GOSSEN METRAWATT PROFITEST PR AC, PROFITEST PRIME, PROFITEST PR SP, PROFITEST PR MP, PROFITEST PR ACP User guide [de]

Bedienungsanleitung
PROFITESTPRIME, PRIME AC
Prüfgeräte für DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100, VDE 0113-1, VDE 0660-600-1, VDE 0126-23-1 und VDE 0122-1
3-349-933-01
6/10.20
Prüfgerät nur als Elektrofachkraft betreiben !
9 610 8
Legende
1 Messkreissicherungen 2 Anschluss für Kaltgerätestecker mit länderspezifischem
Netzstecker 3 Netzanschlusssicherungen 4 EIN-/AUS-Schalter beleuchtet 5 RS232-Schnittstelle für den Anschluss von:
– T/F-Fühler (Z506G) (Messung in Schalterstellung T%rH),
– Barcode-Lesegerät zur Dateneingabe 6 Funktionsdrehschalter
(Stellungen: OFF, Messfunktionen, Laden und Setup) 7 USB-Slave für PC-Anschluss (Firmwareupdate, Protokollie-
rung, Laden von am PC erstellten Prüfsequenzen) 8 Softkeys (menüabhängige Tasten für Parameter- und Gren-
zwerteauswahl sowie Speichern) 9 Anzeigefeld
10 Festfunktionstasten (ESC, MEM, HELP, ON/START und I
N
)
11 Codierte Sondenanschlüsse, jeweils 2-polig in 4-Leiter-
Technik (Sonden für 1(L), 2(N) und 3(PE) bzw. L1, L2 und L3)
die Klinkenbuchse 1(L) ermöglicht den Anschluss einer Fern-
bedienung (Option I-SK4 (Z506T) mit 4 m Kabellänge oder I-SK12 (Z506U) mit 12 m Kabellänge, jeweils mit den Funkti­onen START-STOP/IN/SPEICHERN-SENDEN
und Messstellen-
Beleuchtung)
12 Anschluss Funktionsbuchse für Zangenstromsensor für
(Ableit-) Strommessung (PROFICLIP, Z3512A*, WZ12C*, METRAFLEX P300*) (Messung in Schalterstellung 1V)
An diese Buchsen dürfen ausschließlich die Zangenstromsensoren angeschlossen werden, die als Zubehör angeboten werden.
* mit Adapter Bananenbuchse auf Funktionsstecker Z506J 13 Reset-Taste: Zur Anwendung siehe Kap. 26.2 auf Seite 110. 14 LED „Electrical TEST“ leuchtet rot: Basismessfunktionen sind
aktiv, Anwendung der Sonden 1(L), 2(N), und 3(PE) an den
gleichnamigen Buchsen, leuchtet beim Systemstart kurz auf
(Funktionstest),
Achtung: Leuchtet die rote LED „Electrical TEST“ beim Funkti-
onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
Bei Anschluss des T/F-Fühlers (Z506G) leuchtet die LED nicht. 15
Bluetooth®-Schnittstelle (nicht weiter lokalisiert)
421
7 5
3
12 13
11
Anschluss-, Bedien- und Anzeigefeld PROFITEST PRIME
14
2 Gossen Metrawatt GmbH
9 610 8
Legende
1 Messkreissicherungen
2 Anschluss für Kaltgerätestecker mit länderspezifischem Netzstecker 3 Netzanschlusssicherungen 4 EIN-/AUS-Schalter beleuchtet 5 RS232-Schnittstelle für den Anschluss von:
– T/F-Fühler (Z506G) (Messung in Schalterstellung T%rH), – Barcode-Lesegerät zur Dateneingabe
6 Funktionsdrehschalter
(Stellungen: OFF, Messfunktionen, Laden und Setup)
7 USB-Slave für PC-Anschluss (Firmwareupdate, Protokollie-
rung, Laden von am PC erstellten Prüfsequenzen)
8 Softkeys (menüabhängige Tasten für Parameter- und Gren-
zwerteauswahl sowie Speichern)
9 Anzeigefeld
10 Festfunktionstasten (ESC, MEM, HELP, ON/START und I
N
)
11 Codierte Sondenanschlüsse, jeweils 2-polig in 4-Leiter-
Technik (Sonden für 1(L), 2(N) und 3(PE) bzw. L1, L2 und L3 können nicht vertauscht werden) die Klinkenbuchse 1(L) ermöglicht den Anschluss einer Fernbedienung (Option I­SK4 (Z506T) mit 4 m Kabellänge oder I-SK12 (Z506U) mit 12 m Kabellänge, jeweils mit den Funktionen START-STOP/I
N
/
SPEICHERN-SENDEN und Messstellen-Beleuchtung)
12 Codierte Sondenanschlüsse für HV (Sonde 1 und 2),
jeweils 2-polig in 4-Leiter-Technik, für Hochspannungspisto­len (Sonden für HV AC und HV DC sind codiert, um den Anschluss falscher Sonden auszuschließen)
13 Schlüsselschalter zur Freischaltung der HV-Prüfspannung 14 Anschluss für Not-Aus-Schalter STOP PROFITEST PRIME
AC (Z506D)
15 LED „HV TEST“ leuchtet rot: HV AC-Prüfung ausgewählt,
Anwendung der Hochspannungspistolen an den Buchsen HV-P, blinkt bei aktiver Messung, leuchtet beim Systemstart kurz auf (Funktionstest). Achtung: Leuchtet die rote LED „HV TEST“ beim Funktions­test nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
16 Anschluss für Signallampenkombination SIGNAL PROFITEST
PRIME AC (Z506B)
17 Anschluss Funktionsbuchse für Zangenstromsensor für
(Ableit-) Strommessung (PROFICLIP, Z3512A*, WZ12C*, METRAFLEX P300*) (Messung in Schalterstellung 1V)
An diese Buchsen dürfen ausschließlich die Zangenstromsensoren angeschlossen werden, die als Zubehör angeboten werden.
* mit Adapter Bananenbuchse auf Funktionsstecker Z506J 18 Reset-Taste: Zur Anwendung siehe Kap. 26.2 auf Seite 110. 19 LED „Electrical TEST“ leuchtet rot: Basismessfunktionen sind
aktiv, Anwendung der Sonden 1(L), 2(N) und 3(PE) an den
gleichnamigen Buchsen (leuchtet beim Systemstart kurz auf
(Funktionstest).
Achtung: Leuchtet die rote LED „Electrical TEST“ beim Funkti-
onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
Bei Anschluss des T/F-Fühlers (Z506G) leuchtet die LED nicht. 20
Bluetooth®-Schnittstelle (nicht weiter lokalisiert)
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7 5
317 19
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151413
Anschluss-, Bedien- und Anzeigefeld PROFITEST PRIME AC
16 18
Gossen Metrawatt GmbH 3
LEDs, siehe Kapitel 24
MEM: Taste für Speicher-Funktionen
HELP:
Aufruf der kontextsensitiven Hilfe
IN: Auslöseprüfung
Weiterschaltung (Halbautomatische Messung)
Offsetmessungen starten
ON/START: Einschalten
Messung starten – stoppen
ESC
: Rücksprung aus Untermenü
Softkeys
Festfunktionstasten
Parameterauswahl
•Grenzwertvorgabe
Eingabefunktionen
Speicherfunktionen
LEDs & Anschlusssymbole 
Kap. 24
10
MAINS NETZ – Netzanschlusssignalisierung – Fremdspannungsanzeige bei RLO und RISO
Ladezustand Akku
Berührungsspannung Grenzwertüberschreitung
leuchtet bei RCD-Auslösung
8
Bedien- und Anzeigefeld
Tas te n
LED MAINS NETZ
Die LED MAINS NETZ zeigt den aktuellen Status bzgl. der an den Messsonden anliegenden Spannung an. Sie leuchtet grün, rot oder orange, blinkt grün oder rot, je nach Anschluss des Gerätes und der Funktion (vgl. Kapitel 24 „Funktio­nalität der Sonden, Signalisierungen durch LEDs und LCD-Sym­bole“ ab Seite 92). Die LED leuchtet auch, sofern bei der Messung von R Netzspannung anliegt.
LED BATT
Die LED BATT gibt Auskunft über den Ladezustand des eingebau- ten Akkumulators.
leuchtet gelb: im Akkubetrieb bei Entladung blinkt grün: – im Ladebetrieb mit niedriger Frequenz
– im Schnellladebetrieb mit hoher
Frequenz
leuchtet rot: Akkufehler
LED UL/ RL
Die LED UL/ RL signalisiert Grenzwertüber- und unterschreitungen. Sie leuchtet rot, wenn bei einer Prüfung der RCD-Schutzeinrich­tung die Berührungsspannung > 25 V bzw. > 50 V ist sowie nach einer Sicherheitsabschaltung. Bei Grenzwertunter- bzw. -über­schreitungen von RLO und RISO leuchtet die LED ebenfalls.
LED RCD FI
Die LED RCD FI leuchtet rot bei fehlerhaftem Auslöseverhalten der zu prüfenden Fehlerstromschutzeinrichtung.
Sie leuchtet rot, wenn bei der Auslöseprüfung mit Nennfehler­strom der RCD-Schutzschalter nicht innerhalb von 400 ms (1000 ms bei selektiven RCD-Schutzschaltern vom Typ RCD S) auslöst. Sie leuchtet ebenfalls, wenn bei einer Messung mit ansteigendem Fehlerstrom der RCD-Schutzschalter nicht vor Erreichen des Nennfehlerstromes auslöst.
4 Gossen Metrawatt GmbH
LO und RISO
Taste ESC
Rücksprung aus dem Untermenü
Taste MEM
Aufrufen der Speicherstruktur Durch Drücken der Taste MEM wird die
Messung gestoppt.
Taste HELP Für jede Schalterstellung bzw. Grund-
funktion können Sie, nach deren Wahl über den Funktionsdrehschalter, folgende Informationen darstellen:
Anschlussschaltbild, Messbereich, Nenngebrauchsbereich und Betriebsmessunsicherheit sowie Nennwert
Taste ON/Start
Mit dieser Taste am Bedienterminal wird der Messablauf der im Menü gewählten Funktion gestartet. Ausnahme: Spannungsmessung U oder Ures.
Die Taste hat die gleiche Funktion wie die Taste genten Messsonde Z506T* oder Z506U*.
Taste I
Mit dieser Taste am Bedienterminal werden folgende Abläufe ausgelöst:
•bei der RCD-Prüfung (I Berührungsspannung wird die Auslöseprüfung gestartet.
Innerhalb der Funktion RLO wird die Messung von ROFFSET gestartet.
Halbautomatischer Polwechsel (siehe Kap. 8.6)
Die Taste hat die gleiche Funktion wie die Taste II an der intelligen­ten Messsonde Z506T* oder Z506U*.
* optionales Zubehör, kein Lieferumfang
/ I
N
): nach der Messung der
N
an der intelli-
Legende
Akkukontrollanzeige
Messfunktion
Messung läuft/stoppt
Speicherbelegung
Messgrößen
Parameter
Anzeigefeld
Wert speichern
Akku voll
Akku OK
Akku schwach
Akku (fast) leer
Akkukontrollanzeige
BATT
BATT
BATT
BATT
Speicherbelegungsanzeige
MEM
Speicher halbvoll
MEM
Speicher voll > Daten zum PC übertragen
Anschlusstest – Netzanschlusskontrolle ( Kap. 24)
NPEL
NPEL
)(
Anschluss OK L und N vertauscht
NPEL NPEL
x
NPEL NPEL
x
x
RUN READY
Anschlusstest Kap. 24
U < 9,6 V
LPEN
x
LPEN
Diese Bedienungsanleitung beschreibt ein Prüfgerät der Softwareversion SW-VERSION (SW1) 03.05.XX.
Bluetooth®-aktiv-Anzeige:
Übersicht über Geräteeinstellungen und Messfunktionen
Schalter­stellung
GERÄTEEINSTELLUNGEN OFF
SCHNELL LADEN
SETUP
Pikto­gramm
Geräteeinstellungen Messfunktionen
Messgerät ist ausgeschaltet, Ladefunktion nicht aktiv. In allen anderen Drehschalterpositionen werden die fest eingebauten Akkus geladen.
Akkus werden geladen und der Lademonitor eingeblendet. Voraus­setzung: Ladekabel ist angeschlossen und Netzschalter auf EIN.
Test: L E D s
Seite 18
Test: LCD, Signalton, Ladezustand/Akkuspannung
Bluetooth®, Datenbankmodus, Helligkeit/Kontrast,
Uhrzeit/Datum, Abschaltzeiten, Werkseinstellungen
Firmware, Kalibrierdatum, Abgleichdatum
Prüfer anlegen, auswählen, löschen
Anwendersprache, Profile,
Schalter­stellung
Pikto­gramm
Geräteeinstellungen
Messfunktionen MESSFUNKTIONEN Messungen bei Netzspannung U
Spannungsmessung – 2-polig
UL-PE 2-polige Spannungsmessung
Spannungsmessung – Drei-Phasensystem
UL3-L1 Spannung zwischen L3 und L1
UL1-L2 Spannung zwischen L1 und L2
UL2-L3 Spannung zwischen L2 und L3
f Frequenz
Seite 27 wird bei allen unten
stehenden Messungen eingeblendet:
RCD IF
Seite 43
RCD IN
Seite 45
RCD IF + IN
Seite 47
ZLOOP
Seite 58
ZLOOP DC+
Seite 59
ZLOOP
Seite 60
ZLOOP
Seite 61
U / U
f / f
N
UIN Berührungsspannung
I Fehlerstrom
RE Erdschleifenwiderstand
UIN Berührungsspannung
ta ~ Auslösezeit
RE Erdschleifenwiderstand
UIN Berührungsspannung
ta ~ Auslösezeit
I Fehlerstrom
RE Erdschleifenwiderstand
Z Schleifenimpedanz/Netzimpedanz ZL-PE/ZL-N
IK Kurzschlussstrom
Z Schleifenimpedanz Z
IK Kurzschlussstrom
Z Schleifenimpedanz/Netzimpedanz ZL-PE/ZL-N
IK Kurzschlussstrom
Z Schleifenimpedanz mit I
IK Kurzschlussstrom
Drehfeldrichtung
Netzspannung / Netznennspannung
N
Netzfrequenz / Netznennfrequenz
mit Unterdrückung der RCD-Auslösung Typ A
mit Unterdrückung der RCD-Auslösung
zur Vermeidung der RCD-Auslösung
Messungen an spannungsfreien Objekten R
LO 0,2A
RLO 25A
Seite 29
RISO
Seite 36
RISO Rampe
Seite 38
Ures
Seite 62
IMD
Seite 63
RCM
Seite 66
IL
Seite 69
1V
Seite 70
T%rh
Seite 72
EXTRA
Seite 73
HV
Seite 79
AUTO
Seite 85
RLO 0,2A Niederohmmessung mit 200 mA
RLO 25A Niederohmmessung mit 25 A (IHIGH) *
ROFFSET Offsetwiderstand bei Verlängerungsleitungen
* nur mit Netzanschluss möglich
RISO Isolationswiderstand (konstanter Prüfstrom)
RISO Rampe Isolationswiderstand (Prüfstrom mit Rampe)
U Spannung an den Prüfspitzen
UISO Prüfspannung
Ures Unter-/Restspannung nach der Entladezeit t
U aktuelle Spannung (Versorgungsspannung)
t
U Entladezeit: Wert muss auf U  Ulim absinken
L-PE Isolationswiderstand vorgeben
R
tA Auslösezeit wird berechnet
UINRCM (Residual Current Monitoring)
L Fehler-, Ableit- bzw. Leckströme
I
fFrequenz
L/AMP Fehler-, Ableit- bzw. Leckströme
I
Temperatur
r. H. Fe uch te
U Spannungsfall-Messung
e-mobility Elektrofahrzeuge an E-Ladesäulen (IEC 61851)
PRCD Prüfung von PRCDs Typ S und K
HV AC AC-Prüfen auf Spannungsfestigkeit
und automatischer Umpolung
Rampe: Ansprech-/Durchbruchspannung
(nur mit PROFITEST PRIME AC)
Prüfsequenzen / Automatische Prüfabläufe
L-PE
N
Typ B
/2
U
Gossen Metrawatt GmbH 5
Inhaltsverzeichnis Seite Seite
1 Lieferumfang .................................................................... 8
2 Anwendung ...................................................................... 9
2.1 Anwendung der Kabelsätze bzw. Prüfspitzen .............................9
2.2 Anwendung Innentasche .............................................................9
2.3 Übersicht Leistungsumfang der Gerätevarianten .....................10
3 Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen ..................... 11
3.1 Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise für Spannungsprüfungen mit den Prüfgeräten
PROFITEST PRIME AC ................................................................12
3.2 Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise
für PROFITEST PRIME AC ...........................................................12
3.3 Erläuterung der Symbole ...........................................................13
4 Inbetriebnahme .............................................................. 14
4.1 Spannungsversorgung ..............................................................14
4.1.1 Gerät ein-/ausschalten – Stand-By ...............................................14
4.1.2 Laden der Akkus .........................................................................14
5 Anschlusshinweise ........................................................ 15
5.1 Prüfgerät an die Netzversorgung (Hilfsversorgung)
anschließen ...............................................................................15
5.1.1 Anlagen mit Schutzkontakt-Steckdose ..........................................15
5.1.2 Anlagen mit Drehstromanschluss .................................................15
5.2 Sonden und Warneinrichtungen am Prüfgerät anschließen ......16
5.2.1 Allgemein ....................................................................................16
5.2.2 Standardmesssonden ..................................................................16
5.2.3 Intelligente Messsonden I-SK... .....................................................16
5.2.4 Hochspannungspistolen beim PROFITEST PRIME AC ....................16
5.2.5 Schlüsselschalter beim PROFITEST PRIME AC .............................16
5.2.6 Externe Signallampen beim PROFITEST PRIME AC .......................16
5.2.7 Not-Aus-Schalter beim PROFITEST PRIME AC .............................16
5.2.8 Zangenstromsensor .....................................................................16
6 Signalisierung der Betriebszustände beim
PROFITEST PRIME AC ..................................................... 17
7 Geräteeinstellungen – Setup .......................................... 18
8 Allgemeine Hinweise ..................................................... 23
8.1 Automatische Einstellung, Überwachung und Abschaltung ......23
8.2 Messwertanzeige und Messwertspeicherung ...........................23
8.3 Hilfefunktion ..............................................................................24
8.4 Parameter oder Grenzwerte einstellen am Beispiel der
RCD-Messung ............................................................................24
8.5 Frei einstellbare Parameter oder Grenzwerte ...........................25
8.5.1 Vorhandene Parameter ändern .....................................................25
8.5.2 Neue Parameter ergänzen ............................................................25
8.6 Zweipolmessung mit schnellem oder halbautomatischem
Polwechsel ................................................................................26
9 U – Messen von Spannung und Frequenz ..................... 27
9.1
U ......................................................................................................27
9.1.1 Allgemein ....................................................................................27
9.1.2 Hilfefunktion ................................................................................27
9.1.3 Parameter ...................................................................................27
9.1.4 Messung U ..................................................................................27
9.2 U3~ ...........................................................................................28
9.2.1 Allgemein ....................................................................................28
9.2.2 Hilfefunktion ................................................................................28
9.2.3 Messung U3~ .............................................................................28
9.2.4 Hinweise: ....................................................................................28
10
RLO – Messen niederohmiger Widerstände ........................ 29
10.1 RLO 0,2A – Messen niederohmiger Widerstände mit
Prüfstrom 0,2 A .........................................................................29
10.1.1 Allgemein ....................................................................................29
10.1.2 Hilfefunktion ................................................................................29
10.1.3 Parameter ...................................................................................29
10.1.4 Messung R
OFFSET ........................................................................30
10.1.5 Messung RLO 0,2 A .....................................................................31
10.1.6 Beurteilung der Messwerte ..........................................................31
10.1.7 Messung RLO 0,2A an PRCDs ......................................................32
10.2 RLO 25A – Messen niederohmiger Widerstände mit
Prüfstrom 25 A ..........................................................................33
10.2.1 Messprinzip ................................................................................33
10.2.2 Hilfefunktion ................................................................................33
10.2.3 Parameter ...................................................................................33
10.2.4 Messung R
10.2.5 Messung R
OFFSET ........................................................................34
LO 25A .......................................................................34
10.2.6 Beurteilung der Messwerte ..........................................................35
11
RISO – Messen des Isolationswiderstandes ....................... 36
11.1 Isolationsmessung mit konstanter Prüfspannung ....................36
11.1.1 Allgemein ....................................................................................36
11.1.2 Hilfefunktion ................................................................................36
11.1.3 Parameter ...................................................................................36
11.1.4 Messung R
ISO .............................................................................37
11.2 RISO Rampe – Isolationsmessung mit ansteigender
Prüfspannung ............................................................................38
11.2.1 Allgemein ....................................................................................38
11.2.2 Hilfefunktion ................................................................................38
11.2.3 Parameter ...................................................................................38
11.2.4 Messung RISO Rampe .................................................................39
11.2.5 Hinweise zur Messung mit Rampenfunktion ..................................40
11.3 Beurteilung der Messwerte .......................................................40
12
RCD – Prüfen von Fehlerstromschutzeinrichtungen ........... 41
12.1 Allgemein ..................................................................................41
12.2 Messung der Berührungsspannung und Auslösezeitprüfung
mit Nennfehlerstrom .................................................................41
12.2.1 Allgemein ....................................................................................41
12.2.2 Hilfefunktion ................................................................................41
12.2.3 Parameter ...................................................................................41
12.2.4 RCD I
12.3 RCD I
N – Messung der Auslösezeit mit Nennstrom ...................... 42
F – Prüfen von Fehlerstromschutzeinrichtungen durch
Auslösestrommessung mit ansteigendem Prüfstrom ...............43
12.3.1 Allgemein ....................................................................................43
12.3.2 Hilfefunktion ................................................................................43
12.3.3 Parameter ...................................................................................43
12.3.4 Messung RCD I
F
................................................................................44
12.4 RCD IN – Prüfen von Fehlerstromschutzeinrichtungen
durch Auslösezeitmessung mit konstantem Prüfstrom ............ 45
12.4.1 Allgemein ....................................................................................45
12.4.2 Hilfefunktion ................................................................................45
12.4.3 Parameter ...................................................................................45
12.4.4 Messung RCD IN .......................................................................46
12.5 RCD I
F + IN – Prüfen von Fehlerstromschutzeinrichtungen
durch gleichzeitige Messung von Auslösestrom und
Auslösezeit mit ansteigendem Prüfstrom .................................47
12.5.1 Allgemein ....................................................................................47
12.5.2 Hilfefunktion ................................................................................47
12.5.3 Parameter ...................................................................................47
12.5.4 Messung RCD IF + IN ................................................................48
Spezielle Prüfungen von Anlagen bzw. RCD-Schutzschaltern ....... 49
12.6
12.6.1
Prüfen von Anlagen bzw. RCD-Schutzschaltern mit ansteigendem
Fehlerstrom (Gleichstrom) für RCDs vom Typ B/B+ und EV/MI ............. 49
12.6.2 Prüfen von RCD-Schutzschaltern mit 5  I
N ................................... 49
12.6.3 Prüfen von RCD-Schutzschaltern, die für pulsierende
6 Gossen Metrawatt GmbH
Gleichfehlerströme geeignet sind .................................................50
12.6.4 Anlagen mit selektiven RCD-Schutzschaltern vom Typ RCD-S ........ 50
12.6.5 PRCDs mit nichtlinearen Elementen vom Typ PRCD-K ................... 51
12.6.6 SRCD, PRCD-S (SCHUKOMAT, SIDOS oder ähnliche) ..................... 52
12.6.7 RCD-Schalter des Typs G oder R .................................................. 52
12.6.8 Prüfen von Fehlerstrom (RCD-) Schutzschaltungen in
TN-S-Netzen ...............................................................................53
12.7 Prüfen von 6 mA Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
RDC-DD / RCMB ........................................................................ 54
12.8 Hinweise zur Messung .............................................................. 55
12.8.1 Allgemein ...................................................................................55
12.8.2 Fehlerstromschutzeinrichtungen spezieller Bauart .........................55
12.8.3 Voreinstellungen ......................................................................... 55
13 Zloop – Prüfen der Abschaltbedingungen von
Überstrom-Schutzeinrichtungen, Messen der Netz­oder Schleifenimpedanz und Ermitteln des
Kurzschlussstromes .......................................................56
13.1 Allgemein ..................................................................................56
13.1.1 Messungen mit Unterdrückung der RCD-Auslösung ......................56
13.1.2 Einstellungen zur Kurzschlussstrom-Berechnung – Parameter IK .. 57
13.1.3 Sonderfall Messung ohne Grenzwerte ........................................... 57
13.1.4 Beurteilung der Messwerte .......................................................... 57
13.1.5 Tabelle „zulässige Sicherungen“ aufrufen ..................................... 57
13.2 Zloop AC/DC – Messen der Netz-/Schleifenimpedanz .............58
13.2.1 Hilfefunktion ...............................................................................58
13.2.2 Parameter ..................................................................................58
13.2.3 Messung Z
13.2.4 Hinweise .....................................................................................58
13.3 Zloop DC+ – Messen der Schleifenimpedanz ........................... 59
13.3.1 Allgemein ...................................................................................59
13.3.2 Parameter ..................................................................................59
13.3.3 Messung ZLOOP DC+ ................................................................... 59
13.3.4 Hinweise .....................................................................................59
13.4 Zloop – Messen der Schleifenimpedanz ..................................60
13.4.1 Allgemein ...................................................................................60
13.4.2 Hilfefunktion ...............................................................................60
13.4.3 Parameter .................................................................................60
13.4.4 Messung Z
13.4.5 Hinweise .....................................................................................60
13.5 Zloop – Messen der Schleifenimpedanz ..................................61
13.5.1 Allgemein ...................................................................................61
13.5.2 Hilfefunktion ...............................................................................61
13.5.3 Parameter .................................................................................61
13.5.4 Messung Z
13.5.5 Hinweise .....................................................................................61
14
Ures – Messung der Restspannung ......................................... 62
14.1 Allgemeines ..............................................................................62
14.2 Hilfefunktion .............................................................................62
14.3 Parameter .................................................................................62
14.4 Messung Ures ........................................................................... 62
LOOP AC/DC ...............................................................58
LOOP .......................................................................... 60
LOOP .......................................................................... 61
17 IL – Ableitstrom ..............................................................69
17.1 Allgemein .................................................................................. 69
17.2 Hilfefunktion ............................................................................. 69
17.3 Parameter ................................................................................. 69
17.4 Messung I
L ................................................................................ 69
18 IL/AMP – Strommessung mit Zangenstromsensor ...........70
18.1 Allgemein .................................................................................. 70
18.2 Hilfefunktion ............................................................................. 70
18.3 Parameter ................................................................................. 70
18.4 Messung I
L/AMP ......................................................................... 71
19 T %r.H. – Messung von Temperatur und relativer
Luftfeuchtigkeit ..............................................................72
19.1 Allgemein .................................................................................. 72
19.2 Hilfefunktion ............................................................................. 72
19.3 Parameter ................................................................................. 72
19.4 Messung T %r.H. ...................................................................... 72
20 Extra – Sonderfunktionen ...............................................73
20.1 U –Messung des Spannungsfalls ........................................... 74
20.1.1 Allgemein ................................................................................... 74
20.1.2 Hilfefunktion ............................................................................... 74
20.1.3 Parameter .................................................................................. 74
20.1.4 Messung ZOFFSET ...................................................................... 75
20.1.5 Messung ΔU ............................................................................... 75
20.2 E-Mobility – Überprüfung der Betriebszustände eines
Elektrofahrzeugs an E-Ladesäulen nach IEC 61851 ................. 76
20.3 PRCD –
20.3.1 Auswahl des zu prüfenden PRCDs ............................................... 77
20.3.2 Parametereinstellungen ............................................................... 77
20.3.3 Prüfablauf PRCD-S (1-phasig) – 11 Prüfschritte ............................ 78
20.3.4 Prüfablauf PRCD-S (3-phasig) – 18 Prüfschritte ............................ 78
Prüfabläufe zur Protokollierung von Fehlersimulationen
an PRCDs mit dem Adapter
PROFITEST PRCD
..................................77
21 HV AC – Prüfen auf Spannungsfestigkeit
(mit PROFITEST PRIME AC) ............................................. 79
21.1 Allgemein .................................................................................. 79
21.1.1 Hilfefunktion ............................................................................... 79
21.2 Anschluss ................................................................................. 79
21.3 Parameter ................................................................................. 80
21.4 Funktionstest (Prüfungsvorbereitung) ...................................... 81
21.5 Prüfablauf ................................................................................. 82
21.5.1 Beenden der Prüfung auf Spannungsfestigkeit .............................. 84
21.5.2 Einstellbereiche der Parameter und Normwerte nach DIN VDE ....... 84
22
AUTO – Prüfsequenzen (Automatische Prüfabläufe) ........... 85
22.1 Allgemein .................................................................................. 85
22.2 Erstellen und übertragen von Prüfsequenzen mit IZYTRONIQ
(Schritt für Schritt Anleitung) .................................................... 85
15
IMD – Prüfen von Isolationsüberwachungsgeräten ............63
15.1 Allgemein ..................................................................................63
15.2 Hilfefunktion .............................................................................63
15.3 Parameter .................................................................................63
15.4 Messung IMD ............................................................................ 64
15.5 Beurteilung ...............................................................................65
15.6 Aufruf gespeicherter Messwerte ..............................................65
16
RCM – Prüfen von Differenzstrom-Überwachungsgeräten ............ 66
16.1 Allgemein ..................................................................................66
16.2 Hilfefunktion .............................................................................66
16.3 Parameter .................................................................................66
16.4 Messung RCM ........................................................................... 67
16.5 Hinweise zur Messung .............................................................. 68
Gossen Metrawatt GmbH 7
23 Datenbank ......................................................................87
23.1 Anlegen von Verteilerstrukturen allgemein .............................. 87
23.2 Übertragung von Verteilerstrukturen ........................................ 87
23.3 Verteilerstruktur im Prüfgerät anlegen ..................................... 87
23.3.1 Strukturerstellung (Beispiel für den Stromkreis) ............................. 89
23.3.2 Suche von Strukturelementen ...................................................... 90
23.4 Datenspeicherung und Protokollierung .................................... 90
23.4.1 Einsatz von Barcode-Lesegeräten ................................................ 91
24 Funktionalität der Sonden, Signalisierungen durch
LEDs und LCD-Symbole ..................................................92
25 Technische Kennwerte ................................................. 104
26 Wartung und Rekalibrierung .........................................110
26.1 Firmwarestand und Kalibrierinfo .............................................110
26.2 Reset-Taste .............................................................................110
26.3 Akkubetrieb und Ladevorgang ................................................110
26.4 Sicherungen ............................................................................110
26.4.1 Netzanschlusssicherungen‘ ........................................................110
26.4.2 Messkreissicherungen ...............................................................110
26.5 Gehäuse und Prüfspitzen ........................................................111
26.6 Messleitungen .........................................................................111
26.7
Prüfleitungen der Hochspannungspistolen ........................................ 111
26.8 Austausch der Lampen in der Signallampenkombination
(Z506B) beim PROFITEST PRIME AC ........................................111
26.9 Temperatur-/Feuchtefühler mit Magnethalterung (optional) ..111
26.10 Rekalibrierung .........................................................................112
26.11 Software ..................................................................................112
27 Anhang ......................................................................... 113
27.1 Tabellen zur Ermittlung der maximalen bzw. minimalen Anzeigewerte unter Berücksichtigung der maximalen
Betriebsmessunsicherheit des Gerätes ...................................113
27.1.1 Anzeigewerte RLO ......................................................................113
27.1.2 Anzeigewerte R
27.1.3 Anzeigewerte RCD .....................................................................115
27.1.4 Anzeigewerte Z
27.1.5 Anzeigewerte Ures .....................................................................118
27.1.6 Anzeigewerte RCM ....................................................................118
27.1.7 Anzeigewerte HV (PROFITEST PRIME AC) ..................................119
27.2 Bei welchen Werten soll/muss ein RCD eigentlich richtigauslösen? Anforderungen an eine
Fehlerstromschutzeinrichtung (RCD) ......................................120
27.3 Prüfen von elektrischen Maschinen nach
DIN EN 60204 – Anwendungen, Grenzwerte ..........................121
27.4 Wiederholungsprüfungen nach DGUV Vorschrift 3/4 (bisher BGV A3, VBG4, UVV) – Grenzwerte für elektrische
Anlagen und Betriebsmittel .....................................................122
27.5 Liste der Kurzbezeichnungen und deren Bedeutung
in der Reihenfolge der Drehschalterstellung ...........................123
27.6 Stichwortverzeichnis ...............................................................124
27.7 Literaturliste ............................................................................125
27.7.1 Internetadressen für weiterführende Informationen .....................125
ISO .....................................................................114
LOOP ...................................................................117

1 Lieferumfang

1 Prüfgerät 1 Netz-Anschlussleitung 1,5 m 1 Sonde in 4-Leiter-Messtechnik für L-Leiter-Anschluss * 1 Sonde in 4-Leiter-Messtechnik für N-Leiter-Anschluss * 1 Sonde in 4-Leiter-Messtechnik für PE-Leiter-Anschluss * 1 USB-Schnittstellenkabel 1 DAkkS-Kalibrierschein 1 Beiblatt Sicherheitsinformationen 1 Kurzbedienungsanleitung**
** Ausführliche Bedienungsanleitung im Internet
zum Download unter www.gossenmetrawatt.com
1 Karte mit Registrierschlüssel
zur Software
* Messkategorie mit aufgesteckter
Sicherheitskappe: 300 V CAT IV, 600 V CAT II I, 1 A Messkategorie ohne aufgesteckte Sicherheitskappe: 600 V CAT II 16 A
28 Rücknahme und umweltverträgliche Entsorgung ........ 126
29 Reparatur- und Ersatzteil-Service
Kalibrierzentrum* und Mietgeräteservice .................... 127
30 Produktsupport ............................................................ 127
31 Schulung ...................................................................... 127
8 Gossen Metrawatt GmbH

2 Anwendung

Achtung!
!
Dieses Prüfgerät erfüllt die Anforderungen der geltenden EU­Richtlinien und nationalen Vorschriften. Dies bestätigen wir durch die CE-Kennzeichnung. Die entsprechende Konformitätserklä­rung kann von Gossen Metrawatt GmbH angefordert werden.
Mit den Mess- und Prüfgeräten der Serie PROFITEST PRIME können Sie schnell und rationell Schutzmaßnahmen nach IEC 60364-6 und DIN VDE 0100-600. (Errichten von Niederspannungsanlagen; Prüfungen – Erstprüfungen) ÖVE-EN 1 (Österreich), NIV/NIN SEV 1000 (Schweiz) und weiteren länderspezifischen Vorschriften prüfen. Das mit einem Mikroprozessor ausgestattete Prüfgerät entspricht den Bestimmungen IEC 61557/EN 61557/VDE 0413:
Teil 1: Allgemeine Anforderungen Teil 2: Isolationswiderstand Teil 3: Schleifenwiderstand Teil 4 :
Teil 6: Wirksamkeit von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD)
Teil 7: Drehfeld Teil 10: Elektrische Sicherheit in Niederspannungsnetzen bis
Teil 11: Wirksamkeit von Differenzstrom-Überwachungsgeräten
Teil 14: Geräte zum Prüfen der Sicherheit der elektrischen Aus-
Das Prüfgerät eignet sich besonders:
• beim Errichten
• beim Inbetriebnehmen
für Wiederholungsprüfungen
• und bei der Fehlersuche in elektrischen Anlagen. Alle für ein Abnahmeprotokoll (z. B. des ZVEH) erforderlichen
Werte können Sie mit diesem Prüfgerät messen. Zusätzlich zu dem über einen PC ausdruckbaren, Mess- und
Prüfprotokoll lassen sich alle gemessenen Daten archivieren. Dies ist besonders aus Gründen der Produkthaftung sehr wichtig.
Der Anwendungsbereich der Prüfgeräte erstreckt sich auf alle Wechselstrom- und Drehstromnetze bis 120 V / 230 V /
400 Hz Nennfrequenz. Mit den Prüfgeräten können Sie messen und prüfen:
• Spannung / Frequenz / Drehfeldrichtung
• Schleifenimpedanz / Netzimpedanz
• Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs/PRCDs)
Isolationsüberwachungsgeräte (IMDs)
• Differenzstrom-Überwachungsgeräte (RCMs)
• Isolationswiderstand
• Niederohmigen Widerstand (Potenzialausgleich)
• Ableitströme mit Zangenstromwandler
• Restspannungen
• Spannungsfall
• Ableit-/Differenz-/Berührströme
Widerstand von Erdungsleitern, Schutzleitern und Potenzial­ausgleichsleitern
in TT-, TN- und IT-Systemen
AC 1000 V und DC 1500 V – Geräte zum Prüfen, Messen oder Überwachen von Schutzmaßnahmen
(RCMs) Typ A und Typ B in TT-, TN- und IT-Systemen
rüstung von Maschinen
400 V bis 690 V Nennspannung und DC, 16,7 / 50 / 60 / 200 /
Prüfgerät PROFITEST PRIME ist bestimmt zum schnellen und siche­ren Prüfen von elektrischen und elektronischen Ausrüstungen und Systemen von Maschinen.
Gemäß diesen Vorschriften müssen folgende Erst- und Wieder­holungsprüfungen durchgeführt werden:
• Prüfung auf durchgehende Verbindung des Schutzleitersystems
• Isolationswiderstandsprüfungen
• Prüfen auf Spannungsfestigkeit (PROFITEST PRIME AC)
• Prüfung auf Restspannungen
Darüber hinaus können auch Prüfungen durchgeführt werden, die zwar nicht für die Sicherheit der elektrischen Ausrüstung von Maschinen vorgeschrieben sind, jedoch das Prüfgerät sinnvoll erweitern:
• Ableitstromprüfungen zum Nachweis der Spannungsfreiheit
• Spannungs- und Frequenzmessungen
Alle für ein Abnahmeprotokoll erforderlichen Werte können Sie mit diesem Gerät messen.
Mit dem Mess- und Prüfprotokoll, das über einen PC ausgedruckt werden kann, lassen sich alle gemessenen Daten archivieren. Dies ist besonders wegen der Produkthaftung sehr wichtig.

2.1 Anwendung der Kabelsätze bzw. Prüfspitzen

Lieferumfang:
4-Leitersonden für 1(L), 2(N) und 3(PE)-Leiter-Anschluss
maximale Bemessungsspannung 300 V Messkategorie maximaler Bemessungsstrom 1 A 1 A 16 A* mit aufgesteckter Sicherheitskappe ohne aufgesteckte Sicherheitskappe
oder mit aufgesteckter Krokodilklemme
Nur mit der auf der Prüfspitze der Messleitung aufgesteckten Sicherheitskappe dürfen Sie nach DIN EN 61010-031 in einer Umgebung nach Messkategorie III und IV messen.
Für die Kontaktierung in 4-mm-Buchsen müssen Sie die Sicher­heitskappen entfernen, indem Sie mit einem spitzen Gegenstand (z. B. zweite Prüfspitze) den Schnappverschluss der Sicherheits­kappe aushebeln.
CAT IV CAT III CAT I I
600 V
600 V

——

2.2 Anwendung Innentasche

Die Innentasche im Kofferdeckel des PROFITEST PRIME ist nicht als Zubehörtasche zu verwenden.
Hierdurch kann es zu beträchtlichen Schäden am Front­glas des Displays kommen. Bitte verwenden Sie für Zubehör die Zubehörtasche oder den Zubehörkoffer.
Gossen Metrawatt GmbH 9

2.3 Übersicht Leistungsumfang der Gerätevarianten

PROFITEST...
(Artikelnummer)
PRIME AC
PRIME
(M506A)
Spannungs- und Frequenzmessung bis 1 kV
im Ein-Phasensystem AC/DC X X im Drei-Phasensystem (UL1-L3, UL1-L2, UL2-L3) X X Prüfung der Drehfeldrichtung X X
Messung des Schutzleiterwiderstands RLO
mit Prüfstrom 0,2 A: Konstant/Rampe, Polarität und Prüfzeit variabel mit Prüfstrom 25 A X X
Messung des Isolationswiderstands RISO
mit konstanter DC-Prüfspannung (50 V …1000 V) X X mit DC-Rampenfunktion X X
Prüfen von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
allgemein/selektiv in der Ausführung RCD, SRCD, PRCD, G/R, RCBO (FI-LS)
Prüfung von allstromsensitiven RCDs Typ B, B+, EV X X Messung der Fehlerspannung ohne RCD-Auslösung X X Messung des Auslösestroms mit Rampenfunktion X X Messung der Auslösezeit X X Gleichzeitige Messung von Auslösestrom- und Zeit mittels „Intelligenter Rampe“
Messungen der Schleifenimpedanz
Messung mittels Vollwelle, Prüfstrom 10 A AC/DC X X Messung in 690 V-Netzen X X Messung in DC-Netzen X X ohne RCD-Auslösung (Typ AC, A) mittels „Gleichstromsättigungsverfahren“ Kombiniertes Verfahren ohne RCD-Auslösung: „Impedanz Z + R“ X X ohne RCD-Auslösung: 15 mA-Verfahren X X Anzeige der zulässigen Sicherungstypen mittels Tabelle X X
Restspannungsprüfung XX Prüfung von Isolationsüberwachungsgeräten (IMDs) XX Prüfung von Differenzstrom-Überwachungsgeräten (RCMs) XX Messung von Ableitströmen (direkt) XX Strommessung (mit optionalem Zangenstromsensor) XX Messung von Temperatur- und Luftfeuchtigkeit XX Spannungsfallmessung U XX Protokollierung von Ladesäulenüberprüfungen XX Protokollierung von Fehlersimulationen an PRCDs mit dem
Adapter Profitest|PRCD HV-AC-Spannungsfestigkeitsprüfung 2,5 kV/200 mA
mit konstanter AC-Prüfspannung X Durchbruchspannungsmessung mit Rampenfunktion X Puls-Brennbetrieb zur Fehlersuche X
Ausstattung
Autofunktion Prüfsequenzen X X Menüsprache wählbar: D, GB, F, NL, I, E, CZ, NO X X Push-Print-Funktion (speichern oder senden per Bluetooth) X X Datenbank (max. 30.000 Objekte speicherbar) X X Bedienung mittels optionaler Steuersonde: (Start/I RS232-Schnittstelle für RFID-/Barcodescanner X X Schnittstelle für Datenübertragung per Bluetooth® X X Schnittstelle für Datenübertragung per USB X X Protokollierprogramm IZYTRONIQ XX Messkategorie Basis-Messfunktionen 600 V CAT III /300 V CAT IV X X HV-AC-Anschlüsse: 2,5 kV/200 mA X HV-DC-Anschlüsse: 5 kV — DAkkS-Kalibrierschein X X
N/Speichern/Licht)
XX
XX
XX
XX
XX
OO
(M506C)
X: im Lieferumfang enthalten 0: optional verfügbar
: nicht verfügbar
10 Gossen Metrawatt GmbH

3 Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen

!
Zählnummer
Registriernummer Datum der Kalibrierung (Jahr – Monat)
Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH – Kalibrierlaboratorium
XY123
2018-05
D-K
15080-01-01
Das elektronische Mess- und Prüfgerät ist entsprechend den Sicherheitsbestimmungen IEC 61010-1/DIN EN 61010-1/VDE 0411-1 gebaut und geprüft.
Nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung ist die Sicherheit von Anwender und Gerät gewährleistet.
Lesen Sie die Bedienungsanleitung vor dem Gebrauch Ihres Gerätes sorgfältig und vollständig. Beachten und befolgen Sie diese in allen Punkten. Machen Sie die Bedienungsanleitung allen Anwendern zugänglich.
Die Prüfungen dürfen nur durch eine Elektrofachkraft durchgeführt werden. Das Mess-und Prüfgerät darf nicht verwendet werden:
• bei erkennbaren äußeren Beschädigungen
• mit beschädigten Anschlussleitungen und Messadaptern
• wenn es nicht mehr einwandfrei funktioniert
• nach längerer Lagerung unter ungünstigen Verhältnissen (z. B. Feuchtigkeit, Staub, Temperatur).
Leuchtet die rote LED „ onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und kontaktieren Sie bitte unseren Service, Anschrift siehe Kapitel 29.
wenn Veränderungen am Mess- und Prüfgerät selbst bzw. am Messzubehör vorgenommen worden sind.
* PROFITEST PRIME: Seite 2 Legende: Nr. 14
PROFITEST PRIME AC: Seite 3 Legende: Nr. 15 oder 19
Haftungsausschluss
Bei der Prüfung von Netzen mit RCD-Schaltern, können diese abschalten. Dies kann auch dann vorkommen, wenn die Prüfung dies normalerweise nicht vorsieht. Es können bereits Ableitströme vorhanden sein, die zusammen mit dem Prüfstrom des Prüfgeräts die Abschaltschwelle des RCD-Schalters überschreiten. PCs, die in der Nähe betrieben werden, können somit abgeschaltet wer­den und damit ihre Daten verlieren. Vor der Prüfung sollten also alle Daten und Programme geeignet gesichert und ggf. der Rech­ner abgeschaltet werden. Der Hersteller des Prüfgerätes haftet nicht für direkte oder indirekte Schäden an Geräten, Rechnern, Peripherie oder Datenbeständen bei Durchführung der Prüfungen.
HV-AC: Der Hersteller übernimmt ausdrücklich keine Haftung bei Fehlgebrauch, bei der Verwendung von falschem oder veränder­tem Zubehör und bei Manipulationen am Mess- und Prüfgerät selbst bzw. am Messzubehör.
Öffnen des Gerätes / Reparatur
Das Gerät darf nur durch autorisierte Fachkräfte geöffnet werden, damit der einwandfreie und sichere Betrieb des Gerätes gewähr­leistet ist und die Garantie erhalten bleibt.
Auch Originalersatzteile dürfen nur durch autorisierte Fachkräfte eingebaut werden.
Falls feststellbar ist, dass das Gerät durch unautorisiertes Perso­nal geöffnet wurde, werden keinerlei Gewährleistungsansprüche betreffend Personensicherheit, Messgenauigkeit, Konformität mit den geltenden Schutzmaßnahmen oder jegliche Folgeschäden durch den Hersteller gewährt.
Durch Beschädigen oder Entfernen des Garantiesiegels verfallen jegliche Garantieansprüche.
Bedeutung der Symbole auf dem Gerät
Warnung vor einer Gefahrenstelle (Achtung, Dokumentation beachten!)
Electrical TEST
“* oder „
HV TEST
“* beim Funkti-
finden Sie im Internet bei www.gossenmetrawatt.com unter dem Suchbegriff WEEE.
Europäische Konformitätskennzeichnung
Durch Entfernen der TORX-Schraube rechts der Messkreissicherungen, welche mit blauem Siegellack aufgefüllt ist, verfallen jegliche Garantieansprüche.
Besondere Fachkenntnisse sind durch Fachpersonal für elektrische Installation oder Reparatur erforderlich
Kalibriermarke (blaues Siegel):
siehe auch „Produktsupport“ auf Seite 127
Datensicherung
Übertragen Sie Ihre gespeicherten Daten regelmäßig auf einen PC, um einem eventuellen Datenverlust vorzubeugen.
Für Datenverluste übernehmen wir keine Haftung.
Vorkehrung zum Transport
Entfernen Sie vor Schließen des Prüfkofferdeckels sämtliche Netz-, Mess- oder Signalleitungen von den Anschlüssen der Frontplatte des Prüfgeräts und lagern Sie diese separat, um ein Einklemmen und Beschädigen der Leitungen sowie ein Verkrat­zen des Displays zu vermeiden.
Sicherheitsvorkehrungen Lithium-Ionen-Akku
Das Prüfgerät wird von einem Lithium-Ionen-Akku versorgt. Aus diesem Grund sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:
Temperaturbereiche: Das Prüfgerät darf weder der direkten Son-
neneinstrahlung ausgesetzt werden, noch bei hohen Temperatu­ren geladen, betrieben oder gelagert werden, wie dies z. B. im
PKW der Fall sein kann. – Ladebetrieb (10 ... 45 °C): Der Akku darf nur in diesem Tempe-
raturbereich geladen werden.
Messbetrieb (–5 ... 50 °C): Der Akku darf nur in diesem Tempe-
raturbereich betrieben werden. Bei 55 °C geht der Akku bereits in den Schutzmodus über. Das Prüfgerät lässt sich dann nicht mehr mit dem Akku betreiben.
Lagerung (–20 ... 60 °C): Die maximale Lagertemperatur beträgt
60 °C.
Schutzschaltung: Oberhalb von 75 °C schaltet sich der Akku
aus Sicherheitsgründen vollständig außer Betrieb und muss durch unseren Service ausgetauscht werden.
Tiefentladung: Die Schutzschaltung des Akkus benötigt einen geringen Strom. Um zu verhindern, dass der Akku tiefentladen wird, sollte das Gerät mindestens im Jahresrhythmus, besser jedoch regelmäßig am Netz aufgeladen werden. Ein tiefentla­dener Akku kann unter umständen nicht wieder aufgeladen werden und muss Im Service getauscht werden.
Akkuwechsel: Aus Sicherheits-, Transport- und Umweltschutz­gründen ist der Akku nicht vom Kunden tauschbar. Sollte der Akku im Gerät defekt sein, muss der Austausch durch die GMC-I Service GmbH erfolgen.
Gerät der Schutzklasse I
Gerät der Schutzklasse II
Das Gerät darf nicht mit dem Hausmüll entsorgt wer­den. Weitere Informationen zur WEEE-Kennzeichnung
Gossen Metrawatt GmbH 11
3.1 Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
für Spannungsprüfungen mit den Prüfgeräten PROFITEST PRIME AC
Bei der Spannungsprüfung mittels HV AC darf das Prüf­gerät nicht selbst als Prüfling verwendet werden!
Prüfung ohne kurzgeschlossene Kreise
Alle Leiter aller Kreise getrennt gegen Schutzleiter prüfen (bei einem Überschlag bestünde die Gefahr der Beschädigung der Maschine).
Funktionsprüfung
Nach der Prüfung auf Spannungsfestigkeit muss die Maschine auf Funktion, insbesondere auf Sicherheitsfunktionen geprüft werden.
Checkliste für Spannungsprüfungen (PROFITEST PRIME AC)
Messungen bei feuchter Umgebung, Betauung oder in Umgebung mit explosiven Gasen sind nicht zulässig.
Schutzmaßnahmen für Personen
Maschine bzw. Anlage freischalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
Schutzleiter- und Isolationswiderstandsmessung durchführen.Überprüfen, ob die Anlage geerdet ist.Gefahrenbereich durch Schranken absichern, auch keine
engen Durchgänge lassen (optionales Zubehör CLAIM PROFITEST PRIME AC (Z504G)).
Warnschilder gut sichtbar anbringen.Warnlampen gut sichtbar aufstellen (PROFITEST PRIME AC)Notausschalter gut sichtbar und bedienbar anbringen
(PROFITEST PRIME AC).
Personen, die in der Nähe arbeiten, auf mögliche Gefahren
aufmerksam machen.
Beim Verlassen des Bereichs, den Hochspannungsteil des
Prüfgerätes immer über den Schlüsselschalter ausschalten und diesen in Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ abziehen (PROFITEST PRIME AC).
die beiden Hochspannungspistolen sind jeweils mit einer
Hand eines Prüfers zu bedienen (Zweihandschaltung)
Schutzmaßnahmen für die Maschine (Empfehlungen)
Schaltpläne studieren und alle Stromkreise notieren.Die Maschine muss auf jeden Fall ausgeschaltet sein, die Ver-
sorgung der Maschine muss abgeschaltet und gegen Wieder­einschalten gesichert sein!
Neutralleiter (sofern vorhanden) ggf. vom Netz trennen.Jeden Stromkreis in sich kurzschließen.Steuerstromkreise mit Überspannungsableitern abklemmen,
sofern die Ableiter bei der Prüfspannung ansprechen würden.
PELV-Kreise abtrennen (hier ist keine HV-Prüfung erforderlich).Jeden Stromkreis mit 1000 V auf Isolation prüfen (ISO-Mes-
sung). (Wenn der Isolationswiderstand mit 1000 V in Ordnung ist, dürfte auch bei der Prüfung auf Spannungsfestigkeit nichts ausfallen).
Umrichter abklemmen.Achtung in TN-Netzen!
Hier ist der Schutzleiter mit dem Neutralleiter verbunden und dadurch liegt die Hochspannung zwischen Außenleiter und Neutralleiter. Der Neutralleiter (sofern vorhanden) muss gegebenenfalls auf­getrennt werden, da dieser nicht durch Sicherungen vom Netz getrennt wird.
Prüfgerät einstellen Prüfen auf Spannungsfestigkeit
Alle Kreise (Leiter) gegen Schutzleiter prüfen (alle Schalter im
Netzkreis müssen eingeschaltet sein, bei Relais und Schützen ist vor und hinter dem Relais bzw. Schütz zu prüfen).
Nach der Prüfung alle Kurzschlussverbindungen entfernen.

3.2 Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise für PROFITEST PRIME AC

Vorkehrung gegen unbefugtes Einschalten
• Schlüsselschalter im Anschlussfeld HV TEST
Bevor die Versorgungsspannung (Hilfsversorgung) überhaupt auf die Hochspannungsprüfeinrichtung des Prüfgerätes aufge­schaltet werden kann, muss der Schlüsselschalter entriegelt und der NOT-AUS-Schalter darf nicht gedrückt sein. Solange sich der Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ befindet, darf das Prüfgerät nicht unbeaufsichtigt hinter­lassen werden.
Vorkehrungen gegen unbeabsichtigtes Einschalten
Mehrtastenbedienung:
Bevor die Prüfspannung über die Abzugshebel der Hochspan­nungspistolen überhaupt auf die Prüfspitzen geschaltet wer­den kann, muss die Taste ON/START am Prüfgerät gedrückt werden.
Hochspannungspistolen mit doppelter Sicherheit (Zweihandschaltung):
werden die Abzugshebel der Hochspannungspistolen bis zum ersten mechanischen Widerstand gedrückt, so werden zu­nächst nur die Prüfspitzen freigegeben. Erst bei weiterem Drü­cken über diesen Widerstand hinaus wird die Hochspannung bei betriebsbereitem Gerät auf die Prüfspitzen geschaltet.
Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen
Externe Signallampen kennzeichnen den Betriebszustand der
Hochspannungsprüfeinrichtung des Prüfgerätes.
Galvanische Trennung der Prüfspannung vom speisenden Netz.
Hierdurch wird verhindert, dass große Ströme von der Hoch­spannungspistole zur Erde abfließen können.
Strombegrenzung bei Überschlag:
Wird die auf der Parameterseite einzugebende Strombegren­zung bei Überschlag überschritten, so wird automatisch in den Zustand „betriebsbereit“ geschaltet.
•Bei Wiederkehr der Netzspannung nach einem Spannungsausfall
wird automatisch in den Zustand „betriebsbereit“ geschaltet.
Beachten Sie die Vorschriften der DIN EN 50191/ VDE 0104 „Errichten und Betreiben elektrischer Prüfan­lagen“.
Bei Verwendung von Sicherheitsprüfspitzen hat sich der Prüfende vor Arbeitsbeginn vom einwandfreien Zustand der Prüfspitzen und ihrer Zuleitungen zu überzeugen. Vor Benutzung sind die verwendeten Betriebsmittel auf äußerlich erkennbare Schäden und Mängel zu überprü­fen und dass diese sich im Originalzustand und frei von Manipulationen befinden, siehe Kap. 26.5, Seite 111 bis Kap. 26.7, Seite 111.
Legen Sie die Messleitungen vor dem Prüfen auf Span­nungsfestigkeit unbedingt komplett aus.
12 Gossen Metrawatt GmbH
Achtung!
!
Versichern Sie sich vor dem Start der Prüfung, dass sämtli-
Achtung Hochspannung!
Achtung Hochspannung!
Achtung!
!
!
che Zugänge zum Gefahrenbereich geschlossen sind und alle Personen den Gefahrenbereich verlassen ha­ben, bevor die Prüfanlage einschaltbereit gemacht wird.

3.3 Erläuterung der Symbole Symbole in der Bedienungsanleitung

Lebensgefahr für den Bediener bei Nichtbeach­tung dieses Hinweises.
Gefahr für Anwender und Gerät bei Nichtbeach­tung dieses Hinweises.
Wird der Abzugshebel der Hochspannungspistolen bis zu einem spürbaren Widerstand angezogen, so wird zu­nächst die Prüfspitze freigegeben. Wird der Abzugshebel über den mechanischen Wider­stand hinaus weiter angezogen, so wird Hochspannung auf die Prüfspitze geschaltet, sofern die Hochspan­nungseinheit im Betriebszustand „einschaltbereit“ ist (rote Signallampe leuchtet).
Berühren Sie nicht die Prüfspitze und nicht den Prüfling während der Prüfung auf Spannungsfestigkeit! Es liegt eine lebensgefährliche Hochspannung von bis zu 2,5 kV (PROFITEST PRIME AC) an den Prüfspitzen der Hoch­spannungspistolen an! Ziehen Sie nach Beendigung der Prüfungen den Schlüssel in Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ ab und stellen Sie sicher, dass die Hochspannungsprüfeinrichtung nicht durch unbefugte Personen in Betrieb genommen werden kann. Solange sich der Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ befindet, darf das Prüfgerät nicht unbeauf­sichtigt hinterlassen werden.
Symbole in der Bedienerführung bei der HV-Messung
Hochspannungsteil ist einschaltbereit, Hochspannungspistolen können betätigt werden
Es liegt eine lebensgefährliche Hochspannung von bis zu 2,5 kV an den HV-Prüfspitzen an.
Schließen Sie eine Betauung des Prüfgeräts, der Prüflei­tungen und des Prüflings unbedingt aus, da durch die Hochspannung Ableitströme an den Oberflächen entste­hen können. Auch isolierte Teile können hierdurch Hoch­spannung führen.
Haftungsausschluss
Im Falle eines Überschlags kann es vorkommen, dass PCs die in der Nähe betrieben werden „abstürzen“ und damit Daten verlie­ren. Vor der Prüfung auf Spannungsfestigkeit sollten also alle Daten und Programme geeignet gesichert und ggf. der Rechner abgeschaltet werden. Dieser Fall kann auch ohne eine beste­hende USB-Verbindung auftreten.
Der Hersteller des Prüfgerätes haftet nicht für direkte oder indi­rekte Schäden an Rechnern, Peripherie oder Datenbeständen bei Durchführung der Prüfung auf Spannungsfestigkeit.
Der Hersteller haftet nicht für Defekte an Prüflingen, die durch die Prüfung auf Spannungsfestigkeit entstanden sind. Dies gilt besonders für elektronische Komponenten in einer Anlage.
Bei der Spannungsprüfung mit Hochspannung ist die Zweihand­bedienung des Prüfers zwingend vorgeschrieben.
Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch falsche Bedie­nung hervorgerufen werden.
Der Hersteller haftet außerdem nicht für Schäden jeglicher Art, die durch die Benutzung von nicht durch GMC-I freigegebenes und / oder manipuliertes Zubehör hervorgerufen werden.
Beachten Sie hierzu auch die Checkliste für Spannungsprüfungen auf Seite 12.
Gossen Metrawatt GmbH 13

4 Inbetriebnahme

Achtung!
!
1
2
3
BATT

4.1 Spannungsversorgung

Zwei Spannungsversorgungen für den Messbetrieb sind möglich, die jedoch in Abhängigkeit von der Hilfsversorgung oder Anwen­dung eingeschränkt sind: Betrieb am Netz oder netzunabhängig durch den eingebauten Akku.
Hilfsversor-
gung (Quelle)
Laden
Akkubetrieb Netzbetrieb
230 V/240 V 50/60 Hz
Netzbetrieb 115 V / 50/60 Hz
Netzbetrieb 85 ... 264 V / 16,7 ... 400 Hz
Funktion verfügbarFunktion nicht möglich bzw. nicht sinnvoll
1)
Funktionen zu RCD Typ B, B+ und Schleifenmessungen mit DC-Blockierung (Loop+DC)
2)
Die Durchführung der Messungen ZLOOP DC+ (DC-H), RCD IF und RCD I 50% empfohlen.
N mit DC-Prüfstrom wird nur bei einem Akku-Ladezustand
Basis­funktio­nen
Funktionsumfang
RLO 25A HV AC
RCD DC
1)
2)

4.1.2 Laden der Akkus

Die internen Akkus werden im eingebauten Zustand gela­den und sind vom Anwender nicht austauschbar.
Das Prüfgerät wird bei Anschluss an das Versorgungsnetz und bei Stellen des Netzschalters auf EIN „1“ in jeder beliebigen Schal- terstellung ständig geladen.
Schnellladung
Schließen Sie das Prüfgerät über den Kaltgerätestecker an
das Versorgungsnetz an, siehe Kap. 5.1 auf Seite 15.
Stellen Sie den Netzschalter auf EIN „1“– die
rote Glimmlampe leuchtet.
Zum Schnellladen der eingebau-
ten Akkus stellen Sie den Funkti­onsdrehschalter in Position
.
Das nebenstehende Piktogramm wird auf dem Display eingeblen­det, falls keine Verbindung zum Netz besteht oder der Netzschal­ter nicht auf EIN „1“ steht.
Die Akkus werden in diesem Fall nicht geladen.

4.1.1 Gerät ein-/ausschalten – Stand-By

Schließen Sie das Prüfgerät über den Kaltgerätestecker an
das Versorgungsnetz an, siehe Kap. 5.1 auf Seite 15.
Stellen Sie den Netzschalter auf EIN „1“ – die
rote Glimmlampe leuchtet.
Stellen Sie den Funktionsdrehschalter auf U
oder eine andere Position außer OFF.
Das der jeweiligen Funktionsdrehschalter-Stellung entsprechende Menü wird eingeblendet.
Durch Wählen der Funktionsdrehschalter-Stellung OFF wird
das Gerät manuell ausgeschaltet.
Durch Stellen des roten Netztrennschalters auf AUS „0“. wird
das Gerät vom Netz getrennt.
Funktion Stand-By
Das Gerät schaltet sich nach einer im SETUP eingestellten Ab-
schaltzeit (siehe Kap. 7) für alle Messfunktionen außer Dauer­messung und Spannungsmessung in den Stand-By-Zustand. Das Display wird in diesem Fall ausgeschaltet.
Zum Wiedereinschalten des Geräts gibt es zwei Möglichkei-
ten: – durch Drücken der Taste ON/START am Prüfgerät
oder
– durch Drehen des Funktionsdrehschalters in die Stellung
OFF und anschließend erneuter Wahl der Messfunktion.
Während des Schnellladevor­gangs sind keine Messungen möglich. Dies wird durch die Drehschalterstellung „ “. sichergestellt.
Zum Aufladen des im Prüfgerät eingesetzten Akkus siehe auch Kap. 26.3 auf Seite 110.
Das nebenstehende Akkusymbol signalisiert, dass die Akkus voll­ständig geladen sind.
Akkutest
Signalisierung des aktuellen Ladezustands: – durch LEDs: siehe Seite 92. – durch LCD-Symbole: siehe Seite 95.
Ist die Akkuspannung unter den zulässigen Wert abgesunken, erscheint das nebenstehende Pikto­gramm. Zusätzlich wird „Low Batt!!!“ zusammen mit einem Akkusymbol eingeblendet.
Bei sehr stark entladenen Akkus arbeitet das Gerät im Akkube­trieb nicht. Es erscheint dann auch keine Anzeige.
Schalten Sie in diesem Fall auf den Netzbetrieb um.
Betrieb ohne Netzversorgung
Voraussetzungen: – Die Akkus sind aufgeladen. – Der Netzschalter steht auf AUS „0“.
14 Gossen Metrawatt GmbH
Falls die Akkus längere Zeit (> 1 Monat) nicht verwendet bzw. geladen worden sind (bis zur Tiefentladung):
Beachten Sie, dass die Systemuhr in diesem Fall nicht weiterläuft und bei Wiederinbetriebnahme neu gestellt werden muss.

5 Anschlusshinweise

Achtung!
!
Achtung!
!
L1
N
grün-gelb
grün-gelb
PE
L1
L2
L3
N
PE
L1
L2
L3
N
grün-gelb
U
L–N
= 230 V

5.1 Prüfgerät an die Netzversorgung (Hilfsversorgung) anschließen

5.1.1 Anlagen mit Schutzkontakt-Steckdose

In Anlagen mit Schutzkontakt-Steckdosen schließen Sie das Gerät über das mitgelieferte Netzanschlusskabel an das 230 V­Netz oder 115 V-Netz (je nach Länderausführung) an. Hierzu ste­cken Sie den Kaltgerätestecker neben dem Netztrennschalter in die zugehörige Buchse. Auf der anderen Seite schließen Sie das Netzanschlusskabel mit dem netzseitigen länderspezifischen Ste­cker an die Schutzkontakt-Steckdose der Anlage an.
Das Gerät darf nur an ein Versorgungsnetz mit maximal 230 V/240 V angeschlossen werden, welches den gel­tenden Sicherheitsbestimmungen (z. B. IEC 60346, VDE 0100) entspricht und mit einem maximalen Nennstrom von 16 A abgesichert ist.
Die Spannung zwischen Außenleiter L und Schutzleiter PE darf maximal 264 V betragen!

5.1.2 Anlagen mit Drehstromanschluss

Sofern kein Anschluss über eine Schutzkontaktsteck­dose möglich ist: Schalten Sie zuerst das Netz frei. Verbinden Sie anschließend die Zuleitungen der Kupp­lungssteckdose über Abgreifklemmen mit den Netz­anschlüssen wie im Bild dargestellt.
Wenn keine Schutzkontaktsteckdose oder nur ein Drehstrom­anschluss zur Verfügung steht, können Sie den Anschluss von Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter mithilfe der Kupplungs­steckdose herstellen. Diese hat 3 fest angeschlossene Zuleitun­gen und ist Bestandteil des als Zubehör lieferbaren Kabelsets KS13.
Gossen Metrawatt GmbH 15

5.2 Sonden und Warneinrichtungen am Prüfgerät anschließen

Hinweis
Hinweis
Hinweis
Hinweis
Hinweis
max.3V

5.2.1 Allgemein

2 LEDs signalisieren, ob die Standardmesssonden oder die HV­Messsonden/Pistolen aktiv sind.
Beim Systemstart leuchten beide LEDs kurz auf, um die Funkti­onsbereitschaft zu signalisieren.

5.2.2 Standardmesssonden

Die Standardmesssonden in 4-Leiter-Messtechnik für die Anschlüsse 1(L), 2(N) und 3(P)E sind über ihre Anschlussstecker unterschiedlich codiert, um eine Vertauschung der Anschlüsse zwischen den drei Standardmesssonden auszuschließen.

5.2.3 Intelligente Messsonden I-SK...

Die aktive Sonde für den Anschluss „1(L)“ bietet über die Funktio­nalität der Standardmesssonde hinaus die Möglichkeit, das Prüf­gerät fernzusteuern. Mit ihr können Messungen gestartet und gestoppt sowie die erfassten Messdaten gespeichert oder über­tragen werden. Zusätzlich können Messstellen beleuchtet wer­den. Genauere Angaben entnehmen Sie bitte der zugehörigen Bedienungsanleitung.

5.2.4 Hochspannungspistolen beim PROFITEST PRIME AC

Die Hochspannungspistolen für die Anschlüsse HV-P (HV AC) Sonde 1 und Sonde 2 sind über ihre Anschlussstecker unter­schiedlich codiert, um den Anschluss falscher Sonden auszu­schließen. Die Hochspannungspistolen sind nur funktionsfähig, sofern der zugehörige Schlüsselschalter auf „Symbol Schloss offen“ steht.

5.2.5 Schlüsselschalter beim PROFITEST PRIME AC

Der Schlüsselschalter verhindert das unbefugte Einschalten des Hochspannungsmesskreis. Verwahren Sie den Schlüssel an einem sicheren Ort, der nur autorisierten Personen zugänglich ist.
Ziehen Sie jeweils nach Beendigung der Prüfung den Schlüssel in Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ ab.

5.2.7 Not-Aus-Schalter beim PROFITEST PRIME AC

Der Anschluss eines Not-Aus-Schalters ist nach DIN EN 50191/ VDE 0104 und DIN EN 61557-14/VDE 0413-14 vorgeschrieben.
Der als Zubehör lieferbare externe Not-Aus-Schalter STOP PROFI- TEST PRIME AC (Z506D) dient zur Absicherung der Messstelle bei Gefahr durch Unterbrechung der Hochspannung zu den Hoch­spannungspistolen. Angeschlossen wird dieser an die mit dem Not-Aus-Symbol gekennzeichnete Funktionsbuchse im Anschlussfeld HV TEST.
Aus Sicherheitsgründen darf nur der Not-Aus-Schalter Z506D von Gossen Metrawatt GmbH verwendet werden.
Ist der Not-Aus-Schalter nicht richtig angeschlossen oder defekt, so ist der Betrieb der Hochspannungsprüfeinrich­tung nicht möglich.

5.2.8 Zangenstromsensor

Folgende Zangenstromsensoren für Ableitstrommessung können an die Funktionsbuchse mit dem Symbol den: PROFITEST CLIP, Z3512A*, WZ12C*, METRAFLEX P300*
* nur mit Adapter ADAPTER-Z506J-PROFITEST-PRIME (M12 Winkelste-
cker auf 2 • 4 mm-Sicherheitsbuchsen)
angeschlossen wer-
Sofern Sie einen Ersatzschlüssel benötigen, müssen Sie zunächst einen Schlüsselrohling (Firma Monacor) Typ KEY PROFITEST PRIME (Z506E) bei uns bestellen. Die zugehörige Schlüsselnummer finden Sie im Deckel Ihres PROFITEST PRIME AC. An Hand von Schlüsselrohling und Schlüsselnummer können Sie einen passenden Schlüssel bei einem Schlüsseldienst anfertigen lassen.

5.2.6 Externe Signallampen beim PROFITEST PRIME AC

Der Anschluss von Signallampen ist nach DIN EN 50191/ VDE 0104 und DIN EN 61557-14/VDE 0413-14 vorgeschrieben.
Die als Zubehör lieferbare externe Signallampenkombination SIG- NAL PROFITEST PRIME AC (Z506B) dient zur Absicherung der Mess­stelle und muss über die Grenzen des Gefahrenbereichs hinaus deutlich zu erkennen sein. Angeschlossen wird diese an die mit dem Lampensymbol gekennzeichnete Funktionsbuchse im Anschlussfeld HV TEST.
Aus Sicherheitsgründen darf nur die nation
Z506B von Gossen Metrawatt GmbH verwendet
werden.
Ist die Signallampenkombination nicht richtig ange­schlossen oder defekt, so ist der Betrieb der Hochspan­nungsprüfeinrichtung nicht möglich.
Signallampenkombi-
Zum Lampenwechsel siehe Kap. 26.8 auf Seite 111.
16 Gossen Metrawatt GmbH

6 Signalisierung der Betriebszustände beim PROFITEST PRIME AC

Achtung!
!
Achtung!
!
Hinweis
Achtung!
!
Externe Signallampen
Die als Zubehör lieferbare externe Signallampenkombination SIG­NAL PROFITEST PRIME AC (Z506B) dient zur Kennzeichnung der
zwei Betriebszustände:
grün: Prüfgerät betriebsbereit
• Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ (Ein).
• Die Stromversorgungen für die Signal- und Steuerstromkreise
des Hochspannungsmesskreis sind eingeschaltet.
• Alle Spannungszuführungen der Prüfspannung sind noch
ausgeschaltet und noch gegen unbeabsichtigtes Einschalten gesichert.
Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen sollten getroffen sein, die vor Betreten des Gefahrenbereichs erforderlich sind, u. a. Anbringen von Warnschildern WS1 und Zusatz­schildern ZS2 nach DIN 40008-3.
Warnlampen (Signallampenkombination Z506B) können evtl. ausfallen (z. B. Beschädigungen der Lampenein­sätze, des Anschlusskabels). Daher ist vom Prüfer grundsätzlich immer sicherzustel­len, dass sich im potentiellen Gefahrenbereich der durchzuführenden Prüfung bzw. im potentiellen Gefah­renbereich des Prüflings keine weiteren Personen aufhal­ten (z. B. durch geeignete Absperrmaßnahmen).
rot: Prüfgerät einschaltbereit, Vorsicht Gefahr!
• Sie haben das Menü zur Auslösung der Prüfung auf Span-
nungsfestigkeit aufgerufen und anschließend die Taste ON/
START gedrückt.
• Die Spannungszuführung zur Sicherheitsprüfspitze ist noch
ausgeschaltet, sofern der Abzug an der Hochspannungspis­tole nicht gedrückt wird.
• Die Prüfspitzen sind gegen unbeabsichtigtes Berühren gesi-
chert, sofern die Abzüge an den Hochspannungspistolen nicht gedrückt werden.
Automatischer Signallampentest
Jeweils nach Wahl der Drehschalterposition HV und anschließen­dem ersten Start der Spannungsprüfung wird ein automatischer Selbsttest der Signallampen durchgeführt.
Die grüne Signallampe blitzt hierbei noch einmal kurz auf, wenn die rote Signallampe bereits aufgeleuchtet hat.
Nach erfolgreichem Lampentest leuchtet die rote Signallampe weiterhin und die Spannungsprüfung kann durchgeführt werden.
Sofern ein Fehler vorliegt, leuchtet wieder die grüne Signallampe bzw. keine der Signallampen. Die Hochspannungsprüfeinrichtung wird in diesem Fall nicht aktiviert und die Spannungsprüfung kann nicht gestartet werden.
Überprüfen Sie in diesem Fall das verwendete Zubehör und alle Anschlüsse auf korrekte Verbindung.
Beachten Sie hierzu auch die Hinweise im Kap. 5.2 „Sonden und Warneinrichtungen am Prüfgerät anschließen“ auf Seite 16 und im Kap. 26 „Wartung und Rekalibrierung“ auf Seite 110.
Ohne den korrekten Anschluss einer intakten Signallam­penkombination ist der Betrieb der Hochspannungsprüf­einrichtung nicht möglich. Daher wird nach jeder Wahl der Drehschalterposition HV und anschließendem ersten Start der Spannungsprüfung ein automatischer Selbsttest der Signallampen durchge­führt, siehe unten.
Im Zustand „einschaltbereit“ müssen sämtliche Zugänge zum Gefahrenbereich abgesichert sein!
Gossen Metrawatt GmbH 17

7 Geräteeinstellungen – Setup

Setup
LED-Test
Akkutest,
Uhrzeit, Sprache, Displayzeiten,
Gerätetyp, Nr., Softwarestände, Kalibrier- und Abgleichdatum
Anzeige: Datum / Uhrzeit
Anzeige: Autom. Abschaltung
Anzeige: Autom. Abschaltung
der Anzeigenbeleuchtung nach 15 s
des Prüfgeräts nach 60 s GomeSetting, Helligkeit/Kontrast
1
2
3
4
Signalton- und Anzeigetest
Rücksprung zum Hauptmenü
LED MAINS NETZ: Test grün
LED MAINS NETZ: Test rot
LED BATT: Test grün
LED BATT: Test rot
hier ohne Funktion
hier ohne Funktion
hier ohne Funktion
LED UL/RL: Test rot
LED RCD FI: Test rot
1
Rücksprung zum Hauptmenü
Bluetooth
®
Helligkeit/Kontrast
Uhrzeit
hier ohne Funktion
Werkseinstellungen
Sprache der Bedienerführung
3
3a
3c
3b
3e
Datum
Einschaltdauer Anzeigenbeleuchtung/Prüfgerät
Rücksprung zum Untermenü
Einschaltdauer Anzeigenbeleuchtung
Bluetooth® und Helligkeit- und Kontrasteinstellung Uhrzeit-, Einschaltdauer und Werkseinstellungen
Menüauswahl für Betriebsparameter
LED-Tests LCD- und Signaltontests
Einschaltdauer Prüfgerät
Prüfer auswählen, hinzufügen oder löschen
3h
3f
5
keine automatische Abschaltung dauernd EIN
DB Mode (Datenbank-Anzeige)
3g
Anzeige: aktueller Prüfer
hier ohne Funktion
3d
3d
3d
3d
aktuell ausführbare Taste
Taste hier ohne Funktion
In dieser Position werden die Geräteparameter festgelegt, die Datenbank und die Bluetooth-Schnittstelle konfiguriert sowie die Firmwareversion abgefragt.
18 Gossen Metrawatt GmbH
LED-Test
Akkutest,
Uhrzeit, Sprache, Displayzeiten,
Gerätetyp, Nr., Softwarestände, Kalibrier- und Abgleichdatum
Anzeige: Datum / Uhrzeit
Anzeige: Autom. Abschaltung
Anzeige: Autom. Abschaltung
der Anzeigenbeleuchtung nach 15 s
des Prüfgeräts nach 60 s GomeSetting, Helligkeit/Kontrast
1
2
3
4
Signalton- und Anzeigetest
Rücksprung zum Hauptmenü
hier ohne Funktion
Bluetooth
®
Helligkeit/Kontrast
Uhrzeit
hier ohne Funktion
Werkseinstellungen
Sprache der Bedienerführung
3
Datum
Einschaltdauer Anzeigenbeleuchtung/Prüfgerät
Uhrzeit einstellen
Menüauswahl für Betriebsparameter
Bluetooth
®
und Helligkeit- und Kontrasteinstellung Uhrzeit, Sprache, Profile, Signalton einstellen
Datum einstellen
Uhrzeit auswählen
Stunden
Minuten
erhöhen
Einstellungen übernehmen
erhöhen
3a
Sekunden erhöhen
Rücksprung zum Untermenü
Stunden
Minuten
verringern
verringern Sekunden
verringern
Datum auswählen
Ta g
Monat
erhöhen
Einstellungen übernehmen
erhöhen
3a
Jahr erhöhen
Rücksprung zum Untermenü
Ta g
Monat
verringern
verringern
Jahr
verringern
Prüfer auswählen, hinzufügen oder löschen
3h
3f
5
Anzeige: aktueller Prüfer
DB Mode (Datenbank-Anzeige)
3g
3d
3a
3c
3b
3e
3d
Gossen Metrawatt GmbH 19
Bedeutung einzelner Parameter
Hinweis
Achtung!
!
Hinweis
1
2
Akkutest
Signaltontest
Pixeltest
Pixeltest
Pixeltest
Pixeltest
invers
hell
dunkel
33a3b
3c3d3d
3e
3f
Rücksprung zum
Helligkeit erhöhen
Helligkeit verringern
Kontrast erhöhen
Kontrast verringern
vorherigen Menü
3g
ohne Funktion
LED-Test
Hier können die LEDs am Prüfgerät und ihre unter­schiedlichen Zustände (rot oder grün) getestet werden. Darüber hinaus ist ein Test der drei Tastenfunktionen (Mess-, Aus­löse- und Speichertaste) bei den Sonden I-SK4 oder I-SK12 (opti­onales Zubehör) möglich.
Akkutest, Signalton- und Anzeigetest
Untermenü: Akkuspannungsabfrage Ist die Akkuspannung kleiner oder gleich 9,6 V leuchtet die LED
UL/RL rot, zusätzlich ertönt ein Signal.
Einschaltdauer Prüfgerät / Anzeigen-Beleuchtung
Hier können Sie die Zeit auswählen, nach der sich das Prüfgerät bzw. die LCD-Beleuchtung automatisch abschaltet. Diese Aus­wahl wirkt sich stark auf die Lebensdauer/den Ladezustand der Akkus aus.
Einschaltdauer Anzeigen-Beleuchtung
Hier können Sie die Zeit auswählen, nach der sich die LCD­Beleuchtung automatisch abschaltet. Diese Auswahl wirkt sich stark auf die Lebensdauer/den Ladezustand der Akkus aus.
Werkseinstellungen (GOME SETTING)
Durch Betätigen dieser Taste wird das Prüfgerät in den Zustand nach Werksauslieferung zurückgesetzt.
Helligkeit und Kontrast einstellen
Messablauf
Sinkt die Akkuspannung unter 9,6 V während eines Messablaufs, wird dies durch ein Pop-up-Fenster und einem zusätzlichen Signalton signalisiert. Die gemessenen Werte sind ungültig. Die Messergebnisse können nicht abgespeichert werden.
Mit ESC gelangen Sie zurück zum Hauptmenü.
Uhrzeit/Datum, Anwendersprache, Abschaltzeiten, Werkseinstellungen , Helligkeit/Kontrast, Datenbankmodus, Bluetooth
Datenverlust bei Rücksetzen auf Werkseinstellung!
Sichern Sie vor Drücken der jeweiligen Taste Ihre Struktu­ren, Messdaten und Sequen­zen auf einem PC. Das nebenstehende Abfrage­fenster fordert Sie zur noch­maligen Bestätigung der Löschung auf.
DB-MODE – Darstellung der Datenbank im Text- oder ID-Mode
Erstellen von Strukturen im TXT MODE
Die Datenbank im Prüfge­rät ist standardmäßig auf Text-Mode eingestellt, „TXT“ wird in der Kopfzeile eingeblendet. Strukturele­mente können von Ihnen im Prüfgerät angelegt und im „Klartext“ beschriftet werden, z. B. Kunde XY, Verteiler XY und Strom­kreis XY.
Erstellen von Strukturen im ID MODE
Alternativ können Sie im ID MODE arbeiten, „ID“ wird in der Kopfzeile eingeblendet. Die Strukturelemente können von Ihnen im Prüfgerät angelegt und mit beliebigen Identnummern beschriftet werden.
Im Prüfgerät können entweder Strukturen im Text-Mode
Uhrzeit und Datum einstellen
Einstellungen siehe Seite 21.
Sprache der Bedienerführung (CULTURE)
Wählen Sie das gewünschte Landes-Setup über das
zugehörige Länderkennzeichen aus.
20 Gossen Metrawatt GmbH
Sind im Prüfgerät beim Anlegen von Strukturen keine Texte oder keine Identnummern hinterlegt worden, so generiert das Protokol­lierprogramm selbsttätig die fehlenden Einträge. Anschließend können diese in dem Protokollierprogramm bearbeitet und bei Bedarf ins Prüfgerät zurückübertragen werden.
oder im Ident-Mode angelegt werden. In dem Protokollierprogramm dagegen werden immer Bezeichnungen und Identnummern vergeben.
Bluetooth® ein-/ausschalten
Hinweis
Achtung!
!
Hinweis
3h
Bei Bluetooth® aktiv (= ON) wird das Blue-
tooth®-Symbol statt
BAT und ein Schnitt-
stellensymbol statt MEM in der Kopfzeile eingeblendet.
Ein geschlossenes Schnittstel­lensymbol signalisiert eine aktive Bluetooth-Verbindung mit Daten­übertragung.
Bild 1
Bild 2
Bild 3 Bild 4
Erforderliche Schritte für eine Authentifizierung
Stellen Sie sicher, dass sich das Prüfgerät in Reichweite des PCs befindet (ca. 5 ... 8 Meter). Aktivieren Sie Bluetooth (siehe Bild 1) und an Ihrem PC.
Der Funktionsdrehschalter muss sich hierbei in Position SETUP befinden.
Stellen Sie sicher, dass das Prüfgerät (siehe Bild 3) und Ihr PC für andere Bluetooth
®
-Geräte sichtbar sind: beim Prüfgerät muss visible unterhalb des Augensymbols einge­blendet sein. Fügen Sie über Ihre Bluetooth
®
-Gerät hinzu. In den meisten Fällen erfolgt dies über die
tooth
®
-PC-Treibersoftware ein neues Blue-
Schaltfläche „Neue Verbindung erstellen“ oder „Bluetooth hinzufügen“.
Nachfolgende Schritte variieren, je nach verwendeter Bluetooth PC-Treibersoftware. Grundsätzlich muss am PC ein sogenannter Hauptschlüssel (auch Pin-Code genannt) eingegeben werden. Dieser ist standardmäßig „1234“ und wird im Bluetooth menü (Bild 1) des Prüfgeräts angezeigt. Im Anschluss, oder zuvor, muss am Prüfgerät eine Authentifizierungsmeldung bestätigt wer­den (Bild 4).
War die Authentifizierung erfolgreich, so wird am Prüfgerät eine entsprechende Meldung angezeigt. Außerdem wird der authentifi­zierte PC im Prüfgerät im Menü „Vertraute Geräte“ (Bild 2) ange­zeigt.
In Ihrer Bluetooth
®
PC-Treibersoftware sollte nun auch der PROFITEST PRIME als Gerät aufgelistet sein. Dort erhalten Sie auch weitere Informationen zu der verwendeten COM-Schnittstelle. Sie müssen mithilfe Ihrer Bluetooth
®
-Verbindung gehörende COM-Schnittstelle herausfinden.
tooth
®
PC-Treibersoftware die zu der Blue-
Oft wird diese nach der Authentifizierung angezeigt, falls nicht, fin­den Sie dazu Informationen in Ihrer Bluetooth
Das Protokollierprogramm bietet eine Funktion, die COM-Schnittstelle nach erfolgreicher Authentifizierung automatisch zu suchen.
®
im Prüfgerät
®
Gerät
®
-Haupt-
®
PC-Treibersoftware.
®
-
Sofern Ihr PC über eine Bluetooth®-Schnittstelle verfügt, kann das Prüfgerät kabellos mit dem Protokollierprogramm zur Übertra­gung von Daten und Prüfstrukturen kommunizieren.
Voraussetzung für einen kabellosen Datenaustausch ist die ein­malige Authentifizierung des jeweiligen PCs mit dem Prüfgerät. Der Funktionsdrehschalter muss sich hierzu in Position SETUP befinden. Außerdem muss vor jeder Übertragung der richtige Blue-
®
tooth
COM-Port in dem Protokollierprogramm ausgewählt wer-
den.
Schalten Sie die Bluetooth®-Schnittstelle im Prüfgerät zur Datenübertragung oder zur Texteingabe über Bluetooth
®
Keyboard ein. Der Stromverbrauch verringert die Akkulaufzeit im Dauer­betrieb erheblich.
Befindet sich das Prüfgerät in Reichweite Ihres PCs (5 bis 8 Meter) kann nun mithilfe des Protokollierprogramms über den Menüpunkt Extras/Bluetooth
®
ein kabelloser Datenaustausch statt­finden. Hierfür muss die ermittelte COM-Schnittstellennummer (z. B. COM40) beim Start des Datenaustausches in dem Proto­kollierprogramm angegeben werden.
Alternativ kann über den Menü-Eintrag „Bluetooth Gerät suchen“ die COM­Schnittstellennummer automatisch ausgewählt werden.
Anschluss einer Bluetooth®-Tastatur
Beachten Sie für den Anschluss einer Bluetooth®-Tastatur die erforderlichen Schritte für eine Authentifizierung, Absatz siehe oben.
Aktivieren Sie zur Kopplung der Bluetooth®-Tastatur das erforderliche Signal der Tastatur.
-
Bluetooth
Wir empfehlen Bluetooth®-Tastaturen der Firma Logitech®, für andere Geräten können wir keine Gewährleistung übernehmen.
Nach der ersten erfolgreichen Kopplung aktiviert sich die
®
-Tastatur immer automatisch.
Befinden sich mehrere Prüfgeräte bei der Authentifizierung in Reichweite, sollten Sie den jeweiligen Namen ändern, um Ver­wechslungen auszuschließen. Es dürfen keine Leerzeichen ver­wendet werden. Sie können den standardmäßig vergebenen vier­stelligen Pin-Code „1234“ ändern, dies ist in der Regel jedoch nicht notwendig. In der Fußzeile von Bild 3 wird als HardWare-INFO die MAC-Adresse des Prüfgeräts eingeblendet.
Machen Sie Ihr Prüfgerät vor einer Autorisierung sichtbar, und aus Sicherheitsgründen anschließend wieder unsichtbar.
Gossen Metrawatt GmbH 21
Gerätetyp, -Nr., Softwarestände,
4
5
Prüfer neu anlegen
Buchstabe/Zeichen übernehmen
Buchstabe/Zeichen auswählen
Buchstabe/Zeichen auswählen
Buchstabe/Zeichen löschen Umschalten: Groß-/Kleinbuchstaben,
Umlaute und Sonderzeichen
? Namen übernehmen
Prüfer auswählen
Prüfer auswählen
Prüfer übernehmen
Prüfer löschen
Kalibrier- und Abgleichdatum (Beispiel)
Durch Drücken einer
beliebigen Taste ge­langen Sie zurück zum Hauptmenü.
Firmware-Update:
Der Aufbau der Prüfgeräte ermöglicht das Anpassen der Gerä­tesoftware an die neuesten Normen und Vorschriften. Darüber hinaus führen Anregungen von Kunden zu einer ständigen Ver­besserung der Prüfgerätesoftware und zu neuen Funktionalitäten.
Damit Sie alle diese Vorteile auch schnell und einfach nutzen kön­nen, ist eine schnelle Aktualisierung der kompletten Gerätesoft­ware Ihres Prüfgeräts vor Ort möglich, siehe Kapitel 26.11.
Prüfer auswählen, hinzufügen oder löschen
Zur Eingabe eines Textes siehe auch Kap. 8.5 Seite 25.
22 Gossen Metrawatt GmbH

8 Allgemeine Hinweise

Hinweis
Hinweis
Achtung!
!

8.1 Automatische Einstellung, Überwachung und Abschaltung

Das Prüfgerät stellt automatisch alle Betriebsbedingungen ein, die es selbsttätig ermitteln kann. Es prüft die Spannung und die Fre­quenz des angeschlossenen Netzes. Liegen die Werte innerhalb gültiger Nennspannungs- und Nennfrequenzbereiche, dann wer­den sie im Anzeigefeld angezeigt. Liegen die Werte außerhalb, dann werden statt U (U) und Frequenz (f) angezeigt.
Die Berührungsspannung, die vom Prüfstrom erzeugt wird, wird bei jedem Messablauf überwacht. Überschreitet die Berührungs­spannung den eingestellten Grenzwert, so wird die Messung sofort abgebrochen. Die LED UL/RL leuchtet rot.
Das Gerät lässt sich nicht in Betrieb nehmen bzw. es schaltet sofort ab, wenn die Akkuspannung den zulässigen Grenzwert unterschreitet.
Die Messung wird automatisch abgebrochen bzw. der Messab­lauf gesperrt (ausgenommen Spannungsmessbereiche und Dreh­feldmessung):
• bei unzulässiger Netzspannung (< 60 V, > 253 V / > 330 V / > 440 V bzw. > 725 V) bei Messungen, bei denen Netzspan­nung erforderlich ist
• wenn bei einer Isolationswiderstands- bzw. Niederohmmes­sung eine Fremdspannung vorhanden ist
• wenn bei einer Hochspannungsmessung eine Fremdspan­nung vorhanden ist (PROFITEST PRIME AC)
• wenn die Temperatur im Gerät zu hoch ist. Unzulässige Temperaturen treten in der Regel erst nach ca. 50 Messabläufen im 5 s-Takt auf, wenn der Funktionsdrehschal­ter in der Schaltstellung Z Beim Versuch einen Messablauf zu starten, erfolgt eine ent­sprechende Meldung auf dem Anzeigefeld.
Das Gerät schaltet sich frühestens am Ende eines (automati­schen) Messablaufs und nach Ablauf der vorgegebenen Ein­schaltdauer (siehe Seite 20) automatisch ab. Die Einschaltdauer verlängert sich wieder um die im Setup eingestellte Zeit, wenn eine Taste oder der Funktionsdrehschalter betätigt wird.
Bei der Messung mit steigendem Fehlerstrom in Anlagen mit selektiven RCD-Schutzschaltern bleibt das Prüfgerät ca. 75 s lang eingeschaltet zuzüglich der vorgegebenen Einschaltdauer.
Das Gerät schaltet sich immer selbstständig ab!
und fN die aktuellen Werte von Spannung
N
LOOP ist.

8.2 Messwertanzeige und Messwertspeicherung

Im Anzeigefeld werden angezeigt:
Messwerte mit ihrer Kurzbezeichnung und Einheit,
die ausgewählte Funktion,
die Nennspannung,
die Nennfrequenz
sowie Fehlermeldungen. Bei den automatisch ablaufenden Messvorgängen werden die
Messwerte bis zum Start eines weiteren Messvorganges bzw. bis zum selbsttätigen Abschalten des Gerätes gespeichert und als digitale Werte angezeigt. Wird der Messbereichsendwert überschritten, so wird der End­wert mit dem vorangestellten „>“ (größer) Zeichen dargestellt und damit Messwertüberlauf signalisiert.
Die LCD-Darstellungen in dieser Bedienungsanleitung können aufgrund von Produktverbesserungen von denen des aktuellen Geräts abweichen.
Siehe auch „Funktionalität der Sonden, Signalisierungen durch LEDs und LCD-Symbole” ab Seite 92.
Ein Vertauschen von N und PE in einem Netz ohne RCD­Schalter wird nicht erkannt und nicht signalisiert. In einem Netz mit RCD-Schalter löst dieser bei der Be­rührungsspannungsmessung ohne Auslösung (automatische Z vertauscht sind.
LOOP-Messung) aus, sofern N und PE
Gossen Metrawatt GmbH 23

8.3 Hilfefunktion

1
2
2
3
4
4
5
6
2
4
3
5
6
Für jede Schalterstellung bzw. Grundfunktion können Sie, nach deren Wahl über den Funktionsdrehschalter, folgende Informationen
darstellen:
• Anschlussschaltbild
• Messbereich
• Nenngebrauchsbereich und Betriebsmessunsicherheit
•Nennwert
Drücken Sie zum Aufruf der Hilfefunktion die Taste HELP.Sind mehrere Hilfeseiten je Messfunktion vorhanden, muss die
Tas te HELP wiederholt gedrückt werden.
Drücken Sie zum Verlassen der Hilfefunktion die Taste ESC.

8.4 Parameter oder Grenzwerte einstellen am Beispiel der RCD-Messung

1 Untermenü zum Einstellen der gewünschten Parameter aufru-
fen.
2 Parameter über die Cursortasten oderauswählen. 3 Ins Einstellmenü des gewählten Parameters über die Cursor-
taste wechseln. 4 Einstellwert über die Cursortasten oderauswählen. 5 Einstellwert über bestätigen. Dieser Wert wird ins Einstell-
menü übernommen. 6 Erst mit ✓ wird der Einstellwert dauerhaft für die zugehörige
Messung übernommen und ins Hauptmenü zurückgesprun-
gen. Statt mit ✓ gelangen Sie mit ESC zurück ins Hauptmenü,
ohne den neu gewählten Wert zu übernehmen.
Parameterverriegelung (Plausibilitätsprüfung)
Einzelne gewählten Parameter werden vor der Übernahme ins Messfenster auf Plausibilität überprüft.
Ist der von Ihnen gewählte Parameter in Kombination mit anderen bereits eingestellten Parametern nicht sinnvoll so wird dieser nicht übernommen. Der zuvor eingestellte Parameter bleibt gespei­chert.
Abhilfe: Wählen Sie einen anderen Parameter.
24 Gossen Metrawatt GmbH

8.5 Frei einstellbare Parameter oder Grenzwerte

Hinweis
Hinweis
Menü EDIT auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit übernehmen
Zeichen löschen
Wert speichern (in Liste)
Menü EDIT+ auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit übernehmen
Zeichen löschen
Wert speichern (in Liste)

8.5.1 Vorhandene Parameter ändern

Für bestimmte Messfunktionen können einzelne Parameter geän­dert, d. h. in vorgegebenen Grenzen frei eingestellt werden.
Ein mögliches Menü EDIT wird erst nach Wechsel in die rechte Spalte und Anwahl des editierbaren Parameters einge­blendet.
Beispiel Messfunktion RLO – Parameter: LIMIT RLO
1 Rufen Sie das Untermenü zum Einstellen des gewünschten
Parameters auf (ohne Abbildung, siehe Kap. 8.4).
2 Wählen Sie den editierbaren Parameter – gekennzeichnet mit
dem Symbol – über die Cursortasten oder aus.
3 Wählen Sie das Editiermenü aus durch Drücken der Taste
.

8.5.2 Neue Parameter ergänzen

Für bestimmte Messfunktionen können neben den Festwerten weitere Werte in vorgegebenen Grenzen ergänzt werden.
Ein mögliches Menü EDIT+ wird erst nach Wechsel in die rechte Spalte eingeblendet.
Beispiel Messfunktion HV-AC – Parameter: LIMIT ILIM
1 Rufen Sie das Untermenü zum Einstellen des gewünschten
Parameters auf (ohne Abbildung, siehe Kap. 8.4).
2 Wählen Sie das Editiermenü aus durch Drücken der Taste
.
4 Wählen Sie über die Cursortasten LINKS oder RECHTS die
jeweilige Ziffer aus. Mit wird die Ziffer übernommen. Die Übernahme des Wertes erfolgt mit Anwahl von gen durch .
Beachten Sie die vorgegebenen Grenzen für den neuen Einstellwert. Geben Sie mögliche Nachkommastellen mit ein.
Gossen Metrawatt GmbH 25
und bestäti-
3 Wählen Sie über die Cursortasten LINKS oder RECHTS die
jeweilige Ziffer aus. Mit wird die Ziffer übernommen. Die Übernahme des Wertes erfolgt mit Anwahl von gen durch . Der neue Parameter wird der Liste hinzugefügt.
Beachten Sie die vorgegebenen Grenzen für den neuen Einstellwert. Geben Sie mögliche Nachkommastellen mit ein.
und bestäti-
8.6 Zweipolmessung mit schnellem oder halbautomatischem
Hinweis
L1-PE L2-PE L3-PE
N-PE
L+N-PE
L1-N L2-N
L3-N L1-L2 L2-L3 L1-L3
ZLOOP RISO
L1-PE L2-PE L3-PE
N-PE L1-N L2-N
L3-N L1-L2 L2-L3 L1-L3
U
Taste I
L1-PE L2-PE L3-PE
L1-N L2-N
L3-N L1-L2 L2-L3 L1-L3
L-N
Z506T/U
L1-PE L2-PE L3-PE
HV AC
Z506V
L1-PE L2-PE L3-PE
L1-N L2-N L3-N
L1-L2 L2-L3 L1-L3
L-N
L1-PE L2-PE L3-PE
N-PE
L+N-PE
L1-N L2-N
L3-N L1-L2 L2-L3 L1-L3
ZLOOP RISO
L1-PE L2-PE L3-PE
N-PE L1-N L2-N
L3-N L1-L2 L2-L3 L1-L3
U
Z506T/U
L1-PE L2-PE L3-PE
HV AC
Polwechsel
Für folgende Prüfungen ist eine schnelle halbautomatische Zwei­polmessung möglich.
• Spannungsmessung U
Es erfolgt keine geräteinterne Umpolung, die Anzeige dient nur der Doku­mentation.
• Schleifenimpedanzmessung Z
• Isolationswiderstandsmessung RISO
• Spannungsfestigkeitsprüfung HV AC (nur PROFITEST PRIME AC)
LOOP
Schneller Polwechsel
Der Polungsparameter steht auf AUTO. Eine schnelle und komfortable Umschaltung zwischen allen
Polungsvarianten ohne Umschaltung in das Untermenü zur Para­metereinstellung ist durch Drücken der Taste I an der optionalen Sonde I-SK4/12-PROFITEST PRIME (Z506T/U) möglich.
am Gerät oder
N
Halbautomatischer Polwechsel im Speicherbetrieb
Der Polungsparameter steht auf AUTO. Soll eine Prüfung mit allen Polungsvarianten durchgeführt werden,
so erfolgt nach jeder Messung ein automatischer Polwechsel nach dem Speichern.
Ein Überspringen von Polungsvarianten ist durch Drücken der Taste I lich.
am Gerät oder an der optionalen Sonde I-SK4/12 mög-
N
Die intelligenten Messsonden I-SK4 bzw. I-SK12 (Z506T/U) sind als optionales Zubehör erhältlich.
26 Gossen Metrawatt GmbH

9 U – Messen von Spannung und Frequenz

Hinweis

U

Messfunktion wählen
Die Messfunktion U bietet die Möglichkeit sowohl Gleich- als auch Wechselspannung und die zugehörige Frequenz zu messen.
Sie ist unterteilt in zwei Ansichten: – U: 2-polige Messung von Spannung und Frequenz – U3~: Messung von Spannung und Frequenz im Drei-Phasen-
system inklusive Drehfeldbestimmung

9.1.4 Messung U Anschluss

Sonde 1(L) Sonde 3(PE)
Die Auswahl erfolgt jeweils durch Drücken des nebenstehenden Softkeys. Die aktuelle Auswahl wird invers dargestellt (weiß auf schwarz).
9.1
U

9.1.1 Allgemein

In der Ansicht „2-Pol“ können Sie Gleich- und Wechselspannung und Frequenz im Ein-Phasensystem messen.

9.1.2 Hilfefunktion

Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen zum Anschluss der Sonden und Angaben zur Messung einblenden.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.

9.1.3 Parameter Leiterbezug

Dieser Parameter dient der Dokumentation. Es erfolgt geräteintern keine Umpolung.
Durch Angabe der Leiterbezugspunkte lassen sich Messwerte und Messpunkte einander zuordnen. Es besteht die Auswahl­möglichkeit zwischen:
Manuell: Der Messwert wird ausschließlich für den
eingestellten Messpunkt gespeichert.
AUTO: Durch Drücken der Taste I
verfügbaren Messpunkte durchschalten. Die Mess­wertspeicherung erfolgt für die aktuelle Einstellung.
lassen sich alle
N
Messung
Die Messung ist ständig aktiv, d. h. es kann direkt ohne Drücken der Taste ON/START gemessen werden.
Eine entsprechende Protokollierung ist nach erfolgrei­cher Messung durch Drücken des Speicherbuttons per Softkey möglich.
Spannungspolarität
Wenn Normen den Einbau von einpoligen Schaltern im Neutrallei­ter verbieten, muss durch eine Prüfung der Spannungspolarität festgestellt werden, dass alle etwa vorhandenen einpoligen Schal­ter in den Außenleitern eingebaut sind.
Für Messungen an 4 mm-Buchsen ist es möglich, die Schutzkappen der Messsonden abzunehmen. Dies hat eine Reduzierung der Messkategorie auf CAT II zur Folge.
Gossen Metrawatt GmbH 27

9.2 U3~

Hinweis
Rechtsdrehfeld
Linksdrehfeld

9.2.1 Allgemein

Erfolgt per Softkey die Auswahl „U3~“ ist es möglich, Spannung, Frequenz und Drehfeld im Drei-Phasen­system zu messen.

9.2.2 Hilfefunktion

Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen zum Anschluss der Sonden und Angaben zur Messung einblenden.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.

9.2.3 Messung U3~ Anschluss

L1: Sonde 1(L) L3: Sonde 2(N) L2: Sonde 3(PE)

9.2.4 Hinweise:

– An Drehstromsteckdosen ist in der Regel ein Rechtsdrehfeld
gefordert.
– Für die Messung an CEE-Steckdosen sind verschiedene
Adapter als Zubehör erhältlich.
– Der Messgeräteanschluss bei CEE-Steckdosen ist meist
problematisch, es gibt Kontaktprobleme. mithilfe des von uns angebotenen VARIO-STECKER-SETs Z500A sind schnelle und zuverlässige Messungen o h ne Kon­taktprobleme durchführbar.
– Anschluss bei 3 - Leitermessung Stecker L1-L2-L3 im Uhrzei-
gersinn ab PE-Buchse
Sämtliche Signalisierungen zur Netzanschlusskontrolle siehe Kap. 24.
Messung
Die Messung ist ständig aktiv, d. h. es kann direkt ohne Drücken der Taste ON/START gemessen werden.
Eine entsprechende Protokollierung ist nach erfolgrei­cher Messung durch Drücken des Speicherbuttons per Softkey möglich.
Die Drehfeldrichtung wird über folgende Einblendungen ange­zeigt:
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10
Hinweis
R
LO
0,2A
Polung: +/– gegen PE
Polung: +/– gegen PE
mit Rampenverlauf
AUTO: Messung wird nach Mess­werterfassung beendet; Dauermessung durch gedrückt halten von ON/START möglich.
1 min: Prüfdauer 1 Minute 5 min: Prüfdauer 5 Minuten
Limit / Grenzwert:
RLO > Limit / Grenzwert
UL / RL

RLO – Messen niederohmiger Widerstände

10.1 RLO 0,2A – Messen niederohmiger Widerstände mit Prüf­strom 0,2 A
Messfunktion wählen

10.1.1 Allgemein

Nach IEC 60364-6/DIN VDE 0100-600 ist die Durchgängigkeit sowohl von Schutzleitern, einschließlich der Schutzpotenzialaus­gleichsleiter über die Haupterdungsschiene und der Leiter des zusätzlichen Schutzpotenzialausgleichs, als auch von aktiven Lei­tern bei ringförmigen Endstromkreisen zu prüfen.
Messprinzip
Die Durchgängigkeit von Leitern wird durch einen konstanten Prüfstrom und den Spannungsfall am Messobjekt bestimmt.
Ist die Prüfspannung eine Gleichspannung, so ist lt. DIN EN 61557-4 die Messung mit Polaritätswechsel durchzuführen. Die Messung muss somit mit (automatischer) Umpolung der Messspannung oder mit Stromfluss in der einen (+ Pol an PE) und in der anderen Richtung (– Pol an PE) durchgeführt werden.

10.1.2 Hilfefunktion

Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen und Angaben zur Messung einblenden.
Nach erfolgreicher Messung lassen sich durch Drücken der Taste HELP entsprechend des Messwerts die zugehörigen Leitungslän­gen für verschiedene Leitungsquerschnitte anzeigen.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.
Prüfdauer – Messzeiten
Limits – Einstellen des Grenzwertes
Sie können den Grenzwert des Widerstandes einstellen. Treten Messwerte oberhalb dieses Grenzwertes auf, so leuchtet die rote
LED UL/RL. Grenzwerte können zwischen 0,10 und 10,0 gewählt werden (editierbar). Der Grenzwert wird oberhalb des Messwertes eingeblendet.

10.1.3 Parameter

Prüfsignal
Hier lässt sich das Prüfsignal entsprechend folgender Kriterien wählen:
Funktion: Konstant oder Rampe –
Polarität:
Positiv +, negativ –, automatischer Polaritätswechsel
Gossen Metrawatt GmbH 29

10.1.4 Messung ROFFSET

Achtung!
!
Hinweis
Hinweis
ROFFSET: ON OFF
Die Niederohmmessung darf nur an spannungsfreien Messobjekten bzw. Anlagenteilen durchgeführt werden. Kontaktieren Sie zuerst die Messstelle und starten Sie dann die Messung!
Anschluss
Sonde 1(L) Sonde 3(PE)
ROFFSET messen
Zu beachten:
Der ermittelte Wert ROFFSET wird gelöscht bei Änderung des
Prüfsignals oder Deaktivierung der Funktion.
– Erscheint eine Fehlermeldung, so bleibt der zuletzt ermittelte,
gültige Wert erhalten.
– Der Widerstand der Sondenleitungen muss auf Grund der
verwendeten Vierleitertechnik nicht einkalibriert werden.
Verlängerungsleitungen Verwenden Sie diese Funktion ausschließlich, wenn Sie mit Verlängerungsleitungen arbeiten. Bei Einsatz unterschiedlicher Verlängerungsleitungen, muss der zuvor beschriebene Vorgang grundsätzlich wiederholt werden.
Berücksichtigen von Messleitungen bis 10
Die Funktion ROFFSET bietet die Möglichkeit, den Widerstand von Verlängerungsleitungen, die zusätzlich zu den Sondenleitungen verwendet werden, zur Vermeidung verfälschter Messergebnisse als Vorwegabzug einzukalibrieren.
In Folge der Einkalibrierung wird dieser Wert vom Messergebnis subtrahiert.
Beschreibung Messung ROFFSET
Aktivieren Sie durch Drücken der entsprechen-
den Softkey-Taste die Funktion R
OFFSET = 0.00Ohm wird eingeblendet
RStellen Sie das Prüfsignal, mit dem Sie die spä-
tere Messung durchführen wollen, ein.
Schließen Sie anschließend die Messleitungen kurz.Starten Sie die Messung durch Drücken der Taste IEs ertönt ein Intervallton und neben-
stehende Meldung erscheint.
Durch nochmaliges Drücken der
Tas te I startet.
Ein Abbruch des Vorgangs ist durch Drü­cken von ON/START oder ESC möglich.
wird der Messvorgang ge-
N
OFFSET.
.
N
Wird die Offsetmessung durch ein Fehler-Popup (Roffset > 10 bzw. Differenz zwischen RLO+ und RLO– größer als 10%) gestoppt, dann bleibt der zuletzt gemes­sene Offsetwert erhalten. Ein versehentliches Löschen des einmal ermittelten Offsetwertes wird dadurch nahezu ausgeschlossen! Im anderen Fall wird der jeweils kleinere Wert als Offsetwert abgespeichert. Der maximale Offset beträgt 10,0 . Durch den Offset können negative Wider­standswerte resultieren.
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