°Garantierter Treiberstrom auf 30mA oder 100mA einstellbar
°Ausgänge TTL kompatibel bei kleinem Laststrom
°Integrierte Freilaufdioden
°Kurze Schaltzeiten und hohe Slew-Rate
°Schmitt-Trigger Eingänge mit integrierter Pull-Up
Stromquelle und Kappdioden
°Eingänge kompatibel zu TTL- und CMOS-Pegeln
°Verschiebung der Schaltschwellen durch getrennte
Versorgung der Eingänge möglich
°On-Chip Temperaturschutzschaltung mit Hysterese
°Erweiterter Temperaturbereich von -25..+85°C
Der Baustein iC-VX ist ein monolithischer 3-Kanal Leitungstreiber mit komplementären Ausgängen für 24VApplikationen.
Die Schmitt-Trigger Eingänge enthalten Pull-Up Stromquellen und arbeiten an separater Versorgungsspannung; ihr Bezugspotential ist innerhalb des Bereiches der Endstufenversorgung verschiebbar, um die
Schaltschwellen der Anwendung anpassen zu können.
Der garantierte Treiberstrom ist einstellbar und beträgt 30mA (Pin PROG offen) oder 100mA (Pin PROG an
VSUB). Bei geringer Belastung sind die Treiber durch reduzierte Sättigungsspannungen T TL-kompatibel. Die
Endstufen sind strombegrenzt und durch die Abschaltung bei Übertemperatur gegen thermische Zerstörung
geschützt. Durch die Hysterese der Temperaturschutzschaltung t akten die Treiberausgänge abhängig von der
iC-Verlustleistung bis zum Wegfall der Überlast.
Für 30mA Treiberstrom ist die Kurzschlussfestigkeit direkt durch das iC, für 100mA Treiberstrom in 24VApplikationen durch 30S Vorwiderstände gewährleistet.
Freilaufdioden an den Ausgängen schützen das iC gegen Echos fehlangepasster Leitungen. Die Ein- und
Ausgänge der Kanäle sind mit Dioden gegen Zerstörung durch ESD geschützt.
GEHÄUSE SO16W, TSSOP20 nach JEDEC-Standard
ANSCHLUSSBELEGUNG SO16WPIN-FUNKTIONEN
(von oben)NameFunktion
E1Eingang Kanal 1
E2Eingang Kanal 2
VCCVersorgungsspannung der Eingänge (+5V)
VEEBezugspotential der Eingänge (0V)
PROGUmschaltung für Treiberstrom
(offen 30mA, PROG an VSUB 100mA)
VT+4.5..+30V Bias-Versorgungssspannung
E3Eingang Kanal 3
VB2+4.5..+30V Treiber-Versorgungsspannung
NA3Ausgang Kanal 3, invertiert
A3Ausgang Kanal 3
NA2Ausgang Kanal 2, invertiert
ANSCHLUSSBELEGUNG TSSOP20tp 4.4mmVSUBSubstrat-Potential, GND
(von oben)A2Ausgang Kanal 2
n.c.
VCC
VEE
PROG
VT
E3
VB2
n.c.
1
2
E1
3
E2
4
5
6
7
8
9
10
20
n.c.
19
VB
18
A1
17
NA1
16
A2
15
VSUB
14
NA2
13
A3
12
NA3
11
n.c.
NA1Ausgang Kanal 1, invertiert
A1Ausgang Kanal 1
VB1+4.5..+30V Treiber-Versorgungsspannung
Für 100mA Treiberstrom müssen die Pins VB1 und
VB2 beide angeschlossen werden.
Zur Verbesserung der Wärmeabfuhr bietet das
TSSOP20-Gehäuse einen großflächigen Pad zur
Auflötung (eine Verbindung ist nur mit VSUB
zulässig).
G001 VCC-VEE Versorgungsspannung für Eingänge012V
G002 VB1, VB2 Positive Versorgungsspannung
der Ausgangsstufen
G003 VTBias-Versorgungsspannung030V
G004 V(PROG) Spannung an PROG02V
G005 I(A,NA)Strom in Ausgängen A1..3, NA1..3-300300mA
G006 I(E)Strom in Eingängen E1..3-88mA
E001 Vd()ESD-Prüfspannung, alle Ein- und
Leitungstreiber für die Steuerungstechnik koppeln digitale Signale mit TTL- oder CMOS-Pegeln über Leitungen
an 24V-Systeme. Wegen möglicher Leitungskurzschlüsse sind die Treiber strombegrenzt und schalten bei
Übertemperatur ab.
Die Schaltschwellen der Schm itt-Trigger Eingänge sind beim Baustein iC-VX mit der Wahl der Versorgungsspannungen VCC und VEE im Bereich der Endstufenversorgung VB verschiebbar.
Die Programmierung des Treiberstromes auf 30mA oder 100mA erlaubt eine optimale Anpassung je nach
Leitungslänge und geforderter Übertragungsrate. Für den hohen Treiberstrom sind externe Vorwiderstände
vorzusehen, um die Kurzschlussfestigkeit in 24V-Anwendungen zu gewährleisten. Diese Vorwiderstände
verbessern zudem die Anpassung des Treibers an den Leitungswellenwiderstand.
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iC-VX
LEITUNGSTREIBER, 3 KANÄLE KOMPLEMENTÄR
Ausgabe C1, Seite 7/11
BEISPIEL 1: Kurze Leitungen
Kurze Leitungen von z.B. 5m stellen für das iC näherungsweise kapazitive Last dar; eine Anpassung des Wellen-
widerstands ist nicht erforderlich. Mit jeder Schaltflanke treten im iC Umschaltverluste pro Kanal von Pc = 1/2 VB
× I(A) auf. Die Lastkapazität wird mit dem garantierten Treiberstrom von I(A)$ 30mA umgeladen. Diese
Umschaltverluste bestimmen die mögliche Grenzfrequenz, da die hohe Chip-Verlustleistung ohne Kühlung zum
Abschalten des iCs führt. Bei großer kapazitiver Last kann die Übertragungsrate auch durch Abfall- und
Anstiegszeiten begrenzt werden, die den Signalhub verkleinern.
Bild 1 zeigt als typische Anwendung die Übertragung der Ausgangssignale eines Inkremental-Drehgebers (Spur
A, Spur B, Nullimpuls Z) an eine Steuerung (SPS). Die durch die Verlustleistung eingeschränkte maximale
Signalfrequenz lässt sich durch die Normierung auf die Randwerte des Beispiels für kurze Leitungen abschätzen:
2
413
f
max
500
.
200
kHz
pF
×
CL
24
V
×
VB
K&T
×
70
K
75K/
a
×
W
R
thja
×
Kanäle
2
(1.1)
Bei einer Slew-Rate Begrenzung gilt für die maximale Signalfrequenz unter Vernachlässigung der Sättigungsspannung:
30
f
max
.
4×VB×(CL%1nF)
mA
(1.2)
CL= Lastkapazität in Brückenschaltung, von Ausgang A gg. NA
VB= Versorgungsspannung
T
= Umgebungstemperatur
a
= Wärmewiderstand Chip/Board/Umgebung (R
R
thja
thja
= R
thjb
+ R
thba
)
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iC-VX
A
LEITUNGSTREIBER, 3 KANÄLE KOMPLEMENTÄR
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BEISPIEL 2: Lange Leitungen
Längere Leitungen von z.B. 100m erfordern einen höheren Treiberstrom und eine Wellenanpassung. Ein entsprechender Vorwiderstand von 30S am Treiberausgang gewährleistet Kurzschlussfestigkeit und eine geeignete
Aufteilung der Verlustleistung auf Widerstand und iC. Pin PROG an VS U B wählt den hohen Treiberstrom von
100mA. Die Treiberversorgung muss in diesem Fall über VB1 und VB2 zugeführt werden.
24V
5V
3
VT
VCC
1
A
E1
KANAL1
C1
1µF
6
VB1
NA1
C2
1µF
16
A1
30
15
30
14
L=100m, CB=100pF/m
A2
30
VB2
NA2
NA3
13
30
11
A3
30
10
30
9
8
2
B
Z
E2
KANAL2
7
E3
KANAL3
TEMP.-ÜBERWACHUNG
PROG
VEE
5
4
BIAS
iC- VX
VSUB
12
Bild 2: Datenübertragung mit hoher kapazitiver Last; PROG an VSUB: I(A)$ 100mA
SPS
2k
2k
2k
Die durch die Verlustleistung eingeschränkte maximale Signalfrequenz lässt sich durch die Normierung auf die
Randwerte des Beispiels für lange Leitungen abschätzen:
2
413
f
max
.
kHz
20
×
100pF/
CB
m
100
m
×
L
24
V
×
VB
K&T
×
70
K
75K/
a
×
W
R
thja
×
Kanäle
2
(2.1)
Bei einer Slew-Rate Begrenzung gilt für die maximale Signalfrequenz unter Vernachlässigung der Sättigungsspannung:
100
f
max
.
4×VB×(
m
C
%1nF)
L
(2.2)
CB= Kapazitätsbelag der Leitung
L= Länge der Leitung
= Wirksame Lastkapazität am Ausgang A gg. NA
C
L
VB= Versorgungsspannung
= Umgebungstemperatur
T
a
= Wärmewiderstand vom Chip zur Umgebung (R
R
thja
thja
= R
thjb
+ R
thba
)
Die Strombegrenzung der Treiberstufen kann in der 100mA Programmierstellung bis zu 300mA betragen. Damit
errechnet sich die maximale Verlustleistung bis zum Ansprechen der Temperaturschutzschaltung für den
angeschlossenen 30S Widerstand bzw. für das iC mit VB= 24V.
Max. Verlustleistung im Widerstand:Pmax
Max. Verlustleistung im iC pro Kanal:Pmax
= I² × R = (300mA)² × 30S = 2.7W
R
= (VB - I(A) × R) × I(A) = 4.5W
IC
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iC-VX
LEITUNGSTREIBER, 3 KANÄLE KOMPLEMENTÄR
Ausgabe C1, Seite 9/11
Die mittleren Verlustleistungen im iC und in den Widerständen verringern sich, wenn die Temperaturschutz-
schaltung die Treiberausgänge bei hoher Chip-Temperatur taktet. Die verwendeten Widerstände sind für die
ermittelte Verlustleistung auszulegen, um eine Überlastung bei Dauerkurzschluss der Leitung zu vermeiden.
Werden die Treiber mit kleinerer Versorgungsspannung betrieben, verringert sich die auf das iC entfallende
Verlustleistung, und die Temperaturschutzschaltung wird erst verzögert oder gar nicht aktiv.
Für VB# 20V sind kleinere Widerstände erlaubt (>10S), ohne die Kurzschlussfest igkeit des iCs zu gefähr-den.
Dadurch kann die Temperaturschutzschaltung des iCs wieder aktiv werden, und auch 1/3W Widerstände werden
nicht überlastet.
BEISPIEL 3: Datenübertragung bei Ansteuerung mit 5V TTL/CMOS Signalen
Bei Ansteuerung mit TTL- oder CMOS-Logik kann der Baustein mit der 5V Logik-Versorgung an VCC und VT
betrieben werden. Die Pins VEE und VSUB sind mit der Logik-Masse zu verbinden. Die 24V-Versorgung ist an
VB1 oder VB2 anzulegen (Bild 3).
In der alternativen Beschaltung nach Bild 4 ist die positive Versorgungsspannung für Logik und Treiber
gemeinsam. Ein Negativ-Spannungsregler erzeugt Ground für die Logik bzw. das Bezugspotential VEE für die
Eingangsstufen. Infolge der größeren Bias-Versorgungspannung an VT erhöht sich bei dieser Beschaltung die
iC-Verlustleistung.
Bild 3: VEE = VSUBBild 4: VEE > VSUB
In beiden Beispielen sind die Schaltschwellen der Schmitt-Trigger Eingänge E1..3 zu TTL- und CMOS-Pegeln
kompatibel.
Abhängig von der Leitungslänge ist der Treiberstrom mit der Besc haltung PROG= offen zu 30mA bzw. mit
PROG= VSUB zu 100mA auszuwählen. Bei 100mA Treiberstrom müssen die Endstufen über beide Anschlüsse
VB1 und VB2 versorgt werden.
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iC-VX
LEITUNGSTREIBER, 3 KANÄLE KOMPLEMENTÄR
Ausgabe C1, Seite 10/11
DEMO-BOARD
Der Baustein iC-VX im SO16W-Gehäuse wird mit einem Demo-Board zu Testzwecken bemustert. Die folgenden
Bilder zeigen die Schaltung sowie die Ober- und Unterseite der Testplatine.
Auskünfte über Preise, Liefertermine, Liefermöglichkeiten anderer Gehäuseformen usw. erteilt
iC-Haus GmbHTel.06135-9292-0
Am Kuemmerling 18Fax06135-9292-192
55294 Bodenheimhttp://www.ichaus.com
SO16W
TSSOP20tp 4.4mm
iC-VX SO16W
iC-VX TSSOP20
VX DEMO
Die vorliegende Spezifikation betrifft ein neuentwickeltes Produkt. iC-Haus behält sich daher das Recht vor, Daten ohne weitere Ankündigung
zu ändern. Setzen Sie sich gegebenenfalls mit uns in Verbindung, um die aktuellen Daten zu erfragen.
Die angegebenen Daten dienen allein der Produktbeschreibung und sind nicht als zugesi cherte Eigens chaft im Rec htssinn auf zufassen.
Etwaige Schadensersatzansprüche gegen uns - gleich aus welchem Rechtsgrund - sind ausgeschlossen, soweit uns nicht Vorsatz oder grobe
Fahrlässigkeit trifft.
Wir übernehmen keine Gewähr dafür, dass die angegebenen Schaltungen oder Verfahren frei von Schutzrechten Dritter sind.
Ein Nachdruck - auch auszugsweise - ist nur mit Zustimmung des Herausgebers und mit genauer Quellenangabe zulässig.
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