Schon seit längerer Zeit gibt’s auf Webseiten Diskussionen, welcher Scanner oder
Empfänger besser ist, welche Vor oder Nachteile, welche Marke hat. Ab und zu diskutiert
man über den Fairhaven RD500 VXG. Bevor ich über diesen Empfänger schreiben werde,
muss ich vorausschicken, dass ich weder Händler noch Markenbezogen bin. Alle Geräte die
ich besitze, werden sehr kritisch beurteilt.
Der Fairhaven RD500 VXG
präsentiert sich als hochwertiger
Radioscanner und als
ernstzunehmender
Kurzwellenempfänger. Die
Abmessungen sind ähnlich die
eines Autoradios. Er empfängt
Signale in einem breitem
Frequenzspektrum von 10 kHz
bis 1775 MHz, mit
ausgezeichneter Empfindlichkeit
(z.B. von 0,5 bis 500 MHz <0,03
µV für SSB, oder besser als 0,3
µV von 48 bis 860 MHz für NFM
an 50 Ohm. Und das bei einem
anständigem Wert von IP
3.Ordnung > + 10 dBm. Im
Zwischenbereich von 30 bis 46 MHz ist die Empfindlichkeit etwas vermindert. In Bereich von
50 kHz bis 30 MHz (AMW) hat mein RD500VXG nur 5 Birdies, und zwar auf 13940, 14850,
20990, 22900, 29700 kHz (bei Schrittweite 10 kHz).
In ganzen Frequenzspektrum kann man den RD500 VXG als „normalen“ Empfänger
betreiben mit folgenden
Abstimmschritten: 5 Hz,
100 Hz, 1 kHz, 5 kHz,
8,33 kHz, 9 kHz, 10 kHz,
12,5 kHz, 25 kHz bis 50
kHz. Betriebsarten: AMN,
AMW, AMS, ASD, ASU,
ASL , LSB, USB, DSB,
CWL, CWU, Stereo-CW,
FMN, FMW ohne
irgendwelche Begrenzungen. Dies ermöglicht z.B. auf UHF, LSB auszuwählen mit
Abstimmschritt von nur 5 Hz oder anders herum auf LW, mit FMN in 50 kHz Schritten. Der
Abstimmknopf hat kein Scannerüblichen Rastenschritt, er hat einen angenehmen,
seidenweichen Lauf, ähnlich wie bei einem Analog- Radio.
Der Empfänger verfügt über einen Antennenabschwächer von -20 dB, ein eingebauter und
abschaltbarer Antennenvorverstärker, 4 separate Antenneneingänge (2 x PL, 2 x F),
niederfrequenter CW- Filter mit 3 Filterkurven, handvariabler Notch oder umschaltbarer
Peak- Filter und einen Tiefpassfilterkreis.
Alle diese Filter lassen sich kombinieren.
Passband-Tuning für SSB und SynchronBetriebarten sind in 9 Schritten einstellbar.
Die AGC ist in alle Betriebarten einsetzbar,
AFC für z.B. Doppler-Effektbeschränkung
bei Wettersatellitenempfang, Noise Blanker
für QRM, kontinuierlicher Squelch der bei
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allen AM und FM (ausser FMW, FMS) funktioniert.
Timer bis auf 1 Jahr Vorprogrammierbar, Kalender und Uhr mit Zeitzonen und
Landeskenner, detailliertes S-Meter bis + 50 dB & eine Abstimmanzeige. Sehr gut
ausgestattete IR-Fernbedienung, 2 x DIN-Anschlüsse für Audiorecorder, PC-Tastatur,
nachträglicher eingebauter Diskriminatorausgang und solide Erdungsmutter sind eingebaut.
Es bleiben praktisch keine Wünsche mehr offen!
Die Bandbreiten 2,4 kHz, 6 kHz oder 12,5 kHz mit Unterdrückung von min. – 65 dB sind
bestimmt durch die Kombination von 4 keramischen Murata Filtern. CFJ455K5 und
CFW455IT von Murata sind
Serienmässig eingebaut(gleiche
verwendet auch der AOR AR 7030). Auf
Wunsch kann man ab Werk auch CollinsFilter einbauen lassen. Jeder Betriebsart
kann eine eigene Filterbandbreite
zugeordnet werden. Aber auch
automatische Zuordnung ist möglich. Die
Betriebsarten FMW und FM Stereo sind nur im Bereich von 65 MHz bis 175 MHz einsetzbar.
Für die Frequenzen von 45 MHz bis 855 MHz, kann man den RD500 VXG umschalten auf
TV- Betriebsart, der durch den eingebauten TV-Tuner mit SW-Filter und Synchron PLLDemodulator mit 5,5 MHz Video Offset & separater Video/Audioausgänge, Bilder auf einen
Monitor bringen kann.
ls Besonderheit verfügt der RD500 über 26 VFO’s, wobei man für jeden einzelnen VFO die
Frequenz, die Betriebart, den Namen etc. beliebig definieren kann. Wenn jemanden diese
Art nicht passt, kann er den Fairhaven im Band Modus betreiben, mit vordefinierten
Frequenzbereichen, mit den dazugehörigen Betriebsarten. Es können zudem 99
Suchlaufbänder individuell programmiert, und 20 stellig, alphanumerisch bezeichnet werden.
In ganzem Frequenzbereich
von VLF bis UHF arbeitet der
Fairhaven RD500 VXG wie ein
echter Scanner in
Frequenzmodus und
Speicherbetrieb mit einer
Suchlaufgeschwindigkeit von
50 Schritten pro Sekunde.
Unabdingbar für das
abscannen dieser Unmengen
an Speicherplätzen! Der
Scanner verfügt nämlich über
234 Speichergruppen (A1, A2,
A3... bis Z9), dabei kann eine
Gruppe bis 999 Speicherplätze
haben. Gesamt sind es 54’681
Speicherplätze an der Zahl!
Jede Bank, jeder
Speicherplatz, kann man alphanumerisch benennen mit bis zu 20 Zeichen. Entweder mit
Mit der Shift- Taste lassen sich zudem die
Abstimmschritte verzehnfachen. Ein
eingebauter Audiointerface ermöglicht den
Betrieb mit HamComm, JVFax oder
ähnliche Software.
Eine RS232 Schnittstelle für PCSteuerung, Digital Audiorecorder, 5 facher
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dem Tastenfeld, Abstimmknopf, IR-Fernbedienung oder mit PC-Tastatur. Wer einmal die
benutzerfreundliche und bequeme Beschriftung der Speicherplätze beim RD500 genossen
hat, der wird mit den Scannern anderer Marken seine liebe Mühe bekommen, wenn’s ums
beschriften der Speicherplätze geht.
Der Fairhaven
RD500 kann in
einzelnen Bänder
oder Gruppen mit
verschiedenen
Suchlaufsarten
scannen. „STOP“:
Hält den Suchlauf
an, sobald ein
Signal gefunden
wird, verweilt bis
das Signal
verschwindet und
setzt dann den
Suchlauf fort. Oder
nach manuellem
Befehl durch
Taste.„Continuous“
erlaubt es dem
Empfänger,
automatisch nach
oben oder unten weiter zu scannen, solange der Squelch aktiv ist. „PAUSE“: Der Empfänger
verharrt nach einer Benutzer-vordefinierten Zeit, auf einem besetzten Kanal, bevor er
automatisch weiterscannt. „HOLD“: Nach verschwinden des Signals wartet der Empfänger
eine vom Benutzer-vordefinierten Zeit ab, bevor er weiter scannt. Dadurch verpasst man
kein Gespräch mehr durch eventuelle Gesprächspausen.
Bei Funktion „Auto Memory“ wird jeder
Eintrag gespeichert und das auch mehrfach
(vorteilhaft z.B. bei BC- Dxing), sobald der
Squelch aktiv ist. Ein Eintrag mit Frequenz
und Betriebsart wird in einer neuen Gruppe
angelegt, der dann umbenannt werden kann.
Unerwünschte Einträge kann man sehr
einfach löschen. Beim normalen Frequenzsuchlauf speichert man den Eintrag manuell in die
gewünschte Gruppe. Jeder Kanal kann man beliebig mit dem VFO abstimmen. Man kann
durch alle Speichereinträge einfach navigieren, Namen durchsuchen, editieren etc.
„PRIORITY“: In dieser Betriebsart wechselt der Empfänger ständig zwischen dem normalen
Scann- Lauf und dem Prioritätskanal hin und her. Wenn man den Skip- Modus aktiviert, dann
wird eine benutzerdefinierte Bank jedes mal überprüft, sobald ein Signal auftaucht. Ist die
aktuelle Frequenz in dieser Bank enthalten, dann scannt der Receiver einfach weiter.
Dadurch kann man Bänder nach neuen Frequenzen durchsuchen, ohne dass bereits
gefundene Frequenzen weiter berücksichtigt werden. Ebenso ist dies hilfreich beim
Überspringen von unerwünschten Signalen.
Die Bedienung des ganzen RD500 ist sehr einfach, dank durchdachtem (obschon leider nur
zweizeiligen) Display, und des sehr klug und ergonomisch angeordnetem Tastenfeldes. Zum
Beispiel die Wahl eines von den 14 Betriebsarten ist durch drücken auf nur zwei Tasten;
MODE und eine von der 6 Stück Grundbetriebsarten des unkomplizierten Menüs. Es ist nicht
nötig, 14-mal eine Taste zu drücken, um zur gewünschten Betriebsart zu kommen.
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Zu Lieferungsumfang des RD500 VXG gehört ausser dem soliden Netzteil auch noch das
RS232-Datenkabel und die CD-ROM mit
umfangreicher Database VR2 Software.
Ein mächtiges und einfach zu
bedienendes Tool zur Verwaltung und
Editieren der Datenbanken im RD500
VXG. Der File Konverter, mit dem man
fast jede Frequenzdatenbank jeden
Dateiformats (txt, rtf, csv, dbf, etc.) in eine
Export-Datei umformatieren kann. Diese
Export-Datei kann dann mit der Fairhaven
Datenbank Software genutzt werden, um
neue Datenbanken für den RD500 zu
erstellen, oder bestehende Datenbanken
zu ändern oder zu erweitern.
Mit der Software VR2 kann man den
Receiver per PC einfach bedienen und
muss nicht einzelne Einträge manuell
eintippen, sondern man kann bequem per
PC, riesige Datenmengen zum
RD500VXG schicken. Ich habe ganze
ILG- BC-Datenbanken mit ca. 11’000
Einträgen in den RD500 reinprogrammiert
und dazu ca. 26’000 Utility-Frequenzen
von 9 kHz bis 30 MHz & ein paar hundert
Scannerfrequenzen aus dem VHF und
UHF Bereich „reingestopft“! Es sind aber
immer noch mehrere Tausend Speicherplätze frei.
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Damit bestätigten sich die phänomenalen Eigenschaften des Radioscanners RD500 VXG.
Mit pfiffiger Software, das etwa MS Office entspricht, gelingt das alles wirklich mühelos. Als
Zugabe im Lieferumfang des Fairhaven, ist eine CD-ROM mit verschiedener, interessanter
Programme für Dekodierung, RDS, Utility etc. Nach Anschluss leistungsfähiger Antennen
von LW bis KW, oder einer abstimmbaren
Loopantenne, für NDB oder DWD
Hamburg, kann man mit Vorteil alle LFFilter hintereinander zuschalten. Dazu
noch eine Diskone mit Vorverstärker für
den VHF/UHF-Bereich. So erhalten wir
einen universell einsetzbaren Empfänger
auf allen Frequenzen für den
tschechischen Markt. Ein echter Wolf in
Schafspelz.
Ich selbst habe am RD500 VXG einen
aperiodischen Dipol, 55 + 43 m, eine
abstimmbare
Loop mit 1,2 m Durchmesser für MW,
eine CB-Antenne 5/8 Lambda, eine
breitbandige UHF Diskone und eine
Doppeldiskone mit Antennenvorverstärker
angeschlossen.
Parallel zum Fairhaven betreibe ich seit
ein paar Jahren einen AOR AR7030.
Beim Vergleich von der Längstwelle bis
30Mhz ist der Fairhaven RD500 VXG ein
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gleichwertiger Kurzwellenempfänger. Zum Teil sogar noch etwas besser als der AR7030.
Mit dem RD500 VXG in Verbindung mit PC und der WACARS Software, verfolge ich
Flugzeuge über halb Europa. Auf Kurzwelle, mit der HFDL Dekodiersoftware, verfolge ich
Flugzeuge fast Weltweit.
In einem DX-Camp habe ich mit meinen Hobbyfreunden den RD500 VXG mit dem
Icom IC-R8500 verglichen. An einer 120 Meter langen Antenne konnte der Fairhaven
RD500 VXG durchaus mit dem IC-R8500 mithalten.
Fazit: Der Fairhaven RD500VXG braucht sich keinesfalls hinter AOR, Icom etc. zu
verstecken. Er empfängt Signale auf hohem Niveau und kann durch seine fast unendlichen
Betriebsmöglichkeiten schlichtweg begeistern.
Pluspunkte:
- kleine Abmessungen
- sehr viele Anschlussmöglichkeiten
- sehr gute HF-Eigenschaften schon ab Längstwelle
- sehr hohe Empfindlichkeit
- gute IF- Eigenschaften
- extrem viele Speicherplätze
- Alphanumerische Beschriftung der Speicher, bis zu 20 Zeichen für Bank, Speicher, VFO