Wir möchten Sie recht herzlich zu Ihrer Entscheidung für ein KTM Motorrad beglückwünschen. Sie sind nun Besitzer eines modernen
sportlichen Motorrades, das Ihnen bestimmt viel Freude bereiten wird, wenn Sie es entsprechend warten und pflegen.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Fahren!
Bitte tragen Sie unten die Seriennummern Ihres Fahrzeuges ein.
Fahrgestellnummer (7)Händlerstempel
Motornummer (7)
Die Bedienungsanleitung entsprach zum Zeitpunkt der Drucklegung dem neuesten Stand dieser Baureihe. Kleine Abweichungen, die
sich aus der konstruktiven Weiterentwicklung der Motorräder ergeben, sind jedoch nie ganz auszuschließen. Die Bedienungsanleitung
ist ein wichtiger Bestandteil des Motorrades und muss beim Weiterverkauf an den neuen Eigentümer übergeben werden.
Alle enthaltenen Angaben sind unverbindlich. Die KTM-Sportmotorcycle AG behält sich insbesondere das Recht vor, technische
Angaben, Preise, Farben, Formen, Materialien, Dienst- und Serviceleistungen, Konstruktionen, Ausstattungen und ähnliches ohne
vorheriger Ankündigung und ohne Angabe von Gründen zu ändern bzw. ersatzlos zu streichen, sie an lokale Gegebenheiten anzupassen
sowie die Fertigung eines bestimmten Modells ohne vorherige Ankündigung einzustellen. KTM übernimmt keine Haftung für
Liefermöglichkeiten, Abweichungen von Abbildungen und Beschreibungen sowie Druckfehler und Irrtümer. Die abgebildeten Modelle
enthalten zum Teil Sonderausstattungen, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören.
ISO 9001(12 100 6061)
Im Sinne der internationalen Qualitätsmanagement-Norm ISO 9001 wendet KTM Qualitätssicherungsprozesse an, die zu
höchstmöglicher Produktqualität führen.
Ausgestellt durch: TÜV Management Service
KTM-Sportmotorcycle AG
5230 Mattighofen, Österreich
Nachfolgend wird die Verwendung von bestimmten Symbolen erklärt.
Kennzeichnet eine erwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion)
Kennzeichnet eine unerwartete Reaktion (z.B. eines Arbeitsschrittes oder einer Funktion)
Alle Arbeiten, die mit diesem Symbol gekennzeichnet sind, erfordern Fachkenntnisse und technisches Verständnis.
Lassen sie diese Arbeiten, im Interesse ihrer eigenen Sicherheit, in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte
durchführen! Dort wird ihr Motorrad von speziell geschulten Fachkräften mit dem erforderlichen Spezialwerkzeug
optimal gewartet.
Kennzeichnet einen Seitenverweis (Mehr Informationen sind auf der angegebenen Seite nachzulesen)
Benutzte Formatierungen
Nachfolgend werden die verwendeten Schriftformatierungen erklärt.
OriginalbezeichnungKennzeichnet eine Originalbezeichnung
®
Name
Marke™Kennzeichnet einen Marke im Warenverkehr
Kennzeichnet einen geschützten Namen
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WICHTIGE HINWEISE5
2WICHTIGEHINWEISE
Einsatzdefinition
KTM Sportmotorräder sind so konzipiert und konstruiert, dass sie gängigen Beanspruchungen bei regulärem Wettbewerbseinsatz standhalten. Die Motorräder entsprechen den derzeit gültigen Reglements und Kategorien der obersten internationalen Motorsportverbände.
Wartung
Voraussetzung für den fehlerfreien Betrieb und die Vermeidung von vorzeitigem Verschleiß sind die Einhaltung der in der Bedienungsanleitung genannten Wartungs-, Pflege-, und Abstimmungsarbeiten von Motor und Fahrwerk. Schlechte Fahrwerksabstimmung kann
Beschädigungen und Brüche an Fahrwerkskomponenten hervorrufen.
Die Benutzung der Motorräder bei extremen Einsatzbedingungen, z.B. stark schlammiges und feuchtes Gelände, kann zu
überdurchschnittlichem Verschleiß von Komponenten wie etwa Antriebsstrang oder Bremsen führen. Demzufolge kann eine Wartung
bzw. der Austausch von Verschleißteilen bereits vor Erreichen der Verschleißgrenze laut Schmier- und Wartungstabelle notwendig sein.
Bitte beachten Sie unbedingt die vorgeschriebenen Einfahrzeiten, Inspektions- und Wartungsintervalle. Deren genaue Einhaltung trägt
wesentlich zur Erhöhung der Lebensdauer Ihres Motorrades bei.
Garantie
Die in der Schmier- und Wartungstabelle vorgeschriebenen Servicearbeiten müssen unbedingt in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte
durchgeführt und im Serviceheft bestätigt werden, da sonst jeglicher Garantieanspruch verloren geht. Bei Schäden und Folgeschäden,
die durch Manipulationen und Umbauten am Motorrad verursacht wurden, kann keine Gewährleistung beansprucht werden.
Betriebsmittel
Es sind die in der Bedienungsanleitung genannten Kraft- und Schmierstoffe bzw. Betriebsstoffe gemäß Spezifikation zu verwenden.
Ersatzteile, Zubehör
Verwenden Sie zu Ihrer eigenen Sicherheit nur Ersatzteile und Zubehörprodukte, die von KTM freigegeben sind. Für andere Produkte
und daraus entstandene Schäden übernimmt KTM keine Haftung.
Transport
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Bestimmte Bauteile (Motor, Kühler und Auspuffanlage) werden beim Betrieb sehr heiß.
–Motorrad nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen.
(450 XC-F, 505 XC-F)
–Drehgriff
(450 SX-F, 505 SX-F)
–Drehgriff
–Motorrad mit Spannbändern oder anderen geeigneten Befestigungsvorrichtungen gegen Umfallen und Wegrollen sichern.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400201-109)
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400200-109)
Umwelt
Offroad-Motorradfahren ist ein wunderbarer Sport und wir hoffen natürlich, dass Sie ihn in vollen Zügen genießen können. Jedoch –
er birgt Potential für Probleme mit der Umwelt wie auch für Konflikte mit anderen Personen. Ein verantwortungsvoller Umgang mit
dem Motorrad sorgt aber dafür, dass diese Probleme und Konflikte nicht auftauchen müssen. Um die Zukunft des Motorradsports zu
sichern, versichern Sie sich, dass Sie das Motorrad im Rahmen der Legalität benutzen, zeigen Sie Umweltbewusstsein und respektieren
Sie die Rechte anderer.
Warnhinweise
Beachten Sie in Ihrem eigenen Interesse die angegebenen Warnhinweise.
Info
An Ihrem Motorrad sind verschiedene Warnhinweisaufkleber angebracht. Entfernen Sie keine Warnhinweisaufkleber. Fehlen
diese, können Sie oder andere Personen Gefahren nicht erkennen und sich deshalb verletzen.
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WICHTIGE HINWEISE6
Gefahrengrade
Gefahr
Gefahr, die unmittelbar und mit Sicherheit zu schweren, bleibenden Verletzungen oder zum Tod führt.
Warnung
Gefahr die wahrscheinlich zu schweren, bleibenden Verletzungen oder zum Tod führt.
Hinweis
Gefahr von erheblichen Maschinen- oder Materialschäden.
Warnung
Gefahr von Umweltschäden.
Bedienungsanleitung
–Lesen Sie diese Bedienungsanleitung genau und vollständig, bevor Sie die erste Ausfahrt unternehmen. Sie enthält viele
Informationen und Tipps, die Ihnen die Bedienung und Handhabung Ihres Motorrades erleichtern werden. Nur so erfahren Sie,
wie Sie das Motorrad am Besten für sich abstimmen und wie Sie sich vor Verletzungen schützen können. Außerdem enthält diese
Bedienungsanleitung wichtige Informationen über die Wartung des Motorrades.
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LAGE DER SERIENNUMMERN7
3LAGEDERSERIENNUMMERN
Fahrgestellnummer
3.1
Die Fahrgestellnummer 1 ist auf der rechten Seite des Steuerkopfrohres eingeprägt.
400193-10
3.2Typenschild
Das Typenschild 1 ist auf dem Steuerkopf vorn angebracht.
3.3Motornummer
3.4Gabelartikelnummer
400284-10
Die Motornummer 1 ist an der linken Motorseite unterhalb des Kettenritzels eingeprägt.
400194-10
Die Gabelartikelnummer 1 ist auf der Innenseite der Gabelfaust eingeprägt.
3.5Federbeinartikelnummer
500082-10
Die Federbeinartikelnummer 1 ist am Federbeinoberteil über dem Einstellring zur
Motorseite hin eingeprägt.
500083-10
Page 10
BEDIENUNGSELEMENTE8
4BEDIENUNGSELEMENTE
Kupplungshebel
4.1
Der Kupplungshebel 1 ist am Lenker links angebracht.
Die Kupplung wird hydraulisch betätigt und stellt sich automatisch nach.
400195-10
4.2Heissstarthebel
Der Heissstarthebel 1 ist am Lenker links angebracht.
Wenn man den Heissstarthebel während des Startvorgangs zum Lenker zieht, wird im
Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die der Motor zusätzlich Luft ansaugen kann.
Dadurch ergibt sich ein mageres Kraftstoff-Luftgemisch, wie es beim Heissstart benötigt
wird.
Mögliche Zustände
–Heissstarthebel in der Grundstellung
–Heissstarthebel gezogen
4.3Handbremshebel
4.4Kurzschlusstaster
400195-12
Der Handbremshebel 1 befindet sich am Lenker rechts und betätigt die Vorderradbremse.
400196-10
Der Kurzschlusstaster 1 ist am Lenker links angebracht.
Beim Betätigen des Kurzschlusstasterswird der Zündstromkreis kurzgeschlossen und
somit der Motor abgestellt.
Mögliche Zustände
–Kurzschlusstaster in der Grundstellung
–Kurzschlusstaster gedrückt
4.5E-Starterknopf
400197-10
Der E-Starterknopf 1 ist am Lenker rechts angebracht.
Durch Drücken des E-Starterknopfeswird der E-Starter betätigt.
Mögliche Zustände
–Startknopf in der Grundstellung
–E-Starterknopf gedrückt
400198-10
Page 11
BEDIENUNGSELEMENTE9
4.6Kraftstoffhahn (450 SX-F, 505 SX-F)
Mit dem Drehgriff 1 am Kraftstoffhahn kann man die Kraftstoffzufuhr zum Vergaser
öffnen oder schließen.
–Entriegelungsknopf 1 drücken, Tankverschluss gegen den Uhrzeigersinn drehen
und nach oben abnehmen.
400199-10
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BEDIENUNGSELEMENTE10
4.9Tankverschluss schließen
–Tankverschluss aufsetzen und im Uhrzeigersinn drehen, bis der Entriegelungsknopf
1 einrastet.
Info
Schlauch der Kraftstofftankentlüftung 2 knickfrei verlegen.
400199-11
4.10Choke
Der Chokeknopf 1 ist am Vergaser links angebraucht.
Bei aktivierter Chokefunktion wird im Vergaser eine Bohrung freigegeben, über die
der Motor zusätzlich Kraftstoff ansaugen kann. Dadurch ergibt sich ein fetteres
Kraftstoff-Luftgemisch, wie es beim Kaltstart benötigt wird.
Info
Bei betriebswarmen Motor muss die Chokefunktion deaktiviert sein.
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
400204-10
Die Lage der Gänge ist aus der Abbildung ersichtlich.
Die Neutral- oder Leerlaufstellung befindet sich zwischen dem 1. und 2. Gang.
400204-11
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BEDIENUNGSELEMENTE11
4.12Fußbremshebel
Der Fußbremshebel 1 befindet sich vor der rechten Fußraste und betätigt die
Hinterradbremse.
400205-10
4.13Plug-in-Ständer (450 SX-F, 505 SX-F)
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
400203-10
4.14Seitenständer (450 XC-F, 505 XC-F)
400218-10
Zum Abstellen des Motorrades den Plug-in-Ständer
1 in die linke Seite der Steckachse
einsetzen.
Info
Vor der Fahrt den Plug-in-Ständer entfernen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Zum Abstellen des Motorrades den Seitenständer
1 mit dem Fuß bis zum Boden
ausklappen und mit dem Motorrad belasten.
Während der Fahrt muss der Seitenständer 1 hochgeklappt und mit dem Gummiband
2 gesichert sein.
400219-10
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME12
5ALLGEMEINETIPPSUND HINWEISE ZURINBETRIEBNAHME
Hinweise zur ersten Inbetriebnahme
5.1
Gefahr
Unfallgefahr Gefahr durch mangelhafte Verkehrstüchtigkeit.
–Fahrzeug nicht in Betrieb nehmen wenn Sie verkehrsuntüchtig sind bzw. Alkohol und/oder Drogen konsumiert haben.
Warnung
Verletzungsgefahr Verletzungsgefahr durch fehlende/mangelhafte Schutzbekleidung.
–Schutzbekleidung (Helm, Stiefel, Handschuhe, Hose und Jacke mit Protektoren) bei allen Fahrten tragen.
Warnung
Sturzgefahr Beeinträchtigung des Fahrverhaltens durch unterschiedliche Reifenprofile an Vorder- und Hinterrad.
–Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein, sonst könnte das Motorrad
unkontrollierbar werden.
Warnung
Unfallgefahr Kritisches Fahrverhalten durch nicht angepasste Fahrweise.
–Passen Sie die Fahrtgeschwindigkeit den Fahrbahnverhältnissen und Ihrem Fahrkönnen an.
Warnung
Unfallgefahr Unfallgefahr durch Mitnahme eines Beifahrers.
–Ihr Motorrad ist nicht für die Mitnahme eines Beifahrers ausgelegt. Nehmen Sie keinen Beifahrer mit.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Wird der Fußbremshebel nicht freigegeben, schleifen die Bremsbeläge ununterbrochen. Die Hinterradbremse kann durch
Überhitzung ausfallen. Nehmen Sie den Fuß vom Fußbremshebel wenn Sie nicht bremsen wollen.
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten.
–Höchstzulässiges Gesamtgewicht und Achslasten nicht überschreiten.
Warnung
Entwendungsgefahr Benutzung durch Unbefugte.
–Motorrad nie unbeaufsichtigt stehen lassen solange der Motor läuft. Das Motorrad ist vor dem Zugriff Unbefugter zu sichern.
Info
Bedenken Sie beim Betreiben Ihres Motorrades, dass sich andere Menschen durch übermäßigen Lärm belästigt fühlen.
–Vergewissern Sie sich, dass die Arbeiten der Auslieferungsinspektion von einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchgeführt
wurden.
Sie erhalten die Auslieferungsurkunde und das Serviceheft bei der Fahrzeugübergabe.
–Lesen Sie vor der ersten Fahrt die gesamte Bedienungsanleitung aufmerksam durch.
–Machen Sie sich mit den Bedienungselementen vertraut.
–Grundstellung des Kupplungshebels einstellen. (62)
–Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (40)
–Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. (44)
–Gewöhnen Sie sich auf einem geeigneten Gelände an das Handling des Motorrades, bevor Sie eine größere Ausfahrt machen.
Info
Ihr Motorrad ist nicht für den Betrieb auf öffentlichen Straßen zugelassen.
Im Gelände ist es empfehlenswert mit einer weiteren Person auf einem zweiten Fahrzeug unterwegs zu sein, um sich
gegenseitig zu helfen.
–Versuchen Sie auch einmal möglichst langsam und im Stehen zu fahren, um mehr Gefühl für das Motorrad zu bekommen.
–Machen Sie keine Geländefahrten, die Ihre Fähigkeiten und Erfahrung überfordern.
–Halten Sie während der Fahrt den Lenker mit beiden Händen fest und lassen Sie die Füße auf den Fußrasten.
–Nehmen Sie keine Veränderungen am Motorrad vor und verwenden Sie nur von KTM freigegebene Teile.
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ALLGEMEINE TIPPS UND HINWEISE ZUR INBETRIEBNAHME13
–Wenn Sie Gepäck mitnehmen, ist auf eine sichere Befestigung möglichst nahe an der Fahrzeugmitte und eine gleichmäßige
Gewichtsverteilung auf Vorderrad und Hinterrad zu achten.
Info
Motorräder reagieren empfindlich auf Veränderung der Gewichtsverteilung.
–Das höchstzulässige Gesamtgewicht und die höchstzulässigen Achslasten sind einzuhalten.
Vorgaben
Höchstzulässiges Gesamtgewicht335 kg
Höchstzulässige Achslast vorne145 kg
Höchstzulässige Achslast hinten190 kg
–Motor einfahren.
5.2Motor einfahren
–Während der Einlaufphase die angegebene Motordrehzahl und Motorleistung nicht überschreiten.
Vorgaben
maximale Motordrehzahl
während der ersten 3 Betriebsstunden7.000 1/min
Maximale Motorleistung während der Einfahrzeit
während der ersten 3 Betriebsstunden≤ 50 %
während der nächsten 12 Betriebsstunden≤ 75 %
–Vollgasfahrten vermeiden!
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FAHRANLEITUNG14
6FAHRANLEITUNG
Überprüfungen vor jeder Inbetriebnahme
6.1
Info
Beim Betrieb muss das Motorrad in technisch einwandfreiem Zustand sein.
Info
Im Interesse der Fahrsicherheit sollten Sie sich zur Gewohnheit machen, am Motorrad vor jeder Inbetriebnahme eine allgemeine
Überprüfung vorzunehmen.
–Motorölstand kontrollieren. (65)
–Kettenspannung kontrollieren. (35)
–Kettenverschmutzung kontrollieren. (34)
–Reifenzustand kontrollieren. (50)
–Reifenluftdruck kontrollieren. (51)
–Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (40)
–Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (44)
–Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (42)
–Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (46)
–Bremswirkung überprüfen.
–Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (57)
–Einstellung und Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren.
6.2Startvorgang
Gefahr
Vergiftungsgefahr Auspuffgase sind giftig und können zu Bewusstlosigkeit oder zum Tode führen.
–Beim Betrieb des Motors stets für ausreichende Belüftung sorgen, Motor nicht in einem geschlossenen Raum starten oder
laufen lassen.
Hinweis
Motorschaden Hohe Drehzahlen bei kaltem Motor wirken sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–Motor immer mit niedriger Drehzahl warmfahren.
Info
Wenn das Motorrad schlecht anspringt, kann alter Kraftstoff in der Schwimmerkammer die Ursache sein. Die leicht
entflammbaren Anteile der Kraftstoffe verflüchtigen sich bei längerer Standzeit.
Wenn die Schwimmerkammer mit frischem, zündfähigem Kraftstoff gefüllt ist, wird der Motor sofort anspringen.
Maximal 5 Sekunden ununterbrochen starten. Bis zum nächsten Startversuch mindestens 5 Sekunden warten.
Bedingungen
Stillstand des Motorrades: ≥ 1 Woche
–Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. (64)
(450 XC-F, 505 XC-F)
–Drehgriff
(450 SX-F, 505 SX-F)
–Drehgriff
–Motorrad vom Ständer nehmen.
–Getriebe in Leerlauf schalten.
Bedingungen
Motor kalt
–Choke bis zum Anschlag herausziehen.
Bedingungen
Motor warm
–Heissstarthebel ziehen.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung ON drehen. (Abbildung 400201-109)
Es kann Kraftstoff vom Tank zum Vergaser fließen.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung ON drehen. (Abbildung 400200-109)
Es kann Kraftstoff vom Tank zum Vergaser fließen.
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FAHRANLEITUNG15
–E-Starterknopf drücken.
Info
Kein Gas geben.
6.3Anfahren
–Kupplungshebel ziehen, 1. Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und gleichzeitig vorsichtig Gas geben.
6.4Schalten, Fahren
Warnung
Unfallgefahr Zurückschalten bei hoher Motordrehzahl führt zum Blockieren des Hinterrades.
–Nicht bei hoher Motordrehzahl in einen kleineren Gang zurückschalten. Der Motor wird überdreht und das Hinterrad kann
blockieren.
Info
Treten beim Betrieb betriebsunübliche Geräusche auf, ist sofort anzuhalten, der Motor abzustellen und eine autorisierte
KTM-Fachwerkstätte zu kontaktieren.
Der 1. Gang stellt den Anfahr- oder Berggang dar.
–Wenn die Verhältnisse (Steigung, Fahrsituation usw.) es erlauben, können Sie in höhere Gänge schalten. Dazu Gas wegnehmen,
gleichzeitig Kupplungshebel ziehen, nächsten Gang einlegen, Kupplungshebel freigeben und Gas geben.
–Wurde die Chokefunktion aktiviert, ist diese nach dem Erwärmen des Motors zu deaktivieren.
–Nach dem Erreichen der Höchstgeschwindigkeit durch volles Aufdrehen des Gasdrehgriffes, diesen auf 3/4 Gas zurückdrehen; die
Geschwindigkeit verringert sich kaum, der Kraftstoffverbrauch geht jedoch stark zurück.
–Geben Sie immer nur so viel Gas wie der Motor gerade verarbeiten kann - abruptes Aufreißen des Gasdrehgriffes erhöht den
Verbrauch.
–Zum Zurückschalten Motorrad nötigenfalls abbremsen und gleichzeitig Gas wegnehmen.
–Kupplungshebel ziehen und niedrigeren Gang einlegen, Kupplungshebel langsam freigeben und Gas geben bzw. nochmals schalten.
–Stellen Sie den Motor ab, wenn längerer Betrieb im Leerlauf oder im Stand bevorsteht.
Vorgaben
≥ 2 min
–Vermeiden Sie oftmaliges und längeres Schleifen der Kupplung. Dieses erhitzt das Motoröl und damit den Motor und das
Kühlsystem.
–Fahren Sie mit niedriger Drehzahl anstatt mit hoher Drehzahl und schleifender Kupplung.
6.5Abbremsen
Warnung
Unfallgefahr Zu starkes Abbremsen führt zum Blockieren der Räder.
–Die Bremsweise ist der Fahrsituation und den Fahrbahnverhältnissen anzupassen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch schwammigen Druckpunkt der Vorder- bzw. Hinterradbremse.
–Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
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0
FAHRANLEITUNG16
–Auf sandigem, regennassem oder schlüpfrigem Untergrund soll vorwiegend die Hinterradbremse betätigt werden.
–Der Bremsvorgang sollte immer vor Kurvenbeginn abgeschlossen sein. Schalten Sie dabei, der Geschwindigkeit entsprechend, in
einen kleineren Gang.
–Nutzen Sie bei langen Talfahrten die Bremswirkung des Motors. Schalten Sie dazu einen oder zwei Gänge zurück, überdrehen Sie
jedoch den Motor nicht. So brauchen sie wesentlich weniger zu bremsen und die Bremsen werden nicht überhitzt.
6.6Anhalten, Parken
Warnung
Verbrennungsgefahr Einige Motorradteile werden beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–Heiße Teile wie z.B. Auspuffanlage, Kühler, Motor, Stoßdämpfer und Bremsen nicht berühren. Bevor mit Arbeiten an diesen
Teilen begonnen wird, Teile abkühlen lassen.
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
Hinweis
Brandgefahr Bestimmte Bauteile (Motor, Kühler und Auspuffanlage) werden beim Betrieb sehr heiß.
–Motorrad nicht an Stellen mit leicht brennbaren und/oder entzündlichen Materialien abstellen.
–Motorrad abbremsen und Getriebe auf Leerlauf schalten.
–Zum Abstellen des Motors bei Leerlaufdrehzahl des Motors Kurzschlusstaster drücken, bis der Motor stillsteht.
–Kraftstoffhahn schließen, Motorrad auf festem Untergrund parken.
6.7Kraftstoff tanken
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff
sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde
Kraftstoff verschluckt, sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
–Tankverschluss öffnen. (9)
00
–Kraftstofftank bis maximal an das Maß
Vorgaben
Maß
A:35mm
A mit Kraftstoff auffüllen.
AA
Superkraftstoff bleifrei (84)
Superkraftstoff bleifrei (84)
400214-10
Tankinhalt8,2 l (450 SX-F,
505 SX-F)
9,2 l (450 XC-F,
505 XC-F)
–Tankverschluss schließen. (10)
Page 19
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE17
7SCHMIER-UNDWARTUNGSTABELLE
Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen.
7.1
nach 3
Betriebsstunden /
20 Liter Kraftstoff
alle 10
Betriebsstunden
/ 70 Liter
Kraftstoff / nach
jedem Rennen
MotorMotoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen. (65)••
Zündkerze erneuern.•
Ventilspiel kontrollieren ggf. einstellen.••
Motorbefestigungsschrauben auf festen Sitz kontrollieren.••
Zündkerzenstecker reinigen und auf festen Sitz kontrollieren.••
Schraube vom Schalthebel auf festen Sitz kontrollieren.••
VergaserVergasermanschetten auf Risse und Dichtheit kontrollieren.•
Entlüftungsschläuche auf Beschädigung und knickfreie Verlegung
••
kontrollieren.
Leerlauf kontrollieren.••
AnbauteileKühlsystem auf Dichtheit kontrollieren.••
Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (57)••
Auspuffanlage auf Dichtheit und korrekte Aufhängung kontrollie-
ren.
Bowdenzüge auf Beschädigung, Leichtgängigkeit und knickfreie
••
Verlegung kontrollieren.
Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren.
••
(62)
Luftfilter reinigen. (61)••
Kabel auf Beschädigung und knickfreie Verlegung kontrollieren.•
BremsenBremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (42)••
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (46)••
Bremsscheiben kontrollieren. (39)••
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren.
••
(40)
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren.
••
(44)
Bremsleitungen auf Beschädigung und Dichtheit kontrollieren.••
Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (40)••
Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren. (44)••
Funktion der Bremsanlage kontrollieren.••
Schrauben und Führungsbolzen der Bremsanlage auf festen Sitz
••
kontrollieren.
FahrwerkFederbein und Gabel auf Dichtheit und Funktion kontrollieren.••
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (26)•
Gabelbeine entlüften. (26)•
Schwingarmlagerung kontrollieren.•
Steuerkopflagerspiel kontrollieren. (27)••
Alle Fahrwerksschrauben auf festen Sitz kontrollieren.••
RäderSpeichenspannung kontrollieren. (51)••
Felgenschlag kontrollieren.••
Reifenzustand kontrollieren. (50)••
Reifenluftdruck kontrollieren. (51)••
Kettenverschleiß kontrollieren. (36)••
Kettenspannung kontrollieren. (35)••
Kette reinigen. (34)••
Radlager auf Spiel kontrollieren.••
Einstellschrauben der Kettenspanner reinigen und fetten.••
alle 30
Betriebsstunden
/ 210 Liter
Kraftstoff
•
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SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE18
7.2Wichtige Wartungsarbeiten, die durch eine autorisierte KTM-Fachwerkstätte durchgeführt werden müssen. (als
Zusatzauftrag)
alle 10 Be-
triebsstunden
/ 70 Liter
Kraftstoff /
nach jedem
alle 20
Betriebsstunden /
140 Liter
Kraftstoff
alle 40
Betriebsstunden /
270 Liter
Kraftstoff
jährlichalle 2 Jahre
Rennen
Gabel vollständig warten.•
Federbein vollständig warten.•
Steuerkopflager schmieren. (31)•
Vergaser reinigen und einstellen.•
Elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behan-
ren.
Länge Bypassventilfeder kontrollieren.•
Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln. (60)•
Dichtmanschetten Fußbremszylinder erneuern.•
Vergaserbauteile kontrollieren.•
7.3Durchführung von dringenden Kontroll- und Pflegearbeiten durch den Fahrer.
Bedingungen:
Bei Geländeeinsatz
nach Bedarf
Motorölstand kontrollieren. (65)•
Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren. (40)•
Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren. (44)•
Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren. (42)•
Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren. (46)•
Bowdenzüge kontrollieren und einstellen.•
Gabelbeine entlüften. (26)•
Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen. (26)•
Kette reinigen. (34)•
Kettenspannung kontrollieren. (35)•
Page 21
SCHMIER- UND WARTUNGSTABELLE19
Bedingungen:
Bei Geländeeinsatz
nach Bedarf
Kettenverschleiß kontrollieren. (36)•
Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren. (36)•
Luftfilter reinigen. (61)•
Reifenluftdruck kontrollieren. (51)•
Reifenzustand kontrollieren. (50)•
Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (57)•
Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. (64)•
Leichtgängigkeit aller Bedienelemente kontrollieren.•
Bremswirkung kontrollieren.•
Alle Schrauben, Muttern und Schlauchschellen regelmäßig auf festen Sitz kontrollieren.•
Page 22
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR20
8WARTUNGSARBEITENAN FAHRGESTELLUND MOTOR
Motorrad aufbocken
8.1
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des
Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–Motorrad am Rahmen unterhalb des Motors aufbocken. Die Räder dürfen den Boden
nicht mehr berühren.
Montageständer (54829055000)
500074-01
8.2Motorrad vom Montageständer nehmen
Hinweis
Beschädigungsgefahr Beschädigungsgefahr durch Wegrollen oder Umfallen des Motorrades.
–Das Motorrad immer auf festem und ebenem Untergrund abstellen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen.
–Montageständer entfernen.
–Motorrad gegen Umfallen sichern.
8.3Fahrwerksgrundeinstellung zum Fahrergewicht kontrollieren
Info
Bei der Fahrwerksgrundeinstellung zuerst das Federbein und danach die Gabel einstellen.
Um optimale Fahreigenschaften des Motorrades zu erzielen und um Beschädigungen an Gabel, Federbein, Schwingarm und Rahmen
zu vermeiden, muss die Grundeinstellung der Federungskomponenten zu Ihrem Körpergewicht passen.
KTM Offroad-Motorräder sind im Auslieferungszustand auf ein Standard Fahrergewicht (mit kompletter Schutzkleidung) eingestellt.
Standard Fahrergewicht75…85 kg
Wenn Ihr Gewicht außerhalb dieses Bereiches liegt, müssen Sie die Grundeinstellung der Federungskomponenten entsprechend
anpassen.
Kleinere Gewichtsabweichungen können durch Ändern der Federvorspannung ausgeglichen werden, bei größeren Abweichungen müssen
entsprechende Federn montiert werden.
8.4Druckstufendämpfung Federbein
Das Federbein verfügt über die Möglichkeit, im Low- und High Speed Bereich die Druckstufendämpfung getrennt abzustimmen (Dual
Compression Control).
Die Bezeichnung Low- und High Speed ist auf die Bewegung des Federbeins beim Einfedern und nicht auf die Fahrtgeschwindigkeit
des Motorrades bezogen.
Die Low- und High Speed Technik arbeitet übergreifend.
8.5Druckstufendämpfung High Speed des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
Info
Die High Speed Einstellung zeigt ihre Wirkung beim schnellen Einfedern des Federbeins.
Page 23
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR21
–Einstellschraube 1 mit einem Ringschlüssel bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn
drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Umdrehungen gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgaben
400208-10
8.6Druckstufendämpfung Low Speed des Federbeins einstellen
Druckstufendämpfung High Speed (450 SX-F, 505 SX-F)
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung.
Page 24
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR22
8.7Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
–Einstellschraube 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Verschraubung 2 nicht lösen!
–Dem Federbeintyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn
zurückdrehen.
Vorgaben
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
400210-10
Komfort25 Klicks
Standard23 Klicks
Sport22 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard23 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
8.8Maß Hinterrad entlastet ermitteln
–Motorrad aufbocken. (20)
–Messen Sie möglichst senkrecht die Entfernung zwischen der Hinterradachse und einem Fixpunkt - z.B. eine Markierung an der
Seitenverkleidung.
00AA
A.
–Maß A Hinterrad entlastet ermitteln. (22)
–Bitten Sie einen Helfer das Motorrad senkrecht zu halten.
–Messen Sie erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und dem Fixpunkt.
–Notieren Sie den Wert als Maß
B.
–Notieren Sie den Wert als Maß
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
8.9Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren
Info
Der statische Durchhang ist die Differenz der Maße A und B.
–Kontrollieren Sie den statischen Durchhang.
Statischer Durchhang33 mm
> Wenn der statische Durchhang kleiner oder größer als das angegebene Maß ist:
–Federvorspannung des Federbeins einstellen. (23)
000BB
400221-10
Page 25
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR23
8.10Fahrtdurchhang des Federbeins kontrollieren
–Maß A Hinterrad entlastet ermitteln. (22)
–Mit Hilfe einer Person, die das Motorrad hält, setzen Sie sich mit kompletter
Schutzkleidung in normaler Sitzposition (Füße auf den Fußrasten) auf das Motorrad
und wippen einige Male auf und nieder, damit sich die Hinterradaufhängung
00AA
CC
400222-10
einpegelt.
–Eine andere Person misst nun erneut den Abstand zwischen der Hinterradachse und
dem Fixpunkt.
–Notieren Sie den Wert als Maß
C.
Info
Der Fahrtdurchhang ist die Differenz der Maße A und C.
–Kontrollieren Sie den Fahrtdurchhang.
Fahrtdurchhang (450 SX-F, 505 SX-F)107 mm
Fahrtdurchhang (450 XC-F, 505 XC-F)110 mm
> Wenn der Fahrtdurchhang vom angegebenen Maß abweicht:
–Fahrtdurchhang einstellen. (24)
8.11Federvorspannung des Federbeins einstellen x
Gefahr
Unfallgefahr Das Federbein steht unter hohem Druck.
–Das Federbein ist mit hochverdichtetem Stickstoff gefüllt, daher niemals das Federbein zerlegen oder Wartungsarbeiten
selbst durchführen.
Info
Bevor Sie die Federvorspannung ändern, sollten Sie sich die aktuelle Einstellung notieren - z.B. Federlänge messen.
Die Federrate ist an der Feder-Außenseite angeführt.
–Federbein einbauen. (24)
–Statischen Durchhang des Federbeins kontrollieren. (22)
–Zugstufendämpfung des Federbeins einstellen. (22)
8.13Federbein ausbauen x
–Motorrad aufbocken. (20)
–Schraube 1 entfernen und das Hinterrad mit dem Schwingarm so weit absenken,
dass sich das Hinterrad noch drehen lässt. Hinterrad in dieser Position fixieren.
–Schraube
2 entfernen, Spritzschutz 3 zur Seite drücken und Federbein entnehmen.
8.14Federbein einbauen x
400249-10
400249-11
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Spritzschutz
1 zur Seite drücken und Federbein positionieren. Schraube 2
montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Feder-
M1280 NmLoctite
®
243™ (86)
bein oben
–Schraube
3 montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Feder-
M1280 NmLoctite
®
243™ (86)
bein unten
Info
Das Schwenklager für das Federbein am Schwingarm ist teflonbeschichtet.
Es darf weder mit Fett noch mit anderen Gleitmitteln geschmiert werden.
Schmiermittel lösen die Teflonbeschichtung auf, wodurch die Lebensdauer
drastisch verkürzt wird.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
Page 27
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR25
8.15Grundeinstellung der Gabel kontrollieren
Info
Bei der Gabel kann aus verschiedenen Gründen kein exakter Fahrtdurchhang festgelegt werden.
Kleinere Abweichungen Ihres Körpergewichtes können wie beim Federbein durch die
Federvorspannung ausgeglichen werden.
Wenn Ihre Gabel aber öfter durchschlägt (harter Endanschlag beim Einfedern) müssen
unbedingt härtere Gabelfedern montiert werden, um Beschädigungen an Gabel und
Rahmen zu vermeiden.
400189-01
8.16Druckstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Druckstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Einfedern der Gabel.
–Einstellschrauben 1 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben 1 befinden sich am oberen Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
–Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen.
Vorgaben
400206-10
Druckstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort16 Klicks
Standard14 Klicks
Sport12 Klicks
Druckstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard20 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Einfedern.
8.17Zugstufendämpfung der Gabel einstellen
Info
Die hydraulische Zugstufendämpfung bestimmt das Verhalten beim Ausfedern der Gabel.
400207-10
–Schutzkappen 1 abnehmen.
–Einstellschrauben
2 bis zum Anschlag im Uhrzeigersinn drehen.
Info
Die Einstellschrauben 2 befinden sich am unteren Ende der Gabelbeine.
Die Einstellung an beiden Gabelbeinen gleichmäßig vornehmen.
Page 28
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR26
–Dem Gabeltyp entsprechende Anzahl von Klicks gegen den Uhrzeigersinn zurück-
drehen.
Vorgaben
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort22 Klicks
Standard21 Klicks
Sport21 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard21 Klicks
Info
Drehen im Uhrzeigersinn erhöht die Dämpfung, drehen gegen den Uhrzeigersinn verringert die Dämpfung beim Ausfedern.
–Schutzkappen
8.18Gabelbeine entlüften
–Motorrad aufbocken. (20)
–Entlüftungsschrauben 1 kurz entfernen.
–Entlüftungsschrauben montieren und festziehen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
400248-10
8.19Staubmanschetten der Gabelbeine reinigen
–Motorrad aufbocken. (20)
–Gabelschutz lösen. (27)
–Staubmanschetten 1 an beiden Gabelbeinen nach unten schieben.
1 montieren.
Eventuell vorhandener Überdruck aus dem Gabelinneren entweicht.
Info
Die Staubmanschetten sollen Staub und groben Schmutz vom Gabelholm
abstreifen. Mit der Zeit kann Schmutz hinter die Staubmanschetten
gelangen. Wird dieser Schmutz nicht entfernt, können die dahinter liegenden
Öldichtringe undicht werden.
500088-10
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Brems-
scheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit
Bremsenreiniger behandeln.
–Staubmanschette und Gabelinnenrohr an beiden Gabelbeinen reinigen und einölen.
Universal Ölspray (86)
–Staubmanschetten in die Einbaulage zurückdrücken.
–Überflüssiges Öl entfernen.
Page 29
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR27
8.20Gabelschutz lösen
–Schrauben 1 entfernen und Klemme abnehmen.
–Schrauben
–Schrauben am rechten Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach unten schieben.
500087-11
8.21Gabelschutz positionieren
–Gabelschutz am linken Gabelbein positionieren. Schrauben 1 montieren und
festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
Fahrgestell
2 am linken Gabelbein entfernen. Gabelschutz nach unten schieben.
–Mit einem Kunststoffhammer leicht auf die obere Gabelbrücke klopfen, um
Verspannungen zu vermeiden.
–Schrauben
Vorgaben
Schraube Gabelbrücke
oben
3 lösen und wieder festziehen.
M20x1,510 Nm
1 festziehen.
M817 Nm
8.24Gabelversatz
00AA
00BB
0011
–Schraube
Vorgaben
Schraube Gabelschaftrohr oben
–Steuerkopflagerspiel kontrollieren. (27)
Welcher Versatz eingestellt ist, sehen Sie nach Abnehmen der Schraube 1.
Der Gabelversatz
Gabelbein zu Mitte Steuerkopflager.
Der Gabelversatz kann wahlweise eingestellt werden.
Befindet sich die Markierung
Rennstrecken.
Gabelversatz:18 mm
Befindet sich die Markierung
Handling in Kurven.
Gabelversatz:20 mm
2 montieren und festziehen.
M817 NmLoctite
®
243™ (86)
A beeinflusst das Handling des Fahrzeugs. Er ergibt sich aus Mitte
B vorne erzielen Sie bessere Fahrstabilität auf schnellen
B hinten (Auslieferungszustand) erzielen Sie besseres
8.25Gabelversatz einstellen x
400188-10
500104-10
–Untere Gabelbrücke ausbauen. (30)
–Schraube 1 entfernen. Gabelschaftrohr entnehmen.
–Teile reinigen und auf Beschädigung kontrollieren.
–Gabelschaftrohr 180° drehen und in die Gabelbrücke einsetzen. Schraube
montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Steuerkopf unten
–Untere Gabelbrücke einbauen. (31)
M20x1,560 NmLoctite
®
243™ (86)
1
Page 31
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR29
8.26Gabelbeine ausbauen x
–Vorderrad ausbauen. (47)
–Schrauben 1 entfernen und Klemme abnehmen.
–Schrauben
–Bremszange mit Bremsleitung spannungsfrei zur Seite hängen.
An der oberen Gabelbrücke befinden sich 2 Bohrungen im Abstand A zueinander.
Bohrungsabstand A:15 mm
00AA
8.38Lenkerposition einstellen x
00BB
0011
0022
400271-11
400271-10
Die Bohrungen an der Lenkeraufnahme sind im Abstand
Bohrungsabstand B:3,5 mm
Der Lenker kann in 4 verschiedenen Positionen montiert werden. Dadurch besteht die
Möglichkeit, den Lenker in die für den Fahrer angenehmste Position zu bringen.
–Die vier Schrauben 1 entfernen. Lenkerklemmbrücken abnehmen. Lenker
abnehmen und zur Seite legen.
B aus der Mitte platziert.
Info
Motorrad und Anbauteile durch Abdecken vor Beschädigungen schützen.
Kabel und Leitungen nicht knicken.
–Die zwei Schrauben
–Lenkeraufnahme in die gewünschte Position bringen. Die zwei Schrauben
montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Lenkeraufnahme
2 entfernen. Lenkeraufnahme abnehmen.
M1040 NmLoctite
®
243™ (86)
2
Info
Lenkeraufnahmen links und rechts gleichmäßig positionieren.
8.39Gasbowdenzugverlegung kontrollieren
400268-10
–Lenker positionieren.
Info
Auf die richtige Verlegung der Kabel und Leitungen achten.
–Lenkerklemmbrücken positionieren.Die vier Schrauben
gleichmäßig festziehen.
Vorgaben
Schraube Lenkerklemmbrücke
–Beide Gasbowdenzüge müssen nebeneinander an der Hinterseite des Lenkers nach
unten zum Rahmen verlaufen. Sie müssen direkt rechts am Rahmen oberhalb des
Tanklagers zum Vergaser verlegt sein.
M820 Nm
1 montieren und
Page 36
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR34
8.40Gasbowdenzugspiel kontrollieren
–Lenker in Geradeausstellung bringen. Gasdrehgriff leicht hin und her bewegen und
das Gasbowdenzugspiel ermitteln.
Vorgaben
Gasbowdenzugspiel3…5 mm
> Wenn das Gasbowdenzugspiel nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Gasbowdenzugspiel einstellen. (34)
Gefahr
400192-10
–Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Lenker über den gesamten Lenkbereich
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
–Motorrad aufbocken. (20)
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein.
Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Kettenspannung8…10 mm
400213-10
> Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle. (37)
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
8.45Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner an den Einstellschrauben anliegen.
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein.
Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
400213-10
Kettenspannung8…10 mm
> Wenn die Kettenspannung nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau. (38)
Page 38
0
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR36
8.46Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren
–Kettenrad / Kettenritzel auf Verschleiß kontrollieren.
> Wenn Kettenrad / Kettenritzel eingelaufen sind:
–Kettenrad / Kettenritzel erneuern.
Info
Beim Montieren des Kettenschlosses muss die geschlossene Seite
der Sicherung immer in Laufrichtung weisen.
Kettenritzel, Kettenrad und Kette sollten nur zusammen erneuert
werden.
400227-01
8.47Kettenverschleiß kontrollieren
00AA
BB
00
1 2 316 17 18
400226-10
–Kettenradführungen auf festen Sitz prüfen.
–Motorrad aufbocken. (20)
–Getriebe in Leerlauf schalten und am oberen Kettenteil mit der angegebenen
Kettenspannkraft
Vorgaben
Kettenspannkraft10…15 kg
–Den Abstand
A ziehen.
B von 18 Kettenrollen am unteren Kettenteil messen.
Info
Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
Maximaler Abstand
Stelle der Kette:
> Wenn der Abstand
–Kette erneuern.
B an der längsten
272 mm
B größer ist als das angegebene Maß:
Info
Wenn eine neue Kette montiert wird, sollten auch Kettenrad und
Kettenritzel erneuert werden.
Neue Ketten nützen sich auf einem alten, eingelaufenen Kettenrad /
Kettenritzel schneller ab.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
8.48Kettenspannung einstellen
Warnung
Unfallgefahr Gefährdung durch falsche Kettenspannung.
–Ist die Kette zu stark gespannt, werden die Komponenten der Sekundär-Kraftübertragung (Kette, Kettenritzel, Kettenrad,
Lager im Getriebe und im Hinterrad) zusätzlich belastet. Neben vorzeitigem Verschleiß kann im Extremfall die Kette reißen
oder die Abtriebswelle des Getriebes brechen. Ist die Kette hingegen zu locker, kann sie vom Kettenritzel bzw. Kettenrad
fallen und das Hinterrad blockieren oder den Motor beschädigen. Auf korrekte Kettenspannung achten ggf. einstellen.
–Motorrad aufbocken. (20)
–Kette am Ende des Kettengleitstückes nach oben drücken und die Kettenspannung
A ermitteln.
Info
Der obere Kettenteil 1 muss dabei gespannt sein.
Ketten nützen sich nicht immer gleichmäßig ab, wiederholen Sie deshalb
diese Messung an verschiedenen Stellen der Kette.
400213-10
Page 39
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR37
–Mutter 2 lösen.
–Muttern
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
Vorgaben
3 lösen.
4 links und rechts einstellen.
Kettenspannung8…10 mm
Einstellschrauben
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
4 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
B stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
–Muttern
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner
–Mutter
400225-10
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
8.49Kettenspannung einstellen - nach Kontrolle
–Mutter 1 lösen.
–Muttern
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
–Muttern
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner
–Mutter
3 festziehen.
5 an den Einstellschrauben 4 anliegen.
2 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,580 Nm
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können
verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren
werden.
Die Kettenspanner
5 können um 180° gedreht werden.
2 lösen.
3 links und rechts einstellen.
Vorgaben
Kettenspannung8…10 mm
Einstellschrauben
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
3 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
A stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
2 festziehen.
4 an den Einstellschrauben 3 anliegen.
1 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,580 Nm
400225-13
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können
verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren
werden.
Die Kettenspanner
4 können um 180° gedreht werden.
Page 40
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR38
8.50Kettenspannung einstellen - beim Hinterradeinbau
–Muttern 1 lösen.
–Kettenspannung durch Drehen der Einstellschrauben
Vorgaben
Kettenspannung8…10 mm
Einstellschrauben
2 links und rechts so verdrehen, dass die Markierungen am
linken und rechten Kettenspanner in derselben Position zu den Referenzmarken
A stehen. Damit ist das Hinterrad korrekt ausgerichtet.
2 links und rechts einstellen.
–Muttern
400225-11
8.51Kettenführung einstellen x (450 SX-F, 505 SX-F)
–Schraube 1 lösen. Schraube 2 entfernen. Kettenführung nach unten schwenken.
Bedingungen
Zähnezahl: ≤ 44 Zähne
–Bundbüchse
–Schraube
Vorgaben
Restliche Schrauben
Fahrgestell
Bedingungen
Zähnezahl: ≥ 45 Zähne
–Bundbüchse
–Schraube
Vorgaben
Restliche Schrauben
Fahrgestell
1 festziehen.
3 in Bohrung A stecken. Kettenführung positionieren.
2 montieren und festziehen. Schraube 1 festziehen.
M610 Nm
3 in Bohrung B stecken. Kettenführung positionieren.
2 montieren und festziehen. Schraube 1 festziehen.
M610 Nm
400224-10
Page 41
A
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR39
8.52Kettenführung einstellen x (450 XC-F, 505 XC-F)
–Schrauben 1 und 2 entfernen. Kettenführung abnehmen.
Bedingungen
Zähnezahl: ≤ 44 Zähne
–Mutter
–Schraube
Bedingungen
Zähnezahl: ≥ 45 Zähne
–Mutter
–Schraube
400252-10
3 in Bohrung A stecken. Kettenführung positionieren.
1 und 2 montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
M610 Nm
Fahrgestell
3 in Bohrung B stecken. Kettenführung positionieren.
1 und 2 montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
Fahrgestell
M610 Nm
8.53Bremsflüssigkeitsbehälter
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Die Bremsflüssigkeitsbehälter der Vorder- und Hinterradbremse sind so dimensioniert, dass auch bei abgenützten Bremsbelägen kein
Nachfüllen von Bremsflüssigkeit erforderlich ist.
8.54Bremszangen
Die Bremszangen dieser Modellreihe sind „schwimmend” gelagert, das heißt, sie sind nicht fest mit dem Bremszangenträger verbunden.
Durch den seitlichen Ausgleich wird immer eine optimale Anlage der Bremsklötze an die Bremsscheibe erreicht.
8.55Bremsscheiben kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch abgenutzte Bremsscheiben.
–Abgenützte Bremsscheiben unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
–Bremsscheibenstärke vorne und hinten, am mehreren Stellen der Bremsscheibe, auf
das Maß
A kontrollieren.
Info
A
Durch Verschleiß reduziert sich die Stärke der Bremsscheibe im Bereich der
Anlagefläche der Bremsbeläge.
400257-10
Bremsscheiben Verschleißgrenze
vorne2,5 mm
hinten3,5 mm
> Die Bremsscheibenstärke liegen unter dem Vorgabewert.
–Bremsscheibe erneuern.
Page 42
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR40
8.56Leerweg am Handbremshebel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Handbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Vorderradbremse auf. Die
Vorderradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Handbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Handbremshebel nach vorne drücken und Leerweg A kontrollieren.
Leerweg am Handbremshebel≥ 3mm
> Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Grundstellung des Handbremshebels einstellen. (40)
400196-11
8.57Grundstellung des Handbremshebels einstellen
–Grundstellung des Handbremshebels mit der Einstellschraube 1 an die Handgröße
anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der
Handbremshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert
sich der Handbremshebel dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
Drehen Sie die Einstellschraube nur mit der Hand und wenden Sie keine
400196-12
Gewalt an.
Einstellarbeiten nicht während der Fahrt durchführen.
–Leerweg am Handbremshebel kontrollieren. (40)
8.58Bremsflüssigkeitsstand der Vorderradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
–Den am Lenker montierten Bremsflüssigkeitsbehälter in waagrechte Position bringen.
–Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas
> Wenn der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung gesunken ist:
–Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen. (41)
1 kontrollieren.
400231-10
Page 43
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR41
8.59Bremsflüssigkeit der Vorderradbremse nachfüllen x
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit
DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und
Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der Vorderradbremse in waagrechte
Position bringen.
–Schrauben
–Deckel
–Bremsflüssigkeit bis zum Maß
Vorgaben
Bedingungen
Maß
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 (84)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Membrane
–Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
A auffüllen.
A:5mm
3, Deckel 2 und Schrauben 1 montieren.
400230-10
Page 44
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR42
8.60Bremsbeläge der Vorderradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenützte Bremsbeläge.
–Abgenützte Bremsbeläge unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
–Bremsbeläge auf ihre Belagsstärke A kontrollieren.
> Belagsstärke
Die Belagstärke ist geringer als das angegebene Maß:
–Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln. (43)
400235-10
8.61Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Unsachgemäß durchgeführte Wartung und Reparatur der Bremse.
–Wartungsarbeiten und Reparaturen an der Bremsanlage immer in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen
lassen.
A: ≤ 1mm
–Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um die Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken der Bremskolben die Bremszange
nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
–Sicherungssplinte
1 entfernen, Bolzen 2 herausziehen und Bremsbeläge entneh-
men.
400253-11
8.62Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen x
–Schrauben
–Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
3 entfernen und Bremszange abnehmen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
–Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Motorrädern geprüft und zugelassen.
Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen
abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der
Originalzulassung entsprechen. Das Motorrad entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die
Garantie.
400255-10
–Bremsscheiben kontrollieren. (39)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Blattfeder
1 im Bremssattel und Gleitblech 2 im Bremszangenträger auf richtigen
Sitz kontrollieren.
Info
Der Pfeil auf der Blattfeder zeigt in Drehrichtung der Bremsscheibe.
–Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
400253-12
8.63Bremsbeläge der Vorderradbremse wechseln x
M825 NmLoctite
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit
DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und
Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Bremsbeläge der Vorderradbremse ausbauen. (42)
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der Vorderradbremse in waagrechte
Position bringen.
–Schrauben
–Deckel
–Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–Bremsbeläge der Vorderradbremse einbauen. (42)
–Bremsflüssigkeit berichtigen bis zum Maß
Vorgaben
Bedingungen
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
A.
400230-10
A:5mm
Maß
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 (84)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Membrane
–Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
3, Deckel 2 und Schrauben 1 montieren.
Page 46
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR44
8.64Leerweg am Fußbremshebel kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
–Feder 1 aushängen.
–Fußbremshebel zwischen Endanschlag und Anlage zum Fußbremszylinderkolben hin
und her bewegen und Leerweg
Vorgaben
Leerweg am Fußbremshebel3…5 mm
> Wenn der Leerweg nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Grundstellung des Fußbremshebels einstellen. (44)
–Feder
400205-11
8.65Grundstellung des Fußbremshebels einstellen x
1 einhängen.
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Ist der Leerweg am Fußbremshebel nicht vorhanden, baut sich im Bremssystem Druck auf die Hinterradbremse auf. Die
Hinterradbremse kann durch Überhitzung ausfallen. Leerweg am Fußbremshebel nach Vorgabe einstellen.
A kontrollieren.
–Feder 1 aushängen.
–Mutter
4 lösen und mit Druckstange 5 zurückdrehen bis der maximale Leerweg
vorhanden ist.
–Zur individuellen Anpassung der Grundstellung des Fußbremshebels Mutter
und Schraube
Info
Der Verstellbereich ist begrenzt.
400232-10
–Druckstange
falls Grundstellung des Fußbremshebels anpassen.
Vorgaben
Leerweg am Fußbremshebel3…5 mm
–Schraube
Vorgaben
Restliche Muttern Fahrgestell
–Druckstange
Vorgaben
Restliche Muttern Fahrgestell
–Feder
8.66Bremsflüssigkeitsstand der Hinterradbremse kontrollieren
5 entsprechend drehen bis der Leerweg A vorhanden ist. Gegebenen-
3 gegenhalten und Mutter 2 festziehen.
5 gegenhalten und Mutter 4 festziehen.
1 einhängen.
2 lösen
3 entsprechend drehen.
M830 Nm
M615 Nm
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
Fachwerkstätte erneuern lassen.
Page 47
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR45
–Fahrzeug senkrecht stellen.
–Bremsflüssigkeitsstand am Schauglas
> Wenn im Schauglas
–Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen. (45)
400234-10
8.67Bremsflüssigkeit der Hinterradbremse nachfüllen x
1 eine Luftblase sichtbar ist:
Warnung
Unfallgefahr Ausfall der Bremsanlage.
–Sinkt der Bremsflüssigkeitsstand unter die MIN Markierung, deutet dies auf Undichtheit im Bremssystem bzw. total
abgenützte Bremsbeläge hin. Bremssystem in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte überprüfen lassen, nicht weiterfahren.
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
1 kontrollieren.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit
DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und
Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Fahrzeug senkrecht stellen.
400233-10
–Schraube
–Bremsflüssigkeit bis zur Markierung
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 (84)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Schraube
–Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
1 mit Membran 2 entfernen.
A auffüllen.
1 mit Membran 2 montieren.
Page 48
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR46
8.68Bremsbeläge der Hinterradbremse kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch abgenützte Bremsbeläge.
–Abgenützte Bremsbeläge unverzüglich in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte erneuern lassen.
–Bremsbeläge auf ihre Belagsstärke A kontrollieren.
> Belagsstärke
Die Belagstärke ist geringer als das angegebene Maß:
–Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln. (47)
400238-10
8.69Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen x
Warnung
Unfallgefahr Unsachgemäß durchgeführte Wartung und Reparatur der Bremse.
–Wartungsarbeiten und Reparaturen an der Bremsanlage immer in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte durchführen
lassen.
A: ≤ 1mm
–Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um den Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken des Bremskolbens die Bremszange
nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
–Sicherungssplinte 1 entfernen, Bolzen 2 herausziehen und Bremsbeläge entneh-
men.
400236-10
8.70Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen x
–Bremszange und Bremszangenträger reinigen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch Verwendung von nicht zugelassenen Bremsbelägen.
–Im Zubehörhandel erhältliche Bremsbeläge sind oft nicht für den Betrieb von KTM-Motorrädern geprüft und zugelassen.
Aufbau und Reibwert der Bremsbeläge und damit auch die Bremsleistung können stark von den Original KTM-Bremsbelägen
abweichen. Werden Bremsbeläge verwendet, die von der Erstausrüstung abweichen, ist nicht gewährleistet, dass diese der
Originalzulassung entsprechen. Das Motorrad entspricht dann nicht mehr dem Auslieferungszustand und es erlischt die
Garantie.
500122-10
–Bremsscheiben kontrollieren. (39)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Blattfeder
1 im Bremssattel und Gleitblech 2 im Bremszangenträger auf richtigen
Sitz kontrollieren.
Info
Der Pfeil auf der Blattfeder zeigt in Drehrichtung der Bremsscheibe.
Page 49
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR47
–Bremsbeläge einsetzen, Bolzen 3 einsetzen und Sicherungssplinte 4 montieren.
Info
Sicherstellen, dass das Entkoppelungsblech 5 am kolbenseitigen Bremsbelag
montiert ist.
–Fußbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen und ein Druckpunkt vorhanden ist.
400237-10
8.71Bremsbeläge der Hinterradbremse wechseln x
Warnung
Hautreizungen Bremsflüssigkeit kann bei Kontakt Hautreizungen verursachen.
–Nicht mit Haut oder Augen in Berührung bringen, von Kindern fernhalten.
–Falls Bremsflüssigkeit in die Augen gelangt, gründlich mit Wasser spülen und sofort einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch überalterte Bremsflüssigkeit.
–Bremsflüssigkeit der Vorderrad- und Hinterradbremse entsprechend dem Wartungsplan in einer autorisierten KTM-
KTM empfiehlt Bremsflüssigkeit DOT 5.1 der Firma Motorex®. Diese hat einen höheren Nasssiedepunkt als Bremsflüssigkeit
DOT 4 und bietet mehr Sicherheit bei hohen Beanspruchungen.
Keinesfalls Bremsflüssigkeit DOT 5 verwenden! Diese basiert auf Silikonöl und ist purpur gefärbt. Dichtungen und
Bremsschläuche sind nicht für Bremsflüssigkeit DOT 5 ausgelegt.
Bringen Sie Bremsflüssigkeit nicht mit lackierten Teilen in Berührung, Bremsflüssigkeit greift Lack an!
Verwenden Sie nur saubere Bremsflüssigkeit aus einem dicht verschlossenem Behälter!
–Bremsbeläge der Hinterradbremse ausbauen. (46)
–Fahrzeug senkrecht stellen.
–Schraube 1 mit Membrane 2 entfernen.
–Bremskolben in die Grundstellung zurückdrücken und sicherstellen, dass keine
Bremsflüssigkeit aus dem Vorratsbehälter überläuft ggf. absaugen.
–Bremsbeläge der Hinterradbremse einbauen. (46)
400233-10
–Bremsflüssigkeit berichtigen bis zur Markierung
Bremsflüssigkeit DOT 5.1 (84)
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Schraube
1 mit Membrane 2 montieren.
–Übergelaufene oder verschüttete Bremsflüssigkeit sofort mit Wasser abwaschen.
A.
8.72Vorderrad ausbauen x
–Motorrad aufbocken. (20)
Page 50
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR48
–Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um die Bremskolben
zurückzudrücken.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken der Bremskolben die Bremszange
nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
400253-10
–Schraube 1 entfernen.
–Schrauben
500084-10
–Vorderrad halten und Steckachse herausziehen. Vorderrad aus der Gabel nehmen.
2 lösen.
Info
Handbremshebel bei ausgebautem Vorderrad nicht betätigen.
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
500085-10
–Distanzbüchsen 3 entfernen.
500086-10
8.73Vorderrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Wellendichtringe
Langzeitfett (86)
–Distanzbüchsen einsetzen.
1 und Lauffläche A der Distanzbüchsen reinigen und fetten.
500086-11
Page 51
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR49
–Vorderrad in die Gabel heben, positionieren und Steckachse einsetzen.
8.74Hinterrad ausbauen x
500084-11
–Schraube
Vorgaben
Schraube Steckachse
vorne
–Handbremshebel mehrmals betätigen bis die Bremsbeläge an der Bremsscheibe
anliegen.
–Motorrad vom Montageständer nehmen. (20)
–Vorderradbremse betätigen und Gabel einige Male kräftig einfedern, damit sich die
Gabelbeine ausrichten.
–Schrauben
Vorgaben
Schraube GabelfaustM815 Nm
–Motorrad aufbocken. (20)
–Bremszange mit der Hand zur Bremsscheibe drücken, um den Bremskolben
zurückzudrücken.
2 montieren und festziehen.
M24x1,540 Nm
3 festziehen.
Info
Sicherstellen, dass beim Zurückdrücken des Bremskolbens die Bremszange
nicht gegen die Speichen gedrückt wird.
400258-10
400260-11
–Mutter
–Kettenspanner
1 entfernen.
2 abnehmen. Steckachse 3 nur so weit herausziehen, dass sich das
Hinterrad nach vorne schieben lässt.
–Hinterrad so weit als möglich nach vorne schieben. Kette vom Kettenrad nehmen.
–Hinterrad halten und Steckachse herausziehen. Hinterrad aus dem Schwingarm
nehmen.
Info
Fußbremshebel bei ausgebautem Hinterrad nicht betätigen.
Das Rad immer so ablegen, dass die Bremsscheibe nicht beschädigt wird.
–Distanzbüchsen 4 entfernen.
8.75Hinterrad einbauen x
Warnung
Unfallgefahr Verringerte Bremswirkung durch Öl oder Fett auf den Bremsscheiben.
–Bremsscheiben unbedingt öl- und fettfrei halten, bei Bedarf mit Bremsenreiniger behandeln.
Page 52
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR50
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
400260-10
400259-10
–Wellendichtringe
Langzeitfett (86)
–Distanzbüchsen einsetzen.
–Hinterrad in den Schwingarm heben, positionieren und Steckachse 2 einsetzen.
–Kette auflegen.
–Kettenspanner 3 positionieren. Mutter 4 montieren, aber noch nicht festziehen.
–Kettenspannung kontrollieren - beim Hinterradeinbau. (35)
–Sicherstellen, dass die Kettenspanner
–Mutter
4 festziehen.
Vorgaben
Mutter Steckachse hinten M20x1,580 Nm
1 und Lauffläche A der Distanzbüchsen reinigen und fetten.
3 an den Einstellschrauben 5 anliegen.
Info
Durch den großen Verstellbereich der Kettenspanner (32 mm) können
verschiedene Sekundär-Übersetzungen bei gleicher Kettenlänge gefahren
werden.
Die Kettenspanner
400225-12
8.76Reifenzustand kontrollieren
3 können um 180° gedreht werden.
Info
Nur von KTM freigegebene Reifen montieren.
Andere Reifen können sich negativ auf das Fahrverhalten auswirken.
Reifentyp, Reifenzustand und Reifenluftdruck beeinflussen das Fahrverhalten des Motorrades.
Vorder- und Hinterrad dürfen nur mit Reifen gleichartiger Profilgestaltung bereift sein.
Abgefahrene Reifen wirken sich besonders auf nassem Untergrund ungünstig auf das Fahrverhalten aus.
–Untersuchen Sie den Reifen auf Schnitte, eingefahrene Gegenstände und andere Beschädigungen.
–Profiltiefe kontrollieren.
> Profiltiefe: ≤ 2mm
Die Profieltiefe ist geringer als das angegebene Maß:
–Reifen erneuern.
Page 53
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR51
8.77Reifenluftdruck kontrollieren
Info
Zu geringer Reifenluftdruck führt zu abnormalen Verschleiß und zur Überhitzung des Reifens.
Richtiger Reifenluftdruck gewährleistet optimalen Fahrkomfort und maximale Lebensdauer des Reifens.
–Staubkappe entfernen.
–Reifenluftdruck bei kalten Reifen kontrollieren.
Reifenluftdruck Gelände
vorne1 bar
hinten1 bar
> Wenn der Reifenluftdruck nicht mit der Vorgabe übereinstimmt:
–Reifenluftdruck berichtigen.
400241-01
8.78Speichenspannung kontrollieren
Warnung
Unfallgefahr Instabiles Fahrverhalten durch lockere Speichen.
–Wird mit lockeren Speichen gefahren, können Speichen reißen. Speichenspannung in einer autorisierten KTM-Fachwerkstätte
korrigieren lassen.
–Staubkappe montieren.
Info
Durch eine lockere Speiche wird das Rad unwuchtig und es lockern sich innerhalb kurzer Zeit andere Speichen.
Sind die Speichen zu fest gespannt, können sie durch lokale Überlastung reißen.
Prüfen Sie die Speichenspannung, besonders am neuen Motorrad, regelmäßig.
–Zur Kontrolle schlagen Sie mit der Klinge eines Schraubendrehers jede Speiche kurz
an.
Vorgaben
Es muss ein heller Ton erklingen.
Speichennippel Vorder-
M4,55 Nm
rad
400228-01
Speichennippel Hinterrad
M55 Nm
Info
Kommt es zu unterschiedlichen Tonfrequenzen an den einzelnen Speichen,
deutet das auf unterschiedliche Speichenspannung hin.
8.79Batterie ausbauen x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Falls Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
–Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–Sitzbank abnehmen. (55)
Page 54
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR52
–Minuskabel 1 der Batterie abklemmen.
8.80Batterie einbauen x
500069-10
500069-11
–Pluspolabdeckung
–Gummiband
–Batterie nach oben entnehmen.
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Batterie in das Batteriefach einsetzen.
450 XC-F, 505 XC-F
Batterie 4Ah (YTX5L-BS) (78)
450 SX-F, 505 SX-F
Bedingungen
Außentemperatur: ≥ 10 °C
Batterie 3Ah (YTX4L-BS) (78)
2 zurückziehen und Pluskabel der Batterie abklemmen.
3 unten aushängen.
Bedingungen
Außentemperatur: ≤ 10 °C
Batterie 4Ah (YTX5L-BS) (78)
–Gummiband
–Pluskabel anklemmen und Pluspolabdeckung
–Minuskabel
1 einhängen.
2 anbringen.
3 anklemmen.
–Sitzbank montieren. (55)
8.81Batterie laden x
Warnung
Verletzungsgefahr Batteriesäure und Batteriegase verursachen schwere Verätzungen.
–Batterien außer Reichweite von Kindern halten.
–Tragen Sie geeignete Schutzkleidung und eine Schutzbrille.
–Kontakt mit Batteriesäure und Batteriegasen vermeiden.
–Funken oder offene Flammen von der Batterie fern halten. Laden nur in gut belüfteten Räumen.
–Bei Hautkontakt mit reichlich Wasser abspülen. Falls Batteriesäure in die Augen gelangt, mindestens 15 Minuten lang mit
Wasser ausspülen und einen Arzt aufsuchen.
Warnung
Umweltgefährdung Bauteile und Säure der Batterie belasten die Umwelt.
–Batterien nicht in den Hausmüll werfen. Defekte oder verbrauchte Batterien bei einer Rücknahmestelle für Altbatterien
Auch wenn die Batterie nicht belastet wird, verliert sie täglich an Ladung.
Sehr wichtig für die Lebensdauer der Batterie ist der Ladezustand und die Art der Ladung.
Schnellladungen mit höherem Ladestrom wirken sich negativ auf die Lebensdauer aus.
Wird Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit überschritten, entweicht Elektrolyt über die Sicherheitsventile. Dadurch verliert
die Batterie an Kapazität.
Wenn die Batterie leergestartet wurde, ist sie unverzüglich zu laden.
Bei längerer Standzeit in entladenem Zustand tritt Tiefentladung und Sulfatierung ein und die Batterie wird zerstört.
Die Batterie ist wartungsfrei, das heißt die Kontrolle des Säurestandes entfällt.
–Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–Sitzbank abnehmen. (55)
–Minuskabel der Batterie abklemmen, um Schäden an der Bordelektronik zu
vermeiden.
–Ladegerät an die Batterie anklemmen. Ladegerät einschalten.
Batterieladegerät (58429074000)
Zusätzlich können Sie mit diesem Ladegerät Ruhespannung, Startfähigkeit der
Batterie und den Generator testen. Außerdem ist mit diesem Gerät ein Überladen
der Batterie unmöglich.
Info
400240-10
Deckel 1 keinesfalls entfernen.
Batterie laut Angaben
2 auf dem Batteriegehäuse laden.
8.82Sicherung ausbauen
8.83Sicherung einbauen
400270-10
–Ladegerät nach dem Laden ausschalten. Batterie anklemmen.
Vorgaben
Ladestrom, Ladespannung und Ladezeit dürfen nicht überschritten werden.
Batterie regelmäßig nachladen, wenn
3 Monate
das Motorrad nicht in Betrieb genommen wird:
–Sitzbank montieren. (55)
–Alle Verbraucher ausschalten und Motor abstellen.
–Luftfilterkastendeckel ausbauen. (60)
–Schutzkappe 1 abnehmen.
Info
Die Sicherung 2 befindet sich im Startrelais 3 unter dem Filterkastendeckel.
–Sicherung
2 entfernen.
Warnung
Brandgefahr Durch die Verwendung falscher Sicherungen kann die elektrische Anlage überlastet werden.
–Nur Sicherungen mit der vorgeschriebenen Ampere-Zahl verwenden. Sicherungen niemals überbrücken oder instandsetzen.
Page 56
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR54
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
–Schraube 1 entfernen. Die Sitzbank hinten anheben, zurückziehen und dann nach
oben abnehmen.
500080-10
8.88Sitzbank montieren
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Sitzbank vorne an der Bundbüchse vom Kraftstofftank einhängen, hinten absenken
und gleichzeitig nach vorne schieben.
–Sicherstellen, dass die Sitzbank richtig eingerastet ist.
–Schraube der Sitzbankbefestigung montieren und festziehen.
Vorgaben
500068-01
Restliche Schrauben
Fahrgestell
M610 Nm
8.89Kraftstofftank ausbauen x
500065-10
–Sitzbank abnehmen. (55)
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden
Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf achten, dass
kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet
wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung
aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum Kraftstoff tanken
beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser
spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit
Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt
aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff
ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von
Kindern fernhalten.
–Kraftstoffhahn schließen und Kraftstoffschlauch abziehen.
–Schrauben
–Schraube 2 mit Bundbüchse entfernen.
–Schlauch der Kraftstofftankentlüftung abziehen.
1 mit Bundbüchse entfernen.
500066-10
Page 58
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR56
–Beide Spoiler seitlich von der Kühlerbefestigung 3 ziehen und Kraftstofftank nach
oben abnehmen.
500067-10
8.90Kraftstofftank einbauen x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden
Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen. Darauf achten, dass
kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet
wird. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung
aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben zum Kraftstoff tanken
500067-01
beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen.
Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser
spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit
Wasser und Seife reinigen. Wurde Kraftstoff verschluckt, sofort einen
Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln.
500066-11
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Kraftstofftank positionieren und beide Spoiler seitlich an der Kühlerbefestigung
einhängen.
–Sicherstellen, dass keine Kabel bzw. Bowdenzüge eingeklemmt oder beschädigt
werden.
–Schlauch der Kraftstofftankentlüftung aufstecken.
–Schraube
1 mit Bundbüchse montieren und festziehen.
Vorgaben
Restliche Schrauben
M610 Nm
Fahrgestell
–Schrauben 2 mit Bundbüchse montieren und festziehen.
Durch die Wasserpumpe 1 im Motor ist ein Zwangsumlauf der Kühlflüssigkeit gegeben.
Der bei Erwärmung entstehende Druck im Kühlsystem wird durch ein Ventil im
Kühlerverschluss
zulässig, ohne dass mit Funktionsstörungen zu rechnen ist.
120 °C
Kühlflüssigkeit (84)
Die Kühlung erfolgt durch den Fahrtwind.
Je niedriger die Geschwindigkeit, desto geringer die Kühlwirkung. Ebenso verringern
400242-10
8.92Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
schmutzige Kühlrippen die Kühlwirkung.
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
2 geregelt. Dadurch ist die angegebene Kühlflüssigkeitstemperatur
–Motorrad senkrecht stellen.
–Kühlerverschluss abnehmen.
–Frostschutz der Kühlflüssigkeit kontrollieren.
-25…-45 °C
> Wenn der Frostschutz der Kühlflüssigkeit nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Frostschutz der Kühlflüssigkeit korrigieren.
–Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
400243-10
Kühlflüssigkeitsstand
Kühlerlamellen.:
A über den
10 mm
> Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
Kühlflüssigkeit (84)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (84)
–Kühlerverschluss montieren.
8.93Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
Page 60
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR58
–Motorrad senkrecht stellen.
–Kühlerverschluss abnehmen.
–Kühlflüssigkeitsstand im Kühler kontrollieren.
Kühlflüssigkeitsstand A über den
Kühlerlamellen.:
> Wenn der Kühlflüssigkeitsstand nicht mit Vorgabe übereinstimmt:
–Kühlflüssigkeitsstand korrigieren.
Alternativ 1
400243-10
Kühlflüssigkeit (84)
Alternativ 2
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (84)
–Kühlerverschluss montieren.
8.94Kühlflüssigkeit ablassen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Kühlmittel wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß und steht unter Druck.
–Kühler, Kühlerschläuche und sonstige Bauteile des Kühlsystems nicht bei betriebswarmen Motor öffnen. Motor und
Kühlsystem abkühlen lassen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
10 mm
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
–Motorrad senkrecht stellen.
–Geeignetes Gefäß unter den Wasserpumpendeckel bereitstellen.
–Schraube
1 entfernen. Kühlerverschluss 2 abnehmen.
–Kühlflüssigkeit vollständig ablaufen lassen.
–Schraube 1 mit neuem Dichtring montieren und festziehen.
Vorgaben
Schraube Wasserpum-
M610 Nm
pendeckel
400242-11
8.95Kühlflüssigkeit einfüllen x
Warnung
Vergiftungsgefahr Kühlflüssigkeit ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kühlflüssigkeit nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Bei Augenkontakt sofort mit Wasser spülen und
einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen. Wurde Kühlflüssigkeit verschluckt
sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kühlflüssigkeit kontaktierte Bekleidung wechseln. Kühlflüssigkeit außer Reichweite von
Kindern halten.
400244-10
–Sicherstellen, dass die Schraube 1 festgezogen ist.
–Motorrad senkrecht stellen.
–Kühlflüssigkeit bis zum Maß A über den Kühlerlamellen einfüllen.
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
–Feder 1 aushängen.
–Schrauben
400250-10
8.97Enddämpfer einbauen
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Enddämpfer montieren. Schrauben
Vorgaben
Restliche Schrauben
Fahrgestell
2 entfernen und Enddämpfer abnehmen.
1 montieren und festziehen.
M610 Nm
–Feder 2 einhängen.
400250-11
8.98Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers
Der Enddämpfer ist mit Glasfasergarn gefüllt.
Im Laufe der Zeit verflüchtigen sich die Fasern des Dämmstoffes ins Freie, der Dämpfer "brennt" aus.
Neben einem erhöhten Geräuschpegel verändert sich dadurch auch die Leistungscharakteristik.
8.99Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen x
Warnung
Verbrennungsgefahr Die Auspuffanlage wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–Auspuffanlage abkühlen lassen. Heiße Teile nicht berühren.
–Enddämpfer ausbauen. (59)
–Schrauben der Verschlusskappe 1 entfernen. Verschlusskappe und Außenrohr 2
abnehmen.
0011
–Glasfasergarnfüllung
–Teile die wieder verbaut werden, reinigen.
3 vom Innenrohr 4 ziehen.
0022
0044
0033
400256-10
Page 62
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR60
8.100Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen x
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
0011
0022
–Glasfasergarnfüllung über das Innenrohr schieben.
–Außenrohr über die Glasfasergarnfüllung schieben.
–Verschlusskappe in das Außenrohr stecken. Alle Schrauben montieren und
festziehen.
–Enddämpfer einbauen. (59)
0044
0033
400256-10
8.101Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers wechseln x
–Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers ausbauen. (59)
–Glasfasergarnfüllung des Enddämpfers einbauen. (60)
8.102Luftfilterkastendeckel ausbauen
–Luftfilterkastendeckel im Bereich A seitlich abziehen und nach vorne abnehmen.
400251-10
8.103Luftfilterkastendeckel einbauen
–Luftfilterkastendeckel im hinteren Bereich A einhängen und im vorderen Bereich
B einrasten.
400251-11
Page 63
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR61
8.104Luftfilter ausbauen x
Hinweis
Motorschaden Nicht gefilterte Ansaugluft wirkt sich negativ auf die Haltbarkeit des Motors aus.
–Motorrad nie ohne Luftfilter in Betrieb nehmen, da Staub und Schmutz in den Motor gelangen und zu erhöhtem Verschleiß führen.
Luftfilter nicht mit Kraftstoff oder Petroleum reinigen, da diese Mittel den Schaumstoff angreifen.
–Luftfilter ausbauen. (61)
–Luftfilter in spezieller Reinigungsflüssigkeit gründlich auswaschen und gut trocknen lassen.
Reinigungsmittel für Schaumstoff-Luftfilter (86)
Info
Luftfilter nur ausdrücken, keinesfalls auswringen.
–Trockenen Luftfilter mit einem hochwertigen Filteröl einölen.
Öl für Schaumstoff-Luftfilter (86)
–Luftfilterkasten reinigen.
–Vergasermanschette auf Beschädigung und festen Sitz kontrollieren.
–Luftfilter einbauen. (61)
Page 64
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR62
8.107Grundstellung des Kupplungshebels einstellen
–Grundstellung des Kupplungshebels mit der Einstellschraube 1 an die Handgröße
anpassen.
Info
Wenn die Einstellschraube im Uhrzeigersinn verdreht wird, entfernt sich der
Kupplungshebel vom Lenker.
Wenn die Einstellschraube gegen den Uhrzeigersinn verdreht wird, nähert
sich der Kupplungshebel dem Lenker.
Der Verstellbereich ist begrenzt.
400195-11
8.108Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung kontrollieren
Info
Der Flüssigkeitsstand steigt mit zunehmendem Verschleiß der Kupplungsbelaglamellen.
Keine Bremsflüssigkeit verwenden.
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
–Den am Lenker montierten Vorratsbehälter der hydraulischen Kupplung in waagrechte
Position bringen.
–Schrauben
–Deckel
400245-10
–Entlüftungsspritze 4 mit der passenden Flüssigkeit füllen.
Entlüftungsspritze (50329050000)
Hydrauliköl (84)
1 entfernen.
2 mit Membrane 3 abnehmen.
400246-10
–Am Nehmerzylinder die Entlüftungsschraube 5 entfernen und Entlüftungsspritze 4
montieren.
Page 65
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR63
–Nun so lange die Flüssigkeit in das System drücken, bis sie an der Bohrung 6 des
Geberzylinders blasenfrei austritt.
–Zwischendurch Flüssigkeit aus dem Vorratsbehälter des Geberzylinders absaugen,
um ein Überlaufen zu verhindern.
–Entlüftungsspritze entfernen. Entlüftungsschraube montieren und festziehen.
–Flüssigkeitsstand der hydraulischen Kupplung berichtigen.
Vorgaben
8.110Vergaser - Leerlauf
400247-10
Flüssigkeitsstand unter Behälteroberkante:
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Membrane, Deckel und Schrauben montieren.
Die Leerlaufeinstellung des Vergasers wirkt sich stark auf das Startverhalten, einen
stabilen Leerlauf und das Ansprechverhalten beim Gas geben aus. Das heißt, ein Motor
mit korrekt eingestelltem Leerlauf wird sich leichter starten lassen als einer mit falsch
eingestelltem Leerlauf.
Info
Der Vergaser und seine Bauteile unterliegt durch Motorvibration erhöhtem
Verschleiß. Durch Abnutzung kann es zu Fehlfunktionen kommen.
4mm
400266-10
8.111Vergaser - Leerlauf einstellen x
400266-10
Die Leerlaufdrehzahl wird mit der Stellschraube
1 eingestellt.
Das Leerlaufgemisch mit der Leerlaufgemisch-Regulierschraube 2 eingestellt.
–Leerlaufgemisch-Regulierschraube 2 bis zum Anschlag eindrehen und auf die
vorgegebene Grundeinstellung drehen.
Vorgaben
Leerlaufgemisch-Regulierschraube
offen1,5 Umdrehungen
Einstellwerkzeug für Gemischregulierschraube (77329034000)
Stellung merken und die Leerlaufgemisch-Regulierschraube nun langsam gegen den
Uhrzeigersinn drehen, bis die Leerlaufdrehzahl wieder sinkt.
Page 66
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR64
–Zwischen diesen beiden Stellungen den Punkt mit der höchsten Leerlaufdrehzahl
einstellen.
Info
Sollte es dabei zu einem größeren Drehzahlanstieg kommen, die Leerlaufdrehzahl auf normales Niveau reduzieren und die vorangegangenen
Arbeitsschritte nochmals durchführen.
Der Extremsportfahrer wird von diesem Idealwert ca. 1/4 Umdrehung magerer
(im Uhrzeigersinn) einstellen, da sein Motor im Sporteinsatz heißer wird.
Kommt man mit der hier beschriebenen Vorgehensweise zu keinem
befriedigendem Ergebnis, kann eine falsch dimensionierte Leerlaufdüse die
Ursache dafür sein.
Sollte die Leerlaufgemisch-Regulierschraube bis zum Anschlag eingedreht
sein und es gab keine Drehzahlveränderung, muss eine kleinere Leerlaufdüse
eingesetzt werden.
Die Leerlaufgemisch-Regulierschraube darf maximal zwei Umdrehungen
geöffnet sein. Sind mehr als zwei Umdrehungen notwendig (fettes Gemisch),
ist eine größere Leerlaufdüse zu verwenden.
Nach einem Düsenwechsel ist mit den Einstellarbeiten von vorne zu
beginnen.
Bei größeren Außentemperaturveränderungen und extrem verschiedenen
Höhenlagen sollte der Leerlauf erneut eingestellt werden.
8.112Schwimmerkammer des Vergasers entleeren x
Gefahr
Brandgefahr Kraftstoff ist leicht entflammbar.
–Motorrad nicht in der Nähe von offenen Flammen bzw. brennenden Zigaretten tanken und den Motor immer abstellen.
Darauf achten, dass kein Kraftstoff insbesondere auf heiße Teile des Motorrads verschüttet wird. Verschütteten Kraftstoff
sofort aufwischen.
–Der im Kraftstofftank vorhandene Kraftstoff dehnt sich bei Erwärmung aus und kann bei Überfüllung austreten. Angaben
zum Kraftstoff tanken beachten.
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen.
Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff
ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Warnung
Umweltgefährdung Unsachgemäßer Umgang mit Kraftstoff gefährdet die Umwelt.
–Kraftstoff darf nicht in das Grundwasser, den Boden oder in die Kanalisation gelangen.
Info
Führen Sie diese Arbeit bei kaltem Motor aus.
–Drehgriff
–Drehgriff
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400201-109)
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
1 am Kraftstoffhahn in Stellung OFF drehen. (Abbildung 400200-109)
Es fließt kein Kraftstoff mehr vom Tank zum Vergaser.
Page 67
WARTUNGSARBEITEN AN FAHRGESTELL UND MOTOR65
–Leiten Sie den Schlauch, der hinter dem Motor nach unten führt in ein geeignetes
Gefäß.
Info
Wasser in der Schwimmerkammer führt zu Funktionsstörungen.
–Öffnen Sie die Schraube 1 (gegen den Uhrzeigersinn drehen) einige Umdrehungen
und lassen Sie den Kraftstoff aus der Schwimmerkammer abfließen.
–Schraube
400239-10
8.113Motorölstand kontrollieren
Info
Der Motorölstand kann bei kaltem und betriebswarmem Motor kontrolliert werden.
–Motorrad senkrecht stellen auf einer waagrechten Fläche.
Bedingungen
Motor ist betriebswarm.
–Motorölstand kontrollieren.
Das Motoröl steht bis zur Schauglas-Oberkante B.
> Wenn das Motoröl nicht bis zur Schauglas-Oberkante reicht:
1 festziehen.
–Motoröl nachfüllen. (68)
400212-10
Bedingungen
Motor ist kalt.
–Motorölstand kontrollieren.
Das Motoröl steht bis zur Schauglas-Unterkante
A.
> Wenn das Motoröl nicht bis zur Schauglas-Unterkante reicht:
–Motoröl nachfüllen. (68)
400212-10
8.114Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen x
Das Motoröl ist bei betriebswarmem Motor abzulassen.
–Motorrad auf waagrechter Fläche am Seitenständer abstellen.
–Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
–Ölablassschraube
–Motoröl vollständig ablaufen lassen.
–Ölablassschraube mit Magnet gründlich reinigen.
–Dichtfläche am Motor reinigen.
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Ölablassschraube
400261-10
Vorgaben
Ölablassschraube mit
Magnet
–Ölsieb reinigen. (66)
8.116Ölsieb reinigen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
–Geeignetes Gefäß unter den Motor bereitstellen.
–Verschlussschraube 1 mit einigen leichten Hammerschlägen entspannen.
–Verschlussschraube
1 mit Ölsieb 2 und O-Ringen entfernen.
–Restliches Motoröl ablaufen lassen.
–Teile und Dichtfläche gründlich reinigen.
–Teile auf Beschädigungen und Verschleiß kontrollieren.Beschädigte bzw.
verschlissene Teile erneuern.
–Verschlussschraube
1 mit Ölsieb 2 und O-Ringen montieren und festziehen.
Vorgaben
400261-11
Verschlussschraube Öl-
M32x1,530 Nm
sieb
8.117Ölfilter ausbauen x
Warnung
Verbrühungsgefahr Motoröl wird beim Betrieb des Motorrades sehr heiß.
–Geeignete Schutzkleidung und Schutzhandschuhe tragen. Bei Verbrühung die Stellen sofort unter kaltes Wasser halten.
Motor dreht nicht hochVergaser läuft über, weil Schwimmernadel
verschmutzt oder abgenützt ist.
lockere Vergaserdüsen–Vergaser kontrollieren lassen.
elektronische Zündverstellung defekt–Zündanlage kontrollieren lassen.
Motor hat zu wenig LeistungKraftstoffzufuhr unterbrochen–Tankentlüftung überprüfen.
Luftfilter stark verschmutzt– Luftfilter reinigen. (61)
Auspuffanlage undicht, deformiert oder zu
wenig Glasfasergarnfüllung im Enddämpfer.
Ventilspiel zu gering–Ventilspiel einstellen lassen.
elektronische Zündverstellung defekt–Zündanlage kontrollieren lassen.
Motor setzt aus oder patscht in den
Vergaser.
Motor wird übermäßig heißzu wenig Kühlflüssigkeit im Kühlsystem–Kühlsystem auf Dichtheit kontrollieren
hoher ÖlverbrauchSchlauch der Motorentlüftung geknickt–Entlüftungsschlauch knickfrei verlegen
Batterie entladenBatterie wird vom Generator nicht geladen – Elektrische Anlage kontrollieren lassen.
Kraftstoffmangel–Kraftstoffsystem und Vergaser reinigen
Motor saugt Falschluft an– Gummimuffe und Vergaser auf festen
zu wenig Fahrtwind–Motor im Stand abstellen.
Kühlerlamellen stark verschmutzt–Kühlerlamellen reinigen.
Schaumbildung im Kühlsystem–Kühlflüssigkeit ablassen. (58)
Reinigen Sie das Motorrad regelmäßig, der Wert und die Optik bleiben so über eine lange Zeit erhalten.
Direkte Sonneneinstrahlung auf das Motorrad während der Reinigung vermeiden.
–Vor jeder Reinigung muss die Auspuffanlage verschlossen werden um das Eindringen von Wasser zu verhindern.
–Groben Schmutz vorher mit einem weichen Wasserstrahl entfernen.
–Stark verschmutzte Stellen mit einem handelsüblichen Motorradreiniger einsprühen und zusätzlich mit einem Pinsel bearbeiten.
Motorradreiniger (86)
Info
Verwenden Sie warmes Wasser, dem ein handelsüblicher Motorradreiniger zugesetzt ist und einen weichen Schwamm.
–Nachdem das Motorrad gründlich mit einem weichen Wasserstrahl abgespült wurde, sollte es gut trocknen.
–Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. (64)
Warnung
Unfallgefahr Verminderte Bremswirkung durch nasse oder verschmutzte Bremsen.
–Verschmutzte oder nasse Bremsen vorsichtig sauber- bzw. trockenbremsen.
–Fahren Sie nach der Reinigung ein kurzes Stück, bis der Motor die Betriebstemperatur erreicht hat und betätigen Sie dabei auch
die Bremsen.
Info
Durch die Wärme verdunstet das Wasser auch an den unzugänglichen Stellen des Motors und der Bremsen.
–Schieben Sie die Schutzkappen an den Lenkerarmaturen zurück, damit auch hier eingedrungenes Wasser verdunsten kann.
–Nach dem Abkühlen des Motorrades sind alle Gleit- und Lagerstellen zu ölen oder zu fetten.
–Kette reinigen. (34)
–Blanke Metallteile (Ausnahme Bremsscheiben und Auspuffanlage) mit Korrosionsschutzmittel behandeln.
Reinigungs- und Pflegemittel für Metall, Gummi und Kunststoff (86)
–Alle lackierten Teile mit einem milden Lackpflegemittel behandeln.
Hochglanz-Politur für Lacke (87)
–Um Störungen in der Elektrik vorzubeugen, elektrische Kontakte und Schalter mit Kontaktspray behandeln.
Kontaktspray (87)
Page 74
LAGERUNG72
11LAGERUNG
Lagerung
11.1
Warnung
Vergiftungsgefahr Kraftstoff ist giftig und gesundheitsschädlich.
–Kraftstoff nicht mit Haut, Augen und Kleidung in Berührung bringen. Kraftstoffdämpfe nicht einatmen. Bei Augenkontakt
sofort mit Wasser spülen und einen Arzt aufsuchen. Kontaktierte Hautstellen sofort mit Wasser und Seife reinigen.
Wurde Kraftstoff verschluckt sofort einen Arzt aufsuchen. Mit Kraftstoff kontaktierte Bekleidung wechseln. Kraftstoff
ordnungsgemäß in einem geeigneten Kanister aufbewahren und von Kindern fernhalten.
Info
Wenn Sie das Motorrad für längere Zeit stilllegen wollen, sollten Sie folgende Maßnahmen durchführen oder durchführen lassen.
Info
Prüfen Sie vor der Stilllegung des Motorrades alle Teile auf Funktion und Verschleiß. Wenn Servicearbeiten, Reparaturen oder
Umbauten notwendig sind, sollten diese während der Stilllegung (geringere Auslastung der Werkstätten) durchgeführt werden.
So können Sie lange Wartezeiten in den Werkstätten zu Saisonbeginn vermeiden.
–Motorrad reinigen. (71)
–Motoröl und Ölfilter wechseln, Ölsieb reinigen. (65)
–Frostschutz und Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. (57)
–Zündkerze entfernen und durch das Kerzenloch Motoröl in den Zylinder füllen.
Vorgaben
5cm³
–Startermotor betätigen um das Motoröl an der Zylinderwand zu verteilen.
Vorgaben
5s
–Zündkerze wieder montieren.
–Kraftstoff aus dem Tank in einen entsprechenden Behälter ablassen.
–Schwimmerkammer des Vergasers entleeren. (64)
–Reifenluftdruck kontrollieren. (51)
–Batterie ausbauen. (51)
–Batterie laden. (52)
Vorgaben
Lagertemperatur der Batterie ohne direkte Sonneneinstrahlung: 0…35 °C
–Der Lagerplatz sollte trocken sein und keinen großen Temperaturschwankungen unterliegen.
–Das Motorrad decken Sie am Besten mit einer luftdurchlässigen Plane oder Decke ab. Luftundurchlässige Materialien sollten
keinesfalls verwendet werden, da Feuchtigkeit nicht entweichen kann und dadurch Korrosion entsteht.
Info
Es ist sehr schlecht, den Motor des stillgelegten Motorrades kurzzeitig laufen zu lassen. Da der Motor dabei nicht genügend
warm wird, kondensiert der beim Verbrennungsvorgang entstehende Wasserdampf und bringt Ventile und Auspuff zum
Rosten.
Page 75
TECHNISCHE DATEN - MOTOR73
12TECHNISCHEDATEN -MOTOR
Bauart1-Zylinder 4-Takt Otto-Motor, flüssigkeitsgekühlt
Hubraum (450 SX-F, 450 XC-F)449,3 cm³
Hubraum (505 SX-F, 505 XC-F)477,5 cm³
Hub60,8 mm
Bohrung (450 SX-F, 450 XC-F)97 mm
Bohrung (505 SX-F, 505 XC-F)100 mm
Verdichtung12,5:1
Leerlaufdrehzahl1.600…1.650 1/min
Steuerung4 Ventile über Schlepphebel und 2 Nockenwellen gesteuert,
Antrieb über Stirnradpaar und Zahnkette
Ventildurchmesser Einlass40,4 mm
Ventildurchmesser Auslass31,7 mm
Ventilspiel kalt Einlass0,07…0,13 mm
Ventilspiel kalt Auslass0,12…0,18 mm
Kurbelwellenlagerung2 Zylinderrollenlager
PleuellagerNadellager
Kolbenbolzenlager (450 SX-F, 450 XC-F)Bronzebuchse
Kolbenbolzenlager (505 SX-F, 505 XC-F)keine Lagerbuchse - DLC beschichteter Kolbenbolzen
KolbenLeichtmetall geschmiedet
Kolbenringe1 Kompressionsring, 1 Ölabstreifring
MotorschmierungDruckumlaufschmierung mit 3 Rotorpumpen
Primärübersetzung29:74
Getriebeübersetzung
Getriebeübersetzung (450 SX-F, 505 SX-F)
1. Gang17:32
2. Gang19:30
3. Gang21:28
4. Gang23:26
Getriebeübersetzung (450 XC-F, 505 XC-F)
1. Gang16:34
2. Gang19:31
3. Gang20:26
4. Gang23:25
5. Gang26:24
Generator Leistung
6.000 1/min42 W
Zündanlagekontaktlos gesteuerte vollelektonische Zündanlage mit digitaler
Zündverstellung, Typ Kokusan
ZündkerzeNGK CR 9 EKB
Elektrodenabstand Zündkerze0,7 mm
KühlungFlüssigkeitskühlung, permanente Umwälzung der Kühlflüssigkeit
durch Wasserpumpe
StarthilfeE-Starter
Page 76
TECHNISCHE DATEN - MOTOR74
12.1Füllmenge - Motoröl
Motoröl1,35 lMotoröl (84)
12.2Füllmenge - Kühlflüssigkeit
Kühlflüssigkeit1,2 lKühlflüssigkeit (84)
Kühlflüssigkeit (gebrauchsfertig gemischt) (84)
Page 77
TECHNISCHE DATEN - ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR75
13TECHNISCHEDATEN -ANZUGSDREHMOMENTE MOTOR
Düse MotorgehäuseentlüftungM4Loctite®243™ (86)
Öldüse zur KolbenkühlungM44 NmLoctite®243™ (86)
hinten1 bar
Übersetzung Hinterrad14:52
Kette5/8 x 1/4"
Lieferbare Kettenräder38, 40, 42, 45, 48, 49, 50, 51, 52
Steuerkopfwinkel63,5°
Radstand1.465…1.485 mm
Sitzhöhe unbelastet925 mm
Bodenfreiheit unbelastet380 mm
Gewicht ohne Kraftstoff (450 SX-F, 505 SX-F)104,6 kg
Gewicht ohne Kraftstoff (450 XC-F, 505 XC-F)108,3 kg
Höchstzulässige Achslast vorne145 kg
Höchstzulässige Achslast hinten190 kg
Höchstzulässiges Gesamtgewicht335 kg
Batterie 3Ah (450 SX-F, 505 SX-F)YTX4L-BSBatterie-Spannung: 12 V
Nennkapazität: 3 Ah
wartungsfrei
Batterie 4AhYTX5L-BSBatterie-Spannung: 12 V
Nennkapazität: 4 Ah
wartungsfrei
GültigkeitBereifung vorneBereifung hinten
(450 SX-F, 505 SX-F)80/100 - 21 51 M TT Bridgestone M59110/90 - 19 62 M TT Bridgestone M70
(450 XC-F, 505 XC-F)80/100 - 21 51 M TT Bridgestone M59110/100 - 18 64 M TT Bridgestone M402
Druckstufendämpfung High Speed (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard1 Umdrehung
Zugstufendämpfung (450 SX-F, 505 SX-F)
Komfort25 Klicks
Standard23 Klicks
Sport22 Klicks
Zugstufendämpfung (450 XC-F, 505 XC-F)
Standard23 Klicks
Federvorspannung7 mm
Federrate
Gewicht Fahrer: 65…75 kg66 N/mm
Gewicht Fahrer: 75…85 kg69 N/mm
Gewicht Fahrer: 85…95 kg72 N/mm
Federlänge250 mm
Gasdruck10 bar
Statischer Durchhang33 mm
Fahrtdurchhang (450 SX-F, 505 SX-F)107 mm
Fahrtdurchhang (450 XC-F, 505 XC-F)110 mm
Einbaulänge411 mm