Die Mitarbeiter unseres Hauses beglückwünschen Sie zum Erwerb Ihres neuen Bürstner-Carav ans.
Sie haben ein hochwertiges Fahrzeug erworben, mit dem Sie viel Freude haben werden.
Damit Sie Ihren Caravan jederzeit sachgerecht und vor allem einfach bedienen und benutzen können, erhalten Sie bereits bei der Übernahme vom Bürstner-Handelspartner eine detailli erte Einweisung in alle wichtigen Funktionen.
Als ständiger Begleiter für die Beant wortung von Fragen be im Umgang mit dem Caravan stehen Ihnen dann dieses Handbuch sowie die Bedienungsanleitungen der Gerätehersteller zur Verfügung.
Vor Antritt der ersten Fahrt
Benutzen Sie das vorliegende Handbuch nicht nur als Nachschlagewer k, sondern machen Si e sich
gründlich damit vertraut.
Füllen Sie die Garantiekarten der Einbaugeräte und Sonderausstattungen in den separaten Anleitungen aus und schicken Sie die Garantiekarten den Geräteherstellern zu. Dadurch sichern Sie Ihren Garantieanspruch für alle Geräte.
Vor dem ersten Start diese Bedienungsanleitung vollständig lesen!
Einleitung
Die Bedienungsanleitung im Caravan immer mitführen. Alle Sicherheitsbestimmungen auch an andere Benutzer weitergeben.
V Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zur Gefährdung von Personen führen.
V Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zu Schäden im oder am Fahrzeug führen.
V Dieses Zeichen weist auf Empfehlungen oder Besonderheiten hi n.
V Dieses Zeichen weist auf umweltbewusstes Verhalten hi n.
Diese Bedienungsanleitung enthält Abschnit te, i n denen modell bezogene Aussta tt ungen oder Sonderausstattungen beschrieben sind. Diese Abschnitte sind extra gekennzeichnet. Es ist möglich,
dass Ihr Caravan nicht mit diesen Sonderausstattungen ausge rüstet ist.
Andererseits kann Ihr Caravan mit weiteren Sondera usstattungen ausgerüstet sein, die in dies er Bedienungsanleitung nicht beschrieben sind, denn Sonderausstattungen sind nur dann beschrieben,
wenn sie einer Erklärung bedürfen.
Die separat beigelegten Bedienungsanleitungen beachten.
V Die Angaben "rechts", "links", "vorne", "hinten" beziehen sich stets auf das Fahrzeug
in Fahrtrichtung gesehen.
V Alle Maße und Gewichte sind "circa"-Angaben.
Wenn die Hinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden und deshalb ein Schaden
am Caravan entsteht, entfällt der Garantieanspruch an Bürstner .
Unsere Caravans werden ständig weiterentwickelt. Wir bitten um Verständnis, dass Änderungen in
Form, Ausstattung und Technik vorbehalten sind. Aus dem Inhalt dieser Bedienungsanleitung können aus diesen Gründen keine Ansprüche an Bür stner abgeleitet werden. Beschrieben sind die bis
zur Drucklegung bekannten und eingeführten Ausstat tungen.
Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne schriftliche Genehmigung von Bürstner nicht gestattet.
V Dem Caravan ist kein Wagenheber beigelegt. Vor dem Start für Notfälle einen han-
delsüblichen Scherenwagenheber oder Hydraulikwagenheber zulegen. Der BürstnerHandelspartner berät gerne.
Der Caravan ist nach dem Stand der Technik und den anerkannten sicherheitstechnischen Regeln
gebaut. Dennoch können Personen v erletzt oder der Carav an beschädi gt werden, wenn die Sic herheitshinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden.
Den Caravan nur in technisch einwandfreiem Zustand benutzen. Die Bedienungsanleitung beachten.
Störungen, die die Sicherheit von Personen oder des Caravans beeinträchtigen, sofort von Fachpersonal beheben lassen.
Die Bremsanlage und die Gasanlage des Caravans nur von einer autor isierten Fachwerkstatt prüf en
und reparieren lassen.
Veränderungen am Aufbau dürfen nur mit Genehmigung von Bürstner durchgeführt werden.
Reisegepäck und Zubehör nur bis zur technisch zulässigen Gesamtmasse mitf ühren.
Die in der Bedienungsanleitung und im Inspektionsheft vorgegebenen Prüf- und Inspektionsfristen
V Ruhe und Sauberkeit der Natur nicht beeinträchtigen.
V Grundsätzlich gilt: Abwasser aller Art und Hausmüll gehören nicht in den Straßengully
oder in die freie Natur.
V Abwassertank und Thetford-Kassette nur an Entsorgungsstationen, auf Campingplät-
zen oder in speziell dafür ausgewiesenen Entsorgungsmöglichkeiten entleeren. Beim
Aufenthalt in Städten und Gemeinden die Hinweise an den Stellplä tzen beachten oder
nach Entsorgungsmöglichkeiten fragen.
V Abwässer an Bord nur im eingebauten Abwassertank oder in anderen dafür geeigne-
ten Behältern sammeln.
V Abwassertank so oft wie möglich entleeren, auch wenn der Abwassertank nicht voll-
ständig gefüllt ist (Hygiene).
Abwassertank nach Möglichkeit bei je der Entleerung mit Frischwasser ausspülen.
V Thetford-Kassette nie zu voll werden lassen. Spätestens wenn die Füllstandsanzeige
aufleuchtet, die Thetford-Kassett e unverzüglich entleeren.
Einleitung
1
V Hausmüll auch auf Reisen nach Glas, Blechdosen, Plastik und Nassmüll trennen. Bei
der jeweiligen Gastgemeinde nach Entsorgungsmöglichkeiten fragen. Hausmüll darf
nicht auf Parkplätzen in die dortige n Abfallbehälter entsorgt werden.
V Abfallbehälter möglichst oft in die dafür vorgesehenen Tonnen oder Container entlee-
ren. So werden unangenehme Gerüche und problematische Müllansammlungen an
Bord vermieden.
V Fahrzeugmotor des Zugfahrzeugs im Stand ni cht unnöti g lauf en las sen. Ein ka lter Mo-
tor setzt im Leerlauf besonder s viele Schadstoffe frei. Die Betriebstemperatur des Motors wird am schnellsten durch Fahrt erreicht .
V Für die Toilette eine umweltfreundliche und biologisch gut abbaubare WC-Chemikalie
in geringer Dosierung verwenden.
V Für längere Aufenthalte in Städten und Gemeinden speziell für Caravangespanne
ausgewiesene Abstellplätze aufsuchen. Bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde nach
Abstellmöglichkeiten erkundigen.
V Stellplätze immer in sauberem Zustand verlassen, auch wenn der Schmutz von ande-
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Sicherheitshinweise. Die Sicherheitshinweise dienen dem
Schutz von Personen und Sachwerten.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z den Brandschutz und das Verhalten bei Bränden
z das allgemeine Verhalten im Umgang mit dem Caravan
z die Verkehrssicherheit des Caravans
z den Anhängerbetrieb
z die Gasanlage des Caravans
z die elektrische Anlage des Caravans
z die Wasseranlage des Caravans
2.1Brandschutz
2.1.1Vermeidung von Brandgefahren
V Kinder nie alleine im Caravan lassen.
V Brennbare Materialien von Heizgeräten und Kochgeräte n fernhalten.
V Leuchten können sehr heiß werden. Immer einen Sicherheitsabstand von 30 cm ein-
halten.
V Niemals tragbare Heizgeräte oder Kochgeräte benutzen.
V Veränderungen an der Elektroanlage, der Gasanlag e oder den Einbauger äten dürf en
nur von autorisierten Fachwerkstätten durchgeführt werden.
2.1.2Feuerbekämpfung
V Im Caravan immer einen Trockenpulver-Feuerlöscher (mindestens 1 kg) mitführen.
Er muss zugelassen, geprüft und griffbereit sein.
V Den Feuerlöscher regelmäßig von zugelassenem Fachpersonal prüfen lassen. Prüf-
datum beachten.
V Der Feuerlöscher ist nicht im Lieferumfang des Caravans enthalten.
V Fahrzeuginsassen evakuieren.
V Elektrische Versorgung ausschalten und vom Netz trennen.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
V Alarm geben und Feuerwehr rufen.
V Feuer bekämpfen, falls dies ohne Risiko möglich ist.
V Über Lage und Bedienung der Notausstiege informieren.
V Fluchtwege freihalten.
V Gebrauchsanweisung des Feuerlöschers beachten.
2.2Allgemeines
V Für eine ausreichende Belüftung sorgen. Eingebaute Zwangslüftungen (Dachlüfter
oder Dachhauben) niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen.
Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch
erhöhten CO
V Durchgangshöhe der Eingangstür beachten.
-Gehalt.
2
V Für die Einbaugeräte (Gasheizung, Kochstelle, Kühlschrank usw.) sind die jeweiligen
Betriebsanleitungen und Bedienungsanleitungen maßgebend. Unbedingt beachten!
V Wenn Zubehör oder Sonderausstattungen angebaut werden, können sich die Abmes-
sungen, das Gewicht und das Fahrverhalten des Caravans ändern. Die Anbauteile
müssen zum Teil in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
V Nur Felgen und Reifen verwenden, die für den Caravan zugelassen sind. Angaben
über die Größe der zugelassenen Felgen und Reifen den Fahrzeugpapieren entnehmen.
V Beim Abstellen des Caravans die Feststellbremse anziehen.
V Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Türen, Außenklappen und Fenster schließen.
V Beim Verkauf des Caravans dem neuen Besitzer alle Bedienungsanleitungen des
V Vor Fahrtbeginn die Funktion der Signal- und Beleuchtungseinrichtung und der
Bremsen prüfen.
V Nach einer längeren Standzeit (ca. 10 Monate) die Bremsanlage und die Gasanlage
von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten (StVZO).
V Im Winter muss das Dach vor Fahrtbeginn schnee- und eisfrei sein.
V Vor Fahrtbeginn den Abwassertank (Sonderausstat tung) entleeren.
V Den Fernsehschrank schließen.
V Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck prüfen
(siehe Kapitel 13). Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und
kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen führen. Der Caravan kann außer Kontrolle geraten.
V Zuladung im Caravan vor Fahrtbeginn gleichmäßig ver teilen (siehe Kapitel 3).
Sicherheit
2
V Beim Beladen des Caravans und bei Fahrtunterbrechungen, wenn z. B. Gepäck oder
Lebensmittel nachgeladen werden, die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans und die zulässige Anhängelast des Zugfahrzeugs beachten (siehe Fahrzeugpapiere).
V Beachten, dass für die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs die maximal zulässige
Stützlast nicht überschritten und die Mindest-Stützlast nicht unterschritten wird. Den
Caravan nach diesen Gesichtspunkten beladen.
V Bei Caravanbetrieb müssen zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht sein.
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
V Vor Fahrtbeginn die Schranktüren, die Toilettentür, alle Schubladen und Klappen
schließen. Die Kühlschrank-Türsicherung einrasten.
V Vor Fahrtbeginn Fenster und Dachhauben schließen.
V Vor jeder Fahrt alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser verriegeln.
V Vor Fahrtbeginn externe Stützen entfernen und die am Caravan angebauten Kurbel-
stützen sowie das Deichselstützrad ganz hochkurbeln.
V Bei der ersten Fahrt und nach jedem Radwechsel die Radmuttern nach 50 km nach-
ziehen. Später von Zeit zu Zeit auf festen Sitz prüfen.
V Reifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein, weil das Material mit der Zeit brüchig wird
V Beim An- oder Abkuppeln des Caravans ist Vorsicht geboten.
V Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine Personen zwi-
schen Zugfahrzeug und Caravan aufhalten.
2.5Gasanlage
2.5.1Allgemeine Hinweise
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
V Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt reparieren oder ändern las-
sen.
V Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von einer autori-
sierten Fachwerkstatt pr üfen lassen. Dies gilt auch für nicht angemeldete Fahrzeuge.
Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten
Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Auch der Gasdruckregler und die Abgasführungen müssen geprüft werden. Bürstner
empfiehlt, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren ersetzen zu lassen.
V Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht Explosions-
gefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen. Fenster und Türen
öffnen. Nicht rauchen, keine offenen Flammen entzünden und keine Elektroschalter
(Lichtschalter usw.) betätigen. Defekt von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
V Vor Inbetriebnahme offener Brennstelle n (Gaskocher) eine Dachhaube öffnen.
V Gaskocher nicht für Heizzwecke verwenden.
V Wenn der Caravan oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das Haupt-Absper rven-
til an der Gasflasche schließen.
V Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gerät ein Gasabsperrventil
erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
V Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer Minute
schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit prüfen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
darf keine Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Boiler usw.) in Betrie b sein.
V Die installierten Geräte sind für einen Betrieb mit Propangas, Butangas oder einem
Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle installierten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
V Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Ab die-
sen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für den Winter betrieb nicht geeignet.
V Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen. Der
2
Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Den Gasschlauch
spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in einer autorisierten Fachwerkstatt
auswechseln lassen. Der Betreiber der Gasanlage muss den Austausch veranlassen.
V Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstrukti on ein nach außen offener
Raum. Um ausströmendes Gas sofort nach außen ableiten zu können, die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken oder zustellen.
V Gaskasten nicht als Stauraum benutzen.
V Den Gaskasten vor Zugriff Unbefugter verschließen.
V Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugängli ch sein.
V Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck von
30 mbar ausgelegt sind.
V Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen
sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
V Abgase müssen ungehindert austreten können und Frischluft muss ungehindert ein-
treten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug
anliegen. Die Ansaugöffnungen unter dem Fahrzeugboden frei und sauber halten.
2.5.2Gasflaschen
V Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
V Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen und verdrehsicher festzurren.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflas che sc hließen, be vor der Ga sdruckre gler oder der
Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
V Gasdruckregler nur von Hand an die Gasflaschen anschließen. Keine Werkzeuge
verwenden.
V Ausschließlich spezielle Gasdruckregl er mit Sicherheitsventil für den Einsatz in Fahr-
zeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und genügen den
starken Beanspruchungen nicht.
V Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwen-
den.
V Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit eingebau-
tem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
V Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max. 150 cm).
V Gasschlauch regelmäßig auf Verschleiß und Risse prüfen. Austauschdatum beach-
ten.
V Bei Alu-Gasflaschen niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasfla-
V Arbeiten an der elektrischen Anlage nur von Fachpersonal durchführen lassen.
V Bevor Arbeiten an der elektrischen Anlage durchgeführt werden, alle Geräte und
Leuchten abschalten und die 230-V-Versorgungsleitung vom Netz trennen.
V Nur Originalsicherungen mit den Werten verwenden, die in der Bedienungsanleitung
angegeben sind.
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
V Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
2.7Wasseranlage
Wenn das Fahrzeug bei Frostgefahr nicht beheizt wird, die gesamte Wasseranlage
entleeren. Die Wasserhähne in Mittelstellung geöffnet lassen. Alle Ablasshähne geöffnet lassen. So werden Frostschäden an den Einbaugeräten und am Fahrzeug vermieden.
Stehendes Wasser im Wassertank oder in Wasserleitungen wird nach kurzer Zeit un-
genießbar. Deshalb vor jeder Benutzung des Fahrzeugs die Wasserleit ungen und den
Wassertank mit mehreren Litern Frischwass er gut durchspül en. Dazu alle Wass erhähne öffnen. Nach jeder Benutzung des Fahrzeugs den Wassertank und die Wasserleitungen vollständig entleeren.
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Hinweise, was Sie vor Fahrtantritt beachten müssen und welche Tätigkeiten Sie vor Fahrtantritt ausführ en müssen.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Schlüssel
z die Zulassung
z das Ankuppeln und Abkuppeln am Zugfahrzeug
z die Anhängerkupplungen
z die Zuladung und deren Berechnung
z die richtige Beladung des Caravans
z die Außenspiegel
z das Verstauen des Fernsehgeräts
Am Ende des Kapitels finden Sie eine Checkliste, in der di e wichtigsten Punkte noch einmal zusammengefasst sind.
3.1Schlüssel
Mit dem Caravan werden 2 Schlüssel ausgel iefert.
Die Schlüssel passen für:
z die Eingangstür
z die Serviceklappen
z die Toilettenklappe
z die Gaskastenklappe
Stets einen Reserveschlüssel außerhalb des
Caravans deponieren. Die jeweilige Schlüsselnummer notieren. Bei Verlust kann der
Bürstner-Handelspartner weiter helfen.
Ihr Caravan ist ein zulassungspflichtiges Fahrzeug. Für die Zulassung benötigen Sie folgende Unterlagen:
z den Fahrzeugbrief
z eine Versicherungsbestätigung (Versicherungs-Doppelkarte)
z den Personalausweis
z ggf. eine Zulassungsvollmacht
z einen Antrag auf Zulassung
Bitte beachten Sie, dass einige Länder t rotz EU-Kennzeichentafel ein separates Nationalit äts-Kennzeichen fordern.
3.3Ankuppeln
V Beim Ankuppeln eines Caravans besteht Unfa ll- und Verl etzungsgefahr . Deshalb den
Caravan vorsichtig an das Zugfahrzeug ankuppeln.
V Während des Rangierens zum Ankuppeln dürfen sich keine Personen zwisc hen Zug-
fahrzeug und Caravan aufhalten.
V Caravan mit Auflaufbremse: Caravan nicht mit aufgelaufener Bremse ankuppeln oder
abkuppeln.
V Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelhals: Wenn der Kugelhals falsch montiert
ist, besteht Abreißgefahr des Anhängers. Betriebsanleitung des Herstellers der Anhängerkupplung beachten.
V Zulässige Stützlast und Hinter achslast des Zugf ahrzeugs beacht en. Stütz las t und Hin-
terachslast dürfen nicht über schri tten werd en. Di e Werte der Stützl ast und Hi nterachs last den Fahrzeugpapieren des Zugfahrzeugs und den Papieren des Caravans entnehmen.
V Zum Ankuppeln des Caravans das Deichselstützr ad auf dem Boden aufsetzen.
V Den Stabilisierungshebel nicht als Rangierhilfe benutzen.
V Darauf achten, dass das Innere der Anhängerkupplung nicht verschmutzt ist und d ass
die beweglichen Teile der Anhängerkupplung (nicht die Kugelaufnahme) geschmiert
sind.
V Sicherheitskupplung Winterhoff oder AKS: Bei Verwendung der Sicherheitskupplung
die Kugel nicht schmieren. Die Reibebeläge werden an die Kupplungskugel angepresst und erzeugen dadurch ei n Schlingerdämpfungsmoment. Diese Schlinger dämp fung ist nur dann gewährleistet, wenn der Kupplungskopf am Zugfahrzeug von Fett
und anderen Rückständen gesäubert wird. Beim Abschmieren der Sicherheitskupplung darauf achten, dass kein Öl oder Fett auf die Reibebeläge gelangt.
³ Den Caravan ankuppeln (siehe Abschnitt 3.4). Das Kupplungsmaul und die Kugel müssen inein-
ander greifen und dürfen nicht lose aufeinander liegen. Das Kupplungsmaul muss die Kugel
vollständig umschließen.
³ Das Seil der Abreißbremse mit einer Schlaufe um den Kugelkopf der Anhängervorrichtung des
Zugfahrzeugs hängen.
³ Das Deichselstützrad ganz nach oben drehen. Dabei die Laufrolle parallel zur Fahrtrichtung und
lung "offen" (Bild 3,2) ziehen. Die Anhängerkupplung ist geöffnet.
³ Die geöffnete Anhängerkupplung auf die
Anhängerkugel des Zugfahrzeugs aufsetzen und den Kupplungsgriff loslassen. Der
Griff gleitet selbsttätig in seine Ausgangsstellung (Bild 3,3) zurück.
³ Zusätzlich den Kupplungsgriff mit der Hand
(nicht mit dem Fuß) nach unten drücken.
Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
³ Sichtkontrolle durchführen: Anhängerkugel
darf in angekuppeltem Zustand nicht sichtbar sein.
Bild 3Sicherheitskupplung WS 3000 D
³ Die Stabilisierungseinrichtung aktivieren.
Dazu den Kupplungsgriff aus geschlossener
Stellung (Bild 3,3) bis zum Anschlag nach
unten drücken (Bild 3,4).
Zum Ausschalten der Stabilisierungseinrichtung, z. B. bei Fahrt auf Eis oder Schnee, den
Kupplungsgriff (Bild 3,1) langsam bis zur geschlossenen Stellung (Bild 3,3) nach oben ziehen.
V Beim Abkuppeln eines Caravans besteht Unfa ll- und Verl etzungsgefahr . Deshalb den
Caravan vorsichtig vom Zugfahrzeug abkuppeln.
V Die zusätzlichen Sicherheitshinweise für das Ankuppeln in dieser Bedienungsanlei-
tung beachten.
³ Feststellbremse des Caravans anziehen.
³ An den Rädern die Unterlegkeile anlegen.
³ Den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen und in die Halterung an der
Deichsel stecken.
³ Das Seil der Abreißbremse vom Zugfahrzeug entfernen.
³ Das Deichselstützrad nach unten drehen, b is es fest auf dem Boden steht. Ansc hließend die An-
hängerkupplung lösen.
³ Mit Hilfe des Deichselstützr ads die Deichsel so weit anheben, bi s das Zugfahrzeug ohne Gefahr
weggefahren werden kann.
3.6Zuladung
V Zu große Zuladung und ein falscher Reifendr uck kön nen zum Platzen der Reifen f üh-
ren. Der Caravan kann außer Kontrolle geraten.
V Die in den Fahrzeugpapieren angegebene technisch zulässige Gesamtmasse (zuläs-
siges Gesamtgewicht) darf durch die Zuladung nicht überschritten werden.
V Eingebautes Zubehör und Sonderausstattungen reduzieren die Zuladung.
V Die in den Fahrzeugpapieren angegebenen Achslasten einhalt en.
Den Caravan so beladen, dass die Zugd eichsel am Kupplungskopf nich t über die zulässige Stü tzlast
nach unten gedrückt wird. Die schweren Gegenstände sollen nahe der Achse liegen und ein Gewichtszentrum in der Wagenmitte bilden.
Beim Beladen des Caravans achten auf:
z die maximal zulässige Anhängelast
z die maximal zulässige Stützlast (z. B. 50 kg)
z die Mindeststützlast von 25 kg nach StVZO
Diese Daten sind in der Betriebsanleitung des Zugfahrzeugs aufgeführt.
V In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse, nicht aber die
Masse in fahrbereitem Zustand angegeben. Zur eigenen Sicherheit empfiehlt
Bürstner, den beladenen Caravan vor Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu
wiegen.
V Die Berechnung der Zuladung erfolgt zum Teil auf der Basis von pauschalisierten
Gewichten. Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand darf aus
Sicherheitsgründen aber in keinem Fall überschritten werden.
Zur eigenen Sicherheit empfiehlt Bürstner, das komplett beladene Fahrzeug vor
Fahrtbeginn auf einer öffentlichen Waage zu wiegen.
3er60
Vor der Fahrt
3
Die Zuladung (3) ist der Gewichtsunterschied zwischen
z der technisch zulässigen Gesamtmasse (1) im beladenen Zustand
und
z der Masse des Fahrzeugs (2) in fahrbereitem Zustand.
(1)Technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand
Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand richtet sich nach den konstruktionsbedingten Fahrzeugeigenschaften und der Tragfähigkeit der Reifen.
Die technisch zulässige Gesamtmasse im beladenen Zustand wird vom Hersteller in den
Fahrzeugpapieren unter Ziffer 15 angegeben.
(2)Masse in fahrbereitem Zustand
Die Masse in fahrbereitem Zustand setzt sich zusammen aus:
-Leergewicht (Masse des leeren Fahrzeugs) mit der werkseitig eingebauten Standardausstattung
-Grundausstattung
Die Grundausstattung umfasst alle Ausrüstungsgegenstände und Flüssigkeiten, die für die
sichere und ordnungsgemäße Nutzung des Fahrzeugs notwendig sind. Dazu gehören:
-ein zu 90 % gefülltes Wassersystem (Wassertank und Leitungen)
-zu 90 % gefüllte Gasflaschen
-ein gefülltes Heizungssystem
-ein gefüllte s T o ile t t en spülsystem
-die Masse der Versorgungsleitungen für die 230-V-Versorgung
-der Einbausatz für eine Zusatzbatterie, wenn eine Zusatzbatterie konstruktiv vorgesehen
ist
Der Abwassertank und der Fäkalientank sind leer.
Die persönliche Ausrüstung umfasst alle im Caravan mitgeführten Gegenstände, die in der
oben stehenden Auflistung nicht angegeben sind. Dies sind zum Beispiel:
-Lebensmittel
-Geschirr
-Fernsehgerät
-Radio
-Kleidung
-Bettzeug
-Spielzeug
-Bücher
-Toilettenartikel
Außerdem zählen zur persönlichen Ausrüstung, unabhängig davon, wo sie verstaut sind:
-Fahrräder
-Boote
-Surfbretter
-Sportausrüstungen
Für die persönliche Ausrüstung ist mindestens von einem Gewicht auszugehen, das nach der folgenden Formel ermittelt werden kann:
3
Mindestgewicht M (kg) = 10 x N + 10 x L + 30
N = max. Anzahl der Betten, nach Herstellerangabe
L = Gesamtlänge des Caravans in Metern, außer der Deichsel
V Zuladung gleichmäßig auf linke und rechte Fahr zeugseite verteilen.
V Schwere Gegenstände (Zeltgestänge, Konserven u. Ä.) gegen Verrutschen gesichert
in Achsnähe verstauen:
-in tiefer gelegenen Staufächern, deren Tür en sich nicht in Fahrtri chtung öffn en lassen
-auf dem Fußboden
V Leichtere Gegenstände (Wäsche) in die Dachstaukästen stapeln.
V Den Fahrradträger nur mit Fahrrädern beladen.
V Zur Sicherheit das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn wiegen.
V Bei Fahrzeugen mit Tandem-Achse das Gewichtszentrum auf beide Achsen verteilen.
Die empfohlene Anordnung der Zuladung lässt sich nicht konsequent durchführen, weil die Staumöglichkeiten im gesamten Caravaninnern vertei lt sind. Darauf achten, dass schwere T eile in Achsnähe und im unteren Bereich, d. h. dicht über dem Fahrzeugboden verstaut werden. Schwere Gegenstände (Vorzelt, Zeltstangen u. Ä.) eventuell im Zugfahrzeug verstauen.
Falsch beladen
V Caravan nie hecklastig beladen!
:
Auseinander liegende Lasten ergeben Schleuderneigung.
Richtig beladen:
Schwere Gegenstände wie Vorzelt, Konserven
u. Ä. nicht im Caravan, sondern im Zugfahrzeug unterbringen. Fahrräder auf dem Dach
des Zugfahrzeugs befestigen.
zeug und Anhänger sind Angaben, die in den Fahrzeugpapieren
aufgeführt sind.
Vor der Fahrt
1
3
2
Die in den Fahrzeugpapieren angegebene An-
3
hängelast (Bild 8,1) des Zugfahrzeugs gibt
Auskunft darüber, welches Maximalgewicht
das Zugfahrzeug ziehen darf. Die Anhängelast
bezieht sich auf das tatsächliche Gewicht des
Caravans und nicht auf die technisch zulässige
Gesamtmasse des Caravans.
Ein Beispiel: Das Zugfahrzeug darf 1200 kg ziehen. Wenn der Caravan eine techni sch zulä ssi-
Bild 8Anhänge-, Stütz-, Achslast
1 Anhängelast
2 Stützlast
3 Achslast
HYW02770
ge Gesamtmasse von 1200 kg hat und 900 kg
wiegt, kann man ihn mit weiteren 300 kg beladen. Ein Caravan mit einer höheren technisch
zulässigen Gesamtmasse (z. B. 1400 kg) darf
aber nur bis maximal 1200 kg beladen werden.
Die Stützlast (Bild 8,2) gibt an, mit welcher Kraft die Dei chsel des Caravans auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs drücken darf. Angaben darüber finden sich in den Beschreibungen von Anhängerkupplungen und in den Fahrzeugpapieren. Eine Anhängerkupplung, die eine zulässige Stützlast von 50 kg hat, darf also keinen beladenen Caravan mit einer Stützlast von 75 kg tragen.
Zusätzlich muss die Stützlast bei der techni sch zulässigen Gesamtmasse des Zugfahrzeugs berücksichtigt werden. Gegebenenfalls muss die Zuladung im Zugfahrzeug um den Betrag der Stützlast
reduziert werden.
Die Achslast (Bild 8,3) ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren des Zugfahrzeugs angegeben. Sie
weist die zulässige Höchstlast für Vorde r- und Hinterachse aus und darf durc h einen Anhänger nicht
überschritten werden. Außerdem muss die Ladung gleichmäßig im Caravan verteilt sein. Wo welche
Kräfte im Gespann wirken, zeigt die oben stehende Zeichnung.
V Die Befestigung der Fahrräder auf dem Fahrradträger nach den ersten 10 km Fahrt
und anschließend bei jeder Fahrtpause prüfen.
V Der Fahrradträger darf nur mit Fahrrädern (max. 3 Stück) beladen werden.
V Fahrten mit ausgeklapptem Fahrradträger ohne F ahrräder sind nicht erlaubt.
V Vor jeder Fahrt prüfen,
-ob der Fahrradträger ohne Fahrräder ordnungsgemäß eingeklappt ist,
-ob die Fahrräder mit den Gurten des Fahrradträgers sicher am Fahrradträger befestigt sind.
V Die technisch zulässige Gesamtmasse und di e Achs last durch die Zul adung von Fahr -
rädern nicht überschreiten.
V Weitere Informationen zum Fahrradträ ger siehe Kapitel 15.
3.7Außenspiegel
V Aus Sicherheitsgründen vor jeder Fahrt die Außenspiegel am Zugfahrzeug neu ein-
stellen.
Für den Anhängerbetrieb muss das Zugfahrzeug mit zwei Außenspiegeln ausgerü stet sei n.
Die Außenspiegel müssen sicherstellen, dass
die Fahrbahn neben dem Anhänger ausreichend eingesehen werden kann.
Für den Kauf von Zusatzspiegeln gilt:
³ Das Gespann nach Möglichkeit zum Kauf
mitnehmen.
³ Vor Ort eine Passprobe durchführen.
³ Spiegel auf Eignung für das Fahrzeug und
für die Sitzposition des Fahrers prüfen.
V Zusatzspiegel müssen EG-typge-
prüft sein und somit den EGRichtlinien entsprechen.
V Das Fernsehgerät vor der Fahrt immer im TV-Schrank verstauen oder von der Aufla-
ge entfernen und sicher verstauen.
V Weitere Informationen zum TV-Schrank siehe Kapitel 6.
3.9Verkehrssicherheit
Vor Fahrtbeginn Checkliste durcharbeiten:
Nr.Prüfungengeprüft
1AufbauExterne Stützen entfernt
2Kurbelstützen und Deichselstützrad ganz hochgekurbelt
3Außenanschlüsse getrennt und Leitungen verst aut
4Außenklappen geschlossen und verriegelt
5Markise ganz eingedreht
6Eingangstür verschlossen
7Fenster und Dachhauben geschlossen und verriegelt
8Alle Schubladen und Klappen geschlossen
9Kühlschranktür gesichert
10D ach schnee- und eisfrei (im Winter)
11Wasseranlage bei Frostgefahr entleert, Wasserhähne und
Ablasshähne offen
12W ohnraumtüren, Schiebetüren und Tische gesichert
13Fernsehantenne eingezogen (sofern eingebaut)
14Beleuchtungseinrichtung funkt ioniert
15Lose Teile verstaut oder befestigt
16Offene Ablagen abgeräumt
17Fernsehgerät befestigt und versta ut
18Kühlschrank auf 12-V-Betrieb umgestellt
19Fahrbarer Abwassertank im Gaskasten verstaut u nd gesi-
chert
20Unterlegkeile in Halterung gesichert
21Zugfahrzeug
mit Caravan
22Zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht
23Stützlast nicht überschritten oder unterschritten
24Reifen in ordnungsgemäßem Zustand
25Beleuchtungseinrichtung funkt ioniert
26Auflaufbremse funktioniert
27Bremsen reagieren gleichmäßig
28Gespann bleibt beim Bremsen in der Spur
Regelmäßig vor Fahrtbeginn oder im Abstand von zwei Wochen den Reifendruck am Caravan und am Zugfahrzeug
prüfen (Reifendruck am Zugfahrzeug siehe Betriebsanlei-
tung des Zugfahrzeugs).
30GasanlageGasflaschen im Gaskasten verdrehsicher festgezurrt
31Haupt-Absperrventil an der Gasflasc he und Gasabsperr ven-
tile geschlossen
V Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßi-
gen Verschleiß und kann zur Beschädigung der
Reifen bis hin zum Platzen führen. Der Caravan
kann außer Kontrolle geraten.
V Bei Heizbetrieb während der Fahrt können das
Gasabsperrventil Heizung und das Haupt-Absperrventil geöffnet bleiben.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Fahren mit dem Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Fahrgeschwindigkeit
z die Bremsen
z das Rückwärtsfahren
4.1Caravanbetrieb
V Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten (StVZO).
V Der Caravan ist von Bürstner für eine technisch zuläs sige Höchstge schwindigkei t von
100 km/h ausgelegt. Deshalb niemals schneller als 100 km/h fahren.
V Die Geschwindigkeitsbeschränkungen der einzelnen Länder immer beachten (siehe
Kapitel 17).
4
Wesentliche Abweichungen beim Fahren mit dem Caravan gegenüber dem Fahren ohne Caravan
sind die größere Fahrzeugbreite, eine geringere Beschleunigung und der längere Bremsweg. Deshalb die Fahrweise auf das veränderte Fahrverhalten beim Fahren mit dem Caravan einstellen.
Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne in Deutschland beträgt zur Zeit 80 km/h. Unter bestimmten Voraussetzungen kann die Straßenverkehr sbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen, um
auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen 100 km/h fahren zu dürfen.
4.2Bremsen
V Mängel an der Bremsanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
Zu Beginn jeder Fahrt durch eine Test-Bremsung prüfen:
z Funktioniert die Auflaufbremse?
z Reagieren die Bremsen gleichmäßig?
z Bleibt das Gespann beim Bremsen in der Spur?
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Aufstellen des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Feststellbremse
z die Unterlegkeile
z den 230-V-Außenanschluss
z den Kühlschrank
z die Bedienung der Kurbelstützen
z die Eintrittstufe
z den fahrbaren Abwassertank
V Caravan so aufstellen, dass er möglichst waagrecht steht . Fahrzeug gegen Wegrollen
sichern.
5.1Feststellbremse
³ Beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststell-
bremse (Bild 14,1) fest anziehen. Die Feststellbremse rastet selbsttätig ein.
5
³ Zum Lösen den Sicherungsknopf (Bild 14,2)
drücken und den Bremshebel nach vorne
drücken.
V Vor dem Lösen der Feststell-
bremse den Bremshebel leicht
anheben. So lässt sich der unter
Federdruck stehende Sicherungsknopf leichter eindrücken.
V Darauf achten, dass die Eintrittstufe auf fes tem und ebenem Boden steht. So wird ein
Umkippen der Eintrittstufe vermieden.
V Eintrittstufe nicht an den Kanten betreten. Rutschgefahr!
V Eintrittstufe am Boden verankern, z. B. mit Zeltheringen. Die Eintrittstufe kann dann
nicht wegrutschen.
³ Die Eintrittstufe (Bild 16,1) vor den Eingang
des Fahrzeugs stellen.
Caravan aufstellen
5
5.7Abwassertank, fahrbar
(Sonderausstattung)
Der Abwassertank (Bild 17,1) wird während der
Fahrt im Gaskasten des Caravans aufbewahrt.
Das Ablaufrohr (Bild 17,3) befindet sich am
Fahrzeugboden in Fahrtrichtung links.
³ Vor Benutzen der Wasseranlage Öffnung
des Abwassertanks (Bild 17,2) unter das
Ablaufrohr legen.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Wohnen im Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z das Öffnen und Schließen der Türen und Klappen
z die Lichtschalter
z das Heizen des Caravans
z das Lüften des Caravans
z das Öffnen und Schließen der Fenster
z das Öffnen und Schließen der Dachhauben
z das Umbauen von Tischen
z die Benutzung der Betten
6.1Eingangstür
V Nur mit geschlossener Eingangstür fahren.
Wohnen
6
V Das Verriegeln der Türen kann verhindern, dass sich die Tür en von selbst öf fnen, z. B.
bei einem Unfall.
V Verriegelte Türen verhindern auch das ungewollte Eindringen von außen, z. B. bei
Ampelstopp.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Türen schließen.
V Schließzylinder immer in die Ausgangsstellung zurückdrehen.
Die geteilte Eingangstür kann mi t den Verriegelungshebeln so eingestellt werden, dass nur
das Oberteil der Eingangstür zu öffnen ist. Das
Unterteil der Eingangstür bleibt verschlossen.
³ Das Türunterteil verriegeln. Dazu Verriege-
lungshebel (Bild 22,1) eine viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen.
V Bei Eingangstüren mit Rechtsan-
schlag erfolgt das Verriegeln und
Entriegeln spiegelbildlich zur dargestellten Eingangstür.
6.1.4Insektenschutzrollo an geteilter Eingangstür (Sonderausstattung)
Bild 22Türverriegelungshebel, Türunterteil
Das Insektenschutzrollo der geteilten Eingangstür befindet sich im oberen Rollokasten
(Bild 23,1).
V Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und Klappenschlösser verriegeln.
V Beim Verlassen des Caravans alle Außenklappen schließen.
V Schließzylinder immer in die Ausgangsstellung zurückdrehen.
Die am Caravan angebauten Außenklappen sind mit einheitlichen Schließzylindern ausgestattet.
Deshalb können alle Schlösser mit demselben Schlüssel geöffnet werden.
6.2.1Klappenschloss (Variante 1)
V Bei Regen kann Wasser in das geöffnete Klappenschloss eindringen. Deshalb den
Schlossgriff (Bild 24,2) wie auf Bild 24 abgebildet schließen.
Öffnen:
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 24,1) stecken und eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhr-
zeigersinn drehen. Schlossgriff (Bi ld 24,2) schnappt heraus.
³ Schlossgriff eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Das Klappenschloss
ist geöffnet.
³ Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
³ Zum Öffnen der Außenklappe alle an de r jewei ligen Außenklappe a ngebauten Schl öss er öff nen.
Schließen:
³ Außenklappe vollständig schließen.
³ Schlossgriff im Uhrzeigersinn drehen, bis er
waagrecht steht. Das Klappenschloss ist
jetzt verriegelt, jedoch nicht verschlossen.
³ Schlüssel in Schließzylinder stecken.
³ Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel
eindrücken und Schlüssel eine viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen. Der
Schlossgriff bleibt verriegelt.
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 25,1) stecken und eine viertel Umdrehung drehen. Schloss-
griff (Bild 25,2) schnappt heraus.
³ Schlossgriff eine viertel Umdrehung drehen, Klappenschloss ist geöffnet.
³ Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
³ Zum Öffnen der Außenklappe alle an der jeweiligen Außenklappe angebauten Schlösser öff nen.
Schließen:
³ Außenklappe vollständig schließen.
³ Schlossgriff (Bild 25,2) drehen, bis er waag-
recht steht. Das Klappenschloss ist jetzt
verriegelt, jedoch nicht vers chlossen.
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 25,1) ste-
cken.
³ Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel
eindrücken und Schlüssel eine viertel Umdrehung drehen. Der Schlossgriff bleibt verriegelt.
³ Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen
und abziehen.
6.2.3Klappenschloss (Variante 3)
Öffnen:
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 26,1) des
Druckschlosses stecken und eine viertel
Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen.
³ Schlüssel abziehen.
³ Beide Druckschlösser (Bild 26,2) gleichzei-
tig mit dem Daumen drücken und Außenklappe öffnen.
Schließen:
Bild 25Klappenschloss (Variante 2)
³ Außenklappe schließen und zudrücken.
Bild 26Toilettenklappe
³ Schlüssel in Schließzylinder (Bild 26,1) ste-
cken und eine viertel Umdrehung entgegen
dem Uhrzeigersinn drehen.
Die Lichtschalter der Toile ttenraumbeleuchtung
befinden sich direkt an de r entsprechenden Beleuchtung (Bild 33,1), unterhalb des Toilettenschranks (Bild 34,1) oder im unteren Bereich
neben der Eingangstür (Bild 35,1).
Die Lichtschalter im Wohnbereich bef inden sich
direkt an der entsprechenden Beleuchtung
(Bild 36,1 und Bild 37,1) oder im Bereich der
Sitzgruppe (Bild 38,1) bzw. der Betten.
V Bei Heizbetrieb wird das Abgasrohr im Klei derschr ank heiß. Deshalb kei ne hit zeemp-
findlichen Kleidungsstücke in unmittelbarer Nähe des Abgasrohres aufbewahren
(siehe auch Kapitel 9).
6.6Lüften
V Der Sauerstoff im Wageninneren wird durch die Atmung oder durch den Betrieb des
Gaskochers usw. verbraucht und muss daher ständig ersetzt werden. Deshalb sind
im Caravan Zwangslüftungen (Dachlüfter oder Dachhauben) eingebaut. Zwangslüftungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten. Es besteht Erstickungsgefahr durch erhöhten
CO
-Gehalt.
2
V Bei bestimmten Witterungsverhältni ssen kann tr otz ausr eic hender Belüf tung an metal -
lischen Gegenständen Kondenswasser auftreten (z. B. an der Boden-Fahrwerk-Verschraubung).
V Im Inneren der Acrylglas-Doppelscheibe kann sich bei extremen Witterungsverhältnis-
sen Kondenswasser bilden. Die Scheibe ist so konstruiert, dass bei steigenden Außentemperaturen das Kondenswasser wieder verdunsten kann. Eine Beschädigung
der Acrylglas-Doppelscheibe durch Kondenswasser ist nicht zu befürchten.
V An Durchbrüchen (z. B. Dachhaubenrändern, Steckdosen, Einfüllstutzen, Klappen
usw.) können zusätzliche Kältebrücken entstehen.
Durch häufiges und gezieltes Lüften für ständigen Luftaustausch sorgen. Nur auf diese Weise wird
verhindert, dass sich bei kühler Witterung Kondenswasser bildet. Durch aufeinander abgestimmte
Heizleistung, Luftverteilung und Lüftung wird in kühlen Jahreszeiten ein angenehmes Wohnklima
geschaffen. Den Caravan bei längerer Standzeit ab und zu gut durchlüften, v. a. im Sommer, w eil
Hitzestau möglich ist.
6.7Fenster
V Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Ver-
dunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen der Verriegelung
durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik
nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo oder Insektenschutzrollo festhalten und
langsam in die Ausgangsstellung zurückführen.
V Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit erhöhter
Materialermüdung zu rechnen ist.
V Vor der Fahrt die Fenster immer schließen.
V Je nach Witterung die Fenster so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit eindringen
kann.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Fenster schließen.
V Bei starken Temperaturunterschieden kann sich im Inneren der Acrylglas-Doppel-
scheiben durch Kondenswasser ein le ichter Beschlag bilden, weil das Material Feuchtigkeit aufnehmen kann. Der Beschlag löst sich bei steigender Temperatur wieder auf.
V Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen auftre-
ten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
Öffnen:
³ Verriegelungshebel (Bild 39,3) senkrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zur
Fenstermitte hin drehen.
³ Ausstellfenster bis zur gewünschten Stel-
lung öffnen und mit Rändelknopf (Bild 40,1)
feststellen.
Ausstellfenster bleibt in der gewünschten Stellung arretiert.
Schließen:
³ Rändelknopf (Bild 40,1) drehen, bis Arretie-
rung freigegeben wird.
³ Ausstellfenster schließen.
Bild 39Ausstellfenster, Verriegelungshebel
geschlossen
Wohnen
6
³ Verriegelungshebel (Bild 39,3) waagrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zum
Fensterrahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 39,2) liegt auf der Innenseite der Fensterverriegelung (Bild 39,1).
Dauerbelüftung:
Mit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in zwei verschiedene Stellungen
bringen:
z Dauerbelüftung (Bild 41)
oder
z fest verschlossen.
Um das Ausstellfenster i n Stellung "Dauerbelüf tung" zu bringen:
³ Verriegelungshebel (Bild 41,3) senkrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zur
Fenstermitte hin drehen.
³ Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
³ Verriegelungshebel wieder zurückdrehen.
Die Verriegelungsnase (Bild 41,2) dabei in
die Aussparung der Fensterverriegelung
(Bild 41,1) einfahren.
Bild 40Ausstellfenster, geöffnet
Die Fensterstellung "Dauerbel üftung" dar f während der Fahrt nicht beibehalten werden.
Bei Regen kann in Fensterstellung "Dauerbelüftung" Spritzwasser in den Wohnbereich ein-
Bild 41Ausstellfenster, Verriegelungshebel
in Stellung "Dauerbelüftung"
dringen. Deshalb die Ausstellfenster vollständig
schließen.
V Bei Fenstern mit Rasteraussteller ist ein völliges Öffnen der Fenster erforderlich, um
die Arretierung freizugeben. Wird die Arretierung nicht freigegeben und das Fenster
trotzdem geschlossen, besteht die Gefahr, dass das Fenster wegen des großen Gegendrucks reißt.
V Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen auftre-
ten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
Öffnen:
³ Verriegelungshebel (Bild 42,3) senkrecht
stellen oder eine viertel Umdrehung zur
Fenstermitte hin drehen.
³ Ausstellfenster bis zur gewünschten Rast-
stellung öffnen; Teleskopschiene (Bild 43,1)
rastet selbstständig ein.
Das Ausstellfenster bleibt in der gewünschten
Stellung arretiert.
stellen oder eine viertel Umdrehung zum
Fensterrahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 42,2) liegt auf der Innenseite der Fensterverriegelung (Bild 42,1).
Die Fenster im Caravan sind mi t Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo sind getrennt voneinander bedienbar.
Verdunklungsrollo und Insektenschutzr ollo befinden sich im oberen Rollokasten.
Verdunklungsrollo
Schließen:
³ Verdunklungsrollo am Griff (Bild 46,2) nach unten ziehen. Wenn das Verdunklungsrollo ganz
geschlossen wird, das Verdunklungsrollo auf beiden Seiten des Fensterrahmens in die Arretierung (Bild 46,3) einhängen.
Öffnen:
³ Wenn das Verdunklungsrollo vollständig geschlossen ist: Den Gri ff nach unten drücken und den
Griff dabei leicht nach vorne kippen. Das Verdunklungsrollo aus den Arretierungen links und
rechts am Fensterrahmen aushängen.
³ Wenn sich das Verdunklungsrollo in Zwischenposition befindet: Den Griff leicht nach unten zie-
hen, bis sich die Arretierung gelöst hat.
³ Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
Insektenschutzrollo
Schließen:
³ Insektenschutzrollo am Griff (Bild 46,1)
nach unten ziehen und auf beiden Seiten
am Fensterrahmen in die Arretierung
(Bild 46,3) einhängen.
Öffnen:
³ Griff (Bild 46,1) nach unten drücken und
den Griff dabei leicht nach vorne kippen.
Das Insektenschutzrollo aus den Arretierungen links und rechts am Fensterrahmen
aushängen.
V Die Lüftungsöffnungen der Zwangslüftungen müssen stets offen bleiben. Zwangslüf-
tungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten.
V Die Dachhauben sind mit Faltverdunklung und Insektenschutzrollo ausgestattet. Das
Insektenschutzrollo schnappt nach Lösen der Verriegelung durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik nicht zu beschädigen, das
Insektenschutzrollo festhalten und langsam in die Ausgangsstellung zurückfü hren.
V Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst mit erhöhter
Materialermüdung zu rechnen ist.
V Je nach Witterung die Dachhauben so weit s chließen , d ass kei ne Feuc htigkei t ei ndrin-
gen kann.
V Vor der Fahrt die Dachhauben schließen.
V Beim Verlassen des Caravans immer die Dachhauben schließen.
Die Kipp-Dachhaube kann einseitig ausgestellt werden. Dabei sind drei Neigungswinkel möglich.
Ein Verlängerungshaken befindet sich im Eingangsber eich.
³ Zum Ausstellen den Hebel (Bild 47,3) eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn dre-
hen und Kipp-Dachhaube am Hebel nach oben drücken.
Faltverdunklung
Die Faltverdunklung kann bei geöffneter oder geschlossener Kipp-Dachhaube beliebig positioniert
werden.
Schließen:
³ Faltverdunklung (Bild 47,1) ausziehen und an gewünschter Position loslassen. Die Faltverdunk-
lung bleibt in dieser Position stehen.
Öffnen:
³ Faltverdunklung in Ausgangsstellung schieben.
Insektenschutzrollo
Schließen:
³ Insektenschutzrollo (Bild 47,2) ausziehen,
bis es an der Verriegelung an der gegenüberliegenden Seite einrastet.
V Das Etagenbett immer mit eingehängtem Sicherungsnetz ben utzen.
V Das Etagenbett maximal mit 100 kg belasten.
V Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Etagenbett lassen.
V Besonders bei Kleinkindern unter 3 J ahren immer darauf achten, dass sie nicht aus
dem Etagenbett fallen können.
V Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten verwenden.
Je nach Modell ist der Caravan mit einem Etagenbett ausgestattet.
Das Etagenbett kann ohne zusätzliche Umbauten sofort benutzt werden.
6.10.2Festes Bett
Wohnen
6
V Lattenrost beim Schließen des Bettkastens nicht nach unten fallen lassen!
Unter dem Bett befindet sich der Bettkasten. Im Bettk asten kann z. B. Bettwäsche aufbewahrt werden.
Zum Einräumen und Ausräumen des Bettkastens den Lattenrost hochklappen.
Je nach Modell ist am Lattenrost eine Stange zum Aufstellen vorhanden.
Öffnen:
³ Lattenrost (Bild 53,1) anheben, Stange
(Bild 53,2) aus Verankerung lösen und in
Loch der Halterung (Bild 53,3) einstecken.
Schließen:
³ Lattenrost (Bild 53,1) anheben, Stange
(Bild 53,2) aus Halterung (Bild 53,3) lösen
und in Verankerung einklemmen.
V Das Schrank-Klappbett maximal mit 50 kg belasten.
V Das Schrank-Klappbett immer mit eingeh ängtem Sicherungsnetz benutzen.
V Beim unkontrollierten Aufklappen des Bettes können Quetschverletzungen entste-
hen.
V Kleinkinder nie unbeaufsichtigt im Schrank-Klappbett lassen.
V Besonders bei Kleinkindern unter 3 Jahren immer darauf achten, dass sie nicht aus
dem Schrank-Klappbett fallen können.
V Für Kinder geeignete, separate Kinderbetten oder Reisekinderbetten verwenden.
Aufklappen:
³ Am Bettkasten (Bild 55,1) links und rechts
hinten die Schließriegel (Bild 54,1) öffnen.
³ Bettkasten mit beiden Händen halten und
langsam nach vorne entnehmen.
³ Bettkasten aufklappen.
³ Bettkasten auf die seitlichen Auflagen
(Bild 55,2) legen. Dabei muss der Stift an
der Auflage in die Bohrung am Bettkasten
eingreifen.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur Gasanlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Sicherheit
z das Wechseln von Gasflaschen
z die Gasabsperrventile
z den externen Gasanschluss
z die Duomatic-Umschaltanlage
Die Bedienung der gasbetriebenen Geräte des Caravans ist im Kapitel9 beschrieben.
7.1Allgemeines
V Vor Fahrtbeginn alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen. Aus-
nahme: Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil offen lassen,
wenn während der Fahrt die Wohnraumheizung betrieben werden soll.
7
V Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt reparieren oder ändern las-
sen.
V Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von einer autori-
sierten Fachwerkstatt prüf en lassen. Dies gilt auch für n icht angemeldete Fahrzeuge.
Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten
Fachwerkstatt prüfen lassen.
V Auch der Gasdruckregler und die Abgasführung müssen geprüft werden. Bürstner
empfiehlt, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren ersetzen zu lassen.
V Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht Explosions-
gefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen. Fenster und Türen
öffnen. Nicht rauchen, keine offenen Flammen entzünden und keine Elektroschalter
(Lichtschalter usw.) betätigen. Defekt von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
V Vor Inbetriebnahme offener Brennstellen (Gask ocher) eine Dachhaube öffnen.
V Gaskocher nicht für Heizzwecke verwenden.
V Wenn der Caravan oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das Haupt-Absper rven-
til an der Gasflasche schließen.
V Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gerät ein Gasabsperrventil
erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
V Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb einer Minute
schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit zu Zeit prüfen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
darf keine Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Boiler usw.) in Betrieb sein.
V Die installierten Geräte sind für einen Betrieb mit Propangas, Butangas oder einem
Gemisch beider Gase ausgelegt. Der Gasdruckregler sowie alle installierten Gasgeräte sind auf einen Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
V Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Ab die-
sen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden. Butangas ist für den Winter betrieb nicht geeignet.
V Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit prüfen. Der
Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös sein. Den Gasschlauch
spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in einer autorisierten Fachwerkstatt
auswechseln lassen. Der Betreiber der Gasanlage muss den Austausch veranlassen.
V Der Gaskasten ist aufgr und seiner Funktion und Konstr uktion ein nach außen offener
Raum. Um ausströmendes Gas sofort nach außen ableiten zu können, die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie abdecken oder zustel len.
V Gaskasten nicht als Stauraum benutzen.
V Den Gaskasten vor Zugriff Unbefugter verschließen.
V Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
V Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen Gasdruck von
30 mbar ausgelegt sind.
V Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen
sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
V Abgase müssen ungehindert austreten können und Frischluft muss ungehindert ein-
treten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug
anliegen. Die Ansaugöffnungen unter dem Fahrzeugboden frei und sauber halten.
V Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
V Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen und verdrehsicher festzurren.
V Haupt-Absperrventil an der Gasflas che sc hließen, be vor der Ga sdruckre gler oder der
Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
V Gasdruckregler nur von Hand an die Gasflaschen anschließen. Keine Werkzeuge
verwenden.
V Ausschließlich spezielle Gasdruckregl er mit Sicherheitsventil für den Einsatz in Fahr-
zeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht zulässig und genügen den
starken Beanspruchungen nicht.
V Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwen-
den.
V Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit eingebau-
tem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet werden.
Gasanlage
7
V Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden (max. 150 cm).
V Gasschlauch regelmäßig auf Verschleiß und Risse prüfen. Austauschdatum beach-
ten.
V Bei Alu-Gasflaschen niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasfla-
schen blockieren!
V Verschraubungen am Gasdruckregler haben Linksgewinde.
V Für gasbetriebene Geräte muss der Gasdruck auf 30 mbar reduziert werden.
V Direkt am Flaschenventil unverstellbaren Gasdruckregler mit Sicherheitsventil an-
schließen.
Der Gasdruckregler reduziert den Gasdruck der Gasfl asche auf den Betriebsdruck der Gasgeräte.
Wenn 2 Gasflaschen gleichzeitig verwendet werden:
³ Gasdruckregler mit automatischer Umschaltung anschließen.
V Informationen bei der Bürstner-Ser vicestelle.
V Zum Befüllen und Anschließen der Gas fla schen i n Europa führt de r Bürstner -Zubeh ör-
handel entsprechende Euro-Füllsets bzw. Euro-Flaschensets.
V Informationen zur Gasversorgung in Europa sind in Kapitel 17 angegeben.
schlauch (Bild 72,5) von Hand von der Gasflasche abschrauben (Linksgewinde).
³ Befestigungsgurt (Bild 72,2) lösen und Gas-
flasche herausnehmen.
³ Gefüllte Gasflasche in den Gaskasten stel-
len.
³ Gasflasche mit dem Befestigungsgurt be-
festigen.
³ Gasdruckregler mit Gasschlauch von Hand
auf Gasflasche schrauben (Linksgewinde).
7.4Gasabsperrventile
Im Caravan ist für jedes Gasgerät ein Gasabsperrventil (Bild 73) eingebaut. Die Gasabsperrventile befinden sich hinter einer Klappe
im Küchenbereich. Die auf den Gasabsperrventilen angebrachten Symbole sind jeweils einem Gasgerät zugeordnet:
V Wenn der externe Gasanschluss nicht genutzt wird, immer den Absperrhahn
(Bild 74,2) schließen.
V Am externen Gasanschluss nur Gasverbraucher anschließen, die den passenden
Adapter haben.
V Nur externe Gasverbraucher anschließen, die auf einen Betriebsdruck von 30 mbar
ausgelegt sind.
V Darauf achten, dass nach dem Anschließen und nach de m Öffnen d es Absperrha hns
kein Gas an der Anschluss-Stelle (Bild 74,1) austritt. Wenn der externe Gasanschluss nicht dicht ist, strömt Gas ins Freie. Sofort den Absperrhahn und das HauptAbsperrventil an der Gasflasche schließen. Den externen Gasanschluss von einer
autorisierten Fachwerkstatt prüf en lassen.
V Während ein externer Gasverbraucher angeschlossen wird, darf sich keine Funken-
quelle in der Nähe des externen Gasanschlusses befinden.
V Den externen Gasanschluss nicht zum Befüllen der Gasflaschen verwenden. Die
Hinweisaufkleber am externen Gasanschluss beachten.
Gasanlage
7
Der externe Gasanschluss (Bild 74) befindet
sich vorne rechts neben dem Gaskasten.
V Die Duomatic-Umschaltanlage nicht in geschl ossenen Räumen verwenden.
Die Duomatic ist eine automatische Umschaltanlage mit Fernanzei ge für eine Zweiflaschen-Gasanlage. Die Duomatic-Umschaltanlage schaltet automati sch die Gaszufuhr von der Betriebsflasche auf
die Reserveflasche um, wenn die Betr iebsflasc he leer oder nicht mehr betr iebsbere it ist. Dabei können die Gasverbraucher in Betrieb bleiben. Die Duomatic- Umschal tanlage is t geeignet für alle handelsüblichen Gasflaschen von 3 kg bis 33 kg.
Aufbau
Die Duomatic-Umschaltanlage besteht aus einem Zentralr egler (Bild 75,3) und einem Umschaltregler (Bild 75,5). Mit dem Drehknopf (Bild 75,6) am Umschaltregler kann bestimmt werden, welche der
Gasflaschen als Betriebsflasche und welche Gasflasche als Reserveflasche verwendet wird. Beide
Regler sind mit einem Druckwächter und der Regler-Enteisungsanlage Eis-Ex ausgestattet.
Das Manometer (Bild 75,2) am Zentralregler zeigt den Druck in der Gasflasche an, nicht den Füllstand der Gasflasche. Mit dem Manometer kann die Gasflasche auf Dichtheit geprüft werden.
Das Bedienteil (Bild 76) schaltet nur die e lektrischen Funktionen. Die Haupt-Absper rventile der Gasflaschen (Bild 75,1 und 4) müssen von Hand geöffnet werden.
Betrieb
³ Die Haupt-Absperrventile an den Gasflaschen (Bild 75,1 und 4) öffnen.
³ Mit dem Drehknopf (Bild 75,6) am Umschaltregler (Bild 75,5) die Gasflasche wählen, der vorran-
gig das Gas entnommen werden soll (Betriebsflasche). Den Drehknop f immer bi s zum Anschlag
drehen.
Wenn der Drehknopf im roten Bereich steht, wird das Gas vorrangig der Gasflasche mit dem
Zentralregler (Bild 75,3) entnommen.
Wenn der Drehknopf im grünen Bereich steht, wird das Gas vorrangig der Gasflasche mit dem
Umschaltregler (Bild 75,5) entnommen.
³ An der Fernanzeige (Bild 76) die Betriebsart wählen und die Duomatic-Umschaltanlage ein-
schalten. Beide Gasdruckregler sind jetzt entlüftet.
Der Zentralregler gewährleistet einen konstanten Gasdruck, unabhängig davon, welche Gasflasche Gas liefert. Die zwei Kontroll-Leuchten
an der Fernanzeige zeigen an, welcher Gasflasche Gas entnommen werden kann. Wenn beide Kontroll-Leuchten leuchten, zeigt die Stellung des Drehknopfes am Umschaltregler,
welcher Gasflasche gerade Gas entnommen
wird.
V Bei Betrieb mit nur einer Gasfla-
sche (z. B. im Sommer) den Zentralregler an diese Gasflasche anschließen. Den Drehknopf am
Umschaltregler auf den roten Bereich stellen.
V Beim Wechseln der Gasflaschen nicht rauchen und keine offenen Flammen entzün-
den!
V Den Regler stets so montieren, dass die Schutzk appe oben ist.
Wenn eine Kontroll-Leuchte während des Betriebs erlischt, ist die zugehörige Gasflasche leer und
muss gewechselt werden. Die Reserveflasche versorgt die Gasverbraucher weiterhin mit Gas.
³ Das Haupt-Absperrventil an der leeren Gasflasche schließen.
³ Den Regler von der Gasflasche abschrauben.
³ Die volle Gasflasche an den Regler anschließen.
³ Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche öffnen.
Den Drehknopf am Umschaltregler mit einer halben Umdrehung so einstellen, dass die eben gewechselte Gasflasche als Reserveflasche dient.
Fernanzeige
Mit der Fernanzeige (Bild 76) wird die Betriebsart gewählt. Außerdem signalisiert die Fernanzeige
im Fahrzeuginneren, welche Gasflasche leer ist.
Die Duomatic-Umschaltanlage hat zwei Betriebsarten:
z Winterbetrieb "Ein und Heizen"
z Sommerbetrieb "Ein"
Die Regler werden mit der Regler-Ent eisungsanlage Eis-Ex beheizt. So werden Störungen der Gasanlage im Winter vermieden.
Die Betriebsart mit dem Wippschalter
(Bild 76,2) einstellen. Bei Betrieb leuchtet die
Betriebsanzeige (Bild 76,3).
z Winterbetrieb "Ein und Heizen" (Bild 76,4)
z Aus (Bild 76,5)
z Sommerbetrieb "Ein" (Bild 76,6)
Die Kontroll-Leuchten zeigen an, ob die Gasflaschen betriebsbereit sind:
z Kontroll-Leuchte "A" (Bild 76,1): Gasfla-
sche am Zentralregler
z Kontroll-Leuchte "B" (Bild 76,7): Gasfla-
sche am Umschaltregler
Wenn eine Kontroll-Leuchte während des Betriebs erlischt, ist die zugehörige Gasflasche
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur elektrischen Anlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
z die Sicherheit
z Erklärungen von Fachbegriffen zur Batterie
z das 12-V-Bordnetz
z das Netzgerät
z das 230-V-Bordnetz
z den Anschluss an das 230-V-Netz
z die Sicherungsbelegung
z den Anschluss an das Zugfahrzeug
z den Verlauf der Leitungen
Die Bedienung der elektrisch betriebenen Geräte des Caravans ist im Kapit el 9 beschrieben.
8.1Allgemeines
8
V Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
8.2Begriffe
Kapazität
Als Kapazität bezeichnet man die Elektrizitätsmenge, die eine Batterie speichern kann.
Die Kapazität einer Batterie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Wenn die Batte rie eine Kapa-
zität von 80 Ah besitzt, dann kann die Batterie 80 Stunden lang einen Strom von 1 A oder
40 Stunden lang 2 A abgeben.
Äußere Einflüsse wie Temperatur verändern die Speicherfähigkeit der Batterie.
8.312-V-Bordnetz
V Bei der Stromversorgung des Caravans über die Batterie des Zugfahrzeugs beach-
ten, dass die Kapazität der Batterie beschränkt ist. Die Startfähigkeit des Zugfahrzeugs kann bei zu starker Entladung beeinträchtigt werden.
V Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer trennen, be-
vor der Caravan an eine 230-V-Versorgung angeschlossen wir d.
V Das elektrische System des Caravans darf maximal mit 2200 Watt belastet werden!
V Lüftungsschlitze der Abdeckung (Bild 79) nicht verdecken. Überhitzungsgefahr!
Sämtliche Verbraucher werden mit der Sicherheitskleinspannung von 12 V betrieben.
Betrieb bei Netzanschluss
Die Umschaltung von Batteriebetrieb auf Netzbetrieb erfolgt automatisch, sobal d ein Netzanschluss
vorhanden ist.
Die Stromversorgungseinheit wandelt die Netzspannung für die 12-V-Verbraucher um.
Die Verbraucher werden über die Versorgungseinheit direkt gespei st.
Die 12-V-Vorzeltleuchte ist nur bei Netzanschluss funktionsf ähig. Sie kann während der Fahrt nicht
in Betrieb genommen werden.
Betrieb über Batterie
Die Umschaltung von Netzbetrieb auf Batteriebetrieb erfolgt automatisch, sobald der dreizehnpolige Stecker des Caravans am Zugfahrzeug angeschlossen ist.
Während der Fahrt übernimmt die Batterie des
Zugfahrzeuges die Versorgung der 12-V-Geräte.
Der Kühlschrank funktioniert bei 12-V-Betrieb
nur bei angeschlossenem Zugfahrzeug. Den
12-V-Betrieb bei längeren Zwischenstopps und
Ruhepausen ausschalten, da sich sonst die
Batterie des Zugfahrzeugs entleert.
Das Netzgerät ist im unteren Teil des Kleiderschrankes unter der Abdeckung eingebaut.
Öffnen:
³ Befestigungsclip (Bild 79,1) eine viertel Um-
drehung drehen und Abdeckung entfernen.
Wenn das Netzgerät während des Betriebs
durch zu hohe Umgebungstemperaturen oder
durch unzureichende Belüftung zu warm wird,
reduziert das Netzteil die Ausgangsleistung.
Die angeschlossenen und eingeschalte ten Verbraucher werden mit einer geringeren Spannung als 12 V versorgt oder durch das Umschaltrelais abgeschaltet. Wenn dieser
Übertemperaturschutz auslöst, die Belüftung
des Netzgerätes verbesser n und die Anz ahl der
eingeschalteten 12-V-Verbraucher verringern.
Elektrische Anlage
Bild 79Abdeckung
8
8.4230-V-Bordnetz
V Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
Das 230-V-Bordnetz versorgt:
z die Steckdosen mit Schutzkontakt
z den Kühlschrank
z das Netzgerät
Die elektrischen Verbraucher, die an das 12-V-Bo rdnetz des Wohnteils angeschlossen sind, werden
vom Netzteil mit Spannung versorgt.
8.4.1230-V-Anschluss
V Die externe 230-V-Versorgung muss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter
(FI-Schalter, 30 mA) abgesichert sein.
V Bevor der Caravan an die 230-V-Versorgung angeschlossen wird, muss er vom Zug-
fahrzeug elektrisch getrennt werden. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
V Für die Anschluss-Stellen auf Campi ngplätzen (Campi ngverteil er) sind hoch empfindli-
che Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter, 30 mA) vorgeschrieben.
Der Caravan kann an eine externe 230-V-Versorgung angeschlossen werden. Das Kabel darf eine
Länge von höchstens 25 m haben.
8.4.2Versorgungsleitung für externen 230-V-Anschluss
V Von Kabeltrommeln das Kabel vollständig abwickeln.
Versorgungsleitung:
z dreiadrige (3 x 2,5 mm
z höchstens 25 m Länge
z 1 Stecker mit Schutzkontakt
z 1 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Steckvor ri chtungen nach DIN 49462)
Bürstner empfiehlt als Versorgungsleitung ein
CEE-Verbindungskabel mit CEE-Stecker und
CEE-Kupplung. Wenn diese Anschlussmöglichkeit nicht gegeben ist, empfiehlt Bürstner
folgende Kombination mit einem Schuko-Stecker:
z Adapterkabel:
CEE 17 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 80,1) – Stecker mit Schutzkontakt
(Bild 80,2).
2
) flexible Gummischlauchleitung
z Kabeltrommel:
Steckdose mit Schutzkontakt (Bild 80,3) –
Stecker mit Schutzkontakt (Bild 80,4).
z Adapterkabel:
Anschlusskupplung mit Schutzkontakt
(Bild 80,5) – CEE 17 Stecker mit Schutzkontakt (Bild 80,6).
V Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache bekannt und besei-
tigt ist.
V Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
8.5.112-V-Sicherungen
Die Verbraucher, die im Wohnteil an die 12-V-Versorgung angeschlossen sind, sind durch eigene
Sicherungen abgesichert. Die Sicherungen sind unter der Abdeckung im Netzgerät (Bild 77 oder
Bild 78) oder in einer Verteilerdose neben dem Netzgerät zugän glich.
Funktion, Wert und Farbe der betreffenden Si cherungen der nachfolgenden Tabelle entnehmen. Bei
einem Sicherungswechsel nur Flachsicherungen mit den Werten verwenden, die in der Tabelle angegeben sind.
Die Sicherung (Bild 81,1) befindet sich im linken Gehäuserahmen der Thetford-Kassette.
Sicherungstyp: Flachsicherung 3 A/violett.
Zum Wechseln der Sicherung außen die Klappe der Thetford-Kassette öffnen und ThetfordKassette vollständig herausziehen.
Sicherung für den Kühlschrank (Variante 2)
Die Sicherung befindet sich in einer Vert eilerdose neben dem Netzgerät (Bild 78). Zum Wechseln der Sicherung den Deckel der Verteiler dose mit einem Schraubendreher aus der
Verankerung ausrasten. Nach dem Wechsel
der Sicherung den Deckel in die Verteilerdose
einrasten.
V Die Farben der Anschlusskabel für den Anschluss an die dreizehnpolige Steckdose
(Bild 84) des Zugfahrzeugs notieren. Ein eventuell erforderlich werdender Neuanschluss wird damit wesentlich erleichtert. Zum Anschließen des dreizehnpoligen Steckers an eine siebenpolige Steckdose ein im Handel erhältliches Adapterstück verwenden.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zu den Einbaugeräten des Caravans.
Die Hinweise beziehen sich nur auf die Bedienung der Einbaugeräte.
Weitere Informationen zu den Einbaugeräten entnehmen Sie bitte den Bedienungsanleitungen der
Einbaugeräte, die dem Fahrzeug separat beiliegen.
Die Bedienungshinweise betreffen im Einzelnen:
z die Heizung
z die Therme
z den Gaskocher
z den Gasbackofen
z das Mikrowellengerät
z den Kühlschrank
9.1Allgemeines
V Die Wärmetauscher der Truma-Heizungen müssen nach 30 Jahren ersetzt werden.
Den Austausch darf nur der Hersteller der Gasheizung oder eine autorisierte Fachwerkstatt durchführen. Verantwortlich für die Veranlassung des Austausches ist der
Betreiber der Gasheizung.
V Aus Sicherheitsgründen müssen Ersatzteile für Heizgeräte den Angaben des Herstel-
lers entsprechen und von di esem als Ersa tztei l zugelasse n sein. Diese Er sat zteil e d arf
nur der Gerätehersteller oder eine autorisierte Fachwerkstatt einbauen.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung des jeweiligen Einbauge-
rätes entnehmen.
Im Caravan sind je nach Ausführung die Einbaugeräte Heizung, Therme, Kochstelle und Kühlschrank eingebaut. In der Bedi enun gsanleit ung für den Caravan wer den nur die Bed ienung und die
Besonderheiten der Einbaugeräte beschrieben.
Vor Inbetriebnahme eines gasbetriebenen Einbaugerätes das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und das jeweilige Gasabsperrventil öffnen.
V Im Winterbetrieb vor Inbetriebnahme der Heizung prüfen, ob der Kamin auf dem Ca-
ravandach frei von Schnee und Eis ist.
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
V Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in der Garage
muss die Heizung ausgeschaltet sein. Es besteht Explosionsgefahr.
V Ab Heizstufe 3 bis 4 das Umluftgebläse einschalten. Es besteht Überhitzungsgefahr
für die Heizung!
V Abgasrohr nicht beschädig en.
V Der Abgaskamin darf nicht verschlossen oder überbaut werden.
V Beim Wintercamping die Truma-Kaminverlängerung ver wenden, damit bei Schneef all
der Abgaskamin nicht mit Schnee bedeckt wird.
V Der Raum hinter der Heizung darf nicht als Stauraum verwendet werden.
Bei der ersten Inbetriebnahme der Heizung tritt kurzzeitig eine leichte Rauch- und Geruchsbelästigung auf. Sofort die Heizung am Bediensch alter auf höchst e Stufe stellen. Fen ster und Türen öffnen
und gut lüften. Rauch und Geruch verschwinden nach kurzer Zeit von selbst.
9.2.1Richtig heizen
Warmluftverteilung
Im Caravan sind mehrere Luftaustrittdüsen
(Bild 88) eingebaut. Rohre führen die Warmluft
zu den Luftaustrittdüsen. Die Luftaustrittdüsen
so drehen, dass die Warmluft dort austritt, wo
es gewünscht wird.
Einstellung der Luftaustrittdüsen
z Ganz geöffnet: voller Warmluftstrom
z Halb oder nur teilweise geöffnet: verringer-
ter Warmluftstrom
Wenn 5 Luftaustrittdüsen vollständig geöffnet
sind, dann tritt an jeder ei nzelnen Düse weniger
Warmluft aus. Werden jedoch nur 3 L uftaustritt düsen geöffnet, dann strömt aus jeder einzelnen Düse mehr Warmluft.
V Bei Störungen vor erneutem Zündversuch zwei Minuten warten.
Einschalten:
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Heizung" öffnen.
³ Drehregler (Bild 89) an der Heizung auf gewünschten Wert einstellen und bis zum Anschlag nie-
derdrücken.
Variante 1:
³ Gaszündknopf (beim Drehregler) mehrmals kurz hintere inander drücken.
Variante 2 (Sonderausstattung):
³ Der Zündautomat erzeugt Zündfunken. Es ist ein klickendes Geräusch zu hören.
Alle Modelle:
³ Drehregler gedrückt halten, bis die Flamme brennt. Das Brennen der Flamme kann im Sicht-
fenster in der Heizungsverkleidung kontrolliert werden.
³ Drehregler weitere 10 Sekunden gedrückt halten, bis die Zündsicherung anspricht.
V Der Zündautomat (Variante 2) zündet so lange, bis das Gas brennt. Wenn kein Gas
vorhanden ist, zündet er weiter, bis die Batterie, aus der er gespeist wird, leer ist.
Wenn nicht geheizt wird, den Drehregler der Heizung immer auf "0" stellen, um eine
Entladung der Batterie zu verhindern.
V Wenn das klickende Geräusch während des Zündvorgangs überhaupt nicht gehört
wird oder nur in Zeitabständen von mehreren Sekunden: Batterie wechseln.
Ausschalten:
³ Drehregler (Bild 89) an der Heizung auf "0"
stellen. Zündautomat wird damit gleichzeitig
abgeschaltet.
³ Wenn die Heizung längere Zeit nicht betrie-
ben wird, das Gasabsperrventil "Heizung"
und das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Das Umluftgebläse sorgt in Verbindung mit der
Warmluft-Heizung für eine bessere Wärmeverteilung im Caravan.
³ Mit dem Schiebeschalter (Bild 90,1) die ge-
wünschte Betriebsart einstellen.
Handregelung (z. B. Ventilation)
Umluftgebläse aus (bei Heizbetrieb
Schalterstellung außer Funktion)
AAutomatikbetrieb (Heizen)
³ Bei Handregelung mit dem Drehknopf
(Bild 90,2) die gewünschte Leistung des
Umluftgebläses einstellen.
V Weitere Informationen der sepa-
raten Bedienungsanleitung
"TRUMA" entnehmen.
9.2.4Airmix-Komfort-Paket
(Sonderausstattung)
V Installationsanleitung der separa-
ten Bedienungsanleitung des Airmix-Komfort-Paketes entnehmen.
Mit dem Airmix-Komfort-Paket kann das Umluft-Gebläse am Fahrzeugboden oder an der
Wand montiert werden. Dies garantiert einen
besonders leisen Lauf, da keine gerä uschübertragende Verbindung zum Einbaukasten der
Heizung besteht.
Durch den Airmix wird frische Außenluft in den
Caravan geführt. Vorteile der Außenluft sind:
Bild 90Bedienschalter für Umluftgebläse
Bild 91Airmix-Komfort-Paket
z Kühleffekt im Sommer
z Trockeneffekt im Winter
³ Die Außenluft durch Einstellung am Bedien-
teil (Bild 91,1) stufenlos mit der bereits erwärmten Innenluft mischen.
Je nach Modell ist der Caravan mit einer Therme ausgestattet.
V Die Therme abschalten, wenn der Caravan nicht benutzt wird.
V Die Therme nie ohne Wasserinhalt betreiben.
V Die Therme mit Wasser befüllen, bevor sie im 230-V-Betrieb eingeschaltet wird.
V Die Therme bei Frostgefahr entleeren, wenn die Therme nicht in Betrieb ist.
V Die Therme nur dann mit maximaler Temperatureinstellung betreiben, wenn viel
Warmwasser benötigt wird. Dadurch wird die Therme vor Verkalkung geschützt.
V In der Kaltwasserleitung zwischen Therme und Wasserpumpe kein Rückschlagventil
einbauen.
V Bei Anschluss an eine zentrale Wasserversorgung oder bei stärkeren Pumpen einen
Druckminderer einsetzen. Es dürfen nur Drücke bis 1,2 bar in der Therme auftreten.
Zusätzlich ein Sicherheits- /Ablassventil in die Kaltwasserzuleitung einsetzen.
V Bürstner empfiehlt, das Wasser aus der Therme nicht als Tri n kwasser zu verwenden.
Einbaugeräte
9
Die Therme kann wahlweise mit der 230-V-Ver sorgung (elektrische Betriebsart), mit der
Warmluft des Heizungssystems oder mit beiden Energiearten betrieben werden. Die Therme heizt ca. 5 l Wasser auf ca. 55 °C auf.
Mit dem Schalter (Bild 95,1) wird die elektrische
Betriebsart eingeschaltet. Die Kontroll-Leuchte
im Schalter muss leuchten.
Bei Warmluft-Betrieb wird durch die Heizung
und die Umluft das Wasser in der Therme erwärmt.
schließen und 230-V-Sicherungsautomat
einschalten.
³ Schalter (Bild 95,1) ausschalten. Kontroll-
Leuchte leuchtet nicht.
³ Die Ablasshähne an der Kappe (Bild 96,1)
im Uhrzeigersinn zudrehen.
³ Alle Wasserhähne auf "Warm" stellen und
öffnen. Wasserpumpe pumpt Wasser zur
Therme.
³ Wasserhähne geöffnet lassen, bis Wasser
Bild 96Ablasshähne
blasenfrei fließt. Therme ist mit Wasser gefüllt.
³ Wasserhähne wieder schließen.
Elektrischer Betrieb:
³ Fahrzeug an die 230-V-Versorgung anschließen und 230-V-Siche rungsautomat einschalten.
³ Schalter (Bild 95,1) einschalten. Kontroll-Leuchte im Schalter leuchtet. Das Wasser in der Ther-
me wird auf 55 °C aufgeheizt.
Entleeren:
³ Die 230-V-Versorgung am Leitungsschutzschalter im Netzgerät (Bild 82,1 oder Bild 83,1) aus-
schalten.
³ Alle Wasserhähne öffnen.
³ Ablasshähne öffnen. Dazu an der Kappe (Bild 96,1) entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
³ Prüfen, ob die Therme vollständig entleert ist.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Therme" entnehmen.
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausstr ömen lassen.
V Vor Inbetriebnahme der Kochstelle für eine ausreichende Belüftung sorgen. Fenster
oder Dachhaube öffnen.
V Gaskocher und Gasbackofen nicht zum Heizen verwenden.
V Für den Umgang mit heißen Töpfen, Pfannen und ähnlichen Gegenständen Koch-
handschuhe oder Topflappen benutzen. Verletzungsgefahr!
9.3.1Gaskocher
V Während des Einschaltens und wenn der Gaskocher in Betrieb ist, dürfen keine
brennbaren Gegenstände in der Nähe des Gaskochers sein.
V Der Zündvorgang muss von oben her sichtbar sein und darf nicht durch aufgestellte
Kochtöpfe verdeckt werden.
Einbaugeräte
9
V Das Flammschutzblech bei Benutzung des Gaskochers immer aufstellen.
V Die Gaskocher-Abdeckung wird durch Federkraft zugezogen. Beim Schließen be-
steht Verletzungsgefahr.
V Die gläserne Gaskocher-Abdeckung nicht als Kochfeld benutzen.
V Die Gaskocher-Abdeckung nicht schließen, während der Gaskocher in Betrieb ist.
V Die Gaskocher-Abdeckung nicht durch Druck belasten, wenn si e geschlossen ist.
V Keine heißen Kochtöpfe auf die Gaskocher-Abdeckung stellen.
V Die Gaskocher-Abdeckung nach dem Kochen noch so lange offen halten, wie die
Brenner Hitze abgeben. Die Glasplatte könnte sonst zer springen.
V Nur Töpfe und Pfannen benutzen, deren Durchmesser für den Brennerrost des Gas-
kochers geeignet ist.
Der Küchenblock des Caravans ist mit einem 3-Flammen-Gaskocher ausgestattet.
V Lüftungsöffnungen immer offen halten.
V Beim Zündvorgang dürfen keine brennbaren Gegenstände in der Nähe des Gas-
backofens sein.
V Die Backofenklappe muss während des Zündvorgangs geöffnet bleiben.
V Wenn das Anzünden nicht erfolgt ist, den Vorgang von Anfang an wiederholen. Im
Bedarfsfall prüfen, ob Gas und/oder Strom im Gasbackofen fehlen.
V Sollte der Gasbackofen dennoch nicht funktionieren, das Gasabsperrventil schließen
und den Bürstner-Handelspartner benac hrichtigen.
V Falls die Brennerflamme versehentlich gelöscht wird, Drehregler auf "OFF" drehen
und Brenner mindestens 1 Minute lang ausgeschaltet lassen. Erst dann erneut zünden.
V Vor der ersten Inbetriebnahme den Gasbackofen 30 Minuten bei Höchsttemperatur
ohne Inhalt betreiben.
Einbaugeräte
9
Einschalten:
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Kochstelle" öffnen.
³ Backofentür ganz öffnen.
³ Drehregler (Bild 99,1) leicht drücken und auf Backen oder Grillen stellen.
Anzünden von Hand:
³ Drehregler (Bild 99,1) drücken und gedrückt halten.
³ Bei Backbetrieb unteren, bei Grillbetrieb
oberen Brenner mit Gasanzünder, Streichholz oder Feuerzeug anzünden.
V Die Zündstellung wird durch Dr ehen des Drehregl ers auf ei ne Posit ion zwis chen 1 und
6 erreicht.
³ Backofentür ganz öffnen.
³ Drehregler leicht drücken, auf Zündstel lung drehen und 5 bis 10 Sekunden lang gedrückt hal ten.
³ Drehregler loslassen und auf die gewünschte Einstellung drehen.
Bei Backöfen mit Thermostat entsprechen die verschiedenen Einstellungen des Drehknopfes den
folgenden Temperaturen in °C des Backofens:
Pos.123456
Temperatur130160180200220240
Bedienung des Grills:
³ Die Hitzeschutzplatte (Bild 100,1) heraus-
ziehen.
³ Den Grillbrenner (oberer Brenner) anzün-
den.
³ Die Backofentür halb offen lassen.
Ausschalten:
³ Drehregler (Bild 99,1) auf "OFF" drehen.
Die Flamme erlischt.
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und
Gasabsperrventil "Kochstelle " schließen.
V Wenn die Flamme erlischt, sperrt
das Zündsicherungsventil selbsttätig die Gaszufuhr.
V Nur Fachpersonal darf das Mikrowellengerät reparieren. Durch unsachgemäße Re-
paraturen können erhebliche Gefahren für den Benutz er entstehen.
V Nie die Schutzvorrichtung gegen das Austreten von Mikrowell enenergie entfernen.
V Das Mikrowellengerät nur betreiben, wenn es ordnungsgemäß eingebaut ist.
V Das Mikrowellengerät nur in Betrieb nehmen, wenn die Türdichtung nicht beschädigt
ist.
V Das Mikrowellengerät nicht unbeaufsi chtigt lassen, während es arbeitet.
V Bei Rauchbildung das Mikrowellengerät geschlossen halten, ausschalten und Strom-
versorgung unterbrechen.
V Das Mikrowellengerät nur mit eingesetztem Drehteller und Drehkreuz betreiben.
V Nur mikrowellengeeignetes Geschirr benutzen.
V Das Mikrowellengerät arbeitet nur bei korrekter 230-V-Versorgung. Bei Spannungs-
schwankungen oder Spannungen unter 230 V schaltet sich das Mikrowellengerät
komplett aus. Deshalb beim Betrieb des Mikrowellengerätes keine anderen 230-VVerbraucher einschalten. Vorwiegend in südlichen Ländern wird die Netzspannung
zwar mit 230 V angegeben, aber selten auch erreicht. Dadurch kann es vorkommen,
dass das Mikrowellengerät in solchen Ländern nicht betrieben werden kann.
Einbaugeräte
9
Einschalten:
³ Taste (Bild 101,3) zum Öffnen der Tür drücken und Lebensmittel in den Garraum stellen.
³ Tür schließen. Beim Einrasten ist ein klicke ndes Geräusch hörbar.
³ Am Drehregler (Bild 101,1) Leistung wäh-
len.
³ Am Drehregler (Bild 101,2) Garzeit wählen.
Der Garvorgang beginnt.
Ausschalten:
Das Ende des Garvorgangs wird durch einen
Signalton angezeigt. Das Mikrowellengerät
schaltet selbstständig ab.
Während der Fahrt den Kühlschr ank nur über das 1 2-V-Bordnetz betreiben. Bei Umgebungstemperaturen über +40 °C erreicht der Kühlschrank keine volle Kühlleist ung mehr. Wenn hohe Außentemperaturen herrschen, ist di e volle Kühlleistung des Kühlaggr egats nur durch ausreichen de Belüftung
gewährleistet. Um eine bessere Belüftung zu erreichen, lassen sich die Kühlschrank-Lüftungsgitter
abnehmen.
9.4.1Kühlschrank-Lüftungsgitter
abnehmen
Variante 1
³ Arretierung (Bild 102,1) zur Mitte schieben.
³ Kühlschrank-Lüftungsgitter abnehmen.
Modell N80P: 80 l
Der Kühlschrank hat 2 Betriebsarten:
z Gasbetrieb
z elektrischer Betrieb (230 V Wechselspannung oder 12 V Gleichspannung)
Die Betriebsart wird mit den Bedienelementen an der Kühlschrankblende eingestellt.
Eine stufenlose Regelung der Kühlleistung ist nur bei Gasbetrieb oder 230-V-Betrieb möglich, je-
doch nicht bei 12-V-Betrieb.
V Nur eine Energiequelle einschalten.
Gasbetrieb
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausstr ömen lassen.
Einschalten:
³ Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Kühlschrank" öffnen.
³ Energie-Wahlschalter (Bild 104,1) auf Gas stellen.
³ Drehregler (Bild 104,4) auf Stufe 5 stellen,
drücken und gedrückt halten. Die Gas zufuhr
ist geöffnet.
³ Zündknopf (Bild 104,2) mehrmals mit Pau-
sen von 1 bis 2 Sekunden drücken.
³ Drehregler gedrückt halten, bis der Flam-
menanzeiger (Bild 104,3) grün wird, dann
loslassen. Falls die Flamme erlischt, den
Zündvorgang wiederholen.
³ Kühltemperatur mit dem Drehregler
(Bild 104,4) einstellen.
Ausschalten:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 104,1) auf ""
stellen. Das Gerät ist abgeschaltet.
³ Drehregler (Bild 104,4) auf "0" drehen.
³ Gasabsperrventil "Kühlschrank" und Haupt-
Der Kühlschrank kann mit folgenden Spannungen betrieben werden:
z 230 V Wechselspannung
z 12 V Gleichspannung
V Das Gasabsperrventil "Kühlschrank" schließen, wenn der Kühlschrank elektrisch be-
trieben wird.
230-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 104,1) auf 230-V-Betrieb stellen.
³ Kühltemperatur mit dem Drehregler (Bild 104,4) einstellen.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
12-V-Betrieb:
³ Energie-Wahlschalter (Bild 104,1) auf 12-V-Betrieb stellen.
³ Zum Ausschalten Energie-Wahlschalter auf "" stellen. Der Kühlschrank ist abgeschaltet.
Im 12-V-Betrieb wird der Kühlschrank von der Starter batterie des Zugfahrzeugs (über den d reizehnpoligen Stecker) mit Spannung versorgt. Bei längeren Fahr pausen auf Gasbetrieb umstellen.
Der Thermostat ist im 12-V-Betrieb nicht wir ksam. Der Kühlschrank arbeitet kontinuierlich.
V Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Kühlschrank" entnehmen.
9.4.3Kühlschrank (Modell RM 7655)
Volumen
Modell RM 7655: 150 l
V Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
V Wenn die Rahmenheizung eingeschaltet ist, verbraucht sie ständig Strom. Deshalb
die Rahmenheizung ausschalten, wenn der Fahrzeugmotor nicht läuft und das Fahrzeug nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist.
Der Kühlschrank ist mit einem automatischen Energiewahl-System AES ausgestattet. Das AES
wählt automatisch die optimale Energiequelle aus und regelt den Kühlschrank-Betrieb. Manuelle
Eingriffe zur Energiewahl sind weder erforderlich noch möglich.
Das AES wählt aus den folgenden Energiequellen:
z Solaranlage 12 V
z 230 V Wechselspannung
z 12 V Gleichspannung
z Gas
Die Auswahl der Energiequelle ist in dieser Reihenfolge festgelegt.