Diese Anleitung beschreibt den ChromoFlex-Editor, einem Programm für PC zum Editieren und Steuern von einem oder
mehreren ChromoFlex-Modulen. Die Anleitung zur Hardware ist als separates Dokument erhältlich.
Systemvoraussetzungen
Der ChromoFlex-Editor (im weiteren Text als „CFE“ bezeichnet) stellt nur sehr geringe Ansprüche an Ihre Hardware und
sollte problemlos auf jedem PC ab W98 laufen. Sie benötigen zum Betrieb eine serielle Schnittstelle (COM-Port, RS232).
„Echte“ COM-Ports sind inzwischen nicht mehr die Regel. Der CFE arbeitet aber problemlos mit üblichen
USB/RS232-Konvertern zusammen, welche dann einen „virtuellen“ COM-Port zur Verfügung stellen.
Installation/Deinstallation
Die Software wurde so konzipiert, dass sie vollständig vom PC deinstalliert werden kann. Irgendwelche versteckten
Änderungen werden nicht gemacht. Lediglich Dateien, die während des Betriebs entstanden sind, müssen manuell gelöscht
werden. Die Deinstallations-Routine gibt aber hierzu Anweisungen.
Kommunikation und Kabel
Zum Betrieb an einem oder mehreren ChromoFlex-Modulen benötigen Sie ein Kabel. Sie können dies entweder fertig von
uns beziehen, oder aber auch problemlos selbst herstellen. Es werden lediglich zwei Adern benötigt. Die Kommunikation
selbst findet „unidirektional“ statt, d.h. der PC kann zwar Kommandos/Daten senden, aber keine Antwort von den
ChromoFlex-Modulen empfangen (denn die kann man ja auch sehen).
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2
7
8
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PC-RS232-TX
3
4
PC-RS232-GND
5
10k
RS232-GND
RS232-RX
RS232-GND
RS232-RX
RS232-GND
RS232-RX
SUB-D9 Buchse "weiblich" von Rückseite gesehen
Die Nummern der Pins sind normalerweise aufgedruckt
zu den ChromoFlex -Modulen
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Stand 07.04.2006
Die Verbindung RS232-GND wird auf weiteren Modulen, die über eine gemeinsame Masse-Versorgung verfügen, nicht
benötigt (siehe Anleitung zur Hardware).
Wichtig: Zur korrekten Funktion der Vernetzung muss an einer Stelle im Bus ein Widerstand von etwa 10 kOhm (Low Cost)
eingebaut werden. Dieser Widerstand liegt den von uns angebotenen PC-Kabel-Sätzen bei. Zum Vernetzen eignet sich
sehr gut abgeschirmte NF-Kabel (Low Cost). Bei kurzen Kabeln (< 5 Mtr.) kann normalerweise auf den Schirm verzichtet
werden. Der Widerstand sollte an einem der Module zwischen RS232-RX und RS232-GND geklemmt werden, von da
gehen auch die Signale zum PC. Die Module untereinander benötigen nur das Signal RS232-RX und den gemeinsamen
GND.
Die Oberfläche
Nach Start des CFE erscheint dieser in seiner reduzierten Form:
Sie können nun (sofern eine Verbindung zu den Modulen besteht) mittels der drei Schieber Farben auf den
ChromoFlex-Modulen einstellen. Laufende Programme auf den Modulen werden dabei angehalten, solange bis der CFE auf
dem PC beendet wird, oder eine der Schalter für Effektte (am PC, nicht aber die Taster an den Modulen) gedrückt wird.
Die Kontroll-LEDs auf den ChromoFlex-Modulen flackern während der Datenübertragung. Durch ein mathematisches
Verfahren ist sichergestellt, dass nur korrekte Kommandos übertragen werden, Übertragungsfehler werden zuverlässig
erkannt.
Adressierung
Normalerweise gehen die abgesandten Kommandos an alle ChromoFlex-Module. Es ist aber auch möglich Kommandos an
spezielle Gruppen oder sogar an einzelne Module zu senden:
Jedes Modul ist unter einer von drei Adressen ansprechbar:
Allgemein Adresse:Auch „Broadcast“ genannt. Bei der jedes vorhandene Modul angesprochen wird.
Gruppe:Einstellung der Gruppen 1-7 mittels DIP-Schalter auf den Modulen, siehe Hardware-Anleitung.
Technisch gesehen sind bis zu 255 Gruppen möglich.
Spezielles Modul:Jedes Modul kann zusätzlich unter seiner Seriennummer angesprochen werden. Dies
ist eine Zahl zwischen 010000
und FFFFFE
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(im Hexadezimal-Format), es sind also
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Hinweis: In der Praxis lassen sich erfahrungsgemäß problemos 30 ChromoFlex-Module (oder auch mehr) in einem
Netzwerk betreiben. Bei Verwendung von Schnittstellen-Verstärkern kann diese Anzahl aber nahezu beliebig erhöht werden.
Mit dem CFE können allerdings keine einzelnen Module, lediglich Broadcast oder die Gruppen 1-7 angesprochen werden.
Hinweis: Es ist durchaus möglich, die ChromoFlex-Module auch mit eigener Hardware (z.B. SPS oder
Embedded-Steuerungen) anzusprechen. Wir sind gerne bereit, sofern es sich um professionelle Anwendungen handelt, die
benötigten Informationen bereitzustellen. Zur Einbindung in eigene Programme für PC stehen leicht zu verwendende Treiber
als DLL zur Verfügung (für alle gängigen Programmiersprachen).
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theoretisch bis zu 16 Millionen ChromoFlex-Module einzeln ansprechbar. Die Seriennummer
ist ab Werk auf dem Modul hinterlegt, kann aber bei Bedarf auch geändert werden.
Stand 07.04.2006
Effekte
Die auf dem Formular sichtbaren Effekte stellen die Default-Belegung der ChromoFlex-Module dar und wurden bereits in
der Anleitung zur Hardware erklärt.
Wichtig: Es ist problemlos möglich sämtliche Effekte komplett auszutauschen (nicht nur das „User Program“). Weitere Infos
hierzu folgen im nächsten Abschnitt.
Expert-Mode
Nach Drücken des Schalters „Expert Mode“ erweitert sich die Oberfläche des CFE:
Hinweis: Die beiden Schalter mit der gelben Überschrift sind per Default nicht sichtbar.
Farbselektion
Es ist wichtig zu verstehen, wie die Farbselektion arbeitet. Natürlich kann zuerst einmal die aktuelle Farbe mit den
Schiebereglern bestimmt werden. Alternativ kann eine Farbe aus den Gruppen „Color Map“ und „User Program“ durch
Drücken der linken
Maustaste ausgewählt werden. Die aktuelle Einstellung der Schieberegler kann mittels Drücken der
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Maustaste auf den entsprechenden Schalter ausgewählt werden:
rechten
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Stand 07.04.2006
Also: Linke Maustaste
Rechte Maustaste
Insgesamt stehen also 8 plus 8 Speicherpositionen für Farbwerte zur Verfügung.
überträgt den Farbwert auf die Schieberegler, die
speichert den aktuellen Wert der Schieberegler für diesen Schalter.
Farbtabellen
Ein wesentliches Konzept des ChromoFlex sind die beiden Farbtabellen „Color Map“ und „User Program“. Die „Color Map“
ist jene Farbtabelle, die für einige der Effekte verwendet wird. Für die werksmäßig vorprogrammierten Effekte sind dies:
Der Vorteil von Farbtabellen ist der, daß nicht eine Farbe direkt ausgewählt wird, sondern lediglich ein Eintrag in einer
Tabelle. Diese Tabelle kann man nun verändern. Werden etwa für Effekte nur „kalte“ Farben benötigt, so würde es reichen
die roten und orangen Einträge in der „Color Map“ durch kältere Farben zu ersetzen.
Um die geänderten Farbtabellen auf die Module zu übertragen, wird die Schaltfläche „Transfer Color Map“ verwendet. Dies
dauert etwa 10 Sekunden. Natürlich müssen dazu ChromoFlex-Module angeschlossen sein. Da die Übertragung nur in eine
Richtung erfolgt, kann der CFE nicht feststellen, ob die Übertragung erfolgreich war. Aber wie schon erwähnt ist die
Übertragung normalerweise sehr zuverlässig.
Nach der Übertragung werden die Module resettet und beginnen mit ihrem Default-Programm und der (geänderten) „Color
Map“.
User-Programm
Um noch mehr Flexibilität zu bekommen, existieren auf den ChromoFlex-Modulen eine weitere Farbtabelle namens „User
Programm“. Diese Farbtabelle wir ausschließlich für den Effekt 4 („User Program“) verwendet.
Das „User Program“ kann aus minimal 1 und maximal 8 Einträgen bestehen. Eine Farbe wird durch das Häkchen als
verwendet gekennzeichnet, das Setzen und Editieren der Farben mittels linker und rechter Maustaste
gleich wie schon oben erwähnt.
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funktioniert exakt
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Stand 07.04.2006
Im obigen Beispiel wurden 4 Farben (Rot, Gelb, Grün, Blau) verwendet.
Eine Besonderheit beim „User Program“ sind die frei definierbaren Werte für Standzeit einer Farbe („Duration“) und die
Überblend-Zeit („Transition“).
Zur Erklärung: „Duration“ wie lang der entsprechende Abschnitt dauern soll. Im obigen Beispiel sind die 60 Sekunden, also
ist die Durchlaufzeit des kompletten „User Program“ 240 Sekunden ( = 4 Farben zu je 60 Sekunden).
Die „Transition“ Zeit gibt an, wie schnell die Farbe überblendet wird. Im obigen Beispiel bedeutet dies, dass jede Farbe für
den kompletten Wechsel 50 Sekunden benötigt, das heißt erst nach 50 Sekunden ist die ausgewählte Farbe „rein“ sichtbar.
Aufgrund der 60 Sekunden langen „Duration“ bleibt die ausgewählte „reine“ Farbe daher nur für 10 Sekunden ( = Differenz)
sichtbar.
Es sind Überblend-Zeiten von bis zu 360 Sekunden und Standzeiten von bis zu 600 Sekunden pro Farbe möglich. Damit
lassen sich auch sehr langsame Farbwechsel realisieren.
Wichtig: Es ist leicht einzusehen, dass die „Transistion“ Zeit immer etwas kleiner sein sollte als die „Duration“, da sonst ja die
Zielfarbe niemals erreicht werden würde.
Wichtig: Farbtabellen können erst nach dem Transfer auf die Module verwendet werden.
Laden, Speichern und „Color Map“ Reset
Selbstverständlich können Einstellungen auch auf Disk gespeichert werden. Mit „Color Map“ Reset werden die
Werkseinstellungen der Farbtabellen aktiviert.
Freie und andere Effekte/Templates
Sämtliche Effekte sind - unabhängig von den Farbtabellen - in den sogenannten „Templates“ enthalten. Das werksmäßige
Template namens „Default.bin“ ist beispielsweise dem CFE beigefügt. Natürlich können diese Effekte nicht alle denkbaren
Möglichkeiten und Anwenderwünsche abdecken.
Es ist aber durchaus möglich, andere Templates zu verwenden. Ein Template kann man sich vorstellen als eine Art
Programm, welches auf dem ChromoFlex-Modul abläuft und wiederum Unterfunktionen (die „Effekte“) enthalten kann.
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Eine bereits realisierte Anwendung anderer Templates war beispielsweise ein Pool, bei dem mehrere verschiedene
therapeutische Farbabläufe per Relais und EIB (Gebäude-Installations-Bus) ausgewählt werden mussten. Diese Relais
wurden dann einfach an die Tasten-Eingänge der ChromoFlex-Module angeklemmt und die therapeutischen Farbabläufe in
einem kundenspezifischen Template programmiert.
Die Templates selbst können leistungsfähige Befehle enthalten: Arithmetische, Logische, Mathematische Operatoren sind
ebenso enthalten, wie der Zugriff auf die Tasten, Speicherfunktionen. Selbst eine Uhren-Funktionalität ist enthalten.
Netzwerkfunktionen runden das Ganze noch ab, so können sich einzelne Module sogar gegenseitig Nachrichten zusenden!
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Stand 07.04.2006
Spezial-Parameter
Für die werksseitig vorgegebenen 8 Effekte werden die Einstellungen dieser Gruppe nicht benutzt, allerdings benötigen
einige der „Spezial-Effekte“, wie auch im nachfolgenden Abschnitt beschrieben, zusätzliche Parameter. Diese können hier
editiert werden. Die genau Funktion der Parameter hängt vom jeweiligen Effekt ab.
Composer
Der CF-Composer ist ein Programm, mit welchem man die Effekte selbst zusammenstellen kann, bzw. die vorgegebenen
Effekte auch durch andere Effekte ersetzen kann.
Dies soll am Beispiel einer Fernsteuerung gezeigt werden: Der Benutzer soll im Programmiermodus die Möglichkeit haben,
durch 1-Sekunde langes Drücken der ‘Mute’-Taste die soeben eingestellte Farbe abzuspeichern. Die abgespeicherte Farbe
soll nun anstelle des Default-Effekts „Bursts“ aufgerufen werden können, bzw. automatisch nach dem Einschalten
erscheinen.
Dazu muss ein neues Template erzeugt werden: Im CF-Composer einfach das Projekt ‘SAVE8.MAS’ öffnen:
Man sieht, dass hier gegenüber der Werksvorgabe (‘Bursts’) der Key 8 mit einem anderen Effekt (‘memory0.eff’) belegt
worden ist. Dieser Effekt holt sich ganz einfach den gespeicherten Farbwert (welcher an der im CFE als Speicherstelle ‘Mem
Color 1’ abgelegt wird). Bei Bedarf kann noch mit den DIP-Schaltern am Modul der Effekt 8 als Power-on Effekt aktiviert
werden. Alternativ kann man die Effekte im Composer an andere Positionen legen.
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Ein weiterer Effekt im Composer ist „Color_RGB.MAS’, bei der Tasten absichtlich (für eine Ansteuerung über EIB) zweifach
mit dem selben Effekt belegt worden sind.
Manche (einfache) Effekte, wie etwa reine Farbwerte, können vom Benutzer editiert werden. In diesem Fall ist der
‘Edit’-Button aktiviert. Nach diesem System können auch beliebige neue Farbwerte als Effekte abgelegt werden, wie hier.
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Stand 07.04.2006
Farbwellen
Ein sehr schöner Effekt sind auch „Farbwellen“. Werden mehrere Module in einem Beleuchtungsprojekt eingesetzt, wäre es
beispielsweise denkbar, den User-Farbwechsel einfach auf jedem Modul oder jeder Gruppe mit einer leichten Verzögerung
zu starten.
So können sich sehr schöne „wandernde“ Farbwechsel ergeben. Dies realisiert das Projekt „User_Wave.MAS“, welches als Erweiterung des werksseitigen User-Farbwechsel - den „Spezial Par. 1“ als zusätzlichen Zähler mit einer Spanne von 10
msec pro Zähler verwendet. Ab 3 Modulen lässt sich dieser Effekt einsetzen.
Factory
Um Templates laden zu können und das Modul wieder in seinen Auslieferungs-Zustand versetzen zu können, muss das
Häkchen „En. Factory Setup“ angeklickt werden.
Danach erscheinen zwei Schaltflächen. Mit der einen („Transfer Template“) können Templates übertragen werden (was
allerdings bei größeren Templates bis zu 2 Minuten dauern kann).
Die Taste „Factory“ stellt ein neues Fenster dar, mit dem Sie die komplette Werksinitialisierung (Seriennummer,
Farbtabellen, Templates plus Kurztest der Kanäle) durchführen können .
Bitte beachten Sie, dass die Seriennummer der Module auch für die Zufalls-Effekte benötigt werden. Es ist nicht
empfehlenswert mehreren Modulen die gleiche Seriennummer zu geben!
Kontakt / Internet
Download der PC-Software, Datenblätter , technische Anfragen:
www.barthelme.de
Kontakt (technische Fragen bitte ausschließlich über unsere Internetseite!):
www.barthelme.de
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