Die Mitarbeiter unseres Hauses beglückwünschen Sie zum Erwerb Ihres neuen Caravans. Sie haben ein hochwertiges Fahrzeug erworben, mit dem Sie viel Freude haben werden.
Damit Sie Ihren Caravan jederzeit sachgerecht und vor allem einfach bedienen und benutzen können, erhalten Sie bereits bei der Übernahme von Ihrem Händler eine detaillierte Einweisung in alle
wichtigen Funktionen.
Als ständiger Begleiter für die Beantwortung von Fragen beim Umgang mit dem Caravan stehen Ihnen dann dieses Handbuch sowie die Bedienungsanleitungen der Gerätehersteller zur Verfügung.
Vor Antritt der ersten Fahrt
Benutzen Sie das vorliegende Handbuch nicht nur als Nachschlagewerk, sondern machen Sie sich
gründlich damit vertraut.
Füllen Sie die Garantiekarten der Einbaugeräte und Sonderausstattungen in den separaten Anleitungen aus und schicken Sie die Garantiekarten den Geräteherstellern zu. Dadurch sichern Sie Ihren Garantieanspruch für alle Geräte.
Vor dem ersten Start diese Bedienungsanleitung vollständig lesen!
Einleitung
Die Bedienungsanleitung im Caravan immer mitführen. Alle Sicherheitsbestimmungen auch an andere Benutzer weitergeben.
V Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zur Gefährdung von Personen führen.
V Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zu Schäden im oder am Fahrzeug führen.
V Dieses Zeichen weist auf Empfehlungen oder Besonderheiten hin.
V Dieses Zeichen weist auf umweltbewusstes Verhalten hin.
Diese Bedienungsanleitung enthält Abschnitte, in denen modellbezogene Ausstattungen oder Sonderausstattungen beschrieben sind. Diese Abschnitte sind extra gekennzeichnet. Es ist möglich,
dass Ihr Caravan nicht mit diesen Sonderausstattungen ausgerüstet ist.
Andererseits kann Ihr Caravan mit weiteren Sonderausstattungen ausgerüstet sein, die in dieser Bedienungsanleitung nicht beschrieben sind, denn Sonderausstattungen sind nur dann beschrieben,
wenn sie einer Erklärung bedürfen.
Die separat beigelegten Bedienungsanleitungen beachten.
V Die Angaben "rechts", "links", "vorne", "hinten" beziehen sich stets auf das Fahrzeug
in Fahrtrichtung gesehen.
V Alle Maße und Gewichte sind "circa"-Angaben.
Wenn die Hinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden und deshalb ein Schaden
am Caravan entsteht, entfällt der Garantieanspruch.
Unsere Caravans werden ständig weiterentwickelt. Wir bitten um Verständnis, dass Änderungen in
Form, Ausstattung und Technik vorbehalten sind. Aus dem Inhalt dieser Bedienungsanleitung können aus diesen Gründen keine Ansprüche an den Hersteller abgeleitet werden. Beschrieben sind
die bis zur Drucklegung bekannten und eingeführten Ausstattungen.
Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung des Herstellers nicht gestattet.
V Dem Caravan ist kein Wagenheber beigelegt. Vor dem Start für Notfälle einen han-
delsüblichen Scherenwagenheber oder Hydraulikwagenheber zulegen.
Der Caravan ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln
gebaut. Dennoch können Personen verletzt oder der Caravan beschädigt werden, wenn die Sicherheitshinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden.
Den Caravan nur in technisch einwandfreiem Zustand benutzen. Die Bedienungsanleitung beachten.
Störungen, die die Sicherheit von Personen oder des Caravans beeinträchtigen, sofort von Fachpersonal beheben lassen.
Die Bremsanlage und die Gasanlage des Caravans nur von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen
und reparieren lassen.
Veränderungen am Aufbau dürfen nur mit Genehmigung des Herstellers durchgeführt werden.
Reisegepäck und Zubehör nur bis zur technisch zulässigen Gesamtmasse mitführen.
Die in der Bedienungsanleitung und im Inspektionsheft vorgegebenen Prüf- und Inspektionsfristen
V Ruhe und Sauberkeit der Natur nicht beeinträchtigen.
V Grundsätzlich gilt: Abwasser aller Art und Hausmüll gehören nicht in den Straßengully
oder in die freie Natur.
V Abwassertank und Thetford-Kassette nur an Entsorgungsstationen, auf Campingplät-
zen oder in speziell dafür ausgewiesenen Entsorgungsmöglichkeiten entleeren. Beim
Aufenthalt in Städten und Gemeinden die Hinweise an den Stellplätzen beachten oder
nach Entsorgungsmöglichkeiten fragen.
V Abwässer an Bord nur im eingebauten Abwassertank oder in anderen dafür geeigne-
ten Behältern sammeln.
V Abwassertank so oft wie möglich entleeren, auch wenn der Abwassertank nicht voll-
ständig gefüllt ist (Hygiene).
Abwassertank und Ablassleitung nach Möglichkeit bei jeder Entleerung mit Frischwas-
ser ausspülen.
V Thetford-Kassette nie zu voll werden lassen. Spätestens wenn die Füllstandsanzeige
aufleuchtet, die Thetford-Kassette unverzüglich entleeren.
Einleitung
1
V Hausmüll auch auf Reisen nach Glas, Blechdosen, Plastik und Nassmüll trennen. Bei
der jeweiligen Gastgemeinde nach Entsorgungsmöglichkeiten fragen. Hausmüll darf
nicht auf Parkplätzen in die dortigen Abfallbehälter entsorgt werden.
V Abfallbehälter möglichst oft in die dafür vorgesehenen Tonnen oder Container entlee-
ren. So werden unangenehme Gerüche und problematische Müllansammlungen an
Bord vermieden.
V Fahrzeugmotor des Zugfahrzeugs im Stand nicht unnötig laufen lassen. Ein kalter Mo-
tor setzt im Leerlauf besonders viele Schadstoffe frei. Die Betriebstemperatur des Motors wird am schnellsten durch Fahrt erreicht.
V Für die Toilette eine umweltfreundliche und biologisch gut abbaubare WC-Chemikalie
in geringer Dosierung verwenden.
V Für längere Aufenthalte in Städten und Gemeinden speziell für Caravangespanne
ausgewiesene Abstellplätze aufsuchen. Bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde nach
Abstellmöglichkeiten erkundigen.
V Stellplätze immer in sauberem Zustand verlassen, auch wenn der Schmutz von ande-
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Sicherheitshinweise. Die Sicherheitshinweise dienen dem
Schutz von Personen und Sachwerten.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z den Brandschutz und das Verhalten bei Bränden
z das allgemeine Verhalten im Umgang mit dem Caravan
z die Verkehrssicherheit des Caravans
z den Anhängerbetrieb
z die Gasanlage des Caravans
z die elektrische Anlage des Caravans
z die Wasseranlage des Caravans
2.1Brandschutz
2.1.1Vermeidung von Brandgefahren
V Kinder nie alleine im Caravan lassen.
V Brennbare Materialien von Heizgeräten und Kochgeräten fernhalten.
V Leuchten können sehr heiß werden. Immer einen Sicherheitsabstand von 30 cm ein-
halten.
V Niemals tragbare Heizgeräte oder Kochgeräte benutzen.
V Veränderungen an der Elektroanlage, der Gasanlage oder den Einbaugeräten dürfen
nur von autorisierten Fachwerkstätten durchgeführt werden.
2.1.2Feuerbekämpfung
V Im Caravan immer einen Trockenpulver-Feuerlöscher (mindestens 1 kg) mitführen.
Er muss zugelassen, geprüft und griffbereit sein.
V Den Feuerlöscher regelmäßig von zugelassenem Fachpersonal prüfen lassen. Prüf-
datum beachten.
V Der Feuerlöscher ist nicht im Lieferumfang des Caravans enthalten.
V Fahrzeuginsassen evakuieren.
V Elektrische Versorgung ausschalten und vom Netz trennen.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
V Alarm geben und Feuerwehr rufen.
V Feuer bekämpfen, falls dies ohne Risiko möglich ist.
V Über Lage und Bedienung der Notausstiege informieren.
V Fluchtwege freihalten.
V Gebrauchsanweisung des Feuerlöschers beachten.
2.2Allgemeines
V Für eine ausreichende Belüftung sorgen. Eingebaute Zwangslüftungen (Dachlüfter
oder Dachhauben) niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen.
Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch
erhöhten CO
V Durchgangshöhe der Eingangstür beachten.
-Gehalt.
2
V Für die Einbaugeräte (Gasheizung, Kochstelle, Kühlschrank usw.) sind die jeweiligen
Betriebsanleitungen und Bedienungsanleitungen maßgebend. Unbedingt beachten!
V Wenn Zubehör oder Sonderausstattungen angebaut werden, können sich die Abmes-
sungen, das Gewicht und das Fahrverhalten des Caravans ändern. Die Anbauteile
müssen zum Teil in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
V Nur Felgen und Reifen verwenden, die für den Caravan zugelassen sind. Angaben
über die Größe der zugelassenen Felgen und Reifen den Fahrzeugpapieren entnehmen.
V Beim Abstellen des Caravans die Feststellbremse anziehen.
V Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Türen, Außenklappen und Fenster schließen.
V Beim Verkauf des Caravans dem neuen Besitzer alle Bedienungsanleitungen des
V Vor Fahrtbeginn die Funktion der Signal- und Beleuchtungseinrichtung und der
Bremsen prüfen.
V Nach einer längeren Standzeit (ca. 10 Monate) die Bremsanlage und die Gasanlage
von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten (StVZO).
V Im Winter muss das Dach vor Fahrtbeginn schnee- und eisfrei sein.
V Vor Fahrtbeginn den Abwassertank (Zubehör) entleeren.
V Den Fernsehschrank schließen.
V Zuladung im Caravan vor Fahrtbeginn gleichmäßig verteilen (siehe Kapitel 3).
V Beim Beladen des Caravans und bei Fahrtunterbrechungen, wenn z. B. Gepäck oder
Lebensmittel nachgeladen werden, die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans und die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs beachten (siehe Fahrzeugpapiere).
Sicherheit
2
V Beachten, dass für die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs die maximal zulässige
Stützlast nicht überschritten und die Mindest-Stützlast nicht unterschritten wird. Den
Caravan nach diesen Gesichtspunkten beladen.
V Bei Caravanbetrieb müssen zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht sein.
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
V Vor Fahrtbeginn die Schranktüren, die Toilettentür, alle Schubladen und Klappen
schließen. Die Kühlschrank-Türsicherung einrasten.
V Dachhauben schließen und während der Fahrt geschlossen halten.
V Vor jeder Fahrt alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser verriegeln.
V Vor Fahrtbeginn externe Stützen entfernen und die am Caravan angebauten Kurbel-
stützen sowie das Deichselstützrad ganz hochkurbeln.
V Bei der ersten Fahrt und nach jedem Radwechsel die Radmuttern nach 50 km nach-
ziehen. Später von Zeit zu Zeit auf festen Sitz prüfen.
V Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck prüfen
(siehe Kapitel 13). Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und
kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen führen. Der Caravan kann außer Kontrolle geraten.
V Reifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein, weil das Material mit der Zeit brüchig wird
V Beim An- oder Abkuppeln des Caravans ist Vorsicht geboten.
V Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine Personen zwi-
schen Zugfahrzeug und Caravan aufhalten.
2.5Gasanlage
2.5.1Allgemeine Hinweise
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
V Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt reparieren oder ändern las-
sen.
V Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von einer autori-
sierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch für nicht angemeldete Fahrzeuge.
Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten
Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Auch der Gasdruckregler und die Abgasführungen müssen geprüft werden. Wir emp-
fehlen, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren ersetzen zu lassen.
V Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht Explosions-
gefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen. Fenster und Türen
öffnen. Nicht rauchen, keine offenen Flammen entzünden und keine Elektroschalter
(Lichtschalter usw.) betätigen. Defekt von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
V Vor Inbetriebnahme offener Brennstellen (Gaskocher) eine Dachhaube öffnen.
V Gaskocher nicht für Heizzwecke verwenden.
V Wenn der Caravan oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das Haupt-Absperrven-
til an der Gasflasche schließen.
V Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gerät ein Gasabsperrventil
erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
V Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer Minute
schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit prüfen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
darf keine Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Boiler usw.) in Betrieb sein.
V Die installierten Geräte sind für einen Betrieb mit Propangas, Butangas oder einem
Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle installierten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
V Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Ab die-
sen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für den Winterbetrieb nicht geeignet.
V Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen. Der
2
Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Bei Bedarf Gasschlauch in einer autorisierten Fachwerkstatt auswechseln lassen.
V Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach außen offener
Raum. Um ausströmendes Gas sofort nach außen ableiten zu können, die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken oder zustellen.
V Gaskasten nicht als Stauraum benutzen.
V Den Gaskasten vor Zugriff Unbefugter verschließen.
V Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
V Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck von
30 mbar ausgelegt sind.
V Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen
sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
V Abgase müssen ungehindert austreten können und Frischluft muss ungehindert ein-
treten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug
anliegen. Die Ansaugöffnungen unter dem Fahrzeugboden frei und sauber halten.
2.5.2Gasflaschen
V Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
V Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen und verdrehsicher festzurren.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler oder der
Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
V Gasdruckregler nur von Hand an die Gasflaschen anschließen. Keine Werkzeuge
verwenden.
V Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den Einsatz in Fahr-
zeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und genügen den
starken Beanspruchungen nicht.
V Bei Temperaturen unter 5 qC Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwen-
den.
V Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit eingebau-
tem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
V Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max. 150 cm).
V Gasschlauch regelmäßig auf Verschleiß und Risse prüfen. Verfallsdatum beachten.
V Bei Alu-Gasflaschen niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasfla-
V Arbeiten an der elektrischen Anlage nur von Fachpersonal durchführen lassen.
V Bevor Arbeiten an der elektrischen Anlage durchgeführt werden, alle Geräte und
Leuchten abschalten, die Batterie abklemmen und die 230-V-Versorgungsleitung
vom Netz trennen.
V Nur Originalsicherungen mit den Werten verwenden, die in der Bedienungsanleitung
angegeben sind.
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
V Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
2.7Wasseranlage
V Wenn der Caravan bei Frostgefahr nicht beheizt wird, die Wasseranlage (Schläuche,
Behälter usw.) entleeren, weil sie sonst nicht ausreichend vor Frostschäden geschützt
ist.
V Stehendes Wasser im Frischwassertank oder in Wasserleitungen wird nach relativ
kurzer Zeit ungenießbar. Deshalb vor jeder Inbetriebnahme des Caravans die Wasserhähne und den Frischwassertank mit mehreren Litern Frischwasser gut durchspülen. Dazu alle Wasserhähne öffnen.
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Hinweise, was Sie vor Fahrtantritt beachten müssen und welche Tätigkeiten Sie vor Fahrtantritt ausführen müssen.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Schlüssel
z die Zulassung
z das Ankuppeln und Abkuppeln am Zugfahrzeug
z die Anhängerkupplungen
z die Zuladung und deren Berechnung
z die richtige Beladung des Caravans
z die Außenspiegel
z das Verstauen des Fernsehgeräts
Am Ende des Kapitels finden Sie eine Checkliste, in der die wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst sind.
3.1Schlüssel
Mit dem Caravan werden 2 Schlüssel ausgeliefert.
Die Schlüssel passen für:
z die Eingangstür
z die Serviceklappen
z die Toilettenklappe
z die Gaskastenklappe
Stets einen Reserveschlüssel außerhalb des
Caravans deponieren. Die jeweilige Schlüsselnummer notieren. Bei Verlust kann Ihr Händler
weiterhelfen.
Ihr Caravan ist ein zulassungspflichtiges Fahrzeug. Für die Zulassung benötigen Sie folgende Unterlagen:
z den Fahrzeugbrief
z eine Versicherungsbestätigung (Versicherungs-Doppelkarte)
z den Personalausweis
z ggf. eine Zulassungsvollmacht
z einen Antrag auf Zulassung
Bitte beachten Sie, dass einige Länder trotz EU-Kennzeichentafel ein separates Nationalitäts-Kennzeichen fordern.
3.3Ankuppeln
V Beim Ankuppeln eines Caravans besteht Unfall- und Verletzungsgefahr. Deshalb den
Caravan vorsichtig an das Zugfahrzeug ankuppeln.
V Während des Rangierens zum Ankuppeln dürfen sich keine Personen zwischen Zug-
fahrzeug und Caravan aufhalten.
V Caravan mit Auflaufbremse: Caravan nicht mit aufgelaufener Bremse ankuppeln oder
abkuppeln.
V Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelhals: Wenn der Kugelhals falsch montiert
ist, besteht Abreißgefahr des Anhängers. Betriebsanleitung des Herstellers der Anhängerkupplung beachten.
V Zulässige Stützlast und Hinterachslast des Zugfahrzeugs beachten. Stützlast und Hin-
terachslast dürfen nicht überschritten werden. Die Werte der Stützlast und Hinterachslast den Fahrzeugpapieren des Zugfahrzeugs und den Papieren des Caravans entnehmen.
V Zum Ankuppeln des Caravans das Deichselstützrad auf dem Boden aufsetzen.
V Den Stabilisierungshebel nicht als Rangierhilfe benutzen.
V Darauf achten, dass das Innere der Anhängerkupplung nicht verschmutzt ist und dass
die beweglichen Teile der Anhängerkupplung (nicht die Kugelaufnahme) geschmiert
sind.
V Sicherheitskupplung Winterhoff oder AKS: Bei Verwendung der Sicherheitskupplung
die Kugel nicht schmieren. Die Reibebeläge werden an die Kupplungskugel angepresst und erzeugen dadurch ein Schlingerdämpfungsmoment. Diese Schlingerdämpfung ist nur dann gewährleistet, wenn der Kupplungskopf am Zugfahrzeug von Fett
und anderen Rückständen gesäubert wird. Beim Abschmieren der Sicherheitskupplung darauf achten, dass kein Öl oder Fett auf die Reibebeläge gelangt.
³ Den Caravan ankuppeln (siehe Abschnitt 3.4). Das Kupplungsmaul und die Kugel müssen inein-
ander greifen und dürfen nicht lose aufeinander liegen. Das Kupplungsmaul muss die Kugel
vollständig umschließen.
³ Das Seil der Abreißbremse mit einer Schlaufe um den Kugelkopf der Anhängervorrichtung des
Zugfahrzeugs hängen.
³ Das Deichselstützrad ganz nach oben drehen. Dabei die Laufrolle parallel zur Fahrtrichtung und
lung "offen" (Bild 3,2) ziehen. Die Anhängerkupplung ist geöffnet.
³ Die geöffnete Anhängerkupplung auf die
Anhängerkugel des Zugfahrzeugs aufsetzen und den Kupplungsgriff loslassen. Der
Griff gleitet selbsttätig in seine Ausgangsstellung (Bild 3,3) zurück.
³ Zusätzlich den Kupplungsgriff mit der Hand
(nicht mit dem Fuß) nach unten drücken.
Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
³ Sichtkontrolle durchführen: Anhängerkugel
darf in angekuppeltem Zustand nicht sichtbar sein.
Bild 3Sicherheitskupplung WS 3000 D
³ Die Stabilisierungseinrichtung aktivieren.
Dazu den Kupplungsgriff aus geschlossener
Stellung (Bild 3,3) bis zum Anschlag nach
unten drücken (Bild 3,4).
Zum Ausschalten der Stabilisierungseinrichtung, z. B. bei Fahrt auf Eis oder Schnee, den
Kupplungsgriff (Bild 3,1) langsam bis zur geschlossenen Stellung (Bild 3,3) nach oben ziehen.
V Beim Abkuppeln eines Caravans besteht Unfall- und Verletzungsgefahr. Deshalb den
Caravan vorsichtig vom Zugfahrzeug abkuppeln.
V Die zusätzlichen Sicherheitshinweise für das Ankuppeln in dieser Bedienungsanlei-
tung beachten.
³ Feststellbremse des Caravans anziehen.
³ An den Rädern die Unterlegkeile anlegen.
³ Den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen und in die Halterung an der
Deichsel stecken.
³ Das Seil der Abreißbremse vom Zugfahrzeug entfernen.
³ Das Deichselstützrad nach unten drehen, bis es fest auf dem Boden steht. Anschließend die An-
hängerkupplung lösen.
³ Mit Hilfe des Deichselstützrads die Deichsel so weit anheben, bis das Zugfahrzeug ohne Gefahr
weggefahren werden kann.
3.6Zuladung
V Die in den Fahrzeugpapieren angegebene technisch zulässige Gesamtmasse (zuläs-
siges Gesamtgewicht) darf durch die Zuladung nicht überschritten werden.
V Zu große Zuladung und ein falscher Reifendruck können zum Platzen der Reifen füh-
ren. Der Caravan kann außer Kontrolle geraten.
V Eingebautes Zubehör und Sonderausstattungen reduzieren die Zuladung.
V Die in den Fahrzeugpapieren angegebenen Achslasten einhalten.
Den Caravan so beladen, dass die Zugdeichsel am Kupplungskopf nicht über die zulässige Stützlast
nach unten gedrückt wird. Die schweren Gegenstände sollen nahe der Achse liegen und ein Gewichtszentrum in der Wagenmitte bilden.
Beim Beladen des Caravans achten auf:
z die maximal zulässige Anhängelast
z die maximal zulässige Stützlast (z. B. 50 kg)
z die Mindeststützlast von 25 kg nach StVZO
Diese Daten sind in der Betriebsanleitung des Zugfahrzeugs aufgeführt.
V In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse, nicht aber die
Masse in fahrbereitem Zustand angegeben. Zur eigenen Sicherheit empfehlen wir,
den beladenen Caravan vor Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu wiegen.
V Die Berechnung der Zuladung erfolgt zum Teil auf der Basis von pauschalisierten
Gewichten. Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand darf aus
Sicherheitsgründen aber in keinem Fall überschritten werden.
Zur eigenen Sicherheit empfehlen wir, das komplett beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu wiegen.
3er60
Vor der Fahrt
3
Die Zuladung (3) ist der Gewichtsunterschied zwischen
z der technisch zulässigen Gesamtmasse (1) im beladenen Zustand
und
z der Masse des Fahrzeugs (2) in fahrbereitem Zustand.
(1)Technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand
Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand richtet sich nach den konstruktionsbedingten Fahrzeugeigenschaften und der Tragfähigkeit der Reifen.
Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand (zulässige Gesamtmasse) wird
vom Hersteller in den Fahrzeugpapieren unter Ziffer 15 angegeben.
(2)Masse in fahrbereitem Zustand
Die Masse in fahrbereitem Zustand setzt sich zusammen aus:
-Leergewicht (Masse des leeren Fahrzeugs) mit der werkseitig eingebauten Standardausstattung
-Grundausstattung
Die Grundausstattung umfasst alle Ausrüstungsgegenstände und Flüssigkeiten, die für die
sichere und ordnungsgemäße Nutzung des Fahrzeugs notwendig sind. Dazu gehören:
-ein zu 90 % gefülltes Frischwassersystem (Frischwassertank und Leitungen)
-zu 90 % gefüllte Gasflaschen
-ein gefülltes Heizungssystem
-ein gefülltes Toilettenspülsystem
-die Masse der Anschluss-Leitungen für die 230-V-Versorgung
-der Einbausatz für eine Zusatzbatterie, wenn eine Zusatzbatterie konstruktiv vorgesehen
ist
Der Abwassertank und der Fäkalientank sind leer.
Die persönliche Ausrüstung umfasst alle im Caravan mitgeführten Gegenstände, die in der
oben stehenden Auflistung nicht angegeben sind. Dies sind zum Beispiel:
-Lebensmittel
-Geschirr
-Fernsehgerät
-Radio
-Kleidung
-Bettzeug
-Spielzeug
-Bücher
-Toilettenartikel
Außerdem zählen zur persönlichen Ausrüstung, unabhängig davon, wo sie verstaut sind:
-Fahrräder
-Boote
-Surfbretter
-Sportausrüstungen
Für die persönliche Ausrüstung ist mindestens von einem Gewicht auszugehen, das nach der folgenden Formel ermittelt werden kann:
3
Mindestgewicht M (kg) = 10 x N + 10 x L + 30
N = max. Anzahl der Betten, nach Herstellerangabe
L = Gesamtlänge des Caravans in Metern, außer der Deichsel
V Zuladung gleichmäßig auf linke und rechte Fahrzeugseite verteilen.
V Schwere Gegenstände (Zeltgestänge, Konserven u. Ä.) gegen Verrutschen gesichert
in Achsnähe verstauen:
-in tiefer gelegenen Staufächern, deren Türen sich nicht in Fahrtrichtung öffnen lassen
-auf dem Fußboden
V Leichtere Gegenstände (Wäsche) in die Dachstaukästen stapeln.
V Den Fahrradträger nur mit Fahrrädern beladen.
V Zur Sicherheit das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn wiegen.
V Bei Fahrzeugen mit Tandem-Achse das Gewichtszentrum auf beide Achsen verteilen.
Die empfohlene Anordnung der Zuladung lässt sich nicht konsequent durchführen, weil die Staumöglichkeiten im gesamten Caravaninnern verteilt sind. Darauf achten, dass schwere Teile in Achsnähe und im unteren Bereich, d. h. dicht über dem Fahrzeugboden verstaut werden. Schwere Gegenstände (Vorzelt, Zeltstangen u. Ä.) eventuell im Zugfahrzeug verstauen.
Falsch beladen
V Caravan nie hecklastig beladen!
:
Auseinander liegende Lasten ergeben Schleuderneigung.
Richtig beladen:
Schwere Gegenstände wie Vorzelt, Konserven
u. Ä. nicht im Caravan, sondern im Zugfahrzeug unterbringen. Fahrräder auf dem Dach
des Zugfahrzeugs befestigen.
zeug und Anhänger sind Angaben, die in den Fahrzeugpapieren
aufgeführt sind.
Vor der Fahrt
1
3
2
Die in den Fahrzeugpapieren angegebene An-
3
hängelast (Bild 7,1) des Zugfahrzeugs gibt
Auskunft darüber, welches Maximalgewicht
das Zugfahrzeug ziehen darf. Die Anhängelast
bezieht sich auf das tatsächliche Gewicht des
Caravans und nicht auf die technisch zulässige
Gesamtmasse des Caravans.
Ein Beispiel: Das Zugfahrzeug darf 1200 kg ziehen. Wenn der Caravan eine technisch zulässi-
Bild 7Anhänge-, Stütz-, Achslast
1 Anhängelast
2 Stützlast
3 Achslast
HYW02770
ge Gesamtmasse von 1200 kg hat und 900 kg
wiegt, kann man ihn mit weiteren 300 kg beladen. Ein Caravan mit einer höheren technisch
zulässigen Gesamtmasse (z. B. 1400 kg) darf
aber nur bis maximal 1200 kg beladen werden.
Die Stützlast (Bild 7,2) gibt an, mit welcher Kraft die Deichsel des Caravans auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs drücken darf. Angaben darüber finden sich in den Beschreibungen von Anhängerkupplungen und in den Fahrzeugpapieren. Eine Anhängerkupplung, die eine zulässige Stützlast von 50 kg hat, darf also keinen beladenen Caravan mit einer Stützlast von 75 kg tragen.
Zusätzlich muss die Stützlast bei der technisch zulässigen Gesamtmasse des Zugfahrzeugs berücksichtigt werden. Gegebenenfalls muss die Zuladung im Zugfahrzeug um den Betrag der Stützlast
reduziert werden.
Die Achslast (Bild 7,3) ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren des Zugfahrzeugs angegeben. Sie
weist die zulässige Höchstlast für Vorder- und Hinterachse aus und darf durch einen Anhänger nicht
überschritten werden. Außerdem muss die Ladung gleichmäßig im Caravan verteilt sein. Wo welche
Kräfte im Gespann wirken, zeigt die oben stehende Zeichnung.
V Die Befestigung der Fahrräder auf dem Fahrradträger nach den ersten 10 km Fahrt
und anschließend bei jeder Fahrtpause prüfen.
V Der Fahrradträger darf nur mit Fahrrädern (max. 3 Stück) beladen werden.
V Fahrten mit ausgeklapptem Fahrradträger ohne Fahrräder sind nicht erlaubt.
V Vor jeder Fahrt prüfen,
-ob der Fahrradträger ohne Fahrräder ordnungsgemäß eingeklappt ist,
-ob die Fahrräder mit den Gurten des Fahrradträgers sicher am Fahrradträger befestigt sind.
V Die technisch zulässige Gesamtmasse und die Achslast durch die Zuladung von Fahr-
rädern nicht überschreiten.
V Weitere Informationen zum Fahrradträger siehe Kapitel 15.
3.7Außenspiegel
V Aus Sicherheitsgründen vor jeder Fahrt die Außenspiegel am Zugfahrzeug neu ein-
stellen.
Für den Anhängerbetrieb muss das Zugfahrzeug mit zwei Außenspiegeln ausgerüstet sein.
Die Außenspiegel müssen sicherstellen, dass
die Fahrbahn neben dem Anhänger ausreichend eingesehen werden kann.
Für den Kauf von Zusatzspiegeln gilt:
³ Das Gespann nach Möglichkeit zum Kauf
mitnehmen.
³ Vor Ort eine Passprobe durchführen.
³ Spiegel auf Eignung für das Fahrzeug und
für die Sitzposition des Fahrers prüfen.
V Zusatzspiegel müssen EG-typge-
prüft sein und somit den EGRichtlinien entsprechen.
V Das Fernsehgerät vor der Fahrt immer im TV-Schrank verstauen oder von der Aufla-
ge entfernen und sicher verstauen.
V Weitere Informationen zum TV-Schrank siehe Kapitel 6.
3.9Verkehrssicherheit
Vor Fahrtbeginn Checkliste durcharbeiten:
Nr.Prüfungengeprüft
1AufbauExterne Stützen entfernt
2Kurbelstützen und Deichselstützrad ganz hochgekurbelt
3Außenanschlüsse getrennt und Leitungen verstaut
4Außenklappen geschlossen und verriegelt
5Markise ganz eingedreht
6Eingangstür verschlossen
7Fenster und Dachhauben geschlossen und verriegelt
8Alle Schubladen und Klappen geschlossen
9Kühlschranktür gesichert
10Dach schnee- und eisfrei (im Winter)
11Wasseranlage bei Frostgefahr entleert
12Wohnraumtüren, Schiebetüren und Tische gesichert
13Fernsehantenne eingezogen (sofern eingebaut)
14Beleuchtungseinrichtung funktioniert
15Lose Teile verstaut oder befestigt
16Offene Ablagen abgeräumt
17Fernsehgerät befestigt und verstaut
18Kühlschrank auf 12-V-Betrieb umgestellt
19Fahrbarer Abwassertank im Gaskasten verstaut und gesi-
chert
20Unterlegkeile in Halterung gesichert
21Zugfahrzeug
mit Caravan
22Zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht
23Stützlast nicht überschritten oder unterschritten
24Reifen in ordnungsgemäßem Zustand
25Beleuchtungseinrichtung funktioniert
26Auflaufbremse funktioniert
27Bremsen reagieren gleichmäßig
28Gespann bleibt beim Bremsen in der Spur
Regelmäßig vor Fahrtbeginn oder im Abstand von zwei Wochen den Reifendruck am Caravan und am Zugfahrzeug
prüfen (Reifendruck am Zugfahrzeug siehe Betriebsanleitung des Zugfahrzeugs).
30GasanlageGasflaschen im Gaskasten verdrehsicher festgezurrt
31Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrven-
tile geschlossen
V Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßi-
gen Verschleiß und kann zur Beschädigung der
Reifen bis hin zum Platzen führen. Der Caravan
kann außer Kontrolle geraten.
V Bei Heizbetrieb während der Fahrt können das
Gasabsperrventil Heizung und das Haupt-Absperrventil geöffnet bleiben.
32Batterie
(Sonderausstattung)
Batteriespannung der Wohnraumbatterie (siehe Kapitel 15)
prüfen. Wird am Panel eine zu geringe Batteriespannung
angezeigt, muss die Wohnraumbatterie nachgeladen werden. Die Hinweise im Kapitel 15 beachten.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Fahren mit dem Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Fahrgeschwindigkeit
z die Bremsen
z das Rückwärtsfahren
4.1Caravanbetrieb
V Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten (StVZO).
V Der Caravan ist vom Hersteller für eine technisch zulässige Höchstgeschwindigkeit
von 100 km/h ausgelegt. Deshalb niemals schneller als 100 km/h fahren.
V Die Geschwindigkeitsbeschränkungen der einzelnen Länder immer beachten (siehe
Kapitel 17).
4
Wesentliche Abweichungen beim Fahren mit dem Caravan gegenüber dem Fahren ohne Caravan
sind die größere Fahrzeugbreite, eine geringere Beschleunigung und der längere Bremsweg. Deshalb die Fahrweise auf das veränderte Fahrverhalten beim Fahren mit dem Caravan einstellen.
Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne in Deutschland beträgt zur Zeit 80 km/h. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Straßenverkehrsbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen, um
auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen 100 km/h fahren zu dürfen.
4.2Bremsen
V Mängel an der Bremsanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
Zu Beginn jeder Fahrt durch eine Test-Bremsung prüfen:
z Funktioniert die Auflaufbremse?
z Reagieren die Bremsen gleichmäßig?
z Bleibt das Gespann beim Bremsen in der Spur?
Selbst bei leichten Steigungen oder Gefällen die beiden Unterlegkeile verwenden.
5.3Außenanschluss
Der Caravan kann an eine 230-V-Versorgung angeschlossen werden (siehe Kapitel 8).
5.4Kühlschrank
V Der 12-V-Betrieb des Kühlschranks funktioniert nur bei angeschlossenem Zugfahr-
zeug.
³ Den Kühlschrank auf 230-V-Betrieb oder Gasbetrieb umstellen.
5.5Kurbelstützen
V Die angebauten Kurbelstützen
nicht als Wagenheber verwenden.
Die Kurbelstützen dienen nur der
Stabilisierung des abgestellten
Caravans. Die Caravanräder dürfen nicht entlastet werden.
V Bei weichem oder nachgiebigem
Untergrund eine großflächige
Platte unter die Kurbelstützen legen, um ein Einsinken in den Untergrund zu vermeiden.
V Die Handkurbel befindet sich im
Gaskasten.
Zur Stabilisierung des abgestellten Caravans
die angebauten Kurbelstützen verwenden.
³ Mit Hilfe des Deichselstützrads den Cara-
van waagrecht stellen. Zur Kontrolle eine
kleine Wasserwaage verwenden.
Nachdem der Caravan vollständig waagrecht steht, die Kurbelstützen ausfahren.
Bild 14Kurbelstütze in ausgefahrenem
Zustand
³ Die serienmäßig beigelegte Handkurbel auf
den Sechskant (Bild 14,1 bzw. Bild 15,1)
der Kurbelstütze (Bild 14,2 bzw. Bild 15,2)
stecken und drehen. Die Kurbelstütze wird
ausgefahren.
V Darauf achten, dass die Eintrittstufe auf festem und ebenem Boden steht. So wird ein
Umkippen der Eintrittstufe vermieden.
V Eintrittstufe nicht an den Kanten betreten. Rutschgefahr!
V Eintrittstufe am Boden verankern, z. B. mit Zeltheringen. Die Eintrittstufe kann dann
nicht wegrutschen.
³ Die Eintrittstufe (Bild 16,1) vor den Eingang
des Fahrzeugs stellen.
Caravan aufstellen
5
5.7Abwassertank, fahrbar
(Sonderausstattung)
Der Abwassertank (Bild 17,1) wird während der
Fahrt im Gaskasten des Caravans aufbewahrt.
Das Ablaufrohr (Bild 17,3) befindet sich am
Fahrzeugboden in Fahrtrichtung links.
³ Vor Benutzen der Wasseranlage Öffnung
des Abwassertanks (Bild 17,2) unter das
Ablaufrohr legen.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Wohnen im Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z das Öffnen und Schließen der Türen und Klappen
z die Lichtschalter
z das Lüften des Caravans
z das Öffnen und Schließen der Fenster
z das Öffnen und Schließen der Dachhauben
z das Verändern von Tischflächen
z das Abbauen von Tischen
z die Benutzung der Betten
6.1Eingangstür
V Nur mit geschlossener Eingangstür fahren.
Wohnen
6
V Das Verriegeln der Türen kann verhindern, dass sich die Türen von selbst öffnen, z. B.
bei einem Unfall.
V Verriegelte Türen verhindern auch das ungewollte Eindringen von außen, z. B. bei
Ampelstopp.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Türen schließen.
V Schließzylinder immer in die Ausgangsstellung zurückdrehen.
Die geteilte Eingangstür kann mit den Verriegelungshebeln so eingestellt werden, dass nur
das Oberteil der Eingangstür zu öffnen ist. Das
Unterteil der Eingangstür bleibt verschlossen.
³ Das Türunterteil verriegeln. Dazu Verriege-
lungshebel (Bild 22,1) eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
6.1.4Insektenschutzrollo an geteilter Eingangstür (Sonderausstattung)
Bild 22Türverriegelungshebel, Türunterteil
Das Insektenschutzrollo der geteilten Eingangstür befindet sich im oberen Rollokasten
(Bild 23,1).
V Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und Klappenschlösser verriegeln.
V Beim Verlassen des Caravans alle Außenklappen schließen.
V Schließzylinder immer in die Ausgangsstellung zurückdrehen.
Die am Caravan angebauten Außenklappen sind mit einheitlichen Schließzylindern ausgestattet.
Deshalb können alle Schlösser mit demselben Schlüssel geöffnet werden.
6.2.1Klappenschloss (Variante 1)
V Bei Regen kann Wasser in das geöffnete Klappenschloss eindringen. Deshalb den
Schlossgriff (Bild 24,2) wie auf Bild 24 abgebildet schließen.
Öffnen:
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 24,1) stecken und eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhr-
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 25,1) stecken und eine viertel Umdrehung drehen. Schloss-
griff (Bild 25,2) schnappt heraus.
³ Schlossgriff eine viertel Umdrehung drehen, Klappenschloss ist geöffnet.
³ Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
³ Zum Öffnen der Außenklappe alle an der jeweiligen Außenklappe angebauten Schlösser öffnen.
Schließen:
³ Außenklappe vollständig schließen.
³ Schlossgriff (Bild 25,2) drehen, bis er waag-
recht steht. Das Klappenschloss ist jetzt
verriegelt, jedoch nicht verschlossen.
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 25,1) ste-
cken.
³ Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel
eindrücken und Schlüssel eine viertel Umdrehung drehen. Der Schlossgriff bleibt verriegelt.
³ Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen
und abziehen.
6.2.3Klappenschloss (Variante 3)
Öffnen:
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 26,1) des
Druckschlosses stecken und eine viertel
Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen.
³ Schlüssel abziehen.
³ Beide Druckschlösser (Bild 26,2) gleichzei-
tig mit dem Daumen drücken und Außenklappe öffnen.
Schließen:
Bild 25Klappenschloss (Variante 2)
³ Außenklappe schließen und zudrücken.
Bild 26Toilettenklappe
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 26,1) ste-
cken und eine viertel Umdrehung entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen.
Die Lichtschalter der Toilettenraumbeleuchtung
(Bild 36,1 und Bild 37,1) befinden sich unterhalb des Spiegels oder im unteren Bereich neben der Eingangstür (Bild 38,1).
V Der Sauerstoff im Wageninneren wird durch die Atmung oder durch den Betrieb des
Gaskochers usw. verbraucht und muss daher ständig ersetzt werden. Deshalb sind
im Caravan Zwangslüftungen (Dachlüfter oder Dachhauben) eingebaut. Zwangslüftungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten. Es besteht Erstickungsgefahr durch erhöhten
CO
2
V Bei bestimmten Witterungsverhältnissen kann trotz ausreichender Belüftung an metal-
lischen Gegenständen Kondenswasser auftreten (z. B. an der Boden-Fahrwerk-Verschraubung).
V Im Inneren der Acrylglas-Doppelscheibe kann sich bei extremen Witterungsverhältnis-
sen Kondenswasser bilden. Die Scheibe ist so konstruiert, dass bei steigenden Außentemperaturen das Kondenswasser wieder verdunsten kann. Eine Beschädigung
der Acrylglas-Doppelscheibe durch Kondenswasser ist nicht zu befürchten.
V An Durchbrüchen (z. B. Dachhaubenrändern, Steckdosen, Einfüllstutzen, Klappen
usw.) können zusätzliche Kältebrücken entstehen.
-Gehalt.
Wohnen
6
Durch häufiges und gezieltes Lüften für ständigen Luftaustausch sorgen. Nur auf diese Weise wird
verhindert, dass sich bei kühler Witterung Kondenswasser bildet. Durch aufeinander abgestimmte
Heizleistung, Luftverteilung und Lüftung wird in kühlen Jahreszeiten ein angenehmes Wohnklima
geschaffen. Den Caravan bei längerer Standzeit ab und zu gut durchlüften, v. a. im Sommer, weil
Hitzestau möglich ist.
6.6Fenster
V Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Ver-
dunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen der Verriegelung
durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik
nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo oder Insektenschutzrollo festhalten und
langsam in die Ausgangsstellung zurückführen.
V Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit erhöhter
Materialermüdung zu rechnen ist.
V Vor der Fahrt die Fenster entweder schließen oder in Stellung "Dauerbelüftung" stel-
len.
V Je nach Witterung die Fenster so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit eindringen
kann.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Fenster schließen.
V Bei starken Temperaturunterschieden kann sich im Inneren der Acrylglas-Doppel-
scheiben durch Kondenswasser ein leichter Beschlag bilden, weil das Material Feuchtigkeit aufnehmen kann. Der Beschlag löst sich bei steigender Temperatur wieder auf.
V Bei Fenstern mit Rasteraussteller ist ein völliges Öffnen der Fenster erforderlich, um
die Arretierung freizugeben. Wird die Arretierung nicht freigegeben und das Fenster
trotzdem geschlossen, besteht die Gefahr, dass das Fenster wegen des großen Gegendrucks reißt.
V Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen auftre-
ten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
V Bei jeder Bedienung des Verriegelungshebels den Sicherungsknopf (Bild 44,1) drü-
cken.
Öffnen:
³ Sicherungsknopf (Bild 44,1) drücken und
gedrückt halten.
³ Verriegelungshebel (Bild 44,2) senkrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zur
Fenstermitte hin drehen.
Wohnen
6
³ Ausstellfenster bis zur gewünschten Rast-
stellung öffnen; Teleskopschiene (Bild 45,1)
rastet selbstständig ein.
Das Ausstellfenster bleibt in der gewünschten
Stellung arretiert.
Schließen:
³ Ausstellfenster so weit ausstellen, bis die
Arretierung freigegeben wird.
³ Ausstellfenster schließen.
³ Sicherungsknopf (Bild 44,1) drücken und
gedrückt halten.
³ Verriegelungshebel (Bild 44,2) waagrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zum
Fensterrahmen hin drehen. Die Gabel
(Bild 44,4) am Verriegelungshebel liegt
komplett auf der Innenseite der Fensterverriegelung (Bild 44,3).
Mit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in zwei verschiedene Stellungen bringen:
z Dauerbelüftung (Bild 46)
oder
z fest verschlossen.
Um das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" zu bringen:
³ Sicherungsknopf (Bild 46,1) drücken und gedrückt halten.
³ Verriegelungshebel (Bild 46,2) senkrecht stellen oder eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte
hin drehen.
³ Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
³ Sicherungsknopf (Bild 46,1) drücken und gedrückt halten.
³ Verriegelungshebel wieder zurückdrehen.
Die Gabel (Bild 46,4) am Verriegelungshebel dabei in die Fensterverriegelung
(Bild 46,3) einfahren.
³ Sicherstellen, dass der Sicherungsknopf
nicht hineingedrückt ist, sondern den Verriegelungshebel sichert.
Die Fensterstellung "Dauerbelüftung" darf während der Fahrt beibehalten werden.
Bei Regen kann in Fensterstellung "Dauerbelüftung" Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen. Deshalb die Ausstellfenster vollständig
schließen.
6.6.3Schiebefenster
Öffnen:
³ Verriegelung (Bild 47,1) nach vorne ziehen.
³ Griff (Bild 47,2) drücken und gleichzeitig
nach vorne schieben.
³ Fensterhälfte bis zur gewünschten Stellung
öffnen.
Schließen:
Bild 46Ausstellfenster, Verriegelungshebel
in Stellung "Dauerbelüftung"
³ Fenster bis zum Anschlag schließen.
³ Verriegelung nach hinten drücken.
Die Fenster im Caravan sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo sind getrennt voneinander bedienbar.
Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo befinden sich im oberen Rollokasten.
Verdunklungsrollo
Schließen:
³ Verdunklungsrollo am Griff (Bild 48,2) nach unten ziehen. Wenn das Verdunklungsrollo ganz
geschlossen wird, das Verdunklungsrollo auf beiden Seiten des Fensterrahmens in die Arretierung (Bild 48,3) einhängen.
Öffnen:
³ Wenn das Verdunklungsrollo vollständig geschlossen ist: Den Griff nach unten drücken und den
Griff dabei leicht nach vorne kippen. Das Verdunklungsrollo aus den Arretierungen links und
rechts am Fensterrahmen aushängen.
³ Wenn sich das Verdunklungsrollo in Zwischenposition befindet: Den Griff leicht nach unten zie-
hen, bis sich die Arretierung gelöst hat.
³ Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
Insektenschutzrollo
Schließen:
³ Insektenschutzrollo am Griff (Bild 48,1)
nach unten ziehen und auf beiden Seiten
am Fensterrahmen in die Arretierung
(Bild 48,3) einhängen.
Öffnen:
³ Griff (Bild 48,1) nach unten drücken und
den Griff dabei leicht nach vorne kippen.
Das Insektenschutzrollo aus den Arretierungen links und rechts am Fensterrahmen
aushängen.
V Die Lüftungsöffnungen der Zwangslüftungen müssen stets offen bleiben. Zwangslüf-
tungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten.
V Die Dachhauben sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet.
Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen der Verriegelung
durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik
nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo oder Insektenschutzrollo festhalten und
langsam in die Ausgangsstellung zurückführen.
V Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit erhöhter
Materialermüdung zu rechnen ist.
V Je nach Witterung die Dachhauben so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit eindrin-
gen kann.
V Vor der Fahrt die Dachhauben schließen.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Dachhauben schließen.
V Das Acrylglas des Hebe-Kippdachs nicht betreten.
V Vor Fahrtbeginn die Verriegelung des Hebe-Kippdachs prüfen.
V Das Hebe-Kippdach während der Fahrt nicht bedienen.
Das Hebe-Kippdach kann einseitig ausgestellt werden.
Öffnen:
³ Sicherungsknopf (Bild 50,1) drücken und
Verriegelungshebel (Bild 50,2) eine viertel
Umdrehung nach innen drehen.
³ Bügel (Bild 50,4) nach unten aus der Arre-
tierung ziehen.
³ Hebe-Kippdach mit dem Bügel nach oben
drücken.
³ Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Schließen:
³ Bügel (Bild 50,4) nach unten aus der Arre-
tierung ziehen.
³ Hebe-Kippdach mit dem Bügel nach unten
ziehen.
³ Verriegelungshebel (Bild 50,2 und
Bild 51,2) eine viertel Umdrehung drehen.
Die Nase der Dachverriegelung (Bild 51,5)
muss dabei in die obere Verriegelungsgabel
(Bild 51,3) eingreifen.
³ Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Lüftungsstellung (Variante 1):
³ Hebe-Kippdach öffnen und leicht nach au-
ßen drücken.
³ Sicherungsknopf (Bild 51,1) drücken und
Verriegelungshebel (Bild 51,2) zurückdrehen. Die Nase der Dachverriegelung
(Bild 51,5) muss dabei in die untere Verriegelungsgabel (Bild 51,4) eingreifen.
V Das Etagenbett maximal mit 100 kg belasten.
V Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Etagenbett lassen.
V Besonders bei Kleinkindern unter 3 Jahren immer darauf achten, dass sie nicht aus
dem Etagenbett fallen können.
V Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten verwenden.
Je nach Modell ist der Caravan mit einem Etagenbett ausgestattet.
Das Etagenbett kann ohne zusätzliche Umbauten sofort benutzt werden.
6.9.2Festes Bett
V Lattenrost beim Schließen des Bettkastens nicht nach unten fallen lassen!
Wohnen
6
Unter dem Bett befindet sich der Bettkasten. Im Bettkasten kann z. B. Bettwäsche aufbewahrt werden.
Zum Einräumen und Ausräumen des Bettkastens den Lattenrost hochklappen.
Je nach Modell ist am Lattenrost eine Stange zum Aufstellen vorhanden.
Öffnen:
³ Lattenrost (Bild 56,1) anheben, Stange
(Bild 56,2) aus Verankerung lösen und in
Loch der Halterung (Bild 56,3) einstecken.
Schließen:
³ Lattenrost (Bild 56,1) anheben, Stange
(Bild 56,2) aus Halterung (Bild 56,3) lösen
und in Verankerung einklemmen.
V Das Schrank-Klappbett maximal mit 50 kg belasten.
V Das Schrank-Klappbett immer mit eingehängtem Sicherungsnetz benutzen.
V Beim unkontrollierten Aufklappen des Bettes können Quetschverletzungen entste-
hen.
V Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Schrank-Klappbett lassen.
V Besonders bei Kleinkindern unter 3 Jahren immer darauf achten, dass sie nicht aus
dem Schrank-Klappbett fallen können.
V Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten verwenden.
Aufklappen:
³ Am Bettkasten (Bild 58,1) links und rechts
hinten die Schließriegel (Bild 57,1) öffnen.
³ Bettkasten mit beiden Händen halten und
langsam nach vorne entnehmen.
³ Bettkasten aufklappen.
³ Bettkasten auf die seitlichen Auflagen
(Bild 58,2) legen. Dabei muss der Stift an
der Auflage in die Bohrung am Bettkasten
eingreifen.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur Gasanlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Sicherheit
z das Wechseln von Gasflaschen
z die Gasabsperrventile
Die Bedienung der gasbetriebenen Geräte des Caravans ist im Kapitel 9 beschrieben.
7.1Allgemeines
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
V Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt reparieren oder ändern las-
sen.
7
V Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von einer autori-
sierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch für nicht angemeldete Fahrzeuge.
Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten
Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Auch der Gasdruckregler und die Abgasabführung müssen geprüft werden. Wir emp-
fehlen, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren ersetzen zu lassen.
V Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht Explosions-
gefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen. Fenster und Türen
öffnen. Nicht rauchen, keine offenen Flammen entzünden und keine Elektroschalter
(Lichtschalter usw.) betätigen. Defekt von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
V Vor Inbetriebnahme offener Brennstellen (Gaskocher) eine Dachhaube öffnen.
V Gaskocher nicht für Heizzwecke verwenden.
V Wenn der Caravan oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das Haupt-Absperrven-
til an der Gasflasche schließen.
V Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gerät ein Gasabsperrventil
erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
V Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer Minute
schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit prüfen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
darf keine Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Boiler usw.) in Betrieb sein.
V Die installierten Geräte sind für einen Betrieb mit Propangas, Butangas oder einem
Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle installierten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
V Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Ab die-
sen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für den Winterbetrieb nicht geeignet.
V Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen. Der
Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Bei Bedarf Gasschlauch in einer autorisierten Fachwerkstatt auswechseln lassen.
V Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach außen offener
Raum. Um ausströmendes Gas sofort nach außen ableiten zu können, die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken oder zustellen.
V Gaskasten nicht als Stauraum benutzen.
V Den Gaskasten vor Zugriff Unbefugter verschließen.
V Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
V Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck von
30 mbar ausgelegt sind.
V Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen
sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
V Abgase müssen ungehindert austreten können und Frischluft muss ungehindert ein-
treten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug
anliegen. Die Ansaugöffnungen unter dem Fahrzeugboden frei und sauber halten.
V Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
V Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen und verdrehsicher festzurren.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler oder der
Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
V Gasdruckregler nur von Hand an die Gasflaschen anschließen. Keine Werkzeuge
verwenden.
V Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den Einsatz in Fahr-
zeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und genügen den
starken Beanspruchungen nicht.
V Bei Temperaturen unter 5 qC Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwen-
den.
V Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit eingebau-
tem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
Gasanlage
7
V Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max. 150 cm).
V Gasschlauch regelmäßig auf Verschleiß und Risse prüfen. Verfallsdatum beachten.
V Bei Alu-Gasflaschen niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasfla-
schen blockieren!
V Verschraubungen am Gasdruckregler haben Linksgewinde.
V Für gasbetriebene Geräte muss der Gasdruck auf 30 mbar reduziert werden.
V Direkt am Flaschenventil unverstellbaren Gasdruckregler mit Sicherheitsventil an-
schließen.
Der Gasdruckregler reduziert den Gasdruck der Gasflasche auf den Betriebsdruck der Gasgeräte.
Wenn 2 Gasflaschen gleichzeitig verwendet werden:
³ Gasdruckregler mit automatischer Umschaltung anschließen.
V Informationen bei Ihrem Händler.
V Zum Befüllen und Anschließen der Gasflaschen in Europa führt der Zubehörhandel
entsprechende Euro-Füllsets bzw. Euro-Flaschensets.
V Informationen zur Gasversorgung in Europa sind in Kapitel 17 angegeben.
schlauch (Bild 73,5) von Hand von der Gasflasche abschrauben (Linksgewinde).
³ Befestigungsgurt (Bild 73,2) lösen und Gas-
flasche herausnehmen.
³ Gefüllte Gasflasche in den Gaskasten stel-
len.
³ Gasflasche mit dem Befestigungsgurt be-
festigen.
³ Gasdruckregler mit Gasschlauch von Hand
auf Gasflasche schrauben (Linksgewinde).
7.4Gasabsperrventile
Im Caravan ist für jedes Gasgerät ein Gasabsperrventil (Bild 74) eingebaut. Die Gasabsperrventile befinden sich hinter einer Klappe
im Küchenbereich. Die auf den Gasabsperrventilen angebrachten Symbole sind jeweils einem Gasgerät zugeordnet:
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur elektrischen Anlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Sicherheit
z Erklärungen von Fachbegriffen
z das 12-V-Bordnetz
z das Netzgerät
z das 230-V-Bordnetz
z den Anschluss an das 230-V-Netz
z die Sicherungsbelegung
z den Anschluss an das Zugfahrzeug
z den Verlauf der Leitungen
Die Bedienung der elektrisch betriebenen Geräte des Caravans ist im Kapitel 9 beschrieben.
8.1Allgemeines
8
V Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
8.2Begriffe
Kapazität
Als Kapazität bezeichnet man die Elektrizitätsmenge, die eine Batterie speichern kann.
Die Kapazität einer Batterie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Wenn die Batterie eine Kapa-
zität von 80 Ah besitzt, dann kann die Batterie 80 Stunden lang einen Strom von 1 A oder
40 Stunden lang 2 A abgeben.
Äußere Einflüsse wie Temperatur verändern die Speicherfähigkeit der Batterie.
8.312-V-Bordnetz
V Bei der Stromversorgung des Caravans über die Batterie des Zugfahrzeugs beach-
ten, dass die Kapazität der Batterie beschränkt ist. Die Startfähigkeit des Zugfahrzeugs kann bei zu starker Entladung beeinträchtigt werden.
V Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer trennen, be-
vor der Caravan an eine 230-V-Versorgung angeschlossen wird.
V Das elektrische System des Caravans darf maximal mit 2200 Watt belastet werden!
V Lüftungsschlitze der Abdeckung (Bild 76) nicht verdecken. Überhitzungsgefahr!
V Wenn der Caravan mit einem Autark-Paket ausgestattet ist, vor Gebrauch
Abschnitt 15.4 lesen.
Sämtliche Verbraucher werden mit der Sicherheitskleinspannung von 12 V betrieben.
Betrieb bei Netzanschluss
Die Umschaltung von Batteriebetrieb auf Netzbetrieb erfolgt automatisch, sobald ein Netzanschluss
vorhanden ist.
Die Stromversorgungseinheit wandelt die Netzspannung für die 12-V-Verbraucher um.
Die Verbraucher werden über die Versorgungseinheit direkt gespeist.
Die 12-V-Vorzeltleuchte ist nur bei Netzanschluss funktionsfähig. Sie kann während der Fahrt nicht
in Betrieb genommen werden.
Betrieb über Batterie
Die Umschaltung von Netzbetrieb auf Batteriebetrieb erfolgt automatisch, sobald der dreizehnpolige Stecker des Caravans am Zugfahrzeug angeschlossen ist.
Während der Fahrt übernimmt die Batterie des
Zugfahrzeuges die Versorgung der 12-V-Geräte.
Der Kühlschrank funktioniert bei 12-V-Betrieb
nur bei angeschlossenem Zugfahrzeug. Den
12-V-Betrieb bei längeren Zwischenstopps und
Ruhepausen ausschalten, da sich sonst die
Batterie des Zugfahrzeugs entleert.
Das Netzgerät ist im unteren Teil des Kleiderschrankes unter der Abdeckung eingebaut.
Öffnen:
³ Befestigungsclip (Bild 76,1) in senkrechte
Position drehen und Abdeckung entfernen.
Wenn das Netzgerät während des Betriebs
durch zu hohe Umgebungstemperaturen oder
durch unzureichende Belüftung zu warm wird,
reduziert das Netzteil die Ausgangsleistung.
Die angeschlossenen und eingeschalteten Verbraucher werden mit einer geringeren Spannung als 12 V versorgt oder durch das Umschaltrelais abgeschaltet. Wenn dieser
Übertemperaturschutz auslöst, die Belüftung
des Netzgerätes verbessern und die Anzahl der
eingeschalteten 12-V-Verbraucher verringern.
Elektrische Anlage
Bild 76Abdeckung
8
8.4230-V-Bordnetz
V Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
Das 230-V-Bordnetz versorgt:
z die Steckdosen mit Schutzkontakt
z den Kühlschrank
z das Netzgerät
Die elektrischen Verbraucher, die an das 12-V-Bordnetz des Wohnteils angeschlossen sind, werden
vom Netzteil mit Spannung versorgt.
8.4.1230-V-Anschluss
V Die externe 230-V-Versorgung muss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter
(FI-Schalter, 30 mA) abgesichert sein.
V Bevor der Caravan an die 230-V-Versorgung angeschlossen wird, muss er vom Zug-
fahrzeug elektrisch getrennt werden. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
V Für die Anschluss-Stellen auf Campingplätzen (Campingverteiler) sind hoch empfindli-
che Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter, 30 mA) vorgeschrieben.
Der Caravan kann an eine externe 230-V-Versorgung angeschlossen werden. Das Kabel darf eine
Länge von höchstens 25 m haben.
8.4.2Versorgungsleitung für externen 230-V-Anschluss
V Von Kabeltrommeln das Kabel vollständig abwickeln.
Versorgungsleitung:
z dreiadrige (3 x 2,5 mm
z höchstens 25 m Länge
z 1 Stecker mit Schutzkontakt
z 1 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Steckvorrichtungen nach DIN 49462)
Wir empfehlen als Versorgungsleitung ein
CEE-Verbindungskabel mit CEE-Stecker und
CEE-Kupplung. Wenn diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben ist, empfehlen wir folgende Kombination mit einem Schuko-Stecker:
z Adapterkabel:
CEE 17 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 77,1) – Stecker mit Schutzkontakt
(Bild 77,2).
2
) flexible Gummischlauchleitung
z Kabeltrommel:
Steckdose mit Schutzkontakt (Bild 77,3) –
Stecker mit Schutzkontakt (Bild 77,4).
z Adapterkabel:
Anschlusskupplung mit Schutzkontakt
(Bild 77,5) – CEE 17 Stecker mit Schutzkontakt (Bild 77,6).
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
V Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
8.5.112-V-Sicherungen
Die Verbraucher, die im Wohnteil an die 12-V-Versorgung angeschlossen sind, sind durch eigene
Sicherungen abgesichert. Die Sicherungen sind unter der Abdeckung im Netzgerät (Bild 75) zugänglich.
Funktion, Wert und Farbe der betreffenden Sicherungen der nachfolgenden Tabelle entnehmen. Bei
einem Sicherungswechsel nur Flachsicherungen mit den Werten verwenden, die in der Tabelle angegeben sind.
Die Sicherung (Bild 78,1) befindet sich im linken Gehäuserahmen der Thetford-Kassette.
Sicherungstyp: Flachsicherung 3 A/violett.
Zum Wechseln der Sicherung außen die Klappe der Thetford-Kassette öffnen und ThetfordKassette vollständig herausziehen.
V Die Farben der Anschlusskabel für den Anschluss an die dreizehnpolige Steckdose
(Bild 80) des Zugfahrzeugs notieren. Ein eventuell erforderlich werdender Neuanschluss wird damit wesentlich erleichtert. Zum Anschließen des dreizehnpoligen Steckers an eine siebenpolige Steckdose ein im Handel erhältliches Adapterstück verwenden.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zu den Einbaugeräten des Caravans.
Die Hinweise beziehen sich nur auf die Bedienung der Einbaugeräte.
Weitere Informationen zu den Einbaugeräten entnehmen Sie bitte den Bedienungsanleitungen der
Einbaugeräte, die dem Fahrzeug separat beiliegen.
Die Bedienungshinweise betreffen im Einzelnen:
z die Heizung
z die Therme
z den Gaskocher
z den Kühlschrank
9.1Allgemeines
V Die Wärmetauscher der Truma-Heizungen müssen nach 30 Jahren ersetzt werden.
Den Austausch darf nur der Hersteller der Gasheizung oder eine autorisierte Fachwerkstatt durchführen. Verantwortlich für die Veranlassung des Austausches ist der
Betreiber der Gasheizung.
V Aus Sicherheitsgründen müssen Ersatzteile für Heizgeräte den Angaben des Herstel-
lers entsprechen und von diesem als Ersatzteil zugelassen sein. Diese Ersatzteile darf
nur der Gerätehersteller oder eine autorisierte Fachwerkstatt einbauen.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung des jeweiligen Einbauge-
rätes entnehmen.
Im Caravan sind je nach Ausführung die Einbaugeräte Heizung, Therme, Kochstelle und Kühlschrank eingebaut. In der Bedienungsanleitung für den Caravan werden nur die Bedienung und die
Besonderheiten der Einbaugeräte beschrieben.
Vor Inbetriebnahme eines gasbetriebenen Einbaugerätes das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und das jeweilige Gasabsperrventil öffnen.
V Im Winterbetrieb vor Inbetriebnahme der Heizung prüfen, ob der Kamin auf dem Ca-
ravandach frei von Schnee und Eis ist.
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
muss die Heizung ausgeschaltet sein. Es besteht Explosionsgefahr.
V Abgasrohr nicht beschädigen.
V Der Abgaskamin darf nicht verschlossen oder überbaut werden.
V Beim Wintercamping die Truma-Kaminverlängerung verwenden, damit bei Schneefall
der Abgaskamin nicht mit Schnee bedeckt wird.
V Der Raum hinter der Heizung darf nicht als Stauraum verwendet werden.
Bei der ersten Inbetriebnahme der Heizung tritt kurzzeitig eine leichte Rauch- und Geruchsbelästigung auf. Sofort die Heizung am Bedienschalter auf höchste Stufe stellen. Fenster und Türen öffnen
und gut lüften. Rauch und Geruch verschwinden nach kurzer Zeit von selbst.
9.2.1Richtig heizen
Warmluftverteilung
Im Caravan sind mehrere Luftaustrittdüsen
(Bild 83) eingebaut. Rohre führen die Warmluft
zu den Luftaustrittdüsen. Die Luftaustrittdüsen
so drehen, dass die Warmluft dort austritt, wo
es gewünscht wird.
Einstellung der Luftaustrittdüsen
z Ganz geöffnet: voller Warmluftstrom
z Halb oder nur teilweise geöffnet: verringer-
ter Warmluftstrom
Wenn 5 Luftaustrittdüsen vollständig geöffnet
sind, dann tritt an jeder einzelnen Düse weniger
Warmluft aus. Werden jedoch nur 3 Luftaustrittdüsen geöffnet, dann strömt aus jeder einzelnen Düse mehr Warmluft.
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Heizung" öffnen.
³ Drehregler (Bild 84) an der Heizung auf gewünschten Wert einstellen und bis zum Anschlag nie-
derdrücken.
³ Gaszündknopf (beim Drehregler) mehrmals kurz hintereinander drücken.
³ Drehregler gedrückt halten, bis die Flamme brennt. Das Brennen der Flamme kann im Sicht-
fenster in der Heizungsverkleidung kontrolliert werden.
³ Drehregler weitere 10 Sekunden gedrückt halten, bis die Zündsicherung anspricht.
V Bei Störungen vor erneutem Zündversuch zwei Minuten warten.
Ausschalten:
³ Drehregler (Bild 84) an der Heizung auf "0"
stellen. Zündautomat wird damit gleichzeitig
abgeschaltet.
³ Wenn die Heizung längere Zeit nicht betrie-
ben wird, das Gasabsperrventil "Heizung"
und das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
V Weitere Informationen der sepa-
raten Bedienungsanleitung
"Trumatic S" entnehmen.
9.2.3Umluftgebläse
Das Umluftgebläse sorgt in Verbindung mit der
Warmluft-Heizung für eine bessere Wärmeverteilung im Caravan.
³ Mit dem Schiebeschalter (Bild 85,1) die ge-
wünschte Betriebsart einstellen.
Handregelung (z. B. Ventilation)
Umluftgebläse aus (bei Heizbetrieb
Je nach Modell ist der Caravan mit einer Therme ausgestattet.
V Therme abschalten, wenn der Caravan nicht benutzt wird.
V Therme nie ohne Wasserinhalt betreiben.
V Bevor die Therme mit 230-V-Versorgung eingeschaltet wird, prüfen, ob sie mit Wasser
gefüllt ist.
V Wenn die Therme außer Betrieb ist, die Therme bei Frostgefahr entleeren.
V Die Therme vor Verkalkung schützen, indem sie nur dann mit maximaler Temperatur-
einstellung betrieben wird, wenn viel Warmwasser benötigt wird.
V In der Kaltwasserleitung zwischen Therme und Wasserpumpe kein Rückschlagventil
einbauen.
V Bei Anschluss an eine zentrale Wasserversorgung oder bei stärkeren Pumpen einen
Druckminderer einsetzen. Es dürfen nur Drücke bis 1,2 bar in der Therme auftreten.
Zusätzlich ein Sicherheits-/Ablassventil in die Kaltwasserzuleitung einsetzen.
V Das Wasser aus der Therme nicht als Trinkwasser verwenden.
Die Therme kann wahlweise mit der 230-V-Versorgung (elektrische Betriebsart), mit der
Warmluft des Heizungssystems oder mit beiden Energiearten betrieben werden. Die Therme heizt ca. 5 l Wasser auf ca. 55 °C auf.
Mit dem Schalter (Bild 86,1) wird die elektrische
Betriebsart eingeschaltet. Die Kontroll-Leuchte
im Schalter muss leuchten. Bei Warmluft-Betrieb wird durch die Heizung und die Umluft das
Wasser erwärmt.
schließen und 230-V-Sicherungsautomat
einschalten.
³ Schalter (Bild 86,1) ausschalten. Kontroll-
Leuchte leuchtet nicht.
³ Die Ablasshähne an der Kappe (Bild 87,1
und 2) im Uhrzeigersinn zudrehen.
³ Alle Wasserhähne auf "Warm" stellen und
öffnen. Wasserpumpe pumpt Wasser zur
Therme.
Einbaugeräte
9
³ Wasserhähne geöffnet lassen, bis Wasser
Bild 87Ablasshähne
blasenfrei fließt. Therme ist mit Wasser gefüllt.
³ Wasserhähne wieder schließen.
Elektrischer Betrieb:
³ Fahrzeug an die 230-V-Versorgung anschließen und 230-V-Sicherungsautomat einschalten.
³ Schalter (Bild 86,1) einschalten. Kontroll-Leuchte im Schalter leuchtet.
³ Das Wasser in der Therme wird auf 55 °C aufgeheizt.
Entleeren:
³ Die 230-V-Versorgung am Leitungsschutzschalter im Netzgerät (Bild 79,1) ausschalten.
³ Alle Wasserhähne öffnen.
³ Ablasshähne öffnen. Dazu an der Kappe (Bild 87,1 und 2) entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
³ Prüfen, ob die Therme vollständig entleert ist.
³ Ablasshähne wieder schließen.
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
V Vor Inbetriebnahme der Kochstelle für eine ausreichende Belüftung sorgen. Fenster
oder Dachhaube öffnen.
V Gaskocher nicht zum Heizen verwenden.
V Für den Umgang mit heißen Töpfen, Pfannen und ähnlichen Gegenständen Koch-
handschuhe oder Topflappen benutzen. Verletzungsgefahr!
9.3.1Gaskocher
V Während des Einschaltens und wenn der Gaskocher in Betrieb ist, dürfen keine
brennbaren Gegenstände in der Nähe des Gaskochers sein.
V Der Zündvorgang muss von oben her sichtbar sein und darf nicht durch aufgestellte
Kochtöpfe verdeckt werden.
V Das Flammschutzblech bei Benutzung des Gaskochers immer aufstellen.
V Die Gaskocher-Abdeckung wird durch Federkraft zugezogen. Beim Schließen be-
steht Verletzungsgefahr.
V Die gläserne Gaskocher-Abdeckung nicht als Kochfeld benutzen.
V Die Gaskocher-Abdeckung nicht schließen, während der Gaskocher in Betrieb ist.
V Die Gaskocher-Abdeckung nicht durch Druck belasten, wenn sie geschlossen ist.
V Keine heißen Kochtöpfe auf die Gaskocher-Abdeckung stellen.
V Die Gaskocher-Abdeckung nach dem Kochen noch so lange offen halten, wie die
Brenner Hitze abgeben. Die Glasplatte könnte sonst zerspringen.
V Nur Töpfe und Pfannen benutzen, deren Durchmesser für den Brennerrost des Gas-
kochers geeignet ist.
Der Küchenblock des Caravans ist mit einem 3-Flammen-Gaskocher ausgestattet.
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Kochstelle" öffnen.
³ Gaskocher-Abdeckung (Bild 88,1) öffnen.
³ Zweiteiliges Flammschutzblech (Bild 88,2) aufklappen und zu beiden Seiten auffächern.
³ Drehregler (Bild 88,3) der gewünschten Brennstelle auf Zündposition (große Flamme) drehen.
³ Drehregler drücken und gedrückt halten, bis Gas zum Brenner strömt.
³ Brenner mit Gasanzünder, Streichholz oder Feuerzeug anzünden.
³ Wenn die Flamme brennt, den Drehregler noch 10 bis 15 Sekunden gedrückt halten.
³ Drehregler loslassen und auf die gewünschte Einstellung (große bzw. kleine Flamme) drehen.
³ Falls das Anzünden erfolglos ist, den Vorgang von Anfang an wiederholen.
Ausschalten:
³ Drehregler auf 0-Stellung drehen. Die Flam-
me erlischt.
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und
Gasabsperrventil "Kochstelle" schließen.
V Wenn die Flamme erlischt, sperrt
das Zündsicherungsventil selbsttätig die Gaszufuhr.
Während der Fahrt den Kühlschrank nur über das 12-V-Bordnetz betreiben. Bei Umgebungstemperaturen über +40 °C erreicht der Kühlschrank keine volle Kühlleistung mehr. Wenn hohe Außentemperaturen herrschen, ist die volle Kühlleistung des Kühlaggregats nur durch ausreichende Belüftung
gewährleistet. Um eine bessere Belüftung zu erreichen, lassen sich die Kühlschrank-Lüftungsgitter
abnehmen.
9.4.1Kühlschrank-Lüftungsgitter
abnehmen
Variante 1
³ Arretierung (Bild 89,1) zur Mitte schieben.
³ Kühlschrank-Lüftungsgitter abnehmen.
Modell N80P: 80 l
Der Kühlschrank hat 2 Betriebsarten:
z Gasbetrieb
z elektrischer Betrieb (230 V Wechselspannung oder 12 V Gleichspannung)
Die Betriebsart wird mit den Bedienelementen an der Kühlschrankblende eingestellt.
Eine stufenlose Regelung der Kühlleistung ist nur bei Gasbetrieb oder 230-V-Betrieb möglich, je-
doch nicht bei 12-V-Betrieb.
V Nur eine Energiequelle einschalten.
Gasbetrieb
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
Einschalten:
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Kühlschrank" öffnen.
³ Energie-Wahlschalter (Bild 91,2) auf Gas stellen.
³ Drehregler (Bild 91,5) auf Stufe 5 stellen,
drücken und gedrückt halten. Die Gaszufuhr
ist geöffnet.
³ Zündknopf (Bild 91,3) mehrmals mit Pausen
von 1 bis 2 Sekunden drücken.
³ Drehregler gedrückt halten, bis der Flam-
menanzeiger (Bild 91,4) grün wird, dann
loslassen. Falls die Flamme erlischt, den
Zündvorgang wiederholen.
³ Kühltemperatur mit dem Drehregler
(Bild 91,5) einstellen.
Ausschalten:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 91,2) auf ""
stellen. Das Gerät ist abgeschaltet.
³ Drehregler (Bild 91,5) auf "0" drehen.
³ Gasabsperrventil "Kühlschrank" und Haupt-
Der Kühlschrank kann mit folgenden Spannungen betrieben werden:
z 230 V Wechselspannung
z 12 V Gleichspannung
V Das Gasabsperrventil "Kühlschrank" schließen, wenn der Kühlschrank elektrisch be-
trieben wird.
230-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 91,2) auf 230-V-Betrieb stellen.
³ Kühltemperatur mit dem Drehregler (Bild 91,1) einstellen.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
12-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 91,2) auf 12-V-Betrieb stellen.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
Im 12-V-Betrieb wird der Kühlschrank von der Starterbatterie des Zugfahrzeugs (über den dreizehnpoligen Stecker) mit Spannung versorgt. Bei längeren Fahrpausen auf Gasbetrieb umstellen.
Der Thermostat ist im 12-V-Betrieb nicht wirksam. Der Kühlschrank arbeitet kontinuierlich.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Kühlschrank" entnehmen.
9.4.3Kühlschrank (Modell RM 7270)
Volumen
Modell RM 7270: 77 l
Der Kühlschrank hat 2 Betriebsarten:
z Gasbetrieb
z elektrischer Betrieb (230 V Wechselspannung oder 12 V Gleichspannung)
Die Betriebsart wird mit den Bedienelementen an der Kühlschrankblende eingestellt.
Eine stufenlose Regelung der Kühlleistung ist nur bei Gasbetrieb oder 230-V-Betrieb möglich, je-
doch nicht bei 12-V-Betrieb.
V Nur eine Energiequelle einschalten.
Gasbetrieb
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Kühlschrank" öffnen.
³ Energie-Wahlschalter (Bild 92,1) auf "GAS" stellen.
³ Drehregler (Bild 92,2) drücken und eingedrückt halten. Die Gaszufuhr ist geöffnet.
³ Zündschalter (Bild 92,3) so oft drücken, bis im Schauglas (unten links im Kühlschrank) die Flam-
me sichtbar ist.
³ Drehregler (Bild 92,2) noch 10 bis 15 Sekunden gedrückt halten, dann loslassen.
³ Kühltemperatur mit dem Drehregler einstellen.
Ausschalten:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 92,1) auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
³ Gasabsperrventil "Kühlschrank" und Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Bild 92Bedienelemente für Kühlschrank
Elektrischer Betrieb
Der Kühlschrank kann mit folgenden Spannungen betrieben werden:
z 230 V Wechselspannung
z 12 V Gleichspannung
V Das Gasabsperrventil "Kühlschrank" schließen, wenn der Kühlschrank elektrisch be-
trieben wird.
230-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 92,1) auf "230 V" stellen. Die Betriebsanzeige leuchtet grün.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
12-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 92,1) auf "12 V" stellen. Die Betriebsanzeige leuchtet grün.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
Im 12-V-Betrieb wird der Kühlschrank von der Starterbatterie des Zugfahrzeugs (über den dreizehnpoligen Stecker) mit Spannung versorgt. Bei längeren Fahrpausen auf Gasbetrieb umstellen.
Der Thermostat ist im 12-V-Betrieb nicht wirksam.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Kühlschrank" entnehmen.
Die Kühlschranktür lässt sich in zwei Stellungen arretieren:
z geschlossene Kühlschranktür während der Fahrt und wenn der Kühlschrank benutzt wird
z leicht geöffnete Kühlschranktür als Lüftungsstellung, wenn der Kühlschrank abgeschaltet ist
Öffnen:
³ Kühlschranktür am Griff (Bild 93,2) öffnen.
Die Verriegelung (Bild 93,1) wird automatisch gelöst.
Schließen:
³ Kühlschranktür ganz schließen. Darauf ach-
ten, dass die Verriegelung einrastet.
Kühlschranktür in Lüftungsstellung arretieren:
V Um der Bildung von Schimmel-
pilzen vorzubeugen, die Kühlschranktür in Lüftungsstellung arretieren, wenn der Kühlschrank
abgeschaltet ist.
³ Kühlschranktür leicht öffnen.
³ Verriegelung (Bild 94,2) aufklappen und am
Stift (Bild 94,1) einrasten. Die Kühlschranktür bleibt damit leicht geöffnet.
Die Kühlschranktür lässt sich in zwei Stellungen arretieren:
z geschlossene Kühlschranktür während der Fahrt und wenn der Kühlschrank benutzt wird
z leicht geöffnete Kühlschranktür als Lüftungsstellung, wenn der Kühlschrank abgeschaltet ist
Öffnen:
³ Verriegelung (Bild 95,1) nach links schie-
ben.
³ Kühlschranktür an der Griffmulde öffnen.
Schließen:
³ Kühlschranktür ganz schließen.
³ Verriegelung ganz nach rechts (Bild 95,2)
schieben.
9
Kühlschranktür in Lüftungsstellung arretieren:
V Um der Bildung von Schimmelpilz
vorzubeugen, die Kühlschranktür
in Lüftungsstellung arretieren,
wenn der Kühlschrank abgeschaltet ist.
³ Kühlschranktür leicht öffnen.
³ Verriegelung ganz nach rechts schieben.
Die Kühlschranktür ist mit Hilfe der Türarretierung (Bild 96,1) fixiert. Die Kühlschranktür
bleibt damit leicht geöffnet (Bild 96).
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zu den sanitären Einrichtungen des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z den Frischwassertank
z die komplette Frischwasseranlage
z den Abwassertank
z den Toilettenraum
z die Toilette
10.1Wasserversorgung, Allgemeines
V Frischwassertank nur mit Frischwasser befüllen.
V Bei Frostgefahr gesamte Wasseranlage entleeren.
V Die Wasserpumpe läuft ohne Frischwasser heiß und kann beschädigt werden. Was-
serpumpe nie betreiben, wenn der Frischwassertank leer ist.
V Den Frischwassertank vor jeder Benutzung gut reinigen.
10
Der Caravan ist mit einem eingebauten Frischwassertank ausgestattet. Eine elektrische Wasserpumpe pumpt das Frischwasser an die einzelnen Wasserentnahmestellen. Durch Öffnen eines
Wasserhahns schaltet sich die Wasserpumpe automatisch ein und pumpt Frischwasser zur Entnahmestelle.
Das verschmutzte Wasser kann aufgefangen werden:
z in einem Kanister
z in einem fahrbaren Abwassertank
z in einem eingebauten Abwassertank
V Bevor die Wasserarmaturen benutzt werden, müssen die 230-V-Versorgung ange-
schlossen und der 230-V-Sicherungsautomat eingeschaltet oder der Caravan mit dem
Zugfahrzeug elektrisch verbunden sein. Die Wasserpumpe arbeitet sonst nicht.
Bei Neubefüllung des Frischwassertanks kann sich am Pumpenboden eine Luftblase bilden. Diese
verhindert ein Ansaugen des Wassers. Die Wasserpumpe kräftig im Wasser auf und ab schütteln.
Stehendes Wasser im Frischwassertank oder in Wasserleitungen wird nach kurzer Zeit ungenießbar. Vor jeder Benutzung des Caravans die Wasserleitungen und den Frischwassertank mit mehreren Litern Frischwasser gut durchspülen. Dazu alle Wasserhähne öffnen. Nach jeder Benutzung des
Caravans den Frischwassertank und die Wasserleitungen vollständig entleeren.
10.2.2Frischwassertank 22 l mit Außenklappe (Sonderausstattung)
Der Frischwassertank ist fahrbar bzw. tragbar.
Tank füllen:
³ Alle Wasserhähne schließen.
³ Serviceklappe (Bild 98,3) öffnen (siehe Kapitel 6).
³ Wasserpumpe aus dem Frischwassertank ziehen.
³ Frischwassertank (Bild 98,2) herausziehen.
³ Frischwassertank füllen.
³ Bei Transport den Frischwassertank mit dem Verschlussdeckel (Bild 98,1) verschließen.
Wasser entnehmen:
³ Wasserhähne "kalt" oder "warm" aufdrehen.
Tank entleeren:
10
³ Alle Wasserhähne schließen.
³ Serviceklappe (Bild 98,3) öffnen (siehe
Der Frischwasser-Einfüllstutzen ist je nach Modellausführung auf der linken oder rechten Seite des Caravans angebracht.
Der Frischwasser-Einfüllstützen ist durch den
Schriftzug "WASSER" (Bild 99,1) gekennzeichnet. Der Verschlussdeckel wird mit dem Schlüssel für die Außenklappenschlösser geöffnet
und verschlossen.
Der Frischwassertank ist in der Sitzgruppe eingebaut.
Tank füllen:
³ Verschlussdeckel (Bild 99,2) am Frischwas-
ser-Einfüllstutzen abnehmen (siehe
Kapitel 6).
³ Frischwassertank füllen.
Wasser entnehmen:
³ Wasserhähne "kalt" oder "warm" aufdrehen.
Tank entleeren:
³ Alle Wasserhähne schließen.
³ Tankdeckel (Bild 100,1) entgegen dem Uhr-
zeigersinn drehen und abnehmen.
³ Im Tankboden den Entleerungsstöpsel
(Bild 101,1) herausziehen.
³ Wasser auslaufen lassen.
³ Entleerungsstöpsel einsetzen.
³ Tankdeckel einsetzen und im Uhrzeigersinn