Die Mitarbeiter unseres Hauses beglückwünschen Sie zum Erwerb Ihres neuen Bürstner-Caravans. Sie haben
ein hochwertiges Fahrzeug erworben, mit dem Sie viel Freude haben werden.
Damit Sie Ihren Caravan jederzeit sachgerecht und vor allem einfach bedienen und benutzen können, erhalten
Sie bereits bei der Übernahme vom Bürstner-Handelspartner eine detaillierte Einweisung in alle wichtigen
Funktionen.
Als ständiger Begleiter für die Beantwortung von Fragen beim Umgang mit dem Caravan stehen Ihnen dann
dieses Handbuch sowie die Bedienungsanleitungen der Gerätehersteller zur Verfügung.
Vor Antritt der ersten Fahrt
Benutzen Sie das vorliegende Handbuch nicht nur als Nachschlagewerk, sondern machen Sie sich gründlich
damit vertraut.
Füllen Sie die Garantiekarten der Einbaugeräte und Sonderausstattungen in den separaten Anleitungen aus
und schicken Sie die Garantiekarten den Geräteherstellern zu. Dadurch sichern Sie Ihren Garantieanspruch
für alle Geräte.
Die Bedienungsanleitung immer im Fahrzeug mitführen. Alle Sicherheitsbestimmungen auch an andere Benutzer weitergeben.
Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zur Gefährdung von Personen führen.
Die Nichtbeachtung dieses Zeichens kann zu Schäden im oder am Fahrzeug führen.
Dieses Zeichen weist auf Empfehlungen oder Besonderheiten hin.
Dieses Zeichen weist auf umweltbewusstes Verhalten hin.
Diese Bedienungsanleitung enthält Abschnitte, in denen modellbezogene Ausstattungen oder Sonderausstattungen beschrieben sind. Diese
Abschnitte sind extra gekennzeichnet. Es ist möglich, dass Ihr Fahrzeug nicht mit diesen Sonderausstattungen ausgerüstet ist. Die Ausstattung Ihres Fahrzeugs kann daher bei einigen Abbildungen und
Beschreibungen abweichen.
Andererseits kann Ihr Fahrzeug mit weiteren Sonderausstattungen ausgerüstet sein, die in dieser Bedienungsanleitung nicht beschrieben sind.
Die Sonderausstattungen sind dann beschrieben, wenn sie einer Erklärung
bedürfen.
Die separat beigelegten Bedienungsanleitungen beachten.
Wenn die Hinweise in dieser Bedienungsanleitung nicht beachtet werden und
deshalb ein Schaden am Fahrzeug entsteht, entfällt der Garantieanspruch.
Unsere Fahrzeuge werden ständig weiterentwickelt. Wir bitten um Verständnis, dass Änderungen in Form, Ausstattung und Technik vorbehalten
sind. Aus dem Inhalt dieser Bedienungsanleitung können aus diesen Gründen
keine Ansprüche an den Hersteller abgeleitet werden. Beschrieben sind die
bis zur Drucklegung bekannten und eingeführten Ausstattungen.
Nachdruck, Übersetzung und Vervielfältigung, auch auszugsweise, ist ohne
schriftliche Genehmigung des Herstellers nicht gestattet.
Die Angaben "rechts", "links", "vorne", "hinten" beziehen sich stets auf das
Fahrzeug in Fahrtrichtung gesehen.
Alle Maße und Gewichte sind "circa"-Angaben.
Dem Fahrzeug ist kein Radschlüssel und kein Wagenheber beigelegt. Vor
dem Start für Notfälle einen handelsüblichen Radschlüssel beschaffen.
Wenn kein AL-KO-Wagenheber (Sonderausstattung) vorhanden ist, vor
dem Start für Notfälle einen handelsüblichen Scherenwagenheber oder
Hydraulikwagenheber beschaffen. Der Bürstner-Handelspartner berät
gerne.
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Einleitung
1.1Allgemeines
Das Fahrzeug ist nach dem Stand der Technik und nach den anerkannten
sicherheitstechnischen Regeln gebaut. Dennoch können Personen verletzt
oder kann das Fahrzeug beschädigt werden, wenn die Sicherheitshinweise in
dieser Bedienungsanle itu ng nic ht bea cht et werd en.
Das Fahrzeug nur in technisch einwandfreiem Zustand benutzen. Die Bedienungsanleitung beacht en.
Störungen, die die Sicherheit von Personen oder des Fahrzeugs beeinträchtigen, sofort von Fachpersonal beheben lassen.
Die Bremsanlage und die Gasanlage des Fahrzeugs nur von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen und reparieren lassen.
Veränderungen am Aufbau dürfen nur mit Genehmigung des Herstellers
durchgeführt werden.
Reisegepäck und Zubehör nur bis zur technisch zulässigen Gesamtmasse
mitführen.
Die vom Hersteller vorgegebenen Prüf- und Inspektionsfristen einhalten.
1.2Umwelthinweise
Ruhe und Sauberkeit der Natur nicht beeinträchtigen.
Grundsätzlich gilt: Abwasser aller Art und Hausmüll gehören nicht in den
Straßengully oder in die freie Natur.
Abwassertank und Thetford-Kassette nur an speziell dafür ausgewiesenen
Entsorgungsstationen auf Campingplätzen oder Stellplätzen entleeren.
Beim Aufenthalt in Städten und Gemeinden die Hinweise an den Stellplätzen beachten oder nach Entsorgungsstationen fragen.
Abwasser an Bord nur im eingebauten Abwassertank oder notfalls in
anderen dafür geeigneten Behältern sammeln.
Abwassertank so oft wie möglich entleeren, auch wenn der Abwassertank
nicht vollständig gefüllt ist (Hygiene).
Den Abwassertank nach Möglichkeit bei jeder Entleerung mit Frischwasser
ausspülen.
Thetford-Kassette nie zu voll werden lassen. Spätestens wenn die Füllstandsanzeige aufleuchtet, die Thetford-Kassette unverzüglich entleeren.
Hausmüll auch auf Reisen nach Glas, Blechdosen, Plastik und Nassmüll
trennen. Bei der jeweiligen Gastgemeinde nach Entsorgungsmöglichkeiten
fragen. Hausmüll darf nicht auf Parkplätzen in die dortigen Abfallbehälter
entsorgt werden.
Die Abfallbehälter möglichst oft in die Tonnen oder Container entleeren,
die dafür vorgesehen sind. So lassen sich unangenehme Gerüche und problematische Müllansammlungen an Bord vermeiden.
Motor des Zugfahrzeugs im Stand nicht unnötig laufen lassen. Ein kalter
Motor setzt im Leerlauf besonders viele Schadstoffe frei. Die Betriebstemperatur des Motors wird am schnellsten durch Fahrt erreicht.
Für die Toilette eine umweltfreundliche und biologisch gut abbaubare WCChemikalie in geringer Dosierung verwenden.
Für längere Aufenthalte in Städten und Gemeinden Abstellplätze aufsuchen, die speziell für Caravangespanne ausgewiesen sind. Bei der jeweiligen Stadt oder Gemeinde nach Abstellmöglichkeiten erkundigen.
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Sicherheitshinweise. Die Sicherheitshinweise dienen dem Schutz von Personen und Sachwerten.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
den Brandschutz und das Verhalten bei Bränden
das allgemeine Verhalten im Umgang mit dem Fahrzeug
die Verkehrssicherheit des Fahrzeugs
den Anhängerbetrieb
die Gasanlage des Fahrzeugs
die elektrische Anlage des Fahrzeugs
die Wasseranlage des Fahrzeugs
2.1Brandschutz
2.1.1Vermeidung von Brandgefahren
Kinder nie alleine im Fahrzeug lassen.
Brennbare Materialien von Heizgeräten und Kochgeräten fern halten.
Leuchten können sehr heiß werden. Wenn die Leuchte eingeschaltet ist,
muss der Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen immer
30 cm betragen. Brandgefahr!
Niemals tragbare Heizgeräte oder Kochgeräte benutzen.
Nur autorisiertes Fachpersonal darf die elektrische Anlage, die Gasanlage oder die Einbaugeräte verändern.
2Sicherheit
2.1.2Feuerbekämpfung
Im Fahrzeug immer einen Trockenpulver-Feuerlöscher (mindestens
1 kg) mitführen. Der Feuerlöscher muss zugelassen, geprüft und griffbereit sein.
Den Feuerlöscher regelmäßig von autorisiertem Fachpersonal prüfen
lassen. Prüfdatum beachten.
Der Feuerlöscher ist nicht im Lieferumfang enthalten.
In der Nähe der Kochstelle immer eine Löschdecke bereithalten.
2.1.3Bei Feuer
Alle Insassen evakuieren.
Elektrische Versorgung ausschalten und vom Netz trennen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Alarm geben und Feuerwehr rufen.
Feuer bekämpfen, falls dies ohne Risiko möglich ist.
Von der Lage und der Bedienung der Notausstiege überzeugen.
Als Notausstiege gelten alle Fenster und Türen, die folgende Kriterien erfüllen:
Öffnung nach außen oder Verschiebung in horizontaler Richtung
Öffnungswinkel mindestens 70°
Durchmesser der lichten Öffnung mindestens 450 mm
Abstand vom Fahrzeugboden maximal 950 mm
2.2Allgemeines
Der Sauerstoff im Fahrzeuginneren wird durch die Atmung oder durch
den Betrieb des Gaskochers oder anderer Einbaugeräte verbraucht.
Daher muss der Sauerstoff ständig ersetzt werden. Zu diesem Zweck
sind im Fahrzeug Zwangslüftungen (z. B. Dachhauben mit Zwangslüftung oder Pilzdachlüfter) eingebaut. Zwangslüftungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von
Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch erhöhten
CO
-Gehalt.
2
Durchgangshöhe der Eingangstür beachten.
Für die Einbaugeräte (Heizung, Kochstelle, Kühlschrank usw.) sind die
jeweiligen Betriebsanleitungen und Bedienungsanleitungen maßgebend.
Unbedingt beachten.
Wenn Zubehör oder Sonderausstattungen angebaut werden, können sich
die Abmessungen, das Gewicht und das Fahrverhalten des Fahrzeugs
ändern. Die Anbauteile müssen zum Teil in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.
Nur Felgen und Reifen verwenden, die für das Fahrzeug zugelassen sind.
Angaben über die Größe der zugelassenen Felgen und Reifen den Fahrzeugpapieren entnehmen oder bei den Bürstner-Handelspartnern
erfragen.
Beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststellbremse fest anziehen. Die
Feststellbremse rastet selbsttätig ein.
Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Türen, Außenklappen und Fenster
schließen.
Das Fahrzeug nur dann im Straßenverkehr bewegen, wenn der Fahrzeugführer eine für die Fahrzeug-Klasse gültige Fahrerlaubnis besitzt.
Beim Verkauf des Fahrzeugs dem neuen Besitzer alle Bedienungsanleitungen des Fahrzeugs und der Einbaugeräte mitgeben.
2.3Verkehrssicherheit
Vor Fahrtbeginn die Funktion der Signal- und Beleuchtungseinrichtung
und der Bremsen prüfen.
Nach einer längeren Standzeit (ca. 10 Monate) die Bremsanlage und die
Gasanlage von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Vor Fahrtbeginn das Fernsehgerät von der Auflage entfernen und sicher
verstauen.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition zurückdrehen, einschieben und einrasten lassen. Den
TV-Schrank schließen.
Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten.
Bei Unterführungen, Tunneln oder Ähnlichem die Gesamthöhe des
Fahrzeugs beachten (siehe Technische Daten in den Fahrzeugpapieren).
Im Winter muss das Dach vor Fahrtbeginn schnee- und eisfrei sein.
Vor Fahrtbeginn den Abwassertank (Sonderausstattung) entleeren.
Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck prüfen. Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen
führen. Das Fahrzeug kann außer Kontrolle geraten.
Vor Fahrtbeginn die Zuladung im Fahrzeug gleichmäßig verteilen (siehe
Kapitel 3).
Beim Beladen des Fahrzeugs und bei Fahrtunterbrechungen, wenn z. B.
Gepäck oder Lebensmittel nachgeladen werden, die technisch zulässige
Gesamtmasse und die zulässigen Achslasten beachten (siehe Fahrzeugpapiere).
An der Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs die maximal zulässige Stützlast nicht überschreiten und die Mindest-Stützlast nicht unterschreiten.
Den Caravan nach diesen Gesichtspunkten beladen.
Bei Caravanbetrieb müssen zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht sein.
Vor Fahrtbeginn die Schranktüren, die Toilettenraumtür, alle Schubladen
und Klappen schließen. Die Kühlschrank-Türsicherung einrasten.
Vor Fahrtbeginn Fenster und Dachhauben schließen.
Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser
verriegeln.
Vor Fahrtbeginn externe Stützen entfernen und die am Fahrzeug angebauten Kurbelstützen oder Hubstützen einfahren.
Vor Fahrtbeginn das Deichselstützrad ganz nach oben kurbeln.
Vor Fahrtbeginn die Antenne in Parkposition bringen.
Bei der ersten Fahrt und nach jedem Radwechsel die Radschrauben/Radmuttern nach 50 km nachziehen. Später von Zeit zu Zeit auf festen Sitz
prüfen.
Reifen dürfen nicht älter als 6 Jahre sein, weil das Material mit der Zeit brüchig wird (siehe Kapitel 13).
Beim An- oder Abkuppeln des Caravans ist Vorsicht geboten. Unfallund Verletzungsgefahr!
Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine
Personen zwischen Zugfahrzeug und Caravan aufhalten.
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Sicherheit
2.5.1Allgemeine Hinweise
2.5Gasanlage
Vor Fahrtbeginn und beim Verlassen des Fahrzeugs alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrventil schließen.
Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in
der Garage darf keine mit Gas betriebene Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Gasboiler usw .) in Bet rieb se in. Ex pl os ion sg efah r!
Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt warten, reparieren oder ändern lassen.
Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von
einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch für nicht
angemeldete Fahrzeuge. Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Auch der Gasdruckregler und die Abgasrohre müssen geprüft werden.
Bürstner empfiehlt, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren
ersetzen zu lassen.
Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht
Explosionsgefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche
schließen. Fenster und Türen öffnen und gut lüften.
Bei Defekt an der Gasanlage: Nicht rauchen, keine offenen Flammen
entzünden und keine Elektroschalter (Lichtschalter usw.) betätigen.
Defekt an der Gasanlage von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
Vor Inbetriebnahme offener Brennstellen (Gaskocher) eine Dachhaube
öffnen.
Gaskocher nicht für Heizzwecke verwenden.
Wenn das Fahrzeug oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gasgerät ein
Gasabsperrventil erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt
werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb
einer Minute schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit
zu Zeit prüfen.
Die eingebauten Gasgeräte sind ausschließlich für einen Betrieb mit
Propangas, Butangas oder mit einem Gemisch beider Gase ausgelegt.
Der Gasdruckregler sowie alle eingebauten Gasgeräte sind auf einen
Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Bei tieferen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden.
Butangas ist für den Winterbetrieb nicht geeignet.
Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit
prüfen. Der Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös
sein. Den Gasschlauch spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in
einer autorisierten Fachwerkstatt auswechseln lassen. Der Betreiber der
Gasanlage muss den Austausch veranlassen.
Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach
außen offener Raum. Die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie
abdecken oder zustellen. Ausströmendes Gas kann sonst nicht nach
außen abgeleitet werden.
Den Gaskasten nicht als Stauraum benutzen, da Feuchtigkeit eindringen kann.
Den Gaskasten vor dem Zugriff Unbefugter sichern. Dazu den Gaskasten verschließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen
Gasdruck von 30 mbar ausgelegt sind.
Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
Abgase müssen ungehindert ins Freie austreten können und Frischluft
muss ungehindert eintreten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug anliegen. Die Ansaugöffnungen unter
dem Fahrzeugboden freihalten und sauber halten.
2.5.2Gasflaschen
Gasflaschen nur im Gaskasten mitführen.
Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen.
Gasflaschen verdreh- und kippsicher festzurren.
Wenn die Gasflaschen nicht an den Gasschlauch angeschlossen sind,
immer die Schutzkappe aufsetzen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler oder der Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
Gasdruckregler oder Gasschlauch nur von Hand an die Gasflaschen
anschließen. Keine Werkzeuge verwenden.
Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den
Einsatz in Fahrzeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht
zulässig und genügen den starken Beanspruchungen nicht.
Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwenden.
Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit
eingebautem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg
Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet
werden.
Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden
(max. 150 cm).
Niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasflaschen blockieren.
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
Bevor Arbeiten an der elektrischen Anlage durchgeführt werden, alle
Geräte und Leuchten abschalten, die Batterien abklemmen und die
230-V-Versorgungsleitung vom Netz trennen.
Nur Originalsicherungen mit den Werten verwenden, die in der Bedienungsanleitung angegeben sind.
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Sicherheit
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache
bekannt und beseitigt ist.
Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
2.7Wasseranlage
Stehendes Wasser im Wassertank oder in Wasserleitungen wird nach
kurzer Zeit ungenießbar. Deshalb vor jeder Benutzung des Fahrzeugs
die Wasserleitungen und den Wassertank gründlich reinigen. Nach
jeder Benutzung des Fahrzeugs den Wassertank und die Wasserleitungen vollständig entleeren.
Bei Still-Legungen von mehr als einer Woche die Wasseranlage vor der
Benutzung des Fahrzeugs desinfizieren.
Wenn das Fahrzeug für mehrere Tage nicht benutzt wird oder bei Frostgefahr nicht beheizt wird, die gesamte Wasseranlage entleeren. Die Wasserhähne in Mittelstellung geöffnet lassen. Alle Ablasshähne geöffnet lassen.
So werden Frostschäden an den Einbaugeräten und am Fahrzeug vermieden und Ablagerungen in wasserführenden Bauteilen verhindert.
In diesem Kapitel finden Sie wichtige Informationen darüber, was Sie vor
Fahrtantritt beachten müssen und welche Tätigkeiten Sie vor Fahrtantritt ausführen müssen.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Schlüssel
die Zulassung
das Ankuppeln und Abkuppeln am Zugfahrzeug
die Anhängerkupplung
die Ankuppelhilfe Easy-Pull
die Zuladung und deren Berechnung
die richtige Beladung des Caravans
die Außenspiegel
das Verstauen des Flachbildschirms
Am Ende des Kapitels finden Sie eine Checkliste, in der die wichtigsten
Punkte noch einmal zusammengefasst sind.
3.1Schlüssel
3Vor der Fahrt
Bild 1Schlüssel
Mit dem Caravan erhalten Sie zwei Schlüssel (Bild 1).
Die Schlüssel passen für:
die Eingangstür
die Serviceklappen
die Toilettenklappe
die Gaskastenklappe
Stets einen Ersatzschlüssel außerhalb des Fahrzeugs deponieren. Die jeweilige Schlüsselnummer notieren. Bei Verlust können unsere autorisierten Handelspartner und Werkstätten weiterhelfen.
3.2Zulassung
Ihr Caravan ist ein zulassungspflichtiges Fahrzeug. Für die Zulassung benötigen Sie folgende Unterlagen:
den Fahrzeugbrief
eine Versicherungsbestätigung (Versicherungs-Doppelkarte)
Bitte beachten Sie, dass einige Länder trotz EU-Kennzeichentafel ein separates Nationalitäts-Kennzeichen fordern.
Beim An- oder Abkuppeln des Caravans ist Vorsicht geboten. Unfallund Verletzungsgefahr!
Während des Rangierens zum An- oder Abkuppeln dürfen sich keine
Personen zwischen Zugfahrzeug und Caravan aufhalten.
Zulässige Stützlast und Hinterachslast des Zugfahrzeugs beachten.
Stützlast und Hinterachslast dürfen nicht überschritten werden. Die
Werte der Stützlast und der Hinterachslast den Fahrzeugpapieren des
Zugfahrzeugs und den Papieren des Caravans entnehmen.
Darauf achten, dass das Innere der Kupplung nicht verschmutzt ist und
dass die beweglichen Teile der Kupplung (nicht die Kugelaufnahme)
geschmiert sind.
Bei Verwendung einer Sicherheitskupplung die Kugel nicht schmieren.
Die Reibebeläge werden an die Kupplungskugel angepresst und
erzeugen dadurch ein Schlingerdämpfungsmoment. Diese Schlingerdämpfung ist nur dann gewährleistet, wenn der Kupplungskopf am Zugfahrzeug von Fett und anderen Rückständen gesäubert wird. Beim
Abschmieren der Sicherheitskupplung darauf achten, dass kein Öl oder
Fett auf die Reibebeläge gelangt.
Ankuppeln:
Caravan mit Auflaufbremse: Caravan nicht mit aufgelaufener Bremse
ankuppeln oder abkuppeln.
Anhängerkupplung mit abnehmbarem Kugelhals: Wenn der Kugelhals
falsch montiert ist, kann der Anhänger abreißen. Betriebsanleitung der
Anhängerkupplung beachten.
Zum Ankuppeln des Caravans das Deichselstützrad nach unten kurbeln
und auf dem Boden aufsetzen.
Den Stabilisierungshe bel der Sich er hei tskupplung nicht als Rangierhilfe
benutzen.
Prüfen, ob der Anschluss-Stecker des Caravans in die Steckdose des Zugfahrzeugs passt. Wenn sich Anschluss-Stecker und Steckdose unterscheiden, bei den autorisierten Handelspartnern und Werkstätten nach
Adaptionsmöglichkeiten fragen.
Weitere Informationen zur Sicherheitskupplung der separaten Bedienungsanleitung des Herstellers entnehmen.
Den Caravan ankuppeln (siehe Abschnitt 3.4). Das Kupplungsmaul und die
Kugel müssen ineinander greifen und dürfen nicht lose aufeinander liegen.
Das Kupplungsmaul muss die Kugel vollständig umschließen.
Das Seil der Abreißbremse mit einer Schlaufe um den Kugelkopf der
Anhängervorrichtung des Zugfahrzeugs hängen. Dabei die Länge des
Seils beachten: Das Seil darf nicht auf dem Boden schleifen oder bei Kurvenfahrt die Bremsfunktion auslösen.
Das Deichselstützrad ganz nach oben kurbeln. Dabei die Laufrolle parallel
zur Fahrtrichtung und zum Deichselkasten hin ausrichten.
Den Anschluss-Stecker des Caravans in die Steckdose des Zugfahrzeugs
stecken. Darauf achten, dass die Nasen des Schutzdeckels am Stecker
eingreifen. Die Nasen verhindern, dass sich der Stecker während der Fahrt
löst.
Das Verbindungskabel in einer lockeren Schlinge über die Deichsel legen.
Darauf achten, dass es nicht auf dem Boden schleifen kann.
Prüfen, ob die Anhängerkupplung richtig auf der Kupplungskugel sitzt und
ob die grüne Sicherheitsanzeige sichtbar ist.
Prüfen, ob alle Kurbelstützen und das Deichselstützrad nach oben gekurbelt sind.
Die Lichtanlage des Caravans bei angeschlossenem Zugfahrzeug prüfen.
3.4Anhängerkupplungen
Vor dem Ankuppeln sicherstellen, dass der Kugelkopf der Anhängervorrichtung frei von Schmutz und Fett ist.
3.4.1Anhängerkupplung AK 300/160
Vor der Fahrt
Ankuppeln:
Bild 2Anhängerkupplung AK 300/
Der Kupplungsmechanismus besitzt eine "Offenstellung". Solange die Anhängerkupplung nicht auf die Kugel der Anhängervorrichtung aufgesetzt wird,
bleibt der Kupplungsgriff geöffnet.
160
Die geöffnete Anhängerkupplung (Bild 2) auf die Anhängerkugel des Zugfahrzeugs aufsetzen. Die Anhängerkupplung rastet selbstständig und
hörbar ein. Der Griff gleitet selbsttätig in seine Ausgangsstellung zurück.
Zusätzlich den Kupplungsgriff (Bild 2,1) mit der Hand (nicht mit dem Fuß)
nach unten drücken. Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
Sichtkontrolle durchführen: Der grüne Zylinder der Sicherheitsanzeige
(Bild 2,2) muss sichtbar sein.
Stabilisierungshebel (Bild 3,1) in oberste Stellung bringen.
Handrad (Bild 3,2) entgegen dem Uhrzeigersinn bis zum Anschlag in
Offenstellung drehen.
Kupplungsgriff (Bild 3,3) nach oben ziehen.
Geöffnete Sicherheitskupplung auf Anhängerkugel aufsetzen. Der Kupplungsgriff rastet hörbar ein und geht in die Ausgangsstellung zurück.
Zusätzlich den Kupplungsgriff von Hand (nicht mit dem Fuß) nach unten
drücken. Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
Sichtkontrolle durchführen: Der grüne Zylinder der Sicherheitsanzeige
(Bild 3,4) muss sichtbar sein.
Handrad im Uhrzeigersinn zudrehen, bis die Drehmomentbegrenzung
hörbar und spürbar durchratsc ht.
Stabilisierungshebel nach unten drücken, bis die Markierung auf dem Stabilisierungshebel mit der des Stabilisierungsgehäuses (Bild 3,5) übereinstimmt.
3.4.3Sicherheitskupplung AKS 3004
Ankuppeln:
Bild 4Sicherheitskupplung
AKS 3004
Stabilisierungshebel (Bild 4,1) bis zum Anschlag nach oben ziehen.
Kupplungsgriff (Bild 4,2) nach oben ziehen.
Geöffnete Sicherheitskupplung auf Anhängerkugel aufsetzen. Der Kupp-
lungsgriff rastet hörbar ein und geht in die Ausgangsstellung zurück.
Zusätzlich den Kupplungsgriff von Hand (nicht mit dem Fuß) nach unten
drücken. Das Schließen und Sichern erfolgt automatisch.
Sichtkontrolle durchführen: Der grüne Zylinder der Sicherheitsanzeige
(Bild 4,3) muss sichtbar sein.
Die Stabilisierungseinrichtung aktivieren. Dazu den Stabilisierungshebel
(Bild 4,1) bis zum Anschlag nach unten drücken.
3.5Ankuppelhilfe Easy-Pull (Sonderausstattung)
Bei abschüssigem Gelände oder schwerem Boden kann das Gurtband um
die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs gelegt und zum Ausgangspunkt
zurückgeführt werden. Dadurch entsteht ein einfacher Flaschenzug. Die
Reichweite der Ankuppelhilfe reduziert sich dadurch auf die Hälfte.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Caravan ankuppeln:
3.6Abkuppeln
Bild 5Ankuppelhilfe Easy-Pull
Das Zugfahrzeug an den Caravan heranfahren.
Den Sperrhebel (Bild 5,2) in Offenstellung bringen.
Das Gurtband mit Haken (Bild 5,5) nach vorne herausziehen, um den
Kugelhals der Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs legen und arretieren.
Den Sperrhebel (Bild 5,2) in Schließstellung bringen.
Die Handbremse am Caravan lösen.
Die Kurbel für die Kurbelstützen des Caravans (Bild 5,4) auf den Sechskant (Bild 5,1) der Kurbelvorrichtung stecken und drehen. Dabei die Drehrichtung gemäß Aufkleber (Bild 5,3) beachten.
Den Caravan so weit wie nötig über den Kugelkopf der Anhängerkupplung
des Zugfahrzeugs ziehen.
Den Caravan ankuppeln und die Kurbel abnehmen.
Den Sperrhebel (Bild 5,2) in Offenstellung bringen.
Das Gurtband aushaken und zurückrollen lassen.
Den Sperrhebel in Schließstellung bringen.
Beim An- oder Abkuppeln des Caravans ist Vorsicht geboten. Unfallund Verletzungsgefahr!
Zusätzlich die Sicherheitshinweise für das Ankuppeln in dieser Bedienungsanleitung beachten.
Feststellbremse des Caravans anziehen.
An beiden Rädern die Unterlegkeile anlegen.
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Vor der Fahrt
3.7Zuladung
Den Anschluss-Stecker des Caravans aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen und in die Halterung an der Deichsel stecken.
Das Seil der Abreißbremse vom Zugfahrzeug entfernen.
Das Deichselstützrad nach unten kurbeln, bis es fest auf dem Boden steht.
Anschließend die Anhängerkupplung lösen.
Mit Hilfe des Deichselstützrads die Deichsel so weit anheben, bis das Zugfahrzeug ohne Gefahr weggefahren werden kann.
Das Überladen des Fahrzeugs und ein falscher Reifendruck können
zum Platzen der Reifen führen. Das Fahrzeug kann außer Kontrolle
geraten.
In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse
und die Masse in fahrbereitem Zustand angegeben, nicht aber das tatsächliche Gewicht des Fahrzeugs. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir, das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn auf einer
öffentlichen Waage zu wiegen.
Maximal zulässige
Traglasten
Die in den Fahrzeugpapieren angegebene technisch zulässige Gesamtmasse (zulässiges Gesamtgewicht) durch die Zuladung nicht überschreiten.
Eingebautes Zubehör, Sonderausstattungen und die mitgeführten Gasflaschen reduzieren die Zuladung.
Die in den Fahrzeugpapieren angegebenen Achslasten einhalten.
Den Caravan so beladen, dass die Zugdeichsel am Kupplungskopf nicht über
die zulässige Stützlast nach unten gedrückt wird. Die schweren Gegenstände
sollen nahe der Achse liegen und ein Gewichtszentrum in der Wagenmitte
bilden.
Beim Beladen des Caravans achten auf:
die maximal zulässige Anhängelast
die maximal zulässige Stützlast (z. B. 50 kg)
die Mindeststützlast von 25 kg nach StVZO
Diese Daten sind in der Betriebsanleitung des Zugfahrzeugs aufgeführt.
BezeichnungBelastung (kg)
Dachlast200
Etagenbetten100
Fahrradträger2er35
3.7.1Begriffe
In der Technik hat der Begriff "Masse" mittlerweile den Begriff "Gewicht"
abgelöst. Im allgemeinen Sprachgebrauch ist "Gewicht" aber noch der
geläufigere Begriff. Zum besseren Verständnis wird deshalb in den folgenden Abschnitten der Begriff "Masse" nur in feststehenden Formulierungen verwendet.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand ist das
Gewicht, das ein Fahrzeug nie überschreiten darf.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand setzt sich
zusammen aus der Masse in fahrbereitem Zustand und der Zuladung.
Die technisch zulässige Gesamtmasse in beladenem Zustand (zulässige
Gesamtmasse) wird vom Hersteller in den Fahrzeugpapieren im Feld F.1
angegeben.
Die Masse in fahrbereitem Zustand ist das Gewicht des fahrbereiten Serienfahrzeugs.
Die Masse in fahrbereitem Zustand setzt sich zusammen aus:
Leergewicht (Masse des leeren Fahrzeugs) mit der werkseitig eingebauten
Serienausstattung
Gewicht der Grundausstattung
Die Grundausstattung umfasst alle Ausrüstungsgegenstände und Flüssigkeiten, die für die sichere und ordnungsgemäße Nutzung des Fahrzeugs notwendig sind. Das Gewicht der Grundausstattung beinhaltet:
ein zu 90 % gefülltes Wassersystem (Wassertank und Leitungen)
zu 90 % gefüllte Gasflaschen
ein gefülltes Heizungssystem
ein gefülltes Toilettenspülsystem
die Versorgungsleitungen für die 230-V-Versorgung
den Einbausatz für eine Zusatzbatterie, wenn eine Zusatzbatterie möglich
ist
Der Abwassertank und der Fäkalientank sind leer.
Beispiel zur
Berechnung der
Grundausstattung
Wassertank mit 16 l16 kg
Gasflaschen (2 x 11 kg
230-V-Versorgungsleitung+ 4 kg
Summe= 70 kg
+ 2 x 14 kg
Gas
)+ 50 kg
Flasche
Die Masse in fahrbereitem Zustand wird vom Hersteller in den Fahrzeugpapieren im Feld G angegeben.
ZuladungDie Zuladung setzt sich zusammen aus:
Zusatzausstattung
persönliche Ausrüstung
Erläuterungen zu den einzelnen Bestandteilen der Zuladung finden Sie im
nachfolgenden Text.
ZusatzausstattungZur Zusatzausstattung gehören Zubehör und Sonderausstattungen. Beispiele
für Zusatzausstattung sind:
Ersatzrad
Fahrradträger
Satellitenanlage
Mikrowellengerät
Warmwasserversorgung
Die Gewichte der verschiedenen Sonderausstattungen sind in Kapitel 15
angegeben oder vom Hersteller zu erfahren.
Persönliche AusrüstungDie persönliche Ausrüstung umfasst alle im Fahrzeug mitgeführten Gegen-
stände, die in der Zusatzausstattung nicht enthalten sind. Zur persönlichen
Ausrüstung zählen zum Beispiel:
Lebensmittel
Geschirr
Fernsehgerät
Radio
Kleidung
Bettzeug
Spielzeug
Bücher
Toilettenartikel
Außerdem zählen zur persönlichen Ausrüstung, unabhängig davon, wo sie
verstaut sind:
Fahrräder
Boote
Surfbretter
Sportausrüstungen
Für die persönliche Ausrüstung muss der Hersteller nach geltenden Bestimmungen mindestens ein Gewicht vorsehen, das nach der folgenden Formel
ermittelt wird:
FormelMindestgewicht M (kg) = 10 x N + 10 x L + 30
ErklärungN = max. Anzahl der Betten, nach Herstellerangabe
L = Gesamtlänge des Caravans in Metern, außer der Deichsel
BeispielCaravan mit 4 Betten und mit einer Länge von 5 m:
Mindestgewicht M (kg) = 10 x 4
Betten
+ 10 x 5
Meter
3.7.2Berechnung der Zuladung
Die werkseitige Berechnung der Zuladung erfolgt zum Teil auf der Basis
von pauschalisierten Gewichten. Die technisch zulässige Gesamtmasse
in beladenem Zustand darf aus Sicherheitsgründen aber in keinem Fall
überschritten werden.
In den Fahrzeugpapieren ist nur die technisch zulässige Gesamtmasse
und die Masse in fahrbereitem Zustand angegeben, nicht aber das tatsächliche Gewicht des Fahrzeugs. Zu Ihrer eigenen Sicherheit empfehlen wir, das beladene Fahrzeug vor Fahrtbeginn auf einer
öffentlichen Waage zu wiegen.
Die Zuladung (siehe Abschnitt 3.7.1) ist der Gewichtsunterschied zwischen
der technisch zulässigen Gesamtmasse in beladenem Zustand und
Masse in fahrbereitem Zustand einschließlich Grundausstattung gemäß
Fahrzeugpapieren Feld G
ergibt als erlaubte Zuladung300
Zusatzausstattung- 40
ergibt für die persönliche Ausrüstung= 260
1500
- 1200
Berechnung
Die Berechnung der Zuladung aus der Differenz zwischen der technisch
zulässigen Gesamtmasse in beladenem Zustand und der vom Hersteller
angegebenen Masse in fahrbereitem Zustand ist jedoch nur ein theoretischer
Wert.
Nur wenn das Fahrzeug mit gefüllten Tanks, gefüllten Gasflaschen und kompletter Zusatzausstattung auf einer öffentlichen Waage gewogen wird, kann
die tatsächliche Zuladung ermittel t werden.
Die Differenz zwischen der technisch zulässigen Gesamtmasse in beladenem
Zustand und dem gewogenen Gewicht des Fahrzeugs ergibt die tatsächliche
Zuladung.
Das Ergebnis ist das Gewicht, das an persönlicher Ausrüstung tatsächlich
zugeladen werden kann.
3.7.3Caravan richtig beladen
Die technisch zulässige Gesamtmasse nie überschreiten.
Die Ladung gleichmäßig auf die linke und die rechte Fahrzeugseite verteilen.
Alle Gegenstände so verstauen, dass sie nicht verrutschen können.
Schwere Gegenstände (Vorzelt, Konserven u. Ä.) in Achsnähe verstauen.
Zum Verstauen schwerer Gegenstände eignen sich vor allem tiefer
gelegene Stauräume, deren Türen sich nicht in Fahrtrichtung öffnen
lassen.
Leichtere Gegenstände (Wäsche) in die Dachstauschränke stapeln.
Den Caravan nie hecklastig beladen .
Die empfohlene Anordnung der Zuladung lässt sich nicht konsequent durchführen, weil die Staumöglichkeiten im gesamten Caravaninnern verteilt sind.
Darauf achten, dass schwere Teile in Achsnähe und im unteren Bereich, d. h.
dicht über dem Fahrzeugboden, verstaut werden. Schwere Gegenstände
(Vorzelt, Konserven u. Ä.) even tuel l im Zugfa hr ze ug vers taue n.
AnhängelastDie in den Fahrzeugpapieren angegebene Anhängelast (Bild 8,1) des Zug-
fahrzeugs gibt Auskunft darüber, welches Maximalgewicht das Zugfahrzeug
ziehen darf. Die Anhängelast bezieht sich auf das tatsächliche Gewicht des
Caravans und nicht auf die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans.
BeispielDas Zugfahrzeug darf 1200 kg ziehen. Wenn der Caravan eine technisch
zulässige Gesamtmasse von 1200 kg hat und tatsächlich 900 kg wiegt, kann
man ihn mit weiteren 300 kg beladen. Wenn dagegen der Caravan eine technisch zulässige Gesamtmasse von 1400 kg hat, darf er nur bis maximal
1200 kg beladen werden.
StützlastDie Stützlast (Bild 8,2) gibt an, mit welchem Gewicht die Deichsel des Cara-
vans auf die Anhängerkupplung des Zugfahrzeugs drücken darf. Angaben
darüber finden sich in der Beschreibung der Anhängerkupplung und in den
Fahrzeugpapieren. Eine Anhängerkupplung, die eine zulässige Stützlast von
50 kg hat, darf also keinen beladenen Caravan mit einer Stützlast von 75 kg
tragen. Zusätzlich muss die Stützlast bei der technisch zulässigen Gesamtmasse des Zugfahrzeugs berücksichtigt werden. Gegebenenfalls muss die
Zuladung im Zugfahrzeug um den Betrag der Stützlast reduziert werden.
Die technisch zulässige Gesamtmasse für das Zugfahrzeug und für den
Caravan nie überschreiten.
Nur wenn die Stützlast optimal auf die Kombination aus Zugfahrzeug und
Caravan abgestimmt ist, erreicht das Gespann seine größte Fahrstabilität und
Straßenver kehr ssich erh eit. Die opt ima le S tützl ast ist gl eich zei tig d ie m axi mal
mögliche Stützlast.
Den Fahrzeugpapieren und der Beschreibung der Anhängerkupplung die
Angaben über die maximal zulässige Stützlast entnehmen.
Wenn in den Fahrzeugpapieren und in der Beschreibung der Anhängerkupplung unterschiedliche Werte angegeben sind: Den niedrigsten Wert
wählen. Dieser Wert ist die maximal mögliche Stützlast für das Gespann.
Die Stützlast vor jeder Fahrt prüfen, z. B. mit einer Stützlastwaage. Um
einen korrekten Wert zu erhalten, die Stützlastwaage senkrecht unter dem
Kupplungsmaul positionieren und die Deichsel des Caravans waagrecht
stellen.
Die Zuladung im Caravan so verteilen, dass die gemessene Stützlast der
maximal möglichen Stützlast möglichst nahe kommt. Die maximal mögliche Stützlast dabei nicht überschreiten.
AchslastDie Achslast (Bild 8,3) ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren des Zugfahr-
zeugs angegeben und weist die zulässige Höchstlast für Vorder- und Hinterachse aus. Die Achslast darf durch einen Anhänger nicht überschritten
werden. Wo welche Kräfte im Gespann wirken, zeigt die oben stehende Zeichnung.
3.7.5Fahrradträger (Sonderausstattung)
Beim Beladen des Fahrradträgers auf die zulässigen Achslasten und die
technisch zulässige Gesamtmasse achten.
Die Mindeststützlast nicht unterschreiten.
Fahrräder dürfen nicht über die maximale Breite des Fahrzeugs hinausragen. Die Befestigungen für die Fahrräder entsprechend einstellen.
Den Fahrradträger nur mit Fahrrädern (max. 2 Stück) beladen.
Fahrräder mit vorhandenen Riemen befestigen und deren sicheren Halt
nach einigen Kilometern prüfen .
Die Befestigung der Fahrräder auf dem Fahrradträger nach den ersten
10 km Fahrt und anschließend bei jeder Fahrtpause prüfen.
Fahrradträger nicht als Gepäckträger oder als Leiter verwenden.
Der Fahrradträger dient nur zur Beförderung von Fahrrädern.
Die vom Hersteller angegebene Gesamtmasse darf nicht überschritten
werden.
Das Nummernschild und die Rücklichter dürfen nicht verdeckt werden.
Die maximale Tragkraft des Fahrradträgers beträgt 35 kg.
Beim Beladen des Fahrradträgers den Schwerpunkt beachten. Wenn der
Fahrradträger nur mit einem Fahrrad beladen wird, das Fahrrad so nahe
wie möglich an der Fahrzeugwand platzieren.
Fahrten mit ausgeklapptem Fahrradträger ohne Fahrräder sind nicht
erlaubt.
Vor jeder Fahrt prüfen:
Ist der Fahrradträger ohne Fahrräder ordnungsgemäß eingeklappt?
Sind die Fahrräder mit den Gurten des Fahrradträgers sicher am Fahrrad-
träger befestigt?
Fahrradträger am BugDer Fahrradträger wird mit dem Montagematerial an den Holmen der Deichsel
befestigt.
Bild 9Fahrradträger am Bug
Fahrräder aufladen:
Fahrräder auf den Fahrradträger (Bild 9,2) aufsetzen und mit QuickRiemen (Bild 9,1) verzurren.
Fahrra dt räger an
Heckwand
Der Fahrradträger wird oben in zwei Halterungen an der Heckwand eingehängt und unten mit der Bodenplatte verschraubt.
Fahrräder auf den Fahrradträger aufsetzen und mit Quick-Riemen verzurren.
Außerdem jedes Fahrrad am Haltebügel oder Haltearm befestigen.
Aus Sicherheitsgründen vor jeder Fahrt die Außenspiegel am Zugfahrzeug neu einstellen.
Zusatzspiegel müssen EG-typgeprüft sein und somit den EG-Richtlinien
entsprechen.
Bild 11Außenspiegel
Für den Anhängerbetrieb muss das Zugfahrzeug mit zwei Außenspiegeln ausgerüstet sein. Die Außenspiegel müssen sicherstellen, dass die Fahrbahn
neben dem Anhänger ausreichend eingesehen werden kann.
Das Gespann nach Möglichkeit zum Kauf mitnehmen.
Vor Ort eine Passprobe durchführen.
Spiegel auf Eignung für das Fahrzeug und für die Sitzposition des Fahrers
prüfen.
2
Page 28
2
E
3
Vor der Fahrt
3.9Fernsehgerät (Sonderausstattung)
Vor Fahrtbeginn das Fernsehgerät von der Auflage entfernen und sicher
verstauen.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition zurückdrehen, einschieben und einrasten lassen. Den
TV-Schrank schließen.
Vor jeder Fahrt prüfen, ob sich die Antenne in Parkposition befindet.
Unfallgefahr! Parkposition heißt: Die Antenne zeigt nach hinten, ist ganz
abgesenkt und ist in dieser Position verriegelt.
Bei Frostgefahr das Flachbildschirm-Fernsehgerät aus dem Fahrzeug entfernen.
Weitere Informationen zum Positionieren des Flachbildschirms siehe
Kapitel 6.
3.10Verkehrssicherheit
Zugfahrzeug mit
Caravan
Wasseranlage
Wohnaufbau
Regelmäßig vor der Fahrt oder im Abstand von 2 Wochen den Reifendruck prüfen. Ein falscher Reifendruck verursacht übermäßigen Verschleiß und kann zur Beschädigung der Reifen bis hin zum Platzen
führen. Das Fahrzeug kann außer Kontrolle geraten.
Vor Fahrtbeginn Checkliste durcharbeiten:
Nr.Prüfungengeprüft
1Alle Fahrzeugpapiere sind an Bord
2Zwei Außenspiegel am Zugfahrzeug angebracht
3Stützlast nicht über- oder unterschritten
4Reifen in ordnungsgemäßem Zustand
5Beleuchtungseinrichtung funktionier t
6Auflaufbremse funktioniert
7Brem sen reagieren gleichmäßig
8Gespann bleibt beim Bremsen in der Spur
9Fahrbarer Abwassertank im Gaskasten verstaut und gesic he rt
10Wasseranlage bei Frostgefahr geleert. Wasserhähne und Ab-
11Markise ganz eingedreht
12Dach schnee- und eisfrei (im Winter)
13Außenanschlüsse getrennt und Leitungen verstaut
14Externe Stützen entfernt
15Kurbelstützen und Deichselstützrad ganz nach oben gekurbelt
16Unterlegkeile entfernt und verstaut
Page 29
9P
Vor der Fahrt
3
Nr.Prüfungengeprüft
17Eintrittstufe sicher verstaut oder eingefahren
18Außenklappen geschlossen und verriegelt
19Eingangstür verschlossen
Wohnaufbau innen
Gasanlage
20Fenster und Dachhauben geschlossen und verriegelt
21Fernsehgerät von der Auflage entfernt und sicher verstaut
22Flachbildschirm gesichert
23Fernsehantenne eingezogen (sofern eingebaut)
24Lose Teile verstaut oder befestigt
25Offene Ablagen abgeräumt
26Im Dachs chrank der Vor zeltleuchte keine Gaskar tuschen oder
andere leicht entflammbare Materialien gelagert
27Kühlschranktür gesichert
28Kühlsc hran k auf 12-V-B etrie b umg es tel lt
29Alle Schubladen und Klappen geschlossen
30Innentüren und Tisch gesichert
31Gasflas che n im Ga sk as ten ve rdreh si ch er festg ez urrt
32Schutzkappe auf Gasflasche aufgesetzt
33Haupt-Abs perrventil an de r Gasflasche und Gasabsperrv entile
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Fahren mit dem Caravan.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Fahrgeschwindigkeit
die Bremsen
das Rückwärtsfahren
4.1Caravanbetrieb
Während der Fahrt dürfen sich keine Personen im Caravan aufhalten.
Die Caravans sind konstruktiv für eine technisch zulässige Höchst geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt. Deshalb niemals schneller als
100 km/h fahren.
Die Geschwindigkeitsbeschränkungen der einzelnen Länder immer
beachten (siehe Kapitel 17) .
Wesentliche Abweichungen beim Fahren mit dem Caravan gegenüber dem
Fahren ohne Caravan sind die größere Fahrzeugbreite und Fahrzeuglänge,
eine geringere Beschleunigung und der längere Bremsweg. Deshalb die Fahrweise auf das veränderte Fahrverhalten beim Fahren mit dem Caravan einstellen.
Die Höchstgeschwindigkeit für Gespanne in Deutschland beträgt zurzeit
80 km/h.
Unter den folgenden Voraussetzungen kann auf Autobahnen und Kraftfahrstraßen mit 100 km/h gefahren werden:
4Während der Fahrt
Der Caravan ist technisch für eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h
ausgelegt.
Die technisch zulässige Gesamtmasse des Zugfahrzeugs überschreitet
nicht 3,5 t.
Das Zugfahrzeug ist mit ABS oder ABV ausgestattet.
Die Reifen des Caravans sind jünger als 6 Jahre (siehe Kapitel 13).
Die Reifen des Caravans tragen mindestens das GeschwindigkeitsSymbol "L" (siehe Kapitel 13).
Der Caravan ist mit hydraulischen Ach sstoßdämpfern ausgestattet.
Die Stützlast entspricht der maximal möglichen Stützlast (siehe
Abschnitt 3.7.4).
Die bei der Zulassungsstelle erhältliche Tempo-100-Plakette ist an der
Rückseite des Caravans angebracht.
Die technisch zulässige Gesamtmasse des Caravans übersteigt nicht die
Masse im fahrbereiten Zustand des Zugfahrzeugs.
Der Caravan ist ausgestattet mit einer Sicherheitskupplung gemäß
ISO 11555-1 oder mit einer anderen technischen Einrichtung, deren
Betriebserlaubnis einen sicheren Betrieb bis 120 km/h bestätigt.
Wahlweise kann das Zugfahrzeug mit einem speziellen elektronischen,
fahrdynamischen Stabilitäts-System für den Anhängerbetrieb ausgestattet
sein. Über das Stabilitäts-System muss eine Bestätigung des Herstellers
vorliegen und es muss in den Fahrzeugpapieren eingetragen sein.
Der Fahrzeugführer ist dafür verantwortlich, dass die Voraussetzungen für
eine Fahrt mit 100 km/h erfüllt sind.
Wenn der Caravan bereits vom Hersteller für Tempo-100-Regelung ausgelegt ist, ist dies in den Zulassungsdokumenten des Caravans vermerkt.
Die Bescheinigung für die Zulassung zur Tempo-100-Regelung während
der Fahrt immer mitführen.
4.2Bremsen
Mängel an der Bremsanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt
beheben lassen.
Zu Beginn jeder FahrtZu Beginn jeder Fahrt durch eine Test-Bremsung prüfen:
Funktioniert die Auflaufbremse?
Reagieren die Bremsen gleichmäßig?
Bleibt das Gespann beim Bremsen in der Spur?
4.3Rückwärtsfahrt
Rückwärts fahren:
Beim Rückwärtsfahren reagier t der Carav an gena u entge gen ges etzt den
Lenkbewegungen des Zugfahrzeugs. Wenn Sie mit dem Zugfahrzeug
nach links einschlagen, läuft der Caravan nach rechts!
Nie ohne zweite Person als Einweiser zurücksetzen.
Bei allen Modellen mit Rückfahrautomatik ist ein Zurücksetzen des Caravans
problemlos möglich. Zusätzlich zum Rollwiderstand eine Restbremskraft
berücksichtigen.
Bild 12AnfahrtBild 13Links einschlagen
So weit an die Einfahrt fahren, bis das Heck des Caravans etwa auf der
Höhe der Einfahrt ist (Bild 12).
Bei stehendem Gespann nach links einschlagen (Bild 13).
Vorsichtig rückwärts fahren. Der Caravan schwenkt nach rechts.
Der Winkel zwischen den Fahrzeugen darf nicht zu eng werden, da sonst
die Ecken aneinander stoßen. Dabei können die Fahrzeuge erheblich
beschädigt werden. Einweisen lassen!
Sobald beide Fahrzeuge in einem Winkel von ca. 120° zueinander stehen,
anhalten (Bild 14).
Nach rechts einschlagen und vorsichtig rückwärts fahren (Bild 15).
Weiter rückwärts fahren, ggf. mit dem Lenkrad leicht korrigieren.
Auf den letzten 2 bis 3 m nochmals nach links einschlagen, damit das
Gespann gerade steht.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zum Aufstellen des Fahrzeugs.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Feststellbremse
die Unterlegkeile
die Bedienung der Stützen
die Eintrittstufe
den fahrbaren Abwassertank
den 230-V-Anschlu ss
den Kühlschrank
das Ausrichten der Antenne
das Aufstellen des Vorzelts
Das Fahrzeug so aufstellen, dass es möglichst waagrecht steht. Das Fahrzeug gegen Wegrollen sichern.
5.1Feststellbremse
Beim Abstellen des Fahrzeugs die Feststellbremse fest anziehen. Die Feststellbremse rastet selbsttätig ein.
5Caravan aufstellen
Bild 16Feststellbremse
Zum Lösen der Feststellbremse den Bremshebel (Bild 16,1) nach vorne drücken.
5.2Unterlegkeile
Selbst bei leichten Steigungen oder Gefällen die beiden Unterlegkeile verwenden.
5.3Kurbelstützen
Die angebauten Kurbelstützen nicht als Wagenheber verwenden. Die Kurbelstützen dienen nur der Stabilisierung des abgestellten Caravans. Die
Caravanräder dürfen nicht entlastet werden.
Beim Aufstellen des Fahrzeugs darauf achten, dass die Kurbelstützen
gleichmäßig belastet werden.
Die Kurbelstützen vor dem Wegfahren bis zum Anschlag nach oben
drehen.
Der Abwassertank (Bild 20,1) wird während der Fahrt im Gaskasten des Caravans aufbewahrt. Das Ablaufrohr (Bild 20,3) des Caravans befindet sich am
Fahrzeugboden in Fahrtrichtung links.
Bevor die Wasseranlage benutzt wird: Abwassertank so unter den Caravan
stellen, dass die Öffnung (Bild 20,2) des Abwassertanks unter dem Ablaufrohr
steht.
5.6230-V-Anschluss
Das Fahrzeug kann an eine 230-V-Versorgung angeschlossen werden (siehe
Kapitel 8).
5.7Kühlschrank
Der 12-V-Betrieb des Kühlschranks funktioniert nur bei angeschlossenem
Zugfahrzeug. Wenn der Fahrzeugmotor abgestellt ist, den Kühlschrank auf
230-V-Betrieb oder Gasbetrieb umstellen.
5.8Satellitenanlage (Sonderausstattung)
Vor jeder Fahrt prüfen, ob sich die Antenne in Parkposition befindet.
Unfallgefahr!
Das Fahrzeug muss bei der Satellitensuche ruhig stehen. Nicht im Fahrzeug herumlaufen.
Satellitenempfang ist nur möglich, wenn die Antenne in direkter Blickrichtung auf den gewünschten Satelliten gerichtet ist und die Sicht nicht durch
Hindernisse blockiert wird.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
5.8.1Anlage mit automatischer Antennenausrichtung
Die Satellitenanlage ist mit einer automatischen Positioniereinheit ausgerüstet. Die automatische Positioniereinheit sorgt für die exakte Ausrichtung
der Antenne auf den gewünschten Satelliten.
Die Bedienung erfolgt menügesteuert (TV-Bildschirm) über die Fernbedienung.
5.8.2Anlage mit halbautomatischer Antennenausrichtung
Satellitenanlage
einschalten:
Antenne ausrichten:
Das Fernsehgerät einschalten.
Den Receiver am Netzschalter einschalten.
Auf der Fernbedienung die Taste "SEARCH" drücken. Die Satellitenantenne richtet sich aus der Parkposition auf und geht in den Suchmodus.
Wenn die Anlage den zuletzt gewählten Satelliten gefunden hat, erscheint
automatisch das zuletzt gewählte TV-Programm.
Das Fernsehgerät und den Receiver einschalten.
Am elektrischen Zählwerk die Taste "" länger als drei Sekunden drücken. Die Satellitenantenne richtet sich aus der Parkposition auf und geht
in die zuletzt eingegebene Position.
Die Neigung der Antenne mit den Tasten "" oder "" gemäß den beiliegenden Karten korrigieren.
Die Klemmung des Antennenmasts lockern.
Die Antenne langsam drehen. Wenn die Antenne den Satelliten gefunden
hat, ertönt ein Signalton.
Den Empfang durch Drehen und Neigen der Antenne optimieren.
Die Klemmung des Antennenmasts wieder leicht anziehen.
Antenne zur Fahrt
absenken:
5.9Vorzelt (Sonderausstattung)
Die Klemmung des Antennenmasts lockern.
Die Antenne drehen, bis der Schlitz in der Klemme und im Antennenmast
deckungsgleich stehen.
Am elektronischen Zählwerk die Taste "" so lange drücken, bis im Display die Anzeige "FE" erscheint.
Prüfen, ob die Antenne ganz abgesenkt ist und zum Fahrzeugheck zeigt.
Die Klemmung des Antennenmasts wieder leicht anziehen.
Bild 21Vorzeltösen am CaravanBild 22Vorzeltösen montieren
VorzeltösenDas Vorzelt wird am Caravan befestigt. Zuvor müssen die Vorzeltösen am
Caravan montiert werden. Die Vorzeltösen sind im Lieferumfang des Vorzeltes enthalten.
Bei Bürstner-Vorzelten mit Non-Screw-Böckchen müssen keine Vorzeltösen am Fahrzeug montiert werden. Die Böckchen werden in den Keder
(Randverstärkung) eingezogen und mit einem Druckknopf fixiert.
BohrungenDie Bohrungen (Bild 22,3) für die Vorzeltösen (Bild 21,1) müssen 35 mm
(Bild 22,A) unterhalb der Vorzeltleiste (Bild 22,2) angebracht werden. Nur an
diesen Positionen haben die Schrauben (Bild 22,4) Halt in den Holzleisten
(Bild 22,6) unter dem Dach (Bild 22,1). Unterhalb der Holzleisten enthalten die
Wände eine Styroporfüllung (Bild 22,7).
Passenden Bohrer entsprechend der zu verwendenden Schraubengröße
benutzen.
Vorzeltösen (Bild 22,5) mit Schrauben (Bild 22,4) befestigen.
Abhängig von Typ und Größe des Vorzeltes sowie des Fahrzeugs kann es
notwendig sein, mehr als drei Vorzeltösen anzubringen. Beachten Sie
hierzu auch die Angaben des Vorzeltherstellers.
Zusatzgestänge montieren:
Vorzelt befestigen:
Bild 23Vorzelt
Dachfirststangen (Bild 23,1) mit den gebogenen Haken in die Vorzeltösen
(Bild 23,2) einhängen.
Zusatzgestänge (Bild 23,3) und Dachfirststangen zusammenmontieren.
Zusatzgestänge gemäß den Vorzeltmaßen mit den Teleskopstangen einstellen.
Vorzelt über das komplett montierte Vorzeltgestänge legen.
Vorzelt mit dem einen Ende in die Vorzeltleiste (Bild 22,2) einführen.
Vorzelt in richtige Position bringen.
Vorzelt mit Heringen befestigen und mit Leinen spannen.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Bei Eingangstüren mit Linksanschlag erfolgt das Verriegeln und Öffnen
spiegelbildlich zur dargestellten Eingangstür.
6.1.2Eingangstür, innen (zweiteilig)
Öffnen:
Verriegeln:
Bild 26Türschloss Eingangstür, innen,
offen
Den Türgriff (Bild 26,1) nach unten drücken .
Den Türgriff (Bild 27,1) ca. 45° nach oben drücken und in dieser Stellung
stehen lassen.
6.1.3Eingangstür, geteilt
Die geteilte Eingangstür kann mit den Verriegelungshebeln so eingestellt
werden, dass nur das Oberteil der Eingangstür zu öffnen ist. Das Unterteil der
Eingangstür bleibt verschlossen.
Bild 28Verriegelungshebel am Türun-
terteil
Bild 27Türschloss Eingangstür, innen,
verriegelt
Türoberteil öffnen:
Das Türunterteil verriegeln. Dazu Verriegelungshebel (Bild 28,1) eine
viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen.
Türoberteil öffnen.
Bei Eingangstüren mit Rechtsanschlag erfolgt das Verriegeln und Öffnen
spiegelbildlich zur dargestellten Eingangstür.
Schlüssel in Schließzylinder (Bild 30,1) stecken und drehen, bis das Türschloss verriegelt ist.
Schlüssel in Mittelstellung zurückdrehen und abziehen.
4
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4
E
6
Wohnen
6.1.6Eingangstür, innen (einteilig)
Bild 31Türschloss Eingangstür, innen
Öffnen:
Verriegeln:
6.1.7Fenster Eingangstür (einteilig)
Fenster öffnen:
Griff (Bild 31,2) drücken.
Knopf (Bild 31,1) nach unten drücken.
In die Eingangstür ist ein Fenster mit Insektenschutzrollo und Verdunklungsrollo integriert.
Bild 32Fenster in der Eingangstür,
Verriegelungshebel
geschlossen
Den Sicherungsknopf (Bild 32,3) drücken und gedrückt halten.
Den Verriegelungshebel (Bild 32,4) zur Fenstermitte hin drehen.
Alle Verriegelungen öffnen.
Bild 33Fenster in der Eingangstür in
Stellung "Dauerbelüft un g"
Fenster schließen:
Das Fenster schließen.
Den Sicherungsknopf (Bild 32,3) drücken und gedrückt halten.
Den Verriegelungshebel (Bild 32,4) zum Fensterrahmen hin drehen. Die
Gabel (Bild 32,2) am Verriegelungshebel liegt komplett auf der Innenseite
der Fensterverriegelung (Bild 32,1).
DauerbelüftungMit den Verriegelungshebeln lässt sich das Fenster in der Eingangstür auch
in Stellung "Dauerbelüft ung " bring en:
Den Sicherungsknopf (Bild 33,3) drücken und gedrückt halten.
Den Verriegelungshebel (Bild 33,4) zur Fenstermitte hin drehen.
Alle Verriegelungen öffnen.
Das Fenster in der Eingangstür leicht nach außen drücken.
Den Verriegelungshebel wieder zurückdrehen. Die Gabel (Bild 33,2) am
Verriegelungshebel dabei in die Fensterverriegelung (Bild 33,1) einfahren.
Die Fensterstellung "Dauerbelüftung" darf während der Fahrt nicht beibehalten werden.
Bei Regen kann Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen, wenn das
Fenster in Stellung "Dauerbelüftung" steht. Deshalb die Fenster vollständig
schließen.
Bild 34Rollo
VerdunklungsrolloUm das Verdunklungsrollo zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Den Griff zusammendrücken und das Verdunklungsrollo von unten nach
oben ziehen und einrasten lassen.
Öffnen:
Den Griff zusammendrücken. Die Arretierung wird gelöst.
Das Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
InsektenschutzrolloUm das Insektenschutzrollo zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Abschluss-Stab des Insektenschutzrollos in der Mitte greifen und zum
Abschluss-Stab des Verdunklungsrollos führen.
Rastklinge einrasten lassen.
Rollos stufenlos durch Verschieben der Abschluss-Stäbe verstellen.
Wenn die Rollos beim Verschieben in einer Raststellung des Verdunklungsrollos einrasten, den Griff zusammendrücken, um die Arretierung zu
lösen.
Öffnen:
Abschluss-Stab des Insektenschutzrollos halten und Rastklinge betätigen.
Abschluss-Stab des Insektenschutzrollos bis zum Anschlag an den
Rahmen zurückführen.
6.1.8Faltbarer Insektensc hutz an einteiliger Eingangstür
(Sonderausstattung)
Den Insektenschutz ganz öffnen, bevor die Eingangstür geschlossen wird.
Bild 35Insektenschutz
Schließen:
Öffnen:
Insektenschutz an der Leiste (Bild 35,1) ganz herausziehen.
Insektenschutz an der Leiste (Bild 35,1) in Ausgangsstellung zurückschieben.
6.2Außenklappen
Vor Fahrtbeginn alle Außenklappen schließen und die Klappenschlösser
verriegeln.
Zum Öffnen und Schließen der Außenklappe alle Schlösser öffnen oder
schließen, die an der Außenklappe angebaut sind.
Beim Verlassen des Fahrzeugs alle Außenklappen schließen.
Die am Fahrzeug angebauten Außenklappen sind mit einheitlichen Schließzylindern ausgestattet. Deshalb können alle Schlösser mit demselben Schlüssel
geöffnet werden.
6.2.1Klappenschloss, ellipsenförmig
Bei Regen kann Wasser in das geöffnete Klappenschloss eindringen. Deshalb den Schlossgriff schließen.
Schlüssel in Schließzylinder (Bild 36,1) stecken und eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn drehen. Schlossgriff (Bild 36,2)
schnappt heraus.
Schlüssel abziehen.
Schlossgriff eine viertel Umdrehung entgegen dem Uhrzeigersinn drehen.
Das Klappenschloss ist geöffnet.
Schließen:
Außenklappe vollständig schließen.
Schlossgriff im Uhrzeigersinn drehen, bis er waagrecht steht. Das Klappenschloss ist jetzt eingerastet, jedoch noch nicht verriegelt.
Schlüssel in Schließzylinder ste c ken.
Schlossgriff mit eingestecktem Schlüssel eindrücken und Schlüssel eine
viertel Umdrehung im Uhrzeigersinn drehen. Der Schlossgriff bleibt verriegelt.
Im Eingangsbereich befinden sich die Lichtschalter für folgende Leuchten:
Sitzgruppenbeleuchtung (Bild 44,1)
Vorzeltleuchte (Bild 44,2 und Bild 44,3)
Bei Modellen ohne den Lichtschalter (Bild 44,2) wird die Vorzeltleuchte
(Bild 45) über den Wippschalter (Bild 44,3) ein- oder ausgeschaltet.
Je nach Modell sind die Lichtschalter unterschiedlich angeordnet.
Wohnen
6.4.2Innenbereich
Die in diesem Abschnitt abgebildeten Leuchten sind Beispiele. Es sind
nicht alle im Fahrzeug verwendeten Leuchten dargestellt. An den Beispielen soll der mögliche Einbauort von Lichtschaltern verdeutlicht werden.
Die Art und das Aussehen der Lichtschalter kann von der hier dargestellten
Form abweichen.
Bild 46Toilettenraumbeleuchtung,
Die Lichtschalter der Toilettenraumbeleuchtung sind je nach Modell an unterschiedlichen Stellen angebracht: direkt an der entsprechenden Leuchte
(Bild 46,1) oder getrennt von der Leuchte unterhalb des Toilettenschranks,
unterhalb des Waschbeckens bzw. neben der Eingangstür (Bild 47,1).
Die Lichtschalter im Wohnbereich befinden sich direkt an der entsprechenden
Leuchte (Bild 48,1) oder im Bereich der Sitzgruppe (Bild 49,1) bzw. der
Betten.
6.5Spotleuchte
Glühlampen und Leuchtenträger können sehr heiß sein.
Die Glühlampen und Leuchtenträger vor dem Berühren abkühlen
lassen.
Wenn die Leuchte eingeschaltet oder noch heiß ist, muss der Sicherheitsabstand zu brennbaren Gegenständen wie Stores oder Vorhängen
mindestens 30 cm betragen. Brandgefahr!
Bild 50Spotleuchte
Drehen:
Gehäuse (Bild 50,2) fassen und drehen.
Das Gehäuse kann in verschiedene Richtungen gedreht werden:
nach links oder nach rechts
nach oben oder nach unten
Verschieben:
Abnehmen:
Halterung (Bild 50,1) fassen und um ca. 45° drehen.
Spotleuchte am Schienensystem entlang beliebig verschieben.
Halterung (Bild 50,1) fassen und um 90° drehen.
Spotleuchte aus der Schiene nehmen.
Die Spotleuchte kann an jeder beliebigen Stelle in die Schienen eingesetzt
werden.
Vor Fahrtbeginn den Flachbildschirm und die Bildschirmhalterung in die
Grundposition zurückdrehen, einschieben und einrasten lassen. Den
TV-Schrank schließen.
Bei Frostgefahr das Flachbildschirm-Fernsehgerät aus dem Fahrzeug entfernen.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Halterung an SäuleDie Halterung für den Flachbildschirm ist an einer Säule befestigt.
Bild 51Halterung an Säule
Positionieren:
Verstauen:
Halterung auf AblageDer Flachbildschirm ist auf einer Ablage an einer dreh- und schwenkbaren
Den Entriegelungshebel (Bild 51,2) zur Seite drücken und die Halterung
(Bild 51,3) mit dem Flachbildschirm in die gewünschte Position drehen.
Den Flachbildschirm leicht nach oben drücken und in die gewünschte Position schwenken. Es sind drei verschiedene Neigungswinkel möglich.
Den Flachbildschirm zurückdrehen, bis die Halterung (Bild 51,3) in die Verriegelung (Bild 51,1) einrastet.
Den Entriegelungsknopf (Bild 52,3) nach oben ziehen und den Flachbildschirm (Bild 52,4) mit Halterung (Bild 52,2) in die gewünschte Position
drehen.
Die Schwenkverriegelung lösen. Dazu nacheinander jeweils den Kipphebel (Bild 52,1) waagrecht stell en und den Flachb il ds ch irm in die
gewünschte Position schwenken.
Verstauen:
Den Flachbildschirm zurückdrehen, bis der Entriegelungsknopf (Bild 52,3)
einrastet.
Ggf. die Halterung (Bild 52,2) in die senkrechte Position (Bild 52)
schwenken.
Halterung im TV-SchrankDer Flachbildschirm ist im TV-Schrank an einem Auszug befestigt.
Bild 53Halterung im TV-Schrank
Positionieren:
Verstauen:
Die Entriegelungsleiste (Bild 53,1) nach oben drücken.
Den Auszug (Bild 53,2) bis zum Anschlag herausziehen.
Den Flachbildschirm in die gewünschte Position schwenken.
Den Flachbildschirm in die Ausgangslage zurückschwenken.
Den Auszug (Bild 53,2) einschieben, bis die Entriegelungsleiste (Bild 53,1)
einrastet.
6.7Heizen
Bei Heizbetrieb wird das Abgasrohr im Kleiderschrank heiß. Deshalb
keine hitzeempfindlichen Kleidungsstücke in unmittelbarer Nähe des
Abgasrohres aufbewahren (siehe auch Kapitel 9).
Der Sauerstoff im Fahrzeuginneren wird durch die Atmung oder durch
den Betrieb des Gaskochers oder anderer Einbaugeräte verbraucht.
Daher muss der Sauerstoff ständig ersetzt werden. Zu diesem Zweck
sind im Fahrzeug Zwangslüftu nge n (Dac hha ube n mit Zwangs lü ftun g
oder Pilzdachlüfter) eingebaut. Zwangslüftungen niemals abdecken,
z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen. Zwangslüftungen von
Schnee und Laub freihalten. Es droht Erstickungsgefahr durch erhöhten
CO
-Gehalt.
2
Bei bestimmten Witterungsverhältnissen kann trotz ausreichender Belüftung an metallischen Gegenständen Kondenswasser auftreten (z. B. an
der Boden-Fahrwerk-Verschraubung).
An Durchbrüchen (z. B. Pilzdachlüftern, Dachhaubenrändern, Steckdosen,
Einfüllstutzen, Klappen usw.) können zusätzliche Kältebrücken entstehen.
KondenswasserDurch häufiges und gezieltes Lüften für ständigen Luftaustausch sorgen. Nur
auf diese Weise wird verhindert, dass sich bei kühler Witterung Kondenswasser bildet. Wenn Heizleistung, Luftverteilung und Lüftung aufeinander
abgestimmt sind, lässt sich in kühlen Jahreszeiten ein angenehmes Wohnklima schaffen. Das Fahrzeug bei längerer Standzeit ab und zu gut durchlüften, v. a. im Sommer, weil Hitzestau möglich ist.
6.9Fenster
Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet. Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo schnappen nach Lösen
der Verriegelung durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung
zurück. Um die Zugmechanik nicht zu beschädigen, das Verdunklungsrollo
oder Insektenschutzrollo festhalten und langsam in die Ausgangsstellung
zurückführen.
Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst
mit erhöhter Materialermüdung zu rechnen ist.
Vor Fahrtbeginn die Fenster schließen.
Je nach Witterung die Fenster so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit
eindringen kann.
Zum Öffnen und Schließen der Fenster alle Verriegelungshebel öffnen
oder schließen, die am Fenster angebaut sind.
Beim Verlassen des Fahrzeugs immer die Fenster schließen.
Im Inneren der Acrylglas-Doppelscheibe kann sich bei starken
Temperaturunterschieden oder extremen Witterungsverhältnissen ein
leichter Beschlag aus Kondenswasser bilden. Die Scheibe ist so konstruiert, dass bei steigenden Außentemperaturen das Kondenswasser wieder
verdunsten kann. Eine Beschädigung der Acrylglas-Doppelscheibe durch
Kondenswasser ist nicht zu befür ch ten.
Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen auftreten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
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Wohnen
Öffnen:
Schließen:
Bild 54Verriegelungshebel in Stel lung
"geschlossen"
Den Verriegelungshebel (Bild 54,3) eine viertel Umdrehung zur Fenster-
Bild 55Ausstellfenster mit Dreh-Aus-
stellern, geöffnet
mitte hin drehen.
Ausstellfenster bis zur gewünschten Stellung öffnen und mit Rändelknopf
(Bild 55,1) feststellen.
Das Ausstellfenster bleibt in der gewünschten Stellung arretiert.
Rändelknopf (Bild 55,1) drehen, bis Arretierung freigegeben wird.
Das Ausstellfenster schließen.
Den Verriegelungshebel (Bild 54,3) eine viertel Umdrehung zum Fensterrahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 54,2) liegt auf der Innenseite der Fensterverriegelung (Bild 54,1).
Bild 56Verriegelungshebel in Stel lung
"Dauerbelüftung"
DauerbelüftungMit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in 2 verschiedene
Stellungen bringen:
in Stellung "Dauerbelüftung" (Bild 56)
in Stellung "fest verschlossen" (Bild 54)
Um das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" zu bringen:
Den Verriegelungshebel (Bild 56,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte hin drehen.
Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
Den Verriegelungshebel wieder zurückdrehen. Die Verriegelungsnase
(Bild 56,2) dabei in die Aussparung der Fensterverriegelung (Bild 56,1)
einfahren.
Das Ausstellfenster darf während der Fahrt nicht in Stellung "Dauerbelüftung"
stehen.
Bei Regen kann Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen, wenn das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" steht. Deshalb die Ausstellfenster
vollständig schließen.
6.9.2Ausstellfenster mit Automatik-Ausstellern
Das Fenster ganz öffnen, um die Arretierung freizugeben. Wenn die Arretierung nicht freigegeben und das Fenster trotzdem geschlossen wird,
kann das Fenster wegen des großen Gegendrucks reißen.
Beim Ausstellen der Ausstellfenster darauf achten, dass keine Verwindungen auftreten. Ausstellfenster gleichmäßig ausstellen und schließen.
Wohnen
Öffnen:
Schließen:
Bild 57Verriegelungshebe l in Stellung
"geschlossen"
Den Verriegelungshebel (Bild 57,3) eine viertel Umdrehung zur Fenster-
Bild 58Ausstellfenster mit Automatik-
Ausstellern, geöffnet
mitte hin drehen.
Ausstellfenster bis zur gewünschten Raststellung öffnen. Der AutomatikAussteller (Bild 58,1) rastet selbstständig ein.
Das Ausstellfenster blei bt in der gewüns ch ten Ste llung ar retie rt .
Ausstellfenster so weit ausstellen, bis die Arretierung freigegeben wird.
Das Ausstellfenster schließen.
Den Verriegelungshebel (Bild 57,3) eine viertel Umdrehung zum Fensterrahmen hin drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 57,2) liegt auf der Innenseite der Fensterverriegelung (Bild 57,1).
Bild 59Verriegelungshebe l in Stellung
DauerbelüftungMit dem Verriegelungshebel lässt sich das Ausstellfenster in zwei verschie-
in Stellung "Dauerbelüftung" (Bild 59)
in Stellung "fest verschlossen" (Bild 57).
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Wohnen
Um das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" zu bringen:
Den Verriegelungshebel (Bild 59,3) eine viertel Umdrehung zur Fenstermitte hin drehen.
Ausstellfenster leicht nach außen drücken.
Den Verriegelungshebel eine viertel Umdrehung zum Fensterrahmen hin
drehen. Die Verriegelungsnase (Bild 59,2) dabei in die Aussparung der
Fensterverriegelung (Bild 59,1) einfahren.
Das Ausstellfenster darf während der Fahrt nicht in Stellung "Dauerbelüftung"
stehen.
Bei Regen kann Spritzwasser in den Wohnbereich eindringen, wenn das Ausstellfenster in Stellung "Dauerbelüftung" steht. Deshalb die Ausstellfenster
vollständig schließen.
6.9.3Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo
Die Rollos vor der Fahrt öffnen. Wenn die Rollos geschlossen sind, kann
die Federwelle durch die Erschütterungen beschädigt werden.
Die Fenster sind mit Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo ausgestattet.
Verdunklungsrollo und Insektenschutzrollo sind getrennt voneinander bedienbar.
Bild 60Ausstellfenster
VerdunklungsrolloDas Verdunklungsrollo befindet sich im oberen Rollokasten.
Schließen:
Verdunklungsrollo am Griff (Bild 60,2) nach unten ziehen. Wenn das Verdunklungsrollo ganz geschlossen wird, das Verdunklungsrollo auf beiden
Seiten am Fensterrahmen in die Arretierung (Bild 60,3) einhängen.
Öffnen:
Wenn das Verdunklungsrollo vollständig geschlossen ist: Den Griff
(Bild 60,2) nach unten drücken und den Griff dabei leicht nach innen
ziehen. Das Verdunklungsrollo aus den Arretierungen links und rechts am
Fensterrahmen aushängen .
Wenn sich das Verdunklungsrollo in Zwischenposition befindet: Den Griff
(Bild 60,2) leicht nach unten ziehen, bis sich die Arretierung gelöst hat.
Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
InsektenschutzrolloDas Insektenschutzrollo befindet sich im oberen Rollokasten.
Schließen:
Insektenschutzrollo am Griff (Bild 60,1) nach unten ziehen und auf beiden
Seiten am Fensterrahmen in die Arretierung (Bild 60,3) einhängen.
Griff (Bild 60,1) nach unten drücken und den Griff dabei leicht nach innen
ziehen. Das Insektenschutzrollo aus den Arretierungen links und rechts am
Fensterrahmen aushängen.
Insektenschutzrollo am Griff langsam zurückführen.
6.10Dachhauben
Je nach Modell sind im Fahrzeug Dachhauben mit oder ohne Zwangslüftung
eingebaut. Wenn eine Dachhaube ohne Zwangslüftung eingebaut ist, erfolgt
die Zwangslüftung über Pilzdachlüfter.
Die Lüftungsöffnungen der Zwangslüftungen stets offen halten. Zwangslüftungen niemals abdecken, z. B. mit einer Wintermatte, oder zustellen.
Zwangslüftungen von Schnee und Laub freihalten.
Die Dachhauben sind mit Faltverdunklung und Insektenschutzrollo oder
faltbarem Insektenschutz ausgestattet. Das Insektenschutzrollo schnappt
nach Lösen der Verriegelung durch Zugkraft selbstständig in die Ausgangsstellung zurück. Um die Zugmechanik nicht zu beschädigen, das
Insektenschutzrollo festhalten und langsam in die Ausgangsstellung
zurückführen.
Rollos nicht über einen längeren Zeitraum geschlossen halten, da sonst
mit erhöhter Materialermüdung zu rechnen ist.
Wenn die Faltverdunklung vollständig geschlossen ist, kann es bei starker
Sonneneinstrahlung zu einem Hitzestau zwischen der Faltverdunklung
und der Dachhaube kommen. Die Dachhaube kann beschädigt werden.
Deshalb bei starker Sonneneinstrahlung die Faltverdunklung nur zu 2/3
schließen. Die Dachhaube leicht öffnen oder in Lüftungsstellung bringen.
Je nach Witterung die Dachhauben so weit schließen, dass keine Feuchtigkeit eindringen kann.
Die Dachhauben nicht betreten.
Vor Fahrtbeginn die Dachhauben schließen.
Vor Fahrtbeginn die Verriegelung der Dachhauben prüfen.
6.10.1Kipp-Dachhaube
Die Kipp-Dachhaube kann einseitig ausgestellt werden. Dabei sind drei Neigungswinkel und eine Lüftungsstellung möglich.
Ein Verlängerungshaken befindet sich im Eingangsbereich.
Den Hebel (Bild 61,1 bzw. Bild 62,3) eine viertel Umdrehung drehen.
Die Kipp-Dachhaube am Hebel nach oben drücken.
Die Kipp-Dachhaube am Hebel nach unten ziehen.
Den Hebel eine viertel Umdrehung drehen. Die Verriegelung (Bild 61,4)
muss in die untere Öffnung (Bild 61,3) gleiten.
In Lüftungsstellung
verriegeln:
Die Kipp-Dachhaube am Hebel nach unten ziehen.
Den Hebel eine viertel Umdrehung drehen. Die Verriegelung (Bild 61,4)
muss in die obere Öffnung (Bild 61,2) gleiten.
Bei Regen kann Wasser in den Wohnbereich eindringen, wenn die KippDachhaube in Lüftungsstellung steht. Deshalb Kipp-Dachhaube vollständig schließen.
FaltverdunklungDie Faltverdunklung kann bei geöffneter oder geschlossener Kipp-Dachhaube
beliebig weit geschlossen werden.
Schließen:
Die Faltverdunklung (Bild 62,1) ausziehen und an gewünschter Position
loslassen. Die Faltverdunklung bleibt in dieser Position stehen.
Öffnen:
Die Faltverdunklung am Griff langsam in Ausgangsstellung schieben.
Insektenschutzrollo
Das Insektenschutzrollo kann beschädigt werden, wenn es bei geschlossener Kipp-Dachhaube geschlossen wird. Deshalb das Insektenschutzrollo nur bei geöffneter Kipp-Dachhaube schließen.
Schließen:
Insektenschutzrollo (Bild 62,2) ausziehen, bis es an der Verriegelung an
der gegenüberliegenden Seite einrastet.
Öffnen:
Insektenschutzrollo an der Leiste leicht nach oben drücken. Arretierung
wird gelöst.
Insektenschutzrol lo langs am in Aus ga ngs s tel lun g zurüc kf ühr en .
Den Sicherungsknopf (Bild 63,2) drücken und den Bügel (Bild 63,1) mit
beiden Händen nach unten ziehen.
Den Bügel in den Führungen (Bild 64,2) bis zur gewünschten Stellung
ziehen.
Den Bügel leicht nach oben drücken und in die gewählte Führung
(Bild 65,1 oder 2) schieben.
Die Faltverdunklung am Griff ausziehen und an gewünschter Position loslassen. Die Faltverdunklung bleibt in dieser Position stehen.
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Öffnen:
Die Faltverdunklung am Griff langsam in Ausgangsstellung schieben.
InsektenschutzUm den Insektenschutz zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Den Insektenschutz am Griff zum gegenüberliegenden Griff der Faltverdunklung ziehen.
Öffnen:
Den Insektenschutz am Griff langsam zurückführen.
6.10.3Heki-Dachhaube (Sonderausstattung)
Bild 66Heki-Dachhaube, geschlossenBild 67Heki-Dachhaube in
Lüftungsstellung1
Öffnen:
Schließen:
Lüftungsstellung
(Variante 1):
Die Heki-Dachhaube kann einseitig ausgestellt werden.
Sicherungsknopf (Bild 66,1) drücken und Verriegelungshebel (Bild 66,2)
eine viertel Umdrehung nach innen drehen.
Bügel (Bild 66,4) nach unten aus der Arretierung ziehen.
Heki-Dachhaube mit dem Bügel nach oben drücken.
Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Bügel (Bild 66,4) nach unten aus der Arretierung ziehen.
Heki-Dachhaube mit dem Bügel nach unten ziehen.
Verriegelungshebel (Bild 66,2 und Bild 67,2) eine viertel Umdrehung
drehen. Die Nase der Dachverriegelung (Bild 67,5) muss dabei in die
obere Verriegelungsgabel (Bild 67,3) eingreifen.
Bügel wieder in die Arretierung drücken.
Heki-Dachhaube öffnen und leicht nach außen drücken.
Sicherungsknopf (Bild 67,1) drücken und Verriegelungshebel (Bild 67,2)
zurückdrehen. Die Nase der Dachverriegelung (Bild 67,5) muss dabei in
die untere Verriegelungsgabel (Bild 67,4) eingreifen.
Heki-Dachhaube öffnen.
Bügel (Bild 68,3) in die Halterung (Bild 68,1) einlegen.
Hebel (Bild 68,2) über den Bügel legen.
gelung
VerdunklungsrolloUm das Verdunklungsrollo zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Verdunklungsrollo am Griff zum gegenüberliegenden Griff des Insektenschutzrollos (Bild 66,3) ziehen und einrasten lassen.
Öffnen:
Verdunklungsrollo mit einer Hand am Griff festhalten.
Mit der anderen Hand die Entriegelungsleiste (Bild 69,1) am Griff des
Insektenschutzrollos (Bild 69,2) in Richtung Griff drücken. Die Verriegelung wird gelöst.
Das Verdunklungsrollo am Griff langsam zurückführen.
InsektenschutzrolloUm das Insektenschutzrollo zu schließen und zu öffnen:
Schließen:
Insektenschutzrollo am Griff (Bild 66,3) zum gegenüberliegenden Griff des
Verdunklungsrollos ziehen und einrasten lassen.
Öffnen:
Insektenschutzrollo am Griff festhalten und die Entriegelungsleiste
(Bild 69,1) in Richtung Griff drücken. Die Verriegelung wird gelöst.
Das Insektenschutzrollo am Griff langsam zurückführen.
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur Gasanlage des Fahrzeugs.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Sicherheit
das Wechseln von Gasflaschen
die Gasabsperrventile
den externen Gasans ch lu ss
die automatische Umschaltanlage
die Gaswarnanlage
Die Bedienung der gasbetriebenen Geräte des Fahrzeugs ist im Kapitel 9
beschrieben.
7.1Allgemeines
Vor Fahrtbeginn und beim Verlassen des Fahrzeugs alle Gasabsperrventile und das Haupt-Absperrve nti l schli eßen .
Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in
der Garage darf keine mit Gas betriebene Brennstelle (Gaskocher, Gasheizung, Gasboiler usw.) in Betrieb sein. Explosionsgefahr!
Die Gasanlage nur von einer autorisierten Fachwerkstatt warten, reparieren oder ändern lassen.
Die Gasanlage vor Inbetriebnahme, mindestens aber alle 2 Jahre, von
einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen. Dies gilt auch für nicht
angemeldete Fahrzeuge. Bei Änderungen an der Gasanlage die Gasanlage sofort von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Auch der Gasdruckregler und die Abgasrohre müssen geprüft werden.
Bürstner empfiehlt, den Gasdruckregler nach spätestens 6 Jahren
ersetzen zu lassen.
Bei Defekt an der Gasanlage (Gasgeruch, hoher Gasverbrauch) besteht
Explosionsgefahr! Sofort Haupt-Absperrventil an der Gasflasche
schließen. Fenster und Türen öffnen und gut lüften.
Bei Defekt an der Gasanlage: Nicht rauchen, keine offenen Flammen
entzünden und keine Elektroschalter (Lichtschalter usw.) betätigen.
Defekt an der Gasanlage von einer autorisierten Fachwerkstatt beheben
lassen.
Vor Inbetriebnahme offener Brennstellen (Gaskocher) eine Dachhaube
öffnen.
Gaskocher nicht für Heizzweck e verwe nden .
Wenn das Fahrzeug oder die Gasgeräte nicht benutzt werden, das
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Wenn mehrere Gasgeräte vorhanden sind, ist für jedes Gasgerät ein
Gasabsperrventil erforderlich. Wenn einzelne Gasgeräte nicht genutzt
werden, das jeweilige Gasabsperrventil schließen.
Zündsicherungen müssen nach Erlöschen der Gasflamme innerhalb
einer Minute schließen. Dabei ist ein Klicken hörbar. Funktion von Zeit
zu Zeit prüfen.
Die eingebauten Gasgeräte sind ausschließlich für einen Betrieb mit
Propangas, Butangas oder mit einem Gemisch beider Gase ausgelegt.
Der Gasdruckregler sowie alle eingebauten Gasgeräte sind auf einen
Betriebsdruck von 30 mbar ausgelegt.
Propangas ist bis -42 °C, Butangas dagegen nur bis 0 °C vergasungsfähig. Bei tieferen Temperaturen ist kein Gasdruck mehr vorhanden.
Butangas ist für den Winterbetrieb nicht geeignet.
Regelmäßig den Gasschlauch am Gasflaschenanschluss auf Dichtheit
prüfen. Der Gasschlauch darf keine Risse aufweisen und nicht porös
sein. Den Gasschlauch spätestens 10 Jahre nach Herstellungsdatum in
einer autorisierten Fachwerkstatt auswechseln lassen. Der Betreiber der
Gasanlage muss den Austausch veranlassen.
Der Gaskasten ist aufgrund seiner Funktion und Konstruktion ein nach
außen offener Raum. Die serienmäßig eingebaute Zwangslüftung nie
abdecken oder zustellen. Ausströmendes Gas kann sonst nicht nach
außen abgeleitet werden.
Den Gaskasten nicht als Stauraum benutzen, da Feuchtigkeit eindringen kann.
Den Gaskasten vor dem Zugriff Unbefugter sichern. Dazu den Gaskasten verschließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche muss zugänglich sein.
Nur gasbetriebene Geräte (z. B. Gasgrill) anschließen, die für einen
Gasdruck von 30 mbar ausgelegt sind.
Das Abgasrohr muss an der Heizung und am Kamin dicht und fest angeschlossen sein. Das Abgasrohr darf keine Beschädigungen aufweisen.
Abgase müssen ungehindert ins Freie austreten können und Frischluft
muss ungehindert eintreten können. Deswegen dürfen keine Schneewälle oder Schürzen am Fahrzeug anliegen. Die Ansaugöffnungen unter
dem Fahrzeugboden freihalten und sauber halten.
7.2Gasflaschen
Gasflaschen nur im Gask asten mitführen.
Gasflaschen im Gaskasten senkrecht aufstellen.
Gasflaschen verdreh- und kippsicher festzurren.
Wenn die Gasflaschen nicht an den Gasschlauch angeschlossen sind,
immer die Schutzkappe aufsetzen.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen, bevor der Gasdruckregler oder der Gasschlauch von der Gasflasche entfernt wird.
Gasdruckregler oder Gasschlauch nur von Hand an die Gasflaschen
anschließen. Keine Werkzeuge verwenden.
Ausschließlich spezielle Gasdruckregler mit Sicherheitsventil für den
Einsatz in Fahrzeugen verwenden. Andere Gasdruckregler sind nicht
zulässig und genügen den starken Beanspruchungen nicht.
Bei Temperaturen unter 5 °C Enteisungsanlage (Eis-Ex) für Gasdruckregler verwenden.
Nur 11-kg- oder 5-kg-Gasflaschen verwenden. Campinggasflaschen mit
eingebautem Rückschlagventil (blaue Flaschen mit max. 2,5 bzw. 3 kg
Inhalt) dürfen in Ausnahmefällen mit einem Sicherheitsventil verwendet
werden.
Für Außengasflaschen möglichst kurze Schlauchlänge verwenden
(max. 150 cm).
Niemals die Belüftungsöffnungen im Boden unter den Gasflaschen blockieren.
Verschraubungen am Gasdruckregler haben Linksgewinde.
Für gasbetriebene Geräte muss der Gasdruck auf 30 mbar reduziert
werden.
Direkt am Flaschenventil unverstellbaren Gasdruckregler mit Sicherheitsventil anschließen.
Der Gasdruckregler reduziert den Gasdruck der Gasflasche auf den
Betriebsdruck der Gasgeräte.
Wenn 2 Gasflaschen gleichzeitig verwendet werden: Gasdruckregler mit
automatischer Umschaltung anschließen.
Informationen bei der Bürstner-Servicestelle.
Zum Befüllen und Anschließen der Gasflaschen in Europa führt der
Bürstner-Zubehörhandel entsprechende Euro-Füllsets bzw. Euro-Flaschensets.
Informationen zur Gasversorgung in Europa sind in Kapitel 17 angegeben.
7.3Gasflaschen wechseln
Beim Wechseln der Gasflaschen nicht rauchen und keine offenen
Flammen entzünden.
Nach dem Wechseln der Gasflaschen prüfen, ob an den AnschlussStellen Gas austritt. Dazu die Anschluss-Stelle mit Lecksuch-Spray
besprühen. Der Bürstner-Zubehörhandel bietet diese Mittel an.
Außenklappe für Gaskasten öffnen (siehe Kapitel 6).
Haupt-Absperrventil (Bild 88,1) an der Gasflasche (Bild 88,2) schließen.
Pfeilrichtung beachten.
Gasschlauch (Bild 88,3) von Hand von der Gasflasche abschrauben
(Linksgewinde).
Befestigungsgurte lösen und Gasflasche herausnehmen.
Gefüllte Gasflasche in den Gaskasten stellen.
Gasflasche mit den Befestigungsgurten befestigen.
Gasschlauch von Hand auf Gasflasche schrauben (Linksgewinde).
Im Fahrzeug ist für jedes Gasgerät ein Gasabsperrventil (Bild 89) eingebaut.
Die Gasabsperrventile befinden sich hinter einer Klappe im Küchenbereich.
7.5Externer Gasanschluss (Sonderausstattung)
Wenn der externe Gasanschluss nicht genutzt wird, immer das Gasabsperrventil schließen.
Am externen Gasanschluss nur Gasverbraucher anschließen, die den
passenden Adapter haben.
Nur externe Gasverbraucher anschließen, die auf einen Betriebsdruck
von 30 mbar ausgelegt sind.
Darauf achten, dass nach dem Anschließen und nach dem Öffnen des
Gasabsperrventils kein Gas an der Anschluss-Stelle austritt. Wenn der
externe Gasanschluss nicht dicht ist, strömt Gas ins Freie. Sofort das
Gasabsperrventil und das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche
schließen. Den externen Gasanschluss von einer autorisierten Fachwerkstatt prüfen lassen.
Während ein externer Gasverbraucher angeschlossen wird, darf sich
keine Funkenquelle in der Nähe des externen Gasanschlusses
befinden.
Den externen Gasanschluss nicht zum Befüllen der Gasflaschen verwenden. Die Hinweisaufkleber am externen Gasanschluss beachten.
Bild 90Externer Gasanschluss, Gas-
absperrventil geschlossen
Der externe Gasanschluss (Bild 90) befindet sich vorne rechts neben dem
Gaskasten.
Externes Gasgerät an der Anschluss-Stelle (Bild 90,1) anschließen.
Das Gasabsperrventil (Bild 90,2) öffnen.
7.6Duomatic-Umschaltanlage (Sonderausstattung)
Die Umschaltanlage nicht in geschlossenen Räumen verwenden.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Die Duomatic ist eine automatische Umschaltanlage mit Fernanzeige für eine
Zwei-Flaschen-Gasanlage. Die Duomatic-Umschaltanlage schaltet automatisch die Gaszufuhr von der Betriebsflasche auf die Reserveflasche um, wenn
die Betriebsflasche leer oder nicht mehr betriebsbereit ist. Dabei können die
Gasverbraucher in Betrieb bleiben. Die Duomatic-Umschaltan lag e ist
geeignet für alle handelsüblichen Gasflaschen von 3 kg bis 33 kg.
Aufbau der AnlageDie Duomatic-Umschaltanlage besteht aus einem Zentralregler (Bild 91,3)
und einem Umschaltregler (Bild 91,5). Mit dem Drehknopf (Bild 91,6) am
Umschaltregler kann bestimmt werden, welche der Gasflaschen als Betriebsflasche und welche Gasflasche als Reserveflasche verwendet wird.
Beide Regler sind mit einem Druckwächter und der Regler-Enteisungsanlage
Eis-Ex ausgestattet. So werden Störungen der Gasanlage im Winter vermieden.
Das Manometer (Bild 91,2) am Zentralregler zeigt den Druck in der Gasflasche an, nicht den Füllstand der Gasflasche. Mit dem Manometer kann die
Gasflasche auf Dichtheit geprüft werden.
An der Bedieneinheit (Bild 92) können nur die elektrischen Funktionen
geschaltet werden. Die Haupt-Absperrventile der Gasflaschen (Bild 91,1 und
4) müssen von Hand geöffnet werden.
Der Zentralregler gewährleistet einen konstanten Gasdruck, unabhängig
davon, welche Gasflasche Gas liefert. Die zwei Kontroll-Leuchten an der
Bedieneinheit zeigen an, welcher Gasflasche Gas entnommen werden kann.
Wenn beide Kontroll-Leuchten leuchten, zeigt die Stellung des Drehknopfes
am Umschaltregler, welcher Gasflasche gerade Gas entnommen wird.
Bei Betrieb mit nur einer Gasflasche (z. B. im Sommer) den Zentralregler
an diese Gasflasche anschließen. Den Drehknopf am Umschaltregler auf
den roten Bereich stellen.
BetriebsartenDie Duomatic-Umschaltanlage hat zwei Betriebsarten:
Winterbetrieb "Ein und Heizen"
Sommerbetrieb "Ein"
In Betrieb nehmen:
Die Haupt-Absperrventile an den Gasflaschen (Bild 91,1 und 4) öffnen.
Mit dem Drehknopf (Bild 91,6) am Umschaltregler (Bild 91,5) die Gasflasche wählen, der vorrangig das Gas entnommen werden soll (Betriebsflasche).
Den Drehknopf immer bis zum Anschlag drehen.
Wenn der Drehknopf im roten Bereich steht, wird das Gas vorrangig der
Gasflasche mit dem Zentralregler (Bild 91,3) entnommen.
Wenn der Drehknopf im grünen Bereich steht, wird das Gas vorrangig der
Gasflasche mit dem Umschaltregler (Bild 91,5) entnommen.
An der Bedieneinheit (Bild 92) die Duomatic-Umschaltanlage einschalten.
Dazu den Wippschalter (Bild 92,2) auf Winterbetrieb "Ein und Heizen"
(Bild 92,4) oder auf Sommerbetrieb "Ein" (Bild 92,6) stellen. Beide Gasdruckregler sind jetzt entlüftet. Die Betriebsanzeige (Bild 92,3) leuchtet.
Ausschalten:
Den Wippschalter (Bild 92,2) auf " " (Bild 92,5) stellen. Die Betriebsanzeige (Bild 92,3) erlischt.
Die Haupt-Absperrventile an den Gasflaschen (Bild 91,1 und 4) schließen.
FernanzeigeDie Kontroll-Leuchten an der Bedieneinheit (Bild 92) signalisieren im
Fahrzeuginneren, ob die Gasflaschen betriebsbereit sind.
Kontroll-Leuchte "A" (Bild 92,1): Gasflasche am Zentralregler
Kontroll-Leuchte "B" (Bild 92,7): Gasflasche am Umschaltregler
GasflaschenwechselWenn eine Kontroll-Leuchte während des Betriebs erlischt, ist die zugehörige
Gasflasche leer und muss gewechselt werden. Die Reserveflasche versorgt
die Gasverbraucher weiterhin mi t Gas.
Beim Wechseln der Gasflaschen nicht rauchen und keine offenen
Flammen entzünden.
Den Regler stets so montieren, dass die Schutzkappe oben ist.
Gasflaschen wechseln:
Das Haupt-Absperrventil an der leeren Gasflasche schließen.
Den Regler von der Gasflasche abschrauben.
Die volle Gasflasche an den Regler anschließen.
Das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche öffnen.
Den Drehknopf am Umschaltregler mit einer halben Umdrehung so einstellen, dass die eben gewechselte Gasflasche als Reserveflasche dient.
Wenn der Gassensor oder ein Kabel defekt ist, ertönt der Summer so
lange, bis der Defekt behoben ist.
Wenn in unmittelbarer Nähe des Gassensors Deospray, Haarspray oder
ein starkes Reinigungsmittel benutzt wird, kann ein Fehlalarm ausgelöst
werden. Auch ein längerer Aufenthalt in einem Tunnel (Stau) kann einen
Fehlalarm auslösen.
Zusätzlich die Bedienungsanleitung des Herstellers beachten.
Die Gaswarnanlage hat zwei Aufgaben:
Alarm bei einem Überfall mit Betäubungsgas
Alarm bei einem Leck in der Gasanlage
Die Gaswarnanlage ist betriebsbereit, sobald das 12-V-Bordnetz mit Spannung versorgt wird.
Gasanlage
Summer ausschalten:
Bild 93Gassensor
Die blinkende LED (Bild 93,2) neben der Klemmleiste des Gassensors
(Bild 93,1) zeigt die Betriebsbereitschaft an.
Die 12-V-Versorgung kurz abschalten und wieder einschalten (z. B. am
Leitungsschutzschalter im Netzteil).
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zur elektrischen Anlage des Caravans.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Sicherheit
Erklärungen von Fachbegriffen zur Batterie
das 12-V-Bor dnetz
das Netzgerät
das 230-V-Bordnetz
den Anschluss an die 230-V-Versorgung
die Sicherungsbelegung
den Anschluss an das Zugfahrzeug
die Außensteckdose
den Verlauf der Leitungen
Die Bedienung der elektrisch betriebenen Geräte des Wohnaufbaus ist im
Kapitel 9 beschrieben.
8.1Generelle Sicherheitshinweise
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
8Elektrische Anlage
Das Fahrzeug ist während eines Gewitters ein sicherer Aufenthaltsort (Faradaykäfig). Vorsichtshalber jedoch den 230-V-Anschluss trennen und die
Antennen einziehen, um die elektrischen Geräte zu schützen.
8.2Begriffe
KapazitätAls Kapazität bezeichnet man die Elektrizitätsmenge, die eine Batterie spei-
chern kann.
Die Kapazität einer Batterie wird in Amperestunden (Ah) angegeben. Wenn
die Batterie eine Kapazität von 80 Ah besitzt, dann kann die Batterie
80 Stunden lang einen Strom von 1 A oder 40 Stunden lang 2 A abgeben.
Äußere Einflüsse wie Temperatur verändern die Speicherfähigkeit der Batterie.
8.312-V-Bordnetz
Bei der Stromversorgung des Caravans über die Batterie des Zugfahrzeugs beachten, dass die Kapazität der Batterie beschränkt ist. Die Startfähigkeit des Zugfahrzeugs kann bei zu starker Entladung beeinträchtigt
werden.
Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer
trennen, bevor der Caravan an eine 230-V-Versorgung angeschlossen
wird. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
Betrieb bei NetzanschlussWenn das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung angeschlossen wird, schaltet
das Netzgerät (Bild 94 oder Bild 95) die Stromversorgung im Wohnbereich
automatisch von der Batterie des Zugfahrzeugs auf Netzbetrieb um.
Die Stromversorgungseinheit wandelt die Netzspannung für die 12-V-Verbraucher um.
Die Verbraucher werden über die Versorgungseinheit direkt gespeist.
Die 12-V-Vorzeltleuchte ist nur funktionsfähig, wenn das Fahrzeug an die
230-V-Versorgung angeschlossen ist. Die 12-V-Vorzeltleuchte kann während
der Fahrt nicht in Betrieb genommen werden.
Die Batterie des Zugfahrzeugs wird über das Netzgerät nicht geladen.
Betrieb über BatterieWenn das Fahrzeug nicht an die 230-V-Versorgung angeschlossen ist, wird
der benötigte Strom der Batterie des Zugfahrzeugs entnommen, sofern der
Kontakt 9 "Dauerplus" an der Steckdose des Zugfahrzeugs angeschlossen ist
(siehe Anschluss-Schema am Ende dieses Kapitels).
Die Umschaltung von Netzbetrieb auf Batteriebetrieb erfolgt automatisch,
sobald der dreizehnpolige Stecker des Caravans am Zugfahrzeug angeschlossen ist.
Während der Fahrt übernimmt die Batterie des Zugfahrzeugs die Versorgung
der 12-V-Geräte.
Der 12-V-Betrieb des Kühlschranks funktioniert nur bei angeschlossenem
Zugfahrzeug. Den 12-V-Betrieb bei längeren Zwischenstopps und Ruhepausen ausschalten, da sich sonst die Batterie des Zugfahrzeugs entleert.
EinbauortDas Netzgerät ist im Kleiderschrank eingebaut.
ThermosicherungWenn das Netzgerät während des Betriebs durch zu hohe Umgebungstempe-
raturen oder durch unzureichende Belüftung zu warm wird, reduziert das
Netzteil die Ausgangsleistung. Die angeschlossenen und eingeschalteten
Verbraucher werden mit einer geringeren Spannung als 12 V versorgt oder
durch das Umschaltrelais abgeschaltet. Wenn dieser Übertemperaturschutz
(Thermosicherung) auslöst, die Belüftung des Netzgerätes verbessern und
die Anzahl der eingeschalteten 12-V-Verbraucher verringern.
Wenn die Thermosicherung ausgelöst hat, schaltet sich das Netzgerät nach
Abkühlung automatisch wieder ein.
8.5230-V-Bordnetz
Nur Fachpersonal an der elektrischen Anlage arbeiten lassen.
Das 230-V-Bordnetz verso rgt:
die Steckdosen mit Schutzkontakt für Geräte mit max imal 16 A
den Kühlschrank
das Netzgerät
Die elektrischen Verbraucher, die an das 12-V-Bordnetz des Wohnteils angeschlossen sind, werden vom Netzgerät mit Spannung versorgt.
8.5.1230-V-Anschluss
Die externe 230-V-Versorgung muss über einen Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter, 30 mA) abgesichert sein.
Die elektrische Verbindung zwischen Zugfahrzeug und Caravan immer
trennen, bevor der Caravan an eine 230-V-Versorgung angeschlossen
wird. Dazu den Stecker aus der Steckdose des Zugfahrzeugs herausziehen.
Für die Anschluss-Stellen auf Campingplätzen (Campingverteiler) sind
hoch empfindliche Fehlerstrom-Schutzschalter (FI-Schalter, 30 mA) vorgeschrieben.
Das Fahrzeug kann an eine externe 230 -V -Ver sor gun g anges c hlos sen
werden. Das Kabel darf eine Länge von höchstens 25 m haben.
8.5.2Versorgungsleitung für externen 230-V-Anschluss
Von Kabeltrommeln das Kabel vollständig abwickeln, um eine Überhitzung zu vermeiden.
dreiadrige (3 x 2,5 mm2) flexible Gummischla uc hle itu ng
höchstens 25 m Länge
1 Stecker mit Schutzkontakt
1 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Steckvorrichtungen nach
EN 60309)
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AnschlussmöglichkeitenBürstner empfiehlt als Versorgungsleitung ein CEE-Verbindungskabel mit
Elektrische Anlage
CEE-Stecker und CEE-Kupplung. Wenn diese Anschlussmöglichkeit nicht
gegeben ist, empfiehlt Bürstner folgende Kombination mit einem Schuko-Stecker:
Bild 96Anschlussmöglichkeiten
230-V-Anschluss
Adapterkabel:
CEE 17 Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 96,1) – Stecker mit
Schutzkontakt (Bild 96,2)
Kabeltrommel:
Steckdose mit Schutzkontakt (Bild 96,3) – Stecker mit Schutzkontakt
(Bild 96,4)
Adapterkabel:
Anschlusskupplung mit Schutzkontakt (Bild 96,5) – CEE 17 Stecker mit
Schutzkontakt (Bild 96,6)
Bei Verwendung einer CEE 17 Winkelkupplung mit rückseitig eingebauter Steckdose (Bild 97,1) nur einen gummierten und versiegelten
IP 44 Stecker mit Schutzkontakt (Bild 97,2) verwenden. Keine Stecker
ohne Schutzkontakt (Bild 97,3) verwenden. Gefahr eines Stromschlages!
8.6Sicherungen
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Fehlerursache
bekannt und beseitigt ist.
Defekte Sicherungen nur auswechseln, wenn die Stromversorgung ausgeschaltet ist.
Sicherungen niemals überbrücken oder reparieren.
Bild 97Anschluss an eine Winkel-
kupplung mit Steckdose
8.6.112-V-Sicherungen
Die Verbraucher, die im Wohnteil an die 12-V-Versorgung angeschlossen
sind, sind durch eigene Sicherungen abgesichert. Die Sicherungen sind im
Netzgerät (Bild 94 oder Bild 95) oder in einer Verteilerdose in der Nähe des
Netzgerätes zugänglich.
1 unversehrtes Sicherungsel em ent
2 unterbrochenes Sicherungselement
Bild 9812-V-Sicherung
Eine intakte 12-V-Sicherung ist an dem unversehrten Sicherungselement
(Bild 98,1) erkennbar. Wenn das Sicherungselement unterbrochen ist
(Bild 98,2), die Sicherung wechseln.
Vor dem Wechseln der Sicherungen Funktion, Wert und Farbe der betreffenden Sicherungen den nachfolgenden Angaben entnehmen. Bei einem
Sicherungswechsel nur Flachsicherungen mit den Werten verwenden, die
nachfolgend angegeben sind.
FunktionSicherungstypWert/Farbe
Sicherungskreis 1Flachsicherung10 A rot
Sicherungskreis 2Flachsicherung10 A rot
Sicherungen am
Netzgerät (Boitier)
Sicherung für den
Kühlschrank (Toptron)
Wechseln:
Sicherungskreis 3Flachsicherung10 A rot
Sicherungskreis 4Flachsicherung10 A rot
Sicherungskreis 5Flachsicherung10 A rot
WasserpumpeFlachsicherung5 A hellbraun
VorzeltleuchteFlachsicherung7,5 A braun
Lichtkreis 1Flachsicherung10 A rot
Lichtkreis 2Flachsicherung10 A rot
KühlschrankFlachsicherung15 A blau
Die Sicherung befindet sich in einer Verteilerdose in der Nähe des Netzgerätes (Bild 94).
Sicherungstyp: Flachs ic he rung 15 A /bl au
Den Deckel der Verteilerdose mit einem Schraubendreher aus der Verankerung ausrasten.
Sicherung wechseln .
Nach dem Wechsel der Sicherung den Deckel in die Verteilerdose einrasten.
Sicherung der Thetford-
Die Sicherung befindet sich im Gehäuserahmen der Thetford-Kassette.
Ein zweipoliger Leitungsschutzschalter (Bild 101,1 und Bild 102,1) im Netzgerät sichert das 230-V-Bordnetz ab.
EinbauortDas Netzgerät ist im unteren Teil des Kleiderschrankes unter der Abdeckung
eingebaut.
8.7Anschluss-Schema dreizehnpoliger Stecker
Die Farben der Anschlusskabel für den Anschluss an die Steckdose des
Zugfahrzeugs notieren. Ein eventuell erforderlich werdender Neuanschluss wird damit wesentlich erleichtert.
Zum Anschließen des dreizehnpoligen Steckers an eine siebenpolige
Steckdose ein Adapterstück verwenden (im Handel erhältlich).
Die anschließenden Abbildungen zeigen folgende Stecker:
In diesem Kapitel finden Sie Hinweise zu den Einbaugeräten des Fahrzeugs.
Die Hinweise beziehen sich nur auf die Bedienung der Einbaugeräte.
Weitere Informationen zu den Einbaugeräten entnehmen Sie bitte den Bedie-
nungsanleitunge n der Einbaugeräte, die dem Fahrzeug separat bei li ege n.
Die Hinweise betreffen im Einzelnen:
die Heizung
die Klimaanlage
den Boiler
die Therme
den Gaskocher
den Gasbackofen
das Mikrowellengerät
den Dunstabzug
den Kühlschrank
9.1Allgemeines
Der Wärmetauscher der Truma-Heizung muss nach 30 Jahren ersetzt
werden. Nur der Hersteller der Heizung oder eine autorisierte Fachwerkstatt darf den Wärmetauscher auswechseln. Der Betreiber der Heizung
muss den Austausch veranlassen.
Aus Sicherheitsgründen müssen Ersatzteile für Heizgeräte den Angaben
des Herstellers entsprechen und von diesem als Ersatzteil zugelassen
sein. Diese Ersatzteile darf nur der Gerätehersteller oder eine autorisierte
Fachwerkstatt einbauen.
9Einbaugeräte
Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung des jeweiligen
Einbaugerätes entnehmen.
Im Fahrzeug sind je nach Ausführung die Einbaugeräte Heizung, Boiler, Kochstelle und Kühlschrank eingebaut.
In dieser Bedienungsanleitung werden nur die Bedienung und die Besonderheiten der Einbaugeräte beschrieben.
Vor Inbetriebnahme eines gasbetriebenen Einbaugerätes das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und das jeweilige Gasabsperrventil öffnen.
Im Winter vor Inbetriebnahme der Heizung prüfen, ob der Kamin auf
dem Dach frei von Schnee und Eis ist.
Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in
der Garage die Heizung nie im Gasbetrieb betreiben. Explosionsgefahr!
Ab Heizungsstufe 3 bis 4 das Umluftgebläse einschalten. Es besteht
Überhitzungsgefahr für die Heizung!
Abgasrohr nicht beschädigen.
Den Abgaskamin nicht verschließen oder überbauen.
Beim Wintercamping die Truma-Kaminverlängerung verwenden, damit
bei Schneefall der Abgaskamin nicht mit Schnee bedeckt wird.
Den Raum hinter der Heizung nicht als Stauraum verwenden.
Bei der ersten Inbetriebnahme der Heizung tritt kurzzeitig eine leichte Rauchund Geruchsbelästigung auf. Sofort die Heizung am Bedienschalter auf
höchste Stufe stellen. Fenster und Türen öffnen und gut lüften. Rauch und
Geruch verschwinden nach kurzer Zeit von selbst.
9.2.1Richtig heizen
Bild 111 Luftaustrittdüse
WarmluftverteilungIm Fahrzeug sind mehrere Luftaustrittdüsen (Bild 111) eingebaut. Rohre
führen die Warmluft zu den Luftaustrittdüsen. Die Luftaustrittdüsen so drehen,
dass die Warmluft dort austritt, wo es gewünscht wird.
Einstellung der
Luftaustrittdüsen
Ganz geöffnet: voller Warmluftstrom
Halb oder nur teilweise geöffnet: verringerter Warmluftstrom
Wenn 5 Luftaustrittdüsen vollständig geöffnet sind, dann tritt an jeder einzelnen Düse weniger Warmluft aus. Werden jedoch nur 3 Luftaustrittdüsen
geöffnet, dann strömt aus jeder einzelnen Düse mehr Warmluft.
9.2.2Warmluft-Heizung
Bei Störungen vor erneutem Zündversuch zwei Minuten warten.
Haupt-Absperrventil an der Gasflasche und Gasabsperrventil "Heizung"
öffnen.
Drehregler an der Heizung auf gewünschten Wert einstellen und bis zum
Anschlag niederdrücken.
Der Zündautomat erzeugt Zündfunken. Es ist ein klickendes Geräusch zu
hören.
Drehregler gedrückt halten, bis die Flamme brennt. Das Brennen der
Flamme kann im Sichtfenster in der Heizungsverkleidung kontrolliert
werden.
Drehregler weitere 10 Sekunden gedrückt halten, bis die Zündsicherung
anspricht.
Der Zündautomat zündet so lange, bis das Gas brennt. Wenn kein Gas
vorhanden ist, zündet er weiter, bis die Batterie im Zündautomaten leer ist.
Wenn nicht geheizt wird, den Drehregler der Heizung immer auf "0" stellen,
um eine Entladung der Batterie im Zündautomaten zu verhindern.
Wenn das klickende Geräusch während des Zündvorgangs überhaupt
nicht gehört wird oder nur in Zeitabständen von mehreren Sekunden: Die
Batterie im Zündautomaten wechseln.
Vor Beginn jeder Heizsaison neue Batterien einsetzen.
Drehregler an der Heizung auf "0" stellen. Der Zündautomat wird damit
gleichzeitig abgeschaltet.
Das Gasabsperrventil "Heizung" und das Haupt-Absperrventil an der Gasflasche schließen.
Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Trumatic S"
entnehmen.
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Einbaugeräte
Batterie am Zündautomat
wechseln:
Bild 113 Heizungsverkleidung
abnehmen
Sicherstellen, dass die Heizung ausgeschaltet ist.
Heizungsverkleidung (Bild 113,2) abnehmen. Dazu die Verkleidung oben
Bild 114 Heizung geöffnet
nach vorn ziehen, Haltefedern (Bild 113,1) seitlich nach oben drücken und
Verkleidung nach vorn klappen.
Verkleidung (Bild 114,1) seitlich anstellen, damit die Anschlusskabel für
das Warmluftgebläse sowie für die Zünd-Kontroll-Lampe nicht ausgesteckt
werden müssen.
Die Abdeckung des Batteriefachs am Zündautomaten (Bild 114,2) nach
oben schieben.
Die alte Batterie aus dem Batteriefach des Zündautomaten nehmen.
Eine neue Batterie (Bild 114,3) gleichen Typs polrichtig (+/-) in das Batteriefach des Zündautomaten einsetzen. Nur temperaturbeständige (+70 °C)
und auslaufsichere Mignon-Batterien verwenden.
Die Abdeckung des Batteriefachs am Zündautomaten nach unten
schieben.
Rasthebel nach rechts drücken, bis Verriegelung hörbar einrastet.
Bild 115 Heizungsverkleidung, Haltela-
schen
Heizungsverkleidung montieren. Dazu Verkleidung (Bild 115,1) auf die
unteren Haltelaschen (Bild 115,2) stellen.
Bedienungsstange von unten in die Griffbuchse einführen und Verkleidung
oben einrasten lassen.
9.2.3Umluftgebläse (teilweise Sonderausstattung)
Das Umluftgebläse sorgt in Verbindung mit der Warmluft-Heizung für eine
bessere Wärmeverteilu ng im Car av an.
Den Schiebeschalter (Bild 116,1) auf " " (Handregelung) oder "A" (Automatikbetrieb) stellen.
Mit dem Drehknopf (Bild 116,2) die gewünschte Leistung des Umluftgebläses einstellen (Handregelung) oder begrenzen (Automatikbetrieb).
Den Schiebeschalter (Bild 116,1) auf " " (Aus) stellen.
Weitere Informationen der separaten Bedienungsanleitung "Trumavent"
entnehmen.
Mit dem Airmix-Komfort-Paket kann das Umluft-Gebläse am Fahrzeugboden
oder an der Wand montiert werden. Dies garantiert einen besonders leisen
Lauf, da keine geräuschübertragende Verbindung zum Einbaukasten der Heizung besteht.
Bild 117 Airmix-Komfort-Paket
Durch den Airmix wird frische Außenluft in den Caravan geführt. Vorteile der
Außenluft sind:
Die Außenluft lässt sich am Bedienteil (Bild 117,1) stufenlos mit der bereits
erwärmten Innenluft mischen.
Die Elektro-Zusatzheizung Ultraheat wird in die Warmluft-Heizung eingebaut.
Dadurch ergeben sich drei Heizmöglichkeiten:
Warmluft-Heizung alleine
Warmluft-Heizung und Elektroheizung
Elektroheizung alleine
Mit der Elektro-Zusatzheizung lässt sich das Fahrzeug schneller erwärmen.
Die Elektro-Zusatzheizung arbeitet nur, wenn das Fahrzeug an eine 230-VVersorgung angeschlossen ist.
Wird die Heizung mit Strom und Gas gleichzeitig betrieben, schaltet sich
die Elektro-Zusatzheizung vor einer möglichen Überhitzung durch den
stärkeren Gasbrenner ab.
1 Drehschalter
2Aus
3 Temperaturdrehknopf
Einschalten:
Bild 118 Bedienteil Elektro-Zusatzhei-
zung Ultraheat
Das Fahrzeug an die 230-V-Versorgung anschließen (siehe Abschnitt 8.5).
Drehschalter (Bild 118,1) auf die gewünschte Leistungsstufe (500, 1000
oder 2000 W) stellen.
Temperaturdrehknopf (Bild 118,3) auf die gewünschte Leistungsstufe
stellen.
Ausschalten:
Drehschalter (Bild 118,1) auf " " (Bild 118,2) stellen.
9.2.6Erwärmung für Abwasserleitungen (Sonderausstattung)
Den Prüftaster immer nur kurz betätigen.
Die Erwärmung arbeitet nur bei Anschluss des Fahrzeugs an eine 230-VVersorgung.
Um ein Einfrieren der Abwasserrohre zu verhindern, können die Abwasserleitungen elektrisch erwärmt werden.
Bei eingeschalteter Erwärmung wird mit Temperatursensoren die Temperatur
an den Abwasserleitungen überwacht. Wenn die Temperatur unter 5 °C sinkt,
werden die Heizelemente eingeschaltet und die Abwasserleitungen erwärmt.
Wenn die Temperatur über einen bestimmten Wert steigt, werden die Heizelemente wieder abgeschaltet.
Der Trafo 230 V AC/12 V DC (Bild 119,2) ist im Kleiderschrank eingebaut.
Das Regelgerät ist in das Gehäuse des Trafos integriert. Die Kontroll-
Leuchten haben folgende Bedeutung:
Kontroll-Leuchte (Bild 119,5) leuchtet grün: Regelung in Betrieb
Kontroll-Leuchten (Bild 119,4 und 6) leuchten rot: Abwasserleitungen
werden erwärmt
In das Gehäuse ist ein Prüftaster (Bild 119,3) integriert, mit dem das Regelgerät kurzzeitig in Betrieb genommen werden kann. Durch Drücken des Prüftasters lässt sich die Funktion der Erwärmung testen, auch wenn die
Umgebungstemperatur über 5 °C liegt.
Einschalten:
Ausschalten:
Fahrzeug an 230-V-Versorgung anschließen (siehe Abschnitt 8.5.1).
Schalter (Bild 119,1) am Trafo (Bild 119,2) auf "ON" stellen.
Schalter (Bild 119,1) am Trafo (Bild 119,2) auf "OFF" stellen.
Bei Modellen mit elektrischer Fußbodenerwärmung auf keinen Fall in
den Boden Löcher bohren oder Schrauben eindrehen. Vorsicht mit
spitzen Gegenständen. Gefahr eines Stromschlags oder eines Kurzschlusses durch die Beschädigung eines Heizdrahtes.
Den Trafo nicht abdecken. Überhitzungsgefahr!
Die elektrische Fußbodenerwärmung arbeitet nur, wenn das Fahrzeug an
eine 230-V-Versorgung angeschlossen ist.
Die Leistung der elektrischen Fußbodenerwärmung allein reicht nicht aus,
um den Wohnraum zu erwärmen.
Zum Ausführen der einzelnen Schaltbefehle die Fernbedienung immer auf
den Empfänger richten.
Automatik
Kühlung
Heizung
Die Taste "ON/OFF" drücken.
Die Taste "Mode" so oft drücken, bis die gewünschte Betriebsart
(Bild 123,1, 2 oder 3) auf dem Display angezeigt wird. Die entsprechende
Kontroll-Leuchte auf der Anzeige am Diffusor (Bild 124,3) leuchtet.
Mit den Tasten Temperaturerhöhung (Bild 123,6) oder Temperaturverminderung (Bild 123,8) die gewünschte Temperatur einstellen.
Mit der Taste Lüftungsgeschwindigkeit (Bild 123,9) die gewünschte Lüfterstufe wählen.
Ausschalten:
Die Taste "ON/OFF" drücken.
Wenn die Klimaanlage im Heizbetrieb gelaufen ist, läuft der Lüfter noch
einige Minuten nach, um die Wärme vollständig abzuführen.
Gas wegen Explosionsgefahr nie unverbrannt ausströmen lassen.
Beim Befüllen des Kraftstofftanks des Zugfahrzeugs, auf Fähren und in
der Garage den Boiler nie im Gasbetrieb betreiben. Explosionsgefahr!
Das Wasser im Boiler kann auf 60 °C erhitzt werden. Verbrennungsgefahr!
Wenn das Fahrzeug nicht benutzt wird, den Boiler abschalten und entleeren.
Boiler nie ohne Wasserinhalt betreiben.
Boiler bei Frostgefahr entleeren, wenn der Boiler nicht in Betrieb ist.
Boiler nur dann mit maximaler Temperatureinstellung betreiben, wenn viel
Warmwasser benötigt wird. Dadurch wird der Boiler vor Verkalkung
geschützt.
Bürstner empfiehlt, das Wasser aus dem Boiler nicht als Trinkwasser zu
verwenden.
Einbaugeräte
9.4.1Modellausführungen mit Abgaskamin auf der rechten
Fahrzeugseite
Wenn das Vorzelt aufgebaut ist und der Boiler im Gasbetrieb arbeitet,
können sich die Abgase des Boilers im Vorzeltraum sammeln. Erstickungsgefahr! Für ausreichende Belüftung sorgen.
9.4.2Boiler Truma
Vor Inbetriebnahme des Truma Boilers Kamin-Kappe vom Abgaskamin
abnehmen.
Je nach Modell ist das Fahrzeug mit einem Boiler ausgestattet.
BetriebsartenDer Boiler hat drei Betriebsarten:
Gasbetrieb
230-V-Elektrobetrieb
kombinierter Betrieb
Die Betriebsart wird mit den Bedienelementen eingestellt.
Die Regelung der Wassertemperatur im Boiler ist nur bei Gasbetrieb möglich.
GasbetriebDer Boiler wird ausschließlich mit Gas betrieben.