Zu Ihrem neuen Caravan gratulieren wir Ihnen herzlich und bedanken uns, dass Sie sich für ein Qualitätsprodukt aus
dem Hause Dethleffs entschieden haben.
Ob Sie Ihre Suche nach Urlaubsfreuden über gute oder schlechte Straßen führt, ob Ihr "Ferienhaus" im Grünen, am
Meer oder im Gebirge steht: Ihr Dethleffs-Caravan wird immer dafür sorgen, dass Sie Ihren Urlaub genießen, denn das
Team von Dethleffs baut seit 80 Jahren Wohnwagen und weiß, worauf es ankommt. Diese Erfahrung zeigt sich in der
durchdachten, gemütlichen und dennoch durch und durch funktionellen Ausstattung ebenso wie in den hervorragenden Fahreigenschaften.
Jedes Dethleffs-Fahrzeug wird mit Sorgfalt gefertigt und die Qualität wird streng kontrolliert. Das sichert die lange
Lebensdauer unserer Produkte. Aufgrund dieser strengen Anforderungen bürgen wir für die erstklassige Qualität
unserer Produkte und gewähren Ihnen 6 Jahre Garantie auf die Dichtheit unserer Aufbauten gemäß unseren Garantiebedingungen (siehe Abschnitt 1.1).
Diese Bedienungsanleitung widmet sich vorwiegend dem Wohnaufbau Ihres Caravans. Sie vermittelt Ihnen alle wichtigen Informationen und Tipps, damit Sie alle technischen Vorzüge Ihres Dethleffs-Caravans voll und ganz nutzen
können. Auch die Pflege – und somit Werterhaltung – haben wir berücksichtigt.
Zusätzlich erhalten Sie die separaten Unterlagen für das Fahrgestell und die diversen Einbaugeräte.
Wenden Sie sich zur Durchführung von Wartungsarbeiten oder wann immer Sie Hilfe benötigen, stets vertrauensvoll
an Ihre autorisierte Fachwerkstatt. Sie kennt Ihren Caravan am besten und wird alle Ihre Wünsche schnell und zuverlässig erfüllen.
Nun wünschen wir Ihnen mit Ihrem Caravan viel Spaß, beste Erholung und stets gute Fahrt.
Ihr Dethleffs-Team
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Caravan - 09-12 - DE
Bedienungsanleitung
Fahrzeugdaten
Modell:
Fahrgestell-Hersteller:
Seriennummer:
Erstzulassung:
Gekauft bei Firma:
Ablauf der Garantiefrist:
Schlüsselnummer:
Fahrgestellnummer:
Family Card mit Langzeit-Garantieja/nein
Kundenanschrift
Name, Vorname:
Straße, Nr.:
PLZ, Ort:
Stempel und Unterschrift des Händlers
Änderungen in Konstruktion, Ausstattung und Lieferumfang bleiben vorbehalten. Es sind auch Sonderausstattungen
aufgeführt, die nicht zum serienmäßigen Lieferumfang gehören. Die Beschreibungen und Abbildungen in dieser Broschüre sind keiner bestimmten Version zuzuordnen. Für alle Details hat allein die jeweils gültige Ausstattungsliste
Gültigkeit.
1. Die Firma Dethleffs GmbH & Co. KG räumt dem Käufer nach seiner Wahl zusätzlich zu den ihm zustehenden gesetzlichen Gewährleistungs- und Produkthaftungsansprüchen eine Garantie von sechs Jahren darauf ein, dass die von ihr
gebauten Fahrzeuge so abgedichtet sind, dass keine Nässe von außen nach
innen (Innenraum) dringt.
Garantieverpflichtungen bestehen nicht, wenn die Undichtigkeit auf unsachgemäße Handhabung von Fenstern, Türen und Dachhauben bzw. auf unsachgemäß reparierte Schäden zurückzuführen ist. Von der Garantie ausgenommen
sind auch Schäden, die durch Naturgewalten (z. B. Hochwasser) verursacht
werden. Die Garantieverlängerungen beinhalten ausschließlich die fachgerechte Instandsetzung. Wandlungs- und Minderungsansprüche sowie Fahrtkosten oder sonstige indirekte Kosten sind von der Garantie ausgeschlossen.
2. Bei Auftreten einer Undichtigkeit verpflichtet sich die Firma Dethleffs GmbH &
Co. KG im Rahmen dieser Garantiebedingungen zur Nachbesserung der betroffenen Fahrzeugteile durch kostenlose Instandsetzung oder durch Austausch
der Teile, je nachdem, was zur unmittelbaren Schadensbeseitigung notwendig
ist.
Die Mängelbeseitigung hat durch die Firma Dethleffs GmbH & Co. KG oder
durch eine autorisierte Fachwerkstatt nach den Richtlinien der Firma Dethleffs
GmbH & Co. KG zu erfolgen.
3. Voraussetzung für diese Garantie ist, dass das Fahrzeug jährlich einer autorisierten Fachwerkstatt zur Inspektion vorgeführt wird. Die Vorführung hat jährlich jeweils spätestens 2 Monate nach dem Jahrestag der Erstzulassung (bzw.
der Übergabe) zu erfolgen.
Wird die Inspektion nicht fristgerecht durchgeführt, erlischt der Garantieanspruch und kann auch durch eine später durchgeführte Inspektion nicht wieder
in Kraft gesetzt werden.
Als Nachweis für die durchgeführte Inspektion sind auf dem dafür vorgesehenen Coupon im Garantieheft der Firma Dethleffs GmbH & Co. KG die Inspektionsmarken aufzukleben und vom jeweiligen Dethleffs-Handelspartner durch
Stempel, Datum und Unterschrift zu bestätigen.
4. Die Garantie beginnt am Tage der Erstzulassung oder Übergabe des Fahrzeuges an den Endverbraucher, spätestens 1 Jahr nach Auslieferung an den
Händler, und gilt für die Zeit der Gebrauchsfähigkeit des Fahrzeuges, längstens
6 Jahre. Erfolgt die Erstzulassung vor der Übernahme, so gilt das Datum der Erstzulassung des Fahrzeuges als Garantiebeginn (Garantiestichtag). Durch Eigentumswechsel am Kaufgegenstand werden Garantieverpflichtungen nicht
berührt. Die Garantie erlischt, wenn eine der in Ziff. 3 vorgesehenen Fristen
nicht eingehalten wurde. Die Durchführung der Garantiearbeit verlängert nicht
die Garantiezeit.
5. Für die bei einer Nachbesserung eingebauten Teile wird bis Ablauf der Garantiepflicht des Fahrzeuges ebenfalls Gewähr geleistet im Rahmen dieser Bestimmungen.
6. Das Auftreten von Undichtigkeit ist vom Eigentümer innerhalb von 15 Tagen an
die Firma Dethleffs GmbH & Co. KG oder an einen Dethleffs-Handelspartner
schriftlich zu melden. Der Meldung muss die Garantieurkunde, versehen mit
den entsprechenden Garantiemarken, beigefügt sein. Wird das Auftreten der
Undichtigkeit nicht innerhalb der angegebenen Frist gemeldet, besteht kein
Anspruch auf Garantie.
Die Beseitigung der Undichtigkeit erfolgt nach Zustimmung der Firma Dethleffs
GmbH & Co. KG.
7. Die Kosten der Inspektion sind vom Garantienehmer zu tragen.
8. Als Gerichtsstand sind, soweit gesetzlich zulässig, die für Isny zuständigen
Gerichte vereinbart.
1Garantie
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Garantie
1
8Caravan - 09-12 - DE
1.2Inspektionsnachweise
Übergabe
Unterschrift, Datum und Stempel des
Dethleffs-Handelspartners:
1. JahrDichtheitsinspektion
Unterschrift, Datum und Stempel des
Dethleffs-Handelspartners:
Sollte aufgrund der Inspektion die Notwendigkeit von weiter gehenden Arbeiten
festgestellt werden, wird die Ausführung von der Auftragserteilung des Kunden
abhängig gemacht. Bitte beachten Sie auch die Service-Intervalle der einzelnen
Gerätehersteller. Hinweise finden Sie in den beigefügten Service-Unterlagen.
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Garantie
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9Caravan - 09-12 - DE
2. JahrDichtheitsinspektion
Unterschrift, Datum und Stempel des
Dethleffs-Handelspartners:
Sollte aufgrund der Inspektion die Notwendigkeit von weiter gehenden Arbeiten
festgestellt werden, wird die Ausführung von der Auftragserteilung des Kunden
abhängig gemacht. Bitte beachten Sie auch die Service-Intervalle der einzelnen
Gerätehersteller. Hinweise finden Sie in den beigefügten Service-Unterlagen.
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Garantie
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4. JahrDichtheitsinspektion
Unterschrift, Datum und Stempel des
Dethleffs-Handelspartners:
Sollte aufgrund der Inspektion die Notwendigkeit von weiter gehenden Arbeiten
festgestellt werden, wird die Ausführung von der Auftragserteilung des Kunden
abhängig gemacht. Bitte beachten Sie auch die Service-Intervalle der einzelnen
Gerätehersteller. Hinweise finden Sie in den beigefügten Service-Unterlagen.
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Garantie
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1.3Inspektionsplan Jahresinspektion
Pos.BauteilTätigkeitIntervall
1DachhaubenInnenrahmen der Dach-
hauben demontieren
und Schraubverbindungen der Halteklammern
nachziehen
2Bugradschmieren, Felge auf Be-
schädigung prüfen, Reifen-Sichtkontrolle,
Gewindespindel und
Kurbel prüfen
3Kurbelstützenschmierenjährlich
1. Jahr
jährlich
4Gelenke, Scharniere und Hebel
am Fahrwerk
5UnterbodenSichtkontrolle, ggf. Un-
6Fahrgestellschmierenjährlich
7RadbefestigungRadmuttern anziehen,
8Reifen und FelgenLuftdruckkontrolle (sie-
9Bremsen, Bremsbelägeprüfen, ggf. nachstellen;
10Beleuchtung außenFunktionskontrollejährlich
11Kühlschrank, Heizung, Küchen-
zeile, Verschlüsse von Stauraumklappen, Wasseranlage, Elektrik
innen
2.1Messungen des Fußbodenplateaus an diesen Anschluss-Stellen mit Feuchtigkeitsmessgerät; entsprechende Werte aufschreiben mit Datum der
Feststellung. Vorgeschriebene Maximalwerte – bis
20 % normal.
Sollten die Werte über 20 % liegen, prüfen Sie, ob
es sich um eine Kondenswasseransammlung handelt.
2.2Messungen im Innenraum des Fahrzeugs (Wände,
Fensterausschnitte, Dach usw.), dabei auf farbliche
Veränderung des Dekors achten. Vorgeschriebene
Maximalwerte – bis 20 % normal.
Sollten die Werte über 20 % liegen, prüfen Sie, ob
es sich um eine Kondenswasseransammlung handelt.
3.1Anschluss Fußbodenplateau HeckwandEinsprühen mit Dethleffs
3.2Anschluss Fußbodenplateau BugwandEinsprühen mit Dethleffs
3.3Anschluss Fußbodenplateau Seitenwand rechtsEinsprühen mit Dethleffs
3.4Anschluss Fußbodenplateau Seitenwand linksEinsprühen mit Dethleffs
Sichtkontrolle
Messen
Messen
Spezialdichtmittel
Spezialdichtmittel
Spezialdichtmittel
Spezialdichtmittel
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Garantie
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Änderungen des Inspektionsplans vorbehalten.
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Vor dem ersten Start diese Bedienungsanleitung
vollständig lesen!
Die Bedienungsanleitung immer im Fahrzeug mitführen. Alle Sicherheitsbestimmungen auch an andere Benutzer weitergeben.
Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zur Gefährdung von Personen
führen.
Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zu Schäden im oder am Fahrzeug
führen.
Dieses Zeichen weist auf Empfehlungen oder Besonderheiten hin.
Dieses Zeichen weist auf umweltbewusstes Verhalten hin.
Mit Ihrem Dethleffs-Caravan erhalten Sie eine Mappe mit folgenden Fahrzeugbegleitpapieren:
Gebrauchs- und Einbauanleitungen verschiedener Einbaugeräte
Kompletter Unterlagensatz des Fahrgestell-Herstellers
Prüfbescheinigung für Gasanlagen nach deutschen Bestimmungen
Diese Bedienungsanleitung enthält Abschnitte, in denen modellbezogene
Ausstattungen oder Sonderausstattungen beschrieben sind. Diese
Abschnitte sind nicht extra gekennzeichnet. Es ist möglich, dass Ihr Fahrzeug
nicht mit diesen Sonderausstattungen ausgerüstet ist. Die Ausstattung Ihres
Fahrzeugs kann daher bei einigen Abbildungen und Beschreibungen abweichen.
Andererseits kann Ihr Fahrzeug mit weiteren Sonderausstattungen ausgerüstet
sein, die in dieser Bedienungsanleitung nicht beschrieben sind.
Die Sonderausstattungen sind dann beschrieben, wenn sie einer Erklärung
bedürfen.
Die separat beigelegten Bedienungsanleitungen beachten.
Die Angaben "rechts", "links", "vorne", "hinten" beziehen sich stets auf das Fahr-
zeug in Fahrtrichtung gesehen.
Alle Maße und Gewichte sind "circa"-Angaben.
Wenn die Hinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden und deshalb ein Schaden am Fahrzeug entsteht, entfällt der Garantieanspruch.
Unsere Fahrzeuge werden ständig weiterentwickelt. Wir bitten um Verständnis,
dass Änderungen in Form, Ausstattung und Technik vorbehalten sind. Aus dem
Inhalt dieser Bedienungsanleitung können aus diesen Gründen keine Ansprüche
an den Hersteller abgeleitet werden. Beschrieben sind die bis zur Drucklegung
bekannten und eingeführten Ausstattungen.
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Einleitung
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16Caravan - 09-12 - DE
Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung des Herstellers nicht gestattet.
Dem Fahrzeug ist kein Radschlüssel und kein Wagenheber beigelegt. Vor dem
Start für Notfälle einen handelsüblichen Radschlüssel beschaffen. Wenn kein
AL-KO-Wagenheber (Sonderausstattung für AL-KO-Chassis) vorhanden ist, vor
dem Start für Notfälle einen handelsüblichen Scherenwagenheber oder Hydraulikwagenheber beschaffen. Unsere autorisierten Handelspartner und Servicestellen beraten gerne.
2.1Allgemeines
Das Fahrzeug ist nach dem Stand der Technik und nach den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können Personen verletzt oder kann
das Fahrzeug beschädigt werden, wenn die Sicherheitshinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden.
Das Fahrzeug nur in technisch einwandfreiem Zustand benutzen. Die Bedienungsanleitung beachten.
Störungen, die die Sicherheit von Personen oder des Fahrzeugs beeinträchtigen,
sofort von Fachpersonal beheben lassen. Um weitergehende Schäden zu vermeiden, bei Störungen die Schadensminderungspflicht des Benutzers beachten.
Die Bremsanlage und die Gasanlage des Fahrzeugs nur von einer autorisierten
Fachwerkstatt prüfen und reparieren lassen.
Veränderungen am Aufbau dürfen nur mit Genehmigung des Herstellers durchgeführt werden.
Reisegepäck und Zubehör nur bis zur technisch zulässigen Gesamtmasse mitführen.
Die vom Hersteller vorgegebenen Prüf- und Inspektionsfristen einhalten.
2.2Umwelthinweise
Ruhe und Sauberkeit der Natur nicht beeinträchtigen.
Grundsätzlich gilt: Abwasser aller Art und Hausmüll gehören nicht in den Stra-
ßengully oder in die freie Natur.
Abwasser an Bord nur im Abwassertank oder notfalls in anderen dafür geeig-
neten Behältern sammeln.
Abwassertank und Toiletten-Kassette oder Fäkalientank nur an speziell dafür
ausgewiesenen Entsorgungsstationen auf Campingplätzen oder Stellplätzen
entleeren. Beim Aufenthalt in Städten und Gemeinden die Hinweise an den
Stellplätzen beachten oder nach Entsorgungsstationen fragen.
Abwassertank so oft wie möglich entleeren, auch wenn der Abwassertank nicht
vollständig gefüllt ist (Hygiene).
Abwassertank und ggf. Ablassleitung nach Möglichkeit bei jeder Entleerung
mit Frischwasser ausspülen.
Toiletten-Kassette oder Fäkalientank nie zu voll werden lassen. Spätestens
wenn die Füllstandsanzeige aufleuchtet, die Toiletten-Kassette oder den Fäkalientank unverzüglich entleeren.
Hausmüll auch auf Reisen nach Glas, Blechdosen, Plastik und Nassmüll trennen.
Bei der jeweiligen Gastgemeinde nach Entsorgungsmöglichkeiten fragen.
Hausmüll darf nicht auf Parkplätzen in die dortigen Abfallbehälter entsorgt
werden.
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Die Abfallbehälter möglichst oft in die Tonnen oder Container entleeren, die
dafür vorgesehen sind. So lassen sich unangenehme Gerüche und problematische Müllansammlungen an Bord vermeiden.
Motor des Zugfahrzeugs im Stand nicht unnötig laufen lassen. Ein kalter Motor
setzt im Leerlauf besonders viele Schadstoffe frei. Die Betriebstemperatur des
Motors wird am schnellsten durch Fahrt erreicht.
Für die Toilette eine umweltfreundliche und biologisch gut abbaubare WC-
Chemikalie in geringer Dosierung verwenden.
Für längere Aufenthalte in Städten und Gemeinden Abstellplätze aufsuchen,
die speziell für Caravangespanne ausgewiesen sind. Bei der jeweiligen Stadt
oder Gemeinde nach Abstellmöglichkeiten erkundigen.
Stellplätze immer in sauberem Zustand verlassen.
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Sicherheit
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Kapitelübersicht
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Sicherheitshinweise. Die Sicherheitshinweise
dienen dem Schutz von Personen und Sachwerten.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
den Brandschutz und das Verhalten bei Bränden
das allgemeine Verhalten im Umgang mit dem Fahrzeug
die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs
den Anhängerbetrieb
die Gasanlage des Fahrzeugs
die elektrische Anlage des Fahrzeugs
die Wasseranlage des Fahrzeugs
3.1Brandschutz
3.1.1Vermeidung von Brandgefahren
Kinder nie alleine im Fahrzeug lassen.
Brennbare Materialien von Heizgeräten und Kochgeräten fern halten.
Leuchten können sehr heiß werden. Wenn die Leuchte eingeschaltet ist,
muss der Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen immer 30 cm
betragen. Brandgefahr!
Niemals tragbare Heizgeräte oder Kochgeräte benutzen.
Nur autorisiertes Fachpersonal darf die elektrische Anlage, die Gasanlage
oder die Einbaugeräte verändern.
3Sicherheit
3.1.2Feuerbekämpfung
Im Fahrzeug immer einen Trockenpulver-Feuerlöscher mitführen. Der Feuer-
löscher muss zugelassen, geprüft und griffbereit sein.
Der Feuerlöscher ist nicht im Lieferumfang enthalten.
Den Feuerlöscher regelmäßig von autorisiertem Fachpersonal prüfen lassen.
Prüfdatum beachten.
In der Nähe der Kochstelle immer eine Löschdecke bereithalten.
3.1.3Bei Feuer
Alle Insassen evakuieren.
Elektrische Versorgung ausschalten und vom Netz trennen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Alarm geben und Feuerwehr rufen.
Feuer bekämpfen, falls dies ohne Risiko möglich ist.
Von der Lage und der Bedienung der Notausstiege überzeugen.
Fluchtwege freihalten.
Gebrauchsanweisung des Feuerlöschers beachten.
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Sicherheit
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Als Notausstiege gelten alle Fenster und Türen, die folgende Kriterien erfüllen:
Öffnung nach außen oder Verschiebung in horizontaler Richtung
Öffnungswinkel mindestens 70°
Durchmesser der lichten Öffnung mindestens 450 mm
Abstand vom Fahrzeugboden maximal 950 mm
3.2Allgemeines
Der Sauerstoff im Fahrzeuginneren wird durch die Atmung und durch den
Betrieb von gasbetriebenen Einbaugeräten verbraucht. Daher muss der Sauerstoff ständig ersetzt werden. Zu diesem Zweck sind im Fahrzeug Zwangslüftungen (z. B. Dachhauben mit Zwangslüftung, Pilzdachlüfter oder
Bodenlüfter) eingebaut. Zwangslüftungen weder von innen noch von außen
abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von
Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch erhöhten CO
Gehalt.
Durchgangshöhe der Türen beachten.
Bei angebautem Dachgepäckträger mit Leiter die Leiter nur dann betreten,
wenn die hinteren Kurbelstützen ausgefahren sind oder der Caravan am
Zugfahrzeug angekuppelt ist oder der Caravan hinten kippsicher unterbaut
ist. Der Caravan kann sonst nach hinten kippen. Absturzgefahr!
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2
Für die Einbaugeräte (Heizung, Kochstelle, Kühlschrank usw.) sind die jewei-
ligen Betriebsanleitungen und Bedienungsanleitungen maßgebend. Unbedingt beachten.
Wenn Zubehör oder Sonderausstattungen angebaut werden, können sich die
Abmessungen, das Gewicht und das Fahrverhalten des Fahrzeugs ändern. Die
Anbauteile müssen zum Teil in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
Nur Felgen und Reifen verwenden, die für das Fahrzeug zugelassen sind.
Angaben über die Größe der zugelassenen Felgen und Reifen den Fahrzeugpapieren entnehmen oder bei den autorisierten Handelspartnern und Servicestellen erfragen.
Beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststellbremse fest anziehen.
Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Türen, Außenklappen und Fenster schließen.
Das Fahrzeug nur dann im Straßenverkehr bewegen, wenn der Fahrzeugführer
eine für die Fahrzeug-Klasse gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Beim Verkauf des Fahrzeugs dem neuen Besitzer alle Bedienungsanleitungen
des Fahrzeugs und der Einbaugeräte mitgeben.
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Sicherheit
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3.3Verkehrssicherheit
Vor Fahrtbeginn die Funktion der Signal- und Beleuchtungseinrichtung und
der Bremsen prüfen.
Nach einer längeren Standzeit (ca. 10 Monate) die Bremsanlage und die Gas-
anlage von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Vor Fahrtbeginn das Fernsehgerät von der Auflage entfernen und sicher ver-
stauen.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition bringen und sichern. Falls die Bildschirmhalterung in einen
TV-Schrank eingebaut ist: TV-Schrank schließen.
Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten.
Bei Unterführungen, Tunneln oder Ähnlichem die Gesamthöhe des Fahr-
zeugs (einschließlich Dachlasten) beachten.
Im Winter muss das Dach vor Fahrtbeginn schnee- und eisfrei sein.
Vor Fahrtbeginn den Abwassertank entleeren.
Vor Fahrtbeginn die Auffahrrampe ganz einschieben und sichern.
Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck
prüfen. Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und
kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen führen. Das Fahrzeug
kann außer Kontrolle geraten.
Vor Fahrtbeginn die Zuladung im Fahrzeug gleichmäßig verteilen (siehe
Kapitel 4).
Beim Beladen des Fahrzeugs und bei Fahrtunterbrechungen, wenn z. B. Gepäck
oder Lebensmittel nachgeladen werden, die technisch zulässige Gesamtmasse
und die zulässigen Achslasten beachten (siehe Fahrzeugpapiere).
An der Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs die maximal zulässige Stützlast
nicht überschreiten und die Mindest-Stützlast nicht unterschreiten. Den
Caravan nach diesen Gesichtspunkten beladen.
Bei Caravanbetrieb müssen zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht
sein.
Vor Fahrtbeginn die Schranktüren, die Toilettenraumtür, alle Schubladen und
Klappen schließen. Die Kühlschrank-Türsicherung einrasten.
Vor Fahrtbeginn die Tische zum Bettunterbau umbauen oder in der dafür vor-
gesehenen Halterung befestigen.
Vor Fahrtbeginn Fenster und Dachhauben schließen.
Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser verrie-
geln.
Vor Fahrtbeginn externe Stützen entfernen und die am Fahrzeug angebauten
Stützen einfahren.
Vor Fahrtbeginn das Deichselstützrad ganz nach oben kurbeln.
Vor Fahrtbeginn die Antenne in Parkposition bringen.
Bei der ersten Fahrt und nach jedem Radwechsel die Radschrauben/Radmut-
tern nach 50 km nachziehen. Später von Zeit zu Zeit auf festen Sitz prüfen.
Anziehdrehmoment siehe Kapitel 14.
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Reifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein, weil das Material mit der Zeit brüchig
wird (siehe Kapitel 14).
Bei der Rundsitzgruppe im Heck den Tisch absenken und an der Sitzbank befes-
tigen. Dazu die Halterungen verwenden, die serienmäßig angebaut sind.
3.4Anhängerbetrieb
Beim An- oder Abkuppeln eines Anhängers ist Vorsicht geboten. Unfall- und
Verletzungsgefahr!
Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine Per-
sonen zwischen Zugfahrzeug und Anhänger aufhalten.
3.5Gasanlage
3.5.1Allgemeine Hinweise
Vor Fahrtbeginn, beim Verlassen des Fahrzeugs oder wenn die Gasgeräte
nicht benutzt werden, alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil
an der Gasflasche schließen.
Beim Tanken, auf Fähren oder in der Garage darf kein Gerät (z. B. Heizung
oder Kühlschrank) in Betrieb sein, wenn es mit offener Flamme betrieben
wird. Explosionsgefahr!
Wenn ein Gerät mit offener Flamme betrieben wird, das Gerät nicht in
geschlossenen Räumen (z. B. Garagen) in Betrieb nehmen. Vergiftungs- und
Erstickungsgefahr!
Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt warten, reparieren
oder ändern lassen.
Die Gasanlage vor Inbetriebnahme und gemäß den nationalen Bestim-
mungen von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch
für nicht angemeldete Fahrzeuge. Bei Änderungen an der Gasanlage die
Gasanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Auch der Gasdruckregler und die Abgasrohre müssen geprüft werden. Der
Gasdruckregler muss nach spätestens 10 Jahren ersetzt werden. Verantwortlich für die Veranlassung der Maßnahme ist der Halter des Fahrzeugs.
Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht
Explosionsgefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Fenster und Türen öffnen und gut lüften.
Bei Defekt an der Gasanlage: Nicht rauchen, keine offenen Flammen ent-
zünden und keine Elektroschalter (Lichtschalter usw.) betätigen.
Vor Inbetriebnahme der Kochstelle für eine ausreichende Belüftung sorgen.
Fenster oder Dachhaube öffnen.
Gaskocher oder Gasbackofen nicht für Heizzwecke verwenden.
Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gasgerät ein Gasab-
sperrventil erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das
jeweilige Gasabsperrventil schließen.
Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer
Minute schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit
prüfen.
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Die eingebauten Gasgeräte sind ausschließlich für einen Betrieb mit Pro-
pangas, Butangas oder mit einem Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle eingebauten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck
von 30 mbar ausgelegt.
Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Bei
tieferen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für
den Winterbetrieb nicht geeignet.
Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen.
Der Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Den Gasschlauch spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in einer autorisierten
Fachwerkstatt auswechseln lassen. Der Betreiber der Gasanlage muss den
Austausch veranlassen.
Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach außen
offener Raum. Die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken
oder zustellen. Ausströmendes Gas kann sonst nicht nach außen abgeleitet
werden.
Den Gaskasten nicht als Stauraum benutzen, da Feuchtigkeit eindringen
kann.
Den Gaskasten vor dem Zugriff Unbefugter sichern. Dazu den Zugang ver-
schließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck
von 30 mbar ausgelegt sind.
Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest ange-
schlossen sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
Abgase müssen ungehindert ins Freie austreten können und Frischluft muss
ungehindert eintreten können. Deswegen Abgaskamine und Ansaugöffnungen sauber halten und freihalten (z. B. von Schnee und Eis). Es dürfen
keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug anliegen.
3.5.2Gasflaschen
Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen.
Gasflaschen verdreh- und kippsicher festzurren.
Wenn die Gasflaschen nicht an den Gasschlauch angeschlossen sind, immer
die Schutzkappe aufsetzen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler
oder der Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
Gasdruckregler oder Gasschlauch nur von Hand an die Gasflaschen
anschließen. Keine Werkzeuge verwenden.
Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den Einsatz
in Fahrzeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und
genügen den starken Beanspruchungen nicht.
Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler
verwenden.
Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit ein-
gebautem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt)
dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
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Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max.
150 cm).
Niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasflaschen blo-
ckieren.
3.6Elektrische Anlage
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
Bevor Arbeiten an der elektrischen Anlage durchgeführt werden, alle Geräte
und Leuchten abschalten, die Batterie abklemmen und das Fahrzeug vom
Netz trennen.
Nur Originalsicherungen mit den vorgegebenen Werten verwenden.
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und
beseitigt ist.
Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
3.7Wasseranlage
Stehendes Wasser im Wassertank oder in Wasserleitungen wird nach kurzer
Zeit ungenießbar. Deshalb vor jeder Benutzung des Fahrzeugs die Wasserleitungen und den Wassertank gründlich reinigen. Nach jeder Benutzung des
Fahrzeugs den Wassertank und die Wasserleitungen vollständig entleeren.
Bei Stilllegungen von mehr als einer Woche die Wasseranlage vor der Benut-
zung des Fahrzeugs desinfizieren.
Wenn das Fahrzeug für mehrere Tage nicht benutzt wird oder bei Frostgefahr
nicht beheizt wird, die gesamte Wasseranlage entleeren. Die Wasserhähne in
Mittelstellung geöffnet lassen. Das Sicherheits-/Ablassventil (wenn vorhanden)
und alle Ablasshähne geöffnet lassen. So lassen sich Frostschäden an den Einbaugeräten, Frostschäden am Fahrzeug und Ablagerungen in wasserführenden Bauteilen vermeiden.
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Vor der Fahrt
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Kapitelübersicht
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Informationen darüber, was Sie vor Fahrtantritt beachten müssen und welche Tätigkeiten Sie vor Fahrtantritt ausführen
müssen.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die erste Inbetriebnahme
die Zulassung des Fahrzeugs
das Ankuppeln und Abkuppeln am Zugfahrzeug
die Anhängerkupplung
die Zuladung und deren Berechnung
das Beladen des Fahrzeugs
die Auffahrrampe
den PVC-Fußbodenbelag
das Verstauen des Fernsehgeräts
Am Ende des Kapitels finden Sie eine Checkliste, in der die wichtigsten Punkte noch
einmal zusammengefasst sind.
4.1Erste Inbetriebnahme
Bei der ersten Fahrt und nach jedem Radwechsel die Radschrauben/Radmut-
tern nach 50 km nachziehen. Später von Zeit zu Zeit auf festen Sitz prüfen.
Anziehdrehmoment siehe Kapitel 14.
4Vor der Fahrt
Prüfen, ob die Beleuchtungsanlage des Zugfahrzeugs mit der Beleuchtungsan-
lage des Caravans übereinstimmt (siehe Kapitel 9) und ob das Zugfahrzeug eine
Nennspannung von 12 V liefert.
Mit dem Caravan wird ein Schlüsselsatz mitgeliefert.
Stets einen Ersatzschlüssel außerhalb des Fahrzeugs deponieren. Die jeweilige
Schlüsselnummer notieren. Bei Verlust können unsere autorisierten Handelspartner und Werkstätten weiterhelfen.
4.2Zulassung
Für den Caravan liegt eine EG-Typgenehmigung vor.
Ihr Caravan ist ein zulassungspflichtiges Fahrzeug. Für die Zulassung benötigen Sie
folgende Unterlagen:
den Fahrzeugbrief
eine Versicherungsbestätigung (Versicherungs-Doppelkarte)
den Personalausweis
ggf. eine Zulassungsvollmacht
einen Antrag auf Zulassung
Bitte beachten Sie, dass einige Länder trotz EU-Kennzeichentafel ein separates
Nationalitäts-Kennzeichen fordern.
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Vor der Fahrt
4
26Caravan - 09-12 - DE
4.3Ankuppeln
Beim An- oder Abkuppeln eines Anhängers ist Vorsicht geboten. Unfall- und
Verletzungsgefahr!
Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine Per-
sonen zwischen Zugfahrzeug und Anhänger aufhalten.
Zulässige Stützlast und Hinterachslast des Zugfahrzeugs beachten. Stützlast
und Hinterachslast dürfen nicht überschritten werden. Die Werte der Stützlast und der Hinterachslast den Fahrzeugpapieren und den Papieren der
Anhängerkupplung entnehmen.
Darauf achten, dass das Innere der Kupplung nicht verschmutzt ist und dass
die beweglichen Teile der Kupplung (nicht die Kugelaufnahme) geschmiert
sind.
Bei Verwendung einer Sicherheitskupplung die Kugel nicht schmieren. Die
Reibebeläge werden an die Kupplungskugel angepresst und erzeugen
dadurch ein Schlingerdämpfungsmoment. Diese Schlingerdämpfung ist nur
dann gewährleistet, wenn der Kupplungskopf am Zugfahrzeug von Fett und
anderen Rückständen gesäubert wird. Beim Abschmieren der Sicherheitskupplung darauf achten, dass kein Öl oder Fett auf die Reibebeläge gelangt.
Caravan mit Auflaufbremse: Caravan nicht mit aufgelaufener Bremse ankup-
peln oder abkuppeln.
Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelhals: Wenn der Kugelhals falsch
montiert ist, kann der Anhänger abreißen. Betriebsanleitung der Anhängerkupplung beachten.
Zum Ankuppeln des Fahrzeugs das Deichselstützrad nach unten kurbeln und
auf dem Boden aufsetzen.
Den Stabilisierungshebel der Sicherheitskupplung nicht als Rangierhilfe
benutzen.
Prüfen, ob der Anschluss-Stecker des Caravans in die Steckdose des Zugfahr-
zeugs passt. Wenn sich Anschluss-Stecker und Steckdose unterscheiden, bei
den autorisierten Handelspartnern und Werkstätten nach Adaptionsmöglichkeiten fragen.
Weitere Informationen zur Sicherheitskupplung der separaten Bedienungsan-
leitung des Herstellers entnehmen.
Ankuppeln: Den Caravan ankuppeln (siehe Abschnitt 4.4). Das Kupplungsmaul und die
Kugel müssen ineinander greifen und dürfen nicht lose aufeinander liegen. Das
Kupplungsmaul muss die Kugel vollständig umschließen.
Das Seil der Abreißbremse mit einer Schlaufe um den Kugelkopf der Anhänger-
vorrichtung des Zugfahrzeugs hängen. Dabei die Länge des Seils beachten: Das
Seil darf nicht auf dem Boden schleifen oder bei Kurvenfahrt die Bremsfunktion
auslösen.
Das Deichselstützrad ganz nach oben kurbeln. Dabei die Laufrolle parallel zur
Fahrtrichtung und zum Deichselkasten hin ausrichten.
Den Anschluss-Stecker des Caravans in die Steckdose des Zugfahrzeugs ste-
cken. Darauf achten, dass die Nasen des Schutzdeckels am Stecker eingreifen.
Die Nasen verhindern, dass sich der Stecker während der Fahrt löst.
Das Verbindungskabel in einer lockeren Schlinge über die Deichsel legen.
Darauf achten, dass es nicht auf dem Boden schleifen kann.
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Vor der Fahrt
4
27Caravan - 09-12 - DE
Prüfen, ob die Anhängerkupplung richtig auf der Kupplungskugel sitzt. Die
1
2
3
Sicherheitsanzeige beachten.
Prüfen, ob alle Kurbelstützen und das Deichselstützrad nach oben gekurbelt
sind.
Die Lichtanlage des Caravans bei angeschlossenem Zugfahrzeug prüfen.
4.4Anhängerkupplungen
Vor dem Ankuppeln sicherstellen, dass der Kugelkopf der Anhängervorrichtung
frei von Schmutz und Fett ist.
4.4.1Sicherheitskupplung AKS 3004
Bild 1Sicherheitskupplung AKS 3004
Ankuppeln: Stabilisierungshebel (Bild 1,1) bis zum Anschlag nach oben ziehen.
Kupplungsgriff (Bild 1,2) nach oben ziehen.
Geöffnete Sicherheitskupplung auf Anhängerkugel aufsetzen. Der Kupplungs-
griff rastet hörbar ein und geht in die Ausgangsstellung zurück.
Zusätzlich den Kupplungsgriff von Hand (nicht mit dem Fuß) nach unten drü-
cken. Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
Sichtkontrolle durchführen: Der grüne Zylinder der Sicherheitsanzeige (Bild 1,3)
muss sichtbar sein.
Die Stabilisierungseinrichtung aktivieren. Dazu den Stabilisierungshebel
(Bild 1,1) bis zum Anschlag nach unten drücken.
4.5Abkuppeln
Beim An- oder Abkuppeln eines Anhängers ist Vorsicht geboten. Unfall- und
Verletzungsgefahr!
Zusätzlich die Sicherheitshinweise für das Ankuppeln in dieser Bedienungs-
anleitung beachten.
Abkuppeln: Feststellbremse des Caravans anziehen.
An beiden Rädern die Unterlegkeile anlegen.
Den Anschluss-Stecker des Caravans aus der Steckdose des Zugfahrzeugs her-
ausziehen und in die Halterung an der Deichsel stecken.
Das Seil der Abreißbremse vom Zugfahrzeug entfernen.
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Vor der Fahrt
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28Caravan - 09-12 - DE
Das Deichselstützrad nach unten kurbeln, bis es fest auf dem Boden steht.
Anschließend die Anhängerkupplung lösen.
Mit Hilfe des Deichselstützrads die Deichsel so weit anheben, bis das Zugfahr-
zeug ohne Gefahr weggefahren werden kann.
4.6Zuladung
Das Überladen des Fahrzeugs und ein falscher Reifendruck können zum
Platzen der Reifen führen. Das Fahrzeug kann außer Kontrolle geraten.
In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse und
die Masse in fahrbereitem Zustand angegeben, nicht aber das tatsächliche
Gewicht des Fahrzeugs. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir, das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu wiegen.
Die in den Fahrzeugpapieren angegebene technisch zulässige Gesamtmasse
(zulässiges Gesamtgewicht) durch die Zuladung nicht überschreiten.
Eingebautes Zubehör und Sonderausstattungen reduzieren die Zuladung.
Die in den Fahrzeugpapieren angegebenen Achslasten einhalten.
Den Caravan so beladen, dass die Zugdeichsel am Kupplungskopf nicht über die
zulässige Stützlast nach unten gedrückt wird. Die schweren Gegenstände sollen
nahe der Achse liegen und ein Gewichtszentrum in der Wagenmitte bilden.
Beim Beladen des Caravans achten auf:
Maximal zulässige
Traglasten
4.6.1Begriffe
Technisch zulässige
Gesamtmasse in
beladenem Zustand
die maximal zulässige Anhängelast
die maximal zulässige Stützlast (z. B. 50 kg)
die Mindeststützlast von 25 kg nach StVZO
Diese Daten sind in der Betriebsanleitung des Zugfahrzeugs aufgeführt.
BezeichnungBelastung (kg)
Etagenbetten100
Klappbetten50
In der Technik hat der Begriff "Masse" mittlerweile den Begriff "Gewicht" abge-
löst. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist "Gewicht" aber noch der geläufigere
Begriff. Zum besseren Verständnis wird deshalb in den folgenden Abschnitten
der Begriff "Masse" nur in feststehenden Formulierungen verwendet.
Alle Angaben gemäß EU-Norm DIN EN 1645-2.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand ist das Gewicht, das
ein Fahrzeug nie überschreiten darf.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand setzt sich zusammen
aus der Masse in fahrbereitem Zustand und der Zuladung.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand (zulässige Gesamtmasse) wird vom Hersteller in den Fahrzeugpapieren im Feld F.1 angegeben.
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Vor der Fahrt
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29Caravan - 09-12 - DE
Masse in fahrbereitem
Zustand
Die Masse in fahrbereitem Zustand ist das Gewicht des fahrbereiten Serienfahrzeugs.
Die Masse in fahrbereitem Zustand setzt sich zusammen aus:
Leergewicht (Masse des leeren Fahrzeugs) mit der werkseitig eingebauten Seri-
enausstattung
Gewicht der Grundausstattung
Die Grundausstattung umfasst alle Ausrüstungsgegenstände und Flüssigkeiten,
die für die sichere und ordnungsgemäße Nutzung des Fahrzeugs notwendig sind.
Das Gewicht der Grundausstattung beinhaltet:
ein zu 90 % gefülltes Wassersystem (Wassertank und Leitungen)
zu 90 % gefüllte Gasflaschen
ein gefülltes Heizungssystem
ein gefülltes Toilettenspülsystem
die Versorgungsleitungen für die 230-V-Versorgung
den Einbausatz für eine Zusatzbatterie, wenn eine Zusatzbatterie möglich ist
Der Abwassertank und der Fäkalientank sind leer.
Beispiel zur Berechnung
der Grundausstattung
mit zwei Gasflaschen
Beispiel zur Berechnung
der Grundausstattung
mit einer Gasflaschen
ZuladungDie Zuladung setzt sich zusammen aus:
Wassertank mit 40 l40 kg
Toilettenspültank mit 10 l+ 10 kg
Gasflaschen (2 x 11 kg
230-V-Versorgungsleitung+ 4 kg
Einbausatz Zusatzbatterie+ 20 kg
Summe= 124 kg
Wassertank mit 40 l40 kg
Toilettenspültank mit 10 l+ 10 kg
Gasflaschen (1 x 5 kg
230-V-Versorgungsleitung+ 4 kg
Einbausatz Zusatzbatterie+ 20 kg
Summe= 85 kg
+ 2 x 14 kg
Gas
+ 1 x 6 kg
Gas
)+ 50 kg
Flasche
)+ 11 kg
Flasche
Die Masse in fahrbereitem Zustand wird vom Hersteller in den Fahrzeugpapieren
im Feld G angegeben.
Zusatzausstattung
persönliche Ausrüstung
Erläuterungen zu den einzelnen Bestandteilen der Zuladung finden Sie im nachfolgenden Text.
Die Zuladung des Fahrzeugs kann erhöht werden, indem die Masse im fahrbe-
reiten Zustand vermindert wird. Dazu ist es zum Beispiel erlaubt, die Flüssigkeitsbehälter zu entleeren oder die Gasflaschen zu entnehmen.
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Vor der Fahrt
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30Caravan - 09-12 - DE
ZusatzausstattungZur Zusatzausstattung gehören Zubehör und Sonderausstattungen. Beispiele für
Für die persönliche Ausrüstung muss der Hersteller nach geltenden Bestimmungen mindestens ein Gewicht vorsehen, das nach der folgenden Formel ermittelt wird:
FormelMindestgewicht M (kg) = 10 x N + 10 x L + 30
ErklärungN = max. Anzahl der Betten, nach Herstellerangabe
L = Gesamtlänge des Caravans in Metern, außer der Deichsel
BeispielCaravan mit 4 Betten und mit einer Länge von 5 m:
Mindestgewicht M (kg) = 10 x 4
Betten
+ 10 x 5
Meter
+ 30 = 120 kg
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Vor der Fahrt
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31Caravan - 09-12 - DE
4.6.2Berechnung der Zuladung
Die werkseitige Berechnung der Zuladung erfolgt zum Teil auf der Basis von
pauschalisierten Gewichten. Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand darf aus Sicherheitsgründen aber in keinem Fall überschritten werden.
In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse und
die Masse in fahrbereitem Zustand angegeben, nicht aber das tatsächliche
Gewicht des Fahrzeugs. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir, das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu wiegen.
Die Zuladung (siehe Abschnitt 4.6.1) ist der Gewichtsunterschied zwischen
der technisch zulässigen Gesamtmasse in beladenem Zustand und
der Masse des Fahrzeugs in fahrbereitem Zustand.
Masse in fahrbereitem Zustand einschließlich Grundausstattung gemäß Fahrzeugpapieren Feld G
ergibt als erlaubte Zuladung300
Zusatzausstattung- 40
ergibt für die persönliche Ausrüstung= 260
Die Berechnung der Zuladung aus der Differenz zwischen der technisch zulässigen
Gesamtmasse in beladenem Zustand und der vom Hersteller angegebenen Masse
in fahrbereitem Zustand ist jedoch nur ein theoretischer Wert.
Nur wenn das Fahrzeug mit gefüllten Tanks, gefüllten Gasflaschen und kompletter
Zusatzausstattung auf einer öffentlichen Waage gewogen wird, kann die tatsächliche Zuladung ermittelt werden.
Die Differenz zwischen der technisch zulässigen Gesamtmasse in beladenem
Zustand und dem gewogenen Gewicht des Fahrzeugs ergibt die tatsächliche Zuladung.
Das Ergebnis ist das Gewicht, das an persönlicher Ausrüstung tatsächlich zugeladen werden kann.
1500
- 1200
Berechnung
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Vor der Fahrt
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32Caravan - 09-12 - DE
4.6.3Caravan richtig beladen
Die technisch zulässige Gesamtmasse nie überschreiten.
Die Ladung gleichmäßig auf die linke und die rechte Fahrzeugseite verteilen.
Alle Gegenstände so verstauen, dass sie nicht verrutschen können.
Schwere Gegenstände (Vorzelt, Konserven u. Ä.) in Achsnähe verstauen.
Zum Verstauen schwerer Gegenstände eignen sich vor allem tiefer gelegene
Stauräume, deren Türen sich nicht in Fahrtrichtung öffnen lassen.
Leichtere Gegenstände (Wäsche) in die Dachstauschränke stapeln.
Den Caravan nie hecklastig beladen.
Die empfohlene Anordnung der Zuladung lässt sich nicht konsequent durchführen, weil die Staumöglichkeiten im gesamten Caravaninnern verteilt sind.
Darauf achten, dass schwere Teile in Achsnähe und im unteren Bereich, d. h. dicht
über dem Fahrzeugboden, verstaut werden. Schwere Gegenstände (Vorzelt, Konserven u. Ä.) eventuell im Zugfahrzeug verstauen.
Bild 2Falsche Gewichtsverteilung
Falsch beladenAuseinander liegende Lasten (Bild 2) ergeben Schleuderneigung. Dachlasten ver-
schlechtern die Fahreigenschaften und setzen den Schwerpunkt nach oben.
Dadurch wird die Schleuderneigung verstärkt.
Bild 3Richtige Gewichtsverteilung
Richtig beladenSchwere Gegenstände wie Vorzelt, Konserven u. Ä. nicht im Caravan, sondern im
Zugfahrzeug unterbringen. Fahrräder auf dem Dach des Zugfahrzeugs befestigen.
Alle Lasten nahe der Achse verstauen (Bild 3).
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Vor der Fahrt
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33Caravan - 09-12 - DE
4.6.4Anhänge-, Stütz- und Achslast
Wenn der Caravan für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h zugelassen
ist, immer die maximal mögliche Stützlast einstellen.
Die Stützlast des Caravans darf maximal 100 kg betragen.
Wichtig für die Wahl von Zugfahrzeug und Anhänger sind Angaben, die in den
Fahrzeugpapieren aufgeführt sind.
Zur Tempo-100-Regelung siehe auch Abschnitt 5.1.
1 Anhängelast
2 Stützlast
3Achslast
Bild 4Anhänge-, Stütz-, Achslast
AnhängelastDie in den Fahrzeugpapieren angegebene Anhängelast (Bild 4,1) des Zugfahr-
zeugs gibt Auskunft darüber, welches Maximalgewicht das Zugfahrzeug ziehen
darf. Die Anhängelast bezieht sich auf das tatsächliche Gewicht des Caravans und
nicht auf die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans.
BeispielDas Zugfahrzeug darf 1200 kg ziehen. Wenn der Caravan eine technisch zulässige
Gesamtmasse von 1200 kg hat und tatsächlich 900 kg wiegt, kann man ihn mit weiteren 300 kg beladen. Wenn dagegen der Caravan eine technisch zulässige
Gesamtmasse von 1400 kg hat, darf er nur bis maximal 1200 kg beladen werden.
StützlastDie Stützlast (Bild 4,2) gibt an, mit welchem Gewicht die Deichsel des Caravans auf
die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs drücken darf. Angaben darüber finden
sich in der Beschreibung der Anhängerkupplung und in den Fahrzeugpapieren.
Eine Anhängerkupplung, die eine zulässige Stützlast von 50 kg hat, darf also keinen
beladenen Caravan mit einer Stützlast von 75 kg tragen. Zusätzlich muss die Stützlast bei der technisch zulässigen Gesamtmasse des Zugfahrzeugs berücksichtigt
werden. Gegebenenfalls muss die Zuladung im Zugfahrzeug um den Betrag der
Stützlast reduziert werden.
Die technisch zulässige Gesamtmasse für das Zugfahrzeug und für den Caravan nie
überschreiten.
Nur wenn die Stützlast optimal auf die Kombination aus Zugfahrzeug und Caravan
abgestimmt ist, erreicht das Gespann seine größte Fahrstabilität und Straßenverkehrssicherheit. Die optimale Stützlast ist gleichzeitig die maximal mögliche Stützlast.
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Vor der Fahrt
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34Caravan - 09-12 - DE
Den Fahrzeugpapieren und der Beschreibung der Anhängerkupplung die
Angaben über die maximal zulässige Stützlast entnehmen.
Wenn in den Fahrzeugpapieren und in der Beschreibung der Anhängerkupp-
lung unterschiedliche Werte angegeben sind: Den niedrigsten Wert wählen.
Dieser Wert ist die maximal mögliche Stützlast für das Gespann.
Die Stützlast vor jeder Fahrt prüfen, z. B. mit einer Stützlastwaage. Um einen
korrekten Wert zu erhalten, die Stützlastwaage senkrecht unter dem Kupplungsmaul positionieren und die Deichsel des Caravans waagrecht stellen.
Die Zuladung im Caravan so verteilen, dass die gemessene Stützlast der
maximal möglichen Stützlast möglichst nahe kommt. Die maximal mögliche
Stützlast dabei nicht überschreiten.
AchslastDie Achslast (Bild 4,3) ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren des Zugfahrzeugs
angegeben und weist die zulässige Höchstlast für Vorder- und Hinterachse aus. Die
Achslast darf durch einen Anhänger nicht überschritten werden. Wo welche Kräfte
im Gespann wirken, zeigt die oben stehende Zeichnung.
4.6.5Dachlasten
Das Dach nur betreten, wenn eine Dachreling angebaut ist. Nur über die
Leiter am Heck auf das Dach steigen.
Die Leiter nur dann betreten, wenn die hinteren Kurbelstützen ausgefahren
sind oder der Caravan am Zugfahrzeug angekuppelt ist oder der Caravan
hinten kippsicher unterbaut ist. Der Caravan kann sonst nach hinten kippen.
Absturzgefahr!
Vorsicht beim Betreten der Leiter. Es besteht Rutschgefahr bei feuchter oder
vereister Leiter.
Vorsicht beim Betreten des Daches. Es besteht Rutschgefahr bei feuchtem
oder vereistem Dach.
Das Dach nicht zu schwer beladen. Mit zunehmender Dachlast verschlech-
tern sich das Fahrverhalten und das Bremsverhalten.
Wenn das Fahrzeug mit einer Dachreling ausgestattet ist, können an der Dach-
reling Lastenträger für Dachlasten befestigt werden (z. B. für Surfbrett,
Schlauchboot oder leichte Kanus). Spezielle Trägersysteme sind als Zubehör
von Fremdherstellern erhältlich.
Die maximal zulässige Dachlast beträgt 100 kg.
Das Dach des Fahrzeugs ist nicht für eine Punktbelastung ausgelegt. Vor dem
Betreten des Daches den Trittbereich großflächig abdecken. Geeignet sind
Materialien mit einer glatten oder weichen Oberfläche wie z. B. eine dicke Styroporplatte.
Dachlasten sicher mit Spanngurten verzurren. Keine Gummiexpander ver-
wenden.
Die Gesamthöhe des Fahrzeugs bei beladenem Dachgepäckträger beachten.
Im Zugfahrzeug eine Notiz mit der Gesamthöhe gut sichtbar anbringen. Bei
Brücken und Durchfahrten muss dann nicht mehr gerechnet werden.
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Vor der Fahrt
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35Caravan - 09-12 - DE
4.7PVC-Fußbodenbelag
Schuhe mit spitzen Absätzen können bleibende Druckstellen im PVC-Fußbo-
denbelag hinterlassen. Daher im Fahrzeug keine Schuhe mit spitzen Absätzen
tragen.
Aufgelegte Gummimatten bzw. längeres Einwirken z. B. von Ketchup, Möhren-
saft, Kugelschreibertinte, Blut oder Lippenstift können zu Verfärbungen des
PVC-Bodenbelags führen. Flecken auf dem Boden möglichst immer sofort entfernen.
4.8Fernsehgerät
Vor Fahrtbeginn das Fernsehgerät von der Auflage entfernen und sicher ver-
stauen.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition bringen und sichern. Falls die Bildschirmhalterung in einen
TV-Schrank eingebaut ist: TV-Schrank schließen.
Vor jeder Fahrt prüfen, ob sich die Antenne in Parkposition befindet. Unfall-
gefahr! Parkposition heißt: Die Antenne zeigt nach hinten, ist ganz abgesenkt und ist in dieser Position verriegelt.
Weitere Informationen zum Positionieren des Flachbildschirms siehe Kapitel 7.
Halterung im TV-SchrankDer Flachbildschirm ist im TV-Schrank an einem Auszug befestigt.
Bild 5Halterung im TV-Schrank
Flachbildschirm verstauen:
Flachbildschirm in Ausgangsstellung drehen und ggf. einrasten lassen.
Halterung für den Flachbildschirm am Griffstück (Bild 5,1) hineinschieben, bis
der Riegel (Bild 5,2) einschnappt.
TV-Schrank schließen.
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Vor der Fahrt
4
36Caravan - 09-12 - DE
Halterung mit GelenkarmDer Flachbildschirm ist an einem Gelenkarm befestigt.
Bild 6Halterung mit Gelenkarm
Flachbildschirm verstauen:
Halterung mit SchwenkarmDer Flachbildschirm ist an einem Schwenkarm befestigt.
Flachbildschirm verstauen:
Flachbildschirm in Ausgangsstellung zurückschwenken und einrasten lassen.
Bild 7Halterung mit Schwenkarm
Flachbildschirm in Ausgangsstellung zurückschwenken, bis die beiden Entrie-
gelungsknöpfe (Bild 7,1 und 2) einrasten.
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Vor der Fahrt
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37Caravan - 09-12 - DE
4.9Verkehrssicherheit
Zugfahrzeug mit
Caravan
Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck
prüfen. Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und
kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen führen. Das Fahrzeug
kann außer Kontrolle geraten.
Vor Fahrtbeginn Checkliste durcharbeiten:
Nr.Prüfungengeprüft
1Alle Fahrzeugpapiere sind an Bord
2Zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht
3Stützlast nicht über- oder unterschritten
4Reifen in ordnungsgemäßem Zustand
5Beleuchtungseinrichtung funktioniert
6Auflaufbremse funktioniert
7Bremsen reagieren gleichmäßig
8Gespann bleibt beim Bremsen in der Spur
9Gesamthöhe festgestellt und notiert. Die Höhenangabe im Zug-
fahrzeug griffbereit aufbewahren
Wasseranlage
Wohnaufbau
Wohnaufbau außen
Wohnaufbau innen
10Fahrbarer Abwassertank im Gaskasten verstaut und gesichert
11Wasseranlage bei Frostgefahr geleert. Wasserhähne und Ablass-
hähne offen
12Markise ganz eingedreht
13Dach schnee- und eisfrei (im Winter)
14Außenanschlüsse getrennt und Leitungen verstaut
15Externe Stützen entfernt
16Kurbelstützen und Deichselstützrad ganz nach oben gekurbelt
17Unterlegkeile entfernt und verstaut
18Eintrittstufe sicher verstaut
19Außenklappen geschlossen und verriegelt
20Auffahrrampe eingeschoben und gesichert
21Eingangstür verschlossen
22Fenster und Dachhauben geschlossen und verriegelt
23Fernsehgerät im TV-Schrank befestigt oder von der Auflage ent-
fernt und sicher verstaut
24Fernsehantenne eingezogen (sofern eingebaut)
25Lose Teile verstaut oder befestigt
26Offene Ablagen abgeräumt
27Im Dachschrank der Vorzeltleuchte keine Gaskartuschen oder an-
dere leicht entflammbare Materialien gelagert
28Kühlschranktür gesichert
29Kühlschrank auf 12-V-Betrieb umgestellt
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Vor der Fahrt
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38Caravan - 09-12 - DE
Nr.Prüfungengeprüft
30Alle Schubladen und Klappen geschlossen
31Innentüren und Tisch gesichert
32Wohnraumtisch in die untere Halteschiene eingehängt
33Hubtisch abgesenkt und an den Sitzbänken befestigt
34Klappbare Betten oder verstellbare Betten gesichert
Gasanlage
Elektrische Anlage
35Gasflaschen im Gaskasten verdrehsicher festgezurrt
36Schutzkappe auf Gasflasche aufgesetzt
37Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventile ge-
schlossen
38Batteriespannung der Wohnraumbatterie (siehe Kapitel 9) prüfen.
Wird am Panel eine zu geringe Batteriespannung angezeigt, muss
die Wohnraumbatterie nachgeladen werden. Die Hinweise im Kapitel 9 beachten
Reise mit voll geladener Wohnraumbatterie beginnen.
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Während der Fahrt
5
39Caravan - 09-12 - DE
Kapitelübersicht
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Fahren mit dem Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Fahrgeschwindigkeit
die Bremsen
das Rückwärtsfahren
5.1Caravanbetrieb
Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten.
Die Caravans sind konstruktiv für eine technisch zulässige Höchstgeschwin-
digkeit von 100 km/h ausgelegt. Deshalb niemals schneller als 100 km/h
fahren.
Die Geschwindigkeitsbeschränkungen der einzelnen Länder immer
beachten (siehe Kapitel 17).
Wesentliche Abweichungen beim Fahren mit dem Caravan gegenüber dem
Fahren ohne Caravan sind die größere Fahrzeugbreite und Fahrzeuglänge, eine
geringere Beschleunigung und der längere Bremsweg. Deshalb die Fahrweise auf
das veränderte Fahrverhalten beim Fahren mit dem Caravan einstellen.
Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne in Deutschland beträgt zurzeit 80 km/h.
Unter den folgenden Voraussetzungen kann auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen
mit 100 km/h gefahren werden:
5Während der Fahrt
Der Caravan ist technisch für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h ausge-
legt.
Die technisch zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs überschreitet nicht
3,5 t.
Das Zugfahrzeug ist mit ABS oder ABV ausgestattet.
Die Reifen des Caravans sind jünger als 6 Jahre (siehe Kapitel 14).
Die Reifen des Caravans tragen mindestens das Geschwindigkeits-Symbol "L"
(siehe Kapitel 14).
Der Caravan ist mit hydraulischen Achsstoßdämpfern ausgestattet.
Die Stützlast entspricht der maximal möglichen Stützlast (siehe
Abschnitt 4.6.4).
Die bei der Zulassungsstelle erhältliche Tempo-100-Plakette ist an der Rück-
seite des Caravans angebracht.
Die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans übersteigt nicht die Masse
im fahrbereiten Zustand des Zugfahrzeugs.
Der Caravan ist ausgestattet mit einer Sicherheitskupplung gemäß ISO 11555-1
oder mit einer anderen technischen Einrichtung, deren Betriebserlaubnis einen
sicheren Betrieb bis 120 km/h bestätigt.
Wahlweise kann das Zugfahrzeug mit einem speziellen elektronischen, fahrdynamischen Stabilitäts-System für den Anhängerbetrieb ausgestattet sein. Über
das Stabilitäts-System muss eine Bestätigung des Herstellers vorliegen und es
muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein.
Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass die Voraussetzungen für eine
Fahrt mit 100 km/h erfüllt sind.
Wenn der Caravan bereits vom Hersteller für Tempo-100-Regelung ausgelegt
ist, ist dies in den Zulassungsdokumenten des Caravans vermerkt.
Die Bescheinigung für die Zulassung zur Tempo-100-Regelung während der
Fahrt immer mitführen.
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Während der Fahrt
5
40Caravan - 09-12 - DE
5.2Bremsen
Mängel an der Bremsanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt
beheben lassen.
Zu Beginn jeder FahrtZu Beginn jeder Fahrt durch eine Test-Bremsung prüfen:
Funktioniert die Auflaufbremse?
Reagieren die Bremsen gleichmäßig?
Bleibt das Gespann beim Bremsen in der Spur?
5.3Rückwärtsfahrt
Beim Rückwärtsfahren reagiert der Caravan genau entgegengesetzt den Lenk-
bewegungen des Zugfahrzeugs. Wenn Sie mit dem Zugfahrzeug nach links einschlagen, läuft der Caravan nach rechts!
Nie ohne zweite Person als Einweiser zurücksetzen.
Bei allen Modellen mit Rückfahrautomatik ist ein Zurücksetzen des Caravans problemlos möglich. Zusätzlich zum Rollwiderstand eine Restbremskraft berücksichtigen.
Rückwärts fahren:
Bild 8AnfahrtBild 9Links einschlagen
So weit an die Einfahrt fahren, bis das Heck des Caravans etwa auf der Höhe der
Einfahrt ist (Bild 8).
Bei stehendem Gespann nach links einschlagen (Bild 9).
Vorsichtig rückwärts fahren. Der Caravan schwenkt nach rechts.
Bild 10AnfahrtBild 11Rechts einschlagen
Der Winkel zwischen den Fahrzeugen darf nicht zu eng werden, da sonst die
Ecken aneinander stoßen. Dabei können die Fahrzeuge erheblich beschädigt
werden. Einweisen lassen!
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Während der Fahrt
5
41Caravan - 09-12 - DE
Sobald beide Fahrzeuge in einem Winkel von ca. 120° zueinander stehen,
anhalten (Bild 10).
Nach rechts einschlagen und vorsichtig rückwärts fahren (Bild 11).
Weiter rückwärts fahren, ggf. mit dem Lenkrad leicht korrigieren.
Auf den letzten 2 bis 3 m nochmals nach links einschlagen, damit das Gespann
gerade steht.
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Während der Fahrt
5
42Caravan - 09-12 - DE
Page 43
Caravan aufstellen
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43Caravan - 09-12 - DE
Kapitelübersicht
1
1
2
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Aufstellen des Fahrzeugs.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Feststellbremse
die Unterlegkeile
die Bedienung der Stützen
die Eintrittstufe
den fahrbaren Abwassertank
den 230-V-Anschluss
den Kühlschrank
Das Fahrzeug so aufstellen, dass es möglichst waagrecht steht. Das Fahrzeug
gegen Wegrollen sichern.
Tiere (insbesondere Mäuse) können im Wageninneren erhebliche Schäden
anrichten. Um dies zu vermeiden, das Fahrzeug nach dem Aufstellen regelmäßig auf Schäden oder entsprechende Spuren von Tieren untersuchen.
6.1Feststellbremse
Beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststellbremse fest anziehen.
Zum Lösen den Bremshebel (Bild 12,1) nach oben ziehen und dann absenken.
Zum Lösen auf den Sicherungsknopf (Bild 13,1) drücken und den Bremshebel
(Bild 13,2) absenken.
Vor dem Lösen der Feststellbremse den Bremshebel leicht anheben. So lässt
sich der unter Federdruck stehende Sicherungsknopf leichter eindrücken.
Bei Frostgefahr die Feststellbremse ab und zu lösen und wieder anziehen. So
wird ein Festfrieren oder Festrosten vermieden. Vor dem Lösen der Feststellbremse das Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
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Caravan aufstellen
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44Caravan - 09-12 - DE
6.2Unterlegkeile
Selbst bei leichten Steigungen oder Gefällen die beiden Unterlegkeile verwenden.
Die Unterlegkeile befinden sich jeweils im Gaskasten des Caravans.
Bild 14Unterlegkeil
Entnehmen:
6.3Kurbelstützen
Den Haltebügel (Bild 14,2) nach unten schwenken.
Den Unterlegkeil (Bild 14,1) aus der Halterung nehmen.
Die angebauten Kurbelstützen nicht als Wagenheber verwenden. Die Kurbel-
stützen dienen nur der Stabilisierung des abgestellten Fahrzeugs.
Die Fahrzeugräder dürfen nicht entlastet werden.
Beim Aufstellen des Fahrzeugs darauf achten, dass die Kurbelstützen gleich-
mäßig belastet werden.
Die Kurbelstützen vor dem Wegfahren bis zum Anschlag nach oben drehen.
Bei weichem oder nachgiebigem Untergrund eine großflächige Platte unter die
Stützen legen, um ein Einsinken in den Untergrund zu vermeiden.
Zur Stabilisierung des abgestellten Caravans die serienmäßig angebauten Kurbelstützen verwenden.
Mit Hilfe des Deichselstützrads den Caravan waagrecht stellen. Zur Kontrolle eine
kleine Wasserwaage verwenden.
Nachdem der Caravan vollständig waagrecht steht, die Kurbelstützen herunterkurbeln.
Die Spindel der Kurbelstützen nicht einfetten. Kurbelstütze mit handelsübli-
chem Teflon-Spray einsprühen.
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Caravan aufstellen
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45Caravan - 09-12 - DE
Bild 15Kurbelstütze heruntergekurbelt
Herunterkurbeln: Die serienmäßig beigelegte Handkurbel auf den Sechskant (Bild 15,1) der Kur-
belstütze (Bild 15,2) stecken.
Die Handkurbel im Uhrzeigersinn drehen.
Die Kurbelstütze wird nach unten geschwenkt.
Nach oben kurbeln:
6.4Eintrittstufe (frei stehend)
Die Handkurbel entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
Die Kurbelstütze wird nach oben geschwenkt.
Darauf achten, dass die Eintrittstufe auf festem und ebenem Boden steht. So
wird ein Umkippen der Eintrittstufe vermieden.
Eintrittstufe nicht an den Kanten betreten. Rutschgefahr!
Eintrittstufe am Boden verankern, z. B. mit Zeltheringen. Die Eintrittstufe
kann dann nicht wegrutschen.
Bild 16Eintrittstufe (frei stehend)
Die Eintrittstufe (Bild 16,1) vor den Eingang des Caravans stellen.
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Caravan aufstellen
6
46Caravan - 09-12 - DE
6.5Abwassertank, fahrbar
Bild 17Abwassertank, fahrbar
Der Abwassertank (Bild 17,1) wird während der Fahrt im Gaskasten des Caravans
aufbewahrt. Das Ablaufrohr (Bild 17,3) des Caravans befindet sich am Fahrzeugboden in Fahrtrichtung links.
Bevor die Wasseranlage benutzt wird: Abwassertank so unter den Caravan stellen,
dass die Öffnung (Bild 17,2) des Abwassertanks unter dem Ablaufrohr steht.
6.6230-V-Anschluss
Das Fahrzeug kann an eine 230-V-Versorgung angeschlossen werden (siehe
Kapitel 9).
6.7Kühlschrank
Der 12-V-Betrieb des Kühlschranks funktioniert bereits, sobald ein Zugfahrzeug
angeschlossen ist. Wenn der Fahrzeugmotor abgestellt ist, den Kühlschrank auf
230-V-Betrieb oder Gasbetrieb umstellen, um die Batterie nicht zu entladen.
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Wohnen
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47Caravan - 09-12 - DE
Kapitelübersicht
1
2
3
1
2
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Wohnen im Fahrzeug.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
das Öffnen und Schließen der Türen und Außenklappen
das Heizen des Fahrzeugs
das Lüften des Fahrzeugs
das Öffnen und Schließen der Fenster und Rollos
das Öffnen und Schließen der Dachhauben
das Umbauen von Tischen
das Positionieren des Fernsehgeräts
die Leuchten
das Vergrößern der Sitzgruppen
die Benutzung der Betten
7.1Türen
Nur mit verriegelten Türen fahren.
Das Verriegeln der Türen kann verhindern, dass sich die Türen von selbst öffnen,
z. B. bei einem Unfall.
Verriegelte Türen verhindern auch das ungewollte Eindringen von außen, z. B.
bei Ampelstopp.
Beim Verlassen des Fahrzeugs immer die Türen verriegeln.
Bei Eingangstüren mit Linksanschlag erfolgt das Verriegeln und Öffnen spiegel-
bildlich zur dargestellten Eingangstür.
7Wohnen
7.1.1Eingangstür, außen (Drehgriff)
Bild 18Türschloss Eingangstür, außen,
öffnen
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder stecken und im Uhrzeigersinn drehen (Bild 18,1),
bis das Türschloss entriegelt ist.
Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen (Bild 18,2) und abziehen.
Türknauf im Uhrzeigersinn drehen (Bild 18,3), bis Türschloss entriegelt ist.
Verriegeln:
Schlüssel in Schließzylinder stecken und eine viertel Umdrehung entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen (Bild 19,1).
Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen (Bild 19,2) und abziehen.
Bild 19Türschloss Eingangstür, außen,
verriegeln
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Wohnen
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48Caravan - 09-12 - DE
7.1.2Eingangstür, außen (Klappgriff)
Bild 20Türschloss, außen
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder (Bild 20,1) stecken und im Uhrzeigersinn drehen,
bis das Türschloss entriegelt ist.
Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
Am Türgriff (Bild 20,2) ziehen. Die Tür ist geöffnet.
Verriegeln:
Schlüssel in Schließzylinder (Bild 20,1) stecken und entgegen dem Uhrzeiger-
sinn drehen, bis das Türschloss verriegelt ist.
Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
7.1.3Eingangstür, innen
Bild 21Türschloss Eingangstür, innen,
Öffnen: Den Türgriff (Bild 21,1) nach unten drücken.
Verriegeln:
Den Türgriff (Bild 22,1) ca. 45° nach oben drücken und in dieser Stellung stehen
offen
lassen.
Bild 22Türschloss Eingangstür, innen,
verriegelt
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Wohnen
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49Caravan - 09-12 - DE
7.1.4Eingangstür, geteilt
Die geteilte Eingangstür kann mit den Verriegelungshebeln so eingestellt werden,
dass nur das Oberteil der Eingangstür zu öffnen ist. Das Unterteil der Eingangstür
bleibt verschlossen.
Türoberteil öffnen:
7.1.5Insektenschutz an der Eingangstür, ausziehbar
Bild 23Verriegelungshebel am Türun-
terteil
Das Türunterteil verriegeln. Dazu Verriegelungshebel (Bild 23,1) eine viertel
Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen.
Türoberteil öffnen.
Bei Eingangstüren mit Rechtsanschlag erfolgt das Verriegeln und Öffnen spie-
gelbildlich zur dargestellten Eingangstür.
Den Insektenschutz ganz öffnen, bevor die Eingangstür geschlossen wird.
Bild 24Insektenschutz
Schließen: Insektenschutz an der Leiste (Bild 24,1) ganz herausziehen.
Öffnen:
Insektenschutz an der Leiste (Bild 24,1) in Ausgangsstellung zurückschieben.
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Wohnen
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50Caravan - 09-12 - DE
7.1.6Verdunklungsrollo Eingangstür (Variante 1)
Das Verdunklungsrollo der Eingangstür befindet sich im oberen Rollokasten.
Bild 25Verdunklungsrollo
Schließen:
Öffnen:
Das Verdunklungsrollo am Griff (Bild 25,2) nach unten ziehen und einrasten
lassen.
Das Verdunklungsrollo am Griff (Bild 25,2) leicht nach unten ziehen und die Ent-
riegelungsleiste (Bild 25,1) nach außen drücken. Die Verriegelung (Bild 25,4)
löst sich aus der Aufnahme (Bild 25,3).
Das Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
7.1.7Verdunklungsrollo Eingangstür (Variante 2)
In die Eingangstür ist ein Fenster mit einer Faltverdunklung integriert.
Bild 26Faltverdunklung
Schließen:
Öffnen:
Die Faltverdunklung (Bild 26,2) in der Mitte der Griffleiste (Bild 26,1) fassen, von
unten nach oben ziehen und auf der gewünschten Höhe loslassen. Die Faltverdunklung bleibt in dieser Höhe stehen.
Die Faltverdunklung in der Mitte der Griffleiste fassen und nach unten schieben.
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Wohnen
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51Caravan - 09-12 - DE
7.2Außenklappen
Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser verrie-
geln.
Zum Öffnen und Schließen der Außenklappe alle Schlösser öffnen oder
schließen, die an der Außenklappe angebaut sind.
Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Außenklappen schließen.
Die am Fahrzeug angebauten Außenklappen sind mit einheitlichen Schließzylindern ausgestattet. Deshalb können alle Schlösser mit demselben Schlüssel
geöffnet werden.
7.2.1Klappenschloss mit Griffschale
Zum Öffnen der Außenklappe alle Schlossgriffe gleichzeitig ziehen, die an der
Außenklappe angebaut sind.
Bild 27Klappenschloss mit Griffschale
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder (Bild 27,1) stecken und eine viertel Umdrehung
drehen. Das Klappenschloss ist entriegelt.
Schlüssel abziehen.
Am Schlossgriff (Bild 27,2) ziehen. Die Außenklappe ist geöffnet.
Schließen:
Außenklappe vollständig schließen.
Schlüssel in Schließzylinder stecken und eine viertel Umdrehung drehen. Das
Klappenschloss ist verriegelt.
Schlüssel abziehen.
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Wohnen
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52Caravan - 09-12 - DE
7.2.2Klappenschloss, ellipsenförmig
Bei Regen kann Wasser in das geöffnete Klappenschloss eindringen. Deshalb
den Schlossgriff schließen.
Bild 28Klappenschloss, ellipsenförmig,
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder (Bild 28,1) stecken und eine viertel Umdrehung ent-
Schlüssel abziehen.
Schlossgriff eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Das
Schließen:
Außenklappe vollständig schließen.
Schlossgriff im Uhrzeigersinn drehen, bis er waagrecht steht. Das Klappen-
Schlüssel in Schließzylinder stecken.
Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel eindrücken und Schlüssel eine viertel
Schlüssel abziehen.
verschlossen
gegen dem Uhrzeigersinn drehen. Schlossgriff (Bild 28,2) schnappt heraus.
Klappenschloss ist geöffnet.
schloss ist jetzt eingerastet, jedoch noch nicht verriegelt.
Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen. Der Schlossgriff bleibt verriegelt.
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Wohnen
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53Caravan - 09-12 - DE
7.2.3Klappenschloss, rechteckig
12
Bild 29Klappenschloss, rechteckig, ver-
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder (Bild 29,1) stecken und eine viertel Umdrehung
Schlüssel abziehen.
Schlossgriff eine viertel Umdrehung drehen. Das Klappenschloss ist geöffnet.
Schließen:
Außenklappe vollständig schließen.
Schlossgriff drehen, bis er waagrecht steht. Das Klappenschloss ist jetzt einge-
Schlüssel in Schließzylinder stecken.
Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel eindrücken und Schlüssel eine viertel
Schlüssel abziehen.
schlossen
drehen. Schlossgriff (Bild 29,2) schnappt heraus.
rastet, jedoch noch nicht verschlossen.
Umdrehung drehen. Der Schlossgriff bleibt verriegelt.
7.2.4Klappenschloss mit Druckknöpfen
Schließen:
Bild 30Klappenschloss mit Knöpfen,
verschlossen
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder (Bild 30,3) stecken und eine viertel Umdrehung
drehen.
Schlüssel abziehen.
Die drei Druckknöpfe (Bild 30,1, 3 und 4) eindrücken.
Außenklappe (Bild 30,2) vollständig schließen, bis sie hörbar einrastet.
Schlüssel in Schließzylinder (Bild 30,3) stecken und eine viertel Umdrehung
drehen. Das Schloss ist verriegelt.
Schlüssel abziehen.
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54Caravan - 09-12 - DE
7.2.5Klappe für Toiletten-Kassette
Bild 31Klappe für Toiletten-Kassette
Öffnen: Schlüssel in Schließzylinder des Druckschlosses (Bild 31,1) stecken und eine
viertel Umdrehung drehen.
Schlüssel abziehen.
Beide Druckschlösser (Bild 31,2) gleichzeitig mit dem Daumen drücken und
Klappe für Toiletten-Kassette öffnen.
Schließen:
Klappe für Toiletten-Kassette schließen und zudrücken.
Schlüssel in Schließzylinder (Bild 31,1) stecken und eine viertel Umdrehung
drehen.
Schlüssel abziehen.
7.2.6Außenklappe 230-V-Anschluss
Bild 32Außenklappe 230-V-Anschluss
Öffnen: Außenklappe (Bild 32,1) nach oben schwenken.
Schließen:
Außenklappe (Bild 32,1) nach unten schwenken und zudrücken.
7.3Heizen
Bei Heizbetrieb wird das Abgasrohr im Kleiderschrank heiß. Deshalb keine
hitzeempfindlichen Kleidungsstücke in unmittelbarer Nähe des Abgasrohres
aufbewahren (siehe auch Kapitel 10).
Die Bedienung der Heizung ist im Kapitel 10 beschrieben.
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55Caravan - 09-12 - DE
7.4Lüften
Der Sauerstoff im Fahrzeuginneren wird durch die Atmung und durch den
Betrieb von gasbetriebenen Einbaugeräten verbraucht. Daher muss der Sauerstoff ständig ersetzt werden. Zu diesem Zweck sind im Fahrzeug Zwangslüftungen (z. B. Dachhauben mit Zwangslüftung, Pilzdachlüfter oder
Bodenlüfter) eingebaut. Zwangslüftungen weder von innen noch von außen
abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von
Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch erhöhten CO
Gehalt.
Bei bestimmten Witterungsverhältnissen kann trotz ausreichender Belüftung
an metallischen Gegenständen Kondenswasser auftreten (z. B. an der BodenFahrwerk-Verschraubung).
An Durchbrüchen (z. B. Pilzdachlüftern, Dachhaubenrändern, Steckdosen,
Fenstern, Einfüllstutzen, Klappen usw.) können zusätzliche Kältebrücken entstehen.
KondenswasserDurch häufiges und gezieltes Lüften für ständigen Luftaustausch sorgen. Nur auf
diese Weise wird verhindert, dass sich bei kühler Witterung Kondenswasser bildet.
Wenn Heizleistung, Luftverteilung und Lüftung aufeinander abgestimmt sind, lässt
sich in kühlen Jahreszeiten ein angenehmes Wohnklima schaffen. Das Fahrzeug bei
längerer Standzeit ab und zu gut durchlüften, v. a. im Sommer, weil Hitzestau möglich ist.
2
-
7.5Fenster
Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet.
Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen der Verriegelung durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die
Zugmechanik nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo oder Insektenschutzrollo festhalten und langsam in die Ausgangsstellung zurückführen.
Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit
erhöhter Materialermüdung zu rechnen ist.
Wenn das Verdunklungsrollo vollständig geschlossen ist, kann es bei starker
Sonneneinstrahlung zu einem Hitzestau zwischen dem Verdunklungsrollo und
der Fensterscheibe kommen. Das Fenster kann beschädigt werden. Deshalb bei
starker Sonneneinstrahlung das Verdunklungsrollo nur zu 2/3 schließen.
Vor Fahrtbeginn die Fenster schließen.
Je nach Witterung die Fenster so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit ein-
dringen kann.
Zum Öffnen und Schließen der Ausstellfenster alle Verriegelungshebel öffnen
oder schließen, die am Ausstellfenster angebaut sind.
Beim Verlassen des Fahrzeugs immer die Fenster schließen.
Im Inneren der Acrylglas-Doppelscheibe kann sich bei starken Temperatur-
unterschieden oder extremen Witterungsverhältnissen ein leichter Beschlag
aus Kondenswasser bilden. Die Scheibe ist so konstruiert, dass bei steigenden
Außentemperaturen das Kondenswasser wieder verdunsten kann. Eine Beschädigung der Acrylglas-Doppelscheibe durch Kondenswasser ist nicht zu
befürchten.
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56Caravan - 09-12 - DE
7.5.1Ausstellfenster mit Dreh-Ausstellern
Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen
auftreten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
Bild 33Verriegelungshebel in Stellung
Öffnen: Den Verriegelungshebel (Bild 33,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte
Ausstellfenster bis zur gewünschten Stellung öffnen und mit Rändelknopf
Das Ausstellfenster bleibt in der gewünschten Stellung arretiert.
Schließen:
Rändelknopf (Bild 34,1) drehen, bis Arretierung freigegeben wird.
Das Ausstellfenster schließen.
Den Verriegelungshebel (Bild 33,3) eine viertel Umdrehung zum Fenster-
"geschlossen"
hin drehen.
(Bild 34,1) feststellen.
rahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 33,2) liegt auf der Innenseite
der Fensterverriegelung (Bild 33,1).
Bild 34Ausstellfenster mit Dreh-Ausstel-
lern, geöffnet
Bild 35Verriegelungshebel in Stellung
"Dauerbelüftung"
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57Caravan - 09-12 - DE
DauerbelüftungMit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in 2 verschiedene Stel-
lungen bringen:
in Stellung "Dauerbelüftung" (Bild 35)
in Stellung "fest verschlossen" (Bild 33)
Um das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" zu bringen:
Den Verriegelungshebel (Bild 35,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte
hin drehen.
Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
Den Verriegelungshebel wieder zurückdrehen. Die Verriegelungsnase
(Bild 35,2) dabei in die Aussparung der Fensterverriegelung (Bild 35,1) einfahren.
Das Ausstellfenster darf während der Fahrt nicht in Stellung "Dauerbelüftung"
stehen.
Bei Regen kann Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen, wenn das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" steht. Deshalb die Ausstellfenster vollständig
schließen.
7.5.2Ausstellfenster mit Automatik-Ausstellern
Das Fenster ganz öffnen, um die Arretierung freizugeben. Wenn die Arretierung
nicht freigegeben und das Fenster trotzdem geschlossen wird, kann das
Fenster wegen des großen Gegendrucks reißen.
Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen
auftreten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
Bild 36Verriegelungshebel in Stellung
Öffnen: Den Verriegelungshebel (Bild 36,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte
Ausstellfenster bis zur gewünschten Raststellung öffnen. Der Automatik-Aus-
Das Ausstellfenster bleibt in der gewünschten Stellung arretiert.
Schließen:
Ausstellfenster so weit ausstellen, bis die Arretierung freigegeben wird.
Das Ausstellfenster schließen.
Den Verriegelungshebel (Bild 36,3) eine viertel Umdrehung zum Fenster-
"geschlossen"
hin drehen.
steller (Bild 37,1) rastet selbstständig ein.
rahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 36,2) liegt auf der Innenseite
der Fensterverriegelung (Bild 36,1).
Bild 37Ausstellfenster mit Automatik-
Ausstellern, geöffnet
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58Caravan - 09-12 - DE
Bild 38Verriegelungshebel in Stellung
DauerbelüftungMit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in zwei verschiedene
Stellungen bringen:
in Stellung "Dauerbelüftung" (Bild 38)
in Stellung "fest verschlossen" (Bild 36).
Um das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" zu bringen:
Den Verriegelungshebel (Bild 38,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte
Das Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
Den Verriegelungshebel eine viertel Umdrehung zum Fensterrahmen hin
Das Ausstellfenster darf während der Fahrt nicht in Stellung "Dauerbelüftung"
stehen.
Bei Regen kann Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen, wenn das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" steht. Deshalb die Ausstellfenster vollständig
schließen.
"Dauerbelüftung"
hin drehen.
drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 38,2) dabei in die Aussparung der Fensterverriegelung (Bild 38,1) einfahren.
7.5.3Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo
Die Rollos vor der Fahrt öffnen. Wenn die Rollos geschlossen sind, kann die
Federwelle durch die Erschütterungen beschädigt werden.
Je nach Fenstergröße sind die Rollos mit einem oder mit zwei Griffen ausge-
stattet.
Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo lassen sich getrennt voneinander
bedienen.
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59Caravan - 09-12 - DE
Bild 39Ausstellfenster
VerdunklungsrolloDas Verdunklungsrollo befindet sich im oberen Rollokasten.
Schließen:
Öffnen:
InsektenschutzrolloDas Insektenschutzrollo befindet sich im oberen Rollokasten.
Schließen:
Öffnen:
Verdunklungsrollo am Griff (Bild 39,2) nach unten ziehen. Wenn das Verdunk-
lungsrollo ganz geschlossen wird, das Verdunklungsrollo auf beiden Seiten am
Fensterrahmen in die Arretierung (Bild 39,3) einhängen.
Wenn das Verdunklungsrollo vollständig geschlossen ist: Den Griff (Bild 39,2)
nach unten drücken und den Griff dabei leicht nach innen ziehen. Das Verdunklungsrollo aus den Arretierungen links und rechts am Fensterrahmen aushängen.
Wenn sich das Verdunklungsrollo in Zwischenposition befindet: Den Griff
(Bild 39,2) leicht nach unten ziehen, bis sich die Arretierung gelöst hat.
Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
Insektenschutzrollo am Griff (Bild 39,1) nach unten ziehen und auf beiden
Seiten am Fensterrahmen in die Arretierung (Bild 39,3) einhängen.
Griff (Bild 39,1) nach unten drücken und den Griff dabei leicht nach innen
ziehen. Das Insektenschutzrollo aus den Arretierungen links und rechts am
Fensterrahmen aushängen.
Insektenschutzrollo am Griff langsam zurückführen.
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60Caravan - 09-12 - DE
7.5.4Verdunklungsrollo Bugfenster
12
Das Bugfenster ist mit einem Verdunklungsrollo ausgestattet.
Bild 40Verdunklungsrollo Bugfenster
VerdunklungsrolloDas Verdunklungsrollo befindet sich im unteren Rollokasten.
Schließen:
Öffnen:
Verdunklungsrollo an der Einkerbung (Bild 40,2) nach oben ziehen.
Verdunkelungsrollo (Bild 40,1) an der Einkerbung (Bild 40,2) nach unten ziehen.
7.6Dachhauben
Je nach Modell sind im Fahrzeug Dachhauben mit oder ohne Zwangslüftung eingebaut. Wenn eine Dachhaube ohne Zwangslüftung eingebaut ist, erfolgt die
Zwangslüftung über Pilzdachlüfter.
Die Lüftungsöffnungen der Zwangslüftungen stets offen halten. Zwangslüf-
tungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen.
Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten.
Die Dachhauben sind mit Verdunklungsrollo oder Faltverdunklung und mit
Insektenschutzrollo oder faltbarem Insektenschutz ausgestattet. Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen der Verriegelung
durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo oder Insektenschutzrollo
festhalten und langsam in die Ausgangsstellung zurückführen.
Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit
erhöhter Materialermüdung zu rechnen ist.
Wenn das Verdunklungsrollo bzw. die Faltverdunklung vollständig geschlossen
ist, kann es bei starker Sonneneinstrahlung zu einem Hitzestau zwischen dem
Verdunklungsrollo/der Faltverdunklung und der Dachhaube kommen. Die
Dachhaube kann beschädigt werden. Deshalb bei starker Sonneneinstrahlung
das Verdunklungsrollo/die Faltverdunklung nur zu 2/3 schließen. Die Dachhaube leicht öffnen oder in Lüftungsstellung bringen.
Je nach Witterung die Dachhauben so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit
eindringen kann.
Die Dachhauben nicht betreten.
Vor Fahrtbeginn die Dachhauben schließen.
Vor Fahrtbeginn die Verriegelung der Dachhauben prüfen.
Vor Fahrtbeginn die Verdunklungsrollos bzw. die Faltverdunklungen öffnen.
Die Dichtungen der Dachhauben mindestens 1 x jährlich mit Talkum einreiben.
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61Caravan - 09-12 - DE
Beim Verlassen des Fahrzeugs immer die Dachhauben schließen.
7.6.1Dachhaube mit Schnappverschluss
Bild 41Dachhaube mit Schnappver-
Die Dachhaube kann ein- oder beidseitig hochgestellt werden. Je nach Ausführung
ist die Dachhaube mit einem Verdunklungsrollo ausgestattet.
Öffnen:
Schließen:
VerdunklungsrolloUm das Verdunklungsrollo zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Am Griff (Bild 41,5) ziehen.
Insektenschutz (Bild 41,4) nach unten klappen.
Schnappverschluss (Bild 41,1) zur Innenseite der Dachhaube (Bild 41,8) drü-
Insektenschutz (Bild 41,4) nach oben schwenken, bis er einrastet.
Am Griff (Bild 41,5) ziehen.
Insektenschutz (Bild 41,4) nach unten klappen.
An beiden Griffen (Bild 41,2) die Dachhaube (Bild 41,8) kräftig nach unten
Insektenschutz (Bild 41,4) nach oben schwenken, bis er einrastet.
Verdunklungsrollo am Griff (Bild 41,7) ziehen und Hakenleiste (Bild 41,3) in die
schluss
cken. Gleichzeitig mit dem Griff (Bild 41,2) die Dachhaube nach oben drücken.
ziehen, bis beide Schnappverschlüsse (Bild 41,1) eingerastet sind.
Halteleiste (Bild 41,6) am Insektenschutz einhängen.
Öffnen:
Hakenleiste (Bild 41,3) von der Halteleiste (Bild 41,6) lösen und Verdunklungs-
rollo langsam zurückführen.
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Wohnen
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62Caravan - 09-12 - DE
7.6.2Heki-Dachhaube (mini und midi)
Öffnen:
Schließen:
Bild 42Sicherungsknopf an der Heki-
Dachhaube
Die Heki-Dachhaube wird einseitig ausgestellt.
Den Sicherungsknopf (Bild 42,2) drücken und den Bügel (Bild 42,1) mit beiden
Händen nach unten ziehen.
Den Bügel (Bild 43,1) in den Führungen (Bild 43,2) bis in die hinterste Position
(Bild 43,3) ziehen.
Den Bügel (Bild 43,1) mit beiden Händen leicht nach oben drücken.
Den Bügel in den Führungen zurückschieben.
Den Bügel mit beiden Händen nach oben drücken, bis der Bügel oberhalb des
Sicherungsknopfes (Bild 42,2) liegt.
Bild 43Heki-Dachhaube, Führung
Bild 44Heki-Dachhaube in Lüftungsstel-
lung
LüftungsstellungDie Heki-Dachhaube kann in zwei Lüftungsstellungen gebracht werden: Schlecht-
wetterstellung (Bild 44,1) und Mittelstellung (Bild 44,2). Je nach Modell kann die
Dachhaube in der Mittelstellung mit dem Riegel (Bild 45,1) verriegelt werden.
Den Sicherungsknopf (Bild 42,2) drücken und den Bügel (Bild 42,1) mit beiden
Händen nach unten ziehen.
Den Bügel in den Führungen (Bild 43,2) bis zur gewünschten Stellung ziehen.
Den Bügel leicht nach oben drücken und in die gewählte Führung (Bild 44,1
oder 2) schieben und ggf. verriegeln.
Bild 45Verriegelung Lüftungsstellung
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Wohnen
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63Caravan - 09-12 - DE
FaltverdunklungUm die Faltverdunklung zu schließen und zu öffnen:
1
2
345
Schließen:
Öffnen:
InsektenschutzUm den Insektenschutz zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Öffnen:
Die Faltverdunklung am Griff ausziehen und an gewünschter Position loslassen.
Die Faltverdunklung bleibt in dieser Position stehen.
Die Faltverdunklung am Griff langsam in Ausgangsstellung schieben.
Den Insektenschutz am Griff zum gegenüberliegenden Griff der Faltverdunk-
lung ziehen.
Den Griff am Insektenschutz hinten drücken. Die Arretierung wird gelöst.
Den Insektenschutz am Griff langsam zurückführen.
7.6.3Heki-Dachhaube
Öffnen:
Schließen:
Bild 46Heki-Dachhaube, geschlossenBild 47Heki-Dachhaube in
Lüftungsstellung 1
Die Heki-Dachhaube kann einseitig ausgestellt werden.
Sicherungsknopf (Bild 46,1) drücken und Verriegelungshebel (Bild 46,2) eine
viertel Umdrehung nach innen drehen.
Bügel (Bild 46,4) nach unten aus der Arretierung ziehen.
Heki-Dachhaube mit dem Bügel nach oben drücken.
Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Bügel (Bild 46,4) nach unten aus der Arretierung ziehen.
Heki-Dachhaube mit dem Bügel nach unten ziehen.
Verriegelungshebel (Bild 46,2 und Bild 47,2) eine viertel Umdrehung drehen.
Die Nase der Dachverriegelung (Bild 47,5) muss dabei in die obere Verriegelungsgabel (Bild 47,3) eingreifen.
Bügel wieder in die Arretierung drücken.
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Wohnen
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64Caravan - 09-12 - DE
Lüftungsstellung (Variante 1): Heki-Dachhaube öffnen und leicht nach außen drücken.
123
12
Sicherungsknopf (Bild 47,1) drücken und Verriegelungshebel (Bild 47,2) zurück-
drehen. Die Nase der Dachverriegelung (Bild 47,5) muss dabei in die untere Verriegelungsgabel (Bild 47,4) eingreifen.
Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Lüftungsstellung (Variante 2):
FaltverdunklungUm die Faltverdunklung zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Bild 48Heki-Dachhaube in
Lüftungsstellung 2
Heki-Dachhaube öffnen.
Bügel (Bild 48,3) in die Halterung (Bild 48,1) einlegen.
Hebel (Bild 48,2) über den Bügel legen.
Bild 49Heki-Dachhaube, Rollo-Verriege-
lung
Faltverdunklung am Griff (Bild 49,2) ausziehen und an gewünschter Position
loslassen. Die Faltverdunklung bleibt in dieser Position stehen.
InsektenschutzrolloUm das Insektenschutzrollo zu schließen und zu öffnen:
Öffnen:
Schließen:
Öffnen:
Die Faltverdunklung am Griff langsam in Ausgangsstellung schieben.
Insektenschutzrollo am Griff (Bild 49,1) zum gegenüberliegenden Griff der Falt-
verdunklung (Bild 49,2) ziehen und einrasten lassen.
Griff des Insektenschutzrollos hinten nach oben drücken und Insektenschutz-
rollo an der Faltverdunklung (Bild 49,2) aushängen.
Das Insektenschutzrollo am Griff langsam zurückführen.
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65Caravan - 09-12 - DE
7.7Hubdach
112
Durch das Hubdach ist die Innenhöhe des Caravans variabel.
Bild 50HubdachBild 51Sicherung
Vor Fahrtbeginn muss das Hubdach geschlossen werden.
Öffnen:
Schließen:
Sicherungen (Bild 50,1) durch leichtes Ziehen lösen.
Hubdach an den Griffen (Bild 50,2) nach oben schieben.
Hubdach an den Griffen (Bild 50,2) nach unten ziehen.
Zunächst eine Seite komplett nach unten ziehen vor dem Verriegeln.
Sicherungen (Bild 50,1) leicht nach unten ziehen und wieder einhaken.
7.8Tische
7.8.1Hängetisch mit Gelenkstützfuß
Bild 52Bettunterbau
Umbau zum Bettunterbau:
Der Tisch kann durch den Gelenkstützfuß als Bettunterbau benutzt werden.
Die Tischplatte (Bild 52,1) vorne ca. 45° anheben.
Den unteren Teil des Gelenkstützfußes (Bild 52,2) nach unten ziehen und um
90° umklappen.
Den Tisch aus der Halteleiste nehmen.
Den Tisch in die untere Halteleiste einsetzen.
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66Caravan - 09-12 - DE
7.8.2Schwenktisch
1
2
3
2
1
Den Schwenktisch vor Fahrtbeginn verkleinern und arretieren.
Bild 53Arretierung Schwenktisch mit
Metallgestell
Arretieren: Schwenktisch neben die Halterung (Bild 53,3) bzw. auf die Halterung (Bild 54,2)
stellen.
Den Bügel (Bild 53,2) mit der Halteschraube (Bild 53,1) über den Tischfuß legen.
Den Bügel und ggf. den Schwenktisch so verschieben, dass die Halteschraube
(Bild 53,1 bzw. Bild 54,1) in die Halterung (Bild 53,3 bzw. Bild 54,2) geschraubt
werden kann.
Halteschraube in die Halterung schrauben und fest anziehen.
Der Schwenktisch kann durch seinen Schwenkmechanismus als Bettunterbau
benutzt werden.
Bild 54Arretierung Schwenktisch mit
Kunststoffgestell
Umbau zum Bettunterbau
(Schwenktisch mit
Metallgestell):
Bild 55Verriegelung Schwenktisch mit
Metallgestell
Griff (Bild 55,2) nach oben schieben.
Tischplatte (Bild 55,1) in einem Bogen nach unten schwenken, bis der Griff ein-
rastet.
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67Caravan - 09-12 - DE
7.8.3Schwenktisch der Hecksitzgruppe
4
3
2
1
Die Tischplatte kann in verschiedene Positionen geschwenkt werden.
Knebelschrauben (Bild 56,1, 3 und 5) lösen.
Tischplatte (Bild 56,2) in gewünschte Position schwenken.
Knebelschrauben wieder festziehen.
Der Schwenktisch kann für den Bettumbau abgebaut werden.
Knebelschraube (Bild 56,5) lösen.
Tischplatte (Bild 56,2) mit Tischfuß (Bild 56,4) aus der Aufnahme (Bild 56,6)
ziehen und beiseite legen.
Der Hubtisch ist nicht am Boden befestigt. Vor der Fahrt den Hubtisch bis zum
oberen Anschlag absenken und mit den beiliegenden Gurten an den Sitzbänken befestigen.
Umbau zum Bettunterbau:
Bild 57Hubtisch der Rundsitzgruppe
Der Hubtisch kann durch seinen Hubmechanismus als Bettunterbau benutzt
werden.
Den Verriegelungshebel (Bild 57,2) nach links schwenken. Die Verriegelung ist
offen.
Die Tischplatte (Bild 57,1) in der Mitte bis zum gewünschten Anschlag (Bild 57,3
oder 4) nach unten drücken und gedrückt halten.
Den Verriegelungshebel nach rechts schwenken. Der Hubtisch ist verriegelt.
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68Caravan - 09-12 - DE
7.9Fernsehgerät
Vor Fahrtbeginn das Fernsehgerät von der Auflage entfernen und sicher ver-
stauen.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition bringen und sichern. Falls die Bildschirmhalterung in einen
TV-Schrank eingebaut ist: TV-Schrank schließen.
Vor jeder Fahrt prüfen, ob sich die Antenne in Parkposition befindet. Unfall-
gefahr!
Flachbildschirm im TV-
Schrank
Fernsehkonsole nach vorn
ziehen:
Fernsehkonsole schwenken:
Der Flachbildschirm ist im TV-Schrank an einem Auszug befestigt.
Bild 58TV-Schrank
Entriegelungsknopf (Bild 58,5) drücken und Halterung für den Flachbildschirm
am Griffstück (Bild 58,4) bis zum Anschlag nach vorn ziehen.
Entriegelungsknopf (Bild 58,1) ziehen und Flachbildschirm (Bild 58,2) in die
gewünschte Position schwenken.
Rändelschraube (Bild 58,3) lösen.
Gewünschte Neigung des Flachbildschirms einstellen und Rändelschraube
wieder festdrehen.
Flachbildschirm mit
Gelenkarm
Flachbildschirm mit
Gelenkarm positionieren:
Der Flachbildschirm ist an einem Gelenkarm befestigt.
Bild 59Flachbildschirm mit Gelenkarm
Am Textilband (Bild 59,3) ziehen, um den Gelenkarm (Bild 59,2) zu entriegeln.
Flachbildschirm (Bild 59,1) in die gewünschte Position schwenken.
Flachbildschirm mit beiden Händen am oberen und unteren Rand fassen und
die gewünschte Neigung einstellen.
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69Caravan - 09-12 - DE
Flachbildschirm mit
1
2
Schwenkarm
Der Flachbildschirm ist an einem Schwenkarm befestigt.
Bild 60Schwenkarm für Flachbildschirm
Flachbildschirm mit
Schwenkarm positionieren:
7.10Leuchten
7.10.1Spotleuchte
Entriegelungsknöpfe (Bild 60,1 und 3) nach oben ziehen, um den Schwenkarm
zu entriegeln.
Flachbildschirm mit der Halterung (Bild 60,2) in die gewünschte Position
schwenken.
Glühlampen und Leuchtenträger können sehr heiß sein.
Die Glühlampen und Leuchtenträger vor dem Berühren abkühlen lassen.
Wenn die Leuchte eingeschaltet oder noch heiß ist, muss der Sicherheitsab-
stand zu brennbaren Gegenständen wie Stores oder Vorhängen mindestens
30 cm betragen. Brandgefahr!
Bild 61Spotleuchte
Spotleuchte versetzen: Halterung (Bild 61,1) fassen und um 45° drehen.
Spotleuchte (Bild 61,2) aus Schienensystem entnehmen.
Spotleuchte (Bild 61,2) an gewünschter Position in das Schienensystem ein-
setzen und um 45° drehen.
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70Caravan - 09-12 - DE
7.11Mittelsitzgruppe vergrößern
Bild 62Stütze Sitzbankverlängerung
Ausklappen: Die Sitzbankverlängerung (Bild 62,1) nach oben klappen. Die Stütze (Bild 62,2)
rastet selbsttätig ein.
Das Zusatzpolster auf die Sitzbankverlängerung legen.
Einklappen:
Das Zusatzpolster von der Sitzbankverlängerung nehmen und verstauen.
Die Stütze (Bild 62,2) gegen den Widerstand der Spiralfeder (Bild 62,3) in Pfeil-
richtung nach oben drücken. Die Sitzbankverlängerung ist entriegelt.
Die Sitzbankverlängerung nach unten klappen.
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71Caravan - 09-12 - DE
7.12Betten
7.12.1Etagenbett
Das Etagenbett nur benutzen, wenn das Sicherungsnetz aufgespannt ist.
Das Etagenbett maximal mit 100 kg belasten.
Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Etagenbett lassen.
Besonders bei Kleinkindern unter 6 Jahren immer darauf achten, dass sie
nicht aus dem Etagenbett fallen können.
Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten ver-
wenden.
Je nach Modell ist das Fahrzeug mit einem Etagenbett ausgestattet. Das Etagenbett kann ohne zusätzliche Umbauten sofort benutzt werden.
Das obere Bett immer über die serienmäßig vorhandene Aufstiegshilfe besteigen.
7.12.2Etagenbett, klappbar
Das Etagenbett maximal mit 100 kg belasten.
Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Etagenbett lassen.
Besonders bei Kleinkindern unter 6 Jahren immer darauf achten, dass sie
nicht aus dem Etagenbett fallen können.
Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten ver-
wenden.
Wenn das Etagenbett nach oben geklappt ist, das Etagenbett mit dem Siche-
rungsgurt (Bild 63,1) sichern. Verletzungsgefahr!
Bild 63Etagenbett, klappbar
Je nach Modell ist das Fahrzeug mit einem klappbaren Etagenbett ausgestattet.
Wenn das Etagenbett nach unten geklappt ist, kann das Etagenbett ohne zusätzliche Umbauten sofort benutzt werden.
Die Etagenbetten können nach oben geklappt und mit dem Sicherungsgurt
(Bild 63,1) gesichert werden. Der Bereich unter dem Bett ist dann als Stauraum
nutzbar.
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72Caravan - 09-12 - DE
7.12.3Festes Bett (Gasdruckfeder)
Bild 64Festes Bett
Unter dem Bett befindet sich ein Stauraum. Zum Einräumen oder Ausräumen des
Stauraums vom Fahrzeuginneren aus den Lattenrost nach oben klappen.
Öffnen:
Schließen:
Matratze vorn anheben und auf der Blende ablegen.
Lattenrost anheben. Die Gasdruck-Federn (Bild 64,1) halten den Lattenrost in
geöffneter Stellung.
Lattenrost gegen den Widerstand der Gasdruck-Federn nach unten drücken.
Matratze gegebenenfalls hinter die Blende drücken.
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73Caravan - 09-12 - DE
7.12.4Bett im Schlafdach
12
3
4
Das Bett im Schlafdach maximal mit 200 kg belasten.
Vor Fahrtbeginn das Schlafdach einklappen.
Das Bett im Schlafdach nur benutzen, wenn die Absturzsicherungen aufge-
spannt sind.
Kleinkinder nie unbeaufsichtigt lassen.
Besonders bei Kleinkindern unter 6 Jahren immer darauf achten, dass sie
nicht aus dem Bett fallen können.
Die Leseleuchten im Schlafdach ausschalten, wenn das Schlafdach einklappt
wird. Brandgefahr!
Die Absturzsicherung anbringen, wenn sich die Personen bereits im Schlafdach
befinden.
Bild 65Bett im HubdachBild 66Sicherung Hubdach
Öffnen: Sicherungen (Bild 66) durch Ziehen lösen.
Schlafdach (Bild 65,2) an den Griffen mit beiden Händen nach oben drücken.
Matratze (Bild 65,1) an Ziehvorrichtung (Bild 65,3) nach unten ziehen bis sie
hörbar einrastet.
Schließen:
Gummizüge im Schlafdach schließen, damit die Stoffbälge nicht eingeklemmt
werden.
Matratze (Bild 65,1) nach oben drücken.
Schlafdach an der Ziehvorrichtung (Bild 65,4) nach unten ziehen.
Sicherungen (Bild 66) leicht nach unten ziehen und einhaken.
Wenn das Schlafdach eingeklappt wird: Darauf achten, dass die Absturzsiche-
rungen und die Stoffbälge nicht eingeklemmt werden.
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Wohnen
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74Caravan - 09-12 - DE
7.13Sitzgruppen zum Schlafen umbauen
Bei einem Unfall, bei einer Notbremsung oder auf unebenen Straßen können
Zusatzpolster mit verstärkter Unterseite durch das Fahrzeug geschleudert
werden und Teile der Ausstattung beschädigen. Vor der Fahrt die Zusatzpolster
sicher verstauen oder mit den Halteriemen sichern, die dafür vorgesehen sind.
7.13.1Längssitzgruppe und Seitensitzgruppe
Je nach Modell kann die Sitzgruppe von der hier dargestellten in Form und Lage
Tisch (Bild 67,3) zum Bettunterbau umbauen (siehe Abschnitt 7.8).
Leiste (Bild 67,4) einlegen oder zur Mitte ziehen. Die Leiste ist richtig positio-
niert, wenn sie die Tischplatte direkt hinter dem Tischfuß abstützt.
Die Sitzpolster (Bild 68,2) zur Mitte ziehen.
Die Rückenpolster (Bild 68,1) zwischen die Sitzpolster und die Wand legen.
Je nach Modell muss zusätzlich ein beigelegtes Zusatzpolster zwischen die Sitz-
Tisch (Bild 69,3) zum Bettunterbau umbauen (siehe Abschnitt 7.8).
Die Rückenpolster (Bild 70,1, 4 und 5) abnehmen.
Die Sitzpolster (Bild 71,2) zur Mitte ziehen.
Die Rückenpolster (Bild 71,1) zwischen die Sitzpolster (Bild 71,2) und die Außen-
wand legen.
Das Zusatzpolster (Bild 71,6) zwischen die Sitzpolster (Bild 71,2) auf den Tisch
Tisch (Bild 72,3) abbauen (siehe Abschnitt 7.8).
Die Rückenpolster (Bild 72,1, 4 und 5) abnehmen und beiseite legen.
Bettstange (Bild 73,7) einhängen und so weit wie möglich nach hinten
schieben.
Zusatzbrett (Bild 73,8) auf Bettstange und Bettkästen legen.
Das Zusatzpolster (Bild 74,9) auf das Zusatzbrett (Bild 74,8) legen.
Tisch (Bild 75,3) zum Bettunterbau umbauen (siehe Abschnitt 7.8).
Tisch eine viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen und nach vorne rechts
ziehen.
Bettkasten-Verlängerung (Bild 75,6) herausziehen.
Zusatzbrett (Bild 76,7) zwischen Tisch und Bettkasten legen.
Die Rückenpolster (Bild 75,1 und 4) abnehmen.
Das Sitzpolster (Bild 76,2) anheben und auf die Bettkasten-Verlängerung
(Bild 76,6) legen.
Das Rückenpolster (Bild 77,1) zwischen das Sitzpolster (Bild 77,2) und die Wand
legen.
Das Zusatzpolster (Bild 77,8) neben das Sitzpolster legen.
Das Rückenpolster (Bild 77,5) zwischen das Zusatzpolster und das Bett
(Bild 77,9) legen.
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78Caravan - 09-12 - DE
7.14Schlafraumabtrennung
1
2
1
2
Je nach Modell kann der Schlafbereich im Heck durch einen Faltvorhang oder
durch eine Schiebetür abgetrennt werden.
Schiebetüren bzw. Faltvorhänge können während der Fahrt unkontrolliert
zuschlagen. Es kann zu Sachschäden kommen. Schlafraumabtrennung vor
Fahrtbeginn öffnen und mit Sicherungsband sichern.
7.14.1Schiebetür
Bild 78Schiebetür
Schiebetür schließen: Das mit Sicherungsband (Bild 78,1) lösen.
Schiebetür (Bild 78,2) in Schließstellung ziehen.
Schiebetür öffnen:
Schiebetür (Bild 78,2) in die Öffnungsposition führen.
Schiebetür mit dem Sicherungsband (Bild 78,1) befestigen.
7.14.2Faltvorhang
Bild 79Faltvorhang
Vorhang schließen: Das Sicherungsband (Bild 79,2) lösen.
Faltvorhang (Bild 79,1) in Schließstellung ziehen.
Vorhang öffnen:
Faltvorhang (Bild 79,1) in die Öffnungsposition führen.
Faltvorhang mit dem Sicherungsband (Bild 79,2) befestigen.
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Gasanlage
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79Caravan - 09-12 - DE
Kapitelübersicht
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur Gasanlage des Fahrzeugs.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Sicherheit
den Gasverbrauch
das Wechseln von Gasflaschen
die Gasabsperrventile
den externen Gasanschluss
die automatische Umschaltanlage
Die Bedienung der gasbetriebenen Geräte des Fahrzeugs ist im Kapitel 10
beschrieben.
8.1Allgemeines
Vor Fahrtbeginn, beim Verlassen des Fahrzeugs oder wenn die Gasgeräte
nicht benutzt werden, alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil
an der Gasflasche schließen.
Beim Tanken, auf Fähren oder in der Garage darf kein Gerät (z. B. Heizung
oder Kühlschrank) in Betrieb sein, wenn es mit offener Flamme betrieben
wird. Explosionsgefahr!
Wenn ein Gerät mit offener Flamme betrieben wird, das Gerät nicht in
geschlossenen Räumen (z. B. Garagen) in Betrieb nehmen. Vergiftungs- und
Erstickungsgefahr!
Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt warten, reparieren
oder ändern lassen.
Die Gasanlage vor Inbetriebnahme und gemäß den nationalen Bestim-
mungen von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch
für nicht angemeldete Fahrzeuge. Bei Änderungen an der Gasanlage die
Gasanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Auch der Gasdruckregler und die Abgasrohre müssen geprüft werden. Der
Gasdruckregler muss nach spätestens 10 Jahren ersetzt werden. Verantwortlich für die Veranlassung der Maßnahme ist der Halter des Fahrzeugs.
Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht
Explosionsgefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Fenster und Türen öffnen und gut lüften.
Bei Defekt an der Gasanlage: Nicht rauchen, keine offenen Flammen ent-
zünden und keine Elektroschalter (Lichtschalter usw.) betätigen.
Vor Inbetriebnahme der Kochstelle für eine ausreichende Belüftung sorgen.
Fenster oder Dachhaube öffnen.
Gaskocher oder Gasbackofen nicht für Heizzwecke verwenden.
Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gasgerät ein Gasab-
sperrventil erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das
jeweilige Gasabsperrventil schließen.
Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer
Minute schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit
prüfen.
Die eingebauten Gasgeräte sind ausschließlich für einen Betrieb mit Pro-
pangas, Butangas oder mit einem Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle eingebauten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck
von 30 mbar ausgelegt.
8Gasanlage
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Gasanlage
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80Caravan - 09-12 - DE
Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Bei
tieferen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für
den Winterbetrieb nicht geeignet.
Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen.
Der Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Den Gasschlauch spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in einer autorisierten
Fachwerkstatt auswechseln lassen. Der Betreiber der Gasanlage muss den
Austausch veranlassen.
Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach außen
offener Raum. Die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken
oder zustellen. Ausströmendes Gas kann sonst nicht nach außen abgeleitet
werden.
Den Gaskasten nicht als Stauraum benutzen, da Feuchtigkeit eindringen
kann.
Den Gaskasten vor dem Zugriff Unbefugter sichern. Dazu den Zugang ver-
schließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck
von 30 mbar ausgelegt sind.
Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest ange-
schlossen sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
Abgase müssen ungehindert ins Freie austreten können und Frischluft muss
ungehindert eintreten können. Deswegen Abgaskamine und Ansaugöffnungen sauber halten und freihalten (z. B. von Schnee und Eis). Es dürfen
keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug anliegen.
8.2Gasflaschen
Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen.
Gasflaschen verdreh- und kippsicher festzurren.
Wenn die Gasflaschen nicht an den Gasschlauch angeschlossen sind, immer
die Schutzkappe aufsetzen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler
oder der Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
Gasdruckregler oder Gasschlauch nur von Hand an die Gasflaschen
anschließen. Keine Werkzeuge verwenden.
Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den Einsatz
in Fahrzeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und
genügen den starken Beanspruchungen nicht.
Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler
verwenden.
Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit ein-
gebautem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt)
dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max.
150 cm).
Niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasflaschen blo-
ckieren.
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Gasanlage
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81Caravan - 09-12 - DE
Verschraubungen am Gasdruckregler haben Linksgewinde.
Für gasbetriebene Geräte muss der Gasdruck auf 30 mbar reduziert werden.
Direkt am Flaschenventil unverstellbaren Gasdruckregler mit Sicherheitsventil
anschließen.
Der Gasdruckregler reduziert den Gasdruck der Gasflasche auf den Betriebs-
druck der Gasgeräte.
Zum Befüllen und Anschließen der Gasflaschen in Europa führt der Zubehör-
handel entsprechende Euro-Füllsets bzw. Euro-Flaschensets.
Informationen bei den Handelspartnern oder der Servicestelle.
Informationen zur Gasversorgung in Europa sind in Kapitel 17 angegeben.
8.3Gasverbrauch
Die Angaben über den Gasverbrauch der einzelnen Gasgeräte sind Durch-
schnitts-Richtwerte.
VerbraucherGasverbrauch in Gramm/Stunde
Heizungca. 170 - 490 g/h
Kocher, pro Kochstelleca. 140 - 165 g/h
Kühlschrankca. 18 g/h
BeispielEine volle 11-kg-Gasflasche reicht aus, um:
3 Tage lang auf einer Flamme zu kochen,
22 Stunden lang mit voller Leistung zu heizen oder
25 Tage lang zu kühlen.
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Gasanlage
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82Caravan - 09-12 - DE
8.4Gasflaschen wechseln
Beim Wechseln der Gasflaschen nicht rauchen und keine offenen Flammen
entzünden.
Nach dem Wechseln der Gasflaschen prüfen, ob an den Anschluss-Stellen
Gas austritt. Dazu die Anschluss-Stelle mit Lecksuch-Spray besprühen. Der
Zubehörhandel bietet diese Mittel an.
Bild 80Gaskasten
Außenklappe für Gaskasten öffnen (siehe Kapitel 7).
Haupt-Absperrventil (Bild 80,1) an der Gasflasche (Bild 80,4) schließen. Pfeilrich-
tung beachten.
Gasdruckregler (Bild 80,3) mit Gasschlauch (Bild 80,5) von Hand von der Gasfla-
sche abschrauben (Linksgewinde).
Befestigungsgurte (Bild 80,2) lösen und Gasflasche herausnehmen.
Gefüllte Gasflasche in den Gaskasten stellen.
Gasflasche mit den Befestigungsgurten befestigen.
Gasdruckregler mit Gasschlauch von Hand auf Gasflasche schrauben (Linksge-
winde).
8.5Gasabsperrventile
Bild 81Symbole der Gasabsperrventile
Im Fahrzeug ist für jedes Gasgerät ein Gasabsperrventil (Bild 81) eingebaut.
Die Gasabsperrventile sind unterhalb der Kochstelle oder in der Nähe der Gasge-
Wenn der externe Gasanschluss nicht genutzt wird, immer das Gasabsperr-
ventil schließen.
Am externen Gasanschluss nur Gasverbraucher anschließen, die den pas-
senden Adapter haben.
Nur externe Gasverbraucher anschließen, die auf einen Betriebsdruck von
30 mbar ausgelegt sind.
Darauf achten, dass nach dem Anschließen und nach dem Öffnen des Gasab-
sperrventils kein Gas an der Anschluss-Stelle austritt. Wenn der externe Gasanschluss nicht dicht ist, strömt Gas ins Freie. Sofort das Gasabsperrventil
und das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen. Den externen Gasanschluss von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Während ein externer Gasverbraucher angeschlossen wird, darf sich keine
Funkenquelle in der Nähe des externen Gasanschlusses befinden.
Den externen Gasanschluss nicht zum Befüllen der Gasflaschen verwenden.
Die Hinweisaufkleber am externen Gasanschluss beachten.
Bild 82Externer Gasanschluss, Gasab-
Der externe Gasanschluss (Bild 82) befindet sich je nach Modell am Heck oder auf
der linken bzw. rechten Fahrzeugseite.
Externes Gasgerät an der Anschluss-Stelle (Bild 82,2) anschließen.
Das Gasabsperrventil (Bild 82,1) öffnen.
sperrventil geschlossen
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Gasanlage
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84Caravan - 09-12 - DE
8.7Duomatic-Umschaltanlage
Die Umschaltanlage nicht in geschlossenen Räumen verwenden.
Wenn das Fahrzeug mit einem Panel der DT-Reihe ausgerüstet ist und die
Umschaltanlage über dieses Panel bedient wird, entfällt die Bedieneinheit.
Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung des Geräte-Herstel-
lers entnehmen.
Die Duomatic ist eine automatische Umschaltanlage mit Fernanzeige für eine
Zwei-Flaschen-Gasanlage. Die Duomatic-Umschaltanlage schaltet automatisch die
Gaszufuhr von der Betriebsflasche auf die Reserveflasche um, wenn die Betriebsflasche leer oder nicht mehr betriebsbereit ist. Dabei können die Gasverbraucher in
Betrieb bleiben. Die Duomatic-Umschaltanlage ist geeignet für alle handelsüblichen Gasflaschen von 3 kg bis 33 kg.
Aufbau der AnlageDie Duomatic-Umschaltanlage besteht aus einem Zentralregler (Bild 83,3) und
einem Umschaltregler (Bild 83,5). Mit dem Drehknopf (Bild 83,6) am Umschaltregler kann bestimmt werden, welche der Gasflaschen als Betriebsflasche und
welche Gasflasche als Reserveflasche verwendet wird.
Beide Regler sind mit einem Druckwächter und der Regler-Enteisungsanlage Eis-Ex
ausgestattet. So werden Störungen der Gasanlage im Winter vermieden.
Das Manometer (Bild 83,2) am Zentralregler zeigt den Druck in der Gasflasche an,
nicht den Füllstand der Gasflasche. Mit dem Manometer kann die Gasflasche auf
Dichtheit geprüft werden.
An der Bedieneinheit (Bild 84) können nur die elektrischen Funktionen geschaltet
werden. Die Haupt-Absperrventile der Gasflaschen (Bild 83,1 und 4) müssen von
Hand geöffnet werden.
Der Zentralregler gewährleistet einen konstanten Gasdruck, unabhängig davon,
welche Gasflasche Gas liefert. Die zwei Kontroll-Leuchten an der Bedieneinheit
zeigen an, welcher Gasflasche Gas entnommen werden kann. Wenn beide KontrollLeuchten leuchten, zeigt die Stellung des Drehknopfes am Umschaltregler, welcher Gasflasche gerade Gas entnommen wird.
Bei Betrieb mit nur einer Gasflasche (z. B. im Sommer) den Zentralregler an diese
Gasflasche anschließen. Den Drehknopf am Umschaltregler auf den roten
Bereich stellen.
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Gasanlage
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85Caravan - 09-12 - DE
BetriebsartenDie Duomatic-Umschaltanlage hat zwei Betriebsarten:
Winterbetrieb "Ein und Heizen"
Sommerbetrieb "Ein"
In Betrieb nehmen:
Ausschalten:
FernanzeigeDie Kontroll-Leuchten an der Bedieneinheit (Bild 84) signalisieren im Fahrzeug-
GasflaschenwechselWenn eine Kontroll-Leuchte während des Betriebs erlischt, ist die zugehörige Gas-
Die Haupt-Absperrventile an den Gasflaschen (Bild 83,1 und 4) öffnen.
Mit dem Drehknopf (Bild 83,6) am Umschaltregler (Bild 83,5) die Gasflasche
wählen, der vorrangig das Gas entnommen werden soll (Betriebsflasche).
Den Drehknopf immer bis zum Anschlag drehen.
Wenn der Drehknopf im roten Bereich steht, wird das Gas vorrangig der Gasflasche mit dem Zentralregler (Bild 83,3) entnommen.
Wenn der Drehknopf im grünen Bereich steht, wird das Gas vorrangig der Gasflasche mit dem Umschaltregler (Bild 83,5) entnommen.
An der Bedieneinheit (Bild 84) die Duomatic-Umschaltanlage einschalten.
Dazu den Wippschalter (Bild 84,2) auf Winterbetrieb "Ein und Heizen" (Bild 84,4)
oder auf Sommerbetrieb "Ein" (Bild 84,6) stellen. Beide Gasdruckregler sind jetzt
entlüftet. Die Betriebsanzeige (Bild 84,3) leuchtet.
Den Wippschalter (Bild 84,2) auf " " (Bild 84,5) stellen. Die Betriebsanzeige
(Bild 84,3) erlischt.
Die Haupt-Absperrventile an den Gasflaschen (Bild 83,1 und 4) schließen.
inneren, ob die Gasflaschen betriebsbereit sind.
Kontroll-Leuchte "A" (Bild 84,1): Gasflasche am Zentralregler
Kontroll-Leuchte "B" (Bild 84,7): Gasflasche am Umschaltregler
flasche leer und muss gewechselt werden. Die Reserveflasche versorgt die Gasverbraucher weiterhin mit Gas.
Gasflaschen wechseln:
Beim Wechseln der Gasflaschen nicht rauchen und keine offenen Flammen
entzünden.
Den Regler stets so montieren, dass die Schutzkappe oben ist.
Das Haupt-Absperrventil an der leeren Gasflasche schließen.
Den Regler von der Gasflasche abschrauben.
Die volle Gasflasche an den Regler anschließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche öffnen.
Den Drehknopf am Umschaltregler mit einer halben Umdrehung so einstellen,
dass die eben gewechselte Gasflasche als Reserveflasche dient.
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Gasanlage
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86Caravan - 09-12 - DE
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Elektrische Anlage
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Kapitelübersicht
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur elektrischen Anlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Sicherheit
Erklärungen von Fachbegriffen zur Batterie
das 12-V-Bordnetz
die Wohnraumbatterie
das Laden der Wohnraumbatterie
das Netzgerät
den Elektroblock
das Panel
das 230-V-Bordnetz
den Anschluss an die 230-V-Versorgung
die Sicherungsbelegung
den Anschluss an das Zugfahrzeug
Die Bedienung der elektrisch betriebenen Geräte des Wohnaufbaus ist im
Kapitel 10 beschrieben.
9.1Generelle Sicherheitshinweise
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
9Elektrische Anlage
Das Fahrzeug ist während eines Gewitters ein sicherer Aufenthaltsort (Faradaykäfig). Vorsichtshalber jedoch den 230-V-Anschluss trennen und die Antennen einziehen, um die elektrischen Geräte zu schützen.
9.2Begriffe
RuhespannungDie Ruhespannung ist die Spannung der Batterie im Ruhezustand, d. h., es wird
weder Strom entnommen, noch wird die Batterie geladen.
RuhestromEinige elektrische Verbraucher wie z. B. Uhr und Kontroll-Leuchten benötigen
ständig elektrischen Strom; sie werden daher auch als stille Verbraucher
bezeichnet. Dieser Ruhestrom fließt auch bei ausgeschalteter 12-V-Versorgung.
TiefentladungTiefentladung der Batterie droht, wenn eine Batterie durch eingeschaltete Ver-
braucher und durch Ruhestrom vollständig entladen wird.
Tiefentladung schädigt die Batterie.
KapazitätAls Kapazität bezeichnet man die Elektrizitätsmenge, die eine Batterie speichern
kann.
Die Kapazität einer Batterie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Wenn die Bat-
terie eine Kapazität von 80 Ah besitzt, dann kann die Batterie 80 Stunden lang
einen Strom von 1 A oder 40 Stunden lang 2 A abgeben.
Äußere Einflüsse wie Temperatur verändern die Speicherfähigkeit der Batterie.
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Elektrische Anlage
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9.312-V-Bordnetz
Bei der Stromversorgung des Caravans über die Batterie des Zugfahrzeugs
beachten, dass die Kapazität der Batterie beschränkt ist. Die Startfähigkeit des
Zugfahrzeugs kann bei zu starker Entladung beeinträchtigt werden.
Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer
trennen, bevor der Caravan an die örtliche Stromversorgung angeschlossen
wird. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer
trennen, bevor die Wohnraumbatterie über ein externes Ladegerät geladen
wird.
Wenn der Caravan nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, erfolgt die
12-V-Versorgung entweder über die Starterbatterie des angeschlossenen Zugfahrzeugs oder über die Wohnraumbatterie (Autark-Paket). Wenn der Caravan mit dem
Zugfahrzeug elektrisch verbunden ist und der Fahrzeugmotor läuft, wird die
Wohnraumbatterie durch die Fahrzeug-Lichtmaschine nachgeladen.
Die 12-V-Versorgung kann am Panel (Sonderausstattung) durch den 12-V-Hauptschalter unterbrochen werden.
Um die elektrische Installation des Wohnraums völlig spannungsfrei zu
machen, am Elektroblock den Stecker "Batterie-Eingang" abziehen.
9.3.1Wohnraumbatterie, Allgemeines (Autark-Paket)
Beim Wechseln der Wohnraumbatterie nur Batterien verwenden, die der
Mindestkapazität des Ladegeräts entsprechen. Die separate Bedienungsanleitung des Ladegeräts beachten. Batterien mit zu geringer Kapazität
erwärmen sich beim Laden zu stark. Explosionsgefahr!
An die Steckdosen des 12-V-Bordnetzes können Geräte mit maximal 10 A
angeschlossen werden. Brandgefahr!
Zum Laden der Wohnraumbatterie das vorhandene Lademodul im Elektro-
block benutzen. Bei externer Ladung ein geregeltes Ladegerät, das für den Batterietyp (Blei-Säure- oder Blei-Gel-Batterie) und die Kapazität der
Wohnraumbatterie geeignet ist, verwenden.
Die Reise nur mit einer voll geladenen Wohnraumbatterie beginnen. Deshalb
die Wohnraumbatterie vor Antritt der Reise mindestens 24 Stunden laden.
Auf Reisen jede Gelegenheit zum Laden der Wohnraumbatterie nutzen.
Nach der Reise die Wohnraumbatterie mindestens 24 Stunden laden.
Vor einer vorübergehenden Stilllegung die Batterie mindestens 24 Stunden
laden, bei längerem Stillstand 48 Stunden.
Bei längeren Standzeiten (4 Wochen und länger) die Wohnraumbatterie
abklemmen und regelmäßig nachladen (spätestens alle 12 Wochen für 24
Stunden laden).
Im Winter die geladene Batterie kühl und frostfrei lagern und alle 12 Wochen
nachladen.
Beim Wechseln der Wohnraumbatterie nur Batterien derselben Bauart ver-
wenden.
Vor dem Abklemmen und Anklemmen der Wohnraumbatterie den Motor des
Zugfahrzeugs abschalten, die 230-V-Versorgung und die 12-V-Versorgung
sowie alle Verbraucher ausschalten. Kurzschlussgefahr!
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89Caravan - 09-12 - DE
Wenn die Wohnraumbatterie abgeklemmt ist und der Caravan und das Zug-
fahrzeug elektrisch verbunden sind, die Zündung des Zugfahrzeugs nicht betätigen. Kurzschlussgefahr!
Die Wartungshinweise und die Gebrauchsanweisung des Batterieherstellers
beachten.
Die Batterie ist wartungsfrei. Wartungsfrei bedeutet:
Es ist nicht nötig, den Säurestand zu kontrollieren.
Es ist nicht nötig, die Batteriepole zu fetten.
Es ist nicht nötig, destilliertes Wasser nachzufüllen.
Auch eine wartungsfreie Batterie muss laufend nachgeladen werden.
Wenn das Fahrzeug nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist oder wenn
die 230-V-Versorgung abgeschaltet ist, versorgt die Wohnraumbatterie den Wohnteil mit 12 V Gleichspannung. Die Wohnraumbatterie hat nur einen begrenzten
Energievorrat. Deshalb elektrische Verbraucher wie zum Beispiel Radio oder
Leuchten nicht über einen längeren Zeitraum ohne 230-V-Versorgung betreiben.
Wenn das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, wird die Wohnraumbatterie automatisch über das in den Elektroblock eingebaute Lademodul
(Autark-Paket) nachgeladen.
EntladungDer Ruhestrom, den einige elektrische Verbraucher ständig verbrauchen, entlädt
die Wohnraumbatterie. Verbraucher wie Ladegerät, Solar-Laderegler, Panel und
Ähnliches entnehmen ca. 20 mA bis 65 mA Strom von der Batteriekapazität, auch
wenn der 12-V-Hauptschalter ausgeschaltet ist.
Tiefentladung schädigt die Batterie.
Batterie rechtzeitig nachladen.
Bei niedrigen Außentemperaturen verliert die Batterie an Kapazität.
Die Selbstentladung der Batterie ist ebenfalls abhängig von der Temperatur. Bei 20
bis 25 °C beträgt die Selbstentladerate ca. 3 % der Kapazität/Monat. Bei steigenden
Temperaturen nimmt die Selbstentladerate zu: Bei 35 °C beträgt die Selbstentladerate ca. 20 % der Kapazität/Monat.
Eine ältere Batterie verfügt nicht mehr über die volle Kapazität.
Je mehr elektrische Verbraucher eingeschaltet sind, desto schneller ist der Energie-
vorrat der Wohnraumbatterie verbraucht.
Um eine schnelle Entladung der Wohnraumbatterie zu verhindern, kann der Kühl-
schrank nur bei laufendem Fahrzeugmotor und elektrischer Verbindung zwischen
Zugfahrzeug und Caravan an der 12-V-Versorgung betrieben werden.
Weitere Informationen den separaten Unterlagen der Wohnraumbatterie ent-
nehmen.
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9.3.2Wohnraumbatterie prüfen (Autark-Paket)
Die Kapazität einer Batterie ist zeitlich begrenzt. Je mehr elektrische Verbraucher
eingeschaltet sind, desto schneller wird sie verbraucht. Bei einer bereits seit Jahren
eingesetzten Batterie muss berücksichtigt werden, dass durch Abnutzung nicht
mehr die volle Kapazität zur Verfügung steht.
LadezustandUm die Wohnraumbatterie zu schonen, sollten nicht mehr als 80 % der Batterieka-
pazität entnommen werden. Daher regelmäßig den Ladezustand der Wohnraumbatterie prüfen. Der Ladezustand der Wohnraumbatterie kann am Panel abgelesen
werden.
Eine aussagefähige Messung des Ladezustandes kann erst 4 Stunden nach der
Batterieladung erfolgen. Unmittelbar nach dem Laden ist die Batteriespannung
höher und sinkt nach ca. 4 Stunden auf die so genannte Ruhespannung ab. Die
Ruhespannung zeigt den Ladezustand an.
Ruhespannung (gemessen an den Polen)Ladezustand
größer12,80 V100 %
ca.12,55 V75 %
ca.12,32 V50 %
ca.12,18 V25 %
kleiner12,00 V0 %
EnergievorratDie Wohnraumbatterie hat nur einen begrenzten Energievorrat. Deswegen sollten
elektrische Verbraucher nicht über einen längeren Zeitraum betrieben werden,
wenn das Fahrzeug nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist oder der
Motor des Zugfahrzeugs abgestellt ist.
9.3.3Wohnraumbatterie laden (Autark-Paket)
Batteriesäure in der Batterie ist giftig und ätzend. Jeden Kontakt mit der Haut
oder mit den Augen vermeiden.
Beim Laden mit einem externen Ladegerät besteht Explosionsgefahr. Bat-
terie nur in gut durchlüfteten Räumen und weit entfernt von offenem Feuer
oder von möglichen Funkenquellen laden.
Zum Laden der Wohnraumbatterie mit einem externen Ladegerät die Bat-
terie immer aus dem Fahrzeug ausbauen.
Batteriekabel nicht polverkehrt anschließen.
Wenn die Wohnraumbatterie abgeklemmt ist und der Caravan und das Zug-
fahrzeug elektrisch verbunden sind, die Zündung des Zugfahrzeugs nicht betätigen. Kurzschlussgefahr!
Vor dem Abklemmen und Anklemmen der Wohnraumbatterie den Motor des
Zugfahrzeugs abschalten, die 230-V-Versorgung und die 12-V-Versorgung
sowie alle Verbraucher ausschalten. Kurzschlussgefahr!
Vor dem Laden der Batterie prüfen, ob das externe Ladegerät für den Batteri-
etyp zugelassen ist.
Die Bedienungsanleitung des Ladegeräts beachten.
Bei Überladung wird die Wohnraumbatterie irreparabel beschädigt.
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Laden über 230-V-
Versorgung
Wenn das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, wird die Wohnraumbatterie über das eingebaute Ladegerät nachgeladen. Der Ladestrom wird
dem Ladezustand der Batterie angepasst. Ein Überladen ist somit nicht möglich.
Um die volle Leistung des Lademoduls im Elektroblock zu nutzen, alle elektrischen
Verbraucher während des Ladevorgangs ausschalten.
Laden über Fahrzeugmotor
des Zugfahrzeugs
Laden mit externem
Ladegerät
Wenn der Motor des Zugfahrzeugs läuft, wird die Wohnraumbatterie durch die
Fahrzeug-Lichtmaschine nachgeladen. Dazu muss die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan hergestellt sein. Wenn der Motor des Zugfahrzeugs abgeschaltet ist, wird die elektrische Verbindung durch ein Relais
automatisch getrennt. Dadurch wird verhindert, dass die Batterie des Zugfahrzeugs durch elektrische Verbraucher im Wohnteil entladen wird. Die Startfähigkeit
des Zugfahrzeugs bleibt somit erhalten.
Beim Laden der Wohnraumbatterie mit einem externen Ladegerät wie folgt vorgehen:
Caravan elektrisch vom Zugfahrzeug trennen.
12-V-Hauptschalter am Panel ausschalten. Die Kontroll-Leuchte erlischt.
Am Elektroblock den Netzstecker abziehen.
Alle Gasverbraucher ausschalten, alle Gasabsperrventile und das Haupt-
Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Beim Abklemmen der Batteriepole besteht Kurzschlussgefahr. Deshalb an der
Wohnraumbatterie zuerst den Minuspol und anschließend den Pluspol
abklemmen.
Die Wohnraumbatterie aus dem Fahrzeug ausbauen.
Wenn das Fahrzeug mit einer Blei-Gel-Batterie ausgestattet ist: Prüfen, ob das
externe Ladegerät für Blei-Gel-Batterie zugelassen ist.
Prüfen, ob das externe Ladegerät abgeschaltet ist.
Das externe Ladegerät an der Wohnraumbatterie anklemmen. Polung
beachten: Zuerst die Polzange "+" an den Pluspol der Batterie anklemmen,
dann die Polzange "–" an den Minuspol der Batterie anklemmen.
Externes Ladegerät einschalten.
Informationen über die Ladedauer der Batterie der Gebrauchsanweisung des
eingesetzten Ladegeräts entnehmen.
Informationen über die Stärke der Batterie den Angaben an der Batterie ent-
nehmen.
Externes Ladegerät in umgekehrter Reihenfolge abklemmen.
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9.4Netzgerät
Schaltnetzteil
Bei ausgeschalteter Zündung und ohne Anschluss an die 230-V-Versorgung
wird die Batterie des Zugfahrzeugs durch Verbraucher wie den Kühlschrank
oder die Wohnraumbeleuchtung entladen (Ausnahme: Autark-Paket). Die
Startfähigkeit des Zugfahrzeugs kann beeinträchtigt werden.
Die Batterie des Zugfahrzeugs wird über das Netzgerät nicht geladen.
Das Netzgerät ist in den Kleiderschrank eingebaut.
Wenn das Fahrzeug nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, wird der
benötigte Strom der Batterie des Zugfahrzeugs entnommen, sofern der Kontakt 9
"Dauerplus" an der Steckdose des Zugfahrzeugs angeschlossen ist (siehe
Anschluss-Schema am Ende dieses Kapitels). Die 12-V-Wohnraumbeleuchtung, der
Kühlschrank, die Kassettentoilette und die Wasserpumpe können benutzt werden.
Wenn das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung angeschlossen wird, schaltet das
Netzgerät die Stromversorgung im Wohnbereich automatisch von der Batterie des
Zugfahrzeugs auf Netzbetrieb um. Beim Dometic Typ I muss dazu das Netzgerät
eingeschaltet sein.
Netzgerät einschalten
(nur Typ I):
Überlastungsschutz
einschalten (nur Typ I):
Bild 85Netzgerät (Typ I)Bild 86Netzgerät (Typ II)
Das Netzgerät (Bild 85,5 bzw. Bild 86,1) ist neben dem 230-V-Sicherungsautomaten
(Bild 85,1 bzw. Bild 86,4) montiert.
In das Netzgerät sind ein Hauptschalter (Bild 85,4) (nur Typ I), mehrere Sicherungen
(Bild 85,2 bzw. Bild 86,2) und ein Überlastungsschutz integriert. Eine defekte Sicherung oder ein Kurzschluss im Stromkreis wird durch eine rot aufleuchtende LED
unterhalb der Sicherung (Bild 85,2 bzw. Bild 86,3) signalisiert.
Der Überlastungsschutz schaltet alle 12-V-Verbraucher im Caravan ab, wenn das
Netzgerät überhitzt. Das Netzgerät kann überhitzen, wenn die Lüftungsöffnungen
durch Kleidung abgedeckt werden oder viele 12-V-Verbraucher über einen längeren Zeitraum betrieben werden.
Den Hauptschalter (Bild 85,4) unten drücken: Stellung "ON". Die grüne LED
(Bild 85,3) leuchtet, wenn eine 230-V-Spannung anliegt.
Nach dem Ansprechen des Überlastungsschutzes das Netzgerät abkühlen
lassen.
Den Hauptschalter (Bild 85,4) zunächst oben drücken: Stellung "OFF".
Nach ca. 60 Sekunden den Hauptschalter wieder auf Stellung "ON" schalten.
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93Caravan - 09-12 - DE
9.5Elektroblock EBL 109 (Autark-Paket)
2015157575575
22
TÜV
Rheinland
Product Safety
geprüfte
Sicherheit
ELEKTROBLOCK EBL 109-6
Blei-Gel
Batterie-Wahl
Blei-Säure
Internes
Lademodul
Booster
Solarregler
Block 4
Block 3
Block 2
10
13
1
12
13
Block 1
LED-Tafel
1
Solar
TV
Kreis 2
Pumpe
Kreis 1
KS-Steuerung
20A 15A 15A 7,5A 15A 5A 15A 2A
21345
76
Lüftungsschlitze nicht abdecken. Überhitzungsgefahr!
Wohnraumbatterie, Minus (Masse)
6 Sicherungen (siehe Tabelle "Belegung der Sicherungen")
7 Anschluss Panel
AufgabenDer Elektroblock hat folgende Aufgaben:
Der Elektroblock lädt die Wohnraumbatterie.
Der Elektroblock verteilt den Strom an die 12-V-Stromkreise und sichert diese
ab.
Der Elektroblock enthält Anschlüsse für einen Solar-Laderegler sowie weitere
Steuer- und Überwachungsfunktionen.
Der Elektroblock trennt die Starterbatterie des Zugfahrzeugs elektrisch von der
Wohnraumbatterie des Caravans, wenn ein elektrischer Anschluss zwischen
Zugfahrzeug und Caravan besteht und der Fahrzeugmotor abgeschaltet wird.
So können die 12-V-Verbraucher des Caravans die Starterbatterie des Zugfahrzeugs nicht entladen.
Der Elektroblock verteilt den Strom an die 12-V-Steckdosen. An die Steckdosen
können Geräte mit maximal 10 A angeschlossen werden.
Der Elektroblock arbeitet nur in Verbindung mit einem Panel.
Wenn der Elektroblock stark belastet wird, reduziert das eingebaute Ladegerät den
Ladestrom. So schützt sich das Ladegerät vor Überhitzung. Der Elektroblock wird
z. B. dann stark belastet, wenn eine leere Wohnraumbatterie geladen wird, zusätzlich elektrische Verbraucher eingeschaltet sind und hohe Umgebungstemperaturen herrschen.
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EinbauortDer Elektroblock befindet sich je nach Modell im Sitzkasten oder im Bettkasten.
Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Elektroblock" ent-
nehmen.
9.5.1Batterie-Wahlschalter
Wenn der Batterie-Wahlschalter falsch eingestellt ist, kann sich Knallgas
bilden. Explosionsgefahr!
Eine falsche Stellung des Batterie-Wahlschalters schädigt die Wohnraumbat-
terie.
Die werkseitige Einstellung des Batterie-Wahlschalters nicht verändern.
Am Batterie-Wahlschalter kann das Lademodul im Elektroblock auf den Typ der im
Fahrzeug eingebauten Wohnraumbatterie ("Blei-Gel" oder "Blei-Säure") eingestellt
werden.
9.5.2Batterie-Ladung
Bei Fahrbetrieb wird die Wohnraumbatterie durch die Lichtmaschine des Zugfahrzeugs nachgeladen. Wird der Motor des Zugfahrzeugs abgestellt, trennt der Elektroblock die Starterbatterie des Zugfahrzeugs elektrisch von der
Wohnraumbatterie, so dass ein Entladen der Starterbatterie des Zugfahrzeugs
durch die 12-V-Verbraucher des Wohnraums ausgeschlossen ist.
Wenn das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, lädt der Elektroblock die Wohnraumbatterie.
Die Starterbatterie des Zugfahrzeugs wird über das Stromversorgungsgerät
nicht geladen.
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95Caravan - 09-12 - DE
9.6Panel LT 109 (Autark-Paket)
12VBatterieTank
EIN
AUS
1234 56
Bild 88Panel LT 109
9.6.112-V-Hauptschalter
Der 12-V-Hauptschalter (Bild 88,1) schaltet die 12-V-Versorgung des Wohnraums
ein und aus.
1 12-V-Hauptschalter
2 12-V-Kontroll-Leuchte
3 Anzeige Ladezustand Batterie
4 Wippschalter für Batterieanzeige
5 Anzeige Tankvolumen
6 Wippschalter für Tankfüllstandsanzeige
Einschalten:
Wippschalter (Bild 88,1) oben drücken: Die 12-V-Versorgung des Wohnraums
ist eingeschaltet. Die 12-V-Kontroll-Leuchte (Bild 88,2) leuchtet grün.
Ausschalten:
Wippschalter (Bild 88,1) unten drücken: Die 12-V-Versorgung des Wohnraums
ist ausgeschaltet. Die 12-V-Kontroll-Leuchte (Bild 88,2) erlischt.
Beim Verlassen des Fahrzeugs den 12-V-Hauptschalter ausschalten. So lässt sich
eine unnötige Entladung der Wohnraumbatterie vermeiden.
9.6.2Ladezustand der Wohnraumbatterie
Mit dem Wippschalter "Batterie" (Bild 88,4) kann der Ladezustand der Wohnraumbatterie abgefragt werden.
Anzeigen:
Wippschalter "Batterie" (Bild 88,4) drücken: Ladezustand der Wohnraumbat-
terie wird angezeigt.
Nach dem Drücken des Wippschalters leuchtet die rote, gelbe oder grüne KontrollLeuchte (Bild 88,3):
Rote Kontroll-Leuchte mit Symbol "" blinkt: Wohnraumbatterie ist ent-
laden. Die Wohnraumbatterie sofort voll laden.
Gelbe Kontroll-Leuchte mit Symbol "" leuchtet: Wohnraumbatterie ist
halb entladen. Der Energievorrat der Wohnraumbatterie reicht nur noch für
einen begrenzten Zeitraum. Die Wohnraumbatterie bald nachladen.
Grüne Kontroll-Leuchte mit Symbol "" leuchtet: Wohnraumbatterie ist
voll geladen.
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96Caravan - 09-12 - DE
9.6.3Füllstand des Wassertanks
LT 222
12
Mit dem Wippschalter "Tank" (Bild 88,6) kann der Füllstand des Wassertanks abgefragt werden.
Anzeigen:
Wippschalter "Tank" (Bild 88,6) drücken: Füllstand des Wassertanks wird ange-
zeigt.
Nach dem Drücken des Wippschalters leuchtet eine Kontroll-Leuchte (Bild 88,5)
auf:
LED mit Symbol "" leuchtet: Tank voll bzw. fast voll
LED mit Symbol "" leuchtet: Tank ca. 3/4 voll
LED mit Symbol "" leuchtet: Tank ca. 1/2 voll
LED mit Symbol "" leuchtet: Tank ca. 1/4 voll
Keine LED leuchtet: Tank leer
9.7Panel LT 222
1 Wippschalter für Wassertank
2 Kontroll-Leuchte Wassertank
Bild 89Panel LT 222
Füllstand des TanksAm Panel (Bild 89) kann der Füllstand des Wassertanks abgefragt werden.
Anzeigen:
Wippschalter (Bild 89,1) drücken: Eine der Kontroll-Leuchten (Bild 89,2)
leuchtet.
9.8230-V-Bordnetz
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
Das 230-V-Bordnetz versorgt:
die Steckdosen mit Schutzkontakt für Geräte mit maximal 16 A
den Kühlschrank
die 12-V-Versorgung des Wohnbereichs
Die elektrischen Verbraucher, die an das 12-V-Bordnetz des Wohnteils angeschlossen sind, werden von der Wohnraumbatterie (Autark-Paket) oder vom Netzgerät mit Spannung versorgt.
Das Fahrzeug so oft wie möglich an eine externe 230-V-Versorgung anschließen.
Dabei lädt das Lademodul im Elektroblock automatisch die Wohnraumbatterie
(Autark-Paket).
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97Caravan - 09-12 - DE
9.8.1230-V-Anschluss
Die externe 230-V-Versorgung muss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter
(FI-Schalter, 30 mA) abgesichert sein.
Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer
trennen, bevor der Caravan an die örtliche Stromversorgung angeschlossen
wird. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
Für die Anschluss-Stellen auf Campingplätzen (Campingverteiler) sind hoch
Das Fahrzeug kann an eine externe 230-V-Versorgung angeschlossen werden. Das
Kabel darf eine Länge von höchstens 25 m haben.
9.8.2Versorgungsleitung für externen 230-V-Anschluss
Von Kabeltrommeln das Kabel vollständig abwickeln, um eine Überhitzung
zu vermeiden.
Versorgungsleitung
AnschlussmöglichkeitenWir empfehlen als Versorgungsleitung ein CEE-Verbindungskabel mit CEE-Stecker
dreiadrige (3 x 2,5 mm
höchstens 25 m Länge
1 Stecker mit Schutzkontakt
1 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Steckvorrichtungen nach EN 60309)
und CEE-Kupplung. Wenn diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben ist, empfehlen wir folgende Kombination mit einem Schuko-Stecker:
Bild 90Anschlussmöglichkeiten 230-V-
Anschluss
Adapterkabel:
CEE 17 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 90,1) – Stecker mit Schutzkontakt (Bild 90,2)
Kabeltrommel:
Steckdose mit Schutzkontakt (Bild 90,3) – Stecker mit Schutzkontakt (Bild 90,4)
Adapterkabel:
Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 90,5) – CEE 17 Stecker mit Schutzkontakt (Bild 90,6)
2
) flexible Gummischlauchleitung
Bild 91Anschluss an eine Winkelkupp-
lung mit Steckdose
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98Caravan - 09-12 - DE
Bei Verwendung einer CEE 17 Winkelkupplung mit rückseitig eingebauter
Steckdose (Bild 91,1) nur einen gummierten und versiegelten IP 44 Stecker
mit Schutzkontakt (Bild 91,2) verwenden. Keine Stecker ohne Schutzkontakt
(Bild 91,3) verwenden. Gefahr eines Stromschlages!
Je nach Ausführung ist die Klappe für den 230-V-Anschluss mit dem Symbol " "
gekennzeichnet.
Versorgungsleitung
anschließen:
9.9Sicherungen
9.9.112-V-Sicherungen
Außenklappe öffnen.
Je nach Ausführung die Abdeckung nach oben kippen.
Stecker einstecken.
Je nach Ausführung den Stecker vor dem Herausziehen entriegeln.
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und
beseitigt ist.
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Stromversorgung ausge-
schaltet ist.
Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
Die Verbraucher, die im Wohnteil an die 12-V-Versorgung angeschlossen sind, sind
durch eigene Sicherungen abgesichert. Die Sicherungen sind am Netzgerät und
am Elektroblock zugänglich.
Eine intakte 12-V-Sicherung ist an dem unversehrten Sicherungselement
(Bild 92,1) erkennbar. Wenn das Sicherungselement unterbrochen ist (Bild 92,2),
die Sicherung wechseln.
Vor dem Wechseln der Sicherungen Funktion, Wert und Farbe der betreffenden
Sicherungen den nachfolgenden Angaben entnehmen. Bei einem Sicherungswechsel nur Flachsicherungen mit den Werten verwenden, die nachfolgend angegeben sind.
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99Caravan - 09-12 - DE
Sicherungen an der
Wohnraumbatterie
(Autark-Paket)
FunktionWert/Farbe
Leitung von der Wohnraumbatterie zum Stromversorgungsgerät
Leitung von der Wohnraumbatterie zum Stromversorgungsgerät
40 A rot
2A grau
Sicherung am Netzgerät
(Umformer H)
Sicherungen am
Netzgerät (Schaltnetzteil
Typ I)
Sicherungen am
Netzgerät (Schaltnetzteil
Typ II)
Sicherungen am
Elektroblock EBL 109
(Autark-Paket)
Hauptsicherung15 A blau
Stromkreis 115 A blau
Stromkreis 215 A blau
Stromkreis 315 A blau
Stromkreis 415 A blau
Stromkreis 115 A blau
Stromkreis 25A hellbraun
Stromkreis 315 A blau
Stromkreis 415 A blau
internes Ladegerät20 A gelb
Booster15 A blau
Solar15 A blau
TV7,5 A braun
Kreis 215 A blau
Pumpe für Wasser5A hellbraun
Sicherung der Thetford-
Toilette (schwenkbare
Toilette)
Wechseln:
Kreis 115 A blau
Steuerung Kühlschrank2A grau
Die Sicherung befindet sich im Gehäuserahmen der Thetford-Kassette.
1 Flachsicherung 3 A/violett
Bild 93Sicherung der Thetford-Toilette
Die Klappe für die Thetford-Kassette außen am Fahrzeug öffnen.
Die Thetford-Kassette vollständig herausziehen.
Die Sicherung (Bild 93,1) wechseln.
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100Caravan - 09-12 - DE
Sicherung der Thetford-
Toilette (feste Bank)
Die Sicherung befindet sich im Gehäuserahmen der Thetford-Kassette.
1 Flachsicherung 3 A/violett
Bild 94Sicherung der Thetford-Toilette
Wechseln:
Die Klappe für die Thetford-Kassette außen am Fahrzeug öffnen.
Die Thetford-Kassette entnehmen und die Klappe in der Gehäusewand aus-
schwenken.
Die Sicherung (Bild 94,1) wechseln.
9.9.2230-V-Sicherung
Bild 95Leitungsschutzschalter
Ein zweipoliger Leitungsschutzschalter (Bild 95,1) sichert das 230-V-Bordnetz ab.
Der Leitungsschutzschalter ist in das Netzgerät integriert oder separat neben dem
Netzgerät montiert (Bild 95).
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