Ktm 505 XC-F, 505 SX-F, 450 XC-F, 450 SX-F User Manual [de]

Page 1
BEDIENUNGSANLEITUNG 2008
450 SX-F 505 SX-F 450 XC-F 505 XC-F
ART. NR. 3211227de
Page 2
Page 3
LIEBER KTM KUNDE 1
LIEBERKTM KUNDE
Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen sportlichen Motorrades, das Ihnen bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Fahrgestellnummer ( 7) Händlerstempel
Motornummer ( 7)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung der Motorräder ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen. Die Bedienungsanleitung ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische Angaben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und ähnliches ohne vorheriger Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen sowie die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
© 2007 by KTM-Sportmotorcycle AG, Mattighofen Österreich Alle Rechte vorbehalten Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit schriftlicher Genehmigung des Urhebers.
ISO 9001(12 100 6061) Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu höchstmöglicher Produktqualität führen. Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG 5230 Mattighofen, Österreich
Page 4
INHALTSVERZEICHNIS 2
INHALTSVERZEICHNIS
DARSTELLUNGSMITTEL ..................................................... 4
WICHTIGE HINWEISE.......................................................... 5
LAGE DER SERIENNUMMERN............................................. 7
Fahrgestellnummer.......................................................... 7
Typenschild .................................................................... 7
Motornummer ................................................................. 7
Gabelartikelnummer ........................................................ 7
Federbeinartikelnummer .................................................. 7
BEDIENUNGSELEMENTE.................................................... 8
Kupplungshebel .............................................................. 8
Heissstarthebel ............................................................... 8
Handbremshebel ............................................................. 8
Kurzschlusstaster ............................................................ 8
E-Starterknopf................................................................. 8
Kraftstoffhahn (450 SX-F, 505 SX-F) ................................ 9
Kraftstoffhahn (450 XC-F, 505 XC-F) ................................ 9
Tankverschluss öffnen...................................................... 9
Tankverschluss schließen ............................................... 10
Choke........................................................................... 10
Schalthebel .................................................................. 10
Fußbremshebel ............................................................. 11
Plug-in-Ständer (450 SX-F, 505 SX-F) ............................ 11
Seitenständer (450 XC-F, 505 XC-F) ............................... 11
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR
INBETRIEBNAHME ........................................................... 12
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme................................ 12
Motor einfahren............................................................. 13
FAHRANLEITUNG ............................................................. 14
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme......................... 14
Startvorgang.................................................................. 14
Anfahren ...................................................................... 15
Schalten, Fahren ........................................................... 15
Abbremsen ................................................................... 15
Anhalten, Parken........................................................... 16
Kraftstoff tanken ........................................................... 16
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE................................ 17
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. .......... 17
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)............................................................... 18
Durchführung von dringenden Kontroll- und
Pflegearbeiten durch den Fahrer. .................................... 18
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR...... 20
Motorrad aufbocken ....................................................... 20
Motorrad vom Montageständer nehmen............................ 20
Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht
kontrollieren.................................................................. 20
Druckstufendämpfung Federbein .................................... 20
Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins
einstellen...................................................................... 20
Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins
einstellen...................................................................... 21
Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen ................. 22
Maß Hinterrad entlastet ermitteln ................................... 22
Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren .......... 22
Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren ................... 23
Federvorspannung des Federbeins einstellen Fahrtdurchhang einstellen Federbein ausbauen Federbein einbauen
Grundeinstellung der Gabel kontrollieren ......................... 25
x......................................... 24
x.................................................. 24
x .................................................. 24
x............... 23
Druckstufendämpfung der Gabel einstellen ...................... 25
Zugstufendämpfung der Gabel einstellen ......................... 25
Gabelbeine entlüften ..................................................... 26
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen...................... 26
Gabelschutz lösen ......................................................... 27
Gabelschutz positionieren .............................................. 27
Steuerkopflagerspiel kontrollieren ................................... 27
Steuerkopflagerspiel einstellen
Gabelversatz ................................................................. 28
Gabelversatz einstellen Gabelbeine ausbauen Gabelbeine einbauen Gabelschutz ausbauen Gabelschutz einbauen Untere Gabelbrücke ausbauen Untere Gabelbrücke einbauen Steuerkopflager schmieren
Kotflügel vorne ausbauen ............................................... 32
Kotflügel vorne einbauen................................................ 32
Startnummerntafel ausbauen.......................................... 32
Startnummerntafel einbauen .......................................... 32
Lenkerposition .............................................................. 33
Lenkerposition einstellen
Gasbowdenzugverlegung kontrollieren.............................. 33
Gasbowdenzugspiel kontrollieren..................................... 34
Gasbowdenzugspiel einstellen
Kettenverschmutzung kontrollieren.................................. 34
Kette reinigen ............................................................... 34
Kettenspannung kontrollieren ......................................... 35
Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau....... 35
Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.......... 36
Kettenverschleiß kontrollieren......................................... 36
Kettenspannung einstellen ............................................. 36
Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle ..................... 37
Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau........... 38
Kettenführung einstellen Kettenführung einstellen
Bremsflüssigkeitsbehälter............................................... 39
Bremszangen ................................................................ 39
Bremsscheiben kontrollieren........................................... 39
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren ...................... 40
Grundstellung des Handbremshebels einstellen ................ 40
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse
kontrollieren.................................................................. 40
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren................ 42
Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren ........................ 44
Grundstellung des Fußbremshebels einstellen Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse
kontrollieren.................................................................. 44
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren................ 46
Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x............... 46
Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln Vorderrad ausbauen Vorderrad einbauen Hinterrad ausbauen
x.............................................. 28
x................................................ 29
x ................................................ 29
x .............................................. 30
x............................................... 30
x .................................................. 47
x................................................... 48
x .................................................. 49
x................................... 28
x ................................... 30
x.................................... 31
x ........................................ 31
x........................................... 33
x.................................... 34
x (450 SX-F, 505 SX-F) .......... 38
x (450 XC-F, 505 XC-F) .......... 39
x........ 41
x............... 42
x ............... 42
x ............... 43
x ............. 44
x ........ 45
x................ 46
x................ 47
Page 5
INHALTSVERZEICHNIS 3
Hinterrad einbauen
Reifenzustand kontrollieren ............................................ 50
Reifenluftdruck kontrollieren .......................................... 51
Speichenspannung kontrollieren ..................................... 51
Batterie ausbauen Batterie einbauen Batterie laden
Sicherung ausbauen ...................................................... 53
Sicherung einbauen ....................................................... 53
Zündkurve .................................................................... 54
Steckerverbindung Zündkurve......................................... 54
Zündkurve ändern.......................................................... 54
Sitzbank abnehmen ....................................................... 55
Sitzbank montieren........................................................ 55
Kraftstofftank ausbauen Kraftstofftank einbauen
Kühlsystem................................................................... 57
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren .......... 57
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren .................................. 57
Kühlflüssigkeit ablassen Kühlflüssigkeit einfüllen
Enddämpfer ausbauen ................................................... 59
Enddämpfer einbauen.................................................... 59
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ............................ 59
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln
Luftfilterkastendeckel ausbauen...................................... 60
Luftfilterkastendeckel einbauen ...................................... 60
Luftfilter ausbauen Luftfilter einbauen Luftfilter reinigen
Grundstellung des Kupplungshebels einstellen ................. 62
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung
kontrollieren.................................................................. 62
Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln
Vergaser - Leerlauf......................................................... 63
Vergaser - Leerlauf einstellen Schwimmerkammer des Vergasers entleeren
Motorölstand kontrollieren .............................................. 65
Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen Motoröl ablassen Ölsieb reinigen Ölfilter ausbauen Ölfilter einbauen Motoröl einfüllen
Motoröl nachfüllen ........................................................ 68
FEHLERSUCHE................................................................. 69
REINIGUNG...................................................................... 71
Motorrad reinigen .......................................................... 71
LAGERUNG ...................................................................... 72
Lagerung ...................................................................... 72
TECHNISCHE DATEN - MOTOR .......................................... 73
Füllmenge - Motoröl....................................................... 74
Füllmenge - Kühlflüssigkeit ............................................ 74
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR.... 75
TECHNISCHE DATEN - VERGASER..................................... 77
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL ............................... 78
Füllmenge - Kraftstoff.................................................... 78
TECHNISCHE DATEN - GABEL ........................................... 79
Füllmenge - Gabelöl....................................................... 79
x................................................... 49
x..................................................... 51
x..................................................... 52
x .......................................................... 52
x ............................................ 55
x............................................. 56
x............................................ 58
x............................................ 58
x......... 59
x ......... 60
x ......... 60
x ................................................... 61
x.................................................... 61
x ..................................................... 61
x........ 62
x..................................... 63
x................ 64
x............. 65
x ...................................................... 65
x......................................................... 66
x...................................................... 66
x....................................................... 67
x ...................................................... 67
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN ................................... 80
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE
FAHRGESTELL ................................................................. 81
SCHALTPLAN ................................................................... 82
Schaltplan .................................................................... 82
BETRIEBSSTOFFE ............................................................ 84
HILFSSTOFFE................................................................... 86
INDEXVERZEICHNIS ......................................................... 88
Page 6
DARSTELLUNGSMITTEL 4
1DARSTELLUNGSMITTEL
Verwendete Symbole
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion)
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion)
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis. Lassen sie diese Arbeiten, im Interesse ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen! Dort wird ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug optimal gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen)
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt. Originalbezeichnung Kennzeichnet eine Originalbezeichnung
®
Name
Marke™ Kennzeichnet einen Marke im Warenverkehr
Kennzeichnet einen geschützten Namen
Page 7
WICHTIGE HINWEISE 5
2WICHTIGEHINWEISE
Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Wettbewerbseinsatz stand­halten. Die Motorräder entsprechen den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen Motorsportverbände.
Wartung
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungs­anleitung genannten Wartungs-, Pflege-, und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen. Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z.B. stark schlammiges und feuchtes Gelände, kann zu überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann eine Wartung bzw. der Austausch von Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Schmier- und Wartungstabelle notwendig sein. Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungsintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die in der Schmier- und Wartungstabelle vorgeschriebenen Servicearbeiten müssen unbedingt in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt und im Serviceheft bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden, die durch Manipulationen und Umbauten am Motorrad verursacht wurden, kann keine Gewährleistung beansprucht werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben sind. Für andere Produkte und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Bestimmte Bauteile (Motor, Kühler und Auspuffanlage) werden beim Betrieb sehr heiß.
– Motorrad nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen.
(450 XC-F, 505 XC-F)
– Drehgriff
(450 SX-F, 505 SX-F)
– Drehgriff – Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400201-10 9)
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400200-10 9)
Umwelt
Offroad-Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch – er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Motorrad sorgt aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu sichern, versichern Sie sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren Sie die Rechte anderer.
Warnhinweise
Beachten Sie in Ihrem eigenen Interesse die angegebenen Warnhinweise.
Info
An Ihrem Motorrad sind verschiedene Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Warnhinweisaufkleber. Fehlen diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
Page 8
WICHTIGE HINWEISE 6
Gefahrengrade
Gefahr
Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zu schweren, bleibenden Verletzungen oder zum Tod führt.
Warnung
Gefahr die wahrscheinlich zu schweren, bleibenden Verletzungen oder zum Tod führt.
Hinweis
Gefahr von erheblichen Maschinen- oder Materialschäden.
Warnung
Gefahr von Umweltschäden.
Bedienungsanleitung
– Lesen Sie diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Sie enthält viele
Informationen und Tipps, die Ihnen die Bedienung und Handhabung Ihres Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie, wie Sie das Motorrad am Besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
Page 9
LAGE DER SERIENNUMMERN 7
3LAGEDERSERIENNUMMERN
Fahrgestellnummer
3.1
Die Fahrgestellnummer 1 ist auf der rechten Seite des Steuerkopfrohres eingeprägt.
400193-10
3.2Typenschild
Das Typenschild 1 ist auf dem Steuerkopf vorn angebracht.
3.3Motornummer
3.4Gabelartikelnummer
400284-10
Die Motornummer 1 ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels eingeprägt.
400194-10
Die Gabelartikelnummer 1 ist auf der Innenseite der Gabelfaust eingeprägt.
3.5Federbeinartikelnummer
500082-10
Die Federbeinartikelnummer 1 ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zur Motorseite hin eingeprägt.
500083-10
Page 10
BEDIENUNGSELEMENTE 8
4BEDIENUNGSELEMENTE
Kupplungshebel
4.1
Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht. Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
400195-10
4.2Heissstarthebel
Der Heissstarthebel 1 ist am Lenker links angebracht. Wenn man den Heissstarthebel während des Startvorgangs zum Lenker zieht, wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Luft ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein mageres Kraftstoff-Luftgemisch, wie es beim Heissstart benötigt wird.
Mögliche Zustände
– Heissstarthebel in der Grundstellung – Heissstarthebel gezogen
4.3Handbremshebel
4.4Kurzschlusstaster
400195-12
Der Handbremshebel 1 befindet sich am Lenker rechts und betätigt die Vorderrad­bremse.
400196-10
Der Kurzschlusstaster 1 ist am Lenker links angebracht. Beim Betätigen des Kurzschlusstasters wird der Zündstromkreis kurzgeschlossen und
somit der Motor abgestellt.
Mögliche Zustände
– Kurzschlusstaster in der Grundstellung – Kurzschlusstaster gedrückt
4.5E-Starterknopf
400197-10
Der E-Starterknopf 1 ist am Lenker rechts angebracht. Durch Drücken des E-Starterknopfes wird der E-Starter betätigt.
Mögliche Zustände
– Startknopf in der Grundstellung – E-Starterknopf gedrückt
400198-10
Page 11
BEDIENUNGSELEMENTE 9
4.6Kraftstoffhahn (450 SX-F, 505 SX-F)
Mit dem Drehgriff 1 am Kraftstoffhahn kann man die Kraftstoffzufuhr zum Vergaser öffnen oder schließen.
Mögliche Zustände
– Kraftstoffzufuhr geschlossen (OFF) – Kraftstoffzufuhr offen (ON)
400200-10
4.7Kraftstoffhahn (450 XC-F, 505 XC-F)
400201-10
4.8Tankverschluss öffnen
Mit dem Drehgriff 1 am Kraftstoffhahn kann man die Kraftstoffzufuhr zum Vergaser öffnen oder schließen.
Mögliche Zustände
– Kraftstoffzufuhr geschlossen (OFF) – Kraftstoffzufuhr offen (ON) – Reservekraftstoffzufuhr offen (RES)
– Entriegelungsknopf 1 drücken, Tankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen
und nach oben abnehmen.
400199-10
Page 12
BEDIENUNGSELEMENTE 10
4.9Tankverschluss schließen
– Tankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen, bis der Entriegelungsknopf
1 einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung 2 knickfrei verlegen.
400199-11
4.10Choke
Der Chokeknopf 1 ist am Vergaser links angebraucht. Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres Kraftstoff-Luftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.
Mögliche Zustände
400202-10
– Chokefunktion aktiviert – Chokefunktion deaktiviert
4.11Schalthebel
(450 SX-F, 505 SX-F)
(450 XC-F, 505 XC-F)
Der Schalthebel 1 ist am Motor links montiert.
400204-12
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich. Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
400204-10
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich. Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
400204-11
Page 13
BEDIENUNGSELEMENTE 11
4.12Fußbremshebel
Der Fußbremshebel 1 befindet sich vor der rechten Fußraste und betätigt die Hinterradbremse.
400205-10
4.13Plug-in-Ständer (450 SX-F, 505 SX-F)
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
400203-10
4.14Seitenständer (450 XC-F, 505 XC-F)
400218-10
Zum Abstellen des Motorrades den Plug-in-Ständer
1 in die linke Seite der Steckachse
einsetzen.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer
1 mit dem Fuß bis zum Boden
ausklappen und mit dem Motorrad belasten.
Während der Fahrt muss der Seitenständer 1 hochgeklappt und mit dem Gummiband
2 gesichert sein.
400219-10
Page 14
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 12
5ALLGEMEINETIPPSUND HINWEISE ZURINBETRIEBNAHME
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
5.1
Gefahr
Unfallgefahr Gefahr durch mangelhafte Verkehrstüchtigkeit.
– Fahrzeug nicht in Betrieb nehmen wenn Sie verkehrsuntüchtig sind bzw. Alkohol und/oder Drogen konsumiert haben.
Warnung
Verletzungsgefahr Verletzungsgefahr durch fehlende/mangelhafte Schutzbekleidung.
– Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
– Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Motorrad
unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Kritisches Fahrverhalten durch nicht angepasste Fahrweise.
– Passen Sie die Fahrtgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und Ihrem Fahrkönnen an.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch Mitnahme eines Beifahrers.
– Ihr Motorrad ist nicht für die Mitnahme eines Beifahrers ausgelegt. Nehmen Sie keinen Beifahrer mit.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch
Überhitzung ausfallen. Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
– Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten.
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
– Motorrad nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Motorrad ist vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
– Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt
wurden. Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
– Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch. – Machen Sie sich mit den Bedienungselementen vertraut. – Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. ( 62) – Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( 40) – Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. ( 44) – Gewöhnen Sie sich auf einem geeigneten Gelände an das Handling des Motorrades, bevor Sie eine größere Ausfahrt machen.
Info
Ihr Motorrad ist nicht für den Betrieb auf öffentlichen Straßen zugelassen. Im Gelände ist es empfehlenswert mit einer weiteren Person auf einem zweiten Fahrzeug unterwegs zu sein, um sich gegenseitig zu helfen.
– Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen. – Machen Sie keine Geländefahrten, die Ihre Fähigkeiten und Erfahrung überfordern. – Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten. – Nehmen Sie keine Veränderungen am Motorrad vor und verwenden Sie nur von KTM freigegebene Teile.
Page 15
ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME 13
– Wenn Sie Gepäck mitnehmen, ist auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte und eine gleichmäßige
Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad zu achten.
Info
Motorräder reagieren empfindlich auf Veränderung der Gewichtsverteilung.
– Das höchstzulässige Gesamtgewicht und die höchstzulässigen Achslasten sind einzuhalten.
Vorgaben
Höchstzulässiges Gesamtgewicht 335 kg Höchstzulässige Achslast vorne 145 kg Höchstzulässige Achslast hinten 190 kg
– Motor einfahren.
5.2Motor einfahren
– Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgaben
maximale Motordrehzahl
während der ersten 3 Betriebsstunden 7.000 1/min
Maximale Motorleistung während der Einfahrzeit
während der ersten 3 Betriebsstunden ≤ 50 % während der nächsten 12 Betriebsstunden ≤ 75 %
– Vollgasfahrten vermeiden!
Page 16
FAHRANLEITUNG 14
6FAHRANLEITUNG
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme
6.1
Info
Beim Betrieb muss das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand sein.
Info
Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie sich zur Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetriebnahme eine allgemeine Überprüfung vorzunehmen.
– Motorölstand kontrollieren. ( 65) – Kettenspannung kontrollieren. ( 35) – Kettenverschmutzung kontrollieren. ( 34) – Reifenzustand kontrollieren. ( 50) – Reifenluftdruck kontrollieren. ( 51) – Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( 40) – Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( 44) – Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( 42) – Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( 46) – Bremswirkung überprüfen. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( 57) – Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren.
6.2Startvorgang
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder
laufen lassen.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
Info
Wenn das Motorrad schlecht anspringt, kann alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer die Ursache sein. Die leicht entflammbaren Anteile der Kraftstoffe verflüchtigen sich bei längerer Standzeit. Wenn die Schwimmerkammer mit frischem, zündfähigem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen. Maximal 5 Sekunden ununterbrochen starten. Bis zum nächsten Startversuch mindestens 5 Sekunden warten.
Bedingungen
Stillstand des Motorrades: ≥ 1 Woche – Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. ( 64)
(450 XC-F, 505 XC-F)
– Drehgriff
(450 SX-F, 505 SX-F)
– Drehgriff
– Motorrad vom Ständer nehmen. – Getriebe in Leerlauf schalten.
Bedingungen
Motor kalt – Choke bis zum Anschlag herausziehen.
Bedingungen
Motor warm – Heissstarthebel ziehen.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung ON drehen. (Abbildung 400201-10 9)
Es kann Kraftstoff vom Tank zum Vergaser fließen.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung ON drehen. (Abbildung 400200-10 9)
Es kann Kraftstoff vom Tank zum Vergaser fließen.
Page 17
FAHRANLEITUNG 15
– E-Starterknopf drücken.
Info
Kein Gas geben.
6.3Anfahren
– Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.
6.4Schalten, Fahren
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
– Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann
blockieren.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte zu kontaktieren.
Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar. – Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, können Sie in höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen,
gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
– Wurde die Chokefunktion aktiviert, ist diese nach dem Erwärmen des Motors zu deaktivieren. – Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf 3/4 Gas zurückdrehen; die
Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
– Geben Sie immer nur so viel Gas wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht den
Verbrauch.
– Zum Zurückschalten Motorrad nötigenfalls abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen. – Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben bzw. nochmals schalten. – Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
Vorgaben
≥ 2 min
– Vermeiden Sie oftmaliges und längeres Schleifen der Kupplung. Dieses erhitzt das Motoröl und damit den Motor und das
Kühlsystem.
– Fahren Sie mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung.
6.5Abbremsen
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
– Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
– Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
Page 18
0
FAHRANLEITUNG 16
– Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden. – Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang.
– Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge zurück, überdrehen Sie
jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
6.6Anhalten, Parken
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Motorradteile werden beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Heiße Teile wie z.B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an diesen
Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Bestimmte Bauteile (Motor, Kühler und Auspuffanlage) werden beim Betrieb sehr heiß.
– Motorrad nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen.
– Motorrad abbremsen und Getriebe auf Leerlauf schalten. – Zum Abstellen des Motors bei Leerlaufdrehzahl des Motors Kurzschlusstaster drücken, bis der Motor stillsteht. – Kraftstoffhahn schließen, Motorrad auf festem Untergrund parken.
6.7Kraftstoff tanken
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
– Tankverschluss öffnen. ( 9)
00
– Kraftstofftank bis maximal an das Maß
Vorgaben
Maß
A:35mm
A mit Kraftstoff auffüllen.
AA
Superkraftstoff bleifrei ( 84)
Superkraftstoff bleifrei ( 84)
400214-10
Tankinhalt 8,2 l (450 SX-F,
505 SX-F) 9,2 l (450 XC-F, 505 XC-F)
– Tankverschluss schließen. ( 10)
Page 19
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE 17
7SCHMIER-UNDWARTUNGSTABELLE
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen.
7.1
nach 3 Betriebsstunden / 20 Liter Kraftstoff
alle 10
Betriebsstunden
/ 70 Liter
Kraftstoff / nach
jedem Rennen
Motor Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen. ( 65) • •
Zündkerze erneuern. • Ventilspiel kontrollieren ggf. einstellen. • • Motorbefestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • • Zündkerzenstecker reinigen und auf festen Sitz kontrollieren. • • Schraube vom Schalthebel auf festen Sitz kontrollieren. • •
Vergaser Vergasermanschetten auf Risse und Dichtheit kontrollieren. •
Entlüftungsschläuche auf Beschädigung und knickfreie Verlegung
••
kontrollieren. Leerlauf kontrollieren. • •
Anbauteile Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren. • •
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( 57) • • Auspuffanlage auf Dichtheit und korrekte Aufhängung kontrollie-
ren. Bowdenzüge auf Beschädigung, Leichtgängigkeit und knickfreie
••
Verlegung kontrollieren. Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren.
••
(62) Luftfilter reinigen. ( 61) • • Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren. •
Bremsen Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( 42) • •
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( 46) • • Bremsscheiben kontrollieren. ( 39) • • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren.
••
(40) Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren.
••
(44) Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren. • • Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( 40) • • Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. ( 44) • • Funktion der Bremsanlage kontrollieren. • • Schrauben und Führungsbolzen der Bremsanlage auf festen Sitz
••
kontrollieren.
Fahrwerk Federbein und Gabel auf Dichtheit und Funktion kontrollieren. • •
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( 26) • Gabelbeine entlüften. ( 26) • Schwingarmlagerung kontrollieren. • Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( 27) • • Alle Fahrwerksschrauben auf festen Sitz kontrollieren. • •
Räder Speichenspannung kontrollieren. ( 51) • •
Felgenschlag kontrollieren. • • Reifenzustand kontrollieren. ( 50) • • Reifenluftdruck kontrollieren. ( 51) • • Kettenverschleiß kontrollieren. ( 36) • • Kettenspannung kontrollieren. ( 35) • • Kette reinigen. ( 34) • • Radlager auf Spiel kontrollieren. • • Einstellschrauben der Kettenspanner reinigen und fetten. • •
alle 30
Betriebsstunden
/ 210 Liter
Kraftstoff
•
Page 20
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE 18
7.2Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)
alle 10 Be-
triebsstunden
/ 70 Liter
Kraftstoff /
nach jedem
alle 20 Betriebs­stunden / 140 Liter Kraftstoff
alle 40 Betriebs­stunden / 270 Liter Kraftstoff
jährlich alle 2 Jahre
Rennen
Gabel vollständig warten. • Federbein vollständig warten. • Steuerkopflager schmieren. ( 31) • Vergaser reinigen und einstellen. • Elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behan-
•
deln. Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln. • Bremsflüssigkeit wechseln. • Verschleiß Kupplungsbelaglamellen kontrollieren. • Länge Kupplungsfedern kontrollieren. • Kupplungsmitnehmer auf Einkerbungen kontrollieren. • Kupplungskorb auf Einkerbungen kontrollieren. • Verschleiß Zylinder kontrollieren und Kolben wechseln. • Verschleiß Nockenwelle kontrollieren. (Sichtprüfung) • Verschleiß Ventilfederauflage kontrollieren. • Verschleiß Ventilführungen kontrollieren. • Ventile wechseln. • Ventilfedern wechseln. • Funktion Steuerkettenspanner kontrollieren. • Schlag Kurbelzapfen Kurbelwelle kontrollieren. • Pleuellager wechseln. • Lagerung Kolbenbolzen kontrollieren. • Hauptlager Kurbelwelle wechseln. • Verschleiß Getriebe komplett inkl. Walze und Lager kontrollie-
•
ren. Länge Bypassventilfeder kontrollieren. • Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln. ( 60) • Dichtmanschetten Fußbremszylinder erneuern. • Vergaserbauteile kontrollieren. •
7.3Durchführung von dringenden Kontroll- und Pflegearbeiten durch den Fahrer.
Bedingungen:
Bei Geländeeinsatz
nach Bedarf
Motorölstand kontrollieren. ( 65) • Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. ( 40) • Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. ( 44) • Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. ( 42) • Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. ( 46) • Bowdenzüge kontrollieren und einstellen. • Gabelbeine entlüften. ( 26) • Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. ( 26) • Kette reinigen. ( 34) • Kettenspannung kontrollieren. ( 35) •
Page 21
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE 19
Bedingungen:
Bei Geländeeinsatz
nach Bedarf
Kettenverschleiß kontrollieren. ( 36) • Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren. ( 36) • Luftfilter reinigen. ( 61) • Reifenluftdruck kontrollieren. ( 51) • Reifenzustand kontrollieren. ( 50) • Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( 57) • Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. ( 64) • Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren. • Bremswirkung kontrollieren. • Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren. •
Page 22
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 20
8WARTUNGSARBEITENAN FAHRGESTELLUND MOTOR
Motorrad aufbocken
8.1
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufbocken. Die Räder dürfen den Boden
nicht mehr berühren.
Montageständer (54829055000)
500074-01
8.2Motorrad vom Montageständer nehmen
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
– Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. – Montageständer entfernen.
– Motorrad gegen Umfallen sichern.
8.3Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht kontrollieren
Info
Bei der Fahrwerksgrundeinstellung zuerst das Federbein und danach die Gabel einstellen.
Um optimale Fahreigenschaften des Motorrades zu erzielen und um Beschädigungen an Gabel, Federbein, Schwingarm und Rahmen zu vermeiden, muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten zu Ihrem Körpergewicht passen. KTM Offroad-Motorräder sind im Auslieferungszustand auf ein Standard Fahrergewicht (mit kompletter Schutzkleidung) eingestellt.
Standard Fahrergewicht 75…85 kg
Wenn Ihr Gewicht außerhalb dieses Bereiches liegt, müssen Sie die Grundeinstellung der Federungskomponenten entsprechend anpassen. Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der Federvorspannung ausgeglichen werden, bei größeren Abweichungen müssen entsprechende Federn montiert werden.
8.4Druckstufendämpfung Federbein
Das Federbein verfügt über die Möglichkeit, im Low- und High Speed Bereich die Druckstufendämpfung getrennt abzustimmen (Dual Compression Control). Die Bezeichnung Low- und High Speed ist auf die Bewegung des Federbeins beim Einfedern und nicht auf die Fahrtgeschwindigkeit des Motorrades bezogen. Die Low- und High Speed Technik arbeitet übergreifend.
8.5Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
Info
Die High Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
Page 23
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 21
– Einstellschraube 1 mit einem Ringschlüssel bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn
drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen. Vorgaben
400208-10
8.6Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins einstellen
Druckstufendämpfung High Speed (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 1 Umdrehung Standard 1 Umdrehung Sport 3/4 Umdrehung
Druckstufendämpfung High Speed (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 1 Umdrehung
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeiger­sinn verringert die Dämpfung.
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
Info
Die Low Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim langsamen bis normalen Einfedern des Federbeins.
– Einstellschraube 1 mit einem Schraubendreher bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn
drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen. Vorgaben
400209-10
Druckstufendämpfung Low Speed (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 16 Klicks Standard 14 Klicks Sport 12 Klicks
Druckstufendämpfung Low Speed (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 15 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeiger­sinn verringert die Dämpfung.
Page 24
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 22
8.7Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
– Einstellschraube 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
– Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen. Vorgaben
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
400210-10
Komfort 25 Klicks Standard 23 Klicks Sport 22 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 23 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeiger­sinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
8.8Maß Hinterrad entlastet ermitteln
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Messen Sie möglichst senkrecht die Entfernung zwischen der Hinterradachse und einem Fixpunkt - z.B. eine Markierung an der
Seitenverkleidung.
00AA
A.
– Maß A Hinterrad entlastet ermitteln. ( 22) – Bitten Sie einen Helfer das Motorrad senkrecht zu halten. – Messen Sie erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fixpunkt. – Notieren Sie den Wert als Maß
B.
– Notieren Sie den Wert als Maß – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
8.9Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße A und B.
– Kontrollieren Sie den statischen Durchhang.
Statischer Durchhang 33 mm
> Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das angegebene Maß ist:
– Federvorspannung des Federbeins einstellen. ( 23)
000BB
400221-10
Page 25
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 23
8.10Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren
– Maß A Hinterrad entlastet ermitteln. ( 22) – Mit Hilfe einer Person, die das Motorrad hält, setzen Sie sich mit kompletter
Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad und wippen einige Male auf und nieder, damit sich die Hinterradaufhängung
00AA
CC
400222-10
einpegelt.
– Eine andere Person misst nun erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und
dem Fixpunkt.
– Notieren Sie den Wert als Maß
C.
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße A und C.
– Kontrollieren Sie den Fahrtdurchhang.
Fahrtdurchhang (450 SX-F, 505 SX-F) 107 mm Fahrtdurchhang (450 XC-F, 505 XC-F) 110 mm
> Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß abweicht:
– Fahrtdurchhang einstellen. ( 24)
8.11Federvorspannung des Federbeins einstellen x
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
– Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
Info
Bevor Sie die Federvorspannung ändern, sollten Sie sich die aktuelle Einstellung notieren - z.B. Federlänge messen.
– Federbein ausbauen. ( 24) – Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen. – Schraube 1 lösen.
22 11
AA
– Einstellring
Kombischlüssel (50329080000) Hakenschlüssel (T106S)
– Gesamte Federlänge im entspannten Zustand messen. – Feder durch Drehen des Einstellrings
Vorgaben
Federvorspannung 7 mm
– Schraube
Vorgaben
Schraube Einstellring Federbein
2 drehen bis die Feder vollständig entspannt ist.
1 auf das vorgegebene Maß A spannen.
2 festziehen.
M6 5 Nm
400216-10
– Federbein einbauen. ( 24)
Page 26
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 24
8.12Fahrtdurchhang einstellen x
– Federbein ausbauen. ( 24) – Federbein im ausgebauten Zustand gründlich reinigen. – Eine entsprechende Feder auswählen und montieren.
Vorgaben
Federrate
Gewicht Fahrer: 65…75 kg 66 N/mm Gewicht Fahrer: 75…85 kg 69 N/mm Gewicht Fahrer: 85…95 kg 72 N/mm
Info
Die Federrate ist an der Feder-Außenseite angeführt.
– Federbein einbauen. ( 24) – Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren. ( 22) – Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen. ( 22)
8.13Federbein ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Schraube 1 entfernen und das Hinterrad mit dem Schwingarm so weit absenken,
dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
– Schraube
2 entfernen, Spritzschutz 3 zur Seite drücken und Federbein entnehmen.
8.14Federbein einbauen x
400249-10
400249-11
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Spritzschutz
1 zur Seite drücken und Federbein positionieren. Schraube 2
montieren und festziehen. Vorgaben
Schraube Feder-
M12 80 Nm Loctite
®
243™ (86)
bein oben
– Schraube
3 montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Feder-
M12 80 Nm Loctite
®
243™ (86)
bein unten
Info
Das Schwenklager für das Federbein am Schwingarm ist teflonbeschichtet. Es darf weder mit Fett noch mit anderen Gleitmitteln geschmiert werden. Schmiermittel lösen die Teflonbeschichtung auf, wodurch die Lebensdauer drastisch verkürzt wird.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
Page 27
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 25
8.15Grundeinstellung der Gabel kontrollieren
Info
Bei der Gabel kann aus verschiedenen Gründen kein exakter Fahrtdurchhang festgelegt werden.
Kleinere Abweichungen Ihres Körpergewichtes können wie beim Federbein durch die Federvorspannung ausgeglichen werden. Wenn Ihre Gabel aber öfter durchschlägt (harter Endanschlag beim Einfedern) müssen unbedingt härtere Gabelfedern montiert werden, um Beschädigungen an Gabel und Rahmen zu vermeiden.
400189-01
8.16Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
– Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben 1 befinden sich am oberen Ende der Gabelbeine. Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen. Vorgaben
400206-10
Druckstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 16 Klicks Standard 14 Klicks Sport 12 Klicks
Druckstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 20 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeiger­sinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.
8.17Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
400207-10
– Schutzkappen 1 abnehmen. – Einstellschrauben
2 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben 2 befinden sich am unteren Ende der Gabelbeine. Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
Page 28
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 26
– Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen. Vorgaben
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 22 Klicks Standard 21 Klicks Sport 21 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 21 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeiger­sinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
– Schutzkappen
8.18Gabelbeine entlüften
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Entlüftungsschrauben 1 kurz entfernen.
– Entlüftungsschrauben montieren und festziehen. – Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
400248-10
8.19Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Gabelschutz lösen. ( 27) – Staubmanschetten 1 an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
1 montieren.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz vom Gabelholm abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegenden Öldichtringe undicht werden.
500088-10
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Brems-
scheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit
Bremsenreiniger behandeln.
– Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
Universal Ölspray ( 86)
– Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken. – Überflüssiges Öl entfernen.
Page 29
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 27
8.20Gabelschutz lösen
– Schrauben 1 entfernen und Klemme abnehmen. – Schrauben – Schrauben am rechten Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach unten schieben.
500087-11
8.21Gabelschutz positionieren
– Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren. Schrauben 1 montieren und
festziehen. Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
2 am linken Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach unten schieben.
M6 10 Nm
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schrauben
2 montieren und
festziehen.
– Gabelschutz am rechten Gabelbein positionieren. Schrauben montieren und
500087-10
festziehen. Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
8.22Steuerkopflagerspiel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Unsicheres Fahrverhalten durch nicht korrektes Steuerkopflagerspiel.
– Steuerkopflagerspiel unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte einstellen lassen.
Info
Wird über längere Zeit mit Spiel im der Steuerkopflagerung gefahren, werden die Lager und in weiterer Folge die Lagersitze im Rahmen beschädigt.
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Lenker in Geradeausstellung bringen. Gabelbeine in Fahrtrichtung hin und her
bewegen.
Es darf kein Spiel am Steuerkopflager spürbar sein.
> Wenn ein spürbares Spiel vorhanden ist:
– Steuerkopflagerspiel einstellen. ( 28)
– Lenker über den gesamten Lenkbereich hin und her bewegen.
Der Lenker muss sich leicht über den gesamten Lenkbereich bewegen lassen. Es dürfen keine Raststellungen spürbar sein.
400189-10
> Wenn Raststellungen spürbar sind:
– Steuerkopflagerspiel einstellen. ( 28) – Steuerkopflager kontrollieren ggf. erneuern.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
Page 30
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 28
8.23Steuerkopflagerspiel einstellen x
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Schrauben 1 lösen. Schraube 2 entfernen.
500103-11
– Schraube
Vorgaben
Schraube Steuerkopf oben
– Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke klopfen, um
Verspannungen zu vermeiden.
– Schrauben
Vorgaben
Schraube Gabelbrücke oben
3 lösen und wieder festziehen.
M20x1,5 10 Nm
1 festziehen.
M8 17 Nm
8.24Gabelversatz
00AA
00BB
0011
– Schraube
Vorgaben
Schraube Gabel­schaftrohr oben
– Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( 27)
Welcher Versatz eingestellt ist, sehen Sie nach Abnehmen der Schraube 1. Der Gabelversatz Gabelbein zu Mitte Steuerkopflager. Der Gabelversatz kann wahlweise eingestellt werden. Befindet sich die Markierung Rennstrecken.
Gabelversatz: 18 mm
Befindet sich die Markierung Handling in Kurven.
Gabelversatz: 20 mm
2 montieren und festziehen.
M8 17 Nm Loctite
®
243™ (86)
A beeinflusst das Handling des Fahrzeugs. Er ergibt sich aus Mitte
B vorne erzielen Sie bessere Fahrstabilität auf schnellen
B hinten (Auslieferungszustand) erzielen Sie besseres
8.25Gabelversatz einstellen x
400188-10
500104-10
– Untere Gabelbrücke ausbauen. ( 30) – Schraube 1 entfernen. Gabelschaftrohr entnehmen. – Teile reinigen und auf Beschädigung kontrollieren. – Gabelschaftrohr 180° drehen und in die Gabelbrücke einsetzen. Schraube
montieren und festziehen. Vorgaben
Schraube Steuer­kopf unten
– Untere Gabelbrücke einbauen. ( 31)
M20x1,5 60 Nm Loctite
®
243™ (86)
1
Page 31
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 29
8.26Gabelbeine ausbauen x
– Vorderrad ausbauen. ( 47) – Schrauben 1 entfernen und Klemme abnehmen. – Schrauben – Bremszange mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
500093-12
– Schrauben 3 lösen. Gabelbein links entnehmen. – Schrauben
500094-12
2 entfernen und Bremszange abnehmen.
4 lösen. Gabelbein rechts entnehmen.
8.27Gabelbeine einbauen x
400248-10
500094-11
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Gabelbeine positionieren.
Info
Die oberste eingefräste Nut im Gabelbein muss mit der Oberkante der oberen Gabelbrücke abschließen. Die Entlüftungsschrauben
– Schrauben 2 festziehen.
Vorgaben
Schraube Gabelbrücke oben
– Schrauben
3 festziehen.
Vorgaben
Schraube Gabelbrücke unten
– Bremszange positionieren, Schrauben 3 montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Brems-
M8 25 Nm Loctite
zange vorne
1 nach vorne positionieren.
M8 17 Nm
M8 12 Nm
®
243™ (86)
500093-13
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schrauben
festziehen.
– Vorderrad einbauen. ( 48)
4 montieren und
Page 32
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 30
8.28Gabelschutz ausbauen x
– Gabelbeine ausbauen. ( 29) – Schrauben 1 am linken Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach oben abnehmen. – Schrauben am rechten Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach oben abnehmen.
500105-10
8.29Gabelschutz einbauen x
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren. Schrauben
festziehen. Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
1 montieren und
500105-10
8.30Untere Gabelbrücke ausbauen x
500099-10
– Gabelschutz am rechten Gabelbein positionieren. Schrauben montieren und
festziehen. Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
– Gabelbeine einbauen. ( 29)
– Gabelbeine ausbauen. ( 29) – Startnummerntafel ausbauen. ( 32) – Kotflügel vorne ausbauen. ( 32) – Schrauben 1 entfernen und CDI-Steuergerät zur Seite hängen.
Info
CDI-Steuergerät nicht abstecken.
– Schraube
2 entfernen. Schraube 3 entfernen, obere Gabelbrücke mit Lenker
abnehmen und zur Seite legen.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
– O-Ring 4 entfernen. Schutzring 5 entfernen. – Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr entnehmen. – Oberes Steuerkopflager entnehmen.
500100-10
Page 33
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 31
8.31Untere Gabelbrücke einbauen x
– Lager und Dichtelemente reinigen, auf Beschädigungen kontrollieren und fetten.
Langzeitfett ( 86)
– Untere Gabelbrücke mit Gabelschaftrohr einsetzen. Oberes Steuerkopflager
0033
montieren.
0022 0011
500098-10
500099-11
Info
Prüfen, ob die Steuerkopfabdichtung oben 1 richtig positioniert ist.
– Schutzring
– Obere Gabelbrücke mit Lenker positionieren. – Schraube
Vorgaben
Schraube Steuerkopf oben
– Kupplungsleitung, Kabelstrang und CDI-Steuergerät positionieren. Schrauben
montieren und festziehen. Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
2 und O-Ring 3 aufschieben.
4 montieren und festziehen.
M20x1,5 10 Nm
M6 10 Nm
5
500103-10
8.32Steuerkopflager schmieren x
– Untere Gabelbrücke ausbauen. ( 30) – Untere Gabelbrücke einbauen. ( 31)
– Kotflügel vorne einbauen. ( 32) – Startnummerntafel einbauen. ( 32) – Gabelbeine einbauen. ( 29) – Schraube 6 montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Gabel­schaftrohr oben
– Kabelstrang, Seilzüge, Brems- und Kupplungsleitung auf Freigängigkeit und
Verlegung kontrollieren.
– Steuerkopflagerspiel kontrollieren. ( 27)
M8 17 Nm Loctite
®
243™ (86)
Page 34
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 32
8.33Kotflügel vorne ausbauen
– Schrauben 1 entfernen. Kotflügel vorne abnehmen. – Auf den Verbleib der Distanzbüchsen achten.
500092-10
8.34Kotflügel vorne einbauen
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Sicherstellen dass die Distanzbüchsen im Kotflügel montiert sind. – Kotflügel vorne positionieren. Schrauben
Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
1 montieren und festziehen.
8.35Startnummerntafel ausbauen
8.36Startnummerntafel einbauen
500092-10
500123-10
Info
Auf den Eingriff der Haltenasen zur Startnummerntafel achten.
– Schraube 1 entfernen und Klemme abnehmen. – Schraube
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Startnummerntafel positionieren. Schraube
Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
2 entfernen. Startnummerntafel abnehmen.
1 montieren und festziehen.
M6 10 Nm
500123-11
Info
Auf den Eingriff der Haltenasen am Kotflügel achten.
– Bremsleitung positionieren. Klemme aufsetzen, Schraube
festziehen.
2 montieren und
Page 35
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 33
8.37Lenkerposition
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im Abstand A zueinander.
Bohrungsabstand A: 15 mm
00AA
8.38Lenkerposition einstellen x
00BB
0011 0022
400271-11
400271-10
Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme sind im Abstand
Bohrungsabstand B: 3,5 mm
Der Lenker kann in 4 verschiedenen Positionen montiert werden. Dadurch besteht die Möglichkeit, den Lenker in die für den Fahrer angenehmste Position zu bringen.
– Die vier Schrauben 1 entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker
abnehmen und zur Seite legen.
B aus der Mitte platziert.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen. Kabel und Leitungen nicht knicken.
– Die zwei Schrauben – Lenkeraufnahme in die gewünschte Position bringen. Die zwei Schrauben
montieren und festziehen. Vorgaben
Schraube Lenker­aufnahme
2 entfernen. Lenkeraufnahme abnehmen.
M10 40 Nm Loctite
®
243™ (86)
2
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig positionieren.
8.39Gasbowdenzugverlegung kontrollieren
400268-10
– Lenker positionieren.
Info
Auf die richtige Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
– Lenkerklemmbrücken positionieren. Die vier Schrauben
gleichmäßig festziehen. Vorgaben
Schraube Lenkerklemm­brücke
– Beide Gasbowdenzüge müssen nebeneinander an der Hinterseite des Lenkers nach
unten zum Rahmen verlaufen. Sie müssen direkt rechts am Rahmen oberhalb des Tanklagers zum Vergaser verlegt sein.
M8 20 Nm
1 montieren und
Page 36
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 34
8.40Gasbowdenzugspiel kontrollieren
– Lenker in Geradeausstellung bringen. Gasdrehgriff leicht hin und her bewegen und
das Gasbowdenzugspiel ermitteln. Vorgaben
Gasbowdenzugspiel 3…5 mm
> Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Gasbowdenzugspiel einstellen. ( 34)
Gefahr
400192-10
– Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Lenker über den gesamten Lenkbereich
8.41Gasbowdenzugspiel einstellen x
– Kraftstofftank ausbauen. ( 55) – Gasbowdenzugverlegung kontrollieren. ( 33) – Lenker in Geradeausstellung bringen. – Manschetten – Mutter – Mutter
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen.
hin und her bewegen.
Die Leerlaufdrehzahl darf sich nicht ändern.
> Wenn sich die Leerlaufdrehzahl ändert:
– Gasbowdenzugspiel einstellen. ( 34)
1 zurückschieben.
2 lösen. Einstellschraube 3 ganz eindrehen.
4 lösen. Einstellschraube 5 so drehen, dass am Gasdrehgriff das
Gasbowdenzugspiel vorhanden ist. Vorgaben
Gasbowdenzugspiel 3…5 mm
400269-10
– Mutter – Gasdrehgriff in die geschlossene Endstellung drücken und halten. Einstellschraube
4 festziehen.
3 herausdrehen, bis der Bowdenzug 6 spielfrei ist.
– Mutter – Manschetten – Kraftstofftank einbauen. ( 56)
8.42Kettenverschmutzung kontrollieren
– Kette auf grobe Verschmutzung kontrollieren.
> Wenn die Kette stark verschmutzt ist:
– Kette reinigen. ( 34)
8.43Kette reinigen
2 festziehen.
1 aufschieben. Gasdrehgriff auf Leichtgängigkeit kontrollieren.
Warnung
Unfallgefahr Schmiermittel auf den Reifen verringert deren Haftfähigkeit.
– Schmiermittel mit einem geeigneten Reinigungsmittel entfernen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Page 37
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 35
Info
Die Lebensdauer der Kette hängt zum Großteil von der Pflege ab.
– Kette regelmäßig reinigen und anschließend mit Kettenspray behandeln.
Kettenreinigungsmittel ( 86) Kettenspray Offroad ( 86)
8.44Kettenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein. Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Kettenspannung 8…10 mm
400213-10
> Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle. ( 37)
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
8.45Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
– Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen. – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein. Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
400213-10
Kettenspannung 8…10 mm
> Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau. ( 38)
Page 38
0
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 36
8.46Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren
– Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
> Wenn Kettenrad / Kettenritzel eingelaufen sind:
– Kettenrad / Kettenritzel erneuern.
Info
Beim Montieren des Kettenschlosses muss die geschlossene Seite der Sicherung immer in Laufrichtung weisen. Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen erneuert werden.
400227-01
8.47Kettenverschleiß kontrollieren
00AA
BB
00
1 2 3 16 17 18
400226-10
– Kettenradführungen auf festen Sitz prüfen.
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Getriebe in Leerlauf schalten und am oberen Kettenteil mit der angegebenen
Kettenspannkraft Vorgaben
Kettenspannkraft 10…15 kg
– Den Abstand
A ziehen.
B von 18 Kettenrollen am unteren Kettenteil messen.
Info
Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Maximaler Abstand Stelle der Kette:
> Wenn der Abstand
– Kette erneuern.
B an der längsten
272 mm
B größer ist als das angegebene Maß:
Info
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch Kettenrad und Kettenritzel erneuert werden. Neue Ketten nützen sich auf einem alten, eingelaufenen Kettenrad / Kettenritzel schneller ab.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
8.48Kettenspannung einstellen
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
– Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein. Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
400213-10
Page 39
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 37
– Mutter 2 lösen. – Muttern – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
Vorgaben
3 lösen.
4 links und rechts einstellen.
Kettenspannung 8…10 mm Einstellschrauben
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
4 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
B stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
– Muttern – Sicherstellen, dass die Kettenspanner – Mutter
400225-10
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20)
8.49Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle
– Mutter 1 lösen. – Muttern – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
– Muttern – Sicherstellen, dass die Kettenspanner – Mutter
3 festziehen.
5 an den Einstellschrauben 4 anliegen.
2 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,5 80 Nm
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren werden. Die Kettenspanner
5 können um 180° gedreht werden.
2 lösen.
3 links und rechts einstellen.
Vorgaben
Kettenspannung 8…10 mm Einstellschrauben
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
3 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
A stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
2 festziehen.
4 an den Einstellschrauben 3 anliegen.
1 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,5 80 Nm
400225-13
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren werden. Die Kettenspanner
4 können um 180° gedreht werden.
Page 40
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 38
8.50Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau
– Muttern 1 lösen. – Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
Vorgaben
Kettenspannung 8…10 mm Einstellschrauben
2 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
A stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
2 links und rechts einstellen.
– Muttern
400225-11
8.51Kettenführung einstellen x (450 SX-F, 505 SX-F)
– Schraube 1 lösen. Schraube 2 entfernen. Kettenführung nach unten schwenken.
Bedingungen
Zähnezahl: ≤ 44 Zähne – Bundbüchse
– Schraube
Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
Bedingungen
Zähnezahl: ≥ 45 Zähne – Bundbüchse
– Schraube
Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
1 festziehen.
3 in Bohrung A stecken. Kettenführung positionieren.
2 montieren und festziehen. Schraube 1 festziehen.
M6 10 Nm
3 in Bohrung B stecken. Kettenführung positionieren.
2 montieren und festziehen. Schraube 1 festziehen.
M6 10 Nm
400224-10
Page 41
A
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 39
8.52Kettenführung einstellen x (450 XC-F, 505 XC-F)
– Schrauben 1 und 2 entfernen. Kettenführung abnehmen.
Bedingungen
Zähnezahl: ≤ 44 Zähne – Mutter
– Schraube
Bedingungen
Zähnezahl: ≥ 45 Zähne – Mutter
– Schraube
400252-10
3 in Bohrung A stecken. Kettenführung positionieren.
1 und 2 montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
3 in Bohrung B stecken. Kettenführung positionieren.
1 und 2 montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6 10 Nm
8.53Bremsflüssigkeitsbehälter
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Die Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorder- und Hinterradbremse sind so dimensioniert, dass auch bei abgenützten Bremsbelägen kein Nachfüllen von Bremsflüssigkeit erforderlich ist.
8.54Bremszangen
Die Bremszangen dieser Modellreihe sind „schwimmend” gelagert, das heißt, sie sind nicht fest mit dem Bremszangenträger verbunden. Durch den seitlichen Ausgleich wird immer eine optimale Anlage der Bremsklötze an die Bremsscheibe erreicht.
8.55Bremsscheiben kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheiben.
– Abgenützte Bremsscheiben unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
– Bremsscheibenstärke vorne und hinten, am mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf
das Maß
A kontrollieren.
Info
A
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der Anlagefläche der Bremsbeläge.
400257-10
Bremsscheiben Verschleißgrenze
vorne 2,5 mm hinten 3,5 mm
> Die Bremsscheibenstärke liegen unter dem Vorgabewert.
– Bremsscheibe erneuern.
Page 42
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 40
8.56Leerweg am Handbremshebel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Handbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Vorderradbremse auf. Die
Vorderradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Handbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Handbremshebel nach vorne drücken und Leerweg A kontrollieren.
Leerweg am Handbremshebel ≥ 3mm
> Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Grundstellung des Handbremshebels einstellen. ( 40)
400196-11
8.57Grundstellung des Handbremshebels einstellen
– Grundstellung des Handbremshebels mit der Einstellschraube 1 an die Handgröße
anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Handbremshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Handbremshebel dem Lenker. Der Verstellbereich ist begrenzt. Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine
400196-12
Gewalt an. Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
– Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. ( 40)
8.58Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
– Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagrechte Position bringen. – Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas
> Wenn der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung gesunken ist:
– Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen. ( 41)
1 kontrollieren.
400231-10
Page 43
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 41
8.59Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen. Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der Vorderradbremse in waagrechte
Position bringen.
– Schrauben – Deckel – Bremsflüssigkeit bis zum Maß
Vorgaben
Bedingungen
Maß
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 ( 84)
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Membrane – Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
A auffüllen.
A:5mm
3, Deckel 2 und Schrauben 1 montieren.
400230-10
Page 44
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 42
8.60Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenützte Bremsbeläge.
– Abgenützte Bremsbeläge unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
– Bremsbeläge auf ihre Belagsstärke A kontrollieren.
> Belagsstärke
Die Belagstärke ist geringer als das angegebene Maß: – Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. ( 43)
400235-10
8.61Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Unsachgemäß durchgeführte Wartung und Reparatur der Bremse.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen an der Bremsanlage immer in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen
lassen.
A: ≤ 1mm
– Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um die Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken der Bremskolben die Bremszange nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
– Sicherungssplinte
1 entfernen, Bolzen 2 herausziehen und Bremsbeläge entneh-
men.
400253-11
8.62Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x
– Schrauben – Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
3 entfernen und Bremszange abnehmen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Motorrädern geprüft und zugelassen.
Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Motorrad entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
400255-10
– Bremsscheiben kontrollieren. ( 39) – Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Blattfeder
1 im Bremssattel und Gleitblech 2 im Bremszangenträger auf richtigen
Sitz kontrollieren.
Info
Der Pfeil auf der Blattfeder zeigt in Drehrichtung der Bremsscheibe.
Page 45
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 43
– Bremsbeläge einsetzen, Bolzen 3 einsetzen und Sicherungssplinte 4 montieren. – Bremszange positionieren, Schrauben
Vorgaben
Schraube Brems­zange vorne
– Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
400253-12
8.63Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x
M8 25 Nm Loctite
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
5 montieren und festziehen.
®
243™ (86)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen. Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen. ( 42) – Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der Vorderradbremse in waagrechte
Position bringen.
– Schrauben – Deckel – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter überläuft ggf. absaugen.
– Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen. ( 42) – Bremsflüssigkeit berichtigen bis zum Maß
Vorgaben
Bedingungen
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
A.
400230-10
A:5mm
Maß
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 ( 84)
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Membrane – Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
3, Deckel 2 und Schrauben 1 montieren.
Page 46
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 44
8.64Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
– Feder 1 aushängen. – Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben hin
und her bewegen und Leerweg Vorgaben
Leerweg am Fußbremshebel 3…5 mm
> Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. ( 44)
– Feder
400205-11
8.65Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x
1 einhängen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
A kontrollieren.
– Feder 1 aushängen. – Mutter
4 lösen und mit Druckstange 5 zurückdrehen bis der maximale Leerweg
vorhanden ist.
– Zur individuellen Anpassung der Grundstellung des Fußbremshebels Mutter
und Schraube
Info
Der Verstellbereich ist begrenzt.
400232-10
– Druckstange
falls Grundstellung des Fußbremshebels anpassen. Vorgaben
Leerweg am Fußbremshebel 3…5 mm
– Schraube
Vorgaben
Restliche Muttern Fahr­gestell
– Druckstange
Vorgaben
Restliche Muttern Fahr­gestell
– Feder
8.66Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren
5 entsprechend drehen bis der Leerweg A vorhanden ist. Gegebenen-
3 gegenhalten und Mutter 2 festziehen.
5 gegenhalten und Mutter 4 festziehen.
1 einhängen.
2 lösen
3 entsprechend drehen.
M8 30 Nm
M6 15 Nm
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
Page 47
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 45
– Fahrzeug senkrecht stellen. – Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas
> Wenn im Schauglas
– Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen. ( 45)
400234-10
8.67Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x
1 eine Luftblase sichtbar ist:
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
– Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
1 kontrollieren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen. Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Fahrzeug senkrecht stellen.
400233-10
– Schraube – Bremsflüssigkeit bis zur Markierung
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 ( 84)
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Schraube – Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
1 mit Membran 2 entfernen.
A auffüllen.
1 mit Membran 2 montieren.
Page 48
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 46
8.68Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenützte Bremsbeläge.
– Abgenützte Bremsbeläge unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
– Bremsbeläge auf ihre Belagsstärke A kontrollieren.
> Belagsstärke
Die Belagstärke ist geringer als das angegebene Maß: – Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. ( 47)
400238-10
8.69Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Unsachgemäß durchgeführte Wartung und Reparatur der Bremse.
– Wartungsarbeiten und Reparaturen an der Bremsanlage immer in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen
lassen.
A: ≤ 1mm
– Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um den Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken des Bremskolbens die Bremszange nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
– Sicherungssplinte 1 entfernen, Bolzen 2 herausziehen und Bremsbeläge entneh-
men.
400236-10
8.70Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x
– Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
– Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Motorrädern geprüft und zugelassen.
Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der Originalzulassung entsprechen. Das Motorrad entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die Garantie.
500122-10
– Bremsscheiben kontrollieren. ( 39) – Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Blattfeder
1 im Bremssattel und Gleitblech 2 im Bremszangenträger auf richtigen
Sitz kontrollieren.
Info
Der Pfeil auf der Blattfeder zeigt in Drehrichtung der Bremsscheibe.
Page 49
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 47
– Bremsbeläge einsetzen, Bolzen 3 einsetzen und Sicherungssplinte 4 montieren.
Info
Sicherstellen, dass das Entkoppelungsblech 5 am kolbenseitigen Bremsbelag montiert ist.
– Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
400237-10
8.71Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
– Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten. – Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
– Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen. Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt. Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an! Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
– Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen. ( 46) – Fahrzeug senkrecht stellen. – Schraube 1 mit Membrane 2 entfernen. – Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter überläuft ggf. absaugen.
– Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen. ( 46)
400233-10
– Bremsflüssigkeit berichtigen bis zur Markierung
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 ( 84)
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Schraube
1 mit Membrane 2 montieren.
– Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
A.
8.72Vorderrad ausbauen x
– Motorrad aufbocken. ( 20)
Page 50
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 48
– Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um die Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken der Bremskolben die Bremszange nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
400253-10
– Schraube 1 entfernen. – Schrauben
500084-10
– Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Vorderrad aus der Gabel nehmen.
2 lösen.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen. Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
500085-10
– Distanzbüchsen 3 entfernen.
500086-10
8.73Vorderrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Wellendichtringe
Langzeitfett ( 86)
– Distanzbüchsen einsetzen.
1 und Lauffläche A der Distanzbüchsen reinigen und fetten.
500086-11
Page 51
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 49
– Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse einsetzen.
8.74Hinterrad ausbauen x
500084-11
– Schraube
Vorgaben
Schraube Steckachse vorne
– Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen.
– Motorrad vom Montageständer nehmen. ( 20) – Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die
Gabelbeine ausrichten.
– Schrauben
Vorgaben
Schraube Gabelfaust M8 15 Nm
– Motorrad aufbocken. ( 20) – Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um den Bremskolben
zurückzudrücken.
2 montieren und festziehen.
M24x1,5 40 Nm
3 festziehen.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken des Bremskolbens die Bremszange nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
400258-10
400260-11
– Mutter – Kettenspanner
1 entfernen.
2 abnehmen. Steckachse 3 nur so weit herausziehen, dass sich das
Hinterrad nach vorne schieben lässt.
– Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben. Kette vom Kettenrad nehmen. – Hinterrad halten und Steckachse herausziehen. Hinterrad aus dem Schwingarm
nehmen.
Info
Fußbremshebel bei ausgebautem Hinterrad nicht betätigen. Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
– Distanzbüchsen 4 entfernen.
8.75Hinterrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
– Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Page 52
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 50
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
400260-10
400259-10
– Wellendichtringe
Langzeitfett ( 86)
– Distanzbüchsen einsetzen.
– Hinterrad in den Schwingarm heben, positionieren und Steckachse 2 einsetzen. – Kette auflegen.
– Kettenspanner 3 positionieren. Mutter 4 montieren, aber noch nicht festziehen. – Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau. ( 35) – Sicherstellen, dass die Kettenspanner – Mutter
4 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,5 80 Nm
1 und Lauffläche A der Distanzbüchsen reinigen und fetten.
3 an den Einstellschrauben 5 anliegen.
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren werden. Die Kettenspanner
400225-12
8.76Reifenzustand kontrollieren
3 können um 180° gedreht werden.
Info
Nur von KTM freigegebene Reifen montieren. Andere Reifen können sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken. Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades. Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein. Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
– Untersuchen Sie den Reifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere Beschädigungen. – Profiltiefe kontrollieren.
> Profiltiefe: ≤ 2mm
Die Profieltiefe ist geringer als das angegebene Maß: – Reifen erneuern.
Page 53
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 51
8.77Reifenluftdruck kontrollieren
Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalen Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens. Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
– Staubkappe entfernen. – Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Gelände
vorne 1 bar hinten 1 bar
> Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
– Reifenluftdruck berichtigen.
400241-01
8.78Speichenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch lockere Speichen.
– Wird mit lockeren Speichen gefahren, können Speichen reißen. Speichenspannung in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte
korrigieren lassen.
– Staubkappe montieren.
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen. Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen. Prüfen Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
– Zur Kontrolle schlagen Sie mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz
an. Vorgaben
Es muss ein heller Ton erklingen.
Speichennippel Vorder-
M4,5 5 Nm
rad
400228-01
Speichennippel Hinter­rad
M5 5 Nm
Info
Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen Speichen, deutet das auf unterschiedliche Speichenspannung hin.
8.79Batterie ausbauen x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
– Batterien außer Reichweite von Kindern halten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden. – Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen. – Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Falls Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen. – Sitzbank abnehmen. ( 55)
Page 54
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 52
– Minuskabel 1 der Batterie abklemmen.
8.80Batterie einbauen x
500069-10
500069-11
– Pluspolabdeckung – Gummiband – Batterie nach oben entnehmen.
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Batterie in das Batteriefach einsetzen.
450 XC-F, 505 XC-F
Batterie 4Ah (YTX5L-BS) ( 78)
450 SX-F, 505 SX-F Bedingungen
Außentemperatur: ≥ 10 °C
Batterie 3Ah (YTX4L-BS) ( 78)
2 zurückziehen und Pluskabel der Batterie abklemmen.
3 unten aushängen.
Bedingungen
Außentemperatur: ≤ 10 °C
Batterie 4Ah (YTX5L-BS) ( 78)
– Gummiband – Pluskabel anklemmen und Pluspolabdeckung – Minuskabel
1 einhängen.
2 anbringen.
3 anklemmen.
– Sitzbank montieren. ( 55)
8.81Batterie laden x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
– Batterien außer Reichweite von Kindern halten. – Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille. – Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden. – Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen. – Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Falls Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Umweltgefährdung Bauteile und Säure der Batterie belasten die Umwelt.
– Batterien nicht in den Hausmüll werfen. Defekte oder verbrauchte Batterien bei einer Rücknahmestelle für Altbatterien
entsorgen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Page 55
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 53
Info
Auch wenn die Batterie nicht belastet wird, verliert sie täglich an Ladung. Sehr wichtig für die Lebensdauer der Batterie ist der Ladezustand und die Art der Ladung. Schnellladungen mit höherem Ladestrom wirken sich negativ auf die Lebensdauer aus. Wird Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit überschritten, entweicht Elektrolyt über die Sicherheitsventile. Dadurch verliert die Batterie an Kapazität. Wenn die Batterie leergestartet wurde, ist sie unverzüglich zu laden. Bei längerer Standzeit in entladenem Zustand tritt Tiefentladung und Sulfatierung ein und die Batterie wird zerstört. Die Batterie ist wartungsfrei, das heißt die Kontrolle des Säurestandes entfällt.
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen. – Sitzbank abnehmen. ( 55) – Minuskabel der Batterie abklemmen, um Schäden an der Bordelektronik zu
vermeiden.
– Ladegerät an die Batterie anklemmen. Ladegerät einschalten.
Batterieladegerät (58429074000)
Zusätzlich können Sie mit diesem Ladegerät Ruhespannung, Startfähigkeit der Batterie und den Generator testen. Außerdem ist mit diesem Gerät ein Überladen der Batterie unmöglich.
Info
400240-10
Deckel 1 keinesfalls entfernen. Batterie laut Angaben
2 auf dem Batteriegehäuse laden.
8.82Sicherung ausbauen
8.83Sicherung einbauen
400270-10
– Ladegerät nach dem Laden ausschalten. Batterie anklemmen.
Vorgaben
Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit dürfen nicht überschritten werden. Batterie regelmäßig nachladen, wenn
3 Monate das Motorrad nicht in Betrieb genom­men wird:
– Sitzbank montieren. ( 55)
– Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen. – Luftfilterkastendeckel ausbauen. ( 60) – Schutzkappe 1 abnehmen.
Info
Die Sicherung 2 befindet sich im Startrelais 3 unter dem Filterkastendeckel.
– Sicherung
2 entfernen.
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
– Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
Page 56
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 54
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
Info
Im Startrelais steckt eine Ersatzsicherung 1.
2 nur durch eine gleichwertige Sicherung
8.84Zündkurve
Mögliche Zustände
– Performance - höhere Leistung – Soft - bessere Fahrbarkeit
400273-10
Durchgeschmolzene Sicherung ersetzen.
– Sicherung einsetzen.
Sicherung (75011088010)
Info
Schmilzt nach dem Einsetzen einer neuen Sicherung diese wieder durch, unbedingt eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte aufsuchen.
– Schutzkappe aufstecken. – Luftfilterkastendeckel einbauen. ( 60)
8.85Steckerverbindung Zündkurve
Mögliche Zustände
400211-10
400278-10
8.86Zündkurve ändern
– Kraftstofftank ausbauen. ( 55)
Zündkurve von Performance auf Soft umschalten.
– Steckerverbindung
A öffnen. (Abbildung 400211-10 54)
Soft - bessere Fahrbarkeit ( 54)
Zündkurve von Soft auf Performance umschalten.
– Steckerverbindung
B schließen. (Abbildung 400278-10 54)
Performance - höhere Leistung ( 54)
– Kraftstofftank einbauen. ( 56)
– Steckerverbindung geschlossen
– Steckerverbindung offen
Page 57
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 55
8.87Sitzbank abnehmen
– Schraube 1 entfernen. Die Sitzbank hinten anheben, zurückziehen und dann nach
oben abnehmen.
500080-10
8.88Sitzbank montieren
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Sitzbank vorne an der Bundbüchse vom Kraftstofftank einhängen, hinten absenken
und gleichzeitig nach vorne schieben.
– Sicherstellen, dass die Sitzbank richtig eingerastet ist. – Schraube der Sitzbankbefestigung montieren und festziehen.
Vorgaben
500068-01
Restliche Schrauben Fahrgestell
M6 10 Nm
8.89Kraftstofftank ausbauen x
500065-10
– Sitzbank abnehmen. ( 55)
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden
Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung
aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
– Kraftstoffhahn schließen und Kraftstoffschlauch abziehen. – Schrauben – Schraube 2 mit Bundbüchse entfernen. – Schlauch der Kraftstofftankentlüftung abziehen.
1 mit Bundbüchse entfernen.
500066-10
Page 58
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 56
– Beide Spoiler seitlich von der Kühlerbefestigung 3 ziehen und Kraftstofftank nach
oben abnehmen.
500067-10
8.90Kraftstofftank einbauen x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden
Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung
aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum Kraftstoff tanken
500067-01
beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
500066-11
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Kraftstofftank positionieren und beide Spoiler seitlich an der Kühlerbefestigung
einhängen.
– Sicherstellen, dass keine Kabel bzw. Bowdenzüge eingeklemmt oder beschädigt
werden.
– Schlauch der Kraftstofftankentlüftung aufstecken. – Schraube
1 mit Bundbüchse montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
– Schrauben 2 mit Bundbüchse montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
M6 10 Nm
Fahrgestell
– Kraftstoffschlauch anschließen. – Sitzbank montieren. ( 55)
500065-11
Page 59
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 57
8.91Kühlsystem
Durch die Wasserpumpe 1 im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gegeben. Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im Kühlerverschluss zulässig, ohne dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
120 °C
Kühlflüssigkeit ( 84) Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind. Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
400242-10
8.92Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
2 geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur
– Motorrad senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
-25…-45 °C
> Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
– Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
400243-10
Kühlflüssigkeitsstand Kühlerlamellen.:
A über den
10 mm
> Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit ( 84)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( 84)
– Kühlerverschluss montieren.
8.93Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
Page 60
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 58
– Motorrad senkrecht stellen. – Kühlerverschluss abnehmen. – Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand A über den Kühlerlamellen.:
> Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
– Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
400243-10
Kühlflüssigkeit ( 84)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( 84)
– Kühlerverschluss montieren.
8.94Kühlflüssigkeit ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
– Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
10 mm
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
– Motorrad senkrecht stellen. – Geeignetes Gefäß unter den Wasserpumpendeckel bereitstellen. – Schraube
1 entfernen. Kühlerverschluss 2 abnehmen.
– Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen. – Schraube 1 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Wasserpum-
M6 10 Nm
pendeckel
400242-11
8.95Kühlflüssigkeit einfüllen x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von Kindern halten.
400244-10
– Sicherstellen, dass die Schraube 1 festgezogen ist. – Motorrad senkrecht stellen. – Kühlflüssigkeit bis zum Maß A über den Kühlerlamellen einfüllen.
Vorgaben
10 mm
Kühlflüssigkeit 1,2 l Kühlflüssigkeit ( 84)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig ge-
mischt) ( 84)
– Kühlerverschluss montieren. – Kurze Probefahrt durchführen. – Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( 57)
Page 61
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 59
8.96Enddämpfer ausbauen
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
– Feder 1 aushängen. – Schrauben
400250-10
8.97Enddämpfer einbauen
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Enddämpfer montieren. Schrauben
Vorgaben
Restliche Schrauben Fahrgestell
2 entfernen und Enddämpfer abnehmen.
1 montieren und festziehen.
M6 10 Nm
– Feder 2 einhängen.
400250-11
8.98Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers
Der Enddämpfer ist mit Glasfasergarn gefüllt. Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Dämmstoffes ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus. Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
8.99Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
– Enddämpfer ausbauen. ( 59) – Schrauben der Verschlusskappe 1 entfernen. Verschlusskappe und Außenrohr 2
abnehmen.
0011
– Glasfasergarnfüllung – Teile die wieder verbaut werden, reinigen.
3 vom Innenrohr 4 ziehen.
0022
0044
0033
400256-10
Page 62
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 60
8.100Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
0011
0022
– Glasfasergarnfüllung über das Innenrohr schieben. – Außenrohr über die Glasfasergarnfüllung schieben. – Verschlusskappe in das Außenrohr stecken. Alle Schrauben montieren und
festziehen.
– Enddämpfer einbauen. ( 59)
0044
0033
400256-10
8.101Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln x
– Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen. ( 59) – Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen. ( 60)
8.102Luftfilterkastendeckel ausbauen
– Luftfilterkastendeckel im Bereich A seitlich abziehen und nach vorne abnehmen.
400251-10
8.103Luftfilterkastendeckel einbauen
– Luftfilterkastendeckel im hinteren Bereich A einhängen und im vorderen Bereich
B einrasten.
400251-11
Page 63
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 61
8.104Luftfilter ausbauen x
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
– Motorrad nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
– Luftfilterkastendeckel ausbauen. ( 60) – Luftfilterhaltebügel 1 unten aushängen und zur Seite schwenken. Luftfilter mit
Luftfilterträger abnehmen.
– Luftfilter vom Luftfilterträger abnehmen.
500107-10
8.105Luftfilter einbauen x
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Sauberen Luftfilter auf den Luftfilterträger montieren. – Beide Teile gemeinsam einsetzen, positionieren und mit Luftfilterhaltebügel 1
fixieren.
Info
Wenn der Luftfilter nicht korrekt montiert ist, kann Staub und Schmutz in den Motor gelangen und Schäden verursachen.
500107-10
8.106Luftfilter reinigen x
– Luftfilterkastendeckel einbauen. ( 60)
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
– Luftfilter ausbauen. ( 61) – Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut trocknen lassen.
Reinigungsmittel für Schaumstoff-Luftfilter ( 86)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
– Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter ( 86)
– Luftfilterkasten reinigen. – Vergasermanschette auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren. – Luftfilter einbauen. ( 61)
Page 64
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 62
8.107Grundstellung des Kupplungshebels einstellen
– Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube 1 an die Handgröße
anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der Kupplungshebel vom Lenker. Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert sich der Kupplungshebel dem Lenker. Der Verstellbereich ist begrenzt.
400195-11
8.108Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen. Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
– Schrauben – Deckel – Flüssigkeitsstand kontrollieren.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine Gewalt an. Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
Position bringen.
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
Flüssigkeitsstand unter Behälterober­kante:
4mm
400245-10
– Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Hydrauliköl ( 84)
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
> Flüssigkeitsstand stimmt nicht mit Vorgabe überein.
– Membrane
8.109Flüssigkeit der hydraulischen Kupplung wechseln x
3, Deckel 2 und Schrauben 1 montieren.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
– Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
Position bringen.
– Schrauben – Deckel
400245-10
– Entlüftungsspritze 4 mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Entlüftungsspritze (50329050000) Hydrauliköl ( 84)
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
400246-10
– Am Nehmerzylinder die Entlüftungsschraube 5 entfernen und Entlüftungsspritze 4
montieren.
Page 65
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 63
– Nun so lange die Flüssigkeit in das System drücken, bis sie an der Bohrung 6 des
Geberzylinders blasenfrei austritt.
– Zwischendurch Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter des Geberzylinders absaugen,
um ein Überlaufen zu verhindern.
– Entlüftungsspritze entfernen. Entlüftungsschraube montieren und festziehen. – Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Vorgaben
8.110Vergaser - Leerlauf
400247-10
Flüssigkeitsstand unter Behälterober­kante:
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Membrane, Deckel und Schrauben montieren.
Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen stabilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegt durch Motorvibration erhöhtem Verschleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
4mm
400266-10
8.111Vergaser - Leerlauf einstellen x
400266-10
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Stellschraube
1 eingestellt.
Das Leerlaufgemisch mit der Leerlaufgemisch-Regulierschraube 2 eingestellt.
– Leerlaufgemisch-Regulierschraube 2 bis zum Anschlag eindrehen und auf die
vorgegebene Grundeinstellung drehen. Vorgaben
Leerlaufgemisch-Regulierschraube
offen 1,5 Umdrehungen
Einstellwerkzeug für Gemischregulierschraube (77329034000)
– Motor warmfahren.
Vorgaben
Warmfahrzeit: ≥ 5 min
– Mit der Stellschraube
1 die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Vorgaben
Chokefunktion deaktiviert ( 10) Leerlaufdrehzahl 1.600…1.650 1/min
– Leerlaufgemisch-Regulierschraube
2 langsam im Uhrzeigersinn drehen, bis die
Leerlaufdrehzahl zu sinken beginnt.
–
Stellung merken und die Leerlaufgemisch-Regulierschraube nun langsam gegen den Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
Page 66
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 64
– Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leer­laufdrehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen Arbeitsschritte nochmals durchführen. Der Extremsportfahrer wird von diesem Idealwert ca. 1/4 Umdrehung magerer (im Uhrzeigersinn) einstellen, da sein Motor im Sporteinsatz heißer wird. Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem befriedigendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die Ursache dafür sein. Sollte die Leerlaufgemisch-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht sein und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlaufdüse eingesetzt werden. Die Leerlaufgemisch-Regulierschraube darf maximal zwei Umdrehungen geöffnet sein. Sind mehr als zwei Umdrehungen notwendig (fettes Gemisch), ist eine größere Leerlaufdüse zu verwenden. Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu beginnen.
– Mit der Stellschraube
Vorgaben
Chokefunktion deaktiviert ( 10) Leerlaufdrehzahl 1.600…1.650 1/min
1 die Leerlaufdrehzahl einstellen.
Info
Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.
8.112Schwimmerkammer des Vergasers entleeren x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
– Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
– Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
– Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
– Drehgriff
– Drehgriff
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400201-10 9)
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400200-10 9)
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
Page 67
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 65
– Leiten Sie den Schlauch, der hinter dem Motor nach unten führt in ein geeignetes
Gefäß.
Info
Wasser in der Schwimmerkammer führt zu Funktionsstörungen.
– Öffnen Sie die Schraube 1 (gegen den Uhrzeigersinn drehen) einige Umdrehungen
und lassen Sie den Kraftstoff aus der Schwimmerkammer abfließen.
– Schraube
400239-10
8.113Motorölstand kontrollieren
Info
Der Motorölstand kann bei kaltem und betriebswarmem Motor kontrolliert werden.
– Motorrad senkrecht stellen auf einer waagrechten Fläche.
Bedingungen
Motor ist betriebswarm.
– Motorölstand kontrollieren.
Das Motoröl steht bis zur Schauglas-Oberkante B.
> Wenn das Motoröl nicht bis zur Schauglas-Oberkante reicht:
1 festziehen.
– Motoröl nachfüllen. ( 68)
400212-10
Bedingungen
Motor ist kalt.
– Motorölstand kontrollieren.
Das Motoröl steht bis zur Schauglas-Unterkante
A.
> Wenn das Motoröl nicht bis zur Schauglas-Unterkante reicht:
– Motoröl nachfüllen. ( 68)
400212-10
8.114Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen x
– Motoröl ablassen. ( 65) – Ölfilter ausbauen. ( 66) – Ölfilter einbauen. ( 67) – Motoröl einfüllen. ( 67)
8.115Motoröl ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Page 68
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 66
Info
Das Motoröl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
– Motorrad auf waagrechter Fläche am Seitenständer abstellen. – Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen. – Ölablassschraube – Motoröl vollständig ablaufen lassen. – Ölablassschraube mit Magnet gründlich reinigen. – Dichtfläche am Motor reinigen. – Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Ölablassschraube
400261-10
Vorgaben
Ölablassschraube mit Magnet
– Ölsieb reinigen. ( 66)
8.116Ölsieb reinigen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
1 entfernen.
1 mit Dichtring montieren und festziehen.
M12x1,5 20 Nm
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
– Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen. – Verschlussschraube 1 mit einigen leichten Hammerschlägen entspannen. – Verschlussschraube
1 mit Ölsieb 2 und O-Ringen entfernen.
– Restliches Motoröl ablaufen lassen. – Teile und Dichtfläche gründlich reinigen. – Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Verschlussschraube
1 mit Ölsieb 2 und O-Ringen montieren und festziehen.
Vorgaben
400261-11
Verschlussschraube Öl-
M32x1,5 30 Nm
sieb
8.117Ölfilter ausbauen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
– Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
– Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
Page 69
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 67
– Schrauben 1 entfernen. Ölfilterdeckel mit O-Ring abnehmen.
400262-10
– Ölfiltereinsatz 2 aus dem Ölfiltergehäuse ziehen.
Seegerringzange verkehrt (51012011000)
– Motoröl vollständig ablaufen lassen. – Teile und Dichtfläche gründlich reinigen.
400263-10
8.118Ölfilter einbauen x
– Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren. Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
– Motorrad seitlich legen und Ölfiltergehäuse etwa 1/3 mit Motoröl füllen. – Ölfilter mit Motoröl auffüllen und in das Ölfiltergehäuse stecken.
1 montieren.
400264-10
– O-Ring des Ölfilterdeckels ölen und mit Ölfilterdeckel – Schrauben montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Ölfilterdeckel M6 10 Nm
– Motorrad aufstellen.
8.119Motoröl einfüllen x
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
– Verschraubung 1 am Kupplungsdeckel entfernen und Motoröl einfüllen.
Motoröl 1,35 l Motoröl ( 84)
– Verschraubung
1 montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
400265-10
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren. – Motorölstand kontrollieren. ( 65)
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen.
Page 70
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR 68
8.120Motoröl nachfüllen
Info
Zu wenig Motoröl oder qualitativ minderwertiges Öl führt zu vorzeitigem Verschleiß des Motors.
– Verschraubung 1 am Kupplungsdeckel entfernen und Motoröl einfüllen.
Motoröl ( 84)
– Verschraubung 1 montieren und festziehen.
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit
oder zum Tode führen.
– Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor
400265-10
– Motor starten und auf Dichtheit kontrollieren.
nicht in einem geschlossenen Raum starten oder laufen lassen.
Page 71
FEHLERSUCHE 69
9FEHLERSUCHE
Fehler Mögliche Ursache Massnahme
Motor dreht nicht durch (E-Starter) Batterie entladen – Batterie laden. ( 52)
– Ursache der Entladung feststellen
lassen.
Sicherung durchgeschmolzen – Sicherung ausbauen. ( 53)
– Sicherung einbauen. ( 53)
tiefe Außentemperatur – Im Beipack mitgelieferte Batterie
verwenden.
450 SX-F, 505 SX-F
Batterie 4Ah (YTX5L-BS) ( 78)
Motor dreht durch, springt aber nicht an Bedienungsfehler – Überprüfung durchführen ( 14).
Motorrad war längere Zeit nicht in Betrieb, daher alter Kraftstoff in der Schwimmer­kammer
Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Tankentlüftung überprüfen.
Motor abgesoffen – Zündkerze reinigen und trocknen ggf.
Zündkerze verrußt oder nass – Zündkerze reinigen und trocknen ggf.
Elektrodenabstand der Zündkerze zu groß – Elektrodenabstand einstellen.
Zündkerzenstecker oder Zündkerze defekt
– Schwimmerkammer des Vergasers
entleeren. ( 64)
– Kraftstoffhahn reinigen lassen. – Vergaser reinigen lassen.
erneuern.
erneuern.
Vorgaben
Elektrodenabstand Zündkerze
0,7 mm
Warnung
Verletzungsgefahr Zündanlage
steht unter Hochspannung.
– Teile der Zündanlage nicht
berühren. Arbeiten an der Zündanlage in einer autori­sierten KTM-Fachwerkstätte durchführen lassen.
– Zündkerze ausbauen, Zündkabel ansch-
ließen, Zündkerze an Masse (blanke
Stelle am Motor) halten und starten.
Vorgaben
An der Zündkerze muss ein starker
Funke entstehen.
– Wenn kein Funke entsteht, zuerst die
Zündkerze tauschen.
– Wenn auch jetzt kein Funke entsteht,
den Kerzenstecker vom Zündkabel
lösen, in der angegebenen Distanz von
Masse entfernt halten und starten.
Vorgaben
5mm
– Wenn jetzt ein Funke entsteht, ist der
Zündkerzenstecker zu erneuern.
– Wenn kein Funke entsteht, Zündanlage
überprüfen lassen.
Kurzschlusskabel im Kabelstrang aufge­scheuert, Kurzschlusstaster defekt
Steckerverbinder von CDI-Steuergerät, Impulsgeber oder Zündspule oxydiert.
Wasser im Vergaser bzw. Düsen verstopft – Vergaser reinigen lassen.
Motor hat keinen Leerlauf Leerlaufdüse verstopft – Vergaser reinigen lassen.
Einstellschrauben am Vergaser verdreht – Vergaser einstellen lassen.
– Kabelstrang kontrollieren. (Sichtprü-
fung)
– Elektrische Anlage kontrollieren lassen. – Steckerverbindung reinigen und mit
Kontaktspray behandeln lassen.
Page 72
FEHLERSUCHE 70
Fehler Mögliche Ursache Massnahme
Motor hat keinen Leerlauf Zündkerze defekt – Zündkerze wechseln.
Zündanlage defekt – Zündanlage kontrollieren lassen.
Motor dreht nicht hoch Vergaser läuft über, weil Schwimmernadel
verschmutzt oder abgenützt ist. lockere Vergaserdüsen – Vergaser kontrollieren lassen. elektronische Zündverstellung defekt – Zündanlage kontrollieren lassen.
Motor hat zu wenig Leistung Kraftstoffzufuhr unterbrochen – Tankentlüftung überprüfen.
Luftfilter stark verschmutzt – Luftfilter reinigen. ( 61) Auspuffanlage undicht, deformiert oder zu
wenig Glasfasergarnfüllung im Enddämp­fer.
Ventilspiel zu gering – Ventilspiel einstellen lassen. elektronische Zündverstellung defekt – Zündanlage kontrollieren lassen.
Motor setzt aus oder patscht in den Vergaser.
Motor wird übermäßig heiß zu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsystem – Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren
hoher Ölverbrauch Schlauch der Motorentlüftung geknickt – Entlüftungsschlauch knickfrei verlegen
Batterie entladen Batterie wird vom Generator nicht geladen – Elektrische Anlage kontrollieren lassen.
Kraftstoffmangel – Kraftstoffsystem und Vergaser reinigen
Motor saugt Falschluft an – Gummimuffe und Vergaser auf festen
zu wenig Fahrtwind – Motor im Stand abstellen. Kühlerlamellen stark verschmutzt – Kühlerlamellen reinigen. Schaumbildung im Kühlsystem – Kühlflüssigkeit ablassen. ( 58)
geknickter Kühlerschlauch – Kühlerschlauch erneuern lassen.
Motorölstand zu hoch – Motorölstand kontrollieren. ( 65) zu dünnflüssiges Motoröl (Viskosität) – Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb
– Vergaser kontrollieren lassen.
– Kraftstoffhahn reinigen lassen. – Vergaser reinigen lassen.
– Auspuffanlage auf Beschädigungen
kontrollieren.
– Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers
wechseln. ( 60)
und kontrollieren lassen.
Sitz kontrollieren.
lassen.
– Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren.
(57)
– Kühlflüssigkeit einfüllen. ( 58)
ggf. erneuern.
reinigen. ( 65)
Page 73
REINIGUNG 71
10REINIGUNG
10.1
Motorrad reinigen
Hinweis
Materialschaden Beschädigung und Zerstörung von Bauteilen durch Hochdruckreiniger.
– Reinigen Sie das Motorrad nie mit einem Hochdruckreiniger oder einem starken Wasserstrahl. Der zu hohe Druck kann in elektrische
Bauteile, Steckverbinder, Bowdenzüge, Lager usw. eindringen und Störungen verursachen bzw. zur Zerstörung dieser Teile führen.
Warnung
Umweltgefährdung Problemstoffe verursachen Umweltschäden.
– Öle, Fette, Filter, Kraftstoffe, Reinigungsmittel, Bremsflüssigkeit, Batterien usw. ordnungsgemäß laut geltenden Vorschriften
entsorgen.
Info
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten. Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
– Vor jeder Reinigung muss die Auspuffanlage verschlossen werden um das Eindringen von Wasser zu verhindern. – Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen. – Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger ( 86)
Info
Verwenden Sie warmes Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm.
– Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es gut trocknen. – Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. ( 64)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
– Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
– Fahren Sie nach der Reinigung ein kurzes Stück, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und betätigen Sie dabei auch
die Bremsen.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
– Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann. – Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten. – Kette reinigen. ( 34) – Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit Korrosionsschutzmittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff ( 86)
– Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke ( 87)
– Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behandeln.
Kontaktspray ( 87)
Page 74
LAGERUNG 72
11LAGERUNG
Lagerung
11.1
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
– Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen.
Info
Prüfen Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen oder Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden. So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
– Motorrad reinigen. ( 71) – Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen. ( 65) – Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. ( 57) – Zündkerze entfernen und durch das Kerzenloch Motoröl in den Zylinder füllen.
Vorgaben
5cm³
– Startermotor betätigen um das Motoröl an der Zylinderwand zu verteilen.
Vorgaben
5s
– Zündkerze wieder montieren. – Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen. – Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. ( 64) – Reifenluftdruck kontrollieren. ( 51) – Batterie ausbauen. ( 51) – Batterie laden. ( 52)
Vorgaben
Lagertemperatur der Batterie ohne direkte Sonneneinstrahlung: 0…35 °C
– Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen. – Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten
keinesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Info
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend warm wird, kondensiert der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff zum Rosten.
Page 75
TECHNISCHE DATEN - MOTOR 73
12TECHNISCHEDATEN -MOTOR
Bauart 1-Zylinder 4-Takt Otto-Motor, flüssigkeitsgekühlt Hubraum (450 SX-F, 450 XC-F) 449,3 cm³ Hubraum (505 SX-F, 505 XC-F) 477,5 cm³ Hub 60,8 mm Bohrung (450 SX-F, 450 XC-F) 97 mm Bohrung (505 SX-F, 505 XC-F) 100 mm Verdichtung 12,5:1 Leerlaufdrehzahl 1.600…1.650 1/min Steuerung 4 Ventile über Schlepphebel und 2 Nockenwellen gesteuert,
Antrieb über Stirnradpaar und Zahnkette Ventildurchmesser Einlass 40,4 mm Ventildurchmesser Auslass 31,7 mm Ventilspiel kalt Einlass 0,07…0,13 mm Ventilspiel kalt Auslass 0,12…0,18 mm Kurbelwellenlagerung 2 Zylinderrollenlager Pleuellager Nadellager Kolbenbolzenlager (450 SX-F, 450 XC-F) Bronzebuchse Kolbenbolzenlager (505 SX-F, 505 XC-F) keine Lagerbuchse - DLC beschichteter Kolbenbolzen Kolben Leichtmetall geschmiedet Kolbenringe 1 Kompressionsring, 1 Ölabstreifring Motorschmierung Druckumlaufschmierung mit 3 Rotorpumpen Primärübersetzung 29:74 Getriebeübersetzung Getriebeübersetzung (450 SX-F, 505 SX-F)
1. Gang 17:32
2. Gang 19:30
3. Gang 21:28
4. Gang 23:26
Getriebeübersetzung (450 XC-F, 505 XC-F)
1. Gang 16:34
2. Gang 19:31
3. Gang 20:26
4. Gang 23:25
5. Gang 26:24
Generator Leistung
6.000 1/min 42 W
Zündanlage kontaktlos gesteuerte vollelektonische Zündanlage mit digitaler
Zündverstellung, Typ Kokusan Zündkerze NGK CR 9 EKB Elektrodenabstand Zündkerze 0,7 mm Kühlung Flüssigkeitskühlung, permanente Umwälzung der Kühlflüssigkeit
durch Wasserpumpe Starthilfe E-Starter
Page 76
TECHNISCHE DATEN - MOTOR 74
12.1Füllmenge - Motoröl
Motoröl 1,35 l Motoröl ( 84)
12.2Füllmenge - Kühlflüssigkeit
Kühlflüssigkeit 1,2 l Kühlflüssigkeit ( 84)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) ( 84)
Page 77
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR 75
13TECHNISCHEDATEN -ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
Düse Motorgehäuseentlüftung M4 Loctite®243™ (86) Öldüse zur Kolbenkühlung M4 4 Nm Loctite®243™ (86)
®
Öldüse zur Schlepphebel-
M4 6 Nm Loctite
schmierung Öldüse zur Ölversorgung Kupp-
M5x1 6 Nm Loctite
lung Schraube Arretierhebel M5 6 Nm Loctite Schraube Halteblech Nocken-
M5 6 Nm Loctite®243™ (86)
wellenlager Schraube Halteblech Steuer-
M5 6 Nm Loctite
triebachse Schraube Impulsgeber M5 6 Nm Loctite Schraube Impulsgeberadapter M5 6 Nm Loctite®243™ (86) Schraube Kabelhalter Stator M5 6 Nm Loctite Schraube Lagerbolzen Ölpum-
M5 6 Nm Loctite®243™ (86)
penzwischenrad Schraube Lagersicherung M5 6 Nm Loctite Schraube Ölpumpendeckel M5 6 Nm Loctite Schraube Statorbefestigung M5 6 Nm Loctite Öldüse Steuerkettenspanner M6x0,6 6 Nm Loctite Mutter Wasserpumpenrad M6 6 Nm Loctite®243™ (86) Mutter Zylinderkopf M6 10 Nm Motoröl (beliebig) ( 87) Schraube Auspuffflansch M6 10 Nm Loctite Schraube Startermotor M6 10 Nm – Schraube Kabelhalter Impuls-
M6 10 Nm Loctite®243™ (86)
geber Schraube Kupplungsdeckel M6 10 Nm – Schraube Kupplungsfeder M6 10 Nm – Schraube Kupplungsnehmerzy-
M6 10 Nm –
linder Schraube Motorgehäuse M6 10 Nm – Schraube Ölfilterdeckel M6 10 Nm – Schraube Ölpumpengehäuse M6 10 Nm Loctite Schraube Schaltarretierung M6 10 Nm Loctite Schraube Schalthebel M6 10 Nm Loctite Schraube Ventildeckel M6 8 Nm – Schraube Wasserpumpende-
M6 10 Nm –
ckel Schraube Zündungsdeckel M6 10 Nm – Stiftschraube Zylinderkopf M6 10 Nm – Schraube Kupplungsdeckel M7x1 14 Nm – Schraube Motorgehäuse M7x1 14 Nm – Schraube Nockenwellenlager-
M7x1 14 Nm Motoröl (beliebig) ( 87)
brücke Verschlussschraube Kurbelwel-
M8 20 Nm –
lenfixierung Schraube Entriegelung für
M10x1 10 Nm –
Steuerkettenspanner Schraube Nockenwellenzahn-
M10x1 50 Nm Motoröl (beliebig) ( 87)
rad Schraube Zündungsrotor M10x1 80 Nm Motoröl (beliebig) ( 87) Verschlussschraube Ölkanal M10x1 10 Nm – Verschlussschraube Schlepp-
M10x1 10 Nm –
hebelachse
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
Page 78
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR 76
Mutter Zylinderkopf M10x1,25 Anzugsreihenfolge:
Motoröl (beliebig) ( 87)
Diagonal anziehen.
1. Anzugsstufe
10 Nm
2. Anzugsstufe
30 Nm
3. Anzugsstufe
50° Stiftschraube Zylinderkopf M10x1,25 20 Nm – Schraube Kettenritzel M10 60 Nm Loctite®243™ (86) Zündkerze M10 10…12 Nm – Einschraubstutzen Kupplungs-
M12x1,5 20 Nm –
deckel Ölablassschraube mit Magnet M12x1,5 20 Nm – Achse Führungsschiene für
M14x1 15 Nm –
Steuerkette Achse Spannschiene für Steu-
M14x1 15 Nm –
erkette Mutter Ausgleichszahnrad M14x1 20 Nm Loctite Ölansaugrohr M14x1 15 Nm Loctite Verschlussschraube Überdruck-
M14x1,5 18 Nm –
®
243™ (86)
®
243™ (86)
ventil Mutter Kupplungsmitnehmer M18x1,5 80 Nm Loctite Verschlussschraube Steuerket-
M24x1,5 25 Nm –
®
243™ (86)
tenspanner Mutter Freilaufnabe M27x1 80 Nm Loctite Mutter Primärrad M27x1 80 Nm Loctite
®
243™ (86)
®
243™ (86)
Verschlussschraube Ölsieb M32x1,5 30 Nm –
Page 79
TECHNISCHE DATEN - VERGASER 77
14TECHNISCHEDATEN -VERGASER
Vergasertyp KEIHIN FCR-MX 41 Vergaserkennnummer (450 SX-F, 450 XC-F) 4125I Vergaserkennnummer (505 SX-F, 505 XC-F) 4125J Nadelposition (450 SX-F, 450 XC-F) 4. Position von oben Nadelposition (505 SX-F, 505 XC-F) 5. Position von oben Leerlaufgemisch-Regulierschraube
offen 1,5 Umdrehungen Anschlag Pumpenmembran 2,15 mm Heissstartknopf
Bohrungsdurchmesser im Vergaserkörper 2,5 mm Hauptdüse 185 Düsennadel (450 SX-F, 450 XC-F) OBDTR Düsennadel (505 SX-F, 505 XC-F) OBDTP Leerlaufdüse 42 Hauptluftdüse 200 Leerlaufluftdüse 100 Kaltstartdüse 85 Schieber 15
Page 80
TECHNISCHE DATEN - FAHRGESTELL 78
15TECHNISCHEDATEN -FAHRGESTELL
Rahmen Zentralrohrrahmen aus Chrom-Molybdän-Stahlrohren Gabel WP 4860 MXMA CC Federweg
vorne 300 mm
hinten 335 mm Gabelversatz
Markierung vorne 18 mm
Markierung hinten 20 mm Federbein WP PDS 5018 DCC Bremsanlage Scheibenbremsen, Bremszangen schwimmend gelagert Bremsscheiben Durchmesser
vorne 260 mm
hinten 220 mm Bremsscheiben Verschleißgrenze
vorne 2,5 mm
hinten 3,5 mm Reifenluftdruck Gelände
vorne 1 bar
hinten 1 bar Übersetzung Hinterrad 14:52 Kette 5/8 x 1/4" Lieferbare Kettenräder 38, 40, 42, 45, 48, 49, 50, 51, 52 Steuerkopfwinkel 63,5° Radstand 1.465…1.485 mm Sitzhöhe unbelastet 925 mm Bodenfreiheit unbelastet 380 mm Gewicht ohne Kraftstoff (450 SX-F, 505 SX-F) 104,6 kg Gewicht ohne Kraftstoff (450 XC-F, 505 XC-F) 108,3 kg Höchstzulässige Achslast vorne 145 kg Höchstzulässige Achslast hinten 190 kg Höchstzulässiges Gesamtgewicht 335 kg
Batterie 3Ah (450 SX-F, 505 SX-F) YTX4L-BS Batterie-Spannung: 12 V
Nennkapazität: 3 Ah wartungsfrei
Batterie 4Ah YTX5L-BS Batterie-Spannung: 12 V
Nennkapazität: 4 Ah wartungsfrei
Gültigkeit Bereifung vorne Bereifung hinten
(450 SX-F, 505 SX-F) 80/100 - 21 51 M TT Bridgestone M59 110/90 - 19 62 M TT Bridgestone M70 (450 XC-F, 505 XC-F) 80/100 - 21 51 M TT Bridgestone M59 110/100 - 18 64 M TT Bridgestone M402
15.1Füllmenge - Kraftstoff
Tankinhalt 8,2 l (450 SX-F, 505 SX-F)
9,2 l (450 XC-F, 505 XC-F)
Superkraftstoff bleifrei ( 84) Superkraftstoff bleifrei ( 84)
Page 81
TECHNISCHE DATEN - GABEL 79
16TECHNISCHEDATEN -GABEL
Gabelartikelnummer (450 SX-F, 505 SX-F) 14.18.7D.05 Gabelartikelnummer (450 XC-F, 505 XC-F) 14.18.7D.29 Gabel WP 4860 MXMA CC Druckstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 16 Klicks
Standard 14 Klicks
Sport 12 Klicks Druckstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 20 Klicks Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 22 Klicks
Standard 21 Klicks
Sport 21 Klicks Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 21 Klicks Federlänge mit Vorspannbuchse(n) (450 SX-F, 505 SX-F) 492 mm Federlänge mit Vorspannbuchse(n) (450 XC-F, 505 XC-F) 497 mm Federrate (450 SX-F, 505 SX-F)
Gewicht Fahrer: 65…75 kg 4,6 N/mm
Gewicht Fahrer: 75…85 kg 4,8 N/mm
Gewicht Fahrer: 85…95 kg 5 N/mm Federrate (450 XC-F, 505 XC-F)
Gewicht Fahrer: 65…75 kg 4,4 N/mm
Gewicht Fahrer: 75…85 kg 4,6 N/mm
Gewicht Fahrer: 85…95 kg 4,8 N/mm Gasdruck 1,2 bar Gabellänge 940 mm
16.1Füllmenge - Gabelöl
Ölmenge / Cartridge 195 ml Gabelöl ( 85) Ölmenge / Gabelholm ohne
385 ml Gabelöl ( 85) Cartridge (450 SX-F, 505 SX-F)
Ölmenge / Gabelholm ohne
375 ml Gabelöl ( 85) Cartridge (450 XC-F, 505 XC-F)
Page 82
TECHNISCHE DATEN - FEDERBEIN 80
17TECHNISCHEDATEN -FEDERBEIN
Federbeinartikelnummer (450 SX-F, 505 SX-F) 12.18.7D.05 Federbeinartikelnummer (450 XC-F, 505 XC-F) 12.18.7D.29 Federbein WP PDS 5018 DCC Druckstufendämpfung Low Speed (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 16 Klicks Standard 14 Klicks Sport 12 Klicks
Druckstufendämpfung Low Speed (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 15 Klicks
Druckstufendämpfung High Speed (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 1 Umdrehung Standard 1 Umdrehung Sport 3/4 Umdrehung
Druckstufendämpfung High Speed (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 1 Umdrehung
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort 25 Klicks Standard 23 Klicks Sport 22 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard 23 Klicks Federvorspannung 7 mm Federrate
Gewicht Fahrer: 65…75 kg 66 N/mm
Gewicht Fahrer: 75…85 kg 69 N/mm
Gewicht Fahrer: 85…95 kg 72 N/mm Federlänge 250 mm Gasdruck 10 bar Statischer Durchhang 33 mm Fahrtdurchhang (450 SX-F, 505 SX-F) 107 mm Fahrtdurchhang (450 XC-F, 505 XC-F) 110 mm Einbaulänge 411 mm
Page 83
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL 81
18TECHNISCHEDATEN -ANZUGSDREHMOMENTE FAHRGESTELL
Speichennippel Vorderrad M4,5 5 Nm – Speichennippel Hinterrad M5 5 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M6 15 Nm – Restliche Schrauben Fahrge-
stell Schraube Bremsscheibe hinten M6 14 Nm – Schraube Bremsscheibe vorne M6 14 Nm – Schraube Einstellring Feder-
bein Schraube Kugelgelenk Druck-
stange am Fußbremszylinder Mutter Kettenradschraube M8 35 Nm Loctite Mutter Reifenhalter M8 10 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M8 30 Nm – Restliche Schrauben Fahrge-
stell Schraube Bremszange vorne M8 25 Nm Loctite Schraube Gabelbrücke oben M8 17 Nm – Schraube Gabelbrücke unten M8 12 Nm – Schraube Gabelfaust M8 15 Nm – Schraube Gabelschaftrohr oben M8 17 Nm Loctite Schraube Lenkerklemmbrücke M8 20 Nm – Schraube Motorstreben M8 33 Nm – Schraube Rahmenausleger M8 35 Nm Loctite Schraube Seitenständerbefesti-
gung Motortragschraube M10 60 Nm – Restliche Muttern Fahrgestell M10 50 Nm – Restliche Schrauben Fahrge-
stell Schraube Lenkeraufnahme M10 40 Nm Loctite Mutter Sitzbankbefestigung M12x1 20 Nm – Schraube Federbein oben M12 80 Nm Loctite®243™ (86) Schraube Federbein unten M12 80 Nm Loctite Mutter Schwingarmbolzen M16x1,5 100 Nm – Einschraubstutzen Kühlsystem M20x1,5 12 Nm Loctite Mutter Steckachse hinten M20x1,5 80 Nm – Schraube Steuerkopf oben M20x1,5 10 Nm – Schraube Steuerkopf unten M20x1,5 60 Nm Loctite Schraube Steckachse vorne M24x1,5 40 Nm –
M6 10 Nm –
M6 5 Nm –
M6 10 Nm –
®
243™ (86)
M8 25 Nm –
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
M8 40 Nm Loctite®243™ (86)
M10 45 Nm –
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
®
243™ (86)
Page 84
SCHALTPLAN 82
19SCHALTPLAN
Schaltplan
19.1
b l
kca
0033
00bmbm
yellow-black
0099
nworb
b ul
e
-
w h ti
e
blue-white
brown
yellow-black
red
green
blue
yellow
black
der
eerg n
0044
blue
yellow
black
00bkbk
red-white
white
grey-black
grey
00blbl
m a
i
n h
ah IDC
a r
n e s s
7 ssenr
377
.37
1. 1
.93
0
0.
3
7 5
0. 0
000.2
0
0022
G
yellow
yellow
w ih
et
red-white
black-white
worb
kcalb
n
w­tih
e
tihw-
e
0055
IDC
h a r
n e
trats - ss
h a r
n e
ss
0066
brown
black
black
red-white
red-white
black-white
M
A
00770088
1 0
0011
U
400277-10
Page 85
SCHALTPLAN 83
1 Batterie 2 Generator 3 Zündspule 4 Impulsgeber 5 Spannungsregler/Gleichrichter 6 Starterknopf 7 Startrelais 8 Startermotor 9 Kurzschlusstaster 10 Drosselklappensensor TPS 11 Steckerverbindung Zündkurve 12 CDI-Steuergerät
Page 86
BETRIEBSSTOFFE 84
20BETRIEBSSTOFFE
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 95)
nach
– DIN EN 228 (ROZ 95)
Superkraftstoff bleifrei (ROZ 98)
nach
– DIN EN 228 (ROZ 98)
Bremsflüssigkeit DOT 5.1
nach
– DOT
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Bremsflüssigkeit welche der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die
entsprechenden Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Brake Fluid DOT 5.1
Kühlflüssigkeit
Vorgabe
– Nur geeignetes Kühlmittel verwenden (auch in Ländern mit hohen Temperaturen). Bei minderwertigen Frostschutzmitteln kann es
zu Korrosion und Schaumbildung kommen. KTM empfiehlt Motorex
Mischungsverhältnis
Gefrierschutz: -25…-45 °C 50 % Korrosions-/Frostschutzmittel
50 % destilliertes Wasser
®
Produkte.
®
Produkte.
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt)
Gefrierschutz: -40 °C
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Anti Freeze
Hydrauliköl (15)
nach
– ISO VG (15)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Hydrauliköl welches der angegebenen Norm entspricht (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzt. KTM empfiehlt Motorex
®
Produkte.
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Hydraulic Fluid 75
Motoröl (SAE 10W/50)
nach
– JASO T903 MA – SAE (SAE 10W/50)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Motoröle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die
entsprechenden Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex
®
Produkte.
vollsynthetisches Motoröl
Lieferant
Motorex
– Motorex®Cross Power 4T
Page 87
BETRIEBSSTOFFE 85
Gabelöl (SAE 5)
nach
– SAE (SAE 5)
Vorgabe
– Verwenden Sie nur Öle welche den angegebenen Normen entsprechen (siehe Angaben auf dem Behälter) und die entsprechenden
Eigenschaften besitzen. KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Racing Fork Oil
®
Produkte.
Page 88
HILFSSTOFFE 86
21HILFSSTOFFE
Loctite®243™
Universal Ölspray
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Joker 440 Universal
Langzeitfett
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Long Therm 2000
Kettenreinigungsmittel
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Chain Clean 611
®
Produkte.
®
Produkte.
Kettenspray Offroad
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Chain Lube 622
®
Produkte.
Reinigungsmittel für Schaumstoff-Luftfilter
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Twin Air Dirt Bio Remover
Öl für Schaumstoff-Luftfilter
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Twin Air Liquid Power
®
Produkte.
Motorradreiniger
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex®Produkte.
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Moto Clean 900
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Protect & Shine 645
®
Produkte.
Page 89
HILFSSTOFFE 87
Hochglanz-Politur für Lacke
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Moto Polish
Kontaktspray
Vorgabe – KTM empfiehlt Motorex
Lieferant
Motorex
– Motorex
®
Accu Contact
Motoröl (beliebig)
®
Produkte.
®
Produkte.
Page 90
INDEXVERZEICHNIS 88
INDEXVERZEICHNIS
A
Abbremsen .................................. 15
Anfahren .................................... 15
Anhalten, Parken ..............................16
B Batterie
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
laden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 52
Bremsbeläge der Hinterradbremse
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 46
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
Bremsbeläge der Vorderradbremse
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43
Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Bremsscheiben
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39
Bremszangen .................................39
C
Choke .....................................10
D Druckstufendämpfung
der Gabel einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Druckstufendämpfung High Speed
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Druckstufendämpfung Low Speed
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
E Enddämpfer
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Glasfasergarnfüllung ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 59
Glasfasergarnfüllung einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
Glasfasergarnfüllung wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
E-Starterknopf .................................8
F
Fahrgestellnummer ..............................7
Fahrtdurchhang
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Fahrwerksgrundeinstellung
zum Fahrergewicht kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
Federbein
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
Fahrtdurchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
statischen Durchhang kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . 22
Federvorspannung
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 23
Frostschutz
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Fußbremshebel ................................ 11
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 44
G
Gabel
Grundeinstellung kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
Gabelbeine
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 29
entlüften . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Gabelschutz
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
Gabelversatz ................................. 28
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
Gasbowdenzugspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Gasbowdenzugverlegung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
H
Handbremshebel ................................ 8
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Leerweg kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40
Heissstarthebel ................................ 8
Hinterrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 49
I
Inbetriebnahme
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . 12
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . 14
K
Kaltstarthilfe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Choke
Kette
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34
Kettenführung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38-39
Kettenrad / Kettenritzel
auf Verschleiß kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kettenspannung
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 35
Kettenverschleiß
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36
Kotflügel vorne
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Kraftstoffhahn .................................9
Page 91
INDEXVERZEICHNIS 89
Kraftstofftank
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 56
Kühlflüssigkeit
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 58
Kühlflüssigkeitsstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 57
Kühlsystem .................................. 57
Kupplung
Flüssigkeit wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Flüssigkeitsstand kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Kupplungshebel ................................ 8
Grundstellung einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
Kurzschlusstaster ............................... 8
L
Lagerung .................................... 72
Lenkerposition ................................ 33
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 33
Luftfilter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 61
Luftfilterkastendeckel
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 60
M Motor
einfahren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13
Motornummer ..................................7
Motoröl
ablassen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
einfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
nachfüllen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 68
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Motorölstand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Motorrad
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 71
O Ölfilter
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
wechseln . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65
Ölsieb
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 65-66
P
Plug-in-Ständer ...............................11
R Reifenluftdruck
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Reifenzustand
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
S
Schalten, Fahren ...............................15
Seitenständer ................................. 11
Sicherung
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
Sitzbank
abnehmen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
montieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 55
Speichenspannung
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
Startnummerntafel
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32
Startvorgang ................................. 14
Staubmanschetten
reinigen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26
Steuerkopflager
schmieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
Steuerkopflagerspiel
einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
kontrollieren . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27
T
Tanken
Kraftstoff . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
Tankverschluss
öffnen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9
schließen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10
Typenschild ...................................7
U
Untere Gabelbrücke
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
V
Vergaser
Leerlauf . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Leerlauf einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
Schwimmerkammer entleeren . . . . . . . . . . . . . . . . . . 64
Vorderrad
ausbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 47
einbauen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
Z
Zugstufendämpfung
der Gabel einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
des Federbeins einstellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 22
Zündkurve ................................... 54
ändern . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Steckerverbindung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 54
Page 92
*3211227de*
3211227de
KTM-Sportmotorcycle AG
http://www.ktm.com
6/2007
Foto Mitterbauer
Loading...