Bei Daisy handelt es sich um einen leistungsfähigen Elektrosegler, der sich bestens zum Erlernen der
Basisgrundlagen des Fliegens eignet. Das Modell wurde mit einem zweiteiligen Tragflügel konstruiert,
der mit einem SD7037 Profil gebaut wurde. Zur Erhöhung der Verwindungssteifigkeit wurde die
vordere Flächenhälfte mit Balsa beplankt. Die Flächen werden mittels einem Stahl verbunden und auf
den Rumpf geschraubt.
An den weiß eingefärbten GfK-Rumpf passen Spinner mit 40-42 mm Durchmesser. Das T-Leitwerk
wird geschraubt und kann zum Transport abgenommen werden.
Durch das ausgewählte Profil sind auch geringe Fluggeschwindigkeiten problemlos möglich, da ein
Strömungsabriss kaum zu erwarten ist.
Daisy bietet Flugspaß für alle – für diejenigen, die das Fliegen (auch mit Querruder) erlernen möchten,
diejenigen, die ein einfach zu transportierendes Feierabendmodell suchen und auch für diejenigen, die
den Einstieg in einfaches Thermiksegeln erlernen möchten.
Technische Daten
Spannweite ca. 2.000 mm
Länge ca. 1.150 mm
Abfluggewicht ca. 1,2-1,35 kg
RC-Funktionen: Querruder, Höhenruder
Seitenruder, Motorregelung
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Daisy
Stückliste
Hauptteile:
1) Rumpf, weiß eingefärbt 1 GFK, Fertigteil
2) Seitenruder 1 Holzbauweise, Fertigteil
3) Höhenruder 1 Holzbauweise, Fertigteil
4) Tragflächenpaar mit Querrudern 2 (l+r) Holzbauweise, Fertigteil
5) Servoabdeckung Querruder 1 Paar Kunststoff Tiefziehteil
Inhalt Kleinteilebeutel:
6) Motorspant 1 GFK, Fertigteil
7) Servobrett 1 Pappelsperrholz, Frästeil
8) Anlenkung Leitwerksruder 2 Stahldraht Ø0,8x1.000 mm
*CN-Spinner passend zum Motor actro C6 mit Motorwelle 5 mm. Für andere Motoren finden Sie den
passenden Spinner im großen aero-naut Sortiment auf www.aero-naut.de
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Flügel
Der Tragflügel besteht aus zwei Teilen. Jede Tragflächenhälfte ist in klassischer Rippenbauweise
aufgebaut und fertig bespannt. Die Querruder sind mit Klebeband fertig anscharniert und die Anschlusswinkel zwischen den Tragflächenteilen sind vorgegeben.
Die Tragflächen werden auf den Rumpf ge-
schraubt. Öffnen Sie die Bohrung mit einem
heißen Lötkolben. Die Lötkolbenspitze klebt
die Folie auch gleich wieder an. In die Nasenleiste kleben Sie den Buchenholzstift ein. Er
sollte circa 15 mm vorne herausstehen.
Entfernen Sie nun auch die Folie über allen
anderen Durchlässen: Die Kabeldurchführungen auf der Tragflächenunterseite und den
Endrippen sowie über den Servoschächten.
Schneiden Sie dann den Servostecker ab.
Stellen Sie das Servo in den Servoschacht
und ziehen Sie das Kabel vom Servoschacht her durch das Röhrchen bis aus der Wurzelrippe hinaus. Löten Sie den Stecker wieder an.
Die Querruderservos werden mit den Einbau-
lagern eingebaut. Um ihre exakte Position
festzustellen, stecken Sie die Lager an die
Servos und legen Sie das Ganze ohne Kleber
ein. Markieren Sie dann, wo genau die Lager
aufgeklebt werden müssen.
Kleben Sie die Lager schließlich mit dickflüs-
sigem Sekundenkleber oder Epoxidharz in
die Tragfläche. Lassen Sie den Kleber gut
aushärten, bevor Sie die Servos einstecken.
Verkleben Sie die Servos in den Lagern mit
Heißkleber oder fixieren Sie sie mit einer
Schraube.
Zur Anlenkung der Querruder in den Tragflä-
chen kleben Sie die Ruderhörner mit 5-min-Epoxyd ein, genau in Flucht der Servohebel. Achten Sie
darauf, dass sich die Bohrung genau über der Scharnierachse befindet.
Die Anlenkungen selbst werden aus den
Drähten mit Z-Biegung, je einer Gewindehülse und einem Kunststoffgabelkopf erstellt.
Löten Sie die Gewindehülsen fest auf. Alternativ können Sie auch mit 5-min-Epoxyd geklebt werden – allerdings muss der Draht
dann gut angeraut und entfettet werden.
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Ist alles montiert und auf Funktion getestet,
werden die Abdeckungen der Servoschächte
vorsichtig zugeschnitten und mit Tesafilm aufgeklebt. Achten Sie darauf, dass sich die Servohebel unter den Abdeckungen frei bewegen können.
Der Rumpf
Für die Verschraubung der Tragfläche auf den
Rumpf sind ein paar Vorbereitungen nötig. Die
beiden Einklebemuttern werden in den Halter
eingelebt.
Die Tragflächenbespannung wird an der Boh-
rung der Verschraubung mit einem Lötkolben
vorsichtig geöffnet. Anschließend werden
beide Tragflächen auf dem Rumpf mittig ausgerichtet und durch die Bohrung der Rumpf
angezeichnet. Hier wird nun ein 4-mm Loch
gebohrt.
Der Halter mit den Einklebemuttern wird von
innen so am Rumpf festgeklebt, dass die Gewinde mittig an der Bohrung ausgerichtet
sind. Verwenden Sie dazu 5-min.-Epoxyd.
Achten Sie darauf, dass kein Klebstoff in das
Gewinde gerät.
Für die Anlenkung der Leitwerksruder kleben
Sie die Bowdenzüge mit den aufgeklebten
Spanten in den Rumpf ein. Schieben Sie die
ganze Einheit so weit wie möglich in den
Rumpf. Achten Sie darauf, dass der Spant gerade sitzt., Zum Verkleben geben Sie mit einem langen Schraubenzieher kleine Mengen
5-min.-Epoxy an die Klebestellen an.
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Bauanleitung Daisy 4
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Das Servobrett für die Leitwerksruder wird
unter der Tragflächenauflage in den Rumpf
geklebt. Rauen Sie dazu die Innenseite des
Rumpfes gut an, damit das Epoxy gut hält.
Setzen Sie die Servos vor dem Verkleben des
Brettchens testweise in das Brettchen ein und
markieren Sie Höhe des Servobretts an der
Rumpfwand.
Verschrauben Sie die Servos mit den Gum-
mitüllen und Schrauben aus dem Servoset im
Servobrett.
Löten Sie nun zwei Löthülsen auf die Stahldrähte und drehen Sie zwei Gabelköpfe auf. Stecken Sie
die Stahldrähte von den Servos her in die Röhrchen und schließen Sie die Gabelköpfe an die Servohebel an.
An der Vorderkante der Tragflächenauflage werden passend zu den beiden Dübeln der Tragfläche
4-mm-Löcher gebohrt, um die Tragfläche später zu fixieren.
Leitwerk
Das Höhenleitwerk wird mit 2 Schrauben auf dem Rumpf befestigt. Öffnen Sie die beiden Löcher
am bespannten Leitwerk mit einem Lötkolben. Sie können mit den Metallschrauben das Leitwerk
direkt in den GfK-Rumpf schrauben. Achten Sie darauf, dass Sie mit den Schrauben ein sauberes
Gewinde in das GfK schneiden, damit das Leitwerk sicher hält.
Ab der Unterseite des Höhenruders kleben
Sie das größere GfK-Ruderhorn direkt an der
Kante zum festen Leitwerksteil ein. Achten
Sie darauf, dass die Seite mit dem Scharnierband (Klebestreifen) die Oberseite ist!
Die Abschlussleiste für das Seitenleitwerk
wird im Rumpf eingeklebt. Verwenden Sie
dazu 5-min.-Epoxyd. Im oberen Bereich bleibt
eine Öffnung, durch die die Anlenkungsdrähte gezogen werden. Dieser Bereich kann
später aufgefüllt werden.
Das Seitenruder wird mit den zwei Kunststoff-
scharnieren an der Abschlussleiste befestigt.
Das kleinere GfK-Ruderhorn wird eingeklebt und mit der Lenkungsdraht verbunden.
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Der Motoreinbau
Daisy kann als Seglerflugmodell oder mit einem Elektromotor ausgestattet auch als E-Segler be-
trieben werden.
Für den Einbau eines Elektromotors schnei-
den Sie die Rumpfspitze mit einer feinen
Säge entlang der Markierungslinie ab. Achten
Sie darauf, dass es einen gerade Schnitt gibt.
Kleben Sie den GFK-Motorspant ein. Montie-
ren Sie den Motor und drücken Sie ihn fest in
die Rumpfnase. Orientieren Sie sich für die
Ausrichtung an der Rumpfvorderkante. Stecken Sie testweise den Propeller auf die
Welle, um die Parallelität zu testen.
Fixieren Sie den Spant mit dünnflüssigem Sekundenkleber und verkleben Sie ihn dann mit 5-min.-
Epoxy.
Eventuell müssen Sie die Rumpfvorderkante
leicht nachschleifen, bis sie genau zum Spinnerdurchmesser passt. Verfahren Sie dabei
langsam und schrittweise – ein perfektes Ergebnis wird Sie belohnen.
Schrauben Sie nun den Motor ein und verbin-
den Sie ihn mit dem Regler. Achten Sie dabei
auf die richtige Polung des Motors. Kontrollieren Sie am besten noch vor dem Einbau die
Laufrichtung des Motors. Ein kleines mittig
gebohrtes Holzteil auf der Motorwelle hilft bei
der Erkennung der Drehrichtung. Verwenden Sie dazu nicht die Luftschraube! Verletzungsge-fahr!
Montieren Sie Klappluftschraube, Mittelteil und Spinner gemäß der Anleitung des Herstellers.
Den Regler fixieren Sie mit etwas Klettband an der Rumpfseitenwand oder unter dem Akkubrett.
Fixieren Sie auch die Kabel zwischen Regler und Motor so, dass sie mit den rotierenden Teilen des
Motors nicht in Berührung kommen können. Packen Sie den Regler nicht mit Schaumstoff ein, er
könnte sonst überhitzen.
Abschließende Arbeiten
Stellen Sie durch Verschieben des Flugakkus den Schwerpunkt (76-84 mm von der Nasenleiste)
ein. Dieser Schwerpunktbereich ist ein sicherer Wert für die ersten Flüge. Später können Sie den
Schwerpunkt Ihren Vorlieben anpassen – maximal jedoch +/- 5 mm.
Fixieren Sie den Akku in seiner endgültigen Lage mit Klettband und markieren Sie seine genaue
Position, damit er auch beim nächsten Flug wieder genau dort liegt.
Überprüfen Sie die Ruderfunktionen und stellen Sie die Ruderausschläge ein:
Höhenruder: 10-15 mm hoch;
Tiefenruder: 10-15 mm runter;
Querruder Rechtskurve: rechtes Blatt 10 mm hoch, linkes Blatt 5 mm runter;
Querruder Linkskurve: rechtes Blatt 5 mm runter, linkes Blatt 10 mm hoch;
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Der erste Flug
Ist alles in Ordnung, steht dem ersten Start nichts mehr im Wege. Haben Sie noch keine oder nur
wenig Flugerfahrung, so empfehlen wir Ihnen dringend, sich in einem Modellflugverein an einen
erfahrenen Piloten zu wenden, der für Sie die ersten Flüge ausführt und Sie dann Stück um Stück
fliegen lässt.
Sie können es aber auch alleine versuchen: Suchen Sie sich einen windarmen Tag aus. Starten Sie
das Modell mit leichtem Schwung in flachem Winkel aufwärts. Korrigieren Sie zunächst nur den
Winkel des Steigfluges. Lassen Sie das Modell nicht zu langsam werden. Korrigieren Sie mit dem
Seitenruder den Geradeausflug.
Wenn das Modell auf Höhe angekommen ist. Schalten Sie den Motor aus und lassen Sie das Modell
segeln. Tasten Sie sich nun vorsichtig an die Ruderreaktionen heran. Werden Sie nicht zu schnell
mutig und halten Sie immer eine Sicherheitshöhe ein – Modellfliegen muss gelernt werden wie das
Auto- oder Fahrradfahren.
Landen Sie immer gegen Wind. Lassen Sie das Modell im Geradeausflug flach in Richtung Boden
segeln. Erst kurz vorm Bodenkontakt ziehen Sie am Höhenruder. Nehmen Sie in Bodennähe keine
starken Korrekturen mehr mit dem Seitenruder vor!
Sicherheits- und Gefahrenhinweise
Der Flugmodellbau ist ein faszinierendes Hobby. Beim Einsatz des Modellflugzeuges empfehlen wir
Ihnen die Einhaltung folgender Grundregeln, damit weder Sie noch Ihre Mitmenschen belästigt oder
gar gefährdet werden.
Fliegen Sie in Deutschland nur mit einer 35-MHz- oder 2,4-GHz-Funkfernsteuerung.
Fliegen Sie nur auf einem Gelände, idealerweise einem Modellflugplatz, auf dem niemand belästigt
oder gefährdet werden kann.
Zuschauer dürfen niemals an- oder überflogen werden bzw. das Ziel waghalsiger Flugmanöver sein.
Überlassen Sie Reparaturen von Fernsteueranlagen den Fachleuten. Bei eigenständigen Abände-
rungen erlischt die Zulassung Ihrer Fernsteueranlage.
Schalten Sie Ihren Sender nur ein, wenn Sie sich vergewissert haben, dass Sie keine anderen Fern-
steueranlagen in der Nähe stören, zum Beispiel durch Kanaldoppelbelegung.
Treten Sie einem Verein bei, in dem Ihnen in allen Fragen und Problemen geholfen werden kann.
Bitte beachten: Bei Schäden, die durch Nichtbeachtung der Anleitung verursacht werden, erlischt der Gewährleistungsanspruch. Für Folgeschäden, die daraus resultieren, übernehmen wir keine Haftung. Die Aufbauanleitung ist beim Erstellen und Betrieb des Modells genauestens zu beachten. Ein Teil der Bauanleitung enthält auch den Nachweis für den
sicheren Betrieb. Das Modell ist in keinem Fall ein Spielzeug für Kinder.