelnen Stationen in ein firmeninternes Mailsystem oder
der Zugang zum Internet.
Die Vorteile von Funk-LANs liegen auf der Hand: Notebooks und PCs können
dort aufgestellt werden, wo es sinnvoll ist – Probleme mit fehlenden
Anschlüssen oder baulichen Veränderungen gehören bei der drahtlosen Vernetzung der Vergangenheit an.
Funk-LANs sind außerdem einsetzbar für Verbindungen über größere Distanzen. Teure Mietleitungen und die damit verbundenen baulichen Maßnahmen
können gespart werden.
10
1.1.1Welche Hardware ist notwendig?
Jedes Endgerät im Funk-LAN benötigt einen Zugang zum Funk-LAN in Form
einer Funk-Schnittstelle. Geräte, die nicht serienmäßig über eine FunkSchnittstelle verfügen, können mit einer Erweiterungskarte oder einem Adapter nachgerüstet werden.
LANCOM Systems bietet Funkadapter in der Produktreihe AirLancer
an. Mit einem AirLancer-Funkadapter rüsten Sie ein Endgerät (z.B. PC
oder Notebook) für den Zugang zum Funk-LAN auf.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
1.1.2Betriebsarten von Funk-LANs und Access Points
Die Funk-LAN-Technologie und die Access Points in Funk-LANs werden in folgenden Betriebsarten eingesetzt:
Einfache, direkte Verbindung zwischen Endgeräten ohne Access Point
(Ad-hoc-Modus)
Größere Funk-LANs, evtl. Anschluss an LAN mit einem oder mehreren
Access Points (Infrastruktur-Netzwerk)
Durchleiten von VPN-verschlüsselten Verbindungen mit VPN Pass-
Through
Schaffung eines Zugangs zum Internet
Verbinden zweier LANs über eine Funkstrecke (Point-to-Point-Modus)
Anbindung von Geräten mit Ethernet-Schnittstelle über einen Access
Point (Client- Modus)
Erweitern eines bestehenden Ethernet-Netzwerks um WLAN (Bridge-
Modus)
Relaisfunktion zur Verbindung von Netzwerken über mehrere Access
Points
Zentrale Verwaltung durch einen LANCOM WLAN Controller
DE
1.2Die Vorteile der UMTS/HSDPA-Lösung
Die Verbindung aus UMTS/HSDPA, WLAN, DSL und VPN eröffnet völlig neue
Möglichkeiten der Anbindung von Unternehmen: beispielsweise für mobile
Konferenzräume, die mittels UMTS/HSDPA-Anbindung einen WLAN-Zugang
zum Internet oder – in Verbindung mit VPN – einen Zugang zum Firmennetz
bereitstellen. Als Backupverbindung bei Standortkopplungen ist UMTS/HSDPA
preiswerter und/oder schneller als die üblicherweise dafür genutzten ISDNoder Analogverbindungen. Zudem ist es deutlich ausfallsicherer, da es ohne
Kabel auch nicht durch Bauarbeiten ausfallen kann. UMTS/HSDPA ist darüber
hinaus als „Last-Mile“-Zugangstechnologie für Kunden geeignet, die nicht
über eine äquivalente Breitbandanbindung verfügen.
Die UMTS/HSDPA-Karte wird einfach im Cardbus-Erweiterungsslot der entsprechenden LANCOM-Geräte betrieben. Die Umschaltung des Internetzugangs zwischen UMTS/HSDPA und GPRS erfolgt vollautomatisch je nach
Verfügbarkeit.
11
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
1.2.1„Last Mile“ via UMTS/HSDPA
DE
Internet
Die Internetanbindung über UMTS/HSDPA bietet sich überall da an, wo kein
breitbandiger Internetzugang angeboten wird. Mit dem UMTS/HSDPA-Internetzugang erreichen Sie wesentlich höhere Datenraten als mit einem ISDNAnschluss.
Internetverbindung über UMTS/HSDPA
Für den dauerhaften Internetzugang über UMTS/HSDPA bieten verschiedene
Netzbetreiber einen so genannten „Homezone“-Tarif an. Dabei wird der
Datenverkehr der UMTS/HSDPA-Karte in der „Homezone“ – also in der Funkzelle, in der die UMTS/HSDPA-Karte üblicherweise eingebucht ist – deutlich
günstiger abgerechnet als in einem normalen mobilen Tarif, bei dem die
Datenkarte in wechselnden Funkzellen betrieben wird.
12
Als besondere Anwendung kann ein WLAN Access Point mit UMTS/
HSDPA-Anbindung und LANCOM Public Spot Option als HotSpot an
Orten ohne kabelgebundenen Internetzugang eingesetzt werden.
1.2.2Mobiler Konferenzraum
Die moderne Arbeitswelt erfordert von immer mehr Mitarbeitern eine erhöhte
Mobilität. Auf der anderen Seite wird die ständige Anbindung an E-Mail,
Internet oder die Server in der Zentrale immer wichtiger.
Ein WLAN Access Point mit UMTS/HSDPA-Anbindung verschafft die nötige
Flexibilität überall da, wo einzelne Mitarbeiter oder auch ganze Gruppen häufig an wechselnden Orten eingesetzt werden. Da fast alle modernen Notebooks heute über eine WLAN-Schnittstelle verfügen, fehlt zum mobilen
Internet- oder VPN-Zugang nur eine ebenso mobile WAN-Schnittstelle. Mit
der drahtlosen Internetanbindung über UMTS/HSDPA oder GPRS können sehr
komfortabel mobile Arbeitsräume eingerichtet werden, die den passenden
Internetzugang einfach nur „in die Steckdose“ stecken müssen.
Mobiles WLAN, z.B. für einen
„mobilen Konferenzraum“.
Für eine Gruppe von Mitarbeitern, die z.B. häufig gemeinsam an Projekten bei
Kunden arbeitet, wird so ein mobiler Konferenzraum eingerichtet. Der Access
Point wird dabei vom Administrator einmal konfiguriert, die Mitarbeiter vor
Ort müssen das Gerät nur mit Strom versorgen und die Datenkarte einstecken.
Bei geeigneter Konfiguration stellt der Router dann automatisch eine Verbindung ins Internet her und alle erreichbaren Notebooks, in deren WLAN-Konfiguration eine passende Passphrase eingetragen ist, können sofort auf das
Internet zugreifen. Sofern im Router eine VPN-Verbindung zur Zentrale konfiguriert ist, können die Aussendienstmitarbeiter aus dem mobilen Büro über
die UMTS/HSDPA-Verbindung auch direkt auf alle Dienste im Netzwerk der
Zentrale zugreifen (Fileserver, Mailserver, Datenbanken etc.).
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
DE
Internetverbindung über UMTS/HSDPA
Internet
VPN-Anbindung an die Zentrale
1.2.3UMTS/HSDPA Backup
Die Hochverfügbarkeit von Datenleitungen z.B. zwischen Filialen und den
zentralen Rechenzentren in größeren Unternehmensnetzwerken werden
heute meistens über Backup-Lösungen mit ISDN- oder Analogleitungen realisiert. Die Standard-Internetverbindung wird dabei z.B. über einen günstigen
DSL-Anschluss bereitgestellt, als Backup-Leitung übernimmt die ISDN/Analog-Leitung den Datenverkehr, wenn der normale Weg ins Internet gestört ist.
13
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
Internetverbindung über DSL
DE
Filiale mit VPN über DSL und
Backup über UMTS/HSDPA
Als Alternative zu diesem ISDN/Analog-Backup-Verfahren kann auch eine
UMTS/HSDPA-Verbindung die Verfügbarkeit der Datenverbindungen sicherstellen. Wenn die Anbindung an das Internet über einen UMTS/HSDPA-fähigen Router erfolgt, kann die UMTS/HSDPA-Verbindung sofort einspringen,
wenn die DSL-Leitung gestört ist. Die Vorteile der UMTS/HSDPA-BackupLösung gegenüber der ISDN/Analog-Variante:
Schneller als ISDN/Analog: Der Datendurchsatz liegt bei UMTS/HSDPA
wesentlich höher.
Sicherer als ISDN oder Analog: Wenn eine physikalische Beschädigung
der DSL-Leitung der Grund für die Störung ist, ist in der Regel auch die
ISDN/Analog-Leitung beschädigt, da beide Verfahren die gleiche physikalische Leitung nutzen.
Günstiger als ISDN: Die monatlichen Bereitstellungskosten für UMTS/
HSDPA liegen je nach Tarif deutlich unter den Gebühren für einen ISDNAnschluss. Da die tatsächlichen Ausfallzeiten der DSL-Verbindung üblicherweise nur wenige Stunden im Jahr betragen, sind die ggf. höheren
Verbindungskosten für UMTS/HSDPA oft nicht relevant.
Ein besonders ausgefeiltes Backup-System zum Schutz vor Hardware-Ausfällen der Router kann mit dem Virtual Router Redundncy Protocol (VRRP) realisiert werden. Dabei werden in einem Netzwerk zwei oder mehrere Router
installiert, die sich beim Ausfall eines Gerätes gegenseitig vertreten können.
Zusätzlich zum normalen VRRP kann bei LANCOM-Geräten das Auslösen des
Backup-Falls an die Verfügbarkeit einer Datenverbindung geknüpft werden.
Mit dieser Zusatzfunktion können LANCOM-Geräte mit mehreren WAN-Interfaces (z.B. DSL- und UMTS/HSPDA-Interface) sehr flexibel in Backuplösungen
eingesetzt werden. Der Backup-Fall wird dabei z.B. dann ausgelöst, wenn die
Internet
VPN-Anbindung an die Zentrale
Backup-Verbindung über UMTS/HSDPA
14
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
Default-Route über das DSL-Interface nicht mehr erreichbar ist. Das UMTS/
HSPDA-Interface des Gerätes kann aber einen weiteren Platz in der BackupKette einnehmen, wenn auch der Backup-Router gestört ist.
Filiale
Internet
DSL
UMTS/
HSPDA
ISDN
Weitere Informationen zur Konfiguration von Backup-Lösungen fin-
den Sie im LCOS-Referenzhandbuch.
1.3Was kann Ihr LANCOM Wireless Router?
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen die Eigenschaften und Funktionen Ihres
Gerätes im Überblick.
Anwendungen
Internet-Zugang
IP-Router mit Stateful Inspection Firewall
DHCP- und DNS- Server (für LAN und WAN)
VPN-Gateway
UMTS/HSPDA-Funktion zur Internetanbindung, als mobiler Konferenzraum oder als
Backup-Lösung
LAN-LAN-Kopplung über VPN
RAS-Server (über VPN)
Zentrale
DE
LANCOM 3850
UMTS
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
15
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
DE
WLAN
Funkübertragung nach IEEE 802.11g / IEEE 802.11b, oder Funkübertragung nach
IEEE 802.11a
Dualbandbetrieb mit zusätzlicher Funkkarte möglich
Point-to-Point-Funktion (pro WLAN-Schnittstelle sechs P2P-Strecken definierbar)
Relais-Funktion zur Verbindung zweier P2P- Strecken untereinander (mit zweiter
Funkkarte)
Turbo Modus: Bandbreitenverdopplung im 2,4 GHz- und 5 GHz-Bereich
Super AG inkl. Hardware-Compression und Bursting
Multi SSID
Roaming-Funktion
802.11i / WPA mit Hardware-AES - Verschlüsselung
WEP-Verschlüsselung (bis 128 Bit Schlüssellänge, WEP152)
IEEE 802.1x/EAP
MAC-Adressfilter (ACL)
Individuelle Passphrases pro MAC-Adresse (LEPS)
Closed-Network-Funktion
Integrierter RADIUS-Server
VLAN
Intra-Cell-Blocking
QoS für WLAN (IEEE 802.11e, WMM/WME)
WLANmonitor zur Visualisierung von Access Points und Client in großen WLANs
WLAN-Gruppenkonfiguration zur komfortablen Konfiguration mehrerer Geräte
LAN-Anschluss
Fast-Ethernet-Anschluss (10/100Base-TX)
Power-over-Ethernet (PoE)
DHCP- und DNS- Server
LANCOM 3850
UMTS
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
16
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
LANCOM 3850
UMTS
WAN- Anschluss
WAN-Anschluss für DSL-/Kabelmodem
UMTS/HSPDA-Anschluss über UMTS-Karte im Cardbus-Slot
✔
✔
USB-Anschluss
USB 2.0 Host Port (Fullspeed: 12 Mbit/s) zum Anschluss eines USB-Druckers und
für zukünftige Erweiterungen
✔
Internet-Zugang (IP-Router)
Stateful-Inspection Firewall
Firewall-Filter (Adresse, Port)
IP-Masquerading (NAT, PAT)
Quality of Service
Digitale Zertifikate (X.509) inkl. PKCS#12
Advanced Routing and Forwarding (ARF-Netze)8
N:N-Mapping zum Routen von Netzwerken mit den gleichen IP-Adresskreisen über
VPN
Policy-based Routing zur regelbasierten Auswahl der Zielroute
Load-Balancing zur Bündelung von mehreren DSL-Kanälen2 Kanäle
Backup-Lösungen und Load-Balancing mit VRRP
PPPoE-Server
WAN- RIP
Rapid-Spanning-Tree-Protokoll
Layer-2- QoS-Tagging
802.1p
NAT Traversal (NAT-T)
DMZ mit konfigurierbarer IDS-Prüfung
Stromversorgung
12 V über separates Netzteil (DC)
Power-over-Ethernet (PoE) nach IEEE 802.3af-Standard
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
DE
17
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 1: Einleitung
DE
Konfiguration und Firmware
Konfiguration mit LANconfig oder mit Webbrowser, zusätzlich Terminalmodus für
Telnet oder andere Terminalprogramme, SNMP-Schnittstelle und TFTP-Serverfunktion, SSH-Zugang.
Konfigurationsassistenten
1-Click- VPN-Assistenten zur besonders komfotablen Einrichtung von RAS-Zugängen und LAN-Kopplungen über VPN
Serielle Konfigurations-Schnittstelle
FirmSafe zum Einspielen neuer Firmwareversionen ohne Risiko.
Optionale Software-Erweiterungen
LANCOM Public Spot Option
LANCOM VPN Option mit 25 aktiven Tunneln zur Absicherung von
Netzwerkkopplungen inkl. Aktivierung des Hardware-Beschleunigers
LANCOM Service-Option
Optionale Hardware-Erweiterungen
AirLancer Extender Antennen zur Reichweitenerhöhung
AirLancer MC-54 PC-Card zur Erweiterung auf eine zweite Funkzelle (Dual-Band)
LANCOM ES-1108P PoE-Switch zur Ethernet-Verkabelung;
gleichzeitig zur Spannungsversorgung über Ethernet
Blitzschutzadapter SA-5 und SA-LAN
LANCOM 3850
UMTS
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
✔
18
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
2Installation
2.1Lieferumfang
Bitte prüfen Sie den Inhalt der Verpackung auf Vollständigkeit, bevor Sie mit
der Installation beginnen. Neben dem LANCOM Wireless Router sollte der
Karton folgendes Zubehör für Sie bereithalten:
LANCOM
3850 UMTS
12 V DC Steckernetzteil
Anschraubbare externe Dualband-Antennen mit Reverse SMAAnschluss
PoE-LAN-Kabel (grüne Stecker)
DSL-Anschlusskabel (dunkelblaue Stecker)
Anschlusskabel für die Konfigurationsschnittstelle
Abdeckung für den Cardbus-Slot
LANCOM-CD
Gedruckte Dokumentation
DE
✔
2
✔
✔
✔
✔
✔
✔
Falls etwas fehlen sollte, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren Händler
oder an die Kontaktadresse, die auf dem Lieferschein zu Ihrem Gerät angegeben ist.
2.2Systemvoraussetzungen
2.2.1Konfiguration der LANCOM-Geräte
Rechner, die mit einem LANCOM in Verbindung treten möchten, müssen mindestens die folgenden Voraussetzungen erfüllen:
Betriebssystem mit TCP/IP-Unterstützung, z.B. Windows Vista™,
Windows XP, Windows Millennium Edition (Me), Windows 2000, Windows 98, Linux, BSD Unix, Apple Mac OS, OS/2.
Zugang zum LAN über das TCP/IP-Protokoll.
19
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
2.2.2Betrieb der Access Points im Managed-Modus
Die LANtools benötigen zudem ein Windows-Betriebssystem. Für den
Zugriff auf WEBconfig ist ein Web-Browser unter einem beliebigen
Betriebssystem erforderlich.
DE
LANCOM Wireless Router und LANCOM Access Points können entweder als
autarke Access Points mit eigener Konfiguration betrieben werden („Access
Point-Modus“) oder als Teilnehmer in einer WLAN-Infrastruktur, die von
einem zentralen WLAN Controller gesteuert wird („Managed-Modus“).
Für den Betrieb im Managed-Modus benötigen die Access Points eine
Firmware der Version 7.22 oder höher und einen aktuellen Loader
(Version 1.86 oder höher).
2.3Statusanzeigen, Schnittstellen und Installation der
Hardware
2.3.1Statusanzeigen
Bedeutung der LEDs
In den folgenden Abschnitten verwenden wir verschiedene Begriffe, um das
Verhalten der LEDs zu beschreiben:
Blinken bedeutet, dass die LED in gleichmäßigen Abständen in der
jeweils angegebenen Farbe ein- bzw. ausgeschaltet wird.
Blitzen bedeutet, dass die LED in der jeweiligen Farbe sehr kurz aufleuch-
tet und dann deutlich länger (etwa 10x so lange) ausgeschaltet bleibt.
Invers Blitzen bedeutet das Gegenteil. Hier leuchtet die LED in der jewei-
ligen Farbe dauerhaft und wird nur sehr kurz unterbrochen.
Flackern bedeutet, dass die LED in unregelmäßigen Abständen ein- und
ausgeschaltet wird.
20
Vorderseite
Die LANCOM Wireless Router verfügen über Statusanzeigen auf der Vorderseite.
쐃쐏쐄쐂쐆쐋
Power
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
3850 Wireless
WLAN
DSL
VPN
UMTS
ETH 1
ETH 2
Power
Oberseite
Die beiden LEDs auf der Oberseite ermöglichen ein bequemes Ablesen der
wichtigsten Statusanzeigen auch bei vertikaler Befestigung des Gerätes.
쐃 Power
쐇 Online
Diese LED gibt Auskunft über die Betriebsbereitschaft des Geräts. Nach dem
Einschalten blinkt sie für die Dauer des Selbsttests grün. Danach wird entweder ein festgestellter Fehler als roter Blinkcode ausgegeben, oder aber das
Gerät geht in Betrieb, und die LED leuchtet konstant grün.
ausGerät abgeschaltet
grünblinkendSelbsttest nach dem Einschalten
gründauerhaft anGerät betriebsbereit
rot/grünabwechselnd
blinkend
Gerät unsicher: Kein Konfigurationskennwort gesetzt
DE
21
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
Mindestens ein WLAN-Modul befindet sich im Managed-Modus und hat noch keinen WLAN Controller
gefunden. Das bzw. die entsprechenden WLAN-Module
sind ausgeschaltet, bis sie einen WLAN-Controller
gefunden haben, von dem sie eine Konfiguration beziehen können bzw. bis sie manuell auf eine andere
Betriebsart umgestellt werden.
Mindestens ein WLAN-Modul befindet sich im Managed-Modus und hat einen WLAN Controller gefunden.
Der WLAN Controller kann dem WLAN-Modul jedoch
keine Konfiguration zuweisen, da Firmware- und/oder
Loader-Version des Geräts nicht mit dem WLAN Controller kompatibel sind.
DE
orange/grünIm Gehäuse-
orange/rotIm Gehäuse-
rotblinkendZeitlimit für Online-Verbindungen erreicht
deckel blinkend
im Wechsel mit
der Online-LED
deckel blinkend
im Wechsel mit
der Online-LED
Die Power-LED blinkt abwechselnd rot/grün, solange noch kein Kon-
figurationskennwort gesetzt wurde. Ohne Konfigurationskennwort
sind die Konfigurationsdaten des LANCOM ungeschützt. Im Normalfall setzen Sie ein Konfigurationskennwort während der Grundkonfiguration (Anleitung im folgenden Kapitel). Informationen zur
nachträglichen Vergabe eines Konfigurationskennworts finden Sie im
Abschnitt ’Der Sicherheits-Assistent’.
Blinkende Power-LED und keine Verbindung möglich?
Blinkt die Power-LED rot und können keine WAN-Verbindungen
mehr aufgebaut werden, so ist das kein Grund zur Besorgnis.
Vielmehr wurde ein vorher eingestelltes Zeit- oder Gebührenlimit erreicht.
Signal für ein
ower
ower
P
erreichtes Zeit-
P
oder Gebührenlimit
Es gibt drei Möglichkeiten die Sperre zu lösen:
Gebührenschutz zurücksetzen.
Das erreichte Limit erhöhen.
Die erreichte Sperre ganz deaktivieren (Limit auf '0' setzen).
Im LANmonitor wird Ihnen das Erreichen eines Zeit- oder Gebührenlimits angezeigt. Zum Reset
des Gebührenschutzes wählen Sie im Kontextmenü (rechter Mausklick) Zeit- und Gebühren-Limits zurücksetzen. Die Gebühreneinstellungen legen Sie in LANconfig unter Management
Kosten fest (Sie können nur dann auf diese Einstellungen zugreifen, wenn unter Extras
Optionen die 'Vollständige Darstellung der Konfiguration' aktiviert ist).Mit WEBconfig finden Sie den Gebührenschutz-Reset und alle Parameter unter Experten-Kon-
figuration Setup Gebühren-Modul.
22
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
Online
DSL
Die Online-LED zeigt allgemein den Status aller WAN-Schnittstellen an:
auskeine aktive Verbindung
grünblitzendAufbau der ersten Verbindung
grüninvers blitzendAufbau einer weiteren Verbindung
gründauerhaft anmindestens eine Verbindung aufgebaut
rotdauerhaft anFehler beim Aufbau der letzten Verbindung
orange/
grün
orange/
rot
Im Gehäusedeckel blinkend
im Wechsel mit
der Power-LED
Im Gehäusedeckel blinkend
im Wechsel mit
der Power-LED
Mindestens ein WLAN-Modul befindet sich im ManagedModus und hat noch keinen WLAN-Controller gefunden. Das
bzw. die entsprechenden WLAN-Module sind ausgeschaltet,
bis sie einen WLAN-Controller gefunden haben, von dem sie
eine Konfiguration beziehen können bzw. bis sie manuell auf
eine andere Betriebsart umgestellt werden.
Mindestens ein WLAN-Modul befindet sich im ManagedModus und hat einen WLAN Controller gefunden. Der WLAN
Controller kann dem WLAN-Modul jedoch keine Konfiguration zuweisen, da Firmware- und/oder Loader-Version des
Geräts nicht mit dem WLAN Controller kompatibel sind.
Verbindungszustand für DSLoL:
ausKeine DSL-Verbindung
grünblinkendAufbau der ersten Verbindung
grünblitzendAufbau einer weiteren Verbindung
gründauerhaftmindestens eine logische Verbindung aufgebaut
grünblinkend/blitzendDatenverkehr (Versand oder Empfang)
DE
UMTS
Verbindungszustand für UMTS:
ausKeine UMTS-Verbindung
orangeblitzendEinbuchung in das UMTS-Netz läuft
orangedauerhaft anEinbuchung in das UMTS-Netz erfolgreich
grünblinkendAufbau der ersten Verbindung
grünblitzendAufbau einer weiteren Verbindung
gründauerhaftmindestens eine logische Verbindung aufgebaut
23
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
grünblinkend/blitzendDatenverkehr (Versand oder Empfang)
rotflackerndCRC-Fehler
rot/
orange
blinkendHardwarefehler
DE
WLAN
VPN
Gibt Informationen über die WLAN-Verbindungen der internen WLANModule aus. Die WLAN-Anzeige kann folgende Zustände annehmen:
ausKein WLAN- Netz definiert oder WLAN-Modul deakti-
gründauerhaft anMindestens ein WLAN-Netz definiert und WLAN-Modul
grüninvers blitzendAnzahl der Blitzer = Anzahl der verbundenen WLAN-
grünblinkendDFS Scanning oder anderer Scan-Vorgang.
grünblitzendWLAN-Modul ausgeschaltet wegen Unterschreitung der
rotflackernFehler im WLAN (TX-Fehler, z.B. Sendefehler aufgrund
rotblinkendHardwarefehler im WLAN-Modul
viert. Es werden keine Beacons vom WLAN- Modul
gesendet.
aktiviert. Es werden Beacons vom WLAN-Modul gesendet.
Stationen und P2P-Funkstrecken, danach folgt eine
Pause (Default).
Alternativ kann die Frequenz der Blitzer die Eingangsempfindlichkeit anzeigen.
Betriebstemperatur.
schlechter Verbindung)
Status einer VPN-Verbindung.
auskein VPN-Tunnel aufgebaut
grünblinkendVerbindungsaufbau
grünblitzendErste Verbindung
grüninvers blitzendWeitere Verbindungen
gründauerhaft anVPN-Tunnel sind aufgebaut
24
ETH
Zustand der LAN-Anschlüsse im integrierten Switch:
auskein Netzwerkgerät angeschlossen
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
gründauerhaft anVerbindung zu Netzwerkgerät betriebsbereit, kein Datenver-
grünflackerndDatenverkehr
rotflackerndKollision von Datenpaketen
kehr
2.4Die Rückseite des Geräts
Auf der Rückseite befinden sich Anschlüsse und Schalter der LANCOM
Wireless Router:
쐃쐋
Antenna AuxAntenna Main
ETH2ETH1
쐃 Anschluss für Diversity-Antenne.
쐇 Anschluss für das mitgelieferte Netzteil.
쐋 Switch mit 10/100Base-Tx-Anschlüssen
Die LAN-Anschlüsse unterstützen den Power-over-Ethernet- Standard
(PoE). Nähere Informationen zum Betrieb mit PoE finden Sie in der InfoBox 'Power-over-Ethernet – elegante Stromversorgung über die LAN-Verkabelung'.
Der Reset-Taster hat mit Booten (Neustart) und Reset (Rücksetzen auf Werkseinstellung) grundsätzlich zwei verschiedene Funktionen, die durch unterschiedlich lange Betätigungszeiten des Tasters ausgelöst werden.
Manche Geräte können jedoch nicht unter Verschluss aufgestellt werden. Hier
besteht die Gefahr, dass die Konfiguration versehentlich gelöscht wird, wenn
ein Mitarbeiter den Reset-Taster zu lange gedrückt hält. Mit einer entsprechenden Einstellung kann das Verhalten des Reset-Tasters gesteuert werden:
Power-over-Ethernet – elegante Stromversorgung über die LAN-Verkabelung
LANCOM Wireless Router sind für das PoE-Verfahren (Power-over-Ethernet) vorbereitet und
entsprechen dem 802.3af-Standard. PoE-fähige Netzwerkgeräte können elegant über die
LAN-Verkabelung mit Strom versorgt werden. Dadurch entfällt die Notwendigkeit eines eigenen Stromanschlusses für jede Basis-Station, wodurch der Installationsaufwand erheblich
DE
reduziert wird.
Die Stromeinspeisung in das LAN geschieht an zentraler Stelle, etwa über einen PoE-Injector
oder einen Powerhub/Powerswitch. Bei der LAN-Verkabelung ist zu beachten, dass alle 8
Adern in den Kabeln durchgeführt werden. PoE speist den Strom über jene vier Adern ein, die
normalerweise nicht für die Datenübertragung genutzt werden.
Die PoE-Versorgung funktioniert nur in solchen Netzwerksegmenten, in denen ausschließlich
PoE-fähige Geräte betrieben werden. Der Schutz von Netzwerkgeräten ohne PoE-Unterstützung wird über einen intelligenten Mechanismus gewährleistet, der vor Einschalten
der PoE-Stromversorgung das Netzwerksegment auf Geräte ohne PoE-Unterstützung untersucht. Die Spannung wird nur
dann auf das LAN geschaltet, wenn sich
dort ausschließlich Geräte mit PoE-Unterstützung befinden.
Verwenden Sie in einer
PoE-Installation ausschließlich Geräte, die
dem 802.3af-Standard
entsprechen! Für Schäden, die durch unzulässige Geräte verursacht
werden, besteht kein
Gewährleistungsanspruch.
Hub/Switch
Powerhub/
Powerswitch
Hub/Switch
Installation einzelner Geräte
Installation mehrerer Geräte
LAN ohne Strom
LAN mit Strom
Power Injector
26
Beim LANCOM 3850 UMTS können zwei LAN-Buchsen zur redundanten Stromversor-
gung genutzt werden. Das Gerät wählt selbständig aus, welche Stromquelle genutzt
wird. Wenn durch einen Ausfall der gerade aktiven Stromquelle eine andere Stromquelle die Stromversorgung des Gerätes übernimmt, bootet das Gerät ggf. neu, um
die Stromspeisung neu zu aktivieren.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
Reset-Taster
Mit dieser Option wird das Verhalten des Reset-Tasters gesteuert:
Ignorieren: Der Taster wird ignoriert.
Bitte beachten Sie folgenden Hinweis: Mit der Einstellung 'Igno-
rieren' oder 'Nur-Booten' wird das Rücksetzen der Konfiguration auf
den Auslieferungszustand durch einen Reset unmöglich gemacht.
Falls für ein Gerät in diesem Zustand das Konfigurationskennwort
nicht mehr vorliegt, gibt es keine Möglichkeit mehr, auf das Gerät
zuzugreifen! In diesem Fall kann über die serielle Konfigurationsschnittstelle eine neue Firmware in das Gerät geladen werden – dabei
wird das Gerät in den Auslieferungszustand zurückgesetzt, und die
bisherige Konfiguration wird gelöscht. Hinweise zum FirmwareUpload über die serielle Konfigurationsschnittstelle finden Sie im
LCOS-Referenzhandbuch.
Nur-Booten: Beim Druck auf den Taster wird nur ein Neustart ausge-
löst, unabhängig von der gedrückten Dauer.
Reset-oder-Booten (Standardeinstellung): Ein kurzer Druck auf den
Taster für zum Neustart, ein Druck von 5 Sekunden oder länger führt
zum Neustart mit dem Rücksetzen der Konfiguration auf den Auslieferungszustand. Alle LEDs am Gerät leuchten dauerhaft auf. Sobald
der Taster freigegeben wird, startet das Gerät mit Werkseinstellungen
neu.
DE
Bei einem harten Reset startet das Gerät mit Werkseinstellungen neu,
alle bisherigen Einstellungen gehen dabei verloren!
Beachten Sie, dass bei einem Reset auch die im Gerät definierten
WLAN-Verschlüsselungseinstellungen verloren gehen und auf den
Standard-WEP-Schlüssel zurückgesetzt werden.
쐆 Anschluss für Hauptantenne (an diesem Anschluß werden ggf. AirLancer
Extender Zusatzantennen angeschlossen).
2.5Installation der Hardware
Die Installation der LANCOM Wireless Router erfolgt in folgenden Schritten:
햲 Antennen – Schrauben Sie die mitgelieferten Antennen auf der Rückseite
des Access Points an.
27
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
DE
Antennen dürfen nur bei ausgeschaltetem Gerät montiert oder
gewechselt werden. Die Montage oder Demontage bei eingeschaltetem Gerät kann zur Zerstörung der WLAN-Module führen!
Ein gleichzeitiger Betrieb des internen WLAN- Moduls und einer exter-
nen WLAN-Karte im Cardbus-Slot (z.b. AirLancer) im gleichen Frequenzband kann zur Beeinträchtigung der Übertragungsqualität
führen, wenn dabei die direkt anschraubbaren Reverse-SMA-Antennen genutzt werden. An mindestens einem Funkmodul sollte in dem
Fall eine externe Antenne genutzt werden.
햳 LAN – Sie können den Access Point zunächst an Ihr LAN anschließen. Ste-
cken Sie dazu das mitgelieferte Netzwerkkabel (grüne Stecker) in einen
LAN-Anschluss des Geräts und andererseits in eine freie Netzwerkanschlussdose Ihres lokalen Netzes (bzw. in eine freie Buchse eines Hubs/
Switchs). Alternativ können Sie auch einen einzelnen PC anschließen.
Der LAN-Anschluss erkennt die notwendige Belegung des Anschlusses
automatisch (Auto MDI/X), ebenso die Übertragungsrate (10/100 Mbit)
des angeschlossenen Netzwerkgerätes (Autosensing).
Informationen zur Installation von PoE finden Sie in der Info-Box ’Powerover-Ethernet – elegante Stromversorgung über die LAN-Verkabelung’.
28
햴 DSLoL – Wenn Sie den Access Point im DSLoL-Modus betreiben möchten,
können Sie das Gerät entweder direkt an das DSL-Modem anschliessen
(Exklusiv-Modus) oder über einen Hub bzw. Switch im kabelgebundenen
LAN (Automatik-Modus).
Stecken Sie im Exklusiv-Modus das mitgelieferte Netzwerkkabel
(grüne Stecker) in den LAN-Anschluss des Geräts und andererseits
in die entsprechende Schnittstelle des DSL-Modems.
Stecken Sie im Automatik- Modus zum gleichzeitigen LAN und DSLoL-
Betrieb das mitgelieferte Netzwerkkabel (grüne Stecker) in den LANAnschluss des Geräts und andererseits in eine freie Netzwerkanschlussdose Ihres lokalen Netzes (bzw. in eine freie Buchse eines
Hubs/Switchs).
Informationen zur Nutzung einer LAN-Schnittstelle für DSLoL finden Sie in
der Info-Box ’LAN-Schnittstelle: exklusiv oder parallel für DSLoL nutzen’.
햵 Mit Spannung versorgen – versorgen Sie das Gerät an Buchse über
das mitgelieferte Netzteil mit Spannung.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
LAN-Schnittstelle: exklusiv oder parallel für DSLoL nutzen
Prinzipiell haben Sie zwei Möglichkeiten, den Access Point für den DSLoL-Betrieb zu nutzen.
Den exklusiven Modus nutzen Sie, wenn Sie das Gerät direkt an das DSL-Modem anschliessen. Den automatischen Modus verwenden Sie, wenn Sie es an einen Hub oder Switch eines
kabelgebundenen LANs anschliessen und diesen Hub wiederum mit dem DSL-Modem verbinden. Wenn der Access Point über
DHCP als Gateway bekannt gemacht
wird, können Rechner aus LAN und
WLAN gleichzeitig über eine physikali-
sche Schnittstelle den Internetzugang
nutzen. Den gewünschten Modus stellen
Sie im LANconfig bei den Interface-Einstellungen der DSLoL-Schnitt-stelle ein.
DSLoL unterstützt alle PPPoE-basierte Internetzugänge (z.B. T-DSL), sowie Internet-
zugänge, die über einen Router mit statischen IP-Adressen realisiert sind (z.B. CompanyConnect oder diverse SDSL-Geschäftskundenanschlüsse).
Verwenden Sie ausschließlich das mitgelieferte Netzteil! Die Verwen-
dung eines ungeeigneten Netzteils kann zu Personen- oder Sachschäden führen.
DE
Alternativ können Sie auf die PoE-Möglichkeiten zur Stromversorgung
nutzen (siehe auch ’Power-over-Ethernet – elegante Stromversorgung
über die LAN-Verkabelung’).
Beim LANCOM 3850 UMTS können zwei LAN-Buchsen zur redundan-
ten Stromversorgung genutzt werden. Das Gerät wählt selbständig
aus, welche Stromquelle genutzt wird. Wenn durch einen Ausfall der
gerade aktiven Stromquelle eine andere Stromquelle die Stromversorgung des Gerätes übernimmt, bootet das Gerät ggf. neu, um die
Stromspeisung neu zu aktivieren.
햶 Betriebsbereit? – nach einem kurzen Selbsttest des Geräts leuchtet die
Power-LED permanent grün bzw. blinkt abwechselnd rot und grün
solange noch kein Konfigurationspasswort gesetzt ist.
29
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
2.6
2.7Installation der Software
DE
2.7.1Software-Setup starten
Der folgende Abschnitt beschreibt die Installation der mitgelieferten Systemsoftware LANtools, die unter Windows läuft.
Sollten Sie Ihren LANCOM Router ausschließlich mit PCs verwenden,
die unter anderen Betriebssystemen als Windows laufen, können Sie
diesen Abschnitt überspringen.
Legen Sie die Produkt-CD in Ihr Laufwerk ein. Daraufhin startet das SetupProgramm automatisch.
Sollte das Setup nicht automatisch starten, so rufen Sie die Datei
AUTORUN.EXE aus dem Hauptverzeichnis der LANCOM-CD auf.
Klicken Sie im Setup auf Software installieren. Es erscheint folgendes Auswahlmenü auf dem Bildschirm:
30
2.7.2Welche Software installieren?
LANconfig ist das Windows-Konfigurationsprogramm für alle
LANCOM Router und LANCOM Access Points. Alternativ (oder ergänzend) kann über einen Web-Browser WEBconfig verwendet werden.
Mit LANmonitor überwachen Sie auf einem Windows-Rechner alle
LANCOM Router und LANCOM Access Points.
Der WLANmonitor erlaubt die Beobachtung und Überwachung der
WLAN-Netze. Die mit den Access Points verbundenen Clients werden
angezeigt, auch nicht authentifizierte Access Points und Clients können
angezeigt werden (Rogue AP Detection und Rogue Client Detection).
Der LANCOM Advanced VPN Client ermöglicht den Aufbau von VPN-
Verbindungen von einem entfernten Rechner über das Internet zu
einem Router mit VPN-Funktion.
Mit Dokumentation kopieren Sie die Dokumentationsdateien auf
Ihren PC.
Wählen Sie die gewünschten Software-Optionen aus und bestätigen Sie mit
Weiter. Die Software wird automatisch installiert.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 2: Installation
DE
31
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
3Grundkonfiguration
DE
3.1Welche Angaben sind notwendig?
Die Grundkonfiguration erfolgt mit Hilfe eines komfortablen Setup-Assistenten, der Sie Schritt für Schritt durch die Konfiguration führt und dabei die notwendigen Informationen abfragt.
Dieses Kapitel zeigt Ihnen zunächst, welche Angaben für die Grundkonfiguration erforderlich sind. Mit Hilfe dieses ersten Abschnitts stellen Sie sich schon
vor Aufruf des Assistenten alle notwendigen Daten zusammen.
Anschließend erfolgt die Eingabe der Daten im Setup-Assistenten. Aufruf und
Ablauf werden Schritt für Schritt beschrieben – in jeweils einem eigenen
Abschnitt für LANconfig und WEBconfig. Dank der vorherigen Zusammenstellung aller notwendigen Angaben gelingt die Grundkonfiguration jetzt schnell
und ohne Mühe.
Zum Abschluss dieses Kapitels zeigen wir Ihnen, welche Einstellungen an den
Arbeitsplatzrechnern im LAN notwendig sind, damit der Zugriff auf den WLAN
Controller einwandfrei funktioniert.
Der Grundkonfigurations-Assistent nimmt die TCP/IP-Grundeinstellung des
WLAN Controllers vor und schützt das Gerät mit einem Konfigurationskennwort. Die folgende Beschreibung der vom Assistenten geforderten Angaben
gliedert sich in die folgenden Konfigurationsabschnitte:
TCP/IP-Einstellungen
Schutz der Konfiguration
Angaben zum Funk-LAN
Sicherheitseinstellungen
32
3.1.1TCP/IP-Einstellungen
Die TCP/IP-Konfiguration kann auf zweierlei Art erfolgen: Entweder vollautomatisch oder manuell. Bei der vollautomatischen TCP/IP-Konfiguration ist
keine Benutzereingabe erforderlich. Alle Parameter werden selbstständig vom
Setup-Assistenten gesetzt. Bei der manuellen TCP/IP-Konfiguration fragt der
Assistent die üblichen TCP/IP-Parameter ab: IP-Adresse, Netzmaske etc. (dazu
später mehr).
Die vollautomatische TCP/IP-Konfiguration ist nur in bestimmten Netzwerkumgebungen möglich. Deshalb analysiert der Setup-Assistent das ange-
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
schlossene LAN daraufhin, ob die vollautomatische Konfiguration möglich ist
oder nicht.
Neues LAN – vollautomatische Konfiguration möglich
Sind alle angeschlossenen Netzwerkgeräte noch unkonfiguriert, dann bietet
der Setup-Assistent die vollautomatische TCP/IP-Konfiguration an. Dazu
kommt es normalerweise in folgenden Situationen:
Nur ein Einzelplatz-PC wird an den WLAN Controller angeschlossen
Neuaufbau eines Netzwerks
Wenn Sie den WLAN Controller in ein bestehendes TCP/IP-LAN integrieren,
wird die vollautomatische TCP/IP-Konfiguration nicht angeboten. In diesem
Fall können Sie mit dem Abschnitt ’Notwendige Angaben für die manuelle
TCP/IP-Konfiguration’ fortfahren.
Das Ergebnis der vollautomatischen TCP/IP-Konfiguration: Der WLAN
Controller erhält die IP-Adresse '172.23.56.254' (Netzmaske
'255.255.255.0'). Außerdem wird der integrierte DHCP-Server aktiviert, so
dass der WLAN Controller den Geräten im LAN automatisch IP-Adressen
zuweist.
Trotzdem manuell konfigurieren?
Die vollautomatische TCP/IP-Konfiguration ist optional. Sie können stattdessen auch die manuelle Konfiguration wählen. Treffen Sie diese Wahl nach folgenden Überlegungen:
Wählen Sie die automatische Konfiguration wenn Sie mit Netzwerken und
IP-Adressen nicht vertraut sind.
Wählen Sie die manuelle TCP/IP-Konfiguration, wenn Sie mit Netzwerken
und IP-Adressen vertraut sind und eine der folgenden Annahmen zutrifft:
Sie haben bisher in Ihrem Netzwerk noch keine IP-Adressen verwen-
det, möchten das ab jetzt aber gerne tun. Sie möchten die IP-Adresse
für den Router selbst festlegen und geben ihm eine beliebige Adresse
aus einem der für private Zwecke reservierten Adressbereiche, z.B.
'10.0.0.1' mit der Netzmaske '255.255.255.0'. Damit legen Sie auch
gleichzeitig den Adressbereich fest, den der DHCP-Server anschließend für die anderen Geräte im Netz verwendet (sofern der DHCPServer aktiviert wird).
Sie haben auch bisher schon IP-Adressen auf den Rechnern im LAN
verwendet.
DE
33
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
DE
3.1.2Konfigurationsschutz
Notwendige Angaben für die manuelle TCP/IP-Konfiguration
Bei der manuellen TCP/IP-Konfiguration fragt Sie der Setup-Assistent nach
folgenden Daten:
IP-Adresse und Netzwerkmaske für den WLAN Controller
Teilen Sie dem WLAN Controller eine freie IP-Adresse aus dem Adressbereich Ihres LAN zu, und geben Sie die Netzwerkmaske an.
Mit dem Kennwort schützen Sie den Konfigurationszugang zum WLAN
Controller und verhindern so, dass Unbefugte diese modifizieren. Die Konfiguration des Gerätes enthält zahlreiche sensible Daten, wie beispielsweise die
Daten für den Internet-Zugang, und sollte auf jeden Fall durch ein Kennwort
geschützt sein.
In der Konfiguration des LANCOM können mehrere Administratoren
angelegt werden, die über unterschiedliche Zugriffsrechte verfügen.
Für einen WLAN Controller können bis zu 16 verschiedene Administratoren eingerichtet werden. Weitere Informationen finden Sie im
LCOS-Referenzhandbuch unter „Rechteverwaltung für verschiedene
Administratoren“.
34
Im Managed-Modus (siehe folgender Abschnitt) erhalten LANCOM
Wireless Router und LANCOM Access Points automatisch das gleiche
Root-Kennwort wie der WLAN Controller, wenn auf dem Gerät selbst
noch kein Root-Kennwort gesetzt ist.
3.1.3Einstellungen für das Funk-LAN
LANCOM Wireless Router und LANCOM Access Points können entweder als
autarke Access Points mit eigener Konfiguration betrieben werden (WLANModule in der Betriebsart „Access Point-Modus“) oder als Teilnehmer in einer
WLAN-Infrastruktur, die von einem zentralen WLAN Controller gesteuert wird
(Betriebsart „Managed-Modus“).
Der Managed-Modus wird in den physikalischen WLAN-Einstellungen aktiviert. In dieser Betriebsart beziehen die WLAN-Module ihre Konfiguration vom
WLAN Controller, die WLAN-Einstellungen in den LANCOM Wireless Router
und LANCOM Access Points haben keine Auswirkungen.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
Bei Geräten mit zwei WLAN-Modulen kann die Betriebsart für jedes Modul
separat festgelegt werden, d.h. das eine WLAN-Modul kann im ManagedModus, ein anderes z.B. als autarker Access Point betrieben werden.
Der Netzwerkname (SSID)
Der Grundkonfigurations-Assistent fragt nach dem Netzwerknamen des
Access Points (häufig als SSID – Service Set Identifier bezeichnet). Der Netzwerkname wird in den Access Point des Funk-LANs eingetragen. Der Name
kann frei gewählt werden. Mehrere Access Points mit demselben Netzwerknamen bilden ein gemeinsames Funk-LAN.
Ab Werk ist für jeden unkonfigurierten LANCOM Wireless Router
standardmäßig eine WEP128-Verschlüsselung aktiviert. Weitere
Informationen finden Sie im LCOS-Referenzhandbuch unter „Standard-WEP-Verschlüsselung“.
Offenes oder geschlossenes Funk-LAN?
Mobilfunkstationen wählen das gewünschte Funk-LAN durch Angabe des
Netzwerknamens an. Erleichtert wird die Angabe des Netzwerknamens durch
zwei Techniken:
Mobilfunkstationen können die Umgebung nach Funk-LANs absuchen
(„scannen“) und die gefundenen Funk-LANs in einer Liste zur Auswahl
anbieten.
Durch Verwendung des Netzwerknamens 'ANY' meldet sich die Mobil-
funkstation im nächsten verfügbaren Funk-LAN an.
Um diese Vorgehensweise zu unterbinden kann das Funk-LAN „geschlossen“
werden. In diesem Fall akzeptiert es keine Anmeldungen mit dem Netzwerknamen 'ANY'.
DE
Standardmäßig sind LANCOM-Geräte unter dem Netzwerknamen
'LANCOM' ansprechbar. Die Grundkonfiguration eines Access Points
über Funk erfolgt daher über diesen Netzwerknamen. Wird während
der Grundkonfiguration ein anderer Netzwerkname gesetzt, so muss
nach Abschluss der Grundkonfiguration der Funk-LAN-Zugang der
konfigurierenden Mobilstation ebenfalls auf diesen neuen Netzwerknamen umgestellt werden.
35
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
DE
Auswahl eines Funkkanals
Der Access Point arbeitet in einem bestimmten Funkkanal. Der Funkkanal wird
aus einer Liste von bis zu 13 Kanälen im 2,4 GHz Frequenzbereich, oder bis zu
19 Kanälen im 5 GHz Frequenzbereich ausgewählt (in verschiedenen Ländern
sind einzelne Funkkanäle gesperrt, siehe Anhang).
Der verwendete Kanal und Frequenzbereich legt den Betrieb des gemeinsamen Funkstandards fest, wobei der 5 GHz Frequenzbereich dem
IEEE 802.11a/h Standard entspricht und der 2,4 GHz Frequenzbereich den
Betrieb im IEEE 802.11g und IEEE 802.11b Standard festlegt.
Wenn in Reichweite des Access Points keine weiteren Access Points arbeiten,
so kann ein beliebiger Funkkanal eingestellt werden. Andernfalls müssen im
2,4 GHz-Band die Kanäle so gewählt werden, das sie sich möglichst nicht
überdecken beziehungsweise möglichst weit auseinander liegen. Im 5 GHzBand reicht normalerweise die automatische Einstellung, in welcher der
Access Point über TPC (Transmission Power Control) und DFS (Dynamic Frequency Selection) selbst den besten Kanal einstellt.
Weitere Informationen zu TPC und DFS finden Sie im LCOS-Referenz-
handbuch.
36
3.2Anleitung für LANconfig
햲 Starten Sie LANconfig mit Start Programme LANCOM
LANconfig. LANconfig erkennt neue LANCOM-Geräte im TCP/IP-Netz
selbstständig.
햳 LANCOM Wireless Router und LANCOM Access Points im Managed-
Modus werden standardmäßig bei der Suche mit LANconfig nicht ange-
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
zeigt. Zur Anzeige dieser Geräte aktivieren Sie bei der Suche die Option
'Suche auf verwaltete APs ausweiten'.
햴 Wird bei der Suche ein unkonfiguriertes Gerät gefunden, startet der
Setup-Assistent, der Ihnen bei der Grundeinstellung des Geräts behilflich
ist oder Ihnen (die passende Netzwerkumgebung vorausgesetzt) sogar die
gesamte Arbeit abnimmt.
DE
Sollte der Setup-Assistent nicht automatisch starten, so suchen Sie
manuell nach neuen Geräten an allen Schnittstellen (falls der
LANCOM Router über die serielle Konfigurationsschnittstelle angeschlossen ist) oder im Netzwerk (Gerät Suchen).
Sollte der Zugriff auf einen unkonfigurierten WLAN Controller schei-
tern, so kann dieser Fehler auf die Netzmaske des LAN zurückzuführen
sein: Bei weniger als 254 möglichen Hosts (Netzmaske >
'255.255.255.0') muss sichergestellt sein, dass die IP-Adresse
'x.x.x.254' im eigenen Subnetz vorhanden ist.
Wenn Sie die automatische TCP/IP-Konfiguration wählen, fahren Sie mit
Schritt 햶 fort.
37
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
햵 Geben Sie dem LANCOM Router eine verfügbare Adresse aus einem
geeigneten IP-Adressbereich. Bestätigen Sie mit Weiter.
햶 Im folgenden Fenster legen Sie zunächst das Kennwort für den Konfigu-
rationszugriff fest. Achten Sie bei der Eingabe auf Groß- und Kleinschreibung, sowie auf eine ausreichende Länge (mindestens 6 Zeichen).
DE
Ferner legen Sie fest, ob das Gerät nur aus dem lokalen Netzwerk heraus
konfiguriert werden darf, oder ob auch die Fernkonfiguration über das
WAN (also aus einem entfernten Netzwerk) erlaubt ist.
Bitte beachten Sie, dass mit dieser Freigabe auch die Fernkonfigura-
tion über das Internet ermöglicht wird. Sie sollten in jedem Fall darauf
achten, dass der Konfigurationszugriff durch ein Kennwort abgesichert ist.
햷 Der Gebührenschutz beschränkt auf Wunsch die Kosten von WAN-Verbin-
dungen auf ein festgesetztes Maß. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit Weiter.
햸 Schließen Sie die Konfiguration mit Fertig stellen ab.
Im Abschnitt 'TCP/IP-Einstellungen an den Arbeitsplatz-PCs' erfahren
Sie, welche Einstellungen an den Arbeitsplatzrechnern im LAN notwendig sind.
3.3Anleitung für WEBconfig
Für die Konfiguration mit WEBconfig müssen Sie wissen, wie sich der WLAN
Controller im LAN ansprechen lässt. Das Verhalten der Geräte sowie ihre
Erreichbarkeit zur Konfiguration über einen Webbrowser hängen davon ab, ob
im LAN schon DHCP-Server und DNS-Server aktiv sind, und ob diese beiden
Serverprozesse die Zuordnung von IP-Adressen zu symbolischen Namen im
LAN untereinander austauschen.
Nach dem Einschalten prüfen unkonfigurierte LANCOM-Geräte zunächst, ob
im LAN schon ein DHCP-Server aktiv ist. Je nach Situation kann das Gerät
dann den eigenen DHCP-Server einschalten oder alternativ den DHCP-ClientModus aktivieren. In dieser zweiten Betriebsart kann das Gerät selbst eine IPAdresse von einem im LAN schon vorhandenen DHCP-Server beziehen.
38
Wird ein LANCOM Wireless Router oder ein LANCOM Access Point von
einem LANCOM WLAN Controller zentral verwaltet, dann wird beim
Nicht für zentral
verwaltete
LANCOM Wireless
Router oder
LANCOM Access
Points
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
Zuweisen der WLAN-Konfiguration auch der DHCP-Server vom AutoModus in den Client-Modus umgeschaltet.
Netz ohne DHCP-Server
In einem Netz ohne DHCP-Server schalten unkonfigurierte LANCOM- Geräte
nach dem Starten den eigenen DHCP-Serverdienst ein und weisen den anderen Rechnern im LAN die IP-Adressen sowie Informationen über Gateways
etc. zu, sofern diese auf den automatischen Bezug der IP-Adressen eingestellt
sind (Auto-DHCP). In dieser Konstellation kann das Gerät von jedem Rechner
mit aktivierter Auto-DHCP- Funktion mit einem Webbrowser unter dem
Namen LANCOM oder unter der IP-Adresse 172.23.56.254 erreicht werden.
http://LANCOM
http://172.23.56.254
Falls der Konfigurations-Rechner seine IP-Adresse nicht vom LANCOM-DHCPServer bezieht, ermitteln Sie die aktuelle IP-Adresse des Rechners (mit Start
Ausführen cmd und dem Befehl ipconfig an der Eingabeaufforderung
unter Windows 2000 oder Windows XP, mit Start Ausführen cmd und
dem Befehl winipcfg an der Eingabeaufforderung unter Windows Me oder
Windows 9x bzw. dem Befehl ifconfig in der Konsole unter Linux). In diesem
Fall erreichen Sie das LANCOM unter der Adresse x.x.x.254 (die “x” stehen
für die ersten drei Blöcke in der IP-Adresse des Konfigurationsrechners).
DE
Netz mit DHCP-Server
Ist im LAN ein DHCP-Server zur Zuweisung der IP-Adressen aktiv, schaltet ein
unkonfiguriertes LANCOM-Gerät seinen eigenen DHCP-Server aus, wechselt
in den DHCP-Client-Modus und bezieht eine IP-Adresse vom DHCP-Server
aus dem LAN. Diese IP-Adresse ist aber zunächst nicht bekannt, die Erreichbarkeit des Geräts hängt von der Namensauflösung ab:
Ist im LAN auch ein DNS-Server zur Auflösung der Namen vorhanden und
tauscht dieser die Zuordnung von IP-Adressen zu den Namen mit dem
39
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
DHCP-Server aus, kann das Gerät unter dem Namen “LANCOM-<MACAdresse>” (z.B. “LANCOM-00a057xxxxxx”) erreicht werden.
DE
http://LANCOM-00a05700094A
Die MAC-Adresse finden Sie auf einem Aufkleber auf der Geräteun-
terseite.
Ist im LAN kein DNS-Server vorhanden oder ist dieser nicht mit dem
DHCP-Server gekoppelt, kann das Gerät nicht über den Namen erreicht
werden. In diesem Fall bleiben folgende Optionen:
Die per DHCP an das LANCOM-Gerät zugewiesene IP-Adresse über
geeignete Tools ausfindig machen und das Gerät mit dieser IPAdresse direkt erreichen.
LANconfig verwenden.
Einen Rechner mit Terminalprogramm über die serielle Konfigura-
tionsschnittstelle an das Gerät anschliessen.
Aufruf der Assistenten in WEBconfig
햲 Öffnen Sie also Ihren Web-Browser (z.B. Internet Explorer, Firefox, Opera)
und rufen Sie dort den WLAN Controller auf:
http://<IP-Adresse des LANCOM>
(bzw. über beliebigen Namen)
Sollte der Zugriff auf einen unkonfigurierten WLAN Controller schei-
tern, so kann dieser Fehler auf die Netzmaske des LAN zurückzuführen
sein: Bei weniger als 254 möglichen Hosts (Netzmaske >
'255.255.255.0') muss sichergestellt sein, dass die IP-Adresse
'x.x.x.254' im eigenen Subnetz vorhanden ist.
40
Kapitel 3: Grundkonfiguration
Es erscheint das Hauptmenü von WEBconfig:
LANCOM 3850 UMTS
DE
Die Setup-Assistenten sind exakt auf die Funktionalität des jeweiligen
LANCOM Router zugeschnitten. Es kann daher sein, dass Ihr Gerät
nicht alle hier abgebildeten Assistenten anbietet.
Wenn Sie die automatische TCP/IP-Konfiguration wählen, fahren Sie mit
Schritt 햴 fort.
햳 Wenn Sie die TCP/IP-Einstellungen selbst vornehmen wollen, dann geben
Sie dem LANCOM Router eine verfügbare Adresse aus einem geeigneten
IP-Adressbereich. Stellen Sie außerdem ein, ob er als DHCP-Server arbeiten soll oder nicht. Bestätigen Sie Ihre Eingabe mit Setzen.
41
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
햴 Im folgenden Fenster 'Sicherheitseinstellungen' vergeben Sie zunächst ein
Kennwort für den Konfigurationszugriff. Achten Sie bei der Eingabe auf
Groß- und Kleinschreibung, sowie auf eine ausreichende Länge (mindestens 6 Zeichen).
Legen Sie fest, ob das Gerät nur aus dem lokalen Netzwerk heraus konfi-
DE
Eingabe des Kennworts im Web-Browser
Wenn Sie beim Zugriff auf das Gerät von Ihrem
Web-Browser zur Eingabe von Benutzername
und Kennwort aufgefordert werden, tragen Sie
Ihre persönlichen Werte in die entsprechenden
Felder der Eingabemaske ein. Achten Sie dabei
auf Groß- und Kleinschreibung.
Falls Sie den allgemeinen Konfigurationszugang
verwenden, tragen Sie nur das entsprechende
Kennwort ein. Das Feld Benutzername bleibt in
diesem Fall leer.
guriert werden darf, oder ob auch die Fernkonfiguration über das WAN
(also aus einem entfernten Netzwerk) erlaubt ist.
Bitte beachten Sie, dass mit dieser Freigabe auch die Fernkonfigura-
tion über das Internet ermöglicht wird. Sie sollten in jedem Fall darauf
achten, dass der Konfigurationszugriff geeignet abgesichert ist, z.B.
durch ein Kennwort.
Eingabe des Konfigurations-Kennworts
42
햵 Wählen Sie im nächsten Fenster Ihren Internet-Provider aus der angebo-
tenen Liste aus. Bestätigen Sie Ihre Wahl mit Setzen.
Bei Auswahl von 'Mein Anbieter ist hier nicht aufgeführt' müssen Sie im
anschließenden Fenster das von Ihrem Internet-Provider verwendete
Übertragungsprotokoll manuell angeben. In aller Regel funktioniert das
Universal-Protokoll 'Multimode'.
햶 Der Gebührenschutz beschränkt auf Wunsch die Kosten von WAN-Verbin-
dungen auf ein festgesetztes Maß. Bestätigen Sie Ihre Angaben mit Setzen.
햷 Der Grundeinrichtungs-Assistent meldet, dass alle notwendigen Angaben
vorliegen. Mit Weiter schließen Sie ihn ab.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 3: Grundkonfiguration
3.4TCP/IP-Einstellungen an den Arbeitsplatz- PCs
Bei TCP/IP-Netzwerken ist die korrekte Adressierung aller Geräte im LAN
außerordentlich wichtig. Ferner sollten alle Rechner die IP-Adressen von zwei
zentralen Stellen im LAN kennen:
Standard-Gateway – erhält alle Pakete, die nicht an Rechner im lokalen
Netz adressiert sind
DNS-Server – übersetzt einen Netzwerk- oder Rechnernamen in eine kon-
krete IP-Adresse.
Der WLAN Controller kann sowohl die Funktionen eines Standard-Gateways
als auch die eines DNS-Servers übernehmen. Außerdem kann er als DHCPServer allen Rechnern im LAN automatisch eine korrekte IP-Adresse zuweisen.
Die korrekte TCP/IP-Konfiguration der PC im LAN hängt entscheidend davon
ab, nach welcher Methode im LAN die IP-Adressen vergeben werden:
IP-Adressvergabe über den WLAN Controller
In dieser Betriebsart weist der WLAN Controller den PCs im LAN und
WLAN (bei Geräten mit Funkmodul) nicht nur eine IP-Adresse zu, sondern
übermittelt per DHCP auch seine eigene IP-Adresse als Standard- Gateway
und DNS-Server. Die PCs sind deshalb so einzustellen, dass sie ihre eigene
IP-Adresse, ebenso wie die IP-Adressen von Standard-Gateway und DNSServer automatisch (über DHCP) beziehen.
IP-Adressvergabe über einen separaten DHCP-Server
Die Arbeitsplatz-PCs sind so einzustellen, dass sie ihre eigene IP-Adresse,
ebenso wie die IP-Adressen von Standard-Gateway und DNS-Server automatisch (über DHCP) beziehen. Auf dem DHCP-Server ist die IP-Adresse
des LANCOM Router so zu hinterlegen, dass der DHCP-Server sie an die
PCs im LAN als Standard-Gateway übermittelt. Außerdem sollte der
DHCP-Server den LANCOM Router als DNS-Server angeben.
Manuelle Zuweisung der IP-Adressen
Werden die IP-Adressen im Netzwerk statisch vergeben, so sind bei jedem
PC im LAN die IP-Adresse des LANCOM Router als Standard-Gateway und
als DNS-Server in der TCP/IP-Konfiguration einzustellen.
DE
Weitere Informationen und Hilfe zu den TCP/IP-Einstellungen Ihres
WLAN Controllers finden Sie im Referenzhandbuch. Bei der Netzwerkkonfiguration der Arbeitsplatzrechner hilft Ihnen die Dokumentation
des installierten Betriebssystems weiter.
43
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 4: Den Internet-Zugang einrichten
4Den Internet-Zugang einrichten
Über den zentralen Internet-Zugang des LANCOM erhalten alle Rechner im
LAN Zugriff auf das Internet. Bei Modellen ohne WAN-Anschluss wird dazu
eine LAN-Schnittstelle als DSLoL-Anschluss konfiguriert und mit einem geeigneten ADSL-Modem verbunden.
DE
Internet
WAN-Verbindung
LANCOM Router
Router im LAN des
Internetanbieters
Kennt der Setup-Assistent Ihren Internet-Anbieter?
Die Einrichtung des Internet-Zugangs erfolgt über einen komfortablen Assistenten. Der Assistent kennt die Zugangsdaten der wichtigsten Internetanbieter und bietet Ihnen eine Liste zur Auswahl an. Wenn Sie Ihren
Internetanbieter in dieser Liste finden, so müssen Sie für die Einrichtung des
Internet-Zugangs normalerweise keine weiteren Übertragungs-Parameter
eingeben. Lediglich die Authentifizierungsdaten, die Ihnen Ihr Internetanbieter zur Verfügung stellt, sind noch erforderlich.
Zusätzlich Angaben bei unbekanntem Internet-Anbieter
Kennt der Setup-Assistent Ihren Internet-Anbieter nicht, so fragt er Sie Schritt
für Schritt alle notwendigen Zugangsdaten ab. Diese Zugangsdaten stellt
Ihnen Ihr Internet-Anbieter zur Verfügung.
Weitere Verbindungsoptionen
Zusätzlich können Sie (sofern von Ihrem Internetanbieter unterstützt) zusätzliche Optionen im Assistenten ein- oder ausschalten:
Zeitliche Abrechnung oder Flatrate – wählen Sie aus, nach welchem
Modell Ihr Internetanbieter die Nutzung abrechnet.
44
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 4: Den Internet-Zugang einrichten
Bei der zeitlichen Abrechnung können Sie am LANCOM Router ein-
stellen, dass bestehende Verbindungen automatisch abgebaut werden, wenn für eine bestimmte Dauer (die sogenannte Haltezeit) keine
Daten mehr übertragen wurden.
Zusätzlich können Sie eine Leitungsüberwachung aktivieren, die inaktive Gegenstellen schneller erkennt und in diesem Fall die Verbindung
schon vor Ablauf der Haltezeit abbaut.
Bei Flatrate-Abrechnung haben Sie ebenfalls die Möglichkeit der akti-
ven Leitungsüberwachung, und können so die Funktion der Gegenstelle ständig überprüfen.
Außerdem können Sie bei Flatrates Verbindungen dauerhaft aufrecht
erhalten („Keep-alive“). Im Fall eines Verbindungsabbruchs wird diese
automatisch wieder aufgebaut.
4.1Anleitung für LANconfig
햲 Markieren Sie Ihr LANCOM Router im Auswahlfenster. Wählen Sie aus der
Befehlsleiste den Punkt Extras Setup Assistent.
DE
햳 Wählen Sie im Auswahlmenü den Setup-Assistenten Internet- Zugang
einrichten und bestätigen Sie die Auswahl mit Weiter.
햴 In den folgenden Fenstern wählen Sie Ihr Land, nach Möglichkeit Ihren
Internetanbieter, und geben Sie die Zugangsdaten ein.
햵 Je nach Verfügbarkeit bietet Ihnen der Assistent weitere Optionen für die
Internetverbindung zur Auswahl an.
45
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 4: Den Internet-Zugang einrichten
햶 Der Assistent informiert Sie sobald die Eingaben vollständig sind. Schlie-
ßen Sie die Konfiguration mit Fertig stellen ab.
LANconfig: Schneller Aufruf der SetupAssistenten
Die Setup-Assistenten rufen Sie unter LANconfig
DE
am schnellsten über den Befehlsknopf in der
Button-Leiste auf.
4.2Anleitung für WEBconfig
햲 Wählen Sie im Hauptmenü Internet-Zugang einrichten.
햳 In den folgenden Fenstern wählen Sie Ihr Land, nach Möglichkeit Ihren
Internetanbieter, und geben Sie die Zugangsdaten ein.
햴 Je nach Verfügbarkeit bietet Ihnen der Assistent weitere Optionen für die
Internetverbindung zur Auswahl an.
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햵 Der Assistent informiert Sie sobald die Eingaben vollständig sind. Schlie-
ßen Sie die Konfiguration mit Weiter ab.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
5Einrichten der UMTS-Profile
5.1Internetzugang
Das Einrichten des Internetzugangs über UMTS/HSDPA gelingt an schnellsten
mit dem Internet-Assistenten von LANconfig.
햲 Markieren Sie Ihren LANCOM Router im Auswahlfenster. Wählen Sie aus
der Befehlsleiste den Punkt Extras Setup Assistent.
햳 Wählen Sie im Auswahlmenü den Setup-Assistenten Internet- Zugang
einrichten und bestätigen Sie die Auswahl mit Weiter.
DE
햴 Bei der Einrichtung des Internetzugangs wählen Sie das UMTS-Interface
sowie Ihren Netzbetreiber aus und geben den APN (Access Point Name)
und die PIN Ihrer SIM-Karte ein. Der Assistent nimmt dann alle weiteren
Einstellungen automatisch vor.
47
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
DE
햵 Sollte Ihr Provider nicht in der Liste aufgeführt sein, können Sie die not-
wendigen Verbindungsdaten auch manuell eintragen. Dazu benötigen Sie
die entsprechende Rufnummer im Mobilfunknetz Ihres Providers.
햶 Zum Abschluss der Konfiguration des Internet-Zugangs können Sie für die
UMTS/HSDPA-Verbindung die „Keep-Alive“-Option aktivieren. Damit wird
die UMTS/HSDPA-Verbindung so eingerichtet, dass Sie nach dem Einschalten des Geräts automatisch aufgebaut wird und auch nach einer
Trennung der Verbindung automatisch wieder hergestellt wird – die Internetverbindung ist „Always On“. Diese Funktion ist sehr nützlich für den
bequemen Internet-Zugang oder für VPN-Standortkopplungen.
Diese Informationen erhalten Sie bei Bedarf von Ihrem Mobilfunkprovider.
48
Mit dem Aktivieren der „Keep-Alive“-Funktion ermöglichen Sie z.B. sehr
einfach die Einrichtung eines mobilen Konferenzraumes, der unabhängig
vom Standort einen Internetzugang und ggf. den VPN-geschützten
Zugang zum Netzwerk der Zentrale ermöglicht.
Je nach Tarif können bei Always-On-Internetverbindung hohe Kosten
entstehen, z.B. bei zeitbasierter Abrechnung. Bitte informieren Sie
sich über die Details Ihres UMTS/HSDPA-Tarifs bei Ihrem MobilfunkProvider.
햷 Alternativ können Sie für die UMTS/HSDPA-Verbindung eine geeignete
Haltezeit einstellen. Die Internetverbindung wird dann nicht automatisch
gestartet, sondern erst dann, wenn Daten ins Internet übertragen werden
sollen. Werden dann für die Dauer der Haltezeit keine Daten mehr übertragen, wird die Verbindung automatisch abgebaut.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
Im LANmonitor können Sie nach dem Einrichten des Internet-Zugangs
prüfen, welche Mobilfunknetze verfügbar sind.
Auch ohne bestehende Verbindung sehen Sie im Bereich 'UMTS/GPRSNetz' die gefundenen Netze. Darüber hinaus zeigt der LANmonitor hier
an, welche Netze erlaubt sind und mit welchen Netzen sich die Karte nicht
verbinden kann.
햸 Im Bereich der Systeminformationen zeigt der LANmonitor die erkannte
Datenkarte an und dazu die Signalstärke des Heimnetzes, mit dem sich die
Karte für den Zugang zum Internet verbinden wird. Die Anzeige der Signalstärke sowie des Übertragungsmodus sind von der verwendeten Karte
abhängig.
DE
Die Anzeige der Signalstärke im LANmonitor leistet gute Dienste beim Testen der Empfangsqualität an Orten, an denen man die Datenkarte erstmals
in Betrieb nehmen möchte. Ab einer Anzeige von drei Balken (grün) können Sie von einer ausreichenden Signalstärke für eine gute Datenübertragung ausgehen. Bei zwei Balken (gelb) ist eine ausreichende Qualität der
Datenübertragung nicht mehr gewährleistet, bei nur einem Balken kommt
normalerweise keine Datenübertragung mehr zustande.
49
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
햹 Sobald die Verbindung zum Internet hergestellt wurde, zeigt der
LANmonitor im Bereich der WAN-Verbindungen an, mit welchem Netz die
Verbindung hergestellt wurde.
DE
5.2VPN-Standort-Kopplung
Neben der Anbindung von einzelnen Arbeitsplatzrechnern an die Zentrale
können über die UMTS/HSDPA- Schnittstelle auch vollständige Netzwerkkopplungen eingerichtet werden. Diese Variante kommt z.B. bei der Anbindung
von „mobilen Konferenzräumen“ zum Einsatz.
Der Zustand der Datenkarte wird ebenfalls über die LEDs der Karte mit
verschiedenen Blink-Codes angezeigt. Informieren Sie sich bitte in der
Dokumentation zu Ihrer Datenkarte über die Bedeutung der LEDs.
Mobiles WLAN, z.B. für einen
„mobilen Konferenzraum“.
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Internetverbindung über UMTS/HSDPA
Internet
VPN-Anbindung an die Zentrale
Für die Kopplung von zwei Netzwerken über ein UMTS-Interface wird
zunächst beiden beteiligten VPN-Routern eine Netzwerkkopplung, z.B. mit
dem Assistenten von LANconfig eingerichtet.
Bei der Konfiguration der Netzwerkkopplung über UMTS/HSDPA müssen folgende Aspekte berücksichtigt werden:
Bei der Kopplung von Netzwerken über den Assistenten wird zunächst der
sichere „Main Mode“ für den Austausch der IKE-Schlüssel verwendet.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
Einige Mobilfunkbetreiber unterstützen aber nur den „Aggressive Mode“.
Wenn bei der Verwendung des Main Mode keine VPN-Verbindung
zustande kommt, stellen Sie das Verfahren in den entsprechenden Profilen
auf beiden Seiten in der VPN-Verbindungsliste auf „Aggressive Mode“
um.
Wählen Sie dazu unter LANconfig im Konfigurationsbereich 'VPN' auf der
Registerkarte 'Allgemein' in der 'Verbindungsliste' den Eintrag für die entsprechende Verbindung. Stellen Sie zunächst die Optionen für dynamisches VPN auf 'Kein dynamisches VPN' ein 쐃 und aktivieren Sie
anschließend als IKE-Exchange-Modus den 'Aggressive Mode' 쐇.
쐃
DE
쐇
Tragen Sie danach unter LANconfig im Konfigurationsbereich 'VPN' auf
der Registerkarte 'IKE-Parameter' in der Liste der 'IKE-Schlüssel' für die
entsprechende Verbindung eindeutige Identitäten ein (z.B. eindeutige EMail-Adressen).
쐃
쐇
Die Einstellungen für den Aggressive Mode mit den zu verwendenden
Identitäten müssen auf beiden Seiten der Verbindung korrespondierend vorgenommen werden!
51
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
Der UMTS/HSDPA-Karte wird beim Einbuchen in das Mobilfunknetz vom
Provider eine dynamische IP-Adresse zugewiesen. Achten Sie auf die entsprechenden Einstellungen bei der Konfiguration mit dem Setup-Assistenten.
Da die UMTS/HSDPA-Karte eine dynamische IP-Adresse verfügt, aber
nicht z.B. über einen ISDN-Anruf identifiziert werden kann (Dynamic
DE
VPN), muss die VPN-Verbindung immer vom VPN-Gateway mit der UMTS/
HSDPA-Karte in Richtung des VPN-Gateways in der Zentrale aufgebaut
werden.
Um die VPN-Verbindung mit dem Netzwerk der Zentrale dauerhaft ver-
fügbar zu machen, stellen Sie sowohl die Haltezeit der Internetverbindung
als auch die VPN-Haltezeit auf '9.999' ein (Keep Alive). Nur so wird auch
der Zugriff aus der Zentrale auf die per UMTS/HSDPA angebundenen
Netzwerke jederzeit möglich (z.B. bei der Anbindung von Filialen per
UMTS/HSDPA an Standorten ohne breitbandigen Internetanschluss).
Für die Funktion des Keep Alive ist außerdem ein Eintrag in der PollingTabelle erforderlich. Erstellen Sie dazu unter LANconfig im Konfigurationsbereich 'Kommunikation' auf der Registerkarte 'Gegenstellen' in der
'Polling-Tabelle' den Eintrag für die entsprechende Verbindung mit bis zu
vier IP-Adressen im entfernten Netz und dem zugehörigen Ping-Interval
sowie der Anzahl der Wiederholungen.
Wenn die VPN-Verbindung durch ein Polling überwacht werden soll, müs-
sen die Einstellungen für das Polling ebenfalls vom VPN-Gateway mit der
UMTS/HSDPA-Karte ausgehen und auf das entfernte VPN-Gateway
gerichtet sein. Je nach Qualität der Verbindung müssen dabei die Zeiten
für die Pollingaufrufe angepasst werden.
52
Je nach Tarif können bei Always-On-Internetverbindung hohe Kosten
entstehen, z.B. bei zeitbasierter Abrechnung. Bitte informieren Sie
sich über die Details Ihres UMTS/HSDPA-Tarifs bei Ihrem MobilfunkProvider.
5.3Weitere Einstellungen
5.3.1Auswahl des Mobilfunknetzes
Solange sich eine Mobilfunkkarte im Bereich des eigenen Netzbetreibers
befindet, ist sie normalerweise fest auf die Verwendung dieses Netzes gebunden – es ist keine freie Auswahl des Netzes möglich.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
Sobald die Karte jedoch außerhalb des eigenen „Heimnetzes“ befindet, stehen meistens mehrere Mobilfunknetze zur Auswahl, z.B. beim Betrieb im Ausland (Roaming). In diesem Fall kann der Anwender meistens aus allen
angebotenen Netzen selbst ein Netz auswählen, über das er den Internetzugang herstellen möchte.
Stellen Sie die Netzwerkauswahl im entsprechenden UMTS/HSDPA/GPRS-Profil auf 'Manuell' ein. Als Netzwerk-Name geben Sie dann das gewünschte
Mobilfunknetz so ein, wie es von der Datenkarte beim Scannen erkannt
wurde.
Die Einstellungen für die UMTS/HSDPA/GPRS-Profile finden Sie im LANconfig
im Konfigurationsbereich 'Interface' auf der Registerkarte 'WAN' unter der
Schaltfläche UMTS/GPRS-Profile.
Den Namen der Netze können Sie im LANmonitor ablesen oder z.B.
über Telnet unter
einsehen. Über die Befehle
Netzsuche
Parameter/Netzsuche
sen.
oder
/Status/Externes-Interface/Netzliste
do /Status/Externes-Interface/
do Setup/Schnittstellen/UMTS-GPRS-
können Sie die Netzsuche manuell anstos-
DE
53
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
5.3.2UMTS/GPRS-Profil aktivieren
Beim Betrieb der LANCOM-Geräte mit UMTS/HSDPA-Funktion in wechselnden
Umgebungen oder mit wechselnden UMTS/HSDPA/GPRS-Datenkarten sind
ggf. unterschiedliche Einstellungen erforderlich. Die für den Betrieb der
Datenkarten relevanten Informationen sind in einem UMTS/HSDPA/GPRS- Pro-
DE
fil zusammengefasst. Über die Interface-Einstellungen für die UMTS/HSDPASchnittstelle können die Profile sehr schnell gewechselt werden.
Die Aktivierung der UMTS/HSDPA-Schnittstelle und die Auswahl der Profile
finden Sie im LANconfig im Konfigurationsbereich 'Interfaces' auf der Registerkarte 'WAN' unter der Schaltfläche Interface-Einstellungen.
5.3.3Nur UMTS/HSDPA oder automatische UMTS/HSDPA/GPRS-Auswahl
In manchen Gebieten ist die Netzabdeckung der UMTS/HSDPA-Anbieter noch
nicht vollständig abgeschlossen. Um in den Gebieten mit nicht ausreichendem
UMTS/HSDPA-Empfang dennoch eine Datenverbindung aufbauen zu können,
wird in der Regel die Übertragungsbetriebsart 'Automatisch' gewählt. In dieser Einstellung wählt die Datenkarte im LANCOM bevorzugt die Verbindung
über UMTS/HSDPA. Nur wenn das UMTS-Signal so schwach ist, das eine
Datenübertragung in der erforderlichen Qualität nicht möglich ist, schaltet die
Karte automatisch auf das GPRS-Netz um.
Bei Bedarf kann die Betriebsart jedoch auch fest auf UMTS/HSDPA oder GPRS
eingestellt werden. Stellen Sie dazu im entsprechenden UMTS/HSDPA/GPRSProfil in LANconfig im Konfigurationsbereich 'Interface' auf der Registerkarte
'WAN' unter der Schaltfläche UMTS/HSDPA/GPRS-Profile die gewünschte
Betriebsart ein.
54
5.3.4Zeitlimit einrichten
Zum Schutz vor unerwarteten Kosten können Sie auch für die Verbindungen
über die UMTS/HSDPA-Schnittstelle ein Zeitlimit einrichten, z.B. unter
LANconfig im Konfigurationsbereich 'Management' auf der Registerkarte
'Kosten'.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 5: Einrichten der UMTS- Profile
DE
55
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
6Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
LANCOM Wireless Access Points können nicht nur als zentrale Station in
einem Funknetzwerk arbeiten, sie können im Punkt-zu-Punkt-Betrieb auch
Funkstrecken über größere Distanzen bilden. So können z. B. zwei Netzwerke
über mehrere Kilometer hinweg sicher verbunden werden – ohne direkte Ver-
DE
kabelungen oder teure Standleitungen.
Das Verhalten eines Access Points beim Datenaustausch mit anderen Access
Points wird in der „Punkt-zu-Punkt-Betriebsart“ festegelegt:
Aus: Der Access Point kann nur mit mobilen Clients kommunizieren
An: Der Access Point kann mit anderen Basis-Stationen und mit mobilen
Clients kommunizieren
Exklusiv: Der Access Point kann nur mit anderen Basis-Stationen kom-
munizieren
Bei der automatischen Suche nach einem freien WLAN-Kanal kann es im
5 GHz-Band zu gleichzeitigen Sendeversuchen mehrerer Access Points kommen, die sich in der Folge gegenseitig nicht finden. Diese Pattsituationen kann
mit dem geeigneten „Kanalwahlverfahren“ verhindert werden:
Master: Dieser Access Point übernimmt die Führung bei der Auswahl
eines freien WLAN-Kanals.
Slave: Alle anderen Access Points suchen solange nach dem freien Kanal,
bis sie einen sendenden Master gefunden haben.
Es ist daher empfehlenswert, im 5 GHz-Band jeweils einen zentralen Access
Point als 'Master' und alle anderen Punkt-zu-Punkt-Partner als 'Slave' zu konfigurieren. Auch im 2,4 GHz-Band bei aktivierter automatischer Kanalsuche
erleichtert diese Einstellung den Aufbau von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen.
56
Für die Verschlüsselung von Punkt-zu-Punkt-Verbindungen mit
802.11i/WPA ist die korrekte Konfiguration der Kanalwahlverfahren
zwingend erforderlich.
6.1Ausrichten der Antennen für den P2P-Betrieb
Beim Aufbau von P2P-Strecken kommt der genauen Ausrichtung der Antennen eine große Bedeutung zu. Je besser die empfangende Antenne in der
„Ideallinie“ der sendenden Antenne liegt, desto besser ist die tatsächliche
Leistung und damit die nutzbare Bandbreite 쐃. Liegt die empfangende
Antenne jedoch deutlich neben dem idealen Bereich, sind deutliche Leistungsverluste zu erwarten 쐇.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
쐃
쐇
Weitere Informationen zur geometrischen Auslegung von Funkstre-
cken und zur Ausrichtung der Antennen mit Hilfe der LANCOM-Software finden Sie im LCOS-Referenzhandbuch.
Um die Antennen möglichst gut ausrichten zu können, kann im LANmonitor
die aktuelle Signalqualität von P2P-Verbindungen angezeigt werden. Die
Anzeige der Verbindungsqualität kann über das Kontext-Menü im
LANmonitor geöffnet werden. Ein Klick mit der rechten Maustaste auf den
Eintrag 'Punkt-zu- Punkt' erlaubt den Aufruf 'Punkt- zu-Punkt WLAN-Antennen einrichten ...'
Der Eintrag 'Punkt-zu-Punkt' ist im LANmonitor nur sichtbar, wenn in
dem überwachten Gerät mindestens eine Basisstation als Gegenstelle
für eine P2P-Verbindung eingerichtet ist (LANconfig: Wireless LAN
Im Dialog zur Einrichtung der Punkt-zu-Punkt-Verbindung fragt der
LANmonitor die Voraussetzungen für den P2P-Verbindungsaufbau ab:
Ist die P2P-Strecke auf beiden Seiten konfiguriert, ist also die jeweils
gegenüberliegende Basisstation mit ihrer MAC- Adresse in der Konfiguration eingetragen, ist die Punkt-zu-Punkt-Betriebsart aktiviert?
57
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
Welcher Access Point soll überwacht werden? Hier können alle im jewei-
ligen Gerät als P2P-Gegenstelle eingetragenen Basis-Stationen ausgewählt werden.
Sind beide Antennen grob ausgerichtet? Die Verbindung über die P2P-
Strecke sollte schon grundsätzlich funktionieren, bevor die Einrichtung mit
Hilfe des LANmonitor gestartet wird.
DE
Der P2P-Dialog zeigt nach dem Start der Signalüberwachung jeweils die
absoluten Werte für die aktuelle Signalstärke sowie den Maximalwert seit
dem Start der Messung. Zusätzlich wird der zeitliche Verlauf mit dem Maximalwert in einem Diagramm angezeigt.
6.2Konfiguration
Konfiguration mit
LANconfig
58
Bewegen Sie zunächst nur eine der beiden Antennen, bis sie den Maximalwert
erreicht haben. Stellen Sie dann die erste Antenne fest und bewegen Sie auch
die zweite Antenne in die Position, bei der Sie die höchste Signalqualität erzielen.
Bei der Konfiguration der Punkt-zu-Punkt-Verbindungen werden neben der
Punkt-zu-Punkt-Betriebsart und dem Kanalwahlverfahren die MAC-Adressen
der Gegenstellen eingetragen.
Bei der Konfiguration mit LANconfig finden Sie die Einstellungen für die P2PVerbindungen im Konfigurationsbereich 'Interfaces' auf der Registerkarte
'Wireless LAN'.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
햲 Öffnen Sie mit der Schaltfläche Physikalische WLAN-Einst. die Optio-
nen für das entsprechende WLAN-Interface und wechseln Sie dort auf die
Registerkarte 'Punkt-zu-Punkt'.
햳 Aktivieren Sie hier die geeignete Punkt-zu-Punkt-Betriebsart und stellen
Sie als Kanalwahlverfahren entweder 'Master' oder 'Slave' ein. Tragen Sie
dazu die jeweiligen MAC-Adressen der WLAN-Karte auf der Gegenseite
ein (maximal 6).
DE
Bitte beachten Sie, hier nur die MAC-Adressen der WLAN-Karten auf
der anderen Seite der Verbindung einzutragen! Nicht die eigenen
MAC-Adressen und nicht die MAC-Adressen von anderen Interfaces,
die möglicherweise in den Basisstationen vorhanden sind.
Sie finden die WLAN-MAC-Adresse auf einem Aufkleber, der unterhalb des
jeweileigen Antennenanschlusses angebracht ist. Verwenden Sie nur die als
„WLAN-MAC“ oder „MAC-ID“ gekennzeichnete Zeichenkette. Bei den anderen ggf. angegebenen Adressen handelt es sich nicht um die WLAN-MACAdresse, sondern um die LAN-MAC-Adresse!
59
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
Alternativ finden Sie die MAC-Adressen der WLAN-Karten in den Geräten
unter WEBconfig oder Telnet bzw. Terminalprogramm auf folgenden Pfaden:
KonfigurationstoolMenü/Tabelle
WEBconfigExperten-Konfiguration Status WLAN-Statistik
DE
Ter min al/Tel net
Interface-Statistiken
Status/WLAN-Statistik/Interface-Statistiken
Konfiguration mit
WEBconfig oder
Tel ne t
6.3Access Points im Relais-Betrieb
6.4Sicherheit von Punkt-zu- Punkt-Verbindungen
Unter WEBconfig oder Telnet finden Sie die Einstellungen für die Punkt-zuPunkt-Verbindungen auf folgenden Pfaden:
cd /Setup/Schnittstellen/WLAN-Schnittstellen/
Interpoint-Einstellungen
Access Points mit zwei Funkmodulen können Funkbrücken über mehrere Stationen hinweg aufbauen. Dabei wird jeweils ein WLAN-Modul als 'Master',
das zweite als 'Slave' konfiguriert.
Mit dem Einsatz von Relais-Stationen mit jeweils zwei WLAN-Modu-
len wird gleichzeitig das Problem der „hidden station“ gelöst, bei dem
die MAC-Adressen der WLAN-Clients nicht über mehrere Stationen
hinweg übertragen wird.
Mit IEEE 802.11i kann auch die Sicherheit auf Punkt-zu-Punkt-Verbindungen
im WLAN deutlich verbessert werden. Alle Vorteile von 802.11i wie die einfache Konfiguration und die starke Verschlüsselung mit AES stehen damit im
P2P-Betrieb ebenso zur Verfügung wie die verbesserte Sicherheit der Passphrases durch LANCOM Enhanced Passphrase Security (LEPS).
60
6.4.1Verschlüsselung mit 802.11i/WPA
Zum Aktivieren der 802.11i-Verschlüsselung auf einer korrekt konfigurierten
P2P-Verbindung passen Sie die Einstellungen für das erste logische WLAN-
Konfiguration mit
LANconfig
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 6: Punkt- zu- Punkt- Verbindungen
Netzwerk im verwendeten WLAN-Interface an (also WLAN-1, wenn Sie die
erste WLAN-Karte für die P2P-Verbindung nutzen , WLAN-2 wenn Sie die
zweite Karte z.B. bei einem Access Point mit zwei WLAN-Modulen nutzen).
Aktivieren Sie die 802.11i-Verschlüsselung.
Wählen Sie als Methode '802.11i (WPA)-PSK' aus.
Geben Sie die verwendete Passphrase ein.
Verwenden Sie als Passphrase zufällige Zeichenketten von mindestens
22 Zeichen Länge, was einer kryptographischen Stärke von 128 Bit
entspricht.
In der Einstellung als P2P-Master wird die hier eingetragene Passphrase verwendet, um die Zugangsberechtigung der Slaves zu prüfen. In der Einstellung
als P2P-Slave überträgt der Access Point diese Informationen an die Gegenseite, um sich dort anzumelden.
Bei der Konfiguration mit LANconfig finden Sie die Verschlüsselungs-Einstellungen im Konfigurationsbereich 'WLAN-Sicherheit' auf der Registerkarte
'802.11i/WEP'.
DE
Konfiguration mit
WEBconfig oder
Tel ne t
Die Verschlüsselungs-Einstellungen für die einzelnen logischen WLAN-Netzwerke finden Sie unter WEBconfig oder Telnet auf folgenden Pfaden:
Einen weiteren Sicherheitsgewinn erzielen Sie durch die zusätzliche Verwendung der LANCOM Enhanced Passphrase Security (LEPS), also der Verknüpfung der MAC-Adresse mit der Passphrase.
Mit LEPS können einzelne Punkt-zu-Punkt-Strecken (P2P) mit einer individu-
DE
ellen Passphrase abgesichert werden. Wenn bei einer P2P-Installation ein
Access Point entwendet wird und dadurch Passphrase und MAC-Adresse
bekannt werden, sind alle anderen per LEPS abgesicherten WLAN-Strecken
weiterhin sicher, insbesondere wenn die ACL auf einem RADIUS-Server abgelegt ist.
Bei der Konfiguration mit LANconfig geben Sie die Passphrases der im WLAN
zugelassenen Stationen (MAC-Adressen) im Konfigurationsbereich 'WLANSicherheit' auf der Registerkarte 'Stationen' unter der Schaltfläche Stationen
ein.
Konfiguration mit
WEBconfig oder
Tel ne t
62
Die Zugangs-Liste für die Zuordnung der MAC-Adressen zu den Passphrases
(LEPS) finden Sie unter WEBconfig oder Telnet auf folgenden Pfaden:
Ihr LANCOM verfügt über zahlreiche Sicherheitsfunktionen. In diesem Kapitel
finden Sie alle Informationen, die Sie für eine optimale Absicherung des Gerätes benötigen.
7.1Sicherheit im Funk-LAN
Bei der Betrachtung von Funk-LANs entstehen oft erhebliche Sicherheitsbedenken. Vielfach wird angenommen, ein Datenmissbrauch der über Funk
übertragenen Daten sei verhältnismäßig einfach.
Funk-LAN- Geräte von LANCOM Systems erlauben den Einsatz moderner
Sicherungstechnologien:
Jedes Funk-LAN nach IEEE 802.11 trägt einen eigenen Netzwerknamen
(SSID). Dieser Netzwerkname dient der Identifizierung und Verwaltung von
Funk-LANs.
Ein Funk-LAN kann so eingerichtet werden, dass jeder beliebige Benutzer
Zugang zu diesem Netzwerk erhält. Solche Netzwerke werden als offene Netzwerke bezeichnet. Auf ein offenes Netzwerk kann ein Benutzer auch ohne
Kenntnis des hierfür eigens reservierten Netzwerknamens zugreifen. Der
Zugriff erfolgt mit der Eingabe des Netzwerknamens 'ANY'.
In einem geschlossenen Netzwerk (Closed Network) ist der Zugriff über 'ANY'
ausgeschlossen. Hier muss der Benutzer den korrekten Netzwerknamen angeben. Unbekannte Netzwerke bleiben ihm verborgen.
DE
63
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
7.1.2Zugangskontrolle über MAC-Adresse
Jedes Netzwerkgerät verfügt über eine unverwechselbare Identifizierungsnummer. Diese Identifizierungsnummer wird als MAC-Adresse (Media AccessControl) bezeichnet und ist weltweit einmalig.
Die MAC-Adresse ist fest in die Hardware einprogrammiert. Auf einem Funk-
DE
LAN-Gerät von LANCOM Systems finden Sie die MAC-Adresse auf dem
Gehäuse.
Der Zugriff auf ein Infrastruktur-Netzwerk kann unter Angabe von MACAdressen auf bestimmte Funk-LAN-Geräte beschränkt werden. Dazu gibt es
in den Access Points Filter-Listen (ACL = Access Control List), in denen die
zugriffsberechtigten MAC-Adressen hinterlegt werden können.
Im Ad-hoc-Netzwerk steht diese Methode der Zugangskontrolle nicht zur Verfügung.
7.1.3LANCOM Enhanced Passphrase Security
Mit LEPS (LANCOM Enhanced Passphrase Security) hat LANCOM Systems ein
effizientes Verfahren entwickelt, das die einfache Konfigurierbarkeit von IEEE
802.11i mit Passphrase nutzt und dabei die möglichen Fehlerquellen beim
Verteilen der Passphrase vermeidet. Bei LEPS wird jeder MAC-Adresse in einer
zusätzlichen Spalte der ACL eine individuelle Passphrase zugeordnet – eine
beliebige Folge aus 4 bis 64 ASCII-Zeichen. Nur die Verbindung von Passphrase und MAC-Adresse erlaubt die Anmeldung am Access Point und die
anschließende Verschlüsselung per IEEE 802.11i oder WPA.
LEPS kann sowohl lokal im Gerät genutzt werden als auch mit Hilfe eines
RADIUS-Servers zentral verwaltet werden und funktioniert mit sämtlichen am
Markt befindlichen WLAN-Client-Adaptern, ohne dass dort eine Änderung
stattfinden muss. Da LEPS ausschließlich im Access Point konfiguriert wird, ist
jederzeit die volle Kompatibilität zu Fremdprodukten gegeben.
Ein weiterer Sicherheitsaspekt: Mit LEPS können auch einzelne Point-toPoint-Strecken (P2P) mit einer individuellen Passphrase abgesichert werden.
Wenn bei einer P2P-Installationen ein Access Point entwendet wird und
dadurch Passphrase und MAC-Adresse bekannt werden, sind alle anderen per
LEPS abgesicherten WLAN-Strecken weiterhin geschützt, insbesondere wenn
die ACL auf einem RADIUS-Server abgelegt ist.
64
Gastzugang mit LEPS: LEPS kann auch zur Einrichtung eines Gast-
Zugangs verwendet werden. Dabei werden alle Benutzer des internen
WLAN-Netzes mit individuellen Passphrases ausgestattet. Für Gäste
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
steht eine eigene SSID mit einer globalen Passphrase zur Verfügung.
Um Mißbrauch zu verhindern, kann die globale Passphrase regelmäßig – z.B. alle paar Tage – geändert werden.
7.1.4Verschlüsselung des Datentransfers
LANCOM 3850 UMTS
Der Verschlüsselung des Datentransfers kommt bei Funk-LANs eine besondere Rolle zu. Für den Funktransfer nach IEEE 802.11 gibt es die ergänzenden
Verschlüsselungsstandards 802.11i/WPA und WEP. Ziel dieser Verschlüsselungsverfahren ist, das Sicherheitsniveau kabelgebundener LANs auch im
Funk-LAN zu gewährleisten.
Verschlüsseln Sie die im WLAN übertragenen Daten. Aktivieren Sie dazu
die maximal mögliche Verschlüsselung (802.11i mit AES, TKIP oder WEP)
und tragen Sie entsprechenden Schlüssel bzw. Passphrases im Access
Point und in den WLAN-Clients ein.
Ändern Sie regelmäßig die WEP-Schlüssel in Ihrem Access Point. Die Pass-
phrases für 802.11i oder WPA müssen nicht gewechselt werden, da
bereits regelmäßig im Betrieb neue Schlüssel pro Verbindung verwendet
werden. Nicht nur deswegen ist die Verschlüsselung per 802.11i/AES oder
WPA/TKIP wesentlich sicherer als das veraltete WEP-Verfahren.
Falls es sich bei den übertragenen Daten um extrem sicherheitsrelevante
Informationen handelt, können Sie zusätzlich zur besseren Authentifizierung der Clients das 802.1x-Verfahren aktivieren (’802.1x / EAP’
→ Seite 66) oder aber eine zusätzliche Verschlüsselung der WLAN-Ver-
bindung einrichten, wie sie auch für VPN-Tunnel verwendet wird (’IPSecover-WLAN’ → Seite 67). In Sonderfällen ist auch eine Kombination dieser beiden Mechanismen möglich.
Detaillierte Informationen zur WLAN-Sicherheit und zu den verwen-
deten Verschlüsselungsmethoden finden Sie im LCOS Referenzhandbuch.
DE
Bitte beachten Sie auch die Informationen Im Kasten „Standard-WEP-
Verschlüsselung“.
65
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
Standard-WEP-Verschlüsselung
Ab Werk wird für jedes unkonfigurierte Gerät standardmäßig eine WEP128-Verschlüsselung
aktiviert. Für WLAN-Interfaces, die von einem LANCOM WLAN Controller verwaltet werden,
wird die WEP-Verschlüsselung durch die zentralen Verschlüsselungseinstellungen in den Profilen des WLAN Controllers überschrieben.
DE
Der Schlüssel setzt sich aus dem Anfangsbuchstaben „L“ gefolgt von der LAN-MAC-Adresse
des Access Points in ASCII-Schreibsweise zusammen. Die LAN-MAC-Adressen der LANCOMGeräte beginnen immer mit der Zeichenfolge „00A057“. Sie finden Sie LAN-MAC-Adresse auf
einem Aufkleber auf der Unterseite des Gerätes. Verwenden Sie nur die als „MAC-Address“
gekennzeichnete Nummer, die mit „00A057“ beginnt. Bei den anderen ggf. angegebenen
Nummern handelt es sich nicht um die LAN-MAC-Adresse!
Für ein Gerät mit der LAN-MAC-Adresse „00A0570FB9BF“ lautet der Standard- WEP- Schlüssel also „L00A0570FB9BF“. Dieser Schlüssel wird in den 'Einzel-WEP-Einstellungen' des
Gerätes für jedes logische WLAN-Netzwerk als 'Schlüssel 1' eingetragen.
Um mit einer WLAN-Karte eine Verbindung zu einem neuen LANCOM Access Point herzustellen, muss in der WLAN-Karte die WEP128-Verschlüsselung aktiviert und der 13-stellige Standard-WEP-Schlüssel eingetragen werden.
66
Ändern Sie das WEP-Passwort nach der ersten Anmeldung, um eine sichere Verbin-
dung zu gewährleisten.
Beachten Sie, dass bei einem Reset auch die im Gerät definierten WLAN-Verschlüsse-
lungseinstellungen verloren gehen und auf diesen Standard-WEP-Schlüssel zurückgesetzt werden. Der WLAN-Zugang gelingt nach dem Reset nur, wenn der StandardWEP-Schlüssel in der WLAN-Karte eingetragen ist!
7.1.5802.1x / EAP
Der internationale Industrie-Standard IEEE 802.1x und das Extensible
Authentication Protocol (EAP) ermöglichen Access Points die Durchführung
einer zuverlässigen und sicheren Zugangskontrolle. Die Zugangsdaten können
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
zentral auf einem RADIUS-Server (integrierter RADIUS/EAP-Server im WLAN
Controller oder externer RADIUS/EAP-Server) verwaltet und von dem Access
Point bei Bedarf von dort abgerufen werden.
Diese Technologie ermöglicht außerdem den gesicherten Versand und den
regelmäßigen automatischen Wechsel von WEP Schlüsseln. Auf diese Weise
verbessert IEEE 802.1x die Sicherungswirkung von WEP.
In Windows XP ist die IEEE-802.1x-Technologie bereits fest integriert. Für
andere Betriebssysteme existiert Client-Software. Die Treiber der LANCOM
AirLancer-Funkkarten verfügen bereits über einen integrierten 802.1x Client.
7.1.6IPSec-over-WLAN
Mittels IPSec-over-WLAN kann zusätzlich zu den bereits vorgestellten Sicherheitsmechanismen ein Funknetzwerk optimal abgesichert werden. Hierzu sind
eine Basisstation mit VPN-Unterstützung und der LANCOM Advanced VPN
Client erforderlich, welcher unter den Betriebssystemen Windows 2000, XP
und Vista™ arbeitet. Für andere Betriebssysteme existiert Clientsoftware von
Fremdherstellern.
7.2Tipps für den richtigen Umgang mit Schlüsseln und
Passphrases
DE
Mit der Einhaltung einiger wichtiger Regeln im Umgang mit Schlüsseln erhöhen Sie die Sicherheit von Verschlüsselungsverfahren erheblich.
Halten Sie Schlüssel so geheim wie möglich.
Notieren Sie niemals einen Schlüssel. Beliebt, aber völlig ungeeignet sind
beispielsweise: Notizbücher, Brieftaschen und Textdateien im Computer.
Verraten Sie einen Schlüssel nicht unnötig weiter.
Wählen Sie einen zufälligen Schlüssel.
Verwenden Sie zufällige Buchstaben- und Ziffernfolgen. Schlüssel aus
dem allgemeinen Sprachgebrauch sind unsicher.
Wechseln Sie einen Schlüssel sofort bei Verdacht.
Wenn ein Mitarbeiter mit Zugriff auf einen Schlüssel Ihr Unternehmen verlässt, wird es höchste Zeit, den Schlüssel des Funk-LANs zu wechseln. Der
Schlüssel sollte auch bei geringstem Verdacht einer undichten Stelle
erneuert werden.
LEPS verhindert die globale Verbreitung von Passphrases.
Nutzen Sie deswegen LEPS, um eine individuelle Passphrase nutzen zu
können.
67
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
7.3Der Sicherheits-Assistent
Der Zugriff auf die Konfiguration des Geräts erlaubt nicht nur das Auslesen
kritischer Informationen (z.B. WEP- Schlüssel, Internet-Kennwort). Vielmehr
können auch die Einstellungen der Sicherheitsfunktionen (z.B. Firewall) nach
Belieben geändert werden. Dadurch bringt der unbefugte Konfigurationszu-
DE
griff nicht nur das einzelne Gerät, sondern das gesamte Netzwerk in große
Gefahr.
Ihr LANCOM verfügt über einen Kennwortschutz für den Konfigurationszugang. Dieser wird schon während der Grundkonfiguration durch Angabe
eines Kennwortes aktiviert.
Das Gerät sperrt den Konfigurationszugang automatisch für eine festgelegte
Dauer, wenn eine bestimmte Anzahl von Anmelde-Fehlversuchen festgestellt
wird. Sowohl die kritische Anzahl Fehlversuche als auch die Dauer der Sperre
lassen sich modifizieren. Standardmäßig sperrt das Gerät nach dem fünften
Fehlerversuch für eine Dauer von fünf Minuten.
Neben diesen grundlegenden Einstellungen prüfen Sie mit dem Sicherheitsassistenten auch die Sicherheitseinstellungen für das Funknetzwerk, sofern Ihr
Gerät über eine WLAN-Schnittstelle verfügt.
68
7.3.1Assistent für LANconfig
햲 Markieren Sie Ihren LANCOM im Auswahlfenster. Wählen Sie aus der
Befehlsleiste den Punkt Extras Setup Assistent.
햳 Wählen Sie im Auswahlmenü den Setup-Assistenten Sicherheitseinstel-
lungen kontrollieren und bestätigen Sie die Auswahl mit Weiter.
햴 In den folgenden Fenstern stellen Sie das Passwort ein und wählen die
zulässigen Protokolle für den Konfigurationszugriff von lokalen und entfernten Netzwerken aus.
햵 In einem weiteren Schritt werden die Parameter der Konfigurationssperre
wie Anzahl der Fehllogins und Dauer der Sperre eingestellt.
햶 Bei Geräten mit WLAN-Schnittstelle haben Sie nun die Möglichkeit, die
Sicherheitsparameter für das Funknetzwerk einzustellen. Dazu gehören
der Name des Funknetzwerks, die Closed-Network-Funktion und die Verschlüsselung mit 802.11i/WPA oder WEP. Bei einem Gerät mit der Option
für eine zweite WLAN-Schnittstelle können Sie diese Parameter für beide
Funknetzwerke separat eingeben.
햷 Für die WLAN-Schnittstelle können Sie anschließend die Filterlisten für
Stationen (ACL) und Protokolle definieren. Damit schränken Sie den
Datenaustausch zwischen dem drahtlosen Netzwerk und dem lokalen
Netzwerk ein.
햸 Im Bereich der Firewall aktivieren Sie die Stateful-Inspection, das Ping-
Blocking und den Stealth-Mode.
햹 Der Assistent informiert Sie sobald die Eingaben vollständig sind. Schlie-
ßen Sie die Konfiguration mit Fertig stellen ab.
7.3.2Assistent für WEBconfig
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
DE
Unter WEBconfig besteht die Möglichkeit, den Assistenten Sicherheitseinstellungen aufzurufen und die Einstellungen zu kontrollieren und zu ändern.
Dabei werden die folgenden Werte bearbeitet:
Passwort für das Gerät
zulässige Protokolle für den Konfigurationszugriff von lokalen und ent-
fernten Netzwerke
Parameter der Konfigurationssperre (Anzahl der Fehllogins und Dauer der
Sperre)
Sicherheitsparameter wie WLAN-Name, Closed- Network-Funktion, WPA-
Passphrase, WEP-Schlüssel, ACL-Liste und Protokoll-Filter
7.4Der Firewall-Assistent
Ihr LANCOM verfügt über eine Stateful-Inspection-Firewall und Firewall- Filter
zur wirksamen Absicherung Ihres WLAN gegenüber dem Internet. Kernidee
der Stateful-Inspection-Firewall ist, dass nur selbstinitiierter Datentransfer als
zulässig betrachtet wird. Alle Zugriffe, die unaufgefordert nicht aus dem lokalen Netz heraus erfolgen, sind unzulässig.
69
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
Der Firewall-Assistent hilft Ihnen, schnell und komfortabel neue Regeln für die
Firewall zu erstellen.
Nähere Informationen zur Firewall Ihres LANCOM und zu deren Konfiguration
finden Sie im Referenzmanual.
7.4.1Assistent für LANconfig
DE
햲 Markieren Sie Ihr LANCOM im Auswahlfenster. Wählen Sie aus der
Befehlsleiste den Punkt Extras Setup Assistent.
햳 Wählen Sie im Auswahlmenü den Setup-Assistenten Firewall konfigu-
rieren und bestätigen Sie die Auswahl mit Weiter.
햴 In den folgenden Fenstern wählen Sie aus, auf welche Dienste/Protokolle
sich die Regel bezieht. Im nächsten Schritt legen Sie fest, für welche Quellund Zielstationen die Regel gilt und welche Aktionen ausgeführt werden
sollen, wenn die Regel auf ein Datenpaket zutrifft.
70
햵 Zum Abschluss geben Sie der neuen Regel einen Namen, aktivieren sie
und legen fest, ob weitere Regeln beachtet werden sollen, wenn die Regel
auf ein Datenpaket zutrifft.
햶 Der Assistent informiert Sie sobald die Eingaben vollständig sind. Schlie-
ßen Sie die Konfiguration mit Fertig stellen ab.
7.4.2Konfiguration unter WEBconfig
Unter WEBconfig besteht die Möglichkeit, die Parameter zur Absicherung des
Internet-Zugriffs unter Konfiguration Firewall / QoS Regeln Regeltabelle aufzurufen, die Einstellungen zu kontrollieren und zu ändern.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
7.5Die Sicherheits-Checkliste
In der folgenden Checkliste finden Profis alle wichtigen Sicherheitseinstellungen im Überblick. Die meisten Punkte dieser Checkliste sind in einfachen Konfigurationen unbedenklich. In solchen Fällen reichen die
Sicherheitseinstellungen aus, die während der Grundkonfiguration oder mit
dem Sicherheits-Assistenten gesetzt werden.
Detaillierte Informationen zu den angesprochenen Sicherheitseinstel-
lungen finden Sie im Referenzhandbuch.
Haben Sie ein Kennwort für die Konfiguration vergeben?
Die einfachste Möglichkeit zum Schutz der Konfiguration ist die Vereinbarung eines Kennworts. Solange Sie kein Kennwort vereinbart haben, kann
jeder die Konfiguration des Gerätes verändern. Das Feld zur Eingabe des
Kennworts finden Sie in LANconfig im Konfigurationsbereich 'Management' auf der Registerkarte 'Security'. Es ist insbesondere dann unerläßlich, ein Kennwort zur Konfiguration zu vergeben, wenn Sie die
Fernkonfiguration erlauben wollen!
Haben Sie die Fernkonfiguration zugelassen?
Wenn Sie die Fernkonfiguration nicht benötigen, so schalten Sie sie ab.
Wenn Sie die Fernkonfiguration benötigen, so vergeben Sie unbedingt
einen Kennwortschutz für die Konfiguration (siehe vorhergehender
Abschnitt). Das Feld zur Abschaltung der Fernkonfiguration finden Sie
ebenfalls in LANconfig im Konfigurationsbereich 'Management' auf der
Registerkarte 'Security'. Wählen Sie hier unter 'Zugriffsrechte - von entfernten Netzen' für alle Konfigurationsarten die Option 'nicht erlaubt'
Haben Sie die Konfiguration vom Funk-Netzwerk aus zugelassen?
Wenn Sie die Konfiguration vom Funk-Netzwerk aus nicht benötigen, so
schalten Sie sie ab. Das Feld zur Abschaltung der Konfiguration vom FunkNetzwerk aus finden Sie ebenfalls in LANconfig im Konfigurationsbereich
'Management' auf der Registerkarte 'Admin'. Wählen Sie hier unter
'Zugriffsrechte - Vom Wireless LAN' für alle Konfigurationsarten die
Option 'nicht erlaubt'.
Haben Sie die SNMP-Konfiguration mit einem Kennwort versehen?
Schützen Sie auch die SNMP-Konfiguration mit einem Kennwort. Das Feld
zum Schutz der SNMP-Konfiguration mit einem Kennwort finden Sie
ebenfalls in LANconfig im Konfigurationsbereich 'Management' auf der
Registerkarte 'Security'.
DE
71
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
Haben Sie die Firewall aktiviert?
Die Stateful-Inspection Firewall der LANCOM Router sorgt dafür, dass Ihr
lokales Netzwerk von außen nicht angegriffen werden kann. Die Firewall
können Sie in LANconfig unter ’Firewall/Qos’ auf der Registerkarte ’Allgemein’ einschalten.
DE
Verwenden Sie eine ’Deny-All’ Firewall-Strategie?
Für maximale Sicherheit und Kontrolle unterbinden Sie zunächst jeglichen
Datentransfer durch die Firewall. Nur die Verbindungen, die explizit
gestattet sein sollen, sind in die Firewall einzutragen. Damit wird ’Trojanern’ und bestimmten E-Mail-Viren der Kommunikations-Rückweg entzogen. Die Firewall-Regeln finden Sie in LANconfig unter ’Firewall/Qos’
auf der Registerkarte ’Regeln’ zusammengefasst. Eine Anleitung dazu findet sich im Referenzhandbuch.
Haben Sie IP-Masquerading aktiviert?
IP-Masquerading heißt das Versteck für alle lokalen Rechner beim Zugang
ins Internet. Dabei wird nur das Router-Modul des Geräts mit seiner IPAdresse im Internet bekannt gemacht. Die IP-Adresse kann fest vergeben
sein oder vom Provider dynamisch zugewiesen werden. Die Rechner im
LAN nutzen den Router dann als Gateway und können selbst nicht
erkannt werden. Der Router trennt Internet und Intranet wie eine Wand.
Die Verwendung von IP-Masquerading wird für jede Route in der Routing-Tabelle einzeln festgelegt. Die Routing-Tabelle finden Sie in
LANconfig im Konfigurationsbereich 'IP-Router' auf der Registerkarte
'Routing'.
Haben Sie kritische Ports über Filter geschlossen?
Die Firewall-Filter des LANCOM Router bieten Filterfunktionen für einzelne Rechner oder ganze Netze. Es ist möglich, Quell- und Ziel-Filter für
einzelne Ports oder auch Portbereiche aufzusetzen. Zudem können einzelne Protokolle oder beliebige Protokollkombinationen (TCP/UDP/ICMP)
gefiltert werden. Besonders komfortabel ist die Einrichtung der Filter mit
Hilfe von LANconfig. Unter 'Firewall/QoS' finden Sie die Karteikarte
'Regeln', mit deren Hilfe Filterregeln definiert und verändert werden können.
Haben Sie bestimmte Stationen von dem Zugriff auf den Router
ausgeschlossen?
Mit einer speziellen Filter-Liste kann der Zugriff auf die internen Funktionen der Geräte über TCP/IP eingeschränkt werden. Mit den internen Funktionen werden hierbei Konfigurationssitzungen über LANconfig,
72
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
WEBconfig, Telnet oder TFTP bezeichnet. Standardmäßig enthält diese
Tabelle keine Einträge, damit kann also von Rechnern mit beliebigen IPAdressen aus über TCP/IP mit Telnet oder TFTP ein Zugriff auf den Router
gestartet werden. Mit dem ersten Eintrag einer IP-Adresse sowie der
zugehörigen Netzmaske wird der Filter aktiviert, und nur noch die in diesem Eintrag enthaltenen IP-Adressen werden berechtigt, die internen
Funktionen zu nutzen. Mit weiteren Einträgen kann der Kreis der Berechtigten erweitert werden. Die Filter-Einträge können sowohl einzelne
Rechner als auch ganze Netze bezeichnen. Die Zugangsliste finden Sie in
LANconfig im Konfigurationsbereich 'TCP/IP' auf der Registerkarte 'Allgemein'.
Lagern Sie Ihre abgespeicherte LANCOM- Konfiguration an einem
sicheren Ort?
Schützen Sie abgespeicherte Konfigurationen an einem sicheren Ort vor
unberechtigtem Zugriff. Eine abgespeicherte Konfiguration könnte sonst
von einer unberechtigten Person in ein anderes Gerät geladen werden,
wodurch z.B. Ihre Internet-Zugänge auf Ihre Kosten benutzt werden können.
Haben Sie das Funknetzwerk durch eine Verschlüsselung, ACL und
LEPS abgesichert?
Mit Hilfe von 802.11i, WPA oder WEP verschlüsseln Sie die Daten im
Funknetzwerk mit verschiedenen Verschlüsselungsmethoden wie AES,
TKIP oder WEP. LANCOM Systems empfiehlt die stärkste mögliche Verschlüsselung mit 802.11i und AES. Wenn der eingesetzte WLAN Client
Adapter diese nicht unterstützt, nutzen Sie TKIP oder zumindest WEP. Stellen Sie sicher, dass in Ihrem Gerät bei aktivierter Verschlüsselungs-Funktion mindestens eine Passphrase oder ein WEP-Schlüssel eingetragen und
zur Verwendung ausgewählt ist.
DE
Ab Werk wird für jedes unkonfigurierte Gerät standardmäßig eine
WEP128-Verschlüsselung aktiviert. Für WLAN-Interfaces, die von
einem LANCOM WLAN Controller verwaltet werden, wird die WEPVerschlüsselung durch die zentralen Verschlüsselungseinstellungen in
den Profilen des WLAN Controllers überschrieben.
Zur Kontrolle der WEP Einstellungen wählen Sie in LANconfig im Konfigurationsbereich 'WLAN-Sicherheit' auf der Registerkarte '802.11i/WEP' die
Verschlüsselungseinstellungen für die logischen und physikalischen
WLAN-Interfaces aus.
73
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
Mit der Access Control List (ACL) gewähren oder untersagen Sie einzelnen
Funk-LAN- Clients den Zugriff auf Ihr Funk-LAN. Die Festlegung erfolgt
anhand der fest programmierten MAC-Adressen der Funk-Netzwerkkar-
DE
ten. Zur Kontrolle der Access Control List wählen Sie in LANconfig im Konfigurationsbereich 'WLAN-Sicherheit' die Registerkarte 'Stationen'.
Mit der LANCOM Enhanced Passphrase Security (LEPS) ordnen Sie jeder
MAC-Adresse in einer zusätzlichen Spalte der ACL eine individuelle Passphrase zu – eine beliebige Folge aus 4 bis 64 ASCII-Zeichen. Nur die Verbindung von Passphrase und MAC-Adresse erlaubt die Anmeldung am
Access Point und die anschließende Verschlüsselung per IEEE 802.11i
oder WPA.
Haben Sie für besonders sensiblen Datenaustausch auf dem Funk-
netzwerk die Funktionen von IEEE-802.1x eingerichtet?
Wenn Sie auf Ihrem Funk-LAN besonders sensible Daten austauschen,
können Sie zur weiteren Absicherung die IEEE-802.1x-Technologie verwenden. Um die IEEE-802.1x-Einstellungen zu kontrollieren oder zu aktivieren, wählen Sie in LANconfig den Konfigurationsbereich 'WirelessLAN'.
Haben Sie die Möglichkeiten zum Schutz der WAN-Zugänge bei
einem Diebstahl des Gerätes aktiviert?
Nach einem Diebstahl kann ein Gerät theoretisch von Unbefugten an
einem anderen Ort betrieben werden. Auch bei einer passwortgeschützten Geräte-Konfiguration könnten so die im Gerät konfigurierten RASZugänge, LAN-Kopplungen oder VPN-Verbindungen unerlaubt genutzt
werden, ein Dieb könnte sich Zugang zu geschützten Netzwerken verschaffen.
Der Betrieb des Gerätes kann jedoch mit verschiedenen Mitteln so
geschützt werden, dass sie nach dem Wiedereinschalten oder beim Einschalten an einem anderen Ort nicht mehr verwendet werden kann.
Mit den Funktionen des Scripting kann die gesamte Konfiguration des
Gerätes nur im RAM gespeichert werden, der beim Booten des Gerätes
gelöscht wird. Die Konfiguration wird dabei gezielt nicht in den bootresistenten Flash-Speicher geschrieben. Mit dem Trennen von der Stromversorgung und dem Aufstellen an einem anderen Ort wird damit die
Ändern Sie das Default-WEP-Passwort gleich nach der Erstkonfiguration des Gerätes.
74
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 7: Sicherheits- Einstellungen
gesamte Konfiguration des Gerätes gelöscht (weitere Informationen finden Sie im Referenzhandbuch).
Mit der Funktion des „Autarken Weiterbetriebs“ wird die Konfiguration für
ein WLAN-Interface, das von einem LANCOM WLAN Controller verwaltet
wird, nur für eine bestimmte Zeit im Flash bzw. ausschließlich im RAM
gespeichert. Die Konfiguration des Geräts wird gelöscht, wenn der Kontakt zum WLAN Controller oder die Stromversorgung länger als die eingestellte Zeit unterbrochen wird.
Haben Sie den Reset-Taster gegen das unbeabsichtigte Zurückset-
zen der Konfiguration gesichert?
Manche Geräte können nicht unter Verschluss aufgestellt werden. Hier
besteht die Gefahr, dass die Konfiguration versehentlich gelöscht wird,
wenn ein Mitarbeiter den Reset-Taster zu lange gedrückt hält. Mit einer
entsprechenden Einstellung kann das Verhalten des Reset-Buttons
gesteuert werden, der Reset-Taster wird dann entweder ignoriert oder es
wird nur ein Neustart ausgelöst, unabhängig von der gedrückten Dauer.
DE
75
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 8: Optionen und Zubehör
8Optionen und Zubehör
Ihr LANCOM Wireless Router verfügt über zahlreiche Erweiterungsmöglichkeiten und die Möglichkeit das umfangreiche LANCOM Zubehör zu nutzen. In
diesem Kapitel finden Sie Informationen darüber, welches Zubehör erhältlich
ist und wie Sie es zusammen mit Ihrem Access Point verwenden können.
DE
Durch optionale Antennen der AirLancer-Serie lässt sich die Reichweite
Mit der LANCOM Public Spot Option lässt sich der LANCOM Wireless
8.1Optionale AirLancer Extender Antennen
Um die Reichweite der LANCOM Wireless Router zu erhöhen, oder den Access
Point an besondere Umgebungsbedingungen anzupassen, können Sie
AirLancer Extender Antennen an das Gerät anschließen. Eine Übersicht, welche Antennen unterstützt werden und anschließbar sind, finden Sie jederzeit
auf der LANCOM Webseite unter www.lancom.de
des Access Points erhöhen und an besondere Umgebungsbedingungen
anpassen.
Router um zusätzliche Abrechnungsfunktionen erweitern und zu einem
Wireless Public Spot aufrüsten.
.
76
Zur Berechnung der Konfiguration von AirLancer Extender Antennen
und auch von Fremdantennen, die Sie an die LANCOM Wireless
Router anschließen wollen, finden Sie weitere Informationen unter
www.lancom.de
Achten Sie bei der Installation von externen Antennen darauf, die
Bestimmungen des Landes einzuhalten, in dem Sie das WLAN-Gerät
betreiben. Dazu können Sie die Sendeleistung abzüglich der Kabeldämpfung in die LANCOM-Konfiguration eintragen. Mit diesen Daten
berechnet LCOS selbständig die korrekte Sendeleistung für das
gewählte Land.
Antennen dürfen nur bei ausgeschaltetem Gerät montiert oder
gewechselt werden. Die Montage oder Demontage bei eingeschaltetem Gerät kann zur Zerstörung der WLAN-Module führen!
8.1.1Antenna Diversity
Bei der Übertragung von Funksignalen kommt es z. B. durch Reflektion und
Streuung des Signals zu starken Qualitätsverlusten. An manchen Stellen über-
.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 8: Optionen und Zubehör
lagern sich die Schwingungen der reflektierten Signale so ungünstig, dass die
Signalstärke zurückgeht bzw. vollständig ausgelöscht wird.
Zur Verbesserung der Übertragungsqualität gelangen sogenannte „Diversity“-Verfahren zum Einsatz. Das Prinzip eines „Diversity“-Verfahrens beruht
darauf, dass am Empfangsort das Nachrichtensignal mehrfach (meistens zwei
Mal) empfangen wird. Durch eine geeignete Weiterverarbeitung werden diese
Nachrichtensignale wieder zu einem einzigen Signal zusammengeführt. Am
bekanntesten sind Space- (Raum) und Polarisations-Diversity. LANCOM Systems bietet als Erweiterung der LANCOM Wireless Router verschiedene Polarisations-Diversity-Antennen an. Bei diesen Modellen werden in einer
Antenne zwei senkrecht zueinander polarisierte Signale empfangen. Weitere
Informationen zum Verfahren entnehmen Sie bitte unserem Techpaper „Polarisations-Diversity“.
Polarisations-Diversity-Antennen von LANCOM Systems:
Zur Installation einer optionalen AirLancer Antenne schalten Sie den LANCOM
Wireless Router aus, indem sie das Kabel der Spannungsversorgung aus dem
Gerät herausziehen. Entfernen Sie nun vorsichtig die beiden Diversity-Antennen auf der Rückseite, indem Sie diese abschrauben. Schliessen Sie die
AirLancer Antenne an den mit ’Antenna Main’ beschrifteten Antennenanschluss an.
DE
’Antenna Main’-Anschluss für AirLancer-Antenne
Antenna AuxAntennaMain
ETH2ETH1
Config (COM)
USB
8.2LANCOM Public Spot Option
Wireless Public Spots sind öffentlich zugängliche Punkte, an denen sich
Benutzer mit ihrem eigenen mobilen Rechner per Funk in ein Netzwerk (z.B.
ein Firmen-LAN oder das Internet) einwählen können.
Die Wireless LAN Technologie ist ideal dafür geeignet, um an Plätzen wie
Flughäfen, Hotels, Bahnhöfen, Restaurants oder Cafés (sogenannten Public
Hot Spots) drahtlose Internet-Dienstleistungen für die Öffentlichkeit anzubieten. Die LANCOM Public Spot Option wendet sich dabei an alle Betreiber von
Reset12 V DC
77
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 8: Optionen und Zubehör
öffentlichen Funknetzen und stellt für die LANCOM Router Access Points
Zusatzfunktionen zur Authentifizierung und Abrechnung von öffentlichen
Internet-Dienstleistungen zur Verfügung, und ermöglicht damit den einfachen Aufbau und Wartung von Public Hot Spots.
Die LANCOM Public Spot Option ist die optimale Lösung für öffentliche FunkLANs. Denn Wireless LANs eignen sich sehr gut für Firmennetzwerke und zur
DE
Funkvernetzung zu Hause. Für öffentliche Access-Dienste fehlt es im Standard
jedoch an Mechanismen zur Authentifizierung und Abrechnung von einzelnen
Benutzern (AAA - Authentication / Authorisation / Accounting). Diesen Mangel behebt die LANCOM Systems Open User Authentication (OUA), der Kernbestandteil der LANCOM Public Spot Option. Das OUA-Verfahren realisiert die
Authentifizierung aller Funk-Clients per User-Name und Passwort und prüft
die Autorisierung einzelner Benutzer per RADIUS. Accounting-Daten (OnlineZeit und Datenvolumen) können pro Benutzer und pro Sitzung an den zentralen RADIUS-Server weitergegeben werden. Client-PCs benötigen lediglich
eine Funkkarte (z. B. AirLancer), TCP/IP und einen Internet-Browser. Weitere
Software wird nicht benötigt. Die Public Spot Option eignet sich daher optimal
zur Einrichtung von drahtlosen Internet-Access-Dienstleistungen in Hotels,
Restaurants, Cafés, Flughäfen, Bahnhöfen, Messegeländen oder Universitäten.
Authentication
Authorisation,
Accounting
Service-
Provider
RADIUS-
Server
78
Mobile Benutzer
HTTP/
HTTPS
Router
RADIUS
Internet
Mit der LANCOM Public Spot Option erweitern Sie einen Access Point nachträglich um diese Funktionen und rüsten sie zum Wireless Public Spot auf.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 9: Rat & Hilfe
9Rat & Hilfe
In diesem Kapitel finden Sie Ratschläge und Hilfestellungen für die erste Hilfe
bei einigen typischen Problemen.
9.1UMTS PIN-Handling
Je nach Konfiguration versucht ein LANCOM mit UMTS/HSDPA-Funktion und
eingelegter Datenkarte direkt nach dem Einschalten automatisch eine Verbindung ins Internet aufzubauen. Dabei wird die in der Konfiguration des Geräts
gespeicherte PIN an die SIM-Karte in der Datenkarte übertragen, um den Verbindungsaufbau in ein UMTS/HSDPA- oder GPRS-Netz zu ermöglichen.
Wenn die PIN in der Konfiguration nicht korrekt eingetragen ist, übermittelt
das Gerät eine ungültige PIN an die SIM-Karte. Nach dem dritten Versuch, die
SIM-Karte mit einer ungültigen PIN zu aktivieren, werden die meisten Karten
automatisch gesperrt und können nur mit einer weiteren Kenn-Nummer (je
nach Netzbetreiber z.B. PIN2 oder PUK) freigeschaltet werden.
Bei einem Gerät mit automatischem Verbindungsaufbau ins Internet würden
diese drei Aktivierungsversuche mit ungültiger PIN möglicherweise vom
Anwender unbemerkt und innerhalb weniger Sekunden ablaufen. Um die
dadurch folgende Sperre der PIN zu verhindern, verhindert ein LANCOM mit
UMTS/HSDPA-Funktion den Verbindungsaufbau über die Datenkarte automatisch, sobald die SIM-Karte einen Aktivierungsversuch mit einer falschen PIN
meldet. Im LANmonitor wird dieser Zustand mit der Fehlermeldung 'Die PIN
ist ungültig' angezeigt:
DE
Um diese Sperre zu löschen, gehen Sie wie folgt vor:
햲 Ändern Sie die PIN in Ihrem UMTS/HSDPA-GPRS-Profil.
79
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 9: Rat & Hilfe
Konfiguration mit
LANconfig
DE
Konfiguration mit
WEBconfig oder
Tel ne t
Die UMTS/HSDPA-GPRS-Profile finden Sie in LANconfig im Konfigurationsbereich 'Interfaces' auf der Registerkarten 'WAN' unter der Schaltfläche UMTS/GPRS-Profile.
Unter WEBconfig oder Telnet finden Sie die UMTS/HSDPA-GPRS-Profile
auf folgenden Pfaden:
햳 Beim nächsten Aufbau mit der richtigen PIN wird die Verbindung ohne
Fehler hergestellt.
80
Nach dem dritten Aktivierungsversuch mit einer falschen PIN wird die
SIM-Karte gesperrt. Auch dieser Fehler wird im LANmonitor mit der
Meldung 'Die PUK (Super-PIN) ist erforderlich' angezeigt.
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 9: Rat & Hilfe
In diesem Fall können Sie die SIM-Karte über das Kontext-Menü für das
Gerät in LANconfig wieder freischalten.
DE
Mit der Datenkarte wird üblicherweise auch eine Betriebssoftware des
Netzbetreibers geliefert. Über diese Software können Sie bei Bedarf
die PIN der SIM-Karte ändern.
9.2
9.3Es wird keine DSL-Verbindung aufgebaut
Nach dem Start versucht der Router automatisch, Kontakt zum DSL-Anbieter
aufzunehmen. Während dieser Phase blinkt die DSL-LED grün. Im Erfolgsfall
wechselt diese LED dann auf dauerhaftes Grün. Schlägt die Kontaktaufnahme
hingegen fehl, so leuchtet die DSL-LED nicht. In der Regel ist eine der folgenden Ursachen:
81
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 9: Rat & Hilfe
Probleme an der Verkabelung?
Verwenden Sie für den DSL-Anschluss ausschließlich das mitgelieferte
Anschlusskabel. Dieses Kabel muss mit dem Ethernet-Ausgang des DSLModems verbunden sein. Die DSL-LED muss zum Zeichen der physikalischen
Verbindung grün leuchten.
DE
Stimmt das gewählte Übertragungsprotokoll?
Das Übertragungsprotokoll wird bei der Grundeinstellung gesetzt. Dabei setzt
der Grundeinstellungs-Assistent für zahlreiche DSL-Anbieter selbstständig
das korrekte Übertragungsprotokoll. Nur wenn Ihr DSL-Anbieter dem Assistenten unbekannt ist, müssen Sie das verwendete Protokoll selber angeben.
In jedem Fall sollte das Protokoll funktionieren, das Ihnen Ihr DSL-Anbieter
angibt.
Die Protokoll-Einstellung kontrollieren und korrigieren Sie unter:
Die Übertragungsgeschwindigkeit einer (Internet-) DSL-Verbindung hängt
von zahlreichen Faktoren ab, von denen die meisten außerhalb des eigenen
Einflussbereiches liegen: Entscheidend sind neben der Bandbreite der eigenen
Internet-Anbindung beispielsweise auch die Internet-Anbindung und Auslastung des angesprochenen Ziels. Außerdem können zahlreiche Faktoren im
Internet die Übertragungsleistung beeinflussen.
Vergrößerung der TCP/IP-Windows-Size unter Windows
Wenn die tatsächliche Übertragungsleistung einer DSL-Verbindung deutlich
unter den vom DSL-Anbieter angegebenen Maximalwerten liegt, gibt es
außer diesen externen Einflussfaktoren nur wenige mögliche Fehlerquellen an
den eigenen Geräten.
Ein übliches Problem tritt auf, wenn an einem Windows-PC über eine asynchrone Verbindung gleichzeitig große Datenmengen geladen und gesendet
werden. In diesem Fall kann es zu einer starken Beeinträchtigung der Download-Geschwindigkeit kommen. Verantwortlich ist die sogenannte TCP/IP-
82
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 9: Rat & Hilfe
Receive-Windows-Size im Windows-Betriebssystem, die standardmäßig auf
einen für asynchrone Verbindungen zu kleinen Wert gesetzt ist.
Eine Anleitung zur Vergrößerung der Windows-Size finden Sie in der Wissensdatenbank im Support-Bereich der LANCOM Systems-Website (www.lan-
com.de).
9.5Unerwünschte Verbindungen mit Windows XP
Windows-XP-Rechner versuchen beim Start, die eigene Uhrzeit mit einem
Zeitserver im Internet abzugleichen. Deshalb kommt es beim Start eines Windows-XP-Rechners im WLAN zum Verbindungsaufbau des LANCOM mit dem
Internet.
Zur Abhilfe schaltet man an den Windows-XP-Rechnern die automatische
Zeitsynchronisation unter Rechter Mausklick auf die UhrzeitDatum
Uhrzeit ändern Internetzeit aus.
DE
83
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 10: Anhang
10Anhang
10.1Leistungs- und Kenndaten
LANCOM 3850 UMTS
DE
FrequenzbandWLAN-Modul mit 2400 - 2483,5 MHz (ISM) oder 5150 -
AnschlüsseETH1, ETH210/100Base-TX, Autosensing
WLAN12x Reverse SMA-Buchse mit Antenna Diversity
WLAN232-bit-Cardbus-Schnittstelle für eine optionale UMTS- oder
Stromversorgung12V DC über externes Netzteil, oder Power-over-Ethernet
AntennenZwei Dualband Dipol-Antennen im Lieferumfang.
GehäuseAbmessungen 210 mm x 143 mm x 45 mm (B x H x T),
NormenCE-konform nach ETSI EN 300 328, ETSI EN 301 893, ETSI
Zulassungen Notifiziert in den Ländern Deutschland, Belgien, Nieder-
Umgebung/Temperatur0 °C bis +50 °C bei 95 % max. Luftfeuchtigkeit (nicht kon-
ServiceGarantie 3 Jahre
5750 MHz
zweite WLAN-Karte
nach IEEE 802.3af
Bitte berücksichtigen Sie die gesetzlichen Bestimmungen
Ihres Landes für den Betrieb von Antennensystemen. Zur
Berechnung einer konformen Antennen-Konfiguration finden Sie Informationen unter www.lancom.de
robustes Kunststoffgehäuse, stapelbar, für Wandmontage
vorbereitet
EN 301 489-1, ETSI EN 301 489-17, EN 60950
Funkzulassungen für alle Länder der EU inkl. Schweiz
lande, Luxemburg, Österreich, Schweiz, Großbritannien, Italien, Spanien, Frankreich, Portugal
densierend)
84
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 10: Anhang
LANCOM 3850 UMTS
SupportÜber Hotline und Internet
Zubehör LANCOM Modem Adapter Kit zum Anschluß von Modems
8-polige RJ45-Buchsen, entsprechend ISO 8877, EN 60603-7
DE
SteckverbindungPinLeitung
1T+
2T-
3R+
4PoE/G
5PoE/G
6R-
7PoE/-48 V
8PoE/-48 V
10.2.2Konfigurationsschnittstelle (Outband)
8-polige Mini-DIN-Buchse
SteckverbindungPinLeitung
1CTS
2RTS
3RxD
4RI
5TxD
6DSR
7DCD
8DTR
UGND
86
10.3CE-Konformitätserklärungen
Hiermit erklärt LANCOM Systems, dass sich die in dieser Dokumentation
beschriebenen Geräte in Übereinstimmung mit den grundlegenden Anforde-
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 10: Anhang
rungen und den anderen relevanten Vorschriften der Richtlinie 1999/5/EG
befindet.
Die CE-Konformitätserklärungen für Ihr Gerät finden Sie im jeweiligen Produktbereich der LANCOM-Website (www.lancom.de
).
DE
87
LANCOM 3850 UMTS
Kapitel 11: Zulassungen und Funkkanäle für WLANs
11Zulassungen und Funkkanäle für WLANs
Informationen zu den Zulassungen und Notifizierungen in verschiedenen Ländern sowie zu den Funkkanälen und Nutzungsbeschränkungen finden Sie im
Referenzhandbuch oder im Internet unter www.lancom.de
DE
.
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Index
LANCOM 3850 UMTS
Index
Numerics
10/100Base-TX
802.11i
802.11i/
16, 63, 65, 66
802.1x
802.3af-Standard
A
Access Control List
Access Point-Modus
64
ACL
65
AES
Anschlussbelegung
Konfigurationsschnittstelle
LAN-Schnittstelle
Outband
Anschlüsse
Antenne
Anschluss für Diversity-Antenne
Anschluss für Hauptantenne
Antennen
Dualband
20, 34
autark
Autosensing
C
Closed Network
D
Default-Gateway
43
DHCP
DHCP-Server
DNS
DNS-Server
Dokumentation
Download
28
DSLoL
DSL-Übertragung zu langsam
DSL-Übertragungsprotokoll
25
16, 63, 64, 65, 69, 73
65
26
64
20, 34
86
86
86
86
25
27
19
28
63
72
15, 33, 41, 43
15, 43
19
4
82
42
25
DSL-Verbindung
Probleme beim Aufbau
E
EAP
16, 63, 66
F
Fehlermeldung 'Die PIN ist ungültig'
Fernkonfiguration