Prüfgeräte für DIN VDE 0100-600, DIN VDE 0105-100,
VDE 0113-1, VDE 0660-600-1, VDE 0126-23-1 und VDE 0122-1
3-349-933-01
6/10.20
Prüfgerät
nur als Elektrofachkraft
betreiben !
96108
Legende
1 Messkreissicherungen
2 Anschluss für Kaltgerätestecker mit länderspezifischem
Netzstecker
3 Netzanschlusssicherungen
4 EIN-/AUS-Schalter beleuchtet
5 RS232-Schnittstelle für den Anschluss von:
– T/F-Fühler (Z506G) (Messung in Schalterstellung T%rH),
– Barcode-Lesegerät zur Dateneingabe
6 Funktionsdrehschalter
(Stellungen: OFF, Messfunktionen, Laden und Setup)
7 USB-Slave für PC-Anschluss (Firmwareupdate, Protokollie-
rung, Laden von am PC erstellten Prüfsequenzen)
8 Softkeys (menüabhängige Tasten für Parameter- und Gren-
zwerteauswahl sowie Speichern)
9 Anzeigefeld
10 Festfunktionstasten (ESC, MEM, HELP, ON/START und I
N
)
11 Codierte Sondenanschlüsse, jeweils 2-polig in 4-Leiter-
Technik (Sonden für 1(L), 2(N) und 3(PE) bzw. L1, L2 und L3)
die Klinkenbuchse 1(L) ermöglicht den Anschluss einer Fern-
bedienung (Option I-SK4 (Z506T) mit 4 m Kabellänge oder
I-SK12 (Z506U) mit 12 m Kabellänge, jeweils mit den Funktionen START-STOP/IN/SPEICHERN-SENDEN
und Messstellen-
Beleuchtung)
12 Anschluss Funktionsbuchse für Zangenstromsensor für
An diese Buchsen dürfen ausschließlich die Zangenstromsensoren
angeschlossen werden, die als Zubehör angeboten werden.
* mit Adapter Bananenbuchse auf Funktionsstecker Z506J
13 Reset-Taste: Zur Anwendung siehe Kap. 26.2 auf Seite 110.
14 LED „Electrical TEST“ leuchtet rot: Basismessfunktionen sind
aktiv, Anwendung der Sonden 1(L), 2(N), und 3(PE) an den
gleichnamigen Buchsen, leuchtet beim Systemstart kurz auf
(Funktionstest),
Achtung: Leuchtet die rote LED „Electrical TEST“ beim Funkti-
onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
Bei Anschluss des T/F-Fühlers (Z506G) leuchtet die LED nicht.
15
Bluetooth®-Schnittstelle (nicht weiter lokalisiert)
421
75
3
1213
11
Anschluss-, Bedien- und Anzeigefeld PROFITEST PRIME
14
2Gossen Metrawatt GmbH
96108
Legende
1 Messkreissicherungen
2 Anschluss für Kaltgerätestecker mit länderspezifischem Netzstecker
3 Netzanschlusssicherungen
4 EIN-/AUS-Schalter beleuchtet
5 RS232-Schnittstelle für den Anschluss von:
– T/F-Fühler (Z506G) (Messung in Schalterstellung T%rH),
– Barcode-Lesegerät zur Dateneingabe
6 Funktionsdrehschalter
(Stellungen: OFF, Messfunktionen, Laden und Setup)
7 USB-Slave für PC-Anschluss (Firmwareupdate, Protokollie-
rung, Laden von am PC erstellten Prüfsequenzen)
8 Softkeys (menüabhängige Tasten für Parameter- und Gren-
zwerteauswahl sowie Speichern)
9 Anzeigefeld
10 Festfunktionstasten (ESC, MEM, HELP, ON/START und I
N
)
11 Codierte Sondenanschlüsse, jeweils 2-polig in 4-Leiter-
Technik (Sonden für 1(L), 2(N) und 3(PE) bzw. L1, L2 und L3
können nicht vertauscht werden) die Klinkenbuchse 1(L)
ermöglicht den Anschluss einer Fernbedienung (Option ISK4 (Z506T) mit 4 m Kabellänge oder I-SK12 (Z506U) mit
12 m Kabellänge, jeweils mit den Funktionen START-STOP/I
N
/
SPEICHERN-SENDEN und Messstellen-Beleuchtung)
12 Codierte Sondenanschlüsse für HV (Sonde 1 und 2),
jeweils 2-polig in 4-Leiter-Technik, für Hochspannungspistolen (Sonden für HV AC und HV DC sind codiert, um den
Anschluss falscher Sonden auszuschließen)
13 Schlüsselschalter zur Freischaltung der HV-Prüfspannung
14 Anschluss für Not-Aus-Schalter STOP PROFITEST PRIME
AC (Z506D)
15 LED „HV TEST“ leuchtet rot: HV AC-Prüfung ausgewählt,
Anwendung der Hochspannungspistolen an den Buchsen
HV-P, blinkt bei aktiver Messung, leuchtet beim Systemstart
kurz auf (Funktionstest).
Achtung: Leuchtet die rote LED „HV TEST“ beim Funktionstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
16 Anschluss für Signallampenkombination SIGNAL PROFITEST
PRIME AC (Z506B)
17 Anschluss Funktionsbuchse für Zangenstromsensor für
An diese Buchsen dürfen ausschließlich die Zangenstromsensoren
angeschlossen werden, die als Zubehör angeboten werden.
* mit Adapter Bananenbuchse auf Funktionsstecker Z506J
18 Reset-Taste: Zur Anwendung siehe Kap. 26.2 auf Seite 110.
19 LED „Electrical TEST“ leuchtet rot: Basismessfunktionen sind
aktiv, Anwendung der Sonden 1(L), 2(N) und 3(PE) an den
gleichnamigen Buchsen (leuchtet beim Systemstart kurz auf
(Funktionstest).
Achtung: Leuchtet die rote LED „Electrical TEST“ beim Funkti-
onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, siehe Kapitel 29.
Bei Anschluss des T/F-Fühlers (Z506G) leuchtet die LED nicht.
20
Bluetooth®-Schnittstelle (nicht weiter lokalisiert)
421
75
31719
1211
151413
Anschluss-, Bedien- und Anzeigefeld PROFITEST PRIME AC
1618
Gossen Metrawatt GmbH3
LEDs, siehe Kapitel 24
MEM: Taste für Speicher-Funktionen
HELP:
Aufruf der kontextsensitiven Hilfe
IN: Auslöseprüfung
Weiterschaltung
(Halbautomatische Messung)
Offsetmessungen starten
ON/START: Einschalten
Messung starten – stoppen
ESC
:Rücksprung aus Untermenü
Softkeys
Festfunktionstasten
•Parameterauswahl
•Grenzwertvorgabe
•Eingabefunktionen
•Speicherfunktionen
LEDs & Anschlusssymbole
Kap. 24
10
•MAINS NETZ
– Netzanschlusssignalisierung
– Fremdspannungsanzeige bei RLO und RISO
•Ladezustand Akku
•Berührungsspannung Grenzwertüberschreitung
•leuchtet bei RCD-Auslösung
8
Bedien- und Anzeigefeld
Tas te n
LED MAINS NETZ
Die LEDMAINS NETZ zeigt den aktuellen Status bzgl. der an den
Messsonden anliegenden Spannung an.
Sie leuchtet grün, rot oder orange, blinkt grün oder rot, je nach
Anschluss des Gerätes und der Funktion (vgl. Kapitel 24 „Funktionalität der Sonden, Signalisierungen durch LEDs und LCD-Symbole“ ab Seite 92).
Die LED leuchtet auch, sofern bei der Messung von R
Netzspannung anliegt.
LED BATT
Die LEDBATT gibt Auskunft über den Ladezustand des eingebau-
ten Akkumulators.
leuchtet gelb: im Akkubetrieb bei Entladung
blinkt grün: – im Ladebetrieb mit niedriger Frequenz
– im Schnellladebetrieb mit hoher
Frequenz
leuchtet rot:Akkufehler
LED UL/ RL
Die LEDUL/ RL signalisiert Grenzwertüber- und unterschreitungen.
Sie leuchtet rot, wenn bei einer Prüfung der RCD-Schutzeinrichtung die Berührungsspannung > 25 V bzw. > 50 V ist sowie nach
einer Sicherheitsabschaltung. Bei Grenzwertunter- bzw. -überschreitungen von RLO und RISO leuchtet die LED ebenfalls.
LED RCD FI
Die LEDRCD FI leuchtet rot bei fehlerhaftem Auslöseverhalten der
zu prüfenden Fehlerstromschutzeinrichtung.
Sie leuchtet rot, wenn bei der Auslöseprüfung mit Nennfehlerstrom der RCD-Schutzschalter nicht innerhalb von 400 ms
(1000 ms bei selektiven RCD-Schutzschaltern vom Typ RCD S)
auslöst. Sie leuchtet ebenfalls, wenn bei einer Messung mit
ansteigendem Fehlerstrom der RCD-Schutzschalter nicht vor
Erreichen des Nennfehlerstromes auslöst.
4Gossen Metrawatt GmbH
LO und RISO
Taste ESC
Rücksprung aus dem Untermenü
Taste MEM
Aufrufen der Speicherstruktur
Durch Drücken der Taste MEM wird die
Messung gestoppt.
Taste HELP
Für jede Schalterstellung bzw. Grund-
funktion können Sie, nach deren Wahl über den Funktionsdrehschalter, folgende
Informationen darstellen:
Anschlussschaltbild, Messbereich, Nenngebrauchsbereich und
Betriebsmessunsicherheit sowie Nennwert
Taste ON/Start
Mit dieser Taste am Bedienterminal
wird der Messablauf der im Menü
gewählten Funktion gestartet.
Ausnahme: Spannungsmessung U oder Ures.
Die Taste hat die gleiche Funktion wie die Taste
genten Messsonde Z506T* oder Z506U*.
Taste I
Mit dieser Taste am Bedienterminal
werden folgende Abläufe ausgelöst:
•bei der RCD-Prüfung (I
Berührungsspannung wird die Auslöseprüfung gestartet.
•Innerhalb der Funktion RLO wird die Messung von ROFFSET
gestartet.
•Halbautomatischer Polwechsel (siehe Kap. 8.6)
Die Taste hat die gleiche Funktion wie die Taste II an der intelligenten Messsonde Z506T* oder Z506U*.
Dieses Prüfgerät erfüllt die Anforderungen der geltenden EURichtlinien und nationalen Vorschriften. Dies bestätigen wir durch
die CE-Kennzeichnung. Die entsprechende Konformitätserklärung kann von Gossen Metrawatt GmbH angefordert werden.
Mit den Mess- und Prüfgeräten der Serie PROFITEST PRIME können
Sie schnell und rationell Schutzmaßnahmen nach IEC 60364-6
und DIN VDE 0100-600.
(Errichten von Niederspannungsanlagen; Prüfungen – Erstprüfungen)
ÖVE-EN 1 (Österreich), NIV/NIN SEV 1000 (Schweiz)
und weiteren länderspezifischen Vorschriften prüfen.
Das mit einem Mikroprozessor ausgestattete Prüfgerät entspricht
den Bestimmungen IEC 61557/EN 61557/VDE 0413:
Teil 1: Allgemeine Anforderungen
Teil 2: Isolationswiderstand
Teil 3: Schleifenwiderstand
Teil 4 :
Teil 6: Wirksamkeit von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCD)
Teil 7: Drehfeld
Teil 10: Elektrische Sicherheit in Niederspannungsnetzen bis
Teil 11: Wirksamkeit von Differenzstrom-Überwachungsgeräten
Teil 14: Geräte zum Prüfen der Sicherheit der elektrischen Aus-
Das Prüfgerät eignet sich besonders:
• beim Errichten
• beim Inbetriebnehmen
•für Wiederholungsprüfungen
• und bei der Fehlersuche in elektrischen Anlagen.
Alle für ein Abnahmeprotokoll (z. B. des ZVEH) erforderlichen
Werte können Sie mit diesem Prüfgerät messen.
Zusätzlich zu dem über einen PC ausdruckbaren, Mess- und
Prüfprotokoll lassen sich alle gemessenen Daten archivieren. Dies
ist besonders aus Gründen der Produkthaftung sehr wichtig.
Der Anwendungsbereich der Prüfgeräte erstreckt sich auf alle
Wechselstrom- und Drehstromnetze bis 120 V / 230 V /
400 Hz Nennfrequenz.
Mit den Prüfgeräten können Sie messen und prüfen:
• Spannung / Frequenz / Drehfeldrichtung
• Schleifenimpedanz / Netzimpedanz
• Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen (RCDs/PRCDs)
•Isolationsüberwachungsgeräte (IMDs)
• Differenzstrom-Überwachungsgeräte (RCMs)
• Isolationswiderstand
• Niederohmigen Widerstand (Potenzialausgleich)
• Ableitströme mit Zangenstromwandler
• Restspannungen
• Spannungsfall
• Ableit-/Differenz-/Berührströme
Widerstand von Erdungsleitern, Schutzleitern und Potenzialausgleichsleitern
in TT-, TN- und IT-Systemen
AC 1000 V und DC 1500 V – Geräte zum Prüfen, Messen
oder Überwachen von Schutzmaßnahmen
(RCMs) Typ A und Typ B in TT-, TN- und IT-Systemen
rüstung von Maschinen
400 V bis 690 V Nennspannung und DC, 16,7 / 50 / 60 / 200 /
Prüfgerät PROFITEST PRIME ist bestimmt zum schnellen und sicheren Prüfen von elektrischen und elektronischen Ausrüstungen und
Systemen von Maschinen.
Gemäß diesen Vorschriften müssen folgende Erst- und Wiederholungsprüfungen durchgeführt werden:
• Prüfung auf durchgehende Verbindung
des Schutzleitersystems
• Isolationswiderstandsprüfungen
• Prüfen auf Spannungsfestigkeit (PROFITEST PRIME AC)
• Prüfung auf Restspannungen
Darüber hinaus können auch Prüfungen durchgeführt werden, die
zwar nicht für die Sicherheit der elektrischen Ausrüstung von
Maschinen vorgeschrieben sind, jedoch das Prüfgerät sinnvoll
erweitern:
• Ableitstromprüfungen zum Nachweis der Spannungsfreiheit
• Spannungs- und Frequenzmessungen
Alle für ein Abnahmeprotokoll erforderlichen Werte können Sie mit
diesem Gerät messen.
Mit dem Mess- und Prüfprotokoll, das über einen PC ausgedruckt
werden kann, lassen sich alle gemessenen Daten archivieren.
Dies ist besonders wegen der Produkthaftung sehr wichtig.
2.1Anwendung der Kabelsätze bzw. Prüfspitzen
•Lieferumfang:
4-Leitersonden für 1(L), 2(N) und 3(PE)-Leiter-Anschluss
maximale Bemessungsspannung300 V
Messkategorie
maximaler Bemessungsstrom 1 A1 A16 A*
mit aufgesteckter Sicherheitskappe
ohne aufgesteckte Sicherheitskappe
oder
mit aufgesteckter Krokodilklemme
Nur mit der auf der Prüfspitze der Messleitung aufgesteckten
Sicherheitskappe dürfen Sie nach DIN EN 61010-031 in einer
Umgebung nach Messkategorie III und IV messen.
Für die Kontaktierung in 4-mm-Buchsen müssen Sie die Sicherheitskappen entfernen, indem Sie mit einem spitzen Gegenstand
(z. B. zweite Prüfspitze) den Schnappverschluss der Sicherheitskappe aushebeln.
CAT IVCAT III CAT I I
600 V
600 V
—
——
2.2Anwendung Innentasche
Die Innentasche im Kofferdeckel des PROFITEST PRIME ist
nicht als Zubehörtasche zu verwenden.
Hierdurch kann es zu beträchtlichen Schäden am Frontglas des Displays kommen.
Bitte verwenden Sie für Zubehör die Zubehörtasche oder
den Zubehörkoffer.
Gossen Metrawatt GmbH9
2.3Übersicht Leistungsumfang der Gerätevarianten
PROFITEST...
(Artikelnummer)
PRIME AC
PRIME
(M506A)
Spannungs- und Frequenzmessung bis 1 kV
im Ein-Phasensystem AC/DCXX
im Drei-Phasensystem (UL1-L3, UL1-L2, UL2-L3)XX
Prüfung der DrehfeldrichtungXX
Messung des Schutzleiterwiderstands RLO
mit Prüfstrom 0,2 A: Konstant/Rampe, Polarität und Prüfzeit variabel
mit Prüfstrom 25 AXX
Messung des Isolationswiderstands RISO
mit konstanter DC-Prüfspannung (50 V …1000 V)XX
mit DC-RampenfunktionXX
Prüfen von Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen
allgemein/selektiv in der Ausführung RCD, SRCD, PRCD, G/R,
RCBO (FI-LS)
Prüfung von allstromsensitiven RCDs Typ B, B+, EVXX
Messung der Fehlerspannung ohne RCD-AuslösungXX
Messung des Auslösestroms mit RampenfunktionXX
Messung der Auslösezeit XX
Gleichzeitige Messung von Auslösestrom- und Zeit mittels „Intelligenter Rampe“
Messungen der Schleifenimpedanz
Messung mittels Vollwelle, Prüfstrom 10 A AC/DCXX
Messung in 690 V-NetzenXX
Messung in DC-NetzenXX
ohne RCD-Auslösung (Typ AC, A) mittels „Gleichstromsättigungsverfahren“
Kombiniertes Verfahren ohne RCD-Auslösung: „Impedanz Z + R“XX
ohne RCD-Auslösung: 15 mA-VerfahrenXX
Anzeige der zulässigen Sicherungstypen mittels TabelleXX
RestspannungsprüfungXX
Prüfung von Isolationsüberwachungsgeräten (IMDs)XX
Prüfung von Differenzstrom-Überwachungsgeräten (RCMs)XX
Messung von Ableitströmen (direkt)XX
Strommessung (mit optionalem Zangenstromsensor)XX
Messung von Temperatur- und LuftfeuchtigkeitXX
Spannungsfallmessung UXX
Protokollierung von Ladesäulenüberprüfungen XX
Protokollierung von Fehlersimulationen an PRCDs mit dem
Adapter Profitest|PRCD
HV-AC-Spannungsfestigkeitsprüfung 2,5 kV/200 mA
mit konstanter AC-Prüfspannung—X
Durchbruchspannungsmessung mit Rampenfunktion—X
Puls-Brennbetrieb zur Fehlersuche—X
Ausstattung
Autofunktion PrüfsequenzenXX
Menüsprache wählbar: D, GB, F, NL, I, E, CZ, NOXX
Push-Print-Funktion (speichern oder senden per Bluetooth)XX
Datenbank (max. 30.000 Objekte speicherbar)XX
Bedienung mittels optionaler Steuersonde: (Start/I
RS232-Schnittstelle für RFID-/BarcodescannerXX
Schnittstelle für Datenübertragung per Bluetooth®XX
Schnittstelle für Datenübertragung per USBXX
Protokollierprogramm IZYTRONIQXX
Messkategorie Basis-Messfunktionen 600 V CAT III /300 V CAT IVXX
HV-AC-Anschlüsse: 2,5 kV/200 mA—X
HV-DC-Anschlüsse: 5 kV——
DAkkS-KalibrierscheinXX
N/Speichern/Licht)
XX
XX
XX
XX
XX
OO
(M506C)
X: im Lieferumfang enthalten
0: optional verfügbar
—: nicht verfügbar
10Gossen Metrawatt GmbH
3Sicherheitsmerkmale und -vorkehrungen
!
Zählnummer
Registriernummer
Datum der Kalibrierung (Jahr – Monat)
Deutsche Akkreditierungsstelle GmbH – Kalibrierlaboratorium
XY123
2018-05
D-K
15080-01-01
Das elektronische Mess- und Prüfgerät ist entsprechend den
Sicherheitsbestimmungen IEC 61010-1/DIN EN 61010-1/VDE
0411-1 gebaut und geprüft.
Nur bei bestimmungsgemäßer Verwendung ist die Sicherheit von
Anwender und Gerät gewährleistet.
Lesen Sie die Bedienungsanleitung vor dem Gebrauch Ihres Gerätes
sorgfältig und vollständig. Beachten und befolgen Sie diese in allen
Punkten. Machen Sie die Bedienungsanleitung allen Anwendern
zugänglich.
Die Prüfungen dürfen nur durch eine Elektrofachkraft durchgeführt werden.
Das Mess-und Prüfgerät darf nicht verwendet werden:
• bei erkennbaren äußeren Beschädigungen
• mit beschädigten Anschlussleitungen und Messadaptern
• wenn es nicht mehr einwandfrei funktioniert
• nach längerer Lagerung unter ungünstigen Verhältnissen
(z. B. Feuchtigkeit, Staub, Temperatur).
•Leuchtet die rote LED „
onstest nicht auf, führen Sie keine Messungen mehr aus und
kontaktieren Sie bitte unseren Service, Anschrift siehe Kapitel 29.
•wenn Veränderungen am Mess- und Prüfgerät selbst bzw. am
Messzubehör vorgenommen worden sind.
* PROFITEST PRIME: Seite 2 Legende: Nr. 14
PROFITEST PRIME AC: Seite 3 Legende: Nr. 15 oder 19
Haftungsausschluss
Bei der Prüfung von Netzen mit RCD-Schaltern, können diese
abschalten. Dies kann auch dann vorkommen, wenn die Prüfung
dies normalerweise nicht vorsieht. Es können bereits Ableitströme
vorhanden sein, die zusammen mit dem Prüfstrom des Prüfgeräts
die Abschaltschwelle des RCD-Schalters überschreiten. PCs, die
in der Nähe betrieben werden, können somit abgeschaltet werden und damit ihre Daten verlieren. Vor der Prüfung sollten also
alle Daten und Programme geeignet gesichert und ggf. der Rechner abgeschaltet werden. Der Hersteller des Prüfgerätes haftet
nicht für direkte oder indirekte Schäden an Geräten, Rechnern,
Peripherie oder Datenbeständen bei Durchführung der Prüfungen.
HV-AC: Der Hersteller übernimmt ausdrücklich keine Haftung bei
Fehlgebrauch, bei der Verwendung von falschem oder verändertem Zubehör und bei Manipulationen am Mess- und Prüfgerät
selbst bzw. am Messzubehör.
Öffnen des Gerätes / Reparatur
Das Gerät darf nur durch autorisierte Fachkräfte geöffnet werden,
damit der einwandfreie und sichere Betrieb des Gerätes gewährleistet ist und die Garantie erhalten bleibt.
Auch Originalersatzteile dürfen nur durch autorisierte Fachkräfte
eingebaut werden.
Falls feststellbar ist, dass das Gerät durch unautorisiertes Personal geöffnet wurde, werden keinerlei Gewährleistungsansprüche
betreffend Personensicherheit, Messgenauigkeit, Konformität mit
den geltenden Schutzmaßnahmen oder jegliche Folgeschäden
durch den Hersteller gewährt.
Durch Beschädigen oder Entfernen des Garantiesiegels verfallen
jegliche Garantieansprüche.
Bedeutung der Symbole auf dem Gerät
Warnung vor einer Gefahrenstelle
(Achtung, Dokumentation beachten!)
Electrical TEST
“* oder „
HV TEST
“* beim Funkti-
finden Sie im Internet bei www.gossenmetrawatt.com
unter dem Suchbegriff WEEE.
Europäische Konformitätskennzeichnung
Durch Entfernen der TORX-Schraube rechts der
Messkreissicherungen, welche mit blauem Siegellack
aufgefüllt ist, verfallen jegliche Garantieansprüche.
Besondere Fachkenntnisse sind durch Fachpersonal
für elektrische Installation oder Reparatur erforderlich
Kalibriermarke (blaues Siegel):
siehe auch „Produktsupport“ auf Seite 127
Datensicherung
Übertragen Sie Ihre gespeicherten Daten regelmäßig auf einen
PC, um einem eventuellen Datenverlust vorzubeugen.
Für Datenverluste übernehmen wir keine Haftung.
Vorkehrung zum Transport
Entfernen Sie vor Schließen des Prüfkofferdeckels sämtliche
Netz-, Mess- oder Signalleitungen von den Anschlüssen der
Frontplatte des Prüfgeräts und lagern Sie diese separat, um ein
Einklemmen und Beschädigen der Leitungen sowie ein Verkratzen des Displays zu vermeiden.
Sicherheitsvorkehrungen Lithium-Ionen-Akku
Das Prüfgerät wird von einem Lithium-Ionen-Akku versorgt. Aus
diesem Grund sind folgende Punkte unbedingt zu beachten:
•Temperaturbereiche: Das Prüfgerät darf weder der direkten Son-
neneinstrahlung ausgesetzt werden, noch bei hohen Temperaturen geladen, betrieben oder gelagert werden, wie dies z. B. im
PKW der Fall sein kann.
– Ladebetrieb (10 ... 45 °C): Der Akku darf nur in diesem Tempe-
raturbereich geladen werden.
– Messbetrieb (–5 ... 50 °C): Der Akku darf nur in diesem Tempe-
raturbereich betrieben werden. Bei 55 °C geht der Akku
bereits in den Schutzmodus über. Das Prüfgerät lässt sich
dann nicht mehr mit dem Akku betreiben.
– Lagerung (–20 ... 60 °C): Die maximale Lagertemperatur beträgt
60 °C.
– Schutzschaltung: Oberhalb von 75 °C schaltet sich der Akku
aus Sicherheitsgründen vollständig außer Betrieb und muss
durch unseren Service ausgetauscht werden.
•Tiefentladung: Die Schutzschaltung des Akkus benötigt einen
geringen Strom. Um zu verhindern, dass der Akku tiefentladen
wird, sollte das Gerät mindestens im Jahresrhythmus, besser
jedoch regelmäßig am Netz aufgeladen werden. Ein tiefentladener Akku kann unter umständen nicht wieder aufgeladen
werden und muss Im Service getauscht werden.
•Akkuwechsel: Aus Sicherheits-, Transport- und Umweltschutzgründen ist der Akku nicht vom Kunden tauschbar. Sollte der
Akku im Gerät defekt sein, muss der Austausch durch die
GMC-I Service GmbH erfolgen.
Gerät der Schutzklasse I
Gerät der Schutzklasse II
Das Gerät darf nicht mit dem Hausmüll entsorgt werden. Weitere Informationen zur WEEE-Kennzeichnung
Gossen Metrawatt GmbH11
3.1Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
Achtung!
!
für Spannungsprüfungen mit den Prüfgeräten
PROFITEST PRIME AC
Bei der Spannungsprüfung mittels HV AC darf das Prüfgerät nicht selbst als Prüfling verwendet werden!
Prüfung ohne kurzgeschlossene Kreise
➭
Alle Leiter aller Kreise getrennt gegen Schutzleiter prüfen (bei einem
Überschlag bestünde die Gefahr der Beschädigung der Maschine).
Funktionsprüfung
➭
Nach der Prüfung auf Spannungsfestigkeit muss die Maschine
auf Funktion, insbesondere auf Sicherheitsfunktionen geprüft
werden.
Checkliste für Spannungsprüfungen
(PROFITEST PRIME AC)
Messungen bei feuchter Umgebung, Betauung oder in
Umgebung mit explosiven Gasen sind nicht zulässig.
Schutzmaßnahmen für Personen
➭
Maschine bzw. Anlage freischalten und gegen Wiedereinschalten
sichern.
➭ Schutzleiter- und Isolationswiderstandsmessung durchführen.
➭ Überprüfen, ob die Anlage geerdet ist.
➭ Gefahrenbereich durch Schranken absichern, auch keine
engen Durchgänge lassen (optionales Zubehör
CLAIM PROFITEST PRIME AC (Z504G)).
➭ Warnschilder gut sichtbar anbringen.
➭ Warnlampen gut sichtbar aufstellen (PROFITEST PRIME AC)
➭ Notausschalter gut sichtbar und bedienbar anbringen
(PROFITEST PRIME AC).
➭ Personen, die in der Nähe arbeiten, auf mögliche Gefahren
aufmerksam machen.
➭ Beim Verlassen des Bereichs, den Hochspannungsteil des
Prüfgerätes immer über den Schlüsselschalter ausschalten
und diesen in Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ abziehen
(PROFITEST PRIME AC).
➭ die beiden Hochspannungspistolen sind jeweils mit einer
Hand eines Prüfers zu bedienen (Zweihandschaltung)
Schutzmaßnahmen für die Maschine (Empfehlungen)
➭ Schaltpläne studieren und alle Stromkreise notieren.
➭ Die Maschine muss auf jeden Fall ausgeschaltet sein, die Ver-
sorgung der Maschine muss abgeschaltet und gegen Wiedereinschalten gesichert sein!
➭ Neutralleiter (sofern vorhanden) ggf. vom Netz trennen.
➭ Jeden Stromkreis in sich kurzschließen.
➭ Steuerstromkreise mit Überspannungsableitern abklemmen,
sofern die Ableiter bei der Prüfspannung ansprechen würden.
➭ PELV-Kreise abtrennen (hier ist keine HV-Prüfung erforderlich).
➭ Jeden Stromkreis mit 1000 V auf Isolation prüfen (ISO-Mes-
sung).
(Wenn der Isolationswiderstand mit 1000 V in Ordnung ist,
dürfte auch bei der Prüfung auf Spannungsfestigkeit nichts
ausfallen).
➭ Umrichter abklemmen.
➭ Achtung in TN-Netzen!
Hier ist der Schutzleiter mit dem Neutralleiter verbunden und
dadurch liegt die Hochspannung zwischen Außenleiter und
Neutralleiter.
Der Neutralleiter (sofern vorhanden) muss gegebenenfalls aufgetrennt werden, da dieser nicht durch Sicherungen vom Netz
getrennt wird.
Prüfgerät einstellen
Prüfen auf Spannungsfestigkeit
➭ Alle Kreise (Leiter) gegen Schutzleiter prüfen (alle Schalter im
Netzkreis müssen eingeschaltet sein, bei Relais und Schützen
ist vor und hinter dem Relais bzw. Schütz zu prüfen).
➭ Nach der Prüfung alle Kurzschlussverbindungen entfernen.
3.2Spezielle Sicherheitsvorkehrungen und Hinweise
für PROFITEST PRIME AC
Vorkehrung gegen unbefugtes Einschalten
• Schlüsselschalter im Anschlussfeld HV TEST
Bevor die Versorgungsspannung (Hilfsversorgung) überhaupt
auf die Hochspannungsprüfeinrichtung des Prüfgerätes aufgeschaltet werden kann, muss der Schlüsselschalter entriegelt
und der NOT-AUS-Schalter darf nicht gedrückt sein.
Solange sich der Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ befindet, darf das Prüfgerät nicht unbeaufsichtigt hinterlassen werden.
Vorkehrungen gegen unbeabsichtigtes Einschalten
• Mehrtastenbedienung:
Bevor die Prüfspannung über die Abzugshebel der Hochspannungspistolen überhaupt auf die Prüfspitzen geschaltet werden kann, muss die Taste ON/START am Prüfgerät gedrückt
werden.
•
Hochspannungspistolen mit doppelter Sicherheit (Zweihandschaltung):
werden die Abzugshebel der Hochspannungspistolen bis zum
ersten mechanischen Widerstand gedrückt, so werden zunächst nur die Prüfspitzen freigegeben. Erst bei weiterem Drücken über diesen Widerstand hinaus wird die Hochspannung
bei betriebsbereitem Gerät auf die Prüfspitzen geschaltet.
Allgemeine Sicherheitsvorkehrungen
• ExterneSignallampen kennzeichnen den Betriebszustand der
Hochspannungsprüfeinrichtung des Prüfgerätes.
• Galvanische Trennung der Prüfspannung vom speisenden Netz.
Hierdurch wird verhindert, dass große Ströme von der Hochspannungspistole zur Erde abfließen können.
• Strombegrenzung bei Überschlag:
Wird die auf der Parameterseite einzugebende Strombegrenzung bei Überschlag überschritten, so wird automatisch in den
Zustand „betriebsbereit“ geschaltet.
•Bei Wiederkehr der Netzspannung nach einem Spannungsausfall
wird automatisch in den Zustand „betriebsbereit“ geschaltet.
Beachten Sie die Vorschriften der DIN EN 50191/
VDE 0104 „Errichten und Betreiben elektrischer Prüfanlagen“.
Bei Verwendung von Sicherheitsprüfspitzen hat sich der
Prüfende vor Arbeitsbeginn vom einwandfreien Zustand
der Prüfspitzen und ihrer Zuleitungen zu überzeugen.
Vor Benutzung sind die verwendeten Betriebsmittel auf
äußerlich erkennbare Schäden und Mängel zu überprüfen und dass diese sich im Originalzustand und frei von
Manipulationen befinden, siehe Kap. 26.5, Seite 111 bis
Kap. 26.7, Seite 111.
Legen Sie die Messleitungen vor dem Prüfen auf Spannungsfestigkeit unbedingt komplett aus.
12Gossen Metrawatt GmbH
Achtung!
!
Versichern Sie sich vor dem Start der Prüfung, dass sämtli-
Achtung Hochspannung!
Achtung Hochspannung!
Achtung!
!
!
che Zugänge zum Gefahrenbereich geschlossen sind
und alle Personen den Gefahrenbereich verlassen haben, bevor die Prüfanlage einschaltbereit gemacht wird.
3.3Erläuterung der Symbole
Symbole in der Bedienungsanleitung
Lebensgefahr für den Bediener bei Nichtbeachtung dieses Hinweises.
Gefahr für Anwender und Gerät bei Nichtbeachtung dieses Hinweises.
Wird der Abzugshebel der Hochspannungspistolen bis
zu einem spürbaren Widerstand angezogen, so wird zunächst die Prüfspitze freigegeben.
Wird der Abzugshebel über den mechanischen Widerstand hinaus weiter angezogen, so wird Hochspannung
auf die Prüfspitze geschaltet, sofern die Hochspannungseinheit im Betriebszustand „einschaltbereit“ ist
(rote Signallampe leuchtet).
Berühren Sie nicht die Prüfspitze und nicht den Prüfling
während der Prüfung auf Spannungsfestigkeit!
Es liegt eine lebensgefährliche Hochspannung von bis zu
2,5 kV (PROFITEST PRIME AC) an den Prüfspitzen der Hochspannungspistolen an!
Ziehen Sie nach Beendigung der Prüfungen den Schlüssel
in Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ ab und stellen
Sie sicher, dass die Hochspannungsprüfeinrichtung nicht
durch unbefugte Personen in Betrieb genommen werden
kann.
Solange sich der Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ befindet, darf das Prüfgerät nicht unbeaufsichtigt hinterlassen werden.
Symbole in der Bedienerführung bei der HV-Messung
Hochspannungsteil ist einschaltbereit,
Hochspannungspistolen können betätigt werden
Es liegt eine lebensgefährliche Hochspannung
von bis zu 2,5 kV an den HV-Prüfspitzen an.
Schließen Sie eine Betauung des Prüfgeräts, der Prüfleitungen und des Prüflings unbedingt aus, da durch die
Hochspannung Ableitströme an den Oberflächen entstehen können. Auch isolierte Teile können hierdurch Hochspannung führen.
Haftungsausschluss
Im Falle eines Überschlags kann es vorkommen, dass PCs die in
der Nähe betrieben werden „abstürzen“ und damit Daten verlieren. Vor der Prüfung auf Spannungsfestigkeit sollten also alle
Daten und Programme geeignet gesichert und ggf. der Rechner
abgeschaltet werden. Dieser Fall kann auch ohne eine bestehende USB-Verbindung auftreten.
Der Hersteller des Prüfgerätes haftet nicht für direkte oder indirekte Schäden an Rechnern, Peripherie oder Datenbeständen bei
Durchführung der Prüfung auf Spannungsfestigkeit.
Der Hersteller haftet nicht für Defekte an Prüflingen, die durch die
Prüfung auf Spannungsfestigkeit entstanden sind. Dies gilt
besonders für elektronische Komponenten in einer Anlage.
Bei der Spannungsprüfung mit Hochspannung ist die Zweihandbedienung des Prüfers zwingend vorgeschrieben.
Der Hersteller haftet nicht für Schäden, die durch falsche Bedienung hervorgerufen werden.
Der Hersteller haftet außerdem nicht für Schäden jeglicher Art, die
durch die Benutzung von nicht durch GMC-I freigegebenes und /
oder manipuliertes Zubehör hervorgerufen werden.
Beachten Sie hierzu auch die Checkliste für Spannungsprüfungen auf
Seite 12.
Gossen Metrawatt GmbH13
4Inbetriebnahme
Achtung!
!
1
2
3
BATT
4.1Spannungsversorgung
Zwei Spannungsversorgungen für den Messbetrieb sind möglich,
die jedoch in Abhängigkeit von der Hilfsversorgung oder Anwendung eingeschränkt sind:
Betrieb am Netz oder netzunabhängig durch den eingebauten
Akku.
Hilfsversor-
gung (Quelle)
Laden
Akkubetrieb✘✔✘✘✔
Netzbetrieb
230 V/240 V
50/60 Hz
Netzbetrieb
115 V / 50/60 Hz
Netzbetrieb
85 ... 264 V /
16,7 ... 400 Hz
✔ ✔ ✔ ✔ ✔
✔ ✔ ✔ ✘ ✔
✔ ✔ ✘ ✘ ✔
✔ Funktion verfügbar
✘ Funktion nicht möglich bzw. nicht sinnvoll
1)
Funktionen zu RCD Typ B, B+ und Schleifenmessungen mit DC-Blockierung
(Loop+DC)
2)
Die Durchführung der Messungen ZLOOP DC+ (DC-H), RCD IF
und RCD I 50% empfohlen.
N mit DC-Prüfstrom wird nur bei einem Akku-Ladezustand
Basisfunktionen
Funktionsumfang
RLO 25A HV AC
RCD DC
1)
2)
4.1.2Laden der Akkus
Die internen Akkus werden im eingebauten Zustand geladen und sind vom Anwender nicht austauschbar.
Das Prüfgerät wird bei Anschluss an das Versorgungsnetz und
bei Stellen des Netzschalters auf EIN „1“ in jeder beliebigen Schal-
terstellung ständig geladen.
Schnellladung
➭ Schließen Sie das Prüfgerät über den Kaltgerätestecker an
das Versorgungsnetz an, siehe Kap. 5.1 auf Seite 15.
➭ Stellen Sie den Netzschalter auf EIN „1“– die
rote Glimmlampe leuchtet.
➭ Zum Schnellladen der eingebau-
ten Akkus stellen Sie den Funktionsdrehschalter in Position
.
Das nebenstehende Piktogramm
wird auf dem Display eingeblendet, falls keine Verbindung zum
Netz besteht oder der Netzschalter nicht auf EIN „1“ steht.
Die Akkus werden in diesem Fall
nicht geladen.
4.1.1Gerät ein-/ausschalten – Stand-By
➭ Schließen Sie das Prüfgerät über den Kaltgerätestecker an
das Versorgungsnetz an, siehe Kap. 5.1 auf Seite 15.
➭ Stellen Sie den Netzschalter auf EIN„1“ – die
rote Glimmlampe leuchtet.
➭ Stellen Sie den Funktionsdrehschalter auf U
oder eine andere Position außer OFF.
Das der jeweiligen Funktionsdrehschalter-Stellung entsprechende
Menü wird eingeblendet.
➭ Durch Wählen der Funktionsdrehschalter-Stellung OFF wird
das Gerät manuell ausgeschaltet.
➭ Durch Stellen des roten Netztrennschalters auf AUS „0“. wird
das Gerät vom Netz getrennt.
Funktion Stand-By
➭ Das Gerät schaltet sich nach einer im SETUP eingestellten Ab-
schaltzeit (siehe Kap. 7) für alle Messfunktionen außer Dauermessung und Spannungsmessung in den Stand-By-Zustand.
Das Display wird in diesem Fall ausgeschaltet.
➭ Zum Wiedereinschalten des Geräts gibt es zwei Möglichkei-
ten:
– durch Drücken der Taste ON/START am Prüfgerät
oder
– durch Drehen des Funktionsdrehschalters in die Stellung
OFF und anschließend erneuter Wahl der Messfunktion.
Während des Schnellladevorgangs sind keine Messungen
möglich. Dies wird durch die
Drehschalterstellung „“.
sichergestellt.
Zum Aufladen des im Prüfgerät
eingesetzten Akkus siehe auch
Kap. 26.3 auf Seite 110.
Das nebenstehende Akkusymbol
signalisiert, dass die Akkus vollständig geladen sind.
Akkutest
Signalisierung des aktuellen Ladezustands:
– durch LEDs: siehe Seite 92.
– durch LCD-Symbole: siehe Seite 95.
Ist die Akkuspannung unter den zulässigen Wert
abgesunken, erscheint das nebenstehende Piktogramm. Zusätzlich wird „Low Batt!!!“ zusammen mit einem
Akkusymbol eingeblendet.
Bei sehr stark entladenen Akkus arbeitet das Gerät im Akkubetrieb nicht. Es erscheint dann auch keine Anzeige.
Schalten Sie in diesem Fall auf den Netzbetrieb um.
Betrieb ohne Netzversorgung
Voraussetzungen:
– Die Akkus sind aufgeladen.
– Der Netzschalter steht auf AUS „0“.
14Gossen Metrawatt GmbH
Falls die Akkus längere Zeit (> 1 Monat) nicht verwendet bzw.
geladen worden sind (bis zur Tiefentladung):
Beachten Sie, dass die Systemuhr in diesem Fall nicht weiterläuft
und bei Wiederinbetriebnahme neu gestellt werden muss.
5Anschlusshinweise
Achtung!
!
Achtung!
!
L1
N
grün-gelb
grün-gelb
PE
L1
L2
L3
N
PE
L1
L2
L3
N
grün-gelb
U
L–N
= 230 V
5.1Prüfgerät an die Netzversorgung (Hilfsversorgung)
anschließen
5.1.1Anlagen mit Schutzkontakt-Steckdose
In Anlagen mit Schutzkontakt-Steckdosen schließen Sie das
Gerät über das mitgelieferte Netzanschlusskabel an das 230 VNetz oder 115 V-Netz (je nach Länderausführung) an. Hierzu stecken Sie den Kaltgerätestecker neben dem Netztrennschalter in
die zugehörige Buchse. Auf der anderen Seite schließen Sie das
Netzanschlusskabel mit dem netzseitigen länderspezifischen Stecker an die Schutzkontakt-Steckdose der Anlage an.
Das Gerät darf nur an ein Versorgungsnetz mit maximal
230 V/240 V angeschlossen werden, welches den geltenden Sicherheitsbestimmungen (z. B. IEC 60346,
VDE 0100) entspricht und mit einem maximalen
Nennstrom von 16 A abgesichert ist.
Die Spannung zwischen Außenleiter L und Schutzleiter PE darf
maximal 264 V betragen!
5.1.2Anlagen mit Drehstromanschluss
Sofern kein Anschluss über eine Schutzkontaktsteckdose möglich ist: Schalten Sie zuerst das Netz frei.
Verbinden Sie anschließend die Zuleitungen der Kupplungssteckdose über Abgreifklemmen mit den Netzanschlüssen wie im Bild dargestellt.
Wenn keine Schutzkontaktsteckdose oder nur ein Drehstromanschluss zur Verfügung steht, können Sie den Anschluss von
Außenleiter, Neutralleiter und Schutzleiter mithilfe der Kupplungssteckdose herstellen. Diese hat 3 fest angeschlossene Zuleitungen und ist Bestandteil des als Zubehör lieferbaren Kabelsets
KS13.
Gossen Metrawatt GmbH15
5.2Sonden und Warneinrichtungen am Prüfgerät anschließen
Hinweis
Hinweis
Hinweis
Hinweis
Hinweis
max.3V
5.2.1Allgemein
2 LEDs signalisieren, ob die Standardmesssonden oder die HVMesssonden/Pistolen aktiv sind.
Beim Systemstart leuchten beide LEDs kurz auf, um die Funktionsbereitschaft zu signalisieren.
5.2.2Standardmesssonden
Die Standardmesssonden in 4-Leiter-Messtechnik für die
Anschlüsse 1(L), 2(N) und 3(P)E sind über ihre Anschlussstecker
unterschiedlich codiert, um eine Vertauschung der Anschlüsse
zwischen den drei Standardmesssonden auszuschließen.
5.2.3Intelligente Messsonden I-SK...
Die aktive Sonde für den Anschluss „1(L)“ bietet über die Funktionalität der Standardmesssonde hinaus die Möglichkeit, das Prüfgerät fernzusteuern. Mit ihr können Messungen gestartet und
gestoppt sowie die erfassten Messdaten gespeichert oder übertragen werden. Zusätzlich können Messstellen beleuchtet werden. Genauere Angaben entnehmen Sie bitte der zugehörigen
Bedienungsanleitung.
5.2.4Hochspannungspistolen beim PROFITEST PRIME AC
Die Hochspannungspistolen für die Anschlüsse HV-P (HV AC)
Sonde 1 und Sonde 2 sind über ihre Anschlussstecker unterschiedlich codiert, um den Anschluss falscher Sonden auszuschließen. Die Hochspannungspistolen sind nur funktionsfähig,
sofern der zugehörige Schlüsselschalter auf „Symbol Schloss offen“
steht.
5.2.5Schlüsselschalter beim PROFITEST PRIME AC
Der Schlüsselschalter verhindert das unbefugte Einschalten des
Hochspannungsmesskreis. Verwahren Sie den Schlüssel an
einem sicheren Ort, der nur autorisierten Personen zugänglich ist.
Ziehen Sie jeweils nach Beendigung der Prüfung den Schlüssel in
Stellung „Symbol Schloss geschlossen“ ab.
5.2.7Not-Aus-Schalter beim PROFITEST PRIME AC
Der Anschluss eines Not-Aus-Schalters ist nach DIN EN 50191/
VDE 0104 und DIN EN 61557-14/VDE 0413-14 vorgeschrieben.
Der als Zubehör lieferbare externe Not-Aus-Schalter STOP PROFI-TEST PRIME AC (Z506D) dient zur Absicherung der Messstelle bei
Gefahr durch Unterbrechung der Hochspannung zu den Hochspannungspistolen. Angeschlossen wird dieser an die mit dem
Not-Aus-Symbol gekennzeichnete Funktionsbuchse im
Anschlussfeld HV TEST.
Aus Sicherheitsgründen darf nur der Not-Aus-Schalter
Z506D von Gossen Metrawatt GmbH verwendet werden.
Ist der Not-Aus-Schalter nicht richtig angeschlossen oder
defekt, so ist der Betrieb der Hochspannungsprüfeinrichtung nicht möglich.
5.2.8Zangenstromsensor
Folgende Zangenstromsensoren für Ableitstrommessung können
an die Funktionsbuchse mit dem Symbol
den:
PROFITEST CLIP, Z3512A*, WZ12C*, METRAFLEX P300*
* nur mit Adapter ADAPTER-Z506J-PROFITEST-PRIME (M12 Winkelste-
cker auf 2 • 4 mm-Sicherheitsbuchsen)
angeschlossen wer-
Sofern Sie einen Ersatzschlüssel benötigen, müssen Sie
zunächst einen Schlüsselrohling (Firma Monacor)
Typ KEY PROFITEST PRIME (Z506E) bei uns bestellen.
Die zugehörige Schlüsselnummer finden Sie im Deckel
Ihres PROFITEST PRIME AC.
An Hand von Schlüsselrohling und Schlüsselnummer
können Sie einen passenden Schlüssel bei einem
Schlüsseldienst anfertigen lassen.
5.2.6Externe Signallampen beim PROFITEST PRIME AC
Der Anschluss von Signallampen ist nach DIN EN 50191/
VDE 0104 und DIN EN 61557-14/VDE 0413-14 vorgeschrieben.
Die als Zubehör lieferbare externe Signallampenkombination SIG-NAL PROFITEST PRIME AC (Z506B) dient zur Absicherung der Messstelle und muss über die Grenzen des Gefahrenbereichs hinaus
deutlich zu erkennen sein. Angeschlossen wird diese an die mit
dem Lampensymbol gekennzeichnete Funktionsbuchse im
Anschlussfeld HV TEST.
Aus Sicherheitsgründen darf nur die
nation
Z506B von Gossen Metrawatt GmbH verwendet
werden.
Ist die Signallampenkombination nicht richtig angeschlossen oder defekt, so ist der Betrieb der Hochspannungsprüfeinrichtung nicht möglich.
Signallampenkombi-
Zum Lampenwechsel siehe Kap. 26.8 auf Seite 111.
16Gossen Metrawatt GmbH
6Signalisierung der Betriebszustände beim PROFITEST PRIME AC
Achtung!
!
Achtung!
!
Hinweis
Achtung!
!
Externe Signallampen
Die als Zubehör lieferbare externe Signallampenkombination SIGNAL PROFITEST PRIME AC (Z506B) dient zur Kennzeichnung der
zwei Betriebszustände:
grün: Prüfgerät betriebsbereit
• Schlüsselschalter in Stellung „Symbol Schloss offen“ (Ein).
• Die Stromversorgungen für die Signal- und Steuerstromkreise
des Hochspannungsmesskreis sind eingeschaltet.
• Alle Spannungszuführungen der Prüfspannung sind noch
ausgeschaltet und noch gegen unbeabsichtigtes Einschalten
gesichert.
Sämtliche Sicherheitsmaßnahmen sollten getroffen sein,
die vor Betreten des Gefahrenbereichs erforderlich sind,
u. a. Anbringen von Warnschildern WS1 und Zusatzschildern ZS2 nach DIN 40008-3.
Warnlampen (Signallampenkombination Z506B) können
evtl. ausfallen (z. B. Beschädigungen der Lampeneinsätze, des Anschlusskabels).
Daher ist vom Prüfer grundsätzlich immer sicherzustellen, dass sich im potentiellen Gefahrenbereich der
durchzuführenden Prüfung bzw. im potentiellen Gefahrenbereich des Prüflings keine weiteren Personen aufhalten (z. B. durch geeignete Absperrmaßnahmen).
rot: Prüfgerät einschaltbereit, Vorsicht Gefahr!
• Sie haben das Menü zur Auslösung der Prüfung auf Span-
nungsfestigkeit aufgerufen und anschließend die Taste ON/
START gedrückt.
• Die Spannungszuführung zur Sicherheitsprüfspitze ist noch
ausgeschaltet, sofern der Abzug an der Hochspannungspistole nicht gedrückt wird.
• Die Prüfspitzen sind gegen unbeabsichtigtes Berühren gesi-
chert, sofern die Abzüge an den Hochspannungspistolen
nicht gedrückt werden.
Automatischer Signallampentest
Jeweils nach Wahl der Drehschalterposition HV und anschließendem ersten Start der Spannungsprüfung wird ein automatischer
Selbsttest der Signallampen durchgeführt.
Die grüne Signallampe blitzt hierbei noch einmal kurz auf, wenn
die rote Signallampe bereits aufgeleuchtet hat.
Nach erfolgreichem Lampentest leuchtet die rote Signallampe
weiterhin und die Spannungsprüfung kann durchgeführt werden.
Sofern ein Fehler vorliegt, leuchtet wieder die grüne Signallampe
bzw. keine der Signallampen. Die Hochspannungsprüfeinrichtung
wird in diesem Fall nicht aktiviert und die Spannungsprüfung kann
nicht gestartet werden.
Überprüfen Sie in diesem Fall das verwendete Zubehör und alle
Anschlüsse auf korrekte Verbindung.
Beachten Sie hierzu auch die Hinweise im Kap. 5.2 „Sonden und
Warneinrichtungen am Prüfgerät anschließen“ auf Seite 16 und im
Kap. 26 „Wartung und Rekalibrierung“ auf Seite 110.
Ohne den korrekten Anschluss einer intakten Signallampenkombination ist der Betrieb der Hochspannungsprüfeinrichtung nicht möglich.
Daher wird nach jeder Wahl der Drehschalterposition HV
und anschließendem ersten Start der Spannungsprüfung
ein automatischer Selbsttest der Signallampen durchgeführt, siehe unten.
Im Zustand „einschaltbereit“ müssen sämtliche Zugänge
zum Gefahrenbereich abgesichert sein!
Gossen Metrawatt GmbH17
7Geräteeinstellungen – Setup
Setup
LED-Test
Akkutest,
Uhrzeit, Sprache, Displayzeiten,
Gerätetyp, Nr., Softwarestände,
Kalibrier- und Abgleichdatum
Anzeige: Datum / Uhrzeit
Anzeige: Autom. Abschaltung
Anzeige: Autom. Abschaltung
der Anzeigenbeleuchtung nach 15 s
des Prüfgeräts nach 60 sGomeSetting, Helligkeit/Kontrast
1
2
3
4
Signalton- und Anzeigetest
Rücksprung zum Hauptmenü
LED MAINS NETZ: Test grün
LED MAINS NETZ: Test rot
LED BATT: Test grün
LED BATT: Test rot
hier ohne Funktion
hier ohne Funktion
hier ohne Funktion
LED UL/RL: Test rot
LED RCD FI: Test rot
1
Rücksprung zum Hauptmenü
Bluetooth
®
Helligkeit/Kontrast
Uhrzeit
hier ohne Funktion
Werkseinstellungen
Sprache der
Bedienerführung
3
3a
3c
3b
3e
Datum
Einschaltdauer
Anzeigenbeleuchtung/Prüfgerät
Rücksprung zum Untermenü
Einschaltdauer Anzeigenbeleuchtung
Bluetooth® und Helligkeit- und KontrasteinstellungUhrzeit-, Einschaltdauer und Werkseinstellungen
Menüauswahl für Betriebsparameter
LED-TestsLCD- und Signaltontests
Einschaltdauer Prüfgerät
Prüfer auswählen,
hinzufügen oder löschen
3h
3f
5
keine automatische Abschaltung
dauernd EIN
DB Mode (Datenbank-Anzeige)
3g
Anzeige: aktueller Prüfer
hier ohne Funktion
3d
3d
3d
3d
aktuell ausführbare Taste
Taste hier ohne Funktion
In dieser Position werden die Geräteparameter festgelegt, die
Datenbank und die Bluetooth-Schnittstelle konfiguriert sowie die
Firmwareversion abgefragt.
18Gossen Metrawatt GmbH
LED-Test
Akkutest,
Uhrzeit, Sprache, Displayzeiten,
Gerätetyp, Nr., Softwarestände,
Kalibrier- und Abgleichdatum
Anzeige: Datum / Uhrzeit
Anzeige: Autom. Abschaltung
Anzeige: Autom. Abschaltung
der Anzeigenbeleuchtung nach 15 s
des Prüfgeräts nach 60 sGomeSetting, Helligkeit/Kontrast
1
2
3
4
Signalton- und Anzeigetest
Rücksprung zum Hauptmenü
hier ohne Funktion
Bluetooth
®
Helligkeit/Kontrast
Uhrzeit
hier ohne Funktion
Werkseinstellungen
Sprache der
Bedienerführung
3
Datum
Einschaltdauer
Anzeigenbeleuchtung/Prüfgerät
Uhrzeit einstellen
Menüauswahl für Betriebsparameter
Bluetooth
®
und Helligkeit- und KontrasteinstellungUhrzeit, Sprache, Profile, Signalton einstellen
Datum einstellen
Uhrzeit auswählen
Stunden
Minuten
erhöhen
Einstellungen
übernehmen
erhöhen
3a
Sekunden
erhöhen
Rücksprung zum Untermenü
Stunden
Minuten
verringern
verringern
Sekunden
verringern
Datum auswählen
Ta g
Monat
erhöhen
Einstellungen
übernehmen
erhöhen
3a
Jahr
erhöhen
Rücksprung zum Untermenü
Ta g
Monat
verringern
verringern
Jahr
verringern
Prüfer auswählen,
hinzufügen oder löschen
3h
3f
5
Anzeige: aktueller Prüfer
DB Mode (Datenbank-Anzeige)
3g
3d
3a
3c
3b
3e
3d
Gossen Metrawatt GmbH19
Bedeutung einzelner Parameter
Hinweis
Achtung!
!
Hinweis
1
2
Akkutest
Signaltontest
Pixeltest
Pixeltest
Pixeltest
Pixeltest
invers
hell
dunkel
33a3b
3c3d3d
3e
3f
Rücksprung zum
Helligkeit erhöhen
Helligkeit verringern
Kontrast erhöhen
Kontrast verringern
vorherigen Menü
3g
ohne Funktion
LED-Test
Hier können die LEDs am Prüfgerät und ihre unterschiedlichen Zustände (rot oder grün) getestet werden.
Darüber hinaus ist ein Test der drei Tastenfunktionen (Mess-, Auslöse- und Speichertaste) bei den Sonden I-SK4 oder I-SK12 (optionales Zubehör) möglich.
Akkutest, Signalton- und Anzeigetest
Untermenü: Akkuspannungsabfrage
Ist die Akkuspannung kleiner oder gleich 9,6 V leuchtet die LED
UL/RL rot, zusätzlich ertönt ein Signal.
Einschaltdauer Prüfgerät / Anzeigen-Beleuchtung
Hier können Sie die Zeit auswählen, nach der sich das Prüfgerät
bzw. die LCD-Beleuchtung automatisch abschaltet. Diese Auswahl wirkt sich stark auf die Lebensdauer/den Ladezustand der
Akkus aus.
Einschaltdauer Anzeigen-Beleuchtung
Hier können Sie die Zeit auswählen, nach der sich die LCDBeleuchtung automatisch abschaltet. Diese Auswahl wirkt sich
stark auf die Lebensdauer/den Ladezustand der Akkus aus.
Werkseinstellungen (GOME SETTING)
Durch Betätigen dieser Taste wird das Prüfgerät in den
Zustand nach Werksauslieferung zurückgesetzt.
Helligkeit und Kontrast einstellen
Messablauf
Sinkt die Akkuspannung unter 9,6 V
während eines Messablaufs, wird dies
durch ein Pop-up-Fenster und einem
zusätzlichen Signalton signalisiert. Die
gemessenen Werte sind ungültig. Die Messergebnisse
können nicht abgespeichert werden.
➭ Mit ESC gelangen Sie zurück zum Hauptmenü.
Uhrzeit/Datum, Anwendersprache, Abschaltzeiten,
Werkseinstellungen , Helligkeit/Kontrast,
Datenbankmodus, Bluetooth
Datenverlust bei Rücksetzen auf
Werkseinstellung!
Sichern Sie vor Drücken der
jeweiligen Taste Ihre Strukturen, Messdaten und Sequenzen auf einem PC.
Das nebenstehende Abfragefenster fordert Sie zur nochmaligen Bestätigung der
Löschung auf.
DB-MODE – Darstellung der Datenbank im Text- oder ID-Mode
Erstellen von Strukturen
im TXT MODE
Die Datenbank im Prüfgerät ist standardmäßig auf
Text-Mode eingestellt,
„TXT“ wird in der Kopfzeile
eingeblendet. Strukturelemente können von Ihnen
im Prüfgerät angelegt und
im „Klartext“ beschriftet
werden, z. B. Kunde XY,
Verteiler XY und Stromkreis XY.
Erstellen von Strukturen im ID MODE
Alternativ können Sie im ID MODE arbeiten, „ID“ wird in der Kopfzeile
eingeblendet. Die Strukturelemente können von Ihnen im Prüfgerät
angelegt und mit beliebigen Identnummern beschriftet werden.
Im Prüfgerät können entweder Strukturen im Text-Mode
Uhrzeit und Datum einstellen
Einstellungen siehe Seite 21.
Sprache der Bedienerführung (CULTURE)
➭ Wählen Sie das gewünschte Landes-Setup über das
zugehörige Länderkennzeichen aus.
20Gossen Metrawatt GmbH
Sind im Prüfgerät beim Anlegen von Strukturen keine Texte oder
keine Identnummern hinterlegt worden, so generiert das Protokollierprogramm selbsttätig die fehlenden Einträge. Anschließend
können diese in dem Protokollierprogramm bearbeitet und bei
Bedarf ins Prüfgerät zurückübertragen werden.
oder im Ident-Mode angelegt werden.
In dem Protokollierprogramm dagegen werden immer
Bezeichnungen und Identnummern vergeben.
Bluetooth® ein-/ausschalten
Hinweis
Achtung!
!
Hinweis
3h
Bei Bluetooth® aktiv
(= ON) wird das Blue-
tooth®-Symbol statt
BAT und ein Schnitt-
stellensymbol statt MEM in
der Kopfzeile eingeblendet.
Ein geschlossenes Schnittstellensymbol signalisiert eine aktive
Bluetooth-Verbindung mit Datenübertragung.
Bild 1
Bild 2
Bild 3Bild 4
Erforderliche Schritte für eine Authentifizierung
Stellen Sie sicher, dass sich das Prüfgerät in Reichweite des PCs
befindet (ca. 5 ... 8 Meter). Aktivieren Sie Bluetooth
(siehe Bild 1) und an Ihrem PC.
Der Funktionsdrehschalter muss sich hierbei in Position SETUP befinden.
Stellen Sie sicher, dass das Prüfgerät (siehe Bild 3) und Ihr PC für
andere Bluetooth
®
-Geräte sichtbar sind:
beim Prüfgerät muss visible unterhalb des Augensymbols eingeblendet sein.
Fügen Sie über Ihre Bluetooth
®
-Gerät hinzu. In den meisten Fällen erfolgt dies über die
tooth
®
-PC-Treibersoftware ein neues Blue-
Schaltfläche „Neue Verbindung erstellen“ oder „Bluetooth
hinzufügen“.
Nachfolgende Schritte variieren, je nach verwendeter Bluetooth
PC-Treibersoftware. Grundsätzlich muss am PC ein sogenannter
Hauptschlüssel (auch Pin-Code genannt) eingegeben werden.
Dieser ist standardmäßig „1234“ und wird im Bluetooth
menü (Bild 1) des Prüfgeräts angezeigt. Im Anschluss, oder zuvor,
muss am Prüfgerät eine Authentifizierungsmeldung bestätigt werden (Bild 4).
War die Authentifizierung erfolgreich, so wird am Prüfgerät eine
entsprechende Meldung angezeigt. Außerdem wird der authentifizierte PC im Prüfgerät im Menü „Vertraute Geräte“ (Bild 2) angezeigt.
In Ihrer Bluetooth
®
PC-Treibersoftware sollte nun auch der
PROFITEST PRIME als Gerät aufgelistet sein. Dort erhalten Sie auch
weitere Informationen zu der verwendeten COM-Schnittstelle. Sie
müssen mithilfe Ihrer Bluetooth
Oft wird diese nach der Authentifizierung angezeigt, falls nicht, finden Sie dazu Informationen in Ihrer Bluetooth
Das Protokollierprogramm bietet eine Funktion, die COM-Schnittstelle nach
erfolgreicher Authentifizierung automatisch zu suchen.
®
im Prüfgerät
®
Gerät
®
-Haupt-
®
PC-Treibersoftware.
®
-
Sofern Ihr PC über eine Bluetooth®-Schnittstelle verfügt, kann das
Prüfgerät kabellos mit dem Protokollierprogramm zur Übertragung von Daten und Prüfstrukturen kommunizieren.
Voraussetzung für einen kabellosen Datenaustausch ist die einmalige Authentifizierung des jeweiligen PCs mit dem Prüfgerät.
Der Funktionsdrehschalter muss sich hierzu in Position SETUP
befinden. Außerdem muss vor jeder Übertragung der richtige Blue-
®
tooth
COM-Port in dem Protokollierprogramm ausgewählt wer-
den.
Schalten Sie die Bluetooth®-Schnittstelle im Prüfgerät zur
Datenübertragung oder zur Texteingabe über Bluetooth
®
Keyboard ein.
Der Stromverbrauch verringert die Akkulaufzeit im Dauerbetrieb erheblich.
Befindet sich das Prüfgerät in Reichweite Ihres PCs (5 bis 8
Meter) kann nun mithilfe des Protokollierprogramms über den
Menüpunkt Extras/Bluetooth
®
ein kabelloser Datenaustausch stattfinden. Hierfür muss die ermittelte COM-Schnittstellennummer
(z. B. COM40) beim Start des Datenaustausches in dem Protokollierprogramm angegeben werden.
Alternativ kann über den Menü-Eintrag „Bluetooth Gerät suchen“ die COMSchnittstellennummer automatisch ausgewählt werden.
Anschluss einer Bluetooth®-Tastatur
Beachten Sie für den Anschluss einer Bluetooth®-Tastatur die
erforderlichen Schritte für eine Authentifizierung, Absatz siehe
oben.
Aktivieren Sie zur Kopplung der Bluetooth®-Tastatur das
erforderliche Signal der Tastatur.
-
Bluetooth
Wir empfehlen Bluetooth®-Tastaturen der Firma Logitech®, für
andere Geräten können wir keine Gewährleistung übernehmen.
Nach der ersten erfolgreichen Kopplung aktiviert sich die
®
-Tastatur immer automatisch.
Befinden sich mehrere Prüfgeräte bei der Authentifizierung in
Reichweite, sollten Sie den jeweiligen Namen ändern, um Verwechslungen auszuschließen. Es dürfen keine Leerzeichen verwendet werden. Sie können den standardmäßig vergebenen vierstelligen Pin-Code „1234“ ändern, dies ist in der Regel jedoch
nicht notwendig. In der Fußzeile von Bild 3 wird als HardWare-INFO
die MAC-Adresse des Prüfgeräts eingeblendet.
Machen Sie Ihr Prüfgerät vor einer Autorisierung sichtbar, und aus
Sicherheitsgründen anschließend wieder unsichtbar.
beliebigen Taste gelangen Sie zurück
zum Hauptmenü.
Firmware-Update:
Der Aufbau der Prüfgeräte ermöglicht das Anpassen der Gerätesoftware an die neuesten Normen und Vorschriften. Darüber
hinaus führen Anregungen von Kunden zu einer ständigen Verbesserung der Prüfgerätesoftware und zu neuen Funktionalitäten.
Damit Sie alle diese Vorteile auch schnell und einfach nutzen können, ist eine schnelle Aktualisierung der kompletten Gerätesoftware Ihres Prüfgeräts vor Ort möglich, siehe Kapitel 26.11.
Prüfer auswählen, hinzufügen oder löschen
Zur Eingabe eines Textes siehe auch Kap. 8.5 Seite 25.
22Gossen Metrawatt GmbH
8Allgemeine Hinweise
Hinweis
Hinweis
Achtung!
!
8.1Automatische Einstellung, Überwachung und Abschaltung
Das Prüfgerät stellt automatisch alle Betriebsbedingungen ein, die
es selbsttätig ermitteln kann. Es prüft die Spannung und die Frequenz des angeschlossenen Netzes. Liegen die Werte innerhalb
gültiger Nennspannungs- und Nennfrequenzbereiche, dann werden sie im Anzeigefeld angezeigt. Liegen die Werte außerhalb,
dann werden statt U
(U) und Frequenz (f) angezeigt.
Die Berührungsspannung, die vom Prüfstrom erzeugt wird, wird bei
jedem Messablauf überwacht. Überschreitet die Berührungsspannung den eingestellten Grenzwert, so wird die Messung
sofort abgebrochen. Die LED UL/RL leuchtet rot.
Das Gerät lässt sich nicht in Betrieb nehmen bzw. es schaltet
sofort ab, wenn die Akkuspannung den zulässigen Grenzwert
unterschreitet.
Die Messung wird automatisch abgebrochen bzw. der Messablauf gesperrt (ausgenommen Spannungsmessbereiche und Drehfeldmessung):
• bei unzulässiger Netzspannung (< 60 V, > 253 V / > 330 V /
> 440 V bzw. > 725 V) bei Messungen, bei denen Netzspannung erforderlich ist
• wenn bei einer Isolationswiderstands- bzw. Niederohmmessung eine Fremdspannung vorhanden ist
• wenn bei einer Hochspannungsmessung eine Fremdspannung vorhanden ist (PROFITEST PRIME AC)
• wenn die Temperatur im Gerät zu hoch ist.
Unzulässige Temperaturen treten in der Regel erst nach ca. 50
Messabläufen im 5 s-Takt auf, wenn der Funktionsdrehschalter in der Schaltstellung Z
Beim Versuch einen Messablauf zu starten, erfolgt eine entsprechende Meldung auf dem Anzeigefeld.
Das Gerät schaltet sich frühestens am Ende eines (automatischen) Messablaufs und nach Ablauf der vorgegebenen Einschaltdauer (siehe Seite 20) automatisch ab. Die Einschaltdauer
verlängert sich wieder um die im Setup eingestellte Zeit, wenn
eine Taste oder der Funktionsdrehschalter betätigt wird.
Bei der Messung mit steigendem Fehlerstrom in Anlagen mit
selektiven RCD-Schutzschaltern bleibt das Prüfgerät ca. 75 s lang
eingeschaltet zuzüglich der vorgegebenen Einschaltdauer.
Das Gerät schaltet sich immer selbstständig ab!
und fN die aktuellen Werte von Spannung
N
LOOP ist.
8.2Messwertanzeige und Messwertspeicherung
Im Anzeigefeld werden angezeigt:
•Messwerte mit ihrer Kurzbezeichnung und Einheit,
•die ausgewählte Funktion,
•die Nennspannung,
•die Nennfrequenz
•sowie Fehlermeldungen.
Bei den automatisch ablaufenden Messvorgängen werden die
Messwerte bis zum Start eines weiteren Messvorganges bzw. bis
zum selbsttätigen Abschalten des Gerätes gespeichert und als
digitale Werte angezeigt.
Wird der Messbereichsendwert überschritten, so wird der Endwert mit dem vorangestellten „>“ (größer) Zeichen dargestellt und
damit Messwertüberlauf signalisiert.
Die LCD-Darstellungen in dieser Bedienungsanleitung
können aufgrund von Produktverbesserungen von denen
des aktuellen Geräts abweichen.
Siehe auch „Funktionalität der Sonden, Signalisierungen
durch LEDs und LCD-Symbole” ab Seite 92.
Ein Vertauschen von N und PE in einem Netz ohne RCDSchalter wird nicht erkannt und nicht signalisiert.
In einem Netz mit RCD-Schalter löst dieser bei der Berührungsspannungsmessung ohne Auslösung
(automatische Z
vertauscht sind.
LOOP-Messung) aus, sofern N und PE
Gossen Metrawatt GmbH23
8.3Hilfefunktion
1
2
2
3
4
4
5
6
2
4
3
5
6
Für jede Schalterstellung bzw. Grundfunktion können Sie, nach
deren Wahl über den Funktionsdrehschalter, folgende Informationen
darstellen:
• Anschlussschaltbild
• Messbereich
• Nenngebrauchsbereich und Betriebsmessunsicherheit
•Nennwert
➭ Drücken Sie zum Aufruf der Hilfefunktion die Taste HELP.
➭ Sind mehrere Hilfeseiten je Messfunktion vorhanden, muss die
Tas te HELP wiederholt gedrückt werden.
➭ Drücken Sie zum Verlassen der Hilfefunktion die Taste ESC.
8.4Parameter oder Grenzwerte einstellen am Beispiel der RCD-Messung
1 Untermenü zum Einstellen der gewünschten Parameter aufru-
fen.
2 Parameter über die Cursortasten oderauswählen.
3 Ins Einstellmenü des gewählten Parameters über die Cursor-
taste wechseln.
4 Einstellwert über die Cursortasten oderauswählen.
5 Einstellwert über bestätigen. Dieser Wert wird ins Einstell-
menü übernommen.
6 Erst mit ✓ wird der Einstellwert dauerhaft für die zugehörige
Messung übernommen und ins Hauptmenü zurückgesprun-
gen. Statt mit ✓ gelangen Sie mit ESC zurück ins Hauptmenü,
ohne den neu gewählten Wert zu übernehmen.
Parameterverriegelung (Plausibilitätsprüfung)
Einzelne gewählten Parameter werden vor der Übernahme ins
Messfenster auf Plausibilität überprüft.
Ist der von Ihnen gewählte Parameter in Kombination mit anderen
bereits eingestellten Parametern nicht sinnvoll so wird dieser nicht
übernommen. Der zuvor eingestellte Parameter bleibt gespeichert.
Abhilfe: Wählen Sie einen anderen Parameter.
24Gossen Metrawatt GmbH
8.5Frei einstellbare Parameter oder Grenzwerte
Hinweis
Hinweis
Menü EDIT
auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit übernehmen
Zeichen löschen
✓ Wert speichern (in Liste)
Menü EDIT+
auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit auswählen
Ziffer/Einheit übernehmen
Zeichen löschen
✓ Wert speichern (in Liste)
8.5.1Vorhandene Parameter ändern
Für bestimmte Messfunktionen können einzelne Parameter geändert, d. h. in vorgegebenen Grenzen frei eingestellt werden.
Ein mögliches Menü EDIT wird erst nach Wechsel in die
rechte Spalte und Anwahl des editierbaren Parameters eingeblendet.
Beispiel Messfunktion RLO – Parameter: LIMIT RLO
1 Rufen Sie das Untermenü zum Einstellen des gewünschten
Parameters auf (ohne Abbildung, siehe Kap. 8.4).
2 Wählen Sie den editierbaren Parameter – gekennzeichnet mit
dem Symbol – über die Cursortasten oder aus.
3 Wählen Sie das Editiermenü aus durch Drücken der Taste
.
8.5.2Neue Parameter ergänzen
Für bestimmte Messfunktionen können neben den Festwerten
weitere Werte in vorgegebenen Grenzen ergänzt werden.
Ein mögliches Menü EDIT+ wird erst nach Wechsel in die
rechte Spalte eingeblendet.
Beispiel Messfunktion HV-AC – Parameter: LIMIT ILIM
1 Rufen Sie das Untermenü zum Einstellen des gewünschten
Parameters auf (ohne Abbildung, siehe Kap. 8.4).
2 Wählen Sie das Editiermenü aus durch Drücken der Taste
.
4 Wählen Sie über die Cursortasten LINKS oder RECHTS die
jeweilige Ziffer aus. Mit wird die Ziffer übernommen. Die
Übernahme des Wertes erfolgt mit Anwahl von
gen durch .
Beachten Sie die vorgegebenen Grenzen für den neuen
Einstellwert.
Geben Sie mögliche Nachkommastellen mit ein.
Gossen Metrawatt GmbH25
✓
und bestäti-
3 Wählen Sie über die Cursortasten LINKS oder RECHTS die
jeweilige Ziffer aus. Mit wird die Ziffer übernommen. Die
Übernahme des Wertes erfolgt mit Anwahl von
gen durch . Der neue Parameter wird der Liste hinzugefügt.
Beachten Sie die vorgegebenen Grenzen für den neuen
Einstellwert.
Geben Sie mögliche Nachkommastellen mit ein.
✓
und bestäti-
8.6Zweipolmessung mit schnellem oder halbautomatischem
Hinweis
L1-PE
L2-PE
L3-PE
N-PE
L+N-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
ZLOOPRISO
L1-PE
L2-PE
L3-PE
N-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
U
Taste I
L1-PE
L2-PE
L3-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
L-N
Z506T/U
L1-PE
L2-PE
L3-PE
HV AC
Z506V
L1-PE
L2-PE
L3-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
L-N
L1-PE
L2-PE
L3-PE
N-PE
L+N-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
ZLOOPRISO
L1-PE
L2-PE
L3-PE
N-PE
L1-N
L2-N
L3-N
L1-L2
L2-L3
L1-L3
U
Z506T/U
L1-PE
L2-PE
L3-PE
HV AC
Polwechsel
Für folgende Prüfungen ist eine schnelle halbautomatische Zweipolmessung möglich.
• Spannungsmessung U
Es erfolgt keine geräteinterne Umpolung, die Anzeige dient nur der Dokumentation.
• Schleifenimpedanzmessung Z
• Isolationswiderstandsmessung RISO
• Spannungsfestigkeitsprüfung HV AC (nur PROFITEST PRIME AC)
LOOP
Schneller Polwechsel
Der Polungsparameter steht auf AUTO.
Eine schnelle und komfortable Umschaltung zwischen allen
Polungsvarianten ohne Umschaltung in das Untermenü zur Parametereinstellung ist durch Drücken der Taste I
an der optionalen Sonde I-SK4/12-PROFITEST PRIME (Z506T/U)
möglich.
am Gerät oder
N
Halbautomatischer Polwechsel im Speicherbetrieb
Der Polungsparameter steht auf AUTO.
Soll eine Prüfung mit allen Polungsvarianten durchgeführt werden,
so erfolgt nach jeder Messung ein automatischer Polwechsel
nach dem Speichern.
Ein Überspringen von Polungsvarianten ist durch Drücken der
Taste I
lich.
am Gerät oder an der optionalen Sonde I-SK4/12 mög-
N
Die intelligenten Messsonden I-SK4 bzw. I-SK12 (Z506T/U)
sind als optionales Zubehör erhältlich.
26Gossen Metrawatt GmbH
9U – Messen von Spannung und Frequenz
Hinweis
U
Messfunktion wählen
Die Messfunktion U bietet die Möglichkeit sowohl Gleich- als auch
Wechselspannung und die zugehörige Frequenz zu messen.
Sie ist unterteilt in zwei Ansichten:
– U: 2-polige Messung von Spannung und Frequenz
– U3~: Messung von Spannung und Frequenz im Drei-Phasen-
system inklusive Drehfeldbestimmung
9.1.4Messung U
Anschluss
Sonde 1(L)
Sonde 3(PE)
Die Auswahl erfolgt jeweils durch Drücken des
nebenstehenden Softkeys. Die aktuelle Auswahl wird
invers dargestellt (weiß auf schwarz).
9.1
U
9.1.1Allgemein
In der Ansicht „2-Pol“ können Sie Gleich- und Wechselspannung
und Frequenz im Ein-Phasensystem messen.
9.1.2Hilfefunktion
Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen zum
Anschluss der Sonden und Angaben zur Messung einblenden.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.
9.1.3Parameter
Leiterbezug
Dieser Parameter dient der Dokumentation. Es erfolgt geräteintern
keine Umpolung.
Durch Angabe der Leiterbezugspunkte lassen sich Messwerte
und Messpunkte einander zuordnen. Es besteht die Auswahlmöglichkeit zwischen:
– Manuell: Der Messwert wird ausschließlich für den
eingestellten Messpunkt gespeichert.
– AUTO: Durch Drücken der Taste I
verfügbaren Messpunkte durchschalten. Die Messwertspeicherung erfolgt für die aktuelle Einstellung.
lassen sich alle
N
Messung
Die Messung ist ständig aktiv, d. h. es kann direkt ohne Drücken
der Taste ON/START gemessen werden.
Eine entsprechende Protokollierung ist nach erfolgreicher Messung durch Drücken des Speicherbuttons per
Softkey möglich.
Spannungspolarität
Wenn Normen den Einbau von einpoligen Schaltern im Neutralleiter verbieten, muss durch eine Prüfung der Spannungspolarität
festgestellt werden, dass alle etwa vorhandenen einpoligen Schalter in den Außenleitern eingebaut sind.
Für Messungen an 4 mm-Buchsen ist es möglich, die
Schutzkappen der Messsonden abzunehmen. Dies hat
eine Reduzierung der Messkategorie auf CAT II zur Folge.
Gossen Metrawatt GmbH27
9.2U3~
Hinweis
Rechtsdrehfeld
Linksdrehfeld
9.2.1Allgemein
Erfolgt per Softkey die Auswahl „U3~“ ist es möglich,
Spannung, Frequenz und Drehfeld im Drei-Phasensystem zu messen.
9.2.2Hilfefunktion
Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen zum
Anschluss der Sonden und Angaben zur Messung einblenden.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.
9.2.3Messung U3~
Anschluss
L1: Sonde 1(L)
L3: Sonde 2(N)
L2: Sonde 3(PE)
9.2.4Hinweise:
– An Drehstromsteckdosen ist in der Regel ein Rechtsdrehfeld
gefordert.
– Für die Messung an CEE-Steckdosen sind verschiedene
Adapter als Zubehör erhältlich.
– Der Messgeräteanschluss bei CEE-Steckdosen ist meist
problematisch, es gibt Kontaktprobleme.
mithilfe des von uns angebotenen VARIO-STECKER-SETs
Z500A sind schnelle und zuverlässige Messungen o h ne Kontaktprobleme durchführbar.
– Anschluss bei 3 - Leitermessung Stecker L1-L2-L3 im Uhrzei-
gersinn ab PE-Buchse
Sämtliche Signalisierungen zur Netzanschlusskontrolle
siehe Kap. 24.
Messung
Die Messung ist ständig aktiv, d. h. es kann direkt ohne Drücken
der Taste ON/START gemessen werden.
Eine entsprechende Protokollierung ist nach erfolgreicher Messung durch Drücken des Speicherbuttons per
Softkey möglich.
Die Drehfeldrichtung wird über folgende Einblendungen angezeigt:
28Gossen Metrawatt GmbH
10
Hinweis
R
LO
0,2A
Polung: +/– gegen PE
Polung: +/– gegen PE
mit Rampenverlauf
AUTO: Messung wird nach Messwerterfassung beendet;
Dauermessung durch gedrückt
halten von ON/START möglich.
10.1RLO 0,2A – Messen niederohmiger Widerstände mit Prüfstrom 0,2 A
Messfunktion wählen
10.1.1Allgemein
Nach IEC 60364-6/DIN VDE 0100-600 ist die Durchgängigkeit
sowohl von Schutzleitern, einschließlich der Schutzpotenzialausgleichsleiter über die Haupterdungsschiene und der Leiter des
zusätzlichen Schutzpotenzialausgleichs, als auch von aktiven Leitern bei ringförmigen Endstromkreisen zu prüfen.
Messprinzip
Die Durchgängigkeit von Leitern wird durch einen konstanten
Prüfstrom und den Spannungsfall am Messobjekt bestimmt.
Ist die Prüfspannung eine Gleichspannung, so ist lt.
DIN EN 61557-4 die Messung mit Polaritätswechsel
durchzuführen.
Die Messung muss somit mit (automatischer) Umpolung
der Messspannung oder mit Stromfluss in der einen
(+ Pol an PE) und in der anderen Richtung (– Pol an PE)
durchgeführt werden.
10.1.2Hilfefunktion
Durch Drücken der Taste HELP lassen sich Darstellungen und
Angaben zur Messung einblenden.
Nach erfolgreicher Messung lassen sich durch Drücken der Taste
HELP entsprechend des Messwerts die zugehörigen Leitungslängen für verschiedene Leitungsquerschnitte anzeigen.
Die Hilfefunktion wird nach Drücken der Taste ESC verlassen.
Prüfdauer – Messzeiten
Limits – Einstellen des Grenzwertes
Sie können den Grenzwert des Widerstandes einstellen. Treten
Messwerte oberhalb dieses Grenzwertes auf, so leuchtet die rote
LED UL/RL. Grenzwerte können zwischen 0,10 und 10,0
gewählt werden (editierbar). Der Grenzwert wird oberhalb des
Messwertes eingeblendet.
10.1.3Parameter
Prüfsignal
Hier lässt sich das Prüfsignal entsprechend folgender Kriterien
wählen:
Die Niederohmmessung darf nur an spannungsfreien
Messobjekten bzw. Anlagenteilen durchgeführt werden.
Kontaktieren Sie zuerst die Messstelle und starten Sie
dann die Messung!
Anschluss
Sonde 1(L)
Sonde 3(PE)
ROFFSET messen
Zu beachten:
–Der ermittelte Wert ROFFSET wird gelöscht bei Änderung des
Prüfsignals oder Deaktivierung der Funktion.
– Erscheint eine Fehlermeldung, so bleibt der zuletzt ermittelte,
gültige Wert erhalten.
– Der Widerstand der Sondenleitungen muss auf Grund der
verwendeten Vierleitertechnik nicht einkalibriert werden.
Verlängerungsleitungen
Verwenden Sie diese Funktion ausschließlich, wenn Sie
mit Verlängerungsleitungen arbeiten.
Bei Einsatz unterschiedlicher Verlängerungsleitungen,
muss der zuvor beschriebene Vorgang grundsätzlich
wiederholt werden.
Berücksichtigen von Messleitungen bis 10
Die Funktion ROFFSET bietet die Möglichkeit, den Widerstand von
Verlängerungsleitungen, die zusätzlich zu den Sondenleitungen
verwendet werden, zur Vermeidung verfälschter Messergebnisse
als Vorwegabzug einzukalibrieren.
In Folge der Einkalibrierung wird dieser Wert vom Messergebnis
subtrahiert.
Beschreibung Messung ROFFSET
➭ Aktivieren Sie durch Drücken der entsprechen-
den Softkey-Taste die Funktion R
OFFSET = 0.00Ohm wird eingeblendet
➭ R
➭ Stellen Sie das Prüfsignal, mit dem Sie die spä-
tere Messung durchführen wollen, ein.
➭ Schließen Sie anschließend die Messleitungen kurz.
➭ Starten Sie die Messung durch Drücken der Taste I
➭ Es ertönt ein Intervallton und neben-
stehende Meldung erscheint.
➭ Durch nochmaliges Drücken der
Tas te I
startet.
Ein Abbruch des Vorgangs ist durch Drücken von ON/START oder ESC möglich.
wird der Messvorgang ge-
N
OFFSET.
.
N
Wird die Offsetmessung durch ein Fehler-Popup
(Roffset > 10 bzw. Differenz zwischen RLO+ und RLO–
größer als 10%) gestoppt, dann bleibt der zuletzt gemessene Offsetwert erhalten. Ein versehentliches Löschen
des einmal ermittelten Offsetwertes wird dadurch nahezu
ausgeschlossen! Im anderen Fall wird der jeweils kleinere
Wert als Offsetwert abgespeichert. Der maximale Offset
beträgt 10,0 . Durch den Offset können negative Widerstandswerte resultieren.
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